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	<description>Infos und Reviews zu Kino, TV und anderen Medien. Manchmal lustig.</description>
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		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.04 &#8211; &#8222;A Case of Chiaroscuro&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 13:50:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[In dieser Episode von „Würfelglück bei Klassikern“ bediente man sich an einem alten 40er-Jahre-Film. Ich bin schon gespannt, ob Kollege Sparkiller ebenfalls erkannte, welcher es ist (Nein, nicht „Flash Gordon“, du Banause)… Auf dem Planeten Schlagmichtot sind es diesmal die Klingonen, die in wenigen Stunden die letzten verbleibenden Barstühle, äh, Kontinente einnehmen wollen. Uhura, Una [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Episode von „Würfelglück bei Klassikern“ bediente man sich an einem alten 40er-Jahre-Film. Ich bin schon gespannt, ob Kollege Sparkiller ebenfalls erkannte, welcher es ist (Nein, nicht „Flash Gordon“, du Banause)… Auf dem Planeten Schlagmichtot sind es diesmal die Klingonen, die in wenigen Stunden die letzten verbleibenden Barstühle, äh, <b>Kontinente</b> einnehmen wollen. Uhura, Una und M’Benga wollen das eigentlich nicht aktiv verhindern, rutschen aber durch eine wilde Doppelgänger-Geschichte in die Handlung. („Was, wir sehen exakt aus wie die Widerstandskämpfer vor Ort? Na dann: Feuer frei!“)</p>
<p><span id="more-13153"></span></p>
<hr >
<p>Und damit diese Hommage etwas passender aussieht, entschied man sich für einen farblosen Look. Und zu folgenden Punkten, die mir aufgefallen sind:</p>
<p>&#8211; Okay, die Strahlung vom Stern beeinflusst das <b>reflektierte Licht von den Oberflächen</b> <u>oder</u> das <b>menschliche Auge</b> selbst? – Das wird wie immer NICHT richtig erklärt. Mit unserem alten Gröfaz (= Größter Führer durch außerirdische Zirkusphysik) Commander Data wäre das nicht passiert…</p>
<p>&#8211; Total fassungslos war ich zu Beginn, als der Doctor ankündigte, dass er die Rollos am Shuttle runter lassen wird, damit Uhura ihre Kontrollen besser ablesen kann. Doch statt eines coolen Effektes, bei dem die Farbe sich logisch ausbreitet, BLEIBT es für den Zuschauer farblos. Das muss dieses „Innovative Fernsehen“ und „Show, don’t tell“ sein, das alle Kritiker beim Reviewschreiben so artig vom Merkblatt ablesen?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04a.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04a.jpg" alt="" width="822" height="532" class="aligncenter size-full wp-image-13154" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04a.jpg 822w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04a-768x497.jpg 768w" sizes="(max-width: 822px) 100vw, 822px" /></a></p>
<blockquote><p>„Doctor, dieses Stilmittel einer Schwarz/Weiß-Episode&#8230; Ich habe mich gefragt, ob das ein verzweifeltes Mittel der Macher ist, um Tiefsinn, Klassikerliebe und Kulturoffenheit vorzuspielen.“ – „Nein, Schätzchen. Dafür war die letzte Episode gedacht, die mit dem Saufen. Und jetzt her mit dem Bier, Egoistin!“</p></blockquote>
<p>&#8211; Bisschen blöd war dann auch die künstliche Ansprache vom Doctor an Una: „Sie wurden ja jetzt befördert. Jetzt können Sie ja bald Captain werden. Übrigens: Ihr moralischer Kompass hat Sie ja nie im Stich gelassen! Äh, mehr hat der Autor mir nicht aufgeschrieben.“ – Wobei das mit Knorke-Kompass vielleicht nicht ganz <b>stimmt?</b> Und in welcher Episode hat Una zuletzt was Tolles gemacht? Die, wo sie wegen ihres Blutes diskriminiert worden ist, das irgendwie wegschwurbeln musste und JETZT wieder total undiskriminiert ist?</p>
<p>(<i>*Tock, Tock, Tock*</i> &#8211; Obelix: „Die spinnen doch, die Strangen Worldler!“)</p>
<p>&#8211; Dass der Planet wie aus TOS wirkt &#8211; wo man es ebenfalls mit US-Gangstern, Nazis und Indianern zu tun bekam -, fand ich gut. Diese bunte Mischung machte Star Trek früher aus. Auch wenn ich immer ein wenig Kopfweh bekomme, wann immer es EXAKT wie bei uns aussieht. Aber okay, auch andere Völker lieben Wäscheleinen und Benzinkutschen mit vier Rädern. Geht schon klar.</p>
<p>&#8211; Ich würde aber behaupten, dass es total BLÖDE ist, dass man die anscheinend brauchbaren Drehorte ihrer Farbe beraubt hat. Aber okay, man hatte seine 75% an wilden Stil-Experimenten in dieser Staffel noch nicht voll. Und kritisieren „darf“ man das Schwarz-Weiße ja bestimmt nicht, weil es ja eine <i>Homm-Arsch</i> (Schreibt man das so?) an alte© Filme ist? Mensch, diese Füchse!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04b.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04b.jpg" alt="" width="761" height="459" class="aligncenter size-full wp-image-13155" /></a></p>
<blockquote><p>„Sehen Sie den Mann dahinten? Sie nennen ihn den ‚Schläfrigen Dan‘, weil er Daniel heißt und jede SNW-Episode reviewen muss.“ – Hut ab, wilder wird die Mischung nicht: Nichts gegen gelegentliche Plot-Experimente, aber das Wort „gelegentlich“ ist bei SNW eher arbeitslos?</p></blockquote>
<p>&#8211; Wieso Una beim ersten Angesprochenwerden so TUT, als wenn sie tatsächlich eine wichtige Persönlichkeit ist, erschließt sich mir nicht. Dass sie einer lokalen Berühmtheit derartig ähnlich sieht, dass man sich nicht mit einem „Neee, ich bin’s doch, die Gabi!“ raus reden kann, ist reine TV-Logik. Reale Verwechslungen sind ja meist mit einem raschen Stimmen- und Stil-Abgleich erledigt. Denkt euch doch für den Plotstart was <b>Schlaueres</b> aus, liebe Autoren?</p>
<p>(<i>*auf Blutfontaine aus Augen und Ohren wart*</i>)</p>
<p>&#8211; Dass die Episode nach einigen Minuten nicht total nervt – oft genug vorgekommen –, liegt an der ruhigen Erzählweise. Erzählerisch ist aber alles Schlafwagen-Niveau: Der Doctor instruiert Uhura („Was, Sie haben sich noch nie für eine Alienwelt verkleidet? Potzblitz.“), was in einer vierten Staffel auch langsam unnötig wirkt.<br />
Zumal wir in all der Zeit, in der wir Erklärsätzen wie „Achtung, wir könnten beobachtet werden!“ lauschen, nichts Spannendes über den Planeten erfahren, der immerhin von Klingonen besetzt wurde.</p>
<p>&#8211; Positiv bleibt so manch „normal“ erzählte Minute im Kopf: Kein Overkill, keine überlebensgroßen Figuren. Zum Beispiel war ich fast emotional berührt, als Uhura am Checkpoint nach ihrem Ausweis gefragt wurde – und verhaftet wurde. Und der Klingone Kor wirkte auch ernsthafter und präsenter als die meisten anderen Kostüm-Krawall-Bubis der letzten Jahre.</p>
<p>&#8211; Uhura wird „nur“ mit „leichten“ Schmerzstrahlen gefoltert, als sie bei den Klingonen allerlei Bildchen interpretieren darf. Das erinnert an älteres Star Trek &#8211; und nicht etwa an Michael Burnham, Ash Tyler, Icheb oder andere Figuren mit minutenlangen Schmerzenschreien und abgepellter Haut. Halt das, was Kurtzman oft für eine adäquate Mengele-Erweiterung des Franchises hielt&#8230;</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04c.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04c.jpg" alt="" width="624" height="550" class="aligncenter size-full wp-image-13156" /></a></p>
<blockquote><p>„Und an was erinnert Sie dieses Symbol hier? Nehmen Sie sich Zeit!“ – „Buhuu, an eine vergangene Liebe?“ – Klingone Kor zeigt stolz die allerersten DS9-Staffelboxen: Diese Folterszene ist okay inszeniert, hat aber weder spannende Dialoge („Wir hätten sie Lichter durchzählen lassen sollen?“) noch Charaktermomente von Uhura zu bieten&#8230; In welchem Raum sitzt eigentlich die moderne Popkultur gerade gefesselt?</p></blockquote>
<p>Alles bitte nicht überbewerten, aber nach dem häufig unguckbaren Gaga-Gefasel war das hier schon fast eine (normal langweilige) Archer-Episode der 2000er-Jahre. Premium-Gähnen halt.</p>
<p>Erwähnt werden sollte hier, dass es sich „natürlich“ um eine „Casablanca“-Episode handelt. Wobei lustig ist, dass sich die Handlung zwischendurch davon zu lösen scheint, dann aber noch mal RICHTIG abkupfert.</p>
<p>&#8211; Es geht viel um Papiere, Ident-Karten und Ausweise, Warnsysteme sind eher „analog“ (= helle Töne im Café).<br />
&#8211; Die Deutschen besetzen hier nicht Frankreich, sondern es sind halt Klingonen auf dem Kulturabguck-Planeten.<br />
&#8211; Es geht um Widerstandskämpfen, die sich in einer Bar bzw. einem Café tummeln.<br />
&#8211; darf ich noch das gezeigte Klavier nennen oder wirkt’s als Vergleich profan? („Spiel’s… Beam’s noch einmal, Sam.“)<br />
&#8211; Die Bekleidung vom Doc und Una erinnert extrem an Rick Blaine und Ilsa Lund.<br />
&#8211; Szenen, die quasi 1-zu-1 kopiert sind. Zum Beispiel, als die Klingonen ihren Kriegsgesang anstimmen, so dass die Einheimischen ihr Geklopfe dagegen halten. Hier mal <a href=https://youtu.be/yOliU7X1fEg?si=ubNyit5CUjA6mloI&#038;t=62>das Original.</a></p>
<p>&#8211; So richtig groß und spannend sind die Ziele anfangs nicht? Klar, man muss Uhura befreien und <b>vielleicht</b> den Widerstand gegen die Klingonen beschützen. Aber lange Zeit schleicht man einfach durch die bisherigen Orte und fragt sich den (gefühlten) Zeitlupenmodus fusselig: „Was ist hier los? Wer kann helfen? Wie geheim ist das hier GENAU? Wohin führt das Kabel an der Kneipendecke? Und was hat es mit den erwähnten 1,21 Gigawatt auf sich, Marty?“</p>
<p>&#8211; Wobei es natürlich einen schönen Casablanca-Reiz hat, dass vieles im Café spielt. Andererseits: Steht die Stasi, äh… die NSDAP&#8230; äh, der Klingonen-Fanclub wirklich lauschend an JEDER Ecke? Sooo toll sind die Herrenmenschen nun auch wieder nicht (<i>*anders ausseh, abmurks, folter*</i>).</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04d.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04d.jpg" alt="" width="730" height="516" class="aligncenter size-full wp-image-13157" /></a></p>
<blockquote><p>„Oh, mein Double! Was für ein Zufall, dass es außer Gefecht gezogen wurde, als ich eintraf.“ – „Ja, Una. Das Universum ist ein sagenhafter Ort, an dem alles möglich ist. Außer gutem Writing.“ &#8211; Was lange sucht, wird endlich blöd: Una findet endlich ihre vergiftete und eingefrorene Doppelgängerin. In der Schublade dahinter warten – als Bonus – noch ein Garak-Gastauftritt und 30 Tribbles.</p></blockquote>
<p>&#8211; Liegt es an mir oder wirkt die ganze Welt nicht durchdacht? 1930er-Jahre-Optik trifft hier eine Kryokapsel im Obergeschoss. Die Klingonen sind bereits da, müssen aber noch Kraftfelder im Orbit manipulieren, damit die Invasion wirklich „kultig“ wird. Und die von weitem gezeigte Stadt wirkt wie aus „Metropolis“, wir erleben aber eher enge Gassen, mehr dunkel als hoch.</p>
<p>Klar, das kann man alles irgendwie wegerklären, aber bei nunmehr der DRITTEN peinlich geklauten Story (die mit den Handpuppen kommt ja erst noch), bin ich nicht gewillt, der sonst viel besungenen „Künstlerischen Freiheit“ auch nur einen entschuldigenden Handkuss zuzuwerfen.</p>
<p>&#8211; Ein wenig spannend ist auch La’ans Überlegung, ob die Sonde im Orbit nun manipuliert worden ist – Die Grafikkarte sitzt schief nach dem Beamen – oder halt nicht. Erzählerisch ebenfalls schnarchig, aber wenn ich mich <b>nicht</b> ärgere, ist es schon <a href=https://youtu.be/WUL5V7QSE-A?si=kSBkd4NGB9kbUqqa&#038;t=926>Star-Trek-ASMR</a>.</p>
<p>&#8211; Dass die Sonde am Ende von Chapel manipuliert wurde, um den Grenzübertritt einer anderen Starfleet-Crew geheim zu halten, war eine Enthüllung, die okaaay daherkam. Ganz überzeugend ist das aber nicht – und viel zu schnell abgehandelt. Die Umstände und Risiken dieses Moments wären als eigene Episode vielleicht sogar spannender gewesen? (Warum dem Notsignal gefolgt? Wieso vorher nicht Starfleet gefragt? Captain totaler Wahnsinniger oder Mensch mit Helfersyndrom?) </p>
<p>Tja, und irgendwie schafft es SNW immer öfter, dass mir sogar die <b>Moral</b> des Abenteuers egal wird.</p>
<p>Dass man am Ende doch einen großen Einfluss auf dieses Volk hat, indem das EMP durch das Tun/Nicht-Tun unserer Crew aktiviert wird, interessiert mich gar nicht. Die Serie existiert eh im luftleeren Raum, was solche Fragen angeht… Bösewichte? Müssen bestraft werden, wenn Sie MEINE Crew mal kurz durchfoltern.</p>
<p>Dass der Detonator ausgerechnet am Verräter befestigt werden musste, ist dann ein nettes Detail (komischerweise NICHT vom alten Film geklaut &#8211; ein Versehen?), aber doch arg Dramaturgie-gekünstelt. Aber okay, das passt zum allgemeinen Stil, wo man Una zu 90% nur beim Rumstehen/Rumsitzen zuschaut, sie aber nicht viel aktiv <u>macht</u>. Aber okay, so ein schicker Hut schwebt ja nicht von alleine in der Luft.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04e.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04e.jpg" alt="" width="708" height="544" class="aligncenter size-full wp-image-13158" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Ich bin unschuldig, Jungs! Das waren diese Verräter, die mir Vogel-Kaka auf den Personalausweis geschmiert haben.&#8220; &#8211; &#8222;Schweig still! Du wirst jetzt erschossen. Ausgiebig verhört werden hier nur weibliche Hauptfiguren mit Afrofrisur und aus einer 60er-Jahre-Kultserie!&#8220; &#8211; Böse ist stets der, der böse blutet: Die Auflösung ist etwas anders als bei Casablanca, wo zwar auch jemand erschossen wird, aber halt nicht an einem Checkpoint. Das passt sogar halbwegs als plot-technische Kreisschließung, weil man das vorher als kritischen Moment etabliert hat. (&#8222;Was, ein <u>Lob?</u> Klapo Long-Covid oder was?&#8220;)</p></blockquote>
<p>Die minutenlangen Schwafeleinlagen vom Doctor am Ende (&#8222;Hey, das erinnert mich an eine relativierende Geschichte, die NIX mit dem hier zu tun hat.&#8220;), gefolgt von der üblichen Selbsthinterfragung (&#8222;Haben wir das Richtige getaaan? Stimmt jetzt ab &#8211; mit euren Paramount-Abozahlen!&#8220;) sind dann auch nur die üblichen Selbstreflektions-Sticker, die von keiner komplexen Story getragen werden.</p>
<p>Aber passt ja&#8230; In der realen Welt wird es auch mal langsam Zeit, dass man die Blockade der iranischen Seeblockade um eine weitere Blockade ergänzt, damit man am Ende vergisst, worum es zu Beginn mal gegangen ist?</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Am Ende fällt es schwer, diese Episode auf ihrem niedrigen Innovations-Niveau zu bewerten.</p>
<p>Ein paar Szenen sind gelungen und intensiv, wie Unas Gespräch mit Kor, wo sich beide belauernd umrunden. Und das filmische Vorbild ist auch nicht übel, wobei das Quälende und Unaufhaltsame einer langsamen Gebietsbesetzung ausreichend rüber kommt.</p>
<p>Am Ende ist’s aber wieder eine Story, die knapp funktioniert, ABER innerhalb des Serienkosmos vor allem Cringe-Schweißtropfen hervorruft.<br />
Dass man die nettesten (Casablanca-)Szenen mit minutenlangem Kurtzman-Standard-Gefasel verbindet, hilft eben nur bedingt.</p>
<p>Mit zwei Sternen ist der ganze Mampf daher noch äußerst großzügig bewertet. Der Blödsinn mit der Doppelgängerin schenke ich der Episode hierbei großzügig.</p>
<p>Bin ja kein fieser Klingonen-Nazi.</p>
Action: 1 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 2 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Schwarzweiß ist die Haselnuss" von spark</strong><br />So, so, heute gibt es also eine merkwürdige Mischlung aus „Metropolis“ und „Casablanca“, zusammen mit der Notiz vom Geschäftsführer: &#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=OSMUZJ2LkU8" target="_blank">Spider-Noir</a> ist gerade der heiße Scheiß.&#8220;.</p>
<p>Und gab es zwischen der vierten und fünften Staffel im Kurtz-Büro einen großen Filmabend, wo die Autoren mit großen Augen einen Haufen Kino-Klassiker sahen und sich danach begeistert an die nächsten „Strange New Worlds“ Drehbücher gemacht haben?</p>
<p>Aber könnte man denen stattdessen nicht mal einen STAR TREK Film zeigen? Oder, noch besser, die alten Serien?! Kann mich schon gar nicht mehr erinnern, welche Episode mal KEIN besonderes Gimmick hatte. Und Spider-Noir hatte <a href="https://www.youtube.com/watch?v=EVCrmXW6-Pk" target="_blank">wenigstens Nicolas Cage</a>.</p>
<p>Hier noch weitere Bemerkungen zur Folge:</p>
<p>&#8211; Dass die Sonde der Sternenflotte „überhitzt“ (nicht genügend LED-Lüfter??) und dadurch in den klingonischen Raum treibt zeigt mal wieder, wie KLEIN für die Autoren der Weltraum ist. Wie lange brauchte Voyager (nein, die andere!) noch einmal nur um das Sonnensystem zu verlassen?</p>
<p>&#8211; WIE nah war das Shuttle beim Anflug auf Mat&#8217;Aar eigentlich an den D7-Kreuzer dran, ohne entdeckt zu werden? Konnte Una den Klingonen auf dem Schiff bereits zuwinken?</p>
<p>&#8211; Ernsthaft interessant: Den Alltag auf einem von den Klingonen eroberten Planeten haben wir bis jetzt noch nicht wirklich gesehen. Schade nur, dass die New-Klingonen außer einen hohen Blutdruck kaum Charakter haben. Da vermisst man doch glatt unsere Blutwein-saufenden Bat’leth Schwinger.</p>
<p>&#8211; Wurde eigentlich erwähnt, warum Mat’Aar wie die Erde in den 30ern aussieht? Oder fällt das alles wieder unter die kreative Ausrede „Weltraum groß, reicht doch?!“, wegen welcher es auch eine doppelte Una gab. Gut, soll wohl TOSig sein, aber selbst doooort gab es doch wenigstens ein paar flache Ausreden (&#8222;Vielleicht hätten wir damals doch nicht alle AfD’ler <a href="https://youtu.be/EvusFZh3ubw?t=22" target="_blank">in den Weltraum schießen</a> sollen?!&#8220;).</p>
<p>&#8211; Der Schwarz-Weiß-Look hat mir hier irgendwie nicht gefallen. Filmisch etwas billig und wenig stilvoll. Dagegen sieht <a href="https://www.youtube.com/watch?v=XVjDcUCui0w" target="_blank">Sin City 2</a> glatt aus wie&#8230; äh… Sin City.</p>
<p>&#8211; Theoretisch fand ich Kor ganz nett und erinnerte mich an die Klingonen aus Star Trek VI. Aber seine Dialoge waren sehr klischeehaft, das Gesicht starr und sein bartloses Design irgendwie bizarr. Zuerst dachte ich, der Typ wäre komplett CGI oder wenigstens mit einem KI-Filter oben drauf. Weird.</p>
<p>&#8211; Nervig auch die STÄNDIGEN Erklärungen und Kommentare von M’Benga über alles und jeden, wie ein Audiokommentar im Hintergrund. Kam für mich schon arg eingebildet rüber und hat dem Flow der Folge geschadet, man muss dem Zuschauer nicht ALLES so deutlich aufdröseln. Ist das wie diese Netflix-Taktik &#8222;Der Zuschauer schaut dauernd auf sein Smartphone, deswegen alle fünf Minuten klar machen was gerade passiert&#8220;?</p>
<p>&#8211; Einfach Kurtz ist auch der Nebenplot um die manipulierte Sonde, in welchem sich herausstellt dass Chapel an dem Teil herumgepfuscht hat um ihre Bekannten auf der USS Yang zu schützen, welche für eine Rettungsaktion und ohne Erlaubnis in den klingonischen Raum eingedrungen sind. Und nachdem La’an dies herausgefunden hat, zieht Chapel diese in die Sache auch noch mit rein. Jahaa, schon sehr kompetent und moralisch einwandfrei. Gut, dass Picard das alles nicht mitbekommen hat, eine pulsierende Schläfe kann bei ihm ja besonders gut sehen. Sippenwirtschaft ist leider auch im 23. Jahrhundert nicht ausgestorben.</p>
<p>&#8211; Hatte der Planet Makbang eigentlich Warp? Denke mal nicht, oder? Ich meine nur, wegen der Prime Directive und so. Hust.</p>
<p>&#8211; Finde es gut, dass man mit M’Benga auch krankhaften Gewalttätern eine Chance gibt. Jedenfalls kann man wieder eine neue Wegmetzel-Geschichte von ihm zu den Akten nehmen (&#8222;Und keiner war danach noch am Leben! Hach, was tut man nicht alles für den Hippokratischen Eid.&#8220;).</p>
<p>&#8211; Der Schwarz-Weiß-Look hatte nicht wirklich einen Einfluss auf die Geschichte, die wenigen Bemerkungen dazu hätte man sich auch schenken können. Früüüher (wo alles besser war) hätte man die Idee wohl etwas cleverer / witziger verwendet (&#8222;Ha-ha! Es herrscht Alarmstufe ROT und die Klingonen merken das gar nicht!&#8220;).</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Wie immer gibt es hier eine nette Grundidee, welche durch den schwarz-weißen Daumen des Kurtz leider versemmelt wurde. Auch scheinen die Macher nicht mehr wirklich Bock auf Trek zu haben, weswegen man sich jetzt verzweifelt ÜBERALL anders nach Ideen umsieht? Klar, so fünf Minuten ohne Farbe als Gag, warum nicht? Aber eine komplette Folge im Noir-Stil ist mir schon wieder ZU „special“. Und „Specials“ hatten wir eigentlich schon die ganze Staffel über mit Charakteren welche eh schon sehr &#8222;special&#8220; sind. Wo werden die Schreiberlinge sich also als nächstes bedienen? Ein Planet, wo die Crew durch die Sonne tolle Superkräfte erhält? Pike muss aus einem Gefängnis ausbrechen und buddelt dafür hinter einem Poster einen Tunnel? Scotty muss ein von Romulanern erobertes Land befreien und malt sich dabei im Gesicht blau an??</p>
<p>Man weiß es ist schlimm, wenn man sich diese Ideen tatsächlich problemlos vorstellen kann. Seufz.</p>
<p>[wertung action=1 humor=1 tiefsinn=1 punkte=4]
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary&#8220; &#8211; Review</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 09:09:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Ursprünglich wollten wir – Schildhilde und ich – diesen Film sogar im Kino sehen. Doch nach der Durchsicht der Trailer kamen erste Zweifel auf: Ist diese Bildsprache wirklich die Speerspitze moderner Science Fiction? Oder doch nur eine postmoderne Annäherung an alte Klassiker, die am Ende den Geist eines LEGO-Movies atmet? Und ja, Regisseur Chris Miller [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich wollten wir – Schildhilde und ich – diesen Film sogar im Kino sehen. Doch nach der Durchsicht der Trailer kamen erste Zweifel auf: Ist diese Bildsprache wirklich die Speerspitze moderner Science Fiction? Oder doch nur eine postmoderne Annäherung an alte Klassiker, die am Ende den Geist eines LEGO-Movies atmet? Und ja, Regisseur Chris Miller hat zwei Klemmbaustein-Filme (2014 + Drehbuch 2019) tatsächlich gedreht. Aber gut, vielleicht atmet das fertige Werk ja eher den wissenschaftlichen Dunst(kreis) des Buchautoren, statt „nur“ ein Blockbuster zu sein…</p>
<p><span id="more-13145"></span></p>
<hr >
<p>Und ja, ich <u>wollte</u> diesen Film lieben – ein Verriss kam für mich ursprünglich nicht in Frage. Eher ein versöhnliches „Zumindest gibt es mal wieder so etwas“ am Ende. Denn wie hat es einmal ein kluger Mann gesagt: Ernsthafte SF mit Massenwirkung &#038; positiver Botschaft ist der Schlüssel für cooles Schlaubi-Dasein.<br />
(Wenn ich mich korrekt an mich selbst erinnere)</p>
<p>Angeheizt von Versprechungen von „Wissenschafts-Overkill“ und „Menschlichem Forschungsdrang“ erwartete ich ein Werk, bei dem einem förmlich die Tränen auf die Philosophie-Bände platschen.</p>
<p>Der Plot und um eine Weltraum-Substanz, die innerhalb 30 Jahren die Sonne und Erde verdunkelt, war da schon kein schlechter Start. Auch die Idee, dass Dr. Ryland Grace der einzige Überlebende an Bord ist, der nur durch die Zusammenarbeit mit einem Silizium-Außerirdischen zum Ziel gelangt, hatte massig Potential.</p>
<p>Um es kurz zu machen: Der Zappelphilipp liefert nicht.</p>
<p>Die Figur von Ryan Gosling wird uns als Multifaktor-Genie verkauft, das wahnsinnig nerdig mit verschiedenfarbigen T-Shirts durch ein Raumschiff purzelt. Quasi die fliegende Man-Cave mit Linsengeruch und allerlei Bastelgeräten (es fehlte nur der Satz: „Schon mal ein Rasperry Pi für die Lichtsteuerung verwendet?“), damit sich der halbgebildete Jungzuschauer wie ein „Bro“ im Geiste fühlen darf.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_1.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_1.jpg" alt="" width="630" height="399" class="aligncenter size-full wp-image-13148" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Wo bin ich nur? Und wieso habe ich das Bedürfnis, alleine eine Rakete zu steuern, während ich ein Star-Wars-Shirt trage?&#8220; &#8211; Gedächtnisverlust: Für das bekannte Videospiel-Stilmittel &#8222;Alles vergessen&#8220; muss man zu Beginn vermutlich sogar dankbar sein. Ansonsten hätte der Mann wohl NOCH fixer den Tag gerettet.</p></blockquote>
<p>Eben so eine Art allwissender Michael Burnham, nur halt mit der Fähigkeit, hochkomplexe physikalische, biologische und chemische Probleme in der Burrito-bekleckerten Unterhose zu (er)klären. Der Schweiß, die Mühe, der Zeitaufwand und die intellektuellen Knotenauflösung, die für die gezeigten Probleme notwendig sind, kommen – für mich persönlich – null rüber.</p>
<p>Mühelos und humorvoll bastelt sich der Ryland Grace z.B. ein Übersetzungsprogramm, eine verbale Datenbank (wie auch immer man dem Alien „Rocky“ erklärt hat, was ein „Movie“ ist?), erstellt interstellare Flugpläne und regelt im Alleingang alle anfallenden Aufgaben. Klar, dieses „Auf-sich-gestellt-sein“ ist der „Witz“ des Films, aber die Probleme ergeben sich nie intellektuell, sondern immer nur auf Slapstick-Ebene. Zumindest legt die Optik dies nahe.</p>
<p>Und ja, die Geschichte gibt sich wahnsinnig Mühe, irgendwie klarzumachen, warum der Hektiker (der zuletzt eigentlich nur als Pädagoge für Kinder arbeitete) der einzige ist, der die Mission durchführen kann.<br />
Tja, MICH hat’s nicht überzeugt&#8230; Auch die stellenplanmäßig „bereinigende“ Explosion kurz vor dem Start reichte mir da nicht.</p>
<p>(„Sie sind jetzt der einzige. Unser Mitarbeiter Bud Spencer wird ihnen daher einen Scheitel ziehen, um Ihnen das Mitkommen zu erleichtern.“)</p>
<p>Dass der Mann sich eher ungeschickt anstellt, ist gar nicht sooo das Problem, hat die Story aber fast im Alleingang ausreichend torpediert.</p>
<p>Nicht, weil ich Doofmannshumor immer blöd finde, ABER: wenn die ernsten Weltraum-Probleme dutzendmal in den Hintergrund geraten, weil Mister Loch-im-Socken – ungelogen! – dreißigmal mit dem Raumanzug irgendwo hängen bleibt, geht der Spannungsofen endgültig aus. Und nie wieder an.</p>
<p>Ich merkte sogar, dass ich richtig sauer wurde, wann immer ich einen ruhigen „Außendreh“ erwartete, wo man mal ein Gefühl für die beiden Raumschiffe bekommt – man aber eine Sekunde wieder in einer unspektakulären Kapsel war, von der ich 7 Tage später nicht mehr sagen könnte, wie die Farbe, der Grundriss oder die Konsolen beschaffen waren.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_2.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_2.jpg" alt="" width="633" height="366" class="aligncenter size-full wp-image-13149" /></a></p>
<blockquote><p>Das Design von &#8222;Rocky&#8220; stellte mich nicht ganz zufrieden. Einerseits wirkt das Wesen haptisch und sogar etwas &#8222;schief gebaut&#8220;, was gelungen war. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass Silizium-Lebewesen wie zehn Felsen funktionieren, die man an einigen Nahtstellen mit Kaugummimasse verbunden hat. (Wie Vermehrung? Stoffwechsel? Wachstum?)</p></blockquote>
<p>Eine Annäherung an das Weltall und an fremde Kulturen findet hier halt nur auf „dem Papier“ statt. Was im Buch vermutlich gut gelungen ist, wird hier zu einer wahnsinnig hektisch geschnittenen Veranstaltung für Menschen, die „Aliens“ für Wesen halten, die auf Kommunikationsanfragen ausschließlich mit einer WhatsApp reagieren.</p>
<p>So habe ich z.B. krampfhaft rauszufinden versucht, wie die schwarze Schnodderseuche GENAU durch den Weltraum reist, wie das GENAU mit den Frequenzen, der (Licht-)Abdunklung und den generellen Richtungsangaben funktioniert, und und, und…<br />
Bei vielen dieser Themen bleib es bei einer achsel- und kamerazuckenden Meldung namens <i>Fehlanzeige.</i> Vor allem die Tatsache, dass man die Fresspartikel als Antrieb nutzt, fand ich (theoretisch) unglaublich spannend. Am Ende sorgte dieses Plot-Device nur dafür, dass das Schiff sich geschmeidiger bewegt als die Enterprise beim ADAC-Slalomfahren.</p>
<p>Zugegeben, vieles wird wohl mit einem Halbsatz erwähnt, während man Ach-so-nerdig die Treppe rauffällt. Trotzdem wird auf Menschen, die auf solche Details achten <b>wollen</b>, keine Rücksicht genommen.</p>
<p>Das Alien „Rocky“ wäre ebenfalls ein Fall für Kulturpessimisten: Er mag ja ganz niedlich sein, krabbeln, klettern, grunzen, fiepen und grollen, aber am Ende findet hier kein Interspezies-Austausch statt: Der Astronaut überschüttet das offensichtlich weit(!) entwickelte Wesen mit eigenen Ideen, eigener Technik und popkulturellen Gags, bis das Steinwesen einfach blödelnd nachgibt – und zu einer Art Menschenaffe mit Filmwissen wird.</p>
<p>Sehr hätte mich z.B. interessiert, wie das andere Raumschiff aussieht. Oder wie man versucht, die unterschiedlichen Forschungsergebnisse digital zusammen zu legen. Stattdessen konzentriert man sich auf Popmusik, während man sich im Schlaf aneinander kuschelt. Natürlich mit Plastikscheibe dazwischen, die wohl einen organisch gewachsenen Kristall darstellen soll. </p>
<p>Nur am Rande gefragt: Wurde das Produktionsdesign nicht allenthalben sehr gelobt? Von wem eigentlich? Ich will die Namen jener Augenlosen hören!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_3.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_3.jpg" alt="" width="736" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-13150" /></a></p>
<blockquote><p>Selbst im Pausenmodus wirkt das fremde Raumschiff (z.B.) mit seinen goldenen Stäben nicht sehr beeindruckend. Warum auch immer es so extrem extravagant geformt ist&#8230; Die unruhigen Schnitte, bei denen die fokussierten Bildelemente, Kontraste und inhaltlichen Schwerpunkte häufig wechseln, sind daran nicht unschuldig.</p></blockquote>
<p>Ich könnte noch auf dem Ende herumreiten, das erstaunliche Ähnlichkeit mit „Star Trek &#8211; Strange New Worlds“ hatte. Dahingehend, dass nach der Plot-Klärung noch ein Rückblick, eine Nachbetrachtung, ein ruhiger Moment, ein Trauma-Moment, ein lustiger Moment und eine allerletzte Erklärbär-Situation folgen. Da fehlte echt nur noch der dritte oder vierte Popsong im Abspann, gefolgt von einer Post-Credit-Scene.</p>
<p>Theoretisch müsste man dem Film sogar noch penetranter auf den Zahn fühlen, was einige Implikationen angeht (= Wer hat wann WAS entschieden? War das bloße Zurücksenden des rettenden Materials zur Erde nicht arg egoistisch, da in diesen kleinen Röhren viel unsicherer?).</p>
<p>Aber da vieles abgekürzt oder vereinfacht wird, kann ich mir nie sicher sein, dass nicht was an mir vorbeirauschen konnte (oder gar <b>sollte?</b>).</p>
<p>Dass irgendwas im Buch besser erklärt wird, interessiert mich da wenig. Ein Film muss inhaltlich funktionieren, auch wenn ein Rocky-Racker nur halb so niedlich wäre.</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</u></b></p>
<p>Ich weiß, Leute… &#8222;Hail Mary&#8220; wird sehr gefeiert.</p>
<p>Wer jedoch <i>gerade</i> das Ernsthafte und Ruhige liebt, wird sich bei vielen (unterschwellig eingesetzten) Design- und Dialogentscheidungen die Haare raufen. Teilweise wirken die Vorbesprechungen zu der Mission sogar wie Kasperletheater, bei der man die anderen (Militär/Forscher-)Handpuppen höchst unwillig ins Bild schiebt.</p>
<p>Der „Coole“ ist ausschließlich Kuscheldude und Universalgenie Ryan Gosling &#8211; und nicht die Wissenschaft, fremde Lebensformen oder die Menschheit, die hier nur von zwei Lagerhallen und fünf Nebendarstellern repräsentiert wird&#8230;</p>
<p>Schauspielerisch wabert das Erleben hier zwischen liebenswerter Chaot aus den 90ern (Tom Hanks), Filmstar aus den 30ern (Laurel &#038; Hardy) und Comicladen-Besitzer aus den 00ern („Big Bang Theory“) herum. &#8211; Was ich sogar schlimmer finde als das ausdruckslose Dreinschauen in vielen Klassikern (&#8222;Odyssee im Weltraum&#8220;). Da BLIEB man wenigstens bei seiner begrenzten Stimmung.</p>
<p>Von bisher ungenannten Hilfsmitteln wie &#8211; z.B. &#8211; seeehr späte Erklär-Rückblenden ganz zu schweigen.</p>
<p>Aber gut, zwischen den Tränendrückermomenten, der Dudelmusik und dem ablenkenden Schnittgewitter verbergen sich durchaus 15 guten Filmminuten, die sich quer durch das Werk finden lassen.</p>
<p>Eben eine Schnitzeljagd für die ganze <s>Familie</s> Menschheit&#8230;</p>
Action: 2 von 3 - Humor: 2 von 3 - Tiefsinn: 2 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Lehrer... Leerer im Weltraum" von hilde</strong><br /><br />
Im Grunde versucht Der Astronaut nichts falsch zu machen – jedenfalls nicht für ein Publikum unter 15 Jahren oder mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs.</p>
<p>Schnelle Schnitte, eine nicht-chronologische Erzählweise und ein permanenter Erklärmodus – so hastig heruntergerattert, dass man als Zuschauer kaum hinterherkommt – sollen offenbar Tiefgang simulieren. Wer Fragen hat, bekommt einfach die nächste <b>Hochglanz-Weltraumaufnahme</b> serviert. Doch mich lockt so etwas jedenfalls nicht aus dem Schildkrötenpanzer.</p>
<p>Hierfür setzt man Ryan Gosling als drolligen Allround-Wissenschaftler mit reichlich alberner Gesichtskomik vor die Kamera.</p>
<p>(Übrigens: Seine Brille wird im gesamten Film offenbar nie fettig. Jeder Brillenträger weiß, wie absurd das ist. Stattdessen rutscht sie ihm gelegentlich von der Nase – „Haha, Brille runter!“ Offenbar reicht das schon als Gag. Nun ja&#8230; ?)</p>
<p>Dazu stellt man ihm mit Sandra Hüller eine hervorragende Schauspielerin zur Seite, die hier allerdings völlig deplatziert wirkt, und lässt den Rest der internationalen Crew zügig aus dem Drehbuch verschwinden. Denn <i>natürlich</i> muss am Ende der US-Amerikaner den großen Helden geben.</p>
<p>Die visuellen Effekte sind durchaus gelungen. Was mich dagegen permanent genervt hat, war der Soundtrack: ständiges Gedudel ohne jede Dramatik, plötzlich lustige Bongo-Trommeln, ein völlig deplatzierter Tango im Weltall – und dann wird auf der Abschiedsparty auch noch gesungen. Das hatte für mich stellenweise Disney-Niveau.</p>
<p><b>Rocky mochte ich dagegen wirklich sehr.</b></p>
<p>Die Figur hätte enormes Potenzial gehabt. Umso mehr hat mich gestört, dass er trotz seiner Intelligenz stellenweise eher wie eine verniedlichte, affenartige Kreatur wirkt als wie eine wirklich fremde Spezies.</p>
<p>Für mich ist Project Hail Mary / Der Astronaut eine typische, weichgespülte, vorhersehbare Hollywood-Produktion ohne Seele und ohne echte Alleinstellungsmerkmale. Vieles wirkt wie ein Sammelsurium bekannter Ideen, anstatt etwas Eigenständiges zu erzählen. Über weite Strecken erfüllt der Film einfach die Erwartungen, ohne jemals zu überraschen oder Risiken einzugehen. Das Ganze erinnert eher an austauschbare Familienunterhaltung: <i>„Ein Hund namens Rocky im Weltall“ – „Oh, haha, was haben wir gelacht.“</i> Das ist weniger anspruchsvolle Science-Fiction als vielmehr eine bewährte Hollywood-Kuschelformel.</p>
<p>Besonders nervtötend fand ich, wie oft der Film versucht, Emotionen zu erzwingen: Freundschaft und Zuneigung, Trauer und Verlust. Und was bitte sollte diese merkwürdig „lustige“ Beerdigung? Szenen wie diese werden in vorhersehbaren Sequenzen inszeniert und mit einem permanent anschwellenden Soundtrack unterlegt. Statt Gefühle natürlich entstehen zu lassen, drückt der Film ununterbrochen auf die emotionale Knopfleiste. Ich fühlte mich eher manipuliert als berührt.</p>
<p>Immerhin: Wäre Rocky gestorben, hätte ich den Film vermutlich sofort abgebrochen. Er war/ist wenigstens <i>eine</i> Figur, die mir wirklich sympathisch war.</p>
<p>Und dann dieser kindische Biolehrer<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />?, der <b>natürlich</b> am Ende zum großen Helden wird. Ernsthaft? Wie billig und vorhersehbar kann ein Drehbuch eigentlich sein?</p>
<p>Mit <i>„Der Marsianer“</i> – ebenfalls nach einem Roman von Andy Weir – oder <i>„Arrival“</i> von Denis Villeneuve kann <i>„Der Astronaut“</i> für mich nicht mithalten. Diese Filme nehmen ihr Publikum ernster, verzichten auf derart offensichtliche Gefühlsmanipulation und entwickeln ihre Figuren und ihre Spannung deutlich subtiler.</p>
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Ich hatte ohnehin keine besonders hohen Erwartungen an den Film. Trotzdem hat er mich am Ende mehr enttäuscht als das &#8211; meiner Meinung nach &#8211; furchtbar kitschige Finale von <i>„Interstellar“</i>.</p>
<p>Ja, <i>„Der Astronaut“</i> ist technisch ordentlich gemacht und wird sicher viele Zuschauer glücklich machen – vorzugsweise in der Sonntags-Familienvorstellung. Für mich bleibt er aber ein austauschbarer Hollywood-Wohlfühlfilm, dem der Mut fehlt, wirklich fremd, unbequem oder überraschend zu sein.</p>
<p>Wie schafft man es eigentlich, fast zweieinhalb Stunden Film zu drehen und dabei so wenig nachhallen zu lassen? Kubricks <i>„2001: Odyssee im Weltraum“</i> beweist, dass Langsamkeit kein Selbstzweck ist. Dort wächst mit jeder Einstellung das Staunen, die Ehrfurcht und dieses wunderbare Gefühl kosmischer Ohnmacht. Der Astronaut verwechselt dagegen Tempo mit Tiefe und Dauer mit Bedeutung.</p>
<p>So&#8230; der Dampf ist nun endgültig aus meinem Panzer verzischt.</p>
<p>&#8222;Bump fist!&#8220;</p>
<p>(Ja, Rocky – ich weiß. Eigentlich heißt es &#8222;fist bump&#8220;. Aber &#8222;bump fist&#8220; klingt einfach steiniger.)</p>
<p><b><u>Bewertung: 2 von 5 Sternen</b></u><br />

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		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.03 &#8211; &#8222;Human Best Friend&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 14:02:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[Verrückte Episoden sind bei SNW inzwischen mehr die Regel als die Ausnahme: In treudoofer, regelverletzender Regelmäßigkeit wird dem Trek-Universum ordentlich auf den Hut geschissen. Irgendwas wird schon hängen bleiben, wenn es schon keine neuen Völker sind. Diesmal muss sich die Crew auf einem Ferienplaneten zusammenreißen, nachdem man einen mächtigen Filmriss hatte. Das ist nämlich lustig, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Verrückte Episoden sind bei SNW inzwischen mehr die Regel als die Ausnahme: In treudoofer, regelverletzender Regelmäßigkeit wird dem Trek-Universum ordentlich auf den Hut geschissen. Irgendwas wird schon hängen bleiben, wenn es schon keine neuen Völker sind. Diesmal muss sich die Crew auf einem Ferienplaneten zusammenreißen, nachdem man einen mächtigen Filmriss hatte. Das ist nämlich lustig, humorig und soll sogar teilweise witzig sein. Und das sind ja quasi drei Shots auf einmal? Darauf ein Fass Strohrum, Qapla’!</p>
<p><span id="more-13133"></span></p>
<hr >
<p>In dieser Episode gelangt man – weil es die selbstverordnete Stimmungs-Diversität dieser Serie verlangt – in eine Art „Hangover“-Filmhandlung. Wobei ich hier schon sagen muss, dass ich den ersten Teil dieser 2009 gestarteten Reihe bereits nach 20 Minuten abgebrochen habe. Nichts gegen Albernheiten, aber mittelmäßige Comedy wird mit Alkoholverherrlichung nur unwitziger.</p>
<p>Doch zurück dieser Episode hier, in der die besonderen Gase eines Planeten zu einer toxikologischen Wirkung führen… Was ich an sich schon für eine unsinnige Idee halte. Wie gut, dass man danach häufig von &#8222;normalem&#8220; Alk spricht, was die Handlung&#8230; äh&#8230; &#8222;besser&#8220; macht?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03e.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03e.jpg" alt="" width="859" height="521" class="aligncenter size-full wp-image-13135" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03e.jpg 859w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03e-768x466.jpg 768w" sizes="(max-width: 859px) 100vw, 859px" /></a></p>
<blockquote><p>„Liebe Kinder, wenn ihr diese Episode gesehen habt, so denkt immer daran: Drogen sind erst dann okay, wenn euch ein hektischer Mann mit Stehhaaren gesagt hat, dass euch gefallen wird. Natürlich solltet ihr trotzdem vorsichtig sein. Überprüft also NACH dem Erlebnis, ob die Dosis eventuell zu groß war. Fragt dazu gerne die Mitarbeiter im Krankenhaus &#8211; oder im Bestattungsinstitut &#8211; , ob sie euch helfen können.“</p></blockquote>
<p>[Kleiner Vergleich, nur mal zum Reinfühlen:<br />
„Captain Picard? Wir werden alle Führungsoffiziere unseres mächtigen Schlachtschiffes auf den Planeten runterbeamen, damit sie das gasförmige LSD einatmen, das bei jedem völlig anders wirkt. Wie finden Sie das?“ – „HA! Da joint man doch gerne! Verstehst du? Einen JOINT! Ich lach mich tooot.“]</p>
<p>Wobei ich zugeben muss: Die erste Vorstellung des Gaga-Urlaubs gefiel mir dabei gar nicht mal so übel. So richtig mit Werbevideo und so.</p>
<p>Oft kennt man das ja von Star Trek, dass die „Vergnügungsplaneten“ eher Parklandschaften mit angeschlossenen „Wahnsinnszonen“ sind (1.15, TOS, „Landurlaub“), an denen die Aliens noch mal etwas pappiger und die Visionen etwas erdiger sind. (= Löwen, Hasenkostüme, Ritter, holde Maiden…)</p>
<p>Bei TNG und DS9 durfte Risa dann etwas mehr raisen… äh, reißen: Hier gibt es immerhin eine Wetterkontrollstation mit benachbarten Bums- und Massageecken. Also der typische Unterschichten-Straßenzug eher ärmerer Großstädte.</p>
<p>Doch in DIESER Episode hier kommt zumindest mehr Malle-Stimmung auf. Landschaftlich zwar nicht, dafür tanzen die Statisten aber Ringelpitz mit Auskotzen – spürbar gut gelaunt.<br />
Das gezeigte Werbevideo sieht zwar arg nach <i>unserem</i> Jahrhundert aus (und irritiert kurz mit Animationssequenzen wie aus „The Animated Series“), aber es gibt ja auch Fanservice, dem ich etwas abgewinnen kann.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03f.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03f.jpg" alt="" width="803" height="525" class="aligncenter size-full wp-image-13136" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03f.jpg 803w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03f-768x502.jpg 768w" sizes="(max-width: 803px) 100vw, 803px" /></a></p>
<blockquote><p>„Was sagst du? Wasser ist die Flüssigkeit, auf dem fast alle Lebensformen basieren? Hipps, das sehe ich andersch!“ – Für die Torfköpfe unter den Zuschauern: Später verschmilzt Spock mit einer Zimmerpflanze. Bitte geben Sie vor dem Lachen acht, dass sie nicht innerhalb einer gesetzlichen Ruhezeit ihre Nachbarn und/oder Wohnungsgenossen stören – oder Sie sich an Nahrungsmitteln verschlucken könnten.</p></blockquote>
<p>Etwas weniger kultig fand ich da eher die SNW-Art, mit der man uns zu Beginn verklickert, dass die Crew total gestresst ist. Statt uns in den ersten 5 Minuten eine Minimission zu zeigen, bei der alle kleine Fehler machen &#8211; oder sich zumindest nicht die Haare gekämmt haben -, ist alles wieder auf eine sehr albernen, persönlichen Gefühlsebene. Sprich: Beim üblichen Alkoholiker-Abend an der Bar nervt man sich gegenseitig mit genervten Blicken und Beziehungsproblemchen. Was uns aber zusätzlich von Pike und Una ERZÄHLT werden muss, damit der Drehbuchautor danach nicht selbst wegen Stress in die Ferien muss…</p>
<p>Der Kleinkrieg zwischen Scotty und Ortega hat da zwar mehr zu bieten (= er nervt sie mit technischen Warnmeldungen auf ihrer Konsole), aber der frühere „Kompetenz-Porn“ aus den 90ern muss dadurch halt einem harmlosen „Stets-bemüht-Rubbelfilmchen“ weichen.</p>
<p>Generell ist es dramaturgisch eine wilde Idee, eine Crew drogenmäßig „aufzulockern“, die bisher nicht durch Professionalität aufgefallen ist. Einerseits passt es ganz gut (ich sage nur: „Musical-Folge“), andererseits könnte man ja auch mal auf einem Planeten gehen, der <b>Ernsthaftigkeit</b> und <b>Wissenschaftlichkeit</b> anregt. So als wahres Kontrastprogramm?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03g.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03g.jpg" alt="" width="878" height="525" class="aligncenter size-full wp-image-13137" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03g.jpg 878w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03g-768x459.jpg 768w" sizes="(max-width: 878px) 100vw, 878px" /></a></p>
<blockquote><p>„Hallöchen, Jungs und Mädchen. Ich kann die Worte ‚Geilen Arsch hast du‘ in 26 intergalaktischen Sprachen sagen!“ – Für’s Draufklatschen haben wir ja schon unsere Stirn: Star Trek zeigt uns eine wahnsinnig weiterentwickelte Menschheit. Im Hintergrund wird z.B. gerade erforscht, ob in die Rauchpartikel in der Bong ihren Quantenzustand auch in der Lunge behalten.</p></blockquote>
<p>Und so muss man halt früh entscheiden, ob man den nachfolgenden Absurditäten eine Chance geben will. Die „Stärke“ der Episode ist natürlich: Langweile ist ausgeschlossen. Das ist schon klar, als Erica mit Andorianischen Party-Plastikantennen(!) auf dem Kopf aufwacht &#8211; und Scotty in einem TOS-Alienkostüm verprügelt.</p>
<p>Trotzdem ist die Episode bereits jetzt verschenkt, wenn man bedenkt, dass solche Storys früher oft ein Vehikel waren, um die inneren Erlebniswelten der Crew rauszukitzeln. Oder gar die Persönlichkeit dauerhaft zu erweitern.</p>
<p>(Die „Drogen“ konnten da auch ein Virus, eine DNA-Veränderung, Gift im Essen oder ein telepathischer Einfluss sein. Alles, was die innere Dämme niederriss, war früher oft spannend. Spock weinte dann, Picard sowieso, manche wurden misstrauisch oder rattig – wie halt Data und Tasha)</p>
<p>Gehen wir die Mini-Storys doch mal durch:</p>
<p>&#8211; Spock sieht in seinem Zimmer eine Halluzination von Kirk, weil er sich wünscht, ihn zu drücken. Und logische Brettspiele zu spielen. Kein Chaos, kein größerer Wahnsinn. => Schöne Idee, weil sie auf den ersten Blick harmlos und spockig erscheint. Andererseits ist der Fanservice hier so durchschaubar wie das Luft zwischen den Ohren des anvisierten Publikums. Und der Schulterdrücker ist etwas zuuu sehr Bromance-Getrieben. Was in TOS eine Szene für die Ewigkeit gewesen wäre, ist hier halt ein weiterer „Paul-Pascal, schreibt bitte noch drei Drehbuchzeilen!“-Moment.</p>
<p>&#8211; Später verschmilzt Spock mit einer Zimmerpflanze, um das Shuttle zu finden. Warum das SOFORT funktioniert? Keinen Plan. Der Gag ist stark genug, um das Ergebnis zu rechtfertigen?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03h.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03h.jpg" alt="" width="846" height="528" class="aligncenter size-full wp-image-13138" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03h.jpg 846w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03h-768x479.jpg 768w" sizes="(max-width: 846px) 100vw, 846px" /></a></p>
<blockquote><p>Habt ihr auch manchmal die Fantasie, die hier aufgeführten Produzenten zu einem Bier einzuladen? Die Flasche müsste auch nur ein gaaaanz klein wenig abgebrochen sein. </p></blockquote>
<p>&#8211; Uhura rennt in sexy Kleidung rum, hört in zugequalmten Räumen substanzlose Stampfmucke und hat (laut Erica) „weiche Hände“? => Passt soweit zu ihr, da sie bisher das größte Hohlbrot der Besatzung ist – auch wenn das Rennen knapp war.</p>
<p>&#8211; Una singt klingonische Popsongs auf einer Bühne, die aber eigentlich Popsongs unserer Zeit sind?! => Hier hat man erstmals das Gefühl, selbst etwas zu tief ins Glas geschaut zu haben. Oder in die Heroinspritze.</p>
<p>&#8211; Der Doctor jongliert Drinks an der Bar und macht den alten „Es ist grün“-Gag. => Harmlos, doof, ohne Charakteraussage. Wobei das schon fast <b>positiv</b> ist, wenn man bedenkt, wie sehr man die Figur bereits zerstört hat. Als Whiskeyschwenker kann man wenigstens keine Klingonen abstechen?</p>
<p>&#8211; Pike lässt sich als irre lachender Psychopath den Körper tätowieren. => Fand ich vom Verhalten fast schon am „schlimmsten“. Natürlich kann man das später aufgrund seiner Drogen-Beeinflussung wieder wegrelativieren, aber wenn man viele seiner Episoden zusammennimmt (Kochen, Labern, Hadern, sich als Halluzination die Finger abschneiden…), so entsteht das Bild einer Vorbildfigur, die man als Chef wohl nur in unseriösen Start-Ups findet.</p>
<p>(„Heeey, ich biiin’s, der Stromberg der Generation Alpha! Dieses Jahr findet unser Betriebsausflug in einer Online-Lobby statt. Da zeigt euch der Papa mal, wie ich vor 5 Jahren bei Fortnite rasiert habe!“)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03d.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03d.jpg" alt="" width="902" height="530" class="aligncenter size-full wp-image-13139" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03d.jpg 902w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03d-768x451.jpg 768w" sizes="(max-width: 902px) 100vw, 902px" /></a></p>
<blockquote><p>„Und deshalb ist Diplomatie der Schlüssel zum Schnapsladen des Universums. Oder so.“ – Neue Abenteuer auf Tatooin: Dies kann man bei deeem Gesicht schon fast „Arschgeweih“ nennen? Und ja, manchmal findet man positive Aspekte an ungewohnten Orten. ICH zum Beispiel fand an dieser Episode total super, dass man aussagekräftige Screenshots in Massen bekam. Fast schon nervig, zu diesem Käse ein ausreichend langes Review zu schreiben?</p></blockquote>
<p>&#8211; Scotty kann das Shuttle nicht finden, weil die Kleine an der Rezeption ihm einen Chip(!) gab, den er verbummelt hat?! Und Anfunken geht nicht, weil Scotty den einzigen Tricorder den Balkon runterwirft?! Was kommt als nächstes? Die abnehmbaren Warpgondeln bei „Starfleet Academy“ gehen in der klingonischen Waschstraße verloren?</p>
<p>&#8211; La’an verkloppt Wegelagerer, um eine Spur des Shuttles zu finden? => Total „lustig“, da man den Verkloppten als Nicht-Wesen darstellt. Weil in der Ferne gezeigt, düster gekleidet, mit lustig-begleitenden Gesichtsausdrücken von Erica und so. – Positiv: Dieses Mindset brauchen wir für einen eventuellen Drohnenkrieg?</p>
<p>&#8211; Dendru, der Fun-Verwalter, lässt Erica und Scotty entführen, weil sie das wegen ihrer inneren Wut „brauchten“ und man ihnen auf dem Planeten gibt, was sie „sich wirklich wünschen“. => Eigentlich eine nette Idee. Psychologisch wird das aber abermals unterfüttert von irgendwelchem Blabla über tiefsitzende „Verunsicherung“ – und zwar Richtung Erica geraunt.</p>
<p>Weil alle Girls in der Serie mit 30 Jahren erst eine 20-jährige Berufserfahrung haben? Und trotzdem nur auf dem Stand einer 15-Jährigen sind? </p>
<p>&#8211; Chapel hat ja schon seit mehreren Episoden nichts mehr zu tun. Hier darf sie Bingo spielen (nicht mal eine kreative Alien-Variante davon!), was in eine Schlägerei mit irdisch gekleideten Ghul-Ommas mündet?!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.03a.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.03a.jpg" alt="" width="721" height="377" class="aligncenter size-full wp-image-13140" /></a></p>
<blockquote><p>„Pullover-Power, vereine dich! Ab jetzt spielen wir nach Klapowskis Bingoregeln!“ – „Genau, jede SNW-Folge über Durchschnitt ergibt ein Kreuz. Das wird euch eeeewig hier festhalten!“ &#8211; Inzwischen gehen die Macher so weit, ihre irremachenden Gase in MEIN Wohnzimmer einzuleiten. Oder seht ihr diesen Screenshot etwa auch?</p></blockquote>
<p>Die ganze Episode fällt für mich persönlich schon deswegen auseinander, weil ich ständig mein alternatives Drehbuch im Kopf mitschreibe. So in der Art:</p>
<p>Erica: „Im derzeitigen Zustand ist die Crew eine Gefahr für sich und andere. Wir müssen Kontakt zum Schiff aufnehmen und die verbleibenden Wissenschaftsoffiziere bitten, ein Gegenmittel herzustellen. Natürlich müssen wir die Ergebnisse eines Bluttests mitschicken. Hier wird es ja Krankenhäuser und medizinische Scanner geben.“</p>
<p>Scotty: „Hm… Aber da der Planet absichtlich technologisch eingeschränkt ist, wird das schwieriger? Wobei, der hiesige Verwalter hat uns ja kontaktiert. Alles, was wir tun müssen, ist, den hiesigen Sicherheitsdienst aufzusuchen, die Politik oder gesellschaftlich relevante Personen.“</p>
<p>Im Ernst, DAS fände ich weitaus spannender, als dem Discjockey den perfekte Goove zu bescheinigen. Aber wer bin ICH schon? Ich würde ja lieber mit Karl Lauterbach abhängen als mit Dieter Bohlen.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03c.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03c.jpg" alt="" width="835" height="467" class="aligncenter size-full wp-image-13141" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03c.jpg 835w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03c-768x430.jpg 768w" sizes="(max-width: 835px) 100vw, 835px" /></a></p>
<blockquote><p>„Ich hatte gleich das Gefühl, dass das eine blöde Idee war.“ – „Wisst ihr, was die blödeste Idee ist? Die Episode geht ab jetzt immer noch 15 Minuten!“ – Abflug-B(e)reit: Nach dieser Szene geht es mit Katerstimmung zu einem errrnsten diplomatischen Empfang und einer Erica/Scotty-Story um eine versteckte Bombe. Da bleibt kein Auge trocken und kein Schenkel unbeklatscht. Aber klar, derart tiefgründige Abenteuer erfordern einen epischen Nachklapp.</p></blockquote>
<p>Dass die Episode einen Teil ihres „Wir wagen das einfach mal“-Selbstbewusstseins wieder verliert, weil man gleich bei ZWEI Filmen klaut („Hangover“ und „Dude, Where’s My Car?“), kommt da noch erschwerend hinzu.</p>
<p>Von der weiterentwickelten Menschheit, die auf Alkohol und profane Vergnügungen eher pfeift (auch bei DS9 hat man das noch gut angedeutet), bleibt hier eh nichts mehr übrig. Ob man damit neue Zielgruppen gewinnt, indem man jungen Menschen das zeigt, was sie auch ohne Cringe-Opa-Serien im <b>realen Leben</b> haben könnten, wage ich bezweifeln.</p>
<p>Erneut zeigt sich, dass man hier einfach wild rumprobiert, bis irgendeine (Fremd-)Idee der letzten 20 Jahre greift. Man spürt quasi die verzweifelten Stifteschwinger, die im Netz danach schauen, welche Hirnschiss-Episoden bei den paar SNW-Fans am besten ankommen.<br />
Immer auf der Suche nach dem sagenumwobenden „Einhorn“. Dem Erfolgsrezept, dass die Zielgruppe „Yiiihaaaa“-brüllend über den Hügel &#8211; und ins Franchise &#8211; reiten lässt.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03b.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03b.jpg" alt="" width="625" height="436" class="aligncenter size-full wp-image-13142" /></a></p>
<blockquote><p>„Na, hat euch das Gesamtbild dieser Episode gefallen? Es gab alle Starfleet-Tugenden auf einmal: Gewalt. Drogenkonsum. Nebencharaktere, die nur innerhalb einer bestimmten Szene funktionieren. Menschliche Klischees von Hotelzimmern und Boomer-Partys. Spock als Trottel. &#8211; WENN es euch gefallen hat, dann schreibt JETZT einen langen Entschuldigungsbrief an Neelix, Rom und Wesley. Für alles, was ihr je an ihnen kritisiert habt.“</p></blockquote>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u> Dies wäre eine „gute“ Episode für &#8222;Starfleet Academy&#8220; gewesen. Und dort sogar passender.</p>
<p>HIER muss man sich ständig fragen, warum sexualisierte Outfits, sexualisierte Bemerkungen, Popmusik, Alkohol, Kostümierungen und Doofie-Fanservice (Tribble rollt rum, klingonische Klinge steckt in der Wand) unbedingt gezeigt werden müssen.</p>
<p>Lässt man die ggf. gnädigen Bewertungen für einzelne Szenen außen vor, bleibt außerdem die Frage, warum man ERNEUT (nach TOS, TNG, DS9, VOY, ENT) in piefige Partykeller und/oder Gartenanlagen reisen muss, um doch nur in Bars, Bumsbetten, Pools und Lounges abzugrooven.</p>
<p>Eine neue, trekkige Entdeckung der Konzepte „Entspannung“, „Gehirnstimulation“, „Geheime Wünsche“ oder „Schöne Landschaft“ wäre mal an der Zeit gewesen. Zumal ich das Gefühl habe, dass „Lower Decks“ mindestens drei Folgen zu dem Thema hatte und zweieinhalb bessere Gags geliefert hat?</p>
<p>Zugegeben, irgendwie unterhaltsam ist das natürlich. Die wichtigere Frage ist aber:</p>
<p>WANN HÖREN DIE ENDLICH MIT DEM SCHEISS AUF? </p>
<p><u>Bewertung als schräge Doofie-Folge, die sich am Ende zieht:</u></p>
Action: 2 von 3 - Humor: 2 von 3 - Tiefsinn: 1 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
<p><u>Bewertung als reine Trek-Episode:</u></p>
Action: 2 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 1 von 3 - <strong>Gesamt: 2 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Ey Mann, wo is’ mein Shuttle?" von spark</strong><br />Du magst Marvel-Filme? Du bist zudem ein Fan der „Hangover“-Reihe?</p>
<p>Dann hast du &#8222;Glück&#8220;! Denn mit der neuen Folge „Human Best Friend“ bekommst du BEIDES auf einmal im unpraktischen Doppelpack! Sorry, aber irgendwas wirst du schon angerichtet haben, um SO ETWAS zu verdienen.</p>
<p>Dabei habe ich eigentlich gar nichts gegen gelegentliche Spaß-Episoden, sowas hatten die anderen Serien ja auch. Nur befinden wir uns hier bereits auf einem derart bizarren Niveau, dass man die Grundideen auch problemlos für „Lower Decks“ hätte verwenden können: Pike im Tattto-Shop, klingonisches Karaoke, Spock sieht andere Personen als Kaktus, Chapel beim Rentner-Bingo. Gut, EIN oder ZWEI solcher Gags, etwas subtiler im Hintergrund, wären vielleeeeicht sogar ganz humorig gewesen? Wenn man beide Tränendrüsen zudrückt?</p>
<p>Aber dieses durchgeknallte Hangover im SciFi-Gewand lässt einen nur (negativ) verblüfft zurück. Ich würde wirklich gerne mal eine Aufnahme im Autorenraum sehen, wo sich alle Beteiligten besoffen-amüsiert plus laut gackernd die beklopptesten Ideen zuwerfen und sich dabei noch gegenseitig auf die Schulter klopfen („Bwahaaa! Köstlich, Kathryn, deine Szene wo Pike mit dem Biker-Tattoo im Gesicht rumläuft! Hohooo, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=BN-cQ7ZjJ54" target="_blank">wie originell</a>!“).</p>
<p>Erklärt wird das spaßige Verhalten der Crew mit der „besonderen“ Atmosphäre des Urlaubsplaneten Cesnar in lustloser Videospiel-Optik. Denn kaum geht die Shuttle-Tür auf gibt es einen albernen CGI-Drogeneffekt, welcher alle unsere Helden in wandelnde Klischee-Stoner verwendelt. Dann lieber <a href="https://youtu.be/KyyK9uhdqYk?t=5" target="_blank">die angesäuselten Spießer</a> in „The Naked Now“ von TNG („Captain, die Trainingsabteilung befiehlt allen Offizieren die Teilnahme an einem Metaphysik-Vortrag!“ &#8211; „Diese perversen Schweine!“).</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Puuuh, selbst für Kurtz-Trek-Verhältnisse war es dieses Mal hart. Ich meine, WENN wir noch lange Staffeln mit bis zu 26 Folgen hätten UND der Rest davon eher normal wäre, DANN könnte man diese Folge wohl als kleines Gag-Experiment akzeptieren, welches man mit einem einmaligen „amüsiert durch die Nase ausatmen“ loben könnte. Gereicht hat es bei mir aber nur für ein verwirrtes Stirnrunzeln und in Verachtung gefletschte Zähne. Alles wie immer also.</p>
<p>Nach fünf Staffeln Balla-Balla mit (SEHR) wenig Lichtblicken habe ich dafür schlicht keine Toleranz oder Geduld mehr. Eine ganze Episode als Stoner-Komöde im Stil der 2000er in weniger gut musste wirklich nicht sein, zumal der Humor zu 100% nur aus „Haha, guck mal wie sich unsere sonst so ernsten Figuren verhalten“ besteht. Was bei Kurtz-Trek nicht funktioniert, weil die ja sonst AUCH nicht besonders ernst sind. Bei TNG kann man das halt mal machen, weil Picard und Co. im Standardmodus angenehm nüchtern rüberkommen. Wie ECHTE Menschen halt!</p>
<p>Dazu kommt noch, dass wir nur eine Folge zuvor etwas recht ähnliches hatten, wo sich z.B. Pike in der Kochschürze die Finger abgesäbelt hat. Dass ich so etwas niederschreiben kann stellt sowieso ein trauriges Testament für den aktuellen Stand der Dinge dar.</p>
<p>Brrrrrr!</p>
<p>*genervt seine gequälten augäpfel in scheiben schneid*</p>
<p>[wertung action=1 humor=1 tiefsinn=1 punkte=3]
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.02 &#8211; &#8222;The Griffin Incident&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 16:30:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Horror-Episode auf der USS Griffin? &#8211; Der erste Screenshot-Eindruck lässt erneut auf eine Episode schließen, bei der die Macher ihr Zielpublikum (welches doch gleich?) mit einem Zufallsgenerator K.O. geschlagen und in der Ecke gefesselt haben. Denn Experimente dieser Art gibt es inzwischen sooo oft, dass eine normale Folge schon fast das Experiment darstellt (&#8222;WAS? [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Horror-Episode auf der USS Griffin? &#8211; Der erste Screenshot-Eindruck lässt erneut auf eine Episode schließen, bei der die Macher ihr Zielpublikum (welches doch gleich?) mit einem Zufallsgenerator K.O. geschlagen und in der Ecke gefesselt haben. Denn Experimente dieser Art gibt es inzwischen sooo oft, dass eine normale Folge schon fast das Experiment darstellt (&#8222;WAS? Politisches Problem auf einem Planeten? Wie kommen die plötzlich auf so was?!&#8220;). Dennoch sollte man Spock, Kirk und La&#8217;An genau zusehen, denn die haben diesmal einiges zu bieten! (<i>*Ziemlich großen Erste-Hilfe-Koffer aufklapp*</i>)</p>
<p><span id="more-13121"></span></p>
<hr >
<p>Bevor ich mich chirurgisch zum „Gutfinder“ umschnipseln lasse, muss aber erst mal alles raus aus meinem System.<br />
Negativität Abmarsch:</p>
<p>&#8211; Chemie sucht Charme: Erneut fällt mir auf, wie wenig „Funkerei“ zwischen Kirk(-Schauspieldulli) und allen anderen Charakteren herrscht. La’An wird genauso angequatscht und test-bebrütet wie alle anderen Frauen bisher – allerdings weit weg von William Shatners naturgegebenem Armschwinger-Charme. Und Spock wird von ihm nur zu Beginn überhaupt <i>angesprochen</i>…</p>
<p>So wird das nichts mit der TOS-Bromance!</p>
<p>&#8211; Generell hat Star Trek es verlernt, einfach mal „nebenbei“ eine ungemütliche Episode zu erschaffen, die trotzdem im Franchise verwurzelt ist.<br />
Die TNG-Episoden „Die Zukunft schweigt“ (2.13, ein doppelter Picard und ein mysteriöser Wirbel im Weltraum) oder auch „Der Reisende“ (1.06, das Schiff ist an einem Ort, an dem Gedanken wahr werden) haben es bereits durch Düdelmusik und Kameraperspektiven geschafft, dass man sich vollkommen unwohl und außerweltlich fühlte.</p>
<p>HIER hingegen wird das Licht gedimmt (bzw. zwischen zwei Grundfarben gewechselt) und in einer verbalen Schlafwagenprozession durchs Schiffchen getrampelt. Bei allem Positiven, das später noch kommt: Da geht mehr! Hach, kreativ sein ist immer noch sooo teuer&#8230;?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02f.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02f.jpg" alt="" width="907" height="508" class="aligncenter size-full wp-image-13128" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02f.jpg 907w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02f-768x430.jpg 768w" sizes="(max-width: 907px) 100vw, 907px" /></a></p>
<blockquote><p>„Hey, Sie da? Wir müssen Sie dringend sprechen! Haben Sie auf Ihrem Handy vielleicht ein paar gruseligere Youtube-Shorts als wir?“ – Immerhin besser als `ne Wanderniere: Das zeitliche, inhaltliche und räumliche Überbrücken von Laufphasen ist oft herausfordernd bei Horror-Episoden. Daher wurde das entschleunigende Gruppenstehen eingeführt.</p></blockquote>
<p>&#8211; Zu Beginn sind die Dialoge eine Zumutung: „Glauben Sie an Geeeister?“ (samt Spielereien mit der Taschenlampe) wird gleich mehrmals in den Raum gehaucht, als hätten wir hier kein professionelles Außenteam, das verschwundene Kameraden betrauert.</p>
<p>Ich weiß, schwer vorstellbar…</p>
<p>Das geht so weit, dass man den weiblichen Captain des Schiffes betrachtet, die Charaktereigenschaft „Durchsetzungsstark“ zu Kenntnis nimmt und dann mit einem neckischen Side-Eye scherzt: „Naaaa, erinnert Sie das an jemaaanden?“ – Ja, tut es. An mein Hatewatch-Kopfweh.</p>
<p>&#8211; Überhaupt beginnt die Episode mit einem Gähnen aus der Klischeekiste: Geisterhaftes Babylachen, ungepflegte Frauenfiguren, die hauchend („Erinnert Sie daaas an zwanzig Filme, die Sie das letzte Jahrzehnt gesehen haaapeeen?“) den Gang herunter schlurfen, verhüllte Leichen mit Aufsteh-Reflex, etc.<br />
All das wird gewürzt mit der üblichen Weigerung, einfach mal dynamisch den Tricorder an die Pfote zu nehmen und dem Düstergang den Shit aus dem Leib zu scannen.</p>
<p>&#8211; Und ja, Episoden unter 60 Minuten sind weiterhin <u>erlaubt</u>.<br />
In den 20 Minuten, die man theoretisch einspart, könnte man sich eine halbe Folge der oben genannten Klassiker reinzwiebeln?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02e.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02e.jpg" alt="" width="907" height="508" class="aligncenter size-full wp-image-13127" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02e.jpg 907w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02e-768x430.jpg 768w" sizes="(max-width: 907px) 100vw, 907px" /></a> </p>
<blockquote><p>„Wir müssen irgendwie hier raus!“ – „Nein, tiefer REIN!“ – „Nein, nur in die Datenbank rein. Wer kommt mit? Also ins Home Office?“ – Sie haben halt einen „Lauf“: Dringlichkeit und Motivation müsste man auch in ruhigen Szenen konsequent vermitteln. Spock schafft das abermals gut, indem man als Zuschauer atemlos rätselt: „Wer hat ihm wohl in <i>dieser</i> Folge die K.O.-Tropfen eingeflößt?!“</p></blockquote>
<p>&#8211; James Kirk palavert nur deshalb über seinen Sohn, weil jede <s>gute</s> Horrorhaus-Geschichte mindestens EIN Kindelein beinhält. Und da kann Paul Wesley noch so sehr seine Welpenaugen (und Spielzeugroboter) aus seinen Kleiderständer-Imitation herauspressen: Seine Sorge um seinen Sohn &#8211; und deren Mutti &#8211; wird ihm hier lediglich vom Drehbuch aufgeschwatzt.</p>
<p>So kann ich spontan z.B. nicht mal sagen, ob wir Carol Marcus in SNW <u>überhaupt</u> gesehen haben. &#8211; Haben wir?</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Aber wisst ihr was? Das waren nur die ersten 15 bis 20 Minuten. Was danach kommt, ist plötzlich eine der besten Folgen von SNW!</p>
<p>Die Atmosphäre ist plötzlich so dicht, dass man sie – und diverse Spitzohren – beinahe schneiden kann. Klar, die Hälfte aller visuellen und teils inhaltlichen Einfälle stammt aus „Event Horizon“, aber der Regisseur und die Schauspieler schaffen es, das Timing und die Stimmung annähernd perfekt zu machen!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02b.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02b.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13124" /></a></p>
<blockquote><p>„Hey, beamt ihr mich etwa gerade kaputt?! Ich bin es doch, eure liebe Eriiiika! Die mit den kultigen Sprüchen auf der Brücke! Hey, wieso tut ihr jetzt so, als wenn ihr Klavier auf der Transporterkonsole spielen würdet?!“ – Body-Horror für Zuschauer, die auf gewisse Körper verzichten wollen: Das molekulare Zerlegen eines Körpers wurde &#8211; trotz Gegenbeispielen &#8211; erstaunlich selten thematisiert.</p></blockquote>
<p>Nein, im Ernst, ich bin selbst noch ganz überrascht von mir. Und von <i>denen</i>… (<i>*angeekelt auf Kurtzman Mannen weis*</i>)</p>
<p>Dabei ist der Grund meiner plötzlichen Begeisterung einfach zu erklären: Die Schauspieler nehmen das Quellenmaterial erstmals(?) ernst und dürfen Angst, Panik, Verwirrung oder pure Bösartigkeit so spielen, dass keine Missverständnisse aufkommen. Keine ironische Ebene, keine billige Action-Einschübe, kein Beziehungs-Blabla, das nicht zur Handlung gehört! Einfach nur pure Visionen, bei denen Charaktere allerlei Dinge hören und fühlen, die nicht da sind.</p>
<p>Und man <u>weiß</u> das die ganze Zeit – ist aber trotzdem gebannt.</p>
<p>La’An mag als Charakter – ob mit oder ohne Gorn-Einfluss – nur durchschnittlich ausgereift sein, aber wenn sie an ihren Halluzinationen verzweifelt und ihr Gesichtsausdruck langsam zur verzerrten Fratze wird, dann weiß man: Abstand halten! Und selber aufpassen, dass ihr Messer/Phaser und unsere Schlagader nicht zu zwei Kontinenten inmitten eines blutroten Meeres werden…</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02a.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02a.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13123" /></a></p>
<blockquote><p>„Ich fand schon immer, dass Star Trek ein paar Schockmomente braucht.“ – „Tja, Das war stets MEIN größter Schock, wann immer Abrams/Kurtzman/Zukunfts-Nasenmann genau DAS in Interviews erwähnt haben.“ – Stecherverbrecher: Das einzige, was ich an ihren Szenen auszusetzen habe, ist die erneute Beteuerung, dass La&#8217;An „kein Monster sei“. Diesen saudummen Mensch/Monster-Vergleich sollten wir mal einmotten?</p></blockquote>
<p>Der Wahnsinn ist hier nicht ein billiges Stilmittel, das übergestreift, experimentell und „modern“ wirkt. Nein, in diesen Augenblicken hat man wirklich das Gefühl, dass sich hier eine neue Welt auftut. Diese Welt hat mit Star Trek zwar noch am Rande zu tun (= grausame Transporterunfälle, geplatzte Hauptbildschirme), aber da, wo der Terror etwas NEUES erschafft, stört es kaum, dass alles im Trek-Kontext stattfindet.</p>
<p>Was z.B. die Klingonen-Zombie-Episode vom letzten Jahr nicht hinbekommen hat.</p>
<p>Wenn Pike (Real oder nicht? Raten Sie mit!) plötzlich mit dem Küchenmesser seine Hand zerstückelt und Spock sich selbst(?) die Spitzohren abschneidet, um menschlicher zu werden, kann man natürlich lange darüber diskutieren, ob das plumpe Küchenpsychologie und Effekthascherei darstellt. Oder aber man lässt das <b>einfach für sich stehen.</b></p>
<p>Und da Episoden wie diese es schwer haben, gegen alte Franchise-Tugenden anzustinken, ist es wohl nur der Regiearbeit zu verdanken, dass ich mich trotz meiner inneren Erwartungshaltung („Wieder keine Folge a lá ‚The Inner Light‘, Menno…“) in den letzten 30 Minuten null gelangweilt habe.</p>
<p>Kirk ist zwar der schwächste Charakter mit seinem „Sohnemann?! Wo weint dieses unsichtbare Kind schon wieder?!“-Geschwafel, aber mit dem Eintreffen seines Bruders hat er wenigstens einen „Ansprechpartner“.</p>
<p>Auch wenn dieser in einer überraschend harten Szene seine Gedärme am aufplatzenden Hauptbildschirm verliert.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02c.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02c.jpg" alt="" width="723" height="327" class="aligncenter size-full wp-image-13125" /></a></p>
<blockquote><p>„Brudaaaa! Was soll ich denn nur unserer Muuugie sagen?“ – „Lenk sie mit der 2019er-Diskussion auf Zukunftia ab. Laut diesen <a href=https://www.zukunftia.de/5035/alien-die-wiedergeburt-wir-klonten-noch-ein-review/#comment-22001>alten Aufzeichnungen</a> geht es mir saugut. Das kleine Löchlein macht nur, dass sich meine Nieren im Luftzug erkälten.“ – Ab durch die Mitte: Die Effekte sind diesmal ganz überzeugend. Bei Minus Drölfzig Lumen Lichtfeuchtigkeit erwarte ich das allerdings auch!</p></blockquote>
<p>Klar, wer sein Star Trek ohne Splatter mag, wird sich hieran stoßen. Und auch Spocks Ex-Schnalle T’Pring mit ihren erstaunlich logischen Anfangsdialogen wird daran nichts ändern – zumal sie irgendwann damit droht, das Herz von Spock herauszuschneiden.</p>
<p>Trotz meinem Hunger auf RICHTIGES Star Trek bin ich diesmal sehr zufrieden mit der Geschichte! Klar, ich werde sie mir vermutlich nie wieder ansehen &#8211; welche Produzenten betten so eine Würgreiz-Perle in ein solch mieses Gesamtwerk ein?! -, aber in Sachen Horror gab es bislang wenig Besseres.</p>
<p>Vielleicht liegt es auch daran, dass man in den letzten Minuten noch das Trauma der Geretteten thematisiert, ohne (wie in Staffel 1-3) irre herbeigelachten Küchenweisheiten als wirksames Mentalpflaster heranzuziehen… Sogar Pikes olle Geisterstory, mit der er sagen will, dass es DOCH unbekannte Phänomene gibt, wirkt erstaunlich rund. Auch deswegen, weil er selbst ernstlich irritiert davon scheint, dass nicht alles wissenschaftlich erklärt werden kann.</p>
<p>Und somit ist dies hier mal ein gelungenes Experiment, bei dem auch die Figuren selbst zurücktreten und keine Erklärung anbieten. Das Schiff – die „Griffin“ – kondensierte und channelte halt irgendwas in die Leute hinein. Und da ist die Episode auch erstaunlich entspannt und deutet an, dass das halt „ab und an passiert“.</p>
<p>Damit kann man als Kritiker leben. Oder sich halt die Tastatur durch die Ohren schieben, weil man derartige Widersprüche nicht verträgt. Ich entscheide mich für ersteres.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02d.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02d.jpg" alt="" width="838" height="465" class="aligncenter size-full wp-image-13126" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02d.jpg 838w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02d-768x426.jpg 768w" sizes="(max-width: 838px) 100vw, 838px" /></a></p>
<blockquote><p>„Was, du willst mir die Ohren entfernen?!“ – „Ja, Schatz. Aber ich desinfiziere es mit einem alten  Blumentopf. Ist doch logisch, muharrharr.“ – Ohr-ientalische Traditionen: Wer will, kann Spocks Verstümmelung als Selbsthass (und anschließende Selbstreinigung?) des gesamten Franchise sehen. Und da es schlimmer nicht werden kann, wird es vielleicht bald … besser?</p>
<p>(<i>*Kurtzman mit geblümten Taschentuch hinterher wink*</i>)</p></blockquote>
<p>Ach ja, ein bisschen könnte man natürlich an den Spezialeffekten rumnörgeln, bei denen die CGI-Finger, das unechte(?) Ohrenblut und die Computergedärme wirklich nicht perfekt sind. ABER: Als kleinen mentalen Abstandhalter zum grausigen Geschehen nehme ich es durchaus gerne mit.</p>
<p>Börps.</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Trotz des Lobes fällt mir eine Endbewertung schwer.</p>
<p>War das gut gefilmt und mit einer güldenen Schubkarre von „Event Horizon“ weggeklaut? &#8211; Auf jeden Fall! Will man diese Art der Darstellerleistung öfter sehen? &#8211; Bitte, ja!<br />
Möchte man diese Art Episode öfter bekommen? &#8211; Ach neee, lass mal stecken.</p>
<p>Am Ende ist es nicht die Qualität dieser dichten Stimmung, sondern mein <i>Gefühl</i>, das ich bewerten möchte.</p>
<p>Und trotz einer regietechnischen Punktlandung bei Stil-, Blut- und Timingfragen bleibt mein Grundgedanke, dass auch gut gemachtes Brutalo-Gehampel nicht das ist, was in einigen Jahren milde lächelnd auf dem Trek-Olymp sitzen wird.</p>
<p>Daher: Eine der besten Episoden bisher &#8211; aber leider für einen anderen Menschen…</p>
<p>(<i>*Sparkillers blutige Fesseln wieder losbind &#8211; und ihn mit einem liebevollen Klaps zum Spielen schick*</i>)</p>
Action: 2 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 2 von 3 - <strong>Gesamt: 7 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Hirn? Wo wir hingehen, da brauchen wir kein Hirn." von spark</strong><br />Ohooo, hat da etwa jemand endlich einmal „Event Horizon“ gesehen? Ihr wisst schon, dieser Film wo eine Gruppe Astronauten ein verschollenes und schummrig beleuchtetes Raumschiff entdeckt und dabei langsam verrückt wird, Splatter-Einlagen inklusive?</p>
<p>…</p>
<p>Jahaaa, wer diese Folge gesehen hat, der weiß bereits worauf ich damit anspielen will.</p>
<p>*auf alle drei leser dieses reviews zeig* </p>
<p>Und wir reden hier wirklich von einem sehr dreisten Abgucken, welches sich höchstens durch den üblichen Kurtz-Gaga vom großen Vorbild unterscheidet. Schon allein der Flow, wo noch alles recht harmlos wie ruhig beginnt und dann im Finale mit einem irre gewordenen Hauptcharakter endet. Finde es persönlich immer nett von diesen bösen Mächten<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />, seinen Opfern erst einmal etwas Zeit zum akklimatisieren zu geben. Davon sollte sich die Merz-Regierung mal eine Scheibe abschneiden!</p>
<p>Wobei ich das langsame Tempo dieser Folge, ernst gemeint, sehr erfrischend fand. Während sonst alles schnell, schnell, schnell gehen muss, haben die Schauspieler hier mal richtig Zeit zu atmen und auch die Kamera bleibt auch mal ein paar Sekunden länger auf dem Gesicht hängen. So zum besseren Zeigen von Mimik, Emotionen und all dem anderen Weiberkram. Das hatte fast schon „Star Trek – Der Film“ Verhältnisse, gerade wo zu Beginn noch das Piep, Piep des Notrufes zu hören war. Nett, ehrlich!</p>
<p>Auch gut: Kein Nebenplot auf der Enterprise, welcher von der doch sehr gelungenen und düsteren Stimmung auf der USS Griffon ablenkt. Wobei ein harter Schnitt von Sam Kirk und seinen heraus gesaugten Innereien zu einer besoffen Mini-Golf spielenden Pelia irgendwo schon mutig gewesen wäre. Aber man kann nicht alles haben.</p>
<p>Die Frage ist nur, wie gut plötzlicher Splatter-Horror zu Star Trek im Allgemeinen und zu New Worlds im Speziellen passt. Denn bei einigen Momenten der Körperteil-Kreativität habe ich mir doch etwas Sorgen um den Autoren gemacht:</p>
<p>&#8211; Captain Pike mit Kochschürze hackt seine eigenen Finger ab<br />
&#8211; Spock werden die Spitzohren abgesägt<br />
&#8211; Sam Kirk wird unfreiwilliger Organspender<br />
&#8211; Una will via Messer ihr böses Alien-Blut loswerden<br />
&#8211; La’an channelt gegen Ende einfach komplett Sam Neill (RIP) und wird zum (Kirk-)Messerstecher inklusive irrem Grins</p>
<p>Vieles davon erinnerte schon eher an eine Horrorfilm-Parodie als ernstgemeinter Grusel. Spätestens als James Kirk im Kabelsalat auf der Brücke nach seinem Baby-Sohnemann sucht (!), dessen geflüstertes „Dada?“ (Kein Witz!) durch den Raum schallt. Aber sowas ist, wie Data und die Troi-Torte damals, wohl einfach Geschmackssache. Mjam?</p>
<p>Der Nicht-Körperteil-Horror dagegen wirkt etwas ausgelutscht. Leiche erhebt sich langsam und unbemerkt. Zombie wackelt unscharf im Hintergrund um die Ecke. Licht flackert und der Geisterbahn-Angestellte ist wieder weg. Also nichts Neues auf der USS Poltergeist.</p>
<p>Leider werden all diese Ereignisse nur als „Weltraum ist groß, kann passieren“ erklärt und die USS Griffin an die Akte-X-Abteilung der Sternenflotte weitergereicht. Selbst Event Horizon konnte die Besuche in der Hölle noch mit dem Test des ersten „Warp-Antriebes“ erklären. Ich mein, wenn der Autor noch irgendwas hätte klauen können, dann ja wohl DAS!?</p>
<p>Was mir sonst noch zu aufgefallen ist:</p>
<p>&#8211; Zu Beginn kehren unsere drei Hauptfiguren gerade zurück vom sehr bescheiden betitelten Treffen der &#8222;zukünftigen Anführer der Föderation&#8220;. Klingt für mich wie eine Veranstaltung um dösige Investoren für den nächsten Trump-Cryptocoin zu finden.</p>
<p>&#8211; In der Griffin-Krankenstation findet man ordentlich gestapelte und unbenutzt wirkende Leichensäcke, was mit einem „Wohin sind die Körper verschwunden?!“ kommentiert wird. Hööö?</p>
<p>&#8211; Spock und La’an machen ein nettes Pärchen, muss ich sagen. Effizient, trocken und doch mit offener Zuneigung. Keine weiteren Notizen.</p>
<p>&#8211; Merkwürdiger Dialog zwischen Spock und „T’Pring“: „Erinnert dich das Farbschema dieser Kabel an etwas?“ &#8211; „Unser Urlaub auf Hurk&#8217;ah.“. Öh, okay? Wer redet so? Ist der Autor einer dieser Echsenmenschen?</p>
<p>&#8211; Ein durchgeknallter Captain Pike in der Kochschürze war so over-the-top, dass es schon wieder gut war.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Autor Robbie Thompson wollte wohl die <a href="https://kinocheck.de/news/e8vxou/showrunner-fuer-die-poltergeist-serie-gefunden target="_blank">Ernennung zum Showrunner</a> einer neuen Poltergeist-Serie feiern und hat sich direkt woanders ordentlich bedient. Mal im Ernst, bekommt man bei soviel Ideenklau keine rechtlichen Probleme? Gibt es in der nächsten Staffel eine Variante der Ghostbusters („Nicht die Phaserstrahlen kreuzen!“)?</p>
<p>Eigentlich wollte ich diese Folge besser bewerten, denn die Machart, Stimmung und der Ausflug ins Grusel-Genre haben mir nämlich schon sehr zugesagt. Aber auch hier ist die Erzählweise vom Kurtz wieder etwas &#8222;off&#8220;. Mit einem Grund für die Ereignisse im &#8222;Hotel Transsilvanien&#8220; gibt man sich gar nicht erst ab und man hangelt sich nur motivationslos von einem Splatter-Fetisch zum nächsten. Klar, das Realwerden der eigenen versteckten Ängste hat schon Potential, aber als reine Geisterbahnfahrt ohne Fleisch dran wirkte es auch mich sehr verschenkt und dünn, trotz Laufzeit von einer Stunde. Sehr schade.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Was sagst du, Klapo? Eine NEUE Kurtzman-Serie wurde angekündigt???!</p>
<p>*schreiend aufwach*</p>
<p>[wertung action=2 humor=1 tiefsinn=1 punkte=5]
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.01 &#8211; &#8222;Valles Marineris&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 13:47:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach der Serienpause ist vor der Serienpause… Dieser Umstand hält uns aufrecht und leistungsfähig. Ja, die nächste Staffel der streng riechenden Welten beginnt erneut. Und was soll ich sagen? Nach einem Timing-technisch seltsamen Einstieg präsentiert diese Folge ein paar SF-Ideen, die sich halbwegs gewaschen haben! Daher von meiner Seite die seltene Warnung: Hier wird es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Serienpause ist vor der Serienpause… Dieser Umstand hält uns aufrecht und leistungsfähig. Ja, die nächste Staffel der streng riechenden Welten beginnt erneut. Und was soll ich sagen? Nach einem Timing-technisch seltsamen Einstieg präsentiert diese Folge ein paar SF-Ideen, die sich halbwegs gewaschen haben! Daher von meiner Seite die seltene Warnung: Hier wird es zu <u>Spoilern</u> kommen. Für einige Zuschauer lohnt es sich eventuell, hier noch NICHT weiterzulesen. Wer allerdings keine Angst vor längst überfälligen Standard-Erzählkniffen hat, darf weiterblättern.</p>
<p><span id="more-13110"></span></p>
<hr >
<p>Doch zuvor das übliche Grußwort zum Wiederauftauchen unserer Redaktion: Ja, langsam macht es keinen Spaß mehr, auf eine Trek-Leiche einzuhauen, die bereits vor fünf Jahren eingeäschert, vor vier Jahre auf den Feldern verstreut und vor einem Jahr mit einem Supermarktparkplatz überbaut wurde… Also das, was ich jedes Jahr schreibe. Nur mit stets wirreren Metaphern. </p>
<p>Dennoch: Wir sind uns unserer Pflicht bewusst. Denn wie steht es schon in der Bibel? „Der Mensch lebt nicht von Brot &#8211; und industriell gekauften Jubelreviews &#8211; allein.“<br />
Und vielleicht gelingt den Machern dieses Mal der große Worf… Wurf? Und ja, sobald 2-3 mittelprächtige Episoden pro Staffel abfallen, würde ich diesen Wurf herbeiplappern wollen.</p>
<p>Die erste Staffel-Episode war dafür oft sogar <b>gut</b> geeignet: Hier steckt der Kurtzman oft noch den Rest seines Sparschwein-Inhalts hinein (drei Haarknäuel und zwei tote Motten), was häufig in Szenen mündet, die:</p>
<p>&#8211; immerhin hell und freundlich sind<br />
&#8211; einige vernünftige Außenaufnahmen statt 3D-Overkill bieten (Spoiler: Passiert hier NICHT)<br />
&#8211; in den Dialogsequenzen auch mal Sinn ergeben (die 20€ für’s Querlesen durch eine studentische Hilfskraft schlagen zu Season-Beginn noch voll durch?)<br />
&#8211; und die generell davon zehren, dass man selbst schon wieder <i>vergessen</i> hat, wie schrecklich das letzte Staffelfinale war.</p>
<p>In dieser Folge fügte man sogar animalische Echsen hinzu (nein, nicht die Gorn), eine Zeitreise, planetarische Schicksale und untergehende Zivilisationen.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01a.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01a.jpg" alt="" width="776" height="472" class="aligncenter size-full wp-image-13111" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01a.jpg 776w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01a-768x467.jpg 768w" sizes="(max-width: 776px) 100vw, 776px" /></a></p>
<blockquote><p>„Versteht ihr, Leute? Star Trek. Wagentrek im Weltraum. Damalige Intention von Gene Roddenberry. Westernvergleich.“ &#8211; „Können Sie bitte leiser Fan-Servicen, Captain? Wir wollen den Wind und unberührte Natur des Greenscreens riechen.“ – Total Pferd-kehrt: Zu lange sollte man sich Bilder wie diese nicht anschauen. Die quasi frei schwebenden Steingebilde im Hintergrund danken dafür&#8230;</p></blockquote>
<p>Doch alleine der Beginn reißt das Tempo schnell wieder mit dem geparkten Pferdehintern ein:</p>
<p>Sah man unsere Helden eben noch durch die (arg künstliche) Alienwelt-Prärie reiten, schmeißt sich La’an auf dem Schiff erst mal geschmeidig an Mister Spock heran („Naaa, wer ist mein schaaaarfer Vulkanier? Killekille!“). Und Pike spielt wieder mal den obercoolen Macherchef, den wir alle vom Job kennen…<br />
Er legt cool den Sattel – oder Porsche-Schlüssel – beiseite, tut so, als hätte ER mehrmals täglich den Tag gerettet, bevor ihm das Jobangebot seines Lebens unterbreitet wird. Als Lohn für’s Gruppengendern ohne Anfassen.</p>
<p>(Wäre es nicht besser gewesen, ihn VOR der angebotenem Promotion bei irgendwas <u>Konkretem</u> zu zeigen? Diplomatische Mission statt Marlboro-Remember-Shot ohne künstlerische Einbindung?)</p>
<p>Ein weiterer Downer war dann Uhuras Versuch, mit einer Vulkanierin anzubändeln. Die Szene an sich wäre sogar okay gewesen (auf DS9 waren die Spitzohren oft auch arrogant), aber das ständige Umherblicken von Uhura zu Ortega und Spock zerstörte den Flow. Nur echt mit aufgerissenen Augen, mimischen „What the Fuck?!“-Äquivalenten und generell ganz viel körpersprachlichem Gehampel von Uhura. So als wenn die „Starfleet Academy“ eine lebenslange Geisteshaltung statt einer akademischen Vorbereitung wäre.</p>
<p>Förmlich unerträglich – und ebenfalls gesichtshamplerisch – war dann Ingenieurin Pelia. Die habe diesen Nebel, den man nun erforschen will, „vielleicht mal aus einer Telefonzelle“ gesehen. Natürlich lässt man das danach noch ein paar Sekunden wirken, damit der Zuschauer mittels Handy bei seinem Brudi fragen kann, ob das eine coole oder obercoole Doctor-Who-Anspielung war. Und vor allem: Die wievielte in dieser Serie?!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01b.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01b.jpg" alt="" width="776" height="472" class="aligncenter size-full wp-image-13113" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01b.jpg 776w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01b-768x467.jpg 768w" sizes="(max-width: 776px) 100vw, 776px" /></a></p>
<blockquote><p>Beim Flug in den Feuersturm kommt erstmals so etwas wie Stimmung anstatt Stammelung auf. Ein bisschen traurig war ich aber, als diese Szene offensichtlich(!) in irgendwas mündete, was die „Realität“ verändert. Mitsamt seltsam analogem „Ausschalt-Effekt“, anderen Farben auf dem Schiff, komischen Schnitten und gehetzter Weitererzählung. („Wir sind jetzt woanders. Neuen Planeten anfliegen, da Enterprise beschädigt, brauchen Iridium. Schiffs-Außenansicht ist plötzlich gestrichen.“)</p></blockquote>
<p>Warum hier eine derartige Hektik an den Tag gelegt wird, obwohl später einige Längen auftreten, versteht wohl nur noch Sankt Striemo, der Schutzheilige aller Streamingdienste&#8230;</p>
<p>Hier zeigt sich erneut, wie „mies“ die Serie auch in den „superguten“ Folgen ist. Hatte man früher einen nahezu perfekten Schnitt/Flow für 45 Minuten, erzählt man heute alles gleichzeitig, oft verkürzt und dann wieder gestreckt. Man weiß nie, ob sich die Macher ihrer eigenen (Minimal-)Struktur bewusst sind – oder absichtlich <b>gegen</b> diese arbeiten. Fast könnte man alle 10 Minuten erneut den Vorspann abspielen („Oh, neue Handlung? Na, passt schon.“) oder uns durch die Figuren einfach was ERZÄHLEN, was wir gar nicht gesehen haben.<br />
Was ja oft genug auch getan wird…</p>
<p>Dass man diesmal erst nach über 15(!) Minuten den Vorspann bringt, spricht Bände. Strukturell wäre es besser gewesen, den Admiral ein sehr beeindruckendes Bild des neuen Missionsziels zu zeigen („Ihnen wird vor Staunen die Suppe aus dem Gesicht fallen, das – verspreche – ich – Ihnen!“), woraufhin es vorspannig „Losdudelt“.<br />
Das wäre dann schon Minute 5 gewesen.</p>
<p>Eigentlich wollte ich noch über Pelia meckern (wenn sie was „erklärt“, klingt das wie das Gejammer einer Sekretärin, die ihrem Chef bestätigt, wie schlecht es der Firma geht), aber später hält sie ja meist die Klappe.</p>
<p>Und die Enthüllung der grundsätzlichen Geschichte (immerhin „schon“ nach 22 Minuten) stimmte mich grundsätzlich gnädiger.</p>
<p>Spoiler:</p>
<p>Man ist 65 Millionen Jahre in der fernen Vergangenheit gelandet. Der Mars ist (noch) besiedelt und bewässert &#038; führt Krieg gegen Echsenartige. Die Erde wird hingegen von Dinos bevölkert. Und ja, DAS sind die SF-Geschichten, auf die ich Bock habe! Und das sage ich als jemand, der Voyagers „Dinos bauten auf der Erde Warpschiffe“-Episode <a href=https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Herkunft_aus_der_Ferne>„Herkunft aus der Ferne“</a> damals schrecklich fand.<br />
Dieser Kniff hier ist mal etwas, was wissenschaftlich denkbar wäre, inhaltlich frisch ist und alles (etwas) auf den Kopf stellt, ohne die Trek-Historie komplett zu zerstören.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01c.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01c.jpg" alt="" width="675" height="507" class="aligncenter size-full wp-image-13112" /></a></p>
<blockquote><p>„Wir wissen nicht, wo sie herkommen, aber wir würden gerne ihre Waffen sehen.“ – „Na klar, Lady. Unsere Waffe ist unsere <b>Einigkeit</b>, stimmt’s, Leute?“ – „Äh. Das sehe ich anders, Captain.“ – Ph(r)asenverschoben: Diese Besucher kommen einfach durch die Wand reinspaziert. Ein schöner Kniff, um zu zeigen: Diese Wesen sind mächtig, legen aber keinen Wert auf Fußmatten oder Putzordnung im Hausflur. </p></blockquote>
<p>Sobald man weiß, wo und wann man sich befindet, gibt das der Story innere Stärke – und somit auch dem <i>Ding</i> hier (<i>*wild mit Zeigefinger an eigener Stirn herumzeig*</i>). Man kämpft an mehreren Fronten ums Überleben, da die Enterprise von dem mächtigen Mars-Volk eingefangen wird. Gleichzeitig darf nicht die Zukunft verändert werden, was die Figuren (und Autoren!) dazu zwingt, alles etwas ernster und bedächtiger anzugehen. Währenddessen startet in der eigenen Rübe bereits das Rumrätseln, ob die Crew oooder der Marsianer-Krieg vielleicht zum Auslöschen der Dinosaurier beitragen wird. Oder gar der Marsianer.</p>
<p>Was mich allerdings jetzt schon ängstigt: Der nett inszenierte Kampf des dreiköpfigen Landungsteams gegen Dinosaurier wird erneut dafür sorgen, dass wir in drei Episoden kein Budget mehr haben – und wir erneut hässliche(re) Videoprojektionen sehen, bei denen man <b>dankbar</b> ist, dass der Helligkeitsregler auf Minenschacht-Niveau fallen wird.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01e.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01e.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13114" /></a></p>
<blockquote><p>„Melde gehorsam: 10.000 Dollar Folgen-Budget eliminiert.“ – „Egal. Derlei Geldausgaben werden dank KI-Videogenerierung in einem Jahr ebenfalls wie aus grauer Vorzeit wirken.“ &#8211; Hier hilft als erste Sparvorgabe bereits das starke Gegenlicht. Dadurch wird vorne alles dunkler und die 3D-Grafik darf auf Spartexturen setzen.</p></blockquote>
<p>Das Gespräch mit der Mars-Vertreterin war dann ebenfalls eher ein Highlight der Episode. Es geht um Wissenschaft, Stärke durch Güte, Nahrung und Völkerverständigung. Allerdings darf man nicht zuuu lange drüber nachgrübeln. Denn eigentlich dürfte man der Dame GAR KEINE Waffen oder Schilde zeigen – Picard hätte sich eher den Mund mit Dudelflöten gespickt, statt derartig offen über alles zu sprechen?</p>
<p>Und wie ernst muss man das nette Gerede über „Karotten und Stöcke“ überhaupt nehmen, wenn das alles nur Floskeln sind, hinter denen veränderte Zeitlinien, Kriege und andere galaktische Veränderungen lauern? Zwischen „übermächtiger Feind“ und „best Buddies“ sollte es eigentlich ein paar Nuancen geben – auch wenn mir klar ist, dass es bei TOS oftmals schlimmer ablief. („Captain, isch will misch nackisch machen. Für die Verschtändigung von die Völkeeer.“)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01d.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01d.jpg" alt="" width="1071" height="526" class="aligncenter size-full wp-image-13115" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01d.jpg 1071w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01d-768x377.jpg 768w" sizes="(max-width: 1071px) 100vw, 1071px" /></a></p>
<blockquote><p>„Wir als weeeit entwickeltes Volk lassen die Enterprise erst gehen, wenn wir all eure minderwertige Technologie eingesackt haben.“ – Die Story will, was Story braucht: So ganz durchdacht wirkt vieles nicht, aber die Schauspieler und die Grundidee aktivierten das Vergebenszentrum in meinem Gehirn. Aber zu sehr sollte man sich nicht auf jene subatomaren Hirnpartikel der Zuschauer verlassen…</p></blockquote>
<p>Clever hält man weiterhin das Interesse der Zuschauer am Laufen, da den Marsianern bald klar wird, dass sie untergehen werden, da die Enterprise aus der Zukunft kommt. Hier schimmert kurz ein kurzer Diskurs über Vorherbestimmung und völkisches Überleben auf, der aber gerne noch ein paar Halbsätze weiter hätte schimmern können. Thema: Wie weit würde man gehen, um sein Volk zu retten?</p>
<p>Wobei die Umsetzung und der letztendliche Konflikt fast schon zu profan ist&#8230; Die Marsgesellschaft wird optisch nicht zum Leben erweckt, was vor allem daran liegt, dass wir außerhalb eines Satellitenbildes nur noch zwei stumme Statisten beim Wettstarren mit der Kameralinse sehen. Und wie aufregend ist es am Ende des Tages, wenn all das Gerede über die &#8222;rote tote Marswüste&#8220; doch nur zu endlosen Diskussionen, Langfinger-Verhalten und explodierten Planeten führt?</p>
<p>Übrigens sollte jedem bewanderten Zuschauer (und der Enterprise-Crew erst recht!) klar sein, dass der fünfte Gesteinsplanet in unserer Zeit <i>gar nicht existiert</i> &#8211; und nur der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter sein kann&#8230; Immerhin sorgte die Zerstörung des Brocken kurz für einen wehmütigen Blick des Erkennens von Pike, der genau deswegen NICHT eingreifen darf.</p>
<p>Oh, süße Zeitreis-Pein, lass mich als SF-Fan deine salzigen Tränen trinken, njam!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01f.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01f.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13117" /></a></p>
<blockquote><p>Die Marsianer löschen ihre Feinde aus &#8211; dank Pikes Antimaterie. Hierbei bin ich hin- und zwiegerissen: Einerseits schön, dass die Autoren nach all den Jahren mal eine Karte unseres Sonnensystems entdeckt haben (&#8222;Hey, das ist ja alles Kreisverkehr!?&#8220;), andererseits sollte man die erneute(!) Sprengung einer ganzen Welt nicht intellektuell hochjubeln. Ist eigentlich ein ganz normaler Freitag beim Kurtzman-Trek?</p></blockquote>
<p>Auch hiervor (und danach) kämpft die Serie zwischen Doofigkeit und dem Verlangen, alles haarklein zu erklären. Als La’an z.B. einem Dinosaurier ins Gesicht schlägt(!), verspürt sie keine Schmerzen, was ernsthaft zu der Diskussion führt, ob ihre Übermenschen-Gene aktiviert worden sein könnten:</p>
<p>Doc: „Aber Sie verspüren nicht den Wunsch, die ganze Galaxie zu unterwerfen?“<br />
La’an: „Ich weiß nicht… Ich muss jetzt gehen.“<br />
Alle Umstehenden: <i>*na ja, wird schon schiefgehen*</i></p>
<p>Das sind so diese Momente, bei denen man wehmütig auf seine HBO-Staffelboxen schaut (Sopranos, Game Of Thrones, The Wire) und sie anklagend fragt, ob sie damals nicht eigentlich die Zukunft des modernen Fernsehens einläuten sollten… Diese faulen Schweine.</p>
<p>Besonders traurig ist, dass man nach dem starken Abschluss der Folge (= Marsianer vernichten den fünften Planet, verändern die Umlaufbahn vom Mars und rotten die Dinos auf der Erde aus) noch 10(!) Minuten weiter über alles diskutiert. Wie viel stärker &#8211; und tragischer &#8211; hätte alles gewirkt, wenn man NICHT im Hämorrhoiden-Quälsitzkreis alles noch MAL durchgekaut hätte:</p>
<p>&#8211; &#8222;Das heißt, wir MUSSTEN den Marsianern unsere Technologie geben?&#8220;<br />
&#8211; &#8222;Also war alles vorherbestimmt?&#8220;<br />
&#8211; &#8222;Hey, hier ist noch ein prophetisches Buch über eine Prinzessin auf dem Mars!&#8220; (<i>*aufschlag, reinguck, wieder wegleg*</i>)<br />
&#8211; &#8222;Ihnen ist schon klar, dass die Enterprise die Menschheit erst ermöglicht hat?&#8220;<br />
&#8211; &#8222;Hey, das heißt, dass alles geschehen ist, weil es geschehen musste?&#8220;</p>
<p>Danach geht es dann noch kurz um die uninteressante Vulkanierin vom Beginn (&#8222;Meine Eltern waren enttäuscht von mir. Daher bin ich oft so emotionaaaal.&#8220;) und um die Beförderung von Una zum Commander (Wer hätte das für unmöglich gehalten?!), gefolgt von diversem Genuckel an Longdrinks, Sektflaschen und fragwürdigen Selbstjubel-Sprachblasen.</p>
<p>Und einem wehmütigen Rückblick zum Dinosaurierplaneten &#8211; dem von vor exakt <i>einer Viertelstunde?!</i></p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01g.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01g.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13118" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Erinnert ihr euch noch an diesen graaandiosen Augenblick auf der Urzeit-Erde? Der damals gar nicht als schön und grandios gezeigt worden war?&#8220; &#8211; &#8222;Nicht wirklich. Aber wir schneiden einfach diesen CGI-Outtake wieder vor den Abspann, wird schon keiner merken.&#8220; &#8211; Sooo schön, dass man damals glatt das Erforschen vergaß: Ist euch schon mal aufgefallen, dass durchschnittliche CGI nicht besser wird, wenn die virtuelle Kamera eine Minute lang durch die Landschaft fliegt, bis einem das Sandmännchen die Pixel in die Augen treibt?</p></blockquote>
<p>Am Ende haben wir tatsächlich wenig über die Gegenspieler vom 5. Planeten erfahren, die uns zwar immer als intelligente Lebewesen verkauft werden, mit denen man mal driiingend quatschen sollte (was natürlich nur die Ent-Crew könnte, weil die&#8230; Münder haben?), aber am Ende doch nur Bombenfutter waren. Siehe auch die Bugs aus &#8222;Starship Troopers&#8220;.<br />
Nur in harmloser&#8230;</p>
<p>Am Ende musste Pike nichts entscheiden oder gestalten. Sein Schicksal war es, allzu blauäugig seine Technologie herzuzeigen, auf dass diese gestohlen werden konnte. Seine Krokodilstränen &#8211; und die seiner Widersacherin &#8211; geben uns zwar das Gefühl, dass hier wahnsinnig wichtige Dinge verhandelt werden, aber am Ende war das alles so gehaltvoll wie die derzeitigen Gespräche zwischen USA und Iran.</p>
<p>Irgendwas muss man vor den Auf- und Abrüstungsgesprächen ja machen?</p>
<p>Mit nicht entlastetem Gewissen bombt es sich schließlich schlechter.</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Ja, die Grundidee der Geschichte stellt viele Fragen um Vorherbestimmung und die Geschichte unseres Sonnensystems, doch am Ende wieselt man sich feige raus, indem man alles Geschehene als &#8222;Schicksal&#8220; bezeichnet und den Massenmord bzw. Kollateralschäden auf gleich drei(!) Planeten zur schicksalshaften (Selbst-)Geilheit erklärt.</p>
<p>Alle Diskussionen und Gespräche, die vorher mit der Marsianerin stattfanden, waren eigentlich nur dazu da, das Unabänderliche herbeizuführen. Wobei Pike zwar auf diesem ganzen Weg (vorschriftsmäßig) haderte &#8211; ABER bereits vor der großen Auflösung mit seltsam angezogenen Handbremse?</p>
<p>Da hätte ein wütend kämpfender Sisko (Picard, Janeway) mit erhobenen Fäustchen und &#8222;Ihr köööönnt niiiicht vorbeeeei!&#8220;-Gebrülle mehr Fallhöhe geschaffen.</p>
<p>Somit ist das hier im Grunde eine sauschlechte und (dezent) amoralische Episode, die aber garantiert &#8211; ich habe noch gar nichts recherchiert &#8211; die geistig Armen im Franchise-Publikum heftigst begeistern wird.</p>
<p>Aber gut, einen halben Gnadenstern zusätzlich gibt&#8217;s für das korrekte Durchzählen unserer realen Planeten&#8230;</p>
Action: 2 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 2 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Endlich eine neue Folge von „Die Dinos“!" von spark</strong><br />Nachdem leider auch „New Worlds“ qualitativ eher abgefallen ist (so ein Top-Durchschnitt von 3+ oder so ist aber auch schwer zu halten), fand ich diesen Einstieg in die vierte Staffel sogar überraschend akzeptabel. Will sagen, die Tabletten gegen Bluthochdruck konnten endlich mal im Schrank bleiben.</p>
<p>Das Story-Konzept war tatsächlich sehr interessant, da es unser, bislang meist ignoriertes, eigenes Sonnensystem mal etwas ausgeleuchtet hat. Ein extra Planet? Da wird sich Pluto aber doll ärgern!</p>
<p>Blöd nur wieder der Drang der Macher, die Geschichte auf eine ganze Stunde zu strecken. Aber Kurtzman will halt die mit dem Handy auf dem Klo sitzenden Zuschauer erreichen. Komisch eigentlich, dass man noch nicht hochkant filmt…</p>
<p>Denn trotz dem Anflug von Kreativität wird alles wieder im typischen Wischi-Waschi-Stil erzählt. Nirgends geht man so richtig ins Detail: Böse Insekten, die voll böse sind („Die müssen halt Planeten fressen trotz Raumfahrtprogramm!“). Scanner, die nur das scannen können was das Drehbuch gerade erlaubt („Klar, Iridium ist im Wrack zwei Planeten weiter. Lebensformen erkennen?! Bescheuert, oder was?!“) und warum man eine eindeutig demente sowie hackevolle Pelia bei Besprechungen noch wirr fumfaseln lässt ist mir auch ein Rätsel („Damalsch, hick, in den Telefonzellen&#8230;“). Vielleicht ja wegen ihrer angenehmen Fingernägel-auf-Schiefertafel-Stimme?</p>
<p>Und gut, klar, ist Sci-Fi, aber wie hoch waren eigentlich die Chancen, dass diese Flammen-Anomalie die Enterprise aaaaausgerechnet in das Sol-System schleudert? Dann kann man wohl auch in Tokio in eine U-Bahn einsteigen und an der Haltestelle Berliner Platz in Essen wieder aussteigen. Bei TOS beispielsweise war der Wächter der Ewigkeit wenigstens intelligent und machte es dadurch dezent nachvollziehbar, warum der irre McCoy auf der Erde landete. Aber unsere Neu-Trek-Autoren halten die Galaxis eh für eine enge Studentenbude, siehe das Finale von Academy („Zwanzig Minen sollten zum Umzingeln der Föderation ja reichen, oooder?!“).</p>
<p>Zuvor hieß es auch noch, wie gefährlich dieses seltene Gewaber ist. Doch nur drei Sekunden (Ohne Übertreibung jetzt…) nach dem Eingehen eines Notrufes stürzt sich Pike bereits wie ein besoffener Kamikaze-Pilot mitten in das Weltraum-Unwetter („Meine Freundin ist eh wech, mir ist jetzt alles egal!“), während bei Picard erstmal eine längere Lagebesprechung mit Mister Data am digitalen Whiteboard angesagt wäre.</p>
<p>Von dem vergleichsweise vernünftigen Mars-Captain war ich als Gegenspieler recht angetan, von der Flash Gordon Uniform mal abgesehen. Wobei man an ihren Dialogen auch gut erkennen konnte, dass man uns als Zuschauer für etwas arg doof hält. Jahaaa, es sind harte Krieger, hab ich verstanden. Nein, man kann mit einer Wissenschaftskonsole („Zum Finden der Schwächen eurer Feinde?!“) und medizinischen Geräten („Zum Finden der empfindlichen Organe eurer Feinde!?“) auch etwas anderes machen.</p>
<p>Der Ausflug auf die Dino-Erde ließ mich dank Pixar-Look auch eher kalt. Nicht wirklich schlecht, aber künstlich und verkrampft („Wenn man diesem T-Rex mit unserer Technologie nur irgendwie aus dem Weg gehen könnte. Aber dann hätten wir ja keinen B-Plot.“). Nett immerhin von sowohl Marsianern als auch Insektoiden, die Erde nicht zu kolonisieren? Schießen die sich beim Versuch einfach gegenseitig ab? Und wie passt das Ganze eigentlich in diese Voyager-Geschichte mit den entwickelten Schlau-Sauriern? Das wird man ja wohl nicht einfach ignoriert haben?? Das würde meine Meinung über die Autoren aber deutlich verschlechtern. *mit schüppe in unendlich tiefes loch spring*</p>
<p><strong>Fazit:</strong> In knackigeren 45 Minuten und weniger Für-spätere-Folgen-Gesülze hätte mir das alles besser gefallen. Zumal es mich etwas nervt, dass viele Vulkanier mittlerweile nur noch als Arschlöcher charakterisiert werden, wie hier unser für die Geschichte überflüssiger Kadett. Selbst als logischer Schlaumeier müsste man ja wissen, wann man seine Gedanken einfach mal für sich behält. Diese assige Olle würden doch selbst andere Vulkanier nach fünf Minuten aus der Luftschleuse schmeißen. Ortegas können die dabei gleich mitwerfen, ihre Art geht mir einfach auf die Eier. Und die bösen Insekten waren wohl tatsächlich einfach nur Böse? Beim Alt-Trek hätte ich ja irgendeinen Twist erwartet, z.B. dass Mars deren Eierablege-Planet ist.</p>
<p>Jedenfalls ändert sich auch in Staffel 4 nix, immerhin auch nicht (noch mehr) zum Schlechten.</p>
<p>DANN wirklich lieber eine Folge von „Die Dinos“, geht in diesem Fall ja sogar als Prequel durch, höhööö!</p>
<p>[wertung action=2 humor=1 tiefsinn=1 punkte=4]
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		<title>Was denn, NOCH dunkler?! &#8211; Star Trek: Shadow Frontier angekündigt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sparkiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 07:40:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[PC- und Videospiele]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
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					<description><![CDATA[Huhuuu! Seelisch angeschlagener Spark hiiier! Wie immer entschuldigen wir uns für die langen Pausen, aber eine ganze Staffel Kurtz-Trek am Stück geht nach all den Jahren einfach zu sehr auf die Birne und Bockvorräte. Aber keine Sorge. Sobald ich es geschafft habe, dass Kollege Klap nicht mehr irre kichernd im kurzen Damenrock sein Bat&#8217;leth durch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Huhuuu! Seelisch angeschlagener Spark hiiier! Wie immer entschuldigen wir uns für die langen Pausen, aber eine ganze Staffel Kurtz-Trek am Stück geht nach all den Jahren einfach zu sehr auf die Birne und Bockvorräte. Aber keine Sorge. Sobald ich es geschafft habe, dass Kollege Klap nicht mehr irre kichernd im kurzen Damenrock sein Bat&#8217;leth durch die Redaktion schwingt, dann geht es hier wieder so richtig los! *bärenfalle aufstell*</p>
<p>Bis dahin gibt es wenigstens mal ein paar Kurzmeldungen. Wie diese hier, zum Beispiel! Denn anscheinend ist die Star Trek Lizenz für Videospiele aktuell SEHR günstig zu bekommen, weswegen gerade so einige eher mittelmäßig aussehende Games rauskommen:</p>
<p><iframe title="Star Trek: Shadow Frontier Official Announce Trailer - IGN Live 2026" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/D9vzdSh3lmc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Horror mit Ro Laren? Hor-Ro Laren? Horrorladen?! Sorry, erste Staffel Academy ist erst drei Monate her, liegt mir noch etwas in den Knochen. Aber das Ding könnte theoretisch sogar gut sein? Mit Alien Isolation als Inspiration? Dunkel, unheimlich und dieses &#8222;Will ich nicht anfassen&#8220;-Gefühl weckt zumindest Gelsenkirchener Heimatgefühle in mir. Und Ro ihr Look erinnert sogar (un)dezeeeent an Ripley?! Im Ernst, wenn man die aktuelle Trek-Situation berücksichtig, dann nehm ich lieber gut geklaut als furchtbar neu ausgedacht. Apropos, wann kommt nochmal die nächste und letzte New Worlds Staffel?!</p>
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		<title>Etwa zu wenig Klingonen im kurzen Rock? &#8211; Starfleet Academy abgesetzt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sparkiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 21:40:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Starfleet Academy]]></category>
		<category><![CDATA[Starfleet Academy]]></category>
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					<description><![CDATA[Da tropft es salzige Sülter-Tränen (&#8222;Aber wie kann ich mein nächstes Buch &#8218;Warum Starfleet Academy das beste Star Trek ist&#8216; denn jetzt auf drei Seiten strecken?!&#8220;): Wie Variety berichtet wird die Serie nach der bereits produzierten zweiten Staffel nicht mehr verlängert. Paramount dazu: We’re incredibly proud of the ambition, passion, and creativity that went into [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/sfa_abgesetzt_v2.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/sfa_abgesetzt_v2.jpg" alt="" width="1024" height="575" class="aligncenter size-full wp-image-13093" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/sfa_abgesetzt_v2.jpg 1024w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/sfa_abgesetzt_v2-768x431.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<p>Da tropft es salzige Sülter-Tränen (&#8222;Aber wie kann ich mein nächstes Buch &#8218;Warum Starfleet Academy das beste Star Trek ist&#8216; denn jetzt auf drei Seiten strecken?!&#8220;): <a href="https://variety.com/2026/tv/news/star-trek-starfleet-academy-canceled-season-2-1236696816/" target="_blank">Wie Variety berichtet</a> wird die Serie nach der bereits produzierten zweiten Staffel nicht mehr verlängert. Paramount dazu:</p>
<blockquote><p>We’re incredibly proud of the ambition, passion, and creativity that went into bringing ‘Star Trek: Starfleet Academy’ to life,” CBS Studios and Paramount+ said in a joint statement. “The series introduced audiences to a bold new group of characters, welcomed familiar faces, and expanded the ‘Star Trek’ universe in exciting new ways. We’re grateful to Alex Kurtzman, Noga Landau, Gaia Violo, and the entire cast and crew who pushed storytelling boundaries in the spirit of Gene Roddenberry’s vision. We look forward to sharing the upcoming second and final season with everyone, and continuing to celebrate the cast, crew, and all that was accomplished with this series.</p></blockquote>
<p>Wir haben dies durch unseren patentierten Bullshit-Übersetzer gejagt:</p>
<blockquote><p>Meine Fresse, ist der Rotz endlich vorbei?! Es tut uns ja so leid! Meine Herren, was wir damit an Geld verschwendet haben, welches in viel ambitioniertere, hingabevollere und kreativere Projekte hätte fließen können, zum Beispiel eine Doku über Passionsfrüchte. Aber wir mussten euch ja ungefragt einer glatzhirnigen Meute von &#8222;Charakteren&#8220; mit faden Hackfressen aussetzen, welche das Star Trek Universum in geistigen Exkrementen implodieren ließen. Wir verdammen Alex Kurtzman, welcher hoffentlich auf ewig von Gene Roddenberrys Geist besucht wird. Wir freuen uns bereits darauf, auch die zweite Staffel den Streaming-Lokus runterzuspülen und dies danach ordentlich zu feiern!</p></blockquote>
<p>Der Artikel endet noch mit einer versteckten Drohung von Paramount, dass man Star Trek weiterhin verpflichtet bleibt.</p>
<p>Vielleicht mit einer Fortsetzung zu Section 31?</p>
<p>Hach, da wird das Review der zweiten Staffel gleich doppelt Spaß mach&#8212; überhaupt erst Spaß machen!</p>
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		<title>„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.10 – &#8222;Rubincon&#8220; – Review</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 17:18:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Starfleet Academy]]></category>
		<category><![CDATA[Starfleet Academy]]></category>
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					<description><![CDATA[Und so beginnt es erneut&#8230; Also das Ende der Staffel. Immer noch ist die Föderation eingesperrt und kann nicht raus. Was schrecklich klingt, bei galaktischen Gebieten aber für wenig Platzangst sorgen dürfte. Doch trotzdem drängt die Zeit, weil Nus Braka jederzeit auf den Fernauslöser und/oder die argumentatorische Tube drücken könnte. Denn die meiste Zeit dieser [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Und so beginnt es erneut&#8230; Also das Ende der Staffel. Immer noch ist die Föderation eingesperrt und kann nicht raus. Was schrecklich klingt, bei galaktischen Gebieten aber für wenig Platzangst sorgen dürfte. Doch trotzdem drängt die Zeit, weil Nus Braka jederzeit auf den Fernauslöser und/oder die argumentatorische Tube drücken könnte. Denn die meiste Zeit dieser Folge wird auf einer brennenden Athena-Bühne über eine Frau geredet, die ihm vor Jahrzehnten mal als Milchmixerin beim Machtpoker aufgefallen war&#8230; Und danach bei seinem Schnellprozess in der Nähe stand. Das wäre ungefähr so, als wenn Gul Dukat bei DS9 gesagt hätte: &#8222;Sisko und Bajor &#8211; schön und gut. Aber dieser Fernsehtechniker mit dem Glasauge. Der ging damals garrr nicht!&#8220;</p>
<p><span id="more-13077"></span></p>
<hr >
<p>Ich weiß, wir sprachen bereits hierüber. Aber da wir diese Episode massivst(!) abwerten müssen, weil einem beim Nachdenken der Sabber von unten in die Augen schäumt, muss ich es erneut erwähnen:</p>
<p>Hunderte Minen. Sprengkraft-Größe von jeweils „einem Sonnensystem“. Rund um die Föderation herum. Also dreidimensional. Ich müsste es mal nachrechnen, aber vermutlich wäre das so, als würde ich mit hundert Polen-Böllern die Weltmeere verminen?</p>
<p>Klar, der Schaden an den Planeten in der Nähe wäre gigantisch, aber allein das <b>Verlegen</b> bei dieser Krachbumm-Logikdehnungs-Übung ist so schwachsinnig und unglaubwürdig, dass mir beim Nachrechn… Nachschätzen das Blut aus den Ohren schießt: Wie viele gedachte Linien/Maschenmuster (auf einer Kugelform) musste Nus Braka ungefähr fliegen? Wenn der Föderationsraum ca. 200 bis 1000 Lichtjahre breit ist &#8211; je nach Quelle -, ist die mehrmalige Strecke drumherum (danke, Zahl Pi) locker Tausende bzw. eher Zehntausende/Hunderttausende Lichtjahre groß.</p>
<p>Wobei wir mit „mehreren Hundert Minen“ eh nicht hinkommen, was ich der Episode aber <i>schenke.</i><br />
Bitteschön, da nehme ich nix dafür. Wobei, eine Tasse neues Hirnwasser wäre schon nett?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102.jpg" alt="" width="831" height="478" class="aligncenter size-full wp-image-13078" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102.jpg 831w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102-768x442.jpg 768w" sizes="(max-width: 831px) 100vw, 831px" /></a></p>
<blockquote><p>„Geehrte Zuschauer. Nachdem die Minenmenge und -reichweite in der letzten Episode auf Kritik stieß, haben wir unser wissenschaftliches Beraterteam noch mal an die Daten gesetzt. Mit folgendem Ergebnis: Nun ist auch der Delta- und der Betaquadrant gefährdet, gefolgt von großen Abschnitten der Andromedagalaxie.“</p></blockquote>
<p>Somit zerfällt jedes Gefühl für Entfernung, Dringlichkeit und glaubwürdigem Dagegenhalten. Wenn Braka an einem Wochenende sein komplettes Rohr verlegen kann, man aber nicht mal mit Discovery-Pilzantrieb oder den gerade wieder ausgegrabenen Transwarp-Kanälen dran vorbei kommt, ist es mir komplett egal, wer wann und wo auftaucht.</p>
<p>Ernsthaft, da kann ich genauso gut auswürfeln, welche Star-Trek-ähnliche Actionszene (oder lieber <a href=https://www.youtube.com/watch?v=nskdpeogRPQ&#038;list=RDnskdpeogRPQ&#038;start_radio=1>ein Musical?</a>) mir eine Video-KI generiert.</p>
<p>Aber okay, wir <b>müssen</b> es ja irgendwie besprechen:</p>
<p>&#8211; Das Signal für die Minen ist irgendwo außerhalb der „Wand“. (So ein altmodischer Sender mit langer Antenne dran?)</p>
<p>&#8211; Natürlich gibt es nur EINEN Sender, wo auch immer er sein mag. (Hoffentlich nicht auf der anderen Seite des Föderationsraums, sonst müssten man 5 Minuten länger fliegen.)</p>
<p>&#8211; Nur die Athena kann den finden. (Ist halt toll, dieses <i>&#8222;Insert_ActualHeroShip&#8220;</i>)</p>
<p>&#8211; Und nur Calebs Mutter kann den Braka ablenken, weil er sie für tot hält. („Herr Bin Laden, wir müssen kurz ihren Terroranschlag unterbrechen. Ihre alte Deutschlehrerin ist in Peru aufgetaucht. Die mochten Sie doch damals nicht?“)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10c.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10c.jpg" alt="" width="793" height="648" class="aligncenter size-full wp-image-13079" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10c.jpg 793w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10c-768x628.jpg 768w" sizes="(max-width: 793px) 100vw, 793px" /></a></p>
<blockquote><p>Diese Augen können nicht lügen. Aber als Anschauungsobjekt für die Krankheit Morbus Basedow sind sie immer noch gut geeignet…  &#8211; Calebs Mudder ist als ehemalige Flüchtlingsterroristin mit bemutternder Wegrenn-Ferngenialität vielleicht nicht gaaanz sauber definiert und geschrieben, aber dafür kann sie auf Kommando jede Konsole auf der Athena bedienen.</p></blockquote>
<p>Logisch, natürlich funktionieren diese „Ideen“ der Autoren soweit, dass Nus Braka <b>sofort</b> auftaucht und scheißelabernd auf die Athena-Besatzung einschwallt. Natürlich mit kultigen Sätzen wie „Ihr solltet meine Flachwitze aufschreiben“ und „Der Erzfeind meines Erzfeindes ist mein Erzfeind“. Warum auch immer ein Galaxien(!)-Sprenger(!) mit Leuten rumhängt, die ihm damals dieses Ordnungsamt-Verwarnung verpasst haben. Sonst nix zu tun? Gossenwasser schon ausgetrunken?</p>
<p>Von allen Starfleet-Folgen fiel es mir hier auch am schwersten, der Handlung zu folgen… Was natürlich komplett an MIR liegt, wenn der Doctor z.B. spontan ein Holoprogramm in den Computer einspeist (= <em>*USB-Stick auf Tresen leg, reinsicker*</em>), woraufhin die Athena als Hologramm explodiert, nachdem sie anscheinend GAR NICHT getroffen wurde. Weil die Schilde viel stärker sind, wenn eine holografische Explosion drum herum stattfindet &#8211; die für die Gegner NICHT als solche wahrnehmbar ist?!?</p>
<p>Sind Gruppenbesuche beim Nervenarzt eigentlich günstiger?</p>
<p>Aber ich wüsste eh nicht, wie ich Kurtzmans Drehbuch-KIs von dem Servern runterkriege&#8230;</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10a.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10a.jpg" alt="" width="831" height="478" class="aligncenter size-full wp-image-13080" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10a.jpg 831w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10a-768x442.jpg 768w" sizes="(max-width: 831px) 100vw, 831px" /></a></p>
<blockquote><p>„Achtung, rote Einschlag-Wolke auf 67%!“ – „Schalten Sie die Holodecks auf die Außenhülle, wir müssen unsere Kriegstechnologie irgendwie mit Unterhaltungs-Software aufwerten.“ – Einschlagk(r)ater dank Jägermeister: Früher wollten Trek-Zuschauer noch Wissenschaftler werden. Heute möchten sie sich an Silvester die Finger absprengen.</p></blockquote>
<p>Hier sind wir auf einem Niveau der Blödigkeit angelangt, bei der Vergleiche mit alten Serien sich schon deswegen verbieten, da man Kindergarten-Abzählreime gemeinhin nicht mit Shakespeare-Dramen in einen Topf wirft.</p>
<p>Dass am Ende einer Staffel nur noch heiße Luft aus Kurtzmans Ohren kommt, ist ja schon bekannt. Bereits am Schluss von „Strange New Worlds“ (Staffel 3) überschlugen sich die Ereignisse, die spürbar aus einem hyperaktiv vollgemüllten Bierdeckel-Notizzettel bestanden.<br />
Und wie so oft kommt man gar nicht mehr hinterher mit den Notizen! Eine sinnfreie Actionsszene jagt die übernächste, während die Logik nicht mal zwei unfallfreie Nebensätze auf dem (Unterschichten-)Sprachgerüst balancieren kann.</p>
<p>Figuren drehen völlig frei, verkünden mit staatstragender Mine die Abschaffung der realen UND der Star-Trek-Physik, bevor sie dann mit einem „lockeren“ Gag („HAHA! Die sollen Popel essen! Das müssen wir uns merken!“) wieder ganz andere Fässer aufmachen.</p>
<p>Figuren wie Janet Reno, die mimikbefreit irgendwas Staubtrockenes zum Stand ihrer Technik-Halluzinationen rausbläst, helfen da auch nicht weiter. Und es hilft auch nicht, wenn die Kadetten ihr im Vierfach-Splitscreen zustimmen&#8230; Klar, für lustige Episoden mag Reno ja noch geeignet sein, aber bei einer galaktischen Bedrohung will ich da andere Leute sehen. Gab ja sicher auch einen Grund, dass man bei DS9 niemals Morn in die Verhandlungen mit dem Dominion geschickt hat?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10d.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10d.jpg" alt="" width="787" height="510" class="aligncenter size-full wp-image-13081" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10d.jpg 787w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_10d-768x498.jpg 768w" sizes="(max-width: 787px) 100vw, 787px" /></a></p>
<blockquote><p>„Ruhig dahinten! Nus Braka hält einer seiner berühmten Brennende-Schrotthaufen-Reden!“ – „Ich weiß nicht, Leute… So gerühmt sie auch werden, irgendwaaas stört stets das Edle und Aufbauende an ihnen?“ – Piratensender Firlefanz: Hier verkündet der bekannte Oppositions-Politiker und Ganztags-Herumlungerer das Ende einer Ära. Schade, dass er SEINE nicht richtig erklärt? („Alle totmachen, bis alle Armen wieder lebendig!?“)</p></blockquote>
<p>Eine große Sektion der Athena wird inzwischen von den Bösen ordentlich „bearbeitet“.</p>
<p>Was man als Gegenspieler halt so tut: Graffiti(!) auf die Kulissen sprühen und irgendwie Feuer im Wasserbecken(!) legen. Dazu gibt es eine Bande gesichtsloser Hologramm-Zuhörer, denen Nus Braka dann die wirre Geschichte seines Vadders erzählt, der erst von den Föderationsschiffen ignoriert wurde (trotz Hungersnot), was erst „besser“ wurde, als er ein Schiff abzuschießen versuchte. Danach bekamen die Hungernden aber angeblich die „Iran-Behandlung“: Nämlich Knallbonbons vom Himmel, bis fast alle tot waren.</p>
<p>Egal, wie wahr diese Geschichte ist: Irgendwie kommen hier alle scheiße weg? Und dabei dachte ich noch, der Antagonisten-Background bei den J.J.Abrams-Filmen („Rettungsversuch kam zu spät! Alle Retter totmachen!“) hätte mein Gehirn bereits ausreichend auf Sauerstoff-Unterversorgung eingestellt.</p>
<p>Dazu versagen auch alle anderen Story-Krücken in Sachen Emotionen:</p>
<p>&#8211; Calebs Selbstvorwürfe in Bezug auf Mutti, Pflichten und seine Kameraden? Weggeschwurbelt von Frau Reno, die mit ihren Kaffeetisch-Weisheiten alles wieder ins Lot bringt („Viele hätten sich einfach umgedreht. Doch du nicht! Du bist das, was der Zuschauer von 99% aller Trek-Hauptfiguren erwartet. Glückwunsch!“)</p>
<p>&#8211; Nus Brakas Schauprozess vor der versammelten Quadranten-Punkern langweilte schon nach den ersten Sätzen bzw. hysterischen Manierismen. Die Figur einer emotional instabilen Schweinebacke mag für die Trump-verwöhnten US-Amerikaner sicherlich spannend sein, aber sein Gebrabbel von Recht und Unrecht wurde schon nach Sekunden des mittelprächtigen Gegenhaltens von Frau Nahla Ake fast zum Social-Media-Debakel. – Laaangweilig!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102e.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102e.jpg" alt="" width="793" height="483" class="aligncenter size-full wp-image-13082" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102e.jpg 793w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102e-768x468.jpg 768w" sizes="(max-width: 793px) 100vw, 793px" /></a></p>
<blockquote><p>„Meine Damen und Herren, dieser Mann hat verstanden, dass Gerechtigkeit vor allem in rausgeprusteten Speichelwolken entsteht!“ – Politikpoker für Würfelspieler: Wieso Braka überhaupt dieses Theater im Turbotempo abspulte, verstehe ich nicht. Hat der als Gangster und Schmuggler keine anderen Erz-Feinde als Captain Flusenhaar und ihre Kinder-Gang?</p></blockquote>
<p>&#8211; Calebs Mutter darf dann im Livestream ordentlich über Nahla, die Föderation und deren Rechtsauffassung aufregen. Und ja, das ist sehr emotional. Trotzdem hat es mich null interessiert, wie viele Pausenbrote zu wenig verteilt, wie viele Kinder in welchen Folterkammern (oder waren es doch nur Pflegefamilien?) aufbewahrt wurden &#8211; oder was damals los war.</p>
<p>Ich kapierte bei diesem Durcheinander rein &#8211; gar &#8211; nix.</p>
<p>Und am Ende halte ich halt ZWEI Sachen für möglich: Dass Ake quasi im Alleingang die halbe Föderation durch fehlende Essensmarken und weggeschmissene Gefängnisschlüssel ausgerottet hat. Oooder halt, dass sie zweieinhalb Terroristen eingesperrt und den Rest wegen Inkompetenz oder Burnout ignoriert hat. Und ja, auch das zehnmalige Wiederholen von all diesen Info-Schnipseln machte es für mich nicht besser.</p>
<p>&#8211; Derweil wird Genesis ja irgendwie zum Captain befördert, was aber mangels Plot-Weitsicht bzw. Vorausplanung zu einem uninteressanten Störfaktor mutiert. („Was? Noch ein Plot mehr?! Tzzz, wenn die nicht aufpassen, landen die komplett sinnfrei bei 67 Minuten Episodenlaufzeit.“)</p>
<p>&#8211; Gefolgt wird das von einem Doktor, der wirres Zeug redet (erinnert etwas an die frühe DS9-Episode „Babel“ oder TNGs „Darmok“), was man dann in minutenlanger Zuschauer-Agonie in normale Trek-Lösungen übersetzen muss. („Der Pickel auf dem Vollmond? Ah! Er meint natürlich das zusätzliche Proton eines Helium-Moleküls. Mann, voll wissenschaftlich, ey.“)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102f.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102f.jpg" alt="" width="850" height="515" class="aligncenter size-full wp-image-13083" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102f.jpg 850w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102f-768x465.jpg 768w" sizes="(max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></p>
<blockquote><p>„Haha! Als die Mauern fielen! Kurtzman ohne Fallschirm, weit oben auf Tanagra!“ – „Der Doktor meint, dass alles sehr bald gut wird. In 10 bis 25 Jahren könnte ein gewisser Vertrag aufgelöst werden.“ – Stirnkuss für die Holo(g)ramme: Mit einem motivierten Drehbuchautor, der einem den eigenen Hirndriss zeitnah aufdröselt, können die Figuren fast jedes Hindernis überwinden!</p></blockquote>
<p>Ich habe natürlich nur halb zugehört, aber WARUM fällt dem Doc erst Jahrhunderte nach Voyager ein, wie man das Omega-Molekül beeinflussen kann? Hmm, gleich mal Kollege Kopernikus anrufen; irgendwer muss mir mal das James-Webb-Teleskop erklären.</p>
<p>&#8211; Diese Gelbe-Blumenbeet-Grafik darf natürlich auch nicht fehlen. Caleb und Tamorina beschwören sie hier abermals im Laberflash der Gleitgel-Gefühle. Aber gut, dass deren Problemchen langsam mal enden? („Für mich warst du immer wichtig.“ – „Schnief. Ach so. Sach das doch!“)</p>
<p>&#8211; Auch die erneute Laber-Runde an Nus Brakas brennendem Podest &#8211; dann mit Caleb &#8211; sorgte eher für eingeschlafene Füße als für galaktisches Umdenken in Sachen Rabattmarken-Neu-Verteilen.</p>
<p>Im Ernst, der Caleb zeigt nur in der Gegend rum, erzählt was von wegen „my whole life“ und „Ake hat immer an uns geglaubt“, was Terrorfürst Nus Braka schon fast ans Ende seiner hundsgemeinen Argumentationskräfte bringt&#8230;?!</p>
<p>&#8211; Am Ende muss Braka sich als „kleines ängstliches Kind“ beschimpfen lassen, was dann alle(!) anderen Zuschauer zum <b>Abschalten</b> des Streams bringt?! Komisch, dass die bei dem stundenlangen(!) Geschwafel um entführte Kinderdarsteller vor einer Dekade(!) bei der Stange blieben?</p>
<p>Wobei, vielleicht haben die Cardassianer ja <i>heimlich</i> weiter geschaut? („Super spannend, diese Hausmeister und Dosenpfandsammler aus fernen Welten.“ <i>*Chipstüte aufmach*</i>)</p>
<p>Wirklich gelöst wird alles aber nur, weil nach drölfzig Stunden mal ALLE Föderationsschiffe gleichzeitig dazu stoßen. Was irgendwie ein seltsames Ende der aufgeblasenen Snowflake-Storyline ist? Entschärfte Molekülbomben hin oder her.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102g.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102g.jpg" alt="" width="790" height="479" class="aligncenter size-full wp-image-13085" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102g.jpg 790w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_102g-768x466.jpg 768w" sizes="(max-width: 790px) 100vw, 790px" /></a></p>
<blockquote><p>„Ich hätte es fast geschafft, meine Herrschaften! Der Herrscher der Welten, der König des Quadranten! Ach, wenn doch nur diese Damen aus der HTM &#8211; der Halbtoxischen Mädchenschule &#8211; nicht dazwischen gefunkt hätten…“ &#8211; Lach- und Schlafgesellschaft: Das eigentliche Highlight dieser Verhaftung sind die Blicke der beiden Sicherheitsmänner. Hier sind Leute echt mal suuupersauer über die Beinahe-Sprengung des bekannten Universums. Ich schwör, Brudi!</p></blockquote>
<p>Dass der schöne Kirschbaum hier abgefackelt und gefällt in der Ecke liegt, war vielleicht das schlimmste Detail dieser wirren Folge.</p>
<p>Warum gibt es hier dauerhaft nichts Schönes, nichts Heiles oder Natürliches?</p>
<p>Äh? Ah&#8230; Okay&#8230; Ich sehe gerade, am Ende stehen die Bäumchen ja wieder. Die Blüten wieder dran, die Äste heil und perfekt. Perfekt für die fünf(!)minütige Nachbesprechung, wie sie inzwischen bei großen Folgen üblich ist…</p>
<p>(&#8222;Duuuu? Das, was ich vorhin gesagt habe&#8230; Ich meinte nur die <i>liebevollen</i> Sachen davon. Der Rest war nur, um Braka abzulenken.&#8220; &#8211; &#8222;Heeey, genau so geht es mir auch. Freundeee?&#8220;)</p>
<p>Bin ich eigentlich der einzige, der sich seit Jahren darüber aufregt?!</p>
<p>(<i>*mit aufgeblasener Halsschlagader den halben Quadranten umhüll*</i>)</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Bei der Enddarm… Endbewertung mache ich keine leichtfertigen Späße: Allein für die sinnfreien Schwafeleinheiten beim „Prozess“ ziehe ich einen halben Stern von der Standardbewertung (= 1,5) ab.</p>
<p>Eine weitere halbe Bewertungsonne muss weichen, weil die Grundgefahr rund um einen teil-galaktischen(!) Molekülkäfig nur mit dreieinhalb Straßenpennern, ein paar Hologramm-Wegelagerern und einer wirren Nahla Ake verfilmt wird. Wobei Nahla immer das selbe Zeugs erzählt. („Selbstverteidigung, Nus Braka!? Aber doch nicht, solange mir noch ein Nebensatz zum Thema Jugendamt einfällt!“)</p>
<p>Wobei Nus Braka früher sogar dezent spannend wirkte, hier jedoch nur noch als Comicbuch-Ausbrecher mit Zähnefletsch-Fetisch dargestellt wird.</p>
<p>Der Rest ist das übliche Gesaller und Geschaller rund um schnell ausgedachte Physiklösungen. Da muss so ein Omega-Partikel aber ganz schön um sein Selbstbewusstsein bangen, wenn man &#8222;landesweit&#8220; alles abstellen kann UND der böse Zündmechanismus eh angreifbar wäre?</p>
<p>Über das fehlende Actionfinale wollte ich mich ursprünglich beschweren, aber nach einen Rückblick in mein prallgefülltes Kurtzman-Therapie-Tagebuch muss ich sagen: <i>Lassen Sie’s so.</i></p>
Action: 1 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 1 von 3 - <strong>Gesamt: 1 von 10</strong><br /><br />
<p>Bleibt nur die Frage: Warum hören sie nicht endlich auf damit?!<br />
Was haben wir ihnen getan?!<br />
Wart IHR das etwa?!?</p>
<strong>Meinungskasten: "DAFÜR starb unser geliebter Baum?!" von spark</strong><br />Endlich! In dieser Folge erfahren wir die spannende Auflösung der großen Bedrohung<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />, welche von den Autoren bereits… äh… seit der letzten Folge geschickt in den großen Handlungsfaden eingewoben wurde.</p>
<p>Was meine Theorie nur bestärkt, dass jeder der Kurtz-Schreiberlinge komplett solo seine Drehbücher verfasst ohne sich auch nur ansatzweise mit seinen Kollegen auszutauschen. Okay, einer von denen ist vielleicht noch dafür zuständig, dass die Übergange von einer Folge zur nächsten nicht ganz soooo holperig werden, aber das war es bestimmt auch schon.</p>
<p>Oder liege ich falsch? Hat Nus zu Beginn der Staffel seinen Plan der Föderations-Verminung auch nur ansatzweise erwähnt?</p>
<p>Welcher übrigens NOCH bekloppter wurde, da man laut Zitat „Hunderte von Minen“ verwendet hat und trotzdem „Zehntausende Kubik-Lichtjahre“ an Weltraum bedroht werden. Im Ernst, all diese Space-Zahlen werden so zufällig rausgeworfen, ich kann die zuschauenden NASA-Mitarbeiter bereits weinen hören („Captain, die Bösen sind auf der Sonne gelandet um sie mit Omega-Eiswürfeln einzufrieren! Der Holodoc verteilt bereits Faktor 100 Schutzcreme um ihnen zu folgen!“).</p>
<p>Ähnlich gut kommt es auch rüber, dass man auf der beschädigten Brücke der Athena einfach mal stundenlang die Feuer flackern lässt. Viel schlau, weil Weltraum ja kalt. Dasselbe sahen wir dann auch im Atrium bei der „Gerichtsverhandlung“ mit Nus als Vorsitz&#8212; Vorschreienden. Jahaaa, nichts sagt &#8222;stabile Regierung&#8220; mehr als kokelnde Kirschbaumreste (RIP) und Graffitis für diese behagliche Ghetto-Stimmung.</p>
<p>Toll auch die aus dem Nichts kommende Möglichkeit, die Sensoren durch Luftdruckänderungen (?) auszutricksen. Super Sache, am Bohnen-Dienstag werdet ihr mich also nie finden, hi-hi-hiiii!</p>
<p>Angesprochen wurde dabei auch wieder die HARTE Strafe für Calebs Mutter. Sie und Nus tun ja so, als wenn sie in brutales Arbeitslager gesteckt wurde, wohlgemerkt für einen Mord. Gut, bei Google schwanken die Fotos für „Rehabilitation camps“ ein wenig in der Qualität der Unterbringung. Aber soooo sehr hat man die Föderation auch noch nicht kaputt geschrieben, dass wir uns ein Zeltlager voller Elend dabei vorstellen müssen („Was?! Keine frischen Crêpes zum Frühstück!? Aka, wenn ich dich finde kacke ich auf dein Graaab!“). Und letzteres wurde tatsächlich, mehr oder weniger, so gesagt.<br />
Bin mir auch ziemlich sicher, dass Caleb regelmäßig zu Besuch hätte kommen können. Oder direkt in der Nähe leben. Aber es ist halt schwer eine Rachegeschichte mit einer spießig-guten Sternenflotten-Crew zu schreiben, da muss man nur Nero fragen (&#8222;Was?! Ihr habt die unaufhaltbare Katastrophe die meinen Planeten zerstört hat nicht aufgehalten!? Spock, wenn ich dich finde kacke ich auf dein Graaab!&#8220; &#8211; &#8222;Ey, watt?! Wieso ich??&#8220; &#8211; &#8222;Na, du hast wenigstens VERSUCHT Romulus zu retten. Du&#8230; du Arsch!&#8220;).</p>
<p>Bei der erwähnten Gerichtsverhandlung schwankt das Thema dann auch zwischen der bösen Föderation (irgendwo passend, dass man zu einer Fox News Kopie dafür schneidet) und zu 90% dem privaten Drama zwischen Mutter Mir, Nuss Beisser und der Kanzlerin. Frage mich ja, wie sehr dies die vielen, VIELEN Zuschauer interessierte, welche ja eigentlich wegen der akuten Bedrohung des gesamten Quadranten eingeschaltet hatten („Gut, dann fliegt halt die halbe Galaxis in die Luft, aber wisst ihr alle eigentlich wie TRAURIG ich in der Reha war?!“).</p>
<p>Ein vergleichbarer Gefühls-Holzhammer kam dann auch mit Sam, welches mal kurz erwähnen musste dass sie jetzt total „different“ ist nach ihrer Jugendzeit im Schnelldurchlauf. Gut, okay, hatte irgendwie nie den Eindruck dass dies ein Problem war oder die anderen Kadetten auch nur ansatzweise juckt, aber warum nicht?</p>
<p>Das Minenfeld wurde dann jedenfalls in Sekundenschnelle gelöst dank Holodoc-Rätselgefasel („Mein Schuh ist voller Kleber!“) und der „offensichtlichen“ Lösung („Ah, natürlich! Schuhtrium reagiert mit Nano-Kleboiden, wodurch das Omega-Molekül die Sohle verliert. Alter Orthopäden-Trick, hätten wir sofort drauf kommen müssen.“). Blöd, dass der Doc dies vielleicht nicht einfach hätte aufschreiben können?</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ich kann diese ganzen Staffel-Enden von den Kurtz-Serien schon gar nicht mehr auseinanderhalten. Große Bedrohung (welche erst in den letzten Folgen präsent oder gar erwähnt wird), bescheuerte Lösungsansätze („Wir furzen jetzt die Luftschleuse voll bis der Warpkern knallt!“) und emotionale Ansprachen aus dem Schwulst-Katalog („Ich bin Caleb Mir. Meine Kameraden sind alle hohl wie Hucke, aber deshalb mag ich sie auch so sehr!“).</p>
<p>Gerade beim Aufschreiben fällt mir auf, wie doof die meisten Probleme gelöst werden (&#8222;Ich bin nicht magisch, Caleb! So, jetzt verlassen wir dieses mentale Brokkoli-Feld und finden mit meinen Mega-Betazoid-Kräften erstmal deine Mudda!&#8220;) und selbst extreme Krisen müssen dem privaten Schwafeldrama weichen (&#8222;Billionen werden sterben? Mir doch egal, sehr ihr denn nicht meine TRÄNEN!?&#8220;). Es macht mich alles so müde, buhuu! Gut, dass wir es hinter uns haben.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>So, wir sehen uns bei nächsten Staffel Strange New Worlds.</p>
<p>Schlimmer kann es eh nicht mehr werden.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Hahaaa! <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6Gx-_r5LGAk" target="_blank">Verarscht!</a></p>
<p>[wertung action=1 humor=1 tiefsinn=1 punkte=3]
]]></content:encoded>
					
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		<title>„Star Trek – Starfleet Academy“ – 1.09 – &#8222;300th Night&#8220; – Review</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 17:16:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Starfleet Academy]]></category>
		<category><![CDATA[Starfleet Academy]]></category>
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					<description><![CDATA[Endlich eine Episode, die weiß, was sie will: Nämlich als erster Teil einer Doppelfolge alle Figuren in Position zu bringen, die irgendwas© an einem gewissen Ort (nennen wir ihn: irgendwo©) machen könnten… Ich verlese nun pflichtschuldig die Plot-Punkte dieser Woche: Caleb findet seine Mutter auf dem Wochenmarkt „Zur Diebischen Elster“ wieder, während Nus Braka zwischen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich eine Episode, die weiß, was sie will: Nämlich als erster Teil einer Doppelfolge alle Figuren in Position zu bringen, die irgendwas© an einem gewissen Ort (nennen wir ihn: <i>irgendwo©</i>) machen könnten… Ich verlese nun pflichtschuldig die Plot-Punkte dieser Woche: Caleb findet seine Mutter auf dem Wochenmarkt „Zur Diebischen Elster“ wieder, während Nus Braka zwischen 0,1 und 100% des Föderationsgebiets mit explosiven Supermolekülen vermint. Derweil muss Captain Ake ihr Raumschiff fliegen &#8211; und nebenbei überlegen alle, ob echte Freundschaft auch einen Mangel an Straßenlampen auf einem finsteren Alien-Außenposten überlebt.</p>
<p><span id="more-13065"></span></p>
<hr >
<p>Doch zuerst zu den wichtigen Dingen:</p>
<p>&#8211; Schön und gut, dass es ein klingonische Ritual für… äh… „die selbst gewählte Familie“ gibt, aber mir fehlte da der glaubwürdige Unterbau. Das klang eher wie etwas, was „moderne“ Firmen heute ihren Angestellten aufdrücken, wenn die anderen 283 Teambildungsmaßnahmen schon durch sind.</p>
<p>(„Wir feiern heute den <i>Schmidt-AG-Wir-sind-divers-und-produktiv-Tag.</i> Habt ihr denn auch alle Marzipanschweine gedacht, die wir über unseren Bürostuhl zerreiben wollen, hmm?“)</p>
<p>&#8211; Wirklich ehrfürchtig oder durchdacht wirkt das Ritual eh nicht: Sam kann z.B. nichts trinken (ein paar Tropfen ins Hologitter laufen lassen geht nicht?), Daren muss großmütig erwähnen, dass er Caleb irgendwie doch toll findet (es ihm aber schwerfällt, weil… Bitch-Storyline) und Caleb überlegt es sich noch mal anders mit dem Blutsuppen-Saufen, da das Wort Familie ganz schlimme Sachen triggert.</p>
<p>(„Moment?! Ist das nicht das, wo normalerweise eine MUTTER dazu gehört? Herr Doctooor, ich brauche meine Psychopharmaca!“ <i>*rausrenn und große ALDI-Tüte aufhalt*</i>)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09a.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09a.jpg" alt="" width="704" height="422" class="aligncenter size-full wp-image-13067" /></a></p>
<blockquote><p>„Dieses Trinkritual wird den klingonischen Gott Her’Pes ehren.“ – „Und danach gehören wir zu deiner Familie?“ – „Ja. Ihr erhaltet 15% unseres Bürgergeldes und müsst dafür lediglich den Kopf desjenigen bringen, der sich seit Jahrzehnten diese nervigen Rituale ausdenkt.“ – Endlich mal richtig bechern: Wenn man keine Figurenentwicklung hat, muss halt deren vorschneller <b>Abschluss</b> gefeiert werden. Helauuu!</p></blockquote>
<p>&#8211; Caleb trifft im Turbolift dann gleich auf seine Ex-Freundin Tarantula. Zehn „Akward-Sätze“ später – das wissen wir, weil sie sie selber so <i>bezeichnen</i> – erinnern wir uns wieder daran, dass sich die beiden nackt gesehen haben. Und Tamporina ein paar Bösewicht in die Luft gespreng… äh…  <b>gedacht</b> hat.</p>
<p>Das sind so diese peinlichen Aussprachen, für die Dr. McCoy einst das geheime Schnapslager im Erste-Hilfe-Kasten erfunden hat?</p>
<p>&#8211; Die Superbedrohung des Tages ist übrigens das Omega-Partikel. In Verbindung mit der Föd.-Flotte, die komplett um Betazed geparkt ist, weil… Weltraum beim Burn irgendwie kleingekokelt?</p>
<p>Im Ernst, diese Art des Problemaufbaus will nun wirklich keiner mehr sehen. („Unsichtbare Supermoleküle, die überall auftauchen können! Superspannend, vor allem beim kreativen Verhindern der Apokalypse. Oh, ich höre gerade: Alle Chefdramaturgen des Alpha-Quadranten sind soeben explodiert. Spannend?!“)</p>
<p>&#8211; Dass Kollege Nus Braka jetzt zum Superterroristen wird, war mir nicht so recht. Stets hat man das Gefühl, dass man einfach ALLE Gegenspieler aus den anderen Serien in einer Person zusammenfassen will: Ein bisschen Khan, ein wenig Harry Mudd, dazu ein Spritzer Romulaner und der Typ, der einem am Bahnhof immer die Geldbörse aus der Messerwunde angeln will.</p>
<p>Man könnte ja auch wöchentlich NEUE Gegenspieler erfinden? (<i>*verstohlen auf TNG, DS9 und VOY zeig*</i>)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09b.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09b.jpg" alt="" width="640" height="511" class="aligncenter size-full wp-image-13069" /></a></p>
<blockquote><p>„Hey, hier ist ja doch eine Nachricht von meiner Mudder reingekommen.“ – „Wie, wo?!“ – „Lustige Geschichte: Ich hätte vor zwei Jahren die schwarze Schutzfolie von meinem Tablet abziehen müssen.“ – Sie haben 1829 neue Nachrichten: Calebs Mutter kann endlich Kontakt zu ihm aufnehmen. Sie ist inzwischen Organhändlerin in einem Mädchenhändlerring und will wissen, welches Körpergewicht seine Schulkameradinnen haben.</p></blockquote>
<p>&#8211; Caleb vermisst übrigens immer noch seine Mutter und hört dafür geheime Superfrequenzen und Quantensfunksysteme ab. Supergenies geben nun mal keine Announcen in Zeitungen auf oder rufen einfach mal irgendwo an? Da fällt mir ein: Ich muss noch beim CERN anrufen. Kollege Sparkiller soll morgen Fruchtsaft für die Redaktionsparty mitbringen.</p>
<p>&#8211; Immerhin findet man mit dem Namen des Mondes „Ishaani“ Zugang zu zwei Jahren an Dateien. DAS sind diese spannenden SF-Geschichten, die wir so lieben? („Mister Data, ich habe endlich ihren Bruder gefunden. Das Passwort war LORE123.“)</p>
<p>&#8211; Wieso muss unsere Trümmertruppe eigentlich wieder Befehle missachten und ein Shuttle klauen? Klar, wäre schwer, dass mit einer offiziellen Mission zu erklären, aber warum dann nicht was erfinden, wie: „Wir wollten eh die diplomatische Botschaft auf Dorv-Trotthel kontrollieren.“</p>
<p>&#8211; Stattdessen quatschen sich Genesis, Darem, Sam und Caleb gegenseitig die Dialogzeilen auf zehnseitigen Umfang hoch, damit man irgendwie die Handlung am Laufen hält. („Meinem Volk fehlen Enzyme für den Alkoholabbau! LALALAAA!“)</p>
<p>&#8211; Das Rumgebrülle beim Schiffsklau, als alles wackelt, beschleunigt und dröhnt, ist natürlich toll für alle, die auf diese Art von Humor á la „Ey Mann, wo ist mein Auto?“ stehen. Nächstes Mal im Einkaufswagen die Rolltreppen zum Franchise-Keller runterbrausen? Jackass meets Star Trek?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09c.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09c.jpg" alt="" width="658" height="436" class="aligncenter size-full wp-image-13068" /></a></p>
<blockquote><p>„Wow, das ist also diese ‚Überlichtgeschwindigkeit’, von der seit 1000 Jahren immer alle reden. Schnell, ich brauche eure Schuhe. Meine sind komplett vollgekotzt.“ – Lieber Gas geben als gar keine fossilen Brennstoffe: In dieser überaus wichtigen Nebenhandlung ist Darem voll angesoffen. Und klar, dass sie den alten „Er kotzt Glitter“-Scherz noch mal rauskramen. Das ist schließlich eine Serie mit langem Story-Arc! </p></blockquote>
<p>&#8211; Wirklich toll bewerten kann man diesen ersten Teil eines Zweiteilers eh nicht. Jonathan Frakes gibt bestimmt das Beste, was das Drehbuch ihn (nicht) machen lässt. Und ja, der Alien-Markt wirkte nett inszeniert. Leider war’s aber wieder sooo dunkel, dass wieder nur Neonröhren und Fackeln als Beleuchtungsversuch herhalten müssen.</p>
<p>Kann ich bitte noch mal den Krill-Planeten aus „The Orville“ sehen?</p>
<p>&#8211; Immerhin trifft Caleb jetzt endlich auf dem Wochenmarkt seine MUTTER. Endlich kein unentspanntes „MAMA!“-Gerufe mehr, wenn die Mathematik-Klausur knapp unterhalb der Genie-Bewertung liegt?</p>
<p>&#8211; Wirklich emotional fand ich das Wiedersehen nicht. Zumindest hätte ich das nicht im dunstigen Dreiviertel-Dunklen inszeniert, mit Sätzen wie „You where always brilliant!“ und dem sofortigen Palavern über ihre Zugehörigkeit zur Epstein-Nebengruppe „Venari Ral“. Schlimm genug, dass man in SO einer Serie erwartet, dass ich die Phantasienamen zu uninteressanten Plot-Räubertruppen auswendig lerne…</p>
<p>Ein <b>echter</b> Drehbuchautor hätte das Wiedersehen vermutlich in zwei Teilen inszeniert (mit Pause dazwischen?) und die Missionsbesprechung an einem anderen Ort aufgenommen, um das ganze Gelaber eeetwas zu trennen?</p>
<p>&#8211; Kurz danach streitet man sich über Calebs Entscheidung, eher seiner Mutter zu helfen. Was natürlich nur geht, wenn er Genesis beleidigt („Du interessierst dich nur für dich selbst. Total neeeu in einer Kurtzman-Serien, holla!“), seinen Halbkumpel Darem vor den Kopf schlägt („Du bist ein Clowns-Prinz! Glaub mir, wir ALLE haben die Episode gesehen!“) und Sam einfach nur böse anguckt.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09d.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09d.jpg" alt="" width="701" height="480" class="aligncenter size-full wp-image-13070" /></a></p>
<blockquote><p>„Mama! Aber warum bist du immer fortgelaufen?“ – „Ach, die Bombenpreise im Deltaquadranten waren so günstig, da musste ich jahrelang einfach zuschlagen.“ – Dunkle Vergangenheit, hell erleuchtet: So ganz ohne Makel ist die Mutti nicht. Das Nordkorea-Tattoo auf dem Oberarm hätte Caleb bereits stutzig machen müssen?</p></blockquote>
<p>Diskutierbare Inhalte, echte(!) Verpflichtungen oder moralische Implikationen? Dafür muss man die Staffelboxen der uralten Trek-Serien aufschlagen – wieder mal.</p>
<p>&#8211; Danach werden unsere Leute auf dem Markt gefangen genommen. Natürlich nicht von Intellektuellen oder Menschen mit einer Agenda. Nein, es ist Miss Sadistin (sah erstaunlich nach Alice Weidel aus?) mit ihrer Faustkampf-Verhör-Truppe. Nein, hier gibt es keine interessanten Sicherheitsleute oder eine spannende Fraktion, sondern halt nur Leute, die zehnmal am Tag „Naaa, wen habeeeen wir denn daaaa?!“ grunzen, selbst vor dem eigenen Badezimmerspiegel.</p>
<p>&#8211; Derweil findet man die eingeschlichenen Jay-Den und Tantula auf dem Schiff von Nahla Aka. Das wird dann auch eher lustig inszeniert&#8230; („Ach so, wenn die Klimaanlage runtergedreht ist, finden euch die Sensoren nicht?“)</p>
<p>Tja, es ist halt immer so: Kadetten schleichen sich ein, machen so „Lower Decks“-Sachen, werden mit einem halben Anschiss zu einem 30% reduzierten Abendessen geschickt und dürfen trotzdem 95% des Tages retten.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09e.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09e.jpg" alt="" width="610" height="476" class="aligncenter size-full wp-image-13071" /></a></p>
<blockquote><p>„Ja, Captain. Wir haben uns an Bord geschlichen. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen: Meine halbtägliche Trauma-Therapie wurde heute von 7:15 auf 7:45 Uhr verschoben.“ – Endlich mal ein ehrenvolles Versteckspiel: Damit JEDE Nebenfigur mitspielen kann, muss wirklich JEDER die Regeln missachten. Ist ja nicht so, dass Leute mit Beinen, Armen und Köpfen auf Starfleet-Schiffen für irgendwas <b>gebraucht</b> werden?</p></blockquote>
<p>&#8211; Caleb rettet dann DOCH seine Freunde, indem er auf dem Markt kleine Items hochhält („Seht her! Ein Föderations-Schokobonbon!“) und die Leute bis zum &#8211; sowieso stattfindenden &#8211; Schusswechsel ablenkt. Spannend fand ich so etwas schon in den 90ern nie.</p>
<p>Keine Ahnung, warum Captain Archer das in den 2000ern immer noch geil fand?</p>
<p>&#8211; Calebs Mutter wird dann auch gleich angeschossen und später von Captain Ake gefangen genommen, was Calebs Verhältnis zu ihr in der nächsten Episode logischerweise stark prägen wird. Und nicht etwa das „normale“ Verhältnis eines Sohnes zu seiner Mutter&#8230; Schon komisch, dass man IMMER gleich alles wieder weg(s)packt, was man einst eeewig als großen Figurenmoment angeteast hat?</p>
<p>Da könnte man fast den Eindruck bekommen, dass man langfristig nicht an den Figuren interessiert ist?! (<i>*Enthüllungs-Musik als kurzes Posaunen-Solo spiel*</i>)</p>
<p>&#8211; Natürlich wird als Cliffhanger noch etwas gekämpft und ge-countdownt, samt abzischender „Untertassensektion“. Was aber im Zeitalter der frei rumfliegenden Raumschiffkompnenten total unspannend daherkommt.</p>
<p>&#8211; Nicht zu vergessen, dass am Ende „eine Wand aus Minen um die komplette Föderation“ errichtet wurde. DAS sind erneut dieses SF-Konzepte, für die ich damals die Grundschule geschwänzt habe. („Hey, wenn wir Eiswürfel auf die Sonne kippen, brauchen wir im Sommer gar keine Klimaanlage?!“)</p>
<p>Wie gesagt: Am Ende ist’s halt nur der erste Teil einer Doppelfolge mit Triple-Laufzeit-Geschmäckle.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09f.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/Starfleet_1_09f.jpg" alt="" width="700" height="497" class="aligncenter size-full wp-image-13072" /></a></p>
<blockquote><p>„Was?! Diese Minen sind ja wirklich überall im Weltraum! Wissen Sie, was das bedeutet?“ – „Ja, Chefin. Mindestens acht Quadratkilometer, auf denen nicht in die dritte Raumdimension geflogen werden darf?“</p></blockquote>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Die richtige Bewertung kann erst erfolgen, wenn klar ist, wie alles endet: Darf die Föderation z.B. wieder aus der Minen-Box raus oder bleibt das Schlupfloch zwischen Saturn und Erdenmond weiterhin geschlossen?</p>
<p>Wird Calebs Mutter ein Leben als triefäugige Terroristin führen („Ich habe es für UNS getan!“), oder sich entscheiden, zum triefäugigen Föderations-Helferlein zu werden? („Ich werde es für UNS tun!“)</p>
<p>Werden die Kadetten für ihr Ein- und Wegschleichen derbe bestraft? Oder werden wir das rumsige und bumsige Staffelfinale abermals NICHT mit dem Aufschlagen des Strafgesetzbuches verwässern?</p>
<p>Besonders interessant finde ich KEINE dieser Fragen, zumal sie ALLE mit Dingen verknüpft sind, die wir bereits zur Genüge kennen (Terrordrohungen, wankelmütige Plattfiguren, finstere Außenstellen mit angeschlossenem Obstmarkt, aufgeblasene SF-Bedrohungen).</p>
<p>Aber hey: Vielleicht hat Caleb ja noch irgendeinen Vater, den man in der zweiten Staffel suchen darf?</p>
<p>(„Was, du bist der Ajatollah von Buxtehude? Puh, da bin ich jetzt in der Zwickmühle&#8230;“)</p>
Action: 2 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 1 von 3 - <strong>Gesamt: 3 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Auf der Suche nach Mister Mudda" von spark</strong><br />Hurra, Schuljahr zu Ende! Und was haben wir alles gelernt! Zum Beispiel&#8230; öh&#8230; *in vorherige folgen reinguck*</p>
<p>Krasse Pranks mit Kletterpflanzen? Krass rumballern beim Lasertag? An den Ohren quetschen im bajoranischen Kulturverein? Sich in die Hose scheißen beim Raumschiffausflug?</p>
<p>Mensch, das hat sich beim Picard aber viel besser angehört („Damals haben wir noch Warpkerne mit unseren eigenen Nüssen geknackt, jawoll!“).</p>
<p>Praktischerweise ist diese große Pause auf dem Akademie-Schulhof für Caleb ein guter Moment seine Mutter zu retten, nachdem er ihre WhatsApp-Sprachnachrichten dank Sams Technik-Tipps entdeckt hat („Vielleicht nach über zehn Jahren doch nochmal nachsehen, du Vollhonk?!“). Aber so ein High-Tech-Sicherheitssystem aus dem 32. Jahrhundert ist schon schwer zu knacken, besonders wenn das Passwortfeld die Zeichenlänge anzeigt! Ja, kein Witz!</p>
<p>Neben Mutti geht es auch mal wieder um den Nebenplot um Nuss Brocken, welcher tatsächlich NOCH bescheuerter wird! Also, der Plot als auch Nuss. Denn nicht nur erobert seine vage gehaltene Organisation (Schmuggler? Schrotthändler? Imperium?) GENAU in diesem Moment das Mudda-Versteck, auch auf der vor ein paar Folgen bestohlenen Föderations-Forschungsstation befanden sich sogenannte Omega-Bomben, welches wir bereits aus der viel ernsteren und optisch angenehmeren <a href="https://www.youtube.com/watch?v=frN4MU-8JNw" target="_blank">Serie Galaxy Quest</a> kennen.</p>
<p>So kann eine einzelne davon bereits ein recht großes Weltraumgebiet inklusive Subraum total zerbröseln. Aber anscheinend befanden sich dort sooooo viele davon, dass man das gesamte Föderationgebiet (!) damit umringen kann. So ganz unter uns, ich habe irgendwie den Verdacht, dass unsere Kurtz-Autoren nicht so genau wissen, wie groß der Weltraum ist (&#8222;Wie groß kann so eine Galaxis schon sein, Alex? <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sTswXAFA18Y" target="_blank">Mehr als fünf Lichtjahre?!</a>&#8222;). Und dass diese scheißige Forschungsstation total abgelegen lag und zudem noch stümperhaft bewacht wurde macht die Sache auch nicht besser! So eine Regierung verwendet bestimmt auch teure Patriot-Raketen zum Abschiessen von Shahed-Dronen, ha-ha-haaaa!?</p>
<p>Aber gut, dass Vance direkt mit unserer Captain (!) Aka eine Lagebesprechung über die Bedrohung durch Nuss abhält. Wenn Terroristen Atomwaffen klauen ist ja bestimmt auch der Chef von West Point der erste Ansprechpartner! Obwohl, AKTUELL würde ich dies nicht ausschliessen!!!</p>
<p>Wenigstens gibt es endlich mal wieder eine galaktisch-weite Bedrohung durch dieses Genesis-Projektil für Arme. Ist ja selten sowas. Macht mich ganz traurig. *aus versehen trillionen lebewesen in die luft spreng*<br />
Da ist es umso wichtiger, die halbe Flotte der Föderation um Betazed herum zu parken, was taktisch in jeder Hinsicht brilliant ist. Hat für die Neue Republik <a href="https://youtu.be/YbwvNyaPfGw?t=108" target="_blank">ja auch gut funktioniert</a>. Erwähnte ich schon den Mangel an Autoren-Verständnis was Entfernungen angeht?</p>
<p>Wäre trotzdem nett, wenn wir mal einen anderen Admiral sehen würden. Oder den Präsidenten? Gerne auch einen höherrangigen Hausmeister? Gut, warum echte Staatsleute involvieren wenn wir Michael Burnham&#8230; äh&#8230; unsere Maukel Brennfuß haben. IMMERHIN hat die Sternenflotte dafür eine Menge Uniformen. Im Ernst, ich sehe jede Folge mindestens ein neues Design. Was bedeutet das Wort Uniform eigentlich? Muss ich bei Gelegenheit mal nachschlagen und die Autoren wohl auch.</p>
<p>Caleb rettet jedenfalls seine Mutti und seine Kumpels kommen mit, ob sie wollen oder nicht. Erinnerte mich etwas <a href="https://www.youtube.com/watch?v=mkJ3--2K7yo" target="_blank">an Star Trek III</a> oder auch Star Trek IX, für heroische Befehlsverweigerungen war ich schon immer zu haben. Auch wenn die Sicherheit auf der Athena was Shuttleklau angeht dem Rest der Föderation in Nichts nachsteht (&#8222;Ach, lasst die mega-gefährlichen Omega-Vernichtungswaffen einfach ungesichert rumliegen. Auf dem Schild steht doch groß &#8218;Klauen verboten&#8216;!&#8220;).<br />
Um schnell zum Mutti-Versteck zu kommen nutzt man übrigens Transwarp-Kanäle, wie damals schon bei Voyager. Diese sind hier BESONDERS nützlich, da der Eingang nur fünf Meter vom Shuttle entfernt ist UND der Ausgang auch direkt neben dem Zielplaneten liegt. So ganz ohne Übertreibung. Wie groß kann so ein Weltraum schon sein, weisste noch?</p>
<p>Was noch? Das Marktplatz-Set war schön gemacht, gerade nach dem ständigen Einsatz vom Temu-Volume. Kulissen, Komparsen, alles da. Da! Seht ihr? Loooob!</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Das große Finale schafft es tatsächlich, die Kurtz&#8217;ische Hirnrissigkeit noch einmal zu toppen. So hat Nuss die gesamte Föderation (!) mit Minen umzingelt, während eine Mine (laut eigener Aussage) so ungefähr ein Sonnensystem lahmlegen kann. Wie viele Omega-Minen bräuchte man dann? Und wie lange hat vor allem das <em>Legen</em> dieser Minen gedauert?! Die Maßstäbe in der Schlusszene ergeben dann auch GAR KEINEN Sinn mehr, da man uns ja auch Sonnen und Planeten zur Größeneinschätzung präsentiert. Und dass die Föderation nicht in der Wäsche eingegangen ist (&#8222;Habt ihr die Tachyonen wieder zu heiß gewaschen?!&#8220;) demonstriert man uns IN DIESER FOLGE mit einer Sternenkarte. Kann es sein, dass man kein Geld mehr für diese schlauen Berater ausgibt wie früher noch? Wenn das die Okudas mitkriegen!</p>
<p>Die erste Hälfte der Folge fand ich sogar noch brauchbar, unter Berücksichtigung des &#8222;Junge Erwachsene&#8220;-Blickwinkels. Sogar Sam wirkte Dank Holodoc-Erziehung sehr erträglich und fast schon sympathisch. Jahaa, so eine strikte Erziehung können die wohl alle mal gebrauchen, die Erwachsenen dort eingeschlossen. Schuhe an, aber sofort!</p>
<p>Der Schluss war dann nur wieder der übliche Kurtz-Gaga. Riesen-Bedrohung durch Superwaffe und Weltraummanöver wo man sich gegen den Autorenwillen nicht wehren kann (&#8222;Warum wurden wir aus dem Warp geworfen?!&#8220; &#8211; &#8222;Wegen&#8230; Technikbla, Captain?!&#8220;).</p>
<p>Academy wirkt weiterhin auf mich, als wenn man alle negativen Reviews von Disco und Co. gelesen hat und AUS TROTZ eben alle Kritikpunkte verstärkt hat, mit einem Klingonen im Abendkleid als Sahnehäubchen. Oh, Mann!</p>
<p>*genervt aufsteh und den slip zurechtrück*</p>
<p>[wertung action=2 humor=1 tiefsinn=1 punkte=4]<br />
(Trotz allem war es diese Mal eeeetwas kurzweiliger als sonst. Es war sogar noch ein Rest in der Kaffeekanne!)
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		<title>Endlich normaler Blutdruck &#8211; Nach 10 Jahren kein Star Trek in Produktion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sparkiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 16:53:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek]]></category>
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					<description><![CDATA[Spürt ihr es auch? Das sanfte Rauschen des Windes? Die Sonne im Gesicht? Das langsame Trocknen des eigenen Tränenkanals? Rrrrichtig! Wie Trekmovie berichtet befindet sich nach dem kürzlichen Abrehen der fünften (und letzten) Staffel von Strange New Worlds und der zweiten (Brrr&#8230;) Staffel von Starfleet Academy nach über zehn Jahren keine Trek-Serie mehr auf dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Spürt ihr es auch? Das sanfte Rauschen des Windes? Die Sonne im Gesicht?<br />
Das langsame Trocknen des eigenen Tränenkanals? </p>
<p>Rrrrichtig! <a href="https://trekmovie.com/2026/03/03/for-the-first-time-in-over-a-decade-no-star-trek-tv-is-in-production-or-greenlit/" target="_blank">Wie Trekmovie berichtet</a> befindet sich nach dem kürzlichen Abrehen der fünften (und letzten) Staffel von Strange New Worlds und der zweiten (Brrr&#8230;) Staffel von Starfleet Academy nach über zehn Jahren keine Trek-Serie mehr auf dem Kurtz&#8217;schen Folterfliessband. Klar, Academy ist noch in der Schwebe, aber man wird sich ja wohl nochmal freuen dürfen?!</p>
<p>Gut, gar kein Trek ist natürlich nicht wirklich etwas Gutes, aber eine Auszeit um sich neu zu formieren hat unser liebstes Franchise trotzdem dringend nötig. Kurt(z) gesagt, es kann danach nur besser werden.</p>
<p>Aber haltet von dieser Situation was ihr wollt, ich teile an dieser Stelle nur noch zwei Fotos aus unserer Redaktion:</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/keintrek_2.jpg" alt="" width="500" height="640" class="aligncenter size-full wp-image-13063" /></p>
<blockquote><p>&#8222;Hallo, innerer Frieden? Ich bin es, der Klapo! Wir haben uns so lange nicht gesehen und ich wollte mich mal wieder melden.&#8220; &#8211; &#8222;Tut-tut-tuuut! Kein Anschluss unter dieser Chakra. Leider mussten wir diese (stark abgenutzte) menschliche Hülle wegen permanenter Trek-Folter verlassen. Bitte versuchen Sie es beim nächsten &#8218;A Knight of the Seven Kingdoms&#8216; Fan noch einmal.&#8220; &#8211; Endlich mal die Seele baumeln lassen. Also, nicht wie vorher an einem Baum.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/keintrek_1.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/keintrek_1.jpg" alt="" width="1024" height="610" class="aligncenter size-full wp-image-13062" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/keintrek_1.jpg 1024w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/keintrek_1-768x458.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Bah, Klapo, warum spirituell, wenn es auch einfach mit Spiritus geht?! Kinners, die nächste Runde geht auf mich!&#8220; &#8211; Bitte nicht nachmachen, den Alkohol ist schlecht für die Leber. Immerhin eine Verbesserung zum Kurtz-Trek, denn DER ist schlecht für Augen, Ohren, Nerven und Gehiiiirrrn!</p></blockquote>
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