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	<description>Infos und Reviews zu Kino, TV und anderen Medien. Manchmal lustig.</description>
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		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.07 &#8211; &#8222;Like Chronitons Through the Hourglass&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 14:04:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[Da haben wir sie also… Eine „Soap Opera“-Episode. Also eine echte. So mit Kitschmusik, verändertem Schauspiel und Parodie-Charakter. Quasi die Boomer-Version einer Jubiläums-Sonderfolge. Nur halt in der Schrottwichtel-Variante für böse Leute, die nicht genug Paramount+ einschalten/einabonnieren. Inhalt: Pike wacht mit einem Kopfverband auf der Krankenstation auf und wird vom übertriebenen Minenspiel aller Charaktere begrüßt. Also [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da haben wir sie also… Eine „Soap Opera“-Episode. Also eine <u>echte.</u> So mit Kitschmusik, verändertem Schauspiel und Parodie-Charakter. Quasi die Boomer-Version einer Jubiläums-Sonderfolge. Nur halt in der Schrottwichtel-Variante für böse Leute, die nicht genug Paramount+ einschalten/einabonnieren. <u>Inhalt:</u> Pike wacht mit einem Kopfverband auf der Krankenstation auf und wird vom übertriebenen Minenspiel aller Charaktere begrüßt. Also wird es auch für <i>ihn</i> Zeit, mit den Mundwinkeln das Wort CRINGE zu buchstabieren.</p>
<p><span id="more-13202"></span></p>
<hr >
<p>Ich wiederhole es noch mal: Eine <b>Soap-Episode.</b> Im Trek-Universum. Review noch notwendig oder gleich zur Endnote runterscrollen?</p>
<p>Dass ich aufgrund dieser Prämisse lediglich mit den Schultern zucke und ein lockeres „Tja, war abzusehen“ raune, liegt natürlich an den letzten SNW-Wochen. Die da oben machen halt das, was ihnen gefällt? Seien es „Neue angepisste Zielgruppen“ für mehr Zuschauer mit Schädel-Harn-Trauma, wilde Abweich-Experimente für mentale Nebengleisfahrer oder einfach nur Showrunner-Langeweile nach Jahren an Bedeutungs-Stagnation: Irgendeinen Grund wird auch DIESE heutige Episode schon haben. Denn nichts passiert ohne Grund – und sei es nur der Hass auf ehemalige Fans?</p>
<p>Und natürlich sollten wir gleich zu Beginn hinterfragen, ob die Drehbuchvariante von „Wurst mit Gesicht“ überhaupt auf <u>irgendeiner</u> Ebene funktioniert. Denn wenn Pike <i>nicht</i> ständig hinterfragen würde, warum im Hintergrund irgendwelche „Tüdeldü“-Musik spielt oder alle Figuren lächerliche Kunstpausen machen, würde man womöglich erst nach vielen Minuten darauf kommen, dass wir hier <i>nicht</i> ein Kurtzman-Standard(!)drehbuch erhalten.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07b.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07b.jpg" alt="" width="744" height="616" class="aligncenter size-full wp-image-13203" /></a></p>
<blockquote><p>„Hey, warum schauen wir nach jedem Satz versonnen in die Zimmerecke?“ – „Hey, warum kommentieren Sie alles, was wir tun?“ – „Und wieso kommentieren wir die Kommentierung?“ – Inception für Leute mit Alptraum-Phobie: Die Vierte Wand wird hier durchbrochen mittels Fanservice (= Trelane ist verantwortlich), mittelmäßiger Selbstreflektion, Franchise-Selbstüberschätzung, Genre-Swapping und Comedy-Logik. Mehr Metaebenen bekommen wir nur, wenn wir alles auf einer elfdimensionalen Leinwand streamen…</p></blockquote>
<p>Ja, in den letzten Jahren wurden Burnham &#038; Co. oft dafür gerügt, dass ständig geflennt und geliebt wurde. Dass Schicksalsschläge besprochen und Traumata enthüllt wurden. Somit lag es für die Macher vielleicht nahe, es mal „richtig“ zu versuchen? Nur um uns zu zeigen, dass man das noch um <s>100%</s>&#8230; äh, um 20% steigern kann.</p>
<p>Und das ist halt das Problem: Statt die reale Kritik anzugehen, um alles „trekkiger“ zu machen, begibt man sich in „Jetzt erst recht“-Gefilde, lacht sich beim Schreiben ein viertes Koksloch in die Ballerbirne und freut sich, wie selbstironisch &#038; fremdverarschend man mit der völlig unpassenden(?) Kritik der <s>Kunden</s> &#8230; Hater umzugehen weiß.</p>
<p>Darauf zur Feier des Tages… eine Knetgummi-Episode?</p>
<p>Aber okay, tun wir für einen Moment so, als hätte man noch Bock auf die drölfzigste Gimmick-Episode:</p>
<p>&#8211; Spock braucht ein neues Spenderherz und liegt halbtot rum. Derweil wird sein sexy Zwilling namens Sybok (ja, der aus dem fünften Film) gerade von Düster-La’an aus dem Gefängnis geholt und hält seine Brustbehaarung in den Wind. Ebenfalls gespielt von Ethan Peck.<br />
Das wäre <i>vielleicht</i> in einer anderen Konstellation richtig ulkig, wenngleich mir bei der Befragung meiner Stirn mittels Baseballschläger keine eingefallen ist&#8230;</p>
<p>Vielleicht DOCH mal einen <b>anderen</b> Darsteller bringen, dafür den <b>halben</b> „Ha, der sieht ja genau so aus“-Gag liegen lassen?</p>
<p>Aber okay&#8230; Gleich 3,50€ zusätzlich bezahlen für einen Gastschauspieler &#8211; für etwas frischen Wind &#8211; wäre dann wohl zuuu viel verlangt. TV-Serien sollen schließlich nicht von der schlechten Wirtschaftslage ablenken.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07a.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07a.jpg" alt="" width="741" height="567" class="aligncenter size-full wp-image-13204" /></a></p>
<blockquote><p>„Ich soll mein Herz spenden? Nun, es ist gefroren. Enttäuscht durch all die entgangene Liebe durch Wein, Weib und Trekfranchise.“ – Haart an der Grenze: Dieser Wuschelvulkanier wird als Zwangsspender gleich zu Beginn hergekarrt. Das ist eine negative Version der Zukunft, die man aufgrund der Visionshaftigkeit des Geschehens natürlich <b>nicht</b> kritisieren darf. Da ich aber ein Klischee-Bösewicht bin, tue ich es <b>trotzdem.</b></p></blockquote>
<p>&#8211; Derweil kommt durch einen DNA-Test heraus, dass Uhura die <i>Tochter</i> vom Captain ist. Das <i>könnte</i> durchaus witzig sein, wird aber zwischen all dem anderen Wahnsinn nicht besonders hervorgehoben. Hier hätte man sogar eeetwas <b>übertreiben</b> müssen, damit überhaupt der uneheliche Bruder vom Schwippschwager vom „Comedy-Timing“ vorbeischaut?</p>
<p>Ja, Leute… Ich weiß auch nicht, auf welcher Ebene man die Kriterien hier noch anlegen soll. Abschwellen der Halsschlagader? Dauer (oder Verminderung) des gelangweilten Wegpennens und/oder des wütenden Aufschreckens? Schreibt’s mir einfach in die Kommentare der kommenden LEGO-Episode.</p>
<p>&#8211; Zwischendurch erklärt Trelane, dass diese Realität ein „Geschenk“ sei. Oder ein Experiment. Oder eine Schulaufführung. Oder ein Ausgleich für das letzte Treffen. Hier verliert man beim unlustigen Zwiegespräch des doch arg(!) mächtig gewordenen Einviertel-Gottes bzw. Nachtrags-Qs schnell den Überblick. Pike übrigens auch. Der unterbricht Trelane einfach mal, als der seinen Namen sagen will. Wegen TOS, verstehste? VERSTEHSTE? Drehbuch-Skills, verstehste?!</p>
<p>Eigentlich aber egal, da Trelane ja nur magische Munkelschwurbel-Grund ist, damit die Autoren diese Episode bauen konnten.</p>
<p>Das hier ist selbst für SNW-Verhältnisse ein ziemlicher Erklärbär-Kackhaufen.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07c.jpg"><img decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07c.jpg" alt="" width="778" height="554" class="aligncenter size-full wp-image-13205" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07c.jpg 778w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07c-768x547.jpg 768w" sizes="(max-width: 778px) 100vw, 778px" /></a></p>
<blockquote><p>„Captain, ich bin es, ihre Erz-Nemesis!“ – „Pfff… Diese Enkeltrick-Betrüger werden auch immer älter.“ – Macht-Wichs macht nix: Liegt es nur an meiner ältlichen Schwerfälligkeit, oder ist dieser Karnevals-Struppi so kultig, einprägsam und unterhaltsam wie der Botschafter-der-Woche, der in TNG immer hinter irgendeiner Säule stand?</p></blockquote>
<p>&#8211; Ich wäre ja nur halb-genervt, wenn man wenigstens etwas über die Charaktere erfahren würde! Denn bei der grausamen Musical-Folge konnte man wenigstens die <u>Gefühlslage</u> ernst nehmen und im Kopf zu einer zehnseitigen Deutschklausur verschwurbeln. Hier aber wird uns die Gefühlsebene unter dem Hintern weggezogen (wie schon beim Puppengedöns neulich) und unter dem Vorbehalt der inhaltlichen und emotionalen Austauschbarkeit gestellt. Alles, was gefühlt wird, ist ja nur wie frühaaa, in den 90ern. Auch wenn das später DOCH als tiefgründig eingeordnet wird.</p>
<p>Aber&#8230; (<i>*mit Wisperstimme näher komm*</i>) ich glaube denen da oben ja nicht alles, wisst ihrrr?</p>
<p>&#8211; Klar, man kann behaupten, dass Pike sooo sehr seine Tochter vermisst (also die aus einer ANDEREN Vision? Ich weiß nicht mal mehr, was das für eine Episode war, die wir im Rückblick sehen), dass er der lippenstiftliebenden Funkerbraut halt dieses Kind-Etikett aufkleben musste. Aber im Ernst! Was kommt als nächstes? Im Barbie-Universum sieht Ken wie La’an aus, weil sie gerade sooo viel maskuline Gewalt in sich spürt?</p>
<p>Da gucke ich mir lieber AI-Slop auf YouTube an. Kürzer, witziger und unbelastet von Kindheitserinnerungen. Eine Win-Win-Win-Situation. Und da sind meine eingesparten Beulenpflaster für den Kopf noch nicht mal mit drin.</p>
<p>&#8211; Der Doctor dreht zwischendurch mental ab. Denn er hat (<i>*Trommelwirbel*</i>) <i>„Space Madness“</i>. Darüber könnte man immerhin nickend schmunzeln &#8211; welcher der Zuschauer hat die inzwischen nicht? -, aber hier zeigt sich auch, wie WENIG die Vermischung von „Soap Opera“ mit „Science Fiction“ funktioniert.</p>
<p>Oder habt ihr von &#8222;Space Madness&#8220; bei „Dallas“, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ oder „Denver Clan“ oft gehört? Man fragt sich unweigerlich, was hier WARUM überhaupt parodiert werden soll. Und ob man solche Spielereien nicht besser auf Picards Familien-Weingut hätte treiben können.</p>
<p>(„Was?! Mein Neffe hat vor seinem Tode noch einen weiteren Neffen gezeugt?! Mein Erbe ist in Gefahr! Ich lande im Föderations-Armenhaus!“)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07d.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07d.jpg" alt="" width="757" height="479" class="aligncenter size-full wp-image-13206" /></a></p>
<blockquote><p>„Trelane? Dieses Experiment ist zu weit gegangen. Eine Soap-Episode ist ja okay. Aber damals wurden meines Wissens nach <u>komplette</u> Drehbücher geschreiben, die auf etwas <u>hingearbeitet</u> haben.“ – Hat sich ebenfalls ihren Flachbildfernseher auf den Kopf gedonnert: Eine weibliche Q! Im Outfit vom Original-Q! Sie reden gelangweilt miteinander! Geil, ich habe mich deswegen weggeschmissen. Wortwörtlich jetzt.</p></blockquote>
<p>Ich könnte noch mehr „analysieren“, aber keine der Szenen hat irgendeine innere Spannung, einen Twist oder eine clevere Idee. Und nach 37 Minuten ist alles „schon“ wieder vorbei – weswegen die Figuren so tun müssen, als hätte der vorher ausgekippte ChatGPT-Kübel irgendwelche tiefenpsychologische Goldnuggets enthalten. Stattdessen liegt halt das drin, was in Kübeln oft &#8230; so &#8230; drin &#8230; liegt. Wurgs.</p>
<p>Das alles geht so weit, dass La’An in Spocks barbusigen Bruder (Sybok) vielleicht etwas sehen wollte, was sie an Spock <b>nicht</b> bekommen hat. Also eine Beziehung mit einem zwinkernden Stecher, auf den ab und zu ein Kamera-Zoom zurast? Welche Art der (Nicht-)Persönlichkeitsentwicklung oder Liebesbeziehung hier vertreten werden soll, weiß ich nicht. Irgendwas mit „Toxisch“ vorne dran?</p>
<p>Und Captain Pike kam einfach nicht mit dem Verlust seiner Frau klar. Das wäre ja sogar verständlich, aber SOWAS haben wir sogar in Trek-Visionen schon besser aufgedröselt gesehen &#8211; siehe Siskos Frau&#8230; Dafür musste der DS9-Captain damals nicht so tun, als wäre Quark ein entlaufendes Riesenbaby, das zwangs-beschnullert werden sollte.</p>
<p>Zu allem Überdruss kommen die letzten Minuten genauso(!) kitschig rüber wie die Soap vorher. Nichts gegen Tränen und Therapeutenbesuche, aber Pikes Weinanfall (der vielleicht sogar der stärkste in Star Trek jemals ist?) wirkt angesichts der Kackhaufen-Parade wie eine solide Schauspielleistung für einen äußerst soliden Papierkorb.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07e.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/09/SNW_4_07e.jpg" alt="" width="637" height="466" class="aligncenter size-full wp-image-13207" /></a></p>
<blockquote><p>„Oh mein Gott! Ich habe meiner Freundin nie gesagt, dass ich sie sogar noch mehr als super-duper-krass liebe!“ – „Warum haben Sie dann nicht von IHR geträumt oder wenigstens eine Vision gehabt? Warum eine imaginäre 5-Minuten-Tochter mit Kochfetisch?“ – „Schluchz. Die Rechnungen! All die Handwerkerkosten für das Weingut! Paramount hatte kein Geld, die damalige Schauspielerin einzukaufen. Buhuuhuuu! Wir sind sooo arm. Vor allem geistig.“</p></blockquote>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Hätte die Episode irgendwas in Richtung von „Die Truman Show“ probiert, hätte man hieraus etwas stricken können, was nicht nur die Fäden aus meiner Hirnhirse rauszieht.</p>
<p>Trelane hätte noch besser erklären können, warum GERADE hundert Jahre altes Gaga-TV für ihn so interessant ist. Oder warum er die Crew nicht in Situationen bringt, von denen er nur GLAUBT, dass sie darauf wie im TV reagieren würden.</p>
<p>So eine eigene Ölquelle auf Deck 13 hätte da durchaus geholfen? („Und jetzt: Kämpft darum!“)</p>
<p>So aber lässt man die Charaktere 45 Minuten lang nur oberflächlichen Unsinn reden, was nach 10 Minuten schon weich und wächsern wirkt &#8211; wie der Milchlichtfilter im Hintergrund. Und erstaunlich unlustig daherkommt.</p>
<p>Aber immerhin: Dass man sich nach 20 Minuten <b>genauso</b> sabbernd abwendet wie von einer „normalen“ Soap, das muss man in einer „interessanten“ Trek-Kulisse erst mal schaffen!</p>
<p>Für diese Krampf… Glanzleistung gibt es einen ganzen Stern!</p>
Action: 1 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 1 von 3 - <strong>Gesamt: 2 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Nein, Sybok, es ist nicht dein Kind. Es ist... SAREKS! *dam-dam-daaaa*" von spark</strong><br />Kein Witz, auf den ersten Blick finde ich viele der Konzepte der New Worlds Episoden gar nicht mal uninteressant. Stories wie „Poltergeister im Raumschiffwrack“, „Klingonen-Hatz auf dem Metropolis-Planeten“ oder selbst der Hangover-Plot KÖNNTEN in den richtigen Händen durchaus vernünftig umgesetzt werden. Blöd nur, dass man beim Kurtz an diese Behauptung ein dickes Sternchen als Verweis auf das viele nötige Kleingedruckte anbringen muss.</p>
<p>Dasselbe gilt auch hier. Pike <a href="https://www.youtube.com/watch?v=dSDm62Hmbf4?" target="_blank">gefangen in einer Seifenoper</a>? Gerne, warum nicht!<strong>*</strong></p>
<p>Blöd nur, dass man wie bei der Puppenfolge kaum etwas daraus gemacht hat. Nyota denkt, der Captain ist ihr Vater? Statt diese doofe Idee für entsprechend doofe Reaktionen zu nutzen redet man einfach nur trocken über die Situation. „Sybok“ mit dem Aussehen eines lateinamerikanischen Gigolos? Zeit für NOCH mehr Beziehungsgeschwafel. Was auch das Problem aufzeigt, dass selbst die NORMALEN Kurtz-Dialoge so krampfig und unglaubwürdig wirken, dass man schon ganz genau hinschauen muss um den Seifenoper-Effekt obendrauf überhaupt noch zu bemerken.</p>
<p>Die Rahmenhandlung mit Trelane war ähnlich oberflächlich und diente nur um das Verhalten unserer Crew ähnlich dünn zu erklären wie die Puppen-Verwandlung. Und war Q bei Picards Selbstfindung mit den Dom-Jot-Messerstechern noch stets an seiner Seite, lungerte sein „Sohn“ dagegen nur im Regieraum dieser blutarmen Truman-Show rum.</p>
<p>Hier kam definitiv die Idee „Was wenn wie Seifenoper?!“ der Autoren vor dem eigentlichen Drehbuch, bei welchem weitere Ideen auch bereits erschöpft waren. Genau wie bei den Puppen hätte es meiner Meinung noch viel irrer werden müssen. Vor allem habe ich auf den Moment gewartet, wo Pike nicht nur genervt rumstampft sondern Trelane mit seinen eigenen Waffen schlägt. Also wo er sich NOCH übertriebener verhält als der Rest und sich dabei eigene Kitsch-Plots ausdenkt. Aber auch bei ihm wurde nur die Story um seine Traum-Familie mit seiner entschwundenen Kapitäns-Flamme ausgebuddelt, welche in Sachen Subtilität sowieso schon an eine Seifenoper erinnert. Aber wenigstens bleibt man konsequent?</p>
<p>Und da ich wirklich gerne auch mal was positives schreiben möchte: Das Schauspiel der Charaktere fand ich manchmal schon ganz lustig, mit den Seifenoper-typischen Eigenarten wie das Starren in eine sinnlose Richtung oder kleine Details wie das Ranzoomen und die Kamerawinkel. Die &#8222;schlechtere&#8220; Beleuchtung auf dem Frachter möchte ich glatt für den Rest der Serie behalten. Besser als der übliche bunte Bonbon-Look ist das allemal.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Hallo? Wann normale Trek-Folge? So mit erforschen, besprechen und entdecken und so? Fremde neue Welten? Neue Zivilisationen? Diplomatie? Irgendwas? Irgendwo?? Eeeechoooo!!!</p>
<p>Nach eigentlich einer ganzen Staffel an &#8222;speziellen&#8220; Folgen ist dieses &#8222;Guckt mal, wie viel Spaaaß wir beim Drehen haben!&#8220;-Gehampel kaum noch zu ertragen. Wenn Picard in Zehn Vorne anfängt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wfmueaVNDTE" target="_blank">Seemannslieder zu singen</a>, dann ist es tatsächlich besonders, da er ansonsten halt sehr zugeknöpft präsentiert wird. Aber HIER ist das nur ein kaum spürbares Gasgeben wenn man sowieso schon zu schnell fährt.</p>
<p>Ja, Officer, dieser graubärtige Typ mit Brille dort ist an allem Schuld! Handschellen, aber fix!</p>
<p>[wertung action=1 humor=2 tiefsinn=1 punkte=3]
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		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.06 &#8211; &#8222;Off-Hour&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 13:44:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Schiff hat man es nicht leicht… Nachdem es in den letzten Episoden ständig mit alten Filmhandlungen kollidiert ist, knallt es diesmal in Werke wie „The Poseidon Adventure“ (1972). Nach einer Art Strudel-Auffahrunfall treibt die Enterprise dahin, vollkommen antriebslos. Wie gut, dass es auf jedem Deck eine Hauptfigur gibt, die gute Ideen hat, den Kahn [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Schiff hat man es nicht leicht… Nachdem es in den letzten Episoden ständig mit alten Filmhandlungen kollidiert ist, knallt es diesmal in Werke wie <i>„The Poseidon Adventure“</i> (1972). Nach einer Art Strudel-Auffahrunfall treibt die Enterprise dahin, vollkommen antriebslos. Wie gut, dass es auf jedem Deck eine Hauptfigur gibt, die gute Ideen hat, den Kahn wieder flott zu kriegen. Aber genügen gute Regiearbeit, ein intensive Atmosphäre und runtergedimmte Doofmannskommentare der Crew schon für eine Kultepisode? Oder ist diese Folge einfach nur <b>ernstes</b> Füllmaterial vor dem nächsten <b>lustigen</b> Füllmaterial? Und wäre nach dieser Logik nicht unser ganzes Leben nur Füllm&#8230; &#8211; ich höre auf damit.</p>
<p><span id="more-13187"></span></p>
<hr >
<p>Doch bevor das Weltraum-Unwetter auf allen Decks losbricht, muss man natürlich erst mal den Ton setzen.</p>
<p>&#8211; Was zu Beginn hervorsticht: M’Benga und Chapel haben einen ruhigen Diskurs über Verantwortung und den baldigen Nachfolger vom Doktor; im Pilotfilm „The Cage“ von 1965 sieht man den ja. Schauspielerisch und inhaltlich wird diese Sequenz sehr schön rübergebracht. Das ist wohl dieses „Subtil“, was die alten Griechen (die aus den 1990ern?) damals eingeführt hatten&#8230;</p>
<p>&#8211; Schade nur, dass das nur bis zur übernächsten Szene hält. Unprofessionelle Vorwürfe und feuchte Wut-Äuglein geben sich hier die Klinke in die Hand:<br />
„Warum laufen Sie nur immer weg?!“<br />
„Dasselbe wollte ich gerade SIE fragen!?“<br />
„Dazu könnte ich viel sagen. Sehr viel. Äußerst viel.“ (<i>*Roter Alarm rettet aus der Ansprache*</i>)</p>
<p>Ernsthaft, Leute? So lernt man heute Dialoge zu schreiben? Zehnmal was andeuten, was nicht aufgelöst wird? Ich weiß, ich weiß: „Später werden die Andeutungen noch ein Thema!“ – Mag sein, aber das hätte es früher als Episodeneinstieg nicht gegeben! („Odo, Sie haben eine ganz besondere Art, um mit Menschen umzugehen. Aber ich sage nicht, welche. Müssen wir halt alle zusammen diese Folge gucken, harrharr.“)</p>
<p>Aber gut, als kleine Strafe knallt dem Doc beim Weltraumzwischenfall der Tisch/Schrank vor den Latz.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06a.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06a.jpg" alt="" width="707" height="403" class="aligncenter size-full wp-image-13189" /></a></p>
<blockquote><p>„Doctor, ich habe Sie gefunden. Sie können jetzt da rauskommen. Hey, Moment maaaal. In diesem Hohlraum würde sich meine 40-Kilo-Ming-Vase gut machen!“ – Brandschutzmäßig wäre dagegen nichts auszusetzen: Die nächsten Stunden wird M’Benga einfach mal so dastehen, die Organe mit dem Tisch verschmolzen. Exakt so fühlt sich oft eine Nu-Trek-Folge an. Sobald sie in meinem Kopf steckt.</p></blockquote>
<p>&#8211; Anfangs hat mir Scotty gut gefallen. Er und sein Kollege entdecken eine Unregelmäßigkeit in den Maschinen, später dann neutrinogefüllte Wurmlöcher. Eben derselbe Grund, warum Sparkiller seit Jahren keine vollwertigen Reviews mehr schreiben will. („Klapo, sie sind im Schreibtisch drin. Ich schwör!“)<br />
Man kann direkt spüren, dass wir uns in einem Niemandsland (oder Vielmandsland?) einer interplanetaren Reise befinden: Stets <b>kann</b> was Schlimmes passieren. Oder halt wochenlang <b>gar nichts.</b> Hübsches Detail, dieser Dualismus.</p>
<p>&#8211; Ein bisschen nervte mich aber, dass man auch in dieser Folge nicht vom Status eines Windelhocker-Schiffes wegkommt. Im Ernst: Die brandneue Kommunikationstante ist vielleicht 25 Jahre alt? Eventuell auch 5 bis 10 Jahre jünger, das weiß man heutzutage ja nie so genau… Raucht doch mal eine Stange Zigaretten, Leute!<br />
Wobei das „wesleywürdige“ Alter bei 1-2 Leuten kaum schlimm wäre, aaaber wenn man sich danach die Szene an der <s>Alkoholiker-Lounge</s>&#8230; im proppevollen Aufenthaltsraum ansieht, muss man erneut feststellen, dass das ideale Verheiz-Alter der Sternenflotte hier jünger als bei der <i>„Starfleet Academy“</i> daherkommt?!</p>
<p>Ich vermisse ja die steinalten Säcke. Halt die mit 45 Lebensjahren oder sogar noch ein paar biblischen Lenzen mehr. Wäre doch ein tolles Konzept für Alt-Trekkies. Die Tattergreise Una und Pike machen ja selten &#8211; gichtbedingt? &#8211; was Handfestes&#8230;</p>
<p>ABER immerhin: Hier kommt später aber immerhin ein Charakter dazu, der in der Schultüten-Parade richtig heraussticht: Doctor Boyce, den wir ebenfalls als alten Arzt aus „The Cage“ kennen. Und diese Figur ist ebenfalls ein Glücksfall für die Story, da sie unbarmherzig sagt, dass M’Benga zu schwer verletzt ist, um ihn zu helfen. Leider war es das dann aber bis zum Rest der Folge.</p>
<p>Kurzum, verplempertes Potential. Aber ist schon klar&#8230; Chapel ist hier die Brot-und-Butter-Marmelade, wenn es um die &#8222;neuen Fans&#8220; geht. (<i>*Fernglas raushol und Horizont betracht*</i>)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06b.jpg" alt="" width="869" height="412" class="aligncenter size-full wp-image-13190" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06b.jpg 869w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06b-768x364.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 869px) 100vw, 869px" /></a></p>
<blockquote><p>„Es macht keinen Sinn, bei M&#8217;Benga zu bleiben. Kommen Sie her und helfen Sie denen, die Schürfwunden und Kopfweh haben!“ – „Weiß nicht… Dieses Triage-Dingsbums haben die uns anders beigebracht.“ – Altersweitsichtigkeit: Es ist toll, mal eine ruhige, harte, erfahrene Figur zu sehen. Kurtzman-Nachfolger, bitte Notizen machen!</p></blockquote>
<p>&#8211; Generell machte mir die Katastrophenfilm-Stimmung schon Laune. Die TNG-Episode „Katastrophe auf der Enterprise“ mochte ich damals gerne, da die Supertechnologie einfach mal an steckenbleibenden Aufzügen scheiterte.<br />
Auch auf der Defiant-Episode „Das Wagnis“ blieben Dax und Doctor stecken, Sisko wurde schwer verwundet und Quark musste einen Torpedo entschärfen. Die DS9-Geschichte schätzte ich sogar noch mehr, da sie vielfältig war. Unter anderem, weil Kira plötzlich das Beten begann und erkannte, was der Unterschied zwischen Freund-Sisko, Abgesandter-Sisko und Captain-Sisko ist.</p>
<p>&#8211; Doch zurück zum „Geistiges Eigentum ist was für Loser!“-Trek: Auch diese SNW-Folge atmet den sauerstoffarmen – aber dramatisch ansprechenden – Odem dieser alten Erfolgsrezepte. Und eine eingeblendete, piepende „24“-Digitaluhr (nebst Splitscreen!) für die Erhöhung des Zeitdrucks gibt es sogar noch gratis dazu!</p>
<p>Gut kopiert ist immer besser als schlecht selbst erfunden; um mal eine Floskel zu vermeiden.</p>
<p>&#8211; Was mir wenige Freude bringt, ist die <b>Sprache…</b> Wie immer. Die jungen Zuschauer-Zielgruppen entführen sich schließlich nicht von selbst im weißen Lieferwagen und werden vorm Fernseher ausgespuckt.<br />
Alles muss runtergedummt, vereinfacht, verglichen werden:<br />
-> Die ca. 16-jährige Vulkanierin erklärt Scotty, dass man den Transporter „nicht treten muss“, wie zuvor die Fahrstuhltüren.<br />
-> Ortegas kapiert dank Spock, dass man sich in einer radioaktiven Wolke befindet. Also so „Staubsauger“-mäßig.<br />
-> Auch fällt ihr während der Katastrophe ein, dass Scotty selbst in „weirden Momenten“ nachts zurückruft.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06d.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06d.jpg" alt="" width="709" height="446" class="aligncenter size-full wp-image-13191" /></a></p>
<blockquote><p>„Natürlich kann ich Ihnen helfen, Scotty. Welche Art der Antwort benötigen Sie? Eine kulinarische Zusammenfassung eines Technikthemas, das sie schon kennen? Dass wir z.B. wie <i>Kartoffelchips</i> zerbröseln werden, wenn Sie nichts tun? Oder soll ich erwähnen, dass wir wie ein <i>Knorpel</i> aus der Anomalie gespuckt werden müssen?“</p></blockquote>
<p>Hiermit wird die Stimmung zwischen den guten Momenten ständig auf Null gesetzt. Klar, das kann man seit nunmehr 9 Jahren natürlich machen.<br />
MAN. KANN. ES. ABER. AUCH. EINFACH. MAL. LASSEN. RAAAH! (<i>*rausgeh und kirk-artige Verrenkungen vorm Briefträger mach*</i>)</p>
<p>&#8211; Eine der „besten“ Szenen war jene, in der M’Benga von einem 1-Tonnen-Tischlein(?) förmlich zerquetscht wurde. Ja, so etwas steht auf Raumschiffen halt gerne mal frei herum, falls man angegriffen wird. Aber ernsthaft: Die langsame Kameraführung, die uns – zusammen mit Chapel – zeigt, wie schlimm es schmettertechnisch um den Arzt steht, war wirklich toll. Nur ein kurzer, sehr ruhiger Moment, aber echt spannend.</p>
<p>Generell gefällt mir die Regie auch in den folgenden Minuten hier gut – für die oft platten Texte kann ja keiner(?) was…</p>
<p>&#8211; Spocks Gang auf der Hülle war sicherlich nett gemeint. Es funkte, man nahm sich Zeit, die Magnethanteln sind schwerfällig, die Musik schwillt an – alles korrekt aus dem CGI-Testlabor geschüttelt. Aber so richtig nahm ich dem verstrahlten Vulkanier seine Reparaturversuche nicht ab. Das war mir zu viel Geblitze und zu wenig Charakterdarstellung.</p>
<p>&#8211; Dasselbe wiederholt man Minuten später einfach noch mal mit La&#8217;An. Diesmal etwas intensiver, weil der blutende Spock da schon halbtot rumliegt. Ich persönlich hätte ja nichts dagegen, dass man den <b>übermenschlich starken</b> Vulkanier auch manchmal so ZEIGT. Aber gut, wir haben halt mehrere Powerfrauen an Bord, die im selben Solarium wie Bruce Banner &#8222;aufgelevelt&#8220; haben. Ist halt der (H)Ulk bei modernen Serien&#8230;</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06e.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06e.jpg" alt="" width="699" height="425" class="aligncenter size-full wp-image-13193" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Spock, ich werde dich retten. Und wenn es die letzten dreißig Heldentaten sind, die ich vollbringe!&#8220; &#8211; Hülle in Hülle und Fülle: Normalerweise mag ich es total, wenn man außen an Sternenschiffen herumklettert. Andererseits mochte ich es NOCH lieber, wenn man diese seltenen Momente (z.B. bei &#8222;First Contact&#8220;) auch wirklich <i>fühlen</i> konnte. Wenn man quasi SELBST zum Modellbau-Männchen auf der Eisenbahnplatte wird. Und nicht nur eine Shader-Bitch für drei Mittelklasse-Grafikkarten.</p></blockquote>
<p>&#8211; Immer wieder schön ist es auch, wenn man mal die künstliche Schwerkraft an Bord thematisiert. Die ist hier kaputt, so dass im Alkoholiker-Zimmer alles richtig schwer wird. Neben der Zunge.<br />
Una muss sich hier sogar einen Knochen(!) im Fuß brechen, was mal ziemlich konsequent war. Allerdings hätte ich das gerne noch etwas besser aufgebaut gesehen. Wurden z.B. echt nur ZWEI Tasten vom Klavier runtergezogen? Und grafisch hätte ich gerne mehr um sie herum erlebt. Barhocker, die sich verformen, oder so.</p>
<p>Genauso geht es dann weiter: Man wechselt Orte und Personen, beschäftigt sich mit Kälte, Ressourcenverteilung, Kurzschlüssen, Computerproblemen und kleinerem Kompetenzgeruckel. Alles wird erst schlimmer, bevor es besser wird. Man schwitzt und berät sich über Splitscreens und Rumgerate. Pelia darf dann noch durch ihr erstaunlich ordentliches Quartier schreiten &#8211; nichts runtergefallen? Nicht mal der alte Zigarettenautomat an der Wand? &#8211; und dann im Schlafanzug ihr Technik-Okay geben:<br />
„Schön aufpassen, sonst reicht die Sonnenmilch nicht und wir werden alle zu Weizenmehl verbrutzelt. Haha! <i>Mehl!</i> Bin ich nicht kultig?!“</p>
<p>Man kann diese Klarheit loben – oder festhalten, dass das eigentlich der <b>Minimalstandard</b> für so eine Episode sein sollte&#8230;</p>
<p>Zumindest kann man vor dem Fazit kann man festhalten, dass sie es KÖNNEN, wenn sie es WOLLEN.</p>
<p>Die Schauspieler werden hier gut genug geführt, um Stress, Trauer und Ratlosigkeit rüber zu bringen. Oder neuen <i>Mut</i>, wann immer eine frische Technik-Idee den gemarterten Geist durchdringt.</p>
<p>Die Regie lässt zudem auch das Schiff „atmen“. Es knarzt, raucht und britzelt an den richtigen Stellen, ohne dass die berühmt-berüchtigten Discovery-Decken-Flammenwerfer zum Einsatz kommen müssen.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06c.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06c.jpg" alt="" width="714" height="443" class="aligncenter size-full wp-image-13192" /></a></p>
<blockquote><p>„Dieser Britzel-Beat geht einem voll in die Beine. Groovy.“ – Herumgestromert: Pike fliegt gleich dank Elektroschock durch die Gegend. Und auch <b>hier</b> ist ein Lob fällig. Denn selten hat man elektrifizierte Konsolen bei Star Trek so gefährlich präsentiert! Also ICH habe es jetzt verstanden… (<i>*Gabel langsam aus Steckdose zieh*</i>)</p></blockquote>
<p>Ein bisschen ratlos macht mich die Episode aber in ihrem Staffel-Umfeld. Nach all den wilden Experimenten der letzten Wochen (beziehungsweise Film-Hommagen) ist das hier halt AUCH wieder eine. Statt eines außerirdischen Volkes mit einem klar umrissenen Problem beschäftigt man sich halt wieder mit sich selbst. Geht ja nicht anders.</p>
<p>Als notwendige Erdung nach all der Pillepalle-Palettenware in Sachen „Hangover“ und „Puppenspaß“ tut es natürlich gut, die Crew mal unter Sauerstoffmangel und Zerquetschungsangst zu erleben. ABER wo sind sie mittelfristig, die spannenden Planeten, die neuen Horizonte und SF-Ideen für Fortgeschrittene?</p>
<p>Okay, hier versucht man es mit Neutrinos, die gerade um das Schiff herum wabern. Laut Chapel – und jetzt wird es richtig wild – können die kleinen Racker „organische Materie reparieren“. Warum, wieso, wie genau? Keine Ahnung. Weil es gerade praktisch ist und eine normale Not-OP irgendwie nicht trekkig genug erscheint?</p>
<p>Auch für patentierte Pseudowissenschaft ein ziemlich starker Klo… Tobak.</p>
<p>Nebenbei können sie (laut Scotty) auch noch einen „Energie-Smoothie“ herstellen, was die Folge <b>selbst</b> mit „klingt zu gut, um wahr zu sein“ kommentiert.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06f.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06f.jpg" alt="" width="841" height="400" class="aligncenter size-full wp-image-13194" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06f.jpg 841w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06f-768x365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 841px) 100vw, 841px" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Die Enterprise wird halten. Hand drauf!&#8220; &#8211; Magie für Magerquarkesser: Einerseits ist es eine schöne Szene, in der Scotty das Schiff quasi &#8222;spürt&#8220;, was in TOS ja noch öfter Thema wird. Andererseits ist&#8217;s intellektuell auch keine Ausnahmeleistung der Autoren. (&#8222;Ich spüüüre&#8230; Unser technischer Berater ist auch weiterhin krankgeschrieben. Schon blöd, seit 9 Jahre so selten fit zu sein?&#8220;)</p></blockquote>
<p>Bleibt am Ende nur noch, Doctor M&#8217;Benga wieder aufzutauen, der zwischenzeitlich zum steifgefrorenen Fischstäbchen gemacht wurde. Aber klar, mit patentierter Neutrinobestrahlung ist das alles kein Problem.</p>
<p>Heilt auch den zerquetschtesten Wanst und Spreizfüße &#8211; sogar die Eiszapfen daran glänzen noch eeetwas magischer?</p>
<p>Gerade wenn man die sehr ernsten Momente bei DS9s &#8222;Das Wagnis&#8220; daneben legt, fällt auf, dass die Episode in der zweiten Hälfte nichts Spannendes mehr zu bieten hat. Die Charaktere sind halt weiterhin &#8222;da&#8220; &#8211; und die Gefahren sind die dramaturgischen Krücken, damit die Hanseln nicht umfallen.</p>
<p>Einen wirklichen Unterbau(ch) besitzen sie da aber kaum:</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06g.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_06g.jpg" alt="" width="758" height="435" class="aligncenter size-full wp-image-13195" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Stillhalten, Doctor! Das ist eine äußerst präzise wissenschaftliche Operation. Ach ja: Ich BLEIBE hiernach übrigens dauerhaft auf dem Schiff! So ein makelloser TOS-Anschluss schlafwandelt sich ja schließlich nicht von allein.&#8220;</p></blockquote>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Nach den letzten Trauma-Folgen (also für <i>mich!</i>) ist das hier ein schönes Geschenk für Freunde althergebrachter Filmstimmung. So echt mit „Abwarten“, „Aufbau“ und „Acting“.</p>
<p>Das Kaputte am Schiff und den Charakteren kommt wunderbar rüber. Das Kleckern (mit Blut und Hautausschlägen) gefällt mir sogar hervorragend, weil es nie ein Selbstzweck ist.</p>
<p>Trotzdem bin ich nicht voll überzeugt. Die Neutrino-Spinnerei ist zwar Trek-typisch, fällt angesichts des realistischen Umfelds aber deutlich aus dem Rahmen. Fehlte nur noch, dass sie Blutfettwerte verbessern und Prozessoren schneller rechnen lassen?</p>
<p>Auch wird&#8217;s langsam schwierig, mich als Zuschauer mit &#8222;nur&#8220; okayen Folgen zu begeistern. Zu sehr hat man die Charaktere bereits zerlegt, seziert und entblößt, so dass die miserablen Episoden bei jedem neuen Dialog mitschwingen.</p>
<p>Oder gar dafür sorgen, dass man den Figuren ihre Ernsthaftigkeit gar nicht mehr <b>abnimmt.</b> (&#8222;HÄ? Passt doch nicht! Das ist doch der <i>Doofe?!&#8220;</i>)</p>
<p>Hier unten standen sogar kurzzeitig DREI volle Sterne. Aber ich hab&#8217;s runtergepegelt.</p>
<p>Mit der abschließenden, viel zu einfachen Neutrino-Heilung für Total-Zermanschte haben sie sich halt MÄCHTIG selbst ins Rettungsboot geschissen&#8230;</p>
Action: 2 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 1 von 3 - <strong>Gesamt: 5 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Strohhalm des Schreckens" von spark</strong><br />Hmm. Gnnn. Was ist das für ein seltsames Gefühl? Wurde ich von dieser Folge tatsächlich ein wenig… unterhalten*?!</p>
<p><em>(*Disclaimer: Jegliche in der folgenden Kritik erwähnte Unterhaltung ist ausschließlich in Relation zum Zeitraum ab 2017 zu bewerten. Pre-Kurtz-Serien sind ausgeschlossen.)</em></p>
<p>Aber Katastrophen-Episoden haben sowieso immer einen besonderen Bonus. Alles ist dringlicher, gefährlicher und der Einsatz ist höher. Und sogar hier bei New Worlds wirken alle Beteiligten fast schon kompetent.</p>
<p>Beeindruckend. Auch wenn die Zwischenfälle bei TNG, besonders für Picard, natürlich <a href="https://youtu.be/n0YeihmyMgI?t=39" target="_blank">NOCH furchtbarer</a> waren. *schauder*</p>
<p>Durch das hohe Tempo und schief hingestellte Kameras kommt aber auch bei New Worlds soviel Fahrt auf, dass man den üblichen Kurtz-Gaga oft übersehen oder gar verzeihen kann:</p>
<p>&#8211; Die Verfügbarkeit von Sprach-Kommandos scheint nach den Wünschen der Autoren zu variieren. Wäre jedenfalls praktisch gewesen, wenn Pike zum Aktivieren der Schilde nicht auf die elekrifizierten Buttons hätte hauen müssen.</p>
<p>&#8211; Und was machte man eigentlich mit Pike nach seinem Blitzschlag? Er wurde danach gar nicht mehr gezeigt, so dass es irgendwie witzig wirkte als er plötzlich von links wieder putzmunter ins Bild lief. Hat man ihn solange in die Besenkammer gesteckt?</p>
<p>&#8211; Erst etwa nach der Hälfte der Folge werden wir aufgeklärt, was uns der prominent eingeblendete Countdown eigentlich sagen möchte. So dachte ich viel zu lange, dass damit das erwähnte Schichtende gemeint ist, was während des großen Notfalls aber wohl irgendwie unwichtig ist.</p>
<p>&#8211; Nicht das erste Mal ist die Krankenstation extrem leer und verlassen. Also nicht nur was andere Kranke angeht, sondern auch das Personal. Kann doch nicht sein, dass nur der Chef und seine Workaholic-Nurse dort pausenlos abhängen.</p>
<p>&#8211; Die Temperatur der gekühlten Krankenstation war sehr wischi-waschi was die Konstanz angeht. Zum einen kann Chapel mit freiem Gesicht und ollem Mantel rumlaufen, andererseits bricht ihr schon eine Minute später der geforene Finger ab (!). ICH würde mir dann ja eher Sorgen um meine Augäpfel und so machen. Fand den ganzen Wunderheilprozess mit den Mega-Neutrinos eh überkompliziert mit einem unspektakulären „Zeigen wir nicht“-Ende. Eigentlich sollte Technobabble ja als Erklärhilfe dienen und nicht anders herum.</p>
<p>&#8211; Zu meiner Zeit hat man für eine Gedankenverschmelzung noch die Handschuhe ausgezogen. Gehört sich so.</p>
<p>&#8211; Moment mal! Die Enterprise fliegt jenseits der Warp-Schwelle? Dürfen wir uns etwa in der nächsten Folge auf jede Menge <a href="https://www.youtube.com/watch?v=d8jhVVbScBc" target="_blank">sexsüchtige Lurche</a> freuen??</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Gefallen hat mir, dass man den Weltraum selbst endlich mal als arschgefährlich zeigt. Plötzliches Reinrutschen in Strohhalm-Wurmlöcher©, Verstrahlung und Erfrieren sind ja nur ein Bruchteil des Möglichen. Selbst treffe ich ja bereits auf dem Arbeitsweg täglich auf seltsame Lebensformen mit ihren Frachtschiffen der Netto- oder Aldi-Klasse (warpfähig??).</p>
<p>Die Enterprise wirkte (bis auf die Krankenstation!) auch mal wieder belebter, was in solchen Situationen der Stimmung ordentlich hilft. Alle unsere Hauptfiguren waren soweit überraschend kompetent oder haben zumindest weitgehend  die Backen gehalten. Ja, ich meine DICH, Erika!</p>
<p>Nur ist hier wieder alles fauler geschrieben, als beim Alt-Trek. Wenn sich niemand austauschen soll ist gerade das Kom-System ausgefallen und wenn man wichtige Daten benötigt, dann kann man diese NATÜRLICH nur per Krabbel über die Außenhülle via USB-Speicherstick bekommen. Was in diesem „Moderner als TOS“-Setting mit seinen Hologrammen und „Ich schick dir alles auf dein Tablett“-Momenten besonders krampfig wirkt.</p>
<p>Nein, nein, zum Hochfahren der Schilde MUSS man diesen einen vor sich hin brutzelnden Knopf drücken. Geht nicht anders, sorry!</p>
<p>[wertung action=2 humor=1 tiefsinn=2 punkte=5]
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		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.05 &#8211; &#8222;Level-Five Transporter Accident&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 13:52:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach langen Monaten des vorsorglichen (und dennoch nicht ausreichenden?) Hasses ist sie nun endlich neuronal gestrandet: Die berüchtigte Muppets-Episode. Und ja: Ein schneller Verriss wäre einfach. SEHR einfach. ZU einfach? Man könnte seitenlang auf dieses Frankenstein-Filz-Experiment einknüppeln, ohne auch nur eine Minute der „Story“ gesehen zu haben. Vielleicht würde man meine Unwissenheit nicht mal bemerken [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach langen Monaten des vorsorglichen (und dennoch nicht ausreichenden?) Hasses ist sie nun endlich neuronal gestrandet: Die berüchtigte Muppets-Episode. Und ja: Ein schneller Verriss wäre einfach. SEHR einfach. <b>ZU</b> einfach? Man könnte seitenlang auf dieses Frankenstein-Filz-Experiment einknüppeln, ohne auch nur eine Minute der „Story“ gesehen zu haben. Vielleicht würde man meine Unwissenheit nicht mal bemerken – und verdient wäre die Abscheu vermutlich. Wobei&#8230; Ist es echter „Hate“, wenn die Autoren uns seit Jahren mit Anlauf in den Mund kacken? Und uns überreden wollen, dass wir die „schokoladige Note“ goutieren sollen?</p>
<p><span id="more-13167"></span></p>
<hr >
<p>Und wenn nicht, dann solle man zumindest anerkennen, dass es diese „neue Publikum“ gäbe, das unsichtbar an den Paramount-Pforten rüttelt, um ebenfalls zu Trekkies zu werden.</p>
<p>Diese neuen Zuschauer wissen es nur noch nicht, weil parallel ein Kurzvideo rauskam, in dem eine Katze eine Wasserrutsche runtergefallen ist. Supersüß übrigens!</p>
<p>Aber gut, tun wir für einen Moment so, als wäre dies hier eine (SF-)Geschichte, die man mit einem Review bedenken sollte. Etwas, das man analysieren und bebrech… besprechen kann. Etwas, das nicht nur ein seelenloser Feuchtfurz von Franchise-Designern und Produkt-Optimierern ist.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05a.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05a.jpg" alt="" width="698" height="443" class="aligncenter size-full wp-image-13168" /></a></p>
<blockquote><p>„Diese Puppe gibt mir emotionalen Rückhalt, Spock. Und somit auch allen anderen im Transporterpuffer.“ – „Ich verstehe, Mister Scott. Denn Pumuckl neckt. Pumuckl versteckt. Und niemand was meckt.“ – Halt so ähnlich wie mit den Zuschauerzahlen&#8230; Die Erklärung ist schon <i>irgendwie</i> vorhanden, andererseits hätten die uns auch eine Art von Disneys „Cars“ präsentiert, wenn Scotty Spielzeugautos gesammelt hätte?</p></blockquote>
<p>Ein Spoiler sei mir schon jetzt erlaubt: Am Ende der Episode erfahren wir, dass Spock alles nur GETRÄUMT hat. Also öffnet man hier nicht nur die Höllenpforte der… äh… Kindergärten, sondern hat am Ende nicht mal die Eier in der Buchse, seine Schwachsinns-Idee zu einer Wachsinns-Idee zu machen. So echt mit „Konsequenzen“ und „Charaktereinsichten“.</p>
<p>Zur Strafe behandeln wir das Abenteuer aber so, als wenn es <b>tatsächlich geschehen wäre.</b> Mitsamt „Logikfehlern“ und „Figurenzeichnung außerhalb von Spock“. Irgendwas müssen wir hier ja besprechen. Zumal ich die starke Vermutung hege, dass die Macher stark drüber nachgedacht haben, diesen Weg NICHT zu gehen. Denn dass eine komplette Episode <b>ohne Grund</b> geträumt wurde, das hatten wir – trotz allen Holoabenteuern, Hirn-Nanobots und SF-Visionen – in dieser Stärke noch nie.</p>
<p>Zudem hat man früher drauf geachtet (Beverly in einer Warpblase; Riker im Irrenhaus), dass man bei subjektiven Fake-Welten fast NUR denjenigen zeigt, der alles „erlebt“. Hier aber träumt Spock alle möglichen Events auf dem Schiff &#8211; und um das Schiff herum &#8211; gleich mit.</p>
<p>Ist jetzt kein Beinbruch, aber zeigt halt, dass heutige Autoren eher mit „Gender-Raten beim Im-Kreis-Rennen“-Spielen beschäftigt sind, anstatt filmstilistisch mal auf den Stand von 1930 zu gelangen.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05c.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05c.jpg" alt="" width="674" height="532" class="aligncenter size-full wp-image-13170" /></a></p>
<blockquote><p>„Es soll ja immer noch Leute geben, die nicht an das Fliegende Spaghettimonster glauben. Und davon bin ich persönlich beleidigt.“ – Das beste aus keinen Welten: Pelia erklärt hier mit Baumwollfasern in der Stimme (also so wie immer), warum innere und äußere Organe (Augen aus Plastikscheiben?!) auf diese Weise funktionieren können… &#8211; HA! Reingefallen. Natürlich wird’s nicht erklärt. Ist ja nur ein <i>Traum!</i></p></blockquote>
<p>Doch zu Beginn ist’s ja noch real:</p>
<p>&#8211; Scotty will also den längsten bekannten Beamvorgang durchführen. (<i>*Mit Fliegenklatsche im Kopf die Gedanken an 2009er-Star-Trek vertreib*</i>) Einerseits eine nette Idee, andererseits bin ich stets enttäuscht, wenn solche Sachen eingeführt werden. Was kann Scotty bitte schön ohne SICHTBARE Anpassungen bzw. Geräte erfinden, was Laborfutzis in 100 Jahren nicht hinbekommen haben?</p>
<p>Ich weiß, Wissenschaft beim Kaffeeverschütten („Huch, neues Plasma entdeckt!“) ist eine angenehm romantische Vorstellung, aber zumindest ein dreiköpfiges Team mit abgerissenen Kabeln in der Hand hätte ich hier schon erwartet.</p>
<p>&#8211; Dass man dann als erstes(!) einem weit entfernten Schiff eine Gruselpuppe ins Quartier beamt, um einen Rivalen zu erschrecken, passt natürlich. Ist ja auch bestimmt nicht gefährlich. Und Picard würde mit Warp 10 bestimmt auch erst mal zur Erde, einem Shakespeare-Darsteller das Barthaar beim Vorbeiflug stutzen?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05b.jpg" alt="" width="711" height="488" class="aligncenter size-full wp-image-13171" /></a></p>
<blockquote><p>„Logik ist der Schatten, der die Nacht umflattert. Logik ist die komplette Haselnuss in deinem Nutella…“ &#8211; Atem(tr)übung im Schlafanzug: Damit man eine komplette Episode träumen kann, muss man erst mal ein <b>unbemerktes Schläfchen</b> einführen. Ich bin mir jedoch unsicher, ob viele Geisteskraft-gestählte Vulkanier einfach mal unbemerkt im Sitzen wegknacken&#8230;?</p></blockquote>
<p>&#8211; Spock ist erst mal total Burnout-gefährdet. Interessanter Ansatz, aber daraus wird aber auch nur das Übliche gemacht: La’an hatte eh keine Lust auf den Tanzabend (der Grund lautet wie immer: Ihre Hackepeter-DNA und die USS Griffin vor drei Folgen) und irgendwie belässt man Spocks Schwächephase dabei, dass er NOCH etwas wässriger aus den Triefaugen schaut. – Erinnert sich noch jemand daran, wie dramatisch es wirkte, wenn Brent Spiner oder Leonard Nimoy mal schwächer wurden?</p>
<p>HALT, nicht zuuu sehr dran erinnern! Sonst wird diese Episode direkt aus dem Kurzzeitgedächtnis geschmissen.</p>
<p>&#8211; Lustig ist nichts hiervon. Ja, die Püppchen können ihre Kontrollen nicht mehr bedienen, weil die Touch-Screens sie nicht erkennen. Das geht dann wohl bereits als „angenehm realistisch“ durch? Und ja, da muss Spock aushelfen. HAHA! Arbeiten! Für andere! Mit einem Ergebnis, die 99% der Crew nicht mehr vollbringen können! DAS nenne ich anarchischen Humor…?</p>
<p>Ich frage mich, ob die Autoren hier ihren eigenen Arbeitsalltag abbilden wollten? Also der, wo man sich andere Filme/Serien anschauen muss, bevor der Praktikant/ChatGPT dann was zusammen tippt?</p>
<p>&#8211; La’an verliert beim Beamen dann auch gleich ihren Arm, in dem tatsächlich nur weißes Füllmaterial ist. Spätestens hier hätte Spock – Traum oder nicht – mal kurz sagen können, dass hier irgendwas nicht ganz passen kann. Und wenn es nur ein Satz wäre, wie: „Der Pantheismus ging stets davon aus, dass Material belebt ist. Dass derartig veränderte Körper noch funktionieren, weist auf eine Entität außerhalb des Körpers hin.“</p>
<p>Hätte ja gut gepasst, von wegen <a href=https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Katra>Katra, der vulkanischen Seele</a>.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05d.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05d.jpg" alt="" width="633" height="398" class="aligncenter size-full wp-image-13172" /></a></p>
<blockquote><p>„Orion-Schiff! Wir bitten Sie, nicht an Bord zu kommen! Wir brauchen keine anonymen Puppenspieler, die an unseren Fäden ziehen!“ – Hier ist irgendwo ein politischer Gag versteckt: Pike versucht ein fremdes Raumschiff abzuwimmeln. Ist aber eigentlich egal, weil die Autoren erwarten, dass wir uns bei diesem Anblick die ganze Zeit schlapp lachen. („Haare! Hochgekämmt! Sogar weniger als beim Original! Wuhaahaa!“) Und das mit dem „schlapp“ fühlte ich tatsächlich.</p></blockquote>
<p>&#8211; Als Spock total überlastet ist, schallert ihm T’Pring erst mal eine (mit Puppenhänden bestimmt eine traumatische Änderung des oberen Hautschuppen-Winkels?). Danach wird seine Psyche besser. Das muss diese tolle Erziehung sein, von denen unsere Großeltern immer gesprochen haben? So von wegen „Die stundenlange Prügel hat mir damals auch nicht geschadet! Bliep-Bloop-Bluup.“</p>
<p>Was soll man zu Trek-Folgen wie diesen noch sagen? Inzwischen entzieht sich das Franchise eh der „Reviewbarkeit“.<br />
Für ein Review muss man sich entscheiden, auf welche Ebene man etwas bewerten will. Jede Sub-Ebene macht es schwieriger. Bereits die Tatsache, dass wir hier ein TOS-Prequel (und DISCO-Sequel!) sehen, bei dem Technik, Design und Schauspieler total anders als in den 60ern daherkommen, mag für manchen schon genug Hirnfutter sein.</p>
<p>Jetzt kommt noch dazu, dass wir:</p>
<p>&#8211; eine Komödie (Parodie?) sehen, die aber wenig Gags hat.<br />
&#8211; wir einen Einblick in Spocks Gehirn erleben, der aber keinen Sinn macht. Weil das Gezeigte mit seinen 10-Jahres-Trauma-Problemen nix zu tun hat!<br />
&#8211; wir zusätzlich eine Traumebene vorgesetzt bekommen, deren Vorgeschichte aber <b>ebenso</b> absurd beginnt. So als wenn z.B. Scottys Puppenfetisch bereits zur REM-Schlaf-Verramschung <b>dazugehört.</b><br />
&#8211; wir zusätzlich noch die Ebene des Autorenraums erahnen, wo irgendwelche Generation-Schlagmichtot-Dullis sich gegenseitig den Schaft polieren für diese handflächen- und zielgruppenerweiternden Knallereinfälle.<br />
&#8211; die Figuren <b>selber</b> noch anfangen, auf den Ursprung der Idee hinzuweisen. Unter anderem auf die Fraggles:</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05m.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05m.jpg" alt="" width="875" height="466" class="aligncenter size-full wp-image-13173" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05m.jpg 875w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05m-768x409.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 875px) 100vw, 875px" /></a></p>
<blockquote><p>„Oh, wir werden angegriffen. Das müssen diese Hater sein, von denen Kurtzman nachts immer so ausgiebig träumt?“ – Leichenschmaus für Filzläuse: Die „Dramatik“ wird hier ebenfalls nur auf Nadel-und-Faden-Niveau zusammengehalten. Aber was soll man als Showrunner auch machen? Man kann sich seine Drehbücher schließlich nicht aussuchen…</p></blockquote>
<p>Ja, es <u>gibt</u> Muppet-Episoden in mehreren Serien. Und vor 20 bis 25 Jahren hätte man hierfür vielleicht noch eine anerkennende Augenbraue hochgezogen. Wobei ich vermute, dass man es unter Captain Archer <u>besser</u> ausgearbeitet hätte.</p>
<p>WENN man das schon macht, dann doch wenigstens mit irgendeinem Einblick in Figuren oder die Welt selbst? Dagegen sind die vielen unnötigen VOY-Episoden, bei denen die Borg nur „Ringelpiez mit Anfassen“ spielten, ja echtes Tiefgründigkeits-Gold?</p>
<p>Hier weiß man mit dem Puppenthema nichts anzufangen. Man könnte ausarbeiten, wie es ist, wenn man quasi alles anders fühlt (Sex? Krankheit? Schmerz?), aber dann wäre diese Episode ja nicht so humorig. Wie zum Beispiel, als ein Charakter unter einem Torpedo eingeklemmt wird &#8211; und dann doch einfach rausklettert („Muss das ganze Puppending erst mal lernen.“)… So, wie die Macher es von UNS nach jeder Deppen-Episode erwarten?</p>
<p>Auch das Thema <b>Gewalt</b> wird nur für Vierjährige thematisiert – falls die mal ihre jüngeren Geschwister unterhalten wollen&#8230; Die Püppchen werden zerschnitten, rumgeworfen, prallen kraftlos an den Orion-Piraten ab. Und alle kommentieren das wie den größten Gag seit Erfindung der ausfahrbaren Karnevalströte. “Spürst du das überhaupt? Hiii-jaa! Hii-jaa!“</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05e.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05e.jpg" alt="" width="619" height="468" class="aligncenter size-full wp-image-13174" /></a></p>
<blockquote><p>„Dir werde ich in den Hintern treten! Dieses Schiff gehört den neuen Trekkies, sonst keinem!“ – Also in jedem Fall „keinem“: Dabei hatte der nette Pirat nur gesagt, dass Erica aussähe, als könne sie ihm „Stoff“ besorgen… Harrharr. Versteht ihr? <i>Stoff.</i> Wegen Puppen. Oh Mann, dieser Kurtzman-Humor erleichtert auch unseren Job ungemein.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05f.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05f.jpg" alt="" width="734" height="453" class="aligncenter size-full wp-image-13175" /></a></p>
<blockquote><p>„Spock, wir kennen uns doch schon ewig! Ich habe dich mit den Beschneidungstipps doch auch unterstützt… Also: Würdest du dich an meiner Stelle eher dreimal im Jahr waschen? Oder die Seife täglich wie einen Scanner an dir auf und ab bewegen?“ – Der Grüne Joe gibt dem gefesselten Spock Lebenshilfe. Einer der Ratschläge: In der Fußgängerzone muss die offene Stelle des Sammelbechers immer nach oben zeigen!</p></blockquote>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05g.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05g.jpg" alt="" width="784" height="359" class="aligncenter size-full wp-image-13176" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05g.jpg 784w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05g-768x352.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 784px) 100vw, 784px" /></a></p>
<blockquote><p>„Spock, die blasen mich durch die Luftschleuse raus!“ – „Echt? Dann ist&#8217;s Zeit für Laienschauspiel meinerseits. Dieses <i>Barbara Salesch</i> wurde schließlich (so wie wir) zu Unrecht abgesägt.“ – Leichenfleddern für Fortgeschrittene: Die sehr ähnliche Szene von „Der Zorn des Khan“ wurde ja bereits unter JJ. Abrams mit Kirk torpediert. Schön, dass man die schlechte Parodie nun schlecht parodiert, so dass <i>ich</i> sie schlecht parodieren kann. So entsteht das Aufsummieren von Mehrwertsteuer, liebe Kinder.</p></blockquote>
<p>Keine Sorge, Pike bekommt im Weltraum noch mal eine Erleuchtung („Ich bin ein Puppen-Captain! Und wir haben Puppen-Fähigkeiten! Wie… Chaos verbreiten!“).</p>
<p>Ich weiß nicht… Irgendwie fand ich die TNG-Episode, in der Picard zum Kind wird und die Enterprise rettet, schlauer?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05n.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05n.jpg" alt="" width="635" height="432" class="aligncenter size-full wp-image-13182" /></a></p>
<blockquote><p>T&#8217;Pring bekommt hier einen Schreianfall. Wenn man ihre vulkanische Geisteshaltung und ihr Training bedenkt, muss man sich ernsthaft fragen: Warum nur EINEN?</p></blockquote>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05h.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05h.jpg" alt="" width="695" height="366" class="aligncenter size-full wp-image-13177" /></a></p>
<blockquote><p>In die Fresse getreten? Oder in der Fresse betreten? La’an entdeckt nach einem anfänglichen 0,5-Kilogramm-Schwächeanfall, dass sie doch wieder 50 Kilo wiegen, an Wänden hochlaufen(!) und Bösewichter wegtreten kann. Tzzzz&#8230; Und da behaupten die Leute, bei &#8222;Star Trek &#8211; The Motion Picture&#8220; würde zu wenig passieren.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05i.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05i.jpg" alt="" width="673" height="478" class="aligncenter size-full wp-image-13178" /></a></p>
<blockquote><p>„Oh, ich brenne! Ich hätte diese Benzinsalbe nicht anwenden sollen, die mir mein bester Freund Spock empfohlen hat!“ – T’Prings Hand brennt nur schmerzlos und ein kleines bisschen, so dass sie den Fiesling komplett verkokeln kann. So ähnlich also wie mit Kurtzmans Gehirn – und seine Wirkung auf das unsrige.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05j.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05j.jpg" alt="" width="609" height="502" class="aligncenter size-full wp-image-13179" /></a></p>
<blockquote><p>Clever! Diese Alex-Kurtzman-Puppe zeigt genau, wieso sich das Franchise nach mehreren Bauchdurchschüssen noch am Leben halten kann. Das Geheimnis ist: Lack saufen und die offenen Stellen ver(bl)öden.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05k.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05k.jpg" alt="" width="802" height="512" class="aligncenter size-full wp-image-13180" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05k.jpg 802w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05k-768x490.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 802px) 100vw, 802px" /></a></p>
<blockquote><p>„Computer-Logbuch von Sojamilch-Gabi, Sternzeit 12345-Lazyness. Endlich haben wir einen Planeten gefunden, auf dem es grüne Schuhcreme auch fürs Gesicht gibt.“ – Die Ossis haben Recht: Die Grünen sind an allem Schuld. Hier die tolle Gastrolle von irgendeine Trulla mit genervtem Gesichtsausdruck und der Ausstrahlung von doppelt püriertem Spinat.</p></blockquote>
<p>Dass man das Schiff von Cosplay-Karin zurückerobert, versteht sich von selbst. Auch hier ist alles &#8222;Traum-Logik&#8220;, als Pike der Antagonistin sekundenlang erklärt, dass sie gleich an Sauerstoffmangel umfallen wird &#8211; während sie die Waffe auf Spock gerichtet hat.</p>
<p>Puh, wie gut, dass man das in einer NORMALEN Episode viel besser gelöst hätte? (<i>*Zwinker, zwinker*</i>)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05l.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.05l.jpg" alt="" width="698" height="454" class="aligncenter size-full wp-image-13181" /></a></p>
<blockquote><p>„Ach, das mit den Puppen habe ich nur geträumt? Na, dann danke für’s spontane Vorbeikommen und Einbrechen in mein Quartier, T’Pring.“ – „Und? Was hast du bei alldem gelernt, Spock?“ – „Keine Ahnung… Ich glaube, ich haue mich noch mal für ein paar Stunden auf’s Ohr?“</p></blockquote>
<p>Tja, und im Sinne der letzten Bildunterschrift beenden wir das (m)untere Bildschirmtreiben mal.</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Es gibt so <i>Folgen</i> (auch im Sinne von „Konsequenzen“), die kann man sich nur mit einem halben Auge ansehen.</p>
<p>Zum Beispiel, nachdem man mit dem Hoden in einer Häckselmaschine hängen geblieben ist.</p>
<p>Natürlich kann man danach noch (kurz) rumlaufen und vom Erlebten erzählen… Wie stark war die Zugkraft? Wie sehr wurde man herumgewirbelt? Was genau hat man dabei gedacht? Wie ordnet man die Hodenlosigkeit zukünftig ein – vor dem Hintergrund berühmter Testikel-Verlierer in der Menschheitsgeschichte?</p>
<p>Doch trotz all des Geredes wird man kurzes Zeit später vermutlich blutüberströmt im Krankenhausbett aufwachen – oder halt gar nicht mehr. Und jeder wird sich wundern, wie viele Worte man in solch einer dramatischen Situation noch verlieren konnte. War es der Schock? Oder Doofheit? Der Drang, irgendeinen Leere zu füllen? Die Weigerung, das Offensichtliche anzuerkennen?</p>
<p>Daher halte ich ab jetzt einfach die Klappe und verzichte auf ein klassisches Fazit.</p>
Action: 2 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 1 von 3 - <strong>Gesamt: 1 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Fiebertraum im Puppentheater" von spark</strong><br />Heeeey, eine New Worlds Episode, welche sich von anderen Werken „inspirieren“ lässt! (K)Eine angenehme Abwechslung nach den vielen Homageren&#8230; Homagerieren&#8230; öh&#8230; Anspielungen allein in Staffel 5!</p>
<p>Wie vorher bereits gesagt, nix gegen Spaß-Episoden, aber mittlerweile hätte ich wirklich nichts gegen ein bisschen Klassik-Feeling. Also keine Dinos, Mörder-Raumschiffe, Schwarz-Weiß-Spionagen oder Hangover-Neuverfilmungen. Aber Paramount hat den Autoren wohl vor einigen Monaten ihr erstes Streaming-Abo gegönnt, welches bei diesen einen starken Eindruck hinterlassen hat (&#8222;Schweine im Weltraum? Hmmm&#8230;“).</p>
<p>Und wäre diese Folge ein Ausreißer zwischen NORMALEN Episoden, dann könnte man sie wohl als harmlosen Spaß bezeichnen. Alle sind Puppen, Piraten übernehmen das Schiff und Spock hat PTSD. So weit, so übersichtlich.</p>
<p>Spock an sich finde ich mittlerweile auch gar nicht mehr so schlecht und eine nette Mischung zwischen Mensch und Vulkanier. Nicht so subtil wie bei Nimoy, aber immer noch besser als die ganzen anderen Nervensägen auf der Enterprise. Und wird meine Seelsorge nach dem Ansehen der schrägen Pelia-Puppe eigentlich von der Krankenkasse übernommen??</p>
<p>Jetzt auf irgendwelche Logikfehler einzugehen würde hier auch keinen Sinn machen, zum einen weil es halt MUPPETS sind und zum anderen wegen der Auflösung am Schluss. Immerhin haben die Macher erkannt, dass kein Technobabble des Universums so etwas glaubwürdig erklären kann.</p>
<p>Optisch war auch alles sehr nett und filmig, selbst bei den Effekten hatte ich dieses Mal nichts auszusetzen, gerade der dezente, stimmungsvolle Enterprise-Rundflug zu beginn. Manchmal ist weniger halt auch weniger scheiße.</p>
<p>Und selbst zwischen den Charakteren gab es angenehme Momente, besonders die Hilfe von T’Pring gegenüber Spocks Panikattacken. Zwar mit ihr in Puppenform, aber man nimmt ja beim Kurtz was man kriegen kann. Auch der gemeinsame Weltraumspaziergang hatte was trekkiges, wenn man die Umstände berücksichtigt.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Doof, aber harmlos. Also eines der höchsten Lobe, die man besonders dieser Staffel aussprechen kann. Die Geschichte war überschaubar, die Puppen putzig und der Kurtz-Gaga hielt sich in Grenzen. Nur so richtig luuuustig war das jetzt alles irgendwie nicht, dafür fehlte mir der ordentliche Muppet-Wahnsinn und bei „Angel“ hat man aus der Idee <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FlC5vzCvJKE" target="_blank">mehr gemacht</a>, schade. Und richtig ungezügelten Irrsinn hätte man schon deswegen bringen können, da sich am Ende ja doch alles nur als Traum herausstellte.</p>
<p>Ich hoffe ja immer noch, dass dies seit 2017 auch bei MIR der Fall ist!</p>
<p>*auf vom vielen kneifen schon ganz blauen arm zeig*</p>
<p>[wertung action=2 humor=1 tiefsinn=1 punkte=4]
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.04 &#8211; &#8222;A Case of Chiaroscuro&#8220;</title>
		<link>https://www.zukunftia.de/13153/star-trek-strange-new-worlds-4-04-a-case-of-chiaroscuro/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 13:50:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[In dieser Episode von „Würfelglück bei Klassikern“ bediente man sich an einem alten 40er-Jahre-Film. Ich bin schon gespannt, ob Kollege Sparkiller ebenfalls erkannte, welcher es ist (Nein, nicht „Flash Gordon“, du Banause)… Auf dem Planeten Schlagmichtot sind es diesmal die Klingonen, die in wenigen Stunden die letzten verbleibenden Barstühle, äh, Kontinente einnehmen wollen. Uhura, Una [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Episode von „Würfelglück bei Klassikern“ bediente man sich an einem alten 40er-Jahre-Film. Ich bin schon gespannt, ob Kollege Sparkiller ebenfalls erkannte, welcher es ist (Nein, nicht „Flash Gordon“, du Banause)… Auf dem Planeten Schlagmichtot sind es diesmal die Klingonen, die in wenigen Stunden die letzten verbleibenden Barstühle, äh, <b>Kontinente</b> einnehmen wollen. Uhura, Una und M’Benga wollen das eigentlich nicht aktiv verhindern, rutschen aber durch eine wilde Doppelgänger-Geschichte in die Handlung. („Was, wir sehen exakt aus wie die Widerstandskämpfer vor Ort? Na dann: Feuer frei!“)</p>
<p><span id="more-13153"></span></p>
<hr >
<p>Und damit diese Hommage etwas passender aussieht, entschied man sich für einen farblosen Look. Und zu folgenden Punkten, die mir aufgefallen sind:</p>
<p>&#8211; Okay, die Strahlung vom Stern beeinflusst das <b>reflektierte Licht von den Oberflächen</b> <u>oder</u> das <b>menschliche Auge</b> selbst? – Das wird wie immer NICHT richtig erklärt. Mit unserem alten Gröfaz (= Größter Führer durch außerirdische Zirkusphysik) Commander Data wäre das nicht passiert…</p>
<p>&#8211; Total fassungslos war ich zu Beginn, als der Doctor ankündigte, dass er die Rollos am Shuttle runter lassen wird, damit Uhura ihre Kontrollen besser ablesen kann. Doch statt eines coolen Effektes, bei dem die Farbe sich logisch ausbreitet, BLEIBT es für den Zuschauer farblos. Das muss dieses „Innovative Fernsehen“ und „Show, don’t tell“ sein, das alle Kritiker beim Reviewschreiben so artig vom Merkblatt ablesen?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04a.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04a.jpg" alt="" width="822" height="532" class="aligncenter size-full wp-image-13154" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04a.jpg 822w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04a-768x497.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 822px) 100vw, 822px" /></a></p>
<blockquote><p>„Doctor, dieses Stilmittel einer Schwarz/Weiß-Episode&#8230; Ich habe mich gefragt, ob das ein verzweifeltes Mittel der Macher ist, um Tiefsinn, Klassikerliebe und Kulturoffenheit vorzuspielen.“ – „Nein, Schätzchen. Dafür war die letzte Episode gedacht, die mit dem Saufen. Und jetzt her mit dem Bier, Egoistin!“</p></blockquote>
<p>&#8211; Bisschen blöd war dann auch die künstliche Ansprache vom Doctor an Una: „Sie wurden ja jetzt befördert. Jetzt können Sie ja bald Captain werden. Übrigens: Ihr moralischer Kompass hat Sie ja nie im Stich gelassen! Äh, mehr hat der Autor mir nicht aufgeschrieben.“ – Wobei das mit Knorke-Kompass vielleicht nicht ganz <b>stimmt?</b> Und in welcher Episode hat Una zuletzt was Tolles gemacht? Die, wo sie wegen ihres Blutes diskriminiert worden ist, das irgendwie wegschwurbeln musste und JETZT wieder total undiskriminiert ist?</p>
<p>(<i>*Tock, Tock, Tock*</i> &#8211; Obelix: „Die spinnen doch, die Strangen Worldler!“)</p>
<p>&#8211; Dass der Planet wie aus TOS wirkt &#8211; wo man es ebenfalls mit US-Gangstern, Nazis und Indianern zu tun bekam -, fand ich gut. Diese bunte Mischung machte Star Trek früher aus. Auch wenn ich immer ein wenig Kopfweh bekomme, wann immer es EXAKT wie bei uns aussieht. Aber okay, auch andere Völker lieben Wäscheleinen und Benzinkutschen mit vier Rädern. Geht schon klar.</p>
<p>&#8211; Ich würde aber behaupten, dass es total BLÖDE ist, dass man die anscheinend brauchbaren Drehorte ihrer Farbe beraubt hat. Aber okay, man hatte seine 75% an wilden Stil-Experimenten in dieser Staffel noch nicht voll. Und kritisieren „darf“ man das Schwarz-Weiße ja bestimmt nicht, weil es ja eine <i>Homm-Arsch</i> (Schreibt man das so?) an alte© Filme ist? Mensch, diese Füchse!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04b.jpg" alt="" width="761" height="459" class="aligncenter size-full wp-image-13155" /></a></p>
<blockquote><p>„Sehen Sie den Mann dahinten? Sie nennen ihn den ‚Schläfrigen Dan‘, weil er Daniel heißt und jede SNW-Episode reviewen muss.“ – Hut ab, wilder wird die Mischung nicht: Nichts gegen gelegentliche Plot-Experimente, aber das Wort „gelegentlich“ ist bei SNW eher arbeitslos?</p></blockquote>
<p>&#8211; Wieso Una beim ersten Angesprochenwerden so TUT, als wenn sie tatsächlich eine wichtige Persönlichkeit ist, erschließt sich mir nicht. Dass sie einer lokalen Berühmtheit derartig ähnlich sieht, dass man sich nicht mit einem „Neee, ich bin’s doch, die Gabi!“ raus reden kann, ist reine TV-Logik. Reale Verwechslungen sind ja meist mit einem raschen Stimmen- und Stil-Abgleich erledigt. Denkt euch doch für den Plotstart was <b>Schlaueres</b> aus, liebe Autoren?</p>
<p>(<i>*auf Blutfontaine aus Augen und Ohren wart*</i>)</p>
<p>&#8211; Dass die Episode nach einigen Minuten nicht total nervt – oft genug vorgekommen –, liegt an der ruhigen Erzählweise. Erzählerisch ist aber alles Schlafwagen-Niveau: Der Doctor instruiert Uhura („Was, Sie haben sich noch nie für eine Alienwelt verkleidet? Potzblitz.“), was in einer vierten Staffel auch langsam unnötig wirkt.<br />
Zumal wir in all der Zeit, in der wir Erklärsätzen wie „Achtung, wir könnten beobachtet werden!“ lauschen, nichts Spannendes über den Planeten erfahren, der immerhin von Klingonen besetzt wurde.</p>
<p>&#8211; Positiv bleibt so manch „normal“ erzählte Minute im Kopf: Kein Overkill, keine überlebensgroßen Figuren. Zum Beispiel war ich fast emotional berührt, als Uhura am Checkpoint nach ihrem Ausweis gefragt wurde – und verhaftet wurde. Und der Klingone Kor wirkte auch ernsthafter und präsenter als die meisten anderen Kostüm-Krawall-Bubis der letzten Jahre.</p>
<p>&#8211; Uhura wird „nur“ mit „leichten“ Schmerzstrahlen gefoltert, als sie bei den Klingonen allerlei Bildchen interpretieren darf. Das erinnert an älteres Star Trek &#8211; und nicht etwa an Michael Burnham, Ash Tyler, Icheb oder andere Figuren mit minutenlangen Schmerzenschreien und abgepellter Haut. Halt das, was Kurtzman oft für eine adäquate Mengele-Erweiterung des Franchises hielt&#8230;</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04c.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04c.jpg" alt="" width="624" height="550" class="aligncenter size-full wp-image-13156" /></a></p>
<blockquote><p>„Und an was erinnert Sie dieses Symbol hier? Nehmen Sie sich Zeit!“ – „Buhuu, an eine vergangene Liebe?“ – Klingone Kor zeigt stolz die allerersten DS9-Staffelboxen: Diese Folterszene ist okay inszeniert, hat aber weder spannende Dialoge („Wir hätten sie Lichter durchzählen lassen sollen?“) noch Charaktermomente von Uhura zu bieten&#8230; In welchem Raum sitzt eigentlich die moderne Popkultur gerade gefesselt?</p></blockquote>
<p>Alles bitte nicht überbewerten, aber nach dem häufig unguckbaren Gaga-Gefasel war das hier schon fast eine (normal langweilige) Archer-Episode der 2000er-Jahre. Premium-Gähnen halt.</p>
<p>Erwähnt werden sollte hier, dass es sich „natürlich“ um eine „Casablanca“-Episode handelt. Wobei lustig ist, dass sich die Handlung zwischendurch davon zu lösen scheint, dann aber noch mal RICHTIG abkupfert.</p>
<p>&#8211; Es geht viel um Papiere, Ident-Karten und Ausweise, Warnsysteme sind eher „analog“ (= helle Töne im Café).<br />
&#8211; Die Deutschen besetzen hier nicht Frankreich, sondern es sind halt Klingonen auf dem Kulturabguck-Planeten.<br />
&#8211; Es geht um Widerstandskämpfen, die sich in einer Bar bzw. einem Café tummeln.<br />
&#8211; darf ich noch das gezeigte Klavier nennen oder wirkt’s als Vergleich profan? („Spiel’s… Beam’s noch einmal, Sam.“)<br />
&#8211; Die Bekleidung vom Doc und Una erinnert extrem an Rick Blaine und Ilsa Lund.<br />
&#8211; Szenen, die quasi 1-zu-1 kopiert sind. Zum Beispiel, als die Klingonen ihren Kriegsgesang anstimmen, so dass die Einheimischen ihr Geklopfe dagegen halten. Hier mal <a href=https://youtu.be/yOliU7X1fEg?si=ubNyit5CUjA6mloI&#038;t=62>das Original.</a></p>
<p>&#8211; So richtig groß und spannend sind die Ziele anfangs nicht? Klar, man muss Uhura befreien und <b>vielleicht</b> den Widerstand gegen die Klingonen beschützen. Aber lange Zeit schleicht man einfach durch die bisherigen Orte und fragt sich den (gefühlten) Zeitlupenmodus fusselig: „Was ist hier los? Wer kann helfen? Wie geheim ist das hier GENAU? Wohin führt das Kabel an der Kneipendecke? Und was hat es mit den erwähnten 1,21 Gigawatt auf sich, Marty?“</p>
<p>&#8211; Wobei es natürlich einen schönen Casablanca-Reiz hat, dass vieles im Café spielt. Andererseits: Steht die Stasi, äh… die NSDAP&#8230; äh, der Klingonen-Fanclub wirklich lauschend an JEDER Ecke? Sooo toll sind die Herrenmenschen nun auch wieder nicht (<i>*anders ausseh, abmurks, folter*</i>).</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04d.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04d.jpg" alt="" width="730" height="516" class="aligncenter size-full wp-image-13157" /></a></p>
<blockquote><p>„Oh, mein Double! Was für ein Zufall, dass es außer Gefecht gezogen wurde, als ich eintraf.“ – „Ja, Una. Das Universum ist ein sagenhafter Ort, an dem alles möglich ist. Außer gutem Writing.“ &#8211; Was lange sucht, wird endlich blöd: Una findet endlich ihre vergiftete und eingefrorene Doppelgängerin. In der Schublade dahinter warten – als Bonus – noch ein Garak-Gastauftritt und 30 Tribbles.</p></blockquote>
<p>&#8211; Liegt es an mir oder wirkt die ganze Welt nicht durchdacht? 1930er-Jahre-Optik trifft hier eine Kryokapsel im Obergeschoss. Die Klingonen sind bereits da, müssen aber noch Kraftfelder im Orbit manipulieren, damit die Invasion wirklich „kultig“ wird. Und die von weitem gezeigte Stadt wirkt wie aus „Metropolis“, wir erleben aber eher enge Gassen, mehr dunkel als hoch.</p>
<p>Klar, das kann man alles irgendwie wegerklären, aber bei nunmehr der DRITTEN peinlich geklauten Story (die mit den Handpuppen kommt ja erst noch), bin ich nicht gewillt, der sonst viel besungenen „Künstlerischen Freiheit“ auch nur einen entschuldigenden Handkuss zuzuwerfen.</p>
<p>&#8211; Ein wenig spannend ist auch La’ans Überlegung, ob die Sonde im Orbit nun manipuliert worden ist – Die Grafikkarte sitzt schief nach dem Beamen – oder halt nicht. Erzählerisch ebenfalls schnarchig, aber wenn ich mich <b>nicht</b> ärgere, ist es schon <a href=https://youtu.be/WUL5V7QSE-A?si=kSBkd4NGB9kbUqqa&#038;t=926>Star-Trek-ASMR</a>.</p>
<p>&#8211; Dass die Sonde am Ende von Chapel manipuliert wurde, um den Grenzübertritt einer anderen Starfleet-Crew geheim zu halten, war eine Enthüllung, die okaaay daherkam. Ganz überzeugend ist das aber nicht – und viel zu schnell abgehandelt. Die Umstände und Risiken dieses Moments wären als eigene Episode vielleicht sogar spannender gewesen? (Warum dem Notsignal gefolgt? Wieso vorher nicht Starfleet gefragt? Captain totaler Wahnsinniger oder Mensch mit Helfersyndrom?) </p>
<p>Tja, und irgendwie schafft es SNW immer öfter, dass mir sogar die <b>Moral</b> des Abenteuers egal wird.</p>
<p>Dass man am Ende doch einen großen Einfluss auf dieses Volk hat, indem das EMP durch das Tun/Nicht-Tun unserer Crew aktiviert wird, interessiert mich gar nicht. Die Serie existiert eh im luftleeren Raum, was solche Fragen angeht… Bösewichte? Müssen bestraft werden, wenn Sie MEINE Crew mal kurz durchfoltern.</p>
<p>Dass der Detonator ausgerechnet am Verräter befestigt werden musste, ist dann ein nettes Detail (komischerweise NICHT vom alten Film geklaut &#8211; ein Versehen?), aber doch arg Dramaturgie-gekünstelt. Aber okay, das passt zum allgemeinen Stil, wo man Una zu 90% nur beim Rumstehen/Rumsitzen zuschaut, sie aber nicht viel aktiv <u>macht</u>. Aber okay, so ein schicker Hut schwebt ja nicht von alleine in der Luft.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04e.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.04e.jpg" alt="" width="708" height="544" class="aligncenter size-full wp-image-13158" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Ich bin unschuldig, Jungs! Das waren diese Verräter, die mir Vogel-Kaka auf den Personalausweis geschmiert haben.&#8220; &#8211; &#8222;Schweig still! Du wirst jetzt erschossen. Ausgiebig verhört werden hier nur weibliche Hauptfiguren mit Afrofrisur und aus einer 60er-Jahre-Kultserie!&#8220; &#8211; Böse ist stets der, der böse blutet: Die Auflösung ist etwas anders als bei Casablanca, wo zwar auch jemand erschossen wird, aber halt nicht an einem Checkpoint. Das passt sogar halbwegs als plot-technische Kreisschließung, weil man das vorher als kritischen Moment etabliert hat. (&#8222;Was, ein <u>Lob?</u> Klapo Long-Covid oder was?&#8220;)</p></blockquote>
<p>Die minutenlangen Schwafeleinlagen vom Doctor am Ende (&#8222;Hey, das erinnert mich an eine relativierende Geschichte, die NIX mit dem hier zu tun hat.&#8220;), gefolgt von der üblichen Selbsthinterfragung (&#8222;Haben wir das Richtige getaaan? Stimmt jetzt ab &#8211; mit euren Paramount-Abozahlen!&#8220;) sind dann auch nur die üblichen Selbstreflektions-Sticker, die von keiner komplexen Story getragen werden.</p>
<p>Aber passt ja&#8230; In der realen Welt wird es auch mal langsam Zeit, dass man die Blockade der iranischen Seeblockade um eine weitere Blockade ergänzt, damit man am Ende vergisst, worum es zu Beginn mal gegangen ist?</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Am Ende fällt es schwer, diese Episode auf ihrem niedrigen Innovations-Niveau zu bewerten.</p>
<p>Ein paar Szenen sind gelungen und intensiv, wie Unas Gespräch mit Kor, wo sich beide belauernd umrunden. Und das filmische Vorbild ist auch nicht übel, wobei das Quälende und Unaufhaltsame einer langsamen Gebietsbesetzung ausreichend rüber kommt.</p>
<p>Am Ende ist’s aber wieder eine Story, die knapp funktioniert, ABER innerhalb des Serienkosmos vor allem Cringe-Schweißtropfen hervorruft.<br />
Dass man die nettesten (Casablanca-)Szenen mit minutenlangem Kurtzman-Standard-Gefasel verbindet, hilft eben nur bedingt.</p>
<p>Mit zwei Sternen ist der ganze Mampf daher noch äußerst großzügig bewertet. Der Blödsinn mit der Doppelgängerin schenke ich der Episode hierbei großzügig.</p>
<p>Bin ja kein fieser Klingonen-Nazi.</p>
Action: 1 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 2 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Schwarzweiß ist die Haselnuss" von spark</strong><br />So, so, heute gibt es also eine merkwürdige Mischlung aus „Metropolis“ und „Casablanca“, zusammen mit der Notiz vom Geschäftsführer: &#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=OSMUZJ2LkU8" target="_blank">Spider-Noir</a> ist gerade der heiße Scheiß.&#8220;.</p>
<p>Und gab es zwischen der vierten und fünften Staffel im Kurtz-Büro einen großen Filmabend, wo die Autoren mit großen Augen einen Haufen Kino-Klassiker sahen und sich danach begeistert an die nächsten „Strange New Worlds“ Drehbücher gemacht haben?</p>
<p>Aber könnte man denen stattdessen nicht mal einen STAR TREK Film zeigen? Oder, noch besser, die alten Serien?! Kann mich schon gar nicht mehr erinnern, welche Episode mal KEIN besonderes Gimmick hatte. Und Spider-Noir hatte <a href="https://www.youtube.com/watch?v=EVCrmXW6-Pk" target="_blank">wenigstens Nicolas Cage</a>.</p>
<p>Hier noch weitere Bemerkungen zur Folge:</p>
<p>&#8211; Dass die Sonde der Sternenflotte „überhitzt“ (nicht genügend LED-Lüfter??) und dadurch in den klingonischen Raum treibt zeigt mal wieder, wie KLEIN für die Autoren der Weltraum ist. Wie lange brauchte Voyager (nein, die andere!) noch einmal nur um das Sonnensystem zu verlassen?</p>
<p>&#8211; WIE nah war das Shuttle beim Anflug auf Mat&#8217;Aar eigentlich an den D7-Kreuzer dran, ohne entdeckt zu werden? Konnte Una den Klingonen auf dem Schiff bereits zuwinken?</p>
<p>&#8211; Ernsthaft interessant: Den Alltag auf einem von den Klingonen eroberten Planeten haben wir bis jetzt noch nicht wirklich gesehen. Schade nur, dass die New-Klingonen außer einen hohen Blutdruck kaum Charakter haben. Da vermisst man doch glatt unsere Blutwein-saufenden Bat’leth Schwinger.</p>
<p>&#8211; Wurde eigentlich erwähnt, warum Mat’Aar wie die Erde in den 30ern aussieht? Oder fällt das alles wieder unter die kreative Ausrede „Weltraum groß, reicht doch?!“, wegen welcher es auch eine doppelte Una gab. Gut, soll wohl TOSig sein, aber selbst doooort gab es doch wenigstens ein paar flache Ausreden (&#8222;Vielleicht hätten wir damals doch nicht alle AfD’ler <a href="https://youtu.be/EvusFZh3ubw?t=22" target="_blank">in den Weltraum schießen</a> sollen?!&#8220;).</p>
<p>&#8211; Der Schwarz-Weiß-Look hat mir hier irgendwie nicht gefallen. Filmisch etwas billig und wenig stilvoll. Dagegen sieht <a href="https://www.youtube.com/watch?v=XVjDcUCui0w" target="_blank">Sin City 2</a> glatt aus wie&#8230; äh… Sin City.</p>
<p>&#8211; Theoretisch fand ich Kor ganz nett und erinnerte mich an die Klingonen aus Star Trek VI. Aber seine Dialoge waren sehr klischeehaft, das Gesicht starr und sein bartloses Design irgendwie bizarr. Zuerst dachte ich, der Typ wäre komplett CGI oder wenigstens mit einem KI-Filter oben drauf. Weird.</p>
<p>&#8211; Nervig auch die STÄNDIGEN Erklärungen und Kommentare von M’Benga über alles und jeden, wie ein Audiokommentar im Hintergrund. Kam für mich schon arg eingebildet rüber und hat dem Flow der Folge geschadet, man muss dem Zuschauer nicht ALLES so deutlich aufdröseln. Ist das wie diese Netflix-Taktik &#8222;Der Zuschauer schaut dauernd auf sein Smartphone, deswegen alle fünf Minuten klar machen was gerade passiert&#8220;?</p>
<p>&#8211; Einfach Kurtz ist auch der Nebenplot um die manipulierte Sonde, in welchem sich herausstellt dass Chapel an dem Teil herumgepfuscht hat um ihre Bekannten auf der USS Yang zu schützen, welche für eine Rettungsaktion und ohne Erlaubnis in den klingonischen Raum eingedrungen sind. Und nachdem La’an dies herausgefunden hat, zieht Chapel diese in die Sache auch noch mit rein. Jahaa, schon sehr kompetent und moralisch einwandfrei. Gut, dass Picard das alles nicht mitbekommen hat, eine pulsierende Schläfe kann bei ihm ja besonders gut sehen. Sippenwirtschaft ist leider auch im 23. Jahrhundert nicht ausgestorben.</p>
<p>&#8211; Hatte der Planet Makbang eigentlich Warp? Denke mal nicht, oder? Ich meine nur, wegen der Prime Directive und so. Hust.</p>
<p>&#8211; Finde es gut, dass man mit M’Benga auch krankhaften Gewalttätern eine Chance gibt. Jedenfalls kann man wieder eine neue Wegmetzel-Geschichte von ihm zu den Akten nehmen (&#8222;Und keiner war danach noch am Leben! Hach, was tut man nicht alles für den Hippokratischen Eid.&#8220;).</p>
<p>&#8211; Der Schwarz-Weiß-Look hatte nicht wirklich einen Einfluss auf die Geschichte, die wenigen Bemerkungen dazu hätte man sich auch schenken können. Früüüher (wo alles besser war) hätte man die Idee wohl etwas cleverer / witziger verwendet (&#8222;Ha-ha! Es herrscht Alarmstufe ROT und die Klingonen merken das gar nicht!&#8220;).</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Wie immer gibt es hier eine nette Grundidee, welche durch den schwarz-weißen Daumen des Kurtz leider versemmelt wurde. Auch scheinen die Macher nicht mehr wirklich Bock auf Trek zu haben, weswegen man sich jetzt verzweifelt ÜBERALL anders nach Ideen umsieht? Klar, so fünf Minuten ohne Farbe als Gag, warum nicht? Aber eine komplette Folge im Noir-Stil ist mir schon wieder ZU „special“. Und „Specials“ hatten wir eigentlich schon die ganze Staffel über mit Charakteren welche eh schon sehr &#8222;special&#8220; sind. Wo werden die Schreiberlinge sich also als nächstes bedienen? Ein Planet, wo die Crew durch die Sonne tolle Superkräfte erhält? Pike muss aus einem Gefängnis ausbrechen und buddelt dafür hinter einem Poster einen Tunnel? Scotty muss ein von Romulanern erobertes Land befreien und malt sich dabei im Gesicht blau an??</p>
<p>Man weiß es ist schlimm, wenn man sich diese Ideen tatsächlich problemlos vorstellen kann. Seufz.</p>
<p>[wertung action=1 humor=1 tiefsinn=1 punkte=4]
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		<title>&#8222;Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary&#8220; &#8211; Review</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 09:09:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Ursprünglich wollten wir – Schildhilde und ich – diesen Film sogar im Kino sehen. Doch nach der Durchsicht der Trailer kamen erste Zweifel auf: Ist diese Bildsprache wirklich die Speerspitze moderner Science Fiction? Oder doch nur eine postmoderne Annäherung an alte Klassiker, die am Ende den Geist eines LEGO-Movies atmet? Und ja, Regisseur Chris Miller [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich wollten wir – Schildhilde und ich – diesen Film sogar im Kino sehen. Doch nach der Durchsicht der Trailer kamen erste Zweifel auf: Ist diese Bildsprache wirklich die Speerspitze moderner Science Fiction? Oder doch nur eine postmoderne Annäherung an alte Klassiker, die am Ende den Geist eines LEGO-Movies atmet? Und ja, Regisseur Chris Miller hat zwei Klemmbaustein-Filme (2014 + Drehbuch 2019) tatsächlich gedreht. Aber gut, vielleicht atmet das fertige Werk ja eher den wissenschaftlichen Dunst(kreis) des Buchautoren, statt „nur“ ein Blockbuster zu sein…</p>
<p><span id="more-13145"></span></p>
<hr >
<p>Und ja, ich <u>wollte</u> diesen Film lieben – ein Verriss kam für mich ursprünglich nicht in Frage. Eher ein versöhnliches „Zumindest gibt es mal wieder so etwas“ am Ende. Denn wie hat es einmal ein kluger Mann gesagt: Ernsthafte SF mit Massenwirkung &#038; positiver Botschaft ist der Schlüssel für cooles Schlaubi-Dasein.<br />
(Wenn ich mich korrekt an mich selbst erinnere)</p>
<p>Angeheizt von Versprechungen von „Wissenschafts-Overkill“ und „Menschlichem Forschungsdrang“ erwartete ich ein Werk, bei dem einem förmlich die Tränen auf die Philosophie-Bände platschen.</p>
<p>Der Plot und um eine Weltraum-Substanz, die innerhalb 30 Jahren die Sonne und Erde verdunkelt, war da schon kein schlechter Start. Auch die Idee, dass Dr. Ryland Grace der einzige Überlebende an Bord ist, der nur durch die Zusammenarbeit mit einem Silizium-Außerirdischen zum Ziel gelangt, hatte massig Potential.</p>
<p>Um es kurz zu machen: Der Zappelphilipp liefert nicht.</p>
<p>Die Figur von Ryan Gosling wird uns als Multifaktor-Genie verkauft, das wahnsinnig nerdig mit verschiedenfarbigen T-Shirts durch ein Raumschiff purzelt. Quasi die fliegende Man-Cave mit Linsengeruch und allerlei Bastelgeräten (es fehlte nur der Satz: „Schon mal ein Rasperry Pi für die Lichtsteuerung verwendet?“), damit sich der halbgebildete Jungzuschauer wie ein „Bro“ im Geiste fühlen darf.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_1.jpg" alt="" width="630" height="399" class="aligncenter size-full wp-image-13148" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Wo bin ich nur? Und wieso habe ich das Bedürfnis, alleine eine Rakete zu steuern, während ich ein Star-Wars-Shirt trage?&#8220; &#8211; Gedächtnisverlust: Für das bekannte Videospiel-Stilmittel &#8222;Alles vergessen&#8220; muss man zu Beginn vermutlich sogar dankbar sein. Ansonsten hätte der Mann wohl NOCH fixer den Tag gerettet.</p></blockquote>
<p>Eben so eine Art allwissender Michael Burnham, nur halt mit der Fähigkeit, hochkomplexe physikalische, biologische und chemische Probleme in der Burrito-bekleckerten Unterhose zu (er)klären. Der Schweiß, die Mühe, der Zeitaufwand und die intellektuellen Knotenauflösung, die für die gezeigten Probleme notwendig sind, kommen – für mich persönlich – null rüber.</p>
<p>Mühelos und humorvoll bastelt sich der Ryland Grace z.B. ein Übersetzungsprogramm, eine verbale Datenbank (wie auch immer man dem Alien „Rocky“ erklärt hat, was ein „Movie“ ist?), erstellt interstellare Flugpläne und regelt im Alleingang alle anfallenden Aufgaben. Klar, dieses „Auf-sich-gestellt-sein“ ist der „Witz“ des Films, aber die Probleme ergeben sich nie intellektuell, sondern immer nur auf Slapstick-Ebene. Zumindest legt die Optik dies nahe.</p>
<p>Und ja, die Geschichte gibt sich wahnsinnig Mühe, irgendwie klarzumachen, warum der Hektiker (der zuletzt eigentlich nur als Pädagoge für Kinder arbeitete) der einzige ist, der die Mission durchführen kann.<br />
Tja, MICH hat’s nicht überzeugt&#8230; Auch die stellenplanmäßig „bereinigende“ Explosion kurz vor dem Start reichte mir da nicht.</p>
<p>(„Sie sind jetzt der einzige. Unser Mitarbeiter Bud Spencer wird ihnen daher einen Scheitel ziehen, um Ihnen das Mitkommen zu erleichtern.“)</p>
<p>Dass der Mann sich eher ungeschickt anstellt, ist gar nicht sooo das Problem, hat die Story aber fast im Alleingang ausreichend torpediert.</p>
<p>Nicht, weil ich Doofmannshumor immer blöd finde, ABER: wenn die ernsten Weltraum-Probleme dutzendmal in den Hintergrund geraten, weil Mister Loch-im-Socken – ungelogen! – dreißigmal mit dem Raumanzug irgendwo hängen bleibt, geht der Spannungsofen endgültig aus. Und nie wieder an.</p>
<p>Ich merkte sogar, dass ich richtig sauer wurde, wann immer ich einen ruhigen „Außendreh“ erwartete, wo man mal ein Gefühl für die beiden Raumschiffe bekommt – man aber eine Sekunde wieder in einer unspektakulären Kapsel war, von der ich 7 Tage später nicht mehr sagen könnte, wie die Farbe, der Grundriss oder die Konsolen beschaffen waren.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_2.jpg" alt="" width="633" height="366" class="aligncenter size-full wp-image-13149" /></a></p>
<blockquote><p>Das Design von &#8222;Rocky&#8220; stellte mich nicht ganz zufrieden. Einerseits wirkt das Wesen haptisch und sogar etwas &#8222;schief gebaut&#8220;, was gelungen war. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass Silizium-Lebewesen wie zehn Felsen funktionieren, die man an einigen Nahtstellen mit Kaugummimasse verbunden hat. (Wie Vermehrung? Stoffwechsel? Wachstum?)</p></blockquote>
<p>Eine Annäherung an das Weltall und an fremde Kulturen findet hier halt nur auf „dem Papier“ statt. Was im Buch vermutlich gut gelungen ist, wird hier zu einer wahnsinnig hektisch geschnittenen Veranstaltung für Menschen, die „Aliens“ für Wesen halten, die auf Kommunikationsanfragen ausschließlich mit einer WhatsApp reagieren.</p>
<p>So habe ich z.B. krampfhaft rauszufinden versucht, wie die schwarze Schnodderseuche GENAU durch den Weltraum reist, wie das GENAU mit den Frequenzen, der (Licht-)Abdunklung und den generellen Richtungsangaben funktioniert, und und, und…<br />
Bei vielen dieser Themen bleib es bei einer achsel- und kamerazuckenden Meldung namens <i>Fehlanzeige.</i> Vor allem die Tatsache, dass man die Fresspartikel als Antrieb nutzt, fand ich (theoretisch) unglaublich spannend. Am Ende sorgte dieses Plot-Device nur dafür, dass das Schiff sich geschmeidiger bewegt als die Enterprise beim ADAC-Slalomfahren.</p>
<p>Zugegeben, vieles wird wohl mit einem Halbsatz erwähnt, während man Ach-so-nerdig die Treppe rauffällt. Trotzdem wird auf Menschen, die auf solche Details achten <b>wollen</b>, keine Rücksicht genommen.</p>
<p>Das Alien „Rocky“ wäre ebenfalls ein Fall für Kulturpessimisten: Er mag ja ganz niedlich sein, krabbeln, klettern, grunzen, fiepen und grollen, aber am Ende findet hier kein Interspezies-Austausch statt: Der Astronaut überschüttet das offensichtlich weit(!) entwickelte Wesen mit eigenen Ideen, eigener Technik und popkulturellen Gags, bis das Steinwesen einfach blödelnd nachgibt – und zu einer Art Menschenaffe mit Filmwissen wird.</p>
<p>Sehr hätte mich z.B. interessiert, wie das andere Raumschiff aussieht. Oder wie man versucht, die unterschiedlichen Forschungsergebnisse digital zusammen zu legen. Stattdessen konzentriert man sich auf Popmusik, während man sich im Schlaf aneinander kuschelt. Natürlich mit Plastikscheibe dazwischen, die wohl einen organisch gewachsenen Kristall darstellen soll. </p>
<p>Nur am Rande gefragt: Wurde das Produktionsdesign nicht allenthalben sehr gelobt? Von wem eigentlich? Ich will die Namen jener Augenlosen hören!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/Hail_3.jpg" alt="" width="736" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-13150" /></a></p>
<blockquote><p>Selbst im Pausenmodus wirkt das fremde Raumschiff (z.B.) mit seinen goldenen Stäben nicht sehr beeindruckend. Warum auch immer es so extrem extravagant geformt ist&#8230; Die unruhigen Schnitte, bei denen die fokussierten Bildelemente, Kontraste und inhaltlichen Schwerpunkte häufig wechseln, sind daran nicht unschuldig.</p></blockquote>
<p>Ich könnte noch auf dem Ende herumreiten, das erstaunliche Ähnlichkeit mit „Star Trek &#8211; Strange New Worlds“ hatte. Dahingehend, dass nach der Plot-Klärung noch ein Rückblick, eine Nachbetrachtung, ein ruhiger Moment, ein Trauma-Moment, ein lustiger Moment und eine allerletzte Erklärbär-Situation folgen. Da fehlte echt nur noch der dritte oder vierte Popsong im Abspann, gefolgt von einer Post-Credit-Scene.</p>
<p>Theoretisch müsste man dem Film sogar noch penetranter auf den Zahn fühlen, was einige Implikationen angeht (= Wer hat wann WAS entschieden? War das bloße Zurücksenden des rettenden Materials zur Erde nicht arg egoistisch, da in diesen kleinen Röhren viel unsicherer?).</p>
<p>Aber da vieles abgekürzt oder vereinfacht wird, kann ich mir nie sicher sein, dass nicht was an mir vorbeirauschen konnte (oder gar <b>sollte?</b>).</p>
<p>Dass irgendwas im Buch besser erklärt wird, interessiert mich da wenig. Ein Film muss inhaltlich funktionieren, auch wenn ein Rocky-Racker nur halb so niedlich wäre.</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</u></b></p>
<p>Ich weiß, Leute… &#8222;Hail Mary&#8220; wird sehr gefeiert.</p>
<p>Wer jedoch <i>gerade</i> das Ernsthafte und Ruhige liebt, wird sich bei vielen (unterschwellig eingesetzten) Design- und Dialogentscheidungen die Haare raufen. Teilweise wirken die Vorbesprechungen zu der Mission sogar wie Kasperletheater, bei der man die anderen (Militär/Forscher-)Handpuppen höchst unwillig ins Bild schiebt.</p>
<p>Der „Coole“ ist ausschließlich Kuscheldude und Universalgenie Ryan Gosling &#8211; und nicht die Wissenschaft, fremde Lebensformen oder die Menschheit, die hier nur von zwei Lagerhallen und fünf Nebendarstellern repräsentiert wird&#8230;</p>
<p>Schauspielerisch wabert das Erleben hier zwischen liebenswerter Chaot aus den 90ern (Tom Hanks), Filmstar aus den 30ern (Laurel &#038; Hardy) und Comicladen-Besitzer aus den 00ern („Big Bang Theory“) herum. &#8211; Was ich sogar schlimmer finde als das ausdruckslose Dreinschauen in vielen Klassikern (&#8222;Odyssee im Weltraum&#8220;). Da BLIEB man wenigstens bei seiner begrenzten Stimmung.</p>
<p>Von bisher ungenannten Hilfsmitteln wie &#8211; z.B. &#8211; seeehr späte Erklär-Rückblenden ganz zu schweigen.</p>
<p>Aber gut, zwischen den Tränendrückermomenten, der Dudelmusik und dem ablenkenden Schnittgewitter verbergen sich durchaus 15 guten Filmminuten, die sich quer durch das Werk finden lassen.</p>
<p>Eben eine Schnitzeljagd für die ganze <s>Familie</s> Menschheit&#8230;</p>
Action: 2 von 3 - Humor: 2 von 3 - Tiefsinn: 2 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Lehrer... Leerer im Weltraum" von hilde</strong><br /><br />
Im Grunde versucht Der Astronaut nichts falsch zu machen – jedenfalls nicht für ein Publikum unter 15 Jahren oder mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs.</p>
<p>Schnelle Schnitte, eine nicht-chronologische Erzählweise und ein permanenter Erklärmodus – so hastig heruntergerattert, dass man als Zuschauer kaum hinterherkommt – sollen offenbar Tiefgang simulieren. Wer Fragen hat, bekommt einfach die nächste <b>Hochglanz-Weltraumaufnahme</b> serviert. Doch mich lockt so etwas jedenfalls nicht aus dem Schildkrötenpanzer.</p>
<p>Hierfür setzt man Ryan Gosling als drolligen Allround-Wissenschaftler mit reichlich alberner Gesichtskomik vor die Kamera.</p>
<p>(Übrigens: Seine Brille wird im gesamten Film offenbar nie fettig. Jeder Brillenträger weiß, wie absurd das ist. Stattdessen rutscht sie ihm gelegentlich von der Nase – „Haha, Brille runter!“ Offenbar reicht das schon als Gag. Nun ja&#8230; ?)</p>
<p>Dazu stellt man ihm mit Sandra Hüller eine hervorragende Schauspielerin zur Seite, die hier allerdings völlig deplatziert wirkt, und lässt den Rest der internationalen Crew zügig aus dem Drehbuch verschwinden. Denn <i>natürlich</i> muss am Ende der US-Amerikaner den großen Helden geben.</p>
<p>Die visuellen Effekte sind durchaus gelungen. Was mich dagegen permanent genervt hat, war der Soundtrack: ständiges Gedudel ohne jede Dramatik, plötzlich lustige Bongo-Trommeln, ein völlig deplatzierter Tango im Weltall – und dann wird auf der Abschiedsparty auch noch gesungen. Das hatte für mich stellenweise Disney-Niveau.</p>
<p><b>Rocky mochte ich dagegen wirklich sehr.</b></p>
<p>Die Figur hätte enormes Potenzial gehabt. Umso mehr hat mich gestört, dass er trotz seiner Intelligenz stellenweise eher wie eine verniedlichte, affenartige Kreatur wirkt als wie eine wirklich fremde Spezies.</p>
<p>Für mich ist Project Hail Mary / Der Astronaut eine typische, weichgespülte, vorhersehbare Hollywood-Produktion ohne Seele und ohne echte Alleinstellungsmerkmale. Vieles wirkt wie ein Sammelsurium bekannter Ideen, anstatt etwas Eigenständiges zu erzählen. Über weite Strecken erfüllt der Film einfach die Erwartungen, ohne jemals zu überraschen oder Risiken einzugehen. Das Ganze erinnert eher an austauschbare Familienunterhaltung: <i>„Ein Hund namens Rocky im Weltall“ – „Oh, haha, was haben wir gelacht.“</i> Das ist weniger anspruchsvolle Science-Fiction als vielmehr eine bewährte Hollywood-Kuschelformel.</p>
<p>Besonders nervtötend fand ich, wie oft der Film versucht, Emotionen zu erzwingen: Freundschaft und Zuneigung, Trauer und Verlust. Und was bitte sollte diese merkwürdig „lustige“ Beerdigung? Szenen wie diese werden in vorhersehbaren Sequenzen inszeniert und mit einem permanent anschwellenden Soundtrack unterlegt. Statt Gefühle natürlich entstehen zu lassen, drückt der Film ununterbrochen auf die emotionale Knopfleiste. Ich fühlte mich eher manipuliert als berührt.</p>
<p>Immerhin: Wäre Rocky gestorben, hätte ich den Film vermutlich sofort abgebrochen. Er war/ist wenigstens <i>eine</i> Figur, die mir wirklich sympathisch war.</p>
<p>Und dann dieser kindische Biolehrer<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />?, der <b>natürlich</b> am Ende zum großen Helden wird. Ernsthaft? Wie billig und vorhersehbar kann ein Drehbuch eigentlich sein?</p>
<p>Mit <i>„Der Marsianer“</i> – ebenfalls nach einem Roman von Andy Weir – oder <i>„Arrival“</i> von Denis Villeneuve kann <i>„Der Astronaut“</i> für mich nicht mithalten. Diese Filme nehmen ihr Publikum ernster, verzichten auf derart offensichtliche Gefühlsmanipulation und entwickeln ihre Figuren und ihre Spannung deutlich subtiler.</p>
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Ich hatte ohnehin keine besonders hohen Erwartungen an den Film. Trotzdem hat er mich am Ende mehr enttäuscht als das &#8211; meiner Meinung nach &#8211; furchtbar kitschige Finale von <i>„Interstellar“</i>.</p>
<p>Ja, <i>„Der Astronaut“</i> ist technisch ordentlich gemacht und wird sicher viele Zuschauer glücklich machen – vorzugsweise in der Sonntags-Familienvorstellung. Für mich bleibt er aber ein austauschbarer Hollywood-Wohlfühlfilm, dem der Mut fehlt, wirklich fremd, unbequem oder überraschend zu sein.</p>
<p>Wie schafft man es eigentlich, fast zweieinhalb Stunden Film zu drehen und dabei so wenig nachhallen zu lassen? Kubricks <i>„2001: Odyssee im Weltraum“</i> beweist, dass Langsamkeit kein Selbstzweck ist. Dort wächst mit jeder Einstellung das Staunen, die Ehrfurcht und dieses wunderbare Gefühl kosmischer Ohnmacht. Der Astronaut verwechselt dagegen Tempo mit Tiefe und Dauer mit Bedeutung.</p>
<p>So&#8230; der Dampf ist nun endgültig aus meinem Panzer verzischt.</p>
<p>&#8222;Bump fist!&#8220;</p>
<p>(Ja, Rocky – ich weiß. Eigentlich heißt es &#8222;fist bump&#8220;. Aber &#8222;bump fist&#8220; klingt einfach steiniger.)</p>
<p><b><u>Bewertung: 2 von 5 Sternen</b></u><br />

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		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.03 &#8211; &#8222;Human Best Friend&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 14:02:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[Verrückte Episoden sind bei SNW inzwischen mehr die Regel als die Ausnahme: In treudoofer, regelverletzender Regelmäßigkeit wird dem Trek-Universum ordentlich auf den Hut geschissen. Irgendwas wird schon hängen bleiben, wenn es schon keine neuen Völker sind. Diesmal muss sich die Crew auf einem Ferienplaneten zusammenreißen, nachdem man einen mächtigen Filmriss hatte. Das ist nämlich lustig, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Verrückte Episoden sind bei SNW inzwischen mehr die Regel als die Ausnahme: In treudoofer, regelverletzender Regelmäßigkeit wird dem Trek-Universum ordentlich auf den Hut geschissen. Irgendwas wird schon hängen bleiben, wenn es schon keine neuen Völker sind. Diesmal muss sich die Crew auf einem Ferienplaneten zusammenreißen, nachdem man einen mächtigen Filmriss hatte. Das ist nämlich lustig, humorig und soll sogar teilweise witzig sein. Und das sind ja quasi drei Shots auf einmal? Darauf ein Fass Strohrum, Qapla’!</p>
<p><span id="more-13133"></span></p>
<hr >
<p>In dieser Episode gelangt man – weil es die selbstverordnete Stimmungs-Diversität dieser Serie verlangt – in eine Art „Hangover“-Filmhandlung. Wobei ich hier schon sagen muss, dass ich den ersten Teil dieser 2009 gestarteten Reihe bereits nach 20 Minuten abgebrochen habe. Nichts gegen Albernheiten, aber mittelmäßige Comedy wird mit Alkoholverherrlichung nur unwitziger.</p>
<p>Doch zurück dieser Episode hier, in der die besonderen Gase eines Planeten zu einer toxikologischen Wirkung führen… Was ich an sich schon für eine unsinnige Idee halte. Wie gut, dass man danach häufig von &#8222;normalem&#8220; Alk spricht, was die Handlung&#8230; äh&#8230; &#8222;besser&#8220; macht?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03e.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03e.jpg" alt="" width="859" height="521" class="aligncenter size-full wp-image-13135" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03e.jpg 859w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03e-768x466.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 859px) 100vw, 859px" /></a></p>
<blockquote><p>„Liebe Kinder, wenn ihr diese Episode gesehen habt, so denkt immer daran: Drogen sind erst dann okay, wenn euch ein hektischer Mann mit Stehhaaren gesagt hat, dass euch gefallen wird. Natürlich solltet ihr trotzdem vorsichtig sein. Überprüft also NACH dem Erlebnis, ob die Dosis eventuell zu groß war. Fragt dazu gerne die Mitarbeiter im Krankenhaus &#8211; oder im Bestattungsinstitut &#8211; , ob sie euch helfen können.“</p></blockquote>
<p>[Kleiner Vergleich, nur mal zum Reinfühlen:<br />
„Captain Picard? Wir werden alle Führungsoffiziere unseres mächtigen Schlachtschiffes auf den Planeten runterbeamen, damit sie das gasförmige LSD einatmen, das bei jedem völlig anders wirkt. Wie finden Sie das?“ – „HA! Da joint man doch gerne! Verstehst du? Einen JOINT! Ich lach mich tooot.“]</p>
<p>Wobei ich zugeben muss: Die erste Vorstellung des Gaga-Urlaubs gefiel mir dabei gar nicht mal so übel. So richtig mit Werbevideo und so.</p>
<p>Oft kennt man das ja von Star Trek, dass die „Vergnügungsplaneten“ eher Parklandschaften mit angeschlossenen „Wahnsinnszonen“ sind (1.15, TOS, „Landurlaub“), an denen die Aliens noch mal etwas pappiger und die Visionen etwas erdiger sind. (= Löwen, Hasenkostüme, Ritter, holde Maiden…)</p>
<p>Bei TNG und DS9 durfte Risa dann etwas mehr raisen… äh, reißen: Hier gibt es immerhin eine Wetterkontrollstation mit benachbarten Bums- und Massageecken. Also der typische Unterschichten-Straßenzug eher ärmerer Großstädte.</p>
<p>Doch in DIESER Episode hier kommt zumindest mehr Malle-Stimmung auf. Landschaftlich zwar nicht, dafür tanzen die Statisten aber Ringelpitz mit Auskotzen – spürbar gut gelaunt.<br />
Das gezeigte Werbevideo sieht zwar arg nach <i>unserem</i> Jahrhundert aus (und irritiert kurz mit Animationssequenzen wie aus „The Animated Series“), aber es gibt ja auch Fanservice, dem ich etwas abgewinnen kann.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03f.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03f.jpg" alt="" width="803" height="525" class="aligncenter size-full wp-image-13136" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03f.jpg 803w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03f-768x502.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 803px) 100vw, 803px" /></a></p>
<blockquote><p>„Was sagst du? Wasser ist die Flüssigkeit, auf dem fast alle Lebensformen basieren? Hipps, das sehe ich andersch!“ – Für die Torfköpfe unter den Zuschauern: Später verschmilzt Spock mit einer Zimmerpflanze. Bitte geben Sie vor dem Lachen acht, dass sie nicht innerhalb einer gesetzlichen Ruhezeit ihre Nachbarn und/oder Wohnungsgenossen stören – oder Sie sich an Nahrungsmitteln verschlucken könnten.</p></blockquote>
<p>Etwas weniger kultig fand ich da eher die SNW-Art, mit der man uns zu Beginn verklickert, dass die Crew total gestresst ist. Statt uns in den ersten 5 Minuten eine Minimission zu zeigen, bei der alle kleine Fehler machen &#8211; oder sich zumindest nicht die Haare gekämmt haben -, ist alles wieder auf eine sehr albernen, persönlichen Gefühlsebene. Sprich: Beim üblichen Alkoholiker-Abend an der Bar nervt man sich gegenseitig mit genervten Blicken und Beziehungsproblemchen. Was uns aber zusätzlich von Pike und Una ERZÄHLT werden muss, damit der Drehbuchautor danach nicht selbst wegen Stress in die Ferien muss…</p>
<p>Der Kleinkrieg zwischen Scotty und Ortega hat da zwar mehr zu bieten (= er nervt sie mit technischen Warnmeldungen auf ihrer Konsole), aber der frühere „Kompetenz-Porn“ aus den 90ern muss dadurch halt einem harmlosen „Stets-bemüht-Rubbelfilmchen“ weichen.</p>
<p>Generell ist es dramaturgisch eine wilde Idee, eine Crew drogenmäßig „aufzulockern“, die bisher nicht durch Professionalität aufgefallen ist. Einerseits passt es ganz gut (ich sage nur: „Musical-Folge“), andererseits könnte man ja auch mal auf einem Planeten gehen, der <b>Ernsthaftigkeit</b> und <b>Wissenschaftlichkeit</b> anregt. So als wahres Kontrastprogramm?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03g.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03g.jpg" alt="" width="878" height="525" class="aligncenter size-full wp-image-13137" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03g.jpg 878w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03g-768x459.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 878px) 100vw, 878px" /></a></p>
<blockquote><p>„Hallöchen, Jungs und Mädchen. Ich kann die Worte ‚Geilen Arsch hast du‘ in 26 intergalaktischen Sprachen sagen!“ – Für’s Draufklatschen haben wir ja schon unsere Stirn: Star Trek zeigt uns eine wahnsinnig weiterentwickelte Menschheit. Im Hintergrund wird z.B. gerade erforscht, ob in die Rauchpartikel in der Bong ihren Quantenzustand auch in der Lunge behalten.</p></blockquote>
<p>Und so muss man halt früh entscheiden, ob man den nachfolgenden Absurditäten eine Chance geben will. Die „Stärke“ der Episode ist natürlich: Langweile ist ausgeschlossen. Das ist schon klar, als Erica mit Andorianischen Party-Plastikantennen(!) auf dem Kopf aufwacht &#8211; und Scotty in einem TOS-Alienkostüm verprügelt.</p>
<p>Trotzdem ist die Episode bereits jetzt verschenkt, wenn man bedenkt, dass solche Storys früher oft ein Vehikel waren, um die inneren Erlebniswelten der Crew rauszukitzeln. Oder gar die Persönlichkeit dauerhaft zu erweitern.</p>
<p>(Die „Drogen“ konnten da auch ein Virus, eine DNA-Veränderung, Gift im Essen oder ein telepathischer Einfluss sein. Alles, was die innere Dämme niederriss, war früher oft spannend. Spock weinte dann, Picard sowieso, manche wurden misstrauisch oder rattig – wie halt Data und Tasha)</p>
<p>Gehen wir die Mini-Storys doch mal durch:</p>
<p>&#8211; Spock sieht in seinem Zimmer eine Halluzination von Kirk, weil er sich wünscht, ihn zu drücken. Und logische Brettspiele zu spielen. Kein Chaos, kein größerer Wahnsinn. => Schöne Idee, weil sie auf den ersten Blick harmlos und spockig erscheint. Andererseits ist der Fanservice hier so durchschaubar wie das Luft zwischen den Ohren des anvisierten Publikums. Und der Schulterdrücker ist etwas zuuu sehr Bromance-Getrieben. Was in TOS eine Szene für die Ewigkeit gewesen wäre, ist hier halt ein weiterer „Paul-Pascal, schreibt bitte noch drei Drehbuchzeilen!“-Moment.</p>
<p>&#8211; Später verschmilzt Spock mit einer Zimmerpflanze, um das Shuttle zu finden. Warum das SOFORT funktioniert? Keinen Plan. Der Gag ist stark genug, um das Ergebnis zu rechtfertigen?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03h.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03h.jpg" alt="" width="846" height="528" class="aligncenter size-full wp-image-13138" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03h.jpg 846w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03h-768x479.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 846px) 100vw, 846px" /></a></p>
<blockquote><p>Habt ihr auch manchmal die Fantasie, die hier aufgeführten Produzenten zu einem Bier einzuladen? Die Flasche müsste auch nur ein gaaaanz klein wenig abgebrochen sein. </p></blockquote>
<p>&#8211; Uhura rennt in sexy Kleidung rum, hört in zugequalmten Räumen substanzlose Stampfmucke und hat (laut Erica) „weiche Hände“? => Passt soweit zu ihr, da sie bisher das größte Hohlbrot der Besatzung ist – auch wenn das Rennen knapp war.</p>
<p>&#8211; Una singt klingonische Popsongs auf einer Bühne, die aber eigentlich Popsongs unserer Zeit sind?! => Hier hat man erstmals das Gefühl, selbst etwas zu tief ins Glas geschaut zu haben. Oder in die Heroinspritze.</p>
<p>&#8211; Der Doctor jongliert Drinks an der Bar und macht den alten „Es ist grün“-Gag. => Harmlos, doof, ohne Charakteraussage. Wobei das schon fast <b>positiv</b> ist, wenn man bedenkt, wie sehr man die Figur bereits zerstört hat. Als Whiskeyschwenker kann man wenigstens keine Klingonen abstechen?</p>
<p>&#8211; Pike lässt sich als irre lachender Psychopath den Körper tätowieren. => Fand ich vom Verhalten fast schon am „schlimmsten“. Natürlich kann man das später aufgrund seiner Drogen-Beeinflussung wieder wegrelativieren, aber wenn man viele seiner Episoden zusammennimmt (Kochen, Labern, Hadern, sich als Halluzination die Finger abschneiden…), so entsteht das Bild einer Vorbildfigur, die man als Chef wohl nur in unseriösen Start-Ups findet.</p>
<p>(„Heeey, ich biiin’s, der Stromberg der Generation Alpha! Dieses Jahr findet unser Betriebsausflug in einer Online-Lobby statt. Da zeigt euch der Papa mal, wie ich vor 5 Jahren bei Fortnite rasiert habe!“)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03d.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03d.jpg" alt="" width="902" height="530" class="aligncenter size-full wp-image-13139" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03d.jpg 902w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03d-768x451.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 902px) 100vw, 902px" /></a></p>
<blockquote><p>„Und deshalb ist Diplomatie der Schlüssel zum Schnapsladen des Universums. Oder so.“ – Neue Abenteuer auf Tatooin: Dies kann man bei deeem Gesicht schon fast „Arschgeweih“ nennen? Und ja, manchmal findet man positive Aspekte an ungewohnten Orten. ICH zum Beispiel fand an dieser Episode total super, dass man aussagekräftige Screenshots in Massen bekam. Fast schon nervig, zu diesem Käse ein ausreichend langes Review zu schreiben?</p></blockquote>
<p>&#8211; Scotty kann das Shuttle nicht finden, weil die Kleine an der Rezeption ihm einen Chip(!) gab, den er verbummelt hat?! Und Anfunken geht nicht, weil Scotty den einzigen Tricorder den Balkon runterwirft?! Was kommt als nächstes? Die abnehmbaren Warpgondeln bei „Starfleet Academy“ gehen in der klingonischen Waschstraße verloren?</p>
<p>&#8211; La’an verkloppt Wegelagerer, um eine Spur des Shuttles zu finden? => Total „lustig“, da man den Verkloppten als Nicht-Wesen darstellt. Weil in der Ferne gezeigt, düster gekleidet, mit lustig-begleitenden Gesichtsausdrücken von Erica und so. – Positiv: Dieses Mindset brauchen wir für einen eventuellen Drohnenkrieg?</p>
<p>&#8211; Dendru, der Fun-Verwalter, lässt Erica und Scotty entführen, weil sie das wegen ihrer inneren Wut „brauchten“ und man ihnen auf dem Planeten gibt, was sie „sich wirklich wünschen“. => Eigentlich eine nette Idee. Psychologisch wird das aber abermals unterfüttert von irgendwelchem Blabla über tiefsitzende „Verunsicherung“ – und zwar Richtung Erica geraunt.</p>
<p>Weil alle Girls in der Serie mit 30 Jahren erst eine 20-jährige Berufserfahrung haben? Und trotzdem nur auf dem Stand einer 15-Jährigen sind? </p>
<p>&#8211; Chapel hat ja schon seit mehreren Episoden nichts mehr zu tun. Hier darf sie Bingo spielen (nicht mal eine kreative Alien-Variante davon!), was in eine Schlägerei mit irdisch gekleideten Ghul-Ommas mündet?!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.03a.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4.03a.jpg" alt="" width="721" height="377" class="aligncenter size-full wp-image-13140" /></a></p>
<blockquote><p>„Pullover-Power, vereine dich! Ab jetzt spielen wir nach Klapowskis Bingoregeln!“ – „Genau, jede SNW-Folge über Durchschnitt ergibt ein Kreuz. Das wird euch eeeewig hier festhalten!“ &#8211; Inzwischen gehen die Macher so weit, ihre irremachenden Gase in MEIN Wohnzimmer einzuleiten. Oder seht ihr diesen Screenshot etwa auch?</p></blockquote>
<p>Die ganze Episode fällt für mich persönlich schon deswegen auseinander, weil ich ständig mein alternatives Drehbuch im Kopf mitschreibe. So in der Art:</p>
<p>Erica: „Im derzeitigen Zustand ist die Crew eine Gefahr für sich und andere. Wir müssen Kontakt zum Schiff aufnehmen und die verbleibenden Wissenschaftsoffiziere bitten, ein Gegenmittel herzustellen. Natürlich müssen wir die Ergebnisse eines Bluttests mitschicken. Hier wird es ja Krankenhäuser und medizinische Scanner geben.“</p>
<p>Scotty: „Hm… Aber da der Planet absichtlich technologisch eingeschränkt ist, wird das schwieriger? Wobei, der hiesige Verwalter hat uns ja kontaktiert. Alles, was wir tun müssen, ist, den hiesigen Sicherheitsdienst aufzusuchen, die Politik oder gesellschaftlich relevante Personen.“</p>
<p>Im Ernst, DAS fände ich weitaus spannender, als dem Discjockey den perfekte Goove zu bescheinigen. Aber wer bin ICH schon? Ich würde ja lieber mit Karl Lauterbach abhängen als mit Dieter Bohlen.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03c.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03c.jpg" alt="" width="835" height="467" class="aligncenter size-full wp-image-13141" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03c.jpg 835w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03c-768x430.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 835px) 100vw, 835px" /></a></p>
<blockquote><p>„Ich hatte gleich das Gefühl, dass das eine blöde Idee war.“ – „Wisst ihr, was die blödeste Idee ist? Die Episode geht ab jetzt immer noch 15 Minuten!“ – Abflug-B(e)reit: Nach dieser Szene geht es mit Katerstimmung zu einem errrnsten diplomatischen Empfang und einer Erica/Scotty-Story um eine versteckte Bombe. Da bleibt kein Auge trocken und kein Schenkel unbeklatscht. Aber klar, derart tiefgründige Abenteuer erfordern einen epischen Nachklapp.</p></blockquote>
<p>Dass die Episode einen Teil ihres „Wir wagen das einfach mal“-Selbstbewusstseins wieder verliert, weil man gleich bei ZWEI Filmen klaut („Hangover“ und „Dude, Where’s My Car?“), kommt da noch erschwerend hinzu.</p>
<p>Von der weiterentwickelten Menschheit, die auf Alkohol und profane Vergnügungen eher pfeift (auch bei DS9 hat man das noch gut angedeutet), bleibt hier eh nichts mehr übrig. Ob man damit neue Zielgruppen gewinnt, indem man jungen Menschen das zeigt, was sie auch ohne Cringe-Opa-Serien im <b>realen Leben</b> haben könnten, wage ich bezweifeln.</p>
<p>Erneut zeigt sich, dass man hier einfach wild rumprobiert, bis irgendeine (Fremd-)Idee der letzten 20 Jahre greift. Man spürt quasi die verzweifelten Stifteschwinger, die im Netz danach schauen, welche Hirnschiss-Episoden bei den paar SNW-Fans am besten ankommen.<br />
Immer auf der Suche nach dem sagenumwobenden „Einhorn“. Dem Erfolgsrezept, dass die Zielgruppe „Yiiihaaaa“-brüllend über den Hügel &#8211; und ins Franchise &#8211; reiten lässt.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/08/SNW_4_03b.jpg" alt="" width="625" height="436" class="aligncenter size-full wp-image-13142" /></a></p>
<blockquote><p>„Na, hat euch das Gesamtbild dieser Episode gefallen? Es gab alle Starfleet-Tugenden auf einmal: Gewalt. Drogenkonsum. Nebencharaktere, die nur innerhalb einer bestimmten Szene funktionieren. Menschliche Klischees von Hotelzimmern und Boomer-Partys. Spock als Trottel. &#8211; WENN es euch gefallen hat, dann schreibt JETZT einen langen Entschuldigungsbrief an Neelix, Rom und Wesley. Für alles, was ihr je an ihnen kritisiert habt.“</p></blockquote>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u> Dies wäre eine „gute“ Episode für &#8222;Starfleet Academy&#8220; gewesen. Und dort sogar passender.</p>
<p>HIER muss man sich ständig fragen, warum sexualisierte Outfits, sexualisierte Bemerkungen, Popmusik, Alkohol, Kostümierungen und Doofie-Fanservice (Tribble rollt rum, klingonische Klinge steckt in der Wand) unbedingt gezeigt werden müssen.</p>
<p>Lässt man die ggf. gnädigen Bewertungen für einzelne Szenen außen vor, bleibt außerdem die Frage, warum man ERNEUT (nach TOS, TNG, DS9, VOY, ENT) in piefige Partykeller und/oder Gartenanlagen reisen muss, um doch nur in Bars, Bumsbetten, Pools und Lounges abzugrooven.</p>
<p>Eine neue, trekkige Entdeckung der Konzepte „Entspannung“, „Gehirnstimulation“, „Geheime Wünsche“ oder „Schöne Landschaft“ wäre mal an der Zeit gewesen. Zumal ich das Gefühl habe, dass „Lower Decks“ mindestens drei Folgen zu dem Thema hatte und zweieinhalb bessere Gags geliefert hat?</p>
<p>Zugegeben, irgendwie unterhaltsam ist das natürlich. Die wichtigere Frage ist aber:</p>
<p>WANN HÖREN DIE ENDLICH MIT DEM SCHEISS AUF? </p>
<p><u>Bewertung als schräge Doofie-Folge, die sich am Ende zieht:</u></p>
Action: 2 von 3 - Humor: 2 von 3 - Tiefsinn: 1 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
<p><u>Bewertung als reine Trek-Episode:</u></p>
Action: 2 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 1 von 3 - <strong>Gesamt: 2 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Ey Mann, wo is’ mein Shuttle?" von spark</strong><br />Du magst Marvel-Filme? Du bist zudem ein Fan der „Hangover“-Reihe?</p>
<p>Dann hast du &#8222;Glück&#8220;! Denn mit der neuen Folge „Human Best Friend“ bekommst du BEIDES auf einmal im unpraktischen Doppelpack! Sorry, aber irgendwas wirst du schon angerichtet haben, um SO ETWAS zu verdienen.</p>
<p>Dabei habe ich eigentlich gar nichts gegen gelegentliche Spaß-Episoden, sowas hatten die anderen Serien ja auch. Nur befinden wir uns hier bereits auf einem derart bizarren Niveau, dass man die Grundideen auch problemlos für „Lower Decks“ hätte verwenden können: Pike im Tattto-Shop, klingonisches Karaoke, Spock sieht andere Personen als Kaktus, Chapel beim Rentner-Bingo. Gut, EIN oder ZWEI solcher Gags, etwas subtiler im Hintergrund, wären vielleeeeicht sogar ganz humorig gewesen? Wenn man beide Tränendrüsen zudrückt?</p>
<p>Aber dieses durchgeknallte Hangover im SciFi-Gewand lässt einen nur (negativ) verblüfft zurück. Ich würde wirklich gerne mal eine Aufnahme im Autorenraum sehen, wo sich alle Beteiligten besoffen-amüsiert plus laut gackernd die beklopptesten Ideen zuwerfen und sich dabei noch gegenseitig auf die Schulter klopfen („Bwahaaa! Köstlich, Kathryn, deine Szene wo Pike mit dem Biker-Tattoo im Gesicht rumläuft! Hohooo, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=BN-cQ7ZjJ54" target="_blank">wie originell</a>!“).</p>
<p>Erklärt wird das spaßige Verhalten der Crew mit der „besonderen“ Atmosphäre des Urlaubsplaneten Cesnar in lustloser Videospiel-Optik. Denn kaum geht die Shuttle-Tür auf gibt es einen albernen CGI-Drogeneffekt, welcher alle unsere Helden in wandelnde Klischee-Stoner verwendelt. Dann lieber <a href="https://youtu.be/KyyK9uhdqYk?t=5" target="_blank">die angesäuselten Spießer</a> in „The Naked Now“ von TNG („Captain, die Trainingsabteilung befiehlt allen Offizieren die Teilnahme an einem Metaphysik-Vortrag!“ &#8211; „Diese perversen Schweine!“).</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Puuuh, selbst für Kurtz-Trek-Verhältnisse war es dieses Mal hart. Ich meine, WENN wir noch lange Staffeln mit bis zu 26 Folgen hätten UND der Rest davon eher normal wäre, DANN könnte man diese Folge wohl als kleines Gag-Experiment akzeptieren, welches man mit einem einmaligen „amüsiert durch die Nase ausatmen“ loben könnte. Gereicht hat es bei mir aber nur für ein verwirrtes Stirnrunzeln und in Verachtung gefletschte Zähne. Alles wie immer also.</p>
<p>Nach fünf Staffeln Balla-Balla mit (SEHR) wenig Lichtblicken habe ich dafür schlicht keine Toleranz oder Geduld mehr. Eine ganze Episode als Stoner-Komöde im Stil der 2000er in weniger gut musste wirklich nicht sein, zumal der Humor zu 100% nur aus „Haha, guck mal wie sich unsere sonst so ernsten Figuren verhalten“ besteht. Was bei Kurtz-Trek nicht funktioniert, weil die ja sonst AUCH nicht besonders ernst sind. Bei TNG kann man das halt mal machen, weil Picard und Co. im Standardmodus angenehm nüchtern rüberkommen. Wie ECHTE Menschen halt!</p>
<p>Dazu kommt noch, dass wir nur eine Folge zuvor etwas recht ähnliches hatten, wo sich z.B. Pike in der Kochschürze die Finger abgesäbelt hat. Dass ich so etwas niederschreiben kann stellt sowieso ein trauriges Testament für den aktuellen Stand der Dinge dar.</p>
<p>Brrrrrr!</p>
<p>*genervt seine gequälten augäpfel in scheiben schneid*</p>
<p>[wertung action=1 humor=1 tiefsinn=1 punkte=3]
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.02 &#8211; &#8222;The Griffin Incident&#8220;</title>
		<link>https://www.zukunftia.de/13121/star-trek-strange-new-worlds-4-02-the-griffin-incident/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 16:30:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Horror-Episode auf der USS Griffin? &#8211; Der erste Screenshot-Eindruck lässt erneut auf eine Episode schließen, bei der die Macher ihr Zielpublikum (welches doch gleich?) mit einem Zufallsgenerator K.O. geschlagen und in der Ecke gefesselt haben. Denn Experimente dieser Art gibt es inzwischen sooo oft, dass eine normale Folge schon fast das Experiment darstellt (&#8222;WAS? [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Horror-Episode auf der USS Griffin? &#8211; Der erste Screenshot-Eindruck lässt erneut auf eine Episode schließen, bei der die Macher ihr Zielpublikum (welches doch gleich?) mit einem Zufallsgenerator K.O. geschlagen und in der Ecke gefesselt haben. Denn Experimente dieser Art gibt es inzwischen sooo oft, dass eine normale Folge schon fast das Experiment darstellt (&#8222;WAS? Politisches Problem auf einem Planeten? Wie kommen die plötzlich auf so was?!&#8220;). Dennoch sollte man Spock, Kirk und La&#8217;An genau zusehen, denn die haben diesmal einiges zu bieten! (<i>*Ziemlich großen Erste-Hilfe-Koffer aufklapp*</i>)</p>
<p><span id="more-13121"></span></p>
<hr >
<p>Bevor ich mich chirurgisch zum „Gutfinder“ umschnipseln lasse, muss aber erst mal alles raus aus meinem System.<br />
Negativität Abmarsch:</p>
<p>&#8211; Chemie sucht Charme: Erneut fällt mir auf, wie wenig „Funkerei“ zwischen Kirk(-Schauspieldulli) und allen anderen Charakteren herrscht. La’An wird genauso angequatscht und test-bebrütet wie alle anderen Frauen bisher – allerdings weit weg von William Shatners naturgegebenem Armschwinger-Charme. Und Spock wird von ihm nur zu Beginn überhaupt <i>angesprochen</i>…</p>
<p>So wird das nichts mit der TOS-Bromance!</p>
<p>&#8211; Generell hat Star Trek es verlernt, einfach mal „nebenbei“ eine ungemütliche Episode zu erschaffen, die trotzdem im Franchise verwurzelt ist.<br />
Die TNG-Episoden „Die Zukunft schweigt“ (2.13, ein doppelter Picard und ein mysteriöser Wirbel im Weltraum) oder auch „Der Reisende“ (1.06, das Schiff ist an einem Ort, an dem Gedanken wahr werden) haben es bereits durch Düdelmusik und Kameraperspektiven geschafft, dass man sich vollkommen unwohl und außerweltlich fühlte.</p>
<p>HIER hingegen wird das Licht gedimmt (bzw. zwischen zwei Grundfarben gewechselt) und in einer verbalen Schlafwagenprozession durchs Schiffchen getrampelt. Bei allem Positiven, das später noch kommt: Da geht mehr! Hach, kreativ sein ist immer noch sooo teuer&#8230;?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02f.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02f.jpg" alt="" width="907" height="508" class="aligncenter size-full wp-image-13128" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02f.jpg 907w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02f-768x430.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 907px) 100vw, 907px" /></a></p>
<blockquote><p>„Hey, Sie da? Wir müssen Sie dringend sprechen! Haben Sie auf Ihrem Handy vielleicht ein paar gruseligere Youtube-Shorts als wir?“ – Immerhin besser als `ne Wanderniere: Das zeitliche, inhaltliche und räumliche Überbrücken von Laufphasen ist oft herausfordernd bei Horror-Episoden. Daher wurde das entschleunigende Gruppenstehen eingeführt.</p></blockquote>
<p>&#8211; Zu Beginn sind die Dialoge eine Zumutung: „Glauben Sie an Geeeister?“ (samt Spielereien mit der Taschenlampe) wird gleich mehrmals in den Raum gehaucht, als hätten wir hier kein professionelles Außenteam, das verschwundene Kameraden betrauert.</p>
<p>Ich weiß, schwer vorstellbar…</p>
<p>Das geht so weit, dass man den weiblichen Captain des Schiffes betrachtet, die Charaktereigenschaft „Durchsetzungsstark“ zu Kenntnis nimmt und dann mit einem neckischen Side-Eye scherzt: „Naaaa, erinnert Sie das an jemaaanden?“ – Ja, tut es. An mein Hatewatch-Kopfweh.</p>
<p>&#8211; Überhaupt beginnt die Episode mit einem Gähnen aus der Klischeekiste: Geisterhaftes Babylachen, ungepflegte Frauenfiguren, die hauchend („Erinnert Sie daaas an zwanzig Filme, die Sie das letzte Jahrzehnt gesehen haaapeeen?“) den Gang herunter schlurfen, verhüllte Leichen mit Aufsteh-Reflex, etc.<br />
All das wird gewürzt mit der üblichen Weigerung, einfach mal dynamisch den Tricorder an die Pfote zu nehmen und dem Düstergang den Shit aus dem Leib zu scannen.</p>
<p>&#8211; Und ja, Episoden unter 60 Minuten sind weiterhin <u>erlaubt</u>.<br />
In den 20 Minuten, die man theoretisch einspart, könnte man sich eine halbe Folge der oben genannten Klassiker reinzwiebeln?</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02e.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02e.jpg" alt="" width="907" height="508" class="aligncenter size-full wp-image-13127" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02e.jpg 907w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02e-768x430.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 907px) 100vw, 907px" /></a> </p>
<blockquote><p>„Wir müssen irgendwie hier raus!“ – „Nein, tiefer REIN!“ – „Nein, nur in die Datenbank rein. Wer kommt mit? Also ins Home Office?“ – Sie haben halt einen „Lauf“: Dringlichkeit und Motivation müsste man auch in ruhigen Szenen konsequent vermitteln. Spock schafft das abermals gut, indem man als Zuschauer atemlos rätselt: „Wer hat ihm wohl in <i>dieser</i> Folge die K.O.-Tropfen eingeflößt?!“</p></blockquote>
<p>&#8211; James Kirk palavert nur deshalb über seinen Sohn, weil jede <s>gute</s> Horrorhaus-Geschichte mindestens EIN Kindelein beinhält. Und da kann Paul Wesley noch so sehr seine Welpenaugen (und Spielzeugroboter) aus seinen Kleiderständer-Imitation herauspressen: Seine Sorge um seinen Sohn &#8211; und deren Mutti &#8211; wird ihm hier lediglich vom Drehbuch aufgeschwatzt.</p>
<p>So kann ich spontan z.B. nicht mal sagen, ob wir Carol Marcus in SNW <u>überhaupt</u> gesehen haben. &#8211; Haben wir?</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Aber wisst ihr was? Das waren nur die ersten 15 bis 20 Minuten. Was danach kommt, ist plötzlich eine der besten Folgen von SNW!</p>
<p>Die Atmosphäre ist plötzlich so dicht, dass man sie – und diverse Spitzohren – beinahe schneiden kann. Klar, die Hälfte aller visuellen und teils inhaltlichen Einfälle stammt aus „Event Horizon“, aber der Regisseur und die Schauspieler schaffen es, das Timing und die Stimmung annähernd perfekt zu machen!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02b.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13124" /></a></p>
<blockquote><p>„Hey, beamt ihr mich etwa gerade kaputt?! Ich bin es doch, eure liebe Eriiiika! Die mit den kultigen Sprüchen auf der Brücke! Hey, wieso tut ihr jetzt so, als wenn ihr Klavier auf der Transporterkonsole spielen würdet?!“ – Body-Horror für Zuschauer, die auf gewisse Körper verzichten wollen: Das molekulare Zerlegen eines Körpers wurde &#8211; trotz Gegenbeispielen &#8211; erstaunlich selten thematisiert.</p></blockquote>
<p>Nein, im Ernst, ich bin selbst noch ganz überrascht von mir. Und von <i>denen</i>… (<i>*angeekelt auf Kurtzman Mannen weis*</i>)</p>
<p>Dabei ist der Grund meiner plötzlichen Begeisterung einfach zu erklären: Die Schauspieler nehmen das Quellenmaterial erstmals(?) ernst und dürfen Angst, Panik, Verwirrung oder pure Bösartigkeit so spielen, dass keine Missverständnisse aufkommen. Keine ironische Ebene, keine billige Action-Einschübe, kein Beziehungs-Blabla, das nicht zur Handlung gehört! Einfach nur pure Visionen, bei denen Charaktere allerlei Dinge hören und fühlen, die nicht da sind.</p>
<p>Und man <u>weiß</u> das die ganze Zeit – ist aber trotzdem gebannt.</p>
<p>La’An mag als Charakter – ob mit oder ohne Gorn-Einfluss – nur durchschnittlich ausgereift sein, aber wenn sie an ihren Halluzinationen verzweifelt und ihr Gesichtsausdruck langsam zur verzerrten Fratze wird, dann weiß man: Abstand halten! Und selber aufpassen, dass ihr Messer/Phaser und unsere Schlagader nicht zu zwei Kontinenten inmitten eines blutroten Meeres werden…</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02a.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02a.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13123" /></a></p>
<blockquote><p>„Ich fand schon immer, dass Star Trek ein paar Schockmomente braucht.“ – „Tja, Das war stets MEIN größter Schock, wann immer Abrams/Kurtzman/Zukunfts-Nasenmann genau DAS in Interviews erwähnt haben.“ – Stecherverbrecher: Das einzige, was ich an ihren Szenen auszusetzen habe, ist die erneute Beteuerung, dass La&#8217;An „kein Monster sei“. Diesen saudummen Mensch/Monster-Vergleich sollten wir mal einmotten?</p></blockquote>
<p>Der Wahnsinn ist hier nicht ein billiges Stilmittel, das übergestreift, experimentell und „modern“ wirkt. Nein, in diesen Augenblicken hat man wirklich das Gefühl, dass sich hier eine neue Welt auftut. Diese Welt hat mit Star Trek zwar noch am Rande zu tun (= grausame Transporterunfälle, geplatzte Hauptbildschirme), aber da, wo der Terror etwas NEUES erschafft, stört es kaum, dass alles im Trek-Kontext stattfindet.</p>
<p>Was z.B. die Klingonen-Zombie-Episode vom letzten Jahr nicht hinbekommen hat.</p>
<p>Wenn Pike (Real oder nicht? Raten Sie mit!) plötzlich mit dem Küchenmesser seine Hand zerstückelt und Spock sich selbst(?) die Spitzohren abschneidet, um menschlicher zu werden, kann man natürlich lange darüber diskutieren, ob das plumpe Küchenpsychologie und Effekthascherei darstellt. Oder aber man lässt das <b>einfach für sich stehen.</b></p>
<p>Und da Episoden wie diese es schwer haben, gegen alte Franchise-Tugenden anzustinken, ist es wohl nur der Regiearbeit zu verdanken, dass ich mich trotz meiner inneren Erwartungshaltung („Wieder keine Folge a lá ‚The Inner Light‘, Menno…“) in den letzten 30 Minuten null gelangweilt habe.</p>
<p>Kirk ist zwar der schwächste Charakter mit seinem „Sohnemann?! Wo weint dieses unsichtbare Kind schon wieder?!“-Geschwafel, aber mit dem Eintreffen seines Bruders hat er wenigstens einen „Ansprechpartner“.</p>
<p>Auch wenn dieser in einer überraschend harten Szene seine Gedärme am aufplatzenden Hauptbildschirm verliert.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02c.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02c.jpg" alt="" width="723" height="327" class="aligncenter size-full wp-image-13125" /></a></p>
<blockquote><p>„Brudaaaa! Was soll ich denn nur unserer Muuugie sagen?“ – „Lenk sie mit der 2019er-Diskussion auf Zukunftia ab. Laut diesen <a href=https://www.zukunftia.de/5035/alien-die-wiedergeburt-wir-klonten-noch-ein-review/#comment-22001>alten Aufzeichnungen</a> geht es mir saugut. Das kleine Löchlein macht nur, dass sich meine Nieren im Luftzug erkälten.“ – Ab durch die Mitte: Die Effekte sind diesmal ganz überzeugend. Bei Minus Drölfzig Lumen Lichtfeuchtigkeit erwarte ich das allerdings auch!</p></blockquote>
<p>Klar, wer sein Star Trek ohne Splatter mag, wird sich hieran stoßen. Und auch Spocks Ex-Schnalle T’Pring mit ihren erstaunlich logischen Anfangsdialogen wird daran nichts ändern – zumal sie irgendwann damit droht, das Herz von Spock herauszuschneiden.</p>
<p>Trotz meinem Hunger auf RICHTIGES Star Trek bin ich diesmal sehr zufrieden mit der Geschichte! Klar, ich werde sie mir vermutlich nie wieder ansehen &#8211; welche Produzenten betten so eine Würgreiz-Perle in ein solch mieses Gesamtwerk ein?! -, aber in Sachen Horror gab es bislang wenig Besseres.</p>
<p>Vielleicht liegt es auch daran, dass man in den letzten Minuten noch das Trauma der Geretteten thematisiert, ohne (wie in Staffel 1-3) irre herbeigelachten Küchenweisheiten als wirksames Mentalpflaster heranzuziehen… Sogar Pikes olle Geisterstory, mit der er sagen will, dass es DOCH unbekannte Phänomene gibt, wirkt erstaunlich rund. Auch deswegen, weil er selbst ernstlich irritiert davon scheint, dass nicht alles wissenschaftlich erklärt werden kann.</p>
<p>Und somit ist dies hier mal ein gelungenes Experiment, bei dem auch die Figuren selbst zurücktreten und keine Erklärung anbieten. Das Schiff – die „Griffin“ – kondensierte und channelte halt irgendwas in die Leute hinein. Und da ist die Episode auch erstaunlich entspannt und deutet an, dass das halt „ab und an passiert“.</p>
<p>Damit kann man als Kritiker leben. Oder sich halt die Tastatur durch die Ohren schieben, weil man derartige Widersprüche nicht verträgt. Ich entscheide mich für ersteres.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02d.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02d.jpg" alt="" width="838" height="465" class="aligncenter size-full wp-image-13126" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02d.jpg 838w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_02d-768x426.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 838px) 100vw, 838px" /></a></p>
<blockquote><p>„Was, du willst mir die Ohren entfernen?!“ – „Ja, Schatz. Aber ich desinfiziere es mit einem alten  Blumentopf. Ist doch logisch, muharrharr.“ – Ohr-ientalische Traditionen: Wer will, kann Spocks Verstümmelung als Selbsthass (und anschließende Selbstreinigung?) des gesamten Franchise sehen. Und da es schlimmer nicht werden kann, wird es vielleicht bald … besser?</p>
<p>(<i>*Kurtzman mit geblümten Taschentuch hinterher wink*</i>)</p></blockquote>
<p>Ach ja, ein bisschen könnte man natürlich an den Spezialeffekten rumnörgeln, bei denen die CGI-Finger, das unechte(?) Ohrenblut und die Computergedärme wirklich nicht perfekt sind. ABER: Als kleinen mentalen Abstandhalter zum grausigen Geschehen nehme ich es durchaus gerne mit.</p>
<p>Börps.</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Trotz des Lobes fällt mir eine Endbewertung schwer.</p>
<p>War das gut gefilmt und mit einer güldenen Schubkarre von „Event Horizon“ weggeklaut? &#8211; Auf jeden Fall! Will man diese Art der Darstellerleistung öfter sehen? &#8211; Bitte, ja!<br />
Möchte man diese Art Episode öfter bekommen? &#8211; Ach neee, lass mal stecken.</p>
<p>Am Ende ist es nicht die Qualität dieser dichten Stimmung, sondern mein <i>Gefühl</i>, das ich bewerten möchte.</p>
<p>Und trotz einer regietechnischen Punktlandung bei Stil-, Blut- und Timingfragen bleibt mein Grundgedanke, dass auch gut gemachtes Brutalo-Gehampel nicht das ist, was in einigen Jahren milde lächelnd auf dem Trek-Olymp sitzen wird.</p>
<p>Daher: Eine der besten Episoden bisher &#8211; aber leider für einen anderen Menschen…</p>
<p>(<i>*Sparkillers blutige Fesseln wieder losbind &#8211; und ihn mit einem liebevollen Klaps zum Spielen schick*</i>)</p>
Action: 2 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 2 von 3 - <strong>Gesamt: 7 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Hirn? Wo wir hingehen, da brauchen wir kein Hirn." von spark</strong><br />Ohooo, hat da etwa jemand endlich einmal „Event Horizon“ gesehen? Ihr wisst schon, dieser Film wo eine Gruppe Astronauten ein verschollenes und schummrig beleuchtetes Raumschiff entdeckt und dabei langsam verrückt wird, Splatter-Einlagen inklusive?</p>
<p>…</p>
<p>Jahaaa, wer diese Folge gesehen hat, der weiß bereits worauf ich damit anspielen will.</p>
<p>*auf alle drei leser dieses reviews zeig* </p>
<p>Und wir reden hier wirklich von einem sehr dreisten Abgucken, welches sich höchstens durch den üblichen Kurtz-Gaga vom großen Vorbild unterscheidet. Schon allein der Flow, wo noch alles recht harmlos wie ruhig beginnt und dann im Finale mit einem irre gewordenen Hauptcharakter endet. Finde es persönlich immer nett von diesen bösen Mächten<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />, seinen Opfern erst einmal etwas Zeit zum akklimatisieren zu geben. Davon sollte sich die Merz-Regierung mal eine Scheibe abschneiden!</p>
<p>Wobei ich das langsame Tempo dieser Folge, ernst gemeint, sehr erfrischend fand. Während sonst alles schnell, schnell, schnell gehen muss, haben die Schauspieler hier mal richtig Zeit zu atmen und auch die Kamera bleibt auch mal ein paar Sekunden länger auf dem Gesicht hängen. So zum besseren Zeigen von Mimik, Emotionen und all dem anderen Weiberkram. Das hatte fast schon „Star Trek – Der Film“ Verhältnisse, gerade wo zu Beginn noch das Piep, Piep des Notrufes zu hören war. Nett, ehrlich!</p>
<p>Auch gut: Kein Nebenplot auf der Enterprise, welcher von der doch sehr gelungenen und düsteren Stimmung auf der USS Griffon ablenkt. Wobei ein harter Schnitt von Sam Kirk und seinen heraus gesaugten Innereien zu einer besoffen Mini-Golf spielenden Pelia irgendwo schon mutig gewesen wäre. Aber man kann nicht alles haben.</p>
<p>Die Frage ist nur, wie gut plötzlicher Splatter-Horror zu Star Trek im Allgemeinen und zu New Worlds im Speziellen passt. Denn bei einigen Momenten der Körperteil-Kreativität habe ich mir doch etwas Sorgen um den Autoren gemacht:</p>
<p>&#8211; Captain Pike mit Kochschürze hackt seine eigenen Finger ab<br />
&#8211; Spock werden die Spitzohren abgesägt<br />
&#8211; Sam Kirk wird unfreiwilliger Organspender<br />
&#8211; Una will via Messer ihr böses Alien-Blut loswerden<br />
&#8211; La’an channelt gegen Ende einfach komplett Sam Neill (RIP) und wird zum (Kirk-)Messerstecher inklusive irrem Grins</p>
<p>Vieles davon erinnerte schon eher an eine Horrorfilm-Parodie als ernstgemeinter Grusel. Spätestens als James Kirk im Kabelsalat auf der Brücke nach seinem Baby-Sohnemann sucht (!), dessen geflüstertes „Dada?“ (Kein Witz!) durch den Raum schallt. Aber sowas ist, wie Data und die Troi-Torte damals, wohl einfach Geschmackssache. Mjam?</p>
<p>Der Nicht-Körperteil-Horror dagegen wirkt etwas ausgelutscht. Leiche erhebt sich langsam und unbemerkt. Zombie wackelt unscharf im Hintergrund um die Ecke. Licht flackert und der Geisterbahn-Angestellte ist wieder weg. Also nichts Neues auf der USS Poltergeist.</p>
<p>Leider werden all diese Ereignisse nur als „Weltraum ist groß, kann passieren“ erklärt und die USS Griffin an die Akte-X-Abteilung der Sternenflotte weitergereicht. Selbst Event Horizon konnte die Besuche in der Hölle noch mit dem Test des ersten „Warp-Antriebes“ erklären. Ich mein, wenn der Autor noch irgendwas hätte klauen können, dann ja wohl DAS!?</p>
<p>Was mir sonst noch zu aufgefallen ist:</p>
<p>&#8211; Zu Beginn kehren unsere drei Hauptfiguren gerade zurück vom sehr bescheiden betitelten Treffen der &#8222;zukünftigen Anführer der Föderation&#8220;. Klingt für mich wie eine Veranstaltung um dösige Investoren für den nächsten Trump-Cryptocoin zu finden.</p>
<p>&#8211; In der Griffin-Krankenstation findet man ordentlich gestapelte und unbenutzt wirkende Leichensäcke, was mit einem „Wohin sind die Körper verschwunden?!“ kommentiert wird. Hööö?</p>
<p>&#8211; Spock und La’an machen ein nettes Pärchen, muss ich sagen. Effizient, trocken und doch mit offener Zuneigung. Keine weiteren Notizen.</p>
<p>&#8211; Merkwürdiger Dialog zwischen Spock und „T’Pring“: „Erinnert dich das Farbschema dieser Kabel an etwas?“ &#8211; „Unser Urlaub auf Hurk&#8217;ah.“. Öh, okay? Wer redet so? Ist der Autor einer dieser Echsenmenschen?</p>
<p>&#8211; Ein durchgeknallter Captain Pike in der Kochschürze war so over-the-top, dass es schon wieder gut war.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Autor Robbie Thompson wollte wohl die <a href="https://kinocheck.de/news/e8vxou/showrunner-fuer-die-poltergeist-serie-gefunden target="_blank">Ernennung zum Showrunner</a> einer neuen Poltergeist-Serie feiern und hat sich direkt woanders ordentlich bedient. Mal im Ernst, bekommt man bei soviel Ideenklau keine rechtlichen Probleme? Gibt es in der nächsten Staffel eine Variante der Ghostbusters („Nicht die Phaserstrahlen kreuzen!“)?</p>
<p>Eigentlich wollte ich diese Folge besser bewerten, denn die Machart, Stimmung und der Ausflug ins Grusel-Genre haben mir nämlich schon sehr zugesagt. Aber auch hier ist die Erzählweise vom Kurtz wieder etwas &#8222;off&#8220;. Mit einem Grund für die Ereignisse im &#8222;Hotel Transsilvanien&#8220; gibt man sich gar nicht erst ab und man hangelt sich nur motivationslos von einem Splatter-Fetisch zum nächsten. Klar, das Realwerden der eigenen versteckten Ängste hat schon Potential, aber als reine Geisterbahnfahrt ohne Fleisch dran wirkte es auch mich sehr verschenkt und dünn, trotz Laufzeit von einer Stunde. Sehr schade.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Was sagst du, Klapo? Eine NEUE Kurtzman-Serie wurde angekündigt???!</p>
<p>*schreiend aufwach*</p>
<p>[wertung action=2 humor=1 tiefsinn=1 punkte=5]
]]></content:encoded>
					
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		<title>„Star Trek – Strange New Worlds“ &#8211; 4.01 &#8211; &#8222;Valles Marineris&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klapowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 13:47:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Strange New Worlds]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Strange New Worlds]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach der Serienpause ist vor der Serienpause… Dieser Umstand hält uns aufrecht und leistungsfähig. Ja, die nächste Staffel der streng riechenden Welten beginnt erneut. Und was soll ich sagen? Nach einem Timing-technisch seltsamen Einstieg präsentiert diese Folge ein paar SF-Ideen, die sich halbwegs gewaschen haben! Daher von meiner Seite die seltene Warnung: Hier wird es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Serienpause ist vor der Serienpause… Dieser Umstand hält uns aufrecht und leistungsfähig. Ja, die nächste Staffel der streng riechenden Welten beginnt erneut. Und was soll ich sagen? Nach einem Timing-technisch seltsamen Einstieg präsentiert diese Folge ein paar SF-Ideen, die sich halbwegs gewaschen haben! Daher von meiner Seite die seltene Warnung: Hier wird es zu <u>Spoilern</u> kommen. Für einige Zuschauer lohnt es sich eventuell, hier noch NICHT weiterzulesen. Wer allerdings keine Angst vor längst überfälligen Standard-Erzählkniffen hat, darf weiterblättern.</p>
<p><span id="more-13110"></span></p>
<hr >
<p>Doch zuvor das übliche Grußwort zum Wiederauftauchen unserer Redaktion: Ja, langsam macht es keinen Spaß mehr, auf eine Trek-Leiche einzuhauen, die bereits vor fünf Jahren eingeäschert, vor vier Jahre auf den Feldern verstreut und vor einem Jahr mit einem Supermarktparkplatz überbaut wurde… Also das, was ich jedes Jahr schreibe. Nur mit stets wirreren Metaphern. </p>
<p>Dennoch: Wir sind uns unserer Pflicht bewusst. Denn wie steht es schon in der Bibel? „Der Mensch lebt nicht von Brot &#8211; und industriell gekauften Jubelreviews &#8211; allein.“<br />
Und vielleicht gelingt den Machern dieses Mal der große Worf… Wurf? Und ja, sobald 2-3 mittelprächtige Episoden pro Staffel abfallen, würde ich diesen Wurf herbeiplappern wollen.</p>
<p>Die erste Staffel-Episode war dafür oft sogar <b>gut</b> geeignet: Hier steckt der Kurtzman oft noch den Rest seines Sparschwein-Inhalts hinein (drei Haarknäuel und zwei tote Motten), was häufig in Szenen mündet, die:</p>
<p>&#8211; immerhin hell und freundlich sind<br />
&#8211; einige vernünftige Außenaufnahmen statt 3D-Overkill bieten (Spoiler: Passiert hier NICHT)<br />
&#8211; in den Dialogsequenzen auch mal Sinn ergeben (die 20€ für’s Querlesen durch eine studentische Hilfskraft schlagen zu Season-Beginn noch voll durch?)<br />
&#8211; und die generell davon zehren, dass man selbst schon wieder <i>vergessen</i> hat, wie schrecklich das letzte Staffelfinale war.</p>
<p>In dieser Folge fügte man sogar animalische Echsen hinzu (nein, nicht die Gorn), eine Zeitreise, planetarische Schicksale und untergehende Zivilisationen.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01a.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01a.jpg" alt="" width="776" height="472" class="aligncenter size-full wp-image-13111" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01a.jpg 776w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01a-768x467.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 776px) 100vw, 776px" /></a></p>
<blockquote><p>„Versteht ihr, Leute? Star Trek. Wagentrek im Weltraum. Damalige Intention von Gene Roddenberry. Westernvergleich.“ &#8211; „Können Sie bitte leiser Fan-Servicen, Captain? Wir wollen den Wind und unberührte Natur des Greenscreens riechen.“ – Total Pferd-kehrt: Zu lange sollte man sich Bilder wie diese nicht anschauen. Die quasi frei schwebenden Steingebilde im Hintergrund danken dafür&#8230;</p></blockquote>
<p>Doch alleine der Beginn reißt das Tempo schnell wieder mit dem geparkten Pferdehintern ein:</p>
<p>Sah man unsere Helden eben noch durch die (arg künstliche) Alienwelt-Prärie reiten, schmeißt sich La’an auf dem Schiff erst mal geschmeidig an Mister Spock heran („Naaa, wer ist mein schaaaarfer Vulkanier? Killekille!“). Und Pike spielt wieder mal den obercoolen Macherchef, den wir alle vom Job kennen…<br />
Er legt cool den Sattel – oder Porsche-Schlüssel – beiseite, tut so, als hätte ER mehrmals täglich den Tag gerettet, bevor ihm das Jobangebot seines Lebens unterbreitet wird. Als Lohn für’s Gruppengendern ohne Anfassen.</p>
<p>(Wäre es nicht besser gewesen, ihn VOR der angebotenem Promotion bei irgendwas <u>Konkretem</u> zu zeigen? Diplomatische Mission statt Marlboro-Remember-Shot ohne künstlerische Einbindung?)</p>
<p>Ein weiterer Downer war dann Uhuras Versuch, mit einer Vulkanierin anzubändeln. Die Szene an sich wäre sogar okay gewesen (auf DS9 waren die Spitzohren oft auch arrogant), aber das ständige Umherblicken von Uhura zu Ortega und Spock zerstörte den Flow. Nur echt mit aufgerissenen Augen, mimischen „What the Fuck?!“-Äquivalenten und generell ganz viel körpersprachlichem Gehampel von Uhura. So als wenn die „Starfleet Academy“ eine lebenslange Geisteshaltung statt einer akademischen Vorbereitung wäre.</p>
<p>Förmlich unerträglich – und ebenfalls gesichtshamplerisch – war dann Ingenieurin Pelia. Die habe diesen Nebel, den man nun erforschen will, „vielleicht mal aus einer Telefonzelle“ gesehen. Natürlich lässt man das danach noch ein paar Sekunden wirken, damit der Zuschauer mittels Handy bei seinem Brudi fragen kann, ob das eine coole oder obercoole Doctor-Who-Anspielung war. Und vor allem: Die wievielte in dieser Serie?!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01b.jpg" alt="" width="776" height="472" class="aligncenter size-full wp-image-13113" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01b.jpg 776w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01b-768x467.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 776px) 100vw, 776px" /></a></p>
<blockquote><p>Beim Flug in den Feuersturm kommt erstmals so etwas wie Stimmung anstatt Stammelung auf. Ein bisschen traurig war ich aber, als diese Szene offensichtlich(!) in irgendwas mündete, was die „Realität“ verändert. Mitsamt seltsam analogem „Ausschalt-Effekt“, anderen Farben auf dem Schiff, komischen Schnitten und gehetzter Weitererzählung. („Wir sind jetzt woanders. Neuen Planeten anfliegen, da Enterprise beschädigt, brauchen Iridium. Schiffs-Außenansicht ist plötzlich gestrichen.“)</p></blockquote>
<p>Warum hier eine derartige Hektik an den Tag gelegt wird, obwohl später einige Längen auftreten, versteht wohl nur noch Sankt Striemo, der Schutzheilige aller Streamingdienste&#8230;</p>
<p>Hier zeigt sich erneut, wie „mies“ die Serie auch in den „superguten“ Folgen ist. Hatte man früher einen nahezu perfekten Schnitt/Flow für 45 Minuten, erzählt man heute alles gleichzeitig, oft verkürzt und dann wieder gestreckt. Man weiß nie, ob sich die Macher ihrer eigenen (Minimal-)Struktur bewusst sind – oder absichtlich <b>gegen</b> diese arbeiten. Fast könnte man alle 10 Minuten erneut den Vorspann abspielen („Oh, neue Handlung? Na, passt schon.“) oder uns durch die Figuren einfach was ERZÄHLEN, was wir gar nicht gesehen haben.<br />
Was ja oft genug auch getan wird…</p>
<p>Dass man diesmal erst nach über 15(!) Minuten den Vorspann bringt, spricht Bände. Strukturell wäre es besser gewesen, den Admiral ein sehr beeindruckendes Bild des neuen Missionsziels zu zeigen („Ihnen wird vor Staunen die Suppe aus dem Gesicht fallen, das – verspreche – ich – Ihnen!“), woraufhin es vorspannig „Losdudelt“.<br />
Das wäre dann schon Minute 5 gewesen.</p>
<p>Eigentlich wollte ich noch über Pelia meckern (wenn sie was „erklärt“, klingt das wie das Gejammer einer Sekretärin, die ihrem Chef bestätigt, wie schlecht es der Firma geht), aber später hält sie ja meist die Klappe.</p>
<p>Und die Enthüllung der grundsätzlichen Geschichte (immerhin „schon“ nach 22 Minuten) stimmte mich grundsätzlich gnädiger.</p>
<p>Spoiler:</p>
<p>Man ist 65 Millionen Jahre in der fernen Vergangenheit gelandet. Der Mars ist (noch) besiedelt und bewässert &#038; führt Krieg gegen Echsenartige. Die Erde wird hingegen von Dinos bevölkert. Und ja, DAS sind die SF-Geschichten, auf die ich Bock habe! Und das sage ich als jemand, der Voyagers „Dinos bauten auf der Erde Warpschiffe“-Episode <a href=https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Herkunft_aus_der_Ferne>„Herkunft aus der Ferne“</a> damals schrecklich fand.<br />
Dieser Kniff hier ist mal etwas, was wissenschaftlich denkbar wäre, inhaltlich frisch ist und alles (etwas) auf den Kopf stellt, ohne die Trek-Historie komplett zu zerstören.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01c.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01c.jpg" alt="" width="675" height="507" class="aligncenter size-full wp-image-13112" /></a></p>
<blockquote><p>„Wir wissen nicht, wo sie herkommen, aber wir würden gerne ihre Waffen sehen.“ – „Na klar, Lady. Unsere Waffe ist unsere <b>Einigkeit</b>, stimmt’s, Leute?“ – „Äh. Das sehe ich anders, Captain.“ – Ph(r)asenverschoben: Diese Besucher kommen einfach durch die Wand reinspaziert. Ein schöner Kniff, um zu zeigen: Diese Wesen sind mächtig, legen aber keinen Wert auf Fußmatten oder Putzordnung im Hausflur. </p></blockquote>
<p>Sobald man weiß, wo und wann man sich befindet, gibt das der Story innere Stärke – und somit auch dem <i>Ding</i> hier (<i>*wild mit Zeigefinger an eigener Stirn herumzeig*</i>). Man kämpft an mehreren Fronten ums Überleben, da die Enterprise von dem mächtigen Mars-Volk eingefangen wird. Gleichzeitig darf nicht die Zukunft verändert werden, was die Figuren (und Autoren!) dazu zwingt, alles etwas ernster und bedächtiger anzugehen. Währenddessen startet in der eigenen Rübe bereits das Rumrätseln, ob die Crew oooder der Marsianer-Krieg vielleicht zum Auslöschen der Dinosaurier beitragen wird. Oder gar der Marsianer.</p>
<p>Was mich allerdings jetzt schon ängstigt: Der nett inszenierte Kampf des dreiköpfigen Landungsteams gegen Dinosaurier wird erneut dafür sorgen, dass wir in drei Episoden kein Budget mehr haben – und wir erneut hässliche(re) Videoprojektionen sehen, bei denen man <b>dankbar</b> ist, dass der Helligkeitsregler auf Minenschacht-Niveau fallen wird.</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01e.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01e.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13114" /></a></p>
<blockquote><p>„Melde gehorsam: 10.000 Dollar Folgen-Budget eliminiert.“ – „Egal. Derlei Geldausgaben werden dank KI-Videogenerierung in einem Jahr ebenfalls wie aus grauer Vorzeit wirken.“ &#8211; Hier hilft als erste Sparvorgabe bereits das starke Gegenlicht. Dadurch wird vorne alles dunkler und die 3D-Grafik darf auf Spartexturen setzen.</p></blockquote>
<p>Das Gespräch mit der Mars-Vertreterin war dann ebenfalls eher ein Highlight der Episode. Es geht um Wissenschaft, Stärke durch Güte, Nahrung und Völkerverständigung. Allerdings darf man nicht zuuu lange drüber nachgrübeln. Denn eigentlich dürfte man der Dame GAR KEINE Waffen oder Schilde zeigen – Picard hätte sich eher den Mund mit Dudelflöten gespickt, statt derartig offen über alles zu sprechen?</p>
<p>Und wie ernst muss man das nette Gerede über „Karotten und Stöcke“ überhaupt nehmen, wenn das alles nur Floskeln sind, hinter denen veränderte Zeitlinien, Kriege und andere galaktische Veränderungen lauern? Zwischen „übermächtiger Feind“ und „best Buddies“ sollte es eigentlich ein paar Nuancen geben – auch wenn mir klar ist, dass es bei TOS oftmals schlimmer ablief. („Captain, isch will misch nackisch machen. Für die Verschtändigung von die Völkeeer.“)</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01d.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01d.jpg" alt="" width="1071" height="526" class="aligncenter size-full wp-image-13115" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01d.jpg 1071w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01d-768x377.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1071px) 100vw, 1071px" /></a></p>
<blockquote><p>„Wir als weeeit entwickeltes Volk lassen die Enterprise erst gehen, wenn wir all eure minderwertige Technologie eingesackt haben.“ – Die Story will, was Story braucht: So ganz durchdacht wirkt vieles nicht, aber die Schauspieler und die Grundidee aktivierten das Vergebenszentrum in meinem Gehirn. Aber zu sehr sollte man sich nicht auf jene subatomaren Hirnpartikel der Zuschauer verlassen…</p></blockquote>
<p>Clever hält man weiterhin das Interesse der Zuschauer am Laufen, da den Marsianern bald klar wird, dass sie untergehen werden, da die Enterprise aus der Zukunft kommt. Hier schimmert kurz ein kurzer Diskurs über Vorherbestimmung und völkisches Überleben auf, der aber gerne noch ein paar Halbsätze weiter hätte schimmern können. Thema: Wie weit würde man gehen, um sein Volk zu retten?</p>
<p>Wobei die Umsetzung und der letztendliche Konflikt fast schon zu profan ist&#8230; Die Marsgesellschaft wird optisch nicht zum Leben erweckt, was vor allem daran liegt, dass wir außerhalb eines Satellitenbildes nur noch zwei stumme Statisten beim Wettstarren mit der Kameralinse sehen. Und wie aufregend ist es am Ende des Tages, wenn all das Gerede über die &#8222;rote tote Marswüste&#8220; doch nur zu endlosen Diskussionen, Langfinger-Verhalten und explodierten Planeten führt?</p>
<p>Übrigens sollte jedem bewanderten Zuschauer (und der Enterprise-Crew erst recht!) klar sein, dass der fünfte Gesteinsplanet in unserer Zeit <i>gar nicht existiert</i> &#8211; und nur der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter sein kann&#8230; Immerhin sorgte die Zerstörung des Brocken kurz für einen wehmütigen Blick des Erkennens von Pike, der genau deswegen NICHT eingreifen darf.</p>
<p>Oh, süße Zeitreis-Pein, lass mich als SF-Fan deine salzigen Tränen trinken, njam!</p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01f.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01f.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13117" /></a></p>
<blockquote><p>Die Marsianer löschen ihre Feinde aus &#8211; dank Pikes Antimaterie. Hierbei bin ich hin- und zwiegerissen: Einerseits schön, dass die Autoren nach all den Jahren mal eine Karte unseres Sonnensystems entdeckt haben (&#8222;Hey, das ist ja alles Kreisverkehr!?&#8220;), andererseits sollte man die erneute(!) Sprengung einer ganzen Welt nicht intellektuell hochjubeln. Ist eigentlich ein ganz normaler Freitag beim Kurtzman-Trek?</p></blockquote>
<p>Auch hiervor (und danach) kämpft die Serie zwischen Doofigkeit und dem Verlangen, alles haarklein zu erklären. Als La’an z.B. einem Dinosaurier ins Gesicht schlägt(!), verspürt sie keine Schmerzen, was ernsthaft zu der Diskussion führt, ob ihre Übermenschen-Gene aktiviert worden sein könnten:</p>
<p>Doc: „Aber Sie verspüren nicht den Wunsch, die ganze Galaxie zu unterwerfen?“<br />
La’an: „Ich weiß nicht… Ich muss jetzt gehen.“<br />
Alle Umstehenden: <i>*na ja, wird schon schiefgehen*</i></p>
<p>Das sind so diese Momente, bei denen man wehmütig auf seine HBO-Staffelboxen schaut (Sopranos, Game Of Thrones, The Wire) und sie anklagend fragt, ob sie damals nicht eigentlich die Zukunft des modernen Fernsehens einläuten sollten… Diese faulen Schweine.</p>
<p>Besonders traurig ist, dass man nach dem starken Abschluss der Folge (= Marsianer vernichten den fünften Planet, verändern die Umlaufbahn vom Mars und rotten die Dinos auf der Erde aus) noch 10(!) Minuten weiter über alles diskutiert. Wie viel stärker &#8211; und tragischer &#8211; hätte alles gewirkt, wenn man NICHT im Hämorrhoiden-Quälsitzkreis alles noch MAL durchgekaut hätte:</p>
<p>&#8211; &#8222;Das heißt, wir MUSSTEN den Marsianern unsere Technologie geben?&#8220;<br />
&#8211; &#8222;Also war alles vorherbestimmt?&#8220;<br />
&#8211; &#8222;Hey, hier ist noch ein prophetisches Buch über eine Prinzessin auf dem Mars!&#8220; (<i>*aufschlag, reinguck, wieder wegleg*</i>)<br />
&#8211; &#8222;Ihnen ist schon klar, dass die Enterprise die Menschheit erst ermöglicht hat?&#8220;<br />
&#8211; &#8222;Hey, das heißt, dass alles geschehen ist, weil es geschehen musste?&#8220;</p>
<p>Danach geht es dann noch kurz um die uninteressante Vulkanierin vom Beginn (&#8222;Meine Eltern waren enttäuscht von mir. Daher bin ich oft so emotionaaaal.&#8220;) und um die Beförderung von Una zum Commander (Wer hätte das für unmöglich gehalten?!), gefolgt von diversem Genuckel an Longdrinks, Sektflaschen und fragwürdigen Selbstjubel-Sprachblasen.</p>
<p>Und einem wehmütigen Rückblick zum Dinosaurierplaneten &#8211; dem von vor exakt <i>einer Viertelstunde?!</i></p>
<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01g.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/07/SNW_4_01g.jpg" alt="" width="723" height="509" class="aligncenter size-full wp-image-13118" /></a></p>
<blockquote><p>&#8222;Erinnert ihr euch noch an diesen graaandiosen Augenblick auf der Urzeit-Erde? Der damals gar nicht als schön und grandios gezeigt worden war?&#8220; &#8211; &#8222;Nicht wirklich. Aber wir schneiden einfach diesen CGI-Outtake wieder vor den Abspann, wird schon keiner merken.&#8220; &#8211; Sooo schön, dass man damals glatt das Erforschen vergaß: Ist euch schon mal aufgefallen, dass durchschnittliche CGI nicht besser wird, wenn die virtuelle Kamera eine Minute lang durch die Landschaft fliegt, bis einem das Sandmännchen die Pixel in die Augen treibt?</p></blockquote>
<p>Am Ende haben wir tatsächlich wenig über die Gegenspieler vom 5. Planeten erfahren, die uns zwar immer als intelligente Lebewesen verkauft werden, mit denen man mal driiingend quatschen sollte (was natürlich nur die Ent-Crew könnte, weil die&#8230; Münder haben?), aber am Ende doch nur Bombenfutter waren. Siehe auch die Bugs aus &#8222;Starship Troopers&#8220;.<br />
Nur in harmloser&#8230;</p>
<p>Am Ende musste Pike nichts entscheiden oder gestalten. Sein Schicksal war es, allzu blauäugig seine Technologie herzuzeigen, auf dass diese gestohlen werden konnte. Seine Krokodilstränen &#8211; und die seiner Widersacherin &#8211; geben uns zwar das Gefühl, dass hier wahnsinnig wichtige Dinge verhandelt werden, aber am Ende war das alles so gehaltvoll wie die derzeitigen Gespräche zwischen USA und Iran.</p>
<p>Irgendwas muss man vor den Auf- und Abrüstungsgesprächen ja machen?</p>
<p>Mit nicht entlastetem Gewissen bombt es sich schließlich schlechter.</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u></p>
<p>Ja, die Grundidee der Geschichte stellt viele Fragen um Vorherbestimmung und die Geschichte unseres Sonnensystems, doch am Ende wieselt man sich feige raus, indem man alles Geschehene als &#8222;Schicksal&#8220; bezeichnet und den Massenmord bzw. Kollateralschäden auf gleich drei(!) Planeten zur schicksalshaften (Selbst-)Geilheit erklärt.</p>
<p>Alle Diskussionen und Gespräche, die vorher mit der Marsianerin stattfanden, waren eigentlich nur dazu da, das Unabänderliche herbeizuführen. Wobei Pike zwar auf diesem ganzen Weg (vorschriftsmäßig) haderte &#8211; ABER bereits vor der großen Auflösung mit seltsam angezogenen Handbremse?</p>
<p>Da hätte ein wütend kämpfender Sisko (Picard, Janeway) mit erhobenen Fäustchen und &#8222;Ihr köööönnt niiiicht vorbeeeei!&#8220;-Gebrülle mehr Fallhöhe geschaffen.</p>
<p>Somit ist das hier im Grunde eine sauschlechte und (dezent) amoralische Episode, die aber garantiert &#8211; ich habe noch gar nichts recherchiert &#8211; die geistig Armen im Franchise-Publikum heftigst begeistern wird.</p>
<p>Aber gut, einen halben Gnadenstern zusätzlich gibt&#8217;s für das korrekte Durchzählen unserer realen Planeten&#8230;</p>
Action: 2 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 2 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Endlich eine neue Folge von „Die Dinos“!" von spark</strong><br />Nachdem leider auch „New Worlds“ qualitativ eher abgefallen ist (so ein Top-Durchschnitt von 3+ oder so ist aber auch schwer zu halten), fand ich diesen Einstieg in die vierte Staffel sogar überraschend akzeptabel. Will sagen, die Tabletten gegen Bluthochdruck konnten endlich mal im Schrank bleiben.</p>
<p>Das Story-Konzept war tatsächlich sehr interessant, da es unser, bislang meist ignoriertes, eigenes Sonnensystem mal etwas ausgeleuchtet hat. Ein extra Planet? Da wird sich Pluto aber doll ärgern!</p>
<p>Blöd nur wieder der Drang der Macher, die Geschichte auf eine ganze Stunde zu strecken. Aber Kurtzman will halt die mit dem Handy auf dem Klo sitzenden Zuschauer erreichen. Komisch eigentlich, dass man noch nicht hochkant filmt…</p>
<p>Denn trotz dem Anflug von Kreativität wird alles wieder im typischen Wischi-Waschi-Stil erzählt. Nirgends geht man so richtig ins Detail: Böse Insekten, die voll böse sind („Die müssen halt Planeten fressen trotz Raumfahrtprogramm!“). Scanner, die nur das scannen können was das Drehbuch gerade erlaubt („Klar, Iridium ist im Wrack zwei Planeten weiter. Lebensformen erkennen?! Bescheuert, oder was?!“) und warum man eine eindeutig demente sowie hackevolle Pelia bei Besprechungen noch wirr fumfaseln lässt ist mir auch ein Rätsel („Damalsch, hick, in den Telefonzellen&#8230;“). Vielleicht ja wegen ihrer angenehmen Fingernägel-auf-Schiefertafel-Stimme?</p>
<p>Und gut, klar, ist Sci-Fi, aber wie hoch waren eigentlich die Chancen, dass diese Flammen-Anomalie die Enterprise aaaaausgerechnet in das Sol-System schleudert? Dann kann man wohl auch in Tokio in eine U-Bahn einsteigen und an der Haltestelle Berliner Platz in Essen wieder aussteigen. Bei TOS beispielsweise war der Wächter der Ewigkeit wenigstens intelligent und machte es dadurch dezent nachvollziehbar, warum der irre McCoy auf der Erde landete. Aber unsere Neu-Trek-Autoren halten die Galaxis eh für eine enge Studentenbude, siehe das Finale von Academy („Zwanzig Minen sollten zum Umzingeln der Föderation ja reichen, oooder?!“).</p>
<p>Zuvor hieß es auch noch, wie gefährlich dieses seltene Gewaber ist. Doch nur drei Sekunden (Ohne Übertreibung jetzt…) nach dem Eingehen eines Notrufes stürzt sich Pike bereits wie ein besoffener Kamikaze-Pilot mitten in das Weltraum-Unwetter („Meine Freundin ist eh wech, mir ist jetzt alles egal!“), während bei Picard erstmal eine längere Lagebesprechung mit Mister Data am digitalen Whiteboard angesagt wäre.</p>
<p>Von dem vergleichsweise vernünftigen Mars-Captain war ich als Gegenspieler recht angetan, von der Flash Gordon Uniform mal abgesehen. Wobei man an ihren Dialogen auch gut erkennen konnte, dass man uns als Zuschauer für etwas arg doof hält. Jahaaa, es sind harte Krieger, hab ich verstanden. Nein, man kann mit einer Wissenschaftskonsole („Zum Finden der Schwächen eurer Feinde?!“) und medizinischen Geräten („Zum Finden der empfindlichen Organe eurer Feinde!?“) auch etwas anderes machen.</p>
<p>Der Ausflug auf die Dino-Erde ließ mich dank Pixar-Look auch eher kalt. Nicht wirklich schlecht, aber künstlich und verkrampft („Wenn man diesem T-Rex mit unserer Technologie nur irgendwie aus dem Weg gehen könnte. Aber dann hätten wir ja keinen B-Plot.“). Nett immerhin von sowohl Marsianern als auch Insektoiden, die Erde nicht zu kolonisieren? Schießen die sich beim Versuch einfach gegenseitig ab? Und wie passt das Ganze eigentlich in diese Voyager-Geschichte mit den entwickelten Schlau-Sauriern? Das wird man ja wohl nicht einfach ignoriert haben?? Das würde meine Meinung über die Autoren aber deutlich verschlechtern. *mit schüppe in unendlich tiefes loch spring*</p>
<p><strong>Fazit:</strong> In knackigeren 45 Minuten und weniger Für-spätere-Folgen-Gesülze hätte mir das alles besser gefallen. Zumal es mich etwas nervt, dass viele Vulkanier mittlerweile nur noch als Arschlöcher charakterisiert werden, wie hier unser für die Geschichte überflüssiger Kadett. Selbst als logischer Schlaumeier müsste man ja wissen, wann man seine Gedanken einfach mal für sich behält. Diese assige Olle würden doch selbst andere Vulkanier nach fünf Minuten aus der Luftschleuse schmeißen. Ortegas können die dabei gleich mitwerfen, ihre Art geht mir einfach auf die Eier. Und die bösen Insekten waren wohl tatsächlich einfach nur Böse? Beim Alt-Trek hätte ich ja irgendeinen Twist erwartet, z.B. dass Mars deren Eierablege-Planet ist.</p>
<p>Jedenfalls ändert sich auch in Staffel 4 nix, immerhin auch nicht (noch mehr) zum Schlechten.</p>
<p>DANN wirklich lieber eine Folge von „Die Dinos“, geht in diesem Fall ja sogar als Prequel durch, höhööö!</p>
<p>[wertung action=2 humor=1 tiefsinn=1 punkte=4]
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		<title>Was denn, NOCH dunkler?! &#8211; Star Trek: Shadow Frontier angekündigt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sparkiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 07:40:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[PC- und Videospiele]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
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					<description><![CDATA[Huhuuu! Seelisch angeschlagener Spark hiiier! Wie immer entschuldigen wir uns für die langen Pausen, aber eine ganze Staffel Kurtz-Trek am Stück geht nach all den Jahren einfach zu sehr auf die Birne und Bockvorräte. Aber keine Sorge. Sobald ich es geschafft habe, dass Kollege Klap nicht mehr irre kichernd im kurzen Damenrock sein Bat&#8217;leth durch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Huhuuu! Seelisch angeschlagener Spark hiiier! Wie immer entschuldigen wir uns für die langen Pausen, aber eine ganze Staffel Kurtz-Trek am Stück geht nach all den Jahren einfach zu sehr auf die Birne und Bockvorräte. Aber keine Sorge. Sobald ich es geschafft habe, dass Kollege Klap nicht mehr irre kichernd im kurzen Damenrock sein Bat&#8217;leth durch die Redaktion schwingt, dann geht es hier wieder so richtig los! *bärenfalle aufstell*</p>
<p>Bis dahin gibt es wenigstens mal ein paar Kurzmeldungen. Wie diese hier, zum Beispiel! Denn anscheinend ist die Star Trek Lizenz für Videospiele aktuell SEHR günstig zu bekommen, weswegen gerade so einige eher mittelmäßig aussehende Games rauskommen:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Star Trek: Shadow Frontier Official Announce Trailer - IGN Live 2026" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/D9vzdSh3lmc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Horror mit Ro Laren? Hor-Ro Laren? Horrorladen?! Sorry, erste Staffel Academy ist erst drei Monate her, liegt mir noch etwas in den Knochen. Aber das Ding könnte theoretisch sogar gut sein? Mit Alien Isolation als Inspiration? Dunkel, unheimlich und dieses &#8222;Will ich nicht anfassen&#8220;-Gefühl weckt zumindest Gelsenkirchener Heimatgefühle in mir. Und Ro ihr Look erinnert sogar (un)dezeeeent an Ripley?! Im Ernst, wenn man die aktuelle Trek-Situation berücksichtig, dann nehm ich lieber gut geklaut als furchtbar neu ausgedacht. Apropos, wann kommt nochmal die nächste und letzte New Worlds Staffel?!</p>
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		<title>Etwa zu wenig Klingonen im kurzen Rock? &#8211; Starfleet Academy abgesetzt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sparkiller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 21:40:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Star Trek: Starfleet Academy]]></category>
		<category><![CDATA[Starfleet Academy]]></category>
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					<description><![CDATA[Da tropft es salzige Sülter-Tränen (&#8222;Aber wie kann ich mein nächstes Buch &#8218;Warum Starfleet Academy das beste Star Trek ist&#8216; denn jetzt auf drei Seiten strecken?!&#8220;): Wie Variety berichtet wird die Serie nach der bereits produzierten zweiten Staffel nicht mehr verlängert. Paramount dazu: We’re incredibly proud of the ambition, passion, and creativity that went into [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/sfa_abgesetzt_v2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/sfa_abgesetzt_v2.jpg" alt="" width="1024" height="575" class="aligncenter size-full wp-image-13093" srcset="https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/sfa_abgesetzt_v2.jpg 1024w, https://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2026/03/sfa_abgesetzt_v2-768x431.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<p>Da tropft es salzige Sülter-Tränen (&#8222;Aber wie kann ich mein nächstes Buch &#8218;Warum Starfleet Academy das beste Star Trek ist&#8216; denn jetzt auf drei Seiten strecken?!&#8220;): <a href="https://variety.com/2026/tv/news/star-trek-starfleet-academy-canceled-season-2-1236696816/" target="_blank">Wie Variety berichtet</a> wird die Serie nach der bereits produzierten zweiten Staffel nicht mehr verlängert. Paramount dazu:</p>
<blockquote><p>We’re incredibly proud of the ambition, passion, and creativity that went into bringing ‘Star Trek: Starfleet Academy’ to life,” CBS Studios and Paramount+ said in a joint statement. “The series introduced audiences to a bold new group of characters, welcomed familiar faces, and expanded the ‘Star Trek’ universe in exciting new ways. We’re grateful to Alex Kurtzman, Noga Landau, Gaia Violo, and the entire cast and crew who pushed storytelling boundaries in the spirit of Gene Roddenberry’s vision. We look forward to sharing the upcoming second and final season with everyone, and continuing to celebrate the cast, crew, and all that was accomplished with this series.</p></blockquote>
<p>Wir haben dies durch unseren patentierten Bullshit-Übersetzer gejagt:</p>
<blockquote><p>Meine Fresse, ist der Rotz endlich vorbei?! Es tut uns ja so leid! Meine Herren, was wir damit an Geld verschwendet haben, welches in viel ambitioniertere, hingabevollere und kreativere Projekte hätte fließen können, zum Beispiel eine Doku über Passionsfrüchte. Aber wir mussten euch ja ungefragt einer glatzhirnigen Meute von &#8222;Charakteren&#8220; mit faden Hackfressen aussetzen, welche das Star Trek Universum in geistigen Exkrementen implodieren ließen. Wir verdammen Alex Kurtzman, welcher hoffentlich auf ewig von Gene Roddenberrys Geist besucht wird. Wir freuen uns bereits darauf, auch die zweite Staffel den Streaming-Lokus runterzuspülen und dies danach ordentlich zu feiern!</p></blockquote>
<p>Der Artikel endet noch mit einer versteckten Drohung von Paramount, dass man Star Trek weiterhin verpflichtet bleibt.</p>
<p>Vielleicht mit einer Fortsetzung zu Section 31?</p>
<p>Hach, da wird das Review der zweiten Staffel gleich doppelt Spaß mach&#8212; überhaupt erst Spaß machen!</p>
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