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	<title>Zukunftia</title>
	
	<link>http://www.zukunftia.de</link>
	<description>Ernsthafte Reviews, News und Ansichten zu Film &amp; Serie</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 May 2013 20:48:29 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Doctor Who – 7.13 – “Nightmare In Silver” Review</title>
		<link>http://www.zukunftia.de/4928/doctor-who-7-13-nightmare-in-silver-review/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 20:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klapowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[TV-Hammer]]></category>
		<category><![CDATA[Doctor Who]]></category>

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		<description><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who 7 12_klein" /></div>Ein Schnupfen ist nichts dagegen: Kaum gibt der Doctor einem abgeschalteten Cyberman im Kuriosenkabinett von Kreuzkirchen die Pranke, schon ist wieder das halbe Universum in Gefahr. Und das auch nur, weil die andere Hälfte vermutlich schon wieder durch Daleks bedroht wird. Dabei hatte ich WIRKLICH geglaubt, dass die Cybermen jetzt ausgestorben sind! &#8211; Wie? Nein, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who 7 12_klein" /></div><p>Ein Schnupfen ist nichts dagegen: Kaum gibt der Doctor einem abgeschalteten Cyberman im Kuriosenkabinett von Kreuzkirchen die Pranke, schon ist wieder das halbe Universum in Gefahr. Und das auch nur, weil die <i>andere Hälfte</i> vermutlich schon wieder durch Daleks bedroht wird. Dabei hatte ich WIRKLICH geglaubt, dass die Cybermen jetzt ausgestorben sind! &#8211; Wie? Nein, ich will keine Zeitschriftenabos oder Handyverträge! Das war eben ein Witz, ich bin nicht leichtgläubig, wirklich! &#8211; Hilfäää!!</p>
<p><span id="more-4928"></span></p>
<p><b>Inhalt:</b> Die Kids aus dem Ende der letzten Folge treffen auf einen Freizeitpark in der fernen Zukunft. Dort erwecken Metallinsekten einen zu Schauzwecken ausgestellten Cyberman wieder zum Leben und infiltrieren des Doctors Gehirn, der sich daraufhin zweimal vorhanden fühlt. Tja, das wäre im Heidepark nicht passiert…</p>
<p><u><b>Bewertung:</b></u></p>
<p>Im Ernst, was hätte man alles aus der „Guter Doc/Böser Doc“-Geschichte herausholen können, statt den hier zutage geförderten Fanboy-Popeln? &#8211; Lustige „Ein Fall für Zwei“-Anspielungen, Bunte Bilder in der Zwischenwelt (Traumsymbole, Erinnerungen) oder persönliche Einblicke in den Werdegang des Doctors, welche von seinem Böseren Ich „freigeschaltet“ werden. Zum Beispiel, dass seine Eltern immer gesagt haben, dass er „Nicht so lange mit der Zeitmaschine draußen spielen“ solle, „höchstens 10.000 Jahre“… Dazu Schlechtes Gewissen, Versagensängste und (Omni)Potenzprobleme alle 3 Dekaden. – Doch was macht man daraus, wenn der Doc mal verletzlich und schwach ist? Er spielt gegen sich selbst SCHACH, was als Intelligenztest schon fast klischeehaft und einfallslos wirkt. Hätte wenigstens die Timelord-Variante von „Mensch ärgere dich nicht“ sein können…</p>
<p>Und soooo böse und durchtrieben schien sein verkabeltes Selbst dann auch nicht zu sein, wenn es seine Existenz vom Ausgang einer Schachpartie abhängig macht. Tausende Cypermen unter Kontrolle, aber weniger Führungspersönlichkeit als ein 23-jähriger Leiter eines Callcenters? &#8211; Aber generell blieb ja alles sehr an der Oberfläche, war das Schädelimplantat ja z.B. nur auf den Kopp draufgesetzt. Wenigstens ein paar Bohrlöcher (selbst Pritt-Stift-Reste hätte ich genommen!) hätte man zeigen können, als der Seven-Of-Nine-Gedenkdeckel von des Doctors Haupte abfiel.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12_klein.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12_klein.jpg" alt="who 7 12_klein" width="130" height="130" class="alignnone size-full wp-image-4929" /></a></p>
<p><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who712a.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who712a.jpg" alt="who712a" width="610" height="302" class="alignnone size-full wp-image-4930" /></a></p>
<p>„Und dieser Freizeitpark geht wirklich über den halben Planeten und hat die Ressourcen von 3 Monden gekostet? Wer hat das denn gebaut und bezahlt?“ – „Nun, es fing damit an, dass Berlin einen neuen Flughafen haben wollte…“ – Schaukeln statt Gaukeln: Eine alternative Entstehungsgeschichte besagt, dass J.J. Abrams dies als Brückekulisse für seinen 3. „Star Trek“-Film nutzen wollte, doch das war der Kirmesclownsgewerkschaft einfach zu… albern.</center></i></p>
<p>Und die Cybermen an sich hatten dann auch schnell keine Ressourcen mehr, sprich: Das SFX-Budget nach dem ersten Angriff wieder verbraucht. Dabei hätte ich gerne noch mal gesehen, wie die Roboter mit Schallgeschwindigkeit durch die „pausierten“ Menschlein gefegt wären. Aber der Doctor kann vielleicht zaubern, die Drehbuchautoren hingegen nicht („Nöö, dann wäre es ja schwierig, denen auszuweichen!“)… Überhaupt hatten die Borg-Vorläufer nicht viel Neues mitzuteilen, außer der Aussage, dass sie auch weiterhin am (Zeit-)Arsch der Welt aufzutauchen gedenken. Aber mit „Huii, Metallmänner verfolgen uns“ alleine lasse ich mich nicht mehr wec… schrecken. Und wenn ich richtig hingesehen habe, schauten selbst die Verfolgten ab und an etwas genervt und gelangweilt drein.</p>
<p>Schön allerdings, dass mich die Kids am Anfang kaum genervt haben. Mochte daran gelegen haben, dass die sich auch nicht „blagiger“ verhalten haben als jeder andere Who-Franchisler. Und die Geschichten können eh nur gewinnen, wenn wir uns selbst in den Geist eines Zehnjährigen zurückversetzen. Auch der Freizeitpark versprach viel, war aber dann doch nur ein Photoshop-Standbild, in dem man vermutlich 192 Einzelmotive zusammen gepuzzelt hat, auf dass die Charaktere vor der Wand der Bluescreen stehen und die Luft rauslassen konnten („Boooaaa-ah!“).</p>
<p>Der ältere „Reiseführer“ hatte ebenfalls etwas heimeliges und erinnerte mich an eine andere Art Doctor Who, der halt nur für Pappkulissen-Zaubertricks statt für Zeitreisen zuständig ist. Dumm nur, dass er den Rest der Folge nur stellvertretend für das Cybermen-Kollektiv das Schweigrohr mimte. Für ein „Sprach“rohr war er einfach zu still und für diesen Zweck gab es ja schon den Doc, der bei seiner Kopp-Übernahme im Zimmer herumrannte wie ein Dackel, der von einer fliegenden Wurst umrundet wird.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who712b.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who712b.jpg" alt="who712b" width="610" height="302" class="alignnone size-full wp-image-4931" /></a></p>
<p>„Hey, bist du etwa mein böseres Ich? Wie fies bist du denn genau?“ – „Haharr! MEIN Sonic Screwdriver ist ein Pinsel mit schwarzer Farbe dran.“ – „Ui, das IST böse!“ – Der Doc ver-Zwei-felt: Jetzt ist er in Gedanken auch noch doppelt da! Und das, obwohl die Story sogar nur für eine 0,4-Ausgabe seiner selbst gereicht hätte! Mindestens einer muss also weichen. Oder der Drehbuchautor macht einfach BEIDE total weich, das geht auch…</center></i></p>
<p>Die Soldaten-Darsteller, bei denen der altmodisch Bebrillte und der Dickliche nicht fehlen durfte, waren ebenfalls in einem gesteigerten Aggregatzustand, nämlich über-<i>flüssig</i>. Wieso man einer Bande von strafversetzten Selbstbewusstseinsverweigerern eine (und NUR eine) krasse Strahlenwumme mitgibt, ist mir auch nicht ganz klar geworden. Aber gut, wenn man schon das Kommando leichtfertig an Clara abgibt (hätten vermutlich auch einen „General“ mit Schnuller und Babyrassel akzeptiert), braucht man wenigstens ordentlich Feuerkraft, um sich gegenüber den noch uncooleren(? Überhaupt möglich?) Zivildienstleistenden durchzusetzen.</p>
<p>Die bemühte Überraschung der Episode: Der gesuchte Imperator war dann nur… ein <i>Imp</i>. Okay, immerhin ein netter Twist, um uns optisch schon mal auf die erhoffte Herrschaft von Tyrin Lannister in „Game of Thrones“ vorzubereiten. An sich hätte der Herrscher über mehrere Galaxien aber wenigstens einen STUHL auf seiner Raumschiffbrücke verdient gehabt; auf so einer treppenbewehrten Transporterplattform hätte noch nicht mal William Shatner vor sich hinregiert.</p>
<p>Allgemein ist diese Episode so ziemlich das Gegenteil von „Gewollt, aber nicht gekonnt“. Man KONNTE so einiges, aber man WOLLTE wohl nicht. Jede Düsternis war spätestens an der Stelle schwerelos verflogen, als der Doc sich ein altes Kaugummipapier an die Backe patschte (die im Gesicht, die anderen beiden wären wenigstens noch schön abgedreht gewesen), um das Implantat zu neutralisieren. Der Freizeitpark und die Kids, die ich übrigens für grenzwertig leichtfüßig reingeschrieben halte („Wir haben zufällig S/W-Fotos von ALLEN Clara-Zeitreisen im Internet gefunden!“) waren verschenkt und hätten auch gegen einen gigantischen Schuhladen und 2-3 Rentner eingetauscht werden können.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who712c.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who712c.jpg" alt="who712c" width="629" height="381" class="alignnone size-full wp-image-4932" /></a></p>
<p>„Leute, wieso sind wir eigentlich nicht <b>seitlich</b> weggelaufen, als sich zwischen Heiligabend und Karfreitag andeutete, dass die Cybermen auf uns zu kommen?“ – „Halt die Klappe, Mister Einstein! Deine unpassenden Thesen zur Existenz einer Dritten Raumdimension sind gerade unpassend.“ – Griffbereit: Na, habe ich echt schon spannendere Serien gesehen. Zum Beispiel Briefmarkenserien, Seriennummern, Serienbriefe…</center></i></p>
<p>Immerhin weiß Clara jetzt, dass sie „impossible“ ist, was ich als amtlicher Begutachter weiblicher Reize nur bestätigen kann. Nett auch der Gag mit des Doctors Liebeserklärung, die NATÜRLICH nur von seiner indoktrinierten Seite kam. Eine Liebesgeschichte brauche ich persönlich nicht mehr zu seinem Companion. &#8211; Es sei denn, Opa Mott aus der Tennant-Ära wird noch mal ausgegraben (Schauspieler eigentlich noch am Leben), DANN lasse ich mal fünf Homophobien gerade sein&#8230;</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u> Okay, man konnte es ja mal versau… versuchen. Die x-te Wiederkehr der gliedmaßenbewehrten Variante der Daleks verlief planmäßig und überraschungsfrei, was man aber vielleicht nicht zuuu negativ sehen sollte. Man ist ja auch froh, wenn ein Bus oder Zug wie erwartet einfährt und einen sicher am Zielort (Hier: dem Abspann) absetzt. Trotzdem bleibt die drängende Frage: Hätte der Doctor nicht den (Drehbuchzusammen-)Bauer auf B3 setzen müssen?</p>
Action: 1 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 0 von 3 - <strong>Gesamt: 5 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Kommse rein ins Who-Gehirn, könnse rausgucken!" von spark</strong><br />Hätte ich durch die eigene Meinungskasten-Wehrpflicht hier auf Zukunftia nicht bereits von dem Thema die Schnauze voll, ich würde mir ja mal gerne die Doctor Who-Reviews der aktuellen Staffel auf ANDEREN Seiten angucken!</p>
<p>Werden dort denn tatsächlich noch so richtig schön humorlos die verschiedenen tiefsinnigen Aspekte der Episoden durchleuchtet? Daß der planetengroße Vergnügungspark vielleicht den inneren Spieltrieb des Docs darstellt? Oder daß die Schwerelosigkeits-Sequenz mit den beiden Nervbladen vielleicht in Wirklichkeit bedeutet, daß er Kinder im allgemeinen lieber in die Umlaufbahn schießen würde? Liebe Who-Macher, wisst ihr eigentlich was für Schäden ihr durch das viele Gaga bei fleißigen Internet-Redakteuren wie uns anrichtet? So ist zum Beispiel ein Teil des Whocast.de-Teams bereits <a href="http://www.whocast.de/?p=1517" target="_blank">felsenfest davon überzeugt</a>, daß dieses gelbe, riesige Ding im Lavalampen-Look in der Akhaten-Folge <a href="http://i.imgur.com/HYUZBhb.jpg">KEINE Sonne</a> war! (Man beachte die häufigen Irrsinns-Lach-und-Wutanfälle in der verlinkten Podcast-Folge!) Und man ist damit sicher nicht der einzigste. Erstmal die Kommentare hier abwarten, welche UNS vom Gegenteil überzeugen wollen! Hihiiignnn!</p>
<p>Wobei ICH ja der Meinung bin, daß diese Stories mittlerweile hervorragend den Geisteszustand der AUTOREN präsentieren, welcher sich spätestens ab „Nightmare in Silver“ sehr gut mit „nicht vorhanden“ beschreiben lässt. Ja, Herr Gaiman, was sehen Sie eigentlich auf diesem Tintenklecks hier? Aha, einen intergalaktischen Zwergen-Imperator. Und der hier? Ohooo, einen Cybermen-Schachautomaten. Danke, das reicht schon. Pfleeegeeer!</p>
<p>Irgendwie verschenkt fand ich da schon den inneren Kopp-Dialog vom Doc Who. Denn sowohl Gut-Doktor und der Bös-Cyberverwaltungsbeamte waren irgendwie vom Typ und Dialog her absolut identisch, von ein bisschen Stirnrunzeln und Zähnefletschen mal abgesehen. Spannend fand ich den Austausch dadurch jedenfalls nicht. Andererseits wüßte ich auch bei Nice- und Evil-Klapowskis nicht genau den Unterschied. Einer vielleicht mit Spitzbart?</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Teil 343 der aktuellen Reihe „Warum tolle Drehbücher, wenn man auch einfach verrückt werden kann?“ setzt die „Handlung zu panne zum vernünftig rezensieren“-Tradition hervorragend fort. Wer aktuell „zum abschalten“ reinguckt stürzt sich in die Gefahr, vielleicht nie wieder „einschalten“ zu können. Trotzdem, auch hier rettet der Charakter des Doktors wieder einiges und wenn man „Irre ohne Sinn“ mag, dann gibt es auch dafür noch ein paar Pluspunkte. Kurz gesagt: Gnaaah! Pfffrrrzzzt! Gooooing??!</p>
<p><strong>Wertung: 5 von 10 Punkten</strong>
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		</item>
		<item>
		<title>“Star Trek – Into Darkness” – Das Spoilerreview</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 16:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klapowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Hammer]]></category>
		<category><![CDATA[J.J. Abrams]]></category>
		<category><![CDATA[Reboot]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek 12]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Into Darkness]]></category>

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		<description><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="intodarkness_klein" /></div>Endlich: J.J.Abrams hat seinen ersten Star-Wars-Film abgeliefert, wenn auch leider unter dem falschen Titel. &#8211; Nein, im Ernst: Die Zeit bis zum Start des 12. ST-Films ging für mich jetzt schnell vorbei. Da hat sich das aufgestaute Desinteresse ja echt mal gelohnt! Weiterhin bin ich der Meinung, dass das Franchise (für mich!) eher eine kultige [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="intodarkness_klein" /></div><p>Endlich: J.J.Abrams hat seinen ersten Star-Wars-Film abgeliefert, wenn auch leider unter dem falschen Titel. &#8211; Nein, im Ernst: Die Zeit bis zum Start des 12. ST-Films ging für mich jetzt schnell vorbei. Da hat sich das aufgestaute Desinteresse ja echt mal gelohnt! Weiterhin bin ich der Meinung, dass das Franchise (für mich!) eher eine kultige <u>Serie</u> braucht und 190 Millionen Dollar für 2 Stunden Unterhaltung mindestens 185 zu viel sind. Wenn man bedenkt, dass ich in 2 TV-Stunden wohl genau so gut unterhalten worden wäre &#8211; UND dafür durchaus 4,99 Euro ausgegeben hätte (Blu Ray). Aber es hilft ja nichts. Wir <b>müssen’s</b> ja reviewen…</p>
<p><span id="more-4913"></span></p>
<p>Das hätt’s zu Adolfs Zeiten nicht gegeben: Kollege Sparkiller verweigerte desinteressiert den Kinobesuch eines neuen ST(!)-Films und replizierte sich stattdessen eine minderwertige “Vielleicht irgendwann mal!“-Ausrede. Somit gibt es heute keinen Meinungskasten unseres großen J.J.Abrams-Fanboys, der 2009 mit Höchstwertungen um sich warf. Das ist schade, aber vielleicht auch in der späten Einsicht um die &#8220;Qualität&#8221; der Abrams-Filme begründet. Besser eine verklausulierte Einsicht als gar keine. &#8211; Doch vor MEINEM Review-Senf noch eine Warnung:</p>
<p><b><u>ACHTUNG, in diesem REVIEW wird GESPOILERT, bis der Arzt kommt! Denn ich bin ein Rezensent, kein verdammter Nervenschoner, Jim, verdammt! Wenn ihr also den Film noch nicht gesehen habt, könnt ihr gerne das Fazit unten lesen, den textlichen Rest deckt aber am besten mit einem Sangriaeimer (hat genau die richtige Größte) ab. &#8211; Den ihr am besten auch in den Film mitnehmen solltet, um das Vergnügen zu optimieren&#8230;</b></u></p>
<hr >

<p>Das Wichtigste der Dings&#8230; der Story zuerst:</p>
<p>Es scheint neuerdings „In“ zu sein, sich &#8211; mehr oder weniger absichtlich &#8211; aus großen Höhen zu stürzen: Spock in Lava, Spock von Shuttle, Kirk+Pille von Klippe, Enterprise aus Orbit. Kirk und Bösewicht in Weltraum, Bösewicht aus geschrottetem Schiff&#8230; Klar, das sorgt für knatternden Fahrtwind im Enddarm des Actionliebhabers, wirkt aber mit der Zeit so sinnlos und kalkuliert wie Fallschirme und aufklappbare Böden unter der Transporterplattform (Nein, das ist NICHT zu sehen, aber man traut es Abrams zu!). ICH kenne das ja noch so, dass es spannender ist, wenn man NICHT von der Klippe fällt und sich erst mal Rumhangeln muss („Zurück in die Zukunft“, „Indiana Jones“, etc). Aber da bin ich mit meinen 34 Jahren vielleicht zuuu altmodisch und der Schwerkraft gegenüber zu wenig konfrontativ aufgestellt.</p>
<p>Ihr seht schon: Alles sehr springfidel in ST12, vielleicht, weil die angepeilten Zuschauer auch die Leser des Zentralorgans des Axel-<i>Springer</i>-Verlags sein dürften? Ha-ha-ha, Wortspiel auf Abrams-Niveau&#8230; Aber statt hier “rumzuhaten” (neues Modewort, um Leute zu bezeichnen, die nicht alles supi finden. Sollte sich der SPIEGEL-Verlag mal als neuen Titel verschreiben: “HATER”) sollte ich vielleicht gleich mit dem anfangen, was mir am meisten auf der kochenden Seele brennt: Dem <b>Meister aller Spoiler:</b></p>
<p>BITTE, lieber, im Nachhinein dramaturgisch rehabilitierter “Gott” aus “Star Trek 5”, sage es mir: WARUM musste es wieder Khan sein!? Hätte es ein stinknormaler, stinkiger Bösewicht und Terrorist nicht auch getan, ja, wäre das nicht sogar plotmäßig stärker, eigenständiger und selbstbewusster erschienen? Was wäre gegen einen Superbösewicht à la einem andorianischen Bin Laden einzuwenden gewesen? Wenn ein Altfan nicht eh nach der Hälfte des Filmes von diesem außersylesterianischen Feuerwerk begeistert ist, so empfindet er “KHAN!” doch nur als zusätzlichen Dolchstoß; vielleicht sogar als Angriff auf seine Intelligenz, da ihm die Filmindustrie anscheinend zutraut, auf 4 Buchstaben mit sklavischer Begeisterung und unkontrollierten Geldspenden in Richtung des Franchises zu reagieren.</p>
<p>Das ist in etwa so, als würde ich mal wieder in ein Nobelrestaurant gehen wollen und am Ende präsentiert mir der Kellner die “Auflösung”, dass in die hochpreisige Kartoffelsuppe als “Überraschung für alle Fans des Unternehmens” doch nur 30 Jahre alte McDonalds-Pommes geworfen wurden. &#8211; Watt denn nu? Restart oder nicht? Veganer oder Gutfried-Stallwächter? Franchise-Umstricker, -Ficker oder -Anbiederer?</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness1.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness1.jpg" alt="intodarkness1" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4916" /></a></p>
<p>„Hüllenbrüche in den Polygonen 3 bis 5! Haltet die Lense Flares fest, sie treiben unser Schiff an!“ &#8211; Balla-Baller: Eigentlich hatte ich mich auf den Absturz sogar gefreut. Dem vom Schiff jetzt, nicht dem des Niveaus. So wirklich spannend fand ich aber auch diese Szene nicht inszeniert, wofür selbst ein Uwe Boll lange stricken müsste. Immerhin durfte an dieser Stelle mal an den Wänden hochgelaufen werden. Hmm&#8230; Was ICH aufgrund des Niveaus(Komma fehlend) allerdings ebenfalls schon getan hatte.</center></i></p>
<p>Aber selbst, wenn man die rosarote Fanbrille absetzt, die bei mir ja eh ein Kackbraunrosa besitzt, ist die Story nach allgemeingültigen dramaturgischen Standards nicht sonderlich gut erzählt. Der, dessen Name nicht genannt hätte werden müssen (gnaaa!), ist einfach ein brutalster Betonkopf mit &#8211; immerhin &#8211; der Kinderfresserstimme von Nolans Batman UND dem Minenspiel eines rückenkranken Kriegerdenkmals. Na, wenn das nichts ist? Richtig: Das ist nichts&#8230; Jedenfalls nicht genug. Hier wäre MEHR einfach mal&#8230; <i>mehr</i> gewesen. Klar, der Mann ist ein Psychopath, WENN nicht sogar Schlimmeres (= Sternenflottencaptain, Filmautor von J.J.Abrams?), aber wenn er wenigstens <i>versucht</i> hätte, Kirk mit Charme, Ironie und freundlichem Vergleichen der Oberarme (Im Zeitalter vom homophilen “Skyfall” ja noch harmlos) einzuwickeln, hätte man hier nicht zwischenzeitlich das Gefühl gehabt, Datas dritten verlorenen Bruder beim Wand-Anstarren zuzusehen.</p>
<p>Okay, der Schurke hat durchaus seine Momente, vor allem, wenn man ihn mit dem knurrenden Wilden vom Bohr-Ey-Planeten vergleicht (= ST 11). So ist man z.B. schon froh, dass er überhaupt stehen UND gleichzeitig sprechen kann. Die von mir befürchtete Antagonisten-Amöbe mit Augenklappe ist im 12. Film also knapp ausgeblieben. Dennoch: Man fragt sich nicht mal einen Moment, ob der Fiese vielleicht ein Nanometerchen Recht haben könnte oder ob die gesichtslosen DNA-Prämierten im <i>Frost</i>onentorpedo vielleicht ganz arme Schweine sind. Aber das war wohl auch nicht beabsichtigt, hätte es hier doch auch um Pfefferwürste oder Selbstdichtende Schaftbolzen gehen können, um die ein erbitterter K(r)ampf hätte entbrennen dürfen.</p>
<p>Khans übermenschliche Intelligenz, mit der er ganze Zauberwürfel-Armadas vernichten könnte? Kommt nur einmal zum Tragen, als er im Kopf für Kirk die richtige Flugroute errechnet. (“Paar Grad weiter links” &#8211; DA hätte ich mir mal eeetwas mehr Technobabble gewünscht). Ansonsten macht der Typ dem &#8220;Man of Steel&#8221;-Trailer im Vorfeld Konkurrenz, wenn er sein Kinn (das Ergebnis einer Liason zwischen einem Diamanten und einem Unterwäschemodell) für Schmerzexperimente zur Verfügung stellt. Für anderer Leute Faust-Schmerz, wohlgemerkt. Hier fehlte es massiv an „Magic Moments“, die man noch nach 10 Jahren aufsagen könnte. Oder wenigstens 10 Minuten nach dem Film (&#8220;Wir waren gerade in einem FILM, Klapo? Ehrlich?&#8221;).</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness2.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness2.jpg" alt="intodarkness2" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4917" /></a></p>
<p>„Okay, und jetzt noch den rechten Fuß durchstecken&#8230; Jaaaa, es geht doch nichts über Glory-Hole-Twister, um die Muskulatur vor der Analsondenbehandlung zu lockern!“ &#8211; Doktor Schmuh: Pille hat diesmal nur 1-2 gute Momente, was im Gegensatz zu den anderen Charakteren unfair ist. Die müssen nämlich mit 0,5-1 auskommen. Und Shinzon als damals angeblich „platter Bösewicht“ wurde viel Unrecht getan, wie ich heute einsehen muss. (*Nemesis auf Blu Ray bestell*)</center></i></p>
<p>Was GENAU wollte der Admiral von Khan, um sich auf die kommenden Gefahren für die Sternenflotte vorzubereiten? Wieder einer dieser Fake-Beraterverträge, für sie wir die Politik so lieben? Anders gefragt: Sollten wir einen gewissen Herrn Fritzl aus der Schweiz vielleicht mal fragen, welche Verbesserungen es an deutschen Gefängnissen vorzunehmen gilt? Etwas konkreter als “Wer soll uns denn sonst auf die Fresse hauen… äh, uns davor bewahren?” hätte ich es dann gerne doch gehabt.</p>
<p>Und obwohl ich den originalen Khan cineastisch für überbewertet halte, so verströmte dessen finaler Angriff damals noch so etwas wie Stil, begründete Wut und &#8211; durch die Einbeziehung seiner Crew &#8211; so etwas wie Zusammenhalt und eine kleine Story-in-einer-Story. Außerdem Übersichtlichkeit, Manöver und so etwas wie eine Identifikation mit den Schiffen. Aber das ist für Neu-Fans bestimmt zu old-schoolig, darauf zu achten, dass das Auge dem Dargebotenen auch folgen kann oder sogar “Lieblingsszenen” in den einzelnen Einstellungen entdeckt. Abrams scheißt nämlich nur zwei optisch regelrecht hingekackte Schiffe aufeinander: Einmal groß und einmal klein, hell und etwas dunkler, deren Torpedos fast schon wie Bumerangs fliegen (ist das cooler, wenn die Dinger beim “direkten” Weg zum Feind fast schon einen Umweg um den Saturn nehmen?) und dabei ca 30% der Enterprise wegsprengen&#8230; &#8211; Woraufhin diese ca. 3% in ihrer Funktion eingeschränkt ist, aber die Leute drinnen fast WIEDER MAL irgendwo runter fallen (Trinkspiel-Idee?).</p>
<p>Womit wir bei den Effekten sind, die sich &#8211; begeisterten Gutfindern zufolge &#8211; als alleinige Kompensatoren der Bematschten-Story eignen sollen. Aber auch hier muss ich verneinen: Wenn man bei einem Raumkampf nicht schnallt, ob das nun eine Warpgondel war oder Abrams&#8217; monströs erigiertes Glied, für 0,8 Sekunden eingeblendet, so läuft etwas falsch im Hause Augapfel! Finger hoch, wer hat bei den Prügelszenen auf Anhieb erkannt, wer da gegen wen kloppt? Nichts gegen Schnitt/Gegenschnitt/Kopf-ab, aber wenn sich die Kamera alle 0,5 Sekunden in allen Himmelsrichtungen (bei gefühltem Kerzenlicht) neu ausrichtet, kann ICH nicht mehr erkennen, ob Kirk einen Klingonen verhaut oder wir zwischendurch zu einer Kneipenschlägerei auf dem Planeten der Gorn umgeswitcht haben. Nach einem halben Dutzend Abrams-Filmen beginne ich langsam, seinen Regiestil zu hassen, der mir einfach zu “wackelig” wirkt und mir im Zweifel immer das zeigt, was ich gerade auf KEINEN Fall sehen wollte (=Diesen Film?). Und wenn doch, dann nicht SO.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness3.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness3.jpg" alt="intodarkness3" width="606" height="329" class="alignnone size-full wp-image-4918" /></a></p>
<p>„Huch-ilein, jetzt habe ich ganz vergessen, dass ich den Raumanzug auch einfach DRÜBER hätte anziehen können. Ich bin aber auch ein kleines Dummerchen&#8230; Oh, ich trage meine Unterwäsche falsch herum, schnell weg damit! Habt ihr jetzt genug Material für den Filmtrailer, Leute?“ &#8211; Haut (ist) rein: Blondi Blonduelle übernimmt in dem Plot die wichtige Funktion, beim Gebeamt-Werden durch den ganzen Raum zu laufen. Etwas, was ich schon immer mal sehen wollte, seitdem ich mir vorstellen kann, wie Nahrungsmittel IN einem unvorsichtig vorgeschobenen Kopf repliziert werden&#8230;</center></i></p>
<p>Doch zurück zum Plot für den Pott:</p>
<p>Mit einfachen Mitteln (1-5 Leute zusätzlich an Bösis Seite, moralische Kurzdiskussion mit Spock&#8230;) hätte man den Film massivst aufwerten können, doch man entschied sich für den Weg des geringsten elektrischen Widerstands im neuronalen Netzwerk des Zuschauers. Dabei wollte ich der Story nach der Erwähnung der Klingonen und der getarnten Torpedos sogar noch politische Substanz unterstellen und hatte schon wohlwollende Vergleiche zu Star Trek 6 auf den Lippen (z.B. “Die Shakespeare-Vergleiche sind J.J. Abrams sogar besser gelungen!”). Übrig blieb dann nur die 173. Rachestory, bei der ein ehemaliger Sonderschüler auf die Erfinder der Mathematik einzuschlagen gelobt. Oder so. </p>
<p>Die Auswirkungen des Handelns werden hierbei großflächig nicht gezeigt (Sternenflotte ballert auf Kronos rum und trotzdem kein Krieg?! Admiral verletzt „Grundgesetz“ und keiner über ihm ist ebenfalls verantwortlich und will Kirk nach dem Film killen?), wobei ich nach Spocks hingerotzter Erwähnung von “Neu-Vulcan” eh schon Angst hatte, dass Abrams die Figuren im nächsten Satz “Klebstoff” erwähnen lässt. &#8211; Nein, Politik und Diplomatie gibt es hier nicht. Und wenn doch, dann scheint man sich hierbei nahe an der des Filmes “Idiocrazy” zu orientieren.<br />
Wenn die Motive des Bösewichts egal sind, die Politik ebenso, die Guten böse sind (aber nur so, dass die Organisation nach dem Vernichten eines Schiffes/Mannes wieder „sauber“ ist), dann kann die Actionmischung aus „Transformers“ und „Cloverfield“ auch nicht mehr die „Cast“-anien aus dem Feuer holen.</p>
<p>Das mit den fleischig gefüllten Torpedos habe ich nach einigem Nachdenken immer noch nicht geschnallt: Was hätte Khan getan, wenn Kirk die Hälfte der Dinger DOCH auf ihn abgeschossen hätte? Sich an seinem Genie und den herabregnenden Resten seiner Kumpel erfreut? (“Harhar, ich wusste, dass sie mir meine Leute wie&#8230; widerlich bringen würden”). Und wie darf ich mir vorstellen, dass Khan die Jungs in einem unbeobachteten Moment in feier(abend)licher Feinarbeit in die Bumm-Bumm-Särge gestopft hat? Da das fast unmöglich ist (Wobei: Wer sich mal gerade nach Kronos beamt&#8230;), scheint der Admiral davon gewusst zu haben. Aber Kirk gleich 72 von den explosiv gefüllten Menschenpralinès mitzugeben, würde AUCH keinen Sinn machen. Aber sicherlich gibt es da in Abrams&#8217; Malbuch&#8230; äh&#8230; Storyboard ein buntes Panel, welches dies erklärt. Bis dahin bin ich völlig hilflos in Bezug auf eine der wichtigsten Elemente dieses Kackhauf&#8230; dieser hochwertigen Geschichte; Gott möge ihrer Logik gnädig sein.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness5.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness5.jpg" alt="intodarkness5" width="604" height="249" class="alignnone size-full wp-image-4919" /></a></p>
<p><center><i>„ &#8230;Und darum gelobe ich heute vor Gott und allen Mützen&#8230; Menschen&#8230; dass ich nicht ruhen werde, so wie ihr jetzt gerade &#8211; schnarchend -, bis ich die Gefahr für unsere Gesellschaft, wie auch immer J.J.Abrams sie noch zusammenklöppeln wird, äh&#8230; &#8211; Verdammt, ich habe den roten Faden verloren. Ich fang noch mal beim Paramount-Logo an, ja?“ &#8211; Into Patriotismus: Solche Szenen werden für amerikanisch anmutende Verbal-Gülle missbraucht. Da bekam mein Darm schon fast einen Sternen-Flotten. Pfröt.</center></i></center></i></p>
<p>Aber ich bin ja jetzt sowieso offiziell dümmer als gleich 3-4 der besten Hollywood-Autoren. Eine Sitzung der wichtigsten Admiräle und anderen Furzhupen ist z.B. nicht besser gesichert als ein Storchennest? Checkte ich nicht&#8230; Ob spontane Notsitzung oder nicht: jeder Autofahr&#8230; flieger hätte in diesem Universum sein Gefährt in das Gebäude schmuggeln können. Und zwar Kraft purer Kinetik. Was wohl mordtechnisch auch mehr gebracht hätte, ballerte der angeblich hochgezüchtete Khan doch gefühlte Minuten auf einen Raum ein, schaffte es aber nicht, viele der am Boden Liegenden zu treffen – oder gar Kirk, der munter den Feuerlöscher zum “McGyver-Tool” umbaute (“Hööhö? Winkel böööse! Khan kluuug! Höher fliegen trotzdem schweeer! Beamen daher weeeg an Klingonen-Uni, huaargl!”)&#8230;</p>
<p>Seltsam in einer Welt, in der ein undefinierbares “Ding”, aufgelöst in einem Glas Wasser, einen halben Straßenzug zerlegen kann. Da scheint man bei den Einlasskontrollen ein wenig zu nachlässig zu sein (“Geil, geeiil, Gesichtsscan!!!”) und dem Rest eher wenig Beachtung zu schenken (“Böööh, Tasche mit potenziellen Atomsprengkopf ist doch langweilig!”). Hier sollte man entweder gleich zur Staatsform der Anarchie zurückkehren oder sich gefälligst vor wichtigen Einrichtungen eine schall- und explosionsdämmende Fünffachverglasung aus Kraftfeldern gönnen. Ist ja auch knorke für den Energieausweis&#8230;</p>
<p>Ach ja, das ganze Design ab ST11 gefällt mir ebenfalls nicht: Die Menschheit der Zukunft sieht ausnahmslos aus wie amüsierwillige Assis aus einen RTL2-Promovideo. Dumpfe, schöne Menschen gucken hip&#038;funky drein (Gibt kein Geld mehr, nur… <i>Gel</i>?), scheinen ihre gesamte Freizeit &#8211; zumindest Scotty und Kirk &#8211; nur in wummernden Tanzlocations abzuhängen, die ohne Türsteher nicht betreten werden würden und sehen irgendwie alle aus wie von einer Castingcouch aus Schleim gerutscht. Die Maschinenräume sind hingegen zwar hübsch groß, wirken aber zusammengewürfelt und ungefähr so ikonisch wie iPads als Badezimmerfliesen. Okay, es muss ja kein pulsierender Maschinenraum-Baumkuchen sein wie bei TNG, aber diese schneeweiße Abrams-Krimskramladen hatte fast alles (Rohre, Flansche, Displays), nur nichts eigenes. Geleaste Langeweile, billig aus China. Mit anderer Beleuchtung könnten wir das Morgen auch in einem beliebigen anderen SF-Film sehen, ohne, dass es auffallen würde. Gleiches gilt für die Brücke, die mir nach 2 Filmen nur so präsent ist wie ein Schrottplatz für weiße Keramikkloschüsseln.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness6.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness6.jpg" alt="intodarkness6" width="610" height="302" class="alignnone size-full wp-image-4920" /></a></p>
<p><center><i>“Nichts und niemand kann mich aufhalten, muharhar! Äh, wie heißen sie eigentlich, mein Herr?“ &#8211; „Herbert Nichts-Niemand, is&#8217;n Doppelname. Hey, wo laufen sie denn hin?“ &#8211; „Star Trek 9 &#8211; der Aufwand“: am Ende erinnert der Film entfernt an das Problem im 9. Film. Nur, dass man sich damals noch mehr Mühe gegeben hat, die fiesen Chefs in Grautönen zu zeichnen. Sätze wie „Ich wollte ihre Crew sowieso nicht schonen“ hätte es da wohl nicht gegeben. Es sei denn, Picard und seine Leute hätten zu einem gähnend langweiligen diplomatischen Bankett gemusst.</center></i></center></i></p>
<p>Was hätte es bewiesen, wenn Scotty nur das Schiff gefunden hätte, nicht reingekommen oder dieses bereits weiter geflogen wäre? Dass Admiräle in (meinetwegen geheimen) Schiffen fliegen können und kein Skateboard nehmen? Wohin wollte Khan am Ende so dringend laufen? Zu seinem Altwarenhändler, seine Motivation umtauschen? Der Asteroid zum Testen des Sprengkopfes hatte eine Atmosphäre? Immerhin DER, wenn schon nicht der Film… Die Klingonen sind zu blöd, sich in Schiffen oder wenigstens in Personen um das vielleicht feindliche Shuttle zu verteilen, das mal eben gerade den ganzen Schrottplaneten zu äh… Schrott… äh… „geflüchtet“ hat? (Schwierig, die richtigen Worte angesichts dieses Schwachsinns zu finden)</p>
<p>Wieso vergeigte man überhaupt den Auftritt der Klingons? Statt mit Maskenbildnern und Kostümdesignern innerhalb von &#8220;nur&#8221; 50-100 Details (siehe „Games of Thrones“) mal gerade eine ganze Rasse zu definieren, sehen hier gleich aussehende Playmobilmännchen mit Helm. Deren Heimatwelt praktischerweise ein Videospiel-Fluglevel ist. Wie schön wäre es gewesen, wenn die Krieger überraschend und als aktive Klischee-Vermeidungsmaßname gesagt hätten: &#8220;Jau, unehrenhafte Massenmörder wollen auch wir nicht haben!&#8221; &#8211; Und der darauf folgende Kampf gegen Kahn wäre Seite an Seite mit den Jungs geschehen. Von mir aus mit anschließendem Bündnisbruch, weil Khan die Seiten clever gegeneinander ausspielt? Oder weil Kirk den Typen nicht ausliefern will? &#8211; Schon schlimm, wenn man sich als Fanboy ein besseres Drehbuch ausdenken kann als die Ballermann-Fanboys vom Abrams, oder?</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness4.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness4.jpg" alt="intodarkness4" width="600" height="308" class="alignnone size-full wp-image-4921" /></a></p>
<p>„Oooh, es ist so schrecklich und sinnlos, dass er sterben musste!“ &#8211; „Der schwerverletzte Praktikant auf Deck 4?“ &#8211; „Neee, der andere! Den, den wir wieder Offscreen zum Leben erwecken, weil er uns WICHTIG ist!“ &#8211; „Gene Roddenberry? Rick Berman? Weib, du sprichst in Rätseln&#8230;“ &#8211; Noch einmal, mit Gefühl: Trauer, Freude oder Angst kommt mit den Charakteren nie auf. Es sei denn, sie geraten in eine actionreiche Gefahr. Dann habe ich Angst vor Augenscherzen und stundenlangem Nachflimmern.</center></i></p>
<p>ST12 klaut an den <b>falschen</b> Stellen seine Trek-Atmo zusammen, und das so schlecht wie ein besoffenerer 3-Jähriger im Süßigkeitenladen. Plump werden vermeintliche Kultmomente imitiert, noch einmal eine Hommage an den Film „Die Mumie“ eingeflochten (oder was auch immer Leonard Nimoys sinnfreier Kurzauftritt sollte) und ganz am Schluss erdreistete man sich dann auch noch, mit der Feinfühligkeit eines epilepsiekranken Elefanten die Sterbeszene aus „Der Zorn des Khan“ nachzuspielen. Als Spock nun plötzlich &#8220;Kaaaahn&#8221; brüllte und unter kindergartenreifen &#8220;Freundschafts-Bla-Bla&#8221; zu flennen begann, während Kirk mit grüner(??) Verstrahlungsfresse hinter dem Schaufenster zum großen Trek-Ausverkauf hinaufblickte, da habe ich mich geschämt und musste meine Augen schließen. Hier werden uns die Emotionen so ins Maul gestopft, mit Musik und Tribblepisse zwangsweise runtergespült, dass ich mich unweigerlich mit ST2 solidarisieren MUSS.</p>
<p>„Schön“ auch der Moment ein paar Minuten früher, als uns die Rettung des Verstrahlten bereits auf dem Silbertablett präsentiert wurde… Kirk: „Blabla… Khan… Bedrohung… Oh, Pille, was machst Du mit dem Tribble?“ – „Nekrotisches Gewebe mit Khans Blut wieder herstellen.“ – „Ah… Okay.“ (<i>*Kamera wieder wegschwenk*</i>)</p>
<p>Man könnte jetzt noch die nahezu leeren Gänge im feindlichen Schiff erwähnen, Kirks langsam nervig werdendes Hoch- und Runterbefördern nebst dem „Nur hoch“ bei seinem Ego (bei MIR würde so ein Typ mit dem Zahnstocher die Latrinen putzen!), die etwas überzogene Dienstquittierung von Scotty (für einen Typ, der einen kompletten Lattenschuss hat, nahm er das „Unbekannte Substanzen nicht an Bord“-Problem sehr ernst!), sowie die Tatsache, dass zwei abstürzende Schiffe in der Nähe der Erde niemanden sonst (Verteidigungssatelliten?) auf den Plan ruft… Aber wer hier mit Logik argumentiert, kann sich auch mit einem Nudelsieb auf den Kopf in den Krieg begeben.</p>
<p>Die klassischen Charaktere sind weiterhin so tiefgründig und gut eingefügt wie ein Ferengi in der Linkspartei. Gerade die Nebencharaktere wie Scotty, Sulu und Chekov wirken immer noch wie die unehelichen Kinder von Jar-Jar Binks und Mister Bean. Und auch die Hauptcharaktere werden wohl auch nach 10 Filmen nicht so kultig wirken wie die TOS-Crew nach 10 Episoden/bzw. Minuten. Bei Spock sehe ich beispielsweise weiterhin nur einen ohrbeklebten Abitur-Jahrgangs-Sprecher, der mit Nimoys Performance und Aussehen ungefähr so viel gemeinsam hat, wie Justin Timberlake als jüngere Version von Jack Nicholsen durchgehen würde. Chekov und Scotty bekommen zwar lustige Momente, aber das weiß ich auch nur, weil Abrams das Etikett „lustiger Moment“ oftmals einfach dran gelassen hat.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness7.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intodarkness7.jpg" alt="intodarkness7" width="610" height="302" class="alignnone size-full wp-image-4922" /></a></p>
<p>“Schau mal, Klingonen! Einer wird in &#8216;Auf der Suche nach Mister Scotty&#8217; bestimmt meine Tochter töten!“ – „Sei nicht so albern! Abrams wandelt ja nicht nur alte ST-Ideen ab. Irgendwann kopiert er bestimmt auch ANDERE SF-Klassiker, wirst schon sehen!“ &#8211; Davongestohlen: Wäre „Into Darkness“ nicht so flott inszeniert, die Bewertung könnte durchaus in den Keller fallen. Aber da liegt ja schon &#8211; zum Glück &#8211; meterhoch die tote Logik.</center></i></p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u> Die Story erinnert an uralte Trek-Zeiten. Nämlich an die, in denen Urmenschen und Schimpansen noch zu ausschweifenden <i>Treks</i> in die afrikanische Savanne aufgebrochen sind. Die Action hingegen sorgt für echte Lichtblicke, denn Lense Flares (sogar jetzt mit 3D-Effekt versehen!) verleihen hier zwischen den wahllos zusammengeschnippelten „Wir fetzen uns“-Fetzen die nötigen Wiedererkennungswerte. Die Charaktere erinnern mich hingegen daran, dass ich heute noch 5 Pfund Bananen kaufen wollte (Zur Fütterung und für Slapstick/Ausrutsch-Gags). Ferner sind die Anbiederungen an alte TOS-Begebenheiten so stilvoll eingeflochten wie Rote Materie in einem Planetenkern. – Ja, dieser Film ist nicht besser oder schlechter als der erste von Abrams. </p>
<p>Nur etwas <i>anders</i> saudoof.</p>
Action: 3 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 0 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
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		</item>
		<item>
		<title>Doctor Who – 7.12 – “The Crimson Horror” Review</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 19:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klapowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[TV-Hammer]]></category>
		<category><![CDATA[Doctor Who]]></category>

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		<description><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who_7_12-klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who_7_12-klein" /></div>Wie, kein Doctor zu Beginn? Ganz wenig Clara? Stattdessen die Sidekicks aus den Folgen Sieben-Dings und Elf-Bummens? Und rote Wandfarbe im (Sender)familienpack? – Seriöser zusammengefasst: Die neueste Episode beschäftigt sich mit Religion, Verdammnis und Raketen. Eben alles, was wir in diesem Zusammenhang auch ständig aus dem Nahen Osten hören. Nur, dass hier die Körperfarbe künstlich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who_7_12-klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who_7_12-klein" /></div><p>Wie, kein Doctor zu Beginn? Ganz wenig Clara? Stattdessen die Sidekicks aus den Folgen Sieben-Dings und Elf-Bummens? Und rote Wandfarbe im (Sender)familienpack? – Seriöser zusammengefasst: Die neueste Episode beschäftigt sich mit Religion, Verdammnis und Raketen. Eben alles, was wir in diesem Zusammenhang auch ständig aus dem Nahen Osten hören. Nur, dass hier die Körperfarbe <b>künstlich</b> gerötet wurde und es sich nicht nur um den Bluthochdruck echauffierter Gotteskrieger handelt…</p>
<p><span id="more-4907"></span></p>
<p><b><u>Inhalt:</b></u> Im viktorianischen England werden immer wieder purpurrote Leichen gefunden, was „The Crimson Horror“ genannt wird. Da der Doctor vorläufig nicht vom allmächtigen Zufallsgenerator in dieser Zeit ausgespuckt zu werden scheint, übernehmen die drei uns bereits bekannten Alien-Detektive die Ermittlungen (Mrs. Silurian, Mr. Sontaran und Miss Sonntagsbrötchen)&#8230;</p>
<p><b>Besprechung:</b></p>
<p>Nach Sparkis Meinungskasten von letzter Woche wurden wir mit Mails überschüttet, die uns die Frage stellten: „Wie ist es eigentlich mit dem verrückten Autoren weiter gegangen?“ – Nun, seht hier nun die Fortsetzung…</p>
<hr >
<p><b><u>Klinikmitarbeiter:</b></u> „Guten Tag, wir haben sie heute zum Chefarzt bestellt, um ihre Entlassung zu prüfen, Mister… äh…“</p>
<p><b><u>Der Irre:</b></u> “Story-Line. Kind von Herbert Story und Sybille Line.”</p>
<p>„Okay. Wie auch immer. Fühlen sie sich denn mental etwas besser nach ihrem Aufenthalt bei uns?“</p>
<p>„Definitiv! Habe ich gestern auch schon den roten Männern gesagt.“</p>
<p>„Rote Männer? Indianer? Bluter mit Schädelverletzung?“</p>
<p>„Neee, das wäre ja völlig albern! Nein, die roten Leute, die nach dem Kontakt mit einer außerirdischen Chemikalie erstarrt sind. Was allerdings eine Nebenwirkung ist, eigentlich sollten sie nur erstarren, ohne rot zu werden. Auch nicht vor Wut, haha! Tja, aber sie wissen ja, wie schwer es ist, gutes &#8211; oder grünes &#8211; Personal zu bekommen…“</p>
<p>„Äh. Ja. Unsere Gummiwestenmacher bauen qualitativ auch seit einiger Zeit ab, seitdem die Chinesen nur noch an die Nordkoreaner liefern. &#8211; WARUM gibt es die roten und erstarrten Leute überhaupt?“</p>
<p>„Weil eine verrückte Alte, die zusammen mit ihrer blinden Tochter den Weltuntergang herbeisehnt, eine Rakete gebaut hat (wird per umgebauter Orgel gesteuert), wo noch mehr von dieser verhärtenden Chemikalie drin ist. Quasi das Starr-maggedon, harhar Aber hey, da sie einen außerirdischen Symbionten an ihrer Brust hängen hat, wollen wir nicht päpstlicher sein als die Zeugen Jehovas, was? Haha…“</p>
<p>„Ich weiß nicht… Was ist mit Clara? Ist die tot und steht trotzdem wieder auf?“</p>
<p>„Jepp. So was von tot! Und krasses Luxus-Aufstehen! Wird halt in 2 Folgen mal erklärt. Gott ist kurzsichtig und Clara fällt ständig durch ein kleines Loch in seiner Brille oder so.“</p>
<p>„Egal, wir wollen nicht vorsabbern… äh, -greifen. Drei lustige &#8211; außerirdische &#8211; Sidekicks sind hier auch wieder dabei, was in Ohnmachts-Gags bei der normalen Zivilbevölkerung mündet?“</p>
<p>„Worauf sie rote Beete als Farbstoff wetten können! Besonders stolz bin ich auf den Gag, wo der junge „Thomas Thomas“ wie ein Navigationsgerät spricht. Verstehen sie? Tom-Tom? Huhuaarr, ich schmeiß mich gleich weg! Darf ich dafür ihren Abfalleimer benutzen?“ (*Pfrompf*)</p>
<p>„Danke, ich glaube, das genügt. Sie bleiben in unserer Obhut bis zum jüngsten Tag!“</p>
<p>„Montag? Da habe ich schon was vor! Blaue Leichen… Symbionten unter der Fußsohle… Einen Riesen namens „Adam“ als rechnender Sidekick und Helfer des Doctors… Aaaarggll!“</p>
<p>„Bringt ihn weg, Jungs. Vorsicht mit dem Holz, wenn ihr ihn mit dem Brecheisen von meinem Schreibtisch entfernt… (*entfernen sich*) Hach ja. Verdammt, ich hätte doch damals das Jobangebot der Komaklinik annehmen sollen. Die &#8216;Tatort&#8217;-Autoren machen dort nie so einen Aufstand…“</p>
<hr >
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12b.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12b.jpg" alt="who 7 12b" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4908" /></a></p>
<p>„Nein, Doctor, sie haben gewiss keine Windpocken, oder sehen sie an sich etwa kleine rote Flecken?“ – „Genau! Der will sich nur vor seiner Schulung ‚Spannungsaufbau auch ohne Abstrusitäten’ drücken!“ – (B)rot und Spiele: Als ich forderte, dass die Figur etwas „fascettenreicher“ und „vielschichtiger“ werden müsste, hatte ich eigentlich etwas anders im Sinn. Aber immerhin macht es NOCH mehr Spaß als diese Story, sich die Anpinsel-Outtakes zu dieser Folge auch nur VORZUSTELLEN.</center></i></p>
<p>Ich war mir lange nicht sicher, ob es eine geniale Idee war, den Doctor anfangs kaum &#8211; bzw. nur auf der Netzhaut eines Getöteten &#8211; zu zeigen. Oder ob eine Serie, die zu 10% von der Story und zu 90% vom Hauptdarsteller lebt (erstere Zahl vom Promille-Bereich großzügig nach oben hin aufgerundet), durch derlei Alleinstellungsmerkmal-Entzug© nur Schaden nimmt. Schon anhand der meisten Zukunftia-Reviews kann man sehr gut sehen, dass es meist NUR die Präsenz vom Hampelma… Doctor ist, die eine Episode interessant oder zum Intelligenzverbrechen macht. Doch diesmal fallen 20 Minuten lang Sprüche wie „Schön, wie der Doc das düsenbetriebene Kniegelenk erfunden hat!“ erst mal weg. Stattdessen sahen wir den Sontaraner, die Grüne und die kleine Lesbe, die zwar schon früher auftauchten, bei mir aber nur das Interesse entfachten, das auch die Drehbuchschreiber bei deren Erfindung hatten: „Hauptsache, bunt!“</p>
<p>Man hätte den Beginn der Story auch auf dem übliche Wege („Weltuntergangsmagnet der TARDIS ist aktiviert“?) erzählen können, was aber erst bei einem flotten Rückblick geschah. Was einerseits zeigt, wie schnell man die übliche <i>„Doctor tritt aus TARDIS und geht 5 Sekunden später einem abstrusen Problem nach“</i>-Vorgehensweise inzwischen abkürzen kann UND dass man dies auch mal auf die Schippe nehmen darf. So habe ich die Schwarz-Weiß-Sequenzen im Old-Celluloid-Look nämlich verstanden. Und endlich kam auch DIESER Filter im Videoprogramm mal zu seinen Ehren!</p>
<p>Der Twist, dass das randalierende und knirschende „Monster“ hinter Tür nur der Doctor mit Ganzkörper-Hexenschuss und roter Farbe ist, war das Bemerkenswerteste in der Episode. Wenn man es angesichts des grassierenden Wahnsinns überhaupt… bemerkt. Ansonsten war es fast übliche Kost, etwas aufgewertet durch die Sidekicks, die herumballern (natürlich ohne jemanden zu treffen, da hat man beim ADHS-Kurs der &#8220;Star Wars&#8221;-Schützen gut aufgepasst) und die feindlichen Schergen auch mal verprügeln dürfen. Was ein bisschen zeigt, wie doof der Gewaltverzicht des Docs eigentlich ist, wäre der finale Treppensturz der alten Brustvermieterin doch ohne das begleitende Lüftchen des abgefeuerten Laserstrahls nicht möglich gewesen. Oh, Okay… Der Screwdriver. Danke, dass ihr mich daran erinnert. Aber dieser Einwand passt ja in der Serie eigentlich relativierend auf jeden Lob-/Kritik-Punkt.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12d.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12d.jpg" alt="who 7 12d" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4909" /></a></p>
<p>„Hey, hier wird also der Muff des vorletzten Jahrhunderts aufgesammelt und per Zeitreise in die CSU des Jahres 2013 transferiert. Faszinierend!“ – So’n Käse, sogar mit Glocke: Man kann den Bösewichtern des Whoniversums ja so einiges vorwerfen (z.B. deren Resistenz auf gängige Neuroleptika), aber eines nicht: Dass sie den Kundenberater ihres zuständigen Möbelhauses nicht herausfordern würden…</center></i></p>
<p>Der Screwdriver war auch sehr nützlich, um den Doctor wieder flexibel und (weniger) knackig zu zaubern. Unglaublich, wie viele Einstellungen und Funktionen man in einem Device versammeln kann, das nur einen Knopf und keinen Bildschirm hat. Sollte das Teil per Gedankenkraft funktionieren, so erwarte ich demnächst, dass der Doc es sich in die Stirn transplantieren lässt, einfach aus praktischen Erwägungen. Aber vielleicht wird das ja in Zukunft ja auch einfach ein hirnverbundener Holzstuhl, nachdem er staunend gesehen hat, dass man ja auch damit Computer zerkloppen kann (Brüller!)…</p>
<p>Und die blinde Tochter der Alten hatte auch nicht alle Wimpern am Zaun, oder? Sie hält sich den wehrlosen Doctor auf einer Art Heuboden (Heu zum Kaka abputzen?!), nennt ihn auch am Ende noch ernsthaft „Dear Monster“ und schwankt zwischen Weinerlichkeit und brutalstmöglicher Knüppelei mit dem Blindenstock hin und her. Na ja, sie SIEHT halt nicht, wie lächerlich das wirken kann, haha&#8230;</p>
<p>Ihr seht es schon anhand meiner objektivitätserschütternden Albernheiten, die fast auf dem Niveau der Serie liegen: So wirklich Lust habe ich diesmal nicht, mich tiefgründig mit der Frage zu beschäftigen, ob es realistisch war, dass so viele „Gläubige“ einfach mal eben in ein abgesperrtes Haus gezogen sind („Oh, 2 Minuten Ansprache! Will mein Leben umwerfen!“). Und sie auch niemand vermisste, die zuständigen Behörden sich mit ihrem Sonic Bleistiftanspitzer anscheinend nur im Schritt kratzten und der Doc die TARDIS nicht gleich im Zentrum des „roten Starrsinns“ (nein, keine SED-Parteizentrale) geparkt hat, um solche Kleinigkeiten wie den eigenen Tod zu verhindern.</p>
<p>Generell habe ich in letzter Zeit wenig Lust, den Irrsinn der Serie mit einem ernsthaft gemeinten Humor-Review zu veredeln. Nichts gegen Drehbücher von Helge Schneider, aber die Hälfte der Folgen dient eher dazu, sich verwirrt den Schorf vom Kopf zu kratzen, als 2 DIN-A4-Seiten lang die Vorteile des gediegenen Sidekick-Gags zu ergründen. Von daher werden wir diese Kritik-Reihe entweder mal einstellen oder verkürzen oder irgendwie zusammen fassen. Vorschläge dazu bitte an die Brieftaube in meinem Knopfloch (Who-Idee), oder eher klasssich unter diesem Artikel!</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12c.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/who-7-12c.jpg" alt="who 7 12c" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4910" /></a></p>
<p>„Klar, so ein Viech am Körper ist schon ungewöhnlich, aber so <b>richtig</b> widerlich wurde es erst, als die Super Nanny auftauchte, um uns ein sendetaugliches ‚Bindungsproblem’ einzureden.“ – Nur hier zu hören: Der vielgerühmte „Brustton der Überzeugung“. Mal darf sich gar nicht vorstellen, wie diese Szene in einer „erwachsenen“ HBO-Serie präsentiert worden wäre. Brrrr! („Hurra! Nacktheit! Anspruchsvoll! Omasex mit Würmern!“)</center></i></p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u> Die anfängliche Umstrukturierung der Erzählweise war mal was anderes und wird in Zukunft von mir persönlich auch gerne in Schleifen- und Möbiusbändern genommen, rein vom zeitlichen Ablauf. Der Rest ist zudem eeetwas düsterer als sonst, aber im Prinzip wird der vereitelte Weltuntergang hier auch nicht neu erfunden. Immerhin gab es mal eine alte Schabracke als Gegnerin, was nach… ALLEM ANDEREN, was Maskenbildner sich ausdenken können, in dieser Episode eine (boden)ständige Überraschung war.</p>
Action: 1 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 0 von 3 - <strong>Gesamt: 6 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Todesangst beim Bräunen" von spark</strong><br />Hurra! Endlich mal KEIN Doctor Who bei Doctor Who! Also, zumindestens am Anfang. Denn nach dem ewig gleichen Prozedere ist es mal richtig erfrischend, wenn mal nicht der Doc nebst Begleiter in das übliche Fettnäpfchen aus Cybermen, Daleks oder halt auch verbrecherischen Fettnäpfchen aus einem alternativen Universum treten.</p>
<p>So ist es dieses Mal der Saurier-Sherlock und ihr lustiger Anhang aus Zimmermädchen und Ballermann-Kloppsalien, welche sich im viktorianischen London auf die Jagd nach „Bösen mit finsterer Absicht“(tm) machen. In diesem Fall eine ältliche Erfinderin, welche von ihrem wurmigen Parasiten (Haben sowas nicht eh alle Alten?) dazu aufgefordert wird, eine Rakete mit seinem „Sperma“ auf die Erde regnen zu lassen? Entschuldigt das Fragezeichen, aber so gaaanz klar wurde es mir trotz klischéhafter „Muaahaa, jetzt erkläre ich euch meinen Plaaan!“-Ansprache von Oma Knittermuschi dann doch nicht, was eigentlich überhaupt genau passieren soll wenn der selbstgebaute Feuerwerkskörper wieder auf die Erde plumpst.</p>
<p>Und wessen Idee war das eigentlich? Wurmi oder Omas? Und hat dieser Geronten-Pilotfisch eigentlich die Pläne beigesteuert oder war Urgroßmutter Düsentrieb von sich aus so clever? Die Retro-Rakete aus dem Steampunk-Katalog wurde ja leider kommentarlos akzeptiert.</p>
<p>Was ich noch nicht verstanden habe: Ist der aufgeregte Typ vom Anfang tatsächlich erst <em>aus Versehen</em> in die Konservierungsbrühe und <em>danach</em> in die Zelle vom gleichfalls verbrühten Doc gewankt? Wegen sowas hab ich ja mittlerweile das Gefühl, daß sich die Autoren immer erst den Übergangs-Gag zum Intro ausdenken, in diesem Fall der Augenabdruck vom Gesicht des Doctors. Und erst dann wird nur noch schnell der storytechnische Weg dorthin hingerotzt, bzw. einfach weggelassen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Spaßig-flotte Folge, welche aber optisch und inhaltlich sehr an das Schneemann-Special von vor ein paar Monaten erinnerte. Zumal die Gefahr und der Fiesling der Woche irgendwie recht lahm wirkten und das Ganze auch ähnlich lustlos aufgelöst wurde. („Bumm, Rakete putt! Wiederseeeehn!“). Gut, so richtig schlecht war der „Crimson Horror“ aber dann doch nicht, zumal ich dieses Ersatz-Helfertrüppchen mit dem Geruch von Spin-Off-Serie doch sehr mag. Iiiihr auch?!</p>
<p><strong>Wertung: 6 von 10 Punkten</strong>
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		</item>
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		<title>Star Trek Into Darkness – Ein Blick hinter die Cool-issen</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 18:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sparkiller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Into Darkness]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Einblick auf die andere Seite der Kamera zeigt ein überraschend klassisches Handwerk mit echten Sets und Effekten. Jahaaa, hier macht der Meister seine Lensflares noch selbst! Man mag von der Star Trek-Neuauflage halten was man will, aber professionell scheint es bei den Kamerawacklern und Schnellschneidern ja zuzugehen. Sowas muß man als anspruchsvoller Filmkenner von [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Einblick auf die andere Seite der Kamera zeigt ein überraschend klassisches Handwerk mit echten Sets und Effekten. Jahaaa, hier macht der Meister seine Lensflares noch selbst!</p>
<p><span id="more-4905"></span></p>
<p>Man mag von der Star Trek-Neuauflage halten was man will, aber professionell scheint es bei den Kamerawacklern und Schnellschneidern ja zuzugehen. Sowas muß man als anspruchsvoller Filmkenner von Welt doch mal anerkennen, oder?</p>
<p>&#8230;</p>
<p>HEY, DIE BLONDE HAT&#8217;N VOLL KURZEN ROCK! GNIHIHIIHÖÖÖRRRR!</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube-nocookie.com/embed/EQutDk1yecI?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=EQutDk1yecI&#038;hd=1" target="_blank">HD-Version.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>“In Time” – Das Review zur Zeitverschwendung</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 16:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klapowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Hammer]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[In Time]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime-klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="intime-klein" /></div>„Intim? Endlich mal mehr Fickelthemen bei Zukunftia, lechz!?“ &#8211; Im Ernst: Wann gab es zuletzt einen großen Hollywood-Film, der mit anspruchsvollen SF-Ideen à la „Big Brother“ (nein, nicht das mit den Assis im Container) die Massen begeistert und die Masken fallen lässt? „InTime“ hatte das Zeug dazu, dem durchwachsenen „Surrogates“ den Rang des Kurzstrecken-Tiefgründigen abzulaufen. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime-klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="intime-klein" /></div><p>„Intim? Endlich mal mehr Fickelthemen bei Zukunftia, lechz!?“ &#8211; Im Ernst: Wann gab es zuletzt einen großen Hollywood-Film, der mit anspruchsvollen SF-Ideen à la „Big Brother“ (nein, nicht das mit den Assis im Container) die Massen begeistert und die Masken fallen lässt? „InTime“ hatte das Zeug dazu, dem durchwachsenen „Surrogates“ den Rang des Kurzstrecken-Tiefgründigen abzulaufen. Aber reicht es schon, eine Trailer-taugliche Idee zu haben, und danach beim Runrennen ständig auf die ArmHANDuhr (haha) zu sehen? </p>
<p><span id="more-4896"></span></p>
<p><b>Inhalt:</b> In der Zukunft altert der Körper nur bis 25, aber die Reichen können ewig leben, wenn ihre Uhr am Unterarm ständig mit frischer Lebenszeit gefüttert wird. Justin Timberlake gehört zu den „Fütterern“, also den armen, zeitgebenden Arbeitern. &#8211; Bis er eines Tages beschließt, das System mit purem Glück und fehlendem Plan anzugreifen&#8230;</p>
<p><b>Besprechung:</b></p>
<p>„Wir haben doch keine Zeit, um über die Zeit zu reden&#8230; So viel Zeit haben wir nicht!“ &#8211; Diesem besoffen vorgetragenen Satz von Deanna Troi aus ST8 möchte ich hiermit uneingeschränkt Recht geben! Und diesem modernen Klassiker (= bei der Wiederaufführung im Jahre 2113 vielleicht) gleichzeitig eine Kuckucksuhr in den Fresse zimmern. Denn das dauernde Zeit-Hin- und -Hergebuche geht einem nach ein paar Minuten derartig auf den Zeiger(!), dass man der pfiffigen Prämisse des Films ein letztes Mal einen freundlichen Klaps gibt, um gleichzeitig den Baseballschläger für alle weiteren Klapse raus zu suchen.</p>
<p>Alle 20-30 Sekunden wird hier das Wort „Zeit“ benutzt: „Wir haben keine Zeit; das kostet soundso viel Zeit, Überweise mir Zeit“, etzeitera&#8230; äh, etcetera&#8230; Und ungefähr einmal in der Minute sieht man Leute, die ihre Unterarme schwul aneinander schubbern, um die (WARMEN?) Mietkosten mit der Heizkostenüberzahlung zu verrechnen.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime1.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime1.jpg" alt="intime1" width="626" height="304" class="alignnone size-full wp-image-4899" /></a></p>
<p>„Oh, schon wieder Drei nach Sinn? Kinder, wie die Zeit vergeht, wenn man mal 3-4 Stündchen gemütlich auf seinen Arm starrt&#8230;“ &#8211; SPÄT-Aussiedler: Dies hier ist der Hauptdarsteller des Filmes, Herr U. Nter Arm. Ich weiß, das klingt ausländisch und bizarr, ist aber auch nur gelebtes Spießertum hinterm Gartenzaun von Hollywood&#8230;</center></i></p>
<p>Der Film behandelt einen wie einen unmündigen „Bewegte Bilder-Erstbenutzer“, erklärt das selbe Prozedere immer und immer wieder, suhlt sich in seiner coolen Grundidee wie eine Sau im Schlamm und hört bis zum Ende einfach nicht auf damit, das Erklär- und Zeigeniveau kompatibel zu einem Kindertest à la „Meine erste Uhr“ zu gestalten. Man kommt sich vor wie in dem ersten Asterix-Film, als alle dauernd Wortspiele über Haare machen: „Zeit, zeitig, zeitgemäß, zeitlebens, Hoppe, Hoppe, Zeiter&#8230;“ Das ist (Achtung!) in Zeiten erfolgreicher HBO-Serien, die mehr Hauptfiguren als ein Sekunderzeiger Felder auf dem Ziffernblatt kennen, einfach nicht mehr&#8230; zeitgemäß.</p>
<p>Wie soll das alles gehen? Ohne zentralen Server oder sonstigen Sicherheitsmaßnahmen wie PIN/TAN oder einem popeligen Passwort (wobei: Am Ende gibt es eines, das NATÜRLICH ein Geburtsdatum einer wichtigen Person ist) wird hier anarchisch die Zeit verschoben, bis die Glaubwürdigkeit das&#8230; Zeitliche segnet. Klar, man möchte mehr erfahren, wie eine Währung dieser Art funktioniert, aber die Details sind derartig mies erklärt, dass man das Gefühl hat, hier hätte man sich auch Kohlköpfe überreichen können („Hast du keine Kohlköpfe mehr, stirbst du!“ &#8211; „Schnell, 13 und einen Bollerwagen, sonst geht mein Kind drauf!“). Überweist einen einem anderen seine Lebenszeit, so bekommt das keine Bank, keine staatliche Institution, keine künstliche Intelligenz  oder wenigstens ein Quittungsdrucker im eigenen Heimnetzwerk mit. Munter und ohne nachträgliche Kontrollmöglichkeit kann hier geraubt, erpresst, gehehlt, verschoben, verschleiert und jedem Wirtschaftsprüfer somit ein langer Sabberfaden beschert werden. </p>
<p>90% der Probleme im Film wären gar nicht möglich, wenn es nur so etwas wie eine simple zwischengeschaltete WLAN-Instanz gegeben hätte. Selbst die Hüter des trotteligen „Kommste heut&#8217; nicht, stirbste Morgen“-Systems hatten keine ZEIT (gnaaa!), so etwas wie Daueraufträge zu erfinden. Das gipfelt dann darin, dass einer der Timekeeper (heißen Wirtschaftskriminologen bei uns auch „Moneykeeper“?) 5 Minuten vor seinem Ablauftermin mühsam per Funk in der Zentrale seinen „Tagessatz“ erfragen muss. Wobei dieses Gesellschaftssystem hierbei sofort selbstmörderische Tendenzen offenbarte: „Nee, wartet, Zentrale! Muss vorher noch eine 10-minütige Verfolgungsjagd durchstehen!“</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime2.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime2.jpg" alt="intime2" width="630" height="500" class="alignnone size-full wp-image-4900" /></a></p>
<p>„Hach, es geht doch nichts über einen gemütlichen Sonntagsspazier-Run, nicht wahr, Liebste?“ &#8211; „Oh ja, Schatz! Hör nur, wie hübsch die Vöglein hyperventilieren!“ &#8211; Zeitzeugen ohne Zugfahrkarte: Der Film bemüht sich redlich, Tempo und Spannung zu erzeugen, indem ständig Pflastersteine zusammengetreten werden. Die gewollte Gesellschaftskritik bleibt hierbei jedoch in einem der stinkenden Turnschuhe stecken&#8230;</center></i></p>
<p>Kein Zweifel, DIESE Dystopie hat den tiefenpsychologischen Wunsch, GUT zu werden und sich selbst überflüssig zu machen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man in einer Bank geraubte Zeitkredits (Bits und Bytes, wohlgemerkt!) nicht staatlich zurückbuchen kann, wenn dies systemrelevant wird. Da ist mein Girokonto deutlich weiter, aber ich lebe ja auch in der hippen, technologisch krass seienden Gegenwart, nicht in Fred Feuersteins Drehbuchträumen einer düsteren Zukunft. Es gäbe noch unzählige Beispiele mehr, wo die Intelligenz des Zuschauers beleidigt wurde, zum Beispiel beim Tod der rennenden Mutter zu Beginn (Stichwort: 2 Zentimeter zu weit bis am „rettenden Kleingeld“). Ich fühlte mich sogar SO beleidigt, dass ich es dem Film fast „Deine Mudder“-Witze zurück gegeben hätte.</p>
<p>Aber warum sich über Leute aufregen, die selbst mit am Hintern transplantierter Kloschüssel zu doof zum Kacken waren?</p>
<p>Locker rausgekramte Beispiele: Man scheint hier noch niiiie etwas von Selbstmord durch das Verschenken seiner eigenen Zeit gehört zu haben, ein normaler Händeschüttler mit einer anderen Person kann einem zum toten Mann machen („Tag, Chef. Ich muss gerade dran denken, dass ich jetzt schon 30 Jahre in ihrer Firma&#8230; Äh, Chef? Tot?“), Banken sind durch die praktische „Einpark-Dünnglasscheibe“ quasi so leicht auszurauben wir ein McDrive aus Styropor und Frauen rennen auf 15 Zentimeter großen Nadelabsätzen den ganzen verfickten Film über herum, als wären sie in  Turnschuhen unterwegs. Davon zu schweigen, dass es nach einer durchrannten, durchfickten und durch-Sorgen-gemachten Nacht immer noch so aussieht, als hätte man der weiblichen Hauptfigur zwei große Kajal-Nullen um die Augenhöhlen aufgemalt. Etwa auch so etwas wie eine Uhrzeit?</p>
<p>Wir sehen desweiteren auch nicht die Erfinder/Verwalter des Systems oder wie es genau mit der DNA gekoppelt wird (im Mutterleib oder was?!), wir sehen keine Herrscher, sondern nur reiche Bonzen(darsteller), niemanden von Interesse, der das System verteidigt oder stützt, ja, nicht mal die sonst üblichen bekloppten Wissenschaftler, Hacker und sonstigen USB-Magier, die mal die eine oder die andere Seite vertreten. Gerne hätte ich auch clevere Details gesehen: Wie Todkranke ihre Restzeit gegen Naturalien versteigern, Menschen versuchen, ihre Leuchtarme zu „pimpen“ (Tattoos) oder zu verstecken, vielleicht auch vor sich selbst (= Angst vor der Info, wann man sterben muss) oder Leute, die für viel „Geld“ zu Scharlatanen gehen, um sich ihren Arm hacken/entfernen zu lassen. Halt etwas mehr als das, worauf man spontan beim Schreiben kommt.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime3.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime3.jpg" alt="intime3" width="595" height="383" class="alignnone size-full wp-image-4901" /></a></p>
<p>„Tag, ich bin der Hauptdarsteller! Lassen sie mich bitte bei meinem ERSTEN Casinobesuch SOFORT und sehr HOCH gewinnen!“ &#8211; „Tut mir sehr Leid. Die Herren James Bond und Bud Spencer haben vorhin bereits die Bank gesprengt.“ &#8211; Zeit im Glück: Gleich wird wieder mit den grünen Armen nach Pfennigen&#8230; äh&#8230; spendablen Eintagsfliegen gesucht. Ermüdender als beim Pokern Jack ständig eine rote 7 zu würfeln, ehrlich jetzt!</center></i></p>
<p>Meiner Meinung nach benutzt der Film die Tatsache, dass man mit 25 Jahren mit dem Altern aufhört, auch nur als Ausrede, um junge Menschen zu zeigen, die in ihrer schnöseligen Schniegeligkeit fast schon wieder potthässlich aussehen. Die Story hätte auch mit 40- oder 50-Jährigen ganz genau so (nicht) funktioniert. Justin Timberlake bleibt ebenfalls so blass wie ein weißes Ziffernblatt und weckt mit seiner noch blasseren Begleiterin nur die Emotionen, die der Film selber auszulösen vermag: Ekel, Ungläubigkeit, Langeweile. <b>(Spoiler)</b> Da ist es fast schon folgerichtig, dass der nazijackentragende Oberpolizist am Ende einfach blöd umfällt, da zu doof zum Uhrlesen, siehe dazu auch weiter oben..</p>
<p>Zum allem Übel habe ich nicht mal kapiert, warum genau das System am Ende kollabiert ist, warum die kostenpflichtig passierbaren Zeitgrenzen nicht einfach gesperrt oder verteuert wurden und was genau eine Million Life-for-Free-Jahre, geteilt durch eine kleine Stadt (sagen wir, 100.000 Einwohner) am Ende groooß ausrichten sollte. Aber da ist vermutlich der psychologische Effekt ausschlaggebend, den ich dem Film aber eigentlich nicht unterstellen will, gab er mir statt Psychologie eigentlich nur&#8230; Ausschlag. Und das Ende suggeriert dann auch noch, dass 2 Menschlein eine Bank überfallen können, deren Zugangsstufen alleine schon länger sind als 5 Gefängnisse hintereinander.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime4.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/05/intime4.jpg" alt="intime4" width="595" height="383" class="alignnone size-full wp-image-4902" /></a></p>
<p>„Sag mal, böser Reicher&#8230; Warum bewahrst du dein Armband mit BINÄRER Lebenszeit in einem ansonsten leeren Riesentresor auf, statt es auf Konten zu parken &#8211; und somit auch zu schützen?“ &#8211; „Heeey? Gar nicht blöd! Darf ich sie in mein Team der kreativen Dystopie-Verbesserer aufnehmen?“ &#8211; Denken essen Filmspaß auf: Wenn ich nicht gleich das Review abschließe, fange ich womöglich noch an, das bekloppte AUTOMOBILdesign (= billig beklebte Gegenwartskisten?) im Film zu erwähnen.</center></i></p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</u></b></p>
<p>Selten bekloppte Science Fiction, die in ihrem „Men&#8217;s Health“- und „GQ“-Look so meilenweit von Dystopien wie „Blade Runner“ oder „Angriff der Killertomaten“ entfernt ist wie ein „Hugo Boss“-Anzug von einer Müllfahrer-Jacke. Diese ZEITraubende Filmwelt bleibt die ganzen ZEIT völlig unglaubwürdig (was auch in der Film-ZEITung steht, jahaa) und wird nicht mal durch stylische Action oder einen schmissigen Soundtrack aufgewertet. Im Gegenteil: Beides ist so dynamisch wie eine Sanduhr mit kleinem Korken in der Mitte. Sehr enttäuschend.</p>
Action: 1 von 3 - Humor: 0 von 3 - Tiefsinn: 0 von 3 - <strong>Gesamt: 3 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Nach dem Ansehen ist man pleite." von spark</strong><br />Treffen sich alle murksigen Indie-Filmer zur Zeit eigentlich in der selben Stammkneipe? Oder wie erklärt es sich, daß aktuell immer soviele Streifen mit tollen Grundideen, aber im Bestenfall meist mittelmäßigen Umsetzungen aufschlagen?</p>
<p>Ob InTime (Zeit = Kohle), Another Earth (Erde = doppelt), Love (Mann = alleine) oder Upside Down (Schwerkraft = Umgekehrt), der Einfall macht Bock auf mehr, nach dem Ansehen ist die Seele aber leer.</p>
<p>Und so kann ich mich auch nur wenige Monate nach dem eigentlichen Ansehen kaum noch an irgendwas aus &#8220;In Time&#8221; erinnern, was nicht auch in einem handelsüblichen Gangsterfilm (welcher meinetwegen in der Zukunft spielt) gepasst hätte. Aalglatte Typen, Reichtum ohne Moral und sonstiges Gedöns aus die Indie-Filmzutatenkiste hätte wirklich auch so funktioniert.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ich wäre sehr dankbar, wenn mal jemand die Einstellung der Filmemacher aus der BladeRunner-Ära wiederfinden würde. Wo ein tolles Konzept auch noch mit interessanten Figuren mit Tiefgang verknüpft wurde und die Optik jenseits von blankgerendetern Schleimgesichtern existierte.</p>
<p><b>Wertung: 4 von 10 Punkten</b>
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		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Doctor Who – 7.11 – “Journey to the Centre of the TARDIS” Review</title>
		<link>http://www.zukunftia.de/4889/doctor-who-7-11-journey-to-the-centre-of-the-tardis-review/</link>
		<comments>http://www.zukunftia.de/4889/doctor-who-7-11-journey-to-the-centre-of-the-tardis-review/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 18:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klapowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[TV-Hammer]]></category>
		<category><![CDATA[Doctor Who]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zukunftia.de/?p=4889</guid>
		<description><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_11_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who_7_11_klein" /></div>Erinnert Ihr Euch noch an die letzte Woche, wo ich so etwas wie „Weiter so!“ im Who-Review gesagt habe? Nun, ich wurde erhört! Leider aber nur von dem übermotivierten Sadisten im Produktionsteam… Doch bevor es ans Eingemachte (= Dramaturgie aus der Dose!) geht, zuvor noch eine Warnung: Die Monster in dieser Folge mussten auf Grund [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_11_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who_7_11_klein" /></div><p>Erinnert Ihr Euch noch an die letzte Woche, wo ich so etwas wie „Weiter so!“ im Who-Review gesagt habe? Nun, ich wurde erhört! Leider aber nur von dem übermotivierten Sadisten im Produktionsteam… Doch bevor es ans Eingemachte (= Dramaturgie aus der Dose!) geht, zuvor noch eine Warnung: Die Monster in dieser Folge mussten auf Grund des Jugendschutzes leider zensiert werden. Mehrere Sechsjährige im Testpublikum sollen sich nämlich beim Anblick derselben schwer KRANK gelacht haben. Nieren- und Hirnspenden werden noch entgegen genommen.</p>
<p><span id="more-4889"></span></p>
<p><b>Inhalt:</b> Der Doctor stellt nur kurz die TARDIS auf Stand-By, schon gibt es einen Unfall mit einem Müllfrachter, bei dem Clara in den Eingeweiden der beschädigten TARDIS verloren geht und von Monstern erschreckt wird.</p>
<p><b>Besprechung:</b></p>
<p>Wie schööön! Endlich mal wieder eine Episode, in der man das Innere der TARDIS sieht und mit gewollt trashigen Kulissen und Maskeneffekten köstlichst unterhalten wird. &#8211; WIE, WAS? Da wirft gerade ein zukünftiger Daniel Klapowski etwas in den Raum, das wie eine kleine Kapsel aussieht. Und darin ist&#8230; Kuhscheiße mit kleinen Smarties? Hm, was wollte er mir damit sagen? Vielleicht sollte ich doch mal etwas weniger wohlwollend sein? Eventuell sogar schlechtwollend, miesgelaunt und übelriechend? Jaaa, das tut sogar gut, merke ich gerade! Denn diese Folge war ja mal wirklich gar nichts! Oder, um es mal mit dem Titel einer uralten TOS-Folge zu fragen: „Nichts : 2 = ?“</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-11d.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-11d.jpg" alt="who 7 11d" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4890" /></a></p>
<p>„Doctor, helfen sie mir! Ich bin doch noch zu doof zum Sterben!“ – „Tut mir Leid, Ihr Tod ist eventuell ein Fixpoint-In-Time. Und jetzt entschuldigen sie mich: Ich muss mit Abraham Lincoln noch eine Mumie jagen gehen!“ – Pfahl-atio: Die TARDIS dreht wieder mal durch, weil der Doctor den Time-Vortex nicht mit Spüli gesäubert hat. Aber immerhin erfahren wir diesmal wieder etwas MEHR über sein Kult-Vehikel. In Zahlen ausgedrückt sogar exakt&#8230; Minus Neun.</center></i></p>
<p>Eigentlich ein echter Anwärter auf den Titel &#8220;Nachträgliche Non-Canon-Episode&#8221;, was der Zeitreise-Resetknopf am Ende der Episode aber schon für uns erledigt hat&#8230;</p>
<p>Nur hier stellen sich Fragen, deren Antworten (bitte nicht sagen, will nicht!) sich wie Anklagepunkte vor dem Bundesdrehbuchgericht lesen dürften: WARUM in aller Dermatologen Namen „leakt“ die TARDIS die Vergangenheit UND Zukunft ausgerechnet in Form eines Kratergesichts? Ist sonst in den letzten/zukünftigen 5 Billiarden Jahren nix passiert? Und hat die Alternativ-Clara mit Verbrennungen 8. Grades nichts Besseres zu tun (Todeskampf, Widerstand gegen die Naturgesetze, ect.), als ihr eigenes Ich mit Weichzeichner zu bewerfen? Was bitte sollten die an den Schultern zusammengeschmolzenen Schwarzen, außer das völlige Umdesignen eines Tandem-Fahrrads zu erzwingen? Des Doctors Erklärung: „Die ungeschehene Zukunft erschafft sich selbst, nachdem das Doppelmonster in den Abgrund runter gefallen ist! Ab jetzt also nie wieder die Hand geben oder den ‚Schulterschluss’ wagen, Jungs! (<i>*Schlurps*</i>) äh, zu spät!“</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-11b.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-11b.jpg" alt="who 7 11b" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4891" /></a></p>
<p>„Schwurbel-Blöööh! Waber-Blaaa!“ – „Nein, tut mir Leid, Herr Optiker, ich kann das komische Gummimonster leider nicht scharf sehen. Nur die Daleks von vorhin.“ – „Okay, ich schreibe ihnen eine neue Brille mit selektiver Monsterfokussierung auf.“ – Glubschauge, sei schwachsam: In einer sooo verrückten Serie wie „Doctor Who“ werden selbst normale Tests zur Feststellung von Fehlsichtigkeit nur im Kostüm durchgeführt. Richtig eklig ist der Besuch beim Urologen…<br />
</center></i></p>
<p>Das Wabern des Bildes beim Monsterkontakt war so schlecht, dass ich mich in den 80ern fühlte! Also bei einem Maskenbildnerbudget von 80-90 Euro, wohlgemerkt! Denn was außer einer leeren Brieftasche oder Wasserdampf hinter der Kameralinse sollte sonst der Grund dafür sein, dass der Screen ständig so aussah, als hätten die jüngsten Who-Fans gerade ihren Milchbrei in das Aufzeichnungsgerät erbrochen? Das war bei dieser sonst so wertig aussehenden Serie so auffällig, dass ich fast schon den sicherlich unterhaltsameren Audiokommentar zur Episode hören wollte. Hier werden die die Macher später vermutlich &#8211; peinlich berührt und als Ablenkungsmanöver gedacht &#8211; ihren (fiktiven?) Hund im Tonstudio begrüßen. Wie einst schon Uwe Boll bei „Far Cry“, wenn ich nicht irre.</p>
<p>Ich dachte sogar noch, dass diese Fressen mit Lava-Akne irgendwas mit den Opfern des Time Wars zu tun haben könnten, da ja auch das Buch dazu groß in die Kamera geschubst worden war. Aber nööö&#8230; War nur wieder vorbereitend für die Folge Elfunddrölfzig in Staffel Neundreihundert.</p>
<p>Anders gesagt: Der Drehbuchautor hätte auch einen Papageien mit Ziegenfüßen einführen können… Die patentierte Zukunfts-Power kriegt es schon irgendwie hin, dass der Zuschauer ordentlich was (nicht) zu sehen bekommt, wenn er sich Eigenphantasie-verantwortlich erst mal den ganzen Wabberrotz vom Screen weggedacht hat. Zumal die 3 Schwatten den Doktor auch nur aufhielten und mit ihren unbeholfenen Langfingern die Elektro-Eier vom Kabelbaum klauten. Wie? Nein, das sind keine Witzchen meinerseits, das ist hier WIRKLICH passiert! Plus natürlich das unvermeidliche Verlaufen der durchsetzungsschwachen Redshirts, die sich mal gerade vom Doctor einsperren und Selbstzerstörungs-bedrohen lassen. Handelsübliches „Laut nach Clara Rufen“ wäre nützlicher als diese 3 Behindis… äh… „Andersbefähigten“ gewesen.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-11a.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-11a.jpg" alt="who 7 11a" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4892" /></a></p>
<p>„Ah, DAS ist bestimmt dieser blaue Schauspieler, der uns in dieser Episode den Rang abkaufen soll, Jungs!“ – „Ich weiß nicht, er wirkt irgendwie zu überqualifiziert dafür.“ – Nebeldarsteller: Diese Jungs sind nur dazu da, diese Episode fast-leicht-interessant zu machen und irgendwie anwesend zu sein. Das Schauspielentgelt bekommen daher auch nicht sie, sondern ihre Mütter. Für’s Gebären, ganz damals mal.</center></i></p>
<p>Und was sollte der ganze „Der Android ist doch ein Mensch, ihm sagt’s nur keiner“-Nebenplot, der in 3 Sätzen (ohne Kommata) abgehandelt wurde und die moralische Tiefe eines halben Tischgebets besaß? Wollte man uns die 3 dunklen Pfefferkörner im farblosen Ploteintopf noch irgendwie zusätzlich legitimieren? Vermutlich, denn selbst optisch konnte die Episode nicht punkten: Mit genormten 1-Meter-Fusszich-Gängen aus der Star-Trek-Grabbelkiste der 90er war die Tardis deutlich kleiner als das versprochene „Infinite“. Selbst die in der Luft schwebenden Teile des explodierten Kerns sahen irgendwie wie hingerotzte JPGs aus, die man mit ein paar Kilobyte zu wenig in den Vordergrund kopiert hat. Für alle weiteren CGIs gilt: Siehe letzter Satz oben.</p>
<p>Überhaupt waren die Kameraeinstellungen und –fahrten diesmal heuschnupfenverdächtig hingerotzt: Claras „Im Kreis gehen“ innerhalb des selben Raumes war öde umgesetzt, nur noch unterboten von dem Zeit-Echo des Doctors, der irgendwo in der Gänge-Pampa als Zwilling herum steht und sich sinnfrei die Eier krault. Selbst Kleinigkeiten wie der Sprung über den falschen Abgrund nebst optischem Übergang wurden lieblos mit Benjamin-Sisko-Wurmlochweiß dahingestrahlt. Na, immerhin gab’s dadurch noch mal einen kurzen Außendreh.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-11c.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-11c.jpg" alt="who 7 11c" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4893" /></a></p>
<p>„Doctor, das ist ja schrecklich zerlegt hier!“ – „Ja, und es war sogar ein ganz NEUER Teekessel! Wenn wir Pech haben, ist der Teebeutel sogar Schuld daran, dass die Dinosaurier ausgelöscht wurden.“ – (Fl)urknall: In der „Wohnung“ vom Doc ist immer was los. Letzte Woche erst ist die TARDIS mit einem galaktischen Kuhfladen zusammen gestoßen und plötzlich war hier alles voll mit FDP-Politikern!</center></i></p>
<p>Da spielt es fast schon keine Rolle mehr, dass der Doctor neuerdings dann doch mit seinem Vergangenheits-Ich interagieren kann. Okay, nur unter Aua-Aua (Greenscreen brennt in den Augen?) und Selbstauflösung des zukünftigen Ichs, aber im Prinzip ist es möglich und als permanente Selbstrettung für alle Zeiten denkbar. Die ich mit DIESER Story-Qualität nicht mal im Promillebereich erleben möchte.</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u> Doctor… wer? Rho… „Rotz“? Klingt irgendwie komisch… &#8211; Ist aber so! Hier würde mir auch beim foltermäßigen Zwirbeln der letzten drei Fanboy-Sackhaare nichts Positives einfallen. Die TARDIS quält halt sinnfrei ihren Besitzer und Clara joggt drei Mal auf dem Möbiusband um eine Raumverwerfung. Resultat: Eine der schlechtesten Who-Folgen der letzten Jahre, so sinnfrei und hässlich, dass man sie lieber von einem DEUTSCHEN Filmteam umgesetzt sehen würde. Und DAS heißt schon was…</p>
Action: 1 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 0 von 3 - <strong>Gesamt: 3 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Grillabend für das Gehirn" von spark</strong><br />Vorsicht, nichts berühren! Sonst verwandelt ihr euch in eine verbrannte Bratkartoffel! Oder, noch schlimmer, einen Doctor Who-Autoren! Aaaah, zu späääät!!</p>
<p>*puff*</p>
<p>Gniihiii! Folge schreiben, muß Folge schreiben. Timely Wimely, Bimmely Bommely, Pipedi Popedi! Was lassen wir denn Heute mal schiefgehen&#8230; Zahnfüllungen, welche die Menschheit versklaven? Riesige Monstertupperdosen, welche aus einem Portal im Kühlschrank flutschen? Ein geklonter Klapowski, welcher die Erde verblöden will?? Nee, da geht noch was. Genau, ich weiß! Verkokelte Zeitschleifenopfer, welche durch die Hallen der TARDIS nach einem galaktischen Auffahrunfall trappsen! Mensch, bin ich schlaubedi-schlabberdi!</p>
<p>Aber ob das auch reicht? Dem Zuschauer muß man schließlich ohne Pause das funkelnde Schlüsselbund des Irrsinns vor der Nase rumklimpern lassen! Klimperdi, Klamperdi, hihihiiii! Ich hab’s! Ein schwatter Roboter, der sich letztendlich als&#8230; spoilerdi, boilerdi&#8230; das kopfkaputte Drittel des Brudertrios aus der Weltraumabriss-Branche herausstellt! Was? Warum der hirn(leer)gewaschene Blechkumpel sich nie gewundert hat, warum unten noch das ganze Kaka rausfällt und das leere Bäuchlein immer so grummelt? Na, weil&#8230; weil&#8230; man in der Zukunft gar nicht mehr auf’s Klo geht! Genaaaau!</p>
<p>Drama! Da fehlt noch Drama! Eureka-Heureka, ich hab’s! Die Kokel-Zombies sind in Wirklichkeit unsere Helden aus der Zukunft, was dem Zuschauer aber erst knapp ZWEI MINUTEN vor der Lösung dieses Dilemmas mittels Zeit-Zauberei mitgeteilt wird. („Ey, jetzt wär so ein Loch in die Vergangenheit nicht verkehrt. Ah, da isses ja!“) Das tünchen wir aber einfach mit diesen drei&#8230; haha&#8230; Schwarzarbeitern über, welche in der TARDIS alles mitgehen lassen wollen, was nicht niet- und zeitnagel-fest ist, was der Telefonzelle gar nicht passen will. Warum wollte ich nochmal, daß der Doc die überhaupt mitnimmt? Machten die sich eigentlich mal irgendwo nützlich?</p>
<p>Aber solche Kleinigkeiten werden bestimmt niemanden stören. Der Ablauf ist flott, überall gibt es Nebel (vor allem bei mir im Kopp!) und überhaupt sorgen die üblichen Who-PLUSpunkte (der Doc, Musik, Aufwand, etc.) dafür, daß man das Brumme(l)n des eigenen Gehirns gar nicht so sehr mitkriegt.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Und die Moral meiner Geschicht? Umarme niemals Deinen Bruder, Du könntest Dich plötzlich in ein unheimliches Toastbrot-Wesen verwandeln? Lasse niemals Deinen Schutzschirm runter, denn nur 0.5 Sekunden später wird es Dir schon zum Verhängnis? Zwei Minuten in unmittelbarer Nähe zu einer Supernova ist gesundheitlich noch okay, aber danach kann es zu plötzlicher Monsterfizierung kommen? Wenn die TARDIS nicht will daß man diese tollen Konstruktions-Weintrauben einfach mitnimmt, dann öffnet diese als Trick aber den Raum dazu? Der jüngste Trio-Bruder scheint ordentlich was auf die Birne bekommen zu haben, wenn dieser die Roboter-Story über Jahre hinweg geglaubt hat?</p>
<p>Das Ganze lässt mir jedenfalls nur zwei Möglichkeiten. Entweder wird die Serie tatsächlich immer wirrer und zufälliger was den Mix aus Gefahr, Ursache und Lösung angeht ooooder ich muß mir etwas trauriges eingestehen: Ich bin diese häufigen Arztbesuche erst einmal satt und muß dringend eine Doc-Pause machen. Wäre das eigentlich schlimm? Hat bis hierher überhaupt noch jemand geleseeeen? Halloooooo&#8230; ?!</p>
<p><strong>Wertung: 6 von 10 Punkten</strong> (mit Gut-Doof-Bonus!)
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		</item>
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		<title>Das Böse in Serie – oder: Antihelden im TV</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 06:56:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klapowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[All-Gemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Antihelden]]></category>
		<category><![CDATA[Breaking Bad]]></category>
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		<description><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="böse_klein" /></div>Liebe Zukunftia-Fans, lasst uns kurz über das BÖSE reden. Nein, nicht über den Typen, der die Ortographie auch für Internet-Kommentarfelder erfunden hat, sondern über zwielichtige Gestalten in modernen Serien. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass Menschen mit Liebe zum Strafgesetzbuch keine Chance mehr in „anspruchsvoller“ TV-Unterhaltung haben? Wer will, kann seine Mattscheibe ausschließlich von fragwürdigen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="böse_klein" /></div><p>Liebe Zukunftia-Fans, lasst uns kurz über das BÖSE reden. Nein, nicht über den Typen, der die Ortographie auch für Internet-Kommentarfelder erfunden hat, sondern über zwielichtige Gestalten in modernen Serien. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass Menschen mit Liebe zum Strafgesetzbuch keine Chance mehr in „anspruchsvoller“ TV-Unterhaltung haben? Wer will, kann seine Mattscheibe ausschließlich von fragwürdigen Gestalten bevölkern lassen, ihnen sozusagen ein „Homeland“ (harhar) bieten. Zeit, das kurz mal auseinander zu dröseln&#8230;</p>
<p><span id="more-4880"></span></p>
<p>Rekapitulieren wir mal kurz &#8211; und unvollständig:</p>
<p>In „Dexter“ ist seit 7 Staffeln ein mordender Serienkiller, der erst dann Gefühle &#8211; z.B. für seinen Sohn &#8211; entwickelte, als die Macher der Serie diese dringend für neuen Geschichten brauchten.</p>
<p>In „Sopranos“ dürfen wir den Leuten von der Mafia über die grobschlächtigen Schultern sehen. Hier wird auf der ganzen Skala von „Grundlos“ bis „Seeehr verständlich“ umgelegt, und das ohne viel Moral-Blabla.</p>
<p>In „Sons Of Anarchy“, ebenfalls eine HBO-Serie, handelt eine Motorradgang mit Waffen und anderem Scheiß. Natürlich müssen auch hier Menschen dran glauben; schließlich hört der gemeine Rocker nicht mit dem Tier auf, das irgendwann mal für seine Jacke sterben musste.</p>
<p>In „Breaking Bad“ entwickelt sich der Highschool-Lehrer Walter White zu einem mit Drogen dealenden, Leute umlegenden Psychopathen. Dass er dabei die Aufmerksamkeit von anderen Drogendealern und Leuteumlegern auf sich zieht, kümmert ihn maximal so… mittel.</p>
<p><center><i></p>
<p><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_a.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_a.jpg" alt="böse_a" width="614" height="423" class="alignnone size-full wp-image-4882" /></a></p>
<p>„Ah, das ist also dieser Moral-Neutralisierer, von dem sie gesprochen haben?“ &#8211; „Jau. Damit wird der &#8216;Ab 16&#8242;- und &#8216;Ab 18&#8242;-Stempel in der DVD-Fabrik aktiviert.“ &#8211; Runterged-<b>engelt</b>: Gehetzt von Polizei, ehemaligen Partnern und dem Filialleiter der SCHNIEFER-Filiale (ehemals SCHLECKER) muss Walter White immer weiter aufrüsten. Das Nasenpflaster kommt beispielsweise aus der Raketenforschung&#8230;</center></i></p>
<p>In „Broadwalk Empire“ ist Steve Buscemi der nicht gerade zimperliche Alkoholschmuggler in Zeiten der Prohibition. Das erinnert leicht an „Sopranos“, nicht nur durch die Farbe der austretenden Körperflüssigkeiten (rot)…</p>
<p>Selbst in der leicht perversen Arztserie „Nip/Tuck“ mussten die beiden Schönheitschirurgen schon zu Beginn eine Leiche verschwinden lassen. Man spricht hier in Fachkreisen auch vom „Ab(sch)nippeln“.</p>
<p>Auch in „Game Of Thrones“ hat fast jede Figur früher oder später Dreck am Stecken, bzw. Blut am Schwert. Okay, manche Figuren sind viel netter als andere, aber selbst die werden ihr Steak wohl eher „rot“ bis „flüssig“ essen.</p>
<p>Die Liste ließe sich vermutlich noch ewig fortsetzen; wir sehen aber schon jetzt: Böse Figuren ziehen den Zuschauer an, auch wenn sich die Serien große Mühe geben, diese in ganzen Bleistift-Wagenladungen an Graustufen abzubilden. Ja, natürlich sind die oben aufgeführten Leutchen mit ihrem Tötungs- oder Verstümmelungsdrang (= letzteres nur selten, und dann nur für besonders „verdiente“ Mitmenschen) oftmals auch nur Opfer von Um- oder niedrigen Kontoständen… Wobei dieser Zwiespalt das gaze erst interessant macht. Aaaber zur Vereinfachung dieses Artikels würde ich sie dennoch „böse“ nennen wollen. Oder „Moralisch alternativ ausgerichtet“ vielleicht noch…</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_b.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_b.jpg" alt="böse_b" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4883" /></a></p>
<p>Einer der derzeit besten Bösewichte, die man LIEBT zu hassen, ist King Joffrey (der Typ links, kann man leicht verwechseln). Obwohl man sein Alter locker an den Haaren seines Milchbarts abzählen kann, verkörpert er den puren Sadismus und Machttrieb besser als zehn Star-Trek-Kinobösewichte zusammen. Die würde er schon köpfen, bevor sie ihre weit hergeholten Rachephantasien überhaupt erst von ihrem Ghostwriter abgeholt hätten!</center></i></p>
<p>Zumindest im Vergleich zu den Helden der 80er- und 90er-Jahre käme man nicht umhin, als konservativer Zuschauer von damals schreiend wegzulaufen, wenn Walter White mal gerade wieder Leute vergiftet und Mafiosi in „Sopranos“ betagte Omis ersticken. Früher gab es Helden wie MacGyver, der zwar hübsch schlau war, mit seiner pazifistischen Einstellung („Nur so viel Sprengstoff in die Kaugummi-Bananenschalen-Bombe, dass die Bösen abgelenkt sind!“) allerdings nirgends aneckte. Und das war unrealistisch. Denn wer es gleich staffelweise mit Wildhütern, Schatzdieben und Schmetterlingsflügel-Ausreißern zu tun hat, MUSS eigentlich irgendwann zum Berserker werden. Schon alleine deshalb, da man nicht jede Woche in Lebensgefahr geraten kann, ohne wie ein frustrierter Polizeibeamter mal „versehentlich“ den Kiefer des bereits Überwältigten in die Botanik zu kicken.</p>
<p>Wir Zuschauer wollen an unsere Grenzen gehen, vielleicht sogar einem „Bösen“ Erfolg wünschen, weil dieser immer noch sympathischer als ein NOCH fieserer Gegenspieler ist. Klar, das kann auch mächtig in die Hose gehen, wenn es kalkuliert und aufgesetzt wirkt. Man denke nur (bitte nicht) an Captain Archer, der in der dritten ENTERPRISE-Staffel einen Verdächtigten in der Luftschleuse „verhörte“, weil die Serie „24“ gerade ungefähr so erfolgreich war wie Terroristen, die Hochhäuser mit Flugzeugen zerbröseln. Das war schon von der Inszenierung und der Auflösung her peinlich. Es war eben der platte Versuch, in einer Gutmenschenserie Schlechtmenschen einzuführen, ohne die Funfolge in der nächsten Woche (= Doctor Phlox bleibt mit seinem Piephahn im Torpedorohr hängen) zu sehr aus den Augen zu verlieren.</p>
<p>Aber zurück zu den GUTEN Beispielen der „böswilligen“ TV-Helden: Dexter, Hannibal (gerade als Serie gestartet) und Co&#8230; &#8211; Diese Menschen(schinder) sind natürlich nur auf dem ersten Blick fies, da es die Drehbuchautoren mit manipulativen Mitteln verstehen, den Zuschauer für sich zu gewinnen: „Wie?! Der bringt auch Kinderschänder um? Wo ist die Emmynominierung? Ich möchte ein Kind mit diesem Mann… äh… retten!“</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_d.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_d.jpg" alt="böse_d" width="614" height="423" class="alignnone size-full wp-image-4884" /></a></p>
<p>„Hey, Weißkopfadler! Fängst DU mir die Sonne weg, dann fängst du dir eine! Außerdem hast du vor 2 Jahren mal meine Tochter angesehen&#8230; und dabei irgendwie schwul gewirkt. Du weißt ja, was wir mit Schwulen machen, oder?“ &#8211; Sch(m)erzbold: Meist sind dies nur hohle Platzhirsch-Sprüche vom Familienvater Tony Soprano, aber wenn der örtliche Meteorologe gut bestochen wurde, gibt es ein Ohrfeigengewitter mit anschließender Flut für die Geldwäsche, hohooo!</center></i></p>
<p>Oder wir fiebern einfach aus Gewöhnung mit gewissen Individuen mit, weil wir ihnen medial schon ein paar Folgen hinterher gelatscht sind und wir (und unser Moralsystem) einfach zu faul sind, die fragwürdigen Szenen empört aus der DVD heraus zu ritzen. So eine Art „Stockholm-Syndrom“, nur dass es hier eine mediale Gefangenschaft ist, keine reale Geiselnahme.</p>
<p>Der Trick ist easy und fast von jedem zu vollführen: Die Autoren müssen nur SEHR realistisch bleiben und die Dreck-am-Stecken-Träger in ihrem Alltag zeigen. Selbst unter Aufbietung sämtlicher Mordlust wird ein Killer nur einen winzigen Bruchteil seiner Zeit mit Wohnraumschaffung verbringen können. Und natürlich ist auch ein Mörder ein guter Vater („Dexter“), wenn er sich schon mal an die „Haltung“ eines Kindes gewöhnt hat. Und warum sollte ein Neonazi am Wochenende nicht einen Türken vom Hochhaus werfen und seinem kurdischen Kumpel einen Tag später, 3 Etagen tiefer, nicht beim Umziehen helfen (= Keine Serie, private Phantasie ©)? Das alles ist möglich und auch realistischer als die Vorstellung, dass ein Mörder, Vergewaltiger oder Psychopath nie einer Oma den Sitzplatz im Bus anbietet.</p>
<p>Und das ist es, was diese Serien so erfolgreich macht. 92% Normaler Alltag, 7% Mord&#038;Totschlag und 1% moralische Begründungen. Die selbe Mischung, die Sparkiller und mich schon so erfolgreich gemacht hat, als wir nachts in Bielefeld noch Voyager-Fans „klatschten“. Und wenn mal wenig Fieses geschieht, so liegt das nächste Elend zumindest schon wieder in der Luft, oder aber man freut sich, dass der Böse einem Unwissenden gegenüber behauptete, Gestern geangelt zu haben. Obwohl er in Wirklichkeit jemanden im Klo runter gespült hat. So erzeugt man Kontraste (Lüge/Wirklichkeit) fast wie von selbst, lädt jede Situation mit Täuschung, Versteckspiel und Metaebenen auf. Und auch zwei Dutzend solcherlei Serien können den Hunger danach (noch) nicht stillen, haben wir doch bis heute trotzdem immer noch 1.000x mehr vom Gegenteil gesehen, von A wie „A-Team“ bis Z wie… äh… „Zen-Mönch-Dokumentation“.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_e.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_e.jpg" alt="böse_e" width="494" height="370" class="alignnone size-full wp-image-4885" /></a></p>
<p>„Ja, weiter links! Und jetzt im Kreis! Gleeeichmäßige Bewegungen! Ja, dir werde ich das Zähneputzen schon noch beibringen, Freundchen!“ &#8211; Achtung, Geheimtipp: Die Gefängnisserie „Oz“ kam Ende der 90er bei dem „Böse Leute“-US-Sender HBO heraus und schaffte 6 Staffeln. Wer sich am Bildformat 4:3, Kontrastverhältnis (der DVDs) von gefühlten 4:1 und an einem ebensolchen Anteil an schwarzen Gewalttätern nicht stört, sollte seinen Penis ruhig mal reinhalt&#8230; reinschauen.</center></i></p>
<p>Nun sagte Kollege Sparkiller mir immer wieder mal, dass er mindestens EINE sympathische Figur braucht, um eine derartige Serie langfristig gucken zu können. Ich habe lange darüber nachgedacht (30 Sekunden) und bin zu dem klaren Schluss gekommen: „Jein“. Nette Menschen eignen sich einfach nicht mehr für Serien, weiß der Teufel (= Serienidee mit Satan?), wie sich das ganz genau tiefenpsychologisch entwickelt hat. Selbst in „Luther“, der Krimiserie, ist der Cop oft kerniger als die Verbrecher, die er jagt. Und würden wir „Doctor House“ schauen, wenn der Typ statt Stock und Zynismus lediglich Knigge und Respekt mit sich herumtragen würde?</p>
<p>Wir haben doch gesehen, zu was glatte Helden führen können: Niemand mit Verstand wollte den bescheuerten Helden aus Steven Spielbergs doofer Dinoserie sehen. Ja, ich meine diesen Typen, der seine sorgsam abgezählten Durchschnittskinder liebt, gut ausschaut, Muskeln hat und stets mutig das Richtige tut. Zumindest in den ersten beiden Episoden, denn danach habe ich mir lieber die Reklame-Pappfigur vor meinem hiesigen Eisladen angesehen, als eine Star-Trek-Figur ohne schmückendes Schiff zum Ausgleichen der Ödigkeit…</p>
<p>Und wenn ich mal ganz tief in mich gehe, kann ich mich tatsächlich eher mit moralisch entwurzelten Personen identifizieren. Denn trotz wütend geworfener Erdnussflips in Richtung Assad, Kim Jong Un und Dieter Bohlen (leider geschützt durch das Glas des Fernsehers) bin ich fernab der Wohnzimmermoralität doch eher ein fieser Möpp: Ich habe alle mir bekannten Menschen im Geiste schon 10 Mal erwürgt, renne aus Prinzip feige weg, wenn in der Bahn eine schwangere Inderin von 50 Nazis angepöbelt wird, empfinde „Blutsverwandtschaft“ nur als fadenscheinigen Grund, sich um die Gestörten und Nervtötenden des eigenen Clans zu kümmern und ich spende Geld nur gegen Quittung. WENN diese 500% höher ist als das Gespendete, ansonsten würde sich das vor dem Finanzamt gar nicht einzureichen lohnen.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_c.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/böse_c.jpg" alt="böse_c" width="606" height="328" class="alignnone size-full wp-image-4886" /></a></p>
<p>Was ich von der recht frischen Serie „Hannibal“ halten soll, außer bei Presse-Verköstigungen garantiert den Mund geschlossen, das weiß ich noch nicht. Dieser Typ könnte ein Grenzfall werden: Ich kann ja verstehen, dass Walter Drogen kocht (Geld) und die Leute aus „Game of Thrones“ oftmals für die Ehre antreten (Ehre = Geld), aber ICH persönlich mag mein Menschenfleisch ja nicht selber ritzen. Ich bevorzuge vielmehr freilaufende J.J.Abrams-Fans, die direkt auf dem Biohof geschlachtet wurden.</center></i></p>
<p>Von daher liebe ich Tony Soprano, der meine aufbrausende Seite repräsentiert, schätze Walter White, der das lauernde Genie in mir darstellt und vergöttere Dexter, der nach 6 Staffeln schon so ausgelutscht war wie ich erst nach 30! Viva la Demonication! Und die „Tudors“, „The Wire“ und „Game of Thrones“ fange ich sogar jetzt erst so richtig an!</p>
<p>Das einzige Problem könnte aber sein: Selbst dem kreativsten Serienmacher fallen sicher bald keine zwiespältigen Organisationen (Mafia, Gang, Drogendealer…) oder psychiatrische Störungen ein. Da hilft nur eines: Verbrechen in der fernen Zukunft, die es jetzt noch gar nicht gibt. Wenn es erst heißt „Die Robotergang“ oder „Die Planetenzerstörer“ oder „Schutzgeld und Predators“, dann bekommen wir endlich auch wieder gute(?) Science Fiction…</p>
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		<title>Doctor Who – 7.10 – “Hide” Review</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 18:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klapowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[TV-Hammer]]></category>
		<category><![CDATA[Doctor Who]]></category>

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		<description><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_10_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who_10_klein" /></div>&#8220;Blöder Episodentitel&#8230; Hide-Park Soltau oder watt?&#8221; &#8211; Im Ernst, eine Geistergeschichte? In den mäßig wilden 70ern? Das verhieß eigentlich nichts Gutes, waren die ähnlichen Storys um pseudo-metaphysische Blässlinge doch früher eher ein Garant für Tempo 30 auf der Geister(auto)bahn. Doch statt uns einfach mit durchsichtigen Kohlköpfen zu nerven, die gerne schon immer mal ein Dalek/Cybermen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_10_klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who_10_klein" /></div><p>&#8220;Blöder Episodentitel&#8230; Hide-Park Soltau oder watt?&#8221; &#8211; Im Ernst, eine Geistergeschichte? In den mäßig wilden 70ern? Das verhieß eigentlich nichts Gutes, waren die ähnlichen Storys um pseudo-metaphysische Blässlinge doch früher eher ein Garant für Tempo 30 auf der Geister(auto)bahn. Doch statt uns einfach mit durchsichtigen Kohlköpfen zu nerven, die gerne schon immer mal ein Dalek/Cybermen sein wollten, zeigt uns diese Episode eine etwas andere Interpretation. Apropos Interpretation: Hefte raus, tiefgründige Folgenbesprechung!</p>
<p><span id="more-4875"></span></p>
<p><b>Inhalt:</b> Der Doc landet in den 1970ern in einem Geisterhaus, wo er sogleich auf Spukfotos einer verzerrten Geistervisage und auf zwei Ermittler (Mann/Frau/heimlich verliebt) stößt. Er ermittelt neben dem „echten“ Geistersucher und lernt etwas über Liebe, Ewigkeit und den Wert von Charakterszenen&#8230;</p>
<p><b><u>Bewertung:</b></u></p>
<p>Bevor wir jedoch ein wenig loben, erst mal einen Absatz zu dem Beginn:</p>
<p>Oberflächlich gesehen (und anders kann man die Serie oft nicht sehen) ist der Doc ein Menschenfreund, ein Humanist im Humushaufen der Menschheit, ein Pazifist, notfalls mit Waffengewalt. &#8211; Doch die Art, wie er hier zu Beginn die beiden Spukhaus-Spasten gummiballartig überfällt, ist einfach nur eine Mischung aus Dick&#038;Doof-Slapstick und Drückerkolonnen-Chique. Genauer gesagt: Der Doc ist genau dieser Typ entfernter Bekannter, der bei der ersten Einladung alle Eure Bücher aus dem Regal kramt („Magnificant! Sogar Pornohefte aus den 90ern!“) und 3 Sekunden später Euren Kühlschrank leerräumt, um nachts um 3.00 Uhr Pfannkuchen für seinen nachrückenden Fußballverein zu backen.</p>
<p>Aber das ist eigentlich egal und soll ab hier keine Rolle mehr für die Endbewertung spielen&#8230;</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_10c.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_10c.jpg" alt="who_7_10c" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4876" /></a></p>
<p>„Hey, Lust auf Geisterjagd?“ &#8211; „Habe ich denn eine Wahl?“ &#8211; „Nee, denn bei dieser jagen die Geister UNS. &#8211; Ruuun!!“ &#8211; Dank Zeitmaschine IMMER Geisterstunde: Die ruhigen Momente, in denen der Doc mit dem guten alten „Sonic Thermometer“ durch das Haus schleicht, gefielen mir recht gut. Endlich mal mehr „Akte X“ statt „Pushing Daisies“! Klar, das geht nicht lange gut, aber GANZ ohne Hektik würde der Doc wohl mit 80 minütlichen Herzschlägen für Tot erklärt werden müssen.</center></i></p>
<p>Auch der Doc weiß erst mal nicht, was er mit einem handelsüblichen Spuk zu tun hat, was einerseits lame erscheint („Wie, er weiß es nicht? Mit dem Screwdriver in der Hand?! Hand kaputt oder watt?!“), andererseits aber eeetwas Gruselstimmung entstehen lässt. Na ja, natürlich für Who-Verhältnisse, wo 30 Sekunden Nicht-Rumrennen und Nicht-Rumaufklären fast schon den Exzorzisten auf den Plan ruft, zwecks Austreibung bös&#8230; guter Storygeister. Man ertappt sich die ersten Minuten dann doch, wie man hofft, dass der Geist KEIN getarnter Außerirdischer ist, dessen Schutzschild nur ein fehlerhaftes Firmwareupdate verpasst bekam. NOCH inständiger hofft man nur noch, dass da keine ruhelose Seele&#8230; blabla&#8230; Schreckliches erlebt&#8230; blasülz&#8230; Vergangenheit aufdecken, damit Ruhe findet. Blubb.</p>
<p>Und tatsächlich fand ich die Idee, dass (SPOILEEER!) der Geist „nur“ eine schwarze Zeitreisende in einem „Pocket Universe“ ist, tatsächlich einleuchtender, als dieser Satz hier jemals für ein lebendes Wesen klingen könnte. Okay, es gibt auch wieder ein Monster (Autoren mal zur Suchtberatung schicken?), aber dafür nutzt der Doctor größtenteils nur seine Zeitmaschine und eine olle Kamera, um das Rätsel zu lösen. In anderen Episoden hätte hierfür ein Knopf an der Wand herhalten müssen. Schön! &#8211; Dass diese kleinen Autorenkniffe, die eigentlich selbstverständlich(!) sein sollten, von manchen Fans der frühen Stunde (als die 12-Jährigen, die heute früh aufstehen mussten) nicht gewürdigt werden, bestärkt mich eher noch in der Meinung, dass diese Episoden bislang eine der besten dieser Staffel ist.</p>
<p>Gefreut hat mich auch, dass das seltsame Wesen kaum gezeigt wurde und dadurch unheimlicher blieb als alle anderen Serienviecher, die sich bislang lediglich die Gummizellenwand um den Kopf gewickelt haben. Ja, der Doc schien sogar echte Angst zu haben, als er da durch den Wald hetzte und eben NICHT in der letzten Millisekunde durch das Dimensionsportal in die Rettung hüpfen durfte. Nebenbei erwähnt ist&#8217;s auch irgendwie untypisch, dass der Doc die emphatische Nebenfigur mit einem lockeren und wahrheitsgemäßen „Könnte Wehtun, vielleicht bis zur Agonie!“ in die Königsklasse des Migränekopfschmerzes beförderte. Einfach nur „komisch“ vom Drehbuch oder vielleicht ein Hinweis darauf, dass der Doc generell düster wird, was die Empathische nebenbei raushaute? „Don&#8217;t trust him!“ &#8211; Ja, ich würde es ja gerne nicht, aber ich traue dem Braten (noch) nicht, ihm nicht zu trauen. Äh. Versteht ihr, was ich meine?</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_10b.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_10b.jpg" alt="who_7_10b" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4877" /></a></p>
<p>„Aaarh! Tut das weh, dieser telepathische Interferenz-Abbau! Und das nur für die Entschlüsselung von Sky und die 3 mageren Jokes von Harald Schmidt.“ – Sch(w)eiß-Job: Mittels Prinzessinnen-Krone aus dem Kinderka(r)n(iv)al wird hier ein Loch in eine andere Dimension gestanzt. Und wenn Ihr DAS schon für irre haltet, dann wartet nur ab, was passiert, wenn jemand den Locher <b>aufmacht</b> und das Realitätskonfetti rausfallen lässt.<br />
</center></i></p>
<p>Ja, das sind mal wieder kleine Momente, die ich mochte&#8230; DAS ist es, was ich ab und zu vom Who fordere: Szenen wie die, in denen der Doc das (verschwundene) Geisterhaus auf der zukünftigen, zerstörten Erde photografiert und Oswald dem Doctor mit Tränen in den Augen sagt: „Auch ich bin dort draußen, irgendwo im Staub. ALLE Menschen sind nur Geister für dich, stimmt&#8217;s?“ &#8211; Das ist fast so was wie psychologischer Tiefsinn und wird dem beinahe Unsterblichen mit der Allmacht endlich mal gerecht, kein Wibbel-Wobbel-Alien-of-the-week! Und nebenbei erfahren wir auch noch, dass die TARDIS wohl etwas gegen den neuen Companion hat, was auch mal eine nette Idee ist, so zwischenmenschl&#8230; &#8211; Oder wie auch immer man das Missverhältnis zwischen Mensch und Studiokulisse nennen soll.</p>
<p>Nett und noch nicht über die „Kitschigkeitsklippe“ fallend auch das Gespräch zwischen dem Doctor und dem ehemaligen Soldaten, der durchaus tiefgründig erklären kann, warum er sich jetzt mit Geistern beschäftigt. Da hatte ich eine Erklärung à la „Meine liebe Mama ist schon zu Lebzeiten gerne im weißen Laken rumgelaufen“ befürchtet, die dann ausblieb. Und eigentlich meinte der Drehbuchautor natürlich den Doctor, als der Nebenfigur-Mann etwas schwammig (*Status der Kinderserie bewahren will*) von „Zu viel im Krieg gesehen“ redete. Ich gehe davon aus, dass das Motiv noch mal wichtig für den Doc wird und wir ihn irgendwann an der Flasche hängend (Milch) und abhängig seiend (Schokolade) beim Psychologen sehen werden (= Freud wird von Aliens genervt).</p>
<p>Selbst die etwas kitschig in den letzten 60 Sekunden nachgereichte Turbo-Extraauflösung nervte mich nicht, denn wann sieht man schon mal ein WIRKLICH abstruses, fast schon nach Stop-Motion aussehendes Monster, das vom Doktor „Old Romeo“ genannt wird und eigentlich nur seine Frau wieder treffen wollte? Eine schöne Variation des Themas und trotzdem nur ein kleiner Bonus, nicht die eigentliche Schlusspointe. Na also, geht doch! Steven Moffat, merke dir den Namen vom Dingsbums hier, der wird Dir irgendwann noch mal das Schreiben beibringen! Motto: Vom Tellerwäscher zum Million&#8230; Chef-Rausschmeißär.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_10a.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_10a.jpg" alt="who_7_10a" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4878" /></a></p>
<p>„Wie, die Schilder ‚Wildwechsel’, ‚Anleinpflicht für Hunde’ und ‚Altglaseinwurf nur zwischen 10 und 13 Uhr’ mitten im Zauberwald? Diese Bürokratie macht mir echt eine Scheiß Angst!“ – Natur süß-s&#8230; grauer: Dieser Wald mag nur einen Kilometer groß sein und in einer Paralleldimension schweben, aber das heißt noch lange nicht, dass hier die Hasen und Igel sich lauter als mit 30 Dezibel „Gute Nacht“ sagen dürfen.</center></i></p>
<p>Schönster Spruch des Doctors, sehr hektisch vorgetragen: „JETZT habe ich das alles verstanden. Das war immer mein Problem: Ich bin einfach zu langsam!“ &#8211; Eben Selbstironie mit optional intrigierten Herzkaspar. Aber wir wollen diese Nerddetails jetzt auch nicht päpstlicher bewerten als der Spast: NATÜRLICH ginge auf allen Gebieten noch mehr und irgendwie ist&#8217;s doch wieder &#8220;nur&#8221; eine Wohlfühlfolge. Aber wohl gefühlt (eher &#8220;hohl gefühlt&#8221;) habe ich mich die letzten 3 Wochen eher selten&#8230;</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u> Trotz fehlender Gesamtstaffelrelevanz eine überraschend „runde“ Episode, die einige Who-Klischees im ganz großen Pinkelstrahl „umschifft“, und die Unvermeidbaren etwas weniger platt präsentiert. Viele kleine Momente wirkten hier endlich mal wieder zusammen, ohne dass man dem Drehbuchautoren die eigene Babyrassel in den Hintern stecken wollte. Und am besten fand ich sogar, dass man diesmal ein recht gutes Gefühl dafür bekam, was nun (technologisch) möglich war und was nicht. Und somit bietet die Episode schon mal mehr als die neueste „ComputerBILD“-Ausgabe.</p>
Action: 1 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 0 von 3 - <strong>Gesamt: 7 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Holla die (potthäßliche) Waldfee" von spark</strong><br />Darf ich Dir etwas persönliches verraten? Nein? Auch gut.</p>
<p>Bei Doctor Who-Meinungskästen stürze ich nämlich mittlerweile in tiefe Sinnkrisen. Wie sollte man etwas lustig-doofes grundsätzlich bewerten? Ab wann ist zuviel doof nicht mehr lustig? Und wie lustig muß etwas sein um selbst Doofes der Marke Doc Who(tm) wieder auszugleichen? Fragen über Fragen, welche ich mir beim gleichzeitigen Anschauen einer Folge mit zeitreisenden Großenkeln und verliebten Quantumwaldbewohnern stellen muß.</p>
<p>Ist es wichtig, daß die Zeitforscherin aus der Zukunft charakterlich überhaupt keinen Tiefgang erhält und ihre Verwandtschaft zu den beiden Geisterjägern für Arme nur als schnelles Füllmittel für Erklärungslöcher existiert? (&#8220;Zukunfts-Enkelinnen werden von ihren Vergangenheits-Verwandten angezogen! In der Gegenwarts-Schule etwa nicht aufgepasst?!&#8221;) Es war wohl schön das Höchste der Gefühle, daß man uns netterweise den Namen der Temporal-Anhalterin verraten hat. Ich bin ja kein Drehbuch-Autor (Warum eigentlich NICHT, hä?!), aber wird Spannung nicht erst durch sowas wie emotionale Bindung erzeugt? Denn so ohne Alles ging mir das Schicksal der guten Frau ja doch ein wenig am Popo vorbei&#8230;</p>
<p>Andererseits machen wohl Fragen nach Sinn und Verstand solcher Details wohl einfach keinen&#8230; äh&#8230; SINN beim Who seinen Doktor. Denn war es hier jemals anders, daß man Probleme UND deren Lösung nicht mal schnell aus dem Zauberhut gezogen hat? (Bei dieser Serie einen gähnenden Hasen mit Sonicscrewdriver vorstellen.)</p>
<p>Denn wenn man die für logische Handlungsaufbauten zuständigen Hirnstränge doch einmal zeitweise außer Betrieb nimmt (an Taschentuch für etwaige Speichelfäden denken), dann kann die Serie auch weiterhin sehr gut unterhalten. Sei es nur durch unseren Hibbeldi-Hobbeldi-Doctor.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Eine klassische Geisterschloßgeschichte mit der Extraportion Geist(eskrank) und Monstern der Kategorie Ohrfeigengesicht. (Ich glaube, bei dem Vieh eine Feige als Ohr gesehen zu haben. Igitt.) Tipp: Am Besten ohne Ton gucken und nur auf die lustigen Grimassen des Doktors konzentrieren.</p>
<p><strong>Wertung: 6 von 10 Punkten</strong>
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		<title>Star Trek Into Darkness – Diesem Film gucken wir in den Ausschnitt</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 17:53:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sparkiller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek Into Darkness]]></category>

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		<description><![CDATA[Da gefühlte 1.000 Trailer bekanntlich nicht für einen guten Einblick vor dem Kinobesuch ausreichen, gibt es nun noch einmal eine Minute drauf. Ungeschnitten. Am Stück. Stilistisch scheint sich jedenfalls im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert zu haben. Will sagen: Doof, aber unterhaltsam. Und mit diesem ganz besonderen Gefühl von Selbsthaß beim gleichzeitigen Gutfinden. Abrams halt. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da gefühlte 1.000 Trailer bekanntlich nicht für einen guten Einblick vor dem Kinobesuch ausreichen, gibt es nun noch einmal eine Minute drauf. Ungeschnitten. Am Stück.</p>
<p><span id="more-4873"></span></p>
<p>Stilistisch scheint sich jedenfalls im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert zu haben. Will sagen: Doof, aber unterhaltsam. Und mit diesem ganz besonderen Gefühl von Selbsthaß beim gleichzeitigen Gutfinden. Abrams halt.</p>
<p>ACHTUNG, EIN FILMAUSSCHNITT KANN SPOILER ENTHALTEN! (MACH SACHEN!?)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Doctor Who – 7.09 – “Cold War” Review</title>
		<link>http://www.zukunftia.de/4867/doctor-who-7-09-cold-war-review/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 18:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klapowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[TV-Hammer]]></category>
		<category><![CDATA[Doctor Who]]></category>

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		<description><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_9-klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who_7_9-klein" /></div>Der Weltraum… Unendliche Abenteuer auf der Erde zwischen den Jahren 1200 und 4200. Dies sind die (in Ermangelung eines schöneren Wortes für „Klischee“) Abenteuer des Traumteams „Who-Surprise“, das mit seinen 4,01 Ideen unterwegs ist, um alte Einfälle auszuwärmen, allzu bekannte Lebensformen im Blecheimer und für den Einmalgebrauch erfundene Zivilisationen. – Oder, ganz anders ausgedrückt: „Schon [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><img width="130" height="130" src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who_7_9-klein.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="who_7_9-klein" /></div><p>Der Weltraum… Unendliche Abenteuer auf der Erde zwischen den Jahren 1200 und 4200. Dies sind die (in Ermangelung eines schöneren Wortes für „Klischee“) <i>Abenteuer</i> des Traumteams „Who-Surprise“, das mit seinen 4,01 Ideen unterwegs ist, um alte Einfälle auszuwärmen, allzu bekannte Lebensformen im Blecheimer und für den Einmalgebrauch erfundene Zivilisationen. – Oder, ganz anders ausgedrückt: „Schon wieder ein Einleitungstext für eine Who-Folge schreiben…? Böh, dann wandele ich halt irgendwas von Star Trek ab, kommt immer gut!“</p>
<p><span id="more-4867"></span></p>
<p><b>Inhalt:</b> Der Doc landet in einem U-Boot, wo gerade ein Alien aus einem Eisblock gefallen ist. Natürlich führt dieses Böses, jedoch vom Doctor wieder Ausredbares im Schilde.</p>
<p><b>Bewertung:</b></p>
<p>Applaus! Applaus! Der künstliche Mittelfinger des Doctors (für den Zuschauer), der Sonic Screwdriver, wurde schon in den ersten Minuten im Wasser entsorgt! Somit musste er seine Hose in dieser Episode wieder gänzlich per Hand öffnen. Und die TARDIS wurde ebenfalls mal gerade in der Warteschlange des Gadget-Supermarktes abgestellt. Wobei diese ja meist eher zu <b>selten</b> benutzt wurde, um ein Problem auch mal aus einem anderen Blickwinkel (oder 30 Minuten später) zu betrachten.</p>
<p>Trotzdem darf der Beginn als Who-typisch betrachtet werden: der Doctor landet auf einem Atom-U-Boot in den 80ern, um dort glücklicherweise nicht &#8211; wie einst Chekov in Star Trek 4 &#8211; gleich kalt(erkriegs)blütig erschossen zu werden. Nach der üblichen Vorstellungsrunde („Wie kommen sie hier her?! Oh, Sekunde, da steht ein Monster“) darf der Doctor dann wieder mit seinem intergalaktischen Drehbuchwissen from Outer Smart prahlen und allen erklären, dass Metallgesicht Nummero 826 ein Eiskrieger vom Mars ist. Der sich von den Daleks und Cybermen immerhin durch die Staubfarbe unter seinen Fußsohlen unterscheiden dürfte (= rot?). Durch sorgsames Zureden („Nicht schießen, ich bin Hobbyphilosoph und besitze friedlich erhobene Handflächen!“) kocht er den Aufbrausenden erst herunter, bevor die dummen Menschlein ihn wieder wütend machen.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-9a.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-9a.jpg" alt="who 7 9a" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4868" /></a></p>
<p>„Okay, Leute, ist es dieses ‚Hinter Dir’, bei dem ich mich umdrehe und ihr mir dann meine Dinoleder-Brieftasche klaut oder dieses spezielle ‚Es waren noch Alureste für den Kostümbauer übrig’-‚Hinter Dir’?“ – Aus den Augen, aus dem Sinn/Logikloch: Wo auch immer der Doc materialisiert, schält sich auch schon ein Alien aus dem Eiswürfelspender. Da stellt sich die tiefgründige Frage: Wenn ein Außerirdischer die Welt sprengt und der Doctor NICHT dabei ist, macht es dann überhaupt ein Geräusch?</center></i></p>
<p>Doch lasst uns lieber mal wieder das „Gut, aber schlecht“-Spielchen spielen. Das geht so, indem ich zum Beispiel sage: „Nett, dass das hier Russen sind, keine Amis“, dann aber anfüge: „Es ist nur eine SF-ige Political Correctness, weil es für die Story egal ist“. Versteht Ihr? Und jetzt seid Ihr dran. &#8211; Wie bitte? Es ist schön, dass Oswin wegen ihrer Kalter-Kriegs-auftauender Niedlichkeit mit dem Alien verhandelt und somit auf sich gestellt ist? Okay, nettes Positiv-Argument. Was sagt der dicke Nerd vom Doctor-Who-Podcast dazu? Richtig: <i>„Aaaber es ist schade, dass der Doctor ihr über den Kopfhörer nur die Worte in den Mund legt.“</i> – Na also, es gähn… geht doch!</p>
<p>Und weiter geht es: Schön, dass die Stimmung recht sch(l)iffig wirkt, es permanent von der Decke tropft und man fast schon Angst hat, dass dem Doctor kleine Guppys durch seine Gelfrisur schwimmen. Aaanderseits hat man die Location eines U-Bootes jetzt auch nicht über (die verbratene GEZ-)Gebühr ausgenutzt. Es gab recht ähnliche Marsstations- (sogar mit WASSERzombies für die Feuchtigkeit), Shuttle- und Raumstationsfolgen alleine in den letzten 7 Jahren. Hauptsache, keiner kommt vom Ort des Geschehens weg, der Doctor ruft abwechselnd zur Besonnenheit und dann gleich wieder zum Tatendrang auf (was bisher JEDEN Crew-Vorgesetzten in die Unterwürfigkeit gezwungen hat) UND es droht die Vernichtung von irgendwas (Leben, Raumstation, Erde, geordnete Tagesstruktur)… Okay, wenn ICH eine Who-Folge schreiben müsste, würde ich auch leicht in diese Fallen tappen, aber alleine schon für’s Selbstwert-Protokoll könnte man ja mal wieder einen MENSCHEN/den Master die Bedrohung sein lassen, KEIN(EN) Alien/-Roboter.</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-9c.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-9c.jpg" alt="who 7 9c" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4869" /></a></p>
<p>„Sagen sie, würde ihr Doctor auch einen alten Mann wie mich als Begleiter in Betracht ziehen?“ – „Genderpolitik ist nicht seine Stärke, aber wenn sie ihn anschmachten, in die Luft springen und dabei immer die höchste Tonart treffen, sehe ich für sie einen Silberzeitschleif am Horizont!“ – Charakterszenen wie diese durften schon im Film „Alien“ nicht fehlen. Nur, dass man dort die Dialogzeilen schlechter verstand, weil der Sprechende bereits mit dem Oberkörper im Lüftungsschacht steckte.</center></i></p>
<p>Am Ende redet der Doctor wieder auf den Bösen ein, wenn auch diesmal mit etwas mehr Nachdruck („Ich jage alles in die Luft!!“), zumindest für einen Pazifisten („Natürlich nur, wenn die Luftianer nichts dagegen haben!“). Das ist&#8230; &#8220;nett&#8221;. Wie meine Oma, mit der ich jedoch auch nie kuscheln wollte. &#8211; Gibt es nicht eine etwas elegantere Variante, dem Fiesbold zu erklären, dass er als Massenmörder auch Babys und Computerspielnerds umbringen würde, die immerhin einige Egoshooter-Szenen zum Ende der Folge geliebt haben dürften? Muss es denn tatsächlich die <i>„Sollen sich die Leute an dich mit einem kurzen Schnauzer und einem komischen Scheitel erinnern?“</i>-Masche sein, die den Wahl-Hitler wieder zum „Ach-nö-doch-nicht“-Linken machen?</p>
<p>Überhaupt kam die ganze Folge sehr ziellos daher, irgendwo zwischen Splattertrash und „Freie Christengemeinde Detmold“. Der Oppa an Bord wird erst so ausführlich gezeigt, als wenn der noch mal wichtig werden würde, ist am Ende aber nur dazu da, um sich von zwei Pranken aus dem Off die Haare richten zu lassen. Und was war an der Marsianer-Kultur noch mal so spannend, die unterm Strich auch nur aus klingonischer Volkswirtschaft bestand (=Aufgebot und Schlachtfrage regeln den Markt)? Und war das jetzt besonders überraschend, dass der grüne Detonations-Fanboy am Ende kurz vorm Belabert-Werden von seinen Kumpels rausgebeamt wurde? Oder aber war das wieder nur perfektes Timing, das jedem Serienfan irgendwann die Existenz eines vorausschauenden Gottes nahebringe soll (wieder „Freie Christengemeinde Detmold?)&#8230;?</p>
<p><center><i><a href="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-9b.jpg"><img src="http://www.zukunftia.de/wp-content/uploads/2013/04/who-7-9b.jpg" alt="who 7 9b" width="630" height="340" class="alignnone size-full wp-image-4870" /></a></p>
<p>„Ja, etwas weiter links&#8230; Oooh, ja, guuut! Wunderbar, wie du mit deinem zuckenden Augapfel meine Finger massierst, Mensch!“ &#8211; Arme(e) der Finsternis: Wenn man vor seinem geistigen Auge den Regieassistenten zum 4. Mal mit einem „verkleideten“ Besenstiel auf den Darstellern rumtapsen sieht, wäre es vielleicht doch noch einen Tick spannender gegangen.</center></i></p>
<p>Wie auch immer: Diese Episode war bodenständiger als der wirre Käse von letzter Woche, hatte 3 bis 392 nette Momente (je nachdem, wo die persönliche „Inszenierung ist wichtiger als Logik“-Messlatte hängt) und eine solide Kameraarbeit samt hochwertiger Beleuchtung. Aber WENN man in einem Zukunftia-Review sogar schon beginnt, das Funzeltechnische zu erwähnen, so ist es <b>wirklich</b> an der Zeit für ein Fazit:</p>
<hr >
<p><b><u>Fazit:</b></u> Trotz unter 40 Minuten Erzählzeit &#8211; was nicht so viel ist &#8211; ist diese Folge immer noch gefühlte 5-10 Minuten zu lang. Die Menschheit durch Abschießen eines einzelnen Atomsprengkopfes zum Megakrieg zu zwingen, das ist eine so alte Idee (Meine Sekretärin, Miss Moneypenny, wird Euch gerne die entsprechenden Unterlagen raussuchen), dass auch ein grüner Brutalo nicht mehr viel dran drehen kann. Und ich schwöre es: Sollte der Doc demnächst WIEDER einen Unhold mit Klischeesätzen zum Aufgeben überreden, so töte ich alle von mir inhaftierten Who-Fanboys! Wie? Das wäre BÖSE? &#8211; Okay, Jungs, dann lasse ich Euch laufen&#8230; &#8211; Hoppi-Hoppi!</p>
Action: 1 von 3 - Humor: 1 von 3 - Tiefsinn: 0 von 3 - <strong>Gesamt: 4 von 10</strong><br /><br />
<strong>Meinungskasten: "Das Blöd" von spark</strong><br />Wisst ihr, was total cool wäre? Wenn mal wieder ein bekannter Gegner aus dem Who-Universum auftauchen würde!</p>
<p>Und mit „total cool“ meine ich eigentlich „total Kohl“, weil diese Idee bei mir nur noch einen leisen Darmwind erzeugen kann. Im Ernst, warum beschränkt man sich beim Rumkramen im proppevollen BBC-Folgenarchiv immer nur auf die Bösewichter? Warum nicht mal einen alten Companion im Altenheim besuchen, das TARDIS-Innere aus der allerersten Folge nachbauen oder halt irgendeinen anderen Ort aus mittlerweile 50 Jahren Doctor Who besuchen? Komisch daher eigentlich, daß man nur mittels Retro-Fieslingen den G-Punkt der Alt-Fans betatschen möchte.</p>
<p>Zumal Kollege Echsenkopp in seiner Sardinenbüchse jetzt auch nicht gerade der spannendste Geselle ist, was aber immerhin zur Handlung passt. Denn nur weil die Besatzung eines erschreckend unrussischen („Oy, Mate! Fish and Chips?“) Russen-Uboots diesem Marsmensch für S/M-Freunde nicht gleich den roten Teppich ausgerollt hat, will dieser gleich die ganze Erde in die Luft sprengen. Was passiert dann erst, wenn man bei den Eiskriegern zu Hause aus Versehen nicht den Finger beim Teetrinken abspreizt? Drei Tage Streckbank?!</p>
<p>Der Rest vom Plot war so einfallslos, daß dieser mir kaum noch einfallen will. Echse will Bumm machen, Doc findet sowas doof und verhindert dies mittels Ansprache. Was ja immer ein gutes Mittel ist (siehe vorherige Folge), wenn man gerade keinen Bock auf den Wunderschrauenzieher hat.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Auch „Cold War“ (zu dt. „Kalt, wa?“) reiht sich bei den eher recht gurkigen Vorgängerfolgen ein. Probleme werden durch Ansprachen gelöst, während die Gegenspieler mittlerweile an die nervigen alten Geschichten vom Oppa erinnern („Hach, die Eiskrieger. 1967 war das&#8230; blablabla&#8230;“) und einem selber das Lächeln im Gesicht einfriert. Dabei ist es ja gar nicht mehr so kalt, wa?</p>
<p><strong>Wertung: 4 von 10 Punkten</strong>
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