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		<title>Studienreise fresh expressions Tag 5: Harry Steele, Bischof Steven Croft und Sanctus 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 22:29:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Tag 5 der Studienreise fresh expression mit dem Lernvikariat 11/12 treffen wir Harry Steele, ein Pioneer Pfarrer, der inzwischen in einer anglikanisch-katholischen Kirchgemeinde gelandet ist, Bischof Steven Croft, der zu den Mitbegründern der Bewegung gehört(beide in Sheffield), und Al Lowe, der Sanctus 1 in Manchester leitet. Harry Steele begegnen wir während eines traditionellen Gemeindegottesdienstes mit &#8230; <a href="https://youththeology.wordpress.com/2012/08/20/studienreise-fresh-expressions-tag-5-harry-steele-bischof-steven-croft-und-sanctus-1/" class="more-link">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> "Studienreise fresh expressions Tag 5: Harry Steele, Bischof Steven Croft und Sanctus&#160;1"</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Tag 5 der Studienreise fresh expression mit dem Lernvikariat 11/12 treffen wir Harry Steele, ein Pioneer Pfarrer, der inzwischen in einer anglikanisch-katholischen Kirchgemeinde gelandet ist, Bischof Steven Croft, der zu den Mitbegründern der Bewegung gehört(beide in Sheffield), und Al Lowe, der Sanctus 1 in Manchester leitet.<a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1535.jpg"><img data-attachment-id="554" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/08/20/studienreise-fresh-expressions-tag-5-harry-steele-bischof-steven-croft-und-sanctus-1/img_1535/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1535.jpg" data-orig-size="2592,1936" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 4&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1342003274&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.85&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;125&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.066666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="IMG_1535" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1535.jpg?w=840" class="alignright size-medium wp-image-554" title="IMG_1535" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1535.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1535.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1535.jpg?w=600 600w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1535.jpg?w=150 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></strong></p>
<p><a href="http://accidentalanglocatholic.wordpress.com/">Harry Steele </a>begegnen wir während eines traditionellen Gemeindegottesdienstes mit Abendmahl in einer Agglomerationsgemeinde von Sheffield. Nachdem er sein liturigsches Gewand abgelegt hat, ist er wieder der Pioneer Pfarrer, der mitten in einer lokalen Kirchgemeinde fresh expressions versucht.</p>
<p>Für ihn ist das die Zukunft der fresh expressions. Die sog. mixed economy müsse mitten in die traditionellen Gemeinden hinein getragen werden und funktionieren. Seit einem Jahr ist er nun in dieser High-Church Gemeinde und fördert den Wandel. Aber Veränderung ist nicht leicht, sagt er. Nebst dem traditionellen Gottesdienst gibt es nun ein neuer, sehr informeller Gottesdienst in dem sich auch Mütter wohl fühlen, zu denen eine Beziehung in einem diakonischen Projekt aufgebaut wurde. Die Gemeinde musste gewonnen werden für diese Arbeit mit alleinerziehenden Müttern. Eine tägliche Eucharistie wurde ersetzt zu Gunsten dieser neuen Arbeit.</p>
<p><span id="more-549"></span>Die Frage für Harry Steele war: Was haben die 670 Leute für Erwartungen an die Kirche, welche nur am Heiligabend zur Kirche kommen? Er hat für den daraus folgenden Veränderungsprozess einen sogenannten &#8222;graft&#8220;-Prozess eingeleitet. &#8222;Mit mir kam ein Team von 25 bis 30 Personen zwischen 20 und 30 Jahren, um mir zu helfen, die Veränderung zu forcieren. Ohne dieses Team hätten ich und meine Frau 5 Jahren gebraucht für das, was wir jetzt in 9 Monaten erreicht haben.&#8220; Das ist das Zukunftsmodell. Etwa zur Hälfte macht Harry Steele traditionelle Kirchgemeindearbeit, zur anderen Hälfte kann er neue Formen von Kirche ausprobieren. Die Rolle der Freiwilligen ist enorm wichtig. &#8222;Wir betonen, dass jeder Freiwillige ein „Pfarrer“ ist und eine Rolle übernehmen muss. Deshalb arbeiten wir daran, Freiwillige auszurüsten und zu nähren. Unsere Kirche ist nicht eine Kirche eines Priesters, sondern eine Kirche von Priestern. Ich selber bin zwar verantwortlich, aber ich muss anderen vertrauen. Die Herausforderung der Institution ist eigentlich, dem heiligen Geist zu trauen. Der Bischof muss mir trauen. Ich muss Freiwilligen vertrauen und trauen. Und ich rüste sie aus und ermutige sie, das zu tun, was sie in ihrem Herzen haben.&#8220;</p>
<p>Ein Schlüsselsatz für fresh expressions überhaupt und für Gemeindeentwicklung in der Schweiz!</p>
<p>Anschliessend hatten wir die Gelegenheit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Steven_Croft_(bishop)">Steven Croft, Bischof von Sheffield</a>, zu begegnen. Sein Werdegang: Nach 13 Jahren im Pfarramt war er verantwortlich für eine Pfarrausbildungs-Seminar. Dann war er fünf Jahre lang mit der fresh expressions Bewegung beauftragt. Vor 3 Jahren wurde er Bischof von Sheffield. Er ist in dieser Funktion auch verantwortlich für die Pfarrausbildung in England, wo momentan ein grösserer Veränderungsprozess stattfindet.<a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/vikariat096.jpg"><img data-attachment-id="552" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/08/20/studienreise-fresh-expressions-tag-5-harry-steele-bischof-steven-croft-und-sanctus-1/vikariat096/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/vikariat096.jpg" data-orig-size="1280,956" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 4&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1342008792&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.85&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.066666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Vikariat096" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/vikariat096.jpg?w=840" class="alignright size-medium wp-image-552" title="Vikariat096" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/vikariat096.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/vikariat096.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/vikariat096.jpg?w=600 600w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/vikariat096.jpg?w=150 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></p>
<p>Steven Croft erzählt nochmals die Anfänge. Es gab viele Aufbruchgeschichten am Rande der Kirche. Die Kirche Englands wollte diese Bewegungen anerkennen und unter dem einen Kirchendach behalten. Dieser Prozess, initiiert vom Erzbischof Rowan Williams, hat sehr viel ausgelöst, &#8222;sie hat unsere Kirche erneuert&#8220;. Die neue Ausbildung (pioneer ministry) z.B. hat neue Leute angezogen. Die Zahl ist gestiegen. Die Vision, dass unsere Kirche mit allen Menschen im Kontakt sein will, hatte ausserdem befreiende Wirkung, welche zu Kreativität führte.</p>
<p>Wie arbeitet ein Bischof im Zusammenhang mit fresh expressions? Steven Croft erzählt ein Beispiel: Im Norden liegen grosse Gebiete mit einer armen, urbanen Bevölkerung. Nur ein kleiner Teil davon ist noch Mitglied der Kirche (400 von 90‘000). Was macht man mit einem solch grossen Missionsgebiet? Was macht man mit limitierten Ressourcen? &#8222;Wir brauchen neue Formen von Kirche für diese grosse Region in Kollaboration mit den lokalen Kirchgemeinden. Wir haben deshalb einen pioneer ministers beauftragt. Er muss heraus finden, was schon gemacht wird, diese Bemühungen vernetzen und mit den lokalen Kirchgemeinden verbinden. Er muss alle zusammen bringen, die sich als Pioniere engagieren und daraus eine Strategie für das weitere Vorgehen formulieren.&#8220;</p>
<p>Die Pfarrausbildung hat sich gewandelt. Folgende Punkte erwähnt Steven Croft:</p>
<ul>
<li>Missiologie prägt unsere Pfarrausbildung. Missiologie wird in vielen Kursen sehr hoch bewertet.</li>
<li>Es gibt eine Praktische Theologie, welche die Reflexion über die Praxis anregt und in einem ständigen Dialog istmit der Praxis. Hier handelt es sich um eine lebenslange pfarramtliche Übung. Die Tradition muss in einen Dialog kommen mit der Praxis.</li>
<li>Ekklesiologie ist immer wichtiger geworden. Wir hatten früher keine Kurse in Ekklesiologefrüher, weil alle wussten was die Kirche ist. Es gab keine Fragen. Jetzt versuchen wir Kirche sein zu reflekiteren in unserer gegenwärtigen Kultur. Wir brauchen eine neue Kompetenz um über die Kirche nachzudenken und zu reflektieren.</li>
<li>Eine weitere Schlüsselkompetenz ist christliche Bildung. Es braucht Skills, wie der Glaube Menschen weiter gegeben werden kann (Katechese).</li>
<li>Schliesslich ist persönliche Leiterschaft wichtig, wenn es um Innovation geht.</li>
</ul>
<p>Das Herz der Bewegung ist der &#8222;Mission und Kirche&#8220;-Gedanke. Wir sind eine Kirche, die von ihrem Kontext geprägt ist und sich daran ausrichtet.<a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/gruppenbild2.jpg"><img data-attachment-id="553" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/08/20/studienreise-fresh-expressions-tag-5-harry-steele-bischof-steven-croft-und-sanctus-1/gruppenbild2/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/gruppenbild2.jpg" data-orig-size="1280,853" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;5.6&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 550D&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1342013913&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;23&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.01&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Gruppenbild2" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/gruppenbild2.jpg?w=840" class="alignright size-medium wp-image-553" title="Gruppenbild2" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/gruppenbild2.jpg?w=300&#038;h=199" alt="" width="300" height="199" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/gruppenbild2.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/gruppenbild2.jpg?w=600 600w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/gruppenbild2.jpg?w=150 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a> Es geht darum, eine Haltung, Prinzipien zu übernehmen. Es gibt eine Parallele zwischen dem wie du fx machst und dem, was entsteht. &#8222;Dabei müssen wir Dinge loslassen&#8220;, sagt Croft. &#8222;Im Herz ist das Bewusstsein, dass wir nicht wissen,wie Kirche in der gegenwärtigen Kultur aussehen kann.&#8220; Der erste Schritt ist deshalb die Erkenntnis, dass wir in dieser Bewegung auf den Geist angewiesen sind. Wir wissen nicht, wie es gehen soll.</p>
<p>Das hat noch eine weitere Folge: Es bringt Hierarchien zum Verschwinden. Wir sind alle Lernende, einander genau gleich gestellt. Es ist in dieser Unternehmung zentral, einander zu vertrauen.</p>
<p>Croft erläutert, dass die meisten theologischen Bewegungen unter fresh expressions versammelt sind. Von Evangelikalen bis Progressiven, dann aber auch solche, welche die alten Schubladen überwunden haben. Es gibt auch fresh expressions mit Fokus auf Gerechtigkeit und Friede.</p>
<p>Am besten zeigt Markus 3,14, die Berufung der Zwölf, was Kirche heisst. Jesus ruft diese Leute, mit ihm zu sein und ausgesendet zu werden. Das Herz der Kirche liegt in diesem ekklesiologischen Statement: Kirche ist eine Gemeinschaft von Leuten, die sich um Jesus versammeln und die von ihm ausgesendet werden. Der Herzschlag dieser Gemeinschaft ist Dialog, Gemeinschaft, Lob, Mission. <a href="https://twitter.com/Steven_Croft/status/223037799601934337">Ein weiter führendes Gespräch</a>.<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe class="youtube-player" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/oPUXXU9qLk0?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></div></p>
<p>Gegen Abend feiern wir in Manchester mit der Gemeinde <a title="Sanctus 1" href="http://www.sanctus1.co.uk/">&#8222;Sanctus 1&#8220; </a>einen Gottesdienst im Nexus Art Café. Zweimal pro Woche trifft sich diese Gemeinschaft von intellektuell Interessierten und Künstlern. Ben Edson gründete diese Kirche, die sich mit denjenigen Menschen befasst, die im City Centre wohnen. Waren es vor wenigen Jahren noch 5000, so leben heute 20‘000 Menschen in der Innenstadt. Die Idee zur Gründung dieser Gemeinde beinhaltete den Gedanken, dass alles was heilig ist, auch säkular sein muss und alles was säkular ist auch heilig ist. Inzwischen haben viele der Innenstadtbewohner geheiratet und Kinder. Deshalb gibt es jetzt auch einen Sonntagsgottesdienst, weil der Termin für Familien einfacher ist als am Mittwochabend. <a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1553.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="555" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/08/20/studienreise-fresh-expressions-tag-5-harry-steele-bischof-steven-croft-und-sanctus-1/img_1553/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1553.jpg" data-orig-size="2592,1936" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 4&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1342034616&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.85&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.066666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="IMG_1553" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1553.jpg?w=840" class="alignright size-medium wp-image-555" title="IMG_1553" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1553.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1553.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1553.jpg?w=600 600w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1553.jpg?w=150 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></p>
<p>Die meisten, die Sanctus 1 angehören, sind gehören zu den sog. De-churched. Theologisch sind verschiedene Richtungen vertreten. Ein wichtiges Thema ist deshalb, aufeinander zu hören und nicht die anderen vom eigenen zu überzeugen. In letzter Zeit kommen vermehrt post-evangelikale, die schlechte Erfahrungen in theologisch evangelikalen Gemeinschaften gemacht haben. Es gibt also ein grosses Spektrum von theologischen Ansichten. &#8222;Das ist gesund&#8220;, sagt Al Lowe, der die Gemeinde als Pfarrer betreut. Gesungen wird in den Gottesdiensten von Sanctus 1 nicht, weil Menschen in der Öffentlichkeit nicht mehr singen. &#8222;Wir haben manchmal Leute, die Musik machen. Und wir integrieren DVD-Clips, um ein Thema zu vertiefen&#8220;, sagt dazu Al Lowe. Mindestens ein Drittel aller Gottesdienste sind von Mitgliedern gemacht, damit die Stimmen der Mitglieder einfliessen können. Hier wird eine kontextuelle Theologie gelebt. Es geht darum, für die Leute einen Diskussionsbeitrag oder einen Anstoss zu liefern um weiter zu denken. Gemäss Al Lowe ist Sanctus 1 immer mehr gegen aussen fokussiert: &#8222;Wir machen Kunstprojekte, die Leute involvieren sollen mit Kunst und Spiritualität.&#8220; <div class="jetpack-video-wrapper"><iframe class="youtube-player" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/FX8beF7ETKQ?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></div></p>
<p>Der Ort an dem der Gottesdienst statt findet, ist das <a href="http://nexusartcafe.com/">Nexus Arts Café</a>. Es wurde von einem methodistischen Pfarrer aufgebaut mit demselben Gedanken wie Sanctus 1. Kurze Zeit später wurden die beiden Projekte zusammen gelegt. Ursprünglich wurde ein Night Café angeboten von 1 bis 6 morgens. Jemand kam und dachte, dass ein Kunstcafé eine gute Idee wäre, weil es im Quartier viele Künstler gibt. Nexus ist fokussiert auf die un-churched. Es ist ein Ort geworden, wo Menschen auf ihrem individuellen Weg gestärkt werden.<a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1551.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="556" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/08/20/studienreise-fresh-expressions-tag-5-harry-steele-bischof-steven-croft-und-sanctus-1/img_1551/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1551.jpg" data-orig-size="2592,1936" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 4&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1342033011&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.85&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;250&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.058823529411765&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="IMG_1551" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1551.jpg?w=840" class="alignright size-medium wp-image-556" title="IMG_1551" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1551.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1551.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1551.jpg?w=600 600w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/img_1551.jpg?w=150 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></p>
<p>Kreativität ist dabei zentral. Kunst zu machen ist eine postmoderne Ausdrucksform für Spiritualität geworden. Hier wird ein neutraler Raum geschaffen. Ausstellungen werden alle 6 Wochen gewechselt. Auch die Gemeinschaft hat eine Bedeutung. In der Innenstadt gibt es zwar viele Leute, aber man kann sich doch sehr isoliert fühlen. &#8222;Wir versuchen den Sinn für Gemeinschaft wieder aufbauen. So dass Menschen Kontakte knüpfen können und Leute an einem Ort sein können, wo sie sich wohl fühlen können. Es kommen Leute hierher, die einen Moment ruhig werden wollen. Wir versuchen die Leute zu involvieren, sie zu Freiwilligen zu machen, z.B. in einer Buchgruppe, Laufgruppe usw.&#8220; Die Spiritualität die dabei gelebt wird ist breit christlich. Alles hat Platz, was nicht der biblischen Theologie widerspricht. &#8222;Wir versuchen Konversation aufzubauen mit Menschen, die nicht in die Kirche gehen würden&#8220;, sagt Al.</p>
<p>Bezüglich der Ekklesiologie ist spricht Al Lowe einfach, aber radikal: &#8222;Kirche braucht es eigentlich nur, weil wir Discipleship brauchen &#8211; also das Unterwegssein als Jüngerinnen und Jünger Jesu. Alles andere kann jeder selber für sich machen.&#8220; Manchmal sagen Leute, wie kann das ein Gottesdienst sein, wenn ihr nicht singt und nicht predigt?, so Al weiter. &#8222;Die Antwort ist, weil wir die Stimme Gottes hören in einander, <a href="http://www.freshexpressions.org.uk/stories/sanctus1">ist es Kirche</a>. Das funktioniert nur über Dialog und Beziehung. Wir können dabei nicht die Absicht habern, Leute zu Jüngerinnen und Jüngern zu machen. Wenn man in diesem Bereich etwas forciert, dann gehen die Leute weg.&#8220;</p>
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		<title>Studienreise fresh expressions Tag 4: George Lings und Skater-Kirche in Bradford</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Aug 2012 18:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung für das Pfarramt]]></category>
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					<description><![CDATA[Am vierten Tag lassen wir uns im Sheffield Center der Church Army von George Lings, Leiter des Sheffield Centers die Geschichte der Bewegung &#8222;fresh expressions of church&#8220; erklären und einige konstituierende Merkmale für diese neue Form von Kirche, sowie ein paar theologische Grundlagen. Am Nachmittag besuchen wir Andy Milne, einen Pioneer, der in Bradford eine &#8230; <a href="https://youththeology.wordpress.com/2012/08/16/studienreise-fresh-expressions-tag-4-george-lings-und-skater-kirche-in-bradford/" class="more-link">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> "Studienreise fresh expressions Tag 4: George Lings und Skater-Kirche in&#160;Bradford"</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am vierten Tag lassen wir uns im <a title="Sheffield Centre" href="http://www.churcharmy.org.uk/sheffieldcentre/" target="_blank">Sheffield Center der Church Army </a>von <a title="George Lings" href="http://www.churcharmy.org.uk/ms/sc/team/sfc_George.aspx" target="_blank">George Lings</a>, Leiter des Sheffield Centers die Geschichte der Bewegung &#8222;fresh expressions of church&#8220; erklären und einige konstituierende Merkmale für diese neue Form von Kirche, sowie ein paar theologische Grundlagen. Am Nachmittag besuchen wir <a title="Andy Milne" href="http://www.churcharmy.org.uk/pub/MeetOurPeople/andymilne.aspx" target="_blank">Andy Milne</a>, einen Pioneer, der in Bradford eine Kirche mit und für Skateboarder aufgebaut hat.</strong></p>
<p>Zunächst der Besuch beim Sheffield Center, das im Bereich fresh expressions eine bedeutende Forschungsstätte ist. Ausserdem ist das Sheffield <a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/tgeorgelings1.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="541" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/08/16/studienreise-fresh-expressions-tag-4-george-lings-und-skater-kirche-in-bradford/tgeorgelings1/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/tgeorgelings1.jpg" data-orig-size="350,210" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;5.6&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 10D&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1159716352&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;300&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.022222222222222&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="TGeorgeLings1" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/tgeorgelings1.jpg?w=350" class="alignright size-medium wp-image-541" title="TGeorgeLings1" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/tgeorgelings1.jpg?w=300&#038;h=180" alt="" width="300" height="180" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/tgeorgelings1.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/tgeorgelings1.jpg?w=150 150w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/08/tgeorgelings1.jpg 350w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Center involviert in die <a href="http://www.churcharmy.org.uk/pub/OurWork/training/Mission-based_Training.aspx" target="_blank">Ausbildung der Pioneer Ministers</a>. 1980 wurde deutlich, dass es eine Abnahme bei den GD-Besuchenden gab. Manche kirchliche Funktionäre verleugneten die Statistiken zwar, aber es wurde dennoch bald deutlich, dass England ein Missionsfeld wurde.</p>
<p>Einer der bedeutendsten Figuren im Vorfeld dieser Entwicklung war dabei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lesslie_Newbigin" target="_blank">Bischof Lesslie Newbigin</a>. Er gehört zu den Begründern der Bewegung <a href="http://gospel-culture.org.uk/" target="_blank">&#8222;Gospel and Culture</a>&#8222;. Zurück geht die Bewegung auf die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/1910_World_Missionary_Conference" target="_blank">1910 Edinburgh Weltmissions-Konferenz </a>und die ökumenische Bewegung. Ab 1950 wurde deutlich, dass kleine Gruppen eine entscheidende Form von Kirche darstellen. Ab 1960 wurde klar, dass Laien Leitung übernehmen müssen und dass die Pfarrer nicht mehr überall die Kontrolle haben müssen. Es gab gleichzeitig liturgische Bewegungen ab 1960. Ab 1964 ausserdem ein charismatische Bewegung, die zeigte, dass alle Menschen Geistgaben erhalten haben und dass es für alle möglich ist, spirituelle Erfahrungen zu machen. Diese Bewegung zeigte auch auf, dass &#8222;Erfahrungen&#8220; zum Christsein gehören. Ab 1975 entstand schliesslich die Kirchen-Wachstums-Bewegung.<span id="more-537"></span><br />
Dies alles lag im Hintergrund, als ab 1980 die Church Planting Bewegung startete. Jedes Jahr wurden anfangs 5 Gemeinden gegründet. Ab 1990 waren es 20 bis 35 pro Jahr. Dann gab es ein Wachstum mit über 90 neuen Kirchen pro Jahr.  Das Problem dabei war, dass es ermutigende Impulse, aber auch Enttäuschungen zu verzeichnen galt.</p>
<p>Es gab auch Widerstand von verschiedenster Seite:</p>
<ul>
<li>Es gab die Position, dass die Kirche nicht wachsen muss.</li>
<li>Andere glaubten nicht, dass Menschen Christen werden müssen (es sind eh schon alle).</li>
<li>Weitere verstanden nicht, dass England zu einem Missionsfeld geworden war.</li>
<li>Es gab weit herum die Ansicht, dass Gemeinde das Bedürfnis von tausenden Mitgliedern abdecken kann.</li>
<li>Und es gab Leute, die auf dem Irrtum beharrten, dass Pfarrer alleine die Kirche leiten können.</li>
</ul>
<p>George Lings schilderte einige Herausforderungen bei den Erklärungsversuchen für die Situation der Kirche:</p>
<ul>
<li>Es gibt den Erklärungsversuch, dass Menschen, die als Jugendliche die Kirche verlassen, als Erwachsene dann schon wieder zurück kehren, spätestens wenn sie Kinder haben. Diese Annahme hat sich als falsch erwiesen. Es geschieht nicht.</li>
<li>Es gibt eine Blindheit gegenüber der postchristlichen Ära. Die Statistik ist hingegen radikal: die Mehrheit der Menschen unter fünfzig haben keinerlei kirchlirchen Background.</li>
<li>Es gibt die starke Überzeugung, dass Kirche &#8222;Gottesdienst&#8220; und &#8222;Gebäude&#8220; ist.</li>
<li>Es gibt ein Misstrauen gegenüber der Bewegung, weil vermutet wird, dass es sich um einen evangelikalen Takeover handelt. Ausserdem bestehen Spaltungsangst, welche nicht sieht, dass das biblische Konzept der Einheit-in-Vielfalt geeignet ist. Dann besteht die Angst, dass das parochiale, territoriale System zerstört werden könnte. Es herrscht allgemein eine Angst vor Veränderung. Die manchmal arrogante Haltung der Church Planter hat nicht geholfen, diese Ängste zu minimieren.</li>
<li>George Lings weist auf institutionelle Widerstände hin. Sie sind oft veränderungsresitent. Dazu kommt eine eigenartig starre Haltung, dass die parochialen Strukturen nicht überschritten werden dürfen, obwohl die Welt immer vernetzter wird. Dazu kommt, dass die meisten Pfarrpersonen nicht für Mission und für Veränderungsprozesse trainiert worden sind. Ältere Leitungsfiguren sind geprägt von früheren Realitäten. Und eine Beobachtung schildert Lings: Bei Niedergangs-mustern werden Ressourcen in den Erhalt des Bestehenden gezogen.</li>
<li>Es gab dazu Probleme beim ChurchPlanting: Denn das Missionsfeld ist sehr hart. Die Akteure sind nicht immer genügend sensibel für die kulturellen Phänomene, z.B. weil sie ungeduldig waren mit dem langsamen Veränderungsprozess. Oft gibt es Probleme, wenn der nächste Pfarrer nicht dieselbe Vision teilte. In der Ausbildung gab es zu wenig Mission und Leitungskompetenz zu lernen. Das Netzwerk hatte wenig Ressourcen und wenig Einfluss.</li>
</ul>
<p>Diese Probleme führten zu zwei radikalen Änderungen im Vorgehen:</p>
<ul>
<li>Die Grenzen der Parochialgemeinde mussten geöffnet werden.</li>
<li>Pionier-Pfarrpersonen mussten anerkannt und trainiert werden</li>
</ul>
<p>Zusätzlich kam dazu, dass die Ängste abgebaut werden konnten. Es konnte eine Vernetzung aller Veränderungsagenten erreicht werden. Es setze ein verändertes Verständnis für die Rolle der Kirche ein und es wurde möglich, offizielle kirchenleitende Ermutigung zu erhalten. Bewirkt unter anderem durch Neubesetzungen bei den obersten Kirchenleitungspositionen.</p>
<p>Das führte zu einem Momentum. Es gab einen Wechsel von Widerstand zu Erlaubnis zu Ermutigung. Dabei änderte sich die Sprache und das Denken über diese Bewegung. Der Erzbischof von Canterbury , Rowan Williams, sprach von mixed economy &#8211; es brauche beides: parochiale Strukturen und die neuen, netzwerkartigen Strukturen, die nun fresh expressions of church genannt wurden.</p>
<p>George Lings betont, dass der Anfang ganz klein war und von unten kam, vom Rand der Kirche. Zunächst wurde die Bewegung als Zusatz zur Kirche gesehen (Papier &#8222;<a href="http://www.amazon.co.uk/Breaking-New-Ground-Planting-England/dp/071513759X" target="_blank">breaking new ground&#8220; 1990er Jahre</a>), später als komplementär (Papier <a href="http://www.chpublishing.co.uk/uploads/documents/0715140132.pdf" target="_blank">&#8222;mission shaped church&#8220; 2004</a>).</p>
<p>Lings formuliert schliesslich theologische Schlüsselideen der Bewegung:<br />
1. Die Kirche ist geformt von einem Gott, der in seiner Trinität eine &#8222;Gemeinschaft in Mission&#8220; bildet. Kirche ist die Frucht von Gottes Mission. Sie sät, ist aber nicht selber Subjekt der Mission. Subjekt ist Gott.<br />
Die DNA der Kirchen heisst also: &#8222;missionale Gemeinschaft&#8220;. Fünf Kennzeichen dafür:</p>
<ul>
<li>trinitarisch</li>
<li>beziehungsorientiert, relational</li>
<li>inkarnatorisch</li>
<li>&#8222;discipleship&#8220;-orientiert</li>
<li>transformational</li>
</ul>
<p>2. Das Leben Jesu unterstreicht beides: Inkulturation und Gegen-Kultur. Kirche muss also beide Aspekte beinhalten.</p>
<p>3. Inkulturation ist eine sehr anstrengende und ernst Angelegenheit. Es geht weiter als Kontextualisierung.</p>
<p>Am Nachmittag Fahrt nach Bradford, wo wir<a href="http://www.churcharmy.org.uk/pub/MeetOurPeople/andymilne.aspx" target="_blank"> Andy Mile </a>treffen, einen Pioneer, der eine Skateboarder-Kirche aufgebaut hat. Er stellt uns die Geschichte kurz vor, ermöglicht uns dann aber ein Gespräch mit Jugendlichen, welche diese Kirche machen. Sie erzählen davon, weshalb es für sie eine grosse Bedeutung hat, dass sie eine &#8222;Kirche&#8220; sind. Sie erzählen von ihrem schwierigen sozialen Umfeld und weshalb die Kirche für sie zu einer Sinn stiftenden Angelegenheit geworden ist. Andy Milne ist dabei im buchstäblichen Sinn Ermöglicher. Er hat für Jugendliche Raum aufgetan, hat sie ermächtigt ihre eigene Kirche zu bauen, nimmt sich zurück sobald etwas selber funktioniert. Das Geheimnis seiner Arbeit: Er hat Beziehung aufgenommen. Er bietet den Jugendlichen mit teilweise schweren Lebensgeschichten eine vertrauensvolle Beziehung. &#8222;Sorted&#8220; ist zu einem safe place für Jugendliche in Bradford geworden.<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe class="youtube-player" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/NHRP6geuYAo?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></div></p>
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		<title>Studienreise fresh expressions Tag 3: contemplative fire</title>
		<link>https://youththeology.wordpress.com/2012/07/10/studienreise-fresh-expressions-tag-3-contemplative-fire/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2012 07:43:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung für das Pfarramt]]></category>
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					<description><![CDATA[Contemplative fire ist eine Bewegung, welche ausser einer nationalen Struktur eines Trägerkreises, fast komplett selbstorganisiert, netzwerkartig funktioniert. Überall in England bilden sich kleine kontemplative Gruppen, die sich aufgrund eines Lebensrhythmus organisieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.contemplativefire.org/">Contemplative fire </a>ist eine Bewegung, welche ausser einer nationalen Struktur eines Trägerkreises, fast komplett selbstorganisiert, netzwerkartig funktioniert. Überall in England bilden sich kleine kontemplative Gruppen, die sich aufgrund eines Lebensrhythmus organisieren.</strong></p>
<p>In Sheffield treffen wir Jane und Paul, zwei Mitglieder von contemplative fire. Philipp Roderick, der Gründer und Leiter der Bewegung war verhindert. Roderick gründete die Bewegung nach längeren Ekundungen in anderen religiösen Traditionen. Schliesslich fühlte er sich dazu berufen, Menschen zu dienen, welche auf ihrer spirituellen Reise nicht bei institutionellen Kirchen Ansschluss finden wollen oder können. 2004 gründete er contemplative fire. Im Unterschied zu anderen fresh expressions wie z.B. MOOT, London, ist contemplative fire nicht an einem Ort lokalisiert, sondern ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Netzwerk ohne festen Ort.<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe class="youtube-player" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/sxWOfNqobNY?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></div></p>
<p>Contemplative fire will Elemente der monatischen Tradition für ein christliches leben in einer zeitgenössischen Welt fruchtbar machen. Es geht darum, <a href="http://www.contemplativefire.org/journey.htm">einen individuellen und gemeinschaftlichen Erkundungsweg (journey</a>) zu begehen. Jane formuliert die entscheidende Frage so: &#8222;Welche Wurzeln in der Tradition helfen uns, wenn wir neue Wege suchen für die Welt relevant zu sein?&#8220; Contemplative fire beantwortet die Frage mit einer Rückkehr zu den Ursprüngen. Das Leben und die Lehre Jesu sind zentral. Ebenfalls wichtig sind die Wüstenväter und -mütter, die christlichen Mystiker, auch die keltische Spiritualität. Was aus diesen Traditionen für contemplative fire wichtig ist:</p>
<p>1. Eine Betonung der persönlichen Erfahrung. Dagegen sind instituionelle Elemente, dogmatische Überlegungen im Hintergrund.</p>
<p>2. Weisheit ist etwas, was wir schmecken müssen. Wir können nicht darüber theoretisieren, denn Erkenntnis erhalten wir nur durch alle Sinne.  Alles, was du intellektuell begreifen kannst, ist zu klein für Gott.</p>
<p>3. Ein Bewusstsein für die Verbundenheit mit allen Dingen. Wir sehen das Göttliche in der Schöpfung. Das Leben ist sakramental, bei jedem Atemzug. Gott ist in allen Dingen, in uns. Wir stehen immer schon auf göttlichem Grund. Durch die Schöpfung kannst du Gott wahrnehmen.</p>
<p>Diese Aspekte prägen das Gebet. Mitglieder von contemplative fire versuchen, die Stille zu nutzen. Gebete aber auch in den alltäglichen Dingen des Lebens (keltische Spiritualität). Und beten mit dem ganzen Sein, dem Körper. Eine ganzheitliche Form des Gotteslobs.</p>
<p><span id="more-523"></span></p>
<p><a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1513.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="527" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/07/10/studienreise-fresh-expressions-tag-3-contemplative-fire/img_1513/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1513.jpg" data-orig-size="2592,1936" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 4&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1341850416&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.85&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;80&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.058823529411765&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="IMG_1513" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1513.jpg?w=840" class="alignleft size-medium wp-image-527" title="IMG_1513" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1513.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1513.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1513.jpg?w=600 600w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1513.jpg?w=150 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>In einer contemplativ fire Kirche, gibt es Menschen aus drei Gruppen:</p>
<p>1. Leute, die der Kirche angehören, aber etwas anderes wollen und suchen. Sie finden eine Heimat, die sie in der lokalen Kirchgemeinde nicht finden.</p>
<p>2. Andere haben die Kirche verlassen oder wollen das tun, weil sie nicht erhalten, was sie brauchen.</p>
<p>3. Andere hatten noch nie mit Kirche zu tun, sind aber spirituell auf der Suche. Eine lokale Kirchgemeinde ist keine Alternative für diese Personen.</p>
<p>Contemplative fire hat einen nationalen Vorstand, sonst aber keine Hierarchie, keine Gebäude, keine Strukturen. Die Treffen finden statt in Privathäusern. Dabei geht es um eine Spiritualität im Hier und Jetzt. Paul formuliert es so: &#8222;Wir wollen die Haltung eines Babies einnehmen, das jeden Tag alles neu sieht und staunt. Und wir wollen das Reich Gottes ernst nehmen, im Hier und Jetzt. Wir brauchen dafür keine Sakramente, Institutionen, Dogmen, denn Gott ist überall, und hier, und in uns und wir sind in ihm. Jesus ist hier und jetzt.&#8220;</p>
<p>Das Leitbild von contemplative fire hat zwei Begriffe: <a href="http://www.contemplativefire.org/guide.htm">travel light (leicht reisen) und dwell deep (tief verwurzelt sein). </a></p>
<p>travel light: wie die Jünger Jesus ohne Koffer, ohne Geld, ohne institutionelles Gepäck auf der spirituellen Reise sein. Wir versuchen loszulassen.</p>
<p>dwell deep: wir möchten tief verwurzelt sein in Gott und Jesus. Wir beziehen uns auf alte traditionen, wir sind sehr verbunden mit Personen um uns herum und wir gehen in die Wüste, in die Stille Wie jesus. Dabei suchen wir eine Balance zwischen Kontemplation und Aktion.</p>
<p>Um das zu tun, gibt es einen Lebensrhythmus rund um vier Begriffe:<a href="http://www.contemplativefire.org/snapshots.html"> Gebet/Sein, Lernen/Erkenntnis, Action/Tun sind gruppiert um die Mitte, welche als Unknown, Geheimnis Gottes bezeichnet wird.</a><a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/contemplative-fire.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="524" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/07/10/studienreise-fresh-expressions-tag-3-contemplative-fire/contemplative-fire/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/contemplative-fire.jpg" data-orig-size="395,182" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Schaufelberger Thomas&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="contemplative fire" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/contemplative-fire.jpg?w=395" class="alignright size-medium wp-image-524" title="contemplative fire" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/contemplative-fire.jpg?w=300&#038;h=138" alt="" width="300" height="138" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/contemplative-fire.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/contemplative-fire.jpg?w=150 150w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/contemplative-fire.jpg 395w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></p>
<p>Prayer – Being: Das dazu gehörige Symbol ist Wasser. Jedes Mitglied hat eine eigene, persönliche Praxis des Gebets. Dazu kommen kleine Gruppen, die „still waters“ heissen. Dort ist Zeit für Stille, Reflexion, Sharing mit anderen.  Dann gibt es auch Treffen mit Abendmahl-Feiern (gatherings). Es gibt grössere Treffen die &#8222;Pilgrimages to Now/here&#8220; genannt werden, an denen auch gewandert wird. Ausserdem sind die Mitglieder in kleinen Dreiergruppen organisiert.</p>
<p>Study – Knowing: Daz dazugehörige Symbol ist die Bibel. Auch hier gibt es Gefässe. Sogennante circle groups in denen theologische Studien betrieben werden. Dann gibt es Siebnergruppen, die &#8222;way beyond religion&#8220; genannt werden. Jede Person wählt sich ausserdem einen Spirituellen Lehrer für den eigenen Weg.</p>
<p>Action  &#8211; Doing: Das dazugehörige Symbol ist das Feuer, die Kerze. Es geht darum, dass jedes Mitglied sich einsetzt in der Welt.</p>
<p>Im Zentrum ist der Platz des Unknowings. Wir respektieren damit das Geheimnis Gottes. Das einzige, was wir tun können, ist mit Liebe zu reagieren. Das heisst auch, wir versuchen andere Menschen zu respektieren. Denn jede/r ist ein Geheimnis.</p>
<p>Am Abend dann formulieren die Vikarinnen und Vikare Fragen, die nun zu stellen sind, wenn die Impulse der fresh expressions in die Schweiz transferiert werden sollen:</p>
<p>&#8211; Wie können wir sprituell Suche in den Fokus unserer Arbeit nehmen?</p>
<p>&#8211; Was ist unser Selbstverständnis als Pfarrerinnen und Pfarrer, als Leitende? Wie kann die hörende Grundhaltung &#8211; eine Haltung, welche das Kundigsein aller Menschen tief respektiert, ins Pfarrbild integriert werden?</p>
<p>&#8211; Wie sieht eine neues Missionsverständnis aus, das sich als &#8222;joining in&#8220; eines längst im Gange befindenden Vorgangs versteht?</p>
<p>&#8211; Wie sieht ein Kirchenbild aus, wenn eine mixed economy zwischen territorialen und netzwerkartigen Strukturen besteht?</p>
<p>&#8211; Was wollen/müssen/sollen wir verändern?</p>
<p>&#8211; Inwiefern können wir etwas bewegen und wie können wir unterscheiden, was wir tun können und was auf struktureller/politischer Ebene entschieden werden muss?</p>
<p>&#8211; Wo finden fresh expressions of church in der Schweiz schon statt?</p>
<p>&#8211; Wie können solche Ansätze in einer Kirchgemeinde kommuniziert/eingeführt werden? Welche Vorgehensweise brauchen wir in unseren Kirchen?</p>
<p>&#8211; Gibt es auch im reformierten Raum der Schweiz Wurzeln aus der Tradition, die als Schätze gewonnen werden können? Wo könnenwir sie ausgraben (Alpsegen, usw.)?</p>
<p>&#8211; Woher kommen die Impulse? Wer sagt, wohin es geht?</p>
<p>&#8211; Was ist das Verhältnis zwischen Geh- und Kommstruktur in solchen fresh expressions?</p>
<p>&#8211; Wie können wir Kontexte besser wahrnehmen?</p>
<p>&#8211; Wie können wir besser wahrnehmen, was unsere Begabung, unsere Berufung ist?</p>
<p>&#8211; Wie treten wir in Kontakt mit de-churched und un-churched Menschen?</p>
<p>Mit diesen Fragen gehen wir auf den Rest der Reise und in die Schweiz zurück.</p>
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		<title>Studienreise fresh expressions Tag 2: Holy Trinity Brompton and Moot Community, London</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jul 2012 21:31:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung für das Pfarramt]]></category>
		<category><![CDATA[Ekklesiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Emerging Church]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Gottesdienstformen]]></category>
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					<description><![CDATA[Am zweiten Tag standen in London zwei Gottesdienstbesuche an. Der eine am Geburtsort der Alphalive-Kurse, Holy Trinity Brompton (HTB), der andere bei der MOOT Community, die am ersten Tag beschrieben wurde. Zwei sehr unterschiedliche Erfahrungen. Denn HTB ist nicht eine fresh expressions und spricht sehr gezielt die bürgerliche Mitte an. MOOT hingegen ist eine fresh expressions und spricht postmaterielle, experimentelle Lebenswelten an.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am zweiten Tag standen in London zwei Gottesdienstbesuche an. Der eine am Geburtsort der Alphalive-Kurse, <a title="Homepage der Holy Trinity Brompton Gemeinde, London" href="http://www.htb.org.uk/">Holy Trinity Brompton (HTB), </a>der andere bei der MOOT Community, die am ersten Tag beschrieben wurde. <a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/1764498663-1.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="517" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/07/09/studienreise-fresh-expressions-tag-2-holy-trinity-brompton-and-moot-community-london/1764498663-1/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/1764498663-1.jpg" data-orig-size="325,200" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="1764498663-1" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/1764498663-1.jpg?w=325" class="alignright size-medium wp-image-517" title="1764498663-1" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/1764498663-1.jpg?w=300&#038;h=184" alt="" width="300" height="184" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/1764498663-1.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/1764498663-1.jpg?w=150 150w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/1764498663-1.jpg 325w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Zwei sehr unterschiedliche Erfahrungen. Denn HTB ist nicht eine fresh expressions und spricht sehr gezielt die bürgerliche Mitte an. MOOT hingegen ist eine fresh expressions und spricht postmaterielle, experimentelle Lebenswelten an.</strong></p>
<p>Gottesdienstbesuch in Holy Trinity Brompton (HTB), Entstehungsort des Alphakurses, in der Schweiz bekannt als <a href="http://www.alphalive.ch/">Alphalive</a>. An drei verschiedenen Orten in unmittelbarer Nähe finden diverse Gottesdienste statt mit insgesamt 4000 Besuchenden. HTB bezeichnet sich als Teil der Church of England. Zielgruppe sind die quiet, peaceful Britains (die stillen, ruhigen Briten – also <a href="http://www.kath.de/lexika/sinusmilieus-pastoral/buergerliche_mitte.html">die bürgerliche Mitte</a>)</p>
<p><div class="jetpack-video-wrapper"><iframe class="youtube-player" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/yL8c9GR49FU?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></div> Wer in die alte Kirche an der Bromptonstreet tritt wird begrüsst von einem Team freundlicher, junger Menschen. Im Eingangsbereich findet sich ein Informationdesk, im Kirchenraum selber ein von Freiwilligen betreuten Buffet mit Kaffee, Tee und diversen Backwaren. Das technische Equipement ist professionell und umfasst neben perfekter Ton- und Lichtanlage auch Videoeinspieler mit News, Werbung und Informationen. Auffällig auch die sekundengenau getimten Drehbücher. Eine digitale Uhr läuft sowohl beim Technikerteam (Ton-, Licht, Kameras, Liedtexteinblendungen, usw.) als auch für Beteiligte und Gemeinde vorne sichtbar. Für das Musik- und Sprecherteam ist eine Uhr an der Empore so angebracht, dass sie ständig im Blick ist. Zum Kaffee läuft satte Popmusik im Hintergrund. Der Kirchenraum ist mit Spannteppich ausgelegt. Mit farbigem Licht, kleinen Bühnenspots und Tüchern im Chorraum wird Atmosphäre erzeugt. Der Kirchenraum ist voll von Kindern. Niemand stört sich daran.</p>
<p><span id="more-516"></span>Der Gottesdienst beginnt mit poprockigen Klängen und Gesang einer Band. Auch sie entspricht dem ästhetischen Empfinden der bürgerlichen Mitteu, genau wie die Einrichtung des Raums. Nick Gamble, der Seniorpastor und charismatischer Leiter der Gemeinde mit britischem Understatement, führt ohne liturgische Formen eine Taufe ein mit ein paar theologischen Gedanken zur Taufe, tauft dann drei Kinder umringt von Dutzenden. Es folgt ein Gebet, gesprochen von einem Ehepaar mit zwei Kindern auf dem Arm. Dabei wird auch für die in drei Wochen statt findenden Olympischen Spiele gebetet. Für die Freiwilligen, die mitmachen, für das Transportsystem, usw. Dann wird per Videoeinspielen Werbung gemacht für eine Gemeindewoche, inkl. einer kabarettistischen Einlage. Die Ästhetik der Clips erinnert an CNN. Dann folgt ein längerer Teil mit Worship-Liedern. Die Kinder verlassen nach einem ersten Teil den Raum. Schliesslich eine 25-minütige Predigt (länger darf sie nicht sein), die in einem berührend bescheidenen Ton daher kommt und gerade dadurch bewegt. Immer wieder gelingt es ihr Emotionen auszulösen. Sie hat viele narrative Teile und ist dramaturgisch aufgebaut. Wer ein Gebet für sich in Anspruch nehmen will, sich selber aussenden lassen will, ist danach eingeladen, nach vorne zu kommen und für sich beten zu lassen. Die Gemeinde stimmt wieder ein in Gesang. Die Gebete geschehen von Blicken geschützt im vorderen Teil der Seitenschiffe. Der Gottesdienst wird abgeschlossen mit einem Schlusssegen, der gesprochen wird, dann nahtlos in ein Gebet übergeht und dann ebenso nahtlos in einen Schlusswitz über das am selben Tag stattfindende Tennisfinale zwischen Andy Murray und Roger Federer. Auf die Sekunde genau um 11.00 ist der Gottesdienst zu Ende. Die Besuchenden strömen nach draussen, holen sich nochmals Kaffee, reden miteinander, holen ihre Kinder ab, können im Bookstore im Untergeschoss Bücher, CDs und Videos erwerben. Gleichzeitig beginnen die Besucher des nächsten Gottesdienstes um 11.30 Uhr in das Gebäude zu kommen.</p>
<p>Im anschliessenden Gespräch erläutert <a title="Teamliste HTB" href="http://www.htb.org.uk/about-htb/leadership-team">Bill Cahusac </a>und Jenny die Struktur und Ekklesiologie von HTB, das sich nicht als fresh expressions versteht. Der Unterschied wird offensichtlich. HTB ist eine klassische <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Church_planting">Church planting Bewegung</a>. Mit demselben Konzept werden – auf Einladung eines Bischofs oder eines Verantwortlichen – neue Gemeinden an Orten aufgebaut, wo es nur noch wenige oder gar keine Besuchenden mehr gibt. Zu diesem Zweck werden Teams ausgesandt. Herzstück des Gemeindeentwicklungskonzept ist dabei der Alphakurs, dem es gelingt, viele Menschen aus demselben Milieu zu erreichen. Um diese Kurse zu bewerben werden grosse Werbekampagnen gefahren (einmal jährlich auf Bussen und Taxen in der Stadt) und es werden Leute durch persönliche Einladung angesprochen. Der <a title="Homepage Alphakurs" href="http://uk-england.alpha.org/">Alphakurs </a>ist inzwischen ein Exportschlager der Gemeinde. In mehr als 150 Ländern gibt es Ableger. Ganz offensichtlich generiert dieser Export auch bedeutende Einnahmen für HTB. Der Kurs ist rechtlich geschützt, sieht in der ganzen Welt genau gleich aus. Eine Orientierung an verschiedenen Lebenswelten ist dabei nicht spürbar. Letztlich werden aber ganz gezielt bestimmte Milieus angesprochen: bürgerliche Mitte, evtl. moderne Performer.</p>
<p>Das Gemeindekonzept ist stark am Gottesdienst orientiert. Ein Kontrast zu den Gedanken von Ian Mobsby, der den Gottesdienst erst am Schluss ein Beziehungsprozesses sieht. Bei HTB hat der Gottesdienst hohes Gewicht, er ist allerdings durchgestylt für die Zielgruppe bis ins Letzte. Vier W’s bestimmen das Gottesdienst-Konzept: W – Welcome, BesucherInnen sollen sich willkommen fühlen. W – Worship, BesucherInnen sollen hinein genommen werden in das Gotteslob, W – Word of God, sie sollen in Kontakt kommen mit dem göttlichen Wort, W – Work of God, sie sollen verändert werden für ihr Leben. Hoch spannend wie hier eine Profilgemeinde entstanden ist, die äusserst erfolgreich und mit beeindruckendem finanziellen und personellen Aufwand dafür sorgt, dass sie bei den Lebenswelten und den Bedürfnissen ihrer Mitglieder anschliessen kann.</p>
<p>Kontrastprogramm am Sonntagabend. Es steht eine meditativ-liturgische Feier bei der <a href="http://www.moot.uk.net/">MOOT Community </a>mit Ian Mobsby an. <a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/meditationbanner.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="518" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/07/09/studienreise-fresh-expressions-tag-2-holy-trinity-brompton-and-moot-community-london/meditationbanner/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/meditationbanner.jpg" data-orig-size="402,202" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="meditationbanner" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/meditationbanner.jpg?w=402" class="alignleft size-medium wp-image-518" title="meditationbanner" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/meditationbanner.jpg?w=300&#038;h=150" alt="" width="300" height="150" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/meditationbanner.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/meditationbanner.jpg?w=150 150w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/meditationbanner.jpg 402w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a>Um 18.30 Uhr treffen sich die Mitglieder von MOOT zu Kaffee und Tee im Kirchenraum. Auch hier fühlen sich alle Willkommen. Man darf aber auch für sich sein – steht ausdrücklich auf dem Plakat beim Eingang und nach einem hektischen Tag unbehelligt auf den Beginn des Gottesdienstes warten. Optisch ist das Publikum völlig anders als am Morgen. Hier sind keine angepassten Familienväter und –mütter zu finden. Es sind Studenten, junge Berufstätige und solche im mittleren Alter. Alleinstehend oft, unkonventionell, intellektuell, engagiert, politisch und sozial engagiert. Entsprechend auch die Form. Es wird eine streng liturgische Form gewählt, die aber sprachlich frisch wirkt und viele Themen und Sehnsüchte dieser Lebenswelt aufnimmt. Texte sind teilweise von<a href="http://www.iona.org.uk/"> Iona </a>übernommen. Es beginnt mit einer trinitarischen Eingangsformel, dazu werden drei Kerzen angezündet. Ein leiser Gesang, der zur Ruhe führt. Dann eine Liturgie im Wechsel. Dazwischen immer wieder Stille. Die Textlesung wird als Erzählung (storytelling) durch einen schauspielerisch Begabten aufgeführt. Zweimal. Als Vertiefung folgt eine kurze, angeleitete Selbstreflexion und Meditation mit einer anschliessenden Symbolhandlung mit einer Rose. In der Liturgie ausserdem Raum, eigene Gebete zu formulieren. Viele davon beziehen sich auf Menschen in Not, auf politisch Verantwortliche, auf die Gerechtigkeit und Fairness im Bereich der Finanzwirtschaft. Nach Abschluss folgen Mitteilungen, an denen sich alle Beteiligen. Schliesslich erfolgt die Einladung, miteinander ins Pub zu gehen und im Gespräch den Tag ausklingen zu lassen.<a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/advert1_87.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="519" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/07/09/studienreise-fresh-expressions-tag-2-holy-trinity-brompton-and-moot-community-london/advert1_87/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/advert1_87.jpg" data-orig-size="314,496" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="advert1_87" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/advert1_87.jpg?w=314" class="alignright size-medium wp-image-519" title="advert1_87" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/advert1_87.jpg?w=189&#038;h=300" alt="" width="189" height="300" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/advert1_87.jpg?w=189 189w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/advert1_87.jpg?w=95 95w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/advert1_87.jpg 314w" sizes="(max-width: 189px) 85vw, 189px" /></a></p>
<p>MOOT zeigt hier, was alle fresh expressions ausmacht: Eine sehr bewusste Ausrichtung auf die Lebenswelt der Zielgruppe, die durch eine Kontextanalyse bestimmt wurde. Gleichzeitig aber der Versuch, sehr alte christliche Traditionen, Formen und Sprache anschlussfähig zu machen. Die gefundene Form wirkt sehr einfach, überzeugt aber vor allem sprachlich. Die gleichzeitig zeitgenössische wie traditionelle Sprache der Liturgie kann Sinnsuchende ansprechen. Sie finden in ihnen Bedeutung, ohne dass sie gedrängt werden und indem sie sich als Teil einer Gemeinschaft erleben. Die Rolle des Pfarrers ist beachtenswert. Er leitet die Liturgie nicht. Er ist auch nicht der Lesende. Nicht einmal bei den Mitteilungen übernimmt er die Hauptrolle. Aber er ist vor und nach der Feier in intensiven Gesprächen mit MOOT Mitgliedern. Auch während der Feier ist er spürbar innerlich dabei und unterstützt damit die Arbeit der Liturgin und des Storytellers. Die Bedeutung der Beziehung für das Pfarramt wird spürbar. Auch, was aus einer Facilitator-Kompetenz erwachsen kann. Hier ist ein Team von Leuten ermächtigt worden Gemeinde zu gestalten. Sie tun das mit einer beeindruckenden Sicherheit, die einen direkten Zusammenhang mit der unterstützenden Haltung des Pfarrers, der sich selber nicht in den Vordergrund schieben muss um Befriedigung bei seiner Arbeit zu spüren.</p>
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		<title>Studienreise fresh expressions Tag 1: Begegnung mit Ian Mobsby &#8211; MOOT, London</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jul 2012 16:28:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung für das Pfarramt]]></category>
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					<description><![CDATA[Bericht des ersten Tages von der Studienreise Lernvikariat 11/12: Begenung mit Ian Mobsby, von MOOT Community, London, fresh expressions of church: Auf die Kirchen kommen grosse Veränderungen zu. Sie muss mit hoher Kontextsensibilität reagieren, will sie Chancen wahrnehmen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Studienreise Lernvikariat 11/12 führt zunächst nach London. Dort treffen wir einen der Vordenker der fresh expressions Bewegung, <a title="Protraits der Leiter von MOOT, London" href="http://www.moot.uk.net/community/community-contact-information/core-team/" target="_blank">Ian Mobsby</a>, Gründer und Leiter der <a title="MOOT Community, London" href="http://www.moot.uk.net/" target="_blank">Moot Community </a>und Autor verschiedener Bücher zu <a title="fresh expressions of church" href="http://www.freshexpressions.org.uk/" target="_blank">fresh expressions of church</a> und zum sog. new monastic movement. </strong></p>
<figure data-shortcode="caption" id="attachment_511" aria-describedby="caption-attachment-511" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1484.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="511" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/07/08/studienreise-fresh-expressions-tag-1-begegnung-mit-ian-mobsby-moot-london/img_1484/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1484.jpg" data-orig-size="2592,1936" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 4&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1341682501&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.85&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.066666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="IMG_1484" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Ian Mobsby, Gründer von Moot Community und Vordenker der fresh expressions of church Bewegung&lt;/p&gt;
" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1484.jpg?w=840" class="size-medium wp-image-511" title="IMG_1484" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1484.jpg?w=300&#038;h=224" alt="Ian Mobsby, Gründer von Moot Community" width="300" height="224" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1484.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1484.jpg?w=600 600w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1484.jpg?w=150 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-511" class="wp-caption-text">Ian Mobsby, Gründer von Moot Community und Vordenker der fresh expressions of church Bewegung</figcaption></figure>
<p>Die Moot Community hat Gastrecht in einer alten Kirche mitten im Finanzdistrikt von London. Unter der Woche passieren täglich 50&#8217;000 Menschen die Kirche. Mobsby berichtet, dass eine Unruhe in der Luft liegt. Viele Menschen verlieren ihre Stelle. Die Stimmung ist geprägt vom Bewusstsein, dass eine grosse Veränderung auf alle zukommen wird. Menschen fühlen, dass eine postindustrielle Zeit angebrochen ist. Die Krise der Gesellschaft ist allgegenwärtig. Eine erschreckend hohe Zahl der berufstätigen Menschen in London sind Süchtig (Alkohol, Medikamente, Essen, Sex, usw.). <div class="jetpack-video-wrapper"><iframe class="youtube-player" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/N7QS1cEYalM?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></div> Die Beweung der &#8222;fresh expressions of church&#8220; in der anglikanischen Kirche ist geprägt von einer enormen Kontexsensibilität. Es ist deshalb kein Zufall, dass Ian Mobsby in der ersten Hälfte des Referats fokussiert auf das Umfeld, in dem sich Kirche heute befindet. Jede Statistik zeigt, dass sich grosse Bewegungen abzeichnen, allerdings mit paradoxen Erscheinungen. So nimmt der Kirchenbesuch in England ständig ab. Gleichzeitig steigt der Hunger nach einer Spiritualität, die im Leben wirksam wird.</p>
<p><span id="more-507"></span>Mobsby ist überzeugt, dass die westliche Zivilisation ihrem Ende entgegen geht. &#8222;Wir leben in einer postsäkularen Zeit: Post-Empire, Post-Normal, Post-Finance, Post-Self. Viele Menschen haben keine Ahnung mehr, wer sie sind. Sie sind aufgewachsen in dysfunktionalen Familien, geprägt von Konsum, von Wahlmöglichkeiten und von der Geschwindigkeit im medialen Zeitalter.  So entsteht wieder verstärkt ein Bedürfnis nach Sinn.&#8220;</p>
<p>Dabei gehe es nicht in erster Linie um Glaube oder Vertrauen, sondern schlicht darum, wie Menschen leben sollen. Sie sind auf der Suche nach spirituellen &#8211; eigentlich pre-modernen &#8211; Antworten. Sie wollen wissen, wie wir wissen können, was wir wissen.</p>
<p>Ian Mobsby stellt diese Entwicklung in den Kontext der Geschichte. Erkenntnis war in den letzten fünfhundert Jahren stark rational geprägt (Moderne). Heute geht es aber um trans-rationales Wissen, das über das Denken hinaus geht. So werden persönliche Erfahrungen als inkorporiertes Wissen wieder wichtig. Die postsäkulare Kultur macht eine Wende zur Erfahren, zum Subjektiven, ohne dabei aus einer hoch-wissenschaftlichen Welt auszusteigen. Es entsteht eine paradoxe Situation. Ein Physiker, der sich mit Chaos-Theorie beschäftigt kann durchaus einer fundamentalistischen Kirche angehören.</p>
<p>Was heisst das für die Kirche? Mobsby stellt den fast unüberwindbaren Graben zwischen zeitgenössischer Kultur und Kirche dar. Er hat dazu geführt, dass an gewissen Orten in England Kirche nicht mehr exisitert. Gleichzeitig hat sich nur nur das globale Phänomen des Kapitalismus um die Welt verbreitet, sondern auch &#8211; gewissermassen in die GEgenrichtung &#8211; auch die Spiritualität des Ostens.</p>
<p>Beides führt dazu, dass in Grossbritannien 80 % der Bevölkerung entweder ihre Religion aufgeben (open de-churched 10% und closed de-churched 20%) oder es sie nie gelebt (un-churched 30-50%). Im Schnitt sind die Mitglieder der anglikanischen Kirche 65 Jahre alt, nur noch 6 bis 20 % sind kirchlich in irgend einer Weise sozialisiert. Als spirituell Suchende bezeichnen sich hingegen 60-80% der Bevölkerung!</p>
<figure data-shortcode="caption" id="attachment_512" aria-describedby="caption-attachment-512" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1477.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="512" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/07/08/studienreise-fresh-expressions-tag-1-begegnung-mit-ian-mobsby-moot-london/img_1477/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1477.jpg" data-orig-size="2592,1936" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 4&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1341677024&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.85&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.066666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="IMG_1477" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;St.Audemary ist die alte Kirche in London, welche durch Moot Community &amp;#8211; eine frexh expressions of church &amp;#8211; neu bespielt wird.&lt;/p&gt;
" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1477.jpg?w=840" class="size-medium wp-image-512" title="IMG_1477" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1477.jpg?w=300&#038;h=224" alt="St. Audemary Church, London" width="300" height="224" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1477.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1477.jpg?w=600 600w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1477.jpg?w=150 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-512" class="wp-caption-text">St.Mary Aldermary ist die alte Kirche in London, welche durch Moot Community &#8211; eine frexh expressions of church &#8211; neu bespielt wird.</figcaption></figure>
<p>Die Herausforderung für die Kirche ist also, Ausdrucksformen des Glaubens zu finden, die an eine postsäkulare Kultur anknüpfen können. Im konkreten Beispiel im Finanzdistrikt London bezeichnen sich 33% als spirituell. Moot Community spricht deshalb neu von Questers (Suchenden) und nicht mehr von Nachfolgenden um zu zeigen, dass sich traditionelle missionarische Konzepte nicht eignen, um die Herausforderung zu bestehen. Denn diese Suchenden sind Individuen, die selber Entscheidungen treffen wollen. Es sind Leute, die nie einen Kurs besuchen würden, die nie einen Schritt in eine Kirche machen würden, die sich nicht einbinden lassen. Das erfordert völlig neue missionale Konzepte.</p>
<p>Mobsby und sein Team haben vier Gruppen von postsäkularen Suchenden beschrieben:</p>
<ul>
<li>Mystical quester (mytische Suchende): Oft sind diese interessiert an New-Age Angeboten. Diese Menschen sind nicht gegen Religion, aber es interessiert sie nicht.</li>
<li>Restorative quester (Suchende nach Heilung). Das sind Menschen in Abhängigkeiten und Ängsten. Sie haben die dunklere Seite der Konsumgesellschaft kennen gelernt und suchen nach Heilung, nach spiritueller Besserung und nach innerem Frieden.</li>
<li>Displacement deniers (Ersatz Suchende). Das sind Leute, die ihre Suche nach Spiritualität kompensieren z.B. mit Fitness-Center Besuchen und dort eine Gemeinschaft finden.</li>
<li>Post-religious reconstructors (postreligiöse Rekonstruktion). Das sind de-churched Menschen, die nach Alternativen suchen für eine neue Spiritualität.</li>
</ul>
<p>Die Situation, dass immer mehr Menschen spirituell auf der Suche sind, ist eine Chance für die Kirche. Sie suchen das Göttliche und das Heilige mitten im Säkularen und Profanen. Zu beobachten ist das in der spirituellen Terminologie, die überall zu finden ist. (Produkte im Body Shop, Sacred Café, usw.) Menschen sind auf der Suche nach einem authentischen Leben. Sie merken wie sie und andere das Leben nur noch spielen und eigentlich nicht mehr wissen, wer sie sind.</p>
<p>In einer solchen Situation hat die Kirche etwas zu sagen. Wir haben Antworten darauf, wer der Mensch ist und was ihn würdig macht. Ausserdem haben wir das Potential echte Gemeinschaften zu bilden (statt Institutionen). Wir können die Kirchen wieder zu Gemeinschaften des authentischen Lebens werden?</p>
<p>Moot Community experimentiert dabei mit uralten Formen. Vieles ist aus der Tradition der Kirche schon vorhanden. Es gibt uralte Gedanken, Rituale, Formen, die wieder nützlich sein können. Es geht dabei nicht mehr um ein Wissen im Sinne von Logik, Doktrin, Dogma, Fakten, sondern um eine Erkenntnis durch Intuition und spirituelle Erfahrung. Ian Mobsby ermutigt zum Spiel mit alten christlichen Traditionen. Wir können sie spielerisch in völlig neue Kontexte stellten.</p>
<figure data-shortcode="caption" id="attachment_513" aria-describedby="caption-attachment-513" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1480.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="513" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/07/08/studienreise-fresh-expressions-tag-1-begegnung-mit-ian-mobsby-moot-london/img_1480/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/07/img_1480.jpg" data-orig-size="2592,1936" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 4&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1341677076&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.85&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;320&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.066666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="IMG_1480" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Ikone der MOOT Community, London&lt;/p&gt;
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<p>Fresh expressions of Church ist eine Bewegung, die genau dies versucht. Der Erzbischof der Church of England hat explizit zugelassen, dass diese spierlischen, experimentellen Formen Raum erhalten, um Chancen und Möglichkeiten für die Kirche auszuloten. Sein Entscheid stützt sich auf den Bericht<a title="mission shaped church report" href="http://www.chpublishing.co.uk/uploads/documents/0715140132.pdf" target="_blank"> &#8222;mission-shaped church&#8220;, </a>der 2004 erschienen ist. (<a title="Nachfolge-Report" href="http://www.churchofengland.org/media/39126/gs1761.pdf" target="_blank">Nachfolge-Report sechs Jahre </a>danach). Darin ist das Konzept der &#8222;mixed economy&#8220; beschrieben. Neben die territorialen Gemeinden, die weiterhin notwendig sind und ihre Bedeutung nicht verlieren, treten neue, netzwerkartige Strukturen. Implizit war damit auch die Erlaubnis zum Fehlermachen gegeben. Es war plötzlich in Ordnung, dass Fehler gemacht werden, dass die Kirche Risiken eingeht und ausprobiert. Damit wurde das Unternehmerische in der Kirche gestärkt. Und es hatte zur Folge, dass auch die Pfarrausbildung verändert wurde. Neben den ordinierten Gemeindepfarrpersonen wurden neu Pioniere ausgebildet und ordiniert, welche Risiken eingehen wollen. Durch die Entscheidung des Erzbischofs wurden die freshexpressions-Gruppen zu vollgültigen Kirchgemeinden, wie eine territoriale Kirchgemeinde auch.</p>
<p>Für Ian Mobsby ist der relationale Aspekt das Entscheidende. Die neuen Kirchen arbeiten alle vor allem mit einer hohen Betonung von Beziehung. Lebenswelten, die sonst von der Kirche nicht mehr zu erreichen sind, können nur durch die Beziehung mit glaubwürdigen, authentischen Menschen in einen Prozess gebracht werden. Ein Prozess übrigens, der Gott macht und nicht eine Kirche oder eine Pfarrperson.</p>
<p>Für die Entstehung der <a title="Wikipedia fresh expressions of church" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fresh_expressions" target="_blank">fresh expressions </a>hat es also drei Faktoren gebraucht:</p>
<p>1. Die entsprechenden Strukturen durch die Kirchenleitung</p>
<p>2. Die Ausbildung neuer Pfarrpersonen</p>
<p>3. Eine Betonung der Beziehungsfähigkeit aller Involvierten</p>
<p>Die Arbeit einer fresh expressions beginnt immer mit dem Zuhören (listening), mit dem Dienst an den Menschen mit Bedürfnissen (service), also mit inkarnatorischer Mission und sie führt &#8211; wenn von Gott gewollt &#8211; in die Jüngerschaft. Diese Reihenfolge ist eine Umdrehung vieler traditioneller Vorgehensweisen von Kirchen. Der Gottesdienst steht nicht zuerst, sondern zuletzt.</p>
<p>Mobsby empfiehlt jungen Pfarrerinnen und Pfarrer als erstes in eine Beziehung zu treten mit den Menschen, die in der Kirchgemeinde sind. Es geht nicht darum, hinter dem Computer Konzepte zu entwickeln, sondern mit den Menschen vor Ort zu reden, umher zu gehen, Beziehung aufzunehmen, den jedes pfarramtliche Wirken beginnt mit Beziehung, es antwortet dann mit Formen liebender Zuwendung und Dienst und es kommt erst am Schluss des Prozesses zu einer Vergemeinschaftung.</p>
<p>Was heisst das für die Pfarr-Rolle? &#8222;Musst vor allem deinen Kontext kennen&#8220;, sagt Mobsby zu den SChweizer Vikarinnen und Vikaren. Eure Rolle ist zu vergleichen mit einem Gärtner: Er ist ausgerüstet mit einer Leidenschaft, etwas zu verändern, er hat eine Vision, hat Fachkenntnisse, herausragende kommunikative Fähigkeiten, hat den Mut zurück zu schneiden, die Energie den ersten Schritt zu tun, kann andere motivieren und ermächtigen. Und das wichtigste: Er ist sich nicht zu schade, sich die Hände schmutzig zu machen!</p>
<p>Hinweis: am 3.11.2012 findet in der Schweiz eine Impuls-Tagung statt zu fresh expressions mit George Lings. Informationen <a title="fresh expressions switzerland" href="http://www.freshexpressions.ch" target="_blank">hier</a> oder direkte Anmeldung <a title="Anmeldung zur Impuls-Tagung 2012" href="http://www.weiterbildungkirche.ch/htm/kurs_detail_d.htm?x=x&amp;id=662" target="_blank">hier</a> und Flyer<a title="Flyer Impuls-Tagung 3.11.2012" href="http://weiterbildungkirche.inettools.ch/upload/dokumente/Flyer%20fresh%20expressions.pdf" target="_blank"> hier</a>.</p>
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	</item>
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		<title>Pfarrer werden anschlussfähiger werden müssen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 07:56:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung für das Pfarramt]]></category>
		<category><![CDATA[Ekklesiologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit dem Leiter der Arbeitsstelle a+w, Aus- und Weiterbildung Pfarrerinnen und Pfarrer über die Pfarrkompetenzen der Zukunft: Pfarrer und Pfarrerinnen müssen anschlussfähiger werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>Folgendes <a title="Interview mit Thomas Schaufelberger in Reformierte Presse" href="http://www.ref.ch/hauptseiten/aktuell/news/348-Pfarrer-werden-anschlussfaehiger-sein-muessen">Interview</a> ist in der kirchlichen Zeitschrift<a title="Reformierte Presse" href="http://www.ref.ch"> &#8222;Reformierte Presse&#8220;</a> im Juni 2012 erschienen:</div>
<div></div>
<h2><strong>Thomas Schaufelberger über die Herausforderungen und Schwerpunkte der Pfarrbildung</strong></h2>
<div></div>
<div><strong>Thomas Schaufelberger ist seit anderthalb Jahren Leiter der Pfarreraus- und -weiterbildung im Konkordat. Im Gespräch mit Herbert Pachmann erklärt er die anstehenden Aufgaben.</strong></div>
<div></div>
<div><a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/06/1369_12_23_05_schaufelberger2_hep.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="501" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/06/14/pfarrer-werden-anschlussfahiger-werden-mussen/1369_12_23_05_schaufelberger2_hep/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/06/1369_12_23_05_schaufelberger2_hep.jpg" data-orig-size="446,300" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="1369_12_23_05_schaufelberger2_hep" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/06/1369_12_23_05_schaufelberger2_hep.jpg?w=446" class="alignright size-medium wp-image-501" title="1369_12_23_05_schaufelberger2_hep" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/06/1369_12_23_05_schaufelberger2_hep.jpg?w=300&#038;h=201" alt="" width="300" height="201" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/06/1369_12_23_05_schaufelberger2_hep.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/06/1369_12_23_05_schaufelberger2_hep.jpg?w=150 150w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/06/1369_12_23_05_schaufelberger2_hep.jpg 446w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></div>
<div>
<div><strong>Seit Ihrem Amtsantritt ist einiges in Bewegung geraten …</strong></div>
</div>
<div>
<p>… ja, strukturell und inhaltlich.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Was hat sich verändert?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Es gab Umstrukturierungen. So mussten neue Stellen integriert und einige Aufgaben an die Landeskirche ausgegliedert werden.</p>
</div>
<div><strong>Das klingt nach weniger Arbeit?</strong></div>
<div>
<p>Im Gegenteil. Wir arbeiten an konzeptionellen Grundlagen für die Zukunft. Und intern galt es, Stellenprofile neu zu erstellen und die Teambildung abzuschliessen. Uns geht es um eine effizientere Vernetzung zwischen Theologiestudium und kirchlicher Ausbildung. Auch neue Inhalte müssen integriert werden.</p>
</div>
<div><strong>Welche Inhalte meinen Sie?</strong></div>
<div>
<p>Etwa eine Kontext-Sensibilität, wie sie die Sinus-Milieu-Studie aufzeigt, verknüpft mit missionalen Aspekten. Wir sind überzeugt, dass Pfarrer anschlussfähiger sein müssen für die Lebenswelten der Menschen. Das bedeutet auch, dass sie mit ihrer Botschaft stärker in die Welt rausgehen und noch mehr experimentieren müssen. Ihr Beruf wird insgesamt unternehmerischer sein.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Wie lässt sich das vermitteln?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Mit dem systemisch-konstruktivistischen Ansatz.</p>
</div>
<div>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Einem was, bitte?</strong></span></p>
</div>
<div>
<p><span id="more-500"></span>Künftige Pfarrer sollen ein Gespür dafür entwickeln, dass jeder Mensch sein Leben und seinen Glauben selbst organisiert. Be-einflussen lassen sich systemisch organisierte Lebens- und Glaubensformen am ehesten durch Irritationen und Anstösse, die zu  einer Neuorganisation herausfordern. Für Pfarrer und Pfarrerinnen liegt hier eine Chance. Dafür braucht es aber Kenntnisse.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Welche Pfarrer braucht das Land?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Menschen mit Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Motivationsfähigkeit und einer wertschätzenden Grundhaltung.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Klingt nach einem Seminar für wirtschaftliche Führungskräfte.</strong></p>
</div>
<div>
<p>Mag sein. Offenbar ist uns die Wirtschaft da ein Stück voraus. Wir wollen diese Kompetenzen auch in der Kirche stärken. Aber es braucht mehr. Der Traditionsabbruch ist ja in vollem Gange. Da wollen wir Pfarrpersonen befähigen, mutiger mit den biblischen Geschichten aufzutreten und diese als sinnstiftende Inhalte erkennbar zu machen.</p>
</div>
<div>
<p>Wir haben den Eindruck, dass sich die Attraktivität von evangelikalen Formen, aber auch die des theologischen Liberalismus verbraucht hat. Darum wollen wir Pfarrerinnen und Pfarrer vorbereiten, in einer postchristlichen Gesellschaft wieder bewusst Geschichten von Jesus Christus zu erzählen und auf diese Weise das Evangelium zu kommunizieren.</p>
</div>
<div><strong>Wie sieht es mit dem Amtsverständnis angehender Pfarrer aus?</strong></div>
<div>
<p>Sehr unterschiedlich. Viele sind heute nicht mehr kirchlich sozialisiert. Das müssen sie dann häufig erst im Vikariat nachholen. Daher sind auch Unsicherheiten spürbar. Auch bei anderen führt der gesellschaftliche Wandel zur Verunsicherung. Manche haben sehr grundsätzliche Anfragen an den Pfarrberuf, andere wählen als Strategie den Rückgriff auf traditionelle Pfarrbilder.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Und wie steht es mit der fachlichen Qualifikation?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Wir legen weiterhin Wert darauf, dass Pfarrpersonen ein Hochschulstudium absolvieren und mit dem Master abschliessen. Die theologische Reflexionsfähigkeit braucht es. Erst dann kann die Anschlussfähigkeit eingeübt werden, die auch unter dem Sendungsgedanken steht. Um etwas zu bewegen, müssen Pfarrer etwas zu sagen haben. Dazu kommen dann die bereits erwähnten Kompetenzen im sozialen und personalen Bereich.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Wo liegen momentan die Schwerpunkte in der Weiterbildung?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Nach unseren Befragungen, wie auch in den Gesprächen mit den Kirchenleitungen, zeichnen sich zwei Schwerpunkte ab: Gottesdienst und Gemeindeentwicklung. Bei letzterem geht es vor allem um Leitungsaufgaben in den Reformprozessen der Kirchen.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Und worauf können sich Gemeinden im Blick auf junge Pfarrpersonen einstellen?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Sie sind weiter weg von der herkömmlichen Kirchlichkeit. Sie sind experimenteller eingestellt und sehr engagiert. Allerdings haben sie auch höhere Ansprüche an die Kirchenbehörden. Es sind teilweise unbequeme Leute, die etwas bewegen wollen.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Der Pfarrnachwuchs wird zur Sorge. Können Sie dem begegnen?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Wir wollen die Attraktivität des Pfarrberufs wieder bewusstmachen und in Koordination mit den drei Universitäten eine gezielte Nachwuchsförderung aufbauen. Dafür wurde die 80%-Stelle «Marketing Theologiestudium» geschaffen. Vor allem wollen wir die Entscheidungskriterien bei der Wahl zum Theologiestudium besser erforschen, unter Pfarrern und Religionslehrern aber auch das Bewusstsein für die Werbung stärken. Bisher werben Pfarrpersonen kaum für ihren Beruf. Da gibt es merkwürdige Hemmungen. Schliesslich bereiten wir für das nächste Jahr eine «Sommerakademie für Gymnasiasten» vor. Diese können dann eine Woche lang gezielt mit inspirierenden Personen aus Kirche und Theologie in Kontakt kommen.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Sie wollen Pfarrer und Pfarrerinnen auch für gesellschaftliche Debatten fit machen. Dafür soll es  einen neuen Weiterbildungskurs geben. Was wird dort geboten?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Das Ziel ist es, dass Pfarrperso-nen am gesellschaftlichen Diskurs kompetent teilnehmen und sich pointiert aus dem Evangelium her- aus positionieren können. Dafür haben wir auch Leute aus Politik und Wirtschaft gewinnen können.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Und wie ist die Resonanz?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Bisher haben wir nur wenige Anmeldungen.</p>
</div>
<div>
<p><strong>Woran liegt’s?</strong></p>
</div>
<div>
<p>Für diese Langzeitweiterbildung ist der zeitliche und finanzielle Aufwand erheblich. In anderen Berufen kann man mit solchen Zertifikaten die Karrierechancen verbessern, im Pfarrberuf gilt das kaum. Bei den Kursen zum Spiritual und zum Ausbildungspfarrer läuft es gut. Hier sehen die Teilnehmer einen persönlichen Mehrwert. Bei anderen Kursen ist das noch zu wenig ersichtlich.<!--more--></p>
</div>
]]></content:encoded>
					
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		<title>&#8222;Youth Theology &#8217;13&#8220; &#8211; Sommerakademie für Gymnasiast/innen</title>
		<link>https://youththeology.wordpress.com/2012/02/23/youth-theology-13-sommerakademie-fur-gymnasiastinnen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 14:36:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung für das Pfarramt]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung - Prozesse - Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Youth Theology Institute]]></category>
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		<category><![CDATA[Theologische Fakultät]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein lang gehegter Traum wird wahr: Die Sommerakademie für Jugendliche, die ich 1996 in Atlanta kennen gelernt habe (dort: yti - youth theological initiative) und auf die letztlich der Name dieses Blogs zurück geht (auch schon darüber gebloggt), wird in der Deutschschweiz im Sommer 2013 starten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein lang gehegter Traum wird wahr: Die Sommerakademie für Jugendliche, die ich 1996 in Atlanta kennen gelernt habe (dort: <a href="http://yti.emory.edu/" target="_blank">yti &#8211; youth theological initiative</a>) und auf die letztlich der Name dieses Blogs zurück geht (<a title="Jugendarbeit quo vadis?" href="https://youththeology.wordpress.com/2009/05/14/we-love-our-youth-worker/#more-349" target="_blank">hier ein früherer Blog-Eintrag zum Thema</a>), wird in der Deutschschweiz im Sommer 2013 starten. (<a href="http://www.ref.ch/nc/de/hauptseiten/newsletter/single-news/article/reformierte-kirchen-planen-sommerakademie-fuer-gymnasiasten/?tx_ttnews[backPid]=21" target="_blank">Artikel Reformierte Presse</a>)<a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/leiterausbildung_05-17.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="493" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/02/23/youth-theology-13-sommerakademie-fur-gymnasiastinnen/leiterausbildung_05-17/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/leiterausbildung_05-17.jpg" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon DIGITAL IXUS II&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1119313242&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5.40625&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.01&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Leiterausbildung_05 (17)" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/leiterausbildung_05-17.jpg?w=640" class="alignright size-medium wp-image-493" title="Leiterausbildung_05 (17)" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/leiterausbildung_05-17.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/leiterausbildung_05-17.jpg?w=300 300w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/leiterausbildung_05-17.jpg?w=600 600w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/leiterausbildung_05-17.jpg?w=150 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a></p>
<p>Es handelt sich dabei um eine Kooperation zwischen den Evang.-ref. Kirchen der Deutschschweiz, den drei theologischen Fakultäten Zürich, Bern und Basel, sowie dem Kloster Kappel der Zürcher Landeskirche.</p>
<p>Ein Projektteam arbeitet seit einigen Monaten an den Zielen und Eckdaten der Sommerakademie. Momentaner Stand ist eine Projektskizze (bei Interesse erhältlich) und einem <a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/factsheet_sommerakademie_fokusgruppen.pdf">Factsheet_Sommerakademie_Fokusgruppen</a>. Wir sind sehr interessiert an allen möglichen Kommentaren und Rückmeldungen zu dieser Skizze:</p>
<p><strong>Youth Theology &#8217;13 &#8211; Sommerakademie für Gymnasiast/innen</strong></p>
<p><strong>Ein Projekt der Universitäten Zürich, Bern, Basel, Theologische Fakultäten &#8211; </strong>in Kooperation mit den Evangelisch-reformierten Kirchen der Deutschschweiz</p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"> </span></strong><strong><span style="text-decoration:underline;">Auf einen Blick:</span></strong></p>
<ul>
<li>5 Tage im Kloster Kappel – ein Tagungszentrum der refomierten Kirche in wunderschöner Umgebung (Montag bis Freitag), nah von Zürich &#8211; in der ersten Sommerferienwoche</li>
<li>Vorlesungen und Begegnungen mit inspirierenden Persönlichkeiten aus Kirche und Theologie &#8211; intellektuell, herausfordernd</li>
<li>ermutigende Gespräche zu realen Themen mit anderen Jugendlichen aus der gesamten Deutschschweiz</li>
<li>Fragen zum realen Leben, existentielle Diskussionen</li>
<li>Themen aus wissenschaftlicher Theologie und Religionswissenschaft</li>
<li>viel Bewegung, Musik, Sport</li>
<li>Exkursionen zu Projekten mit sozialer Bedeutung</li>
<li>Musik, Tanz, Gesang, gottesdienstliche Feier</li>
<li>begleitet von jungen Pfarrerinnen und Pfarrern der reformierten Kirche</li>
<li>Impulse, Ideen, Hintergründe für das  eigene gesellschaftliche Engagement in Kirche, Jugendarbeit oder      Gesellschaft.</li>
<li>(von vielen Gymnasien als einwöchiges Sozialpraktikum/Praktikum anerkannt)<a name="pd_a_5971416"></a><div class="CSS_Poll PDS_Poll" id="PDI_container5971416" data-settings="{&quot;url&quot;:&quot;https://secure.polldaddy.com/p/5971416.js&quot;}" style=""></div><div id="PD_superContainer"></div><noscript><a href="https://polldaddy.com/p/5971416" target="_blank" rel="noopener noreferrer">An unserer Umfrage teilnehmen</a></noscript></li>
</ul>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"><span id="more-491"></span>Anmeldung</span></strong></p>
<p>Du nimmst teil, wenn du ausgewählt wirst! Die Platzzahl ist beschränkt. Bewerben können sich Schüler und Schülerinnen der 4. oder 5. Klasse an einer Mittelschule. Wenn du ausgewählt bist, bist du für das gesamte Programm eingeladen. Für dich entstehen keine Kosten. Bewerbungen werden durch ein Fachgremium bewertet nach folgenden Kriterien:</p>
<ul>
<li>Zwei Empfehlungsschreiben aus dem Bereich Schule, oder aus einem sozialen oder kirchlichen Engagement</li>
<li>Motivationsschreiben</li>
</ul>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Dein Gewinn</span></strong></p>
<ul>
<li>Knüpfe Kontakt mit Jugendlichen, die sich für Fragen rund um Leben und Glauben interessieren.</li>
<li>Gewinne Einblick in soziale Projekte, die sich für eine bessere Welt einsetzen.</li>
<li>Lerne Menschen kennen, die nicht nur  reden, sondern etwas tun.</li>
<li>Mache dich auf die Suche nach deinen eigenen Überzeugungen.</li>
<li>Erlebe in der Gemeinschaft verschiedene  religiöse Ausdrucksformen.</li>
</ul>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Fragen</span></strong></p>
<ul>
<li>Wie beurteilst du dieses Angebot für  dich?</li>
<li>Würdest du dich anmelden? Weshalb ja, weshalb nein?</li>
<li>Falls nein: Was müsste noch dazu kommen, dass du dir eine Anmeldung doch überlegen würdest? Welche Punkte müssten      anders gestaltet sein?</li>
<li>Falls ja: Was müsste in dieser Woche passieren, dass du die Anmeldung nicht bereust (welche Elemente, welche      Inhalte, welche Formen, welche Personen, wie?)</li>
</ul>
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		<title>Radio-Interview: Wie heute Pfarrer/innen ausgebildet werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 11:02:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung für das Pfarramt]]></category>
		<category><![CDATA[Ekklesiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Peyer]]></category>
		<category><![CDATA[IGW]]></category>
		<category><![CDATA[Landeskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Lifechannel]]></category>
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		<category><![CDATA[Pfarrerausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Pfarrerin]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der Krise der Kirchen wird zunehmend auch die Aufgabe der Pfarrerin und des Pfarrers in Frage gestellt. Was muss ein heutiger Pfarrer können und was sollte er besser verlernen? Wie werden Pfarrerinnen auf die Realität der Kirche vorbereitet?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Krise der Kirchen wird zunehmend auch die Aufgabe der Pfarrerin und des Pfarrers in Frage gestellt. Was muss ein heutiger Pfarrer können und was sollte er besser verlernen? Wie werden Pfarrerinnen auf die Realität der Kirche vorbereitet?<br />
«Zoom» <a href="http://www.lifechannel.ch/life_channel-aktuell.html" target="_blank"> (Radio Lifechannel)</a> untersucht und vergleicht zwei Konzepte der Pfarrerausbildung. Gäste sind Thomas Schaufelberger (Leiter<a href="http://www.konkordat.ch" target="_blank"> Aus- und Weiterbildung der Zürcher Landeskirche</a>) und <a href="http://www.igw.edu/ueber-uns/menschen/mitarbeiter/Fritz-Peyer/" target="_blank">Fritz Peyer </a>(Leiter <a href="http://www.igw.edu/" target="_blank">«Institut für Gemeindebau und Weltmission IGW</a>»). Interview im Rahmen der Sendung &#8222;Zoom&#8220;, Lifechannel (ERF), vom 19. Juni 2011, 60 Minuten,</p>
<p>Das Radio Interview ist <a title="Zoom Radiosendung zur Ausbildung der PfarrerInnen" href="http://www.lifechannel.ch/artikel/13540.html" target="_blank">hier</a> zu hören.</p>
]]></content:encoded>
					
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	</item>
		<item>
		<title>Gezielt Jugendliche auf das Theologiestudium ansprechen</title>
		<link>https://youththeology.wordpress.com/2012/02/23/gezielt-jugendliche-auf-das-theologiestudium-ansprechen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 09:58:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Um den Pfarrnachwuchs steht es schlecht. Thomas Schaufelberger, zuständig für die Ausbildung, zu den Gründen und was man gegen den Missstand tut. Interview im Kirchenboten Basel-Stadt/Schaffhausen, Dezember 2011 Herr Schaufelberger, wie sieht es mit dem Nachwuchs für das Pfarramt aus? Es wird zu einem Pfarrmangel kommen, besonders weil in den nächsten Jahren geburtenstarke Jahrgänge ins &#8230; <a href="https://youththeology.wordpress.com/2012/02/23/gezielt-jugendliche-auf-das-theologiestudium-ansprechen/" class="more-link">Weiterlesen<span class="screen-reader-text"> "Gezielt Jugendliche auf das Theologiestudium ansprechen"</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Um den Pfarrnachwuchs steht es schlecht. Thomas Schaufelberger, zuständig für die Ausbildung, zu den Gründen und was man gegen den Missstand tut. Interview im Kirchenboten Basel-Stadt/Schaffhausen, Dezember 2011</strong></h2>
<p><strong><a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/so-thomas_schaufelberger.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="481" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/02/23/gezielt-jugendliche-auf-das-theologiestudium-ansprechen/so-thomas_schaufelberger/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/so-thomas_schaufelberger.jpg" data-orig-size="200,300" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="SO-Thomas_Schaufelberger" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/so-thomas_schaufelberger.jpg?w=200" class="alignright size-full wp-image-481" title="SO-Thomas_Schaufelberger" src="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/so-thomas_schaufelberger.jpg?w=840" alt=""   srcset="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/so-thomas_schaufelberger.jpg 200w, https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/so-thomas_schaufelberger.jpg?w=100&amp;h=150 100w" sizes="(max-width: 200px) 85vw, 200px" /></a>Herr Schaufelberger, wie sieht es mit dem Nachwuchs für das Pfarramt aus?</strong></p>
<p>Es wird zu einem Pfarrmangel kommen, besonders weil in den nächsten Jahren geburtenstarke Jahrgänge ins Pensionsalter kommen. Gleichzeitig sind die in den letzten zehn Jahren stabilen Zahlen der Studienanfänger in Bern und Zürich im vergangenen Herbst eingebrochen. Niemand weiss, was das bedeutet. Auch ohne diesen Einbruch wäre es klar, dass wir die doppelte Zahl der Studierenden bräuchten, um den kommenden Bedarf zu decken.</p>
<p><strong>Auf der anderen Seite wird die reformierte Kirche auch kleiner.</strong></p>
<p>Richtig, das ist eine der Unsicherheiten in dieser Prognose. In vielen Kirchen werden zurzeit Stellen abgebaut. Das kann einen Teil des Mangels wieder wettmachen. Gleichzeitig gibt es Notfall-Szenarios, die im Detail noch entwickelt werden müssen: Ähnlich wie die Pädagogischen Hochschulen bei den Lehrpersonen, werden die Kirchen Programme für akademische Quereinsteiger anbieten müssen. Dies ist aber noch kein Beschluss, es wird erst diskutiert.</p>
<p><strong>Wer würde sich als Quereinsteiger eignen?</strong></p>
<p>Leute, in Berufen, die eine Affinität zum Pfarrberuf haben: geisteswissenschaftliche oder soziale Berufe. Es soll keine Verwässerung der Standards geben, aber eine Erleichterung beim Studium.<br />
Kommt es auch zum Engpass, weil die Mehrheit der Theologiestudierenden heute weiblich ist und kein volles Pfarramt übernehmen will? Diese Einschätzung ist richtig. Der Mangel an Pfarrpersonen wird noch erhöht, weil vermehrt Frauen, aber auch Männer auf den «Markt» kommen, die keine volle Stelle übernehmen wollen. Was das statistisch bedeutet, darüber haben wir keine verlässlichen Zahlen. Aber die Tendenz ist korrekt und dürfte weiter anhalten.</p>
<p><strong>Im Kanton Schaffhausen gibt es viele teilzeitliche Pfarrstellen. Sind diese wettbewerbsfähig, wenn es immer weniger Studienabgänger gibt?</strong></p>
<p>Durchaus, der Kanton Schaffhausen hat keine schlechte Ausgangslage, um seine Pfarrstellen zu besetzen. Auch deshalb, weil er keine periphere Lage hat, anders als etwa Graubünden. Aber man muss sich fragen, ob Pensen unter 50 Prozent Sinn machen.</p>
<p><strong>Was macht eine Pfarrstelle attraktiv?</strong></p>
<p><span id="more-480"></span>Ein wichtiges Element ist die Gestaltung des Pfarramtes: Was sagt die Kirchenordnung darüber, welches sind die Kompetenzen? Attraktiv sind ein Gestaltungsspielraum und Mitbestimmung in der Gemeindeleitung. Auch der Lohn spielt eine Rolle und ob eine Kantonalkirche Innovationsfreude ausstrahlen kann.</p>
<p><strong>Und was macht den Pfarrberuf attraktiv?</strong></p>
<p>Er bietet eine sinnhaltige Arbeit. Als Profession zieht er Menschen mit hoher Motivation an, die sich mit ihrer Person frei einbringen möchten. Solche Berufe darf man nicht zu stark bis ins Detail regeln.<br />
<strong>Ohne die Einwanderung deutscher Pfarrerinnen und Pfarrer wäre die Stellensituation in den Kirchgemeinden schon jetzt schwierig.</strong></p>
<p>Tatsächlich haben in den letzten 15 Jahren deutsche Pfarrerinnen und Pfarrer mitgeholfen, den Pfarrmangel zu verschieben. Die Zeiten des Pfarrüberflusses in Deutschland sind aber jetzt vorbei. Es ist nicht zu erwarten, dass sich weiterhin viele deutsche Pfarrerinnen und Pfarrer für Pfarrstellen in der Schweiz interessieren.<br />
<strong>Neu wollen die reformierten ­Kirchen gezielt Jugendliche auf das Theologiestudium und den Pfarr­beruf ansprechen.</strong></p>
<p>Das neue Marketingkonzept sieht vor, dass die Werbung für das Theologiestudium in den Landeskirchen, unter Religionslehrerinnen und -lehrern sowie Pfarrpersonen besser verankert wird. Es ist aufgrund einer Analyse klar geworden, dass wir stärker auf die Faktoren, die auf einen Entscheid zum Theologiestudium führen, einwirken müssen. Meist fällt der Entschluss aufgrund einer persönlichen Beziehung, sei es zu einem Pfarrer oder einer Pfarrerin, einem Religionslehrenden oder Jugendarbeiter. Zudem wollen wir eine Sommerakademie ins Leben rufen, einen Ort für jeweils 40 Gymnasiasten aus der ganzen Deutschschweiz, die eine Woche lang – eingeladen von den Kirchen und ausgewählt von einer Jury – mit eindrücklichen Persönlichkeiten aus Theologie und Kirche in Kontakt kommen. Das Pilotprojekt wird im Jahr 2013 starten.</p>
<p>Tilmann Zuber/Barbara Helg</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kirchenmusik und Gemeindeaufbau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Schaufelberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 15:39:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Artikel im Magazin The Christian Century zeigt, wie die Dichotomie zwischen traditionellem und zeitgenössischem Ansatz in der Kirchenmusik überwunden werden kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Artikel im amerikanischen Heft <a title="The Christian Century" href="http://www.christiancentury.org" target="_blank">The Christian Century </a>(Nov.2011) analysiert treffend die auch in der Schweiz herrschende Situation in der Kirchenmusik: In Diskussionen um die Musik in der Kirche scheint es so, als ob es nur eine Alternative gäbe: Entweder traditionelle, hochstehende Kirchenmusik oder zeitgenössische, weniger hochstehende Popularmusik. Es gibt allerdings Kirchen, welche diese Dichotomie überwinden. Der Autor des Artikels, <a title="Blog von Steve Thorngate" href="http://www.christiancentury.org/blogs/thorngate" target="_blank">Steve Thorngate</a>, stellt zwei neue Wege fest:</p>
<figure data-shortcode="caption" id="attachment_475" aria-describedby="caption-attachment-475" style="width: 480px" class="wp-caption alignright"><a href="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/02-sofa04-331.jpg"><img loading="lazy" data-attachment-id="475" data-permalink="https://youththeology.wordpress.com/2012/02/22/kirchenmusik-und-gemeindeaufbau/02-sofa04-33-2/" data-orig-file="https://youththeology.wordpress.com/wp-content/uploads/2012/02/02-sofa04-331.jpg" data-orig-size="1600,1200" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon DIGITAL IXUS v3&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1037553751&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5.40625&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;1&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="02-sofa04-33" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Sofa Gottesdienst Band in Stäfa (2006)&lt;/p&gt;
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<p>1. Kirchgemeinden, welche eklektizistisch auf alle möglichen Musikstile zugreifen ohne sich auf einen zu beschränken.</p>
<p>2. Kirchgemeinden, die einen völlig eigenständigen Stil er-funden haben, der nicht in das Schema traditionell-zeitgenössisch einzuordnen ist. Hier erwähnt er ein Beispiel einer Kirche, die mit einer Country-Gospel-Band einen altmodischen Sound mit frischen Elementen produziert. Ein anderes Beispiel ist eine urbane Gemeinde, welche einen Jazz-Musiker mit guter Vernetzung in die Jazz-Szene angestellt hat, der mit Klarinette, Piano und mit Freunden aus der Szene einen gehobenen, ästhetischen Ansprüchen entsprechenden Jazz-Stil eingeführt hat.</p>
<p>Zwei Kriterien stellt er am Schluss heraus:</p>
<p>&#8211; Die Musik muss gut sein!</p>
<p>&#8211; Die Musik mit verbunden sein mit dem realen Leben!</p>
<p>Denn Musik sei zwar nicht die einzige Kunstform im Gottesdienst, die einladend oder ausschliessend wirken kann. Aber es sei diejenige über die am besten gestaltbar ist. &#8222;Musik ist unsere beste Möglichkeit, Gastfreundschaft zu kultivieren&#8220;.</p>
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