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		<title>Fünf* Zeilen, die der Fußball schrieb (XXI)</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 08:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seine Sammlung an Titeln ist reichlich. Sein Ehrgeiz, sein Biss: unvergleichlich! Holte zweimal den Sieg in der Schämpions (sic!) League. Nur sein Jubel, der wirkt eher weichlich. Dabei heißt’s, dass er gerne mal schroff is&#8217;, auf dem Platz, auf der Bank, nicht im Office: er beleidiget gleich (auch sich selbst, gestenreich). So geht es halt &#8230; &#8230; <a href="http://angedacht.wordpress.com/2013/05/22/funf-zeilen-die-der-fusball-schrieb-xxi/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7797&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seine Sammlung an Titeln ist reichlich.<br />
Sein Ehrgeiz, sein Biss: unvergleichlich!<br />
Holte zweimal den Sieg<br />
in der Schämpions (sic!) League.<br />
Nur sein Jubel, der wirkt eher weichlich.</p>
<p>Dabei heißt’s, dass er gerne mal schroff is&#8217;,<br />
auf dem Platz, auf der Bank, nicht im Office:<br />
er beleidiget gleich<br />
(auch sich selbst, gestenreich).<br />
So geht es halt zu bei den Broffis!<br />
____________</p>
<p><em><span style="font-size:x-small;">* Mist, schon wieder zehn. </span></em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7797&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/vkNAuSUPAJg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Stets pünktlich und bemüht</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 16:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn ich sehe, dass jemand sehr akribisch arbeitet, sich aufopfert im Job und ambitioniert ist, dann decke ich ihm mit Überzeugung den Rücken.&#8221; Das sagte Fredi Bobic vor dem letzten Bundesligaspieltag der Schwäbischen Zeitung, und er meinte Bruno Labbadia. Er sagte auch noch einiges mehr, zum Beispiel, dass Labbadia oftmals jungen Spielern &#8220;anhand von TV-Analysen &#8230; &#8230; <a href="http://angedacht.wordpress.com/2013/05/21/stets-punktlich-und-bemuht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7769&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Wenn ich sehe, dass jemand sehr akribisch arbeitet, sich aufopfert im Job und ambitioniert ist, dann decke ich ihm mit Überzeugung den Rücken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das sagte Fredi Bobic vor dem letzten Bundesligaspieltag der <a href="http://www.schwaebische.de/sport/ueberregional/fussball_artikel,-Wir-fahren-nach-Berlin-um-zu-gewinnen-Fredi-Bobic-im-grossen-SZ-Interview-_arid,5440231.html">Schwäbischen Zeitung</a>, und er meinte Bruno Labbadia. Er sagte auch noch einiges mehr, zum Beispiel, dass Labbadia oftmals jungen Spielern &#8220;anhand von TV-Analysen zeigt, was sie besser machen können … das sind Dinge, die nicht mal der ein oder andere sogenannte Konzepttrainer macht.&#8221;</p>
<p>Nun weiß ich nicht genau, wen Bobic mit den sogenannten Konzepttrainern meint, und weiß demzufolge erst recht nicht, was diese in ihrer täglichen Arbeit so tun. Im Grunde würde es mich überraschen, wenn sie ihren Nachwuchsspielern nicht in Form von Videoanalysen den Spiegel vorhielten, aber Bobic wird schon wissen, was er sagt. Den obligatorischen Hinweis, dass ich noch immer hoffe, auch Bruno Labbadia orientiere sich an einem Konzept, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.</p>
<p>Ein bisschen erinnert mich das Interview an einen Arbeitgeber, der einem scheidenden Mitarbeiter ein gutes Zeugnis mit auf den Weg geben möchte, sich dabei aber ein wenig verheddert. Bobics Wertschätzung für den Trainer klingt durch, er geht auf die Rahmenbedingungen und Labbadias unbestrittene Verdienste ein, und doch: akribische Arbeit? Opfert sich im Job auf? Ist ambitioniert? War er vielleicht sogar pünktlich? Stets bemüht?</p>
<p>Sicher, ich übertreibe. Gewiss, ich habe selektiv zitiert. Aber so&#8217;n bisschen mehr über relevante Qualitäten des Trainers hätte er schon sagen können, so er sie denn sieht. Verzeihung, relevant ist Akribie schon. Auch Pünktlichkeit ist relevant. Notwendig, sogar. Nur nicht hinreichend. Die Weiterentwicklung junger Spieler und eine eigene Handschrift (wenn es denn eine geeignete wäre) könnten indes hinreichend sein. Leider liefert jedoch das Interview keine hinreichende Erklärung der Handschrift. Dabei wäre sie notwendig. Im Gegensatz zu diesem verqueren Absatz.</p>
<p>Vermutlich würde auch Bruno Labbadia unterschreiben, dass er mit der Handschrift, die man am Samstag möglicherweise hätte erahnen können, nicht in Verbindung gebracht werden möchte. Bei Thomas Tuchel, dessen Mannschaft einen Fußball spielte, der auf mich wesentlich strukturierter, vielleicht auch intelligenter, was immer das heißen mag, wirkte, könnte das anders sein. Er dürfte sich die durch das Mainzer Tun insbesondere zu Spielbeginn offenbarte Handschrift gerne – und zurecht – zuschreiben lassen. Dass den Mainzern die Stuttgarter Trägheit dabei wunderbar in die Karten spielte, ist unstrittig. Und dass Trägheit nicht unbedingt zu den Eigenheiten von Labbadias Handschrift zählt, will ich ihm hier gerne zugestehen. Die Mannschaft war einfach im Kopf nicht ganz da, und ich kann es ihr nicht einmal verdenken.</p>
<p>Dann bekommt man halt ein Tor, nachdem ein eigener Innenverteidiger zunächst noch an der Mittellinie protestierte, anstatt gegen den Ball zu spielen, ein Tor, bei dem 4 oder 5 Weiße den im Grund schon nicht mehr gefährlichen Angriff zu leichtfertig laufen lassen und zwei Blauen beim Torschießen zusehen. Dann bekommt man eben ein zweites Gegentor, bei dem einige keine gute und der Torwart eine, nun ja, lustige Figur abgeben. Jener Torwart, der zuvor schon Glück hatte, nicht vom Platz gestellt zu werden, als er einen Ball völlig falsch eingeschätzt und außerhalb des Strafraums mit der Hand gespielt hatte, und der sich kurz darauf einen hohen Ball selbst ins Netz statt über die Latte gelöffelt hätte, wäre ihm nicht ein Verteidiger zur Seite gesprungen. Wird bestimmt alles besser in Berlin.</p>
<p>Immerhin: man wehrte sich, spielte zwar noch immer verdammt viele Fehlpässe oder schaffte es, wie Gotoku Sakai, drei oder vier Bälle völlig unbedrängt bei der Annahme ins Aus springen zu lassen, zeigte aber auch, dass man das Spiel gelegentlich schnell machen und dann auch konsequent abschließen kann (Boka!). Faszinierend die zweite Hälfte, als man sich wünschte, dass wenigstens eine der beiden Mannschaften in der Lage wäre, mal einen schnellen Angriff – Räume waren im Überfluss vorhanden – konsequent zu Ende zu spielen. Kurz: ein typisches letztes Saisonspiel bei nahezu entsprechenden Temperaturen.</p>
<p>Typisch für einen letzten Spieltag war auch das Geschehen auf den anderen Plätzen. Tore im Minutentakt, speziell in der ersten Hälfte, entschädigten für vieles, was man im Neckarstadion an Aktivität und Attraktivität vermisste, und ein bisschen fühlte man sich wie in der guten (?) alten Radiokonferenz. Champions League, Europa League, Abstieg – es ging hin und her, die Spannung war groß, die Ereignisse zahlreich, die Präferenzen im Stadion deutlich vernehmbar. Bei Schalke und Freiburg schienen sich viele schwer zu tun, Frankfurt hatte wohl leichte Vorteile gegenüber dem HSV, nur bei Hoffenheim schien sich der Großteil der Zuschauer in seiner Aversion einig. Umso spannender, dass sich gerade dort die Ereignisse zum Ende hin überschlugen, sodass die Fans, die das Treiben ihres VfB über weite Strecken vergleichsweise teilnahmslos verfolgten, auf diesem Wege einige Aggressionen loswerden konnten.</p>
<p>Nach dem Spiel äußerte ich meine Begeisterung über das nachmittägliche Geschehen via Twitter:</p>
<blockquote class='twitter-tweet'><p>Fu&#223;ball, ne? Man muss ihn einfach lieben.&mdash; <br />&nbsp; (@heinzkamke) <a href='http://twitter.com/#!/heinzkamke/status/335786280174637056' data-datetime='2013-05-18T15:57:42+00:00'>May 18, 2013</a></p></blockquote>
<p>– was, nicht nur aus Sicht der gerade Abgestiegenen oder anderweitig Gescheiterten verständlich, keine uneingeschränkte Zustimmung erfuhr. Gleichwohl: solche Geschehnisse, gerade die in Dortmund, sind es doch, die einen ganz erheblichen Teil dessen ausmachen, was uns am Fußball so fasziniert. Freiburger Fans werden ihren Enkeln dereinst davon erzählen, wie Julian Schusters kurioses Eigentor die erste Champions-League-Qualifikation ihres Vereins verhinderte (wobei: möglicherweise erzählen Freiburger Fans ihren Enkeln auch auf Jahrzehnte hinaus nur von Christian Streichs Pressekonferenzen), und den nächsten Generationen Hoffenheimer Anhänger (hier darf sich jeder, dem so etwas gefällt, gerne einen beliebigen Witz mit den Schlagworten Hoffenheim, Fans, Tradition und Hopp denken) könnten, ein erfolgreiches Bestreiten der Relegation vorausgesetzt, ob der Namen Gisdol, Schipplock, Salihovic und nicht zuletzt Großkreutz irgendwann die Ohren bluten.</p>
<p>Ich selbst bin, um damit nicht hinter dem Berg zu halten, recht zufrieden mit dem Ausgang des letzten Spieltags. Ich freue mich, dass Frankfurt und Armin Veh für ihre starke Saison belohnt wurden. Freiburg hätte ich Platz vier gegönnt, verhehle aber nicht, dass auch Jens Kellers Weg mit den Schalkern aller Ehren wert ist. Dass ich letztlich ohnehin jede Platzierung, die man nach 34 Spielen erreicht, für verdient halte, wissen diejenigen, die hier mit einer gewissen Regelmäßigkeit mitlesen, ohnehin.</p>
<p>Und so verneige ich mich ziemlich tief vor Markus Weinzierl und seinen Augsburgern, bedaure die Düsseldorfer Fans, deren Verein zu lange eine zu schlechte Figur abgegeben hat, um bei mir einen nennenswerten Abschiedsschmerz auszulösen, und beglückwünsche Hoffenheim, das nicht nur den Trend und möglicherweise ein wenig den Spielplan zum Freund hatte, das auch nicht nur die sich bietende Chance entschlossen beim Schopf packte, sondern das auch seit Wochen Anzeichen einer einkehrenden Vernunft und entsprechenden Neuorientierung aussendet. Dass mich ganz nebenbei auch die Bayern mit ihrer überragenden Saison beeindruckt haben, ergänze ich gerne, auf all die anderen will ich jetzt nicht weiter eingehen.</p>
<p>Kurz eingehen möchte ich aber noch auf die VfB-Spieler, die sich mit einem sehr gelungenen Video bei den Fans bedankten (wie mittlerweile wohl jeder weiß):</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='584' height='359' src='http://www.youtube.com/embed/ynbm_nm1_ac?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p>Interessant, wie sie sich am Spieltag nach der Ankündigung des Videos im Mittelkreis sammelten, in – wie ich meine – gespannter Erwartung der Reaktion derjenigen, die sie da porträtierten (der Umstand, dass mir kein passendes Verb aus der Wortfamilie der »Hommage« bekannt ist, ersparte mir die Entscheidung, ob ich das Porträt vielleicht gar zur eben genannten erheben solle), in gespannter Erwartung, wie sie Kindern eigen ist, die etwas für ihre Eltern gebastelt haben und eigentlich wissen, dass diese begeistert reagieren werden, die aber doch, wegen irgendeiner Kleinigkeit (Mamas gute Stoffreste verwendet?), einen Ticken © Nervosität verspüren. Was natürlich völlig unnötig ist.</p>
<p>Was mir tatsächlich am besten gefallen hat: die Trikotvielfalt. Cacau mit diesem furchtbaren goldstichigen Göttinger-Gruppe-Verbrechen, Röcker als Verlaat, dann natürlich Südmilch, selbst das weinrote Gazi, Ulreich im gelben debitel – fast wie im richtigen Leben, die einfache Variante mit aktuellen Trikots (und dem aktuellen Sponsor) vermeidend.</p>
<p>Und am allerbesten, einmal mehr: Martin Harnik. Ich hatte überlegt, diesen Text ganz anders zu schreiben, unter der Überschrift &#8220;Ode an Martin Harnik&#8221;. Allein: ich weiß nicht, wie man eine Ode schreibt. Sagte ich hier übrigens schon einmal, in anderem Zusammenhang. Irgendwann muss ich mich wohl doch mal daran versuchen. Bis dahin sammle ich einfach weiterhin öffentliche Auftritte von und mit Martin Harnik, mit dem Wunsch, dass sie jedem anderen Berufsfußballspieler zum Selbststudium ans Herz gelegt werden mögen. Könnte allerdings auch deprimierend werden.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7769&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/6-QIcDJnYV0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Die Uerdingen-Uebertreibung</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 12:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bundesliga-Saison läuft noch, hörte ich. Es fallen tatsächlich auch noch einige relevante Entscheidungen, und ja, ich werde sie interessiert verfolgen. Ich werde auch ins Neckarstadion gehen, um dem VfB gegen irgendeinen Gegner, möglicherweise ist es Mainz, zuzuschauen. Ok, ich weiß, dass es Mainz ist, mir war nur grade nach einer billigen, Effekt heischenden (wohl &#8230; &#8230; <a href="http://angedacht.wordpress.com/2013/05/17/die-uerdingen-uebertreibung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7737&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesliga-Saison läuft noch, hörte ich. Es fallen tatsächlich auch noch einige relevante Entscheidungen, und ja, ich werde sie interessiert verfolgen. Ich werde auch ins Neckarstadion gehen, um dem VfB gegen irgendeinen Gegner, möglicherweise ist es Mainz, zuzuschauen. Ok, ich weiß, dass es Mainz ist, mir war nur grade nach einer billigen, Effekt heischenden (wohl aber nicht erzielenden) Illustration meines sehr überschaubaren Interesses an den verbleibenden (jenes in Gelsenkirchen zählte bereits dazu) Bundesligaspielen des VfB in dieser Saison. Vom Schalke-Spiel habe ich noch nicht einmal die Tore gesehen.</p>
<p>Nun könnte man einwenden, die Spiele seien allein deshalb interessant, weil es ja für alle Spieler darum gehe, so auch öffentlich von Trainer und Sportvorstand propagiert, sich für das Pokalfinale zu empfehlen. Was voraussetzen würde, dass es tatsächlich einen Konkurrenzkampf gibt. Tatsächlich suche ich gegenwärtig noch nach der Startelfposition, die nicht vergeben ist. Rechts hinten vielleicht?</p>
<p>Letztlich ist es ja ohnehin egal, wer gegen die übermächtigen Tripleaspiranten aus München aufläuft, hört man. Denkt man auch selbst. Manchmal. Meist. Aber gegen so ein bisschen Hoffnung ist ja nichts einzuwenden, kann und will man sich nicht einmal wehren, und Strohhalme sind schnell gefunden:</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-7739" style="margin-top:30px;" alt="Tweets_Uerdingen_20130515" src="http://angedacht.files.wordpress.com/2013/05/tweets_uerdingen_20130515.jpg?w=584"   /></p>
<p>Der Reihe nach: <a href="http://www.trainer-baade.de/">Trainer</a> <a href="https://twitter.com/trainerbaade">Baade</a> wünscht einigen VfB-Anhängern ein längeres Vergnügen als jenes, das er selbst (obschon Nicht-Vereinsanhänger, d. Red.) im Jahr 2011 mit Meiderich hatte. Er geht allerdings von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit aus, was sich mit meiner Erwartungshaltung zu decken scheint. <a href="https://twitter.com/two_four_two">Martyn</a> interveniert und verweist auf ein geschichtliches Vorbild: Bayer Uerdingen, vermutlich im Jahr 1985 (Sie wissen schon, wie auch in meiner Reaktion angedeutet: Wolfgang Schäfer, Pokal im Bett, undsoweiterundsofort).</p>
<p>Richtig interessant wird es in dem Moment, als Trainer Baade die Vergleichbarkeit bestätigt. Beinahe, fügt er fast ein wenig verschämt hinzu, und der gemeine Stuttgarter Anhänger interpretiert seine Relativierung dahingehend, dass der VfB, ein Traditionsverein und in diesem Jahrtausend einer der regelmäßigsten deutschen Europapokalteilnehmer, dann ja doch nicht auf ganz so verlorenem Posten stehe wie das mittlerweile ungefähr siebzehntklassige Bayer Uerdingen damals, ein Plastikverein von Bayers Gnaden, dessen anhaltende öffentliche Bekanntheit sich nahezu ausschließlich aus zwei Spielen speist, von denen das eine eben genannt wurde und das zweite sich bereits in den Köpfen der Mitlesenden eingenistet hat.</p>
<p>So zumindest meine Interpretation der Baade&#8217;schen Einschränkung, seiner Höflichkeit eingedenk. Möglicherweise meinte er es aber auch ganz anders. Möglicherweise gelang es ihm, die Stuttgarter Fans glauben zu machen, er bewerte die Chancen ihrer Mannschaft höher als die damaligen Uerdinger Aussichten, obwohl er eigentlich, die Fakten vor Augen, das Gegenteil meinte. Sicherlich wusste er, im Gegensatz zu den verblendeten VfB-Anhängern wie Martyn und mir selbst, dass Bayer Uerdingen zu jener Zeit wesentlich näher an den Bayern dran war, als es sich der VfB heute auch nur erträumen könnte:</p>
<p>Zum Zeitpunkt des Pokalfinales 2013 wird der VfB in der Liga rund 10 Plätze und mindestens 43 Punkte (maximal 49) hinter den Bayern liegen. Bayer Uerdingen lag damals – übrigens beim ersten Finale im sogenannten deutschen Wembley und zugleich dem letzten, so ich mich nicht vertan habe, das vor dem letzten Bundesligaspieltag stattfand – auf Platz 5, also 4 Ränge und 10 Punkte hinter dem Finalgegner, von denen letztere auch bei Umrechnung gemäß der 3-Punkte-Regel nur auf 15 anwachsen. Kein Vergleich zum VfB, wenn man ehrlich ist.</p>
<p>Momentaufnahme? Ja, wie immer. Aber nicht nur. Im Folgejahr, das Bayer mit einem 1:0-Sieg gegen den FC Bayern begann, belegte die Mannschaft am Saisonende Rang 3, 4(6) Punkte hinter dem Meister aus München, und scheiterte im Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger an Atlético Madrid. Durchaus ehrenvoll, was gewiss auch für den FC Bayern gilt, der im Viertelfinale des Landesmeisterpokals gegen Anderlecht und den jungen Enzo Scifo den Kürzeren zog. Klingt aber – meiner eigenen anderslautenden Erinnerung zum Trotz – irgendwie so, als sei man sich sportlich damals annähernd auf Augenhöhe begegnet, zumal auch noch niemand das Bedürfnis verspürte, von spanisch-schottischen Verhältnissen zu sprechen.</p>
<p>Quintessenz: Uerdingen taugt nicht als Referenz. Mit viel Wohlwollen vielleicht als Strohhalm. Bleibt also die Frage, wo man die von Martyn angesprochene Hoffnung in der Geschichte des DFB-Pokals suchen und vielleicht doch noch finden soll.</p>
<p>Ich hab das dann mal übernommen, wenn auch eingeschränkt: seit der Gründungssaison der Bundesliga, weiter habe ich der Vergleichbarkeit wegen nicht zurückgeblickt, gewann in immerhin 15 Fällen die in der regulären Saison (kleine Ungenauigkeit: am Saisonende, nicht zwingend zum Zeitpunkt des Finales) schlechter platzierte oder unterklassige Mannschaft, angefangen gleich 1964 in Stuttgart, als der Bundesligasiebte 1860 gegen den Dritten (nach 3-Punkte-Zählung sogar Zweiten) aus Frankfurt, der 13 Punkte (3er) mehr erzielt hatte, siegreich blieb.</p>
<p>Mit dem heutigen Platzierungs-, Punkt und Leistungsunterschied zwischen den beiden Finalisten scheint so ein Ergebnis indes nur schwer vergleichbar zu sein, nicht einmal »(beinahe)«. Lediglich zweimal gelang es einer Mannschaft, die in der Bundesliga 20 oder mehr Punkte Rückstand auf ihren Finalgegner hatte, diesen dann tatsächlich zu besiegen: 1999 lag Werder Bremen (fast hätte ich gesagt: aus heutiger Sicht kaum vorstellbar, um mich dann doch kurz der aktuellen Tabelle zu besinnen) als 13. satte 40 Punkte hinter dem Meister aus München, den es im Elfmeterschießen besiegte, und, tja, der frischgebackene Meister aus Stuttgart war im Jahr 2007 dem 5 Plätze und 22 Punkte hinter ihm eingelaufenen 1. FC Nürnberg nicht gewachsen. 1989 lag Pokalsieger Dortmund immerhin noch 13 Punkte und 4 Ränge hinter Finalgegner Bremen, 1996 schlug Absteiger Kaiserslautern im Finale den um 9 Plätze und (nur!) 12 Punkte besseren KSC.</p>
<p>Eine Sonderrolle nehmen schließlich, die gemeine Leserin wird die Protestnote bereits formuliert haben, noch die beiden Finale ein, bei denen ein unterklassiger Verein siegreich vom Platz ging: 1970 schlug Regionalligist (und Bundesliga-Aufsteiger) Offenbach den Bundesliga-Vierten aus Köln. Mit etwas Wohlwollen kann man von einer Differenz von 15 Rängen reden [<em>Nachtrag: war alles anders, wie Trainer Baade in den Kommentaren erklärt.</em>], bei den Punkten wird es dann gänzlich unseriös. Gleiches gilt im Falle von Hannover 96, das 1992 als fünfter der 2. Liga Nord den 13. der ersten Liga, Borussia Mönchengladbach, im Elfmeterschießen schlug. Aufsteiger aus der 2. Liga Nord war in jener Saison, genau, Bayer Uerdingen.</p>
<p>Was das nun für den VfB heißt? Man weiß es nicht. Oder zumindest ich nicht. Aber man könnte sich an Werder 1999 orientieren. Oder an, honi soit qui mal y pense, den beiden Zweitligisten.</p>
<p>Und dann erinnern wir uns, wie so oft in kritischen Situationen, des Buches von den Elf Freunden, in dem Heini, Matze und die anderen vor ihrem eigenen großen Spiel alte Ergebnislisten wälzten, um sich einen vergleichbaren Außenseitersieg zum Vorbild zu nehmen. Dass der letztlich für passend befundene 3:0-Sieg der Düsseldorfer Fortuna gegen Schalke im 33er Meisterschaftsfinale aus einer Zeit stammte, in der die Kräfteverhältnisse noch etwas andere gewesen waren, musste man ihnen ja nicht auf die Nase binden. Und es half.</p>
<p>Also doch unsere Hoffnung: Bayer Uerdingen!</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7737&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/cI5u-PjNuIY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fünf* Zeilen, die der Fußball schrieb (XX)</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 06:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[gereimt]]></category>
		<category><![CDATA[fuenfzeilenfussball]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Neuer]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Götze]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Buersche wollt’ Pötte und Schalen. Litt beim Wechsel (als Liebender) Qualen – die dann sehr rasch zerrannen. Frei nach Funny van Dannen: ♫ ‘s war die Liebe in Nordrhein-Westfalen! ♫ Auch die Nachbarn und liebsten Rivalen, sie ließen (nein: mussten!) bezahlen. Der Götze: gedämmert. Die Blicke: belämmert. #echteliebe in Nordrhein-Westfalen. ____________ * Ok, mal &#8230; &#8230; <a href="http://angedacht.wordpress.com/2013/05/15/funf-zeilen-die-der-fusball-schrieb-xx/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7731&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr">Ein Buersche wollt’ Pötte und Schalen.<br />
Litt beim Wechsel (als Liebender) Qualen –<br />
die dann sehr rasch zerrannen.<br />
Frei nach Funny van Dannen:<br />
♫ ‘s war die Liebe in Nordrhein-Westfalen! ♫</p>
<p>Auch die Nachbarn und liebsten Rivalen,<br />
sie ließen (nein: mussten!) bezahlen.<br />
Der Götze: gedämmert.<br />
Die Blicke: belämmert.<br />
#echteliebe in Nordrhein-Westfalen.</p>
<p>____________</p>
<p><em><span style="font-size:x-small;">* Ok, mal wieder zehn. Verzeihung.</span></em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7731&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/TGh-kTT5MIU" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Rebels with a cause</title>
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		<comments>http://angedacht.wordpress.com/2013/05/11/rebels-with-a-cause/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 May 2013 13:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[gereimt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Mannschaft-fuer-Sohn-Findungskommission]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenendrebell]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Junge fährt durch&#8217;s halbe Land, um Fußball zu erleben. Er sucht mit Logik und Verstand, will gern sein Herz vergeben – an einen Club, der es verdient, vielleicht auch dessen Fans. Doch das Gelände ist vermint (das Recht des Souveräns): Ihm allein ist es gegeben, die Findungstour zu lenken. Dereinst wird er den Daumen heben, bislang blieb&#8217;s stets beim Senken. Gründe? Hat &#8230; &#8230; <a href="http://angedacht.wordpress.com/2013/05/11/rebels-with-a-cause/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7673&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wochenendrebell.de/?p=126">Ein Junge fährt durch&#8217;s halbe Land</a>, um Fußball zu erleben. Er sucht mit Logik und Verstand, will gern sein Herz vergeben – an einen Club, der es verdient, vielleicht auch dessen Fans. Doch das Gelände ist vermint (das Recht des Souveräns): Ihm allein ist es gegeben, die Findungstour zu lenken. Dereinst wird er den Daumen heben, bislang blieb&#8217;s stets beim Senken.</p>
<p>Gründe? Hat er! Braucht er? Nicht! Man möcht&#8217; ihm gratulieren. Selbst der Papá ist kaum erpicht, ihn zu manipulieren. Sohn kennt das Regelwerk genau (hat es wohl selbst verfasst). Papás Protest bleibt eher mau – wer sägt schon an sei&#8217;m Ast?</p>
<p>Den beiden Herren macht es Spaß, durchs ganze Land zu cruisen. Sie kennen weder Ziel noch Maß, fahr&#8217;n bis nach Leverkusen. Ok, das war jetzt übertrieben. Ein Ziel haben sie schon(n). Es wurd&#8217; auch hie und da beschrieben – der Weg ist Teil davon. Er führte auch, vor ein paar Tagen,<a href="http://www.wochenendrebell.de/?p=442"> hierher, zum VfB</a>. Der tut, um&#8217;s vorsichtig zu sagen, sein&#8217; Gästen selten weh. Doch Stuttgart gegen Fürth und Greuth – ein Bundesliga-Knüller! Der zieht, da kommen viele Leut&#8217; (gekauft, als Lückenfüller).</p>
<p>Das Stadion ein Kinderhort, eins davon: jener Sohn. <em>Sie</em> jubelten in einem fort, <em>er</em> hatte &#8216;ne Mission. Erkundete das Stadion bis hin zu den Aborten. Zur Pause traf man ihn dann schon an den Top-Stadionorten. Die Aussicht wusst&#8217; er wohl zu schätzen, das Dachspielfeld gefiel, da braucht man nicht drumrum zu schwätzen: was fehlte, war ein Spiel. Eins, das die Fans begeistert hätte, eins, dem der Gast erliegt.</p>
<p>Ich will nicht sagen (Fahrradkette!): &#8220;Wir hätten ihn gekriegt!&#8221;  Aber ich hätt&#8217; &#8216;ne Chance gesehn, ihn für uns zu gewinnen (ich sah schon Chancen schlechter stehn) – doch trieb man sie von hinnen. Zu schwach war das, was Stuttgart tat, da unten auf dem Feld. Mit Trägheit macht man keinen Staat, nicht mal in Brunos Welt. Geschweige denn beim Gremium, das nach &#8216;nem Herzklub fahndet: die Ansprüche sind premium, ein Wurstkick wird geahndet.</p>
<p>Man frug sich dabei zweierlei, die These ist nicht kühn: wer wohl schon abgestiegen sei, und: &#8220;Wie bitte? Berlin?&#8221; Die Sorgenfalten (voller Rage) in meine Stirn gegraben: Rekordpokalfinalblamage – will man das wirklich haben? Doch Zuversicht geht letztlich immer, drum denkt man es zu Ende. &#8216;s Debakel wird zum Hoffnungsschimmer: hey, Trainerfragenwende?</p>
<p>Ok, ich bin wohl ein Phantast, der Trainer bleibt erhalten. So wird man sich, ganz ohne Hast, auch nächstes Jahr verwalten. An das Endspiel in drei Wochen denkt man mit bangem Blick: die Angst kommt überall gekrochen, dem Maso gibt&#8217;s &#8216;nen Kick.</p>
<p>Zurück zu Fürth, bitter genug. Es macht mir sehr zu schaffen. Ich weiß nicht, wie ich es ertrug. War einer von drei Affen? Wir, die wir sowieso da sind, uns könnt Ihr gern verprellen. Doch denkt auch mal an Vater, Kind: die Wochenendrebellen!</p>
<p>Ihr habt &#8216;ne faire Chance gehabt, &#8216;nen Neufan zu gewinnen. Das hat wohl nicht so ganz geklappt. (Sei denn, er wär von Sinnen.)  Drum hab ich mir was überlegt: ich wechsle jetzt das Team. Wenn Ihr Euch sportlich nicht bewegt, werd&#8217; ich halt Fan von <em>ihm</em>. So wie die Jungs am Ha-be-eff, die ihren Jubel teilten: teils blieb der VfB-Betreff; doch wie sie da verweilten, da wurde eines immer klarer: sie feierten auch <em>ihn</em>. Sie huldigten dem Allesfahrer, woll&#8217;n mit ihm nach Berlin!</p>
<p>Inzwischen hab ich ja gelesen, vor einem kleinen Weilchen, der Sohn sei angetan gewesen von fünf gereimten Zeilchen. So will ich&#8217;s denn, wie&#8217;n Fanboy eben, gleich hier und heut probieren, ihm das Gewünschte auch zu geben: fünf Zeilen (statt nur vieren):</p>
<p><span style="color:#999999;">[Das Weiterlesen fällt wohl leichter, </span><span style="color:#999999;">wenn eins Ihr nicht vergesst: </span><span style="color:#999999;">das Metrum war bis eben seichter – </span><span style="color:#999999;">nun gilt meist: Anapäst]</span></p>
<p>Einem Jungen und seinem Papá<br />
ist der heimische Sportplatz zu nah.<br />
Mit wachsenden Radien<br />
betaggen sie Stadien:<br />
&#8220;Die Rebellen war&#8217;n schon wieder da!&#8221;</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7673&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/HgbGAKtqQ-4" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fünf Zeilen, die der Fußball schrieb (XIX)</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 10:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[gereimt]]></category>
		<category><![CDATA[Berti Vogts]]></category>
		<category><![CDATA[fuenfzeilenfussball]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Johans (des Königs) Entthronung gewährte er keinerlei Schonung. Maoisten-Paul traf, einer müllerte brav. Ne Möhre gab’s extra. (Belohnung.)<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7671&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Johans (des Königs) Entthronung<br />
gewährte er keinerlei Schonung.<br />
Maoisten-Paul traf,<br />
einer müllerte brav.<br />
Ne Möhre gab’s extra. (Belohnung.)</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7671&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/aPvIPSWFECo" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Sperrvermerk</title>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 12:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Gelbe Karten]]></category>
		<category><![CDATA[Gelbsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Uefa]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei deutsche Mannschaften treffen im Finale der Champions League aufeinander. Ich freue mich für beide Vereine, für viele Spieler, einige Verantwortliche, aus aktueller Sicht: für the beautiful game, und für zahlreiche Twitterbekanntschaften aus beiden Lagern. Und ich weiß noch nicht, für wen mein Herz am 25. Mai schlagen wird. Wobei &#8220;für niemanden&#8221; keine wirkliche Option &#8230; &#8230; <a href="http://angedacht.wordpress.com/2013/05/02/sperrvermerk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7654&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei deutsche Mannschaften treffen im Finale der Champions League aufeinander. Ich freue mich für beide Vereine, für viele Spieler, einige Verantwortliche, aus aktueller Sicht: für <em>the beautiful game</em>, und für zahlreiche Twitterbekanntschaften aus beiden Lagern. Und ich weiß noch nicht, für wen mein Herz am 25. Mai schlagen wird. Wobei &#8220;für niemanden&#8221; keine wirkliche Option darstellt – theoretisch durchaus, doch wenn das Spiel läuft, wird mir irgendetwas signalisieren, wer doch bitteschön den Abend erfolgreich gestalten möge.</p>
<p>Schön auch, dass keine der beiden Mannschaften auf gesperrte Spieler verzichten muss. Das gebe ich gerne zu, auch wenn ich in den letzten Tagen an der einen oder anderen Stelle die Minderheitenmeinung vertrat, dass Gelbsperren, auch im Finale, mit meiner Vorstellung von einem hochklassigen sportlichen Wettbewerb durchaus harmonieren. Gedankenspiele, wie sie im Vorjahr, als der FC Bayern eine <a href="http://www.fcbayern.telekom.de/de/aktuell/news/2012/34784.php">(inoffizielle) Anfrage</a> an die Uefa richtete, um eine Aufhebung der Sperren beider Finalisten auszuloten, in aller Munde waren, und wie sie auch dieses Jahr angesichts zahlreicher im Halbfinale potenziell gefährdeter Münchner Spieler wiederholt geäußert wurden, irritieren mich, das Bemühen um eine generelle Amnestie vor künftigen Finalspielen ist mir suspekt.</p>
<p>Wenn zudem Jupp Heynckes im Vorjahr <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/fc-bayern-muenchen/article106236226/Gibt-es-noch-Hoffnung-fuer-Bayerns-Gelb-Gesperrte.html">gesagt</a> haben soll, es sei dem Publikum &#8220;eigentlich nicht zumutbar, dass die besten und wichtigsten Spieler nicht dabei sind&#8221;, so kann ich das aus seiner damaligen Sicht zwar verstehen; dass es letztlich aber stets die betreffenden Spieler sind, die sich nicht an die Regeln halten, sich nicht im Griff haben oder auch ganz bewusst den Gegner durch eine unsportliche Aktion seiner Chance auf das Finale berauben, mag außer Acht lassen, wer will – ich möchte es nicht tun, auch wenn ich mich damit irgendwo zwischen aus der Zeit gefallen und moralinsauer einordne.</p>
<p><em>Am Ende des Tages</em> ist diese Sichtweise wohl auf ein – gewiss subjektives – Gerechtigkeitsempfinden zurückzuführen. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn ein Spieler, der in völliger Kenntnis der Regeln und Regularien gelbe Karten und daraus resultierende Sperren in Kauf nimmt, dann auch die Konsequenzen zu tragen hat. Nicht nur das: ich finde auch diese Regeln und Regularien völlig in Ordnung. Ohne indes zu sagen, dass ich jegliche Anpassung kritisch sähe. Ob zum Beispiel ein Spieler bereits mit fünf gelben Karten zum zweiten Mal gesperrt werden soll oder vielleicht erst beim sechsten Mal, also nach jeweils drei Karten, darüber kann man sicherlich mit guten Argumenten auf beiden Seiten diskutieren. Auch wenn ich fünf Verwarnungen in maximal elf Spielen für eine Größenordnung halte, die die zweite Sperre keineswegs unangemessen erscheinen lässt.</p>
<p>An meiner Grundhaltung ändert es ohnehin nichts: Sanktionen sind richtig. Auch für ein Finale. Wenn also, hypothetisch, Bastian Schweinsteiger am Mittwoch verwarnt worden wäre, so hätte ich das mit Blick auf das Endspiel zutiefst bedauert. Um dann mir selbst gegenüber hinzuzufügen, dass nicht nur fünf gelbe Karten eine Menge sind, sondern dass ich es auch nicht für völlig abwegig halte, wenn die Mannschaft, die in 12 Spielen 28 mal gelb gesehen hat, im Endspiel auf einen Spieler verzichten muss, während jenes Team, dessen Spieler nur 13 mal verwarnt wurden, schadlos bleibt. Fühlte sich für mich nicht ganz falsch an.</p>
<p>Egal. Es dürfen alle mitspielen, ich freu mich drauf, bis dahin haben bestimmt auch alle die Sache mit dem eben nicht deutsch-deutschen Finale verinnerlicht, und ansonsten warte ich geduldig auf die letzten paar Tage vor dem Finale, wenn ganz langsam das mediale Rumoren beginnt.</p>
<p>Und wenn dann nach 2015 die Gelbsperren abgeschafft werden, schau ich trotzdem noch zu.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7654&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/7EZCfMlAyHw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fünf Zeilen, die der Fußball schrieb* (XVIII)</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 11:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[gereimt]]></category>
		<category><![CDATA[Das aktuelle Sportstudio]]></category>
		<category><![CDATA[fuenfzeilenfussball]]></category>

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		<description><![CDATA[Sagt ‘ne Sportsendung (Fernsehn) aus Mainz: Konflikte sind nicht so sehr meins. Lass’ mich lieber enteiern, lass&#8217; die Bayern sich feiern. Und was Uli privat Macht, ist seins. ______________________________ * Zur Urheberschaft gibt es unterschiedliche Sichtweisen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7642&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sagt ‘ne Sportsendung (Fernsehn) aus Mainz:<br />
<em>Konflikte sind nicht so sehr meins.</em><br />
<em> Lass’ mich lieber enteiern,</em><br />
<em> lass&#8217; die Bayern sich feiern.</em><br />
<em> Und was Uli privat Macht, ist seins.</em></p>
<p>______________________________</p>
<p><em><span style="font-size:x-small;">* Zur Urheberschaft gibt es unterschiedliche Sichtweisen.</span></em></p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7642&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/ihlGn4CiHzA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fünf Zeilen, die der Fußball schrieb (XVII)</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 09:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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		<category><![CDATA[Reinhard Kienast]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich dann mein Denkarium checke – zu austro-nostalgischem Zwecke –, seh’ ich Panenka, Müller, BlochinKempes und (Knüller!) : im Prater tanzt Reini, die Schnecke.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7636&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich dann mein Denkarium checke<br />
– zu austro-nostalgischem Zwecke –,<br />
seh’ ich Panenka, Müller,<br />
BlochinKempes und (Knüller!) :<br />
im Prater tanzt Reini, die Schnecke.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7636&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/6DKzorWS3FY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Da kann man Waden sehn …</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 12:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>heinzkamke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandru Maxim]]></category>
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		<category><![CDATA[Bruno Labbadia]]></category>
		<category><![CDATA[Cristiano Ronaldo]]></category>
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		<category><![CDATA[Martin Harnik]]></category>
		<category><![CDATA[Pierre Littbarski]]></category>
		<category><![CDATA[SC Freiburg]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt eine Menge guter Gründe, Martin Harnik zu mögen. Sei es der Umstand, dass es eine Freude ist, Interviews mit ihm zu sehen und zu hören (in guten wie in schlechten Phasen), sei es sein Engagement auf dem Platz, sei es die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Mir gefällt, dass er sich nicht scheut, sich auch &#8230; &#8230; <a href="http://angedacht.wordpress.com/2013/04/19/da-kann-man-waden-sehn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7611&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine Menge guter Gründe, Martin Harnik zu mögen. Sei es der Umstand, dass es eine Freude ist, Interviews mit ihm zu sehen und zu hören (in guten wie in schlechten Phasen), sei es sein Engagement auf dem Platz, sei es die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Mir gefällt, dass er sich nicht scheut, sich auch einmal kritisch über das Verhalten der Fans zu äußern, ohne in das zu verfallen, was man gemeinhin mimimi nennt.</p>
<p>Ok, sein Torjubel reißt mich nicht zu Begeisterungsstürmen hin, auch sein Spiel gab in der aktuellen Saison nicht immer Anlass dazu. Was indes kaum Auswirkungen auf meine Grundsympathie hat. Natürlich mag ich es auch, um aktuelle Geschehnisse mit einzubinden, dass er eine klare Meinung zum Artenschutz im Fußball hat und vertritt, und ganz besonders mag ich in diesen Tagen: seine Stutzen.</p>
<p>Stutzen? Sagt man heute überhaupt noch Stutzen, oder hießen die formal nur zu jener Zeit so, als sie noch Stege anstelle von Fußteilen hatten? Wie auch immer, Sie wissen schon, jene Strümpfe, die in zunehmendem Maß die Knie der Spieler bedecken, zumindest aber die Scheinbeine. Keine Sorge, ich will jetzt nicht zu einem Overknee-Bashing ansetzen, ich habe mich im Grunde damit abgefunden – auch wenn ich zugeben muss, dass, wenn es einen Punkt gibt, an dem ich gerne in die verbreitete Kritik an Cristiano Ronaldo einstimme, es die von mir so empfundene (erstmals 2003, als er in Stuttgart Champions League spielte), einer genaueren Überprüfung aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht Stand haltende, Einführung der Oberschenkelstutzen in den Fußball ist.</p>
<p>Abseits der Overkneehipsterfrage also scheint es mir heutzutage doch so zu sein, dass der gemeine Fußballspieler (bei den Spielerinnen kann ich es zugegebenermaßen nicht seriös einschätzen, die Stichprobe ist zu klein) seine Stutzen mindestens bis knapp unter die Kniescheibe zieht und während des Spiels auch Wert darauf legt, dass sie dort bleiben mögen. Ist ja auch nicht weiter verwunderlich. Man trägt von frühester Jugend an Schienbeinschoner, auch im Training, und wer im letzten Jahrzehnt einmal Jugendmannschaften trainiert oder eigene Kinder auf den ersten Vereinsfußballschritten begleitet hat, der weiß, dass allein das Längenverhältnis von Schoner und Beinen gar keine andere, beinfreiere Lösung zulässt.</p>
<p>Die Generation, die noch schonerfrei antreten durfte, hat sich aus dem aktiven Sport längst zurückgezogen. Im Profibereich sowieso, aber auch bei unsereinem muss man zumindest zu den Ü40ern gehen, um noch auf Leute zu treffen, die aus eigener Erfahrung von jenen Zeiten schwärmen, als man noch mit heruntergerollten Stutzen kicken durfte, auf Leute also, die Schienbeinschoner noch heute eher als störendes Übel denn als selbstverständliches Accessoire betrachten. So&#8217;n bisschen wie beim Sicherheitsgurt oder bei der Helmpflicht, ne? Vom V-Stil gar nicht zu reden.</p>
<p>So war es auch kein Wunder, dass speziell zu Beginn der neuen Zeitrechnung gerade von den langjährigen Verweigerern Schienbeinschoner getragen wurden, die bei wohlwollender Betrachtung knapp über den Knöchel reichten, um die lieb gewonnene Beinfreiheit nicht aufgeben zu müssen. Hatte was Archaisches, irgendwie. Hat irgendjemand, wenn er an Briegels Sportlerwaden oder Kaltz&#8217; lange Rehbeine im Nationaltrikot denkt, Stutzen vor Augen, Schienbeinschoner gar? Oder wer wüsste noch, dass Littbarski 82 in der regulären Spielzeit die Schoner noch an und die Stutzen oben hatte? Eben.</p>
<p>Als es ums Ganze ging, waren sie unten. Ganz unten. Geht heute nicht mehr. Aber ums Ganze geht&#8217;s heute auch noch, manchmal. So am Mittwoch gegen Freiburg, und spätestens Mitte der zweiten Halbzeit lief Martin Harnik herum, als hätte er sich eine Zigarettenschachtel als Scheinbeinschonerattrappe in die Stutzen gesteckt. Zugegeben: kurzzeitig war ich versucht, mich zu bücken, um die eigenen Strümpfe hochzuziehen, des Phantomkribbelns an der Wade wegen. Doch von Minute zu Minute gefiel mir der ungewohnte Anblick, gefielen mir seine Waden besser, interpretierte ich die hängenden Stutzen als moderne Form des Ärmelhochkrempelns. (Ohne nach Ärmelhochkremplern vom alten Schlag rufen zu wollen.)</p>
<p>Antonio Rüdiger hatte die Stutzen oben. Dennoch machte auch er mir sehr viel Freude. Während des Spiels, klar. Ganz besonders aber auch im Moment des Schlusspfiffs, als er im Vollsprint, und ich meine im Vollsprint, auch wenn mir da die Verklärung einen Streich spielen mag, zu den Fans rannte, Alexandru Maxim im Schlepptau. Jenen Alexandru Maxim, dem gemeinsam mit Raphael Holzhauser die Aufgabe zugefallen war, in den letzten Spielminuten den Ball <del>in einer Telefonzelle</del> an der Eckfahne zu halten, und der es sich dabei nicht nehmen ließ, zum Rainbow Flick (ja, hab ich nachgeschlagen) anzusetzen. Gelang nicht, wie ihm auch zuvor der eine oder andere unnötige Fehler unterlaufen war. Wie er indes auf wirklich engstem Raum immer wieder den Ball behauptete, imponierte mir sehr, weshalb ich, obschon der Aussagekraft wie auch dem Zustandekommen von Benotungen gewahr, hiermit Beschwerde gegen die &#8220;3&#8243; der Stuttgarter Nachrichten einlege.</p>
<p>Zwei kurze Punkte noch: zum einen ziehe ich den Hut vor Bruno Labbadia. Wie der VfB die Freiburger, die in der laufenden Saison nach meiner Kenntnis nicht allzu oft überrascht wurden, in den ersten Minuten unter Druck setzte und mit langen Bällen und zielstrebigem Flügelspiel zu Chancen kam, war bemerkenswert und sah so aus, als stecke System dahinter. Wie nahezu im gesamten Spiel.</p>
<p>Zum anderen bin ich unverändert zuversichtlich, am 1. Juni Labbadias großes Interview in der Süddeutschen lesen zu dürfen. Da darf er sich dann gerne noch einmal über die bösen und böswilligen Berichterstatter beschweren. Und meinetwegen, ich gönne es ihm, danach noch den Pokalsieg mitnehmen. Natürlich sollte man sich seiner Sache nicht zu sicher sein und den Finalgegner keineswegs unterschätzen, genau wie damals gegen Cottbus, aber ein bisschen Demut dürfte der VfB noch im Köcher haben, dann wird das schon.</p>
<p>Bedauerlicherweise hat der Finalgegner in Thomas Müller einen Spieler, der, wenn es drauf ankommt, gerne ähnlich tief blicken lässt wie Harnik, wadenmäßig. Fifty-fifty also, würde ich sagen.</p>
<br />  <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=angedacht.wordpress.com&#038;blog=4906407&#038;post=7611&#038;subd=angedacht&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" /><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wordpress/angedacht/~4/yGvVU_4lj48" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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