windhauch http://windhauch.net ... ein sanftes, stilles Sausen, so ist Gott in meinem Leben. Wie ein windhauch… vergänglich und flüchtig, sind all meine Worte und Gedanken. — ein blog, der vergeblich versucht, den windhauch Gottes zu fangen — Sat, 10 Dec 2016 09:10:12 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.7 Jorge Bucay: Komm, ich erzähl dir eine Geschichte http://windhauch.net/jorge-bucay-komm-ich-erzaehl-dir-eine-geschichte/ http://windhauch.net/jorge-bucay-komm-ich-erzaehl-dir-eine-geschichte/#respond Sun, 07 Jun 2015 15:25:07 +0000 http://windhauch.net/?p=5965 Jorge Bucay: Komm, ich erzähl dir eine Geschichte weiterlesen]]> Bucay: Komm, ich erzähl dir eine GeschichteNach vielen Büchern im elektronischen Format endlich mal wieder ein „echtes“ Buch zum anfassen. Ich habe mir die Ausgabe der Fischer Taschenbibliothek gekauft – ich mag das handliche Format und die schöne Aufmachung.

Das Buch selbst ist eigentlich kein Roman, sondern durch eine Rahmenerzählung zusammen gehaltene Kurzgeschichten. Jorge Bucay ist in seiner Heimat Argentinien ein bekannter Psychiater, der seinen Patienten weniger durch abstrakte Wahrheiten helfen will, sondern durch lebendige Geschichten. In diesem Buch hat er einige seiner Geschichten, welche er wohl in der Therapie verwendet, einfach zusammengefasst und lässt sie einem fiktiven Patienten namens Demian zu Gute kommen. Als Leser dürfen wir miterleben, wie Demian dadurch besser mit dem Leben zurecht kommt.

Der Name Demian erinnert mich natürlich gleich an den gleichnamigen Roman von Hermann Hesse. Dort verarbeitet Hesse seine eigenen Erfahrungen mit der Psychoanalyse – allerdings in einem in sich schlüssigen Roman und nicht in einer Ansammlung von einzelnen Geschichten. Das ist schon meine größte Schwierigkeit mit dem Buch von Bucay. Es ist ein buntes Sammelsurium von Legenden, Sagen, Märchen und Sinnsprüchen aus den verschiedensten Zeiten, Kulturen und weltanschaulichen Hintergründen. Darin lässt sich schwer eine einheitliche Linie finden. Das ist von Bucay wohl auch so gewollt. Aber es wirkt in seiner Verschiedenheit dann doch etwas zusammen gesucht.

Was mir auf jeden Fall wieder deutlich wurde ist, dass wir Menschen für erzählte Geschichten und Sprachbilder sehr viel zugänglicher sind als für abstrakte Gedanken. Zum einen können wir uns anschauliche Geschichten sehr viel besser merken und dadurch können sie länger wirken. Und zum anderen sind Geschichten sehr viel offener als möglichst exakt formulierte Weisheiten. Sie können unterschiedlich gedeutet werden. Man kann sich mit den Figuren identifizieren. Sie regen eher zum Nachdenken an. Als Pastor und Prediger merke ich das immer wieder, dass Geschichten in Predigten bei den Zuhörern sehr viel besser hängen bleiben und auch eher die Tiefenschicht einer Person erreichen.

Jorge Bucay ist Gestalttherapeut. Ich kenne mich in der Psychotherapie nicht so sehr aus. Aber laut Wikipedia ist dieser Ansatz aus der Psychoanalyse hervorgegangen und grenzt sich dementsprechend in vielen von der klassischen Psychoanalyse ab. Es geht weniger um eine Aufarbeitung der Vergangenheit, als um ein Betrachten der Gegenwart. Der Klient soll sich seiner selbst mit seinen Gefühlen, Verhaltensmustern, Gedanken u.a. gut bewusst werden, um sich dann möglichst frei für eine Möglichkeit zu denken, handeln oder leben entscheiden zu können. In einer seiner Geschichten veranschaulicht Bucay in dem Buch auch auf selbstironische Weise die Grundgedanken von drei Hauptströmungen der Psychotherapie. Manche von seinen Gedanken finde ich gut und einleuchtend. Manches finde ich auch schwierig.

Eine der Geschichten, die mich besonders angesprochen haben ist „Der Kreis der Neunundneunzig“ (S.181). Es geht um die Frage, warum wir Menschen eigentlich nie zufrieden sind. Bucay erzählt dazu die Geschichte eines armen, aber glücklichen Dieners eines Königs. Er hat das Nötigste zum Überleben und macht sich weiter keine großen Gedanken. Als er dann plötzlich 99 Goldmünzen findet, verändert sich sein Leben: Er freut sich zunächst über den Reichtum, doch dann verfällt er dem fixen Gedanken, dass er noch eine Goldmünze verdienen muss, um wirklich reich und glücklich zu sein – denn noch fehlt ihm ja eine Münze zu der runden Zahl 100. Und so macht er sich selbst und seiner Familie das Leben schwer, weil er durch Sparsamkeit und mehr Arbeit unbedingt sein Ziel erreichen will und wird dabei todunglücklich…

Das Buch von Bucay ist auf jeden Fall sehr schön und leicht zu lesen. Ich mag auch seine Selbstironie – so manches mal spürt man förmlich, wie der Autor seinem Leser zuzwinkert. In vielen dieser Märchen und Geschichten steckt auch wirklich tiefe Wahrheit und Selbsterkenntnis. Immer wieder hat man als Leser aha-Momente. Aber mehr darf man auch nicht von diesem Buch erwarten. Es ist ein Sammelsurium von in Geschichten gefassten Gedanken – manche hilfreich, manche skurril. Aber das darf der Leser dann ja selbst entscheiden.

(Amazon-Link: Buvcay: Komm, ich erzähl dir eine Geschichte)

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Arno Geiger: Selbstporträt mit Flusspferd http://windhauch.net/arno-geiger-selbstportraet-mit-flusspferd/ http://windhauch.net/arno-geiger-selbstportraet-mit-flusspferd/#respond Thu, 28 May 2015 09:56:05 +0000 http://windhauch.net/?p=5961 Arno Geiger: Selbstporträt mit Flusspferd weiterlesen]]> Geiger: Selbstporträt mit FlusspferdSchade. Von Arno Geigers Buch „Der alte König in seinem Exil“ war ich begeistert – von diesem Buch nicht. Der Titel und die Idee mit dem Flusspferd klingt interessant. Aber leider haben mich die Geschichte und die Personen während des Lesens nicht gepackt, sondern eher gelangweilt.

Es geht um einen ziemlich durchschnittlichen und langweiligen jungen Mann. Julian hat sich von seiner Freundin Judith getrennt und schwebt jetzt etwas ziel- und planlos durchs Leben. Er findet einen Job, bei dem er bei einem alten Professor eine Flusspferddame im Garten versorgen soll. Flusspferde sind behäbige und unaufgeregte Tiere. Genau diesen Eindruck macht Julian auch. Neben dem Flusspferd lernt er auch die geheimnisvolle und aufregende Tochter des Professors kennen. Zwischen den beiden beginnt eine Liebschaft, bei der Julian aber nie genau weiß, was die Professorentochter Aiko von ihm hält.

Arno Geiger ist ein guter Schriftsteller. Sicher hat er seinen Roman ganz bewusst so gestaltet und auch stilistisch erzählt, dass er der eher langweiligen Hauptperson entspricht. Aber das ist ihm meiner Meinung nach etwas zu gut gelungen. Für mich bleibt die Handlung langweilig und die Hauptfigur Julian nicht recht greifbar. Auch die Frauenfiguren werden nicht richtig lebendig. Judith scheint fast zu perfekt zu sein und Aiko ist so geheimnisvoll, dass sie auch dem Leser fremd bleibt. Am interessantesten und schärfsten herausgearbeitet finde ich noch den totkranken Professor. Hier zeigt Geiger sehr schön, wie hinter der schroffen Fassade doch die Zuneigung zu seiner Tochter und am Ende auch zu Julian hervor blitzt.

(Amazon-Link: Geiger: Selbstporträt mit Flusspferd)

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R.I.P. BB King http://windhauch.net/r-i-p-bb-king/ http://windhauch.net/r-i-p-bb-king/#respond Fri, 15 May 2015 11:34:55 +0000 http://windhauch.net/?p=5956

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Thomas Glavinic: Das größere Wunder http://windhauch.net/thomas-glavinic-das-groessere-wunder/ http://windhauch.net/thomas-glavinic-das-groessere-wunder/#respond Mon, 11 May 2015 13:47:28 +0000 http://windhauch.net/?p=5950 Thomas Glavinic: Das größere Wunder weiterlesen]]> Glavinic: Das größere WunderEndlich mal wieder ein Roman, der mich gefesselt hat und den ich regelrecht verschlungen habe. Nicht alles fand ich gelungen und so manche Fragen bleiben offen, aber wie sagt schon ein Protagonist des Buches: „Antworten werden überschätzt.“

Die Hauptperson des Buches ist Jonas. Er hat zu Beginn eine deprimierenden Kindheit. Seine alleinerziehende Mutter ist alkoholabhängig, hat ständig wechselnde Freunde und kümmert sich kaum um Jonas und seinen behinderten Zwillingsbruder Mike. Doch auf märchenhafte Weise ändert sich das Leben der beiden schlagartig. Sie werden gewissermaßen adoptiert von Picco, einem unermesslich reichen älteren Mann, der mafiöse Züge zeigt, aber als Pate fortan über die Jonas und seinen Bruder wacht. Bei Picco wachsen die beiden zusammen mit Werner, dem Enkel von Picco auf.

Die drei Jungs wachsen außerhalb der normalen Welt auf. Sie bekommen Privatunterricht und Picco erlaubt ihnen so gut wie alles. Jonas und Werner sind beide hoch begabt und können sich aufgrund des Reichtums und des Schutzes von Picco so ziemlich alle Kleinjungenträume erfüllen. Sie verstehen sich nicht nur sehr gut, sondern es besteht eine Art Seelenverwandtschaft zwischen den beiden. Sie können sich sogar telepathisch verständigen.

Die nächste Wende erlebt Jonas, als innerhalb kurzer Zeit alle wichtigen Bezugspersonen sterben: sein Bruder Mike, sein Adoptivbruder Werner und sein Ersatzgroßvater Picco. Da er ein riesiges Vermögen erbt, muss er sich um Geld keine Sorgen machen. Aber gerade deswegen erlebt er den Schmerz und die Suche nach Sinn umso intensiver. Er wird zu einem rastlosen Sucher, der durch die Welt jetet, von einer absurden Extremsituation in die nächste gerät und dabei gar nicht richtig weiß, was er eigentlich sucht.

Seine Suche scheint zu Ende zu kommen, als er Maria kennenlernt – die Frau, von der er schon vorher wusste, dass sie irgendwo existiert und für ihn bestimmt ist. Er erlebt zunächst das große Glück, doch Maria sucht irgendwann wieder Abstand von ihm und er fällt in das nächste große Loch.

Daraufhin entschließt sich Jonas zu seinem extremsten Abenteuer: Er will den Mount Everest besteigen. Auf dem Weg dorthin erlebt er dramatisches und am Ende begegnet er auch wieder seiner großen Liebe.

Die ganze Geschichte wird in zwei parallelen Erzählsträngen entfaltet. Immer abwechselnd wird der Aufstieg zum Mount Everst beschrieben und die dahinter liegende Lebensgeschichte von Jonas – bis schließlich am Ende beide Stränge zusammengeführt werden.

Das ganze trägt märchenhafte Züge und an vielen Stelle trägt der Autor etwas dick auf. Wer solche fantastische Elemente nicht mag, sollte nicht nach diesem Buch greifen. Aber ich glaube, es geht dem Autor gerade um diese märchenhafte Zuspitzung. Was wäre, wenn wir unendlich viel Geld hätten, alles tun könnten, was wir uns wünschten und dazu noch sehr intelligent wären? Wären wir dann glücklich? Jeder normale Mensch wird hier schnell sagen: Natürlich geschieht das nicht automatisch. Glavinic treibt dieses Gedankenexperiment auf die Spitze. Auf über fünfhundert Seiten treibt er seinen ruhelosen Helden durch die Welt und am Ende bleibt nicht viel mehr übrig als die Liebe zu einem Menschen.

Von so manchen Kritikern wird Galvinics Buch zerrissen. Und so manche Kritik ist für mich auch nachvollziehbar. Aber trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Ich finde es fesselnd geschrieben. Die Geschichte am Mount Everest klingt glaubwürdig und ist dramatisch erzählt. Die rastlose Lebenssuche des Jonas ist natürlich übertrieben und unrealistisch dargestellt. Aber gerade darin macht sie die rastlose Suche von uns modernen Menschen in der ersten Welt deutlich. Wir haben doch eigentlich alles, was wir brauchen – und dennoch kommen wir nur so schwer zur Ruhe, dennoch fällt es uns so schwer, wirklich Frieden zu finden. Wir hetzen durchs Leben und nur wer mutig genug ist, traut sich die großen Fragen nach dem Warum und Wozu wirklich existentiell zu stellen.

(Amazon-Link: Glavinic: Das größere Wunder)

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Römer 16, 17-27: Gehorsam des Glaubens http://windhauch.net/roemer-16-17-27-gehorsam-des-glaubens/ http://windhauch.net/roemer-16-17-27-gehorsam-des-glaubens/#comments Thu, 30 Apr 2015 07:53:31 +0000 http://windhauch.net/?p=5947 Römer 16, 17-27: Gehorsam des Glaubens weiterlesen]]> Bei dem Text bin ich vor allem an dem Ausdruck „Gehorsam des Glaubens“ (V.26) hängen geblieben. Das ist in unsren Ohren eine eher ungewöhnliche Verbindung. Gehorsam klingt für uns eher einschränkend und entmündigend. Gehorsam weckt nicht unbedingt nur positive Assoziationen. Gehorsam klingt eher nach einer menschlichen Willensanstrengung oder nach etwas erzwungenem. Glaube dagegen verbinden wir eher mit etwas Befreiendem. Glaube verbinden wir mit Gefühlen oder mit einem innerlichen Überzeugtsein. Glaube kann man nicht von außen oder auch bei sich selbst erzwingen – Gehorsam schon.

Und doch wird hier beides verbunden: Glaube und Gehorsam. Damit wird nicht gesagt, dass beides das Gleiche ist. Es ergänzt sich eher gegenseitig. Der Schwerpunkt in diesem Ausdruck liegt für mich im Begriff Glauben. Aber die Ergänzung Gehorsam verdeutlicht, dass zum innerlichen Überzeugtsein des Glaubens auch der konkrete Gehorsam gegenüber Gott kommen muss. Glaube umfasst den ganzen Menschen und ist mehr als ein schönes Gefühl der Geborgenheit.

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Römer 16, 1-16: Netzwerkchristen http://windhauch.net/roemer-16-1-16-netzwerkchristen/ http://windhauch.net/roemer-16-1-16-netzwerkchristen/#respond Sat, 25 Apr 2015 08:57:35 +0000 http://windhauch.net/?p=5944 Römer 16, 1-16: Netzwerkchristen weiterlesen]]> Erstaunlich lang ist die Grußliste des Römerbriefes. Vor allem wenn man bedenkt, dass Paulus die Gemeinde in Rom noch nie besucht hat. Aber er kennt von seinen Reisen sehr viele Christen, die inzwischen in Rom sind. Das zeigt zum einen, dass Paulus kein Einzelkämpfer war. Er hat mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammengearbeitet. An der Herzlichkeit seiner Grüße kann man ablesen, dass er mit diesen Christen eine gute Beziehung hat. Obwohl Paulus eine starke Führungspersönlichkeit hatte, war er doch bereit im Team zu arbeiten.

Zum anderen sehen wir hier, dass schon die ersten Gemeinden über ein Netzwerk von Beziehungen miteinander verbunden waren. Da hat sich nicht nur jede Gemeinde um ihre eigenen Angelegenheiten gekümmert, sondern man wusste sich in Christus verbunden. Diese Verbindungen und Beziehungen auch über die eigene Gemeinde hinweg sind nicht nur ein netter Zusatz, sondern sie gehören zum Wesen von Gemeinde hinzu. Denn in Christus gehören wir alle zusammen und das muss auch über die Gemeindegrenzen hinweg sichtbar werden.

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Römer 15, 22-33: Gemeinschaft genießen http://windhauch.net/roemer-15-22-33-gemeinschaft-geniessen/ http://windhauch.net/roemer-15-22-33-gemeinschaft-geniessen/#respond Fri, 24 Apr 2015 09:35:21 +0000 http://windhauch.net/?p=5942 Römer 15, 22-33: Gemeinschaft genießen weiterlesen]]> Mich hat bei diesem Abschnitt besonders angesprochen, dass Paulus sich auf die Gemeinschaft mit den Christen in Rom freut, weil er damit rechnet, dass er dadurch „erquickt“ wird (V.24). Die Elberfelder Bibel, die ja recht wörtlich übersetzt, spricht an dieser Stelle davon, dass Paulus die Christen in Rom „genießen“ will. Die Gute Nachricht übersetzt, dass Paulus sich an der Gemeinschaft „stärken“ will. Ja, so sollte christliche Gemeinschaft sein: dass wir es genießen können, dass wir dadurch erquickt und gestärkt werden.

Solche Erfahrungen hat sicher schon jeder Christ gemacht. Aber es gibt eben auch anderer Erfahrungen in der christlichen Gemeinschaft. Das ist nichts Neues, das war bei Paulus schon so. Vorsichtig deutet er in V.31 an, dass er hofft, dass sein Dienst den Heiligen (als den Christen) in Jerusalem willkommen sei. Da merken wir, dass es da wohl Spannungen gibt und die Beziehung nicht unbelastet ist. Wir brauchen uns da nichts vormachen, es wird immer beides geben: christliche Gemeinschaft, die uns stärkt und die wir gerne genießen, aber auch christliche Gemeinschaft, die belastet ist und nicht immer einfach ist.

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Römer 15, 14-21: Demut und Sendungsbewusstsein http://windhauch.net/roemer-15-14-21-demut-und-sendungsbewusstsein/ http://windhauch.net/roemer-15-14-21-demut-und-sendungsbewusstsein/#respond Wed, 22 Apr 2015 08:55:29 +0000 http://windhauch.net/?p=5940 Römer 15, 14-21: Demut und Sendungsbewusstsein weiterlesen]]> Bei Paulus finden wir eine interessante Mischung zwischen Demut und Sendungsbewusstsein. Auf der einen Seite schreibt er demütig, dass die Christen in Rom selbst genügend Güte und Erkenntnis haben, um sich untereinander zu ermutigen (V.14). Sie brauchen die Worte des Paulus eigentlich gar nicht. Paulus nimmt sich nicht zu wichtig. Andererseits nimmt er von sich selbst in Anspruch, dass seine Worte keine Privatmeinung sind, sondern dass Christus durch ihn redet (V.18). Das klingt alles andere als bescheiden.

Um Christi Zeugen zu sein brauchen wir beides: Demut und Sendungsbewusstsein. Wir dürfen uns nicht zu wichtig nehmen, aber wir dürfen unsere Botschaft auch mit Mut und Gottvertrauen weitergeben. Die Demut betrifft uns selbst: Wir als Person sind nicht das entscheidende. Die Gewissheit betrifft unsere Botschaft: Sie ist vertrauenswürdig und muss nicht versteckt werden. Schwierig wird es, wenn wir zu sehr in eine Richtung tendieren. Manche Christen sind so demütig, dass sie den Mund nicht aufbekommen. Andere dagegen sind so gewiss, dass sie in der Gefahr stehen andere niederzuwalzen.

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Römer 15, 7-13: Eine unmögliche Möglichkeit http://windhauch.net/roemer-15-7-13-eine-unmoegliche-moeglichkeit/ http://windhauch.net/roemer-15-7-13-eine-unmoegliche-moeglichkeit/#respond Mon, 20 Apr 2015 07:51:29 +0000 http://windhauch.net/?p=5937 Römer 15, 7-13: Eine unmögliche Möglichkeit weiterlesen]]> Paulus kommt hier zum Abschluss seiner Gedanken zu den Starken und Schwachen im Glauben. Er spricht hier von Juden(christen) und Heiden(christen), was darauf hindeuten könnte, dass die Spannungen zwischen Starken und Schwachen ihren Ursprung im Miteinander von Heidenchristen und Judenchristen hatten. Zugleich verweist Paulus damit an den Beginn seines Briefes in 1,16: Das Evangelium ist eine Kraft Gottes, welche Juden und Griechen (= Heiden) selig macht.

Diese grundsätzliche Aussage ist auch heute noch eine große Herausforderung für uns: Einander so annehmen, wie Christus uns angenommen hat. Andererseits ist sie eigentlich selbstverständlich. Wie könnte jemand, der die Annahme Christi und die Kraft des Evangeliums selbst erlebt und erfahren hat, den Bruder oder die Schwester, die dasselbe erleben durften, nicht annehmen? Wie sollte jemand, der die Liebe Christi erfahren hat, sich weigern in dieser Liebe auch anderen zu begegnen? Eigentlich eine unmögliche Möglichkeit – und doch geschieht gerade das viel zu oft…

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Römer 15, 1-6: Die Schwachen tragen http://windhauch.net/roemer-15-1-6-die-schwachen-tragen/ http://windhauch.net/roemer-15-1-6-die-schwachen-tragen/#respond Sat, 18 Apr 2015 08:19:53 +0000 http://windhauch.net/?p=5935 Römer 15, 1-6: Die Schwachen tragen weiterlesen]]> Paulus positioniert sich inhaltlich ganz klar auf der Seite des Starken im Glauben. Deswegen ermahnt er gerade die Starken, dass sie die Schwachen im Glauben tragen sollen und nicht selbstgefällig werden sollen (V.1). Paulus versucht zu vermitteln. Nicht indem er seine inhaltliche Meinung ändert oder abschwächt, sondern indem er gerade diejenigen, die mit ihm übereinstimmen, zu einem respektvollen und liebevollen Umgang mit den anderen ermahnt. Wenn er inhaltlich mit den Schwachen einer Meinung wäre, würde er wahrscheinlich gerade die Schwachen ermahnen. Sein Ziel ist nicht, dass alle seine Meinung übernehmen, denn dann müsste er versuchen die andere Seite argumentativ von seiner Position zu überzeugen. Sein Ziel ist, dass wir trotz unterschiedlicher Meinung so miteinander umgehen, dass wir „einmütig mit einem Mund Gott“ (V.6) loben können.

Das zeugt von einer großen geistlichen Reife. Das zeugt von echter Demut. Dazu sind nicht viele in der Lage. Das wird wohl damals nicht anders gewesen sein als heute. Es schmerzt mich immer wieder, wenn ich sehe, dass es auch in heutigen Gemeinden „Rechthaber“ gibt, die ihre Meinung auf Kosten anderer durchsetzen wollen. Dabei geht es oft nicht einmal um unterschiedliche theologische Meinungen, sondern einfach um menschliche Unstimmigkeiten. Aber selbst da fehlt uns oft die Größe, so zu leben, dass wir die Schwachen tragen. All zu oft wollen wir lieber Recht haben und auf andere herab schauen.

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