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	<title>Jenseits des täglichen Wahnsinns</title>
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	<description>Wer kann heute noch von sich behaupten, nicht von allen guten und bösen Geistern verlassen worden zu sein? So wie sich die Welt zeigt, befinden wir uns längst Jenseits des Wahnsinns. wildbits, ein Blog für alle, die nicht mehr ganz bei Trost sind, aber dennoch welchen gebrauchen könnten.</description>
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		<title>Adel mit AfD-Geruch</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 12:46:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Adel triff AfD" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
<p>    Den Adel zusammen mit der AfD in einen Topf zu werfen, hört sich gewagt an. Ein Teil des ehemaligen Adels hegt aber mehr als nur Sympathie. Zielgruppe für Klatsch und Tratsch In meiner Kindheit und Jugend gab es eine ganze Reihe von Zeitschriften und Illustrierten, die ich regelmäßig bis gelegentlich las. Stern, Hörzu, MAD-Magazin, YPS-Hefte [&#8230;]</p>
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    <p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Adel triff AfD" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/06/afd-cdu-afd-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
    <p> 	Den Adel zusammen mit der AfD in einen Topf zu werfen, hört sich gewagt an. Ein Teil des ehemaligen Adels hegt aber mehr als nur Sympathie.</p>
<h3>Zielgruppe für Klatsch und Tratsch</h3>
<p>In meiner Kindheit und Jugend gab es eine ganze Reihe von Zeitschriften und Illustrierten, die ich regelmäßig bis gelegentlich las. Stern, Hörzu, MAD-Magazin, YPS-Hefte (was immer wieder zu Konflikten mit meinen Eltern führte), gelegentlich die Tina aus dem Zeitungsständer zu Hause. Absolut täglich erhob ich mit Erwerb der Lesefähigkeit Anspruch auf Zugriff auf die Tageszeitung. Vorzugsweise beim Frühstück — bis heute hat sich das nicht geändert, auch wenn die Papierform der digitalen Form gewichen ist.</p>
<p>Zu keinem Zeitpunkt griff ich jedoch zu Blättern der Yellow-Press. Nicht einmal in irgendwelchen Wartezimmern. So schlimm kann bei mir Langeweile (eigentlich ein Fremdwort für mich) nicht sein, dass ich mich für Klatsch und Tratsch über High Society, Promis (A, B, C) und Adel interessiere. Titel wie von, zu oder sonstwas halte ich für absolut überholt. Der einzige Prinz, für den ich mich interessiere, ist der mit der Rolle. Für alles andere gehöre ich vermutlich auch nicht zur Zielgruppe.</p>
<p>Von daher ist es für mich nicht erklärbar, warum ich auf die Idee kam, mir die Dokumentation vom ZDF, „Die geheime Welt des deutschen Adels&#8220;, anzusehen. Es wird wohl eher nicht in einem Zustand geistiger Umnachtung gewesen sein.</p>
<h3>Die AfD und der Adel</h3>
<p>Die Dokumentation fängt an, wie man sich so eine typische Adels-Dokumentation vorstellt. Passende Musik, tolle Locations, warme Farben und irgendwo im Hintergrund vermutlich ein Einhorn, welches gerade kotzt.</p>
<p>Sofern man die ersten Sekunden aushält, fängt einen die angenehme Art des Journalisten Jochen Breyer. Ruhig und neugierig führt er durch die gesamte Dokumentation. Was zunächst aussieht wie ein Hochglanzbericht, hat tatsächlich Ecken und Kanten. Die jungen Adeligen sind durchaus sympathisch, der Unterhalt eines Schlosses schon fast ruinös und über die Erbfolge (nur der männliche Erstgeborene) kann man nur den Kopf schütteln. Wäre das alles, würde ich nicht darüber schreiben.</p>
<p>Der entscheidende Moment, wo es richtig spannend wird, ist der, als das Stichwort „Zweite Enteignung&#8220; zum ersten Mal fällt. Nach dem 2. Weltkrieg fand in der Sowjetischen Besatzungszone (später die DDR) eine sogenannte Bodenreform statt. Dabei kam es im großen Stil zu Enteignungen von Grundbesitzern, darunter auch die Adeligen.</p>
<p>Im Zuge der Wiedervereinigung hegten die betroffenen Familien die Hoffnung, ihren enteigneten Besitz zurückzuerhalten. Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Kohl entschied, gestützt von einer Lüge, jedoch anders. Es wurde lediglich angeboten, den ehemaligen Grundbesitz von der Bundesregierung zu erwerben. Die Betroffenen empfanden das als eine zweite Enteignung.</p>
<h3>Enteignung führt zu Unmut</h3>
<p>Nicht nur die Familie von Prinz Reuß (der mit den Reichsbürgern …) traf das hart, sondern auch andere wie etwa eine gewisse Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch (heute AfD). Sie gilt als Mitbegründerin des Vereins Göttinger Kreis, dessen erklärtes Ziel die Wiedergutmachung der Enteignung war. Im Laufe ihres Lebens führte die zunehmende Desillusionierung zur Radikalisierung.</p>
<p>Die „zweite Enteignung&#8220; entschuldigt in keinster Weise das Eintreten für eine in Teilen gesichert rechtsextreme Partei. Die Dokumentation zeigt allerdings auf, dass die Wirklichkeit manchmal doch etwas komplexer ist, als man denkt. Egal wie man zum Adel steht — die zweite Enteignung, basierend auf einer Lüge, stellt ein Unrecht dar.</p>
<p>Mehr zum Thema gibt es auf der Infoseite vom ZDF „<a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/reichsbuerger-prinz-reuss-sohn-interview-100.html" target="_blank" rel="noopener">Mein Vater ist kein Terrorist. Er wollte Thüringen zurück</a>&#8220; sowie in der Dokumentation selber.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/06/03/adel-mit-afd-geruch/">Adel mit AfD-Geruch</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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		<title>Rente mit 80</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2026 11:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1672" height="941" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Schneeballsystem Rente" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball.png 1672w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball-660x371.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball-1024x576.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball-768x432.png 768w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball-1536x864.png 1536w" sizes="(max-width: 1672px) 100vw, 1672px" /></p>
<p>    Die beste Strategie zur Vermeidung von Altersarmut besteht in Deutschland aus sozialverträglichem Frühableben. Die Rente selber ist alles andere als sicher. Schneebälle zum Sommeranfang Nehmen wir eine Geschäftsform, deren essentielle Grundlage die Anwerbung neuer Teilnehmer ist. Essentiell deshalb, weil das Versprechen utopischer finanzieller Ausschüttungen nur dadurch erzielt werden kann. Vorherige Teilnehmer bekommen ihren Anteil nicht [&#8230;]</p>
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    <p><img width="1672" height="941" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Schneeballsystem Rente" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball.png 1672w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball-660x371.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball-1024x576.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball-768x432.png 768w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/rente_als_schneball-1536x864.png 1536w" sizes="(max-width: 1672px) 100vw, 1672px" /></p>
    <p> 	Die beste Strategie zur Vermeidung von Altersarmut besteht in Deutschland aus sozialverträglichem Frühableben. Die Rente selber ist alles andere als sicher.<span id="more-24144"></span></p>
<h3>Schneebälle zum Sommeranfang</h3>
<p>Nehmen wir eine Geschäftsform, deren essentielle Grundlage die Anwerbung neuer Teilnehmer ist. Essentiell deshalb, weil das Versprechen utopischer finanzieller Ausschüttungen nur dadurch erzielt werden kann. Vorherige Teilnehmer bekommen ihren Anteil nicht aus Rücklagen oder erwirtschafteten Gewinnen, sondern aus den Einzahlungen der neuen Teilnehmer.</p>
<p>Das klingt nicht nur nach einem Schneeballsystem (oder Pyramidensystem), sondern ziemlich genau nach unserem Rentensystem. Das hat, genau wie das Schneeballsystem, eine ganze Reihe Konstruktionsfehler. Spätestens dann, wenn mehr Empfänger als Einzahlende existieren, gerät es in Schieflage. Die lässt sich auch noch beschleunigen, wenn Beiträge zweckentfremdet werden.</p>
<p>Auflösen lässt sich die Schieflage nicht wirklich, wenn man keine radikale Reform angeht. Der Zusammenbruch lässt sich lediglich hinauszögern. Oft verbunden mit der Hoffnung, irgendwann würde das System dadurch gerettet werden, dass es wieder mehr Einzahlende gibt. Wie das ganze Rentensystem selbst ist das auch wieder nur eine Wette.</p>
<p>Kommen wir aber zu den Stellschrauben für eine vorübergehende „Reparatur&#8220; — so effektiv, wie eine Autotür mit Panzertape anzukleben. Man kann das Eintrittsalter genauso wie die einzuzahlenden Beiträge erhöhen und man kann das Rentenniveau von derzeit 48 auf 46 Prozent (oder noch tiefer) senken. Die eigentliche Ursache löst das jedoch nicht.</p>
<h3>Private Rente als Lösung?</h3>
<p>Jetzt könnte man freilich auf die Idee kommen, die Verantwortung für die Altersversorgung nach unten zu delegieren, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verpflichten, mindestens einen Teil ihrer Altersversorgung eigenverantwortlich zu regeln. Erfolgloses Beispiel an dieser Stelle wäre die sogenannte Riester-Rente.</p>
<p>Eine sozialdemokratische Idee nennt sich „Gerechtigkeitskomponente&#8220;, bei der Beamte in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen würden. Damit wäre das Modell einer Pensionskasse, bei der die Zahlungen zu 100 % aus Steuermitteln erfolgen, ebenso Geschichte wie ein Höchstsatz von 71,75 % des letzten Bruttogehaltes. Klingt gut, dürfte aber kaum realisierbar sein, denn die Widerstände sind massiv — zudem sitzen nicht wenige derer, die es betreffen würde, an den Schlüsselstellen zur Ausarbeitung und Umsetzung solcher Vorhaben.</p>
<p>An dieser Stelle muss man sich allerdings fragen, ob es noch andere Auswege gäbe. Die Antwort liegt, zumindest von Ostfriesland aus betrachtet, mehr oder weniger vor der Haustür. Die Niederlande setzen auf ein Drei-Säulen-Modell mit einer Allgemeinen Rentenversicherung (eine Basisrente, die nahezu jeder erhält und die einkommensunabhängig ist), einer Arbeitnehmerversicherung und einer individuellen Rentenversicherung. Im Ergebnis wird dadurch nicht nur ein höheres Rentenniveau erzielt, sondern auch eine Rente ausgezahlt, bei der bereits Einkommensteuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen wurden. Davon kann man sich mindestens eine Scheibe Gouda abschneiden.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/05/27/rente-mit-80/">Rente mit 80</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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		<title>Freitod der Liberalen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tboley]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 11:49:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Freitod mit Blinker" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
<p>    Mit Wolfgang Kubicki als designiertem Parteivorsitzenden wählt die FDP nichts anderes als den Freitod. Keine gute Nachricht für die Demokratie. Viel Häme statt Höhe „Alle erfolgreichen Parteien gleichen einander, jede erfolglose Partei ist auf ihre eigene Weise erfolglos.&#8220; — Das Zitat stammt natürlich so nicht aus dem Roman „Anna Karenina&#8220; von Leo Tolstoi. Der schrieb [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/05/20/freitod-der-liberalen/">Freitod der Liberalen</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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    <p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Freitod mit Blinker" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/ChatGPT-Image-20.-Mai-2026-13_48_42-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
    <p> 	Mit Wolfgang Kubicki als designiertem Parteivorsitzenden wählt die FDP nichts anderes als den Freitod. Keine gute Nachricht für die Demokratie.<span id="more-24140"></span></p>
<h3>Viel Häme statt Höhe</h3>
<p>„Alle erfolgreichen Parteien gleichen einander, jede erfolglose Partei ist auf ihre eigene Weise erfolglos.&#8220; — Das Zitat stammt natürlich so nicht aus dem Roman „Anna Karenina&#8220; von Leo Tolstoi. Der schrieb über unglückliche Familien. Von Familien zu Partei-Familien ist der Weg jedoch nicht sehr weit. Zudem hängen Erfolglosigkeit und Unglück mit Sicherheit zusammen.</p>
<p>Bewegen wir uns aber weg von der großen Weltliteratur und begeben uns unter die Fünf-Prozent-Hürde. Wenn man dort an Unglück und Misserfolg denkt, fällt einem mit Sicherheit die FDP ein. Hier müsste man freilich doch trennen, denn Unglück trifft einen unverschuldet, Misserfolg erfordert schon einiges an Anstrengung und ist, im Falle der freien Liberalen, selbstverschuldet. Immerhin ist die FDP nicht unmündig. Was es jedoch nicht besser macht, denn Aufklärung wird in ihrem Fall nichts nützen.</p>
<p>Man muss politisch nicht besonders bewandert sein, um im nächsten Akt des Dramas „Neuer Vorsitzender der FDP — es muss ein Mann sein&#8220; den gewählten Freitod der Liberalen vorauszuahnen. Der Spannungsbogen ist dabei recht flach. Ein junger Bewerber um das Amt des Parteivorsitzenden kneift vor einer Kampfkandidatur, um das Feld einem alten Hasen zu überlassen: Wolfgang Kubicki, der rechte Blinker der FDP, soll der FDP wieder zum Erfolg verhelfen. Das kann man nicht einmal dann glauben, wenn man es sehr gut mit der Partei meint. Apropos Blinker. Angler wissen ja folgendes:</p>
<p><em>Der Blinker gehört zu den Klassikern unter den Kunstködern – und das aus gutem Grund: Mit seinem taumelnden Lauf unter Wasser reizt er Raubfische.</em></p>
<p>Damit kann man Kubicki gut einordnen.</p>
<h3>Wählt die FDP den Freitod?</h3>
<p>Mit Wolfgang Kubicki, dem Airfryer der FDP, wählt seine Partei offensichtlich den Freitod. Wie soll man es auch anders interpretieren, wenn jemand den falschen Kurs noch weiter zu verschärfen beabsichtigt und die Liberalen ihn dafür zum Parteivorsitzenden machen wollen.</p>
<p>In lediglich vier Landtagen ist die FDP noch vertreten. Kein so schweres Ziel, dort auch noch rauszufliegen. Auf Bundesebene spielt sie bis zum Ende der Legislaturperiode keine Rolle mehr. Das kann man gut finden. Es ist aber eigentlich schade um ein echtes freiheitlich-liberales Korrektiv in der Politik. Von daher ist der Freitod der FDP nur zu bedauern.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/05/20/freitod-der-liberalen/">Freitod der Liberalen</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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		<title>Ladepositas nach Achtstundentag</title>
		<link>https://wildbits.de/2026/05/15/ladepositas-nach-achtstundentag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[tboley]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 15:02:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[E-Auto]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Ladepositas" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
<p>    Ein Zusammenhang zwischen Ladepositas und Friedrich Merz gibt es nicht. Auch keinen zwischen E-Autos und sinkenden Zustimmungswerten. Wer Buh ruft, muss auch Merz sagen Friedrich „Beaker&#8220; Merz erntete während seiner Rede auf dem DGB-Bundeskongress Pfiffe und Buhrufe. Natürlich ist so etwas in ähnlicher Weise überraschend wie nass zu werden, wenn man ohne Regenschirm das Haus [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/05/15/ladepositas-nach-achtstundentag/">Ladepositas nach Achtstundentag</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
    <p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Ladepositas" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/Ladepositas-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
    <p> 	Ein Zusammenhang zwischen Ladepositas und Friedrich Merz gibt es nicht. Auch keinen zwischen E-Autos und sinkenden Zustimmungswerten.<span id="more-24136"></span></p>
<h3>Wer Buh ruft, muss auch Merz sagen</h3>
<p>Friedrich „Beaker&#8220; Merz erntete während seiner Rede auf dem DGB-Bundeskongress Pfiffe und Buhrufe. Natürlich ist so etwas in ähnlicher Weise überraschend wie nass zu werden, wenn man ohne Regenschirm das Haus verlässt und es in Strömen regnet. Wer den Menschen in Deutschland einen im höchsten Maße ungerechten Umbau des Sozialstaates vor die Füße wirft, muss mit Gegenwind rechnen. Der 8-Stunden-Tag ist eine richtige und wichtige Errungenschaft. Daran zu rütteln, hat nichts mit Flexibilität zu tun — dafür gibt es nämlich bereits hinreichende Möglichkeiten. Es ist schlichtweg der Versuch, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mehr Arbeitszeit aufzubürden. Im Übrigen sollte man sich mal mit Paketzustellern unterhalten. Bei denen ist ein 14-Stunden-Tag derzeit auch schon eher die Regel als die Ausnahme.</p>
<p>Beim Bundeskanzler scheint es noch nicht angekommen zu sein, dass er uns nicht für dumm verkaufen kann. Natürlich muss die Bundesregierung eine ganze Reihe von Problemen lösen. Persönlich würde ich mir aber wünschen, an der Spitze würde jemand stehen, der mehr Regierungserfahrung hat als Friedrich Merz. Aus Umfragen geht hervor, dass ich mit diesem Wunsch nicht alleine bin. Nicht von ungefähr kommt Merz auf eine Zustimmung von lediglich 11 Prozent. Immerhin, so einen niedrigen Wert hat vor ihm noch niemand im Amt erzielt.</p>
<p>Wenn es helfen würde, könnte man sich das Reformprogramm der Bundesregierung auch schöntrinken. Zumindest solange wie man es noch kann, denn der Ärzteverband Marburger Bund fordert eine deutliche Verschärfung des Zugangs zu Spirituosen, orientiert am skandinavischen Modell mit einem Verkauf ausschließlich in lizenzierten Shops.</p>
<h3>E-Autos verursachen Ladepositas</h3>
<p>Grundsätzlich ist die Idee, den Zugang zu Spirituosen zu erschweren, keine blöde Idee. Auch wenn wir es nur zu gerne ausblenden, ist Alkohol die Volksdroge Nummer eins mit hohen Folgekosten für die Gesellschaft. Alkohol schadet nicht erst ab einer gewissen Menge pro Tag, sondern vom ersten Schluck an. Das wäre aber jetzt ein anderes Thema. Bleiben wir aber beim Tanken und der Gesundheit.</p>
<p>Laut einer von der Deutschen Allgemeinen Versicherung beauftragten <a href="https://newsroom.da-direkt.de/pressreleases/fuehren-e-autos-zu-ladepositas-neue-zahlen-zeigen-wer-laedt-snackt-3445514">Studie</a> sollen E-Autos dick machen. Die Kurzfassung: Weil die Autos so lange an der Ladesäule hängen, würden die Fahrerinnen und Fahrer in der Wartezeit mehr snacken. Wurst, Softdrinks oder Schokoriegel etc. würden „getankt&#8220; und zu Ladepositas führen. Hier wird ein Zusammenhang suggeriert, der so nicht gibt.</p>
<p>Tatsächlich hängt das individuelle Ernährungsverhalten nicht davon ab, wie viel Zeit man an der Ladesäule beziehungsweise Zapfsäule verbringt. Methodische Fragen stellen sich zudem auch noch. Nicht alles, wo „Studie&#8220; draufsteht, ist auch wirklich aussagekräftig. Der Begriff Ladepositas ist zudem maßlos überzogen und verharmlost zudem das tatsächliche Problem. In Deutschland gibt es zunehmend mehr Menschen mit Übergewicht — darunter viele, die weder Auto noch E-Auto haben.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/05/15/ladepositas-nach-achtstundentag/">Ladepositas nach Achtstundentag</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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		<title>Zehn Teelöffel – warum wir mehr Zucker essen, als wir denken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tboley]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 13:27:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zucker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Tagesration Zucker" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
<p>    Neun Gramm Zucker pro Keks – und ich hab's jahrelang nicht gelesen. Ein ehrlicher Blick darauf, was Zucker im Körper anrichtet und warum wir so selten hinschauen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/05/08/zehn-teeloeffel-warum-wir-mehr-zucker-essen-als-wir-denken/">Zehn Teelöffel – warum wir mehr Zucker essen, als wir denken</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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    <p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Tagesration Zucker" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/54129646-9926-4804-9b88-4aff1e5f60bf-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
    <p> 	Neun Gramm Zucker pro Keks – und ich hab&#8217;s jahrelang nicht gelesen. Ein ehrlicher Blick darauf, was Zucker im Körper anrichtet und warum wir so selten hinschauen.<span id="more-24131"></span></p>
<h3>Zehn Teelöffel</h3>
<p>Auf der Kekspackung vor mir stehen neun Gramm Zucker. Pro Stück. Ich habe das heute zum ersten Mal gelesen – obwohl ich diese Kekse seit Jahren kaufe. Das sagt vielleicht mehr über mich aus als über den Keks. Aber es sagt auch etwas über Zucker: Man schaut einfach nicht hin. Und genau das ist das Problem.</p>
<p>Irgendwann vor ein paar Wochen habe ich angefangen, genauer hinzuschauen, was eigentlich drinsteckt in dem, was ich täglich esse. Nicht aus einem dieser Lifestyle-Momente heraus, nicht weil mir jemand einen Podcast empfohlen hat – sondern weil mich schlicht interessiert hat, wie das funktioniert. Was ich rausgefunden habe, war unangenehm genug, um darüber zu schreiben.</p>
<h3>Wir essen zu viel. Deutlich zu viel.</h3>
<p>Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt maximal 50 Gramm Zucker am Tag – das entspricht etwa zehn Teelöffeln. Deutsche Frauen kommen im Durchschnitt auf 61 Gramm, Männer auf 78. Kinder liegen zum Teil noch höher. Das ist kein Randproblem, das sind Durchschnittswerte.</p>
<p>Jetzt könnte man sagen: Na und, ein bisschen Zucker schadet doch nicht. Stimmt. Aber es ist eben nie „ein bisschen&#8220;. Der Körper antwortet auf jeden Zuckereinschlag mit Insulin – und wenn das ständig passiert, wird er irgendwann unempfindlich dagegen. Insulinresistenz. Und von dort ist der Weg zu Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen und Schlaganfall kürzer, als man gerne glaubt.</p>
<h3>Das Hinterlistige ist: Man merkt es meist nicht.</h3>
<p>Zucker versteckt sich. Nicht nur im Keks – auch im Joghurt mit Fruchtgeschmack, im Fertigsalat, in der Tomatensauce aus dem Glas. Und dann unter Namen, die kein normaler Mensch auf Anhieb einordnet: Maltodextrin, Glukose-Fruktose-Sirup, Gerstenmalzextrakt. Alles Zucker. Der Körper macht keinen Unterschied – auch nicht zwischen raffiniertem Zucker und dem vermeintlich gesunden Agavendicksaft oder Honig. Gleiche Wirkung, nobleres Label.</p>
<h3>Und dann ist da noch die Sache mit dem Gehirn</h3>
<p>Zucker aktiviert das Belohnungssystem. Das klingt harmlos, ist es aber nicht ganz – denn dieser Mechanismus ist strukturell dem ähnlich, was bei anderen Substanzen zur Abhängigkeit führt. Wer mal versucht hat, Zucker konsequent zu reduzieren, kennt die ersten Tage: Müdigkeit, Gereiztheit, echte Entzugserscheinungen. Das Gehirn will seinen Kick.</p>
<p>Nach ein paar Wochen ohne – oder mit deutlich weniger – soll sich das umkehren. Bessere Haut, stabilerer Blutdruck, weniger Heißhunger. Und: Süßes schmeckt irgendwann zu süß. Was mich gleichzeitig hoffnungsvoll und leicht traurig stimmt.</p>
<p>Ich esse übrigens noch den Keks. Aber ich habe auf die Packung geschaut. 9 Gramm Zucker. Pro Stück.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/05/08/zehn-teeloeffel-warum-wir-mehr-zucker-essen-als-wir-denken/">Zehn Teelöffel – warum wir mehr Zucker essen, als wir denken</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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		<title>Zuckersteuer für Haushaltslöcher</title>
		<link>https://wildbits.de/2026/05/05/zuckersteuer-fuer-haushaltsloecher/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[tboley]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 08:31:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Haushaltslöcher]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenkassen]]></category>
		<category><![CDATA[Zucker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Zuckersteuer auf Softdrinks" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer.jpg 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer-660x440.jpg 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer-1024x683.jpg 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
<p>    Mit der Einführung einer Zuckersteuer lässt sich das marode Gesundheitssystem nicht retten. Radikale Reformen bleiben aus. Auf halber Strecke Nehmen wir mal an, natürlich rein fiktiv, ein Zug würde auf halber Strecke liegenbleiben. Ein Sprecher der Deutschen Bahn würde dann live im Fernsehen sagen, alles in Ordnung, der Zug habe doch sein Ziel erreicht. Bisher [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/05/05/zuckersteuer-fuer-haushaltsloecher/">Zuckersteuer für Haushaltslöcher</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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    <p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Zuckersteuer auf Softdrinks" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer.jpg 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer-660x440.jpg 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer-1024x683.jpg 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/05/zuckersteuer-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
    <p> 	Mit der Einführung einer Zuckersteuer lässt sich das marode Gesundheitssystem nicht retten. Radikale Reformen bleiben aus.<span id="more-24126"></span></p>
<h3>Auf halber Strecke</h3>
<p>Nehmen wir mal an, natürlich rein fiktiv, ein Zug würde auf halber Strecke liegenbleiben. Ein Sprecher der Deutschen Bahn würde dann live im Fernsehen sagen, alles in Ordnung, der Zug habe doch sein Ziel <strong>erreicht</strong>. Bisher ist in der Führungsetage noch niemand auf diese Art der Strategie gekommen. Wer das Ziel nicht erreicht hat, hat das Ziel nicht erreicht. So war das in der Polarforschung beim Erreichen des Nordpols bei Fridtjof Nansen und so ist es bei <strong>der Bundesgesundheitsministerin</strong> Nina Warken mit ihrer Gesundheitsreform.</p>
<p>Abgesehen davon haben die meisten von uns vermutlich die naive Vorstellung, <strong>dass</strong> „Reform&#8220; bedeutet, etwas besser zu machen. Aber man muss ja nichts schlecht reden, was bereits erkennbar schlecht ist. Selbstverständlich wird niemand leugnen, dass sich unser Gesundheitssystem in ziemlicher Schieflage befindet. Die Ergebnisse der <strong>Finanzkommission</strong> Gesundheit sind <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/finanzkommission-gesundheit-ergebnisse-30-03-26" target="_blank" rel="noopener">öffentlich einsehbar</a>.</p>
<p><strong>Entscheidend</strong> ist an der Stelle, ob man das Ganze als Selbstbedienungsladen <strong>betrachtet</strong> und sich einzelne Vorschläge rauspickt. Oder hingeht und eine <strong>ansich</strong> gute Idee wie die Zuckersteuer zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet — dazu später mehr.</p>
<p>Ziemlich gewundert hat mich, warum bei Beziehern einer Grundsicherung nicht die Übernahme der Versicherungskosten zu 100 % aus Steuermitteln erfolgt.</p>
<h3>Klingbeil vernascht Zuckersteuer</h3>
<p>Bundesfinanzminister Lars Klingbeil lehnt es ab, Krankenkassenbeiträge für Bezieher einer Grundsicherung aus Steuermitteln zu bezahlen. Das spart ihm 12 Milliarden Euro jährlich, hat aber mit sozialdemokratischer <strong>Politik</strong> meiner Meinung nach nichts zu tun. Die Krankenkassenbeiträge werden nämlich nach wie vor von den Versicherten der gesetzlichen Krankenkasse getragen, ganz unabhängig davon, wie der Bezieher der Grundsicherung vorher versichert war. Wenn ein Selbstständiger, der vorher privat versichert war, in die Grundsicherung rutscht, zahlen das diejenigen, die Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung sind.</p>
<p>Eigentlich müssten dafür alle aufkommen, also auch die Privatversicherten. Daher wäre, wie <strong>in den Empfehlungen</strong> der Finanzkommission vorgeschlagen, eine Finanzierung aus Steuermitteln sozial gerecht.</p>
<p>Kommen wir aber zu einem meiner Lieblingsthemen, der Zuckersteuer. Eine Konsumsteuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke einzuführen, halte ich für längst überfällig. Der Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und ernährungsbedingten Erkrankungen ist längst nachgewiesen. Diese Erkrankungen trägt das Gesundheitssystem, deshalb wäre eine Zuckersteuer, die wie von der Kommission vorgeschlagen zur Stärkung der Prävention verwendet wird, ein großer Fortschritt.</p>
<p>Statt die Einnahmen durch eine Zuckersteuer für die Prävention zu verwenden, werden damit Haushaltslöcher bei den Krankenkassen gestopft.</p>
<p>Man muss sich ernsthaft fragen, warum nicht grundsätzlich die Systemfrage gestellt wird. Braucht es einen <strong>Wettbewerb</strong> im <strong>Gesundheitssystem</strong>? Sind kranke Menschen Marktteilnehmer auf Augenhöhe? Wäre es nicht besser, <strong>gesetzliche</strong> Krankenkassen und private Krankenkassen zu einer Krankenkasse zu verschmelzen?</p>
<p>Wer es sich leisten kann, wechselt in die private Krankenversicherung. Für den Rest bleibt nur die gesetzliche Krankenversicherung, die immer weiter zusammengespart wird.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/05/05/zuckersteuer-fuer-haushaltsloecher/">Zuckersteuer für Haushaltslöcher</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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		<title>Kaufhausdirektor Friedrich Merz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tboley]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 04:51:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsreform]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1402" height="1122" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz.png 1402w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz-660x528.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz-1024x819.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz-768x615.png 768w" sizes="(max-width: 1402px) 100vw, 1402px" /></p>
<p>    Von der Volkspartei zum Vollsortimenter. Die CDU positioniert sich neu und verwechselt Marktwirtschaft mit Demokratie. Leere Regale Am Samstag nahm Friedrich Merz in Marburg auf einer Tagung des Arbeitnehmerflügels der CDU teil. In seiner Begrüßungsrede sprach der CDA-Bundesvorsitzende Dennis Radtke und verglich die CDU mit einem Kaufhaus mit Vollsortiment. Friedrich Merz als Parteivorsitzender der CDU [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/04/28/kaufhausdirektor-friedrich-merz/">Kaufhausdirektor Friedrich Merz</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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    <p><img width="1402" height="1122" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz.png 1402w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz-660x528.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz-1024x819.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/kaufhausdirektor_merz-768x615.png 768w" sizes="(max-width: 1402px) 100vw, 1402px" /></p>
    <p> 	Von der Volkspartei zum Vollsortimenter. Die CDU positioniert sich neu und verwechselt Marktwirtschaft mit Demokratie.<span id="more-24121"></span></p>
<h3>Leere Regale</h3>
<p>Am Samstag nahm Friedrich Merz in Marburg auf einer Tagung des Arbeitnehmerflügels der CDU teil. In seiner Begrüßungsrede sprach der CDA-Bundesvorsitzende Dennis Radtke und verglich die CDU mit einem Kaufhaus mit Vollsortiment. Friedrich Merz als Parteivorsitzender der CDU sei in diesem Bild der Kaufhausdirektor, was dieser dann gleich zu Beginn seiner eigenen Rede aufnahm.</p>
<p>Das Spannende an der Aussage ist eigentlich: Wir wissen, wie es um Kaufhäuser in Deutschland schon seit Jahren steht. Ehrlicher wäre es vermutlich gewesen, von Friedrich Merz als Konkursverwalter zu sprechen. Aber eigentlich ist er ja die letzte Patrone der Demokratie. Wobei nein, das ist ja Wolfgang Kubicki für die FDP. Abgesehen davon: Man kennt es ja aus Filmen, wo eine große Übermacht von Feinden, Aliens oder was auch immer heranstürmt. Verzweifelt wehren sich die eingeschlossenen Verteidiger, aber die Munition geht zur Neige. Die letzte Patrone, tja, die lässt man für sich selber übrig.</p>
<p>Diese Woche kommt Merz nach Emden zur Nationalen Maritimen Konferenz. Kaufhäuser gibt es hier schon lange nicht mehr zu besichtigen. Dafür gestresste Abiturienten, die fürchten, dass die Demonstrationen gegen Merz sich trotz anderweitiger Aussagen doch überschneiden mit ihren Prüfungen. Die Flugverbotszone rund um die Nordseehalle sieht jedenfalls aus, als würde man einem Bombenfund nachgehen. Klingt vielleicht absurd, aber in den Osterferien wurde vor Beginn einer Baumaßnahme ein Blindgänger auf dem Schulhof eines Emder Gymnasiums gefunden — eine Krawatte hatte er nicht um.</p>
<h3>Statt Kaufhausdirektor Frühstücksdirektor?</h3>
<p>Bleiben wir noch mal kurz beim Kaufhausdirektor. Immerhin wurde Friedrich Merz bisher nicht als Frühstücksdirektor bezeichnet, also jemandem, der nur den Grüßaugust gibt und keine echten Entscheidungen trifft. Merz trifft zusammen mit der Bundesregierung echte Entscheidungen. Hier stellt sich dann jedoch die Frage, wer davon profitiert und wer darunter leidet. Reformen mit Augenmaß, die soziale Fragen im Fokus haben, dürfen in dieser Legislaturperiode wohl kaum vom Unionsteil der Bundesregierung erwartet werden. Obwohl Merz auf der CDA-Tagung seine Aussage, die gesetzliche Rente würde allenfalls als Basissicherung reichen, relativiert hat, ist der Kurs gesetzt. Nach enorm positiven Erfahrungen mit der Riester-Rente oder der sogenannten Volksaktie möchte man die Deutschen zu einer privaten Vorsorge motivieren.</p>
<p>Als ob Krankenpfleger, Amazon-Fahrerinnen und andere Berufsgruppen überhaupt genügend Einkommen hätten, welches sie zusätzlich in eine private Vorsorge stecken könnten.</p>
<p>Dabei ist die Rente nicht die einzige Baustelle, an der es die Bundesregierung so richtig versemmeln kann. Bei der angekündigten Gesundheitsreform sind die Lasten ungerecht verteilt. Die Kürzung der Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall lässt sich in aller Deutlichkeit nur als große Sauerei bezeichnen. Genau wie die Überlegungen, den 1. Mai als Feiertag abzuschaffen.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/04/28/kaufhausdirektor-friedrich-merz/">Kaufhausdirektor Friedrich Merz</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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		<title>Halbmarathon nach Ungarn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tboley]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 13:27:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Halbmarathon am Autokorso vorbei" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
<p>    Ungarn wählte sich zurück nach Europa und eine Bundestagsabgeordnete der Grünen lief einen Halbmarathon. Nur sehr bedingt Ungarn Schaut man sich den Teaser an, könnte fast so was wie Hoffnung aufkommen. Nach 16 Jahren Regierungszeit wurde Viktor Orbán von den ungarischen Wählerinnen und Wählern abgewählt. Die restlichen Mitgliedsstaaten Europas (bis auf ein paar Ausnahmen) hoffen [&#8230;]</p>
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    <p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Halbmarathon am Autokorso vorbei" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260420_1523_Image-Generation_simple_compose_01kpngy3wxep6aa0mta05fddwb-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
    <p> 	Ungarn wählte sich zurück nach Europa und eine Bundestagsabgeordnete der Grünen lief einen Halbmarathon.<span id="more-24118"></span></p>
<h3>Nur sehr bedingt Ungarn</h3>
<p>Schaut man sich den Teaser an, könnte fast so was wie Hoffnung aufkommen. Nach 16 Jahren Regierungszeit wurde Viktor Orbán von den ungarischen Wählerinnen und Wählern abgewählt. Die restlichen Mitgliedsstaaten Europas (bis auf ein paar Ausnahmen) hoffen damit auf ein Ende der Blockadepolitik Ungarns bei EU-Entscheidungen. Verhaltener Optimismus ist vermutlich die beste Reaktion auf das Wahlergebnis. Ungarn ist weiterhin stark von russischen Energieimporten abhängig. Zudem ist Peter Magyar jemand, der seine Karriere in der Fidesz-Partei von Orbán begonnen hat — genau so wie seine zukünftige Außenministerin Anita Orbán (nicht verwandt mit Viktor Orbán).</p>
<p>Aber wir haben ja noch eine andere Schlagzeile vom zweiten Aprilwochenende. Die Grünenpolitikerin Ricarda Lang lief ihren ersten Halbmarathon. Bevor jetzt irgendjemand mit Häme, Bodyshaming etc. um die Ecke kommt: Ich finde, das ist eine großartige Leistung von Frau Lang, vor der ich enormen Respekt habe. Ein Halbmarathon, das sind 21 Kilometer. Das in zweieinhalb Stunden zu schaffen, muss man selber erstmal schaffen, bevor man seine Klappe aufreißt. Laut eigener Aussage wollte sie sich beweisen, dass sie das durchzieht.</p>
<p>Genau das ist der Spirit, mit dem man etwas verändern kann, gerade auch in Bezug auf seine Gesundheit. Nicht verändern kann man dagegen mit einem dämlichen Autokorso.</p>
<h3>Von Emden bis nach Washington</h3>
<p>Versuchen wir es mal mit einem einfachen Bild. Aus Protest darüber, dass die Feuerwehr meiner Meinung nach untätig ist, zünde ich mein Haus an. Klingt das logisch? Vermutlich genauso wenig wie wenn man mit einem Autokorso von Emden nach Berlin fährt, um damit gegen die zu hohen Spritpreise zu protestieren. Man muss sich an dieser Stelle ernsthaft fragen, ob es bereits eine Untersuchung über die beim Tanken entweichenden Dämpfe auf die Gehirnleistung gibt. Dem Organisator des Konvois ging es darum, ein sichtbares Zeichen zu setzen. In gewisser Weise ist das wohl auch gelungen.</p>
<p>Schauen wir uns doch mal etwas genauer die Zusammenhänge an. Die Preise für Rohöl und somit auch Benzin sind gestiegen, weil die Straße von Hormus durch den Iran blockiert wird — der zudem auch noch durch Raketenangriffe auf Anrainerstaaten die Ölförderung schwer behindert. Beides ist wiederum eine Reaktion auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA unter ihrem Präsidenten Donald Trump gegen den Iran.</p>
<p>Weder Bundeskanzler Friedrich Merz noch die Bundesregierung haben das zu verantworten. Fakt ist: Wenn weltweit 20 Prozent weniger Öl zur Verfügung steht, muss auch der Verbrauch um 20 Prozent reduziert werden. So bitter das klingt, das geht nur über den Preis. Angebot und Nachfrage, ihr wisst schon. Ein Preisdeckel, Tankrabatte oder ähnliche Lösungen sind eine Milchmädchenrechnung.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/04/20/halbmarathon-nach-ungarn/">Halbmarathon nach Ungarn</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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		<title>Grönemeyer sein Ehrentag</title>
		<link>https://wildbits.de/2026/04/12/groenemeyer-sein-ehrentag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[tboley]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 10:08:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Grönemeyer" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
<p>    Der Mensch bleibt Mensch. Und Herbert Grönemeyer bleibt sich und seinen Fans über Jahrzehnte treu. 4630 Bochum Hoffentlich habe ich mit der Überschrift den richtigen Ton getroffen. Nicht nur eigentlich komme ich nicht aus dem Pott. Dort habe ich lediglich viele Jahre gearbeitet. Meine Wurzeln liegen am Niederrhein, aber für Platt hat es bei uns [&#8230;]</p>
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    <p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Grönemeyer" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260412_1204_Image-Generation_simple_compose_01kp0jd90ee4fv9ebw5k6gzec2-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
    <p> 	Der Mensch bleibt Mensch. Und Herbert Grönemeyer bleibt sich und seinen Fans über Jahrzehnte treu.<span id="more-24114"></span></p>
<p><strong>4630 Bochum</strong></p>
<p>Hoffentlich habe ich mit der Überschrift den richtigen Ton getroffen. Nicht nur eigentlich komme ich nicht aus dem Pott. Dort habe ich lediglich viele Jahre gearbeitet. Meine Wurzeln liegen am Niederrhein, aber für Platt hat es bei uns in der Familie nicht gereicht. Im Übrigen stammt unser heutiges Geburtstagskind auch nicht aus dem Pott, sondern aus Göttingen — Sturmfest und erdverwachsen, Niedersachsen. Allerdings ist er dann in Bochum, der Herzkammer des Ruhrgebiets, sozusagen aufgewachsen. Wobei das die Dortmunder vermutlich anders sehen.</p>
<p>Jedenfalls, der Herbert Grönemeyer wird heute 70 Jahre alt. Vermutlich ist es schon fast eine Untertreibung, wenn man schreibt, dass er mit seiner Musik das Leben vieler Menschen nicht nur aus dem Ruhrgebiet geprägt hat. Meins auf jeden Fall und wie erwähnt, ich komme nicht mal aus dem Pott. Für mich war der erste Berührungspunkt mit der Musik von Grönemeyer sein Album „4630 Bochum&#8220;. Nicht im Erscheinungsjahr 1984, denn mit gerade mal 13 Jahren hatte ich mit Musik nichts am Hut. Es dauerte tatsächlich sechs weitere Jahre, bis ich zum ersten Mal die Stücke auf dem Album hörte. Es war dann auch gleich meine zweite CD, die ich mir kaufte. Der titelgebende Song ist mehr oder weniger zu einer Hymne der Region geworden, was wohl seine anhaltende Beliebtheit ausmacht.</p>
<p><strong>Ohne Schminke</strong></p>
<p>Zur ungeschminkten Wahrheit gehört aber auch, dass ich mit Bochum noch mehr verbinde als die Musik von Grönemeyer. Das aber wäre ein ganz anderes Kapitel. Bleiben wir daher lieber bei der Musik. Wenn ich so meinen Musikbestand — den echten, nicht irgendwo bei einem Streaminganbieter — durchkämme, dann habe ich neben der bereits erwähnten CD noch „Chaos&#8220;, „Mensch&#8220; und „12&#8243;. Gekauft habe ich „Chaos&#8220; direkt im Erscheinungsjahr. Für das nächste Album, „Bleibt alles anders&#8220;, brauchte Grönemeyer dann aus Gründen fünf Jahre. Nicht nur dass ich persönlich dann schon ganz woanders war, sondern ich studierte in Bielefeld. Die anderen beiden Alben von Grönemeyer kaufte ich dann erst viel später und nach „1 nach 12&#8243; riss mein Draht zu seiner Musik aus unerklärlichen Gründen ab.</p>
<p>Über seinen Geburtstag bin ich dann erst in der ARD-Mediathek gestolpert. Dort gibt es die sehenswerte Dokumentation „<a href="https://www.ardmediathek.de/film/groenemeyer-alles-bleibt-anders/Y3JpZDovL3dkci5kZS9laW56ZWxzdHVlY2tlZnVlcmRva3VzL3BvY19pbXBvcnRfNDAwNDA4OTk4NA" target="_blank" rel="noopener">Grönemeyer &#8211; Alles bleibt anders</a>“. In einer Szene taucht dann<em> Paula Hartmann</em> auf. Verdammt, die Frau kann singen. Wirklich beeindruckend, so dass man sich zwangsläufig fragt, warum Deutschland nicht so jemanden zum <a href="https://wildbits.de/2025/05/20/esc-2025-in-basel/">ESC</a> schickt, statt sich mit lauwarmen Liedchen ständig zwei blaue Augen mit hinteren Platzierungen einzufangen.</p>
<p>Wie dem auch sei: Alles Gute zum Geburtstag! Ich nehme ihn zum Anlass, die Musik von Herbert Grönemeyer wieder für mich zu entdecken und Lücken in der Sammlung zu füllen.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/04/12/groenemeyer-sein-ehrentag/">Grönemeyer sein Ehrentag</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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		<title>Frieden mit Sicherheit</title>
		<link>https://wildbits.de/2026/04/05/frieden-mit-sicherheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[tboley]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 10:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Ostermarsch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Frieden um jeden Preis?" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
<p>    Sicher hat Frieden einen Preis. Ohne Freiheit ist Frieden jedoch nichts wert. Einfach zum Mond schießen Ostern verbinden die meisten Christen mit einer guten Botschaft. Aus meiner Sicht gab es für die gesamte Menschheit vor Ostern auch eine gute Nachricht. Zum ersten Mal seit über 50 Jahren sind wieder Menschen unterwegs zum Mond. Gut, der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/04/05/frieden-mit-sicherheit/">Frieden mit Sicherheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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    <p><img width="1536" height="1024" src="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw.png" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Frieden um jeden Preis?" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw.png 1536w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw-660x440.png 660w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw-1024x683.png 1024w, https://wildbits.de/wp-content/uploads/2026/04/20260405_1224_Dove-Over-Peace-Rally_simple_compose_01knejqdmzfsra82yg83xgx5sw-768x512.png 768w" sizes="(max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></p>
    <p> 	Sicher hat Frieden einen Preis. Ohne Freiheit ist Frieden jedoch nichts wert.<span id="more-24110"></span></p>
<p><strong>Einfach zum Mond schießen</strong></p>
<p>Ostern verbinden die meisten Christen mit einer guten Botschaft. Aus meiner Sicht gab es für die gesamte Menschheit vor Ostern auch eine gute Nachricht. Zum ersten Mal seit über 50 Jahren sind wieder Menschen unterwegs zum Mond. Gut, der wird nur umrundet, immerhin geht es aber um die Vorbereitungen für eine Mondlandung. Seitdem ich denken kann, fasziniert mich der Weltraum und seine Eroberung durch den Menschen. Die Artemis-2-Mission ist ein Lichtblick nach gefühltem Stillstand.</p>
<p>Es gibt natürlich Stimmen, die sagen, die USA hätten die falschen Amerikaner zum Mond geschossen. Aber damit sind wir dann schon bei den üblichen schlechten Nachrichten und dem täglichen Trump-Wahnsinn. Der Krieg gegen den Iran geht weiter, aber hey, damit führen schon zwei (ehemalige) Supermächte völkerrechtswidrige Kriege gegen andere Nationen. So schlimm der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine auch ist, eins muss man Russland zugute halten: Putin versucht nicht, mit erpresserischen Methoden andere bisherige Bündnispartner in den Krieg zu verstricken (oder wir wissen noch nichts darüber), und er ändert auch nicht mindestens einmal täglich seine Meinung. Zudem glauben deutlich weniger Menschen, dass Russland eine Demokratie ist.</p>
<p>Krieg greift um sich, und eine alte Gewissheit drängt sich wieder auf: Nichts ist wirklich sicher, und wir leben trotz der langen Illusion einer friedlichen Zeit wieder am Rande des Abgrundes. Man sollte meinen, in diesem Jahr wären die Ostermärsche überdurchschnittlich besucht gewesen.</p>
<p><strong>Nicht um jeden Preis Frieden?</strong></p>
<p>Tatsächlich war die Abschlusskundgebung gestern Mittag in Emden mäßig in Bezug auf die Teilnehmerzahl. Nicht mal die Hälfte des Neumarkts war voll. Als mäßig empfand ich auch den Redebeitrag von Jaquelin Andres. Zu viele Dinge in einen Topf geworfen, vor allem zu undifferenziert. Und dann noch Parolen aus der Mottenkiste, die ich so schöner fände:</p>
<blockquote><p>Guter Pudding, gutes Geld, Dr. Oetker kommt aus Bielefeld</p></blockquote>
<p>Lassen wir den Quatsch an dieser Stelle. Jaquelin Andres hat mich genauso wenig überzeugt wie – und hier wird es für mich wirklich bitter – Heribert Prantl am 26. März im Rahmen einer Veranstaltung in der Johannes a Lasco Bibliothek. Ja, genau der Heribert Prantl, dessen Texte in der Süddeutschen Zeitung mich viele Jahre begleitet und geprägt haben. Bereits im Vorfeld hatte ich schon so ein Bauchgefühl, dass mich die Veranstaltung „Frieden in unfriedlichen Zeiten&#8220; nicht ganz abholen würde.</p>
<p>Natürlich bin ich für Frieden, aber nicht um jeden Preis. Die bittere Erkenntnis aus meinen bisherigen Lebensjahren steht im Widerspruch zu Matthäus 5,39:</p>
<blockquote><p>Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.</p></blockquote>
<p>Die Realität sieht leider so aus: Wer auch noch die andere Wange hinhält, wird erst recht zum Opfer. Nicht mal im Traum würde ich es wagen, den Menschen aus der Ukraine Matthäus 5,39 vorzulesen, wenn sie uns Deutsche um Waffenlieferungen bitten. Das unterscheidet mich nicht nur von Jaquelin Andres. Auch große Teile des Publikums bei der Veranstaltung mit Prantl zählten sich zu den extremen Pazifisten.</p>
<p>Als gegen Ende eine Schülerin davon sprach, dass sie zu Beginn des Krieges in der Ukraine 12 Jahre alt war, nicht wisse, warum dort gekämpft wird, und dass es schließlich nicht ihr Krieg sei und Deutschland sich raushalten müsse, ging mir eine Frage durch den Kopf: Was haben wir falsch gemacht?</p>
<p>Gerade wir hier in Ostfriesland sollten uns das Motto der Friesischen Freiheit vor Augen halten: „Lever dood as Slaav&#8220;</p>
<p>Frieden in Unfreiheit hat keinen Wert.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den pers&ouml;nlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem Urheberrecht.</small><p>Der Beitrag <a href="https://wildbits.de/2026/04/05/frieden-mit-sicherheit/">Frieden mit Sicherheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://wildbits.de">Jenseits des täglichen Wahnsinns</a>.</p>
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