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		<title>Instagram will lead to the invention of the new guillotine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2025 09:44:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[The invention of Instagram will lead to the invention of the new guillotine once people understand what the lives of the rich and powerful actually look like. And that we were not supposed to actually know. And that it&#8217;ll be looked back on as this massive mistake of the 21st century to give people access [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>The invention of Instagram will lead to the invention of the new guillotine once people understand what the lives of the rich and powerful actually look like. And that we were not supposed to actually know. And that it&#8217;ll be looked back on as this massive mistake of the 21st century to give people access through what would have been hidden in Versailles 200 years ago.</p></blockquote>
<p>Ryan Broderick in der aktuellen Folge “<a href="https://pod.link/1740187810/episode/NDQxODcxM2EtN2Q1Yi0xMWYwLWEwNzUtNzdmNTY5ZTdiZjZi">Is the ghost of Epstein breaking MAGA?</a>”  des <a href="https://pod.link/1740187810"> Panic World Podcasts</a>.</p>
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		<title>Zwischen linkem Spin und CDU-Erzählung</title>
		<link>https://www.urbandesire.de/2025/02/03/zwischen-linkem-spin-und-cdu-erzaehlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 12:32:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin ratlos. Warum dieses Manöver der CDU ohne Not? Es ist ein Inhaltlose Debatte, die von beiden Seiten ohne wirklich Sachargumente geführt wird und nur auf Lautstärke setzt. Jedoch: Wenn man sich ansieht, wie Musk und Trump den amerikanischen Staat zerstören und in den Faschismus treiben, dann sind diese Umtriebe von Friedrich Merz letztlich eine Weichenstellung, um mit AfD und FDP in Deutschland ähnliches zu tun. …]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-pm-slice="1 1 []" data-en-clipboard="true">Ich konnte nicht schlafen und habe Podcasts gehört.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []" data-en-clipboard="true">Na klar, alle aktuellen, tagespolitischen Podcasts befassen sich auf die ein oder andere Art mit dem Entwicklungen im Bundestag. Steht die Brandmauer der demokratischen Parteien zur <a href="https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/warum-ist-die-afd-eine-rechtsextreme-partei-117027/">rechtsextremen</a> Partei AfD noch? Wer ist jetzt eigentlich an allem Schuld? Da gerade Wahlkampf ist, wird die Frage der Schuld noch einmal offenherziger diskutiert und entspinnt sich an der Konfliktlinie, wer eigentlich noch bereit ist mit wem zu stimmen und wer diese Anträge, diese Gesetze und letztlich die Demokratie den Extremisten eigentlich zum Fraß vorwerfen möchte. Merz und die CDU oder der Rot-Rot-Grüne Rest?</p>
<h5 data-pm-slice="1 1 []" data-en-clipboard="true">Linker Spin</h5>
<p data-pm-slice="1 1 []" data-en-clipboard="true">Die realitätsverweigernde Link-Woke-Bubble sagt natürlich – sehr verkürzt an dieser Stelle – , dass der machtgierige Merz sich verzockt hat. Er wollte eigentlich einen Wahlkampf mit dem Schwerpunkt Wirtschaftspolitik führen und die Migrationsdebatte außen vor lassen. Dann kam das Attentat in Aschaffenburg und er beging eine Kehrtwende. Mit seiner fast schon <a href="https://www.wiwo.de/politik/deutschland/tauchsieder-friedrich-merz-kann-es-nicht/30194086.html">trumpeskem Tag-Eins-Rede</a> und irgendwelchen Anträgen brachte er das Thema auf die Agenda und sich sowie die CDU im Bundestag unter Zugzwang. Der Rest ist bekannt: <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw05-de-zustrombegrenzungsgesetz-1042038">#Zustrombegrenzungsgesetz</a>. War diese Kehrtwende verursacht durch persönliche Betroffenheit gemischt mit impulsiver Sturheit – komme, was wolle – handeln zu müssen oder aber ein wahltaktisches Kalkül. Insofern die Merz-CDU mit der Besetzung des Themas Migration und dem <del>Vorgeben</del> Zeigen von Handlungsfähigkeit Stimmen am rechten Rand für die CDU zurückholen kann und dabei gleichzeitig die Unfähigkeit der aktuellen Rumpfregierung verdeutlicht.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []" data-en-clipboard="true">Viele Hintergründe, viel Küchenpsychologie der beteiligten Journalisten aber auch die ein oder andere interessante Information<sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup> findet sich im <a href="https://www.deutschlandfunk.de/der-politkpodcast-408-bundestag-was-treibt-merz-100.html">Deutschlandfunk Politikpodcast vom 1. Februar</a>. Die Folge heißt „Bundestag – Was treibt Merz?“.</p>
<h5 data-pm-slice="1 1 []" data-en-clipboard="true">Spin der CDU</h5>
<p data-pm-slice="1 1 []" data-en-clipboard="true">Eine andere Erzählung ist die der CDU. Mustergültig in diesen Wortwechsel-Podcast von Deutschlandfunk Kultur: <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/wortwechsel-100.html">„Migrationsdebatte – Zwischen Mitte und Brandmauer – Was ist noch konservativ?“</a> von Johannes Winkler, der aktuell Vorsitzender der Jungen Union ist. Der Spin dieser Erzählung geht anders. Aschaffenburg hat die echten Sorgen der Menschen ans Licht gebracht: Unkontrollierte Migration mit allen möglichen Folgen – vor allem aber Folgen für das Sicherheitsgefühl der Menschen. Folglich muss die Politik reagieren, weil die Menschen Lösungen erwarten. Merz hat in den letzten Tagen also nur nüchtern Politik auf Sachebene betrieben und mit dem Zustrombegrenzungsgesetz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zustrombegrenzungsgesetz#Inhalte_des_Entwurfs">Forderungen</a>  in den Raum gestellt, die die GroKo bereits beschlossen hatte. Der Widerstand von Grünen und vor allem von der SPD im Parlament war also nicht wirklich inhaltlich getrieben, sondern hier wurde ein Eklat aufgrund des Wahlkampfs heraufbeschworen. Grüne und SPD hätten deswegen niemals zugestimmt.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []" data-en-clipboard="true">Ich gebe zu, ich bin ein wenig ratlos. Warum dieses Manöver ohne Not? Klar ist natürlich, dass diesem Thema einiges an Debatte vorausgegangen ist: das <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/migration-debatte-faeser-zurueckweisungen-grenze-100.html">Scheitern</a> des Themas in der Ampel, die<a href="https://www.blaetter.de/ausgabe/2024/oktober/die-geschuerte-migrationspanik"> Vermengung von Asyl sowie Migration (Paywall)</a>, eine <a href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/312835/die-asylkrise-2015-als-verwaltungsproblem/">Krise der Verwaltung</a> beim Umgang mit der Migration sowie eine fehlgesteuerte Integrationspolitik in unserem Land.  Noch klarer ist auch, dass alle liberalen Kräfte davon abgestoßen sind und nun vielleicht viel weniger das konservative Angebot der CDU/CSU wählen werden. Und auch die Menschen, die sich die AfD bzw. Teile ihrer Standpunkte wünschen, werden nun stark darüber nachdenken CDU/CSU und FDP zu wählen. Es bleibt der fade Beigeschmack sowie die Lehre dieser Tage, dass wenn du möchtest, dass AfD-Positionen umgesetzt werden, letztlich kein Weg daran vorbeiführt, die AfD zu wählen. Denn die Union wird sich diesen Standpunkten ohnehin annähern oder zumindest nichts gegen diese Inhalte einzuwenden haben, sofern die AfD ihr zu Mehrheiten verhilft.</p>
<p data-pm-slice="1 1 []" data-en-clipboard="true">So oder so. Es ist ein Inhaltlose Debatte, die von beiden Seiten ohne wirklich Sachargumente geführt wird und nur auf Lautstärke setzt. Jedoch: Wenn man sich ansieht, wie Musk und Trump den amerikanischen Staat zerstören und in den Faschismus treiben, dann sind diese Umtriebe von Friedrich Merz letztlich eine Weichenstellung, um mit AfD und FDP in Deutschland ähnliches zu tun. Oder übersehe ich hier etwas?</p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;der interessante Fakt ist, dass es in vier bzw. unterhalb der vier kleinen Türmen des Reichstagsgebäudes jeweils vier Besprechungssäle für die Fraktionen gibt.</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Alte Helden</title>
		<link>https://www.urbandesire.de/2024/09/02/alte-helden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Sep 2024 20:48:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ging hier lange nicht mehr um Musik. Eigentlich ging hier lange überhaupt nichts mehr. Schade eigentlich. Eine meiner absoluten Lieblingsbands, die ab 2000 lange Zeit mein Leben bestimmt haben, waren die Smashing Pumpkins. In einem Ferienlager erhielt ich ein Mixtape – darauf waren neben vielen schönen Songs von Bush und den Foo Fighters auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ging hier lange nicht mehr um <a href="https://www.urbandesire.de/category/musik/">Musik</a>. Eigentlich ging hier lange überhaupt nichts mehr. Schade eigentlich.</p>
<p>Eine meiner absoluten Lieblingsbands, die ab 2000 lange Zeit mein Leben bestimmt haben, waren die Smashing Pumpkins. In einem Ferienlager erhielt ich ein Mixtape – darauf waren neben vielen schönen Songs von Bush und den Foo Fighters auch »Today« und »Disarm« vom 1993er Siamese Dreams-Album der Smashing Pumpkins.</p>
<p>Es traf mich damals wie ein Schlag. Zurück aus dem Urlaub versuchte ich jedes Songs der Band habhaft zu werden und arbeite mich durch das komplette Werk. Zeitweise kannte ich jedes Album, jede B-Seite. Besonders das Album Siamese Dreams hatte es mir angetan. Aber ich liebte auch Live- und Acoustic-Versionen der Songs, die ich monatelang mit einer 56k-Leitung nachts im Internet auftrieb. Für einige Zeit gab es in meinem <a href="https://www.youtube.com/watch?app=desktop&amp;v=Ima_47ypAEE">Walkman</a> später CD-Player nichts anderes – sprich ich war ein echter Fan. Es ist schwer zu beschreiben, was die Songs, die bis 2000 auf den Platten der Band erschienen, mir bedeuteten. Doch ich wurde Fan zu einer Zeit, als die Band kurz vor der Auflösung stand oder bereits aufgelöst war und konnte einige Jahre nur aus der Konserve des Plattenschranks leben.</p>
<h5>Rückkehr an einen Ort, den es nicht mehr gibt</h5>
<p>Ab 2007 fand sich die Band in verschiedenen Konstellationen wieder zusammen und brachte regelmäßig neuen Musik heraus. Doch nichts resonierte in mir. Egal ob Zeitgeist, Oceania, Mounments to an Elegy, Cyr, Atum und was da sonst in den gut 17 Jahren an Platten veröffentlicht wurde. Es gab immer wieder einzelne Songs, die herausstachen, kurz ins Ohr gingen, aber nichts, was dauerhaft berührte. Und so produzierten Sie Album für Album, aber der Sound der Gitarren, der überbordende Einsatz von Synthesizern und nicht zuletzt Billys Gesang fehlt ein wenig das Momentum, der Biss. Mir scheint es so, dass es mit seiner Musik an einen Ort Anfang der 1990er Jahre zurückkehren möchte, der so einfach nicht mehr existiert.</p>
<blockquote><p>„Siamese Dream“ ist keine Sammlung von Songs, sondern eine Sammlung von Tropen—Gitarrenhelden, majestätische Streicher, dröhnende Hallen, streunende Melodien, quälende Harmonien—arrangiert und dargeboten mit einem Spiel von Licht und Schatten, das die Erinnerungen und Sehnsüchte von Generationen anspricht. (<a href="https://pitchfork.com/reviews/albums/smashing-pumpkins-siamese-dream/" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Ich nehme das Fazit dieses Beitrag vorweg. Auch mit dem neuesten Album, Aghori Mhori Mei, das eine <a href="https://www.instagram.com/p/C-qguYxJY4Q/?utm_source=ig_web_copy_link&amp;igsh=MzRlODBiNWFlZA==" target="_blank" rel="noopener">selbsterklärte</a> Rückkehr zu den Wurzeln der Band (mutmaßlich Gish, Siamese Dreams und Mellon Collie) gelange ich nicht an den Ort, den die Pumpkins mal für mich bedeuteten. Aber vielleicht an dessen Ortschild. So nah kamen Sie dem noch nie. Wer das besichtigen will, kann sich mal den Opener <a href="https://on.soundcloud.com/SbHYCBNCoEMCUotw7" target="_blank" rel="noopener">Edin (via soundcloud)</a> oder des fantastischen <a href="https://soundcloud.com/smashingpumpkins/pentagrams?utm_source=clipboard&amp;utm_medium=text&amp;utm_campaign=social_sharing">Pentagrams</a> (obwohl es auch durchaus Anleihen vom 2014er Tiberious hat).</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Glühspuren</title>
		<link>https://www.urbandesire.de/2022/06/12/gluehspuren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jun 2022 11:13:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Urban Desire]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt am Stadtrand von Tübingen eine Gegend, die ich häufig besuchte. Das Wort „Gegend“ klingt schon viel zu ausladend. Es ist eher ein Ort. Ein kleiner Ort. Bahngleise sind zwischen Feldern eingequetscht. Hier und da hat ein geschäftstätiger Schwabe ein kleines Stück Land verpachtet, auf dem energiegeladene Menschen aus der Kernstadt dem kargen Feldboden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es gibt am Stadtrand von Tübingen eine Gegend, die ich häufig besuchte. Das Wort „Gegend“ klingt schon viel zu ausladend. Es ist eher ein Ort. Ein kleiner Ort. Bahngleise sind zwischen Feldern eingequetscht. Hier und da hat ein geschäftstätiger Schwabe ein kleines Stück Land verpachtet, auf dem energiegeladene Menschen aus der Kernstadt dem kargen Feldboden ein paar Beete abgerungen haben. Behelfsmäßig wurde auch eine Bank aufgestellt. In den mitgepachteten Obstbäumen muss immer eine Schaukel hängen. Flatterband grenzt die frei stehenden Parazellen von der Umwelt ab.</p>



<p>Zum beginnenden Spätsommer, wenn die Felder abgeerntet wurden, duftet es an diesem Ort so intensiv nach Stroh und Heu, dass man fast betäubt wird. Der beste Platz an diesem Ort ist dabei inmitten auf einem staubigen Schotterweg. Am Rand wiegen sich die Gräser im noch hitzigen Wind Süddeutschlands. Man blickt in Richtung Westen. Man blickt auf die Auen des Neckartals, die so saftiges Gras haben, dass es kaum zu glauben ist.</p>



<p>Die Sonne geht hier hinter einer moderaten Bergkette unter. Es sind fast keine Berge. Man blickt im Prinzip auch auf die Grenze von Protestantismus (Tübingen) und Katholizismus (Rottenburg), die sich hier kaum merklich – trotzdem existent – durch die Landschaft schlängelt. Ich kannte diesen Ort von meinem Fitnessbemühungen der Tübinger Jahre. Ich lief regelmäßig durch das Neckartal vorbei an den Gräsern, über die saftigen Wiesen und trat an guten und fitten Tagen zum Katholizismus über, bei dem ich aber oft nicht lang verweilte. Auch jenseits der Laufstrecke besuchte ich diesen Ort oft und wollte den Sonnenuntergang beobachten. Ich schaffte es selten. Stattdessen beobachtete ich nur das Verglühen des Tages, wenn die Sonne schon hinter den Hügeln ist und langsam an Kraft verliert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="die-wohnung-der-tausend-boden">Die Wohnung der tausend Böden</h2>



<p>All euren Kitschvorwürfen nun einmal standhaltend, denke ich, war dieser Ort am Rande der Stadt in dieser Zeit mein Platz, um die Gedanken ein wenig zu ordnen. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon allein in Tübingen. Katze weg, Wärme weg und selbst Schuld. Guten Freunden erzählte ich immer wieder die Geschichte der Trennung. Wie ich an einem Tag hunderte von Kilometer von Tübingen nach Leipzig und zurück fuhr und auf der A6 so heftig schluchzend „Heavy Seas of Love” von Damon Albarn hörte, dass ich anhalten musste.</p>



<p>Zurück in Tübingen schritt ich nun manchen Spätnachmittag allein über die zahlreichen Fußböden der ehemals gemeinsamen Wohnung und war traurig. Vielleicht war es auch nur Selbstmitleid. Trotzdem… war alles nicht einfach. Die Wohnung hatte wirklich eine unfassbare Anzahl an verschiedenen Fußböden. Auf den knapp 65 Quadratmetern hatte jeder Raum seinen eigenen Untergrund erhalten: Holzdielenfußboden, Parkettfußboden, Linoleum, Teppich auf Linoleum, Fließen und Linoleum-Fließen. Letztere ersetzte die Vermieterin später durch Laminat. Um diesem Patchwork der schwäbischen Innenausstattung zu entkommen, spazierte ich gern an den Rand der Stadt, der nun ja unweit dieser Wohnung lag.</p>



<p>Ein Besuch an diesem Ort blieb mir besonders in Erinnerung. Er war Folge einer Email, die in dieses damalige, so zittrige Universum des Liebeskummers gesandt wurde. Mein Herz schlug bis zum Hals als ich den Posteingang öffnete und – fast schon poetisch wie die Verzögerung beim Öffnen eines papiernen Briefes – dass mein altes Smartphone eine ganze Weile brauchte, um die Nachricht zu laden und den schier endlos langen Text auf dem winzigen Bildschirm zurechtzurendern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="post-von-damals">Post von damals</h2>



<p>Es war eine Nachricht, die es in sich hatte. Sie war der Durchlauf, ja fast schon wilde Durchritt durch eine noch frühere Bekanntschaft. In wenigen Sätzen, faszinierend unprätentiös, wurde ein früheres Leben aus der Versenkung geholt, das dem gerade gescheiterten Leben hier in Tübingen vorausging. Kleine, fast schon vergessene Stationen, die ihr vielleicht noch mehr bedeuteten als mir … damals wie heute. Aber so genau kann ich es heute gar nicht mehr sagen, denn es wurde da in dieser Nachricht ein Bild von mir gezeichnet, das ich schon gar nicht mehr richtig kannte. Das liegt vermutlich daran, dass ich bei dem Versuch Fehlgeschlagenes und Verletztendes zu vergessen (besser zu verdammen) – auch damit begonnen hatte, einen Teil von dem zu vergessen, wer ich mal war.</p>



<p>Ich hastete – vielleicht auf dem Dielenboden, vielleicht auch auf den Linoleum-Fließen – durch die schönen und dann auch durch die nicht so schönen Erinnerungen, die in dieser Nachricht ausgebreitet wurden. Vieles davon lag einige Zeit zurück, etwa fünf Jahre. In der Nachricht wurde nachskizziert wie aus Bekanntschaft, Freundschaft und dann vielleicht so etwas wie kurze Leidenschaft wurde, um am Schluss in Stille zu enden. Aber es war nicht nur historisches in dieser Nachricht versammelt – WG-Geschichten, Partys, Küsse – nein, diese Nachricht war gespickt mit Dingen aus der unmittelbaren Gegenwart. Tweets, Songs, die ich vor Kurzem online postete, weil sie mir etwas bedeuteten. Es war verstörend, dass nach all den Jahren und nach all dem Schweigen, meinerseits, sie offenbar noch immer ab und an meine Glühspuren verfolgt.</p>



<p>Und da saß ich nun. Zwischen den Feldern in der Nähe der Bahngleise und wusste nicht recht, was ich zu all dem denken sollte. Ich weiß nur noch, wie ich versuchte anhand meiner eigenen Glühspuren, die ich schon damals in Form von Gezwitscher und rührseligen Blogposts im Netz hinterließ, mir wieder in Erinnerung zu rufen, was damals zu der Zeit, von der die Nachricht berichtete, los war. In mir. Wie war das als die Senderin dieser Nachricht und ich uns noch nahe standen, wie war noch mal das Gefühl, damals, als dass, was ein Endpunkt für uns beide zu werden drohte, aufzog. Als ich mich an ihren Erinnerungen und meinen Glühspuren zurückhangelte, fiel mir auf, dass ich in all den Jahren immer wieder an sie und an unsere gemeinsame Zeit gedacht hatte. Ich denke, schlicht aus dem Grund heraus, weil es nicht abgeschlossen war. Klar, Abschluss. Da verlangt man vielleicht zu viel. Menschen gehen auseinander. So etwas passiert. Man verliebt sich, glaubt es zumindest und dann ändern sich die Dinge. Ich hegte nie Groll gegen Sie. Ich weiß nur noch, dass ich damals total unter Schock stand als in meinem Zimmer ihren Brief öffnete (oder vielleicht war es auch eine E-mail), in der das Ende verkündet wurde. Es ist ja immer Kennzeichen solcher Nachrichten, dass darin von Plänen berichtet wird, die für einen neu sind und in denen man selbst keine Rolle spielt. Damals war das irgendwas mit Rumänien&#8230; Nach dem ersten Schock ging ich dann in brutalen Selbstschutz über und ignorierte alle Kontaktangebote. Vielleicht ein Zeichen, dass mir all das wichtig war und mich vollkommen entsetzt fühlt, dass aus unser Freundschaft kurz Leidenschaft entstand, die dann in noch viel kürzerer Zeit abgefackelt wurde. Vielleicht hatte ich mich damals auch nicht genug angestrengt, aufregend zu sein, begehrenswert oder sonst etwas.</p>
<p>Der Brief, der eigentlich nur eine fröhliche Kontaktaufnahme ohne Hintergedanken sein soll. Er berichtet von Babyfüßen und Babyatem auf dem Bauch . Er fragt mich aber auch, ob ich noch immer Groll hege? Sicher, jetzt nicht mehr. Aber damals. Vielleicht war es damals nur so ein Schock für mich, weil ich immer der erste bin, der für immer denkt und für immer schreit und dann so ne Bauchlandung hinlegt, weil sie dann doch ganz anders tickte. Vielleicht spürte ich auch schon etwas bei unserm letzten Treffen. Ich weiß nur noch, dass ich dann irgendwas Kryptisches in mein Blog tippte und mir sagte: lerne es zu akzeptieren. Es begann in diesem Zimmer und hört halt hier auch wieder auf. Die Traurigkeit wird vergehen, sie wird schneller vergehen, weil es ja noch gar nicht richtig angefangen hatte. Und auf Gründe muss man eh nicht hoffen und zu verstehen gibt es da auch nicht viel.</p>
<p>Und da saß ich nun … im Sommer 2015 und begann diese Zeilen, die ich nun beende. 7 Jahre später.</p>
<p><em>Für N.</em></p>




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		<title>links for 2020-02-28</title>
		<link>https://www.urbandesire.de/2020/02/28/links-for-2020-02-28/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2020 07:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Ewig keine Linkliste mit Gelesenem mehr veröffentlicht. Die Diagnose, dass ich nichts mehr im Internet lese, trifft nicht zu. Ich habe nur wenig Lust das Gelesene zu kuratieren. Wenn ich es hier im Blog veröffentliche, dann habe ich stets das Gefühl zum Gelesenen und Kuratierten etwas zu schreiben. Einen eigenen Mehrwert hinzuzufügen. Das nervt und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ewig keine Linkliste mit Gelesenem mehr veröffentlicht. Die Diagnose, dass ich nichts mehr im Internet lese, trifft nicht zu. Ich habe nur wenig Lust das Gelesene zu kuratieren. Wenn ich es hier im Blog veröffentliche, dann habe ich stets das Gefühl zum Gelesenen und Kuratierten etwas zu schreiben. Einen eigenen Mehrwert hinzuzufügen. Das nervt und so kam es dazu, dass ich ewig keine Linkliste mit Gelesenem mehr veröffentlicht habe. Trotzdem landet alles immer fein säuberlich bei Diigo. Dann und wann vergebe ich dort tags zur besseren Orientierung. Also … nix kommt weg. </p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/januar/mythos-erhard-die-legende-vom-deutschen-wirtschaftswunder">Mythos Erhard: Die Legende vom deutschen Wirtschaftswunder<br /></a><br />Vor bald 75 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Danach soll Westdeutschland, so will es die Legende, ein einzigartiges „Wirtschaftswunder“ erlebt haben, das allein der Währungsreform zu verdanken sei. Und wie in jedem Märchen gibt es dabei auch einen Helden: Ludwig Erhard. Selbst Grüne lassen sich inzwischen mit seinem Konterfei abbilden. Ganz allein soll Erhard die neue D-Mark eingeführt und die „soziale Marktwirtschaft“ erfunden haben. In diesem Narrativ ist Erhard ein überragender Ökonom und Staatsmann, der Deutschland aus tiefster Not errettet hat.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.nachdenkseiten.de/?p=17173">Der Soziologe Wolfgang Streeck war ein durchsetzungsfähiger Wissenschaftler. </a><br /><br />Ich muss zugeben, dass ich  die ihn heute lobend zitieren, wissen offensichtlich nicht, für was er Pate gestanden hat: für die Agenda 2010.<br /><br /></li><li><a href="https://www.zeit.de/2010/44/Robert-Enke">Robert Enke: Der Fremde |&nbsp;ZEIT ONLINE</a><br /><br />Vor einem Jahr nahm sich Fußball-Nationaltorwart Robert Enke das Leben. Er ist in der DDR aufgewachsen und hat den Osten immer vermisst. Die Geschichte eines Heimatlosen.<br /><br /></li><li><a href="https://netzpolitik.org/2019/die-wirre-geschichte-einer-hauptstadt-website/">Berlin.de &#8211; Die wirre Geschichte einer Hauptstadt-Website</a><br /><br />„Meine Stadt im Netz“. Seit Mitte der 90er kann man Berlin im Internet besuchen: auf berlin.de. Die Seite war anfangs nichts als ein kleines Gimmick. Alle begannen mit Websites und Berlin wollte auch dabei sein. Doch die Welt blieb nicht stehen. Das Internet wurde populärer, Berlin auch. Nur auf berlin.de änderte sich wenig – einfach eine sehr schöne Gesichte<br /><br /></li><li><a href="https://www.wired.co.uk/article/duckduckgo-google-alternative-search-privacy">I ditched Google for DuckDuckGo. Here&#8217;s why you should too | WIRED UK</a><br /><br />When you realise that most things you search for online are really boring and obvious, you soon realise you don&#8217;t really need Google in your life – absolute Zustimmung. Bei mir sind gefühlte 90% der privaten Suchanfragen absolut trivial.<br /><br /></li><li><a href="https://medwatch.de/2019/12/30/wie-mobilfunkgegner-angst-vor-5g-verbreiten/">Wie Mobilfunkgegner Angst vor 5G verbreiten &#8211; MedWatch &#8211; der Recherche verschrieben</a><br /><br />“Bei Mobilfunk handelt es sich um sogenannte nichtionisierende Strahlung. Der einzige nachgewiesene Effekt nichtionisierender Mobilfunkstrahlung ist eine Erwärmung. Zu diesem Schluss kam auch das „Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm“ des Bundesamts für Strahlenschutz nach mehrjährigen Untersuchungen im Jahr 2008.”<br /><br /></li><li><a href="http://paulgraham.com/kids.html">Having Kids</a><br /><br />“Before I had kids, I was afraid of having kids. Up to that point I felt about kids the way the young Augustine felt about living virtuously. I&#8217;d have been sad to think I&#8217;d never have children. But did I want them now? No.”<br /><br /></li><li><a href="https://www.theverge.com/2019/12/18/21024497/ikea-smart-home-tech-sweden-furniture-sonos-meatballs-bjorn-block">Ikea 2.0: inside the furniture giant’s big bet on the smart home &#8211; The Verge</a><br /><br />Ikea 2.0: inside the furniture giant’s big bet on the smart home<br /><br /></li><li><a href="https://correctiv.org/checkjetzt/2019/06/28/nein-aus-47-milliarden-euro-steuern-durch-autofahrer-werden-nicht-nur-fuenf-in-den-strassenbau-investiert">Nein, aus 47 Milliarden Euro Steuern durch Autofahrer werden nicht nur fünf in den Straßenbau investiert</a><br /><br />Wie hoch die Steuereinnahmen allein durch Autofahrer sind, lässt sich nicht eindeutig beziffern. Das Budget des Verkehrsministeriums für Bau, Erhalt und Betrieb von Straßen ist wesentlich höher als fünf Milliarden Euro<br /></li></ul>



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		<title>Beständigkeit</title>
		<link>https://www.urbandesire.de/2019/06/23/bestaendigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2019 09:15:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Urban Desire]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist das richtige Wort dafür? Konstanz, Treue, Unzerstörbarkeit, Nachhaltigkeit… vielleicht Beständigkeit…? Fairerweise muss man aber dazu anmerken, dass die Frequenz von veröffentlichten Beiträgen über die Jahre nicht konstant und beständig geblieben ist, dafür aber die technische Infrastruktur dahinter. Hier noch ein paar Gedanken über die fast schon verloren gegangene Kulturtechnik des Bloggens.]]></description>
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<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="848" height="380" src="https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/06/Bildschirmfoto-2019-06-23-um-11.03.27.png" alt="" class="wp-image-48845" srcset="https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/06/Bildschirmfoto-2019-06-23-um-11.03.27.png 848w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/06/Bildschirmfoto-2019-06-23-um-11.03.27-300x134.png 300w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/06/Bildschirmfoto-2019-06-23-um-11.03.27-768x344.png 768w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/06/Bildschirmfoto-2019-06-23-um-11.03.27-676x303.png 676w" sizes="(max-width: 848px) 100vw, 848px" /><figcaption><a href="http://blog.beetlebum.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="beetlebum (öffnet in neuem Tab)">beetlebum</a></figcaption></figure>



<p>Was ist das richtige Wort dafür? Konstanz, Treue, Unzerstörbarkeit, <s>Nachhaltigkeit</s>… vielleicht <a href="http://corpora.uni-leipzig.de/de/res?corpusId=deu_newscrawl_2011&amp;word=Beständigkeit">Beständigkeit</a>…?  Fairerweise muss man aber dazu anmerken, dass die Frequenz von veröffentlichten Beiträgen über die Jahre nicht konstant und beständig geblieben ist, dafür aber die technische Infrastruktur dahinter. Hier noch ein paar Gedanken über <a href="https://www.urbandesire.de/2018/03/25/das-blog-eine-freie-blume-auf-dem-wilden-feld-des-webs/">die fast schon verloren gegangene Kulturtechnik des Bloggens</a>.</p>
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		<title>Multiroom</title>
		<link>https://www.urbandesire.de/2019/05/19/multiroom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2019 19:21:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich musste Mitte Dreißig werden, um das erste Mal in meinem Leben wirklich eine eigene Wohnung zu beziehen. Als persönliches Projekt hatte ich mir vor meinem Umzug in diesem Jahr vorgenommen, mein neues zu Hause, mein Home-Sweet-Home, nicht nur sweet, sondern auch ein wenig smarter zu machen. Hauptidee, wenngleich auch unnützer Luxus, war es, Musik [&#8230;]]]></description>
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<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large wp-image-48775"><img decoding="async" width="1024" height="681" src="https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2018/05/raumfeld_one_s-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-48775" srcset="https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2018/05/raumfeld_one_s-1024x681.jpg 1024w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2018/05/raumfeld_one_s-300x200.jpg 300w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2018/05/raumfeld_one_s-768x511.jpg 768w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2018/05/raumfeld_one_s-676x450.jpg 676w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2018/05/raumfeld_one_s.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Raumfeld One S</figcaption></figure>



<p>Ich musste Mitte Dreißig werden, um das erste Mal in meinem Leben wirklich eine eigene Wohnung zu beziehen. Als persönliches Projekt hatte ich mir vor meinem Umzug in diesem Jahr vorgenommen, mein neues zu Hause, mein Home-Sweet-Home, nicht nur sweet, sondern auch ein wenig smarter zu machen. Hauptidee, wenngleich auch unnützer Luxus, war es, Musik unterbrechungsfrei in (fast) allen Räumen hören zu können. Die Vision: Schlaftrunken vom Bett in die Küche zum Kaffee und dann gleich wieder trokelnd ins Wohnzimmer, um sich es sich dort langsam niederlassend auf dem Sofa bequem zu machen –&nbsp; dieser morgendliche Auftauprozess beispielsweise sollte von den morgendlichen Lieblingsaufwachsounds oder zumindest dem Radio umsäuselt werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Paradoxon der Wahlmöglichkeiten</h4>



<p>Als ich Anfang des <del>letzten</del> vorletzten Jahres begann, mich mit dem Thema Multiroom und Streaming-Lautsprechern zu beschäftigen, war der Markt bereits voll von verschiedenen Anbietern und Lösungen, die alle ihre Attraktivität hatten, aber natürlich je nach Anbieter auch Vor- und Nachteile mit sich brachten.Vor allem das Bekanntwerden von Smart-Speakern, die letztlich nicht einzig dem Multiroom-Gedanken gewidmet sind, hat durchaus Vielfalt in den Markt gebracht. Es tummelten sich mit Hersteller wie Sonos, Raumfeld (heute Teufel), Denon mit der Heos-Produktreihe, Sony viele Hifi-Firmen im Markt, die Gesellschaft bekamen durch Google, Amazon, Apple und kleinere Anbieter wie Riva, Urbanears, Eton</p>



<p>Jeder Wettbewerber werkelte an seinem eigenen Lock-in-Effekt. Manche unterstützen auch Bluetooth oder unterstützten sogar Apples Airplay und boten sich entsprechend auch an, die Geräte zur Tonausgabe beim Sehen von Filmen und Serien zu nutzen (Denon, Sonos, Riva); einige bieten Akkupacks, damit der Streaming-Lautsprecher auch mobil genutzt werden kann (Denon, Riva); wieder andere hatten über die übliche Spotify-, Soundcloud-, Tidal-, etc.-Konnektivität hinausgehend auch Googles Chrome Cast an Bord (Raumfeld, Riva, Sony, Urbanears), wieder andere <a href="https://www.netzwelt.de/news/74248_4-rock-garten-samba-flur-multi-room-systeme-sonos-test.html">stammten noch aus eine Zeit, in der das Smartphone noch nicht der Dreh- und Angelpunkt der Welt war</a> und boten sogar etwas Exotisches wie Desktop Apps (Sonos).</p>



<p>Dadurch sah ich mich mit einer komplexen Kaufentscheidung konfrontiert. Wäre ich vermutlich einige Jahre früher auf die Idee gekommen, mich mit dem Thema Multiroom und Streaming-Lautsprechern zu beschäftigten, dann wäre aus Ermangelung an Alternativen meine Wahl sicherlich auf Sonos gefallen. Denn Sonos hatte bereits um 2010 mit dem Sonos S5 sowie den re-gebrandeten Play:5 und später dann dem Play:3 und Play:1 das erschlossenste System auf dem Markt und sind heute mit dem Sonos One (dem imho optisch attraktivsten <del>Streaming-Lautsprecher</del> Smartspeaker) zurecht Marktführer unter den WLAN-Boxen (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/818995/umfrage/absatz-der-hersteller-von-intelligenten-lautsprechern-weltweit-pro-quartal/">ja, nicht unter den Smartspeakern</a>).</p>



<p>Aber gut, 2010 ist nicht 2018/19 und heute ist der Markt dann schon ein wenig komplexer. Und da man ja stets, vor allem wenn es darum geht, einen größeren Batzen Geld auszugeben, auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau ist, die eine nachhaltige Lösung darstellt und wenig Folgekosten verursacht, fand ich den Kauf eines Multiroom-Systems schon herausfordernd. So ein simpler Streaming-Lautsprecher kostet in der einfachen Variante mindestens gut 200 Euro und bei 4-5 auszustattenden Räumen sowie einigen weiteren Kriterien kommt da letztlich schon einiges zusammen.</p>



<p>Diese Überlastung bei Kaufentscheidungen begegnete mir immer wieder – Möbelkauf, Matrazenkauf, Mixerkauf. Seltsam, unsere Konsumgesellschaft… Ich erinnerte mich an das von Barry Schwartz skizzierte <a rel="noopener noreferrer" href="https://www.ted.com/talks/barry_schwartz_on_the_paradox_of_choice?language=de#t-10477" target="_blank">Paradoxon der Wahlmöglichkeiten</a>, bei der trotz großem Freiheitsversprechen durch umfangreiche Auswahlmöglichkeiten, die eigentliche Wahl verflucht schwierig wird und letztlich zu einer Lähmung führt, die unglücklich macht. Die im verlinkten TED-Vortrag von Schwartz angeführte Episode des Kaufs einer Jeans trifft den Kern des Problems ganz gut (ab Minute 12:14):</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Wollen Sie schlanke geschnittene, leicht anliegende oder weite? Wollen Sie Knöpfe oder Reißverschluss? Stein oder Säure gewaschen? Wollen Sie eine Jeans mit Löchern? Möchten Sie unten weit geschnitten, kegelig, blah blah blah &#8230;“</p></blockquote>



<p>So unglücklich einen das machen kann und vermutlich Konsumverzicht bzw. Minimalismus vielleicht die sinnvollste Antwort darstellt, half es mir im konkreten Multiroom-Desaster durch einen klaren Kriterienkatalog der notwendigen Bedingungen für die Anschaffung Sinniges von Unsinnigem zu trennen. Ich rechnete hin und her, überlegte, was ich benötige. Blieb dann aber trotzdem leicht unsicher, wofür ich mich entscheiden sollte. Frei nach Schwartz: Menschen, die immer möglichst das Beste finden wollen, sind fast so unglücklich wie Depressive. Das Paradoxon der Wahlmöglichkeiten eben. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Kriterienkatalog</h4>



<p>So ein Kriterienkatalog ist natürlich immer nur eine Momentaufnahme eines Nutzungsprofils und unterliegt der steten Wandlung. Ich kann für mich aber sagen, dass sich im letzten Jahr zumindest nicht viel verändert hat. Was also waren und sind die Anforderungen?</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>günstige Hardware</em>: 4-5 Räume im Multiroom-Modus abdecken – und dies möglichst kostengünstig ohne brutalen Login-Effekt</li><li><em>Stereo-Receiver</em>: Einbinden eines bereits vorhandenen Stereo-Receivers, um möglichst günstig einen Raum bereits abdecken zu können (möglichst kostengünstig)</li><li><em>Streamingdienste</em>: als Hauptstreamingdienst nutze ich im wesentlichen Spotify sowie ab und an auch mal soundcloud. Also nix Exotisches. Perspektivisch wäre es aber auch schön den Anbieter wechseln zu können, ohne dabei sämtliche Hardware austauschen zu müssen</li><li><em>Radio hören</em>, um vor allem deutschsprachige Sender (Deutschlandfunk/Nova) am Morgen zu lauschen</li><li><em>Podcasts</em>&nbsp;sind ein ganz wesentlicher Teil meines täglichen Medienkonsums. Neben den Pendlerstrecken zur Arbeit höre ich Podcasts wahnsinnig gern als Hintergrundbeschallung beim (Haus)arbeiten in der Wohnung. Multiroomfunktionalität mit durchaus verschiedenen Apps (gegenwärtig vor allem PocketCasts) ist somit ein absolutes Muss.</li></ul>



<p>Nice-to-have, aber nicht vordergründig entscheidend sind:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>Laptop:</em> Sound auch direkt vom Laptop an alle Boxen streamen</li><li><em>Mobilität:</em> Lautsprecher auch mal mobil mit Akku für die Terrasse nutzen</li><li><em>Smart-Speaker</em>: Perspektivisch wäre es schön auch einen Sprachassistenten (egal ob jetzt Alexa, Siri oder Tante Google) zur Steuerung nutzen zu können.</li></ul>



<p>Bei einigen Kriterien machte ich mir wenig Sorgen. Spotify gehört zur Standardausrüstung jedes Lautsprechers und auch mit TuneIn ist das Radiohören ab Werk stets bereits dabei – egal ob Raumfeld, Sonos, Heos, Yamaha, Bose, Sony usw. Schwieriger wurde es dann schon mit der Podcast-App auf dem Smartphone. Letztlich schien dies die größte Hürde in der lustigen Multiroom-Welt. Airplay war lange nicht Multiroom-fähig – zumindest zum Zeitpunkt meiner zentralen Kaufentscheidungen (Ende 2017). Im Prinzip gab es da lange Zeit nur eine einzige Lösung: Google Chromecast. Sowohl der Client auf dem Telefon als auch der Lautsprecher müssen das Google-Protokoll unterstützen, damit es funktioniert. <a href="https://blog.shiftyjelly.com/2017/07/20/pocket-casts-sonos-support-beta/">Später</a> wurde zumindest Pocket Casts auch von Sonos direkt in ihrer unterstützt, aber Mitte/Ende 2017 sah es schlecht aus. Einzig Downcast und Pocket Casts unterstützten bereits Chromecast und somit Multiroom. Apps wie Castro und Overcast haben&nbsp;<a href="https://twitter.com/marcoarment/status/1027309023035641857">aus bestimmten Gründen</a> bis heute keinen Support dafür.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Einbinden von Vorhandenem</h4>



<p>Man ahnt es bereits. Aber es gibt noch einen weiteren eher finanziell gelagerten Grund, der mich zu einem System respektive Lautsprechern tendieren ließ, die Googles Chromecast unterstützen: das Einbinden eines vorhandenen Stereo-Receivers. Fast alle Hersteller bieten hierfür einen sogenannten Connector an. Nur sind diese Geräte wahnsinnig teuer: Sonos Connect 399€, Teufels Connector <s>199€</s> 129€, Heos AMP 300€… Google bot jedoch mit dem Chromecast Audio für knapp 30€ (<a href="https://www.golem.de/news/google-chromecast-audio-wird-eingestellt-1901-138686.html">Gerät leider eingestellt</a>) ein wundervolles kleines Gerät, das es auf einfachste und günstigste Weise ermöglichte, meine Stereoanlage plus Boxen multiroomfähig zu machen. </p>



<p>Die Entscheidung Chromecast zum wesentlichen Merkmal aller Anschaffungen zu machen, war auch von der Idee getragen, einen Google Home Mini für knapp 30 Euro als Badezimmer-Lautsprecher zu nutzen. Gerade in diesem Raum schien mir exzellente Soundqualität nicht zwingend erforderlich. Aber noch etwas sprach für Chromecast. Es ist ein Protokoll, dass von mehreren (und ich hoffte von zukünftig noch mehr) Lautsprecherherstellern implementiert wird und ich somit insgesamt mehr Auswahl an unterschiedlichen Geräten diverser Preiskategorien haben würde. Denn Chromecast findet sich bei Sony, Riva, Teufel, Urbanears sowie diversen High-Fi-Herstellern, die den ein oder anderen Lautsprecher im Angebot haben.</p>



<p>Mit meinem erstmaligen Invest von ca. 250 Euro (Teufel One S, Chromecast sowie Google Home Mini) gelang es mir auf anhieb drei Räume abzudecken. Die Entscheidung für den <a href="https://www.digitalzimmer.de/artikel/test/raumfeld-one-s-multiroom-lautsprecher-im-miniformat/">Raumfeld One S</a> fand ich einzige Zeit recht gelungen, nur um dann festzustellen, dass beim Nachfolger, dem <a href="https://www.aptgetupdate.de/2018/02/26/im-test-teufel-one-s-multiroom-lautsprecher-mit-wlan-und-bluetooth/">Teufel One S, Chromecast herausgeschmissen wurde und stattdessen jetzt auf ein (Multiroom-!?)Bluetooth gesetzt wird</a>. Auch die Tatsache, dass Google den Chromecast Audio mittlerweile eingestellt hat, lässt mich an der Nachhaltigkeit meiner Entscheidung langsam zweifeln. Zwar habe ich mit Google und den Android-Usern immer noch etwas Wucht für das Protokoll in der Hinterhand, aber Google ist letztlich dafür bekannt, Dingen schnell den Garaus zu machen, wenn sie nicht mehr zur Strategie passen. Auch kann man natürlich darüber streiten, ob ich nicht letztlich denselben <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lock-in-Effekt">Login-Effekt</a> unterliege, nur nicht bei Sonos oder Denon, sondern eben bei Google. Trotzdem: der Preisvorteil und die momentan noch große Vielfalt an unterschiedlichen Geräten waren vorerst das entscheidendste Kriterium. Dies bedeutet auch, dass am Ende, wenn die Strategie nicht aufgeht, dann doch noch nicht so viel Geld verschleudert wurde.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Riva Arena – der Geheimtipp</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img decoding="async" src="https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5596-copy-920x1024.jpg" alt="" class="wp-image-48828" width="351" height="390" srcset="https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5596-copy-920x1024.jpg 920w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5596-copy-270x300.jpg 270w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5596-copy-768x855.jpg 768w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5596-copy-676x752.jpg 676w, https://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2019/05/IMG_5596-copy.jpg 1393w" sizes="(max-width: 351px) 100vw, 351px" /><figcaption>Riva Arena (weiß)</figcaption></figure></div>



<p>Wer jetzt richtig gezählt hat, der kommt auf drei Räume. Und ja, später entschied ich mich noch für den Kauf eines Riva Arena, um dann auch den vierten Raum einzubinden. Dieses Gerät ist vermutlich auch auf dem absteigenden Ast. Der Preisverfall ist atemberaubend. OVP war lange Zeit 269€. Heute gibt es das Gerät für gut 130€ oder auch schon weniger. In Deutschland hatte als stationärer Handel die Firma Medimax das Gerät für eine Weile im Vertrieb. Es wurde aber mittlerweile aus dem Sortiment genommen, da es sich vermutlich gegen all die Sonos Ones oder Apple Homepods nicht durchsetzen konnte. (Tipp: Medimax-Filialen sind auf ebay recht aktiv und dort bekommt man zur arg reduzierten Preise noch die alten Restbestände verscherbelt). Schade eigentlich, denn das Gerät ist wirklich recht spektakulär. Nicht das allerschönste, aber ein wahres Ausstattungsmonster, denn man erhält für seine 130 Euro nicht nur Chromecast, Bluetooth samt Airplay 1, Klinkenanschluss, USB-Anschluss sowie Stereo-Paring, sondern vom Klang her stellt der Arena viele andere Boxen, wie z.B. auch meinen Teufel One S, ziemlich in den Schatten und ist für mich absolut auf dem Niveau des Branchenprimus Sonos Play:1 – ich mag es etwas basslastiger. Absoluter Killer ist jedoch, dass man für gut 60 Euro einen separaten Akku erhalten kann, der das Gerät zudem mobil macht. Wahrlich eine eierlegende Wollmilchsau. Bin gerade noch am überlegen, ob ich nicht noch einmal irgendwo zuschlagen sollte, denn <a href="https://www.amazon.de/gp/offer-listing/B074MKTVSM?linkCode=xm2&amp;condition=new&amp;camp=2025&amp;creative=12738&amp;smid=A1DTSYH8T7EJAQ&amp;creativeASIN=B074MKTVSM&amp;tag=geizhals10-21&amp;ascsubtag=KisuTzZZZvkmQk7K6erykA">amazon führt das Gerät gerade für 109€ (Stand: 20.05.2019)</a>.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fazit</h4>



<p>Nun gut… knapp 400 Euro später gibt es Multiroom in den entscheidenden Räumen. Musik funktioniert, Radio funktioniert, Podcasts funktionieren, die alte Stereoanlage ist mit dabei und im Schlafzimmer kann man sich den Kinoklassiker mit ordentlichem Riva Arena-Gewummer anhören. Ein wenig ist der Plan aufgegangen. Mit dem Standardvorgehen wären 4 Räume für unter 400 Euro nicht zu haben gewesen. Auch die Diversität ist im Prinzip gewährleistet. In jedem Raum arbeitet ein anderes Gerät (Bad: Google Home Mini, Küche: Raumfeld One S, Schlafzimmer: Riva Arena, Wohnzimmer: Stereoanlage mit dem Google Chrome Cast Audio) mit je eigener Charakteristik. Aber dank des Chromecast Protokolls arbeiten alle wirklich tadellos zusammen. Keine merklichen Verzögerungen, alle sprechen recht flott an und ich empfinde es bis auf einige Kleinigkeiten sehr problems. Auch die Geräte selbst sind recht stabil. Bis auf einen ausgetauschten Riva Arena, der einfach seinen Geist aufgab, ohne dass Service und Verkäufer einen Grund finden konnten, arbeiten nach ca. 1 1/2 Jahren alle Geräte weiterhin tadellos.</p>



<p>Trotzdem bleibt das ungute Gefühl der mangelnden Zukunftssicherheit. Wie bereits erwähnt, hat sich Teufel von Chromecast verabschiedet, Googles Chromecast Audio-Dongle wurde ersatzlos eingestellt, die Zukunft des Riva Arena bzw. von Riva allgemein ist auch ungewiss. Es bleibt einem letztlich nichts anderes übrig als zu hoffen, dass der ganze Kram ne Weile hält. </p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>links for 2019-01-13</title>
		<link>https://www.urbandesire.de/2019/01/13/links-for-2019-01-13/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2019 18:21:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Websites]]></category>
		<category><![CDATA[diigo]]></category>
		<category><![CDATA[links]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.urbandesire.de/?p=48812</guid>

					<description><![CDATA[How Millennials Became The Burnout Generation “I couldn’t figure out why small, straightforward tasks on my to-do list felt so impossible. The answer is both more complex and far simpler than I expected.” – das ist mit Sichererheit der beeindruckenste Artikel, den ich zum Thema Burnout jemals gelesen habe. So viele me-too-Momente. Anna Helen Petersen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><a target="_blank" href="https://www.buzzfeednews.com/article/annehelenpetersen/millennials-burnout-generation-debt-work" rel="noreferrer noopener">How Millennials Became The Burnout Generation</a><br /></p>



<p>“I
 couldn’t figure out why small, straightforward tasks on my to-do list 
felt so impossible. The answer is both more complex and far simpler than
 I expected.” – das ist mit Sichererheit der beeindruckenste Artikel, 
den ich zum Thema Burnout jemals gelesen habe. So viele me-too-Momente. 
Anna Helen Petersen bringt die Burnout-Diagnostik für meine Generation. 
Vorsicht Long read (+30 min.)<br /></p>



<p><a target="_blank" href="https://www.oeko.de/oekodoc/1179/2011-037-de.pdf" rel="noreferrer noopener">E-Book-Reader vs. klassisches Buch – wer ist schmutziger?</a><br /></p>



<p>Buch
 im Ebook-Reader vs. gedrucktes Buch – schon 2011 (!) hat das Freiburger
 Ökoinstitut den ökologischen Fußabdruck des klassischen Buchs mit dem 
eines Ebook-Readers verglichen. Mal ein paar Gedanken aus dem 
Ergebnisteil: Bei einem gedruckten Buch werden bei der Herstellung etwa 
1,1kg Kohlendioxid freigesetzt (Buch auf recyceltem Papier ca. 900g). 
Ebook-Reader mit LCD-Display (z.B. iPad) stecken am Ende des 
Herstellungsprozesses etwa acht Kilogramm CO2 (ein Ebook-Reader mit 
eInk-Display ist noch ein wenig CO2-sparsamer). Die Studie kommt zum 
Schluss. dass bei einer Nutzung von ca. 10 Bücher pro Jahr haben die 
Geräte Vorteile beim Energieverbrauch und den Treibhausgasemissionen 
gegenüber dem gedruckten Buch haben.<br /></p>



<p><a target="_blank" href="https://www.spektrum.de/kolumne/der-globale-insektenzusammenbruch/1611020" rel="noreferrer noopener">Insektensterben: Der globale Insektenzusammenbruch &#8211; Spektrum der Wissenschaft</a><br /></p>



<p>Sehr
 interessanter Artikel. Flankierende dazu ist auch der Artikel in der 
New York Times sehr lesenwert. Vorsicht: Long read: 
https://www.nytimes.com/2018/11/27/magazine/insect-apocalypse.html#click=https://t.co/AhRECFBWgU<br /></p>



<p><a target="_blank" href="https://www.spektrum.de/news/von-milliarden-auf-null-vor-100-jahren-starb-die-wandertaube-aus/1304131" rel="noreferrer noopener">Von Milliarden auf Null: Vor 100 Jahren starb die Wandertaube aus &#8211; Spektrum der Wissenschaft</a><br /></p>



<p>Ausrottung:  Ein einsamer Tod – diese Geschichte über das Aussterben der Wandertaube  ist schrecklich aber zugleich faszinierend. Sehr zu empfehlen.<br /></p>



<p><a target="_blank" href="https://medium.com/s/space-time/why-contact-is-the-most-important-space-movie-ever-made-bdea86d0c8d0" rel="noreferrer noopener">Why ‘Contact’ Is the Most Important Space Movie Ever Made</a><br /></p>



<p>Ich
 finde und fand diesen Film mit Jodie Foster auch immer toll. Sogar so 
toll, dass ich damals unbedingt das Buch von Carl Sagan lesen wollte. 
Als ich es dann irgendwann zu Weihnachten bekam, war es ein langer 
Begleiter. Habe gerade noch einmal nachgesehen. Es steht immer noch im 
Regal. Leicht angewelkt. Wusste gar nicht, dass vor allem für viele 
Forscherinnen Contact so eine biographische Initalzündung war. Der 
Artikel lohnt sich. <br /></p>



<p><a target="_blank" href="https://refind.com/l/c53cf5c703" rel="noreferrer noopener">How Trump Made War on Angela Merkel and Europe – Refind</a><br /></p>



<p><a target="_blank" href="https://krautreporter.de/2731-die-deutsche-bahn-verstandlich-erklart" rel="noreferrer noopener">Die Deutsche Bahn, verständlich erklärt &#8211; Christian Gesellmann, Krautreporter</a><br /></p>



<p>Die Deutsche Bahn, verständlich erklärt – Punkt. Lesenwert.<br /></p>



<p><a target="_blank" href="https://refind.com/l/93084f4b4d" rel="noreferrer noopener">Raus aus meinem Uterus. Der § 219a und seine Freunde. – Refind</a><br /></p>



<p>“Man
 stelle sich mal ein staatliches Programm vor, das an die verpflichtende
 Konfliktberatung für ungewollt Schwangere ein Antragsrecht auf 
finanzielle Absicherung knüpfen würde. Ein Programm, dass diese Frauen 
mit 1500 Euro monatlich bei der Kinderaufzucht staatlich unterstützt, 
wenn sie das Kind nach einer Beratung dann tatsächlich bekommen. 
Freilich zusätzlich zum rentenrelevanten Erwerbseinkommen. Es wäre 
reflexartig von Sozialschmarotzerei die Rede und dass sich dann ja wohl 
jede Schwangere in den Beratungsstellen vorstellen würde.&nbsp;<em>„Wieso 
soll ich für fremde Kinder zahlen? Was gehen mich die Blagen von der 
Schlampe an? Soll die halt die Beine zusammenhalten!“&nbsp;</em>schreien 
dieselben bigotten Moralisten, die sich aber vorher doch so sehr um die 
fremden Kinder in den fremden Uterussen gesorgt haben. So weit geht die 
eigene Verantwortung&nbsp;&nbsp;für die Einmischung in die körperlichen 
Angelegenheiten fremder Frauen dann doch nicht.”</p>



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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SSL und DSGVO und WP</title>
		<link>https://www.urbandesire.de/2018/05/06/ssl-und-dsgvo-und-wp/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2018 10:12:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues vom Knipser]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tooltime]]></category>
		<category><![CDATA[Websites]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.urbandesire.de/?p=48754</guid>

					<description><![CDATA[“Die Umstellung auf SSL ist mit der richtigen Anleitung und einem funktionierenden Backup auch für Unerfahrene ein gut zu schaffendes kleines Wochenendprojekt.” Quelle: wpletter Mai 2018 Am 25. Mai 2018 muss man soweit sein. Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfordert, wenn ich die juristischen Kommentare recht gut verstanden haben, dass auch jeder private Webseitenbetreiber bzw. Blogger [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>“Die Umstellung auf SSL ist mit der richtigen Anleitung und einem funktionierenden Backup auch für Unerfahrene ein gut zu schaffendes kleines Wochenendprojekt.”</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="https://wpletter.de/archive/228/">wpletter Mai 2018</a></p>
<p>Am 25. Mai 2018 muss man soweit sein. Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfordert, wenn ich die juristischen Kommentare recht gut verstanden haben, dass auch jeder private Webseitenbetreiber bzw. Blogger ein sinnvolles Impressum sowie eine aussagekräftige Datenschutzerklärung führt. Des Weiteren, und davon kündet der Anfang dieses Beitrags, wird durch die DSGVO auch eine entsprechende Verschlüsselung (SSL) zur Pflicht – also der Schwenk von http zu https in der Adresszeile des Browsers (es sei denn man betreibt wirklich nur eine statische HTML-Seite, ohne große Interaktion mit den Besuchern).</p>
<p>Datenschutzerklärung, SSL, WordPress… woher nehmen? Für WordPress-Nutzer gibt es zwei recht gute Anleitungen, die Schritt für Schritt sowohl das Verschlüsselungsthema als auch die Datenschutzerklärung abarbeiten (ohne Garantie, dass alles funktioniert bzw. im Ernstfall eine Rechtsberatung ersetzt wird). Am Schluss gibt es bei mir noch einen Tipp bezüglich der WordPress-Plugins sowie der Verwendung von Fotos auf dem Blog und der Problematik mit dem Recht am eigenen Bild.</p>
<ol>
<li><strong>Datenschutzgenerator</strong><br />
Der <a href="https://datenschutz-generator.de/">Datenschutzgenerator</a> bietet für Privatleute ausgehend von einem typischen Nutzungsprofil (WordPress, die üblichen Social Media-Kanäle sowie Standarddatenauswertung mit Serverlogs, Google-Analytics, matomo) eine entsprechende Datenschutzerklärung zusammenzustellen, die dann auf der eigenen Seite eingefügt werden kann. <a href="https://rechtsbelehrung.com/">Mit zwei Podcastfolgen (#54 &amp; #55) unter rechtsbelehrung.com gibt es viel wichtiges Hintergrundwissen, das es lohnt zu hören.<br />
</a></li>
<li><strong>SSL-Verschlüsselung</strong><br />
Verschlüsselung für selbstgehostete wordpress-Blogs ist an sich auch machbar. Sonja hat hier <a href="https://www.webtimiser.de/wordpress-http-https-ssl-umstellen/">eine umfangreiche und sehr übersichtliche Anleitung</a> bereitgestellt. Mein Fazit: machbar. Die mixed-content-Probleme sind zwar ein wenig Fummelarbeit, aber auch bei der Umstellung von vier WordPress-Installationen klappt eigentlich alles ganz reibungslos. Weder gab es Inhaltsschwund noch wurde das Design zerlegt.</li>
<li><strong>WordPress-Plugins</strong> Man wird merken, dass einige WordPress-Plugins, die man im Einsatz hat, mixed-content Probleme verursachen, sodass man sie vermutlich vorerst abschalten wird bzw. nach Alternativen suchen muss. Jenseits der Verschlüsselungsproblematik können WordPress-Plugins aber auch datenschutzrechtliche Probleme machen, da leider nicht immer klar ist, ob sie DSGVO-konform sind. Insofern sie in zahlreichen Fällen personenbezogene Daten verarbeiten und man als Websitebetreiber verpflichtet ist, diese Datenverarbeitung oder -speicherung kenntlich zu machen, habe ich auf meinen Webseiten generell erst einmal alles ausgeknipst (Jetpack usw.), das mir nicht koscher vorkam. Viel kann man momentan an dieser Stelle nicht tun. Es gibt hier <a href="https://www.blogmojo.de/wordpress-plugins-dsgvo/">einen Beitrag, der etwas mehr als 100 Plugins auf DSGVO-Konformität abklopft (ohne Gewähr)</a>. Ansonsten sollte man noch einmal auf den 15. Mai warten, da will WordPress.org <em>endlich</em> handeln und mit <a href="https://wordpress.org/news/2018/04/gdpr-compliance-tools-in-wordpress/">„a comprehensive core policy, plugin guidelines, privacy tools and documentation“</a> reagieren. Vielleicht wird dann einiges transparenter, die Lage übersichtlicher und man kann mit entsprechenden Hinweisen in der Datenschutzerklärung, einige Plugins wieder anknipsen.</li>
<li><strong>Fotos<br />
</strong>Wenn man viele Fotos mit Personen auf seiner Website einsetzt, sollte man diesen Artikel kurz anlesen: <a href="https://www.lead-digital.de/dsvgo-vorsicht-kamera/">Vorsicht, Kamera!</a> – Fazit: Es ist ein Graus, aber auch nachvollziehbar. – Entsprechend vielleicht mal die Archive des Blogs/der Seite durchwühlen und nach problematischen Fällen fahnden, für die keine Einwilligung alles abgebildeten Personen vorliegt, und diese dann vom Netz nehmen.</li>
</ol>
<p>Happy DSVGOen und Service-Post Ende.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Blumen im Internet (Nachtrag)</title>
		<link>https://www.urbandesire.de/2018/04/10/von-blumen-im-internet-nachtrag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[urbandesire]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2018 07:35:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Urban Desire]]></category>
		<category><![CDATA[Websites]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Thema lässt mich nicht los. Kurz nach dem Verfassen meines Artikels – einem Plädoyer das eigene Blog als freie, unabhängige Blume der sonst so von Konzernalgorithmen durchsetzten Social Media-Welt entgegenzusetzen – bin ich auf einen interessanten Beitrag von Alan Jacobs, einem Professor für Literatur am Baylor College (USA), gestoßen. Sein Beitrag macht explizit, was [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="https://www.diigo.com/outliner/f5kwih/fakenews-und-die-Blumene-des-Internets?key=9yx5qpul3v">Thema</a> lässt mich nicht los. Kurz nach dem Verfassen <a href="https://www.urbandesire.de/2018/03/25/das-blog-eine-freie-blume-auf-dem-wilden-feld-des-webs/">meines Artikels</a> – einem Plädoyer das eigene Blog als freie, unabhängige Blume der sonst so von Konzernalgorithmen durchsetzten Social Media-Welt entgegenzusetzen – bin ich auf <a href="http://iasc-culture.org/THR/THR_article_2018_Spring_Jacobs.php">einen interessanten Beitrag</a> von <a href="http://ayjay.org/">Alan Jacobs</a>, einem Professor für Literatur am Baylor College (USA), gestoßen.</p>
<p>Sein Beitrag macht explizit, was ich implizit an meiner eigenen Blogautorenbiographie erarbeitet habe: wir dürfen die Errungenschaften des freien Publizierens und Lesens im Internet nicht einfach aufgrund von Bequemlichkeit und Reichweite, die von Social-Media-Konzerne generiert werden, aufgeben. Die großen Player in diesem Spiel haben Geschäftsmodelle<sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup> mit Zielen und inhärenten Logiken, die ihren Nutzern Kompromisse (Datensparsamkeit, Algorithmen, …) und möglicherweise auch Gefahren (Datenschutz, Radikalisierung) aufbürden. In dieser Abwägung sollten wir als Nutzer des Internets oder als (noch-)Nutzer von Social Media-Webseiten mit Bedacht handeln und uns ein wenig Gedanken über die möglichen, zukünftigen Folgen unseres gegenwärtigen Handelns machen.</p>
<p>Alan Jacbos findet für diese Welt der Social-Media-Webseiten ein interessantes Bild, dass er sich von Tolkien borgt. Im Herr der Ringe gibt es die Stelle, in der der Zauberer Saruman mit Mordor kooperiert und Isengart in eine <a href="http://de.lotr.wikia.com/wiki/Isengart?file=Isengard.jpg">massive Industriestätte</a> umwandelt, die nichts zurücklässt als verbrannte Erde, tiefe Gruben und nicht mehr bestellbares Land:</p>
<blockquote><p>It is common to refer to universally popular social media sites like Facebook, Instagram, Snapchat, and Pinterest as “walled gardens.” But they are not gardens; they are walled industrial sites, within which users, for no financial compensation, produce data which the owners of the factories sift and then sell.</p></blockquote>
<p>Den Gefahren und Kompromisse der „walled industrial sites“ a.k.a. Social Media-Webseiten möchte Jacobs mit der Fähigkeit begegnen, zu lernen außerhalb dieser eingezäunten Industriestätten, die letztlich zu nichts anderem werden als Industriebrachen für die freien Gedanken, zu leben. Das offene Internet nutzen, eigene Websites betreiben, freie Technologien einsetzen (er erwähnt dafür zahlreiche Fertigkeiten und Techniken, wobei das Programmieren explizit nicht dazugehört (gut!)) sieht er als entscheidende Komponente und bedeutende Fertigkeit des einzelnen, mündigen Bürgers. Er begründet dies u.a. mit einer Denkfigur eines deutschen Philosophen. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Prinzip_Verantwortung">Hans Jonas „Prinzip der Verantwortung“</a> ist vielen sicherlich eher bekannt aus umwelt- bzw. bioethischen Debatten. Die zentrale Leitmaxime…</p>
<blockquote><p>Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.</p></blockquote>
<p>… soll Orientierung dabei bieten, möchte man erkennen, was in einer technologisierten Welt als wünschenswert angesehen werden soll. Jacobs leitet daraus eine Art Verantwortung für uns Heutige ab. Ähnlich wie in den Debatten um Nachhaltigkeit kann  Jacobs dahingehend verstanden, dass wir uns Gedanken machen sollten, was wir hinterlassen. Entweder eine eingzäunte, algorithmisierte Welt der Social-Media-Industriebrachen, von denen wir abhängig sind und die uns, zumindest zum Teil, die Freiheit des Diskurses, der Offenheit und Interoperabilität rauben – oder aber ein nicht immer einfaches Leben (ja man verliert ja die Reichweite, die Lemminge zu erreichen) in der freien, wilden Welt des Internets.</p>
<blockquote><p>We <em>can</em> live elsewhere and otherwise, and children should know that, and know it as early as possible. This is one of the ways in which we can exercise “the imperative of responsibility,” and to represent the future in the present.</p></blockquote>
<p>Ein paar spannende Gedanken, die Jacobs da äußerst, gesättigt offenbar von seiner extremen Belesenheit:</p>
<p><a href="http://iasc-culture.org/THR/THR_article_2018_Spring_Jacobs.php"><strong>Alan Jacobs: Tending the Digital Commons: A Small Ethics toward the Future. In: The Hedgehog Review 20(1), Spring 2018.</strong></a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Allen voran Facebook, das vermutlich auch irgendwann gemerkt hat, dass es gar keine neutrale Social Media-Plattform ist, sondern vielmehr ein Werbevermarkter: <a href="https://stratechery.com/2018/the-facebook-brand/">The Facebook Brand</a></div>]]></content:encoded>
					
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