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	<title>t3n Magazin</title>
	
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	<description>Open. Web. Business.</description>
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		<title>6 Wunderkinder – die Berliner App-Shootingstars im Porträt</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 14:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[BUSINESS]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit ihrer viel gelobten Todo-App „Wunderlist“ hat sich das Berliner Startup „6 Wunderkinder“ ins Rampenlicht katapultiert. Jetzt finalisieren sie ihr eigentliches Produkt: „Wunderkit“. Wunder über Wunder? Oder einfach harte Arbeit? Wir trafen Christian Reber, einen der Gründer. Und natürlich haben wir ihn gefragt, wie sie darauf gekommen sind, sich selbst als „Wunderkinder“ zu bezeichnen. Von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit ihrer viel gelobten Todo-App „Wunderlist“ hat sich das Berliner Startup „6 Wunderkinder“ ins Rampenlicht katapultiert. Jetzt finalisieren sie ihr eigentliches Produkt: „Wunderkit“. Wunder über Wunder? Oder einfach harte Arbeit? Wir trafen Christian Reber, einen der Gründer. Und natürlich haben wir ihn gefragt, wie sie darauf gekommen sind, sich selbst als „Wunderkinder“ zu bezeichnen.<span id="more-227950"></span></p>
<p><a href="http://t3n.de/magazin/kein-wunder-startup-227950/bus_wunderkinder_hochkant/" rel="attachment wp-att-229445"><img class="alignleft size-large wp-image-229445" title="bus_wunderkinder_hochkant" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/08/bus_wunderkinder_hochkant-397x596.jpg" alt="bus wunderkinder hochkant" width="238" height="358" /></a>Von der Chausseestraße abbiegen, hinein in die Wöhlertstraße. Vorbei an leicht schäbigen Mietshäusern, bei der Nummer 12-13 in den Hinterhof und hier erst einmal ratlos vor dem schönen vierstöckigen Bürogebäude aus der Jahrhundertwende stehenbleiben. Wo sind sie denn nun, die <a href="http://www.6wunderkinder.com">Wunderkinder</a>? Ihre Büros hier in Berlin Mitte haben sie zum Zeitpunkt unseres Besuchs frisch bezogen. Von einem Schild ist weit und breit noch keine Spur. Gut, dass der Handwerker bescheid weiß, der gerade den Fahrstuhl repariert: „Wunderkinder? Die kenn ick. Vierter Stock.“ Der dritte Stock ist es dann und Christian Reber fängt mich an der Tür ab.</p>
<p>Er ist einer der ursprünglichen und namensgebenden sechs „Wunderkinder“. 25 Jahre alt, dynamisch, freundlich, selbstbewusst, aber dabei auf eine angenehme Art unaufgeregt. Mit 20 hatte er mit einem Freund den Musikdienst „Mucelli“ gestartet, der innerhalb von vier Wochen 200.000 Nutzer hatte und den sie schließlich verkauft haben. Der Freund von damals ist auch heute dabei.</p>
<p>Auf der Website der Wunderkinder kann man nachlesen, dass Christian Reber „immer groß denkt“ und davon träumt, „die Online-Business-Welt zu erobern“. Und was er selbst nicht erwähnt, aber im Netz über ihn zu finden ist: Seitdem er 12 ist, entwickelt er Software und hat sich sieben Programmiersprachen angeeignet. Sitze ich hier also wirklich einem Wunderkind gegenüber? Oder versteht es dieses Berliner Startup lediglich geschickt, mit einem Hauch amerikanischer Großspurigkeit aufzutreten?</p>
<p>Die Büroräume der „6 Wunderkinder“ haben dieses gewisse Flair, das man mit Berlin verbindet: eine Mischung aus genieteten Stahlträgern und modernen Glaswänden. Einen Besprechungsraum gibt es nicht, wir sitzen zum Interview auf zwei Couchen.</p>
<p>Das Arbeitsmodell ist dagegen ganz klassisch: Alle sitzen hier vor Ort. Ist das nicht ein wenig konservativ für ein Web-Startup im Jahr 2011? Natürlich kennt Christian Reber solche Schlagwörter wie „New Work“, oder „Co-Working“, aber: „Das funktioniert nicht für junge Teams.“ Als Startup arbeite man an einer Idee, die man manchmal selbst noch nicht ganz fassen kann. „Da musst du viel kommunizieren. Das funktioniert nun einmal am besten, wenn du hier direkt sprechen kannst“, erklärt er.</p>
<p>Als ich an diesem Tag mit Christian Reber zusammensitze, sind es bereits 25 Wunderkinder, die hier arbeiten. Das Wachstum geht weiter, dabei ist die Gründung noch nicht einmal ein Jahr her.</p>
<p>Der Ursprung für all das ist eine Nachricht auf Xing: „Who's with me creating the next innovative web app?“ fragt Christian Reber in die virtuelle Runde. Zu dem Zeitpunkt hat er mit den anderen Wunderkinder-Gründern noch die Webagentur „Innovatics“ und sie wollen etwas Neues machen. Es gibt da so eine Idee für ein neues Produkt... Aber wie wandelt man das in ein Startup um? Wie kommt man an Investorengeld? Solche und andere Fragen sind vollkommen offen.</p>
<p>Die Resonanz auf die Xing-Nachricht ist gering: Nur eine einzige Reaktion erreicht Christian Reber. Die aber hat es in sich und ist entscheidend für alles, was danach passiert: Frank Thelen meldet sich, der gemeinsam mit Marc Sieberger in der Folge dafür sorgt, dass die Wunderkinder mit Startkapital versorgt werden.</p>
<p>
<figure id="attachment_229449" class="caption alignnone">
	<a href="http://t3n.de/magazin/kein-wunder-startup-227950/bus_wunderkinder_reber/" rel="attachment wp-att-229449"><img class="size-large wp-image-229449 " title="bus_wunderkinder_reber" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/08/bus_wunderkinder_reber-596x397.jpg" alt="bus wunderkinder reber" width="596" height="397" /></a>
	<figcaption>Christian Reber, einer der namensgebenden sechs „Wunderkinder“. Foto: Dimitri Hempel</figcaption>
</figure>
</p>
<h2>Investorengeld für „Slideware“</h2>
<p>Der High-Tech Gründerfonds investiert schließlich 500.000 Euro. Drei Monate läuft dafür der Entscheidungsprozess, mehrmals präsentieren sie ihre Idee und müssen sich bohrende Fragen bis ins Detail gefallen lassen. Wie ist der Markt beschaffen? Wie sieht das Hosting-Konzept aus? Ist der Zeitplan realistisch?</p>
<p>Im Prinzip hatten die Gründer bis dahin nur „Slideware“: Alles existierte allein auf PowerPoint-Folien. Ziel ist das Produkt „Wunderkit“. Das wird eine plattformübergreifende Software, die Menschen, Teams, Firmen, Vereinen und anderen dabei helfen soll, sich und ihre Aufgaben zu organisieren. Das Potenzial ist enorm. Zwar gibt es vergleichbare Angebote bereits auf dem Markt, aber die Wunderkinder sind überzeugt, mit den Funktionen, dem Design und dem Preismodell überzeugen zu können.</p>
<p>Nicht zuletzt kennen sie selbst gut den Bedarf an einem solchen Produkt: Die Idee entstand direkt aus ihren Erfahrungen bei der Webagentur. Und wenn sie ein solches Tool vermissen, geht es doch vielleicht vielen anderen ebenso? Daran glaubt neben dem High-Tech Gründerfonds inzwischen auch die Deutsche-Telekom-Tochter T-Ventures, die eine unbekannte Summe investiert hat.</p>
<p>Aber wie kommt man überhaupt an Investorengeld? Hilfreich sei, wenn man sich vorher bereits eine Reputation aufgebaut hat, erklärt Christian Reber. Man hat beispielsweise ein Blog, hat bereits ein anderes Projekt umgesetzt und sich bei wichtigen Personen bekannt gemacht. Wer auf sich aufmerksam machen wolle, sollte Konferenzen besuchen, auch einmal selbst einen Vortrag halten, sagt Christian Reber. „Man darf keine Angst haben, mit den Leuten in Kontakt zu treten, nur weil man es noch für zu früh hält.“ Man müsse zeigen, dass man es ernst meine und sich in der Thematik auskennt.</p>
<p>Ein Mentor ist zudem sehr hilfreich. Es gebe in Deutschland aber leider nur wenige Persönlichkeiten, die sich Ideen von Gründern anhören und überlegen, ob die Idee gut ist und das Team passt. „Solche aktiven Business Angels bräuchten wir mehr: Leute, die praktische Tipps geben können, die einen auf schwierige Situationen vorbereiten und die das Basiswissen rund um die Investorenbranche vermitteln.“</p>
<p>Besonders positiv war im Fall der Wunderkinder, dass der Kern schon bei der gemeinsamen Webagentur über Jahre zusammengearbeitet hat. Denn: Wer ein Startup auf die Beine stellt, muss zueinander halten können – auch in schlechten Zeiten.</p>
<h2>Erfolgsrezept schönes Design</h2>
<p>Bislang läuft es für die Wunderkinder allerdings bestens. Mit einem geschickten Schachzug haben sie schon jetzt für Aufmerksamkeit weit über Deutschland hinaus gesorgt: Weil es gut ein Jahr dauern würde, Wunderkit fertig zu stellen, brachte das Startup mit „Wunderlist“ eine Funktionalität daraus vorab als App heraus – kostenlos und inzwischen für Windows, Mac OS X, iOS, Android und im Web verfügbar. Funktionalität, Design und Usability hat dabei viele begeistert. Dass Wunderlist aus Deutschland kommt, ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen, denn sowohl die Website als auch die Software sind zunächst allein auf Englisch verfügbar gewesen. Zumindest bei der App kommen laufend Sprachen hinzu, denn so verbreitet Englisch auch ist: Besser funktioniert es in der jeweiligen Landessprache.</p>
<p>Wunderlist war in vielerlei Hinsicht ein Wundermittel für die Wunderkinder, gerade auch in Sachen Marketing: Bislang hat die junge Firma „null Euro“ für Werbung ausgegeben. Und das soll möglichst so bleiben. Die Wunderkinder setzen stattdessen ganz auf virale Effekte.</p>
<p>Ein Erfolgsrezept dabei: schönes Design. Das betrifft nicht nur die App, sondern schon die Website. Das erste, womit die Wunderkinder aufgefallen sind, ist ihre ungewöhnliche Teamseite. Jeder Mitarbeiter wird mit einem individuellen Bild und einem Text vorgestellt wie ein kleiner Star. „Wir haben uns bei CSS-Galleries eingetragen. Hier bewerten Nutzer des Design einer Website. Wir dachten: Wäre doch ein guter Startpunkt, einmal mit der Optik zu beginnen“, erklärt Christian Reber. Und das hat funktioniert.</p>
<p>
<figure id="attachment_229448" class="caption alignnone">
	<a href="http://t3n.de/magazin/kein-wunder-startup-227950/bus_wunderkinder_quer/" rel="attachment wp-att-229448"><img class="size-large wp-image-229448" title="bus_wunderkinder_quer" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/08/bus_wunderkinder_quer-596x397.jpg" alt="bus wunderkinder quer" width="596" height="397" /></a>
	<figcaption>Das junge Team sitzt ganz klassisch in Büros. Andere Modelle seien zu aufwändig in der Kommunikation für ein Startup. Foto: Dimitri Hempel</figcaption>
</figure>
</p>
<p>Letztlich war der Testballon Wunderlist nicht nur fürs Marketing hilfreich: „Wir haben viel gelernt, was wir nun für Wunderkit gut gebrauchen können“, sagt Christian Reber und meint damit auch und vor allem die technische Seite. Eine App plattformübergreifend zu entwickeln und anzubieten, ist in der Praxis eben doch schwieriger, als man vielleicht selbst erhofft. So setzen die Wunderkinder unter anderem auf Appcelerator Titanium. Das Open-Source-Tool leistet im Prinzip genau, was die Wunderkinder brauchen: Man geht von einem Satz Technologien wie JavaScript, HTML, PHP etc. aus und kann daraus native Apps für Smartphones, Tablets und den Desktop generieren lassen. Klingt gut, nur gibt es in der Praxis doch immer wieder Hürden. Wunderkit wird nun direkt nativ auf allen Plattformen entwickelt.</p>
<p>„Du kannst einfach bessere Qualität anbieten“, sagt Christian Reber. Mit Titanium befindet man sich schließlich immer in der zweiten Reihe. „Wenn Apple etwas Neues herausbringt, müssen wir warten, bis Appcelerator das implementiert hat.“ Am liebsten wäre ihm ja, man könne eine HTML5-App entwickeln, die dann auf allen Plattformen funktioniert. „Das wäre eine Traumvorstellung!“</p>
<p>Das Prinzip von „release early, release often“ findet er dabei zwar gut und nachvollziehbar – für ihr eigenes Projekt wollen sie es aber nicht anwenden. „Ich finde es besser, sich Zeit zu lassen und am Ende mit einem guten Produkt herauszukommen.“ Wunderkit habe bislang sicher 500 Schleifen durchlaufen, um das Produkt immer weiter zu verbessern.</p>
<p>Ob das klappt, und ob die Nutzer dann so begeistert sind, dass sie Wunderkit zum Erfolg verhelfen, ist jetzt noch nicht abzusehen. Christian Reber konnte uns eine Vorversion von Wunderkit zeigen und die Wunderkinder haben sich hier erneut viele Gedanken darüber gemacht, wie die Nutzerführung am besten funktioniert und wie man die Funktionen optisch ansprechend verpackt. „Wir haben uns allein für das Navigationskonzept ein halbes Jahr Zeit gelassen und diverse Varianten ausprobiert.“ Anders gesagt: Sie setzen auf solide Arbeit und nicht auf Wunder.</p>
<h2>„Die beste Zeit für Startups“</h2>
<p>Bald wird sich zeigen, ob es passend oder großspurig war, sich selbst zu Wunderkindern zu erklären. Dass der Name „gewisse Erwartungen“ weckt, sei jedenfalls erst im Nachhinein so richtig klar geworden. „Wir wollten einen deutschen Begriff, der auch international funktioniert“, sagt Christian Reber. Besonders in den USA kommt die Bezeichnung „Wunderkinder“ gut an – und bei Investoren sowieso. „Die stehen einfach auf ambitionierte Ideen“, sagt Christian Reber. Und auch die Mitarbeiter mögen es natürlich, wenn sie ganz offiziell zum Wunderkind werden.</p>
<p>Wunder hin oder her: Am Ende muss auch dieses Startup Geld verdienen. Die Todo-App Wunderlist ist kostenlos und soll es auch bleiben. Das erste Geld soll durch Wunderkit hereinkommen. Das genaue Preismodell wird erst beim Launch bekannt gegeben. Klar ist eines: Man wird Wunderkit auch kostenlos nutzen können. Darüber hinaus gibt es monatliche Abos.</p>
<p>Den Wunderkindern hilft in Sachen Finanzen, dass sie beispielsweise auf Amazons Hosting-Services setzen können und damit die Kosten überschaubar bleiben. „Ihr seid in der besten Zeit für Startups, sagen unsere Investoren immer“, erklärt Christian Reber. Die Hürden sind generell sehr niedrig, damit sich ein neues Tool schnell verbreitet.</p>
<p>Ein schlagendes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit ist Google+, das trotz beschränktem Zugang keine vier Wochen brauchte, um 20 Millionen Nutzer zu haben. Christian Reber hat das verblüfft und fasziniert, denn es zeigt, was alles möglich ist.</p>
<p>Natürlich wollen sich die Wunderkinder nicht mit solchen Branchenriesen wie Facebook oder Google vergleichen. Oder vielleicht doch? Insgeheim gibt es bestimmt diesen Gedanken. Die Investoren jedenfalls sehen in Wunderkit und dem Team dahinter großes Potenzial.</p>
<p>Und wie heißt es doch so schön? Wunder gibt es immer wieder...</p>
<p>[<strong>10.02.2012</strong>. Es handelt sich um einen Artikel aus dem t3n Magazin Nr. 15, erschienen im August 2011. Im vergangenen Monat ist die<a href="http://t3n.de/news/wunderkit-beta-gelauncht-erster-359418/"> Wunderkit Beta erschienen</a>, seit Anfang Februar ist das Projektmanagement-Tool <a href="http://t3n.de/news/wunderkit-mac-iphone-da-offen-363640/">für alle Anwender offen</a>.]</p>
<p>
<figure id="attachment_229483" class="caption alignnone">
	<a href="http://t3n.de/magazin/kein-wunder-startup-227950/wunderkit-2-916x520/" rel="attachment wp-att-229483"><img class="size-large wp-image-229483 " title="Wunderkit" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/08/Wunderkit-2-916x520-596x338.jpg" alt="Blick ins Wunderkit" width="596" height="338" /></a>
	<figcaption>Blick ins Wunderkit</figcaption>
</figure>
</p>
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		<title>Zu Besuch bei… EnjoyYourCamera.com</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 16:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[BUSINESS]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom eBay-Powerseller über den eigenen Onlineshop bis hin zum Ladengeschäft – solche Storys gibt es wirklich. Eine erzählen wir hier. Ingo Quendler verrät, wie er sein Business aufgebaut hat und worauf es dabei besonders ankommt. Im Jahr 2005 wollte sich Ingo Quendler eigentlich als Fotograf selbstständig machen. Er stellte fest: Die Auswahl beim Zubehör für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom eBay-Powerseller über den eigenen Onlineshop bis hin zum Ladengeschäft – solche Storys gibt es wirklich. Eine erzählen wir hier. Ingo Quendler verrät, wie er sein Business aufgebaut hat und worauf es dabei besonders ankommt.<span id="more-227685"></span></p>
<p><a href="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/05/ingo-quendler-100px.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-229478" title="ingo-quendler-100px" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/05/ingo-quendler-100px.jpg" alt="ingo quendler 100px" width="100" height="125" /></a>Im Jahr 2005 wollte sich Ingo Quendler eigentlich als Fotograf selbstständig machen. Er stellte fest: Die Auswahl beim Zubehör für seine Canon EOS 1D Mark II war unüberschaubar riesig, die Preise teils unverschämt hoch, die Qualität aber manchmal geradezu miserabel. Die wichtige Frage war: Welcher Kauf lohnt sich wirklich? Das war kaum zu entscheiden.</p>
<p>Dieses Erlebnis kann man, wenn man will, als den Anfang dessen sehen, was heute der Onlineshop enjoyyourcamera.com ist. Seinen Anfang nahm er in Ingo Quendlers Wohnzimmer im fünften Stock eines Altbaus. Heute ist es ein Unternehmen mit weiträumigen Loftbüros in Hannovers In-Stadtteil Linden. Rund 12 Angestellte hat Ingo Quendler inzwischen. Eine Erfolgsgeschichte, wie sie in dieser Form nur das Internet schreiben kann.</p>
<p>Vorläufiger Höhepunkt: Das kleine, aber feine Ladengeschäft, nur wenige Meter vom Büro entfernt. Trageriemen, Adapter, Taschen: Alles, was das Fotografieren leichter, interessanter oder einfach schöner macht, ist hier zu finden. Natürlich ist das nur eine Auswahl des Angebots der Website. Und irgendwie erscheint es widersinnig, Miete für Räume zu bezahlen, die weniger Besucher erreichen können als der Onlineshop. Aber wie Ingo Quendler uns verrät: Es trägt sich. Und vor allem gibt es nicht wenige Kunden, die sich die Ware direkt abholen möchten, anstatt sie zuschicken zu lassen. Ideal ist es auch für solche Kunden, die Produkte vor dem Kauf erst ausprobieren möchten.</p>
<p><a href="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/05/enjoyyourcamera-screenshot.jpg"><img class="size-large wp-image-229477 alignnone" title="enjoyyourcamera-screenshot" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/05/enjoyyourcamera-screenshot-596x414.jpg" alt="enjoyyourcamera screenshot" width="596" height="414" /></a></p>
<h2>Im ersten Jahr eine One-Man-Show. Firmenzentrale: Wohnzimmer</h2>
<p>„Hinter vielen Onlineshops stehen Ladengeschäfte. Bei uns ist es genau umgekehrt“, sagt Ingo Quendler und lächelt. Er ist ein großgewachsener, schlanker Typ, freundlich und bescheiden. Man merkt: Hier sitzt man nicht neben einem eiskalten Businessprofi, der nur Zahlen im Kopf hat und laufend darüber nachdenkt, wie er wohl die Weltmarktführerschaft erringen könnte. Ingo Quendler ist mit Spaß und Leidenschaft bei der Sache. Sein Bauchgefühl ist wichtig. Er wird seine Seele nicht verkaufen, um soundsoviel Prozent mehr Umsatz zu erreichen.</p>
<p>Den Einstieg in den Onlinehandel hatte er ganz klassisch bei eBay genommen. Bald aber wurde klar: Ein eigener Onlineshop musste her. Dessen erste Version hat Ingo Quendler noch selbst erstellt und setzte auf xt:Commerce. Auch der aktuelle Shop nutzt dieses System, ist aber soweit angepasst, dass es kaum noch etwas mit dem Ursprung zu tun hat. „Eigentlich müsste man ,based on xt:Commerce' dranschreiben“, scherzt er. Er entwickelt das alles längst nicht mehr selbst, sondern hat dafür seinen externen Fachmann parat. Open Source ist ihm dabei wichtig, um flexibel zu bleiben. Schließlich könne man da einfach einen PHP-Programmierer dransetzen und alles so anpassen, wie man es haben wolle.</p>
<p>Auch für viele andere Tätigkeiten sucht Ingo Quendler sich möglichst einen passenden Dienstleister. Hatte er beispielsweise im ersten Jahr alles noch selbst verpackt und verschickt, setzt er heute auf einen professionellen Fulfilment-Service: Die Waren lagern also nicht in Hannover und werden auch nicht hier verschickt. Auch andere Dinge haben sich verändert: eBay spielt für ihn nur noch eine untergeordnete Rolle. „Mit großem Abstand der wichtigste Verkaufs-Channel ist unser Onlineshop. Das Amazon-Geschäft ersetzt die rückläufigen Umsätze bei eBay. Auf eBay zu kaufen oder zu verkaufen, lohnt sich hingegen immer weniger.“</p>
<p>Um sich von anderen Händlern im Netz zu unterscheiden, legt Ingo Quendler bei seinem Shop viel Wert darauf, dass alle Produkte ausprobiert und getestet sind, bevor sie ins Programm aufgenommen werden. Alles wird zudem selbst fotografiert, ausführlich beschrieben und auch mit Videos in Szene gesetzt. Bei komplizierten Produkten investieren die Mitarbeiter auch einmal einen Arbeitstag. Im Gegenzug hat der Shop eigene Inhalte und gewinnt an Glaubwürdigkeit. „Von vielen Produkten haben wir nur die Variante im Angebot, die wir selbst am besten finden“, sagt er. Eher dünne man das Sortiment aus, als es weiter aufzublähen.</p>
<div id="attachment_227686" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;">
<p><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227685dms_2976bd6ed6af717fd58dcb4e8b31114d"><img class="alignleft size-large wp-image-227686" title="Das Ladengeschäft in Hannover-Linden ist vor allem ein Anlaufpunkt für Kunden, die Produkte selbst abholen oder vor Ort ausprobieren wollen." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_2976bd6ed6af717fd58dcb4e8b31114d-596x397.jpg" alt="Das Ladengeschäft in Hannover-Linden ist vor allem ein Anlaufpunkt für Kunden, die Produkte selbst abholen oder vor Ort ausprobieren wollen." width="596" height="397" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Das Ladengeschäft in Hannover-Linden ist vor allem ein Anlaufpunkt für Kunden, die Produkte selbst abholen oder vor Ort ausprobieren wollen.</p>
</div>
<p>Mindestens genauso wichtig wie die technische Grundlage und die inhaltliche Umsetzung des Shops ist aber noch ein anderes Thema: gefunden werden. Die Suchmaschinen-Optimierung übernimmt ebenfalls ein externer Dienstleister. Und zugleich spielt die Mundpropaganda eine wichtige Rolle. Schließlich sei Fotografie ein Thema, über das sich Enthusiasten und Profis intensiv austauschen, beispielsweise in Onlineforen. „Da freut es mich natürlich, wenn ich sehe, dass wir dort weiterempfohlen werden.“</p>
<p>Ingo Quendler und sein Team setzen daneben auf viele Möglichkeiten, um auf sich aufmerksam zu machen und um mit Kunden und Interessenten ins Gespräch zu kommen. So sind sie beispielsweise bei Twitter, Facebook und YouTube zu finden, verschicken einen E-Mail-Newsletter und sind seit Neuestem richtig old-school: Es gibt einen gedruckten Katalog.</p>
<div id="attachment_227687" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;">
<p><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227685dms_7269fe33ef712d1336c7396ae56f58c0"><img class="alignleft size-large wp-image-227687" title="In Ingo Quendlers Wohnzimmer nahm alles seinen Anfang, heute sitzt das Unternehmen in großzügigen Büros." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_7269fe33ef712d1336c7396ae56f58c0-596x396.jpg" alt="In Ingo Quendlers Wohnzimmer nahm alles seinen Anfang, heute sitzt das Unternehmen in großzügigen Büros." width="596" height="396" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">In Ingo Quendlers Wohnzimmer nahm alles seinen Anfang, heute sitzt das Unternehmen in großzügigen Büros.</p>
</div>
<h2>Über Facebook &amp; Co. zeigen, „dass hier echte Menschen sitzen“</h2>
<p>Social Media ist für Ingo Quendler allerdings weniger ein Marketingkanal. „Dienste wie Twitter nutzen wir praktisch nie werblich“, erklärt er zum Vorgehen. „Alle 20 bis 30 Tweets gibt es vielleicht einmal eine Werbung, wenn es mir wirklich wichtig ist.“ Ähnlich bei Facebook: Hier gehe es mehr darum, die Leute hinter die Kulissen blicken zu lassen. „Wir wollen zeigen, dass hier echte Menschen sitzen.“ Rabattcodes und ähnliche Werbeaktionen gibt es hingegen nicht. „Das ist einfach nicht mein Ding.“</p>
<p>Ebenso gilt beim E-Mail-Newsletter: weniger ist mehr. Er erscheint einmal im Monat, damit es wirklich ein Newsletter mit Neuigkeiten sei. Zudem wolle er den Leuten nicht auf die Nerven gehen, sagt Ingo Quendler.</p>
<p>Diese Reduktion findet sich in vielen Bereichen des Shops wieder, bis hin zu den Zahlarten. „Wir haben zwar mehrere integriert, aber es darf die Nutzer nicht verwirren“, erklärt er. Bankeinzug, PayPal und Kreditkarte sind aktuell die wichtigsten Wege.</p>
<p>Als einen weiteren wichtigen Erfolgsfaktor hat er guten Service ausgemacht. Viel Wert legt er darauf, dass die Waren schnell verschickt werden. Und wenn Probleme auftreten, müssten die schnell und unbürokratisch gelöst werden.</p>
<p>Alles in allem können Ingo Quendler und sein Team optimistisch in die Zukunft blicken. Und in die Richtung geblickt zeichnet sich hier das Thema „Mobile Shopping“ ab. „Irgendwann sitzen wir gar nicht mehr am Computer“, ist sich Ingo Quendler sicher. Noch ist das für seinen Shop aber kein Thema. Wenn, dann müsse es eine individuelle Lösung sein. Wann das umgesetzt wird? Das wird ihm wohl wieder sein Bauchgefühl sagen...</p>
<table class="table">
<tbody>
<tr>
<td class="table_header" colspan="2" valign="top mceVisualAid">Eckdaten von enjoyyourcamera.com</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">Shopsystem</td>
<td valign="top mceVisualAid">xt:Commerce v3.0.4 SP1</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">Payment-Anbieter</td>
<td valign="top mceVisualAid">Payone, PayPal</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">Hosting</td>
<td valign="top mceVisualAid">1und1 Dedicated Server</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">SEO</td>
<td valign="top mceVisualAid">externe Agentur</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">Warenwirtschaft</td>
<td valign="top mceVisualAid">Eigenentwicklung</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">Logistik</td>
<td valign="top mceVisualAid">externer Fulfilment-Dienstleister</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">Mitarbeiterzahl</td>
<td valign="top mceVisualAid">12</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">Sortimentsgröße</td>
<td valign="top mceVisualAid">ca. 3.000 Artikel</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">Kaffeemaschine</td>
<td valign="top mceVisualAid">Krups XN 7106 Nespresso</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		</item>
		<item>
		<title>Inspiration fördern: Die besten Tipps, damit Ideen wieder fließen</title>
		<link>http://t3n.de/magazin/inspiration-uberall-227624/</link>
		<comments>http://t3n.de/magazin/inspiration-uberall-227624/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 12:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[KOMMUNIKATION]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://t3n.de/magazin/?p=227624</guid>
		<description><![CDATA[Wer kreativ arbeitet, kennt das: Der Kopf raucht, aber die entscheidende Idee will einfach nicht kommen. Woran das liegt, und welche Ansätze helfen können, ein „Kreatief“ zu überwinden, soll dieser Artikel zeigen. Was ist Inspiration? Der Begriff Inspiration stammt aus dem Lateinischen und bedeutet laut Wikipedia wörtlich „Beseelung“ oder „Einhauchung von Leben oder Geist“, etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kreativ arbeitet, kennt das: Der Kopf raucht, aber die entscheidende Idee will einfach nicht kommen. Woran das liegt, und welche Ansätze helfen können, ein „Kreatief“ zu überwinden, soll dieser Artikel zeigen.<span id="more-227624"></span></p>
<h2>Was ist Inspiration?</h2>
<p>Der Begriff Inspiration stammt aus dem Lateinischen und bedeutet laut Wikipedia wörtlich „Beseelung“ oder „Einhauchung von Leben oder Geist“, etwas weltlicher ausgedrückt versteht man unter Inspiration auch eine Eingebung oder einen plötzlichen Einfall – die Basis des kreativen Schaffens. Damit einher geht allerdings eine gewisse passive Haltung, man spricht häufig von „inspiriert werden“ oder „sich inspirieren lassen“.</p>
<p>Zusammengefasst ist Inspiration demnach etwas Passives und ein nicht greifbarer Vorgang, auf den man selbst keinen wirklichen Einfluss zu haben scheint. Man kann nicht auf Knopfdruck eine Idee zu einem bestimmten Problem liefern in der Art, wie man zum Beispiel eine Rechenaufgabe löst. Kein Wunder also, dass auch erfolgreiche Kreative auf die Frage nach ihren Inspirationsquellen oft nur mit einem „Inspiration ist überall“ antworten können.</p>
<p>Einige Theoretiker haben sich jedoch daran versucht, eine genauere Antwort zu finden. Um diese Erklärungsversuche nachvollziehen zu können ist es sinnvoll, unseren Denkapparat – der natürlich hauptsächlich für den erfolgreichen Kreativprozess verantwortlich ist – genauer unter die Lupe zu nehmen.</p>
<h2>Unser Gehirn</h2>
<p>Es gibt durchaus Gründe dafür, weshalb sich manchmal kreative Blockaden ergeben und unser Gehirn scheinbar in bestimmten Situationen – meistens dann, wenn man es wirklich benötigt – den Dienst verweigert. Basierend auf den sogenannten „Split Brain“-Studien des Psychobiologen Roger W. Sperry in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts weiß man, dass das Gehirn in verschiedenen Modi arbeitet.</p>
<p>Seinerzeit noch als „Denken der linken beziehungsweise der rechten Gehirnhälfte“ beschrieben, spricht man heute etwas neutraler vom L-Modus und R-Modus. Denken als komplexen Vorgang kann man eben nicht so leicht einer Gehirnhälfte zuordnen. Andy Hunt nennt es in seinem Buch „Pragmatisches Denken und Lernen“ den linearen beziehungsweise den reichhaltigen Modus, um so deutlicher auf deren unterschiedliche Funktionsweisen einzugehen.</p>
<p>Bei vielen Leuten, die Probleme mit kreativem Denken haben, dominiert der lineare Modus, der für die verbale, analytische, rationale und logische Verarbeitung zuständig ist. Der reichhaltige Modus hingegen ist für die nonverbale, irrationale und intuitive Verarbeitung zuständig und deshalb immer dann gefragt, wenn es um kreative Ideen geht.</p>
<p>Die analytische Herangehensweise von Leuten, die sich auch oder vor allem im Programmier-Umfeld wohlfühlen, unterdrückt diesen Modus häufig. Sobald der Mensch analytisch und logisch über einem Problem brütet, ist der L-Modus aktiv und Ideen können nicht zutage treten. Deshalb gilt es, Wege zu finden, den kreativen R-Modus zuzulassen und auch auszunutzen.</p>
<div id="attachment_227625" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227624dms_321d48fc13eca3c8b912f034206f32ce"><img class="alignleft size-large wp-image-227625" title="Inspiration kann man auch online finden – zum Beispiel bei dem Image-Bookmarking-Service FFFFOUND." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_321d48fc13eca3c8b912f034206f32ce-596x388.jpg" alt="Inspiration kann man auch online finden – zum Beispiel bei dem Image-Bookmarking-Service FFFFOUND." width="596" height="388" /></a>Inspiration kann man auch online finden – zum Beispiel bei dem Image-Bookmarking-Service FFFFOUND.</div>
<p>Wie die beiden Modi wirken können, hat sicher jeder schon mal erlebt: Man versucht sich krampfhaft an einen Namen, einen Liedtitel oder eine Vokabel zu erinnern und es will einem einfach nicht einfallen. Wenn man sich dann nach erfolgloser Denkanstrengung (im L-Modus) wieder anderen Dingen zuwendet, fällt einem nach einiger Zeit plötzlich das fehlende Wort aus heiterem Himmel ein. In diesem Fall ist also der R-Modus unbewusst im Hintergrund aktiv gewesen und hat weiter nach der Lösung gesucht, während man einer anderen Beschäftigung nachging. Hierbei wird schon deutlich, dass man den R-Modus nicht bewusst steuert, worin auch die größte Herausforderung bei seiner Nutzung liegt.</p>
<h2>Kreative Pausen</h2>
<p>Cameron Moll erwähnt in seinem Vortrag „Good Design vs. Great Design“ <a title="„Good Design vs. Great Design“" href="http://b.lesseverything.com/2010/8/12/cameron-moll-at-lessconf3010" >[1]</a>, wie er sich den R-Modus zu Nutze macht. Er legt kreative Denkpausen ein, in denen er gezielt anderen Tätigkeiten nachgeht, die kein Denken erfordern – zum Beispiel beim Spazierengehen, Rasenmähen oder Duschen. Letzteres ist für ihn die Methode der Wahl, die er sogar so weit mit einer Taucher-Tafel samt wasserresistentem Stift perfektioniert hat, dass er direkt in der Dusche seine Einfälle aufschreiben oder skizzieren kann.</p>
<p>Das klingt zwar skurril, aber darin stecken dennoch zwei interessante Aspekte. Zum einen befördern routinierte banale Tätigkeiten das kreative Denken, zum anderen ist es wichtig, die entstehenden Gedanken auch direkt festzuhalten, bevor sie wieder verloren gehen. Das Problem ist nämlich, dass man den R-Modus nicht wirklich kontrollieren oder steuern kann. Durch bewusste Pausen, in denen man analytisches, logisches Denken absichtlich ruhen lässt, kann man ihn aber dazu einladen, im Oberstübchen nach brauchbaren Ideen zu suchen. Wichtig dabei ist es, das aktuell zu lösende Problem bewusst auszublenden.</p>
<p>Weil der R-Modus so unkontrollierbar ist, kann man auch nicht absehen, wann gute Ideen in das Bewusstsein dringen. Es kann immer und überall passieren. Für den Alltag heißt das, man sollte immer etwas zu schreiben dabei haben, um in unerwarteten Momenten die aufkommenden Ideen festzuhalten, sei es ein Notizblock, ein Smartphone oder etwas ähnliches.</p>
<h2>Ideen sammeln</h2>
<p>Es müssen dabei auch nicht immer die großen Ideen sein, die einem unterwegs einfallen. Als Webdesigner sollte man ständig die Augen aufhalten nach schönen Farbkombinationen, Mustern, Texturen, Typografie oder Gestaltungselementen. Dazu ist es wichtig, seine Umwelt bewusst wahrzunehmen und interessante Entdeckungen zu sammeln. Brian Hoff sieht in seinem Artikel „Understanding Inspiration“ <a title="„Understanding Inspiration“" href="http://www.thedesigncubicle.com/2010/06/understanding-inspiration/" >[2]</a> das Sammeln und Abspeichern der Eindrücke um uns herum gar als den Schlüssel zur Inspiration.</p>
<p>Ein Foto eines interessanten Objekts hier oder eine Skizze da bringen einen dazu, sich bewusster mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Statt sie unentdeckt an sich vorbeiziehen zu lassen, hält man so Dinge fest, die einen bewegen, um sie später bei kreativen Aufgaben leichter als mögliche Lösungsansätze hervorholen zu können. Sammel-Programme wie LittleSnapper <a title="LittleSnapper" href="http://www.realmacsoftware.com/littlesnapper/" >[3]</a>, Zootool <a title="Zootool" href="http://zootool.com/" >[4]</a> oder Evernote <a title="Evernote" href="http://www.evernote.com/" >[5]</a> helfen dabei, inspirierende Eindrücke festzuhalten und wiederauffindbar abzulegen.</p>
<p>Brian führt auch anhand seiner eigenen Website vor, wie ihm bestimmte Dinge aus dem Alltag beim Redesign seiner Website inspiriert haben. So zum Beispiel ein Buchcover für die Farbgebung, ein Gartenzaun als Vorlage für eine Kreuzschraffur, die als umlaufender Schatten dient, oder aber die Hintergrundtextur der Hauptspalte, inspiriert von Zeitungspapier.</p>
<p>Alles mögliche kann dabei für eine Idee gut sein: die Architektur, zum Beispiel eine Fensterfront, die zu einem Spaltenlayout inspiriert oder alle möglichen Materialen, die die Grundlage für eine Textur bilden. Buchcover, Zeitschriften und die Anzeigen darin sowie Verpackungen können Ideen liefern für eine bestimmte Art der Anordnung, ein Muster oder eine Farbgebung.</p>
<p>So ließ sich auch Tim van Damme 2009 bei seinem Blog-Redesign <a title="Blog-Redesign" href="http://emberapp.com/intemperie/images/maxvoltar" >[6]</a> von einem Buch über die Schrift Gill Sans inspirieren <a title="Buch über die Schrift Gill Sans" href="http://www.flickr.com/photos/giofuga/2065977114/in/pool-593321@N23/" >[7]</a>. Inspiration kann tatsächlich überall sein. Wichtig ist, die Anreize aus der Umwelt auch wahrzunehmen und abzuspeichern.</p>
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		<item>
		<title>Social Commerce: Neue soziale und mobile Kanäle verändern den Online-Handel</title>
		<link>http://t3n.de/magazin/social-commerce-tupper-party-groupon-227606/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:27:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[BUSINESS]]></category>

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		<description><![CDATA[Sozial war unser Empfehlungs- und Einkaufsverhalten schon immer, nur die Kanäle haben sich den Zeiten angepasst. Früher traf man sich zu Hause und tauschte sich aus, heute macht man das online, in sozialen Netzwerken und zunehmen auch mobil. Das hat handfeste Auswirkungen auf den Online-Handel – dem Social Commerce gehört die Zukunft. Die Zeiten des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sozial war unser Empfehlungs- und Einkaufsverhalten schon immer, nur die Kanäle haben sich den Zeiten angepasst. Früher traf man sich zu Hause und tauschte sich aus, heute macht man das online, in sozialen Netzwerken und zunehmen auch mobil. Das hat handfeste Auswirkungen auf den Online-Handel – dem Social Commerce gehört die Zukunft.<span id="more-227606"></span></p>
<p>Die Zeiten des anonymen Handels gehören anscheinend endgültig der Vergagenheit an. Was auf den Wochenmärkten seinen Anfang nahm und in den Tupperware-Parties der sechziger und siebziger Jahre seine Fortsetzung fand, ist mit der Industrialisierung des Handels in den Achtzigern und Neunzigern fast in Vergessenheit geraten: Der soziale Kontakt zwischen Händlern und Käufern, der Kontakt zwischen den Käufern untereinander und der Kunde als eigentlicher Botschafter für die Marke.</p>
<h2>Social ist nicht gleich social</h2>
<p>Der Distanzhandel präsentierte sich zu Zeiten des Katalogs und den Anfängen des E-Commerce als reine Verkaufsmaschine im Sinne eines one-to-many-Konzepts. Ein unglaublich großes Angebot stand allen Kunden gleichermaßen zur Verfügung, ohne Präferenzen. Der Kunde stand allein auf weiter Flur zwischen den virtuellen oder papierenen Regalen – es schien, als lautete die Devise: „Kauf oder verpiss Dich“. Der Kunde stand mit seinem Kaufentscheid nicht nur physisch, sondern auch funktional alleine da.</p>
<p>Das Web 2.0 läutete die Wende ein – technologische Neuerungen verbreiteten sich rasant und User-Generated-Content übernahm das Feld. Fortan fand man auch in Onlineshops Möglichkeiten, seine Meinung kund zu tun. Sei es, mit Sternchen Produkte zu bewerten oder über Kommentare Rezensionen zu hinterlassen.</p>
<p>Neben den schnell wachsenden Portalen für Videos (YouTube), Bilder (Flickr) und mehr etablierten sich neue Onlineshopping-Konzepte. Liveshopping, Private-Sales, Mass-Customizing, Crowd-Sourcing und andere gehörten vor einigen Jahren zu den aufstrebenden Konzepten und förderten hochgradig profitable Namen wie woot.com, venteprivee.com, threadless.com, spreadshirt.com zu Tage – einige davon haben sich zwischenzeitlich Major-Player wie Amazon &amp; Co. unter den Nagel gerissen.</p>
<p>Der soziale Aspekt manifestierte sich anfänglich bei diesen Konzepten in der Verbindung der Anwender, ohne dass sich diese kannten oder zu kennen brauchten. Erst soziale Netzwerke ermöglichten die nächste Stufe des Social Commerce. Nicht die Verbindung von Nutzern untereinander war entscheidend, sondern die Verbindung von mir bekannten Personen. Personen also, deren Meinung man einschätzen kann.</p>
<div id="attachment_227607" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227606dms_859f379d0b8bbc42df21bf008facea44"><img class="alignleft size-large wp-image-227607" title="Lockerz ist ein aufstrebender Dienst, der seine Nutzer für das, was man ohnehin online macht, mit Preisnachlässen für Produkte belohnt." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_859f379d0b8bbc42df21bf008facea44-596x325.jpg" alt="Lockerz ist ein aufstrebender Dienst, der seine Nutzer für das, was man ohnehin online macht, mit Preisnachlässen für Produkte belohnt." width="596" height="325" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Lockerz ist ein aufstrebender Dienst, der seine Nutzer für das, was man ohnehin online macht, mit Preisnachlässen für Produkte belohnt.</p>
</div>
<p>Seit Plattformen wie Facebook sind auch im E-Commerce neue Konzepte möglich. Dies fängt bei eigentlichen Single-Signon-Konzepten an, bei denen man sich nicht mehr bei jeder Plattform seine Zugangsdaten merken muss, sondern über Facebook-Connect bequem seinen Login auch an anderer Stelle zur Identifikation verwenden kann.</p>
<p>Das Anzapfen des persönlichen Beziehungsnetzes, dem sogenannten Social Graphen, verdrängt die anfängliche Anonymität im Social Commerce. Die fünf Buch-Rezensionen bei Amazon von Leuten, die man kennt und einschätzen kann, bekommen um ein Vielfaches mehr an Gewicht als diejenigen von 50 unbekannten Personen. Das erkannte auch Amazon ziemlich schnell und lässt seit vergangenem Sommer auch Informationen aus dem Facebook-Umfeld in die Produktempfehlungen einfließen.</p>
<h2>Social Commerce Reloaded</h2>
<p>Der Onlinehandel wird sozialer und vertrauter. Was auf der einen Seite neue Konzepte, Player und Mitbewerber ermöglicht, fordert auf der anderen Seite aber auch Verlierer. Vor allem im extremen Schnäppchenbereich ist nicht mehr viel vom alten Glanz geblieben. Swoopoo musste Insolvenz anmelden und auch rabattschlacht.de vermeldet auf seiner Seite, dass das Konzept vom Publikum nicht so angenommen wurde, wie erwartet. Man könnte nun die Hypothese aufstellen, dass sich diese Modelle so schnell zu Tode liefen, weil es bei der neuen Persönlichkeit im E-Commerce keinen Bedarf mehr an derartigen Billigplattformen gibt. Nicht weil die Nachfrage nach Schnäppchen plötzlich abebbt, sondern vielmehr weil man dort nicht erkannt werden möchte. Eine andere Hypothese wäre, dass es im Social Commerce nicht um Verkaufen um jeden Preis geht, sondern eben um das Soziale.</p>
<h2>Nicht mehr Verkaufen um jeden Preis</h2>
<p>Was für Social Media gilt, gilt für einzelne Social-Commerce-Konzepte noch viel mehr. Der reine Abverkauf steht nicht primär im Fokus, sondern der Dialog. Der Verkauf ergibt sich, wenn das Konzept richtig aufgebaut ist, von selbst. Mit einem transparenten Dialog erzielt man Vertrauen und steigert die Loyalität. Kunden werden zu Fans und damit auch zu Botschaftern für den eigenen Brand, für den eigenen Shop. Der Preisdruck rückt in den Hintergrund, weil die Identifikation zur Marke stärker wird, was im Gegenzug leicht höhere Margen erlaubt, die wiederum die Finanzierung aktiver sozialer Tätigkeiten ermöglicht – wenn das Konzept stringent und glaubwürdig umgesetzt wird.</p>
<p>Die Krux an der ganzen Sache liegt bei etablierten Unternehmen oft darin, das Management von diesen Komponenten überzeugen zu können. Denn diese Aktivitäten stehen herkömmlichen Konzepten diametral gegenüber, die den Umsatz im primären Fokus haben. Social-Commerce-Konzepte sind aber nachhaltiger, weil man zuerst sät und die Ernte erst später, dafür aber ergiebiger, einfährt. Diese Konzepte skalieren einfach wesentlich effizienter, weil die Kunden die Saat weitertragen. Jeder eingesetzte Euro mutiert nicht nur zu einem möglichen unmittelbaren Verkauf, sondern zu zahlreichen mittelbaren Zusatzverkäufen. Frei nach dem Motto; „zuerst Geben, dann Nehmen“.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Social CRM: Bessere Kundenbeziehungen via Facebook, Twitter &amp; Co.</title>
		<link>http://t3n.de/magazin/social-crm-neue-art-kundenbeziehung-227546/</link>
		<comments>http://t3n.de/magazin/social-crm-neue-art-kundenbeziehung-227546/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 09:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[BUSINESS]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast alle Unternehmen träumen vom direkten Weg zum Kunden. Mit Hilfe des Social Web war es noch nie so einfach wie heute, mit Kunden zu interagieren. Doch was kommt nach dem Austausch auf Facebook, Twitter &#38; Co.? Der neue Trend heißt „Social CRM“ und verspricht eine bessere, da vertiefte Kundenbeziehung. Einige werden beim Lesen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast alle Unternehmen träumen vom direkten Weg zum Kunden. Mit Hilfe des Social Web war es noch nie so einfach wie heute, mit Kunden zu interagieren. Doch was kommt nach dem Austausch auf Facebook, Twitter &amp; Co.? Der neue Trend heißt „Social CRM“ und verspricht eine bessere, da vertiefte Kundenbeziehung.<span id="more-227546"></span></p>
<p>Einige werden beim Lesen des Begriffs „Social CRM“ denken: „Schon wieder ein neues Buzzword? Ich will doch erst einmal in Ruhe Social Media machen.“</p>
<p>Möglicherweise ist Social CRM ein neues Buzzword. Fakt ist aber, dass in den ersten Monaten dieses Jahres so viel Bewegung in dieses Thema gekommen ist, dass kaum einer daran vorbeikommt. Social Media hat uns in den letzten Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Kommunikation ist. Steigende Nutzerzahlen bei fast allen Social Networks sind nur einer von vielen Indikatoren. Diese Entwicklung berührt auch das klassische Customer-Relationship-Management (CRM).</p>
<div id="attachment_227547" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227546dms_5c5d9570ddb262575bed86c48ca23cec"><img class="alignleft size-large wp-image-227547" title="Social CRM erfordert mehr Kommunikation mit dem Kunden als das klassische CRM (Quelle: blog.getsatisfaction.com)." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_5c5d9570ddb262575bed86c48ca23cec-596x454.jpg" alt="Social CRM erfordert mehr Kommunikation mit dem Kunden als das klassische CRM (Quelle: blog.getsatisfaction.com)." width="596" height="454" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Social CRM erfordert mehr Kommunikation mit dem Kunden als das klassische CRM (Quelle: blog.getsatisfaction.com).</p>
</div>
<p>Bei Social Media geht es um Menschen, die Tag für Tag ihre Kommentare zu Produkten und Dienstleistungen posten und sich halböffentlich im erweiterten Bekanntenkreis – mal positiv mal negativ – darüber austauschen. Parallel dazu finden sich die Unternehmen nach und nach in Facebook, Twitter und Co. zurecht. Und wenn sie ihren Weg dahin gefunden haben, ist Social Media auch kein Medium oder Kanal mehr, sondern es entstehen Beziehungen.</p>
<p>Damit verbunden stellen sich die Unternehmen dann die Frage, wie sie Social Media effektiver und kundenfreundlicher einsetzen können. Wie sie herausfinden können, was ihre Kunden denken, wollen, kaufen und wie das Unternehmen zum Beispiel mit neuen Produkten darauf reagieren kann. Daher ist Social CRM nach Social Media Monitoring (SMM) eine konsequente und logische Weiterentwicklung, die vielen Unternehmen die Chance ermöglicht, das klassische CRM mit ihren Aktivitäten in den Social Networks zu verknüpfen, um so die gewünschte Kundenbeziehung aufzubauen oder zu pflegen.</p>
<h2>Social CRM: Direktes Kunden-Feedback</h2>
<p>Gerade wer im direkten Austausch mit seinen Kunden steht, sollte darüber nachdenken, nicht nur Social Media zu nutzen beziehungsweise mit Hilfe von Social Media Monitoring die Aktivitäten zu analysieren, sondern Social CRM tatsächlich in sein Unternehmen zu integrieren. Dabei ist es wichtig, Personen zu finden, die positive Multiplikatoren (Advocacy) sind. Diese finden das Unternehmen toll (ob nun wegen der Marke oder der Rabattaktionen) und begeistern weitere potenzielle Kunden für die Marke. Auf der anderen Seite ist auch die Kommunikation mit Personen wichtig, die sich kritisch äußern (Badvocacy) und abgeholt werden müssen. Social CRM bietet die Möglichkeit, sich darüber im Klaren zu werden, wie die eigenen Kunden über das eigene Unternehmen und die eigenen Produkte denken. Folgende Grafik zeigt, warum Kunden sich mit einer Marke identifizieren wollen:</p>
<div id="attachment_227548" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227546dms_84074dfb74aa55821eff7e7a25667aa9"><img class="alignleft size-large wp-image-227548" title="Mit Rabattaktionen, gutem Kundenservice und Feedback-Möglichkeiten nehmen Marken Kunden für sich ein (Quelle: blog.getsatisfaction.com)." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_84074dfb74aa55821eff7e7a25667aa9-596x344.jpg" alt="Mit Rabattaktionen, gutem Kundenservice und Feedback-Möglichkeiten nehmen Marken Kunden für sich ein (Quelle: blog.getsatisfaction.com)." width="596" height="344" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Mit Rabattaktionen, gutem Kundenservice und Feedback-Möglichkeiten nehmen Marken Kunden für sich ein (Quelle: blog.getsatisfaction.com).</p>
</div>
<p>Es verwundert zunächst nicht, dass auf Platz eins Rabattaktionen stehen. Doch spannender wird es auf den folgenden Platzierungen. Service, Umfragen und Feedback oder auch neue Wege der Interaktion und Zugang zu Premium-Content sind Punkte, weshalb Kunden Unternehmen zum Beispiel auf Facebook toll finden.</p>
<p>Im Januar stellte das amerikanische Unternehmen SugarCRM, Anbieter einer Open-Source-CRM-Software, eine Umfrage zum Thema Social CRM vor. Mit folgenden Ergebnissen:</p>
<ul>
<li>42 % der Befragten agieren über LinkedIn, 32 % nutzen Facebook, Twitter lag mit 14 % etwas abgeschlagen auf Platz 3.</li>
<li>50 % der Befragten antworteten mit „Ja“ auf die Frage, ob soziale Netzwerke ihnen in den letzten 12 Monaten bei ihren Geschäften geholfen haben.</li>
<li>26 % der Befragten haben die Informationen aus den Social Networks in ihre bestehenden CRM-Systeme integriert.</li>
<li>72 % wollen innerhalb des nächsten Jahres die Informationen in ihre bestehenden CRM-Systeme integrieren.</li>
</ul>
<p>Traut man diesen Zahlen, ist 2011 das Jahr für Social CRM. Es ist also eine Mischung aus vielen Gründen, warum Unternehmen Social CRM einsetzen sollten. Ein wichtiger Grund ist, dass die Marke nun in den Händen der Community liegt. Daher kann Social CRM ganz pragmatisch gesehen werden. So schrieb Paul Greenberg, CRM-Experte, in seinem Blog: „It is the company's programmatic response to the customer's control of the conversation <a title="Blogbeitrag von CRM-Experte Paul Greenberg" href="http://t3n.me/PGreenblog" >[1]</a>.“</p>
<h2>Von Social Media zu Social CRM</h2>
<p>Dabei ist es erst einmal zweitrangig, wie und über welchen Weg Kunden zum Unternehmen kommen: ob nun durch Empfehlungen, Blogs, Webseiten, Wikis, Anzeigen, Newsletter, Suchmaschinen, E-Mails oder Kampagnen. Folgende drei Punkte sollten Sie auf dem Weg von Social Media zu Social CRM beachten:</p>
<h3>1. Seien Sie offen für Neues</h3>
<p>Auch wenn die Begriffe „Social Media“ und „Microblogging“ auf Messen und Kongressen bereits inflationär verwendet werden: Seien Sie offen und nutzen Sie diese Möglichkeiten. Erst wenn Sie selbst mit Ihrem eigenen Produkt und/oder Unternehmen in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, werden Sie sich eine Meinung bilden können, ob Ihnen diese Netzwerke helfen, Ihre Kundenbeziehung aufzubauen und intensiver zu pflegen.</p>
<h3>2. Suchen Sie den Dialog</h3>
<p>Die Erfahrung zeigt: Unternehmen wollen mit ihren Kunden kommunizieren, sobald sie auf Facebook, Twitter und Co. unterwegs sind. Suchen Sie sich Ihre Zielgruppe aus und geben Sie ihr zum Beispiel exklusive Informationen zu Ihrem Produkt oder Unternehmen. Finden Sie anschließend heraus, wie gut diese Informationen angenommen werden (positive Blogbeiträge, steigende Verkaufszahlen etc.).</p>
<h3>3. Lassen Sie Ihre Kunden nicht im Regen stehen</h3>
<p>Fast jeder kennt ein Beispiel, in dem Kunden den gefürchteten Shitstorm ausgelöst haben. Ob nun Teldafax oder zuletzt beim Voting-Debakel von „Deutschland sucht den Superstar“. Auch wenn Unternehmen zuerst einmal nur sehen wollen, wo und wie über sie gesprochen wird: Wenn Kunden Fragen zu Ihrem Produkt haben oder schlechte Erfahrungen gemacht haben, reagieren Sie darauf und lernen Sie von Ihren Kunden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Erfolg durch gutes Design – Das Auge klickt mit!</title>
		<link>http://t3n.de/magazin/auge-klickt-227931/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:02:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[KOMMUNIKATION]]></category>

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		<description><![CDATA[Für manche ist Design reines Dekor. Es spielt sich an der Oberfläche ab und ist das Sahnehäubchen auf einem Projekt: toll, aber nicht zwingend notwendig. Dabei ist Design weit mehr als das: Ein elementarer Bestandteil des Projektprozesses. Warum Design so wichtig für den Erfolg eines Projektes ist, darum geht es in diesem Beitrag. Für mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für manche ist Design reines Dekor. Es spielt sich an der Oberfläche ab und ist das Sahnehäubchen auf einem Projekt: toll, aber nicht zwingend notwendig. Dabei ist Design weit mehr als das: Ein elementarer Bestandteil des Projektprozesses. Warum Design so wichtig für den Erfolg eines Projektes ist, darum geht es in diesem Beitrag.<span id="more-227931"></span></p>
<p><a href="http://t3n.de/magazin/auge-klickt-227931/bildschirmfoto-2012-01-27-um-151406/" rel="attachment wp-att-229437"><img class="size-large wp-image-229437 alignnone" title="Bildschirmfoto 2012-01-27 um 15.14.06" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/08/Bildschirmfoto-2012-01-27-um-15.14.06-596x385.jpg" alt="Bildschirmfoto 2012 01 27 um 15.14.06" width="596" height="385" /></a></p>
<p>Für mich als Designerin hat Design berufsbedingt einen höheren Stellenwert als für andere. Ich schätze visuelle Details, ich sehe typografische Satzfehler sofort und ärgere mich, wenn andere meine visuelle Begeisterung nicht teilen, eben weil es für mich so elementar ist, ob Objekte, Websites, Benutzeroberflächen und Produkte gut gestaltet sind. Die Welt wäre ein fader und unfunktionaler Ort, wenn sie ungestaltet wäre, davon bin ich fest überzeugt.</p>
<p>Mag es früher noch sehr einfach zu definieren gewesen sein, wer oder was ein Designer ist, hat sich das Berufsbild in den letzten Jahren massiv verändert. Was genau ein Designer eigentlich macht, erschließt sich nicht sofort über den Begriff. Es gibt Grafik-Designer, Web-Designer, Screen-Designer, Interface-Designer, Info-Designer, Interaction-Designer, neuerdings auch Service-Designer und Design-Thinker. Darüber hinaus gibt es Produkt-Designer, Industrie-Designer, Mode-Designer, Raum-Designer, Software-Designer, sogar Food-Designer. Alles kann, alles muss designed werden, könnte man meinen.</p>
<h2>Die Notwendigkeit von Design</h2>
<p>Die lateinische Herkunft des Begriffs Design bedeutet „(be)zeichnen“ und auch deshalb wird genau das oft mit dem Beruf eines Designers assoziiert: Zeichnen können, malen, „machen, dass es gut aussieht“ oder „etwas hübsch machen“. Gerade letzten Satz höre ich im beruflichen Alltag häufig. Früher zuckte ich dann innerlich kurz zusammen und dachte „Autsch! Das versteht ihr unter dem, was ich mache?“ Mit zunehmender Berufserfahrung allerdings weiß ich, dass mein Gegenüber damit nicht meine Berufsehre in Frage stellt. Im Gegenteil: Meist ist mein (zukünftiger) Kunde an einem Punkt angelangt, an dem er erkannt hat, dass seine Idee, sein Produkt oder seine Website ohne professionelle Gestaltung nicht funktionieren werden. Und genau dort fängt dann die Arbeit eines Designers an.</p>
<h2>Was ist gutes Design?</h2>
<p>Gerade aus der weit verbreiteten Annahme heraus, Designer wären automatisch begnadete Künstler und könnten toll mit Pinsel und Stift umgehen, ergibt sich ein falsches Bild. Im Gegensatz zur Kunst ist Design rein zweckgebunden und verfolgt eine funktionale Absicht. Im Deutschen gibt es den Begriff der „Gebrauchsgrafik“, der zwar nicht so sexy klingt, im Grunde aber sehr treffend ist: Gestaltung für etwas, das gebraucht wird, das benutzt werden soll.</p>
<p>Was aber genau ist gutes Design? Was bringt uns dazu, Produkt A zu kaufen und Produkt B nicht? Wieso bestellen wir lieber bei Online-Shop C statt bei Shop D – trotz des gleichen Angebots? Weil es uns subjektiv besser gefällt.</p>
<p>Gutes Design erkennt man nicht daran, ob ein Logo grün oder blau ist. Man erkennt es daran, dass es zur Marke passt und deswegen grün oder blau ist. Denn gutes Design ist in erster Linie eines: ansprechend. Und das ist wörtlich zu nehmen: Es muss den Betrachter oder Benutzer in irgendeiner Form emotional berühren. Gutes Design holt Menschen ab, weil es ein vordergründiges oder unterbewusstes Bedürfnis anspricht. Die weichen Faktoren also sind es, die gute Gestaltung ausmachen.</p>
<h2>Die Zielgruppe kennen</h2>
<p>Genau das stellt die Herausforderung für die Arbeit des Designers dar. Der erste Schritt eines jeden Design-Prozesses ist deswegen die Auseinandersetzung mit der Zielgruppe, für die das Produkt gemacht ist. Wichtig ist dabei vor allem, sich in die Rolle des zukünftigen Nutzers zu versetzen, im Bereich des Web- und Interaction-Designs gerne liebevoll DAU (Dümmster anzunehmender User) genannt. Designer und DAU kollidieren sehr häufig in ihren Vorstellungen. Ein Button in Unternehmensfarbe bedeutet nicht automatisch, dass der User ihn wegen seiner offensichtlich ansprechenden Ästhetik klickt.</p>
<p>Überträgt man das auf Web-, Screen- oder Interface-Design, spricht man von Interaktionsdesign oder gerne auch User-Experience-Design. Es hat in erster Linie zum Ziel, den User auf der Website oder in der Anwendung zu führen, was meist dadurch gelingt, dass im Gestaltungsprozess Elemente so definiert und gestaltet wurden, dass der User darüber nicht nachdenken muss, sondern sie einfach und intuitiv benutzen kann. Das Benutzen einer Anwendung wird so über dessen Design gelenkt.</p>
<p>Eine keineswegs repräsentative Umfrage in meinem Nicht-Designer-Umfeld hat gezeigt, dass unter Design häufig das „Verschönern von Oberflächen“ oder „etwas schön zu machen, was auch so eigentlich funktionieren würde“ verstanden wird. Dabei ist all das unter der Oberfläche (also dem Interface, das gestaltet wird) ein ebenso fester Bestandteil des Konzeptions- und Gestaltungsprozesses. Der Gestalter muss verstehen, wie der Prozess hinter einer Anwendung funktioniert, um ihn visuell funktional aufzubereiten. Nicht zuletzt muss er das Medium, auf dem die Anwendung läuft (z. B. Website oder App) verinnerlicht haben, er muss die technischen Anforderungen in die Gestaltung mit einbeziehen, der Benutzer erwartet das. Man stelle sich nur eine Website vor, die Text komplett als Grafiken einbettet in Zeiten von Webfonts – oder eine Unternehmenswebsite aus reinem Flash. Undenkbar!</p>
<div id="attachment_227932" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227931dms_b7b624a2d5f6660af3f319f77709f7ee"><img class="alignleft size-large wp-image-227932" title="Persönliche Bilder sorgen für einen sypmpathischen Eindruck." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/08/dms_b7b624a2d5f6660af3f319f77709f7ee-596x415.jpg" alt="Persönliche Bilder sorgen für einen sypmpathischen Eindruck." width="596" height="415" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Persönliche Bilder sorgen für einen sypmpathischen Eindruck.</p>
</div>
<div id="attachment_227933" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227931dms_ed915422345a27089a0478b784342eab"><img class="alignleft size-large wp-image-227933" title="Eine gelungene Alternative zu Fotos können individuelle Illustrationen sein." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/08/dms_ed915422345a27089a0478b784342eab-596x306.jpg" alt="Eine gelungene Alternative zu Fotos können individuelle Illustrationen sein." width="596" height="306" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Eine gelungene Alternative zu Fotos können individuelle Illustrationen sein.</p>
</div>
<h2>Visuelles Design</h2>
<p>Soviel zum „Untergrund“ und konzeptionellem Design. Im Gegensatz dazu ist das visuelle Erscheinungsbild leichter zu erfassen und zu verstehen. Es ist das, was man als erstes wahrnimmt, weil man es sofort sieht, und das, worüber sich der Web- oder Screendesigner (die Bezeichnung Screen schließt auch alle mobilen Endgeräte mit ein) zunächst Gedanken machen muss. Wichtig ist auch hier anfangs die Frage: Was bin ich und was will ich sein? Website oder App? Landingpage oder Microsite? Information oder Entertainment? Aus der Beantwortung dieser Fragen ergeben sich zentrale Ansatzpunkte für die visuelle Umsetzung. Gutes Interface-Design ist ein Zusammenspiel verschiedener, gleichwertiger grafischer Elemente:</p>
<ul>
<li>Definition eines Gestaltungsrasters</li>
<li>Farbauswahl (Berücksichtigung von Farbwirkungen – auch in kulturellem Kontext – und Farbkombinationen)</li>
<li>Formen und Positionen (rund oder eckig, aufstrebend und absteigend)</li>
<li>Typografie und Schriftwirkung (z. B. Serifenlose oder Grotesk, modern oder konservativ, massiv oder leicht)</li>
<li>Bildsprache (Fotorealistisch oder abstrakt, Stockmaterial oder eigene Fotos, Illustrationen, Infografiken, Piktogramme)</li>
</ul>
<p>Dieses Zusammenspiel gekonnt zu arrangieren, so dass die Elemente wie Bausteine ineinander greifen, unterscheidet den Designer vom Nicht-Designer und mündet in der Umsetzung des Gestaltungsprozesses.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Linkaufbau: Aus bestehenden Verlinkungen neue gewinnen</title>
		<link>http://t3n.de/magazin/linkaufbau-kopfchen-227631/</link>
		<comments>http://t3n.de/magazin/linkaufbau-kopfchen-227631/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 14:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[KOMMUNIKATION]]></category>

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		<description><![CDATA[Externe Links spielen eine wichtige Rolle für Suchmaschinen-Rankings, das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Aber woher diese Links kommen sollen, ist nicht jedem klar. Vor allem dann nicht, wenn man auf einen Linkkauf verzichten möchte. Eine Management-Theorie besagt, dass man das multiplizieren soll, was gut läuft. Auf den Linkaufbau übertragen heißt das: Man schaue sich an, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Externe Links spielen eine wichtige Rolle für Suchmaschinen-Rankings, das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Aber woher diese Links kommen sollen, ist nicht jedem klar. Vor allem dann nicht, wenn man auf einen Linkkauf verzichten möchte.<span id="more-227631"></span></p>
<p>Eine Management-Theorie besagt, dass man das multiplizieren soll, was gut läuft. Auf den Linkaufbau übertragen heißt das: Man schaue sich an, welche Links man bereits hat, und versuche dann, mehr ähnliche Links zu erhalten. Wie genau man dabei vorgehen kann, zeigt dieser Artikel exemplarisch an der Website <a href="http://www.pralinenclub.de/">www.pralinenclub.de</a>. An dieser Stelle sei gesagt, dass es sich dabei nicht um einen Kunden der Agentur des Autors handelt und dass seine Agentur keinerlei Vorwissen über den Linkaufbau von pralinenclub.de hat. Wir gehen also für diesen Artikel davon aus, dass alle Links organisch entstanden sind (was in der Praxis aber nicht immer bei allen Unternehmen auch so ist).</p>
<h2>Links einsehen</h2>
<p>Um seine eigenen Verlinkungen (oder natürlich auch die der Konkurrenz) einzusehen, kann man eine Vielzahl von kostenlosen und kostenpflichtigen Tools einsetzen. Dabei sollte man immer bedenken, dass unterschiedliche Tools auch auf unterschiedliche Datenbanken zurückgreifen. Keines der Tools kann eine vollständige Übersicht über alle Links liefern. Wer ein möglichst vollständiges Bild erhalten möchte, muss daher eine Vielzahl von Quellen nutzen und die Daten dann zusammentragen – ein Aufwand, der allerdings meistens nicht nötig ist.</p>
<p>An dieser Stelle seien nur zwei kostenlose Tools empfohlen, die für viele Websites, die nicht über tausende Verlinkungen verfügen, hervorragende Dienste leisten:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.linkdiagnosis.com/">www.linkdiagnosis.com</a> ist ein Firefox-Plugin, das eine sehr gute und auch als CSV-Datei exportierbare Liste aller Verlinkungen einer Domain erzeugt.</li>
<li>www.opensiteexplorer.org ist dagegen eine Website, bei der man sich registrieren sollte, um viele Verlinkungen einer Website einsehen zu können.</li>
</ul>
<h2>Link für Link</h2>
<p>Man sollte seine Links einzeln durcharbeiten, um Links zu finden, die „Vorbildcharakter“ für andere Links haben. Dabei findet man natürlich viele Links von minderer Qualität, beispielsweise Eintragungen in allgemeine Verzeichnisse oder in Social-Bookmarking-Dienste. Grundsätzlich gilt hier die Faustregel, dass ein Link eher wertlos ist, wenn man diesen problemlos erhalten kann. Wenn einfach ein Formular zur Eintragung existiert und jeder sich dort eintragen kann, ist der Wert dieses Links sehr gering.</p>
<div id="attachment_227632" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227631dms_b744f85d05d4588d7d95b295a3ad4730"><img class="alignleft size-large wp-image-227632" title="Das kostenlose Tool OSE zeigt viele Verlinkungen für eine Website an." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_b744f85d05d4588d7d95b295a3ad4730-596x538.jpg" alt="Das kostenlose Tool OSE zeigt viele Verlinkungen für eine Website an." width="596" height="538" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Das kostenlose Tool OSE zeigt viele Verlinkungen für eine Website an.</p>
</div>
<p>Man findet aber auch Links, die aus dieser Masse an Standard-Links herausstechen. Und bei jedem dieser Links sollte man dann die folgende Frage beantworten: Wie kann ich mehr von diesen Links bekommen? Die Frage der Vergütung muss man von Fall zu Fall klären. Denn selbst wenn man eine Website findet, deren Betreiber man wegen eines Links ansprechen kann, wird dieser in der Regel etwas als Gegenleistung verlangen. Das ist manchmal Geld, aber meistens eben auch ein Link.</p>
<h2>Sieben Links unter der Lupe</h2>
<p>Bei der Durchsicht der Verlinkungen von <a href="http://www.pralinenclub.de/">www.pralinenclub.de</a> fallen direkt einige Links auf, bei denen man direkt Strategien ableiten kann, um mehr von diesen Links zu bekommen.</p>
<h3>1. genussmaenner.de</h3>
<p>Das Blog <a href="http://www.genussmaenner.de/">www.genussmaenner.de</a> bezeichnet sich als „Das Online-Magazin für die größte Randgruppe der Gesellschaft“. Das Blog bietet unter anderem einen Beitrag mit dem Titel „Was ist eine gute Praline?“, der auch auf <a href="http://www.pralinenclub.de/">www.pralinenclub.de</a> verlinkt.</p>
<p>Um mehr derartige Blogs zu finden, kann man zum Beispiel die Related-Funktion von Google nutzen und damit nach der Phrase <em>„related:www.genuessmaenner.de“</em> suchen. So stößt man beispielsweise auf <a href="http://www.geniesserinnen.de/">www.geniesserinnen.de</a> – ein Magazin, mit dem man ebenfalls mal über eine Verlinkung reden könnte. Übrigens: Google bietet unter <a href="http://trends.google.com/websites?q=wikipedia.org">trends.google.com/websites</a> auch eine weitere Funktion an, um ähnliche Websites zu finden.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.genussmaenner.de/aid=575.phtml">genussmaenner.de</a></li>
</ul>
<h3>2. bizzlounge.com</h3>
<div id="attachment_227633" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227631dms_607ce7d7a9b14305b93afd2c3e96336d"><img class="alignleft size-large wp-image-227633" title="Google bietet sich auch zum Auffinden aktueller Diskussionen an." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_607ce7d7a9b14305b93afd2c3e96336d-596x489.jpg" alt="Google bietet sich auch zum Auffinden aktueller Diskussionen an." width="596" height="489" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Google bietet sich auch zum Auffinden aktueller Diskussionen an.</p>
</div>
<p>Auch Foren bieten viel Potenzial für gute Links – auch wenn es hier natürlich etwas Fingerspitzengefühl bedarf, da man oftmals nicht einfach einen Beitrag schreiben kann, der einen Link auf die eigene Website beinhaltet.</p>
<p>Trotzdem: Wer passende Foren sucht, kann entweder Google bemühen und so aktuelle Diskussionen zu einem Suchbegriff wie „pralinen“ finden oder auch Forensuchmaschinen wie <a href="http://omgili.com/">omgili.com</a> nutzen. Wer etwas Programmiererfahrung mitbringt, kann darüber hinaus deren API nutzen, um die Resultate automatisch zu verarbeiten.</p>
<ul>
<li><a href="http://bizzlounge.com/forum.php?read,118,534,534">bizzlounge.com</a></li>
</ul>
<h3>3. tz-online.de</h3>
<p>Gerade redaktionelle Erwähnungen haben einen positiven Einfluss, weil Medien-Websites über sehr viele eigene Links verfügen und somit viel Linkenergie abgeben können. Zusätzlich erreicht die Berichterstattung viele Menschen und zieht manchmal auch noch Twitter- oder Facebook-Erwähnungen nach sich.</p>
<p>Aus einem derartigen Link kann man nur mehr machen, indem man PR-Maßnahmen verstärkt. Sinnvolle Meldungen mit Mehrwert zu verbreiten und einen eigenen Presseverteiler aufzubauen klingt zwar „old school“, ist aber in Bezug auf Verlinkung oftmals sehr sinnvoll.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/deutschlands-erster-pralinenclub-63268.html">tz-online.de</a></li>
</ul>
<h3>4. muensterleben.de</h3>
<p>Man sollte auch die lokale Komponente nicht vergessen. Das Unternehmen hat seinen Sitz im Münsterland (Rhede) und es gibt natürlich auch unterschiedliche Portale für die Stadt, die Region, den Kreis und das Bundesland. Sucht man beispielsweise nach „genuss münsterland“ oder "schokolade münsterland“, findet man unter anderem Websites wie <a href="http://www.muensterland.de/">www.muensterland.de</a> oder auch<a href="http://www.koecheclub-muensterland.de/"> www.koecheclub-muensterland.de</a> und somit ähnliche potenzielle Links.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.muensterleben.de/muenster/t7526.htm">muensterleben.de</a></li>
</ul>
<h3>5. gedankensprudler.de</h3>
<p>Bei diesem Link geht es um die Ausstellung „Kunst in Schokolade“ in Köln. In diesem Zusammenhang hat jemand den Pralinenclub verlinkt. Manchmal muss man eben etwas um die Ecke denken, denn nicht alles beim Linkaufbau hat primär mit den eigenen Produkten zu tun.</p>
<p>Wenn „Kunst in Schokolade“ als Event wichtig ist und zu einem Link geführt hat, kann man diesen Event ja mal über einen Google Alert (<a href="http://www.google.de/alerts">http://www.google.de/alerts</a>) beobachten. Einfach einen Suchbegriff wie „kunst in schokolade“ eingeben, auf „einmal täglich“ stellen und warten, was Google einem Tag für Tag schickt. Gibt es interessante Blogs, die darüber berichten? Oder Foren? Oder Medien? Dann gibt es dort vielleicht auch einen Link.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.gedankensprudler.de/?id=3003">gedankensprudler.de</a></li>
</ul>
<h3>6. schokolade.de</h3>
<p>Wie bekommt man mehr Links wie diesen? Man sucht einfach bei Google nach einem allgemeinen Suchbegriff wie „schokolade“ und stößt auf Websites wie www.schokolade.com oder www.schoko-seite.de. Gibt es dort eine Linkseite? Oder die Möglichkeit, den Betreibern mal ein Probepaket zu schicken – in der Hoffnung, dass diese dann auch positiv drüber berichten und verlinken?</p>
<ul>
<li><a href="http://www.schokolade.de/schokolinks.htm">schokolade.de</a></li>
</ul>
<h3>7. hotelfrei.com</h3>
<p>Hier verlinkt ein Unternehmen, das eine bestimmte Praline herstellt, auf den Pralinenclub, der diese prämierte Praline anbietet. Wie kann man das multiplizieren? Dafür muss man sein Produktportfolio überprüfen. Gibt es Produkte, die von bestimmten Herstellern stammen? Verlinken diese bereits auf die eigene Website? Man könnte natürlich auch darüber nachdenken, mal selber einen Preis zu verleihen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.hotelfrei.com/konditorei.php">hotelfrei.com</a></li>
</ul>
<h2>Fazit</h2>
<p>Man kann viel aus seinen bestehenden Verlinkungen lernen. Schließlich zeigen sie einem, welche Aspekte andere Personen und Unternehmen interessant genug fanden, um auf das Unternehmen hinzuweisen. Das muss man dann einfach multiplizieren – am besten so, dass daraus permanent neue Vorschläge für Websites generiert werden. Mit den kostenlosen Google Alerts steht ein Mechanismus zur Verfügung, der einfach zu nutzen ist – auch wenn er gelegentlich vielleicht zu viele sinnlose Vorschläge liefert.</p>
<p>Wer sich aus den bereits bestehenden Verlinkungen neue Strategien erstellt, kann oftmals auf kostspielige, bezahlte Links verzichten – und muss so auch nicht gegen Googles Webmaster-Richtlinien verstoßen.</p>
<div class="article_author_box">
<p class="article_author_header"><span>Der Autor</span></p>
<div class="article_author_description"><img title="Markus Hövener" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/authors/1d80c35e63df97b4c61ba92db0639d4f_thumb.jpg" alt="Markus Hövener" />Markus Hövener ist geschäftsführender Gesellschafter der Online-Marketing-Agentur Bloofusion, einer Agentur für professionelle SEO und zielgerichtetes Suchmaschinen-Marketing (SEM). Darüber hinaus ist Markus Hövener Chefredakteur des ersten deutschen Magazins für SEO und SEM, suchradar, und Blogger bei Internetkapitaene.de.</div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Rechtstipps für Shopbetreiber: Gewinnspiele als Marketing-Instrument</title>
		<link>http://t3n.de/magazin/rechtstipps-gewinnspiele-marketing-instrument-227568/</link>
		<comments>http://t3n.de/magazin/rechtstipps-gewinnspiele-marketing-instrument-227568/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 09:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[BUSINESS]]></category>

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		<description><![CDATA[Bislang untersagte das „Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“ Shopbetreibern, eine Gewinnspielteilnahme an den Kauf einer Ware zu koppeln. Nachdem der europäische Gerichtshof diese Vorschrift bereits für europarechtswidrig erklärt hat, folgte nun auch der BGH diesem Urteil. Shopbetreibern eröffnen sich dadurch völig neue Möglichkeiten, Gewinnspiele als Marketinginstrument einzusetzen. Wir zeigen, was möglich ist und worauf es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang untersagte das „Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb“ Shopbetreibern, eine Gewinnspielteilnahme an den Kauf einer Ware zu koppeln. Nachdem der europäische Gerichtshof diese Vorschrift bereits für europarechtswidrig erklärt hat, folgte nun auch der BGH diesem Urteil. Shopbetreibern eröffnen sich dadurch völig neue Möglichkeiten, Gewinnspiele als Marketinginstrument einzusetzen. Wir zeigen, was möglich ist und worauf es zu achten gilt.<span id="more-227568"></span></p>
<p>
<figure id="attachment_229389" class="caption alignleft">
	<img class="size-large wp-image-229389" title="iStock_000003698381Medium_sweetandsour_bearb" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/05/iStock_000003698381Medium_sweetandsour_bearb-596x266.jpg" alt="iStock 000003698381Medium sweetandsour bearb" width="596" height="266" />
	<figcaption>(Foto: sweetandsour / iStock)</figcaption>
</figure>
</p>
<p>Bei dem Fall, der dieser Entscheidung zu Grunde lag, ging es um eine Supermarktkette, die beim Kauf von Waren Bonuspunkte vergab. Sobald ein Kunde 20 Punkte gesammelt hatte, konnte er kostenlos Lotto spielen. Die Klägerin sah hierin eine verbotene Kopplung der Gewinnspielteilnahme an den Kauf einer Ware.</p>
<p>Wäre der Fall nur nach deutschem Recht zu beurteilen gewesen, hätte die Klägerin Recht bekommen. Allerdings widerspricht die deutsche Regelung, die ein generelles Verbot der Kopplung vorsieht, den europarechtlichen Vorgaben. Von nun an steht bei jedem Gewinnspiel im Einzelfall auf dem Prüfstand, ob eine Irreführung der Verbraucher zu bejahen ist oder ob der Unternehmer gegen die beruflichen Sorgfaltspflichten verstößt. Das ist immer dann der Fall, wenn die Anlockwirkung des Gewinnspiels extrem ist und eine rationale Kaufentscheidung in den Hintergrund drängt. Ist jedoch weder eine Irreführung der Verbraucher noch ein Sorgfaltsverstoß gegeben, so ist die Kopplung des Gewinnspiels an den Warenkauf wettbewerbsrechtlich nicht mehr zu beanstanden.</p>
<p>Wer als Händler Gewinnspiele als Marketing-Instrument nutzen möchte, muss wichtige Vorgaben des Gesetzgebers beachten:</p>
<ul>
<li>Man muss die Teilnahmebindungen für ein Gewinnspiel deutlich angeben, und zwar so, dass der Verbraucher diese unschwer wahrnehmen kann.</li>
<li>Diese Bedingungen muss man dem Verbraucher vor Beginn des Gewinnspiels mitteilen, damit er selbst entscheiden kann, ob sich der Kauf, an den das Spiel gekoppelt ist, für ihn auch lohnt. Dazu gehört auch, dass man bereits in einer Werbung klar darauf hinweist, dass eine Teilnahme nur dann möglich ist, wenn der Kunde zuvor ein bestimmtes Produkt kauft.</li>
<li>Zu den Pflichtinformationen gehört auch die Angabe, wer das Gewinnspiel veranstaltet. Sofern der Händler das Gewinnspiel nicht selbst durchführt, sondern mit dem Kauf eines Produkts die Teilnahme vermittelt, muss er denjenigen klar benennen, der die Durchführung für ihn übernimmt.</li>
<li>Weiterhin muss der Händler den Verbraucher darüber informieren, ob er weitere für die Teilnahme notwendige Handlungen wie zum Beispiel das Senden einer E-Mail oder auch die Registrierung für einen Newsletter vornehmen muss.</li>
</ul>
<h2>Gewinnermittlung</h2>
<p>Die Informationspflicht geht allerdings noch über diese genannten Aspekte hinaus. Wichtig ist auch die Information darüber, wie der Veranstalter des Gewinnspiels die Gewinner ermittelt und benachrichtigt sowie die Information, in welcher Form die Gewinnausschüttung erfolgt. Sollte eine Beschränkung der Teilnahmeberechtigten bestehen, muss man natürlich auch diese Information klar und deutlich angeben.</p>
<table class="infobox">
<tbody>
<tr>
<td class="table_header" valign="top mceVisualAid">Muss man den Gewinn nennen?</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top mceVisualAid">Viele Anbieter von Gewinnspielen sind der Überzeugung, sie müssten
den oder die ausgelobten Gewinn(e) ausdrücklich in ihren
Teilnahmebedingungen nennen. Dies ist ein Irrtum. Es liegt
natürlich auf der Hand, dass die Bereitschaft steigt, an einem
Gewinnspiel teilzunehmen, wenn der Verbraucher auch weiß, was er gewinnen kann.Wer
den Preis nicht nennen möchte, muss jedoch beachten, dass
er nicht über die Attraktivität des Preises täuscht, da dies eine
Irreführung wäre, die wiederum abgemahnt werden könnte. Macht man Angaben, müssen diese dagegen zutreffen. So darf man
zum Beispiel nicht mit einem iPad2 als Gewinn werben und dann
tatsächlich nur ein iPad der ersten Generation an den Verbraucher
schicken.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Sollen an dem Gewinnspiel nur Personen teilnehmen können, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Shop einkaufen, muss man auch diesen Zeitraum genau benennen. Dabei sollte der Händler darauf achten, dass er nach Ablauf des Zeitraums nicht mehr – beispielsweise in AdWords oder auf der Facebook-Fanseite – mit dem Gewinnspiel wirbt. Wirbt man für ein Gewinnspiel, an dem der Verbraucher gar nicht mehr teilnehmen kann, weil der Zeitraum bereits abgelaufen ist, handelt es sich um eine irreführende Werbung, die abgemahnt werden kann.</p>
<h2>Gewinnspiele auf Facebook</h2>
<p>Viele Unternehmen nutzen heute Facebook als Marketinginstrument. Häufig findet man auch hier Gewinnspiele, für die natürlich ebenfalls die gesetzlichen Regeln gelten und deren Teilnahmebedingungen der Veranstalter transparent darstellen muss. Zu den gesetzlichen Regeln kommen noch die Gewinnspiel-Richtlinien von Facebook hinzu (siehe t3n 22, S. 90).</p>
<p>So muss beispielsweise neben jedem Feld zur Teilnahme an dem Gewinnspiel ein fest vorgeschriebener Text stehen, der erklärt, dass Facebook nicht Veranstalter des Gewinnspiels ist und dieses auch nicht sponsert oder unterstützt. Dieser Hinweis ist darüber hinaus auch in die Teilnahmebedingungen aufzunehmen.</p>
<p>Zwar kann ein Verstoß gegen die Facebook-Regeln grundsätzlich nicht als wettbewerbswidrig abgemahnt werden, aber er kann dazu führen, dass Facebook die Fanseite des Händlers sperrt, was für den Händler sehr unangenehm ist.</p>
<p>Zu beachten ist noch, dass der Veranstalter die Gewinner eines Gewinnspiels in dem sozialen Netzwerk nicht mittels einer Facebook-Nachricht von ihrem Gewinn benachrichtigen darf. Dies verbieten die Gewinnspielregeln von Facebook ausdrücklich.</p>
<h2>Verbotene Teilnahmebedingungen</h2>
<p>Facebook sieht außerdem in seinen Richtlinien strenge Verbote von Teilnahmebedingungen vor. So darf zwar die Teilnahme davon abhängen, dass der User zunächst den „Gefällt mir“-Button der Fanseite betätigt, allerdings darf er nicht dazu gezwungen werden, „Gefällt mir“ neben Statusmeldungen oder Fotos anzuklicken.</p>
<p>Händler, die auch international Waren verkaufen, müssen außerdem beachten, dass User aus Belgien, Schweden, Norwegen oder Indien nicht am Gewinnspiel teilnehmen dürfen.</p>
<p>Außerdem verbietet Facebook gerade das, was der BGH jetzt gelockert hat: Bei Gewinnspielen über Facebook darf man die Teilnahme nicht vom Erwerb eines Produkts abhängig machen.</p>
<h2>Adressgenerierung für Newsletter</h2>
<p>Wer ein Gewinnspiel veranstaltet, kann dies aus mehreren Gründen machen. Natürlich dient ein Gewinnspiel – und die damit verbundene Werbung – dazu, den eigenen Shop bekannter zu machen und so potenzielle Neukunden zu gewinnen oder die Erinnerung an den Shop bei den Bestandskunden zu wecken, sodass diese einen weiteren Einkauf tätigen.</p>
<p>Mit Gewinnspielen können Shopbetreiber aber auch E-Mail-Adressen für Newsletter-Empfänger generieren. Hierbei muss der Händler aber beachten, dass er nicht automatisch jedem Teilnehmer einen Newsletter zuschicken darf, denn das wäre unzulässige Werbung. Für den Versand von Newslettern per E-Mail muss eine ausdrücklich erteilte Einwilligung vorliegen. Die Gerichte verlangen hier ein separates Opt-in. Das bedeutet, dass der Händler die Zustimmung zum Newsletter-Empfang zum Beispiel nicht mit der Erklärung, man habe die Teilnahmebedingung gelesen, verknüpfen darf. Rechtlich umstritten ist die Frage, ob die Anmeldung zum Newsletter eine Teilnahmebedingung für das Gewinnspiel sein darf. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte eine solche Verknüpfung nicht vorsehen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Der BGH hat nach der Vorgabe durch den EuGH allen Händlern ein tolles Marketing-Instrument an die Hand gegeben. Allerdings sollte man dieses nicht unbedacht einsetzen, da es gilt, viele gesetzliche Vorgaben zu beachten. Nur weil eine Kopplung generell nicht mehr verboten ist, bedeutet dies noch lange nicht, dass jede Kopplung jetzt zulässig ist. Wann die Grenze zur Irreführung überschritten ist, muss nun die Rechtsprechung erarbeiten.</p>
<div class="article_author_box">
<p class="article_author_header"><span>Der Autor</span></p>
<div class="article_author_description"><img title="Martin Rätze" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/authors/f54da19004b9432bc182651dfcd1d79b_thumb.jpg" alt="Martin Rätze" />Martin Rätze ist Mitarbeiter der Rechtsabteilung der Trusted Shops GmbH in Köln. Der Diplom-Wirtschaftsjurist schreibt auf www.shopbetreiber-blog.de regelmäßig über die rechtliche Entwicklung im E-Commerce und hält Vorträge zu diesem Thema.</p>
<p style="clear: both;">
</div>
</div>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kanban: Entwicklungsprozesse im Produktionsablauf geschickt verschlanken</title>
		<link>http://t3n.de/magazin/kanban-simple-227559/</link>
		<comments>http://t3n.de/magazin/kanban-simple-227559/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 09:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[TECHNOLOGIE]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://t3n.de/magazin/?p=227559</guid>
		<description><![CDATA[Kanban befindet sich im Aufwind. Zwar liegt der Bekanntheitsgrad nach wie vor hinter Scrum, jedoch zu Unrecht. Lassen sich doch mit Kanbans schlankem Vorgehensmodell vor allem in der Support- und Wartungsphase von Projekten schnell verblüffende Ergebnisse erzielen. Kanban [1] ist ein relativ neues, schlankes Vorgehensmodell zum einfachen Verwalten von Entwicklungsprozessen. Man hat sich dabei die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kanban befindet sich im Aufwind. Zwar liegt der Bekanntheitsgrad nach wie vor hinter Scrum, jedoch zu Unrecht. Lassen sich doch mit Kanbans schlankem Vorgehensmodell vor allem in der Support- und Wartungsphase von Projekten schnell verblüffende Ergebnisse erzielen.<span id="more-227559"></span></p>
<p>Kanban <a title="Kanban" href="http://www.limitedwipsociety.org/" >[1]</a> ist ein relativ neues, schlankes Vorgehensmodell zum einfachen Verwalten von Entwicklungsprozessen. Man hat sich dabei die Grundprinzipien der – ursprünglich von Toyota für die Automobilindustrie entwickelten – „Lean Production“ zum Vorbild genommen und versucht, diese Prinzipien auf die Software-Entwicklung zu übertragen. Die wichtigsten Ideen daraus:</p>
<ul>
<li>Es soll eine gleichmäßige Arbeitsbelastung geschaffen werden. Engpässe und Lastspitzen sind zu vermeiden, da sie den gesamten Prozess verlangsamen. Alles ist „im Fluss“.</li>
<li>Produktionsfaktoren und Mitarbeiter müssen aus-, aber nicht überlastet sein. So lässt sich die Produktivität erhalten.</li>
<li>Nur der Nachschub wird extern organisiert („push“), in ihrem Aufgabenbereich arbeiten die Teams jedoch eigenverantwortlich und weisen sich Aufgaben selbst zu („pull“).</li>
</ul>
<h2>Einsatzgebiet</h2>
<p>Sobald ein Projekt ausgeliefert wurde, beginnt dessen Nachbetreuung, also die Support- und Maintenance-Phase. Diese ist gekennzeichnet durch viele kleine, kurz getaktete, oftmals unzusammenhängende Arbeitspakete von unterschiedlicher Priorität und Dauer. Aufgaben werden gern per Bugtracker-Ticket, Mail oder schlimmstenfalls mündlich zugewiesen.</p>
<p>Typischerweise befinden sich außerdem noch weitere Projekte in dieser Phase. Eine unübersichtliche Situation also, die sich kaum effektiv organisieren oder zumindest kontrollieren lässt. Und weder Scrum noch das alte Wasserfallmodell helfen hier weiter, da der Overhead beider Methoden einfach zu groß ist. Allein die Planungsdauer einer Sprintphase kann bereits den Umfang eines Arbeitspakets überschreiten. Hier nun liegen die Stärken von Kanban.</p>
<h2>Funktionsweise</h2>
<p>Das zentrale Element in Kanban ist das so genannte Kanban-Board, ein Whiteboard, auf das alle Mitarbeiter Zugriff haben. Das Board ist in verschiedene, frei definierbare Spalten aufgeteilt, die den Workflow des Entwicklerteams visualisieren. In diesen Spalten landen anschließend Arbeitspakete, die auf Karten notiert und priorisiert werden. Das Entwicklungsteam bedient sich anschließend selbst („Pull“ statt „Push“) und arbeitet so Paket für Paket ab. Ist eine Aufgabe erledigt, wandert das Paket eine Spalte weiter.</p>
<p>Was ein Paket ist, bestimmt das Team. Ebenso die Hürden, um von einer Spalte in die nächste zu kommen: Wichtig sind einheitliche Kriterien. So kann ein Paket alles sein, was länger als zwei Stunden und weniger als zwei Tage zur Umsetzung benötigt. Und als erledigt gilt ein Paket womöglich dann, wenn es tatsächlich ins Produktivsystem gespielt wurde. Auf diese Art lässt sich auch ein großes Arbeitspaket von mehreren Tagen Aufwand ganzheitlich nachverfolgen – von der Analyse bis zum Rollout.</p>
<div id="attachment_227560" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227559dms_61c1fe61ed790b2d8f551e0ae7fe7382"><img class="alignleft size-large wp-image-227560" title="Ein Kanban-Board visualisiert die einzelnen Prozesschritte und ihren Status." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_61c1fe61ed790b2d8f551e0ae7fe7382-596x383.jpg" alt="Ein Kanban-Board visualisiert die einzelnen Prozesschritte und ihren Status." width="596" height="383" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Ein Kanban-Board visualisiert die einzelnen Prozesschritte und ihren Status.</p>
</div>
<p>Trotz geringer Reglementierung – ein Grundsatz Kanbans muss immer gelten: Jede Spalte hat ein eigenes „Work in Progress“-Limit (WiP-Limit), das nicht überschritten werden darf. Das WiP-Limit legt fest, wie viele Arbeitspakete sich gleichzeitig in einem Prozessschritt befinden dürfen. Es bestimmt sich somit aus der Entwicklungskapazität des Teams und verhindert damit dessen Überlastung. Auch Engpässe im Prozess fallen sofort auf. Ein Arbeitspaket, das partout nicht abgenommen wird, sorgt demnach für Stau in den vorhergehenden Schritten – in der Lehre des Kanban, die alles „im Fluss“ halten und gleichmäßig bewegen will, stellt das ein Problem dar, dem man sich umgehend annehmen muss.</p>
<h2>Messtechnik</h2>
<p>Kanban bietet vielfältige Metriken, um die Leistung eines Teams zu messen oder Flaschenhälse im Prozess aufzuspüren. So lässt sich etwa feststellen, wie lange ein Arbeitspaket braucht, um den gesamten Workflow zu durchlaufen („Cycle Time“). Diese Zahl stellt im Durchschnitt und auf alle Pakete gerechnet nichts anderes als die Entwicklungsgeschwindigkeit des Teams dar.</p>
<p>Ein „Cumulative Flow“-Diagramm hingegen deckt auf, in welchem Prozessschritt Engpässe auftreten und sich Arbeitspakete stauen. Dazu wird die Summe aller Pakete pro Prozessschritt in Abhängigkeit der Zeit gemessen. So kann man gezielt gegensteuern, indem man etwa das Abnahme/Testing-Team aufstockt, falls es bei der Abnahme immer wieder zu Verzögerungen kommt.</p>
<div id="attachment_227561" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227559dms_d263ced3199a809b0e51de66ea51644c"><img class="alignleft size-large wp-image-227561" title="Ein Cumulative-Flow-Diagramm macht Engpässe sichtbar – zu sehen an den Stellen, an denen die Linien stärker auseinander laufen." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_d263ced3199a809b0e51de66ea51644c-596x301.jpg" alt="Ein Cumulative-Flow-Diagramm macht Engpässe sichtbar – zu sehen an den Stellen, an denen die Linien stärker auseinander laufen." width="596" height="301" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Ein Cumulative-Flow-Diagramm macht Engpässe sichtbar – zu sehen an den Stellen, an denen die Linien stärker auseinander laufen.</p>
</div>
<p>Das Verwalten mehrerer Projekte ist ebenfalls problemlos zu bewerkstelligen, ohne für jedes Projekt ein neues Whiteboard aufstellen zu müssen. Dazu gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: Ergänzt man das Board um weitere Zeilen („Swimlanes“), lassen sich diese jeweils einem bestimmten Projekt zuordnen. Alternativ sind Kanban-Karten in verschiedenen Farben gebräuchlich.</p>
<div id="attachment_227562" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227559dms_15f199f79f7344e803ce1a7a256d117e"><img class="alignleft size-large wp-image-227562" title="Für unterschiedliche Projekte eignen sich entweder unterschiedlich gefärbte Karten oder eigene Zeilen auf dem Whiteboard." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_15f199f79f7344e803ce1a7a256d117e-596x225.jpg" alt="Für unterschiedliche Projekte eignen sich entweder unterschiedlich gefärbte Karten oder eigene Zeilen auf dem Whiteboard." width="596" height="225" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Für unterschiedliche Projekte eignen sich entweder unterschiedlich gefärbte Karten oder eigene Zeilen auf dem Whiteboard.</p>
</div>
<p>Auch online lässt sich das Kanban-Modell visualisieren. Entsprechende Werkzeuge wie Greenhopper <a title="Greenhopper" href="http://www.atlassian.com/software/greenhopper/" >[2]</a> oder das Kanban-Tool <a title="Kanban-Tool" href="http://kanbantool.com/" >[3]</a> sind aufgrund des zeit- und ortsunabhängigen Zugangs besonders bei verteilten Teams an unterschiedlichen Standorten sinnvoll.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Nach einem Jahr Kanban-Nutzung in der Wartungsphase fällt das Urteil des Autors durchwegs positiv aus: Denn so simpel das Prinzip auch ist, in der Praxis zeigen sich verblüffende Effekte, sobald sich das Team darauf eingestellt hat. Durch die zentrale Bündelung aller Aufgaben am Kanban-Board gerät nichts in Vergessenheit.</p>
<p>Arbeitspakete werden nicht mehr per Mail oder gar auf Zuruf verteilt, sondern strukturiert erfasst und im Kontext der anderen Projekte betrachtet, was die Koordination der verschiedenen Aufgaben erheblich verbessert. Entwickler können sich endlich wieder auf die Entwicklung konzentrieren, anstatt ihre anstehenden Aufgaben verwalten zu müssen. Die WiP-Limits vermeiden indes eine Überlastung und störende Kontextwechsel zwischen verschiedenen Aufgaben. All das hat für erheblich mehr Ruhe und Konzentration im sonst hektischen Entwickleralltag gesorgt.</p>
<p>Aber auch das Projektmanagement profitiert von Kanban: Ein einziger Blick auf das Board sorgt für Transparenz und bringt einen schnellen Überblick. Wie hoch ist die Auslastung? Wer arbeitet gerade an welcher Aufgabe? Was steht als nächstes an? Aufwändige Status-Meetings und Nachfragen reduzieren sich von selbst auf ein kurzes, tägliches Stand-Up-Meeting vor dem Board. Die Arbeitsplanung und umständliche Lokalisierung freier Entwicklerkapazitäten wird vereinfacht, da letztlich nur noch Karten ans Board gepinnt werden müssen</p>
<p>Unterm Strich sorgt Kanban damit für eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität, obschon das System (fast) ohne Regeln auskommt. Henrik Kniberg, Kanban-Evangelist, bemerkt dazu lapidar: „Just inches from „Do whatever“, but still surprisingly powerful“ <a title="Kanban and Scrum (Minibook)" href="http://bit.ly/5iznN1" >[4]</a>. Recht hat er.</p>
<div class="article_author_box">
<p class="article_author_header"><span>Der Autor</span></p>
<div class="article_author_description"><img title="Daniel Haller " src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/authors/6cf1ce325c9ef9cfce690eea4703d1aa_thumb.jpg" alt="Daniel Haller " />Daniel Haller studierte in Darmstadt Media System Design, wo er 2009 diplomierte. Seitdem arbeitet er als Technischer Manager und Entwickler bei der Frankfurter Agentur BlueMars.</div>
</div>
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		<title>Gamification: Wie Webapps mit Spaßfaktor Nutzer binden</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 10:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>t3n Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Spiele können mehr als nur ein Zeitvertreib sein. Mit Elementen aus Computerspielen wollen Gamification-Anbieter und Entwickler Webapplikationen zu Vergnügungsparks machen – und so Nutzer binden. Eine Werkstatt, irgendwo in Schweden. Ein Mann schleift und schraubt an einem grünen Metallkasten; ein anderer lötet eine LED-Anzeige. Ein dritter poliert eine Reihe von Lampen. Später, die Bahnhaltestelle Södra [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spiele können mehr als nur ein Zeitvertreib sein. Mit Elementen aus Computerspielen wollen Gamification-Anbieter und Entwickler Webapplikationen zu Vergnügungsparks machen – und so Nutzer binden.<span id="more-227541"></span></p>
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<figure id="attachment_229311" class="caption alignnone">
	<img class="size-large wp-image-229311" title="photocasewjus5kyq52056102_spacejunkie" src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/05/photocasewjus5kyq52056102_spacejunkie-596x596.jpg" alt="photocasewjus5kyq52056102 spacejunkie" width="596" height="596" />
	<figcaption>(Bildnachweis: spacejunkie/photocase)</figcaption>
</figure>
</p>
<p>Eine Werkstatt, irgendwo in Schweden. Ein Mann schleift und schraubt an einem grünen Metallkasten; ein anderer lötet eine LED-Anzeige. Ein dritter poliert eine Reihe von Lampen.</p>
<p>Später, die Bahnhaltestelle Södra in Stockholm. Der Metallkasten – ein Altglascontainer – steht an einer unscheinbaren Backsteinfassade; irgendwo aus seiner Tiefe erklingt 8-Bit-Musik. Die Lampen leuchten in zufälliger Reihenfolge über den verschiedenen Einwurflöchern auf. Die LED-Anzeige – am Kopf des Kastens montiert – gibt 100 Punkte für jedes Mal, wenn man eine Flasche zum richtigen Zeitpunkt ins richtige Loch wirft. Dazu erklingt ein cartoonig-befriedigendes Rutschgeräusch. Passanten blicken erst irritiert und bringen dann ihr Altglas vorbei. An nur einem Abend wird der Container über 100 Mal benutzt. Der reguläre Altglascontainer daneben nur zwei Mal.</p>
<h2>Mit Spaß Verhalten ändern?</h2>
<p>Die „Bottle Bank Arcade“ ist nur eines von mehreren Videos der Werbekampagne „The Fun Theory“, die Volkswagen Schweden 2009 für die Umweltmarke BlueMotion <a title="BlueMotion" href="http://thefuntheory.com" >[1]</a> lancierte. Ihr Slogan – „Spaß ist der einfachste Weg, das Verhalten von Menschen zu verändern“ – fängt den Kern eines Trends ein, der seit 2010 die digitale Welt erfasst hat: Gamification, zu deutsch etwa „Spielifizierung“.</p>
<p>Von der Abnehmhilfe bis zum Rettungsprogramm für Afrika, von nutzergenerierten Inhalten bis zur crowdgesourcten Wissenschaft: keine Anwendung, Website oder Tätigkeit, die nicht mit Elementen aus Computerspielen spaßiger und motivierender gestaltet werden könnte – so zumindest die Idee. Nike+ <a title="Nike+" href="http://nikerunning.nike.com/nikeos/p/nikeplus/en_US/" >[2]</a> kombiniert Turnschuhe mit Beschleunigungssensor, iPod und Webanwendung, um Joggen in Wettkämpfe mit sich und anderen zu verwandeln. GetGlue, eine Plattform rund um Nutzerempfehlungen für Medien, vergibt Punkte und Sticker an Nutzer, wenn sie Bewertungen abgeben, Rezensionen schreiben oder Wikiseiten kuratieren. Im Webspiel Phylo <a title="Phylo" href="http://phylo.cs.mcgill.ca/eng/play.html" >[3]</a> stimmen Spieler Gensequenzen aufeinander ab. Die Ergebnisse werden in realer Forschung weiterverwandt. Und „Ribbon Hero“ <a title="Ribbon Hero" href="http://www.officelabs.com/ribbonhero" >[4]</a> führt Nutzer spielerisch durchs Microsoft-Office-Tutorial.</p>
<p>Spätestens seit der ersten eigenen Konferenz, dem Gamification Summit im Januar 2011 in San Francisco, ist Gamification allgegenwärtig. Alle großen Industrie-Events – Game Developers Conference, South by Southwest, Web 2.0 Expo – boten 2011 Keynotes oder Tracks zum Thema. Mittlerweile mehrere Anbieter offerieren Gamification als Service-Layer nebst Analytics-Plattform <a title="Bunchball" href="http://bunchball.com" >[5]</a>
<a title="Badgeville" href="http://badgeville.com" >[6]</a>. Nach einer Erhebung des Marktforschungsunternehmens M2 Research soll der Markt für solche Dienste von etwa 100 Millionen US-Dollar 2011 auf 2,8 Milliarden US-Dollar 2016 anwachsen <a title="Präsentation M2 Research" href="http://slidesha.re/hZ4LJ2" >[7]</a>.</p>
<div id="attachment_227542" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227541dms_b22b9ed099a4c4a05b40998411e4c185"><img class="alignleft size-large wp-image-227542" title="Wegwerfspiel: Bottle Bank Arcade macht das Entsorgen von Altglas zum Spiel." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_b22b9ed099a4c4a05b40998411e4c185-596x333.jpg" alt="Wegwerfspiel: Bottle Bank Arcade macht das Entsorgen von Altglas zum Spiel." width="596" height="333" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Wegwerfspiel: Bottle Bank Arcade macht das Entsorgen von Altglas zum Spiel.</p>
</div>
<h2>Die Wegbereiter</h2>
<p>Die Idee, dass man mit (Computer-)Spielen noch andere Dinge tun kann als spielen, ist bei Leibe nicht neu. Seit gut zehn Jahren arbeiten Industrie und Forschung fleißig an „Serious Games“, Spielen für ernste Zwecke wie Bildung, Werbung, politische Kommunikation oder Gesundheit. Simulationsspiele werden im Militär seit Jahrhunderten für strategische Planung und Schulung eingesetzt. Warum entwickelt sich Gamification also gerade jetzt zum Buzzword?</p>
<p>Ein wesentlicher Zündfunke war der Location-based Service Foursquare. 2009 auf dem Digitalmekka South by Southwest gestartet und vom Festivalpublikum sofort umarmt, demonstrierte er erstmals, dass Spielelemente einer Applikation zum Erfolg verhelfen können. Bis heute liefert Foursquare die Blaupause für praktisch alle „gamifizierten“ Anwendungen: Punkte, Auszeichnungen und Highscore-Listen. Diese Dreifaltigkeit fehlt bei praktisch keiner aktuellen Gamification-Anwendung.</p>
<p>Ein weiterer Zündfunke war der unerwartete Erfolg von Social Games wie FarmVille, die binnen kürzester Zeit zig Millionen aktive Nutzer erreichten – und mit Mikrotransaktionen für virtuelle Güter erfolgreich in bare Münze übersetzten. Das signalisierte an Venture-Kapitalisten: Mit Spielen kann man online offenbar Geld verdienen – viel Geld.</p>
<p>Als dritter Anstoß kamen immer mehr Unternehmer, Designer und Akademiker hinzu, die alle die gleiche Botschaft sendeten: „Computerspiele sind überall. Nichts motiviert wie ein gutes Spiel. Dieses Potenzial können wir nutzen.“ Exemplarisch hierfür steht der Vortrag, den der Game-Designer und Professor Jesse Schell im Februar 2010 auf der Spieleindustrie-Konferenz DICE hielt <a title="Design Outside the Box" href="http://www.g4tv.com/videos/44277/dice-2010-design-outside-the-box-presentation/" >[8]</a>.</p>
<p>Schell zeichnete darin die Vision einer „Gamepokalypse“, in der jede Alltagstätigkeit mit Sensoren erfasst und von Werbeindustrie, Arbeitgebern und Regierung mit Punkten honoriert wird: Das Gesundheitsministerium belohnt den gesunden Arbeitsweg mit dem Fahrrad, der Zahnbürstenhersteller das fleißige Zähneputzen, weil es mehr Bürsten verbraucht.</p>
<h2>Gedankenkontrolle und Schlangenöl</h2>
<p>Schells Präsentation erhitzt bis heute die Gemüter. Auf der einen Seite jubeln Marketer wie Gabe Zichermann, Organisator des Gamification Summit, für die der Traum perfekter Kundenbindung wahr zu werden scheint: „Spiele sind die einzige Macht im Universum, die Menschen verlässlich dazu bewegen kann, gegen ihr eigenes Interesse zu handeln“, so Zichermann in einem kürzlichen Interview <a title="Interview mit Gabe Zichermann" href="http://bit.ly/dVTgE7" >[9]</a>.</p>
<p>Auf der anderen Seite rebellieren vor allem Game Designer gegen solchen „Missbrauch“ ihrer Kunst und warnen zugleich vor Schlangenölverkäufern. Heutige gamifizierte Anwendungen reduzierten Spiele auf ihre oberflächlichsten Eigenschaften, wie die britische Game-Designerin Margaret Robertson kritisiert. Sie erweckten so „den falschen Eindruck, es gebe einen einfachen Weg, ein Produkt mit der psychologischen, emotionalen und sozialen Kraft eines guten Spiels zu versehen.“ <a title="Can't play, won't play" href="http://www.hideandseek.net/cant-play-wont-play/" >[10]</a> In diesem Meinungsstreit drücken sich gleichzeitig zwei fundamental gegensätzliche Auffassungen aus, warum Computerspiele Spaß machen. Für Marketer wie Gabe Zichermann sind es Belohnungen. Mit Punkten, Badges und virtuellen Gütern funktionieren Spiele wie behavioristische Laborexperimente, in denen eine Ratte jedes Mal mit einer Futterpille belohnt wird, wenn sie einen bestimmten Knopf drückt.</p>
<p>Game Designer teilen dagegen eher die Position von Jane McGonigal, Leiterin der Spieleforschung und Entwicklung am kalifornischen Institute for the Future. Ihr 2011 erschienenes Buch „Reality is Broken“ ist das aktuell vielleicht meistdiskutierte Manifest für den Einsatz von Spielen und Spielelementen zur Lösung realer Missstände. „Spiele setzen uns freiwillige Herausforderungen“, so McGonigal. Das Glücksgefühl in Spielen ist das Erfolgserlebnis, eine solche Herausforderung gemeistert zu haben – ein Puzzle gelöst, eine Kurve genommen, ein Bossmonster besiegt. Und die psychologische Erforschung von Computerspielen ist eher auf McGonigals Seite. Womit wir bei der vielleicht wichtigsten Frage wären: Wie lässt sich das Erzeugen solcher Erfolgserlebnisse auf andere Applikationen übertragen?</p>
<div id="attachment_227543" class="wp-caption wp-caption-large" style="width: 608px;"><a href="http://t3n.de/magazin/?p=227541dms_203336f8f1ab5ad673162d3c91e0b10c"><img class="alignleft size-large wp-image-227543" title="GetGlue verspricht Stickiness durch Sticker." src="http://t3n.de/magazin/wp-content/uploads/2011/04/dms_203336f8f1ab5ad673162d3c91e0b10c-596x269.jpg" alt="GetGlue verspricht Stickiness durch Sticker." width="596" height="269" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">GetGlue verspricht Stickiness durch Sticker.</p>
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