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		<author>
			<name>Tobias Wolter</name>
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		<title type="html"><![CDATA[“Piraten sind keine Seeräuber”]]></title>
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		<updated>2012-05-08T17:09:50Z</updated>
		<published>2012-05-08T17:06:12Z</published>
		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" />		<summary type="html"><![CDATA[Eine kurze, aus meiner Sicht geschriebene Untersuchung des Piraten-Wahlprogrammes.]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2012/05/08/wahlprogramm-piraten-nrw2012/">&lt;p&gt;In Anbetracht der anstehenden Wahlen in Nordrhein-Westfalen habe ich mir ja dann doch tatsächlich mal ein Wahlprogramm durchgelesen — nämlich &lt;a href="https://wiki.piratenpartei.de/NRW-Web:Wahlprogramm_Landtagswahl_NRW_2012"&gt;das der Piratenpartei&lt;/a&gt;. Ich setze mich mal mit ein paar der interessanteren Punkte auseinander.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schön ist, daß im Wahlprogramm direkt ein Mitmachaufruf integriert ist, der mit diversen Parolen die Piraten klassifiziert. Dort auch (im Rahmen des Punktes “PIRATEN sind friedlich”) der Spruch “PIRATEN sind keine Seeräuber”.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nebenher — woher kommt dieser Großschreibedrang? Bei den Abkürzungsparteien wundert mich das ja nicht, aber die Grüne wurden doch damals auch nur zum Großschreiben gezwungen, weil man halt erwartet, daß eine Partei nur Großbuchstaben hat, oder?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Fokus des Wahlkampf NRW ist das Thema Bildung. Das stimmt mich schonmal leicht positiv, da die Bildungspolitik in NRW im Bestenfalle mit “dürftig” umschrieben werden kann. Bildung wird leider gerne mit Samthandschuhen angefasst, da einer der meiner Meinung nach großen Problemfaktoren in der Frühbildung — dumme Eltern — nicht ordentlich angesprochen werden kann, da es einem ja Wähler kostet, wenn man ebenjene Wähler angreift.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was mich hier beim Lesen aber stört:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;[Das Decken des Bedarfs an Fachkräften] wollen wir erreichen, indem mehr Schüler zur Hochschulreife gebracht werden und ein Studium beginnen. Auch soll die Abbrecherquote deutlich gesenkt werden. Darüber hinaus gilt es, die Qualität und Flexibilität beruflicher Ausbildungswege zu erhöhen. Diese sollen, wo immer es sinnvoll ist, zu einem Fachhoch­schul– oder Universitätsstudium ausgebaut werden. Letzteres ist vor allem für diejenigen Berufe notwendig, in denen eine wissen­schaftlich fundierte Qualifikation immer wichtiger wird.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Hochschulbildung ist leider kein Allheilmittel. Vor allem die heutige Hochschulbildung mit dem Bachelor ist in den meisten Fällen ein besserer Witz. Es stellt einen halbherzigen Versuch da, die klassischen Ausbildungskonstrukte von Geselle und Meister auf ein höheres Bildungsniveau anzuheben. Leider ist das einzige, wo man diese Versuche merkt, die Tatsache, daß man jetzt die englischen Worte für Geselle und Meister nutzt. Der Rest des Bologna-Prozesses stellt zum Großteil ein “Zurechtstutzen” der alten Studiengänge auf eine kürzere Zeit dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich verstehe das Sentiment, welches angebracht wird, aber ohne eine tiefgreifende Reform des ganzen Konzeptes der höheren Bildung und der Hochschullehre sehe ich da schwarz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die positive Art und Weise, sowohl das Abschieben des Erziehungsauftrages von Eltern auf Lehrer zu kritisieren ist der Passus “Bildung ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag. Um unsere Ziele zu erreichen, sind gewaltige Anstrengungen vonnöten. Diese dürfen nicht dem Einzelnen aufgebürdet werden, sondern stellen einen ge­samtgesellschaftlichen Auf­trag dar.” Gefällt. Auch die Tatsache, daß kostenloser Kita-Zugang gefördert wird — auch eine Maßnahme dagegen, daß Vorschulkinder schon vor dem Fernseher verrotten, und definitiv wichtig für eine tolerantere Erziehung. (Ernsthaft, es ist heutzutage möglich, das ein Kind bis zu seinem sechsten Lebensjahr nicht mal’n Dutzend Leute kennenlernt.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Pläne zur Umstellung auf ein Kurssystem sind begrüßenswert, das Problem ist nur, daß die Zusammenhalte einer “Klasse” dabei nicht gefährdet werden sollten — im Idealfalle sollten also Regelungen derart sein, daß sich durch gemeinsame Aufenthaltsmöglichkeiten trotzdem noch so etwas wie eine kursübergreifende “Klasse” im Jahrgang ermöglicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich begrüße auch den Ausbau von Schulen zu quasi-Dörfern, ausgedrückt so:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt; Da­her ist die Umgestaltung der Schulen von bloßen Lernorten zu ech­ten Lern– und Lebens­räumen ein zentrales Anliegen der PIRATEN NRW. Mensen, Aufenthaltsräume, Ruhezonen, Sportbereiche, Bibliotheken und gestaltete Au­ßenbereiche sollen weiter ausgebaut wer­den.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Als ich noch in der Schule war, hatte ich nämlich auch das Problem, keinen wirklichen Aufenthaltsort innerhalb der Schule zu haben, weswegen auch nach der Schule immer sofort geflohen wurde. Unabhängig davon, daß man vor der Oberstufe eh nicht das Gelände verlassen durfte, gab es außer dem Schulhof (und, zu Ende, in der Aula) keinen Aufenthaltsraum, weswegen gerade Oberstüfler entweder auf den Gängen verweilten oder ins benachbarte Einkauszentrum migrierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Arbeit am Hochschulsystem beschränkt sich leider «nur» auf die (recht problematische) Unterfinanzierung der Lehre und den festgefahrenen, oligarchischen Strukturen. Zur eigentlichen Bildung wird nur schwach behauptet, daß der Bologna-Prozess noch nicht für «vergleichbare» Abschlüsse gesorgt hat und man sich jetzt um eine Besserung dieser Situation bemühen will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zusätzlich wird eine recht interessante “Bürgeruniversität” vorgeschlagen, eine Art höhere VHS, die den Bedarf an Sekundärbildungen “abfangen” soll, so daß Kapazitäten von Universitäten nicht durch Zweit– und Gasthörer unnötig überlastet werden. “Interessant”, denke ich mir.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessanterweise haben die konservativeren Köpfe im Wahlprogramm gesiegt und gesagt, daß der Verfassungsschutz nicht direkt abgeschafft werden, jedoch eine viel schnellere Prüfung der Tätigkeit erfolgen soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie erwartet wird sich klar gegen die Überwachungsmaßnahmen geäußert, die bestenfalls zwecklos sind und nur dem Appeasement dienen oder die Sicherheitsindustrie fördern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Höchst willkommen finde ich den Vorschlag der Einrichtung eines “Polizeibeauftragten”, der ähnlich zum Wehrbeauftragten   als Kontaktstelle zwischen Polizei, Bürgern und Regierung fungieren soll. Das Konzept finde ich erstaunlich interessant, selbst wenn ich nicht weiss, wie hoch da die Auslastung sein würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas naïv finde ich die Haltung zum FLOSS-Einsatz in öffentlichen Behörden. An meiner Arbeitsstelle benutzen wir auch extrem viel FLOSS, aber so einen Red Hat-Supportvertrag mit Lizensierung wird dann trotzdem gekauft — denn die “wirtschaftlichen” Teile der Verwaltung finden sowas wie SLAs prima und schlafen besser, wenn sie sagen können, daß es einen dedizierten Vertragspartner gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die üblichen Punkte der PP, die auch mit dem CCC recht d’accord gehen — Datenschutz, Transparenz, etc. — finden unter dem Gesichtspunkt “Verbraucherschutz” Erwähnung, wo so interessante Sachen wie ein eigenen Ministerium, ein Lobbyistenverbot und den Verbraucherschutz als Ziel der Landesverfassung; angestrebt wird, daß Regulierungsgesetze prophylaktisch den Markt dämpfen, und nicht mehr nach lange anwährendem Druck irgendwann in Betracht gezogen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Desweiteren stellen noch Wirtschafts-, Gesundheits– und Drogenpolitik wichtige Programmpunkte dar, bei denen ich mir aber Kommentare spare, da sie alle unter den generellen sozial-liberalen, transparenten Grundton der PP fallen; desweiteren wird die übliche Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie erwähnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei den Vorschläg zur Reform des Rundfunk– und Medienrechtes schaute ich nicht schlecht, daß die Piratenpartei NRW dort den CCC als wohlmöglichen Vertreter im Rundfunkrat benennt. FYI, davon wissen wir bisher nichts. ;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Kulturabschnitt findet sich so amüsante Sachen wie die Förderung von eSports und Bürgermedien als auch die Abschaffung des Tanzverbotes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der ÖPNV-Teil wird wieder recht interessant — hier wird vor allem eine starke Attraktivitätssteigerung des ÖPNV gefordert. Maßnahmen hierfür umfassen die Taktverdichtung mit besserem Platzangebot sowie einen engmaschigeren Ausbau der Verkehrslinien. Beides hehre Ziele, aber wahrscheinlich wirtschaftlich nicht mal ansatzweise umsetzbar außer durch gezieltes Zerschlagen mancher Infrastrukturen. Und, natürlich, den fahrscheinlosen (nicht der umsonste) Nahverkehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wird angestrebt, daß es ähnlich dem Call-a-Bike-Modell als fördernswerte Maßnahme einen ÖPNV mit (idealerweise elektrische) persönliche Fortbewegungsmittel wie Fahrräder, Roller oder ähnlichem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und scheinbar hat da irgendwer sein Lieblingsthema gefunden und den Schienengüterverkehr ausgegraben — ich kann mir nicht vorstellen, daß das als Maßnahme einer besonderen AG entstanden ist, sondern eher als harmlosen Zusatzbeitrag eines einzelnen oder einiger weniger Piraten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Umweltprogramm hält all die klassichen grünen, ökologisch wertvollen Ideen gekoppelt mit den freien und transparenten Ansätzen der Piraten, sprich einer Energienetzneutralität, Bürgerbeteiligung, etc. etc. Auch eine Reform des Bergrechtes (aka das, warum es jetzt bei Düren ein Loch im Boden gibt, wo früher Dörfer standen), die eine Enteignung und Umsiedlung unmöglich machen will, kommt vor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles in allem würde ich sagen, daß es nicht viele Überraschungen im Programm gibt, aber auch leider einige Enttäuschungen. Wenn man sich Bildung auf die Flagge als Kernthema schreibt, sollte man auch richtig durchgreifen. Die tatsächlich ausgeführten Ansätze überzeugen aber.&lt;/p&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2012/05/08/wahlprogramm-piraten-nrw2012/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=572&amp;amp;md5=42555a81d93d6df7bb6cf36b38b60f76" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/YMewOWRfA5IZAogJjDg8oX7IzxE/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/YMewOWRfA5IZAogJjDg8oX7IzxE/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[Über die Vehemenz von Standpunkten]]></title>
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		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" />		<summary type="html"><![CDATA[Warum es so wirkt, als würde ich unwiderruflich auf meinem Standpunkt beharren.]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2011/12/12/ueber-die-vehemenz-von-standpunkten/">&lt;p&gt;Warum man so überzeugt sein kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich öfters mal vorgeworfen bekomme ist, daß meine Meinung angeblich in Stein gegossen und unveränderlich sei. Sobald ich eine habe könne man daran nichts mehr rütteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist falsch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich verstehe, warum Leute sowas glauben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Problem daran ist eine sehr, sehr schwache Diskussionskultur bei vielen. Wovon viele ausgehen ist, daß man als jemand, der “bediskutiert” wird über eine Meinung, schon quasi eine moralische Verantwortung hat, auf das Diskutieren einzugehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sehe ich nicht ein. Ich finde nicht, daß es angemessen ist, aus “Nettigkeit” nachzugeben, weil jemand anderes einen andere Meinung mir präsentiert. Ich bin vielleicht teilweise sehr schnell auf meine Meinung gekommen, aber warum sollte ich diese sofort wegwerfen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ich der Überzeugung bin, daß sich meine Meinung auf soliden Grundlagen beruft, dann vertrete ich sie bis zum Beweis des Gegenteils. Wenn Leute subjektive Argumente dagegen bringen, die keinen wirklichen Halt haben und teilweise nicht mal das, was ich behaupte, entkräften, gibt es keinen Anlass, auch nur im Geringsten nachzugeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz dazu bin ich sofort und unmittelbar bereit, von einer Meinung abzuweichen, wenn mir konkrete Beispiele gegeben werden, die diese widerlegen, oder ein Argument diese ganz zerlegt. Das wiederum schockiert Leute öfters, wie «schnell» ich dann scheinbar von einem Standpunkt runterkomme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurzum: wenn Leute mit mir diskutieren wollen, müssen sie von ihrer Meinung _selber_ überzeugt sein. Wer irgendwelche halbgaren Ideen im Kopf hat und die mir aufbinden will hat ein Problem. Wenn man dann auch noch knatschig wird, weil ich auf so einem intellektuellen U-Bahn-Niveau ich nicht mitspielen, dann hat man ein gewaltiges Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn’s halt keine Möglichkeit gibt, die Meinungen zu vereinbaren (weil sie beide auf subjektiven Wahrnehmungen beruhen, usually), dann einigt man sich halt darauf, anderer Meinung zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist doch alles gar nicht so schwer.&lt;/p&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2011/12/12/ueber-die-vehemenz-von-standpunkten/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=566&amp;amp;md5=00983c6425fa16b80032cd02f7739908" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/FCAhIQV0kij4Q-PDu4UdvrIvmMc/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/FCAhIQV0kij4Q-PDu4UdvrIvmMc/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
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		<title type="html"><![CDATA[„Ehrenamt für den Verfassungschutz”]]></title>
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		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" />		<summary type="html"><![CDATA[Die kurze Geschichte des Ehrenamt für den Verfassungsschutz.]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2011/10/19/ehrenamt-fuer-den-verfassungschutz/">&lt;p&gt;In einer kurzen Trollaktion gestern Abend wurde ein neues Motto geschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es fing damit an, daß der &lt;a href="https://twitter.com/PylonC"&gt;Lars&lt;/a&gt; eine Frage nach &lt;a href="https://twitter.com/#!/PylonC/status/126377349624250368"&gt;Merchandise&lt;/a&gt; in Anbetracht der aktuellen Lage zu zitieren:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wer druckt für den #28C3 Hoodies mit “CCC Verfassungsschützer”? – Aufforderung beim #0zapftis Vortrag&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ich kam nicht umher, vorzuschlagen, daß wir doch einfach das&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„&lt;a href="https://twitter.com/#!/towo/status/126394137493782528"&gt;Ehrenamt für den Verfassenschutz&lt;/a&gt;”&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt; einführen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und kurz darauf gab es dann das &lt;a href="http://tombr.de/ehrenamt_f%C3%BCr_Verfassungsschutz.pdf"&gt;Logo zum Ehrenamt für den Verfassungsschutz&lt;/a&gt;, gebastelt von &lt;a href="https://twitter.com/nylk"&gt;nylk&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;del&gt;Jetzt warten wir noch etwas darauf, dass ein SVG verfügbar sein wird. Möglicherweise wird’s auf dem 28C3 lustige Sticker geben.&lt;/del&gt; &lt;ins&gt;Inzwischen hat nylk auch &lt;a href="http://tombr.de/discordianoffice.svg"&gt;ein SVG&lt;/a&gt; bereitgestellt.&lt;/ins&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2011/10/19/ehrenamt-fuer-den-verfassungschutz/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=557&amp;amp;md5=3d2cbd68e75419028135740df5268cfe" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/J3N7afIhoBMtnW5cPBhEu2NVTY4/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/J3N7afIhoBMtnW5cPBhEu2NVTY4/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/J3N7afIhoBMtnW5cPBhEu2NVTY4/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/J3N7afIhoBMtnW5cPBhEu2NVTY4/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/sozial-herausgefordert/~4/YWfoGCNnEOg" height="1" width="1"/&gt;</content>
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			<name>Tobias Wolter</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Stetig steigender Wahnsinn]]></title>
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		<updated>2011-10-09T14:56:47Z</updated>
		<published>2011-10-09T14:56:35Z</published>
		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="DRM" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Kopierschutz" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Raubkopien" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Spiele" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Wahnsinn" />		<summary type="html"><![CDATA[Stalker 2s toller neuer Kack-DRM.]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2011/10/09/stetig-steigender-wahnsinn/">&lt;p&gt;DRM. Inzwischen finden sich viele Zocker damit ab, einfach, weil’s keine andere wirklich relevante Option mehr gibt. Man wird kriminalisiert, wenn man versucht, etwas DRM-frei zu bekommen, denn es wird als Umgehung von Maßnahmen zum Schutz des Urheberrechtes weitesgehend geahndet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selbst, wenn man sich die Software legal erwirbt, um dann mit Cracks den vermeintlichen Kopierschutz auszuhebeln. Das ist auch verboten. Selbst wenn nicht gerade wenige Spiele, die keine Multiplayer-Komponente haben, dann um einiges besser laufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit Steamworks haben wir noch eine der akzeptiertesten Versionen von DRM — denn es ist simpel, funktioniernt, und beeinträchtigt nur für homöopatische Mengen an Spielern den Spielablauf. Natürlich ist es immer noch DRM und ein Eingriff in die Funktionsweise des Rechners, aber über die Jahre hinweg hat sich Steamworks als gutartig und somit tolerabel herausgestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gab aber auch seitdem viele, teilweise recht interessante, Versuche, neues DRM einzuführen. SecuROM hat hochiteriert und irgendwann den Punkt erreicht, wo SecuROM-DRM teilweise extrem schädlich für ein Spiel war — seien es Startschwierigkeiten, Performanceprobleme oder unbekannte Abstürze. Das sind alles Probleme, die nur “legitime” Nutzer betrafen: die bösen Raubkopierer spielten eine von SecuROM befreite Version des Spiels und genossen sie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon etwas vor Steamworks hatte Bohemia Interactive bei Operation Flashpoint versucht, mit FADE einen Kopierschutz einzuführen, der nicht das Spiel vom generellen Starten abhält, sondern das Spiel einfach auf längere Zeit versaut, indem es Spielfunktionalitäten abgeschaltet hat oder veränderte. So lustig es auch war, wenn auf einmal die Waffen nicht mehr geschossen haben oder der Raketenwerfer Schweine verschoss, auch hier wurden oft genug legitime Nutzer vom Spielen abgehalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In letzter Zeit hat Ubisoft den Vogel abgeschossen, wenn es um DRM ging. Denn mit Ubisofts Uplay muss eine konstante Internetverbindung aufrecht erhalten werden, um das Spiel spielen zu dürfen. Auch, wenn man offline spielt. Selbst, wenn das Spiel gar keinen Multiplayer hat. Man muss konstant online sein — nicht nur beim Start, sondern auch während des Spiels. Fällt die Internetverbindung weg, so pausiert das Spiel und bittet einen, diese wiederherzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das hat viele Leute ziemlich genervt. Vor allem, weil zum Beispiel Assassin’s Creed: Brotherhood schon ‘ne Woche vor’m Release digital und ohne uplay auf einschlägigen Torrentseiten erhältlich war. Aber auch, weil Uplay Spiele gerne mal kaputt macht. Und das Spiel bei den in der Startphase häufigen Downtimes von Uplay einfach nicht spielbar war — denn die Server waren nicht erreichbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;“From Dust” wurde im Sommer diesen Jahres für XBLA und PC rausgebracht, wobei die PC-Version aus unerfindlichen Gründen von Ubisoft schonmal zwei Wochen zurückgestellt wurde. Ein Schelm, wer dabei denkt, dass es hier um die Integration von Uplay ging. Aber trotz dieser vermutlich zwei Wochen, um From Dust dann auf dem PC zu veröffentlichen, hatte Ubisoft es scheinbar nicht geschafft, Uplay brauchbar zu integrieren. Horrende Zahlen an Spielern konnten das Spiel nicht spielen, weil Uplay dazwischenfunkte — und das, obwohl Ubisoft zuerst meinte, es wäre nur eine Einmal-Aktivierung vorgesehen, und kein Daueronline-Uplay. Nicht nur haben sie also gelogen, sie haben auch nocht das Spiel effektiv zerstört.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Zug, der einen digitalen Spielehändler wie Steam dazu brachte, sogar anzunehmen, das Spiel wieder “zurückzunehmen” und den Kaufpreis zu erstatten — sonst ein quasi absolutes no-go bei Steam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt meinen die Entwickler vom Open World-Geheimtip “S.T.A.L.K.E.R.”, dass für den zweiten Teil der Reihe sie aus den Fehlern der anderen gelernt haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nein, nicht, dass DRM scheisse ist, sondern dass es Unsinn ist, dem User alle Daten zu geben und ein Schloss drüberzuhängen, wenn der Nutzer offenbar Freunde mit einer Bolzenschneider hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also hat sich GSC Game Studios gedacht: wir integrieren einen always-on DRM, der Spielinhalte nachlädt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es heisst also, dass überlegt wird, dass wenn der Spieler eine neue Gegend betritt, relevante Teile des Codes, der Spieltexte und der Quests für diese Gegend live aus dem Internet heruntergeladen werden. Sprich man macht Stalker zu einer Art MMO, nur ohne diese ganzen nervigen anderen Spieler. Und warum? Zum Schutz vor Raubkopien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich musste lachen und dann fast weinen, als ich dies las. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der ganze Sinn hinter DRM-Maßnahmen ist es, Umsatzverluste durch Raubkopien einzudämmen. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass es wirklich eine horrende Anzahl an Leuten gibt, die sich ein Spiel herunterladen STATT es zu kaufen (kontrastiert mit sehr, sehr vielen, die sich ein Spiel herunterladen, weil sie es sich sonst nie kaufen würden/es nie kaufen könnten), dürfte es einfach nicht wirtschaftlich sein, dies zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denken wir mal kurz darüber nach. Ein großer Publisher wie Ubisoft hat Probleme damit, Server bereitzustellen, die überhaupt nur “tokens” verwalten von Nutzern, die gerade spielen dürfen. Jetzt kommt also ein kleiner Ostblock-Developer an und meint, dass er seiner (geringeren) Kundschaft eine zuverlässige Lösung anbieten kann, die pro Nutzer ein Vielfaches der Bandbreite und des CPU-Aufwandes in einer Architektur festgiessen kann, wenn da selbst größere Publisher mit Probleme hätten? Und nicht nur das, sie meinen, sie könnten es _wirtschaftlich_ machen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht, wenn sie EC2/S3 nutzen. Aber auch nur vielleicht. Das treibt den theoretischen Preis pro Kopie aber trotzdem hoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und lassen wir uns mal keine Illusionen hegen darüber, was passieren wird: ein Cracker wird einen Crawler schreiben, der sich recht erfolgreich als eine legitime Version des Spiels ausgibt (ein Spiel wird dann wohl eh gekauft), und danach wird das einfach alles in einem Bündel mit dem Crack ausgeliefert und die executable so modifiziert, dass sie entweder auf einen lokalen kleinen mitgelieferten Webserver zugreift oder direkt im “Cache” guckt. Ende Gelände.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wenn sie dies umsetzen (aktuell heisst es, dass es “nur eine Option” sei), dann hoffe ich inbrünstig, daß GSC damit gewaltig auf die Nase fällt. So einen Wahnsinn kann man nicht mehr weiter unterstützen.&lt;/p&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2011/10/09/stetig-steigender-wahnsinn/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=547&amp;amp;md5=a7c6d93507cd0b23ef4b698069110494" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zg9MBjw7JeEkZrGmMMXcp3FPpKY/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zg9MBjw7JeEkZrGmMMXcp3FPpKY/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zg9MBjw7JeEkZrGmMMXcp3FPpKY/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zg9MBjw7JeEkZrGmMMXcp3FPpKY/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/sozial-herausgefordert/~4/3eDdlgBsMvM" height="1" width="1"/&gt;</content>
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			<name>Tobias Wolter</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Sprachverständnis?]]></title>
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		<updated>2011-07-14T09:25:10Z</updated>
		<published>2011-07-14T08:47:15Z</published>
		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Google" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Journalismus" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Kompetenz" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Menschen" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Sprache" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Werbung" />		<summary type="html"><![CDATA[Rant über "Journalisten", die zu blöd sind, Quellen zu lesen.]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2011/07/14/sprachverstaendnis/">&lt;p&gt;Ich konnte nicht ganz verstehen, wie man eigentlich auf so hanebüchenen Unsinn kommt, wenn man durch Quellen stöbert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angelika Slawik von der Süddeutschen berichtet &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/gespeichterte-nutzerdaten-google-plant-die-super-datenbank-1.1119600"&gt;über Googles konsolidierte Werbeplattform DDP&lt;/a&gt; über interessante Theorien:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;“Konkret geht es dabei um eine Dienstleistung für die Werbeindustrie: Künftig sollen Werber bei Google Daten von Verbrauchern kaufen können, mit Name, Adresse und, vor allem, nach Interessen sortiert.”&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Nach längerem Suchen fand ich jetzt keine Stelle, die genau das belegt. Aaaaber (Hervorhebungen von mir):&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Here’s how a data exchange works: publishers and third-party providers, such as BlueKai and Exelate, would be able to feed their data into the market and &lt;strong&gt;advertisers could dip in and buy audience segments&lt;/strong&gt;, such as people shopping for new cars or planning a trip, soccer moms in Ohio, or readers of certain sites like The New York Times. That data, attached to a cookie, is used to target advertising to the right people. Online publishers using Google’s ad server, DoubleClick, would be able &lt;strong&gt;to sell data on their audiences&lt;/strong&gt; in the exchange as easily as they might sell ad space.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Mr. Mohan cautioned that such a move into data services may not result in one product, but capabilities across Google’s online display infrastructure, such as Invite Media, which &lt;strong&gt;allows advertisers to bid on audience&lt;/strong&gt;, or AdMeld, which helps publishers to decide which ad will yield the greatest revenue.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wenn man jetzt&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;nicht so gut Englisch kann und&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;keine Ahnung hat, wie Werbung funktioniert,&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;dann macht es natürlich Sinn, so einen Unsinn zu behaupten. Wenn man aber genug Hirnzellen hat, die Englisch können und “dieses Internet” verstehen, weiss man genau, daß sich diese Sätze darauf beziehen, daß man von Außen sowohl ein “Wir kriegen auf xyz im Schnitt die meisten Zugriffe von single white males” bekommen kann sowie mit einem Anforderungsprofil dann Werberequests an Google geben kann. Dabei fließen nie explizite Benutzerdaten, und insbesondere nicht “Name und Adresse”, die nichtmal ansatzweise erwähnt wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sowas würde man alles wissen, wenn man Ahnung hat, und der übliche Leser von AdAge, welche sich auf Werbung &amp;amp; Marketing spezialisieren, hat genau diese Ahnung. Irgendeine Feld-/Wald-/Wiesen“journalisten” der Süddeutschen, die ein seehundartiges “Google ist böse” klatschen kann, sollte sich am Besten einfach mal ein Thema suchen, wo sie kompetent ist.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Relevante Links&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://blog.fefe.de/?ts=b0e30243"&gt;Kurzbeitrag bei fefe&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/gespeichterte-nutzerdaten-google-plant-die-super-datenbank-1.1119600"&gt;Süddeutsche-Artikel&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-07/google-ddp-nutzerdaten"&gt;Zeit-Artikel&lt;/a&gt; (wurde zensiert)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://tarzun.de/archives/366-Google-plant-die-Super-Datenbank.html"&gt;tarzuns ruhige Analyse&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://blog.koehntopp.de/archives/3103-Google-verkauft-Deine-Daten-an-den-Teufel!.html"&gt;Kris' Zusammenfassung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2011/07/14/sprachverstaendnis/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=540&amp;amp;md5=21db597030450a22617e7fd2648bfe47" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/PoHMiEYcAEgIugLRvZp9jAFrEOY/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/PoHMiEYcAEgIugLRvZp9jAFrEOY/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/PoHMiEYcAEgIugLRvZp9jAFrEOY/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/PoHMiEYcAEgIugLRvZp9jAFrEOY/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/sozial-herausgefordert/~4/HRd982uHO9I" height="1" width="1"/&gt;</content>
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		<title type="html"><![CDATA[Running around in circles]]></title>
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		<updated>2011-07-10T23:12:24Z</updated>
		<published>2011-07-10T13:03:42Z</published>
		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Beziehungen" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Bilateralität" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Google" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Interaktion" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Kategorisierung" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Kommunikation" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Menschen" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Social Networks" />		<summary type="html"><![CDATA[Gedanken über die Tragweite des unilateralen Zirkelmodells von Google+]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2011/07/10/running-around-in-circles/">&lt;p&gt;[TL;DR: G+-Kreise sollten zwingend nach persönlicher Beziehung so Empfängern sortiert werden, der eigene “Interessen”-Output zwingend ungefiltert sein. Gründe enthalten.]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Google+ ist jetzt ein paar Tage draußen und ich muss auch mal etwas Senf dazu ablassen. Nicht über das Netzwerk an und für sich oder irgendwelche Erfolgsprognosen gegen Facebook oder Datenschutzbedenken oder sonst irgendwas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sondern über eines der Features. Nein, nicht das hervorragende Hangout oder das umstrittende Huddle, sondern das definierende Feature: Circles.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Prinzip sind die nämlich ziemlich cool. Man kann unilateral festlegen, wie man Kontakte gruppieren will, mit einem sehr einfachen UI zum sowohl Festlegen der Gruppe als auch des Auswählen der Zielkreise beim Verfassen von Beiträgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Problem ist nur, wenn man dies dann mal tatsächlich praktisch angehen will. Ich habe mich nämlich schon immer extrem schwer getan, Kontakte zu gruppieren. Als Beispiel bringe ich meinen IM heran, wo ich früher notiert habe, woher ich Leute eigentlich kannte, um sie in einen Kontext zu stecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das hat sich dann mit einer Weile auch überholt, vor allem wegen Überschneidungen. Also habe ich dann irgendwann einfach umgesattelt auf geocoding:&lt;br /&gt;
&lt;div id="attachment_541" class="wp-caption aligncenter" style="width: 149px"&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/Screenshot-Buddy-List.png"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/Screenshot-Buddy-List-139x300.png" alt="" title="Pidgin Buddy List" width="139" height="300" class="size-medium wp-image-541" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class="wp-caption-text"&gt;Meine Kontaktliste, eingeklappt.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies hat den Vorteil, daß zum einen das Management der Gruppen recht einfach ist (da Leute nicht dauernd umziehen), und es niemanden in eine unnötige Schublade steckt. Außerdem hat man natürlich den praktischen Vorteil, leicht jemanden aus einer gewissen Gegend zum ansprechen zu finden, sollte es nötig sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das könnte ich jetzt auch bei Google+ machen, aber es würde ziemlich wenig bringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum? Die Kommunikation ist natürlich anders. Bei Google+ sende ich, ähnlich wie auf Twitter und FB, an viele Personen gleichzeitig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich also bei G+ brauche ist keine &lt;em&gt;Sortierkategorie&lt;/em&gt;, sondern eine &lt;em&gt;Empfangskategorie&lt;/em&gt;. Ich will nicht wissen, wo wer zugehörig ist, sondern ob es die Person tangiert (oder zu tangieren hat), was ich schreibe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und das ist eigentlich ein ziemliches Problem, wenn man so mal drüber nachdenkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um Beispiele aus dem Leben zu greifen: ich bin letztens über ein &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=ldiISyKkGl8"&gt;Minecraft-Video&lt;/a&gt; gestolpert, welches einen 3D-Printer zeigt, der in MC gebaut wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Naïv gesehen würde ich jetzt den Zirkel “Minecraft” (unter der Voraussetzung, daß dieser existiert) als Zielgruppe bestimmen und gut ist, oder?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier kommen wir aber leider in eine von Menschen gern unterschätzte Problematik: die eigene Ignoranz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wüsste sofort, wen ich alles in diesen Minecraft-Zirkel stecken muss. Und das ist das Problem — ich glaub, daß ich weiß, wer von meinem erweiterten Bekanntenkreis alles Minecraft spielt. Dabei ist das für hinreichend große Kreise ausserhalb einer engen Gruppe von Freunde ziemlich schwer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich könnte jetzt hier wieder mit der &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dunbar%27s_number"&gt;monkeysphere&lt;/a&gt; kommen, aber im Prinzip ist es einfach ein Skalierungsproblem. Unabhängig von pseudowissenschaftlichen Nummern wird es einfach verdammt schwer, zu verfolgen, wer im eigenen Bekanntenkreis alles welche Interessen hat. Oder, noch schlimmer, mal hatte, und zwar nicht mehr daran interessiert ist, aber trotzdem eine fundierte Meinung dazu abgeben kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann kommt noch oben drauf, daß es auch noch Leute, die einem folgen, gibt, deren Interessen ja gar nicht mal auf dem eigenen Schirm sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich müsste man also sehr, sehr viel mehr implizit öffentlich teilen, weil man einfach selber nicht urteilen kann, ob es andere Leute angeht. Man selber müsste sich zu einem ungefilterten Output machen, wo andere den Filter drüberlegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das geht natürlich dank der Zirkel in G+ wieder recht gut, aber zumindest mein eigenes Nutzungsverhalten des Dienstes sagt mir, dass ich selten explizit in Circles schaue, sondern eher grob den ganzen Stream überfliege und meinem Unbewussten die Filterarbeit überlasse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein ähnliches Problem stellt sich auch bei Twitter ein, und — ohne mich jetzt da näher drauf eingelassen zu haben — dürfte es auch mit &lt;a href="https://plus.google.com/105021561293211020643/posts"&gt;+Michael Seemann&lt;/a&gt;s Gedanken zur Filtersouveränität und Kontrollverlust teilweise einhergehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch nicht zu vergessen ist hier natürlich ein Datenschutz-Aspekt über das Privathalten von Informationen über einen selbst, aber das ist ein ganz anderer Themenkomplex. Und im Rahmen meiner Argumentation ist es auch nicht sonderlich zutreffend, da man immerhin (rein von der Mechanik her) ziemlich gute Kontrolle darüber hat, wer letztendlich etwas zu sehen bekommt. [Cue “Google IST ein Advertisement-Anbieter und hat daher genau kein Interesse daran, erhobene Daten an andere zu verkaufen.”-Debatte.]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Endeffekt läuft es also darauf hinaus, daß man einfach kein “Interessen”-basiertes Filtern betreibt, da es nicht die Realität widerspiegelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also bleibt natürlich nur die logische Schlußfolgerung: beziehungstechnisches Filtern. Man filtern nicht danach, wen es interessieren könnte, sondern wen es angeht. Und dies führt zu relativ interessanten Überlegungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum einen fällt hier natürlich sofort eine Zielgruppe auf, die bei den meisten Leuten “Freunde” heisst. Umschreiben könnte man sie mit “Gruppe von Menschen, mit denen ich mein (Privat)leben teile.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenso fallen dann natürlich weitere Kreise auf, zum Beispiel “Kollegen”, “Verein xyz”, “Pokergruppe”, etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frage, die sich dann natürlich schon so ein bischen auftut, gerade mit dem Fokus auf das Teilen, ist der Bedarf eines social network an dieser Stelle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo wir hier ankommen ist im gewissen Sinne auch ein bisschen Entfremdung von dem Gedanken, daß man sich immer intensiv und persönlich mit Leuten beschäftigt, wobei unfreiwillig gerne mal Bekannte, die zu einem Zeitpunkt t nicht in “informationstechnischer Kontingenz” waren, unter den Schirm fallen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich damit meine ist das, was viele Leute bestimmt kennen: Ein Satz der Form “Habe ich Dir das nicht erzählt?” — denn nein, man war gerade nicht zufällig erreichbar, als diese Person das all zu sehr beschäftigte, und als dies dann aus dem unmittelbaren Aufmerksamkeitsfokus fiel, vergaß man auch, jemanden nachträglich zu informieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn mal ehrlich, wer führt irgendwelche Listen, wo er notiert, ob er Faktum x and Person y weitergeben hat. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also hier: Zirkel. Raushauen und jeder, den man meint, der es interessiert, hat Zugriff auf diese Information, selbst wenn es vielleicht in den Filtern auf Empfängerseite kleben bleibt — aber man selber hat seine soziale “Schuldigkeit” getan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man sollte jetzt meinen, daß diese Verfahren schon existieren, aber meist tun sie das eben nicht. Facebook hatte die Chance dazu, sowas zu machen, haben es aber verhunzt, indem sie Bilateralität voraussetzen und das Interface verhunzt haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und Bilaterilatät ist hier echt schädlich. Ich habe da aus persönlicher Erfahrung im IRC gemerkt, daß ebenjene Bilateralität in Bekanntenkreisen nicht gegeben ist, und da gerade bei synchroner Kommunikation über “Chaträume”, z.B., es einfach irgendwann darauf hinausläuft, daß jeder seinen eigenen “Zirkel” aufmacht und alle Leute einlädt, mit denen er klarkommt — und keiner der Leute drin ist, die er einfach nicht leiden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Problem hierbei ist wieder die Informationsduplikation. Man will nicht hingehen und in jedem einzelnen Channel alles nochmal neu schreiben, um eventuell Leute, die nicht im eigenen ‘Stammkanal’ x sein können, zu erreichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Asynchron hätte Facebook dies schaffen können, aber sie setzen Bilateralität in ihren Gruppen voraus, was den ganzen Punkt irgendwie schwachsinnig macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier kommt dann also G+ ins Spiel. Es ist asynchron, aber unilateral — man selber bestimmt, wer etwas lesen kann — es gibt eine Implikation, dass jemand anderes es lesen muss, oder daß andere “gemeinsame Bekannte” es zugleich auch lesen müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und das ist ein gewaltiger Vorteil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich mir jetzt an dieser Stelle noch Wünsche ist die Erweiterung auf eine synchrone Kommunikationsmethode, die genau dies kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man sollte jetzt meinen, daß sei schwer, aber nein, da hatte Google auch schon mal was gemacht, was man nur erweitern müsste, nämlich Wave. Die Gedanken dazu schreibe ich ein andernmal auf. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein kleiner Nachtrag, den ich mir weiter oben noch notiert hatte: natürlich gibt es einen Bedarf daran, daß man eine bekannte Interessengruppe nach eingaben zu etwas fragen will, zum Beispiel. Wenn es jetzt eine Frage zu politischen Themen ist, zum Beispiel, möchte ich nicht unbedingt, daß da Leute vom Stammtisch undifferenziert dazwischenreden, sondern nur Leute, auf deren politische Meinung ich Wert lege.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und das erklärt auch schon den Punkt: hier ist eine implizite Annahme der Kompetenz, und in dem Sinne kein reines Interesse, sondern ein “trusted interest”, bei dem man der anderen Person vertraut, schlau zu sein. Also eine Gruppe, die sich über persönliche Beziehung definiert — und, auch, wieder unidirektional ist. Nur weil ich &lt;a href="https://plus.google.com/118248649720830471223/posts"&gt;+Stephan Urbach&lt;/a&gt; seiner Meinung bei einigen politischen Dingen vertraue, heisst das nicht, dass er meine Meinung weiter werfen will als er mich kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das wurde jetzt etwas ausschweifender als erwartet, aber hoffentlich gibt’s einen Denkanstoß, die eigene Vorgehensweise mal kritisch zu betrachten. Gegenmeinungen willkommen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;P.S.: Habe ich gerade eben versucht, G+ als globalen Personen-Identifier zu nutzen? Oh boy. Das wird spannend.&lt;/p&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2011/07/10/running-around-in-circles/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=524&amp;amp;md5=e458dac4f6694a3ce0f7ea9805a46b72" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/bcHghgjmJrExt2822u1XYfm0oLo/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/bcHghgjmJrExt2822u1XYfm0oLo/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/bcHghgjmJrExt2822u1XYfm0oLo/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/bcHghgjmJrExt2822u1XYfm0oLo/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/sozial-herausgefordert/~4/Wn5ujxiFGKI" height="1" width="1"/&gt;</content>
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		<author>
			<name>Tobias Wolter</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Gedankenspiel Quellenforschung]]></title>
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		<updated>2011-05-25T09:28:41Z</updated>
		<published>2011-05-25T09:28:41Z</published>
		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Geschichte" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Menschen" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Quellen" />		<summary type="html"><![CDATA[Was wäre, wenn die Homöopathen die einzigen Nachlieferungen übermitteln?]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2011/05/25/gedankenspiel-quellenforschung/">&lt;p&gt;Wie gut ist eigentlich so die Quellenprüfung bei der modernen Quellenforschung? [Eigentlich stand hier Archäologie, aber das wäre ja nochmal ein Grad interessanter.]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich stelle mir gerade die Frage, weil man gerade wieder vermehr über so Unsinn wie Homöopathie liest. Heutzutage ist es schließlich trivial einfach, Schriften zu verfassen und zu publizieren, weswegen jeder Hinz und Kunz hingeht und seine geistigen Schwachsinnsergüsse veröffentlicht — nicht zuletzt in Blogs.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;*hüstel*&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich ist es auch inzwischen sehr billig, &lt;em&gt;Gegen&lt;/em&gt;positionen zu irgendwas aufzubringen. Selbst, wenn jemand weiß, daß der andere hanebüchenen Unsinn erzählt, so kann man heutzutage ohne großen Aufwand dies auch sagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber versetzen wir uns mal in eine Zeit zurück, wo dies nicht so trivial war. Zu den Zeiten, in denen es vom ökonomischen Aufwand keine Trivialität war, etwas zu publizieren, sondern eine merkliche Hürde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn also nun zu solchen Zeiten eine eher fanatische Subgruppierung meint, ihren Murks zu erzählen, aber jeder “vernünftige” Mensch weiss, dass es Schwachsinn ist — würden sich die Leute dann nicht entscheiden, daß es Verschwendung von Zeit und Geld wäre, dagegen zu argumentieren?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn sich die Leute so entscheiden, kommen wir dann nicht im Endeffekt darauf hinaus, daß, anhand nur der direkt bezogenen Quellen betrachtet, die meisten “auffindbaren” Quellen jene sind, welche Unsinn beinhalten? Man findet vielleicht in irgendwelchen Sekundärquellen Amusement über den Schwachsinn (“Auf dem Markt letztens wollte ernsthaft jemand Schlangenöl verkaufen, aber wir haben ihn einfach alle ausgelacht bis er ging.” in einem Brief, zum Beispiel), aber Primärquellen dazu?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie sehr differenziert und korreliert wird da? Schließlich bin ich hoffentlich nicht der erste, dem dieser Sachverhalt aufgefallen ist.&lt;/p&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2011/05/25/gedankenspiel-quellenforschung/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=536&amp;amp;md5=7823fd0b2f1c6b82835b750729e3c2cd" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/Y2m8WCGBC6C8WuH2qxHKG9TYtIs/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/Y2m8WCGBC6C8WuH2qxHKG9TYtIs/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/Y2m8WCGBC6C8WuH2qxHKG9TYtIs/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/Y2m8WCGBC6C8WuH2qxHKG9TYtIs/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/sozial-herausgefordert/~4/vxGxIEuzKOE" height="1" width="1"/&gt;</content>
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		<title type="html"><![CDATA[Apple, Google, Amazon, Wolken und Musik]]></title>
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		<updated>2011-05-19T08:59:20Z</updated>
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		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Amazon" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Apple" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Contentfaschisten" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Contentmafia" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Dummheit" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Google" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Menschen" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Musik" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Verwertungsgesellschaft" />		<summary type="html"><![CDATA[Vor nicht all zu langer Zeit hat Google sein Programm “Google Music (beta)” gestartet, was im Endeffekt einfach kostenlose Cloud-Storage für 20.000 Lieder ist, welcher mit Android-Geräten schön integriert zusammenarbeitet. Bisher natürlich nur in den USA verfügbar. Dies war (vielleicht) eine Reaktion dadrauf, daß Amazon etwas weiter zurück “Amazon Cloud Player” (bzw. “Amazon Cloud Drive”) [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2011/05/19/apple-google-amazon-wolken-und-musik/">&lt;p&gt;Vor nicht all zu langer Zeit hat Google sein Programm “&lt;a href="http://music.google.com/about/"&gt;Google Music (beta)&lt;/a&gt;” gestartet, was im Endeffekt einfach kostenlose Cloud-Storage für 20.000 Lieder ist, welcher mit Android-Geräten schön integriert zusammenarbeitet. Bisher natürlich nur in den USA verfügbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies war (vielleicht) eine Reaktion dadrauf, daß Amazon etwas weiter zurück “&lt;a href="http://www.amazon.com/b/?ie=UTF8&amp;#038;node=2658409011"&gt;Amazon Cloud Player&lt;/a&gt;” (bzw. “&lt;a href="https://www.amazon.com/clouddrive/learnmore"&gt;Amazon Cloud Drive&lt;/a&gt;”) public gestellt haben. Hier bietet Amazon 5GB Cloud-Speicherplatz an mit ‘ner Android-Anwendung und ‘nem Web-Player, der die Musik (auch) streamt. Natürlich auch wieder nur US, und momentan auch kostenlos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was alle sehr amüsiert hat ist, daß weder Amazon noch Google darauf gewartet haben, daß die Plattenlabels endlich mal “Okay, wir spielen mit” sagen, sondern es einfach gemacht haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn, wie der Zug von Amazon sagte: warum eigentlich nicht? Kunden dürfen darauf nur speichern, was sie gekauft haben, sie kriegen keine Lieder, die sie nicht haben, und öffentlich verfügbar ist es auch nicht. Im deutschen Recht fällt das problemlos unter die Privatkopie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cue “AMERICA FUCK YEAH”-Auslegungen der Verwertungsgesellschaften. Denn natürlich haben die ja schon vor ‘ner Weile Blut gerochen und versuchen fleißig, den “Verkauf von Musik” sohingehend umzustellen, daß man eigentlich nur eine “begrenzte Nutzungserlaubnis” für Musik erlangt. Spricht man kauft (im physischen Falle) nicht mehr das Medium, sondern die Erlaubnis, die Lieder so zu hören wie der Verwerter sich das vorstellt. Damit überträgt sich das ganze nämlich “leichter” in virtuelle DRM-Fesselklauseln mit begrenzter Anzahl von Endgeräten, Sonderabgaben, etc. etc. etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das wäre also ungefähr so, als ob ich ein Buch kaufe, aber es dann nur ich lesen darf, und niemand anders. Außerdem darf ich es nur zu Hause lesen, möchte ich unterwegs, z.B. auf ‘ner Zugreise oder im Berufspendel, das Buch aufschlagen, so muss ich eine Extra-Lizenz erwerben, die mir das erlaubt. Und sollte ich das Buch nur digital haben, dann darf ich die Datei nicht frei zwischen meinen Rechnern hin– und herschieben, sondern nur auf Rechnern aufbewahren, wo der Vertreiber meint, dass es okay sei — und wehe, ich spiel’s auf einen eBook-Reader, der dem Verwerter nicht gefällt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[Richtige Metaphern mit Autos oder so fallen schwer, weil’s keine virtuellen Autos gibt.]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und jetzt sagen die Apple-Fanster: “Hah, Apple hat jetzt in aller Ruhe die Verträge ausgehandelt! Die Infrastruktur stand schon ewig, aber jetzt sind die Deals mit der Industrie fertig und die iTunes Cloud wird SO MUCH MORE BETTARZ.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Verkaufsargument natürlich, daß man jetzt die Musik nicht mehr hochladen (bzw. bei Amazon kaufen) muss, sondern dass man einfach die Platte scannen, die Lieder hashen, und dann sofort in der Cloud freischalten kann!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Toll, oder? Und all das nur zu den Kosten des Verkaufs der Seele an die Musikindustrie und die Unterstützung ihres kranken Geschäftsmodells!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wahnsinn, ey.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn wir wissen ja alle, wie super diese ganzen Deals funktionieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/41.jpg"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/41-300x252.jpg" alt="" title="YouTube: Content nicht verfügbar" width="300" height="252" class="aligncenter size-medium wp-image-522" style="float: none" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2011/05/19/apple-google-amazon-wolken-und-musik/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=516&amp;amp;md5=74ac555b64722f838783f13afa413e61" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/nncN5mCsnu9Bcn1wnVmWHwPDkz4/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/nncN5mCsnu9Bcn1wnVmWHwPDkz4/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
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			<name>Tobias Wolter</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Gedanken zum Leistungsschutzrecht]]></title>
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		<updated>2011-05-16T11:03:59Z</updated>
		<published>2011-05-16T11:03:59Z</published>
		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Contentmafia" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Gesetze" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Google" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Journalismus" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Leistungsschutzrecht" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Urheberrecht" />		<summary type="html"><![CDATA[Ein paar kleine Anmerkungen zu Leutheusser-Schnarrenbergers Interview zum Leistungsschutzrecht auf DRadio Wissen.]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2011/05/16/leistungsschutzrecht/">&lt;p&gt;Lassen wir uns zuerst einmal durch den Kopf gehen, was die Presse verlangt:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Rabbäh, wir stellen Sachen umsonst online, damit sie noch irgendwer liest, und deshalb natürlich kostenlos. Und jetzt kommen andere an und nehmen sich unsere kostenlosen Informationen! Das geht nicht! Die müssen zahlen!&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Frau Leutheusser-Schnarrenberger (L-S) wettert in einem Interview bei DRadio Wissen schwer gegen die Weiterbenutzung von journalistischem Material im kommerziellen Zwecke ohne eine Zahlung an die eigentlichen “Urheber”. Die Frage, ob nun auch schon Zitate “bezahlt” werden müssen, versuchte sie zu umschiffen, indem sie auf Pauschalen auswich und anfing, sich immer auf ganze “Erzeugnisse” zu beziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es zerreissen sich gerade viele das Maul, daß dieser geplante Entwurf ja auch vor allem gegen Google gerichtet sei, insbesondere die Aggregation von Nachrichtenartikel durch diesen Dienst. L-S erklärt, daß es sich hierbei vor allem um kommerzielle Weiternutzung handelt, und der private Nutzer da vollkommen unbetroffen von sei. Interessant hierbei ist, daß sie nicht nur meint, daß der Privatnutzer sich keine Sorgen um Zitiererei machen muss, sondern dass sie eigentlich auch sagt, daß der Privatnutzer davon nicht einmal etwas merken würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine recht steile These, wenn man bedenkt, wie kooperativ Firmen wie Google sich bisher gegenüber Versuchen, sie zu maßregeln, gezeigt haben. Eben schon scrollte in meiner Twitter-Timeline ein prophetisches “Google nimmt deutsche Presse-Agenturen aus dem Suchindex” durch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber viel interessanter ist ja das Aufhängung an kommerzieller Nutzung. Betrachten wir den Nachrichtenaggregationsdienst von Google, nämlich &lt;a href="http://news.google.de/"&gt;Google News&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;div id="attachment_518" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/Screenshot.png"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/Screenshot-300x168.png" alt="Die Hauptseite von Google News" title="Google News" width="300" height="168" class="size-medium wp-image-518" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class="wp-caption-text"&gt;Google News-Hauptseite&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Was hier auffällt: keine Werbung. Kein einziger Hinweis auf eine kommerzielle Nutzung jedweder Art. Adwords kommen nicht vor, AdSense fehlt vollkommen, und zahlen muss man für den Dienst keinen Pfennig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist es nun schon kommerziell, wenn die Firma generell Gewinnabsicht hat, oder wie? Aber nein, es gibt ja auch noch andere Ansätze, wo man tatsächlich von “kommerziell” sprechen könnte:&lt;/p&gt;
&lt;div id="attachment_519" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/google.de_.png"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/google.de_-300x168.png" alt="Screenshot einer Suche nach &amp;quot;MSC Opera&amp;quot; auf google.de" title="google.de: MSC Opera" width="300" height="168" class="size-medium wp-image-519" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class="wp-caption-text"&gt;Suche nach “MSC Opera”, mit Adwords&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Hier haben wir tatsächlich einen Fall, wo Nachrichtenschnippsel mit Werbeträgern verbunden werden. Daß die Kausalität eher dürftig ist, weiss jeder, doch hier haben wir eine in den meisten Fällen als “kommerziell” ansehbare Nutzung, denn Google kassiert Geld für AdWords.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also müssten wir uns die Schnippsel bei den Nachrichten wegdenken. Gut, dann hätten wir wenigsten noch den Titel über den Stromausfall. Ach, nein, Verlinkungen sind auch böse — also die auch weg. Sprich der ganze News-Block fällt eigentlich weg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was bleibt? Werbung für die MSC Opera. Keine bösen Nachrichten dadrüber, daß das Schiff gerade seit ‘nem Tag lang einfach so auf offener Meer rumeiert. Aber natürlich wäre das nicht merkbar für den Nutzer, ne? Wenn die Nachrichten weg sind merkt man’s ja nicht. Alles ganz logisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wen kümmert schon das bisschen schlechte Schlagzeilen und wichtige Informationen für den Kunden, schließlich wurden diese Informationen ja von Journalisten mühselig in den Computer getippert und online publiziert, nachdem sie eine Meldung von wem anders erhalten haben. Da muss der Nutzer natürlich zahlen, wenn er es &lt;em&gt;nochmal&lt;/em&gt; woanders liest.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zahlen eigentlich die Presseverläge, wenn sie von wem anders abschreiben? Klar, wenn sie DPA-Schriftstücke reposten (denn ehrlich, mehr machen sie nicht), zahlen sie in ihrem Rahmenvertrag was Geld. Aber wenn knieserig ist und einfach von wem anders abschreibt, der von DPA abschreibt? Fließt da noch Geld? Oder entspräche das nicht dem “Ehrenkodex” (ha. ha.) des Journalismus, als über mehr als eine Ecke zu verweisen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fragen über Fragen. Immerhin scheint das LSR auf Presseverläge begrenzt zu sein — würde es allgemeingültig, würde Deutschland kurzerhand Suchmaschinen zur Kasse bitten, und das wäre extremst lächerlich und wirtschaftsschädigend.&lt;/p&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2011/05/16/leistungsschutzrecht/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=517&amp;amp;md5=e92fbd1cf5c86ae9fc9e1629f922642a" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zi7Iji69uRppxEKqZb-I7sffXU4/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zi7Iji69uRppxEKqZb-I7sffXU4/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zi7Iji69uRppxEKqZb-I7sffXU4/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/zi7Iji69uRppxEKqZb-I7sffXU4/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/sozial-herausgefordert/~4/SFlahdA_58k" height="1" width="1"/&gt;</content>
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			<name>Tobias Wolter</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Raubkopien]]></title>
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		<updated>2011-05-14T15:03:50Z</updated>
		<published>2011-05-14T15:03:50Z</published>
		<category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Das Leben, das Universum, und der ganze Rest" /><category scheme="http://sozial-herausgefordert.de" term="Raubkopien Piraterie Rechteverwertung DRM" />		<summary type="html"><![CDATA[Ich will nicht über die diversen Implikationen des Begriffs lästern. Es ist kein Diebstahl, denn das Original bleibt erhalten, es ist kein Raub, denn niemand wird bedroht, etc. etc. Das Problem, welches ich kurz ansprechen will, ist ein ganz anderes. Viele Unternehmen meinen, sie müssten ihr äußerstes tun, um zu verhindern, daß irgendwer ihre digitalen [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://sozial-herausgefordert.de/2011/05/14/raubkopien/">&lt;p&gt;Ich will nicht über die diversen Implikationen des Begriffs lästern. Es ist kein Diebstahl, denn das Original bleibt erhalten, es ist kein Raub, denn niemand wird bedroht, etc. etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Problem, welches ich kurz ansprechen will, ist ein ganz anderes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Unternehmen meinen, sie müssten ihr äußerstes tun, um zu verhindern, daß irgendwer ihre digitalen Daten kopieren kann. Die Prämisse dahinter ist, daß, wenn es den Leuten nicht möglich ist, die raubkopierten Versionen zu benutzen, so dass den Vertreibern kein Gewinnverlust entsteht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die meisten Vertreiber dabei gerne überblicken: würde man ihre Produkte überhaupt konsummieren, wenn sie nicht «frei» verfügbar wären?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Beispiel Musik — ich werde mir ein Album kaufen, wenn ich es mag und ich das Geld dafür habe. Viele jüngere Menschen haben einfach das Geld dazu nicht — sie würden nicht dauernd Geld für Musik ausgeben, weil sie das gar nicht können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und nicht nur das Geld ist ein Problem, der Geschmack ist es auch — denn wenn man nicht gerade noch live im Laden sich das Album einmal komplett anhört, weiss man gar nicht, wie gut das Album eigentlich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man könnte jetzt hingehen und sagen, daß es das Radio gibt — aber dort werden auch nur einzelne Lieder vom Album gespielt, und das auch nur, wenn sie extrem populär sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz abgesehen davon, dass die Verkaufszahlen der Industrie immer noch sehr schön sind, vor allem durch den gerne überspielten digitalen Absatzmarkt, wächst die Zahl der Raubkopien eben unabhängig voneinander — denn es gibt Leute, die nun Sachen konsummieren, die sie sich gar nicht leisten können, wenn sie wollten. Diese sind in dem Sinne kein verlorener Umsatz, weil diese weder Geld gezahlt hätten noch sie irgendwelche Ressourcen “exklusiv” benutzen, die so anderen Kunden nicht zur Verfügung stehen, wie ein Buch, eine DVD oder eine CD.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist 2011, meine lieben Verwerter. Ich kaufe noch genug Sachen, wenn sie mir gefallen, selbst wenn von den 18€ für’s Album vielleicht 4€ an den eigentlichen Künstler gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Get a grip.&lt;/p&gt;
&lt;div class="none"&gt;&lt;g:plusone href="http://sozial-herausgefordert.de/2011/05/14/raubkopien/" size="standard" count="true"&gt;&lt;/g:plusone&gt;&lt;/div&gt; &lt;p&gt;&lt;a href="http://sozial-herausgefordert.de/?flattrss_redirect&amp;amp;id=514&amp;amp;md5=4d62fa8741196787d827b5a69cc7259c" title="Flattr" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://sozial-herausgefordert.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/GGfTIhVyhSdfMjOO3DDfRRjJYo8/0/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/GGfTIhVyhSdfMjOO3DDfRRjJYo8/0/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/GGfTIhVyhSdfMjOO3DDfRRjJYo8/1/da"&gt;&lt;img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/GGfTIhVyhSdfMjOO3DDfRRjJYo8/1/di" border="0" ismap="true"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/sozial-herausgefordert/~4/aKxJYEjhppY" height="1" width="1"/&gt;</content>
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