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	<title>rattlab.net</title>
	
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	<description>Web, Programmierung und anderes Zeuch</description>
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		<title>Der 13. Februar in Dresden: Nazi-Aufmarsch verhindert</title>
		<link>http://rattlab.net/2010/02/der-13-februar-in-dresden-nazi-aufmarsch-verhindert/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 11:52:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern wollten, wie jedes Jahr, Nazis "auf ihre Weise" des Luftangriffs auf Dresden gedenken und dabei durch die alternative Neustadt marschieren. Mit mehreren Tausend sollte es der größte europäische Nazi-Aufmarsch werden. Und wie jedes Jahr war die Stadt Dresden nicht in der Lage, es von vorn herein zu verhindern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern wollten, wie jedes Jahr, Nazis &#8220;auf ihre Weise&#8221; des Luftangriffs auf Dresden gedenken und dabei durch die alternative Neustadt marschieren. Mit mehreren Tausend sollte es der größte europäische Nazi-Aufmarsch werden. Und wie jedes Jahr war die Stadt Dresden nicht in der Lage, es von vorn herein zu verhindern.</p>
<p>Die Nazis wollen marschieren, <a href="http://www.tagesschau.de/inland/neonazis120.html">um ihre Stärke zu demonstrieren und ihre Propagande zu verbreiten</a>. Unter anderem sind sie der Ansicht, beim Luftangriff seien 200.000 Menschen ums Leben gekommen (eine <a href="http://www.mdr.de/sachsen/7088615.html">Expertenkommission kam 2004</a> nur auf bis zu 25.000) und wollen damit den Begriff &#8220;Holocaust&#8221; etwas umdeuten. Klar, das ein solcher Aufmarsch verhindert werden muss, das sind wir den Opfern des Nationalsozialismus (und dazu zähle ich auch die Toten des Luftangriffs) schuldig. Der 13. Februar sollte ein friedlicher Tag des Gedenkens sein und nicht für Aufmärsche und das Verbreiten von Unwahrheiten und fragwürdigen Idiologien missbraucht werden.<span id="more-195"></span></p>
<p>Still gedachten die vielen Menschen, die zusammen mit Oberbürgermeisterin Orosz und Ministerpräsident Tillich um die Altstadt eine Kette bildeten und damit symbolisch gegen die Nazis demonstrierten. Den Aufmarsch schließlich verhinderten aber diejenigen, die in der Neustadt demonstrierten und blockierten, was in den Medien hin und wieder falsch rüberkommt &#8211; und das waren Menschen mit unterschiedlichen Ansichten und Meinungen und nicht nur Linksextreme, denn es zählte nur eins: Den Wahnsinn des Nazi-Marsches stoppen.</p>
<p>Dazu schlossen sich mehrere Parteien, Gewerkschaften, Organisationen und Künstler zusammen und zogen alle gemeinsam an einem Strang. Der <a href="http://www.internet-law.de/2010/01/lka-sachen-verlangt-sperrung-der.html">rechtlich fragwürdige Versuch vom LKA Sachsen</a>, die <a href="http://www.dresden-nazifrei.de/">Webseite des Bündnisses</a> aufgrund angeblicher Aufforderung zu Straftaten zu sperren, ging nach hinten los und sorgte nur dafür, dass die Seite nun bei einem Provider <a href="http://www.dresden-nazifrei.com/">im Ausland</a> liegt und sich so jeder Kontrolle entzieht. Am Albertplatz sah ich den bunten Haufen mit Flaggen der JuSos, Grünen, Piraten, der Linken, ver.di, MLPD und Antifa; von FDP oder CDU sah ich nichts &#8211; aber vielleicht waren die bei der offiziellen Veranstaltung in der Altstadt, wer weiß.</p>
<p>In den Medien heißt es (z.B. bei <a href="http://www.tagesschau.de/inland/dresden196.html">Tagesschau.de</a>), dass die Polizei gelassen blieb und sich nicht provozieren ließ. Etwas anders hat es aber u.a. auf der Hansastraße ausgesehen, nachdem einige &#8220;Krawalltouristen&#8221; auf die <span style="text-decoration: line-through;">glorreiche</span> sinnfreie Idee kamen, ein Auto auf die Seite zu legen zuzüglich Werfens von Schneebällen oder Flaschen &#8211; die Polizei mischte dort schließlich die Demonstrierenden kräftig auf, unabhängig davon, ob diese nur friedlich demonstrierten oder nicht. Dabei wird leider auch in den seltensten Fällen darauf geachtet, wer unter den Knüppel kommt oder durch wiederholte Angriffe am Aufstehen gehindert wird. Sehr schade, aber eine solch geladene Situation führt nunmal zu Adrenalinstößen und Angst, auch bei Polizisten und wer lässt sich schon gern mit Steinen bewerfen.</p>
<p>Weitere Berichte mit Bildern oder Videoaufzeichnungen finden sich u.a. im <a href="http://www.woschod.de/2010/02/13/dresden-13-februar-nazis-erfolgreich-blockiert/">roten Blog</a>, bei <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/jayne/eine-oberbuergermeisterin-spaltet-ihre-stadt---13-februar-in-dresden">freitag.de</a>, <a href="http://www.trueten.de/archives/5683-Dresden-Die-Menschenkette-machts.-Oder.html">trueten.de</a> und <a href="http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail%26db%3dNews%26Id%3d6835">stattweb.de</a>, weitere sollten sich über Suchmaschinen und Twitter schnell finden lassen.</p>
<p>Den mutigen Dresdnern und Bundesbürgern, aber auch Österreichern, Tschechen und anderen, die in der Neustadt an den vereinzelten &#8220;Volksfesten&#8221; teilnahmen, war es letztlich zu verdanken, dass der Aufmarsch in Dresden erfolgreich verhindert werden konnte &#8211; im Übrigen zum ersten Mal und darauf darf jeder Teilnehmer der Proteste stolz sein. Und auch wenn die stille Trauer in der Altstadt mit der Verhinderung nicht viel zu tun hatte, so war auch das ein gutes Zeichen und sorgte für einen ironischen <a href="http://twitter.com/Der_Fuehrer/status/9064030445">Tweet des &#8220;Führers&#8221;</a>:</p>
<blockquote><p>Hätte ich gäwosst, dass man mit Händchenhalten marschierände Hordän aofhalten kann, hätte ich das för die Verteidigong Bärlins bäfohlen!</p></blockquote>
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</p>
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		<title>Urheberrecht und Kopierschutz – meine Sicht der Dinge</title>
		<link>http://rattlab.net/2010/02/urheberrecht-und-kopierschutz-meine-sicht-der-dinge/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 11:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Kopieren von geschützten Medien ist eine böse Sache. Oder? Zumindest gibt es genug Leute, die diesen Standpunkt vertreten. Ich will hier mal meine unqualifizierte Sicht der Dinge darstellen. Eigentlich sollte das weitgehend frei von Wertung sein, das ist mir allerdings nicht mal ansatzweise gelungen. Aber hey, das ist halt ein Blog.

In den sechziger Jahren kam das Problem in Form von Schallplatten und Tonbändern schonmal auf, denn mit entsprechenden Geräten konnte man Kopien von Musik erstellen. Damals wurde entschieden, dass es nicht möglich sei, jeden Haushalt auf illegale Kopien zu untersuchen und außerdem viele Menschen zu kriminalisieren, indem das Kopieren verboten wird. So wurde mit § 53 UrhG das Recht auf Privatkopie eingeführt und gleichzeitig eine Abgabe auf Tonträger und Kopiergeräte festgelegt um die Urheber zu "entschädigen".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kopieren von geschützten Medien ist eine böse Sache. Oder? Zumindest gibt es genug Leute, die diesen Standpunkt vertreten. Ich will hier mal meine unqualifizierte Sicht der Dinge darstellen. Eigentlich sollte das weitgehend frei von Wertung sein, das ist mir allerdings nicht mal ansatzweise gelungen. Aber hey, das ist halt ein Blog.</p>
<p>In den sechziger Jahren kam das Problem in Form von Schallplatten und Tonbändern schonmal auf, denn mit entsprechenden Geräten konnte man Kopien von Musik erstellen. Damals wurde entschieden, dass es nicht möglich sei, jeden Haushalt auf illegale Kopien zu untersuchen und außerdem viele Menschen zu kriminalisieren, indem das Kopieren verboten wird. So wurde mit § 53 UrhG das Recht auf Privatkopie eingeführt und gleichzeitig eine Abgabe auf Tonträger und Kopiergeräte festgelegt um die Urheber zu &#8220;entschädigen&#8221;.<span id="more-189"></span></p>
<p>Diese Abgabe gibt es natürlich auch heute noch, sie sind fällig auf CD/DVD/Blu-ray-Brennern und die entsprechenden beschreibbaren Medien. Ist das Thema damit schon gegessen? Natürlich nicht, denn <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verwertungsgesellschaften-fordern-hoehere-Abgaben-auf-Speichermedien-921264.html">die Verwertungsgesellschaften hätte gern mehr</a> und zwar teils auch deutlich mehr. Aber was sind denn nun eigentlich &#8220;Verwertungsgesellschaften&#8221;? Um mal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verwertungsgesellschaft">die Wikipedia</a> zu zitieren: <q>Eine Verwertungsgesellschaft ist eine Einrichtung, die Urheberrechte oder verwandte Schutzrechte treuhänderisch für eine große Anzahl von Urhebern oder Inhabern verwandter Schutzrechte zur gemeinsamen Auswertung wahrnimmt.</q> Damit steht sie z.B. über den Musiklabels, die ihrerseits Künstler beschäftigen. Die Abgaben auf Tonträger werden also in irgendeiner Art und Weise auf die Unternehmen aufgeteilt und mit etwas Glück kommt davon indirekt etwas beim eigentlichen Künstler an.</p>
<p>Künstler haben zumeist bei Musiklabels oder anderen Unternehmen Verträge, die klären, wie viel Geld sie sehen. Im Gegenzug treten sie ihre Rechte an den eigenen Werken ab (soweit das möglich ist) und das jeweilige Unternehmen kümmert sich im Gegenzug um die Möglichkeit für den Künstler, seine Kunst zu betreiben und ggf. bekannt zu werden. Und genau solche Unternehmen und Verwertungsgesellschaften sind es, die sich gern über &#8220;unzureichenden&#8221; Urheberschutz und Raubkopien beklagen. Natürlich im Nahmen der Urheber, die selbstverständlich unheimlich davon profitieren würden, wenn ihre Musik nicht 70, sondern vielleicht noch 100 Jahre nach ihrem Tod geschützt wäre.</p>
<p>Tatsächlich darf kein Künstler die Werke eines anderen als Grundlage seiner eigenen Kunst nutzen, solang er keine Lizenzgebühren oder ähnliches an den Rechteinhaber abführt. Erstellt jemand ein tolles Video, unterlegt es mit Musik seines Lieblingskünstlers und lädt es auf Youtube hoch, so ist das bereits ein Verstoß gegen das Urheberrecht und kann Folgen nach sich ziehen &#8211; im einfachsten Fall wird das Video gelöscht. Und das gilt also bis 70 Jahre nach Tod des Urhebers. Wozu das Urheberrecht ursprünglich diente und inwiefern das heutige Gesetz eine ziemliche Pervertierung dessen ist, <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/wenn-neue-technologien-auftauchen-muss-man-gesetze-anpassen/">erklärt der US-Urheberrechts-Professor Josh Wattles in einem Interview</a>. Demnach ging es darum, dass der Urheber die Möglichkeit erhält, als erstes und vor allen anderen Geld mit seinem Werk zu verdienen &#8211; heute geht es weit darüber hinaus.</p>
<p>Eine große Gefahr aber sehen die die Rechte besitzenden Unternehmen aber vor allem im illegalen Kopieren und Tauschen von Musikdateien. Um diese Gefahr zu verdeutlichen, werden auch gern mal abenteuerliche Hochrechnungen angestellt, wie u.a. <a href="http://www.pcpro.co.uk/news/351331/how-uk-government-spun-136-people-into-7m-illegal-file-sharers">ein Beispiel anhand der britischen Regierung zeigt</a>. Außerdem wird gern angenommen, dass ein Großteil der Filesharer das Werk kaufen würde, gäbe es keine alternativen Wege, obwohl eine solche Behauptung nicht bewiesen ist. Genausowenig gibt es handfeste Untersuchungen, die Belegen, ob illegales Filesharing nun tatsächlich schädlich ist und falls ja, in welchem Maße. So ergab <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/wer-illegale-downloads-nutzt-gibt-mehr-geld-fuer-musik-aus">eine Umfrage</a>, dass Nutzer illegaler Downloads mehr Geld für Musik ausgeben würden als andere. Mit dem Verfolgen der Filesharer würde man demnach seine beste Kundschaft verärgern.</p>
<p>Apropos beste Kundschaft: Tatsächlich sind es am Ende die ehrlichen Käufer, die von Kopierschutzmaßnahmen und ähnlichem betroffen sind. Man kauft eine CD im Laden und will die Musik darauf nicht nur zu Hause, sondern auch im Auto oder auf Arbeit hören. Ohne, dass man die CD permanent mitschleppt. Also muss eine Kopie her, schließlich darf man ja Privatkopien erstellen. Aber einen Kopierschutz darf man nicht umgehen. Tja, Pustekuchen. Oder man will nicht jeden Titel hören, sondern sich die besten zusammenkopieren auf eine CD. Geht halt auch nicht. Wenn die CD dank tollem Kopierschutz denn überhaupt in älteren Geräten abgespielt werden kann, da gab es ja auch schon jede Menge Probleme. Zum Glück gibt es aber Downloadportale, auf denen Musikstücke bereits ohne DRM heruntergeladen werden können (und ganz legal gegen Bezahlung). Die haben aber nur bedingt mit der Musikindustrie zu tun, denn die hat das scheinbar irgendwie verschlafen.</p>
<p>Ähnlich ist es leider bei PC-Spielen, die natürlich auch einen Schutz gegen illegales Kopieren beinhalten. Das führt soweit, dass sich der tolle Kopierschutz auf den PC tief ins System installiert, der Virenscanner deaktiviert werden muss, weil der sonst meckert und der Kram auch nicht ohne weiteres Deinstallierbar ist. Natürlich muss auch immer der Original-Datenträger im Laufwerk liegen, der darf nicht geschont werden und vielleicht muss in Zukunft während des Spielens eine permanente Internet-Verbindung gegeben sein, damit die Software nach Hause telefonieren kann, <a href="http://bit.ly/cCK1fZ">wie Ubisoft plant</a>. Derjenige, der sich den Kram illegal besorgt oder einen Crack aufspielt, hat die Probleme nicht. Ehrliche Kunden werden geradezu dazu verführt, zu solchen Mitteln zu greifen. Der richtige Weg? Ich bezweifle es, zumal bisher noch kein Kopierschutz dafür gesorgt hat, dass ein Spiel nicht innerhalb kürzester Zeit gecrackt wurde. Die Maßnahmen treffen also letztlich nur den ehrlichen Käufer.</p>
<p>Angesichts dessen müssen sich die Verantwortlichen nach Alternativen umschauen. Es ist meiner Meinung nach offensichtlich, dass es so nicht funktioniert und daran wird sich nichts ändern, wenn die bestehenden Regelungen verschärft werden. Und es hilft auch nicht, Ideen mit fragwürdigen Argumenten von sich zu weisen, wie kürzlich mit der Kulturflatrate geschehen (siehe dazu <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/10-thesen-der-musikindustrie-gegen-die-kulturflatrate/">Netzpolitik</a> oder den <a href="http://blog.zeit.de/kulturkampf/2010/01/27/urheberrecht-spielkamp-musikindustrie/">offenen Brief von Matthias Spielkamp</a>). Wie Alternativen aussehen könnten? Ich habe keine Ahnung. Aber mir ist klar, dass welche her müssen. Wird Zeit, dass das auch den entsprechenden Industrien klar wird.</p>
<p><strong>Update:</strong> Auf Netzpoltik.org wurde heute eine <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/erwiderung-auf-das-musikindustrie-positionspapier-zur-kulturflatrate/">Erwiderung auf die Thesen der Musikindustrie zur Musikflatrate</a> veröffentlicht, in der der Autor auf jeden Punkt gesondert eingeht.</p>
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		<title>Neulich im Kino: Avatar</title>
		<link>http://rattlab.net/2009/12/neulich-im-kino-avatar/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 18:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern abend habe ich ihn gesehen, den im Vorlauf hochgepriesenen Film. Neueste 3D-Technik, sauteuer und toll. Nunja, um ehrlich zu sein, ich ging in Avatar vor allem wegen des 3D-Erlebnisses, weniger wegen der Story, denn schon die Trailer haben mich, was das angeht, nicht so unheimlich vom Hocker gerissen. Aber ich war unheimlich gespannt darauf, wie atmoshpärisch der Film wirken würde, wenn man einen brauchbaren plastischen Eindruck gewinnen konnte. Hier also mal kurz mein Fazit dazu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern abend habe ich ihn gesehen, den im Vorlauf hochgepriesenen Film. Neueste 3D-Technik, sauteuer und toll. Nunja, um ehrlich zu sein, ich ging in Avatar vor allem wegen des 3D-Erlebnisses, weniger wegen der Story, denn schon die Trailer haben mich, was das angeht, nicht so unheimlich vom Hocker gerissen. Aber ich war sehr gespannt darauf, wie atmoshpärisch der Film wirken würde, wenn man einen brauchbaren plastischen Eindruck gewinnen konnte. Hier also mal kurz mein Fazit dazu.<span id="more-163"></span></p>
<p>Das bisher einzige 3D-Kino, das ich erlebt habe, war auf einem Vergnügungspark und da wurde die Technik im Grunde nur dafür verwendet, dem Zuschauer möglichst viel Zeug entgegenzuschleudern. Von solchen Spielereien hält sich Avatar erfreulicherweise fern, vielmehr wird da das dreidimensionale Erlebnis benutzt, um einen viel besseren Eindruck der Natur von Pandora zu verschaffen. Und das gelingt den Macher auch, echt Wahnsinn, was für ein Anblick einem sich da bietet, am liebsten würde man selber nackt durch die Wälder springen.</p>
<p>Aber auch andere Szenen wirken durch die vorhandene Perspektive besser, wie die Flucht vor einem gefährlichen Tier, denn man spürt, wie nah es ist. Und ein Sprung in eine tiefe Schlucht &#8211; mir geht es in diesen Fällen ab und an so, dass ich selber kurz ein flaues Gefühl im Magen bekomme, obwohl ich sicher im Kinosessel sitze &#8211; mit der dreidimensionalen Ansicht ist das gleich nochmal eine Spur stärker.</p>
<p>Nach dem Filme schoss mir der Gedanke durch den Kopf, wer denn da noch zweidimensionale Filme sehen will. Voll langweilig. Alles platt, man ist nicht gar so mittendrin im Geschehen. Allerdings gibt es Filme, bei denen es gar nicht so sehr darauf ankommt. Mal als Beispiel The Sixth Sense &#8211; ich denke, der Film verliert so zweidimensional kaum etwas von seiner Wirkung, denn er punktet vor allem durch seine tolle Story. An der Stelle fand ich Avatar zwar nicht schlecht, aber ich ging auch mit keinen großartigen Erwartungen in den Film. Zumindest war er spannend. Und bildgewaltig. Und wäre deshalb einer der Filme, die ich mir durchaus noch ein zweites Mal ansehen könnte, einfach nur wegen des visuellen Erlebnisses.</p>
<p>Alles in Allem eines meiner Kino-Highlights dieses Jahres. Wobei Avatar aber auch nicht unbedingt mit z.B. <a href="http://rattlab.net/2009/02/the-spirit/">The Spirit</a> zu vergleichen ist, daher ist es schwierig, von <strong>dem</strong> Kino-Highlight zu sprechen. Mehr Parallelen gibt es mit District 9, den ich auch sehr gut fand, aber auch da fällt es mir schwer, einen Film als besser zu titulieren. Nunja, jedenfalls hat Avatar ersteinmal beeindruckt und ich wäre auch irgendwie gern so ein Na&#8217;Vi auf Pandora und würde im völligen Einklang mit der Natur leben. Wer braucht da noch PCs und Autos? Ein unbeschwertes Leben im Wald, das wär es doch mal. Oder so. Und zum Abschluss mein Lieblingszitat aus dem Film &#8211; das ich aber nicht mehr zusammenkriege, aber sinngemäß: Willst du Rohstoffe, die dir nicht gehören, dann erkläre diejenigen, die darauf sitzen, zu deinen Feinden. Wie wahr, wie wahr&#8230;</p>
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</p>
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		<title>The Slender Man</title>
		<link>http://rattlab.net/2009/09/the-slender-man/</link>
		<comments>http://rattlab.net/2009/09/the-slender-man/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 18:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rattlab.net/?p=157</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin vorhin über einige Videoschnipsel von <a href="http://www.youtube.com/user/MarbleHornets">"MarbleHornets"</a> bei Youtube gestoßen, die einen recht mysteriösen Eindruck machen. Das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Wmhfn3mgWUI">erste Video</a> leitet das Ganze ein und erklärt, dass der Uploader vor drei Jahren einen Freund auf dem College hatte, der einen Film drehen wollte. Aus dem wurde nichts und er hat ihm schließlich, weil er damit nichts mehr zu tun haben wollte, die Aufnahmen gegeben. Im Juni stieß er dann wieder auf die alten Aufnahmen seines Kumpels und machte sich daran, sie ein wenig zusammenzupuzzeln. Einige Ausschnitte, die sehr seltsam sind, hat er dann auf Youtube hochgeladen, derzeit sind es 14 Stück, Entry #1 bis Entry #14.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin vorhin über einige Videoschnipsel von <a href="http://www.youtube.com/user/MarbleHornets">&#8220;MarbleHornets&#8221;</a> bei Youtube gestoßen, die einen recht mysteriösen Eindruck machen. Das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Wmhfn3mgWUI">erste Video</a> leitet das Ganze ein und erklärt, dass der Uploader vor drei Jahren einen Freund auf dem College hatte, der einen Film drehen wollte. Aus dem wurde nichts und er hat ihm schließlich, weil er damit nichts mehr zu tun haben wollte, die Aufnahmen gegeben. Im Juni stieß er dann wieder auf die alten Aufnahmen seines Kumpels und machte sich daran, sie ein wenig zusammenzupuzzeln. Einige Ausschnitte, die sehr seltsam sind, hat er dann auf Youtube hochgeladen, derzeit sind es 14 Stück, Entry #1 bis Entry #14.<span id="more-157"></span></p>
<p>Zu viel will ich nicht verraten, aber Alex, der den Film drehen wollte, wurde wohl verfolgt. Die Filme lassen es mir mitunter kalt den Rücken runterlaufen &#8211; vielleicht insbesondere deshalb, weil man nicht allzuviel sieht. Ab Entry #9 antwortet ein anderer User namens <a href="http://www.youtube.com/user/totheark">&#8220;totheark&#8221;</a> auf die Einträge mit nicht minder mysteriösen Videos &#8211; in denen sind auch Kommentare erlaubt. MarbleHornets hat auch einen <a href="http://twitter.com/marblehornets">Twitter-Account</a>, auf dem er bekannt gibt, wann es einen neuen Eintrag gibt. Er ist anscheinend etwas genervt von den Video-Antworten von totheark.</p>
<p>Viele interessiert, was dahinter steckt. Vielleicht soll mittels <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Virales_Marketing">viralem Marketing</a> ein Film oder sonstwas beworben werden, ähnlich wie bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blair_Witch_Project">Blair Witch Project</a> vor zehn Jahren? Dort erfanden die Filmemacher einen Mythos und ließen ihn wirken, als sei er echt. Dabei setzten sie auch angebliche &#8220;Beweise&#8221; in die Welt. Ein paar Parallelen kann man durchaus zu den Videos ziehen.</p>
<p>Anfang Juni erstellte ein User auf <a href="http://www.somethingawful.com/">Something Aweful</a>, einer Comedy-Seite, <a href="http://forums.somethingawful.com/showthread.php?threadid=3150591">einen Thread</a>, in dem es darum geht, paranormale Bilder zu erstellen, indem z.B. Bildern geisterhaft erscheintende Personen oder Ufos hinzugefügt werden. Auf Seite drei bringt ein User namens &#8220;Victor Surge&#8221; zwei Bilder ins Spiel, die den sogenannten &#8220;Slender Man&#8221; zeigen &#8211; ein hochgewachsener Mann mit seltsamen Extremitäten, der Kinder entführen soll. Quasi der böse schwarze Mann, vor dem man als Kind vielleicht mal Angst hatte. Könnte er derjenige sein, der in den Videos schemenhaft auftaucht? Vor dem Alex flüchtet?</p>
<p>Slender Man ist also eine Figur, die noch gar nicht so lang existiert. Und schon gibt es Leute, die <a href="http://www.jan-mathis-schnurr.de/?p=769">Angst vor diesem neuen urbanen Mythos</a> haben. Per Suchmaschine lassen sich noch andere Einträge finden, wie z.B. <a href="http://knowyourmeme.com/memes/slenderman">bei Know Your Meme</a> mit mehreren Bildern und interessanterweise auch <a href="http://www.imdb.com/character/ch0071811/">bei IMDB</a>, einer Film-Datenbank. Dort ist er als ein Charakter aufgeführt, der im Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0976040/">Holy Money</a> vorkommt. Einer der Drehbuchautoren heißt übrigens Maxime Alexandre. Ein Zufall? Der Film selber kam erst diesen Monat in die belgischen Kinos und läuft bereits in Italien. Ob das der Film ist, der beworben werden soll?</p>
<p>Ich bin jedenfalls mal auf neue Videoschnipsel gespannt. Wenn jemand Theorien hat, dann ab in die Kommentare damit, ich brech meine kurze Recherche hier erstmal ab.</p>
<h3>Update</h3>
<p>Inzwischen bin ich ein wenig schlauer. Meine abenteuerliche Theorie will ich für den Moment mal vergessen &#8211; zwar ist es interessant, dass der ein Charakter namens Slender Man gerade jetzt in einem Film auftaucht, aber da der derzeit nur in Belgien und Italien läuft, wäre es unwahrscheinlich, dass jemand so ein Tamtam veranstaltet. Die Geschichte(n) rund um Slender Man sind ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alternate_reality_game">Alternative Reality Game</a>. Dieses Spiel stellt sich selbst als solches nicht dar und vermischt Realität und Spiel. Dabei werden einzelne ungeordnete Stückchen präsentiert, die dann von den Spielern zusammengepuzzelt werden. Wer mehr wissen will, dem empfehle ich den verlinkten Wikipedia-Eintrag.</p>
<p>Die Idee entstand in dem bereits verlinkten Thread auf Something Aweful, wie Jan in den Kommentaren nochmal deutlich machte. Inzwischen gibt es auch <a href="http://marblehornets.wikidot.com/start">ein Marble Hornets Wiki</a> und ein <a href="http://forums.unfiction.com/forums/index.php?f=248">Sub-Forum auf unfiction.com</a>, in dem sich die Spieler über ihre Theorien austauschen können und die Rätsel entschlüsseln, die in einem typischen ARG vorkommen. Mitmachen kann dabei praktisch jeder.</p>
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</p>
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		<title>SPD-Spitzenkandidat nimmt Grundgesetzverstoß in Kauf</title>
		<link>http://rattlab.net/2009/08/spd-spitzenkandidat-nimmt-grundgesetzverstos-in-kauf/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 17:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Habe gerade im law blog ein Zitat von Thomas Jurk, SPD-Spitzenkandidat für die sächsische Landtagswahl, gelesen und da ich in Sachsen wohne und selbstverständlich zur Wahl gehen werde, kann ich dieses Zitat nicht ignorieren. Und da hatte ich doch gehofft, das Thema Netzsperren hätte sich für meinen Blog erstmal gegessen, aber es kommt halt doch immer anders.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe gerade im law blog ein <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/03/dann-nehme-ich-das-in-kauf/">Zitat von Thomas Jurk</a>, SPD-Spitzenkandidat für die sächsische Landtagswahl, gelesen und da ich in Sachsen wohne und selbstverständlich zur Wahl gehen werde, kann ich dieses Zitat nicht ignorieren. Und da hatte ich doch gehofft, das Thema Netzsperren hätte sich für meinen Blog erstmal gegessen, aber es kommt halt doch immer anders. Das Zitat stammt aus einem <a href="http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/HINTERGRUND/HINTERGRUND26/1554595.html">Wahl-Chat von freipresse.de</a> (recht weit unten):</p>
<blockquote><p><strong>(Gast208)</strong> Wieso schränkt die SPD die einfachsten Grundrechte durch die (wirkungslose) Internet-Zensur des Zugangserschwerungsgesetztes ein? Für mich verstößt die SPD damit gegen das Grundgesetzt!</p>
<p><strong>Thomas Jurk:</strong> Hallo lieber &#8220;Pirat&#8221;. Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf. Ich persönlich hoffe darauf, dass wir das Problem lindern, wenn wir den Kunden von Kinderpornografie das Leben schwerer machen. Wenn deshalb irgendwo auf der Welt nur ein Kind nicht zu pornogrfischen Bildern mißbraucht wird, hat sich das gelohnt.</p>
</blockquote>
<p><span id="more-153"></span></p>
<p>Er nimmt also in Kauf, gegen das Grundgesetz zu verstoßen, wenn damit ein anderer Gesetzesverstoß verhindert wird. Wenn man das mal so allgemein betrachtet und den Gedanken weiter verfolgt, tun sich Abgründe auf. Also lassen wir das mal. Er spricht davon, es Pädophilen unmöglich zu machen, an kinderpornografische Bilder zu kommen. Nur &#8211; wie will man das erreichen? Die Internetsperren kann er damit ja nicht meinen, da diese nur einen kleinen Teil der Beschaffungswege eindämmen (das meiste geht über Handy, Post, FTP-Server oder P2P-Netzwerke, die nicht gesperrt werden) und dazu noch äußerst leicht umgehbar sind. Und selbst wenn, unmöglich machen geht einfach nicht. Und für diesen löchrigen Schutz, dessen Nutzen angezweifelt wird, will er gegen das Grundgesetz verstoßen?</p>
<p>Sehr problematisch finde ich auch seinen letzten Satz. Im ersten Moment möchte ich fast zustimmen, aber dann wird mir klar, dass es dann auf ein &#8220;Der Zweck heiligt die Mittel&#8221; hinausläuft. Man könnte sicher auch einige Vergewaltigungen präventiv verhindern, indem man sämtliche Männer ihres Genitals beraubt (und was sonst so dazu gehört). Und wenn damit auch nur ein Gewaltverbrechen verhindert wird, dann hat sich das ja schließlich gelohnt. Wen interessiert da noch das Grundgesetz. Dieses Argument wirkt auf mich, als wenn man da nicht ganz zu Ende gedacht hätte.</p>
<p>Aber gut, so weiß ich ja (mal wieder), wen ich nicht wähle&#8230;</p>
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		<title>EVE Online</title>
		<link>http://rattlab.net/2009/06/eve-online/</link>
		<comments>http://rattlab.net/2009/06/eve-online/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 07:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Games]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rattlab.net/?p=113</guid>
		<description><![CDATA[Vor einigen Jahren habe ich eine EVE Online CD von der Games Convention mitgebracht, doch ausprobiert habe ich das Spiel damals nicht. Viel wusste ich zwar nicht, aber der Gedanke, dass man sein Schiff nicht direkt steuert, wie beispielsweise in Freelancer, gefiel mir nicht, denn ich wollte etwas mehr Action. Nachdem sich Anfang April ein Freund von mir einen Trial-Account angelegt hatte, habe ich EVE nun doch endlich mal angetestet und mir ebenfalls einen Account gemacht und siehe da, ich fand das Spiel doch ganz passabel. Die Probezeit ist vorbei und ich spiele immer noch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren habe ich eine EVE Online CD von der Games Convention mitgebracht, doch ausprobiert habe ich das Spiel damals nicht. Viel wusste ich zwar nicht, aber der Gedanke, dass man sein Schiff nicht direkt steuert, wie beispielsweise in Freelancer, gefiel mir nicht, denn ich wollte etwas mehr Action. Nachdem sich Anfang April ein Freund von mir einen Trial-Account angelegt hatte, habe ich EVE nun doch endlich mal angetestet und mir ebenfalls einen Account gemacht und siehe da, ich fand das Spiel doch ganz passabel. Die Probezeit ist vorbei und ich spiele immer noch.</p>
<p>EVE Online ist ein Sci-Fi-MMORPG, bei dem man als Spieler verschiedene Raumschiffe durchs All steuern kann. Ähnlich wie in GuildWars gibt es nur einen Server, auf dem sich alle Spieler tummeln. Nur China stellt eine Ausnahme dar und hat einen eigenen Server. So muss man sich anfangs nicht für einen bestimmten Server entscheiden und kann im Laufe des Spiels auf jeden anderen Spieler treffen. Allerdings herrscht keine Überbevölkerung, denn das Universum von EVE Online ist groß &#8211; so groß, dass <a href="http://www.eveonline.com/news.asp?a=single&#038;nid=3032&#038;tid=7">eine Umrundung des Universums vier Tage dauert</a>. Zu den Stoßzeiten (abends/nachts europäischer Zeit) sind meist rund 50000 Spieler gleichzeitig online.<span id="more-113"></span></p>
<h3>Die Story kurz angerissen</h3>
<p>Die Menschheit entdeckte ein natürliches Wurmloch, das sie EVE tauften und errichteten am weit entfernten Ausgang einige Stationen. Diese neue Welt nannten sie New Eden, doch eines Tages destabilisierte sich das Wurmloch und verschwand, während die errichteten Sprungtore noch ihren Dienst verrichteten. Doch diese wurden durch ein Phänomen einige Jahrzente später funktionsuntüchtig gemacht, womit die Kolonien fortan abgeschnitten von der Erde auf sich allein gestellt waren. Als Spieler startet man in dieser Welt einige tausend Jahre nach diesem Vorfall.</p>
<h3>Steuerung</h3>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 300px;"><a href="http://rattlab.net/wp-content/uploads/eve-online-interface.jpg"><img src="http://rattlab.net/wp-content/uploads/eve-online-interface-300x187.jpg" alt="Kreuzer mit Drohnen bekämpft Piraten" title="Kreuzer mit Drohnen bekämpft Piraten" width="300" height="187" /></a><span class="wp-caption-text">Kreuzer mit Drohnen bekämpft Piraten</span></div>
<p>Sein Schiff steuert man nicht aus Sicht des Piloten, der in Flugrichtung schaut, sondern man ist eher der Captain, der die Befehle gibt. Das Geschehen betrachtet man von außen, das Schiff befindet sich in der Mitte des Bildschirms und man gibt Anweisungen wie Ziel umkreisen, annähern, warpen und ähnliches. Des Weiteren kann man verschiedene Module aktivieren, wie z.B. Geschütztürme, die dann den anvisierten Gegner beschießen. Rechts hat man ein Übersichtsfenster, in dem alle Objekte, die sich im All um das eigene Schiff befinden, anwählen kann.</p>
<p>Zusätzlich finden sich eine Reihe weiterer Buttons an der linken Seite, die Zugriff auf die Charakterübersicht, den Markt, geschlossene Verträge, Schiffsausrüstung und anderen Funktionen bieten. Sie sind auch von den Stationen aus aufrufbar, wenn man das Schiff nicht steuert. Man fühlt sich beim Spielen teilweise wie ein Manager, der alles beobachtet und im Hintergrund die (hoffentlich richtigen) Knöpfe drückt. Zwar muss man im Kampf auch mal schnelle Reaktionen zeigen, aber mit einer actiongeladenen Raumschlacht wie in Freelancer hat das wenig gemein.</p>
<h3>Charakterentwicklung</h3>
<p>Zu Beginn muss man sich bei der Charaktererstellung zwischen den vier spielbaren Rassen Amarr, Caldari, Gallente und Minmatarr entscheiden. Die Rassen unterscheiden sich in einigen wenigen Startfertigkeiten und dem Gebiet, in dem man seine ersten &#8220;Schritte&#8221; im Weltraum unternimmt. Grundsätzlich schränkt die Rasse aber nicht ein &#8211; man kann jedes Schiff fliegen, das man will und jeder Aufgabe nachgehen, wenn man nur die richtigen Fertigkeiten erlernt. Wenn man seine Entscheidung nicht nach rollenspielerischen Aspekten fällt, wie die Story oder das Verhältnis der Rassen untereinander, dann nur nach dem jeweiligen Aussehen. Auch die Blutlinien etc., die man auswählen kann, haben im Prinip nur Auswirkungen auf das Portrait, das man anschließend zusammenklickt. Das war früher anders, hat sich aber mit dem letzten Add-On &#8220;<a href="http://www.eveonline.com/apocrypha/index.html">Apocrypha</a>&#8221; geändert, damit EVE einsteigerfreundlicher wird.</p>
<p>Die Charakterentwicklung geschieht gänzlich über erlernbare Fertigkeiten. Es gibt keine Klassen oder ähnliche Einschränkungen, bei denen man zu Beginn eine Entscheidung treffen muss. Fertigkeiten bauen aufeinander auf und haben jeweils fünf Stufen. Je höher die Stufe oder je weiter fortgeschritten die Fertigkeit ist, desto länger dauert es, die nächste Stufe zu erlernen. Charaktere können nicht, wie in vielen anderen Spielen, anhand ihres Levels verglichen werden &#8211; so etwas gibt es nicht. Stattdessen könnte man sie anhand der gelernten Skillpunkte oder Fertigkeiten vergleichen, aber das ist schwierig, da man sich als Anfänger z.B. stark auf Bergbau spezialisieren könnte, während ein alteingesessener Spieler, der seinen Fokus eher auf den PvP-Kampf gelegt hat, nicht so gut im Bergbau ist.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 300px;"><a href="http://rattlab.net/wp-content/uploads/eve-online-skill-training-queue.jpg"><img src="http://rattlab.net/wp-content/uploads/eve-online-skill-training-queue-300x141.jpg" alt="Skill Training Queue" title="Skill Training Queue" width="300" height="141" /></a><span class="wp-caption-text">Skill Training Queue</span></div>
<p>Fertigkeiten gibt es in unterschiedlichen Kategorien. Sie dienen zum einen als Voraussetzungen zum Benutzen von Schiffen und Modulen, wie die Frigatten-Skills in der Kategorie &#8220;Spaceship Command&#8221;, zum anderen aber geben sie Boni auf die Verwendung oder Eigenschaften von Modulen und Schiffen. So gibt es Fähigkeiten, mit denen das eigene Schiff wendiger wird oder mit denen Waffentürme mehr Schaden machen. Das Erlernen der Fertigkeiten geschieht nicht durch Benutzung, sondern im Hintergrund, während man spielt oder auch offline ist. Die Daten der Skill-Books werden praktisch direkt ins Gehirn des Raumfahrers übertragen und das dauert seine Zeit. So hat die Onlinezeit einen geringeren Einfluss darauf, wie schnell man vorankommt. Alle im Spiel verfügbaren Fertigkeiten zu erlernen würde übrigens über 20 Jahre dauern, was wohl vor allem auf die Vielfalt an Schiffen und Schiffsmodulen zurückzuführen ist. Kein Spieler wird je alles fliegen und benutzen können, die Charakterentwicklung hört so praktisch nie auf.</p>
<p>Wie schnell man eine Fertigkeit lernt, hängt von den eigenen Attributen ab. Derer gibt es fünf: Gedächtnis, Intelligenz, Willenskraft, Auffassungsgabe und Charisma. Jede Fertigkeit hat ein primäres und ein sekundäres Attribut, die die Lernzeit beeinflussen. Einmal pro Jahr darf man seine Attribute neu verteilen, ein neuer Charakter darf das sogar zweimal. Will man beispielsweise vorwiegend Bergbau betreiben, Erze veredeln und Gegenstände produzieren, sollte man Gedächtnis und Intelligenz steigern, während Kampfpiloten Auffassungsgabe und Willenskraft nicht vernachlässigen dürfen. Attribute können weiterhin durch Implantate und die Learning-Skills erhöht werden, die man, falls man länger spielen will, unbedingt lernen sollte. Auf Dauer gesehen wird man damit seine Lernzeit etwa halbieren.</p>
<h3>Wirtschaft</h3>
<p>Neben dem Behaupten von Territorien und dem direkten Kampf gegen andere Spieler kann man sich auch im weiten Feld der Wirtschaft betätigen. Diese ist bei EVE Online nicht nur Beiwerk, sondern ein grundlegender und wichtiger Bestandteil. So wurde z.B. ein Großteil der umherfliegenden Schiffe von Spielern erbaut &#8211; ohne eine funktionierende Wirtschaft gäbe es diese damit nicht.</p>
<p>Alles beginnt beim Bergbau. Spieler fliegen mit ihren Schiffen in Asteroidengürtel, um aus den großen Gesteinsbrocken verschiedenste Erz herauszuziehen. Um nicht permanent zwischen Asteroiden und Station pendeln zu müssen, bietet es sich an, die Erze in einem Container im All zwischenzulagern und sie später mit einem größeren Frachtschiff abzuholen. Vorteilhaft ist hier das Zusammenspiel mit anderen Piloten, die permanent das Erz abholen, während man selbst ohne Unterbrechung Bergbau betreiben kann. Auf der Station werden die Erze schließlich zu Mineralien raffiniert.</p>
<p>Zur Produktion werden Blaupausen benötigt, die angeben, welche Materialien in welchen Mengen für die Herstellung zur Verfügung gestellt werden müssen. Solche Blaupausen werden im Allgemeinen auf Effizienz hin erforscht &#8211; so geht später das Produzieren schneller und es werden weniger Mineralien benötigt. Ohne diese Verbesserungen wird man es schwer haben, auf dem Markt günstige Preise verlangen zu können, denn am Ende soll ja ein Gewinn herauskommen. Produzenten brauchen also solche von Forschern erstellten Blaupausen oder Kopien dieser, die nur eine begrenzte Anzahl von Herstellungsvorgängen zulassen. Außerdem werden natürlich Rohstoffe in Form von Mineralien benötigt. Das Ergebnis sind Schiffe, Module, Munition, Drohnen usw., die selbst verwendet oder auf dem Markt verkauft werden können.</p>
<p>Die Preise für Produkte, Blaupausen und Rohstoffe variieren teils recht stark zwischen verschiedenen Regionen und Systemen, aber auch von Tag zu Tag, je nach Angebot und Nachfrage. An diesem Punkt kommen Händler ins Spiel, die Gegenstände günstig einkaufen, um sie an anderer Stelle gewinnbringend weiter zu verkaufen. Dazu ist eine gute Kenntnis der Marktes und der Preisentwicklung nötig, wie auch die Möglichkeit, teils größere Mengen mit Frachtern transportieren zu können. Fertigkeiten, die Händler unterstützen, senken zum Beispiel die Marktgebühren oder Erhöhen die Anzahl der Verkaufsaufträge, die zur gleichen Zeit im Markt sein können.</p>
<p>Alles auf einmal &#8211; also Beschaffer der Rohstoffe, Raffinierer, Forscher, Produzent und Händler &#8211; das schafft kaum jemand, denn das wären zu viele Fertigkeiten, die ein einzelner erlernen müsste, um gewinnbringend zu arbeiten. Daher spezialisiert man sich häufig bzw. beschränkt sich auf wenige der Aufgaben. Noch besser ist es hingegen, sich mit anderen Spielern zu einer Corporation zusammenzuschließen, in der die Aufgaben verteilt und koordiniert werden. Der CEO wird dafür spezielle Fertigkeiten antrainiert haben, die das Verwalten und Koordinieren seiner Firma vereinfachen. Früher oder später wird man schwerlich drumherum kommen, sich einer Corporation anzuschließen, denn das bietet viele Vorteile und Hilfestellung durch Mitspieler.</p>
<h3>Einsteigerfreundlichkeit</h3>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 300px;"><a href="http://rattlab.net/wp-content/uploads/eve-online-learning-curve.jpg"><img src="http://rattlab.net/wp-content/uploads/eve-online-learning-curve-300x291.jpg" alt="Die Lernkurve von EVE Online ist recht steil" title="Die Lernkurve von EVE Online ist recht steil" width="300" height="291" /></a><span class="wp-caption-text">Die Lernkurve von EVE Online ist recht steil</span></div>
<p>EVE Online ist sehr komplex &#8211; zu komplex, um noch einfach für Neueinsteiger zu sein. Am Anfang wird man erschlagen von Möglichkeiten und Freiheiten und selbst manch alteingesessener Spieler lernt noch jeden Tag dazu. Man sollte bereit sein, viel zu lesen oder eine anfängerfreundlichen Corporation suchen, sonst wirft man möglicherweise schon frühzeitig das Handtuch. Um herauszufinden, ob EVE überhaupt etwas für einen ist, empfielt es sich, mit einem Trial-Account die Tutorials zu spielen und ein wenig herumzuprobieren. Die Tutorials sollte man aber auch mit jedem neu angelegten Charakter machen, denn sie bringen einem nicht nur das Spiel näher, sondern auch die ersten ISK (die Währung im EVE Universum) und Fertigkeiten ein.</p>
<p>Wenn man sich dann eingehender mit dem Spiel beschäftigen will, kann man sich den (leider nicht ganz aktuellen) <a href="http://www.eveonline.com/guide/de/">Players Guide</a> anschauen, eine <a href="http://www.eveger.de/forum/showthread.php?t=20911">Anleitung für Neueinsteiger</a> lesen und sich mal ein wenig durch das <a href="http://www.eveger.de/forum/">Forum von eveger.de</a> klicken, denn dort findet man jede Menge Hilfe. Eine Übersicht darüber, was man im Spiel alles machen und erreichen kann, bietet der <a href="http://www.eveonline.com/careerguide/">EVE Online Career Guide</a> &#8211; in diesem 55 MB großem PDF findet man eine Auflistung vieler Karrierepfade und Spezialisierungen. Und auch sonst gilt: Viel lesen und aufmerksam den Hilfe-Channel im Spiel verfolgen, den ihr über &#8220;Channels &#038; Mailinglists&#8221; (links im Menü) unter dem Stichpunkt &#8220;Help&#8221; erreichen könnt.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>EVE Online ist wie ein großer Sandkasten. Die Spieler haben im Grunde alles in der Hand &#8211; sie kämpfen um Territorium, spielen Pirat oder schützen andere Spieler und beeinflussen die Wirtschaft. Wer ein Spiel mit größtmöglicher Freiheit sucht, in dem man kaum eingeschränkt wird und wer sich gleichzeitig nicht scheut, in das komplexe System einzutauchen und sich zu informieren, der kann sich EVE ansehen. Wer lieber schnelle Action und zeitig Erfolge sehen will, der sollte lieber die Finger davon lassen. Da ich ohnehin jemand bin, der fast lieber Guides liest, als spielt, ist für mich die Einarbeitung kein wirkliches Problem und ein komplexes Spiel hat auch seinen Reiz. Daher auch meine Entscheidung, EVE Online mal eine Chance zu geben.</p>
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		<title>Politiker im Wahljahr: Internetblockaden und anderer Unsinn</title>
		<link>http://rattlab.net/2009/05/politiker-im-wahljahr-internetblockaden-und-anderer-unsinn/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 10:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rattlab.net/?p=121</guid>
		<description><![CDATA[Das Thema Netzsperren, über das ich mich kürzlich erst ausgelassen habe, beschäftigt mich noch immer, zumal sich in letzter Zeit wieder einiges geregt hat. Besonders im Hinblick auf die kommenden Wahlen ist mir dieses Thema sehr wichtig.

Unsere aktuelle Regierung will also die geplanten Sperren auf Gedeih und Verderb durchziehen und führt dazu unseriöse Argumente ins Feld. Soweit nichts Neues, aber es stößt vielen schon sauer auf. Den Unmut verstärkt aber weiterhin die Reaktion mancher Politiker auf die Sperrgegner, die sich doch einiges gefallen lassen dürfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema Netzsperren, über das ich mich <a href="http://rattlab.net/2009/04/internetsperren/">kürzlich erst ausgelassen habe</a>, beschäftigt mich noch immer, zumal sich in letzter Zeit wieder einiges geregt hat. Besonders im Hinblick auf die kommenden Wahlen ist mir dieses Thema sehr wichtig.</p>
<p>Unsere aktuelle Regierung will also die geplanten Sperren auf Gedeih und Verderb durchziehen und führt dazu <a href="http://www.zeit.de/online/2009/20/kinderpornografie-fakten">unseriöse Argumente</a> ins Feld. Soweit nichts Neues, aber es stößt vielen schon sauer auf. Den Unmut verstärkt aber weiterhin die Reaktion mancher Politiker auf die Sperrgegner, die sich doch einiges gefallen lassen dürfen.<span id="more-121"></span></p>
<p>Nachdem die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Onlinepetition gegen Indizierung und Sperrung von Internetseiten</a> innerhalb weniger Tage regen Zuspruch erfuhr, ließen sich in den Medien Aussagen von Politikern finden, die der Meinung sind, dass die Maßstäbe der Internet-Gemeinde teilweise undifferenziert seien (SPD-Politiker Wiefelspütz) und dass der Eindruck entstehe, manche seien gegen die Sperrung von kinderpornografischen Inhalten (Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg). Müssen solch unpässliche Aussagen sein? Zumal von Politkern?</p>
<p>Dass es den Gegnern der Sperren tatsächlich gegen die unkontrollierbare Sperrung und die Art und Weise, wie Unschuldige zu Verdächtigen werden können geht, sollte jedem klar werden, der sich auch nur kurz mit den Argumenten auseinandersetzt oder den Einleitungstext der Petition liest &#8211; eine gewisse Grundintelligenz, die Politiker haben sollten, vorausgesetzt. Aber scheinbar existiert bei gewissen Personen nicht der Drang danach, sich damit auseinanderzusetzen oder es sich <a href="http://www.dondahlmann.de/?p=251">zumindest erklären zu lassen</a>. Da ist es natürlich viel einfacher, Kritiker mit diffamierenden Phrasen zu belegen und das Thema abzuhaken.</p>
<p>Eine sogenannte ePetition, wie ich sie oben angesprochen habe, benötigt 50000 (digitale) Unterschriften innerhalb von drei Wochen. Die Petition gegen die Netzsperren hatte die Anzahl <a href="http://www.heise.de/ct/Online-Petition-gegen-Internetsperren-verbucht-Erfolg--/news/meldung/137499">nach etwa vier Tagen zusammen</a>, womit sich der Bundestag in einer öffentlichen Sitzung mit dem Thema auseinandersetzen muss. Auf diese Art sollen Bürger die Möglichkeit haben, besonders fragwürdige Gesetze doch noch zu verhindern &#8211; das ist zumindest die Hoffnung und schließlich befinden wir uns in einer Demokratie, die Macht sollte vom Volke ausgehen. Oder verwechsel ich da was?</p>
<p>Wie SPD-Politiker Wiefelspütz nämlich sagte, werde die Petition das neue Gesetz nicht beeinträchtigen. Da die Maßstäbe der Unterzeichner ja ohnehin “undifferenziert” seien, siehe oben. Was sollen dann diese Petitionen, wenn sie keinen Einfluss haben und Politiker sie einfach so mit einem Satz wegwischen können? Eine Illusion, dass man ja etwas ändern könne, wenn man nur genug Unterzeichner findet? Aber am Ende ist alles umsonst? Ist wohl doch nicht so demokratisch, wie ich dachte. Oder ich sehe diesen Begriff zu eng.</p>
<p>Die deutsche Kinderhilfe, die dem Bundesfamilienministerium offenbar sehr nahe steht, startete als Antwort auf die ePetition <a href="http://netzpolitik.org/2009/deutsche-kinderhilfe-fuer-zensursula/">eine eigene Unterschriftenaktion</a>. Weit abseits des guten Geschmacks war die Pressemitteilung, in der suggeriert wird, dass die Gegner der Sperren ein &#8220;Grundrecht auf Verbreitung kinderpornografischer Seiten&#8221; wöllten und das selbiges verboten werden müsse. Abgesehen davon, dass solche Seiten bereits verboten sind, zeigt dieser Text wieder das äußerst unseriöse Vorgehen der Sperr-Befürworter.</p>
<p>Doch damit nicht genug: Mit einer Telefonumfrage und einer <a href="http://www.fr-online.de/top_news/1760275_Internet-Sperren-Kampf-um-die-Meinungshoheit.html">manipulativen Fragestellung</a> kam man zum Ergebnis, dass angeblich 92% der Deutschen für die Sperren wären. Selbiges wurde dann auch direkt über Nachrichtenagenturen verbreitet. Selbst die Kinderhilfsorganisation CareChild kritisiert das Vorgehen und wirft der Deutschen Kinderhilfe vor, <a href="http://www.carechild.de/news/politik/internetzensur_getuerkte_umfrage_der_deutsche_kinderhilfe_e.v._widerlegt_582_1.html">populistische Politik zu betreiben</a>. Widerlegt wurde die Umfrage durch eine <a href="http://www.zeit.de/online/2009/22/netzsperren-umfrage">weitere mit klarerer Fragestellung</a>, bei der ein gegenteiliges Ergebnis herauskam.</p>
<p>Aber ich verstehe sowieso nicht, was es bringen soll, die Seiten unzugänglich zu machen (für ungeschulte Internetnutzer). Wieso lässt man die Seiten nicht einfach vom Netz nehmen? Mit <a href="http://www.zeit.de/online/2009/21/netzsperren-satire">Satire-Seiten geht es ja offensichtlich auch</a>. Wieso aber lässt man Seiten mit Kinderpornografie stattdessen im Internet und will lediglich einen löchrigen Vorhang davor hängen? Nicht wenige der Seiten sind in den USA, Westeuropa und sogar Deutschland gehostet, in Ländern, in denen es verboten ist. Wieso kann man nicht dagegen vorgehen? Wieso sind den Ermittlungsbehörden die Hände gebunden, wieso bekommen sie nicht genug Mittel? Wieso muss man stattdessen eine derartig hässliche Symbolpolitik auf dem Rücken von missbrauchten Kindern durchführen?</p>
<p>Aber mal abseits von dieser konkreten Thematik &#8211; will ich solche Politiker in der Regierung haben? Politiker, die scheinbar nicht in der Lage sind, einen sachlichen Dialog zu führen und die nicht wirklich auf die Argumente der Kritiker eingehen können? Die stattdessen eine fragwürdige Organisation instrumentalisieren, die 2008 vom Deutschen Spendenrat ausgeschlossen wurde und deren Motive vielleicht nicht so gut sind, wie sie zu sein scheinen (siehe hierzu drei Artikel von WELT Online: <a href="http://www.welt.de/politik/article1874875/Geschaefte_unter_dem_Mantel_der_guten_Taten.html">1</a>, <a href="http://www.welt.de/politik/article1874940/Jetzt_werden_auch_die_Datenschuetzer_misstrauisch.html">2</a>, <a href="http://www.welt.de/politik/article1874944/Unterstuetzung_von_Ulla_Schmidt_und_vielen_Promis.html">3</a>).</p>
<p>Ich finde, in die Politik gehören Menschen, die sachlich bleiben können, gewissermaßen Vorbildfunktionen einnehmen können, die mit der Zeit gehen und Entscheidungen fällen, die tatsächlich etwas bringen und nicht nur von Vorteil für irgendeine Lobby sind. Auch in Wahlkampfzeiten sollten sie Abstand davon nehmen, mit großem Getöse unwirksame Maßnahmen einzufordern, um den potentiellen Wählern das Gefühl zu geben, es werde etwas getan. Deswegen finde ich, dass einige der Politiker, die hier so unsachliche Kommentare von sich geben oder mit weit hergeholten Argumenten daherkommen, in unserer Regierung nichts verloren haben.</p>
<p>Gleiches gilt übrigens auch für Poltiker, die meinen, ein <a href="http://www.zeit.de/online/2009/20/paintball-verbot-waffenrecht">Verbot von Paintball</a> könne Amokläufe an Schulen verhindern, denn dieses Spiel simuliere ja das Töten. Klar. Und währenddessen lässt man es weiterhin zu, dass großkalibrige Waffen und Munition zu Hause gelagert werden können. Oder dass die <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30249/1.html">Bundeswehr Minderjährige anwirbt</a> (ja, beim Krieg geht es ums echte Töten). Einfach nur pervers. Da wird Symbolpolitik betrieben, da man dem Druck der Waffenlobby nicht standhalten konnte. Was sollen diese Verbote bringen?</p>
<p>Wenn man nach dem Amoklauf von Winnenden Computerspiele und <a href="http://www.heise.de/newsticker/CDU-will-Absage-von-Karlsruher-Computerspiele-Wettbewerb--/meldung/138163">E-Sport-Events verhindern will</a>, während man <a href="http://www.eprison.de/news/2646">Waffenmessen unangetastet lässt</a>, dann nenne ich das inkonsequent. Und den wahren Grund für den Amoklauf kennt man bis heute nicht, also wieso nicht einfach gegen dieses neumodische Zeug hetzen, dass man sowieso nicht versteht? Ist ja viel einfacher, als gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Ganz ehrlich: Sowas brauchen wir nicht in der Politik. Wir brauchen mehr Aufklärung, mehr Verständnis, mehr Bildung und keine blinde Verbote.</p>
<p>Ich will vernünftige Politiker. Ich will vernünftige Politik. Und damit meine ich nicht, mir alles recht zu machen &#8211; wichtig ist, dass sich die Gesetze mit belegbaren Argumenten erklären lassen, dass sachlich diskutiert und debattiert wird und die Entscheidungen allesamt nachvollziehbar sind. Das sind sie aktuell leider so ganz und gar nicht. Mit dem Gedanken im Hinterkopf werde ich wählen gehen und ich lege jedem Nahe, es auch zu tun, wenn ihm sein Heimatland wichtig ist.</p>
<p>PS: Wahlboykott und Protestwählen bringen niemandem etwas. Am Ende schadet es nur, weil Parteien Stimmen (und damit Gelder) bekommen, die man eigentlich gar nicht stärken will oder weil man tatenlos zusieht. Auch (oder gerade) für kleine Parteien ist jede Stimme wichtig, also sollte man sich nicht scheuen, eben jene zu wählen, wenn sie nach dem eigenem Geschmack sind. Siehe dazu auch <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/05/03/basic-sunday-die-qual-der-wahl/">Basic Sunday: Die Qual der Wahl</a>.</p>
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</p>
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		<title>Internetsperren</title>
		<link>http://rattlab.net/2009/04/internetsperren/</link>
		<comments>http://rattlab.net/2009/04/internetsperren/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 16:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rattlab.net/?p=101</guid>
		<description><![CDATA[Die aktuelle Entwicklung bezüglich der Internetsperren halte ich für äußerst bedenklich, zumal die Meldungen von Woche zu Woche schlimmer werden. War anfangs nur die Rede davon, Seiten mit kinderpornografischen Inhalten zu sperren, ist man jetzt soweit, dass jeder einzelne Zugriff auf solche Seiten gemeldet wird und u.U. eine Hausdurchsuchung nach sich ziehen kann. Außerdem erkennen jetzt andere die "Gunst der Stunde" und wollen direkt Zugriffe auf alles mögliche sperren, um Glücksspiele zu unterbinden oder dem Urheberrecht genüge zu tun. Echt abartig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die aktuelle Entwicklung bezüglich der Internetsperren halte ich für äußerst bedenklich, zumal die Meldungen von Woche zu Woche schlimmer werden. War anfangs nur die Rede davon, Seiten mit kinderpornografischen Inhalten zu sperren, ist man jetzt soweit, dass jeder einzelne Zugriff auf solche Seiten gemeldet wird und u.U. eine Hausdurchsuchung nach sich ziehen kann. Außerdem erkennen jetzt andere die &#8220;Gunst der Stunde&#8221; und wollen direkt Zugriffe auf alles mögliche sperren, um Glücksspiele zu unterbinden oder dem Urheberrecht genüge zu tun. Echt abartig.<span id="more-101"></span></p>
<p>Es fing ja eigentlich recht harmlos an. Ursula von der Leyen vertrat die Meinung, dass man Kinderpornografie bekämpfen könne, indem man diverse Seiten unzugänglich macht. Andere Länder wie Finnland oder Schweden dienten dabei als Vorbilder. Wirklich ernst genommen habe ich das damals noch nicht &#8211; es erschien mir einfach wie eine der zahlreichen Schnapsideen, die aufgrund eines geringen Verständnisses für Problem oder Technik entstehen. Ganz ähnlich, wie Vorschläge, gewisse Computerspiele (zu Propaganda-Zwecken gern &#8220;Killerspiele&#8221; genannt) zu verbieten. Die Aussagen von Experten, dass eine sichere Blockade dieser Seiten nicht (so ohne weiteres) möglich wäre und dass die Maßnahmen auch in den skandinavischen Ländern keine spürbare Verbesserung brachten, ließen mich glauben, dass es mit der Zeit im Sande verlaufen würde.</p>
<p>Es scheint aber so, als scheren sich die Politiker einen Scheißdreck um die zahlreichen Gegenargumente. Man stützt sich weiterhin auf fragwürdige Interpretationen irgendwelcher Statistiken, auf den &#8220;Erfolg&#8221; der Methoden anderer Länder und schwelgt in irgendwelchen Fantasiewelten, in denen damit alle Probleme aus der Welt geschafft werden. Außerdem erhöht man den Druck auf die Internet-Provider, damit diese eine freiwillige Regelung unterzeichnen &#8211; was schließlich auch passiert, denn die Provider wollen nach außen hin nicht als schwarzes Schaf dastehen und ihren Ruf gefährden.</p>
<p>Doch der Gesetzesentwurf geht noch weiter. Nun wurde bekannt, dass auch die Zugriffe auf die gesperrten Seiten gespeichert und ggf. <a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe--/meldung/136769">in Echtzeit an das BKA übermittelt werden sollen</a>. Damit ist ein Tatverdacht gegeben und es darf ermittelt werden, mit Hausdurchsuchungen und allem drum und dran. Aber immerhin muss man nach wie vor nicht seine Unschuld beweisen, sondern die Ermittler müssen nachweisen, dass der Klick kein Versehen war. Dennoch ist es zukünftig gefährlicher, auf unbekannte Links zu klicken &#8211; insbesondere die gekürzten Links, die z.B. bei Twitter aufgrund der Nachrichtenkürze sehr beliebt sind und die anschließend auf die eigentliche Zielseite weiterleiten, fallen darunter. Und ganz ehrlich: Ich habe keinen Bock darauf, dass ich wegen eines unvorsichtigen Klicks Besuch von der Polizei bekomme oder gar mein PC beschlagnahmt wird.</p>
<p>Doch Gefahr lauert nicht nur hinter unbekannten Links. Mit <a href="http://rattlab.net/2008/10/cross-site-request-forgery/">Cross-Site-Request-Forgery</a> könnte eine Anfrage vom eigenen Browser an gesperrte Seiten gehen, ohne das der Internetnutzer davon überhaupt etwas bemerkt. Dank hin und wieder auftauchenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cross-Site_Scripting">Cross-Site-Scripting</a>-Lücken könnte auch auf einer Webseite, der man vertraut, ein solches böses Script lauern. Eigentlich kann man sich nun nicht mehr im Internet bewegen, ohne ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen.</p>
<p>Doch wie die jüngste Vergangenheit zeigt, setzt sich auch jeder Webseitenbetreiber und Blogger einer Gefahr aus, indem auf fremde Seiten verlinkt wird. Nachdem die Sperrlisten von anderen Ländern auf Wikileaks auftauchten (die nebenbei bemerkt nicht ausschließlich und oder nur in geringem Umfang aus pornografischen Seiten bestehen), und Blogs verlinkten, wurde bei einem Blogbetreiber eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Er hatte auf einen anderen Blog gelinkt, welcher wiederum Wikileaks verlinkt hat. Grund der Durchsuchung: Verdacht auf Zugänglichmachen von Kinderpornografie. Weil man ja durch drei Klicks zur Sperrliste kommt, auf der man entsprechende Webseiten findet und der Blogger &#8220;gezielt&#8221; den Weg dorthin mit einem Link kennzeichnete. So gesehen ist bei praktisch jedem Blogger mit jedem Link ein Verdacht gegeben &#8211; das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine-Welt-Phänomen">Kleine-Welt-Phänomen</a> lässt sich vermutlich auch auf die Linkstruktur im Internet anwenden. Das Schlimmste an der Sache ist, dass das Vorgehen <a href="http://www.heise.de/newsticker/Gericht-Durchsuchung-wegen-mittelbarer-Links-auf-Kinderporno-Sperrliste-rechtmaessig-Update--/meldung/135461">in erster Instanz bereits bestätigt wurde</a>. Einfach nur unbegreiflich.</p>
<p>Doch zurück zu den Netzsperren. Selbst Missbrauchsopfer sehen diese Zensur kritisch, wie man im <a href="http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-missbrauch">Interview von Zeit Online mit Christian Bahls</a> nachvollziehen kann. Interessant ist einerseits, wie schnell man Seiten mit kinderpornografischem Inhalt aus dem Netz nehmen lassen kann, in dem man dem jeweiligen Provider bescheid gibt &#8211; zum Teil hat es nur wenige Stunden gedauert, während diese Seiten seit Monaten oder noch länger in den Sperrlisten sind. Anstatt aktiv dagegen vorzugehen, setzt man sich lieber Scheuklappen auf. Zumindest erweckt die ganze Thematik der Internetsperren einen solchen Eindruck auf mich. Weiterhin ist interessant, dass ein Verdacht mit konkreten Informationen vorliegt, der dem BKA gemeldet wurde, aber entweder sind die zu blöd, dagegen vorzugehen, oder ihnen sind in irgendeiner Art und Weise die Hände gebunden. Nur gut, dass die Sperren eingeführt werden, so kann man wenigstens die Augen davor verschließen und so tun, als sei alles in bester Ordnung.</p>
<p>Wie wirkungsvoll aber ist diese Zensur des Internets? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Vielleicht lassen sich viele von den Maßnahmen abschrecken, vielleicht kann man sogar die Nachfrage reduzieren. Auf der anderen Seite aber gibt es immer Möglichkeiten, die Sperren zu umgehen &#8211; insbesondere bei simplen DNS-Sperren ist das ein Kinderspiel und in wenigen Sätzen erklärt. Wer wirklich an die Seiten ran will, kommt auch dran. Dabei hilft es auch nicht, dass nur die großen Provider verpflichtet werden und z.B. staatliche Einrichtungen außen vor bleiben. Außerdem <a href="http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-schwedens-polizei-aeussert-zweifel-an-wirksamkeit-von-internet-sperren-gegen-kinderpo_aid_384873.html">bezweifelt selbst die schwedische Polizei die Wirksamkeit der Sperren</a>.</p>
<p>Angesichts der vielen Bedenken und der Unsinnigkeit dieser Form der Zensur frage ich mich doch allen Ernstes, ob bei den Verantwortlichen noch alle Tassen im Schrank sind. Man kann doch nicht so dumm sein und die zahlreichen Argumente der Kritiker unter den Tisch fallen lassen? Stattdessen wird auf die schnelle dieser haarsträubende Müll abgesegnet und zur gesetzlichen Regelung. Das ganze zieht unheimliche Konsequenzen nach sich, die doch keiner in den Griff kriegen kann. Und ich glaube eigentlich nicht, dass Politiker zu doof dafür sind &#8211; sonst hätten sie es vermutlich nicht so weit gebracht. Deshalb kann ich mich nur dem Fazit eines lesenswerten <a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">c&#8217;t Artikels</a> anschließen: Es geht um die Installation der Sperren an sich. Unterstrichen wird diese Vermutung durch die <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/04/24/netzsperren-fur-alles-jetzt/">Forderungen von Sperren gegen Urheberrechtsverletzungen</a> und ähnlichem. Wenn den Ereignissen nicht halt geboten wird, haben wir bald Zustände wie in China und sehen nur noch das, was wir auch sehen sollen. Prima. Spätestens dann wäre es an der Zeit, sich nach einem neuen Heimatland umzusehen, in dem die Grundrechte noch weitestgehend unangetastet bleiben.</p>
<p>P.S.: Dieser Blogpost gibt vorwiegend meine Meinung und meinen Eindruck der Geschehnisse wider, ist also höchst subjektiv. Aber so ist das nunmal bei einem Blog. Wer weitere Informationen und weitestgehend belegte Fakten haben will, der sollte sich einen der oben oder nachfolgend verlinkten Artikel durchlesen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.netzsperren.com/">Netzsperren.com berichtet über Netzblockaden und Zensur</a></li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Gutachten-Netzsperren-greifen-in-Grundrechte-ein--/meldung/107143">Gutachten: Netzsperren greifen in Grundrechte ein</a></li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Frontalangriff-auf-die-freie-Kommunikation-befuerchtet--/meldung/136485">Kinderporno-Sperren: &#8220;Frontalangriff auf die freie Kommunikation&#8221; befürchtet</a></li>
<li><a href="http://www.golem.de/0904/66609.html">Bundesregierung will Internetsperren mit Zugriffskontrollen</a></li>
<li><a href="http://www.heise.de/ct/Kinderporno-Sperren-Provider-sollen-Nutzerzugriffe-loggen-duerfen--/news/meldung/136450">Kinderporno-Sperren: Provider sollen Nutzerzugriffe loggen dürfen</a></li>
</ul>
<p><strong>Update:</strong> Weitere Links.</p>
<p>Ich stoplerte über einen netten Blogeintrag von Jens Scholz über die Frage, <a href="http://www.jensscholz.com/2009/04/warum-es-um-zensur-geht.htm">warum es um Zensur geht</a>. Er stellt seine Sicht etwas sachlicher und strukturierter dar, als ich das hier getan habe. Ein weiterer äußerst lesenswerter (und langer) Beitrag von Pandoras Kekzdose <a href="http://kekzdose.blogspot.com/2009/04/this-is-madness.html">&#8220;Missbrauch missbrauchen&#8221;</a> schweift noch etwas weiter aus über Jörg Tauss, The Pirate Bay und Terrorismus. Netzpolitik veröffentlichte gestern <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/">Die dreizehn Lügen der Zensursula</a>, Behauptungen des Familienministeriums, die weit von der Wahrheit entfernt sind. Echt dreist, was uns da aufgetischt wird.</p>
<p>Des Weiteren hat Frau Ursula von der Leyen ein <a href="http://www.radioeins.de/programm/sendungen/eine_stunde_zeit/kopf_der_woche/ursula_von_der_leyen.html">Radiointerview gegeben</a>. Dort behauptet sie unter anderem, dass bei den DNS-Sperren nichts gespeichert würde und man nur die (vergeblichen) Klicks zählen könne. Darauf folgt aber eine schwammige und schwer (wenn überhaupt) verständliche Aneinanderreihung von Worten, die dann wiederum total abschweifen und am Ende nichts sagen. Da könnte sich selbst Stoiber eine Scheibe von abschneiden. Der Höhepunkt aber ist der Moment, indem von der Leyen folgendes von sich gibt:</p>
<blockquote><p>Wir wissen, dass bei den vielen Kunden [der Internetprovider], die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.</p></blockquote>
<p>Bäm. Der hat gesessen. Abgesehen davon, dass der Begriff &#8220;Pädokrimineller&#8221; irgendwie arg seltsam ist, fühle ich mich hier persönlich angegriffen. Auch wenn die gute Frau das sicher nicht so gemeint hat, aber eine derartige scheinbar unüberlegte Äußerung ist doch schon arg grenzwertig. Um nicht zu sagen <a href="http://www.leyenhaft.de/">leyenhaft</a>. Einen <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30199/1.html">guten Artikel zu Interview und drumherum</a> gibt es auf heise.de.</p>
<p>Wer nun immer noch nicht genug gelesen hat, der kann auf Twitter mal nach dem <a href="http://search.twitter.com/search?q=zensursula">Stichwort Zensursula suchen</a> und findet dort viele Tweets mit neuen Links und Meinungen.</p>
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</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Star-Rating mit CSS</title>
		<link>http://rattlab.net/2009/04/star-rating-mit-css/</link>
		<comments>http://rattlab.net/2009/04/star-rating-mit-css/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 12:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[CSS]]></category>
		<category><![CDATA[Rating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rattlab.net/?p=83</guid>
		<description><![CDATA[Überall dort, wo Beiträge, Dateien oder Videos bewertet werden können, hat man meist die Möglichkeit, in mehreren Stufen zu bewerten (beispielsweise fünf). Nicht selten werden diese grafisch als Sterne dargestellt - je mehr dieser Sterne farbig sind, desto höher die Bewertung. Beispielhaft sei hier das Rating der Videos auf Youtube genannt, das sich direkt unter den Videos befindet. Ein solches Star-Rating (mit Kreisen statt Sternen) werden wir in diesem kleinen Tutorial erschaffen, allerdings komplett ohne JavaScript, nur mit ein bisschen HTML und CSS. Allerdings sparen wir uns die eigentliche Funktionalität dahinter und konzentrieren uns nur auf die Darstellung, die in der <a href="http://rattlab.net/demo/rating/rating3.html">Demo des Endergebnisses</a> zu sehen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Überall dort, wo Beiträge, Dateien oder Videos bewertet werden können, hat man meist die Möglichkeit, in mehreren Stufen zu bewerten (beispielsweise fünf). Nicht selten werden diese grafisch als Sterne dargestellt &#8211; je mehr dieser Sterne farbig sind, desto höher die Bewertung. Beispielhaft sei hier das Rating der Videos auf Youtube genannt, das sich direkt unter den Videos befindet. Ein solches Star-Rating (mit Kreisen statt Sternen) werden wir in diesem kleinen Tutorial erschaffen, allerdings komplett ohne JavaScript, nur mit ein bisschen HTML und CSS. Allerdings sparen wir uns die eigentliche Funktionalität dahinter und konzentrieren uns nur auf die Darstellung, die in der <a href="http://rattlab.net/demo/rating/rating3.html">Demo des Endergebnisses</a> zu sehen ist.<span id="more-83"></span></p>
<p>Den Anfang macht das HTML-Grundgerüst, das hier aufs nötigste reduziert wurde. Ein <code>div</code>-Element kapselt dabei die Bewertung, während fünf Links die einzelnen Bewertungen darstellen &#8211; diese können später auf das Rating-Script verlinken oder eine JavaScript-Funktion aufrufen. Das soll aber nicht Gegenstand dieses Tutorials sein.</p>
<pre><code class="html">&lt;div class="rating"&gt;
	&lt;a href="#" class="rate1"&gt;1&lt;/a&gt;
	&lt;a href="#" class="rate2"&gt;2&lt;/a&gt;
	&lt;a href="#" class="rate3"&gt;3&lt;/a&gt;
	&lt;a href="#" class="rate4"&gt;4&lt;/a&gt;
	&lt;a href="#" class="rate5"&gt;5&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
</code></pre>
<p>Die Ziffern in den Links stellen die Bewertung dar, eine eins ist dabei das schlechteste, fünf die beste Bewertung. Ohne CSS sieht das ganze noch recht trostlos aus, da die Links alle einfach hintereinander aufgeführt sind &#8211; den Anblick können wir uns sparen. Kommen wir also zu unserem Plan: Die Bewertung soll im ursprünglichen Zustand fünf Kreise anzeigen, die sich nur schwach vom Hintergrund abheben. Fährt man mit der Maus über einen dieser Kreise, so wird dieser und alle links davon liegenden farbig hervorgehoben und damit wird die Bewertung dargestellt. Die Ziffern selber sollen nicht sichtbar sein. Bevor wir uns aber Gedanken um die Grafik machen, vereinfachen wir die Darstellung, indem wir einfach nur unterschiedliche Hintergrundfarben wählen, um die Zustände anzuzeigen.</p>
<p>Wir konzentrieren uns also erstmal auf das Konzept. Die Idee dahinter ist, dass die Links übereinander liegen und sich damit teilweise verdecken. Der erste Link ist gerade so breit, dass ein Kreis auf ihm Platz hätte, der letzte nimmt die volle Breite ein (fünf Kreise) und der Rest liegt dazwischen. Gleichzeitig sind die Links der Breite nach sortiert, so dass der erste (und schmalste) ganz oben auf liegt, während der letzte auch der unterste ist. Da dieser aber auch der breiteste ist, gibt es einen schmalen Bereich, der anklickbar ist. Zur Verdeutlichung des eben Beschriebenen habe ich ein kleines Bild gebastelt:</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 220px"><img src="http://rattlab.net/wp-content/uploads/rating.png" alt="Schema des Ratings" width="220" height="60" /><span class="wp-caption-text">Schematische Darstellung der Link-Ebenen</span></div>
<p>Der CSS-Code, der dafür nötig ist, hält sich in Grenzen:</p>
<pre><code class="css">.rating {
	position: relative;
	width: 100px;
	height: 20px;
	border: 1px solid #ccc;
	background: #eee;
}

.rating a {
	position: absolute;
	height: 20px;
	text-indent: -9000px;
}

.rating a:hover {
	background: #cdf;
}

.rating .rate1 {
	width: 20px;
	z-index: 5;
}

.rating .rate2 {
	width: 40px;
	z-index: 4;
}

.rating .rate3 {
	width: 60px;
	z-index: 3;
}

.rating .rate4 {
	width: 80px;
	z-index: 2;
}

.rating .rate5 {
	width: 100px;
	z-index: 1;
}</code></pre>
<p>Zuerst wird die Breite und Höhe des gesamten Ratings festgelegt. Pro Kreis ist ein Platz von 20 x 20 Pixeln vorgesehen, so dass die Gesamtbewertung 100 Pixel breit ist. Durch Rahmen und Hintergrundfarbe wird sie erstmal sichtbar gemacht. Außerdem wird eine relative Positionierung angegeben, denn damit beziehen sich absolut positionierte Elemente im Inneren auf das äußere <code>div</code> und nicht auf das Browserfenster. Damit die Links nun auch wirklich übereinander liegen und sich verdecken, müssen sie absolut positioniert werden. Außerdem bekommen sie noch eine Höhe und der enthaltene Text wird weit nach links aus dem sichtbaren Bereich hinausgeschoben, damit die Zahlen später nicht im Weg sind. Beim Überfahren mit der Maus soll sich einfach nur der Hintergrund des jeweiligen Links ändern.</p>
<p>Anschließend wird noch jedem der fünf Links ein eigener Style gegeben. Durch die absolute Positionierung befinden sie sich alle am linken Rand des Ratings, da wir nichts anderes angeben. Die Breite bestimmt, wie weit der Link nach rechts ragt, der <code>z-index</code> bestimmt die Ebene &#8211; je niedriger, desto weiter unten (auf der z-Achse) ist das Element. Beim letzten Link ist also ganz rechts ein 20 x 20 Pixel großer Bereich anklickbar, die restlichen 80 Pixel werden von den darüber liegenden Links verdeckt. So ändert sich der Hintergrund des gesamten Ratings, obwohl der Link für den Anwender scheinbar nur sehr schmal ist. Das <a href="http://rattlab.net/demo/rating/rating1.html">bisherige Ergebnis</a> zeigt, dass das Prinzip funktioniert.</p>
<p>Nun wollen wir auch die Grafik ins Spiel bringen. Diese ist recht klein &#8211; nämlich so breit, wie ein Link, dafür doppelt so hoch, da sie beide Zustände des Kreises beinhaltet. Oben der farblose Kreis, unten der hervorgehobene:</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 80px"><img src="http://rattlab.net/demo/rating/circle.png" alt="Rating-Grafik" width="20" height="40" /><span class="wp-caption-text">Rating-Grafik</span></div>
<p>Nun verwenden wir statt der Hintergrundfarbe diese Grafik, die zu ändernden Stellen habe ich hier nur hervorgehoben, der Rest stimmt mit dem eben gezeigten CSS-Code überein:</p>
<pre><code class="css">.rating {
	position: relative;
	width: 100px;
	height: 20px;
	border: 1px solid #ccc;
	<span class="changed">background: url(circle.png) top left repeat-x;</span>
}

.rating a {
	position: absolute;
	height: 20px;
	text-indent: -9000px;
}

.rating a:hover {
	<span class="changed">background: url(circle.png) bottom left repeat-x;</span>
}

.rating .rate1 {
	width: 20px;
	z-index: 5;
}

.rating .rate2 {
	width: 40px;
	z-index: 4;
}

.rating .rate3 {
	width: 60px;
	z-index: 3;
}

.rating .rate4 {
	width: 80px;
	z-index: 2;
}

.rating .rate5 {
	width: 100px;
	z-index: 1;
}</code></pre>
<p>Der Hintergrund ändert sich dadurch, dass die selbe Grafik verschoben angezeigt wird. Dadurch wird vermieden, dass erst beim Überfahren mit der Maus ein weiteres Bild mit dem anderen Zustand geladen werden muss und dieses stattdessen sofort erscheint. <a href="http://rattlab.net/demo/rating/rating2.html">Das Ergebnis</a> lässt sich schon sehen, aber wir wollen mehr. Neben der Anzeige der Kreise wollen wir jetzt auch noch einen kurzen beschreibenden Text anzeigen, der dem Nutzer vermitteln soll, was die Bewertung, die er abgibt, eigentlich bedeutet. In unserem Beispiel sollen das in aufsteigender Reihenfolge die Texte &#8220;Mangelhaft&#8221;, &#8220;Ausreichend&#8221;, &#8220;Befriedigend&#8221;, &#8220;Gut&#8221; und &#8220;Sehr gut&#8221; sein. In unserem HTML-Code werden also die Ziffern durch die entsprechenden Texte ausgetauscht:</p>
<pre><code class="html">&lt;div class="rating"&gt;
	&lt;a href="#" class="rate1"&gt;&lt;span&gt;Mangelhaft&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;
	&lt;a href="#" class="rate2"&gt;&lt;span&gt;Ausreichend&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;
	&lt;a href="#" class="rate3"&gt;&lt;span&gt;Befriedigend&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;
	&lt;a href="#" class="rate4"&gt;&lt;span&gt;Gut&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;
	&lt;a href="#" class="rate5"&gt;&lt;span&gt;Sehr gut&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
</code></pre>
<p>Die zusätzliche Kapselung in das <code>span</code>-Element ist in unserem Fall nötig, um den erhofften Effekt zu erzielen. Dieses Element wird, ebenfalls mittels absoluter Positionierung, nach rechts außerhalb der Links verschoben. Hier wieder das komplette Beispiel mit den hervorgehobenen nötigen Änderungen:</p>
<pre><code class="css">.rating {
	position: relative;
	width: 100px;
	height: 20px;
	border: 1px solid #ccc;
	background: url(circle.gif) top left repeat-x;
}

.rating a {
	position: absolute;
	height: 20px;
	text-decoration: none;
}

<span class="changed">.rating a span {
	position: absolute;
	left: 105px;
	line-height: 20px;
	font-size: 12px;
	color: #999;
	white-space: nowrap;
	visibility: hidden;
}</span>

.rating a:hover {
	background: url(circle.gif) bottom left repeat-x;
}

<span class="changed">.rating a:hover span {
	visibility: visible;
}</span>

.rating .rate1 {
	width: 20px;
	z-index: 5;
}

.rating .rate2 {
	width: 40px;
	z-index: 4;
}

.rating .rate3 {
	width: 60px;
	z-index: 3;
}

.rating .rate4 {
	width: 80px;
	z-index: 2;
}

.rating .rate5 {
	width: 100px;
	z-index: 1;
}</code></pre>
<p>Im ursprünglichen Zustand ist der Text unsichtbar, erst beim Überfahren mit der Maus ist er zu sehen. Durch die eingestellte Zeilenhöhe wird der Text passend zu den Kreisen in der Höhe zentriert und das <code>white-space: nowrap;</code> sorgt dafür, dass Worte nicht umgebrochen werden. Ohne diese Anweisung stünde bei der besten Bewertung dank Zeilenumbruch das &#8220;gut&#8221; unter dem &#8220;sehr&#8221;. Damit haben wir uns nun auch das <a href="http://rattlab.net/demo/rating/rating3.html">Endergebnis</a> erarbeitet und sind fertig. Die fertigen Beispiele könnt ihr euch <a href="http://rattlab.net/download/rating.zip">als Zip-Archiv herunterladen</a>.</p>
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</p>
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		<title>The Spirit</title>
		<link>http://rattlab.net/2009/02/the-spirit/</link>
		<comments>http://rattlab.net/2009/02/the-spirit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 21:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rattlab.net/?p=58</guid>
		<description><![CDATA[Frank Miller setzte sich mal wieder in den Regiestuhl und zauberte mit The Spirit eine weitere Comic-Verfilmung auf die Leinwand. Ich war neugierig auf den Film, da mir bereits Sin City sehr gut gefiel und The Spirit visuell in die gleiche Kerbe schlägt - sehr düster, wenig Farbe, schöne Spiele mit Licht und Schatten und insgesamt starke Kontraste. Die Liste der Darsteller liest sich auch gut und so ging ich vergangenes Wochenende ins Kino, um mir den Film anzusehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Miller setzte sich mal wieder in den Regiestuhl und zauberte mit <a href="http://www.thespirit-derfilm.de/index.html">The Spirit</a> eine weitere Comic-Verfilmung auf die Leinwand. Ich war neugierig auf den Film, da mir bereits <a href="http://www.sincity.aufdvd.de/">Sin City</a> sehr gut gefiel und The Spirit visuell in die gleiche Kerbe schlägt &#8211; sehr düster, wenig Farbe, schöne Spiele mit Licht und Schatten und insgesamt starke Kontraste. Die Liste der Darsteller liest sich auch gut und so ging ich vergangenes Wochenende ins Kino, um mir den Film anzusehen.<span id="more-58"></span></p>
<p>Besonders dicht scheint sich The Spirit nicht ans Comic zu halten. Zwar habe ich die Comics nicht gelesen, aber die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Spirit">kurze Handlungsbeschreibung auf Wikipedia</a>, die Fähigkeiten, Aussehen und Werden des Helden beschreibt, weicht vom Film ab. Wer also Fan von den Comics ist und auf möglichst originalgetreue Umsetzung hofft, wird eher enttäuscht sein. Auch die Kritiker schienen nicht viel Gefallen an The Spirit zu finden, denn die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Spirit_(Film)#Kritiken">Kritiken fielen größtenteils negativ aus</a>. Zustimmen kann ich insofern, als dass der von Gabriel Macht gespielte Hauptcharakter hinter der durchgeknallten Persönlichkeit von Octopus (Samual L. Jackson) zurückstecken muss und ein wenig untergeht, aber das wirkt nicht unpassend.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 260px;"><a href="http://rattlab.net/wp-content/uploads/the-spirit.jpg"><img src="http://rattlab.net/wp-content/uploads/the-spirit-260x146.jpg" alt="Der Octopus, Silken Floss und Pathos in The Spirit" title="Der Octopus, Silken Floss und Pathos in The Spirit" width="260" height="146" /></a><span class="wp-caption-text">Der Octopus, Silken Floss und drei Mal Pathos</span></div>
<p> Der Humor des Filmes, der es mir besonders angetan hat, kam bei den Kritikern auch nicht gut weg. So soll The Spirit teilweise einer Slapstick-Komödie gleichen, was ich zwar nicht ganz abstreiten kann, aber auch nicht störend fand. Der Film nimmt sich nicht wirklich ernst und hat einen ironischen Unterton, aber gerade das ist es, was den Film so sympathisch macht. Insbesondere die Szenen mit Octopus und seiner stets genervten Komplizin Silken Floss (Scarlett Johansson) haben es mir angetan, aber auch andere Charaktere geben eine gute Figur ab.</p>
<p>Wer sich auf The Spirit einlassen kann, den erwarten herrlich überdrehte Szenen, interessante Kostümierungen und nette Ausschnitte. Mich hat der Film kein bisschen enttäuscht, was aber vielleicht auch daran liegen mag, dass ich nicht mit großen Erwartungen ins Kino gegangen bin, sondern mich ein wenig überraschen ließ. Wer ähnlich rangeht und auch ohne tiefgründige Story zufriedenzustellen ist, dem sei der Film empfohlen.</p>
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</p>
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