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	<title>LUKUHLUS - der LOHAS</title>
	
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	<description>Nachdenkliches, News, Tipps, Fakten, Bilder, Rezepte und mehr rund um nachhaltiges Leben...</description>
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		<title>Kritik: Nektar Beach München, Praterinsel</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 20:52:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lukuhlus hat lange geschwiegen. Aber auf dieses &#8220;Erlebnis&#8221; hin kann das Schweigen nicht bestehen bleiben. Denn wo meines Empfindens nach Verblendung auf Verarsche trifft, muss der mahnende Zeigefinger erhoben und zum Nachdenken ermahnt werden. Die Rede ist von einer wahnsinnig spaßigen Nacht im derzeit wohl angesagtesten City Life Club in München. Das Nektar Beach auf [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_623" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/07/nektar.jpg" class="floatbox" rev="group:633 caption:`Nektar Beach`"><img src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/07/nektar-300x254.jpg" alt="" title="Nektar Beach" width="300" height="254" class="alignright size-medium wp-image-635" /></a><p class="wp-caption-text">(Bild: Homepage des Nektar)<br />Mag sein, dass die Küche dort kulinarische Gänsehaut erzeugen kann. Als wir dort waren, arbeiteten jedenfalls höchstens die Putzfrauen in der Küche.</p></div>
<p>Lukuhlus hat lange geschwiegen. Aber auf dieses &#8220;Erlebnis&#8221; hin kann das Schweigen nicht bestehen bleiben. Denn wo meines Empfindens nach Verblendung auf Verarsche trifft, muss der mahnende Zeigefinger erhoben und zum Nachdenken ermahnt werden.</p>
<p>Die Rede ist von einer wahnsinnig spaßigen Nacht im derzeit wohl angesagtesten City Life Club in München. Das <a target="_blank" href="http://www.nektar.de">Nektar Beach auf der Praterinsel</a>. Mitten in München. Von der Lage her idyllisch an der Isar gelegen und mit einem kleinen <del>Sandkasten</del> Beach im Hof ausgestattet. Bei schönem Wetter <del>packt man sein Schäufelchen und Förmchen aus und spielt mit den anderen verwöhnten Gören im Sand</del> räkelt und posiert man dementsprechend auf Liegen, die dort verstreut stehen &#8211; bei Regen, wie wir ihn letzten Freitag erlebten, hat man aber immerhin die Ausweichmöglichkeit, im Gewölbe des eigentlichen Clubs zu feiern.</p>
<p>Aber der Reihe nach. Was macht jemand wie ich, der für richtig gutes, handgemachtes Essen, Bodenständigkeit und absolut der Metaller-Fraktion zugehörig bekannt ist, überhaupt in so einem Schicki-Micki-Club??? Nein, es war nicht das von diesem Publikum offenbar eimerweise konsumierte Koks, sowas langweilt mich. Es war auch nicht der schnuckelige Arsch von Jorge Gonzales, der selbigen an diesem Abend zusammen mit einigen nicht weniger schnuckeligen Models über einen Laufsteg schob, weil eine Modenschau von <a target="_blank" href="http://www.stage-fashion.de">Stage Fashion</a> stattfand. Es war unsere Betriebsfeier.</p>
<p>Wo soll ich anfangen?</p>
<p>In diesem Blog geht es um Essen, also konzentriere ich mich besser darauf.</p>
<p>Der Abend begann mit einem großen Tablett Knabberzeugs und Zwischen-Leckereien. Wenn ich zu dem Zeitpunkt schon gewusst hätte, dass in jeder dieser Schüsseln mehr Inhalt ist, als alle vier späteren &#8220;Gänge&#8221; zusammengenommen auf die Waage bringen sollten, hätte ich vielleicht mehr davon gegessen. Die vorab schon seitens des Nektars selbst ausgesprochene Empfehlung &#8220;Männer sollten vielleicht nicht gänzlich ohne Unterlage kommen&#8221; wurde jedenfalls sogar noch ins Lächerliche gezogen. Ich hatte keine kleine Unterlage. Und selbst meine kleine Göttin, die sonst eher Nasch-Portionen isst, war fassungslos, welche Mini-Portiönchen dort serviert wurden.</p>
<p>Aber wir sind ja immer noch beim &#8220;Warm-Up&#8221;. Bei den &#8220;Fackeln&#8221; beispielsweise. Die ich dergestalt kenne, dass hauchdünn geschnittener, extrem leckerer, salziger Serrano oder Parma-Schinken um ein nicht minder würziges Grissini gewickelt und direkt vor dem Verzehr vielleicht noch mit ein, zwei Tröpfchen richtig guten Oliven- oder Kürbiskern-Öls beträufelt wird. Eine Köstlichkeit, sowas! Allerdings auch das haargenaue Gegenteil dessen, was das Nektar da zusammengeschustert hat. Der Gedanke an die Vokabel &#8220;kredenzen&#8221; verursacht mir in dem Zusammenhang allein vom Wort-Gerechtigkeitssinn her gesehen schon Adrenalinstösse. Da wurde irgendein 08/15 Roh-Schinken in Aufschnitt-Dicke gesäbelt und um die mit Abstand mehligsten und geschmacklosesten, steinharten Teigstangen gewickelt, die ich je essen musste. </p>
<p>Die Oliven, die dazu gereicht wurden, schmeckten alt und modrig und waren mit Stein. Also auch hier das exakte Gegenteil dessen, was als &#8220;Pralinen&#8221; ab und an auf unseren Jausen-Tisch kommt: perfekt ausgereifte Kalamata-Oliven mit Knoblauch-Füllung &#8211; eingelegt in mildes Öl mit der genau richtigen Mischung Kräuter, dass man sie einfach nur pur zu frischem Ciabatta oder Fladenbrot essen möchte. Doch damit nicht genug: ein weiterer Napf war mit roten, schrumpeligen Lappen gefüllt. Die sich als getrocknete, eingelegte Tomaten herausstellten. Die derart sauer waren, dass ich sie später, als mir aufgrund des in rauen Mengen zugeführten Wodka-Bull doch mal übel wurde und ich heftiges Sodbrennen bekam, missbrauchen musste, und sie&#8230; Ach, lassen wir die Details&#8230; Mit der entsprechenden Leckerität aus der Vorspeisentruhe unseres Lieblingsitalieners hat das jedenfalls so viel gemein wie Becherpudding aus dem Supermarkt mit meiner <a target="_blank" href="http://lukuhlus.blog.de/2007/03/24/schlemmer_rezept_mousse_au_chocolat~1965733/">selbstgemachten Mousse au Chocolat</a>. </p>
<p>Und auch der Napf mit den Knabber-Nüssen &#8211; gut, die waren wenigstens nicht sofort als stinknormale 99Cent-Dosen-Nüsse zu erkennen, aber auch die darauf verstreute Kräutermischung konnte nicht darüber hinweg täuschen, dass es einfach billige Ware war, die irgendwie aufgehübscht wurde. Apropos aufhübschen: Käsewürfel sind eine tolle Sache. Wenn erstens der Käse von der Qualität her stimmt und wenn er zweitens wenigstens sauber präsentiert wird. Was hier beides nicht der Fall war. Monster-Brocken von teilweise 3x3cm Ausmaß fanden sich in diesem Napf, so dass der Käse gar keine Chance hatte, irgendwelches vorhandenes Aroma beim Zergehen auf der Zunge zu entfalten. Außerdem war er &#8211; nun ja, wer Industrie-Fraß gewohnt ist, für den war er vielleicht schon etwas würziger als gewohnt. Aber selbst blutjunger Mai-Gouda aus unserem Tagwerk-Laden schmeckt noch deutlich intensiver als das da&#8230;</p>
<p>Irgendwann (gefühlte 3 Stunden nach Beginn des Events) kam dann aber auch endlich mal &#8220;was richtiges&#8221; zu essen. Und erntete allgemeines Gelächter. Der Original hochtrabende Name ist mir entfallen, aber es waren genau zwei Scheibchen (&#8220;marinierte&#8221; &#8211; so viel weiß ich noch!) rote Bete, die ungefähr zwei Esslöffel Frischkäse umhüllten, in einer kleinen Lache aus rotem, hartgewordenem Glibber ruhten und mit ein wenig Pistazie sowie einem einzelnen Hälmchen Kresse überstreut waren. Kann lecker sein. Muss aber nicht. Ich mochte zwar in dem Moment den Geschmack ganz gut leiden, allerdings musste ich an ganz stinknormalen Kohlrabi denken, weil ich davon noch zwei ends-leckere Exemplare von unserem Bio-Bauern im Kühlschrank zu Hause hatte und mich just daran erinnerte, dass ich die mal essen sollte. Jedenfalls: auch hier &#8211; Käse&#8230; Naja. Ich glaube, es war wenigstens Ziegen- oder Schafskäse. Das Aroma war viel zu wenig ausgebildet, um es eindeutig sagen zu können. Und vor allem eben: zwei Gabeln davon und die Frage nach dem &#8220;war das alles?&#8221; kam auf.</p>
<p>Gefolgt wurde dieser Gang von einem Carpaccio, zu dem ich leider nichts sagen kann, weil ich nichts davon abbekam. Die Tellergröße war jedenfalls wieder winzig und der Hunger der näher am Bedienenden sitzenden stärker als mein akustisches Durchsetzungsvermögen.</p>
<p>Als dritten Gang gab es dann wenigstens etwas halbwegs Bodenständiges: vier Makis. Zwei mit Lachs und zwei mit Gurke. Der dazu gereichte, eingelegte Ingwer war gut. Also klassische Qualität aus einem China-Restaurant eben. Die Makis an sich &#8211; nun ja, allzuviel verkehrt machen kann man da ja auch nicht. Gut Sojasauce drauf, dann schmeckts wenigstens nach chinesischem Maggi. Durchschnittliches Sushi halt, wie es inzwischen jeder Lieferservice auch hinbekommt.</p>
<p>Und zu guter Letzt die Krönung: ein Nektar-Burger. Hah! Ich hatte an dem Tag ein Metzger-Frühstück, bestehend aus einer Fleischpflanzerl-Semmel von unserem prämierten Dorfmetzger. Der packt Käse mit in die Frikadellen. Leckerst! Und als Unterlage für den Abend machte ich notgedrungen einen Abstecher zu McDonalds, wo ich mir in Eile zwei Cheeseburger gönnte. Und dann eben der Nektar-Burger. Rein von der Größe her war er einfach nur als süß zu bezeichnen. Etwa ein Drittel so viel wie der McCheese und etwa ein Viertel meines Dorfmetzger-Pendants. Geschmacklich dafür &#8211; passt so einigermassen. Nicht schlecht, aber auch nichts außergewöhnliches. Aber derart &#8220;anfixend&#8221;, dass wir zu ganz, ganz später Stunde auf dem Weg zu unserem Hotelzimmer noch bei Burger King einkehren mussten. Sozusagen mein vierter Burger an dem Tag. Einfach nur, um wieder zu wissen, dass es noch echtes Essen gibt.</p>
<p>So viel zum Essen. Zur restlichen Location könnte ich jetzt mindestens noch genausoviel schreiben. Aber das würde dem Abend nicht gerecht. Denn auch wenn ich mich da drin so zu Hause und wohl fühlte wie auf dem Zahnarztstuhl (der Tod jedes Metall-Musikers: 6 Stunden am Stück nur elektronischer &#8220;bum bum bum bum bum&#8221;-Sound im Vier-Vierteltakt bei 80bpm, zu dessen Rhythmus sich viele oberflächliche Modepüppchen zur Selbstbestätigung um anerkennende Blicke bettelnd wiegten und verdrehten), war es ein echt lustiger Abend, weil wir uns allesamt so richtig gediegen die Kante gaben und viel lachten. So gesehen definitiv wiederholenswert &#8211; aber unter anderen Umständen bringt mich niemand auch nur jemals wieder in die Nähe des Nektar. </p>
<p>Deswegen mein Fazit: sorry, aber wer so ein Heidengeld für die Verköstigung verlangt und auf der Homepage einen auf sowas von dicke Hose macht, von dem erwarte ich einfach fünf Klassen mehr Können als dieses lieblose Zusammenschustern von windigen Billigzutaten. Und auch wenn es vielleicht sonst &#8220;gaaaanz anders&#8221; schmecken und richtige Portionen serviert werden sollten oder sowas und wir echt nur einen schlechten Tag erwischt haben sollten &#8211; mit diesem hohen Anspruch, den das Nektar in der Werbung an sich selbst stellt, darf so etwas wie am Freitag einfach nicht passieren. Ich kann daher niemandem ruhigen Gewissens empfehlen, wegen des Essens dort hin zu gehen. Für diese Menge Moneten esst Ihr beispielsweise im <a target="_blank" href="http://www.mastershome-muenchen.de">Master&#8217;s Home</a> zehnmal mehr und tausendmal besser (Rezession darüber fehlt leider, weil keine Zeit, aber beim SEO Stammtisch im Mai habe ich dort die mit Abstand besten selbstgemachten, mit Trüffel gefüllten und in Salbeibutter geschwenkten Ravioli meines Lebens gegessen &#8211; für schlappe 10.50€!).</p>


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</ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/lukuhlus-loha/~4/_diGzsdfXvI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Was mich nervt…</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 15:49:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8230;mich nervt jeglicher Gruppenzwang. &#8230;mich nervt das Ausgrenzen Andersdenkender. &#8230;mich nervt, dass während einer WM die Stimmung der gesamten Nation allein von ein paar so Hanseln auf dem Feld abhängt. &#8230;mich nervt, dass natürlich WIR immer gewinnen, wohingegen aber prinzipiell DIE so scheiße gespielt haben, dass sie verloren haben. &#8230;mich nervt, dass seit zwei Wochen [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;mich nervt jeglicher Gruppenzwang.<br />
&#8230;mich nervt das Ausgrenzen Andersdenkender.<br />
&#8230;mich nervt, dass während einer WM die Stimmung der gesamten Nation allein von ein paar so Hanseln auf dem Feld abhängt.<br />
&#8230;mich nervt, dass natürlich WIR immer gewinnen, wohingegen aber prinzipiell DIE so scheiße gespielt haben, dass sie verloren haben.<br />
&#8230;mich nervt, dass seit zwei Wochen in der Mittagspause über quasi nichts anderes diskutiert wird als über Fußball.<br />
&#8230;mich nervt, dass man inzwischen sogar im &#8220;Business&#8221; schief angesehen wird, wenn man nicht über Fußball mitdiskutieren kann, weil man nicht will.<br />
&#8230;mich nervt, dass an jedem beliebigen Tisch die besten Strategen der Nation sitzen, die den Job als Nationaltrainer natürlich tausendmal besser machen würden als wer auch immer diesen Job gerade inne hat.<br />
&#8230;mich nervt, dass den Längsten hat, wer am meisten und vehementesten über Fußball argumentieren kann.<br />
&#8230;mich nervt, dass keine Sau sich darüber mokiert und es schließlich nur ein Kavaliersdelikt ist, wenn Besoffene lautstark grölend und vuvuzelierend durch die Strassen ziehen, dass aber sofort die Polizei wegen Ruhestörung gerufen wird, wenn mal ein paar Langhaarige &#8220;Slayääääääär&#8221;-rufend vom Konzert kommen.<br />
&#8230;mich nervt, dass <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corpsepaint">Corpsepaint</a> auf völliges Unverständnis stößt, wohingegen schwarz-rot-güldene Faschingsbemalung sogar noch cool wirkt.<br />
&#8230;mich nervt, dass mal wieder hunderttausende Liter Sprit völlig sinnlos für Autokorsos in die Luft gepustet werden und Umweltschutz also anscheinend doch noch nicht in unseren Hirnen angekommen ist &#8211; auch und gerade in den Köpfen der LOHAS, die bei solchem Firlefanz mitmachen.<br />
&#8230;mich nervt, dass man so kritisch denkende Menschen wie mich immer nur mitleidsvoll belächelt.</p>
<p>Mich freut hingegen, dass ich mir in genau solchen Momenten wieder denken kann: Ihr lacht über mich, weil ich anders bin &#8211; aber glaubt mir, ich lache viel mehr darüber, dass Ihr alle gleich seid.</p>
<p>Nix für ungut!</p>


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		<title>LOHAS-Umfrage für Bachelorarbeit</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 11:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem erreichte mich eine nette Email von Lemia Al-Barazanchi, die an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation studiert. Sie schreibt gerade an ihrer Bachelor-Arbeit zum Thema: &#8220;Sowohl als auch Marketing“ – Wie verändern LOHAS die Märkte der Food-, Automobil- und Tourismusbranche? Hierfür ist sie auf unsere Mithilfe angewiesen, denn im Rahmen einer kleinen [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_623" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/06/lohas-umfrage.jpg" class="floatbox" rev="group:622 caption:`lohas-umfrage`"><img src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/06/lohas-umfrage-300x200.jpg" alt="lohas-umfrage" title="lohas-umfrage" width="300" height="200" class="size-medium wp-image-623" /></a><p class="wp-caption-text">5 Minuten, die jeder LOHAS aufwenden sollte.</p></div>
<p>Vor kurzem erreichte mich eine nette Email von Lemia Al-Barazanchi, die an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation studiert. Sie schreibt gerade an ihrer Bachelor-Arbeit zum Thema: <strong>&#8220;Sowohl als auch Marketing“ – Wie verändern LOHAS die Märkte der Food-, Automobil- und Tourismusbranche?</strong></p>
<p>Hierfür ist sie auf unsere Mithilfe angewiesen, denn im Rahmen einer kleinen Umfrage sollen Daten gesammelt werden, wie wir LOHAS bei diesen Themen tatsächlich ticken und wie sich unser Gedanke an Nachhaltigkeit auf unsere Kaufentscheidungen auswirkt.</p>
<p>Das Ganze soll aber keinesfalls dazu dienen, Unternehmen Daten zu liefern, um noch mehr <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing">Greenwashing</a> betreiben zu können, wie leider schon so oft geschehen. Im Gegenteil soll es zeigen, dass wir diese Tricks immer besser durchschauen, derartige Firmen bewusster abstrafen und daher echtes Umdenken bei den Unternehmen stattfinden muss, um uns als neue Käuferschicht zu überzeugen und zu halten. Also je mehr von uns mitmachen, desto mehr Gewicht wird diese &#8220;Stimme&#8221; auch haben.</p>
<p>Deswegen möchte ich jeden Leser bitten, einfach diese kurze (in der Regel höchstens 5 Minuten) <a target="_blank" href="http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=NHSVGVUAGYRD">LOHAS-Umfrage</a> auszufüllen und damit nicht nur Lemia bei ihrer Bachelor-Arbeit zu helfen, sondern allgemein etwas für den &#8220;grünen Ruck&#8221; zu tun, der durch unsere Gesellschaft gehen muss.</p>
<p>Ich bin auf das Ergebnis jedenfalls sehr gespannt!</p>


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</ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/lukuhlus-loha/~4/_7dYZW8igAE" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Asche auf unsere Häupter!</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 17:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenkliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Asche verbindet man ja besonders im Christentum die Buße. Also die Zeit der Einkehr, des Nachdenkens über das Getane, die Einsicht über begangene Fehler &#8211; und die anschließende Reue über selbige. Umso mehr verwundert mich die Tatsache, dass ich seit gestern eigentlich eher nur lauter Panikmeldungen, lautstarke Empörung und  Beschwerden höre, was der Vulkan [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_607" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="alignright size-medium wp-image-614" title="Vulkanausbruch" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/04/Fotolia_12066106_XS-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Also mal ehrlich - habt Ihr nicht auch das Gefühl, dass irgendwas nicht ganz stimmen kann, wenn ein kleiner Vulkan in Island europaweit zu solcher Panik führt?</p></div>
<p>Mit Asche verbindet man ja besonders im Christentum die Buße. Also die Zeit der Einkehr, des Nachdenkens über das Getane, die Einsicht über begangene Fehler &#8211; und die anschließende Reue über selbige.</p>
<p>Umso mehr verwundert mich die Tatsache, dass ich seit gestern eigentlich eher nur lauter Panikmeldungen, lautstarke Empörung und  Beschwerden höre, was der Vulkan in Island verursacht, dessen Namen ich mir weder merken noch tippen kann. Beim täglichen Lesen der Nachrichten bin ich vorhin über die Zahl 150 Millionen Euro gestolpert, die angeblich allein der Lufthansa täglich durch das aktuelle Flugverbot verloren gehen. Dazu noch das Chaos bei der Bahn und auf den Strassen und das entsprechende Gemecker der betroffenen Pendler, die alle von A nach B &#8220;müssen&#8221; und das immer Entfernungen betrifft, bei denen man früher von &#8220;es war einmal in einem fernen Land&#8221; oder zumindest unter Angabe der Anzahl der Tagesreisen sprach.</p>
<p>Also natürlich &#8211; die persönlichen Einzelschicksale sind sicher nervig. Aber sollten wir das Ganze nicht vielleicht doch als Chance zur Einkehr nutzen, mal einen Schritt zurücktreten und uns grundsätzlich überlegen, wie extrem abhängig wir inzwischen anscheinend von der globalen Mobilität sind?</p>
<p>Offenbar ist es ja inzwischen sowas von normal, am Wochenende mal eben zwischen Hier und Dort mit dem Flieger zu pendeln, dass es erst diesen Vulkan und damit die Flugsperre brauchte, um uns überhaupt mal wieder dessen bewusst zu machen. Aber mal mit gesundem Menschenverstand betrachtet &#8211; wie pervers ist eine solche Gesellschaft eigentlich geworden, in der man hier arbeitet, obwohl man eigentlich hunderte oder tausende von Kilometern entfernt wohnt und lebt und dort seine Familie und Freunde hat? Oder wo man einfach &#8220;aus Spaß&#8221; mal eben irgendwohin jettet und dort ein Wochenende verbringt?</p>
<p>Ich will damit niemandem auf den Schlipps treten, aber warum nehmt ihr eigentlich als Berliner eine Stelle in München an, ohne auch konsequent dorthin umzuziehen? Wieso müsst Ihr als verwurzelter Münchner unbedingt in Irland arbeiten und jedes Wochenende dennoch dem Heimweh nachgeben? Und was ist eigentlich so toll daran, vier Stunden für einen Flug hin und zurück aufzuwenden, nur um seinen Arsch über irgendeinen sehenswürdigen Platz zu schieben und damit später bei den Freunden und Kollegen anzugeben &#8211; wenn man das Gleiche doch eigentlich viel entspannter auch in der eigenen Stadt machen kann?</p>
<p>Und wieso ist nur das Fliegen überhaupt so attraktiv billig geworden, dass solche perversen Auswüchse für jedermann erschwinglich wurden? Warum gibt es immer noch keine Umweltsteuer auf Kerosin?</p>
<p>Während ich über diese Fragen philosophiere, merke ich gerade, wie still es hier in Haag an der Amper, etwa 12km nördlich von Freising und damit rund 20km nördlich des Münchener Flughafens geworden ist. Ich sitze auf dem Balkon in der Sonne und abgesehen vom ohrenbetäubenden Vogelgezwitscher und dem Lärmen der spielenden Nachbarskinder ist das einzige &#8220;unnatürliche&#8221; Geräusch der Lüfter meines Laptops. Nur unterbrochen von einem ab und zu durch unsere Straße fahrenden Auto. Zum ersten mal seit ich hier wohne &#8211; und das ist immerhin seit 1995 &#8211; höre ich kein nahezu permanentes Grummeln der startenden Maschinen. Diese haben bei uns zwar glücklicherweise in den meisten Fällen schon ziemlich Höhe gewonnen, so dass es nur ein eher &#8220;unterschwelliges&#8221; Grollen ist (mit der Ausnahme von drei großen Linienfrachtmaschinen, die jeden Tag zur selben Zeit über uns hinweg donnern und mühsam um jeden gewonnen Höhenmeter kämpfen), aber wie gesagt &#8211; erst durch die Abwesenheit dieses Lärms wird mir gerade erst so richtig bewusst, wie viel das eigentlich normalerweise ist.</p>
<p>Ich bin daher so gemein zu sagen: weiter so, Du kleiner isländischer Vulkan! Leg ruhig den Flugverkehr noch länger lahm! Auf dass alle betroffenen Menschen vielleicht mal ein wenig nachzudenken beginnen und dieser Irrsinn des weltweiten Flugverkehrs mit seinen ganzen Folgen für die Umwelt wieder ein wenig zurückgeht. Und so lange Du Feuer und Rauch spuckst, werde ich mit Genuss dem Lärm der Vögel zuhören und erfreut in den strahlend blauen Himmel blicken, der von keinem einzigen Kondensstreifen durchzogen ist &#8211; zum allerersten Mal in den 38 Jahren, seit ich auf diesem Planeten bin.</p>
<p>Und wie sind Eure Erfahrungen mit dem Flugverbot so? Genießt Ihr auch die Ruhe und den blauen Himmel?</p>


<p>No related posts.</p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/lukuhlus-loha/~4/lVQWk1LA3K0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Original chinesische Frühlingsrollen von Frosta?</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 09:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fertigprodukte]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich seit geraumer Zeit den Frosta-Blog abonniert habe und gerne lese. Auch wenn dort noch mit konventionellen Zutaten gearbeitet wird &#8211; das Engagement bezüglich der Ampelkennzeichnung und des Verzichts auf Zusatzstoffe finde ich vorbildlich. Und Schritte in Richtung umweltbewusster Produktion sind auch vorhanden. Doch was musste ich da [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_607" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-607" title="fruehlingsrollen" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/04/fruehlingsrollen.jpg" alt="Frühlingsrollen" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Sind sie nicht lecker anzusehen? Diese gefüllten Teigwaren aus dem fernen Osten sind wahrlich etwas Feines.</p></div>
<p>Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich seit geraumer Zeit den <a target="_blank" href="http://www.frostablog.de/" target="_blank">Frosta-Blog</a> abonniert habe und gerne lese. Auch wenn dort noch mit konventionellen Zutaten gearbeitet wird &#8211; das Engagement bezüglich der Ampelkennzeichnung und des Verzichts auf Zusatzstoffe finde ich vorbildlich. Und Schritte in Richtung <a target="_blank" href="http://www.frostablog.de/produktion-und-anbau/unser-spinat-nach-langem-winter-bioabwasseranlage" target="_blank">umweltbewusster Produktion</a> sind auch vorhanden.</p>
<p>Doch was musste ich da heute lesen? Ein Eintrag, in dem darüber philosophiert wird, ob Frosta jetzt <a target="_blank" href="http://www.frostablog.de/keine/wer-moechte-chinesische-fruehlingsrollen-von-frosta" target="_blank">Frühlingsrollen aus chinesischer Produktion</a> ins Sortiment aufnehmen soll?</p>
<p>Schade. Eigentlich dachte ich, Frosta würde sich in Richtung vernünftiger Lebensmittelproduktion entwickeln. Aber Frühlingsrollen fix und fertig direkt aus China zu importieren? Sie also mit erheblichem Kühlaufwand in einem Schiff um den halben Planeten zu karren? Nein, also das muss  ich im Sinne unserer Umwelt echt nicht haben und sollten diese Rollen tatsächlich ins Produktsortiment Einzug halten, wars das leider mit dem guten Eindruck, den Frosta in den letzten Monaten bei mir aufgebaut hat.</p>
<p>Was denkt Ihr? Würdet Ihr so etwas kaufen, wenn Ihr wisst, wie viel CO2 durch den Transport über die mehr als 9.000km entstanden sind?</p>


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		<title>Open Air Blogging</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 15:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lukuhlus privat]]></category>
		<category><![CDATA[Interna]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei diesem Wetter muss man einfach vor die T&#252;r gehen. Oder in meinem Fall in den benachbarten Biergarten. Deswegen ist das jetzt auch nur ein kleiner Test, wie das mobile bloggen mit dem Motorola Milestone so funktioniert. Also mit dem WordPress-App und nat&#252;rlich mit Bild. Related posts:Neues Theme nach nur drei Tagen NextGen Gallery &#8211; [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei diesem Wetter muss man einfach vor die T&#252;r gehen. Oder in meinem Fall in den benachbarten <a target="_blank" href="http://www.schlossallee-haag.de/">Biergarten</a>. Deswegen ist das jetzt auch nur ein kleiner Test, wie das mobile bloggen mit dem Motorola Milestone so funktioniert. Also mit dem WordPress-App und nat&#252;rlich mit Bild.<br /><img  alt="image" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/04/wpid-2010-04-07-16.08.07.jpg" /></p>


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</ol></p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/lukuhlus-loha/~4/QM9kggNTXaw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Wer KitKat isst, tötet Orang Utans!</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 01:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucher]]></category>

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		<description><![CDATA[Na, da hat Greenpeace ein wahrlich heißes Eisen angefasst und sich mit einem der größten Lebensmittelkonzerne der Welt angelegt. Völlig zu Recht, wie nicht nur ich finde. Denn wieder einmal geht es um die Frage, wie weit die Natur noch zurückstecken soll, nur um unsere blinden Konsum zu befriedigen. Es geht um Palmöl. Dieses Wundermittel [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_595" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-595" title="orang-utan" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/03/orang-utan.jpg" alt="Orang Utan in seiner natürlichen Umwelt" width="320" height="240" /><p class="wp-caption-text">Lange wird es sie nicht mehr geben, wenn Lebensmittelkonzerne wie Nestle weiterhin rücksichtslos Palmöl einsetzen.</p></div>
<p>Na, da hat Greenpeace ein wahrlich heißes Eisen angefasst und sich mit einem der größten Lebensmittelkonzerne der Welt angelegt. Völlig zu Recht, wie nicht nur ich finde. Denn wieder einmal geht es um die Frage, wie weit die Natur noch zurückstecken soll, nur um unsere blinden Konsum zu befriedigen.</p>
<p>Es geht um Palmöl. Dieses Wundermittel der modernen Lebensmittelproduktion. Ohne Palmöl geht gar nichts mehr. Gäbe es diese Pflanze nicht, müssten wir kläglich verhungern. Zumindest wäre das so, wenn wir Nestle und den anderen Konzernen glauben, die Palmöl in unglaublichen Mengen verarbeiten.</p>
<p>Prinzipiell sollen sie das ja auch dürfen, das bestreitet niemand. Doch die Frage ist wieder mal, was hinter dem Supermarktregal passiert. Und das ist einfach unglaublich. Besonders, weil ich über die Brisanz des ganzen Themas <a target="_blank" href="http://lukuhlus.blog.de/2007/11/15/biodiesel_aus_palmol_gute_sache_oder~3300339/" target="_blank">Palmöl</a> schon im November 2007 mal gebloggt hatte &#8211; vor zweieinhalb Jahren. Was sich seitdem geändert hat? Nun, anscheinend gar nichts.</p>
<p>Laut Greenpeace ist Nestle absolut bekannt und bewusst, dass ihr indonesischer Lieferant für Palmöl keinesfalls nachhaltig produziert, sondern munter Urwald rodet und zu Palmöl-Monokulturen verwandelt, um die steigende Nachfrage zu decken. Da dieser Urwald aber die letzte Heimat der von Aussterben bedrohten Orang Utans ist, darf man wohl ohne Übertreibung sagen, dass jedes Nestle-Produkt, das bei uns in den Regalen liegt und in dem Palmöl enthalten ist, mit dem Blut unserer sehr nahen Verwandten aus dem Tierreich bezahlt wurde.</p>
<p>Genau das wollte Greenpeace eigentlich auch. Also alle Produkte anprangern. Strategisch dürfte es aber deutlich risikoloser gewesen sein, sich nur eins rauszupicken und exemplarisch an den Pranger zu stellen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Anwälte Nestle beschäftigt und mit welchen Mitteln die zugeschlagen hätten, wenn man nicht nur eins, sondern eine große Palette ihrer Produkte angegriffen hätte.</p>
<p>Und um das Ganze so richtig schön zu verdeutlichen, gibt es auch ein wunderbaren Werbespot von Greenpeace, bei dem die wahren Fakten eingearbeitet wurden:</p>
<p><object style="width: 580px; height: 360px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="580" height="360" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/IzF3UGOlVDc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed style="width: 580px; height: 360px;" type="application/x-shockwave-flash" width="580" height="360" src="http://www.youtube.com/v/IzF3UGOlVDc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1"></embed></object></p>
<p>Na denn, lieber Leser. Es liegt an Dir.</p>
<p>Wirst Du in Zukunft noch KitKat oder eines der vielen anderen Nestle-Produkte mit Orang-Utan-Blut Palmöl essen? Oder wirst Du etwas kritischer als bisher einkaufen und vielleicht sogar die <a target="_blank" href="http://www.greenpeace.de/themen/waelder/mitmach_aktionen/aktion/petition/kein_palmoel_aus_urwaldzerstoerung/" target="_blank">Online-Petition von Greenpeace</a> unterzeichnen?</p>


<p>No related posts.</p><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/lukuhlus-loha/~4/bASPB5XwaEA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fallout 3 – Broken Steel etc. für PS3 endlich da!</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 19:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lukuhlus privat]]></category>
		<category><![CDATA[PS3]]></category>

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		<description><![CDATA[Hah! Ich wollte nur der offenbar erste Blogger sein, der freudig verkündet, dass seit heute ENDLICH alle fünf Add-Ons zu Fallout 3, nämlich Broken Steel, Operation Anchorage, The Pitt, Point Lookout und Mothership Zeta im Playstation Store erhältlich sind! Meine kleine Göttin hat gestern noch alles durchsucht und da war nix &#8211; und heute war [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_585" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><img src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/11/fallout3.jpg" alt="Fallout 3 - Von Vault-Tec, Amerikas erste Wahl der postnuklearen Simulation. Mein persönliches Spiel des Jahres. 2008 UND 2009." title="Fallout 3" width="256" height="319" class="size-full wp-image-585" /><p class="wp-caption-text">Fallout 3 - Von Vault-Tec, Amerikas erste Wahl der postnuklearen Simulation. Mein persönliches Spiel des Jahres. 2008 UND 2009.</p></div>
<p>Hah! Ich wollte nur der offenbar erste Blogger sein, der freudig verkündet, dass seit heute <strong>ENDLICH</strong> alle fünf Add-Ons zu Fallout 3, nämlich Broken Steel, Operation Anchorage, The Pitt, Point Lookout und Mothership Zeta im Playstation Store erhältlich sind! Meine kleine Göttin hat gestern noch alles durchsucht und da war nix &#8211; und heute war ich so neugierig und wurde fündig!</p>
<p>Was haben wir lange drauf gewartet&#8230; Danke, Bethesda &#8211; wurde auch allerhöchste Zeit, nachdem uns diese Add-Ons schon für Anfang des Jahres versprochen waren, wir zigmal vertröstet wurden und seit dem letzten &#8220;fest versprochenenen Release zum 29.10.&#8221; überhaupt nichts mehr zu hören war.</p>
<p>Jetzt rentiert sich auch endlich eine Playstation Network Card, da jeder Teil 9,99€ kostet. Aber dank des <a target="_blank" href="http://www.gamecodeshop.de/_py_PlayStation-Network/c-21-0-0-0-0-0.html?gclid=CMz8rsnYjZ4CFQWTzAod9zeHCg">GameCodeShops</a> ist es ja nur eine Sache von Minuten, sein Playstation Network Konto aufzuladen.</p>
<p>Nun denn &#8211; Jericho wartet schon seit Monaten auf mich, damit wir gemeinsam in neue Abenteuer ziehen. Was wir wohl auch gleich heute Abend noch tun werden&#8230;</p>


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		<title>Zahnarzt-Angst – und wie ich sie überwand!</title>
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		<comments>http://www.lukuhlus.de/2009/10/13/zahnarzt-angst-und-wie-ich-sie-uberwand/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 14:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lukuhlus privat]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Damit ich auch morgen noch kraftvoll zubeissen kann. Dieser saublöde Slogan, der wohl bis in die 70er des letzten Jahrhunderts zurückgeht, hat mich in letzter Zeit öfter beschäftigt. Denn weil ich ziemliche Angst vor dem Zahnarzt hatte, war ich fast 20 Jahre nicht mehr. Was definitiv eine verdammt lange Zeit ist. Rund die Hälfte meines [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_567" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-567" title="zahnarzt-angst-spritze" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/10/zahnarzt-spritze-angst.jpg" alt="Macht Dir dieses Bild Angst? Mir auch - aber man kann tatsächlich damit leben, wenn man weiß, wie..." width="320" height="256" /><p class="wp-caption-text">Macht Dir dieses Bild Angst? Mir auch - aber man kann tatsächlich damit leben, wenn man weiß, wie...</p></div>
<p>Damit ich auch morgen noch kraftvoll zubeissen kann. Dieser saublöde Slogan, der wohl bis in die 70er des letzten Jahrhunderts zurückgeht, hat mich in letzter Zeit öfter beschäftigt. Denn weil ich ziemliche Angst vor dem Zahnarzt hatte, war ich fast 20 Jahre nicht mehr. Was definitiv eine verdammt lange Zeit ist. Rund die Hälfte meines Lebens&#8230;</p>
<p>Glücklicherweise bin ich aber von Haus aus mit guten Zähnen ausgestattet, so dass ich keine Ruinen im Mund hatte. Also was ich da schon für Bilder gesehen habe&#8230; Abgebrochene und -gefaulte Stummel&#8230; Eitriges Zahnfleisch aufgrund nicht gezogener Stümpfe&#8230; Bäh&#8230; Nö, also für so eine lange Zeit habe ich ein Hammer-Gebiss. Ich hatte zwar Zahnstein ohne Ende und deswegen ziemliche Parodontose, aber ansonsten wirklich erstaunlich wenig Karies. Sagt auch der Zahnarzt, also dass er angenehm überrascht ist.</p>
<h2>Dr. Mengele &#8211; Der Marathon-Mann</h2>
<p>Der Zahnarzt in meiner Kindheit hat mir damals ein brutales Trauma versetzt. Es war Mitte der Siebziger und da war die Technik zwar eigentlich schon recht fortgeschritten &#8211; aber das nutzt ja auch nix, wenn derjenige, der sie bedient, noch vor dem ersten Weltkrieg geboren wurde und dementsprechend mental nach wie vor im Zeitalter von Lachgas und Tretbohrern verweilte. Dr. Görlitz hieß er und war wohl der älteste Zahnarzt Bayerns. Ich erinnere mich an schneeweiße Haare, ein extrem faltiges, altes Gesicht (er sah deutlich älter aus als meine damals etwa 70jährige Oma), eine klassische Hornbrille mit Ferngläsern, die seine Augen fast so groß werden ließen wie die Brillengläser selbst &#8211; und an das leichte Zittern, mit dem er einem die Hand zur Begrüßung hinstreckte. Als wir später im Geschichtsunterricht das Dritte Reich durchnahmen und ich von Dr. Mengele erfuhr &#8211; genau so stellte ich mir diesen Menschenschinder vor. Und als ich später erst den &#8220;<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Marathon-Mann" target="_blank">Marathon Mann</a>&#8221; mit Dustin Hofmann sah&#8230;</p>
<p>Was noch dazu kam: damals machten mir Menschen in Kitteln immer Angst. Mit etwa drei Jahren hatte ich nämlich einen Leistenbruch, und auch wenn ich aus dieser Zeit meines Lebens sonst nichts mehr weiß &#8211; an das Bauchweh kann ich mich noch gut erinnern. Und damit verbunden die Bilder von den Ärzten in ihren weißen Kitteln. Weshalb sich wohl schon früh einprägte: weißer Kittel = Aua!</p>
<p>Und genau so erging es mir dann auch bei Dr. Görlitz. Er versuchte zwar, ruhig und kindgerecht mir mir umzugehen und versprach mir auch, dass es sicher nicht weh tun würde. Aber jedes mal dauerte es maximal eine halbe Minute, bis er abrutschte, mir diesen spitzen Haken ins Zahnfleisch rammte, es also schon ziemlich weh tat und ich also blutete. Im Mund. Eine Stelle, an der ich Blut damals noch überhaupt nicht vertrug. Er entschuldigte sich zwar jedes mal, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass sich in meinem Hirn die Erfahrung einprägte, dass Zahnärzte lügen und es immer weh tut. Auch, wenn sie nur nachsehen.</p>
<h2>Mein erster Kuss &#8211; der Radweg nach Zuchering</h2>
<p>Mit etwa 12 Jahren kam dann der nächste Hammer: ich radelte zum sogenannten &#8220;Bücherbus&#8221;, eine Art mobile Bibliothek in Ingolstadt, die alle zwei Wochen mal in jedem Stadtteil auftauchte, damit man nicht extra bis in die Stadt fahren musste. Ich hatte eine dementsprechend große Tüte voller &#8220;<a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fgp%2Fbestsellers%2Fbooks%2F280897%3Fie%3DUTF8%26ref%255F%3Dpd%255Fzg%255Fhrsr%255Fb%255F1%255F5%255Flast&amp;site-redirect=de&amp;tag=lukuhlus-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Was ist was</a>&#8220;-Bücher an meinem Lenker &#8211; und auf einmal verklemmte sich die in den Speichen, ich machte einen bilderbuchreifen Flug über den Lenker und bremste mit dem Gesicht auf dem Radweg.  Mein erster Kuss sozusagen. Mein halbes Gesicht war aufgeschürft und voller Rollsplit und ich blutete wie frisch abgestochen. Und wie ich nach den ersten Schock-Sekunden bemerkte, fehlte mir auf einmal auch der halbe rechte Schneidezahn. Ein schnell herbeigeeilter Bauarbeiter, der das zufälligerweise mitbekommen hat, entschuldigte sich tausend mal, dass er ein wenig grinsen müsse, aber das hätte soooo lustig ausgesehen&#8230; Aber er half mir gut auf die Beine, versorgte mich erst mal mit sauberen Tempos, bog das Rad wieder zurecht und schob es mit mir zusammen nach Hause &#8211; nachdem er mich tapfer dazu überredete, denn eigentlich wollte ich ja trotz der Blessuren partout zum Bücherbus, weil wenn ich die Bücher diesmal nicht abgebe, muss ich ja Verzugsgebühren zahlen&#8230; Herrje, welch vorbildliche Zahlungsmoral hatte ich damals doch noch&#8230; <img src='http://www.lukuhlus.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Jedenfalls mussten wir natürlich sofort zum Zahnarzt. Etwa ein Drittel des Zahnes war schräg abgebrochen und die Spitze des Nervs lag blank. Höllenschmerzen. Daran kann ich mich noch erinnern. Und an eine riesengroße Spritze. Und an ewiges Schleifen, um da sofort eine Behelfs-Krone drüber zu stülpen. Und an das Zahnweh danach. Geschweige denn das ganze Aua meines restlichen Gesichts. Und natürlich die Hänseleien meiner Schulkameraden, weil ich wochenlang so aussah, wie &#8211; ja, eben so als hätte ich mit dem Gesicht gebremst&#8230;</p>
<p>Dieses Provisorium hielt aber blöderweise nicht wirklich gut. Der Zahnarzt meinte, mein Gebiss müsste sich erst auswachsen, bevor man da mit einer richtigen Krone rangehen könne. Ich müsste also noch drei, vier Jahre mit dem Plastik-Provisorium leben. Und damit, dass er das natürlich nicht richtig festbetonieren, sondern nur mit Spucke fixieren könne. Also natürlich war es keine Spucke, aber die Klebkraft war ungefähr genauso schwach. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich in den darauf folgenden Jahren in irgendwas reinbiss und merkte, wie diese Plastik-Krone drin stecken blieb. Ein extrem unangenehmes Gefühl, wenn es so &#8220;schlapf&#8221; macht und auf einmal die Nervenspitze wieder frische Luft bekommt. Aua! Und jedes mal wieder: Zahnarzt anrufen, Termin ausmachen und ein, zwei Tage mit diesem nur locker drübergestülpten Ding ohne jeglichen Halt leben. Es hielt immer nur gerade so gut, dass es beim Lachen nicht wegen der Schwerkraft von alleine runterfiel. Aber Essen war nicht schön.</p>
<p>Als ich dann 16 war, hatte ich die Schnauze voll von diesem Provisorium und ging zu einem anderen Zahnarzt. Doktor Maurer hieß er. Den Namen werde ich mir gut merken, denn eigentlich war er gar nicht so übel wie der Vorgänger. Psychologisch schon viel besser &#8211; aber natürlich war noch ein Haufen Arbeit nötig, um das Provisorium durch eine richtige Krone zu ersetzen. Vor allem wieder zig Spritzen und viel Schleif-Arbeit in etlichen Sitzungen. Inzwischen dürfte glaube ich höchstens noch die Hälfte des Zahns Original sein. Aber dafür hab ich seitdem etwa zwei Gramm Gold im Mund. Eigentlich schon fast eine kleine Wertanlage.</p>
<h2>Der jugoslawische Barbar</h2>
<p>Ein weiteres Trauma hat mir ein Zahnarzt versetzt, dessen Namen ich mir nie merken konnte und auch nicht wollte. Ich weiß nur, dass er aus dem damaligen Jugoslawien war. Zu der Zeit war ich gerade beim Zivildienst und da herrschen ja etwas eigene Gesetze, was die medizinische Versorgung angeht. Also konkret gab es nur einen einzigen Zahnarzt, zu dem wir gehen durften, wenn der Staat die Rechnung übernehmen sollte. Also ging ich zu dem, weil ich ein kleines Loch in einem der rechten Backenzähne spürte. Und wurde offenbar falsch eingeschätzt, was die Narkotisierung angeht. Klar &#8211; ich hatte damals schon ziemlich lange Haare und damit ist man ja automatisch Kiffer oder zumindest Säufer, das heißt, man verträgt ne ordentliche Portion. Schlecht ist nur, wenn man diesem Klischee nicht entspricht und die Spritze nicht nur örtlich betäubt, sondern sogar der Blutdruck in den Keller rast und der Puls auf 40 runtergeht.</p>
<p>Recht viel mehr weiß ich von diesem &#8220;Erlebnis&#8221; eigentlich fast nicht mehr, außer dass er nach den 5 Minuten Einwirkzeit ziemlich große Augen bekam, als er wieder ins Zimmer kam. Ich fand es eigentlich gar nicht mal so schlimm, weil ich so schön schläfrig war und die Welt sich zu drehen anfing, aber er maß blitzschnell mit leichter Panik im Gesicht meinen Puls, gab mir leichte Klapse auf die Backe, ob ich ihn noch verstehe und stellte seine Helferin ab, dass sie meinen Puls die nächste Viertelstunde weiter überwachen und mit mir sprechen soll und ihn bitte sofort rufen, wenn ich noch weiter absacke.</p>
<p>Also wie gesagt &#8211; eigentlich hatte es sich gar nicht so schlecht angefühlt, aber die Angst vor Spritzen hat das definitiv nicht gemildert. Eher verstärkt.</p>
<h2>20 Jahre stressfrei</h2>
<p>Dementsprechend habe ich mich von diesem Moment an geweigert, freiwillig zu einem Zahnarzt zu gehen. So richtig zur Vorsorge ging ich davor zwar auch nicht, aber wegen der Krone war ich ja sowieso alle paar Monate zwangsweise dort. Und in der Tat hatte ich fast 20 Jahre keine Probleme mehr mit meinen Zähnen. Nur ein Loch zwischen den Zähnen eskalierte vor ein paar Jahren mal ziemlich, weil ich es ewig nicht bemerkte &#8211; und mir an einem nicht gepoppten Popcorn den halben Zahn ausbiss.</p>
<p>Doch ansonsten&#8230;? Wie eingangs erwähnt, bekam ich mächtig Zahnstein, aber den glücklicherweise auch nur innen, so dass es von aussen gar nicht mal so schlimm aussah, wie man vermuten möchte. Mit der richtigen Zahnpasta (Elkos von Edeka &#8211; die billigste überhaupt) blieben meine Zähne sogar trotz starkem Rauchen und extremem Kaffee- und Teegenuss hell. Also nicht strahlend weiß, wie mit dem weißen Riesen gewaschen, aber zumindest helles elfenbeinfarben. Also da hab ich schon weit schlimmeres gesehen.</p>
<p>Das einzige Problem: mein Zahnfleisch ging zurück. Klassische Parodontose eben. Aber weil mir früher die Zahnärzte erzählten, dass man dagegen eigentlich sowieso nicht wirklich was machen könne, nahm ich es einfach hin. Blöd war nur, dass es inzwischen so weit zurückgegangen ist, dass man die Krone deutlich sieht. Also den Ansatz. Mit dem kleinen Goldrand. Doch mit geschickt geübtem Lachen fiel eigentlich auch das nicht wirklich auf.</p>
<h2>Die Katharsis</h2>
<p><span style="background-color: #ffffff; ">Bis es mir jetzt aber im Sommer doch zu bunt wurde. Ich spürte, dass sich an einem Backenzahn links oben eine kleine Lücke bildete. Und fürchtete, nein: wusste, dass das wohl wieder genauso eskalieren würde wie damals rechts oben. Wenn ich diesmal wieder nichts dagegen unternehmen würde.</p>
<p><span style="background-color: #ffffff; ">Also setzte die Grübel-Phase ein. Wie groß ist meine Angst vor dem Zahnarzt eigentlich wirklich? Und wovor genau habe ich eigentlich Angst? Wie in der Therapie damals gelernt, begann ich also, mir die Situationen vorzustellen, die Angst auslösen. Ich spielte also in Gedanken einen Zahnarztbesuch durch und bewertete die einzelnen Stationen auf einer Skala von 1 bis 10. Der Moment, wo man die Praxis betritt und man die erste Nase dieses typischen Geruchs nimmt. Der Moment, wo man aufgerufen wird und quasi nicht mehr zurück kann. Der Moment, wo man auf dem Stuhl Platz nimmt. Der Moment, wo man gebeten wird, den Mund aufzumachen und man die &#8220;Folterwerkzeuge&#8221; näher kommen sieht. Der Moment, wo sich die Spritze nähert. Der Moment, wo man den Einstich spürt. Die unendlich lang wirkende Zeitspanne, bis das Betäubungsmittel eingespritzt ist und die Spritze endlich wieder aus dem Mund verschwindet. Die nicht ganz so lange Zeitspanne, bis sie zu wirken beginnt und man endlich nichts mehr spürt und zu lallen beginnt. Der Moment, wo der Bohrer kommt und sich das Gesicht des Zahnarztes über einen beugt. Der Moment, wo der Bohrer zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Die unendlich lange Zeit, bis der Zahnarzt sagt, dass er jetzt fertig ist. Der Moment, wo man diesen &#8220;Fremdkörper&#8221; zum ersten mal mit der Zunge betastet&#8230;</p>
<p><span style="background-color: #ffffff; ">Ich hab das mal absichtlich so ausführlich aufgedröselt, weil ich es so gelernt habe. Jede Angst wird zwar meist pauschal bezeichnet, aber wenn man ins Detail geht, sind eigentlich nur kurze Momente eines längeren Ablaufs von wirklicher Angst begleitet, wohingegen der Rest eigentlich gar nicht mal so schlimm ist. &#8220;Angst vor dem Zahnarzt&#8221; ist so etwas pauschales, das weiter aufgedröselt gehört. Vor allem auch nicht nur einmal, sondern öfter. Ein Trick bei der Angst-Therapie ist ja der, dass man sich bewusst in einer &#8220;sicheren&#8221; Umgebung befindet und sich gedanklich Schritt für Schritt der Angst machenden Situation aussetzt. Allerdings vermeidet man die unbewusst-automatisch ablaufende Reaktion, hält bei jedem Schritt ein paar Minuten inne, sondiert das Gefühl, das man dabei hat, spielt damit und bewertet es. Auf diese Weise kann man sich bewusst beliebig rein- und raus-zoomen und auch jederzeit einfach abbrechen, wenn es wirklich unerträglich ist &#8211; obwohl man schnell feststellt, dass es das eigentlich gar nicht ist und man auch durchaus ein paar Sekunden auf der Stufe 10 &#8220;aushalten&#8221; kann. Wenn man das ausführlich macht und öfter wiederholt, wird man feststellen, dass man automatisch nicht mehr pauschal beim Wort &#8220;Zahnarzt&#8221; in Schweiß ausbricht, sondern vielleicht nur noch bei dem Gedanken daran, wie der Bohrer das erste mal loslegt. Oder wie bei mir: wenn man den Einstich der Spritze im Mund spürt. Andere Teile dieser Angstsituation werden sich hingegen mit der Zeit als eigentlich gar nicht mal so schlimm herausstellen. Teilweise vielleicht sogar nur als lächerliche 2 oder 3 auf der 10er-Skala. &#8220;Lächerlich&#8221; deswegen, weil man das durchaus auch mit anderen Situationen im Leben vergleichen sollte und dabei feststellt, dass man auch durchaus beim Öffnen einer unerwarteten Rechnung oder ähnlich &#8220;lächerlichen&#8221; Situationen schon auf 2-3 kommen kann.</p>
<p>Und zumindest bei mir hat es geholfen. Natürlich empfand ich eigentlich keinen einzigen Schritt als wirklich angenehm, aber es kristallisierte sich heraus, dass es tatsächlich in erster Linie um die Spritze geht &#8211; und um das Gefühl des Bohrers. Der Rest hingegen &#8211; unangenehm, aber definitiv aushaltbar.</p>
<p>Also stand der praktischen Konfrontation eigentlich nichts mehr im Wege&#8230;?</p>
<h2>Zahnärzte für Angst-Patienten</h2>
<p>Doch. Natürlich stand dem noch was im Wege. Zahnärzte mit den Umgangsformen eines Pferde-Doktors. Also nein, natürlich sind nicht alle so schlimm. Aber wer unter Zahnarzt-Angst leidet, der kann nicht einfach zu einem x-beliebigen Dentisten gehen. Das heißt, können schon &#8211; aber ob das so gut ist&#8230;?</p>
<p>Allerdings hat sich in den letzten Jahren für uns schon fast eine eigene Sparte gebildet. Mehr und mehr Zahnärzte gehen bewusst mit der Problematik um, dass es uns nun mal gibt und dass da auch das motivierendste &#8220;ach, das wird halb so schlimm &#8211; haben Sie keine Angst&#8221; nichts nützt. Und dass es für uns also nicht ausreicht, wenn jemand einfach nur handwerklich gut ist. Wir brauchen ein angenehmes &#8220;Setting&#8221; und einen psychologisch geschulten Arzt, der erkennt, wann konkret unsere Angst ausbricht und der uns dabei hilft, mit möglichst wenig Adrenalin aus diesen Situationen herauszukommen. Andernfalls werden wir zwar diese Behandlung überleben &#8211; aber die Angst wird weiter bestehen. Obwohl es aber absolut möglich ist, mit jeder Angststörung zurecht zu kommen, wenn man mit positiver Konditionierung arbeitet. Das Gehirn arbeitet wie der Straßenverkehr. Wenn sich da mal ein Feldweg an Reaktionen und Gefühlen ausgebildet hat, der mit einer Situation in Verbindung gebracht wird, durchläuft das Gehirn diesen Feldweg immer und immer wieder vollautomatisch, wenn es der Situation ausgesetzt wird. Bis daraus eine Autobahn mit Autopilot wurde, so dass alles sogar unterbewusst abläuft und man die oben erwähnte Schritt-für-Schritt-Betrachtung braucht, um überhaupt noch bewusst einzelne Schritte wahrzunehmen.</p>
<p>Umgekehrt kann man dann aber auch ganz bewusst mal andere Wege provozieren und durch wiederholtes Ausführen das Gehirn dazu bringen, dass es diesen neuen Weg beschreitet. Anfangs muss es ähnlich wie ein störrisches Pferd &#8220;mit Gewalt&#8221; dazu gebracht werden, diesen neuen Weg zu gehen &#8211; aber wenn man das ein paar mal gemacht hat, wird das Gehirn automatisch diesen Weg beschreiten. Vor allem, wenn es gelernt hat, dass damit ja viel weniger Stress verbunden ist. Denn Stress hat eigentlich kein Gehirn gern. Aber es vergisst eben auch gerne, dass es überhaupt ohne gehen könnte. Und die Flucht vor einer solchen Angst-Situation ist schließlich meistens auch einfacher als das bewusste hineingehen in diese Situation. Wie damals bei den Steinzeitmenschen. Wenn da ein Säbelzahntiger vor einem auftauchte, war es meistens einfacher, wenn man einfach die Beine unter die Arme nahm und weglief &#8211; anstatt sich dem Tiger zu stellen, vielleicht böse Wunden davonzutragen, aber mit der Zeit ein so guter Kämpfer zu werden, dass man am Ende noch nicht mal mehr Angst vor dieser reißenden Bestie haben musste.</p>
<p>Kurzum: es gibt bei weitem noch nicht genug davon, aber es gibt eigentlich schon in jeder größeren Stadt Zahnärzte, die auf uns Angstpatienten spezialisiert sind. Und nicht zuletzt dank des Internet ist es auch jedem mit Internet-Zugang einfach und schnell möglich, diesbezüglich zu recherchieren, indem man beispielsweise nach &#8220;<a target="_blank" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=zahn%C3%A4rzte+f%C3%BCr+angstpatienten" target="_blank">Zahnärzte für Angstpatienten</a>&#8221; sucht. Oder man informiert sich in diversen <a target="_blank" href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=zahnarztangst+forum" target="_blank">Foren</a> zu diesem Thema und holt sich Erfahrungsberichte anderer ein.</p>
<h2>Die richtige Atemtechnik</h2>
<p>Etwas, was wir so unterbewusst tun, dass wir es eigentlich nur noch in Extremsituationen bemerken, ist unsere Atmung. Mir fiel auf, dass ich auf dem Zahnarztstuhl fast nicht atmete. Nur sehr flach, aber dafür schnell. Schließlich könnte dem ja das Werkzeug so verrutschen wie Dr. Mengele damals. Außerdem ist es einfach in unserer Natur, dass wir in Stress-Situationen flach und schnell atmen. Oder uns nicht trauen, tief Luft zu holen. Doch die damit verbundene Unterversorgung mit Sauerstoff trägt nun mal auch nicht wirklich zu einem besseren Wohlbefinden bei.</p>
<p>Rechtzeitig zur ersten Panikattacke im Wartezimmer erinnerte ich mich also an eine Atemtechnik, von der ich mal in einer Folge des <a target="_blank" href="http://braincast1.blogspot.com/" target="_blank">Braincast</a> gehört hatte und die mir schon mal half, als ich wie gelähmt im Auto auf einem Parkplatz saß und nicht die Kraft aufbrachte, zu meiner &#8220;Verurteilung&#8221; als Steuerhinterzieher ins Finanzamt zu gehen: einatmen putscht auf &#8211; ausatmen entspannt.</p>
<p>Die Atemtechnik ist eigentlich total simpel: um zu entspannen, muss man einfach nur beim atmen zählen. Beim Einatmen bis 4 zählen, dann die Luft halten und dabei bis 8 zählen, dann während dem Ausatmen wieder bis 8 zählen und ausgeatmet halten, während man wieder bis 8 zählt. Schnell rein &#8211; langsam raus.</p>
<p>Der Trick dahinter ist, dass man beim Ausatmen den Parasympathikus stimuliert. Das ist der Teil des vegetativen Nervensystems, der für die Entspannung sorgt. Sein Gegenspieler ist der Sympathikus, den man beim Einatmen stimuliert und der uns aufputscht. In der normalen Funktion ist das jedem bekannt: ist man entspannt, atmet man unterbewusst langsam und tief &#8211; ist man aufgeregt, atmet man schneller und weniger tief. Beide sind ständig mehr oder weniger aktiv in uns und regeln eben unseren Erregungs- bzw. Entspannungszustand. Doch umgekehrt kann man tatsächlich auch bewusst atmen, um den An- bzw. Entspannungszustand des Körpers gezielt zu beeinflussen!</p>
<p>Da man aber leider nicht weniger Luft einatmen kann, als man ausatmen muss, kann man mit der reinen Menge nicht dafür sorgen, dass man den Körper entspannt. Allerdings kann man eben die Zeitspanne variieren, so dass es dem Körper so vorkommt, als würde man mehr aus- als einatmen. Man atmet also recht schnell ein (bis 4 zählen) und atmet doppelt  so lange aus (bis 8 zählen). Und damit man dabei nicht in eine schädliche Press-Atmung verfällt, hält man die Luft einfach so lange drin bzw. draussen, bis man wiederum bis 8 gezählt hat.</p>
<p>Zugegeben, diese Atmung auf dem Zahnarztstuhl einzusetzen ist erst mal mit viel Überwindung verbunden, während das Adrenalin im Körper pulsiert und einen ablenkt. Außerdem denkt man ja immer daran, dass man seinen Kiefer stillhalten sollte, damit das Werkzeug nicht verrutscht. Allerdings bewegt sich das Kiefer beim Atmen aber auch nicht wirklich, wenn man mal genau aufpasst. Das einzige, was sich da hebt und senkt, ist der Brustkorb. Und selbst das kann man noch minimieren, wenn man &#8220;in den Bauch atmet&#8221; und somit die Bewegung so weit wie möglich vom Mund weg stattfindet.</p>
<p>Mit dieser Technik habe ich es jetzt geschafft, jede Panikattacke auf dem Stuhl zu überwinden. Vermeiden kann man sie natürlich nicht. Aber man kann sie erstaunlich schnell lindern.</p>
<h2>Meine persönliche Erfahrung nach 7 Sitzungen</h2>
<p>Auf meinen Zahnarzt <a target="_blank" href="http://www.drploetz.de/" target="_blank">Dr. Plötz</a> bin ich zwar interessanterweise nicht durch das Internet aufmerksam geworden, sondern durch ein Riesenplakat am Freisinger Bahnhof, wo er für kosmetische Zahnmedizin, Implantologie und seine Spezialisierung auf Angstpatienten wirbt, aber immerhin: ich habe einen gefunden!</p>
<p>Mein erster Besuch war auch noch mit sehr viel Angst und Stress verbunden. Es ging um das schon erwähnte Loch links oben zwischen den Zähnen. Und trotz aller gedanklicher Beschäftigung mit dem Thema lief bei mir ab dem Betreten des Hauses die oben erwähnte Angstreaktion vollautomatisch ab, mein Blutdruck ging in die Knie und ich wäre am liebsten einfach davongelaufen. Aber ich verglich permanent die tatsächliche Situation mit der, die ich mir vorgestellt hatte &#8211; und merkte, dass ich auf der 10er-Skala eigentlich immer mindestens einen, meist sogar zwei oder drei Punkte drunter war. Es war in der Realität also gar nicht so schlimm, wie ich es mir ausgemalt hatte. Vor allem die sehr ruhige Art von Dr. Plötz half mir enorm. Dazu noch ein paar Scherze, mit denen ich immer meine Nervosität überdecke &#8211; und schon war ich sogar am privaten Tratschen mit seiner Frau, die am Empfang sitzt. Das war damals nämlich zwei Tage vor unserer Abreise gen Wacken &#8211; und sie möchte da schon seit Jahren auch mal mit ihren fast erwachsenen Söhnen hin, weil sie früher immer auf den berüchtigten Biker-Treffen auf der Loreley war und sowas endlich wieder erleben möchte. Trotz ihrer vielleicht Anfang 50 &#8211; eine verkappte Metal-Braut also&#8230;! <img src='http://www.lukuhlus.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dementsprechend stressfrei war also auch der nächste Termin, denn bereits beim Betreten der Praxis begrüßte sie mich mit <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mano_cornuto" target="_blank">Pommesgabel</a> und einem beherzten &#8220;Wacköööööööön&#8221;, das ich natürlich erwiderte. Und unter den neugierig-schockierten Blicken des restlichen Personals musste ich dann das Erlebte erzählen und sie ergänzte das mit dem, was sie im Fernsehen gesehen hatte und so weiter &#8211; es war eher wie ein Tratsch in der Kneipe als ein Zahnarztbesuch.</p>
<p>Der zweite Termin zwar jedenfalls für eine PZR. Professionelle Zahnreinigung. Also quasi dampfstrahlen der Zähne, damit der Belag weggeht. Ohne Betäubung, da es über alle vier Quadranten gehen sollte. Und sapperlott &#8211; die Trümmer, die da wegflogen, machten mir echt Angst. Hatte ich tatsächlich einen halben Ziegelstein in meinem Maul rumgetragen? Damit könnte man ja so manche Hofeinfahrt einkiesen, was die da rausholte. Und auch wenn es teilweise schon extrem bis zum Auge hinauf zog &#8211; Barbara machte ihre Arbeit perfekt. Sie verstand jedes Zucken sofort, sagte &#8220;ok&#8221;, pausierte an dieser Stelle, machte kurz danach erst mal woanders weiter und sagte dann Bescheid, wenn sie nochmal an die Stelle ging. Wow. So fürsorglich wurde ich noch nie beim Zahnarzt behandelt. Dementsprechend kamen wir auch ein bisschen ins quatschen und ich erfuhr von ihrer Heimat Brasilien, wo die Zahnversorgung schon noch etwas mittelalterlicher ist, weil die Kosten so hoch sind, wie sie dort unten einen Weißheitszahn entfernt bekam und wie stresslos das dann mit zwei weiteren hier in Deutschland bei Dr. Plötz ging und sie also unbedingt was in Richtung Zahnmedizin machen wollte&#8230;</p>
<p>Beim dritten Termin stellte ich mich also wieder auf literweise Blut ein (mein Zahnfleisch reagierte schon sehr empfindlich auf diese Tortur), allerdings war es dann doch nur eine kurze Kontrolle. Der nette, junge Kollege von Herrn Plötz, dessen Namen ich mir aber leider immer noch nicht merken konnte, übernahm meinen Fall, maß noch die Taschentiefe wegen der Parodontose, entnahm einen Abstrich für das bakteriologische Labor, um die &#8220;Bad Guys&#8221; zu identifizieren, die ich da in meinem Mund habe, sprach alles in Ruhe und ausführlich mit mir durch &#8211; und schon wars erst mal vorbei.</p>
<p>Vor der fünften Sitzung hatte ich dann aber doch wieder ziemlich Bammel. Wir mussten tief in die Taschen des Zahnfleisches, um auch dort sämtliche Ablagerungen zu entfernen und gleich mal einige Bakterien abzutöten. Also quasi jeden Zahn einzeln rausnehmen, die Wurzel polieren, das Zahnfleisch bis zum Kiefer desinfizieren und dann den Zahn wieder einsetzen. Zumindest stellte ich es mir so vor. Aber natürlich geht das nicht so. Mit einem Ultraschall-Strahl wird nur einfach am Zahn entlang bis zur Wurzel ausgespült. Natürlich mit Narkose, denn das ginge dann doch etwas zu weit. Und ich war überrascht, dass ich nichts von dem Ganzen spürte. Das unangenehmste war wirklich die Spritze selbst. Aber ansonsten&#8230;? Eigentlich war es ein entspanntes rumliegen. Ok, mit Maulsperre und grässlichem Geräusch. Aber an der Autobahn zu sitzen ist definitiv lauter.</p>
<p>Gleich am nächsten Tag kam daraufhin die sechste Sitzung, da man ja nur immer eine Gesichtshälfte lähmen sollte und also noch die andere Hälfte ausstand. Und weil ich diesmal ja schon genau wusste, was mich erwartete, war es eigentlich ein Kinderspiel. Bis auf die Spritze natürlich. Warum die aber auch so große Stahlspritzen verwenden müssen, die nach dem Schlächter von Dingsda aussehen. Genau das fragte ich ihn dann sogar und er meinte, dass ihm das noch gar nicht so bewusst war und dass ich da tatsächlich Recht habe. Also dass die für einen Angstpatienten durchaus fies aussehen. Allerdings meinte er, aus Umweltschutzgründen wäre er gegen Plastik-Einwegspritzen, auch wenn diese noch so klein wären. Er würde aber mal mit dem Doktor sprechen, ob sie da nicht wirklich kleinere besorgen sollten&#8230;</p>
<p>Gerade komme ich nun von der siebten Sitzung und inzwischen muss ich sagen, dass sogar die Angst vor der Spritze nicht mehr so groß ist, wie am Anfang. Klar, es ist unangenehm, wenn er reinsticht und sich zentimetertief seinen Weg bahnt &#8211; aber hey, das sind 10 lächerliche Sekunden, dann ist es vorbei! Wenn ich mir dagegen vorstelle, wie viele Stunden ich schon in meinem Leben damit verbracht habe, in Furcht und Terror zu schwelgen, weil ich an den Zahnarzt oder andere Angstsituationen und vor allem, wie ich mich vor ihnen drücken könnte, dachte&#8230;?</p>
<h2>Angst vor der Zukunft?</h2>
<p>Alles in allem muss ich also sagen, dass diese sieben Sitzungen innerhalb der letzten zwei Monate ausgereicht haben, dass ich fast keine Angst mehr habe. Es ist natürlich wie schon mal erwähnt immer noch unangenehm, weil wer hat schon Freude dran, wenn ein Bautrupp mit Presslufthammer in seinem Mund herumfuhrwerkt. Aber es ist aushaltbar. Ein notwendiges Übel einfach. Weil wenn ich mir ansehe, welche Fortschritte mein Gebiss jetzt schon gemacht hat, dass ich wieder viel unbeschwerter lache und das alles für einen vergleichsweise lächerlichen Aufwand&#8230;?</p>
<p>Gern mache ich es also nicht, aber ich werde das jetzt definitiv durchziehen. Erst mal noch die restlichen drei Quadranten von den Amalgam-Relikten befreien und mit Porzellan-Füllungen versehen &#8211; und dann gehen wir sowohl alle vier Weisheitszähne als auch meine Krone an. Vor den letzten beiden Aktionen hab ich zwar schon ziemlich Respekt, weil wir da auch chirurgisch tätig werden müssen, ich das wohl unter Vollnarkose machen lasse und dann wirklich für ein paar Tage Schmerzen im Mund haben werde &#8211; aber wie gesagt: was ist dieser Stress schon im Vergleich dazu, bis an mein Lebensende mit immer mieser werdenden Zähnen rumlaufen zu müssen, mich irgendwann in der Öffentlichkeit so richtig dafür zu schämen und entsprechende Komplexe auszubilden?</p>
<p>Und deswegen muss ich einfach jedem Leidensgenossen Mut machen: es gibt leider keine Pille, die man dagegen nehmen könnte (außer vielleicht <a target="_blank" href="http://www.murnauers.de/bach_notfall_bonbons.html" target="_blank">Murnauer&#8217;s Original Notfall-Bonbons</a> nach Dr. Bach &#8211; die gibts in eigentlich jeder Apotheke und die wirken bei mir Wunder, wenn ich Panikattacken habe, auch wenn ich eigentlich überhaupt nicht an Bach-Blüten glaube!), aber davonlaufen ist auch keine Lösung. Schritt für Schritt mit der Panik auseinandersetzen und ihr mit vernünftigen Gedanken begegnen ist immer noch die beste Möglichkeit. Dazu noch ein entsprechend ausgebildeter Zahnarzt &#8211; und ich garantiere, dass auch Du nach ein paar Sitzungen damit klar kommst. Wie gesagt: jauchzend und frohlockend geht kein Mensch zum Zahnarzt, auch die ohne Phobie nicht. Aber Ziel für uns muss sein, dass wir es aushalten, ohne dabei tausend Tode zu sterben und dass wir ein paar Stunden später stolz sagen können &#8220;ach, eigentlich wars ja wirklich gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hab&#8221;. Was aber nur funktioniert, wenn wir uns bewusst und kontrolliert in die Angstsituation begeben anstatt immer nur vor ihr wegzulaufen und sie somit nur noch zu verstärken.</p>
<p>Also auch wenn es das erste Mal noch die Hölle ist, Du schweißgebadet bist und Dir die Minuten wie Stunden vorkommen &#8211; setze vorab die 10er-Skala ein und wende währenddessen die Atemtechnik an und es wird Dir bedeutend besser dabei gehen als Du es Dir jemals hättest erträumen lassen!</p>
<p>Und merke Dir vor allem: Angst ist absolut nichts, wofür wir uns schämen müssen! Jeder Mensch hat sie! Sie ist etwas absolut Natürliches! Ein Schutzmechanismus, ohne den wir als Lebewesen gar nicht so weit in der Evolution überlebt hätten! Das einzige, wofür wir uns daher schämen müssen, sind Mitmenschen, die die Angst anderer als Ziel für Spott und Hohn verwenden!</p>


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_547" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/09/kohl-lasagne.jpg" class="floatbox" rev="group:546 caption:`Kohl-Lasagne mit Hackfleisch und Feta`"><img class="size-medium wp-image-547 " title="Kohl-Lasagne mit Hackfleisch und Feta" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/09/kohl-lasagne-300x205.jpg" alt="Kohl-Lasagne - wer braucht schon Nudeln, wenn es leckere Kohlblätter gibt?" width="300" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">Kohl-Lasagne - wer braucht schon Nudeln, wenn es leckere Kohlblätter gibt?</p></div>
<p>Kohl-Lasagne &#8211; als ich dieses Wort heute auf der Heimfahrt fallen ließ, rümpfte meine kleine Göttin noch ein wenig die Nase. Als ich dann köchelnderweise zu Gange war, änderte sich das Rümpfen in ein neugieriges Schnuppern. Und als dann ein Stück verlockend auf meinem Teller thronte, musste sie dann doch unbedingt probieren &#8211; und war sehr angenehm überrascht!</p>
<p>Die Idee dazu entstand, weil ich angesichts der aufziehenden Kohl-Zeit mal wieder ein richtig schönes Pfannengericht basteln wollte &#8211; aber dann stellte ich mir vor, wie ich aus dem Ganzen kein kleingeschnibbeltes Gemetzel mache, sondern es wie eine Lasagne schichtweise in einer Auflauf-Form überbacke. Keine neue Idee, wie mir Google inzwischen verraten hat, aber da ich es ohne solche fremde Inspiration machte, bin ich dennoch stolz darauf. Und es wird sie definitiv öfter geben &#8211; vielleicht variiert, aber im Prinzip hat alles wunderbar gepasst.</p>
<p><strong>Man nehme (4 Portionen):</strong></p>
<ul>
<li><span style="background-color: #ffffff;">1 mittelgroßen Kohlkopf</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">500g Hackfleisch</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">2 Paprika</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">2 kleine Zucchini</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">1 Zwiebel</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">2 Knoblauchzehen</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">2 Chilischoten (meine waren nicht so scharf &#8211; also vorher testen und ggf. nur eine verwenden)</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">1 Glas Tomatenmark</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">2 &#8220;Blöcke&#8221; Feta</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">1 &#8220;Kanten&#8221; geriebener Käse zum Überbacken (ich hatte Bergkäse, aber da kann man echt flexibel sein)</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">trockenen Weißwein zum ablöschen (ca. 100ml)</span></li>
<li><span style="background-color: #ffffff;">Pfeffer, Salz, gemahlener Kümmel, Oregano</span></li>
</ul>
<p>Den Kohl in einzelne Blätter zerlegen, den Strunk jeweils herausschneiden und in Salzwasser 10 Minuten weich kochen. Sobald die Blätter weich sind, durch ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.</p>
<p>Währenddessen den Paprika, die Zucchini, die Zwiebel, die Chilischoten und den Knoblauch klein schnibbeln und das Hackfleisch schon mal mit etwas Öl in der Pfanne bei hoher Hitze schön krümelig braten. Danach die Hitze auf etwa 2/3 reduzieren und die Zwiebeln, den Knoblauch und die Chilis unterheben und gut braten, bis die Zwiebel schön glasig ist. Anschließend den Rest Gemüse mit hinein geben, salzen, den Kümmel zugeben und gute 5 Minuten braten. Danach das Tomatenmark zugeben, mit dem Wein ablöschen und einköcheln lassen.</p>
<p>Nun ist ein guter Zeitpunkt, um schon mal den Backofen auf 180° Umluft vorzuheizen.</p>
<p>Eine Auflauf-Form mit etwas Öl einreiben und schichtweise eine Art Lasagne stapeln. Kohlblätter &#8211; Hackfleischmasse &#8211; Kohlblätter &#8211; zerkrümelter Feta &#8211; Kohlblätter &#8211; Hackfleischmasse &#8211; Kohlblätter &#8211; geriebener Käse. Mehr Schichten wurden es bei mir nicht, aber das reichte auch gut. Abschließend noch etwas frisch geriebener Pfeffer und Oregano für&#8217;s Auge und ab damit in Backofen.</p>
<p>Nach gut 20 Minuten müsste der Feta in der Mitte so richtig schön angeschmolzen und der Käse obenauf schön knusprig braun sein &#8211; also raus damit! Ja, wie man meinem Foto ansieht, hätte meine vielleicht noch ein paar Minuten vertragen, aber ich war so hungrig&#8230; <img src='http://www.lukuhlus.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Guten Appetit!</strong></p>


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