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	<title>KWERFELDEIN | Fotografie Magazin</title>
	
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	<description>Das Fotografie Magazin</description>
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		<title>Es geht um das schöne Gefühl</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2012 05:58:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
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		<description>Es ist so schwer, zu beschreiben, was mir das Fotografieren bedeutet, denn es ist nicht so, dass mir die Luft zum Atmen genommen wird, wenn ich monatelang nicht fotografieren kann. Es ist eher so, dass ich eine ganze Weile nicht einmal Lust habe, die Kamera anzuschauen. &lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="120" height="120" class="alignleft size-full wp-image-34817" />Der folgende Artikel stammt von der 22-j&#228;hrigen <a href="http://www.elinamartian.de" target="_blank">Elina Martian</a>, die in Kiel Kommunikationsdesign studiert, statt sich mit einem Fotografiestudium die Freude daran rauben zu lassen. Es bedeutet ihr viel, ein wohlig warmes Gef&#252;hl auszul&#246;sen, wenn man ihre Bilder betrachtet. Elinas Arbeiten k&#246;nnt Ihr auch bei <a href="http://www.facebook.com/ElinaMartian" target="_blank">Facebook</a> und der <a href="http://www.fotocommunity.de/pc/account/myprofile/873709/profile/1" target="_blank">Fotocommunity</a> verfolgen.</div>
<p><strong>Es ist so schwer, zu beschreiben, was mir das Fotografieren bedeutet, denn es ist nicht so, dass mir die Luft zum Atmen genommen wird, wenn ich monatelang nicht fotografieren kann. Es ist eher so, dass ich eine ganze Weile nicht einmal Lust habe, die Kamera anzuschauen. </strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina8.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina8-500x332.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="500" height="332" class="aligncenter size-medium wp-image-35207" /></a></p>
<p>Mal, weil ich mich selbst entmutige, dann weil die Luft einfach raus ist oder ich andere Dinge treibe, die mich gl&#252;cklich machen und tr&#228;umen lassen &#8211; ich mache Entw&#252;rfe f&#252;rs Studium, streiche ein Zimmer neu, laufe mit ausgestreckter Hand durch die L&#228;den und f&#252;hle an allem, n&#228;he, bastle und klebe Inspirationen mit buntem Tesafilm in ein Buch. </p>
<p>Dann &#252;berkommt es mich pl&#246;tzlich wieder, es kribbelt allein beim Gedanken ganz schrecklich in meinen Armen und in meinem Kopf &#8211; das passiert immer, wenn mein ganz, ganz tiefes Interesse geweckt ist, mich zu befl&#252;geln scheint und das ist das Zeichen: Ich muss wieder fotografieren.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina4.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina4-500x332.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="500" height="332" class="aligncenter size-medium wp-image-35203" /></a></p>
<p><span id="more-34816"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina5.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina5-500x332.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="500" height="332" class="aligncenter size-medium wp-image-35204" /></a></p>
<p>Die Fotografie ist f&#252;r mich eine unheimlich emotionale Angelegenheit. Einen Plan habe ich dabei nie. Denn es ist einfach so, dass mich ein Plan eher verunsichert und ich f&#252;hle mich unheimlich eingeengt. Wenn es ums Fotografieren geht, leide ich n&#228;mlich an schrecklichen „Stimmungsschwankungen“ und das, worauf ich gestern noch Lust hatte, interessiert mich heute so gar nicht mehr, deswegen bedeutet mir diese Spontanit&#228;t unheimlich viel. </p>
<p>So kann ich ganz planlos, je nach Gef&#252;hl des Tages entscheiden, was passiert. Au&#223;erdem liegt es mir sehr am Herzen, vor dem Shooting viel, viel Zeit mit dem Modell zu verbringen, gemeinsam zu lachen und sich aufeinander einzustimmen, stundenlang zusammen den Kleiderschrank zu durchw&#252;hlen, sie so n&#228;her kennen zu lernen und dann ganz nach Laune zu entscheiden, wie Make-up und Frisur aussehen sollen. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina1.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina1-500x332.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="500" height="332" class="aligncenter size-medium wp-image-35200" /></a></p>
<p>Meistens schminke und frisiere ich die M&#228;dels selbst und auch wenn es sich eigenartig anh&#246;rt, f&#252;r mich ist diese ganze Vorbereitung immer ein so intimer Moment, dass sp&#228;testens dann meine Stimmung komplett auf das Fotografieren umschwenkt und ich mich dem Modell sehr verbunden f&#252;hle. Ohne diese Verbundenheit funktioniert n&#228;mlich nichts, ich habe es schon versucht: Bl&#246;de Stimmung, bl&#246;de Bilder, bl&#246;der Tag. Deswegen mag ich nicht mehr auf die Zeit mit dem Modell verzichten.</p>
<p>Bei all der Spontanit&#228;t steht doch eine Kleinigkeit auf dem Plan: Wir gehen immer raus, weil ich nat&#252;rliches Licht so liebe. Auf langen Autofahrten beobachte unheimlich gern die Farbstimmung, die in der Luft liegt. Manchmal scheint das irgendwie magisch zu sein. Ich liebe es, wenn das Licht ganz sanft ist und das Gesicht ber&#252;hrt, durch die Haare leuchtet und mich durch die Linse manchmal blendet. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina9.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina9-500x332.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="500" height="332" class="aligncenter size-medium wp-image-35208" /></a></p>
<p>Und genau so sehr liebe ich Gr&#228;ser, B&#228;ume und B&#252;sche &#8211; ich mag, wie sie im Wind hin und her schaukeln und was f&#252;r Schatten sie werfen, wie sie Gesichter verdecken, wie die Zweige pieken und die Haut ein wenig kratzen, wenn ich mich wieder f&#252;r die richtige Perspektive in sie hineinst&#252;rze. </p>
<p>Ich liebe es, mit Festbrennweiten zu arbeiten und um das Modell herumzutanzen, weil ich nur so ein Gef&#252;hl f&#252;r sie und die Umgebung bekomme. Liebe es, mich und das Modell ein wenig im Dreck zu w&#228;lzen, sie in die B&#252;sche reinkrakseln zu lassen und den Matsch, der meine Schuhe manches Mal durchn&#228;sst und auch die Hektik, wenn die Sonne fast untergegangen ist und ich doch eigentlich noch gar nicht fertig bin, will ich irgendwie nicht missen. Das geh&#246;rt einfach alles dazu, zu einem fabelhaften Tag.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina6.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina6-500x332.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="500" height="332" class="aligncenter size-medium wp-image-35205" /></a></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina3.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina3-500x332.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="500" height="332" class="aligncenter size-medium wp-image-35202" /></a></p>
<p>Dann habe ich auch ein totales Faible f&#252;r Farbspiele, die ich eigentlich gar nicht sehe, sondern eher f&#252;hle und genau die versuche ich in die Bilder zu bekommen. So, dass allein die Farbe schon f&#252;r eine Stimmung sorgt, wie ich sie in dem Moment hatte. Mal dramatisch, mal ganz sanft. Aber wenn ich so durch meine Arbeiten klicke, f&#252;hlt es sich manchmal irgendwie an, als w&#228;ren alle Bilder, selbst die dramatischen, gehaucht. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.</p>
<p>Mehr als das, was es drau&#223;en so gibt und dem, was sich in meinem Kopf abspielt, brauche ich eigentlich nicht f&#252;r meine Bilder. Ich nehme mir keinen Assistenten mit, der Reflektoren h&#228;lt, sondern bin immer allein mit dem Modell und mit dem was uns umgibt. Ich interessiere mich nicht f&#252;r Technik, will nicht auf dem neusten Stand sein.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina7.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina7-500x332.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="500" height="332" class="aligncenter size-medium wp-image-35206" /></a></p>
<p>Ich finde, dass viel zu viele Neueinsteiger, aber auch alte Hasen sich zu sehr daf&#252;r interessieren und dabei die Emotionen v&#246;llig au&#223;er acht lassen. Denn auch mit einer super Ausr&#252;stung macht sich ein fesselndes Bild nicht von selbst. Horcht doch lieber in Euch hinein und versucht, Euch nicht an die Technik zu klammern! Auf technische Perfektion kommt es auch gar nicht so an, sondern auf das Gef&#252;hl, das Ihr erlebt und vermittelt.</p>
<p>Ja, mich reizt eigentlich nur dieses Gef&#252;hl, das ich nicht recht beschreiben kann, das mich f&#252;r den Moment aber erf&#252;llt. Und ich erfreue mich an dem Gedanken, dass es da ein paar Menschen gibt, mit denen ich mein Gef&#252;hl teilen kann und hoffe, dass ich ihnen vielleicht mit dem einen oder anderen Bild ein sch&#246;nes Gef&#252;hl in den Kopf, ins Herz, am besten in den ganzen K&#246;rper pflanzen kann. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina2.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/elina2-500x467.jpg" alt="" title="© Elina Martian" width="500" height="467" class="aligncenter size-medium wp-image-35201" /></a></p>
<p>Mehr m&#246;chte ich auch gar nicht und glaube, dass es genau das ist, was mir die Fotografie bringt und was mir so viel bedeutet: Ein sch&#246;nes Gef&#252;hl in meinem Bauch und meinen Armen und meinem Kopf, die dann so schrecklich sch&#246;n kribbeln, wenn ich es brauche.</p>
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<p></p>
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		<title>Der Kampf der inneren Ichs. Im Gespräch mit Marwane Pallas</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 06:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
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		<description>Ich bin ein junger, aufstrebender, franz&amp;#246;sischer Fotograf. F&amp;#252;r mich ist die Fotografie nur ein Hobby. Bevor ich mich in sie verliebte, habe ich viel gezeichnet und ich denke, dass man das auch in meinen fotografischen Arbeiten sehen kann. &lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Cowards-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35183" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Cowards-900px-500x493.jpg" alt="Cowards" width="500" height="493" /></a></p>
<p><strong>Hallo Marwane. Danke, dass Du Dir die Zeit f&#252;r ein Interview mit uns nimmst. Zu allererst, erz&#228;hl uns doch mal ein wenig &#252;ber Dich. Wer bist Du, was machst Du?</strong></p>
<p>Ich bin ein junger, aufstrebender, franz&#246;sischer Fotograf. F&#252;r mich ist die Fotografie nur ein Hobby. Bevor ich mich in sie verliebte, habe ich viel gezeichnet und ich denke, dass man das auch in meinen fotografischen Arbeiten sehen kann.</p>
<p>Ich studiere an einer Wirtschaftshochschule. Aber um die Wahrheit zu sagen, w&#228;re ich im Moment lieber ein Vollzeit-K&#252;nstler. Aber wie ich geh&#246;rt habe, sind die Zeiten gerade hart und mir fehlt auch der Mut zu diesem Schritt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Ivy-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35185" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Ivy-900px-500x500.jpg" alt="Ivy" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span id="more-34700"></span></p>
<p><strong>Was war denn Deine erste Begegnung mit der Fotografie? Warum hast Du eine Kamera in die Hand genommen und weitergemacht?</strong></p>
<p>Traurigerweise, weil ich f&#252;r ein Blog ein Foto von mir brauchte. Einer meiner Freunde zeigte mir deviantArt und dann erstellte ich dort und auf flickr einen Account. Ich entdeckte, dass man mit einer Kamera auch Kunst machen kann.</p>
<p>Ich kaufte meine DSLR im Juni letzten Jahres. Davor hatte ich nicht die Zeit, um zu fotografieren, aber mir war klar, dass ich an einem bestimmten Zeitpunkt anfangen w&#252;rde, ernsthaft Fotos zu machen. Im letzten Sommer hatte ich dann sozusagen die beste Zeit meines Lebens:</p>
<p>Ein freier Monat, ich drau&#223;en in der Wildnis, hei&#223;es Wettter&#8230; in dieser Zeit machte ich meine „Human Series“. Ich bin eigentlich sehr introvertiert und die Fotografie ist manchmal ein Vorwand, um mich von anderen zu isolieren &#8211; und trotzdem hilft es mir, mich mehr mit anderen Menschen zu verbinden: Zum Beispiel &#252;ber das Internet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/The-Descent-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35188" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/The-Descent-900px-500x451.jpg" alt="The Descent" width="500" height="451" /></a></p>
<p><strong>Das klingt ja erst einmal wie ein Widerspruch. Hat die Fotografie Dein pers&#246;nliches Leben ver&#228;ndert?</strong></p>
<p>Manchmal f&#252;hle ich mich, als h&#228;tte ich eigentlich zwei Pers&#246;nlichkeiten. Einerseits bin ich ein Wirtschaftsstudent, der sich wirklich f&#252;r &#214;konomie und Politik interessiert, der es genie&#223;t, Anz&#252;ge zu tragen und die Finanzpresse zu lesen.</p>
<p>Aber die Fotografie half mir, eine neue Seite zu entdecken. Eine Per&#246;nlichkeit, die Kunst und alle m&#246;glichen Arten von Kreationen genie&#223;t, ebenso wie barfu&#223; im Wald herumzulaufen, obwohl ich vorher wahnsinnig auf Hygiene bedacht war.</p>
<p>Die Natur zu erkunden, w&#228;hrend ich fr&#252;her die Art sonderliches Kind war, die sich in B&#252;cher vertieft und fast nie das eigene Zimmer verl&#228;sst. Also, ja &#8211; ich denke, die Fotografie hat mir einfach geholfen, mir bisher unbekannte innere Potentiale erkennen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Exotic-Mind-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35184" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Exotic-Mind-900px-500x505.jpg" alt="Exotic Mind" width="500" height="505" /></a></p>
<p><strong>W&#228;hrend das ja gro&#223;artig klingt. Wie reagieren denn die Menschen auf diese zwei Seiten von Dir?</strong></p>
<p>Bevor ich diese Frage beantworten konnte, habe ich ein paar meiner Freunde dazu befragt. Sie sagten, dass es gro&#223;artig ist, weil ich dadurch nicht einfach in eine Schublade gesteckt werden kann, dass ich aufgeschlossen bin, obwohl einige Leute denken, dass ich eigenartig bin. Ein Freund sagte mir, dass ich in einer priviligierten Position sei, die man beneiden k&#246;nnte, weil ich sozusagen „das Beste von beiden Welten“ h&#228;tte.</p>
<p>Aber eigentlich ist das nur so, weil ich nicht den Mumm habe, um mich f&#252;r eine der beiden Seiten zu entscheiden. Ich w&#228;re lieber g&#228;nzlich ein K&#252;nstler. Aber im Moment wei&#223; ich nicht recht, welchem Pfad ich am besten folgen sollte. In Wirklichkeit ist es also sehr frustrierend.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/The-Doll-nejma-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35242" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/The-Doll-nejma-900px-500x666.jpg" alt="The Doll" width="500" height="666" /></a></p>
<p><strong>Meistens bist Du Dein eigenes Modell. Warum? Und wie f&#252;hlt es sich an, sich so &#246;ffentlich zu pr&#228;sentieren, oft sogar sehr nackt?</strong></p>
<p>Ich wurde das schon so oft gefragt, dass ich sogar ein kurzes Essay dar&#252;ber geschrieben habe f&#252;r eine Hausarbeit in Englisch. Ich werde jetzt nicht die ganzen 3.000 Worte des Dokuments hier einf&#252;gen, aber Selbstportraits bedeuten mir sehr viel. Ich mache Selbstportraits, um meine kreative Identit&#228;t zu erforschen, meine Gef&#252;hle zu kanalisieren und mein Selbstbewusstsein zu st&#228;rken. Es ist eine Art Therapie.</p>
<p>Wenn ich kreativ bin, m&#246;chte ich aktiv werden, deshalb spiele ich auch alle Rollen. Und wenn ich schon mit Modellen arbeite, dann w&#228;hle ich die Kleidung aus, mache das Make-up und mime die Posen. Aber die meisten meiner Selbstportraits k&#246;nnten auch nichts anderes als Selbstportraits sein: Ich denke, dass ich niemanden finden k&#246;nnte, der auch nur die H&#228;lfte von dem machen w&#252;rde, was ich getan habe.</p>
<p>Ich sa&#223; auf einem brennenden Stuhl, habe mich selbst ungez&#228;hlte Male verletzt, habe die schmutzigsten Dinge auf meinem K&#246;rper und Haar verteilt, lag im Winter nackt in einem kalten Fluss, w&#228;hrend es schneite, schwamm mit dem Fernausl&#246;ser zwischen den Z&#228;hnen zu der Stelle, an der ich mich fotografieren wollte. Es schert mich nicht, wenn ich dabei komisch aussehe.</p>
<p>Und vor allem bin ich immer da, wenn ich mich selbst brauche, ich muss also keinen Termin finden und was noch dazu geh&#246;rt, ich habe einfach Zeit. Es sind nur ich, ich und nochmal ich, es macht die Dinge so einfach. Ich denke nie daran, was die Leute &#252;ber meine Arbeiten sagen werden; dar&#252;ber, dass ich nackt seltsame Dinge tue oder nicht &#8211; es ist mir wirklich egal.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/And-everything-was-so-quiet-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35181" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/And-everything-was-so-quiet-900px-500x454.jpg" alt="And everything was so quiet" width="500" height="454" /></a></p>
<p><strong>Was sind wiederkehrende Themen in Deinen Arbeiten, was m&#246;chtest Du zeigen oder erz&#228;hlen?</strong></p>
<p>Natur und Menschen. Ich mag urbane Umgebungen nicht so sehr, ich bin ein Junge vom Land. Ich zeige kaum Zivilisation, denn ich mag es, meine Hauptakteure in der Wildnis zu isolieren. Ich mag auch Traurigkeit; eine Emotion, die oft in meinen Bildern vorkommt.</p>
<p>Zudem bin ich von Gef&#252;hlen der Lethargie inspiriert, denn ich m&#246;chte, dass die Welt „angehalten“ aussieht. Ich m&#246;chte, dass die Zeit au&#223;en vor ist, ich sehe direkt in die Kamera, um Emotionen besser zu transportieren und manchmal bediene ich mich an den Gesten von T&#228;nzern, um mehr Anmut zu erreichen.</p>
<p>Basierend auf dem Kampf der Kulturen und dem Kampf meiner inneren Ichs habe ich ganze Serien gemacht. Ich bin ein gro&#223;er Fan der Geschichtswissenschaft. Ich denke, dass unser fr&#252;herer Kolonialismus eine Menge dar&#252;ber aussagt, was wir sind.</p>
<p>Aber abgesehen von diesen Beispielen gilt f&#252;r den Rest meiner Werke, dass jedes einzelne eigenst&#228;ndig ist und dass ich meine Bilder nicht „zerdenke“. Es ist ein Prozess, der viel mehr unterbewusst stattfindet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Being-Human-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35182" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Being-Human-900px-500x427.jpg" alt="Being Human" width="500" height="427" /></a></p>
<p><strong>Das hei&#223;t, Du hast keine „Interpretationen“ zu Deinen Arbeiten? Wie taucht die Idee f&#252;r eine Arbeit auf, entwickelt und vollendet sich dann im fertigen Bild?</strong></p>
<p>Sehr oft sind meine Bilder improvisiert, ich mache spontan Dinge vor der Kamera. Ich gehe einfach raus, ohne dass ich Ideen im Kopf habe und lasse mich dann von dem Ort inspirieren, den ich finde, von Requisiten, die ich mitgebracht habe und vor allem vom Licht!</p>
<p>In der Nachbearbeitung bearbeite ich manchmal nur die Farben und manchmal versuche ich wiederum etwas vollkommen anderes und Ungeplantes, wie etwa, das Bild auf den Kopf zu stellen und so etwas. Das Ergebnis ist die Summe aus den zuf&#228;lligsten Versuchen.</p>
<p>Das macht es erst zum Spa&#223;, denn wenn alles geplant w&#228;re, die ganze Zeit, dann w&#252;rde es am Ende anstrengend werden. Die Vorstellungskraft sollte niemals von einem vorher festgelegten Pfad verschlossen werden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Moonrising-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35186" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Moonrising-900px-500x536.jpg" alt="Moonrising" width="500" height="536" /></a></p>
<p><strong>Ich erinnere mich daran, dass Du einmal erw&#228;hntest, dass Deine Werke auf einige Betrachter hochgradig christlich wirken, ohne dass Du das beabsichtigt h&#228;ttest. Was denkst Du &#252;ber solche Interpretationen?</strong></p>
<p>Das ist komplett damit verbunden, dass Gem&#228;lde aus der Renaissance schon seit meiner Kindheit meine haupts&#228;chliche Inspiration sind. Als ich sehr jung war, zeichnete ich Madonnen, obwohl meine Familie nicht christlich ist.</p>
<p>Ich habe auch ein Foto von mir als M&#228;rtyrer am Kreuz gemacht. Aber selbst, wenn ich nicht eine unmittelbar christliche Szene darstelle, sind einige Themen an sich sehr christlich, zum Beispiel das Thema des Leidens. Aber ich denke, dass diese Wirkung vor allem durch meine Bildreferenzen entsteht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/PASSION-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35187" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/PASSION-900px-500x500.jpg" alt="Passion" width="500" height="500" /></a></p>
<p><strong>Du hast vorhin schon ein anderes spannendes Thema angesprochen: Nachbearbeitung. Was machst Du in diesem Schritt und was bedeutet es f&#252;r Deine Arbeiten? Wo siehst Du Grenzen, was w&#252;rdest Du in der Nachbearbeitung niemals tun?</strong></p>
<p>Mein Prozess der Nachbearbeitung macht die Leute immer sehr neugierig. Meistens spiele ich mit selektiven Farbanpassungen und den Kurven. Um das tun zu k&#246;nnen, muss ich daf&#252;r Aufnahmen machen, die so bunt wie nur m&#246;glich sind, mit einer sch&#246;nen orangen Sonne.</p>
<p>Einmal fotografierte ich eine Hochzeit und zeigte der Hochzeitsplanerin die Fotos, die ich gemacht hatte. Sie sagte, dass sie sch&#246;n seien und fragte mich, wie ich sie bearbeitet h&#228;tte. Allerdings hatte ich ihr die Bilder auf meiner Kamera gezeigt, sie waren daher vollkommen unbearbeitet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Own-Personal-jesus-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35241" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Own-Personal-jesus-900px-500x728.jpg" alt="Own Personal Jesus" width="500" height="728" /></a></p>
<p>Es ist also eine Kombination von Nachbearbeitung und Vorbereitung, ich bin kein digitaler Maler. Es ist &#228;rgerlich, wenn die Leute annehmen, dass alles manipuliert sei. Dass dieser Stuhl auf den Fotos nicht brannte, obwohl er es tat und ich mich auch fast verbrannt h&#228;tte. Wenn sie glauben, dass ich mich einfach in einen falschen Hintergrund hineinmontiert h&#228;tte und wenn sie denken, dass ich ein Studio besitzen und dort alles kreieren w&#252;rde.</p>
<p>Dabei ist gerade das genaue Gegenteil der Fall: Ich mag es, die echte Welt k&#252;nstlich aussehen zu lassen. Es ist viel beeindruckender. Ich mag es, der realen Welt, die ich fotografiere, einen malerischen Anblick zu geben. Bevor ich anfing, zu fotografieren, habe ich gezeichnet und gemalt, die Gem&#228;lde aus der Renaissance sind immer noch meine gr&#246;&#223;te Quelle der Inspiration. Indem ich sie kopiert habe, lernte ich, zu zeichnen.</p>
<p>Ich mag es auch, meine Bilder alt aussehen zu lassen, indem ich entsprechende Themen, Kulissen und Texturen benutze. Irgendwie habe ich eine alte Seele. Mein Schlafzimmer sieht aus wie ein alter Dachboden, nur mit Holzm&#246;beln und Zeug, das ich sammle. Daher &#252;berrascht es die Leute nicht, wenn sie meine Arbeiten sehen. Es reflektiert wahrhaftig meine ruhige und romantische Pers&#246;nlichkeit.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/The-Guard-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35189" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/The-Guard-900px-500x500.jpg" alt="The Guard" width="500" height="500" /></a></p>
<p><strong>Was sind Deine Pl&#228;ne und Tr&#228;ume f&#252;r die Zukunft? Wohin willst Du mit der Fotografie?</strong></p>
<p>Nat&#252;rlich sind meine Zukunfstr&#228;ume und -pl&#228;ne nicht identisch. Ich w&#252;nschte, ich w&#228;re talentiert und selbstsicher genug mit meinen Arbeiten, um alles andere aufzugeben und ausschlie&#223;lich K&#252;nstler zu sein. Aber ich werde einfach meinen Abschluss machen und dann weniger Zeit f&#252;r die Fotografie haben.</p>
<p>Kurzfristiger betrachtet will ich jedoch, dass meine Fotografie st&#228;rker handgefertigt wird, vielleicht mit selbst hergestellten Requisiten, insgesamt konzeptioneller und weniger naiv.</p>
<p><strong>Marwane, ich danke Dir sehr f&#252;r dieses Interview. Ich w&#252;nsche Dir f&#252;r Deine Zukunft das Beste und freue mich schon sehr auf Deine n&#228;chsten Arbeiten!</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/The-Year-of-Magical-Thinking-900px.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35190" title="© Marwane Pallas" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/The-Year-of-Magical-Thinking-900px-500x629.jpg" alt="The Year of Magical Thinking" width="500" height="629" /></a></p>
<p>Marwane Pallas&#8217; Arbeiten k&#246;nnt Ihr auf <a href="http://www.marwanepallas.com/" target="_blank">seiner Webseite</a>, <a href="http://gerry-and-me.deviantart.com/" target="_blank">deviantArt</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/gerry-and-me/" target="_blank">flickr</a>, <a href="http://500px.com/MarwanePallas" target="_blank">500px</a> und <a href="https://www.facebook.com/marwane.pallas.photos" target="_blank">Facebook</a> sehen.</p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;">Das Interview habe ich mit Marwane auf Englisch gef&#252;hrt und anschlie&#223;end &#252;bersetzt.</span></p>
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<p></p>
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		<title>Kunstvolle Inszenierung von Flüssigkeiten</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 06:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Breitung</dc:creator>
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		<description>Nachdem mein erster Artikel &amp;#252;ber Wassertropfenfotografie sehr gut angekommen ist, kommt hier nun ein weiterf&amp;#252;hrender Artikel, der sich wieder mit dem Thema der kunstvollen Inszenierung von Fl&amp;#252;ssigkeiten besch&amp;#228;ftigt. Dieses Mal erl&amp;#228;utere ich weitere Techniken, die auch mit fotografischer Grundausr&amp;#252;stung realisierbar sind, in der Hoffnung, dass sich einige selbst an der wundervollen Welt der Tropfen, Fl&amp;#252;ssigkeiten und Farben versuchen.&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-20965" style="float: left; margin-right: 10px;" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2011/08/Portrait-web-100x130.jpg" alt="" width="100" height="130" /><a href="http://www.markusreugels.de/" target="_blank">Markus Reugels</a> wohnt in der N&#228;he von Schweinfurt und arbeitet als Parkettleger. In der Fotografie hat er sich auf den Makrobereich beschr&#228;nkt. Daran fasziniert ihn die Tatsache, dass man mit Hilfe der Kamera kleine unscheinbare Dinge gro&#223; in Szene setzen kann. Die Natur hat viele kleine Wunder, die wir Menschen leider nicht wahrnehmen oder nicht wahrnehmen k&#246;nnen. Da hilft die Fotografie, das Ganze f&#252;r uns interessanter darzustellen. Seine Bilder findet Ihr auch in der <a href="http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1507860" target="_blank">Fotocommunity</a>.</div>
<p><strong>Nachdem mein <a href="http://kwerfeldein.de/index.php/2011/08/30/wassertropfen-in-perfektion/">erster Artikel</a> &#252;ber Wassertropfenfotografie sehr gut angekommen ist, kommt hier nun ein weiterf&#252;hrender Artikel, der sich wieder mit dem Thema der kunstvollen Inszenierung von Fl&#252;ssigkeiten besch&#228;ftigt. Dieses Mal erl&#228;utere ich weitere Techniken, die auch mit fotografischer Grundausr&#252;stung realisierbar sind, in der Hoffnung, dass sich einige selbst an der wundervollen Welt der Tropfen, Fl&#252;ssigkeiten und Farben versuchen.</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/4.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/4-500x281.jpg" alt="copyright 2012 Markus Reugels " title="© Markus Reugels " width="500" height="281" class="aligncenter size-medium wp-image-34994" /></a></p>
<p><strong>Kronen</strong></p>
<p>Als Erstes gehe ich auf die wohl beliebteste Form bei Einsteigern ein: Die Krone. Um sie in einer gef&#252;llten Wasserschale einzufangen, reicht ein Tropfen Wasser aus. Aber die sch&#246;nsten Kronen entstehen, wenn ich sie auf einer Plexiglasplatte produziere &#8211; eine Glasplatte ist leider nicht zu gebrauchen, da sie eine doppelte Spiegelung erzeugt. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/1.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/1-500x500.jpg" alt="copyright Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-35000" /></a></p>
<p><span id="more-34969"></span></p>
<p>Hierf&#252;r muss ich am Aufprallpunkt etwas Fl&#252;ssigkeit platzieren: Es bietet sich an, farbiges Wasser oder Milch zu benutzten. Ohne diese Basis w&#252;rde keine Krone entstehen, sondern nur eine flache Scheibe, deren R&#228;nder nicht in die H&#246;he ragen. </p>
<p>Alternativ kann ich auch einen d&#252;nnen Wasserfilm auf der Plexiglasplatte verteilen. Dadurch spare ich mir das Auftragen des ersten Tropfens. Ich kann zwar keine so farbenfrohen Kronen erzeugen, aber das l&#228;stige S&#228;ubern nach jedem Versuch wird hinf&#228;llig. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/3.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/3-500x333.jpg" alt="copyright Markus Reugels " title="© Markus Reugels" width="500" height="333" class="aligncenter size-medium wp-image-34997" /></a></p>
<p>Wie &#252;blich in der Tropfenfotografie ist es besser, mit verdicktem Wasser zu arbeiten. Auf schwarzem Hintergrund benutzte ich sehr gern Sahne, diese hat genau die richtige Konsistenz und bildet einen sehr guten Kontrast zum Hintergrund. Allerdings ist die Beleuchtung etwas kniffliger als vor einem hellen Hintergrund.</p>
<p><strong>Double Pillar</strong></p>
<p>So habe ich eine Technik getauft, die ich vor Kurzem entdeckt habe. Mit ihr lassen sich nur sehr schwer sch&#246;ne und ruhige Formen erzeugen, dennoch sind die Ergebnisse mehr als sehenswert.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5-500x333.jpg" alt="copyright Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="333" class="aligncenter size-medium wp-image-35003" /></a></p>
<p>Um derartige Bilder zu erschaffen, ben&#246;tige ich zwei Tropfen, die in einem bestimmten Abstand zueinander synchron ins Wasser fallen. Die entstehenden Wassers&#228;ulen ziehen sich dabei gegenseitig an und vereinigen sich zu einer einzelnen S&#228;ule, auf der ich einen dritten Tropfen platziere. F&#252;r solche Aufnahmen werden mindestens drei Ventile ben&#246;tigt, die unabh&#228;ngig voneinander angesteuert werden. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6-500x333.jpg" alt="copyright Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="333" class="aligncenter size-medium wp-image-35006" /></a></p>
<p>In Planung sind bereits Aufnahmen mit vier S&#228;ulen, doch leider habe ich es noch nicht zustande gebracht, alle vier S&#228;ulen im Mittelpunkt zu vereinen. Bis jetzt ist es mir lediglich gelungen, drei S&#228;ulen auf einen Nenner zu bringen. Doch den Gedanken mit vier S&#228;ulen habe ich noch nicht verworfen und er wird zu gegebener Zeit wieder in Angriff genommen. Von Misserfolgen lasse ich mich nicht kleinkriegen.</p>
<p><strong>Farbexplosionen</strong></p>
<p>Diese Aufnahmen machen sehr viel Spa&#223;. Man hat jedoch so gut wie keinen Einfluss auf das Ergebnis. Dennoch k&#246;nnen dabei sehr beeindruckende Bilder entstehen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/11.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/11-500x333.jpg" alt="copyright Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="333" class="aligncenter size-medium wp-image-35009" /></a></p>
<p>Das Prinzip ist einfach: Ein Luftballon wird &#252;ber einen Lautsprecher gest&#252;lpt und dient als Membran, auf der ich die Farben platziere. Als Basis gebe ich einen Teel&#246;ffel verdicktes Wasser auf die Membran, mit einer Pipette gebe ich Farbe hinzu. Das hat den Vorteil, dass die Formen etwas l&#228;nger zusammenhalten, bevor sie zerrei&#223;en. Durch Musik wird die Membran in Schwingung versetzt und dadurch springen die Tropfen in unterschiedlichsten Formen nach oben.  </p>
<p>Anfangs habe ich B&#228;sse aus Technomusik verwendet oder mit Frequenzen eines Tongenerators gearbeitet. Doch mit der Zeit bin ich dahinter gekommen, dass das nicht optimal ist. Jetzt benutze ich ein Keyboard, um die T&#246;ne zu erzeugen. Das hat den Vorteil, dass ich nur einen Ton ben&#246;tige und die Farben sich nicht so sehr mischen. Dadurch ist es m&#246;glich, noch ein zweites oder drittes Bild mit den gleichen Farben zu machen, ohne dass es eine braune Suppe wird.</p>
<p>Meine Kamera l&#246;se ich &#252;ber einen Soundtrigger aus. Somit kann ich gezielt steuern, wann die Kamera ausl&#246;sen soll. Es geht aber auch ohne, jedoch hat man dann weit weniger Kontrolle und ben&#246;tigt unter Umst&#228;nden mehr Versuche.  </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/12.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/12-500x500.jpg" alt="copyright Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="500" class="aligncenter size-medium wp-image-35012" /></a></p>
<p>In meinen aktuellen Bildern habe ich noch einen fallenden Tropfen in die Farbexplosionen eingebracht. Dieser soll beim Zusammensto&#223; mit der nach oben springenden Farbe einen Schirm erzeugen. Da ist aber viel Zufall im Spiel, da ich nie wei&#223;, wie sich die Farbe nach oben bewegt.</p>
<p><strong>Was bei solchen Aufnahmen noch wichtig ist:</strong> Jede Kamera hat eine Ausl&#246;severz&#246;gerung (Shutter Lag). Das hei&#223;t, wenn die Kamera ausl&#246;st, ist die Action schon vorbei. Das kann ich umgehen, indem ich in einem abgedunkelten Raum fotografiere und &#252;ber die Blitze ausl&#246;se. Die Ausl&#246;sung sollte dabei recht fr&#252;h erfolgen. Je sp&#228;ter die Blitze ausgel&#246;st werden, umso st&#228;rker rei&#223;en die Formen ab und enden im Tropfenchaos.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/9.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/9-500x526.jpg" alt="copyright Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="526" class="aligncenter size-medium wp-image-35015" /></a></p>
<p>Bei meinen Aufnahmen bevorzuge ich einen schwarzen Hintergrund. Um das zu erreichen, best&#252;cke ich meine Blitze mit Lichtformern (Snoots). Dadurch wird Streulicht gering gehalten und nur punktuell beleuchtet. Um auf Nummer Sicher zu gehen, benutzte ich im Hintergrund noch eine schwarze Platte zur Abschirmung.</p>
<p><strong>Cream Flow</strong></p>
<p>Bei dieser Methode werden keine technischen Hilfsmittel, wie etwa die Zeitsteuerung, ben&#246;tigt. Es reichen Kamera, Stativ, Pipette, Fernausl&#246;ser und ein externer Blitz aus. Als Wasserbeh&#228;lter benutzte ich ein sehr kleines Aquarium. Zuerst wird der Beh&#228;lter mit Wasser gef&#252;llt und die Kamera so ausgerichtet, dass sie in einem Winkel von ca. 10-20° von unten auf die Wasseroberfl&#228;che fokussiert. Die Kamera muss komplett manuell eingestellt werden.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/14.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/14-500x333.jpg" alt="© Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="333" class="aligncenter size-medium wp-image-35018" /></a></p>
<p>Meistens fotografiere ich solche Bilder mit einer sehr kleinen Blende von maximal f/16, um m&#246;glichst alles scharf zu bekommen. Als Belichtungszeit benutze ich grunds&#228;tzlich 1/160s, damit funktionieren meine Funkausl&#246;ser am zuverl&#228;ssigsten. Die Blitzleistung darf auch bei diesen Aufnahmen nicht zu hoch gew&#228;hlt werden. Zwar sind die Bewegungen nicht sehr schnell, dennoch kann man durch eine zu lange Abbrenndauer Bewegungsunsch&#228;rfe ins Bild bekommen.</p>
<p>Es gibt verschiedene Methoden, um Farbe ins Bild zu bekommen. Entweder ich f&#228;rbe die Kaffeemilch oder Sahne mit Lebensmittelfarbe ein oder ich benutze farbige Folien am Blitzger&#228;t.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/13.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/13-500x333.jpg" alt="copyright Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="333" class="aligncenter size-medium wp-image-35021" /></a></p>
<p>Wenn alles soweit eingestellt ist, kann es auch schon losgehen mit dem kreativen Teil: Mit der Pipette tr&#246;pfle ich Milch in das Becken und l&#246;se flei&#223;ig die Kamera aus. Da die Fl&#252;ssigkeit ziemlich langsam absinkt (je h&#246;her der Fettanteil, umso langsamer sinkt sie) kann ich mehrmals ausl&#246;sen. Die Bilder drehe ich in der Nachbearbeitung dann um 180°.</p>
<p>Alternativ kann ich auch einen hellen Hintergrund verwenden und als Fl&#252;ssigkeit Tinte ins Wasser tropfen. Damit lassen sich ebenfalls sehr ansprechende Bilder erzeugen. Durch den hellen Hintergrund ist diese Variante auch einfacher zu beleuchten.    </p>
<p><strong>Soap Film</strong></p>
<p>Um Seifenfilm zu fotografieren, ist keine gro&#223;artige Technik n&#246;tig. Wie bei den Cream-Flow-Bildern ben&#246;tige ich ein Stativ, Fernausl&#246;ser und einen externen Blitz.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/19.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/19-500x333.jpg" alt="copyright Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="333" class="aligncenter size-medium wp-image-35024" /></a></p>
<p>Ich habe mir einen Ring von ca. 5 cm Durchmesser aus Draht geformt und diesen mit Wolle umwickelt. Durch die Wolle platzt der Seifenfilm nicht so schnell, da er mit Fl&#252;ssigkeit versorgt wird. Der kniffligste Teil ist die Beleuchtung und der richtige Winkel des Seifenfilms zur Kamera. Die Kamera darf nicht parallel zum Seifenfilm positioniert werden. Es braucht einen kleinen Winkel von bis zu 5°, um ihn auf den Bildern sichtbar zu machen. </p>
<p>Ich beleuchte die Bilder indirekt &#252;ber einen wei&#223;en Reflektor, den ich U-f&#246;rmig gebogen habe. In die Mitte des Reflektors habe ich ein Loch f&#252;r das Objektiv geschnitten. Den Blitz richte ich auf den Reflektor, dadurch wird der Seifenfilm beleuchtet. Als Hintergrund benutzte ich eine schwarze Pappe. Auch farbliche Hintergr&#252;nde sind m&#246;glich, die besten Erfahrungen habe ich allerdings mit schwarz gemacht &#8211; damit ist die Leuchtkraft der Farben am intensivsten. </p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/20.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/20-500x281.jpg" alt="copyright Markus Reugels" title="© Markus Reugels" width="500" height="281" class="aligncenter size-medium wp-image-35027" /></a></p>
<p><em>Ich hoffe, dass ich Euch mit diesem Artikel inspirieren konnte, vielleicht den einen oder anderen Versuch nachzustellen. Die M&#246;glichkeiten, mit Wasser kreativ zu sein, sind schier endlos. Das ist auch ein Grund, warum ich diese Art der Fotografie so lange betreibe. Ihr findet noch weitere Bilder auf <a href="http://www.markusreugels.de/" target="_blank">meiner Homepage</a> und falls es Fragen gibt, stehe ich nat&#252;rlich gerne zur Verf&#252;gung.</em></p>
<p><iframe style="overflow: hidden; width: 450px; height: 35px;" src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F05%2F21%2Fkunstvolle-inszenierung-von-flussigkeiten%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" frameborder="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p></p>
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		<item>
		<title>browserFruits Mai #3</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 08:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[browserFruits]]></category>

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		<description>Fotospecial: Doppelbelichtungen ~ Deutschsprachig • Den ganzen Juni lang wird Berlin Kreuzberg Schauplatz des Browse Foto-Festivals mit 80 Ausstellungen und Veranstaltungen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken! • Ihr seid Eltern und Eure Spr&amp;#246;sslinge beginnen auch schon, sich f&amp;#252;r Fotografie zu interessieren? KameraKinder und Knipsclub sind zwei p&amp;#228;dagogisch betreute Fotocommunities speziell f&amp;#252;r Kinder bis 12&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fotospecial: Doppelbelichtungen</strong></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/60588920@N04/6773411626/" target="_blank"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7060/6773411626_ef3515e084_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/hoginthesky/6798693177/" target="_blank"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7159/6798693177_0a81b34431_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/benwestwood/5688291080/" target="_blank"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5226/5688291080_67a144c183_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/kseniya_puchina/6646550219/" target="_blank"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7009/6646550219_835967378b_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/ippy_ippy/3705739414/" target="_blank"><img src="http://farm4.staticflickr.com/3489/3705739414_967151f3f7_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/aela/5034985909/" target="_blank"><img src="http://farm5.staticflickr.com/4131/5034985909_6884f9c3cd_s.jpg" alt="" /></a><!-- ZEILENENDE --><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/timslessor/6970949404/" target="_blank"><img src="http://farm9.staticflickr.com/8148/6970949404_60623fa89d_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/optikos/6892758479/" target="_blank"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7186/6892758479_882c85b9f3_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/mehne/6711583697/" target="_blank"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7006/6711583697_719dbc8395_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/danmountford/6761416497/" target="_blank"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7169/6761416497_bf69f06a8d_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/captainbonobo/7204882502/" target="_blank"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5343/7204882502_98e2267c57_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/experience_collector/5437622158/" target="_blank"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5060/5437622158_a93801ffd4_s.jpg" alt="" /></a><!-- ZEILENENDE --><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/probablyokay/5626033026/" target="_blank"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5147/5626033026_9b3a6b34fa_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/inthoughts/6294632863/" target="_blank"><img src="http://farm7.staticflickr.com/6213/6294632863_7db501dc38_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/soloswim/4189980410/" target="_blank"><img src="http://farm3.staticflickr.com/2676/4189980410_44ac60af5f_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/giorgiatolfo/5933536409/" target="_blank"><img src="http://farm7.staticflickr.com/6010/5933536409_ef68de0d80_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/nicolenicky/4712332878/" target="_blank"><img src="http://farm5.staticflickr.com/4067/4712332878_6c4dc4e662_s.jpg" alt="" /></a> <a href="http://www.flickr.com/photos/mohain/5633061342/" target="_blank"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5107/5633061342_afc25c2c31_s.jpg" alt="" /></a><!-- ZEILENENDE --></p>
<p>~</p>
<p><strong>Deutschsprachig</strong></p>
<p>• Den ganzen Juni lang wird Berlin Kreuzberg Schauplatz des <a href="http://www.browse-fotofestival.de/" target="_blank">Browse Foto-Festivals</a> mit 80 Ausstellungen und Veranstaltungen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken!</p>
<p>• Ihr seid Eltern und Eure Spr&#246;sslinge beginnen auch schon, sich f&#252;r Fotografie zu interessieren? <a href="http://www.kamerakinder.de" target="_blank">KameraKinder</a> und <a href="http://www.knipsclub.de" target="_blank">Knipsclub</a> sind zwei p&#228;dagogisch betreute Fotocommunities speziell f&#252;r Kinder bis 12 Jahre.</p>
<p>• Foodfotografie in Verbindung mit Makrofotografie: <a href="http://swabble.me/das-kleinste-essen-der-welt/" target="_blank">Essen im Miniatur-Format.</a></p>
<p>• Unser Redakteur Michael im Talk mit Olaf Bathke. Es geht um Landschaftsfotografie, Planung und Bildbearbeitung. In <a href="http://www.olafbathke.de/blog/2012/05/11/obt022-die-landschaftsfotografie-von-michael-breitung-planung-und-bildbearbeitungstricks/" target="_blank">der Aufzeichnung</a> werden auch einige Bearbeitungsbeispiele erl&#228;utert.</p>
<p><span id="more-34876"></span></p>
<p>• <a href="http://www.langweiledich.net/2012/05/blow-j0b-mit-dem-laubblaser-ins-gesicht/" target="_blank">Portraits</a> gegen den Laubbl&#228;ser.</p>
<p>• Der BUND ruft zum Fotowettbewerb <a href="http://www.bund.net/wettbewerb" target="_blank">„Dein Gr&#252;n in der Stadt“</a> auf. Einsendeschluss ist der 30. Juni. Zu gewinnen gibt es Adobe Photoshop CS5 im Wert von &#252;ber 1.000€, Umh&#228;ngetaschen und mehr. </p>
<p>• Hat noch jemand Kameras f&#252;r 110 Film im Schrank? <a href="http://shop.lomography.com/lomography-orca-110-bandw-film" target="_blank">Lomography stellt ihn wieder her.</a> Den Anfang macht ein Schwarzwei&#223;film und man kann hoffen, dass demn&#228;chst noch mehr kommt. </p>
<p>• Tobias Br&#228;uning gewann mit einem bunten Tropfenfoto in der Kategorie &#8220;split second&#8221; beim Sony World Photography Award 2012. <a href="http://www.welt.de/videos/article106281178/Preisgekroente-Fotos-von-Tobias-Braeuning.html" target="_blank">Bei DW TV gibt&#8217;s ein Interview mit ihm</a>, Blicke hinter die Kulissen in seinem Heimstudio und Highspeed-Aufnahmen der Tropfenkollisionen.</p>
<p>• F&#252;r Kurzentschlossene: <a href="http://www.sunbounce.com/products/workshops" target="_blank">Sunbounce veranstaltet Workshops mit Profis</a> in Zingst an der Ostsee vom 26. Mai bis 3. Juni. Je nach Workshopleiter zu unterschiedlichen Themen rund um Fotografie und Lichtsetzung. <a href="http://www.kiel-magazin.de/index.php?id=761&#038;tx_ttnews[tt_news]=11572&#038;no_cache=1" target="_blank">Kiel Magazin verlost einen Platz</a> im Workshop am 13./14. <strong>Oktober</strong>. </p>
<p>• Hinter der Frage <a href="http://carta.info/43479/ist-twitter-ein-selbstbedienungsladen/" target="_blank">„Ist Twitter ein Selbstbedienungsladen?“</a> verbirgt sich der interessante Fall einer Urheberrechtsfrage. Es geht um Fotos und 120 Millionen Dollar.</p>
<p>~</p>
<p><strong>International</strong></p>
<p>• <a href="http://www.dimagomberg.com/index.php?/project/the-shepherds-way/" target="_blank">The Shepherds way</a> von Dima Gomberg &#252;ber das Leben von Sch&#228;fern mit wundersch&#246;nen und auch blutigen Bildern. Auch seine anderen Serien sind absolut sehenswert!</p>
<p>• Eine sehr sch&#246;ne und am&#252;sante Umsetzung alte Bilder neu darzustellen, zeigt die Serie <a href="http://www.dienacht-magazine.com/2012/05/02/gregor-schuster-und-daniel-wetzel-supermodels/">„Supermodels“</a> von Gregor Schuster und Daniel Wetzel.</p>
<p>• We Wanted Beer &#8211; New York in Zeiten der <a href="http://www.newyorker.com/online/blogs/photobooth/2012/05/jimmy-walker-prohibition-parade.html" target="_blank">Prohibition</a>.</p>
<p>• <a href="http://fstoppers.com/pics-flickr-spotlight-underwater-wrecks" target="_blank">Unterwasserfotos</a> von gesunkenen Schiffen und Flugzeugen.</p>
<p>~</p>
<p><strong>Neuerscheinungen und Tipps vom Foto-B&#252;chermarkt</strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3775732217/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kwerfeldein-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3775732217" target="_blank">„From Polaroid to Impossible“</a>* des Hatje Cantz Verlag zeigt mit 230 ausgew&#228;hlten Polaroid-Arbeiten auf 192 Seiten im Gro&#223;format 25x32cm eine faszinierende Bandbreite von Material und Techniken des erst k&#252;rzlich vorm Aussterben geretteten Sofortbildfilms.</p>
<p>In <a href="http://www.amazon.de/gp/product/395236472X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kwerfeldein-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=395236472X" target="_blank">„BILDBEWERTUNG mit dem Doppelten Dreieck: Die MAGIE der Fotografie oder das GEHEIMNIS herausragender Bilder“</a>* liefert Martin Zurm&#252;hle ein umfassendes System zur Beurteilung von Fotos anhand der Faktoren Technik &#8211; Komposion &#8211; Wirkung und Motiv &#8211; Idee &#8211; Zeitgeist. Auf &#252;ber 200 Seiten in tiefer Einblick in die Perspektive von Bildkritikern, die hilft, die eigenen Fotos zu verbessern. </p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3865214932/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=kwerfeldein-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3865214932" target="_blank">„Fabrik“</a>* ist die Neuauflage des Bildepos von Jakob Tuggener, das zu seiner Zeit wenig Beachtung fand, obwohl es heute als Meilenstein gilt. In der &#196;sthetik des Stummfilms zeigt es das zerst&#246;rerische Potential ungebremsten technischen Fortschritts. 72 beeindruckende Aufnahmen auf 132 Seiten mit einem aktuellen Nachwort.</p>
<p>~</p>
<p><strong>Videos</strong></p>
<p><a href="http://www.edkashi.com/" target="_blank">Ed Karshi</a> zeigt Bilder aus 30 Schaffensjahren Street- und Dokumentationfotografie, die urspr&#252;nglich aussortiert wurden, weil jemand direkt in die Kamera schaut und erl&#228;utert die vielschichtigen Beziehungen zwischen Betrachter und Abgebildetem, die sich durch den Blickkontakt ver&#228;ndern.</p>
<p><iframe frameborder="0" width="500" height="281" src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xqvt7w_photography-what-happens-when-subjects-stare-back_news"></iframe></p>
<p>~</p>
<p><a href="http://www.shikaitseng.com/" target="_blank">ShiKai Tseng</a> macht Lochkamera-Aufnahmen auf mit lichtempfindlicher Emulsion bestrichene Objekte, zum Beispiel Vasen. Was herauskommt, ist nicht mehr Fotografie, sondern angewandte Kunst.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/27108555" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>~</p>
<p>&#8220;Dark Side of the Lens&#8221;, im letzten Jahr zigfach ausgezeichneter Kurzfilm mit Wahnsinnsaufnahmen eines Surfers und Fotografen, der dem Ozean verfallen ist. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/14074949" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>~</p>
<p>Hinter den Kulissen: V&#246;gel im Studio fotografieren.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41843043" width="500" height="280" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>~</p>
<p>So wird die Leica M9-P »Edition Hermès« hergestellt.</p>
<p><iframe width="500" height="280" src="http://www.youtube.com/embed/LAfSfnykXfo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span style="color: #888888; font-size: small;">* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr dar&#252;ber etwas bestellt, bekommen wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.</span></p>
<p><iframe style="overflow: hidden; width: 450px; height: 35px;" src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F05%2F20%2Fbrowserfruits-mai-3%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" frameborder="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p></p>
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		<item>
		<title>Bilder und Geschichten: Uwe Heckmann</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Kwerfeldein-MartinGommel/~3/kxEOyjKEJu8/</link>
		<comments>http://kwerfeldein.de/index.php/2012/05/19/bilder-und-geschichten-uwe-heckmann/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 May 2012 08:48:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redaktioneller Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder und Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[fantasie]]></category>
		<category><![CDATA[Interpretation]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Heckmann]]></category>
		<category><![CDATA[Vexierbild]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserpfütze]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kwerfeldein.de/?p=34143</guid>
		<description>K&amp;#252;rzlich schrieb mir Uwe Heckmann und machte mich auf sein im vergangenen Jahr erschienenes Buch „Blicke“ aufmerksam.&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>K&#252;rzlich schrieb mir <a href="http://spazierensehen.de/" target="_blank">Uwe Heckmann</a> und machte mich auf sein im vergangenen Jahr erschienenes Buch <a href="http://issuu.com/w-ds/docs/blicke_-_uwe_heckmann?mode=embed&#038;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Flight%2Flayout.xml" target="_blank">„Blicke“</a> aufmerksam.</strong></p>
<p>Das Buch, eine Assemblage aus 50 Bildern, poetischen Texten sowie sachlichen Bildanalysen, enth&#228;lt unter anderem das um 90° gedrehte und auf den ersten Blick vielleicht banale Bild einer Wasserpf&#252;tze. Durch die Kombination mit einer erstaunlichen Bildanalyse entpuppt es sich allerdings zu etwas unerwartet Neuem. Was da geschehen ist, soll auch Euch hier nicht vorenthalten bleiben.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/Wasserpf&#252;tzen.jpg"><img src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/04/Wasserpf&#252;tzen-500x375.jpg" alt="" title="Wasserpf&#252;tzen" width="500" height="375" class="alignnone size-medium wp-image-34163" /></a></p>
<p>Vexierbilder in der schier un&#252;bersichtlichen Vielfalt der st&#228;dtischen Umgebung zu entdecken &#8211; darum geht es mir bei meinen zahlreichen, fast t&#228;glich unternommenen Streifz&#252;gen. Die Fotos sollen beim Betrachter Erinnerungen, Assoziationen, Gedanken und Bilder ausl&#246;sen, die &#252;ber das unmittelbar Sichtbare hinausgehen. </p>
<p><span id="more-34143"></span></p>
<p>Durch die gew&#228;hlte Perspektive oder das gezeigte Detail geraten die Dinge der allt&#228;glichen Wirklichkeit in Bewegung und treten in den Spielkreis einer deutenden Fantasie. So bummle ich durch die Stadt und horte Ansichten, die ihre je eigenen Geschichten erz&#228;hlen, wie auch die folgende: Ich stehe in einem &#252;berdachten Durchgang, wo sich Wasserpf&#252;tzen gebildet haben. Ich bin fasziniert von der pr&#228;zisen Linienf&#252;hrung und den organischen Formen mit den wenigen, aber klaren Spiegelungen. </p>
<p>Ich mache ein paar Fotos, kurz nach der R&#252;ckkehr zeige ich sie meiner Herzensdame auf dem Laptop und ihr f&#228;llt unwillk&#252;rlich eine Geschichte dazu ein. Sie glaubt, eine erstaunlich gut erhaltene Wandmalerei eines bisher unbekannten, archaischen Volkes vor Augen zu haben und schnell hat sie ein paar Details zur m&#246;glichen Entstehungsgeschichte parat: Vermutlich handelt es sich um die Darstellung einer rituellen Begegnung eines Kriegers und einer Kriegerin. </p>
<p>In der rechten Figur ist die Kriegerin zu erkennen, in ihren flie&#223;enden Formen erinnert sie an Pflanzliches und ihr K&#246;rper und ihr Kopf zeigen gleich mehrfach die Formen der weiblichen Brust. Ihren Helm hat sie rechts hinter sich abgelegt. </p>
<p>Die linke Figur ist dagegen eindeutig als m&#228;nnlicher Krieger zu identifizieren, aufrecht stehend, mit stolzgeschwellter Brust und kleinem Kopf auf einem breiten Stiernacken. Krieger und Kriegerin sind beim rituellen Austausch der Waffen gezeigt, sie messen und pr&#228;sentieren die Wurfspeere und tauschen diese, was als Zeichen des gegenseitigen Respektes gedeutet werden kann. </p>
<p>Dass der m&#228;nnliche Krieger links in seiner Haltung leicht nach hinten kippt und in labiler, zur&#252;ckweichender Haltung dargestellt ist, k&#246;nnte, wie meine Herzensdame vermutet, auf den langsamen Verfall des patriarchalischen Einflusses und eine damit verbundene St&#228;rkung des Matriarchats innerhalb dieses Volkes hindeuten. </p>
<p>Ihre kurze Betrachtung schlie&#223;t sie mit der humorigen Bemerkung, dass die genaue Datierung der Wandmalerei bisher noch ausst&#252;nde.</p>
<p>Ich bin bass erstaunt und kann bis heute noch nicht glauben, was alles in einer trivialen Wasserpf&#252;tze f&#252;r Geschichten stecken k&#246;nnen. Aber das Auge ist uners&#228;ttlich und zusammen mit unserer Fantasie st&#228;ndig dazu bereit, alles Sichtbare zu verwandeln.</p>
<p><iframe style="overflow: hidden; width: 450px; height: 35px;" src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F05%2F19%2Fbilder-und-geschichten-uwe-heckmann%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" frameborder="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Kwerfeldein-MartinGommel/~4/kxEOyjKEJu8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Mit Religiosität und Mitgefühl unterwegs auf den Straßen. Im Gespräch mit Lee Jeffries</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Kwerfeldein-MartinGommel/~3/4RPhV5BSqu8/</link>
		<comments>http://kwerfeldein.de/index.php/2012/05/18/mit-religiositat-und-mitgefuhl-unterwegs-auf-den-strasen-im-gesprach-mit-lee-jeffries/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 May 2012 05:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Leidenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[mitgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[nachtwey]]></category>
		<category><![CDATA[obdachlos]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[religiös]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzweiß]]></category>
		<category><![CDATA[spirituell]]></category>
		<category><![CDATA[wohlfahrt]]></category>

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		<description>Als ich vor einigen Wochen das erste Mal &amp;#252;ber die Arbeiten von Lee Jeffries stolperte, war ich zwar sofort fasziniert von der N&amp;#228;he zu den Portratierten, den eindringlichen Emotionen und dem kunstvollen Einsatz von schwarz und wei&amp;#223; -&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als ich vor einigen Wochen das erste Mal &#252;ber die Arbeiten von Lee Jeffries stolperte, war ich zwar sofort fasziniert von der N&#228;he zu den Portraitierten, den eindringlichen Emotionen und dem kunstvollen Einsatz von schwarz und wei&#223; -</strong></p>
<p>aber erst, als er zu Spenden f&#252;r eine Wohlt&#228;tigkeitsorganisation aufrief, wurde ich wirklich hellh&#246;rig und besch&#228;ftigte mich eingehender mit den Texten unter seinen Bildern, die mehr &#252;ber die Menschen erz&#228;hlen, die er uns auf seine Weise zeigt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6902166155_200c59c7d5_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35103" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6902166155_200c59c7d5_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>Latoria.</strong> Miami. Wahrscheinlich mein Lieblingsbild f&#252;r pure Dokumentation. Es wurde von Latoria akzeptiert, die mich so nah heranlie&#223;. Nicht gestellt oder posiert war dies ein Portrait, das &#8211; nun, ja &#8211; einfach alles zusammenfasst, was ihr momentanes Leben ist.</span></p>
<p>Ich muss sagen, dass ich ein sehr visueller Mensch bin. Obwohl mich Pers&#246;nlichkeiten und Geschichten begeistern, macht mich meistens ein herausragendes Bild allein schon gl&#252;cklich. Ich fange erst zu lesen an, wenn mich etwas stutzig macht.</p>
<p>Hinter den Arbeiten von Lee Jeffries verbirgt sich jemand, dem es gelingt, die W&#252;rde der vom hochsensiblen gesellschaftlichen Thema der Obdachlosigkeit betroffenen Menschen zu seinem Hauptanliegen zu machen und gleichzeitig diese Portraits auf k&#252;nstlerische Weise zu betrachten, zu bearbeiten und sie f&#252;r seine Sache zu nutzen.</p>
<p><strong>Hallo Lee. Danke, dass Du Dir die Zeit f&#252;r ein Interview mit uns nimmst. Erz&#228;hl uns doch zuerst einmal etwas &#252;ber Dich. Wer bist Du, was machst Du?</strong></p>
<p>Also, mein Name ist Lee Jeffries. Ich bin 41 Jahre alt und lebe in Manchester im Vereinigten K&#246;nigreich. Ich zahle meine Rechnungen, indem ich in meiner Vollzeitbesch&#228;ftigung als Buchhalter arbeite, aber irgendetwas muss schief gegangen sein, denn viel lieber w&#228;re ich ein Fotograf.</p>
<p><span id="more-34826"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/3491113142_822552ddbf_o.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35097" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/3491113142_822552ddbf_o-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>Salvation.</strong> Eine Zeit, in der die fotografischen G&#246;tter wirklich zu mir herabgel&#228;chelt haben. Ich hatte mich gerade mit einer Coke auf einen Bordstein in Skid Row gesetzt. Er tauchte hinter mir auf und da ich wusste, dass ich die Kamera in der Hand hatte, drehte ich mich um und schoss mehrere Bilder mit der D3. Ich w&#252;nschte, dass ich sagen k&#246;nnte, dass das Geb&#228;ude der Heilsarmee im Hintergrund Absicht war, aber es war g&#228;nzlich die Arbeit derer, die auf mich runterschauten.</span></p>
<p><strong>Wann begann Deine Leidenschaft f&#252;r die Fotografie und wie hat sie sich entwickelt?</strong></p>
<p>Zur&#252;ckblickend war ich wohl zum ersten Mal mit 14 Jahren im Geschichtsunterricht der Fotografie wirklich ausgesetzt. Unsere Lehrerin zeigte uns Bilder von alten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Sie erkl&#228;rte, dass es immer etwas Eindringliches in ihren Augen gab. Diese Begebenheit hat einen tiefen Nachhall in mir erzeugt.</p>
<p>Ich habe nie die Wirkung vergessen, die es auf mich hatte, aber es hat lange gedauert, bis erst vor Kurzem, als ich eine Ausgabe von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0714838152/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;tag=kwerfeldein-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0714838152" target="_blank">„Inferno“</a>* gekauft bekam und diese fr&#252;her im Unterricht gesehenen Bilder zusammen mit denen von James Nachtwey eine Saite in mir ber&#252;hrt haben.</p>
<p>Die Geschichten, diese unglaublich humanit&#228;ren Geschichten, die sie erz&#228;hlen, entz&#252;ndeten bei mir den Wunsch und das Interesse, es zu versuchen und meine eigenen Geschichten zu erz&#228;hlen. Der Funke war vollkommen journalistisch. Die Leidenschaft religi&#246;s. Die weitere Entwicklung eine Kombination aus beidem.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6649058723_edf59fa8b3_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35102" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6649058723_edf59fa8b3_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>Skid Row.</strong> Los Angeles. Ein Bild, das ein Synonym f&#252;r Lee Jeffries ist.</span></p>
<p><strong>Wie hast Du denn mit so gro&#223;en Idolen wie Nachtwey im Hinterkopf angefangen, Deine eigenen Werke zu kreieren? Scheinen sie am Anfang nicht vollkommen unerreichbar zu sein?</strong></p>
<p>Es war schwierig. Als Fotografen und K&#252;nstler entwickeln wir uns alle und wenn ich zu einigen meiner fr&#252;hen Bilder zur&#252;ckblicke, habe ich die Tendenz, zu erschaudern! Ich denke, die gr&#246;&#223;te Barriere, die ich &#252;berwand, war die Angst. Als ich das erste Mal nach Skid Row in Los Angeles fuhr, war ich fast zu starr vor Angst, um aus dem Auto auszusteigen.</p>
<p>Ich denke, dass das eine normale Reaktion ist. Ich war erstaunt dar&#252;ber, wie ruhig ich war, als ich endlich drau&#223;en war. Ich wurde jemand, den ich fast nicht wiedererkannte. Ruhig und geduldig. Mitf&#252;hlend und verst&#228;ndnisvoll. Ich f&#252;hlte mich als ein Teil der Gemeinde und genoss es, dort zu sein mit all den Leuten, die der Rest der Gesellschaft vergessen hatte.</p>
<p>Sogar bis heute vermisse ich es noch, dort zu sein. Ich vermisse es, drau&#223;en auf den Stra&#223;en zu sein. Nachtweys Bilder waren der Funke &#8211; aber ich musste erst meine eigene F&#228;higkeit, menschlich zu sein, bew&#228;ltigen, von der ich nun f&#252;hle, dass sie unm&#246;glich zu begreifen war, bevor all das anfing.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6922884611_6389f491d1_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35105" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6922884611_6389f491d1_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>Overtown.</strong> Miami. Sonderbar und zweifellos faszinierend. Ich sa&#223; sogar im Auto und fuhr weg, als ich ihn im R&#252;ckspiegel bemerkte. Nat&#252;rlich drehte ich um f&#252;r ein Gespr&#228;ch. Sehr ausdrucksstark und ich machte mehr als zwanzig Bilder, jedes f&#252;r sich ein gewinnendes Bild. Ich denke, dass man als Fotograf sehr selektiv mit seinen eigenen Arbeiten umgehen und nur die allerbeste einer Serie ausw&#228;hlen sollte.</span></p>
<p><strong>Wie w&#252;rdest Du Deine Fotografie beschreiben &#8211; was sind wiederkehrende Motive und Themen, was m&#246;chtest Du zeigen?</strong></p>
<p>Ich habe schon bei einigen Anl&#228;ssen versucht, meine fotografische Philosophie zu beschreiben, sie kommt aber immer irgendwie zerknirscht r&#252;ber. Allerdings bin ich &#252;ber eine Beschreibung gestolpert, die jemand anderes verfasst hat und die mich f&#246;rmlich umgehauen hat. Es war, als h&#228;tte er es komplett verstanden &#8211; mich verstanden &#8211; als h&#228;tte er die Emotionen gesp&#252;rt, die ich sp&#252;re, wenn ich diese Bilder mache. Diese richtigen Worte sind die folgenden:</p>
<blockquote><p>Ich bitte um Nachsicht, aber diese Arbeiten sind absolut <em>kein</em> Fotojournalismus. Sie sind auch nicht als Portraits gedacht. Sondern das ist religi&#246;se oder spirituelle Ikonografie. Das sind sehr kraftvolle Arbeiten.</p>
<p>Jeffries hat diesen Leuten etwas mehr gegeben als nur pers&#246;nliche W&#252;rde. Er gab ihnen ein Licht in ihren Augen, das Transzendenz zeigt, sozusagen ein Lichtschimmer an den Toren von Eden. Die Klarheit in ihren Augen ist einzigartig anzusehen, als w&#228;re Gott irgendwo da drinnen.</p>
<p>Er machte aus diesen Leuten mehr als nur alte, gebrochene Obdachlose, die faul auf eine kleine Gabe von einem h&#246;flichen und aufmerksamen Firmenvertreter warten. Er fl&#246;&#223;te ihnen Licht ein, nicht Dunkelheit. Sogar dem blinden Mann flie&#223;t Licht aus seinen nicht sehenden Augen.</p>
<p>Ich denke, dass Jeffries mit seiner Kunst beabsichtigt, diese Leute zu ehren &#8211; nicht, sie zu bemitleiden. Er ehrt diese Leute, indem er ihren Bildnissen eine gr&#246;&#223;ere Bedeutung gibt. Er gibt ihnen einen religi&#246;sen, spirituellen Stellenwert. Er tr&#228;nkt sie mit der ikonischen Seele der Humanit&#228;t.</p>
<p>Ich denke, das ist es, was er versucht, zumindest zu einem bestimmten Grad.</p>
<div style="text-align: right;">— Jack Conran. Rangefinder Forum. 2011.</div>
</blockquote>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6928820821_8a5cef25a3_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35106" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6928820821_8a5cef25a3_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>5th.</strong> Downtown. Miami. Eine Aufnahme, die all die religi&#246;sen Elemente, die offensichtlichen sowie die metaphysischen, verk&#246;rpert, nach denen ich in meiner Bildwelt strebe. Ruhig und zugleich kraftvoll ist es wirklich ein pers&#246;nlicher Favorit.</span></p>
<p><strong>Wie w&#228;hlst Du aus, wen Du portratierst, was verbindet Dich mit den Menschen?</strong></p>
<p>Mir wurde gesagt, dass ich einen sechsten Sinn f&#252;r Traurigkeit h&#228;tte, aber f&#252;r mich ist es viel mehr eine religi&#246;se und menschliche Erfahrung. Ich kann stundenlang oder sogar tagelang herumlaufen und nichts <em>sehen</em>. Pl&#246;tzlich, scheinbar aus dem Nichts, bin ich mit einem Blick oder einer Emotion konfrontiert, die meistens von den Augen der Person ausgeht, die mich aus meinem Trott gerissen hat.</p>
<p>W&#228;hrend mein Herz etwas schneller schl&#228;gt, f&#252;hle ich mich beinahe dazu verpflichtet, diese Erfahrung mit der Kamera festzuhalten. Es ist etwas qu&#228;lend Verletzendes daran, Zeuge von Traurigkeit in den Augen eines Fremden zu werden und das ist es, was die Verbindung antreibt und das Mitgef&#252;hl erzeugt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/4251268205_b28ff2890d_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35098" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/4251268205_b28ff2890d_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>Rome.</strong> Das erste Mal, dass ich Zeuge von Tr&#228;nen wurde, die jemand weinte, den ich fotografierte. Der erste Instinkt ist, die Kamera herunterzunehmen, was ich auch tat, aber irgendwie und ich kann mich nicht erinnern warum und wie, wartete ich noch f&#252;r diese eine Aufnahme ab. Die Kraft jedes Bildes ist seine Emotion.</span></p>
<p><strong>Zuerst dachte ich, dass Dein Stil ein schwarzwei&#223;er ist, aber dann habe ich auch ein paar farbige Bilder entdeckt. Was hat es mit schwarzwei&#223; und Farben bei Dir auf sich?</strong></p>
<p>W&#228;hrend ich mir nicht vorgenommen hatte, nur schwarzwei&#223;e Bilder zu produzieren, nehme ich an, dass sich mein Prozess einfach in dieser Richtung entwickelt hat. Ich benutze Farben, wenn die Aufnahme es verlangt, gehe aber ausnahmslos zur&#252;ck zu schwarz und wei&#223;, weil ich f&#252;hle, dass es sich f&#252;r die Thematik und meinen Stil gleicherma&#223;en am besten eignet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5107081466_520d58a2b1_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35099" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5107081466_520d58a2b1_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>Rome.</strong> Aufgenommen auf den Stra&#223;en von Trastevere. Wieder ist hier nichts gestellt, ich war nur nah genug dran, um auf das zu reagieren, was vor mir geschah. Es ist wichtig, in der Lage zu sein, eine Aufnahme in der Nachbearbeitung ebenso zu interpretieren, wie sie &#252;berhaupt zu machen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich sie so bearbeitet hatte und nun sch&#252;ttelt mich ihr Symbolismus jedes Mal, wenn ich sie ansehe.</span></p>
<p><strong>Du unterst&#252;tzt ein Projekt namens Centrepoint. Kannst Du uns dar&#252;ber etwas erz&#228;hlen, wie bist Du eingebunden und warum?</strong></p>
<p><a href="http://www.centrepoint.org.uk/" target="_blank">Centrepoint</a> ist eine im Vereinigten K&#246;nigreich angesiedelte Wohlt&#228;tigkeitsorganisation, die obdachlosen Menschen hilft und einen besonderen Schwerpunkt auf unter 25-J&#228;hrige gesetzt hat. Prinz William ist ihr Schirmherr.</p>
<p>Ich begann, mich dort zu engagieren, nachdem ich Michelle getroffen hatte, ein 23 Jahre altes, obdachloses M&#228;dchen aus Schottland, die sich auf den Stra&#223;en von London wiederfand. Familienzerw&#252;rfnisse, Ausschl&#252;sse aus der Schule, &#220;bergangsversorgungen sind nur ein paar von vielen Gr&#252;nden, warum jedes Jahr &#252;ber 80.000 junge Menschen im Vereinigten K&#246;nigreich Obdachlosigkeit erleben m&#252;ssen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5995856820_55fc525a0d_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35101" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5995856820_55fc525a0d_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>Michelle.</strong> Obdachlose in London. Ich hatte inzwischen zwei Mal das Vergn&#252;gen, sie zu treffen. Beim zweiten Mal lie&#223; sie mich f&#252;r einige Stunden in ihre Welt ein. Ich werde nie ihre Sch&#246;nheit und ihren Sinn f&#252;r Humor vergessen.</span></p>
<p>Michelles Sch&#246;nheit hat mich ber&#252;hrt. Ihre kristallblauen Augen, die ihre schmutzigen Kleider und Finger L&#252;gen strafen. Menschen wie Michelle brauchen Organisationen wie Centrepoint, sie sind vielleicht die einzige handfeste M&#246;glichkeit, von der Stra&#223;e weg zu kommen.</p>
<p>Ich habe eingewilligt, mich besonders in einem speziellen Projekt zu beteiligen: Dort bringe ich einigen der Leute, denen sie helfen, den Umgang mit der Kamera bei. Die Hoffnung ist, so eine fotografische Ausstellung, ein Essay zu erhalten, wie Obdachlose andere Obdachlose durch das fotografische Medium wahrnehmen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5429229106_80590f0a99_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35100" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5429229106_80590f0a99_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>George.</strong> Ich habe dieses Bild ausgew&#228;hlt wegen der einzelnen Elemente, die in diesem Portrait zusammenkommen, um ein Ganzes zu formen. Die Muster auf dem Kopf, die zu den Haaren f&#252;hren und dort gespiegelt werden und dann zur&#252;ck entlang der Narbe auf der Wange. Meiner Meinung nach ist es ein visuelles Gedicht.</span></p>
<p><strong>Was sind Deine Pl&#228;ne und Tr&#228;ume f&#252;r die Zukunft? Hast Du andere Projekte im Kopf?</strong></p>
<p>Mein unmittelbarer Plan ist es, weiterhin Fotos zu machen, die Menschen ber&#252;hren. Die genug Kraft haben, um die Wahrnehmung von Obdachlosen etwas zu ver&#228;ndern und den Betrachter dazu anregen, deshalb etwas Positives zu tun.</p>
<p>Wie jeder urbane Fotograf bin ich am gl&#252;cklichsten, wen ich drau&#223;en auf den Stra&#223;en unterwegs bin. Die Ger&#252;che, die Menschen, darum geht es. Vielleicht treffe ich Dich ja irgendwann einmal dort?</p>
<p><strong>Das w&#228;re gro&#223;artig. Vielen Dank f&#252;r dieses Interview, Lee, und ich w&#252;nsche Dir f&#252;r Deine Zukunft alles Gute!</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6915695133_e4bbee4c61_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-35104" title="© Lee Jeffries" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6915695133_e4bbee4c61_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><strong>Andy.</strong> Ich verbrachte mehr als vier Stunden mit Andy, bevor ich &#252;beraupt erw&#228;hnte, ihn fotografieren zu wollen. Wir hatten ein sehr seltsames Gespr&#228;ch. Gott, telepathisch sein&#8230; &#252;berhaupt alles. Seine D&#228;monen sind offensichtlich.</span></p>
<p>Lees Arbeiten k&#246;nnt Ihr bei <a href="http://www.flickr.com/photos/16536699@N07/" target="_blank">flickr</a> und <a href="http://500px.com/LeeJeffries" target="_blank">500px</a> sehen, au&#223;erdem <a href="https://twitter.com/Lee_Jeffries" target="_blank">twittert</a> er.</p>
<p>Auf der Plattform <a href="http://www.virginmoneygiving.com/Centrepoint" target="_blank">Virgin Money Giving</a> hat Lee Jeffries eine Sammlung f&#252;r Centrepoint gestartet, die Ihr unterst&#252;tzen k&#246;nnt. Unter allen Spendern wird ein grp&#223;er Schwarzwei&#223;druck des Portraits von Michelle aus einer limitierten Auflage verlost.</p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;">Das Interview habe ich mit Lee Jeffries auf Englisch gef&#252;hrt und anschlie&#223;end &#252;bersetzt.</span></p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;">* Das ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Wenn Ihr dar&#252;ber etwas bestellt, erhalten wir eine kleine Provision, Ihr bezahlt aber keinen Cent mehr.</span></p>
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<p></p>
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		<title>Geisterbeschwörung in der Fotografie</title>
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		<comments>http://kwerfeldein.de/index.php/2012/05/17/geisterbeschwoerung-in-der-fotografie/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 06:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marit Beer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redaktioneller Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelbelichtung]]></category>
		<category><![CDATA[fantasie]]></category>
		<category><![CDATA[geister]]></category>
		<category><![CDATA[geisterfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Langzeitbelichtung]]></category>
		<category><![CDATA[seance]]></category>
		<category><![CDATA[Surrealismus]]></category>
		<category><![CDATA[william h. mulmer]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

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		<description>Schon in der Kindheit habe ich mir Geistergeschichten ausgedacht und jene nicht fassbaren Wesen vor allem in der Nacht hinter dem Fenster, unterm Sessel und in den Ecken und Winkeln unserer Wohnung vermutet.&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon in der Kindheit habe ich mir Geistergeschichten ausgedacht und jene nicht fassbaren Wesen vor allem in der Nacht hinter dem Fenster, unterm Sessel und in den Ecken und Winkeln unserer Wohnung vermutet.</strong></p>
<p>Sie waren die stillen Beobachter meiner Jugend. Meine Eltern hatten scheinbar keine Angst vor meiner bl&#252;henden Fantasie und unterst&#252;tzten diese Neigung mit Geschenken in Form von B&#252;chern &#252;ber angebliche Geisterfotos.</p>
<p>Im sp&#228;ten 19. Jahrhundert, in einem kleinen K&#228;mmerlein irgendwo in Boston passierte n&#228;mlich eine schauerliche Absonderlichkeit. William H. Mumler, von Beruf Graveur und Fotograf, machte ein Selbstbildnis und entdeckte anschlie&#223;end auf dem Bild neben seinem Konterfei das unscharfe und geisterhafte Portrait seiner 12 Jahre zuvor verstorbenen Cousine.</p>
<p><a style="margin-right: 5px;" href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Mumler_Herrod.jpg"><img class="alignleft wp-image-34431" style="margin: 0;" title="Mumler_(Herrod)" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Mumler_Herrod.jpg" alt="" width="245" height="380" /></a> <a style="margin-left: 5px;" href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Mumler_Conant.jpg"><img class="alignright wp-image-34432" style="margin: 0;" title="Mumler_(Conant)" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Mumler_Conant.jpg" alt="" width="245" height="380" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">links: <a href="http://www.photographymuseum.com/mumler6l.html" target="_blank">Master Herrod</a> mit Geist.<br />
rechts: <a href="http://www.photographymuseum.com/mumler7l.html" target="_blank">Conant</a> mit dem Geist ihres Bruders.<br />
© William H. Mumler</span></p>
<p>Aber wie so oft gab es nat&#252;rlich auch daf&#252;r eine wissenschaftliche Erkl&#228;rung &#8211; leider. F&#252;r das Foto hatte er eine nicht ordentlich gereinigte Platte benutzt und das Produkt war eine Doppelbelichtung. Er erkannte ziemlich schnell, was f&#252;r einen Schatz er mit dieser Fahrl&#228;ssigkeit aus den tiefen unser fantasievollen Seele gehoben hatte. Er gab sich fortan als Medium aus und er&#246;ffnete 1869 in New York sein Geisterstudio.</p>
<p>Die Geisterfotografie erfreute sich gro&#223;er Popularit&#228;t, sodass viele andere Fotografen seinem Beispiel folgten und ihre gl&#228;ubigen Kunden zum Narren hielten, indem sie ihr Handwerk begriffen und geisterhaft einsetzten. Es entstand eine neue Dienstleistung im Bereich des Paranormalen und viele <a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/24111/fotogruesse_aus_dem_jenseits.html" target="_blank">Portraits</a> mit verstorbenen Verwandten &#252;berschwemmten die Stuben der Hinterbliebenden.</p>
<p><span id="more-31902"></span></p>
<p><a style="margin-right: 5px;" href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Seance_Hope.jpg"><img class="alignleft wp-image-34543" style="margin: 0;" title="Seance_Hope" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Seance_Hope.jpg" alt="" width="234" height="390" /></a> <a style="margin-left: 5px;" href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/394px-William_Hope_001.jpg"><img class="alignright wp-image-34525" style="margin: 0;" title="394px-William_Hope_001" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/394px-William_Hope_001.jpg" alt="" width="256" height="390" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">links: Eine Seance und die Hand eines Geistes.<br />
rechts: Mann mit dem Geist seiner zweiten Frau.<br />
© William Hope</span></p>
<p>Am Ende des 19. Jahrhunderts, als die Industrialisierung bereits ein Jahrhundert vorangeschritten war und die Naturwissenschaften immer erstaunlichere Ergebnisse zu Tage f&#246;rderten, stand der Spiritismus in seiner vollsten Bl&#252;te. In London wird 1882 die <a href="http://www.spr.ac.uk/main/" target="_blank">Society for Psychical Research</a> gegr&#252;ndet. Eine Vereinigung zur Erforschung parapsychologischer Ph&#228;nomene.</p>
<p>In den Hinterzimmerchen hielt die feine Gesellschaft Seancen ab, um Kontakt mit Verstorbenen herzustellen. Unsichtbare Geister lie&#223;en Tische wackeln oder Gl&#228;ser in der Luft schweben. Man wollte sichtbare Beweise und da kammen die Fotografien von  Mumler und seinen Kollegen gerade recht, da sie zun&#228;chst als Zeugnis paranormaler Erscheinungen angesehen wurden.</p>
<p>Was jedoch wiederum verwunderlich ist. Denn gerade die Fotografie galt als Abbildung der Realit&#228;t und nicht dessen, was wir nicht sehen, aber erahnen. Man &#252;bergab also der Fotografie zus&#228;tzlich die Gabe, Geister zu bannen und sichtbar zu machen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/ghost_janine.jpg"><img title="ghost_janine" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/ghost_janine-500x502.jpg" alt="" width="500" height="502" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">© <a href="http://www.flickr.com/photos/this_fleeting_life/" target="_blank">Janine R. Matheson</a></span></p>
<p>Heute k&#246;nnen wir einander nicht mehr so leicht zum Narren halten. Wir haben begriffen, dass die Fotografie nicht einfach abbildet, was wir sehen oder glauben zu sehen, sondern auch zeigt, was wir sehen wollen.</p>
<p>Die Fotografie ist auch ein Medium unseres Ausdrucks an Gedanken, Gef&#252;hlen und Ideen und nicht immer dessen, was wirklich <em>da</em> ist. Insofern kann Fotografie eben doch Geister festhalten. N&#228;mlich unsere ganz eigenen.</p>
<p>Und vielleicht ist das der Grund daf&#252;r, warum sich die Geisterfotografie auch heute gro&#223;er Beliebtheit erfreut. Das Mysterium der Entstehung ist zwar gr&#246;&#223;tenteils offengelegt, aber die Fantasie der Menschen pulsiert durch das Medium.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/marta.jpg"><img title="marta" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/marta-500x730.jpg" alt="" width="500" height="730" /></a><span style="color: #888; font-size: small;">© <a href="http://www.flickr.com/photos/martaorlowska/" target="_blank">Marta Orlowska</a></span></p>
<p>Doppel- und Langzeitbelichtungen sind beliebte Techniken, um Geisterfotos zu erstellen. Aber manchmal reicht es auch aus, nur mit der Unsch&#228;rfe zu spielen oder mit Stoffen und Spiegeln doppelte oder verschleierte Realit&#228;ten zu entwerfen. Auch hier ist der Experimentierfreudigkeit viel Raum gelassen.</p>
<p>Diese Bilder k&#246;nnen dann zum T&#252;ren&#246;ffner im Kopf werden und darin finde ich die Stimmung wieder, der ich als Kind so oft nachgejagt bin. Und sie befriedigen mich viel mehr als die Geisterbilder in den B&#252;chern von damals.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/dance_by_niavaah-d3ct8rf.jpg"><img title="dance_by_niavaah-d3ct8rf" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/dance_by_niavaah-d3ct8rf-500x601.jpg" alt="" width="500" height="601" /></a><span style="color: #888; font-size: small;">© <a href="http://www.stankakoleva.com/portfolio.php" target="_blank">Stanka Koleva<br />
</a></span></p>
<p>Denn die Personen bleiben weiterhin unfassbar f&#252;r mich. Da sie nicht personalisiert sind, kann ich sie in meine Geschichten mit einweben. &#196;hnlich wie die surrealistischen Bilder dr&#252;cken auch die Geisterfotos f&#252;r mich Gef&#252;hle aus. So gibt es Fotografien, die mir eine wahre G&#228;nsehaut bescheren.</p>
<p>Sie sind aber auch sichtbar gemachte Erz&#228;hlungen oder Korrespondenzen mit einer Welt, der auch unsere Vorfahren schon erlegen sind: Die Welt der Toten und des Vergangenen, deren Realit&#228;t oft eine verblasste Erinnerung in unseren K&#246;pfen ist.</p>
<p><span style="color: #888; font-size: small;"><br />
Quellen:<br />
• <a href="http://www.rosenhaeger.de/studieren/geisterfotografie/web/index.html" target="_blank">Alexander Rosenh&#228;ger, Fotografie in Spiritismus und Okkultismus – ein problematisches Medium als Fenster zur Geisterwelt und Nachweis des &#220;bernat&#252;rlichen, Bielefeld 2004 (Seminararbeit)</a><br />
• <a href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2008/533/pdf/Walter2004.pdf" target="_blank">Christine Walter, Das Abstrakte ist kein Beweis! Gedankenfotografie im Spiegel zeitgen&#246;ssischer Kunst, M&#252;nchen 2004</a></span></p>
<p><iframe style="overflow: hidden; width: 450px; height: 35px;" src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F05%2F17%2Fgeisterbeschwoerung-in-der-fotografie%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" frameborder="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p></p>
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		<title>Fotografieren gegen die Wirklichkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 07:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[flucht]]></category>
		<category><![CDATA[gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

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		<description>Therapie, Droge und Geliebte zugleich. Sich einfach auf den Boden zu legen und Bilder in den Wolken zu entdecken, so sehe ich das Fotografieren. Ich lasse die Gedanken treiben und gebe mir die gr&amp;#246;&amp;#223;te M&amp;#252;he, die Realit&amp;#228;t nicht so abzubilden wie ich sie sehe, sondern wie ich sie f&amp;#252;hle, denn alles andere w&amp;#228;re nur der verzweifelte Versuch, das zu zeigen, was man sowieso bereits sieht. &lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-full wp-image-34684" title="© Florian Liebetrau" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Florian.jpg" alt="" width="120" height="120" />Dies ist ein Artikel von <a href="http://www.w&#246;rkflow.de/" target="_blank">Florian Liebetrau</a>. Er macht eine Ausbildung zum Kommunikationsdesigner und wohnt in Torgau, Sachsen. Er hat sich vor allem f&#252;r Nahlinsen und die offene Blende entschieden, durch die er Bilder von Kunst und seiner Umwelt, mit Vorliebe auf k&#246;rniges Material bringt. Seine Arbeiten findet Ihr auch auf <a href="http://www.flickr.com/photos/woerkflow" target="_blank">flickr</a>.</div>
<p><strong>Therapie, Droge und Geliebte zugleich. Sich einfach auf den Boden zu legen und Bilder in den Wolken zu entdecken, so sehe ich das Fotografieren. Ich lasse die Gedanken treiben und gebe mir die gr&#246;&#223;te M&#252;he, die Realit&#228;t nicht so abzubilden wie ich sie sehe, sondern wie ich sie f&#252;hle, denn alles andere w&#228;re nur der verzweifelte Versuch, das zu zeigen, was man sowieso bereits sieht.</strong></p>
<p>So gie&#223;e ich lieber die Realit&#228;t in eine gl&#228;serne Brillanz und passe behutsam darauf auf, ihr nicht zu nahe zu kommen. Stille und Einsamkeit sowie Intimit&#228;t oder manchmal auch das leise Summen einer Neonr&#246;hre sind Dinge, die in mir den Drang wecken, den Ausl&#246;ser zu dr&#252;cken und ein Gef&#252;hl im Bild zu speichern, das mich in diesem Moment erf&#252;llt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/img113.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34689" title="© Florian Liebetrau" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/img113-500x336.jpg" alt="" width="500" height="336" /></a></p>
<p>Die offene Blende als offenes und sehr selektives Auge, das die Realit&#228;t in Millionen von Dimensionsebenen zerflie&#223;en l&#228;sst und sie so zeigt, wie wir sie nicht wahrnehmen k&#246;nnen. Auch Pushen und Pullen helfen dabei, in Sph&#228;ren vorzudringen, die man so nicht kennt. Momente von Besonderheit in besondere Gew&#228;nder h&#252;llen, die Realit&#228;t verkleiden und schminken, Spa&#223; am Spiel mit dem, was vielen von uns viel Stress bereitet &#8211; kurz: Eine Mal- und Basteltherapie f&#252;r Realit&#228;tsfl&#252;chtlinge.</p>
<p><span id="more-34679"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/img268.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34694" title="© Florian Liebetrau" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/img268-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Ja, ich bekenne mich schuldig: Ich fl&#252;chte hin und wieder vor der Realit&#228;t und am liebsten mit der Kamera. Mit den alten staubigen, die schon ein wenig klappern und rattern geht das am besten. Wenn das Klicken des Ausl&#246;sers von einem leichten Knirschen begleitet wird, ist sie genau richtig. Manchmal kann es auch etwas aus Plastik sein, aber dann doch bitte ohne Autofokus, denn meine Gef&#252;hle &#252;berlasse ich nun mal keiner Maschine, die ohne Batterien &#252;berhaupt nichts kann, da bin ich eigen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/img120.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34691" title="© Florian Liebetrau" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/img120-500x258.jpg" alt="" width="500" height="258" /></a></p>
<p>Welche Droge ich in die Pfeife stopfe, also welchen Film ich in die Kamera lege, &#252;berlasse ich auch gern dem Zufall. Au&#223;er, ich bin bereits im Wahn einer Idee, dann wei&#223; ich genau, was ich will und mittlerweile habe ich auch gelernt, wie ich es bekomme. Schwarzwei&#223; tut der Seele gut und Farbe ist f&#252;r die Momente der Euphorie geeignet. Infrarot f&#252;r die mystischen Stunden allein im dunklen Wald bei Sturm und Blitzen, wenn ich mal wieder richtig weit weg will von allem, weil es wieder mal genug ist.</p>
<p><a style="margin-right: 5px;" href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Portrait-Yaelle.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-34696" style="margin: 0;" title="© Florian Liebetrau" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Portrait-Yaelle-500x752.jpg" alt="" width="243" height="367" /></a><a style="margin-left: 5px;" href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/img229.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-34692" style="margin: 0;" title="© Florian Liebetrau" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/img229-500x747.jpg" alt="" width="247" height="368" /></a><br style="clear: both"/></p>
<p>Und wenn mich richtig der Flash treffen soll, dann brauche ich es <em>cross</em> und knusprig mit abgelaufenem Film in der einen und der Holga in der anderen Hand. Perfektion, das sind die anderen. Damit will ich nicht sagen, dass F&#228;higkeiten schlecht sind, sie helfen als Ventil f&#252;r die Ideensch&#252;be.</p>
<p>Aber auch F&#228;higkeiten befinden sich im Wandel und oft passiert es, dass man l&#228;ngere Zeit sich selbst nicht mehr &#252;berzeugt oder gar entt&#228;uscht. Aber wenn man einfach unbedacht und gedankenlos nach vorn durch geht, bis hin zum Licht, verpasst man die wichtigsten, wirklichen Momente.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/002Insekten.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34683" title="© Florian Liebetrau" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/002Insekten-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Die wahre Sch&#246;nheit, deren Fl&#252;chtigkeit so extrem hoch ist, dass man oft nicht einmal die Kamera heben kann, um sie zu fangen – die sch&#246;nsten Bilder sind die nicht gemachten – diese Momente muss man lernen zu erkennen und zu genie&#223;en, denn sie sind so selten und jeder f&#252;r sich kommt nie wieder, ein Wegschauen oder Kameraheben, um scharf zu stellen wird oft sofort bestraft, der Moment geht vorbei und man hat ihn nicht gesehen. Doch ist es wichtig, gerade diese Bilder in seiner Seele, in seinen Gedanken zu sichern und daraus Kraft und Erfahrung zu sch&#246;pfen, um selbst Neues und Sch&#246;neres zu erreichen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Unbenannt-1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34697" title="© Florian Liebetrau" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Unbenannt-1-500x374.jpg" alt="" width="500" height="374" /></a></p>
<p>Sch&#246;nheit erschaffen? Ist das wahrlich m&#246;glich? F&#252;r wenige von uns ja, die anderen sind und bleiben Pfadfinder. Ich selbst bin sehr gern Pfadfinder, denn ich sehe es eher als eine Last an, Sch&#246;nheit wirklich erschaffen zu k&#246;nnen. Aber Sch&#246;nheit zuf&#228;llig zu finden und sehen zu k&#246;nnen, ist oft mit Gl&#252;ck verbunden. Wir sind die Gl&#252;cklichen. Unbelastet, mit einem leichten Hauch naiver Gedankenlosigkeit, Zerstreutheit und Einsamkeit, bereits ein paar gute Abzeichen im Portfolio, machen wir uns auf die Suche nach ihr, auf ihren einsamen und fl&#252;chtigen Pfaden.</p>
<p>Die Suche nach Sch&#246;nheit in der glei&#223;enden Sonne des Tages oder der finsteren Dunkelheit kalter Keller: Sie ist &#252;berall und manchmal finden wir sie. Aber sie ist und bleibt eine Geliebte, denn die Sch&#246;nheit l&#228;sst sich weder fesseln noch einsperren, wie auch selbst der l&#228;ngste Rausch eines Tages verflogen ist.</p>
<p>Denn das Ende ist wichtig. In allen Dingen.</p>
<p><iframe style="overflow: hidden; width: 450px; height: 35px;" src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F05%2F16%2Ffotografieren-gegen-die-wirklichkeit%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" frameborder="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p></p>
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		<item>
		<title>Die mystische Schönheit der Natur: Hengki Koentjoro</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 05:51:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redaktioneller Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[indonesien]]></category>
		<category><![CDATA[kontrast]]></category>
		<category><![CDATA[natur]]></category>
		<category><![CDATA[Nebel]]></category>
		<category><![CDATA[Quadrat]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzweiß]]></category>
		<category><![CDATA[wasser]]></category>
		<category><![CDATA[wolken]]></category>

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		<description>Weite Landschaften, atemberaubende Nebelschwaden in exotischen Urw&amp;#228;ldern auf der anderen Seite des Globus. Wolkent&amp;#252;rme &amp;#252;ber T&amp;#228;lern, in denen ein alter Tempelbau ruht. Sich brechende Wellen. Taucher, Schwimmer, fernasiatische Gelassenheit auf einem Steg am Wasser.&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Weite Landschaften, atemberaubende Nebelschwaden in exotischen Urw&#228;ldern auf der anderen Seite des Globus. Wolkent&#252;rme &#252;ber T&#228;lern, in denen ein alter Tempelbau ruht. Sich brechende Wellen. Taucher, Schwimmer, fern&#246;stliche Gelassenheit auf einem Steg am Wasser.</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6136210487_e503c14c61_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34791" title="© Hengki Koentjoro" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6136210487_e503c14c61_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>All das und noch mehr verbinde ich mit den Arbeiten von <a href="http://www.koentjoro.com" target="_blank">Hengki Koentjoro</a>. Obwohl sofort klar ist, dass kontrastreiche Schwarzwei&#223;fotos in quadratischem Format der Rahmen seines Stils bestimmen, f&#228;llt es mir fast schwer, seine Bilder dar&#252;ber hinaus zu beschreiben.</p>
<p>Es gibt eine un&#252;berschaubare Zahl von Fotos, die allt&#228;gliche Naturgewalten und -ansichten zeigen. Auf denen man sieht, dass der Fotograf bewusst auf den richtigen Moment gewartet und ihn dann eingefangen hat. Was den Gro&#223;teil dieser Arbeit aber von Hengkis unterscheidet, ist fast eine Nuance, die ich erst nach einiger Betrachtung benennen konnte.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6548135419_7099bee11c_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34793" title="© Hengki Koentjoro" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6548135419_7099bee11c_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p><span id="more-34217"></span></p>
<p>Hengkis Arbeiten bedeuten mir mehr, fesseln mich tiefer und st&#228;rker als Bilder, die ich mit &#228;hnlichen Worten beschreiben w&#252;rde, weil ihnen die Kitschigkeit fehlt. Das liegt nicht unbedingt am Verzicht auf Farben. Sondern auch daran, dass ich seinen Bildern glaube, dass sie „echt“ sind.</p>
<p>Echt im Sinne von authentisch, wirklich, auch etwas allt&#228;glich. Als w&#228;re er zuf&#228;llig dort gewesen. Als k&#246;nnte man eigentlich zu jedem Zeitpunkt in den indonesischen Wald laufen und dort genau das sehen, was er festh&#228;lt. In seinen ausbalancierten und durchdachten Kompositionen schwingt immer auch eine gewisse Spontanit&#228;t mit. Als h&#228;tte er nur eben schnell ein Bild gemacht, um es einzufangen &#8211; so, wie man ein Urlaubsbild macht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5173665235_738904e72c_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34796" title="© Hengki Koentjoro" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5173665235_738904e72c_b-500x499.jpg" alt="" width="500" height="499" /></a></p>
<p>Dazu kommt, dass Hengki unbekannte Landschaften vorf&#252;hrt. Nicht die immer gleichen Motive, die Fototouristen in fernen L&#228;ndern abklappern. Nicht die gleichen Str&#228;nde und Sehensw&#252;rdigkeiten, die ich schon tausend Mal gesehen habe. Stattdessen zeigt er neue Perspektiven und Blicke auf mir unbekannte, fremde Orte ohne Namen.</p>
<p>Es ist beeindruckend, welche Bandbreite an Motiven und Stimmungen sich in seinen Arbeiten findet. Von absoluter Ruhe, Ausgeglichenheit und minimalstischen Kompositionen bis hin zu &#252;berbordender F&#252;lle von Details, Richtungen und aufbrausender Dynamik. Die Elemente, Menschen, Tiere, Pflanzen und Architektur, immer besonders im Kontext ihrer Natur verortet.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6658872483_bc905fae46_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34794" title="© Hengki Koentjoro" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6658872483_bc905fae46_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>Besonders das Wasser als Element hat es ihm angetan, es ist seine gr&#246;&#223;te Inspirationsquelle. So verbringt er so viel Zeit wie m&#246;glich in der Natur und am Ozean, wo die gigantische offene Weite in Kombination mit einem &#252;berw&#228;ltigenden Blau ihn beruhigt und zu Neuem anregt.</p>
<p>Er h&#228;lt das Meer ruhig oder in Form von aufbrausenden Wellen fest. Ebenso ist Wasser das verbindende Element in seinen Wolken- und Nebelkompositionen. Aber auch Unterwasser ist er fotografisch zuhause, von unterhalb der Oberfl&#228;che fotografiert er Schwimmer, Fische oder auch das Wasser an sich, das die unterschiedlichsten Ph&#228;nomene bereith&#228;lt.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6266764415_2170a783a2_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34792" title="© Hengki Koentjoro" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6266764415_2170a783a2_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>Hengki Koentjoro wurde 1963 in Semarang in Indonesien geboren. Zwischenzeitlich hat er in den USA gearbeitet und dort auch sein Studium der Videoproduktion und Fine-Art-Fotografie abgeschlossen. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und drei Kindern wieder in Indonesien, jetzt in Jakarta.</p>
<p>Nach dem Studium ist er in seine Heimat zur&#252;ckgekehrt, um dort ein freier Videograf und -redakteur zu werden, spezialisiert auf Naturdokumentationen und Unternehmensprofile. Parallel dazu reflektiert er seine Freiheit des Ausdrucks in der beeindruckend sorgf&#228;ltigen Ausf&#252;hrung und immerw&#228;hrenden Erkundung der Schwarzwei&#223;-Fotografie.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5247240224_127fc0b935_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34797" title="© Hengki Koentjoro" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5247240224_127fc0b935_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>Die Fotografie begeistert ihn schon praktisch sein ganzes Leben, seit seine Mutter ihm eine Kodak Pocket zu einem Geburtstag schenkte. Diese f&#252;llte seine Leidenschaft f&#252;r Bilder in den folgenden Jahren aus, heute fotografiert er meistens mit einer Nikon D700 und einer Canon 5D.</p>
<p>F&#252;r Hengki ist Fotografie nicht nur ein Weg, seiner innersten Seele Ausdruck zu verleihen. Er erschafft durch seine Bilder auch ein Fenster zur Welt, in der das Ungesehene und das Unausgesprochene greifbar wird.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5978616781_6ee1390b61_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34798" title="© Hengki Koentjoro" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/5978616781_6ee1390b61_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>Er wird durch den sehnsuchtsvollen Wunsch, die mystische Sch&#246;nheit der Natur zu erkunden, angetrieben und hat mit den Mitteln der Fine-Art-Fotografie seine Sinnen und seine Empfindsamkeit f&#252;r das entwickelt, was er festhalten m&#246;chte.</p>
<p>F&#252;r ihn kann Fotografie nie vom Aspekt getrennt werden, etwas Allt&#228;gliches auf eine ungew&#246;hnliche Art und Weise zu zeigen. Das Unerwartete willkommen zu hei&#223;en. Die Fotografie zu umarmen und ihr zu fr&#246;nen, ebenso wie daran zu glauben, dass alles m&#246;glich ist.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6925859529_9d12282894_b.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34795" title="© Hengki Koentjoro" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/6925859529_9d12282894_b-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>Hengki nutzt die M&#246;glichkeiten des weltweiten Netzes ausgedehnt, um aller Welt seine Arbeiten zu pr&#228;sentieren. So findet Ihr seine Arbeiten auf den &#252;blichen bekannten Plattformen, zum Beispiel bei <a href="https://www.facebook.com/koentjoro24" target="_blank">Facebook</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/21290636@N06/" target="_blank">flickr</a>, <a href="https://plus.google.com/105228323457033543279" target="_blank">Google+</a>, <a href="http://hengki24.deviantart.com/" target="_blank">deviantArt</a> und <a href="http://500px.com/hengki24" target="_blank">500px</a>.</p>
<p><iframe style="overflow: hidden; width: 450px; height: 35px;" src="//www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fkwerfeldein.de%2Findex.php%2F2012%2F05%2F15%2Fdie-mystische-schonheit-der-natur%2F&amp;send=false&amp;layout=standard&amp;width=450&amp;show_faces=false&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;font&amp;height=35" frameborder="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p></p>
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		<title>Bestandsaufnahme</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 05:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aileen Wessely</dc:creator>
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		<description>Nach so vielen Jahren, in denen ich jetzt schon fotografiere, ist die Lehrzeit, die ich mir einmal gesetzt hatte, immer noch lange nicht vorbei. Ich bin immer noch, fast Tag f&amp;#252;r Tag, auf der Suche nach Bildern, die mir etwas bedeuten k&amp;#246;nnten, bin immer noch hungrig, nie zufrieden. &lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="info"><img class="alignleft size-full wp-image-34649" title="Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/FB_SW.jpg" alt="" width="120" height="120" />Der folgende Beitrag stammt von <a href="http://www.florianbachmeier.com/" target="_blank">Florian Bachmeier</a>. Er studierte Fotografie und Geschichte, nun lebt und arbeitet er als selbstst&#228;ndiger Fotograf in M&#252;nchen und Madrid. Wenn m&#246;glich, verbindet er Auftragsarbeiten mit eigenen langfristig angelegten Projekten, zur Zeit beispielsweise &#252;ber Grenzlandschaften in Osteuropa. Mehr erfahrt Ihr auch auf seinem <a href="http://www.florianbachmeier.blogspot.de" target="_blank">Blog</a>.</div>
<p><strong>Nach so vielen Jahren, in denen ich jetzt schon fotografiere, ist die Lehrzeit, die ich mir einmal gesetzt hatte, immer noch lange nicht vorbei. Ich bin immer noch, fast Tag f&#252;r Tag, auf der Suche nach Bildern, die mir etwas bedeuten k&#246;nnten, bin immer noch hungrig, nie zufrieden.</strong></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Allerheiligen-San-Adriá-de-Besós-Spanien.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34628" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Allerheiligen-San-Adriá-de-Besós-Spanien-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Allerheiligen, San Adriá de Besós, Spanien</span></p>
<p>Wie vor vielen Jahren, als ich zum ersten Mal zu einer langen Reise aufgebrochen bin und die ich mir eigentlich als eine Art Abschluss meiner fotografischen Ausbildungszeit vorgestellt hatte. Ein Irrtum. Ich erinnere mich noch an den Hafenkai in Huelva, im &#228;u&#223;ersten S&#252;dwesten Spaniens. Der Atlantik war, wie so oft im Winter, unruhig und aufgew&#252;hlt, dunkelgraue Wellen, die in regelm&#228;&#223;igen Intervallen gegen die Betonmauern rollen, unaufh&#246;rlich.</p>
<p>Es war einen Tag vor meiner Abreise, einen Tag bevor ich einen &#220;berlandbus nach Madrid bestieg, um von dort am n&#228;chsten Tag nach Abidjan, an der Elfenbeink&#252;ste, zu fliegen. Im Gep&#228;ck eine Hose, ein paar Hemden, ungef&#228;hr 70 Schwarzwei&#223;filme und zwei verbeulte Nikon FM2. Acht Wochen, allein, durch unbekannte L&#228;nder, nur sehen und schauen.</p>
<p><span id="more-34625"></span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Bordell-La-Línea-de-la-Concepción-Spanien.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34629" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Bordell-La-Línea-de-la-Concepción-Spanien-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Bordell, La Línea de la Concepción, Spanien</span></p>
<p>Ein paar Tage zuvor stand ich am offenen Grab meines geliebten Gro&#223;vaters, im kalten oberbayrischen Winter. Und oft sehe ich mich noch immer dort stehen. Bleich, k&#228;sig, in einem schweren, dunkelblauen Mantel, den er mir noch geschenkt hatte, zwischen Leuten, von denen ich viele &#252;berhaupt noch nie gesehen hatte. Eine Nelke werfe ich ins Grab, dann Erde. Alles wie in Zeitlupe, ich wollte nicht weinen, und dann, noch bevor der Leichenschmaus zu Ende war, war ich in Gedanken bereits weit weg.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Timisoara-Rum&#228;nien.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34638" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Timisoara-Rum&#228;nien-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Timisoara, Rum&#228;nien</span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Waisenhaus-Timisoara-Rum&#228;nien.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34639" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Waisenhaus-Timisoara-Rum&#228;nien-500x334.jpg" alt="" width="500" height="334" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Waisenhaus, Timisoara, Rum&#228;nien</span></p>
<p>Dieser Moment ist in meinem Hirn eingebrannt, wie sich Licht in Silberkristalle auf einen Filmstreifen brennt. Es ist wie in der spielerischen Foto-Falle Henri Lartigues, die Paul Virilio in seinem Essay „Esthétique de la disparition“ zitiert: Als Kind, wenn er etwas gesehen habe, das ihm gefallen h&#228;tte, h&#228;tte er die Augen geschlossen bis er nur noch das gesehen hatte, was er sehen wollte. Dann, so Virilio weiter, drehte sich der kleine Henri ganz schnell um die eigene Achse – und das Bild war gespeichert!</p>
<p>Und unter Zuhilfenahme der fotografischen Technik k&#246;nnen diese Bilder konserviert werden, dann hat man auf einmal Hunderte oder Tausende alte Fotografien um sich liegen, Fragmente des eigenen Lebens und des Lebens der anderen.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Psychiatrische-Klinik-Gavodnija-Rum&#228;nien.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34636" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Psychiatrische-Klinik-Gavodnija-Rum&#228;nien-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Psychiatrische Klinik, Gavodnija, Rum&#228;nien</span></p>
<p>Ich sehe die alten Fotografien meiner Reisen, sehe aufs Neue, h&#246;re noch einmal, was mir damals in den Ohren klang, rieche sogar und kann mir in Erinnerung rufen, was ich in diesen Momenten gef&#252;hlt habe, an weit entfernten Orten, nicht nur gemessen in Kilometern, vor allem weit entfernt, in einer anderen Zeit, eine unmessbare Distanz, unvorstellbar.</p>
<p>Das Eigenartigste daran ist, dass manchmal die alten Bilder Gef&#252;hle hervorrufen, die im Nachhinein noch intensiver scheinen, konzentrierter. Damals, nach mehr als zehn verschiedenen L&#228;ndern in weniger als 360 Tagen, habe ich meine m&#252;hsam zusammengelesene Sicht auf die Welt wieder verloren.</p>
<p>Was bleibt, ist eine eher gebrochene Zeitwahrnehmung, irgendwie br&#252;chig oder gebrochen, ein st&#228;ndiges Kommen und Gehen von Zuk&#252;nftigem und Vergangenem, Gewesenes und Hypothetisches vermischend, w&#228;hrend der Augenblick, das Jetzt, sich wie Sand zwischen den Fingern zerreiben l&#228;sst. Was bleibt, festgehalten in einer Fotografie, ist ein Moment, der dem unerbittlichen Lauf der Zeit entrissen ist, eigentlich mehr ein Verdienst der Silberhalogene auf der Filmemulsion als mein eigener.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Karwoche-Arcos-de-la-Frontera-Spanien.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34632" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Karwoche-Arcos-de-la-Frontera-Spanien-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Karwoche, Arcos de la Frontera, Spanien</span></p>
<p>Etwas Sch&#246;nes oder etwas Absto&#223;endes, oder einfach etwas Absurdes erregt meine Aufmerksamkeit und ich dr&#252;cke auf den Ausl&#246;ser – Sch&#246;nheit verursacht Schmerz, sagte einmal Ernst Haas und wirklich: Sch&#246;nes zu sehen und zu erleben, kann zu einer leidvollen und schmerzhaften Erfahrung werden, weil es zu schnell vergeht.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Karneval-Ituren-Spanien.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34631" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Karneval-Ituren-Spanien-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Karneval, Ituren, Spanien</span></p>
<p>Ich war mir meiner selbst noch nie besonders sicher und oft auch nicht dessen, was ich eigentlich mit meinen Bildern erz&#228;hlen will. Zuerst einmal sind es einfach meine Bilder. Weil ich dort war, weil ich mit diesen Menschen gesprochen habe oder sie mich angesehen haben.</p>
<p>Meist fl&#252;chtige Bekanntschaften, viele blieben Unbekannte, manche wenige wurden zu Weggef&#228;hrten und noch weniger sogar zu Freunden. Vielen war ich gleichg&#252;ltig, ich habe viele liebevolle und selbstlose Menschen getroffen. Auch auf Hass und Ablehnung bin ich gesto&#223;en, nat&#252;rlich. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Jetzt sind sie alle Darsteller in meinem kleinen Welttheater.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/PredigtLuampa-Zambia-Afrika.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34634" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/PredigtLuampa-Zambia-Afrika-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Predigt, Luampa, Zambia, Afrika</span></p>
<p>Es ist nicht die Frage, ob die Fotografie die Welt ver&#228;ndern kann. Wir schaffen Bilder, Bilder von Bildern. Nicht mehr, nicht weniger. Interessant f&#252;r einige, langweilig f&#252;r andere, harmlos oder aufw&#252;hlend. Aber es ist niemals die Reproduktion einer objektiven Realit&#228;t, es ist einfach eine Wahrnehmung, einzigartig und individuell. Die subjektive Wahrnehmung des Menschen, der fotografiert. Nichts weiter.</p>
<p>Der Anspruch, die Krankheiten unserer Gesellschaft zu erfassen, zu dokumentieren, scheint ein von vornherein sinnloses Unterfangen zu sein, unm&#246;glich, angesichts des irreversibel fortgeschrittenen Siechtums und der &#252;berw&#228;ltigenden Komplexit&#228;t aller unserer Missst&#228;nde.</p>
<p><a style="margin-right: 5px;" href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Abschiebezelle-Gef&#228;ngnis-Málaga-Spanien.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-34626" style="margin: 0;" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Abschiebezelle-Gef&#228;ngnis-Málaga-Spanien-500x750.jpg" alt="" width="245" height="368" /></a><a style="margin-left: 5px;" href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Brothel-Beira-Mocambique.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-34630" style="margin: 0;" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Brothel-Beira-Mocambique-500x750.jpg" alt="" width="245" height="368" /></a><br style="clear: both;" /><span style="color: #888; font-size: small;">Links: Abschiebezelle, Gef&#228;ngnis Málaga, Spanien<br />
Rechts: Brothel, Beira, Mocambique</span></p>
<p>Eine Fotografie der angeh&#228;uften toten K&#246;rper in der Leichenhalle des Krankenhauses in Bamako, Mali. H&#228;tte ich dort fotografieren sollen? Ich wei&#223; es nicht mehr. Ich habe es nicht gemacht. An diesem Tag starben 119 Menschen an der Meningitis-Epidemie, die das Land in Angst versetzte.</p>
<p>Die &#196;rzte und Krankenschwestern bewegten sich wie stumme Schatten durch die stinkenden Korridore der Krankenstationen. Ihnen fehlte die Kraft, vor Ersch&#246;pfung konnten sie kaum mehr einen Fu&#223; vor den anderen setzen. Ich habe es nur beobachtet, niemand hatte mich gerufen und niemand hat von meiner Anwesenheit Notiz genommen. An diesem Tag habe ich nicht nur tote Kinder, Frauen und M&#228;nner gesehen, ich habe geglaubt, dass ich gesehen habe, wie das Leben selbst stirbt, ohne viel Aufregung, am Ende ohne Gegenwehr.</p>
<p>In der Nacht dann wieder im Bus, das Gesicht an die Scheibe gedr&#252;ckt, neben mir eine junge, krank aussehende Frau mit ihrem S&#228;ugling an der Brust. S&#252;&#223;er Gestank und alle Ger&#228;usche wie von weit weg. Die Fahrt durch trockenes Sahelland, ausged&#246;rrte Felder, hier und da eine H&#252;tte, aus der schwaches Licht scheint, ich selbst verloren in einem irreal scheinenden Film, der auf der Scheibe abl&#228;uft.</p>
<p>Ab und zu werden wir langsamer, schwarze Schatten tauchen aus dem Nichts am Rand der Fahrbahn auf und bieten Wegzehrung an, Bananen und hartgekochte Eier. Der Schein einiger Lagerfeuer und ein paar flackernde Lichter, ich war mittendrin und doch schien es mir, als w&#252;rde ich alles aus der Ferne betrachten.</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Krankenhaus-Innenhof-Luampa-Zambia.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34633" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Krankenhaus-Innenhof-Luampa-Zambia-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Krankenhaus-Innenhof, Luampa, Zambia</span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Aids-Patientin-Luampa-Zambia.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34627" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Aids-Patientin-Luampa-Zambia-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">AIDS-Patientin, Luampa, Zambia</span></p>
<p>Afrika. Das Schlagen des M&#246;rsers, das die Stille jedes Morgens hier am &#196;quator bricht. Diesige Morgen, feucht, warm, getr&#228;nkt von einem Geruch, den man nicht wieder vergessen kann, nach Maniok und reifen Fr&#252;chten, s&#252;&#223;, ausladend, Schwei&#223;, auch bitter, wie nach Wurzeln. Sex und Schl&#228;frigkeit. Ich erinnere mich gerne an Marie Therèse, die bei mir schlief, an ihre zuckenden Mundwinkel und die im schwachen Morgenlicht gl&#228;nzenden Perlen auf ihrer Stirn.</p>
<p>Flugzeuge, Schiffe, Busse oder Eisenbahnwaggons. Zimmer in billigen Pensionen, schnelles Leben und gl&#252;ckliche Momente, die aufblitzen und vergehen wie Sternschnuppen am Sommerhimmel. Freude und Traurigkeit, Hoffnung und Verzweiflung. Blicke, Gesten, Ger&#228;usche und Gef&#252;hle. Intensit&#228;t. Reine Energie, alles komprimiert, ein Jahr in 0,66 Sekunden f&#252;r die Ewigkeit. Eingefrorene Bewegung, erstarrte Szenen, lebende Materie, die vergeht und Lebloses, das sich pl&#246;tzlich wieder mit Leben f&#252;llt.</p>
<p>Jedes Negativ, jede Fotografie ist wie ein Kerker oder ein K&#228;fig, manchmal leer, manchmal darben darin unschuldige Opfer und manchmal auch wahre Bestien. Von was rede ich eigentlich? Hexerei? Fetisch? Oder einfach Besessenheit?</p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Tankstelle-Meerenge-Gibraltar-Spanien.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34637" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Tankstelle-Meerenge-Gibraltar-Spanien-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Tankstelle, Meerenge Gibraltar, Spanien</span></p>
<p><a href="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Prozession-Andújar-Spanien.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-34635" title="© Florian Bachmeier" src="http://kwerfeldein.de/wp-content/uploads/2012/05/Prozession-Andújar-Spanien-500x333.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a><br />
<span style="color: #888; font-size: small;">Prozession, Andújar, Spanien</span></p>
<p>Wieder zur&#252;ck in Spanien, Granada, die Alhambra und der Sacromonte, alles zusammen auf wenigen Quadratmetern rund um ein Lagerfeuer in einer kleinen Wellblechsiedlung in San Adriá de Besós, einige Kilometer n&#246;rdlich von Barcelona. Vom n&#228;chtlichen Treiben der Gitanos bleibt die kalte Asche am Morgen. Spielt doch noch einen Fandango, oder gib mir noch einen Schluck, noch eine Geschichte oder einen Witz, mehr Funken, mehr Rausch, nur noch nicht heimgehen.</p>
<p>Europa, Lourdes und seine Wunder, ein Irrenhaus in Rum&#228;nien, alles ist Transit, &#252;berall Grenzen, menschliche Katastrophen, alle unterwegs, viele auf der Flucht, oft ohne es zu wissen. Oft sehe ich mir meine alten Bilder an und reise zur&#252;ck an all die Orte, an denen ich gewesen bin.</p>
<p>Und wenn ich es jemals bereue, ein bestimmtes Bild nicht gemacht zu haben, dann w&#228;re es eine Aufnahme der H&#228;nde meines Gro&#223;vaters, hart und wie versteinert von der Arbeit, gleichzeitig sanft, harmlos und verletzlich. Als ihn seine Kraft verlie&#223;, an einem sonst schrecklich ereignislosen Nachmittag in einem grauenhaften Krankenhaus, war ich noch bei ihm und wollte nur noch einmal seine Hand halten.</p>
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<p></p>
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