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<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0"><channel><title>Blog für den kritischen Fußballfreund</title> <link>http://www.direkter-freistoss.de</link> <description>Der Blog-Zirkel der Fußball-Presseschau indirekter-freistoss.de</description> <lastBuildDate>Tue, 27 Mar 2012 13:03:02 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/direkter-freistoss-de" /><feedburner:info uri="direkter-freistoss-de" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><item><title>Birgit Prinz, du bist die beste Frau!</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/direkter-freistoss-de/~3/jpX9PNc2GhE/</link> <comments>http://www.direkter-freistoss.de/2012/03/27/birgit-prinz-du-bist-die-beste-frau/#comments</comments> <pubDate>Tue, 27 Mar 2012 13:03:02 +0000</pubDate> <dc:creator>René Martens</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Birgit Prinz]]></category> <category><![CDATA[Frauenfußball]]></category> <category><![CDATA[Sportjournalismus]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/?p=2144</guid> <description><![CDATA[Was ist eigentlich die Alexandra Kraft für eine? Die Kollegin schreibt heute anlässlich des Abschiedsspiels von Birgit Prinz bei stern.de, die Spielerin habe nicht „verstanden, dass Fußball weit mehr als ein Spiel ist“. Die Autorin wirft Prinz in ihrem Karriere-Nachruf beispielsweise vor, diese habe Interviews „nicht leiden“ können. Falls die Aversion bei Prinz so groß [...]
No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Was ist eigentlich die <em>Alexandra Kraft</em> für eine? Die Kollegin schreibt heute anlässlich des Abschiedsspiels von <em>Birgit Prinz</em> bei <a
href="http://www.stern.de/sport/fussball/birgit-prinz-zum-abschied-eine-die-nie-verstanden-hat-1805718.html">stern.de</a>, die Spielerin habe nicht „verstanden, dass Fußball weit mehr als ein Spiel ist“. Die Autorin wirft Prinz in ihrem Karriere-Nachruf beispielsweise vor, diese habe <strong>Interviews</strong> „nicht leiden“ können. Falls die Aversion bei Prinz so groß war, dass sie Kraft niemals ein Interview gegeben hat, kann man angesichts dieses Artikels nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Die Stern-Frau kreidet der Kickerin des weiteren an, sie habe nicht „verstanden“, dass man sich als Star „gut verkaufen“ müsse. Sie habe „neben dem Platz <strong>versagt</strong>“. Kurz: Prinz müsse noch „<strong>erwachsen werden</strong>“, diagnostiziert die erwachsene Kraft. Auffällig ist, dass all das, was für Prinz spricht &#8211; die Aversion gegen Interviews, das Sich-nicht-verkaufen-wollen &#8211; hier gegen sie verwendet wird. Ob das nun symptomatisch ist für eine weit verbreitete Haltung im Sportjournalismus, weiß ich nicht, aber eine diesbezügliche prophylaktische Befürchtung kann ja nicht schaden.</p><p>No related posts.</p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.direkter-freistoss.de/2012/03/27/birgit-prinz-du-bist-die-beste-frau/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.direkter-freistoss.de/2012/03/27/birgit-prinz-du-bist-die-beste-frau/</feedburner:origLink></item> <item><title>Brauchen wir einen Konkurrenzverband zum DFB?</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/direkter-freistoss-de/~3/-KqEqsnrja8/</link> <comments>http://www.direkter-freistoss.de/2012/03/01/brauchen-wir-einen-konkurrenzverband-zum-dfb/#comments</comments> <pubDate>Thu, 01 Mar 2012 15:21:38 +0000</pubDate> <dc:creator>René Martens</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Arbeitersport]]></category> <category><![CDATA[DFB]]></category> <category><![CDATA[DFB-Sportgericht]]></category> <category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category> <category><![CDATA[Utopien]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/?p=2135</guid> <description><![CDATA[Ich habe mich gerade etwas länger mit dem Thema Arbeitersport beschäftigt (der Artikel erscheint im Laufe des März), und an diese Recherchen musste ich nun wieder bei der Debatte um das DFB-Urteil gegen den FC St. Pauli in Sachen Kassenrollenwurf denken. Von einer Episode aus der Geschichte der Arbeiterkulturbewegung zu einer Zuschaueraussperrung wegen eines missglückten [...]
No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich gerade etwas länger mit dem Thema <a
href="http://books.google.de/books/about/Die_Weimarer_Republik_und_der_Arbeitersp.html?id=QdiETCdck2QC&amp;redir_esc=y">Arbeitersport</a> beschäftigt (der Artikel erscheint im Laufe des März), und an diese Recherchen musste ich nun wieder bei der Debatte um das DFB-Urteil gegen den FC St. Pauli in Sachen <strong>Kassenrollenwurf</strong> denken.<br
/> Von einer Episode aus der Geschichte der Arbeiterkulturbewegung zu einer <strong>Zuschaueraussperrung</strong> wegen eines missglückten Versuchs, südländische bzw. südamerikanische Atmosphäre zu schaffen &#8211; das  ist auf den ersten Blick ein sehr großer <strong>Gedankensprung</strong>, gewiss, also skizziere ich mal die Hintergründe: 1893 gründete sich der Arbeiterturnerbund (ATB), 1919 erfolgte die Umbenennung in Arbeitersportbund (ATSB), von dem sich 1930 noch der kommunistische Rotsport abspaltete. Der Arbeitersport stand für eine Alternative zur bürgerlich-nationalistischen Sportideologie. Es gab im Fußball auch eine <a
href="http://www.direkteaktion.org/209/fussball-und-arbeiterkultur">Arbeiternationalmannschaft</a>, der Werkstatt-Verlag hat deren Geschichte im vergangegen Jahr veröffentlicht (Disclosure: Dort sind auch Bücher von mir erschienen).<br
/> Im Frühjahr 1933 verboten die Nazis die Arbeitersportvereine und beschlagnahmten das Vermögen. Zählt man noch den katholischen DJK (1935 verboten) und die jüdischen Sportverbände Makkabi und Schild (1938 verboten) hinzu, kommt man auf eine Vielfalt von Sport-Massenorganisationen in den 20er und 30er Jahren. Es gab also Zeiten in Deutschland, in denen <strong>Alternativen zu den großen etablierten Sportorganisationen</strong> selbstverständlich waren.<br
/> Und damit in die Gegenwart, in der es solche Alternativen bekanntlich nicht gibt. Das <strong>Sportgericht</strong> des DFB hat ein Urteil gefällt, das nach allen juristischen Maßstäben <strong>unhaltbar</strong> ist und erst recht nach moralischen und intellektuellen &#8211; auch der Begriff <a
href="http://metalust.wordpress.com/2012/02/28/in-england-zum-beispiel-ist-es-relativ-ruhig-geworden-zum-kassenrollenwurfurteil/#more-3424">Klassenjustiz</a> sei hier gern einmal in die Debatte geworfen. Jenseits der <a
href="http://www.publikative.org/2012/02/28/fusball-schwachsinn-dfb/">Parallelgesellschaft DFB</a> hätte so ein Urteil nirgendwo Bestand. Was man als Verein dagegen tun sollte, wissen Volljuristen besser, deshalb sei <a
href="http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6131">hiermit</a> auf einen verwiesen. Auch die Forderung, ggf. zivilrechtlich gegen das Urteil vorzugehen, steht im Raum. Erfreulicherweise.<br
/> Aber ist nicht langsam der Zeitpunkt gekommen, ein paar Siebenmeilenstiefelschritte weiter zu denken? Hätten wir nicht lieber einen Verband, der Urteile fällt, die sich zumindest ansatzweise durch eine gewisse Plausibilität auszeichnen? Einen Verband, der vielleicht sogar eine gewisse Würde ausstrahlt? Unabhängig vom gerade aktuellen Problem des FC St. Pauli, gibt es ja genug Gründe, sich einen <strong>DFB-freien Fußball</strong> zu wünschen, man muss das in diesem Blog vermutlich nicht weiter ausführen. Zugespitzt gefragt: Brauchen wir einen <strong>Anti-DFB</strong>? Einen alternativen Verband? Ja. Ist das eine realistische Forderung? Nein, selbstverständlich nicht. Aber über Utopien nachzudenken, ist ja legitim. Und eine <strong>Fußball-Utopie</strong>, über die es sich nachzudenken lohnt, wäre ein eigenständiger Verband mit eigenem Ligensystem &#8211; wie es halt zu Arbeitersportzeiten der Fall war. Dieser Verband müsste sich auf ähnliche Weise ideologisch vom DFB absetzen wie einst der Arbeitersport. Was jetzt nicht heißen soll, dass sämtliche Positionen von einst auf heute übertragbar wären. Auch der Begriff Arbeitersport hat sich natürlich längst überlebt.<br
/> Einem Verein wie dem FC St. Pauli, der &#8211; zumindest immer dann, wenn es gerade passt &#8211; seine Andersartigkeit betont, stünde es vielleicht gar nicht schlecht zu Gesicht, sich darüber Gedanken zu machen, unter welchen Bedingungen ein paar Generationen später Fußball gespielt wird oder gespielt werden könnte. Auf jeden Fall braucht es einen Verein, der damit anfängt.</p><p>No related posts.</p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.direkter-freistoss.de/2012/03/01/brauchen-wir-einen-konkurrenzverband-zum-dfb/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>9</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.direkter-freistoss.de/2012/03/01/brauchen-wir-einen-konkurrenzverband-zum-dfb/</feedburner:origLink></item> <item><title>Hany Ramzy: “Das war Politik, das hatte nichts mit Fußball zu tun”</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/direkter-freistoss-de/~3/2L65MBpQBBE/</link> <comments>http://www.direkter-freistoss.de/2012/02/02/ramzy-al-masry-ahly-aegypten/#comments</comments> <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 17:29:44 +0000</pubDate> <dc:creator>Oliver Fritsch</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Al-Ahly]]></category> <category><![CDATA[Al-Masry]]></category> <category><![CDATA[Ägypten]]></category> <category><![CDATA[Hany Ramzy]]></category> <category><![CDATA[Tahrir-Platz]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/?p=2127</guid> <description><![CDATA[Telefonat mit dem Trainer der ägyptischen U23 über die tödlichen Krawalle im Stadion von Al-Masry direkter freistoss: Sie haben das Spiel am Fernseher verfolgt. Was haben Sie gesehen? Hany Ramzy: Schon in der Halbzeit sah man rund zehn Leute mit Feuer auf dem Spielfeld, aber das schien sich später wieder zu beruhigen. Doch direkt nach [...]
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id="more-2127"></span></em></p><p><strong>direkter freistoss</strong>: Sie haben das Spiel am Fernseher verfolgt. Was haben Sie gesehen?</p><p><strong>Hany Ramzy</strong>: Schon in der Halbzeit sah man rund zehn Leute mit Feuer auf dem Spielfeld, aber das schien sich später wieder zu beruhigen. Doch direkt nach Abpfiff ging der Wahnsinn los.</p><p><strong>df</strong>: Was genau?</p><p><strong>Ramzy</strong>: Hunderte von jungen Männern, manche vielleicht nicht einmal sechzehn Jahre alt, stürmten den Platz und die Blöcke, viele mit Messern bewaffnet. Sie griffen die Fans und Spieler von Al-Ahly an. Schnell machte die Nachricht von mindestens zwanzig Toten die Runde, später am Abend von noch viel mehr.</p><p><strong>df</strong>: <a
href="http://www.zeit.de/sport/2012-02/aegypten-ultras-portsaid-tote">Es ist zu hören</a>, dass die Gewalt politisch motiviert gewesen sei.</p><p><strong>Ramzy</strong>: Ja. Das war eine geplante Aktion, das war politisch. Das hatte nichts mit Fußball zu tun. Die Polizei sah tatenlos zu, sie ließ einfach gewähren, dass Menschen starben. Es ist eine Schande für Ägypten.</p><p><strong>df</strong>: Die Ultras von Al-Ahly sollen am Tahrir-Platz an vorderster Front gekämpft haben. Mussten sie nun dafür büßen? Wer sind die Täter im Hintergrund?</p><p><strong>Ramzy</strong>: Niemand in Ägypten weiß das genau, nicht mal der Sicherheitschef der Regierung. Es gibt Mutmaßungen, dass die Leute des alten Regimes dahinter stecken. Die sind interessiert daran, im neuen Ägypten Unruhe zu stiften. Es kursiert andererseits auch das Gerücht, dass der Iran im Spiel ist. Das sind nun die großen Fragen, die sich unser Land stellen muss.</p><p><strong>df</strong>: Einige der beteiligten Spieler sollen gesagt haben, dass sie nie wieder Fußball spielen würden.</p><p><strong>Ramzy</strong>: Das ist in der ersten Reaktion absolut verständlich. Drei meiner Spieler sind von Port Said, einer von Al-Ahly. Mit einem habe ich gestern Nacht telefoniert. Sie sind unversehrt, aber stehen alle unter Schock. Sie haben viel Blut gesehen, Tote lagen in der Kabine. Es ist gut, dass die Liga bis auf weiteres abgesagt wurde. An Fußball sollte man erst mal nicht denken.</p><p><strong>df</strong>: Sie fahren mit ihrer Mannschaft im Sommer nach London zu Olympia. Oder ist das in Gefahr?</p><p><strong>Ramzy</strong>: Das glaube ich nicht. Aber unsere Testspiele werden wir alle auswärts austragen. Denn wir können von niemandem verlangen, nach Ägypten zu reisen, um ein Fußballspiel auszutragen.</p><p>No related posts.</p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.direkter-freistoss.de/2012/02/02/ramzy-al-masry-ahly-aegypten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.direkter-freistoss.de/2012/02/02/ramzy-al-masry-ahly-aegypten/</feedburner:origLink></item> <item><title>Fünf Dinge, die wir aus der Hinrunde gelernt haben</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/direkter-freistoss-de/~3/DW2XObxIsc8/</link> <comments>http://www.direkter-freistoss.de/2012/01/12/funf-dinge-die-wir-aus-der-hinrunde-gelernt-haben/#comments</comments> <pubDate>Thu, 12 Jan 2012 17:22:30 +0000</pubDate> <dc:creator>Christoph Asche</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/?p=2113</guid> <description><![CDATA[Ernst Bloch hat über Vermutungen einmal sinngemäß geschrieben, dass sie am Ende selten praktisch bewiesen werden können und dass sie meist in der Versuchsgeschichte der Erkenntnis, der erkannten Irrtümer wandeln. Daher überlasse ich die wilden halb-saisonalen Titelprognosen und die apokalyptischen Untergangsszenarien für den SC Freiburg und den HSV anderen und schaue auf das, was war. [...]
No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ernst Bloch hat über Vermutungen einmal sinngemäß geschrieben, dass sie am Ende selten praktisch bewiesen werden können und dass sie meist in der Versuchsgeschichte der Erkenntnis, der erkannten Irrtümer wandeln. Daher überlasse ich die wilden halb-saisonalen Titelprognosen und die apokalyptischen Untergangsszenarien für den SC Freiburg und den HSV anderen und schaue auf das, was war.<span
id="more-2113"></span></p><p>&nbsp;</p><p>Fünf Dinge, die wir aus der Hinrunde gelernt haben:</p><p>&nbsp;</p><p>1. <strong>Lucien Favre ist ein exzellenter Trainer</strong>. Gegenargumente sind willkommen, aber wie sonst lässt sich diese herausragende Hinserie von Borussia Mönchengladbach erklären? Das Team hat sich im Kern nicht wesentlich zur Vorsaison verändert: Am letzten Spieltag vor der Winterpause standen bei der Borussia im Spiel gegen den FSV Mainz  10 Spieler auf dem Platz, die auch schon in den beiden Relegationsspielen gegen den VfL Bochum im Mai 2011 um Leben oder Tod spielten. Nachdem der Klassenverbleib der Fohlen schon den Fähigkeiten Favres zuzuschreiben war, kann man ihn nun nicht oft genug loben. Eine taktisch hervorragend eingestellte Mannschaft und eine Menge Selbstvertrauen lassen erkennen, woran der 54-jährige Schweizer in der Sommerpause gearbeitet hat.</p><p>&nbsp;</p><p>2. <strong>Torhüter dürfen sich nicht mehr schwer verletzen</strong>. René Adlers langwierige Knieverletzung hat ihn in Leverkusen in Rekordzeit aufs Abstellgleis katapultiert, obwohl er einst als kommender Stern am Torhüterhimmel gefeiert wurde. Dieser Stern ist jetzt Manuel Neuer und René Adler längst abgelöst von Jungstar Bernd Leno. Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, heißt es oft. Treffender als im Fall Adler geht es kaum, gerade international spielende Clubs können sich keine langen Ausfallphasen von Leistungsträgern leisten.</p><p>&nbsp;</p><p>3. <strong>Geld schießt in Wolfsburg keine Tore</strong>. Felix Magath hat in der Hinrunde demonstriert, wie man es schafft, ein Team innerhalb kürzester Zeit vom Zustand der ungeschminkten Lethargie in einen unpassend zusammengewürfelten neongrünen Haufen zu verwandeln, dessen Resultate nicht ansatzweise das ausgegebene Geld rechtfertigen. <a
href="http://www.haz.de/Nachrichten/Sport/Fussball/Nach-Hoffenheim-verpflichtet-auch-der-VfL-Wolfsburg-einen-13-Jaehrigen">Nun probiert es Magath mit einer Verjüngungskur</a>.</p><p>&nbsp;</p><p>4. <strong>Lukas Podolski ist die Lebensversicherung des 1.FC Köln</strong>. Hört sich stark nach Stammtisch an, ist aber so. Zum ersten Mal hat Podolski in Köln konstante gute Leistungen gezeigt, was sich auch in seiner Statistik widerspiegelt: 14 Tore und 5 Vorlagen in 16 Spielen bedeuten, dass er an über zwei Dritteln der Kölner Tore direkt beteiligt war. Pech nur für die FC-Verantwortlichen, dass sonst kein anderer Kölner Profi auch nur annähernd an das Niveau von Podolski herankommt.</p><p>&nbsp;</p><p>5. <strong>Als Trainer sollte man sich niemals seinen Arbeitgeber auf den Arm tätowieren lassen</strong>. Markus Babbel wird sich bei seiner nächsten Station als Trainer zwei Mal überlegen, ob er sich wieder mit Tinte auf die Haut kritzeln lässt. Ein Lösungsvorschlag: Einen anderen Club trainieren und gleichzeitig auf Schmerzen verzichten kann Babbel nur, wenn er zu den Bayern zurückgeht. Oder an die Anfield Road. Oder zum VfB Stuttgart. Oder zum HSV. Oder zum TSV Gilching …</p><p>&nbsp;</p><p>===========================================</p><p>Wollen Sie fit in die Rückrunde starten? Hier gibt es <a
href="http://www.trainingsworld.com/trainingsplaene/laufen/">interessante Trainingspläne online</a>.</p><p>===========================================</p><p>No related posts.</p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.direkter-freistoss.de/2012/01/12/funf-dinge-die-wir-aus-der-hinrunde-gelernt-haben/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.direkter-freistoss.de/2012/01/12/funf-dinge-die-wir-aus-der-hinrunde-gelernt-haben/</feedburner:origLink></item> <item><title>Wie das Internet die Sportberichterstattung verändert hat  …</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/direkter-freistoss-de/~3/q7BoJLxVXoM/</link> <comments>http://www.direkter-freistoss.de/2011/10/10/wie-das-internet-die-sportberichterstattung-verandert-hat/#comments</comments> <pubDate>Mon, 10 Oct 2011 07:22:58 +0000</pubDate> <dc:creator>René Martens</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category> <category><![CDATA[Hartplatzhelden]]></category> <category><![CDATA[Marcel Eger]]></category> <category><![CDATA[Smartphones]]></category> <category><![CDATA[Social Media]]></category> <category><![CDATA[Sport und Medien]]></category> <category><![CDATA[Sportberichterstattung]]></category> <category><![CDATA[Twitter]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/?p=2100</guid> <description><![CDATA[&#8230; und wem der Sport quasi „gehört“, das ist aus guten Gründen in diesem Blog oft Thema gewesen, zuletzt hier. Auf zahlreiche Aspekte aus diesem Themenkomplex gehe ich nun in dem Beitrag Social Sport? Wie sich Berichterstattung und Rechtelage im Zeitalter von Twitter, Flickr und Smartphones verändert haben ein, erschienen in dem neuen Buch Sport [...]
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href="http://www.direkter-freistoss.de/2011/08/27/hartplatzhelden-republica-bgh/">hier</a>. Auf zahlreiche Aspekte aus diesem Themenkomplex gehe ich nun in dem Beitrag <strong>Social Sport? Wie sich Berichterstattung und Rechtelage im Zeitalter von Twitter, Flickr und Smartphones verändert haben</strong> ein, erschienen in dem neuen Buch <a
href="http://www.halem-verlag.de/shop/product_info.php/products_id/235">Sport und Medien. Eine deutsch-deutsche Geschichte</a>. Es geht unter anderem &#8211; einige Zwischenüberschriften seien hier mal zitiert &#8211; um „die Demokratisierung der Produktionsmittel“ und den „Sportler als Berichterstatter“. Und auch darum, warum ein bestimmtes Interview mit Marcel Eger (früher St. Pauli, heue Brentford) nie erschienen ist. Die erste Fassung meines Textes entstand für <a
href="http://www.direkter-freistoss.de/2010/02/05/sport-und-medien-eine-deutsch-deutsche-geschichte/">diese Tagung</a> in Köln. Und bei <a
href="http://www.digitalmediawomen.de/2011/04/01/social-media-club-hamburg-thema-sport/">dieser Veranstaltung</a> des <strong>Social Media Club Hamburg</strong> vor etwas mehr als einem halben Jahr konnte man bereits einen Vorgeschmack auf den Buchbeitrag bekommen.</p><p>No related posts.</p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.direkter-freistoss.de/2011/10/10/wie-das-internet-die-sportberichterstattung-verandert-hat/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.direkter-freistoss.de/2011/10/10/wie-das-internet-die-sportberichterstattung-verandert-hat/</feedburner:origLink></item> <item><title>Hartplatzhelden: Die Zeit der Ungewissheit ist vorbei</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/direkter-freistoss-de/~3/JVTPGJAudXM/</link> <comments>http://www.direkter-freistoss.de/2011/08/27/hartplatzhelden-republica-bgh/#comments</comments> <pubDate>Sat, 27 Aug 2011 15:11:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Oliver Fritsch</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/?p=2069</guid> <description><![CDATA[Mit mehr als vier Monaten Verspätung möchte ich einen Beitrag über die republica nachreichen, bei der ich auf einem Podium teilgenommen habe und unter anderem über den Hartplatzhelden-Prozess referiert und diskutiert habe. Mit dem renommierten Internetkongress republica verbinde ich eine witzige, bewegende und einschneidende Anekdote. Es war im April 2009, ich besuchte das Panel Blog [...]
No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mit mehr als vier Monaten Verspätung möchte ich einen Beitrag über die republica nachreichen, bei der ich auf einem Podium teilgenommen habe und unter anderem über den Hartplatzhelden-Prozess referiert und diskutiert habe<span
id="more-2069"></span>. Mit dem renommierten Internetkongress republica verbinde ich eine witzige, bewegende und einschneidende Anekdote. Es war im April 2009, ich besuchte das Panel Blog und Recht. Es ging um Persönlichkeitsrecht, Bildrecht, Zitatrecht, Urheberrecht. Die zwei Referenten spulten das Programm (im besten Sinne) souverän und mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis ab. Gegen Ende fragte ein Zuhörer die beiden, ob sie den Fall Hartplatzhelden kennen würden. Einer, Thorsten Feldmann, änderte spontan seinen Aggregatzustand. „Allerdings!“, sagte er mit drei Ausrufungszeichen, „ich will eins vorwegschicken: Ich glaube an die deutsche Justiz.“ Und sagte damit, dass er den Glauben ein wenig verloren hat. Er fuhrt fort: „Aber wie diese beiden Urteile zustande kamen, das ist &#8230;“  Feldmann schickte hinterher, dass man die Worte, mit denen er seiner Entrüstung ausdrückte, nicht zitieren möge.</p><p>Mit diesen beiden Urteilen meinte Feldmann die Urteile des Landgerichts und des Oberlandesgerichts Stuttgart, die beide dem Württembergischen Fußballverband Recht gaben und der Website hartplatzhelden.de verboten hatten, von Privatleuten gedrehte Videos von Amateur- und Jugendfußballspielen im Internet zu zeigen. Das sei angeblich unlauterer Wettbewerb, weil ein Fußballspiel eine Leistung des Verband sei. Dem DFB soll also der Fußball gehören. Feldmann hielt diese Entscheidungen für skandalös, es war der erste Fall, zu dem er gleich zwei Aufsätze in Fachpublikationen geschrieben hatte. Beides Verrisse.</p><p>Am Ende seiner mehrminütigen Suada fragte Feldmann, ob jemand die Seite kennen würde. „Ja“, sagte ich aus der letzten Reihe, „ich habe sie gegründet.“ Applaus, fast schon Jubel aus dem Plenum.</p><p>Das tat gut, denn wir, die Hartplatzhelden GmbH, hatten wenige Wochen zuvor die zweite juristische Niederlage hinnehmen müssen. Uns blieben noch zwei Wochen, um in Revision zu gehen – vor den Bundesgerichtshof. Eine schwere Entscheidung, denn es ging auch um viel Geld. Inzwischen ist alles gut ausgegangen, der BGH entschied im Oktober 2010, dass die beiden Urteile aus Stuttgart das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Experten sprechen von einem Satz Ohrfeigen für die Stuttgarter Richter. Das Filmen von Amateurspielen, so der BGH, ist nicht verboten, daher ist es auch nicht verboten, die entsprechenden Videos im Internet zu zeigen. Die Hartplatzhelden ahmen keine fremde Leistung nach, schon gar nicht welche des Verbands. Wettbewerb muss er hinnehmen, Wettbewerb muss frei sein.</p><p>Seitdem verbinde ich Angenehmes mit der republica. Denn ohne diese unerwartete Motivationsrede von  Thorsten Feldmann, den ich vorher nicht kannte, wäre ich vielleicht nicht in Revision gegangen. Zwei völlig falsche und ungerechte Urteile hätten noch heute Bestand. Urteile, die nicht nur für mich, nicht für die Hartplatzhelden Konsequenzen gehabt hätten. Jeder Zeitungsredaktion hätten die Verbände verbieten können, Videos vom Kreisligaschlager zu senden. Jedem stolzen Vater hätten sie untersagen können, den gefilmten Sololauf auf Youtube hochzuladen. Oder gegen Lizenzgebühren zu erlauben. Vielleicht klingt das absurd, aber genau das führten die kleinen Sepp Blatters aus dem Ländle im Schilde. Und wer weiß, ob sich nicht andere Sportverbände ein Beispiel daran genommen hätten?</p><p>Und wer weiß, ob sich dieses Rechtsverständnis auf Sport beschränkt hätte? Eventuell wäre es auch irgendwann verboten worden, ein Feuerwerk am Brandenburger Tor zu filmen, weil die Stadt Berlin sich in ihrer Funktion als Veranstalter in ihrer Vermarktungspolitik eingeschränkt sieht. Doch der BGH hat dem Treiben ein Ende gesetzt, hat Veranstalterrechten und Leistungsschutzansprüchen Grenzen gezogen. Der BGH hat dem Internet ein großes Stück Freiheit geschenkt. Der BGH versteht das Internet. Ist das nicht ein beruhigendes Zeichen?</p><p>Das Internet ist die ideale Plattform für Amateursport, weil er (ökonomisch gesprochen) ein Long-Tail-Produkt ist: viele tausende kleine Zielgruppen. Und gerade bei Bewegtbildern spielt der Sport seine Vorteile aus, selbst wenn oder gerade weil sie nicht im Hochglanz produziert sind wie in der sterilen Bundesliga. Im Jahr 2006, als wir hartplatzhelden.de „launchten“ war die Praxis, Fußballspiele zu filmen und zu veröffentlichen, noch nicht verbreitet. Heute setzt sie sich zunehmend durch, auch wenn die meisten Spiele noch nicht gefilmt werden. Doch der Sport an der Basis sollte es als Chance begreifen, als Chance zur Vermarktung und zur Verbreitung. Eine Erkenntnis aus der Mediengeschichte besagt: Worüber geschrieben wird, was gesendet wird, gewinnt an Bedeutung. Und wer sich ab und an im Amateurfußball herumtreibt, wer auf Deutschlands Hartplätzen zugegen ist, weiß, dass dieser Sport an Bedeutung zulegen muss. Es kommen kaum noch Zuschauer.</p><p><object
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class="no_flash">Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.<br
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href="http://www.clubfans-united.de/">Clubfans United</a>. Fußball spielt eine untergeordnete Rolle auf der republica. Auch deutsche Profivereine vernachlässigen das Internet und die Kanäle der sozialen Medien. Ich glaube, das liegt daran, dass der ökonomische Vorteil noch nicht erkennbar ist. Den Bundesligavereinen geht es gut, vielleicht zu gut. Die Leute rennen ihnen die Bude ein.</p><p>Ganz anders im Amateurfußball. Daher finde ich folgende Frage viel erklärungsbedürftiger: Warum macht der Amateursport, der auf jeden Zuschauer und jeden Euro angewiesen ist, so wenig auf Facebook, Twitter und Youtube? Wo die Produktion doch so einfach und billig ist. Vielleicht ist das ja ein spannendes Thema für eine der nächsten republicas.</p><p>Ob Sport und Fußball künftig eine größere Rolle auf der republica spielen oder nicht – ich werde die Entwicklung dieser Tagung verfolgen, denn ich verbinde mit ihr eine sehr angenehme Erfahrung. Allerdings hätte mich eine Niederlage vor dem BGH enorm viel Geld kosten können. Offen gesprochen hätte ich mir von der digitalen Szene in der Zeit der Ungewissheit mehr Unterstützung gewünscht, gar nicht mal finanziell, sondern in der Währung Aufmerksamkeit. Aber es ging ja auch so, dank neutraler Schiedsrichter.</p><p>In der <a
href="http://www.brandeins.de/archiv/magazin/heimliche-helden/artikel/fussball-gehoert-allen.html">August-Ausgabe der <em>brand eins</em></a> ist ein langer Bericht von mir über den Prozess erschienen.</p><p>No related posts.</p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.direkter-freistoss.de/2011/08/27/hartplatzhelden-republica-bgh/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.direkter-freistoss.de/2011/08/27/hartplatzhelden-republica-bgh/</feedburner:origLink></item> <item><title>Bayern München: Bei Heynckes gehen die Lampen an</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/direkter-freistoss-de/~3/NA32NhwgWi4/</link> <comments>http://www.direkter-freistoss.de/2011/08/19/bayern-heynckes-barcelona-mourinho/#comments</comments> <pubDate>Fri, 19 Aug 2011 13:57:00 +0000</pubDate> <dc:creator>swenzel</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Bayern München]]></category> <category><![CDATA[FC Barcelona]]></category> <category><![CDATA[FC Zürich]]></category> <category><![CDATA[José Mourinho]]></category> <category><![CDATA[Jupp Heynckes]]></category> <category><![CDATA[Real Madrid]]></category> <category><![CDATA[Uli Hoeneß]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/?p=2085</guid> <description><![CDATA[Wer am Mittwoch die Möglichkeit hatte, Bayern gegen Zürich und danach Barca gegen Real hintereinander zu sehen, bekam einen Eindruck davon, wie weit der FC Bayern von der internationalen Spitze entfernt ist. Auf der einen Seite ein teilweise lustloses Ballgeschiebe ohne Dynamik (Bayern), auf der anderen Seite ein Fußballfeuerwerk mit herausragenden Individualisten und Kombinationen (Barcelona, [...]
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id="more-2085"></span>.</p><p>Auf der einen Seite ein teilweise lustloses Ballgeschiebe ohne Dynamik (Bayern), auf der anderen Seite ein Fußballfeuerwerk mit herausragenden Individualisten und Kombinationen (Barcelona, auch Madrid). Man kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, wie sich der FC Barcelona immer wieder aus brenzligen Situationen befreite, sich neue Räume schaffte, und auf jede Frage eine Antwort hatte, die nie dem Zufall überlassen schien.</p><p>Das alles hatte man bereits im Champions-League-Endspiel gegen Manchester United gesehen. Nur war Real Madrid, wie auch schon im Hinspiel um den spanischen Supercup, ein fast ebenbürtiger Gegner, der dem rauschenden Ballkollektiv, teilweise taktische Finesse, gegen Ende des Spiels leider nur noch Brutalität entgegensetzen konnte. Insbesondere Pepe vermieste einem durch sein unfaires Verteidigen und dauerndes Lamentieren die Freude.</p><p>Man kann den FC Barcelona als Fan bewundern, als Anhänger vergöttern. Als Gegner verzweifelt man und hadert mit dem Schicksal, warum man selbst als Weltklassemannschaft fast keine Chance hat. Wie will man diesen perfekten Ballstafetten beikommen, wie Messi bremsen, wie überhaupt den Ball gewinnen?</p><p>José Mourinho hat darauf mit Madrid teilweise eine Antwort gefunden, die sich in den Klassikern der letzten Saison bereits angedeutet hatte: Härte, an der Grenze zur Körperverletzung. Madrid spielte zwar viel offensiver als in den letzten Begegnungen und kombinierte teilweise sehr ansehnlich, aber man hatte nie den Eindruck, dass sie das Spiel gewinnen könnten. Barcelona wiegt den Gegner meist in Sicherheit, indem die Mannschaft verspielt wie ein Welpe wirkt. Doch wenn es sein muss, schlagen die Mannen von Trainer Guardiola zu und entblößen jede Schwachstelle beim Gegner.</p><p>Auch wenn Jupp Heynckes nach dem Spiel gegen Zürich nicht unbedingt an Barcelona dachte, sah man ihm an, welch enorme Aufgabe auf ihn zukommt. Alles soll anders und besser werden, der Anspruch ist enorm, und der Präsident des Vereins sitzt ihm im Rücken oder vielleicht schon in der Kabine.</p><p>Selbst die nicht besonders kritische Frage, ob es ein Problem sei, den Torschützenkönig der letzten WM auf die Bank zu setzen, lies in Heynckes&#8217; Gesicht alle Lampen angehen. vorbei war es mit der Souveränität des ehemaligen Trainers von Real Madrid. Es ist zu vermuten, dass der deutsche Rekordmeister vor einer weiteren durchschnittlichen Saison steht. Vielleicht holt er einen nationalen Titel, doch die Herren im Vorstand wird das nicht befriedigen. Bei den Bayern ist der Druck besonders hoch, zumindest einen Titel zu gewinnen, die Fans und die Medien fordern das.</p><p>Es wäre interessant, wie die Medien und die Fans reagieren, wenn der Vorstand von einem Übergangsjahr und einem langfristigen Konzept sprechen würde, etwas was man entwickeln will, etwa eine Spielidentität, die nicht nur aus „mir-san-mir“ besteht. Der FC Barcelona gewann übrigens in der Zeit seiner größten Umstrukturierung zwischen 1999 und 2005 keinen einzigen Titel.</p><p>verwandte Artikel:<ol><li><a
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No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich herrscht vor der Saison wie immer freudige Spannung. Aber es gibt auch viele Fragen, die schon jetzt auf der Hand liegen. Setzen sich neben der sportlichen Entwicklung die anderen <strong>Haupttendenzen der letzten Spielzeit</strong> fort? Wir erinnern uns: Trotz eines eher verblüffenden Meisterschaftsverlaufs mit etlichen Überraschungsmannschaften waren die eigentlichen Hauptakteure vor allem <strong>Fans</strong> und <strong>Trainer</strong>.<span
id="more-2072"></span></p><p>Dass die <strong>Trainer</strong> so sehr im Fokus standen, lag nicht wirklich an übermäßig vielen Entlassungen und Wechseln – auch wenn stellvertretend Magaths vehemente Wechselflucht von Schalke nach Wolfsburg ein klein wenig nach Söldnergebaren schmeckte und Stanislawskis Abschied aus St. Pauli schwer überraschte. Beides sind Pole in einem <strong>Spektrum an bemerkenswerten qualitativen Bewegungen im Geschäft</strong>. Insgesamt scheint sich als Trend ein <strong>Generationenwechsel</strong> abzuzeichnen, was auffallend mit der Entwicklung beim kickenden Personal korrespondiert. Thomas Tuchel in Mainz, Lucien Favre in Gladbach, Michael Oenning in Hamburg, Robin Dutt in Freiburg bzw. in Leverkusen, Dieter Hecking in Nürnberg, ja selbst Bruno Labbadia in Stuttgart oder Mirko Slomka in Hannover, die die Kurve zu kriegen scheinen, kennzeichnen den Trend. Ob Stanislawski in Hoffenheim, Markus Babbel in Berlin, Marco Kurz in Kaiserslautern oder Markus Sorg in Freiburg auf Dauer dazugehören werden, muss noch abgewartet werden. Über allen thront natürlich der Trainer des Jahres, Jürgen Klopp, der sich sogar souverän und uneigennützig Political Correctness auch außerhalb des Spielfelds leistete und seinen Werbevertrag mit Ergo stoppte (Stichwort: Angestelltenlustreise nach Budapest). Vor dem Hintergrund dieser jungen Garde, zu der natürlich auch immer noch Ralf Rangnick gehört, sind Namen wie Daum, Lienen, Pagelsdorf, Rapolder und auch Magath eher am Verblassen. Und wer ruft heute noch ernsthaft nach Winnie Schäfer, Peter Neururer, Thomas Doll oder Ede Geyer? Auch Lothar Matthäus dürfte schon jetzt Mitglied in diesem Club sein. Inhaltlicher Kern dieses<strong> Generationenwechsels ist ein Paradigmenwechsel</strong>. Verkürzt heißt das: Mannschaftsentwicklung geht vor Heldenfußball, Investitionen fließen in Spielsystem und Talent statt in publikumsattraktive Spezialisten. Dabei ist <strong>der Prozess</strong> für alle Beteiligten <strong>die Substanz</strong>, von der sie zukünftig zehren wollen.</p><p>Zweiter Hauptakteur der vergangenen Saison waren die <strong>Fans</strong>. Ob in Köln (FC Reloaded), in Stuttgart (Aktion VfB 2011), in Gladbach (Mitgliederoffensive und Initiative Borussia), Bochum (Wir sind der VfL) oder in München (Schickeria) – überall gab es bis dato unbekannte große Aufwallungen hinsichtlich der Vereinsstrukturen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Gruppen ging es immer um <strong>Teilhabe und Mitsprache</strong>, so dass einige vorschnelle Medien bereits von „Wutfans“ schwadronierten. Was die Fans einigte, waren Forderungen nach demokratischen Meinungsbildungsprozessen, bei denen sie dabei sein wollen. Es ging und geht dabei um Themen wie Gremienbesetzungen oder ökonomische Entscheidungen, Investoren oder Sponsoren etc. Eine solche fast flächendeckende <strong>Protestdynamik</strong> war für die betroffenen Vereine neu; ihre Überraschung dauert teilweise bis heute an, so dass es spannend werden dürfte, welche Entwicklung diese Bewegung zukünftig nehmen wird. Angesichts der erwähnten Dynamik und der immensen Mitgliederzahlen einiger Vereine dürfte ein Weiter-so-wie-immer ähnlich wie bei Spielsystemen oder Trainerqualifikationen nicht mehr möglich sein.</p><p>Und die <strong>Meisterschaft</strong>? Es bleibt zu hoffen, dass sich das, was mit Dortmund, Mainz, Hannover oder auch Nürnberg im letzten Jahr zu beobachten war, weiterhin festigt. Sollte sich trotzdem einmal mehr wieder das Geld durchsetzen, heißt das noch lange nicht das Ende der neuen Trends und Entwicklungen. Die Macht sei jedenfalls mit ihnen&#8230;</p><p>No related posts.</p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.direkter-freistoss.de/2011/08/04/auf-eines-neues-was-bringt-die-saison/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.direkter-freistoss.de/2011/08/04/auf-eines-neues-was-bringt-die-saison/</feedburner:origLink></item> <item><title>Vom Sommermärchen zur Morgenröte</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/direkter-freistoss-de/~3/focCm898MM0/</link> <comments>http://www.direkter-freistoss.de/2011/07/14/vom-sommermarchen-zur-morgenrote/#comments</comments> <pubDate>Thu, 14 Jul 2011 15:52:55 +0000</pubDate> <dc:creator>gclobes</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/?p=2058</guid> <description><![CDATA[Zwar steht der Turnierhöhepunkt, das Endspiel der Frauen-WM noch aus, die bisherigen Eindrücke und Erkenntnisse dürften aber die Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Frauenfußballs auch danach noch bestimmen. Dabei wird es natürlich weniger bis gar nicht um das Drum und Dran dieser WM gehen. Wir wollen deshalb hier auch nicht über die bizarre und [...]
No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Zwar steht der Turnierhöhepunkt, das Endspiel der Frauen-WM noch aus, die bisherigen Eindrücke und Erkenntnisse dürften aber die <strong>Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Frauenfußballs</strong> auch danach noch bestimmen. Dabei wird es natürlich weniger bis gar nicht um das Drum und Dran dieser WM gehen. <span
id="more-2058"></span>Wir wollen deshalb hier auch nicht über die bizarre und schwer dogmatisch geführte Genderdebatte reden („Männer“- vs. „Frauenfußball“); vernachlässigen können wir genauso die erwarteten gönnerhaften Expertenstatements ehemaliger Kritiker, die plötzlich zu Frauenverstehern wurden. Und schon gar nicht soll es um das völlig eventbesoffene Publikum gehen, dessen einziger Lebenssinn im Stadion zu sein schien, eine Ola nach der nächsten zu initiieren. Folglich kümmern wir uns auch nicht um den Hype, den die Medien entfachten und dabei u.a. offenbarten, wie es wohl ist, wenn öffentlich-rechtliche TV-Anstalten so crazy Ideen wie „WM Lyrics Misheart“ für jung und hip halten. Und wir decken gnädig den Mantel des Schweigens über das historische Ereignis, dass mit Claudia Neumann beim ZDF die erste Frau live WM-Spiele kommentieren durfte. Überhaupt nicht reden wollen wir darüber, was schlimmer für die WM war: die Anwesenheit vom mehr und mehr berlusconihaften Herrn Blatter oder ein Großteil der aktiven Schiedsrichterinnen.</p><p>Reden wollen und müssen wir übers gezeigte <strong>Spiel und seine Qualität</strong>. Um es kurz zu machen: Freundlich gesagt war das Niveau (bis auf geringe Ausnahmen) sehr enttäuschend, weniger milde bewertet sogar einfach schlecht. Fast sieht es so aus, als ob der Frauenfußball regrediert. Individuell entwickeln sich die Spielerinnen im Durchschnitt technisch durchgängig positiv; taktiktechnisch hingegen gibt es mit Ausnahmen wie Frankreich und Japan kaum eine Annäherng an moderne Auffassungen. So überwog bei fast allen Teams erstaunlicherweise das Spiel mit langen Bällen, teilweise auch über außen, was nicht selten an <em>very british, very old school</em> gemahnte. Ähnlich beklagenswert waren die Torhüterinnenleistungen, was nicht nur an der Körpergröße der meisten lag (stellvertretend z.B. Karen Bardsley, England,und Hervig Lindahl, Schweden, ja selbst Nadine Angerer muss sich fragen lassen, was sie beim japanischen Siegtreffer in der kurzen Ecke wollte). Physische Dynamik dominierte fast immer über die taktische, was etwa den Favoritinnen der USA mehrmals den Sieg bescherte; für die deutsche Mannschaft reichte das allerdings schon nicht mehr aus. Ball- und Kombinationssicherheit waren nur selten ausgeprägt, Struktur- und Konzeptfußball nur bei Teams zu erkennen, die keiner wirklich auf der Rechnung hatte.</p><p>Und doch gibt es dabei auch etwas, das einen <strong>Wendepunkt der fußballerischen Entwicklung</strong> im Kontext des modernen Fußballs markiert hat. So waren allen voran Japan und mit Abstrichen Frankreich die Teams, die aufzeigten, wohin die Reise des Frauenfußballs geht. Kluge Organisation, gutes Verschieben und Pressen als defensive Elemente, sicheres und schnelles Passspiel im Mittelfeld und nach vorne reichten für Frankreich gegen die USA zwar noch nicht ganz, für Japan gegen Schweden (und auch gegen Deutschland) schon. So heißen die herausragenden Spielerinnen der WM eben auch nicht Marta, Shelin, Wambach und schon gar nicht Bajramaj. Vielmehr sind es Typen wie Homare Sawa und vor allem Luisa Necib, die nicht „Heldinnen“ sein wollen sondern Teamplayer und Taktgeberinnen.</p><p>Das alles belegt aber nicht nur den angedeuteten Wendepunkt, sondern hilft auch bei der <strong>„Normalisierung“ des Verhältnisses zum Männerfußball</strong>. Beide Fußballformen werden – bei allen weiterhin bestehenden körperlichen Unterschieden – vergleichbarer für den Zuschauer. Dass der Frauenfußball damit auch attraktiver (um nicht zu sagen „nachhaltiger“) in der Wahrnehmung der echten (und nicht der  Event-)Fans werden könnte, liegt auf der Hand. Und: Selbst wenn sich diesmal noch der alte Fußball durchsetzen sollte (was mit den USA ja möglich wäre), geht auch der Frauenfußball in Richtung Moderne. Die üblichen Verdächtigen wie Schweden, Norwegen, USA und Deutschland (Grüße an Frau Neid) gehen momentan diesen Weg jedenfalls noch nicht.</p><p>No related posts.</p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.direkter-freistoss.de/2011/07/14/vom-sommermarchen-zur-morgenrote/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.direkter-freistoss.de/2011/07/14/vom-sommermarchen-zur-morgenrote/</feedburner:origLink></item> <item><title>„Ich bin kein Fan von Stalin, aber …“</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/direkter-freistoss-de/~3/ciRHJgK60iI/</link> <comments>http://www.direkter-freistoss.de/2011/07/02/%e2%80%9eich-bin-kein-fan-von-stalin-aber-%e2%80%a6%e2%80%9c/#comments</comments> <pubDate>Sat, 02 Jul 2011 12:41:09 +0000</pubDate> <dc:creator>René Martens</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemein]]></category> <category><![CDATA[Jakob Preuss]]></category> <category><![CDATA[Rinat Achmetow]]></category> <category><![CDATA[Roman Abramowitsch]]></category> <category><![CDATA[Schachtjor Donezk]]></category> <category><![CDATA[Uefa-Pokal]]></category> <category><![CDATA[Werder Bremen]]></category> <category><![CDATA[ZDF]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/?p=2053</guid> <description><![CDATA[Die brillante Fußball-Dokumentation „The Other Chelsea“, als TV-Erstausstrahlung kürzlich im ZDF-Nachtprogramm zu sehen, läuft am morgigen Sonntag zur besten Sendezeit noch einmal bei ZDFkultur. Der folgende Text erschien in einer kürzeren Version am 27.6. in der Süddeutschen Zeitung. Rinat Achmetow ist der reichste Mann der Ukraine, das Wirtschaftsmagazin Forbes führt ihn in seiner aktuellen Milliardärsrangliste [...]
No related posts.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><em>Die brillante Fußball-Dokumentation „The Other Chelsea“, als TV-Erstausstrahlung kürzlich im ZDF-Nachtprogramm zu sehen, läuft am morgigen Sonntag zur besten Sendezeit noch einmal bei ZDFkultur.<span
id="more-2053"></span> Der folgende Text erschien in einer kürzeren Version am 27.6. in der <strong>Süddeutschen Zeitung</strong>.</em></p><p>Rinat Achmetow ist der reichste Mann der Ukraine, das Wirtschaftsmagazin Forbes führt ihn in seiner aktuellen Milliardärsrangliste auf Platz 39. Außerdem ist er Präsident von <strong>Schachtjor Donezk</strong>, ein Klub, der Fans in Deutschland ein Begriff ist, seitdem er 2009 das UEFA-Cup-Finale gegen Werder Bremen gewann. Achmetow holt haufenweise Stars aus <strong>Brasílien</strong> und sorgt dafür, dass bei der Eröffnung des von ihm finanzierten Stadions, in dem 2012 EM-Spiele stattfinden, Beyoncé auftritt. Nicht zuletzt finanziert er die in Donezk dominierende Partei der Regionen.<br
/> Der Oligarch ist die heimliche Hauptfigur in Jakob Preuss’ Dokumentarfilm „The Other Chelsea“, der Teil der Mini-Reihe „Kick it! – Die Macht des Fußballs“ ist. Der Titel spielt darauf an, dass Achmetow bei Schachtjor ähnlich viel Geld investiert wie der Russe Roman Abramowitsch beim FC Chelsea in London &#8211; wobei der entscheidende Unterschied darin besteht, dass ersterer seinen Heimatverein unterstützt, und dies nicht zuletzt, um den Fußball für politische Zwecke zu instrumentalisieren<br
/> Achmetow ist ein umstrittener Strippenzieher, und solche Zeitgenossen geben ungern Interviews. Als Protagonisten hat Preuss aber einen von Milliardär aufgebauten Stadtverordneten gewinnen können: den im Stadion stets in der Nähe seines Förderers zu sehenden Nachwuchspolitiker Kolja Lewtschenko, der provokante Aufritte im Fernsehen liebt und Sowjet-Nostalgie („Ich bin kein Fan von Stalin, aber …“) mit zügellosen Kapitalismus zu vereinbaren weiß. Auf dem Weg zu einem publicity-trächtigen Besuch bei einer Veteranenwitwe sagt der latent bedrohlich wirkende Lewtschenko einmal zum Regisseur: „Ruhe, Jakob, ich muss mich vorbereiten.“ Das klingt nicht nur arrogant, es dokumentiert auch eine gewisse Vertrautheit.<br
/> Die zweite Hauptfigur ist Sasha Schukin, ein 55-jähriger Bergarbeiter, der 400 Euro monatlich in der maroden Kohle-Mine Putilowskaja verdient. Anders als Lewtschenko, der sich für Fußball eigentlich nicht interessiert, aber keinen Hehl daraus macht, dass seine Partei von Schachtjors Erfolgen profitiert, ist Schukin ein wahrer Fan. Er nimmt eine <strong>40-stündige Busfahrt auf sich, um beim UEFA-Endspiel dabei zu sein</strong>, obwohl er sich die kaum leisten kann. Kohle und Kohle – das ist das zentrale Thema des Films. Hier die Neureichen, dort die armen Minenarbeiter, die sagen, dass es zu Sowjetzeiten besser war, und nicht daran glauben, dass es noch einmal besser wird.<br
/> Was den Film neben seiner akkuraten Beschreibung dieser Milieus auszeichnet, ist seine Bildsprache. Der von Animationstechnik geprägte Vorspann wirkt relativ heiter, die Protagonisten werden hier auf eine Weise eingeführt, die man eher bei einer ambitionierten Vorabendserie für ein jüngeres Publikum erwarten würde. Damit gibt Preuss einen leichten Grundton vor, der bei aller Tristesse der beschriebenen sozialen Verhältnisse stets präsent bleibt.<br
/> Innovativ ist die Art, wie Preuss Schachtjors UEFA-Cup-Parteien der Saison 2008/09 einarbeitet, die dem Film eine Struktur geben. Er zeigt keine bewegten Bilder – was auch mit Rechtefragen zu tun haben könnte -, sondern erzählt die Geschichte dieser Spiele anhand von Fotos seiner Protagonisten auf den Rängen und fügt Live-Kommentare aus dem Radio hinzu. Das erinnert an <strong>Slideshows</strong> aus dem Internet. So sorgt Preuss dafür, dass die Spieler Schachtjors nur Randfiguren bleiben.<br
/> Am Ende des Films scheint Lewtschenko zu begreifen, dass ihm der Film schadet. Später versucht er die Rechte für verschiedene osteuropäische Märkte zu kaufen, um zu verhindern, dass er dort gezeigt wird. Dass ihm das nicht gelungen ist, kann er verschmerzen. In Sachen Karriere hat er aufs richtige Pferd gesetzt: Seine Partei, die in der Ukraine in der Opposition ist, als der Film entsteht, regiert mittlerweile das Land.<br
/> Nicht überzeugend wirkt allein das Gesamtkonzept der ZDF-Reihe. Um die „Macht des Fußballs geht es zwar auch im zweiten Beitrag, der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Spielfilm „Eine andere Liga“ (in der Nacht vom 4.7. auf en 5.7. im ZDF-Hauptprogramm). Der erzählt allerdings davon, wie der Fußball einer jungen Spielerin dabei hilft, nach einer Brustkrebs-Operation wieder zurück ins Leben zu finden. Da hat man beim ZDF – mit Blick auf die aktuelle Frauen-WM und die Männer-EM im kommenden Jahr &#8211; den Begriff „Macht“ vielleicht etwas zu großzügig ausgelegt.</p><p><em>„The Other Chelsea. Eine Geschichte aus Donezk“, 3.7., ZDFkultur, 20.15 Uhr.</em></p><p>Eine ausführliche Kritik findet sich auch in der aktuellen <a
href="http://funkkorrespondenz.kim-info.de/kritik.php?pos=Fernsehen&amp;sub=1&amp;nr=2951">Funkkorrespondenz</a>.</p><p>No related posts.</p>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.direkter-freistoss.de/2011/07/02/%e2%80%9eich-bin-kein-fan-von-stalin-aber-%e2%80%a6%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.direkter-freistoss.de/2011/07/02/%e2%80%9eich-bin-kein-fan-von-stalin-aber-%e2%80%a6%e2%80%9c/</feedburner:origLink></item> </channel> </rss><!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

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