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 <title>testtt</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/node/10</link>
 <description>&lt;p&gt;inhalt&lt;/p&gt;
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 <comments>http://www.blankmagazin.at/node/10#comments</comments>
 <pubDate>Tue, 03 Jun 2008 17:59:37 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Heinz Wittenbrink</dc:creator>
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 <title>Handymüde? </title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/handymuede</link>
 <description>&lt;p&gt;Abschlagen: 3, 2, 1, go! Und schon fliegt das Handy in Richtung Baseballschläger, welcher es unsanft in einigen Metern Entfernung im Gras versenkt. 
Ertränken: Das Mobiltelefon einfach in ein Wasserglas werfen. Nach spätestens fünf Minuten gibt es seinen Geist auf. Achtung: Funktioniert nicht bei wasserdichten Handys. 
Ins All schicken: Das Handy an Silvester an eine Feuerwerks-Rakete binden und schon verschwindet es in der Weite des Kosmos auf Nimmerwiedersehen.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/handymuede#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/fun">Fun</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/284">fun</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/51">handy</category>
 <pubDate>Thu, 26 Jun 2008 11:20:54 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Jürgen Hofer</dc:creator>
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</item>
<item>
 <title>Spieler oder Rechner? Welcher Handy-Typ bist du?</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/spieler_oder_coole_rechner</link>
 <description>&lt;h3&gt;Der Business-Profi:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das Bild dieses Typs hat wohl jeder vor Augen: Männlich, feiner Zwirn, mit Gel zurechtgebogenes Haar und einen Blackberry oder ein iPhone in der Hand.&lt;!--break--&gt; Für Business-Profis ist das Mobiltelefon essentieller 
Bestandteil des Berufslebens. Geld spielt eine untergeordnete Rolle, Erreichbarkeit hingegen eine wichtige.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Der Spieler:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Life is fun! So unbeschwert wie das Leben soll auch der Umgang mit dem Handy sein. Kein Wunder, dass vor allem junge Menschen zu 
dieser Gruppe gehören. Wer würde sich sonst freiwillig die nervenden Jamba-Spots anschauen?&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Der Skeptiker:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Er hat zwar ein Handy, technischem Schnickschnack steht er aber tendenziell zurückhaltend gegenüber. Telefonieren ist die wichtigste Funktion – echt retro.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Der Sicherheitsbedürftige:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die eigenen Kinder ohne Handy unterwegs? Im Urlaub von der 
Heimat abgeschnitten? Unvorstellbar für viele. Ganz besonders aber für diesen Handytyp.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Der Rechner:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Knausrig, knausrig. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe ruft, wenn sie mit jemandem telefonieren will, eher Freunde und Bekannte mit dem selben Netzanbieter an. Grund: Die Kosten.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/spieler_oder_coole_rechner#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/191">erreichbarkeit</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/51">handy</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/mensch">Mensch</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/96">mobil</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/258">psychologie</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 18:57:09 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Jakob Traby</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">34 at http://www.blankmagazin.at</guid>
</item>
<item>
 <title>Irgendwie Irgendwo Irgendwann</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/irgendwie_irgendwo_irgendwann</link>
 <description>&lt;p&gt;Das Hyatt Hotel in Manhattan. Wir schreiben das Jahr 2003. Wie aus dem Nichts tauchen hunderte Menschen auf und versammeln sich auf der Galerie des New Yorker Nobelhotels mit Blick auf die Lobby. Anwesende haben keine Ahnung, was sie jetzt erwartet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Plötzlich erhebt sich ein lautes Klatschen, das 15 Sekunden lang durch den Raum hallt. So schnell wie die Menschen gekommen sind, verschwinden sie auch wieder. Der Alltag ist ruckartig zurückgekehrt. Ist die Aktion damit vergessen?&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Was war das?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Einer der ersten Flashmobs ist soeben über die Bühne gegangen. Den Flashmob, zu Deutsch “Blitzauflauf”, gibt es bereits seit ein paar Jahren. Gestartet in Amerika, schwappte er auch bald auf Europa über und verbreitete sich zusehends auf der ganzen Welt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Spontan sammeln sich Menschen – irgendwie, irgendwo, irgendwann. Nur über ein Handy oder das Internet werden sie über Zeit- und Treffpunkt informiert, Details gibt es dann vor Ort. Öffentliche oder auch halböffentliche Plätze sind Tatort dieser skurrilen Aktionen. Sozusagen “All in a Flash: Meet, Mob, Move”, wie es der Journalist Maureen Ryan von der Chicago Tribune ausgedrückte. Wie eine kleine Show – und schon verschwinden die Massen wieder im Nichts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.motherjones.com/interview/2007/07/bill_wasik.html" title="Interview mit Bill Wasik auf motherjones.com"&gt;Bill Wasik&lt;/a&gt;, Begründer der ersten Flashmobs, hatte lediglich die Absicht, “hippe Leute vorzuführen, die in einer Atmosphäre der Konformität nur danach strebten, Teil der ‘nächsten großen Sache’ zu werden, egal wie sinnfrei diese auch sein mag.” Ursprünglich waren diese Mobs also reine Spaßaktionen und dienten keinem politischen oder künstlerischen Zweck. “Menschen sind so formbar, dass sie alles tun würden, wenn man ihnen sagt, dass es cool ist”, so Bill Wasik.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aufgrund der zahlreichen Medienberichte ließen Nachahmungen nicht lange auf sich warten. Nach und nach begannen Aktivisten den Flashmob als wirksames Instrument der öffentlichen Kundgebung zu entdecken. Was zuerst eine Mischung aus Spaß, Rebellion, kollektivem Handeln und Kunst war, wurde politisch.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Weg zum Weltfrieden?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Bei einem Mob in Weißrussland führte eine Aktion sogar zu Verhaftungen. Das osteuropäische Land, die letzte Diktatur in Europa, verbietet seinen Bürgern jegliche Form des öffentlichen Protests.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Oktober 2006 versuchte eine Gruppe Jugendlicher mit einem Flashmob auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Dazu trafen sie sich auf einem Platz in Minsk und aßen Eis. Was in den meisten europäischen Ländern kaum aufgefallen wäre - schon gar nicht als politischer Akt -, führte in der weißrussischen Hauptstadt zu zahlreichen Verhaftungen. Der Grund: Organisierte öffentliche Versammlung. Und somit verboten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Der Versuch, Massen zu mobilisieren um sich politisch auszudrücken, ist ein experimenteller Teil der politischen Philosophie“, so &lt;a href="http://www.shirky.com/bio.html"&gt;Clay Shirky&lt;/a&gt;, Experte für die sozialen und ökonomischen Effekte des Internets. „Wir haben ein Zeitalter erreicht, in dem die Technologien an sich nicht mehr interessant sind, vielmehr wie man sie sozial nützen kann.”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heutzutage stehen also laut Shirky nicht mehr die technischen Neuheiten von Internet und Handy im Vordergrund, sondern vielmehr die Frage, welche sozialen Auswirkungen diese auf die Gesellschaft haben. Die Revolution besteht nicht darin, dass Menschen neue Tools verwenden, sondern vielmehr in deren Ubiquität. Diese Allgegenwärtigkeit verändert soziales Handeln - und das kann laut Shirky wiederum die Welt verändern.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Wien flasht:&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Auch in Wien gab es bereits erste Flashmobs. Im November 2007 rief die Künstlergruppe &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monochrom_(Gruppe)" title="Mehr Infos über monochrom auf wikipedia"&gt;monochrom&lt;/a&gt; zum Zombie-Lauf durch die Mariahilferstraße auf. Über das Internet wurde ein Treffpunkt vereinbart. Anschließend bekamen dann alle Teilnehmer schriftliche Anweisungen über den Ablauf. Geschminkt und als Zombies verkleidet stürmten sie dann die Straße, um den Ernstfall zu proben: Die Toten kehren auf die Erde zurück. “Es handelt sich hier um eine Zivilschutzübung”, so Johannes Grenzfurthner von monochrom. 
Hier ein Bericht des Wiener Fernsehsenders Puls TV dazu:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/jGFaac4f1eE&amp;hl=de&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/jGFaac4f1eE&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Gegensatz zu Weißrussland war dieser Mob in keiner Weise politisch, sondern vielmehr künstlerisch zu verstehen. Weitere Aktionen sind geplant. Auch in anderen Bundesländern gibt es dazu bereits Plattformen, so findet man etwa im &lt;a href="http://www.studivz.net"&gt;StudiVZ&lt;/a&gt; eine “Flashmob in Graz”-Gruppe. Und in Salzburg sind drei Flashmob-Gruppen im StudiVZ vertreten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass es keine Kontrolle für Mobs gibt, musste auch die Polizei in Leeds erfahren. Sie wollten eine Polsterschlacht, zu der über &lt;a href="www.facebook.com" title="Facebook"&gt;Facebook&lt;/a&gt; aufgerufen wurde, verhindern. Da der Zweck eines Mobs aber gerade das Unvorhergesehene ist, sind sie tatsächlich nicht kontrollierbar.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/irgendwie_irgendwo_irgendwann#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/272">aktionismus</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/9">flashmob</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/kultur">Kultur</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 13:04:55 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Stierschneider Katharina</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">13 at http://www.blankmagazin.at</guid>
</item>
<item>
 <title>Baggern digital</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/baggern_digital</link>
 <description>&lt;p&gt;Im guten alten 20. Jahrhundert hatten die Anbandelungsplattformen noch physischen Charakter. Ob man nun die wahre Liebe suchte oder sich einfach einem klassischen One-Night-Stand hingeben wollte: Man ging in Discos, Bars oder auf Partys, um dort herumstreunende Singles aufzuspüren, sie zu bezirzen und im besten Fall auch abzuschleppen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch wie die Dinosaurier werden auch diese „Old school“–Fangmaßnahmen irgendwann aussterben. Es gibt eine neue Welt da draußen, eine verrückte, wirre und komplizierte Welt – die Welt des Internets.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Single-Sortiment&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Nostalgiker werden jetzt aufschreien und zürnen: „Internet!!! Des brauch i ned, za wos!“ Doch auch die letzten Festnetzpuristen werden sich wohl oder übel anpassen müssen. Denn zuerst muss man sie finden – die Singles. Zu Tausenden und Abertausenden rotten sie sich zusammen - im Internet.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Cyberküsse&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;In den unendlichen Weiten der Flirtwebsites können Sie ohne große Umstände baggern und schäkern. Wie in einem Restaurant kann man aus einem reichhaltigen Menü mit genauer Beschreibung der Speisen wählen, auch ein Foto ist dabei – denn der Mensch ist ja ein "Augentier".&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun folgt die Kontaktaufnahme mittels eines virtuellen Kusses oder eines vorgefertigten Anmachspruchs wie „Hey! Keine Angst, ich bin kein Stalker – will nur kurz mit dir chatten!“ oder „Bevor die Pole schmelzen und wir bald alle ertrinken: Lass uns schnell kennen lernen!“. Wer glaubt selbst kreativ genug zu sein, kann natürlich auch das eigene Hirn benutzen. Aber ganz ehrlich – würde Ihnen ein besserer Spruch einfallen?&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Via Klick zum Kick&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der größte Vorteil dieser Flirtwebsites ist die enorme Masse an Singles, die ebenfalls auf Partnersuche ist. Mit ein paar Mausklicks und der immer wieder nützlichen „Copy-Paste-Tastenkombination“ kann man innerhalb weniger Minuten dutzende Frauen oder Männer anschreiben. Das spart erstens Zeit und den Männern enorm viel Geld. Denn die Verknüpfung „Frau ansprechen“ und „Disco“ war bislang auch immer mit einem bezahlten Getränk in Verbindung zu setzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dank Internet fällt das nun weg. Jetzt braucht man(n) nur mehr zu warten bis die Beute – um in den alten Jägerjargon zurückzukehren – in die Falle tappt. Schreibt nun eine der bezirzten Personen zurück, können Sie sich zu 90 Prozent sicher sein, dass die/der Auserwählte auch tatsächlich Interesse hat, Sie näher kennen zu lernen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann kommt die Phase des gegenseitigen Beschnupperns. Bei Sympathie trifft man sich in der realen Welt, geht ins Kino, beginnt zu schmusen, kommt zusammen. Doch damit nicht genug. Eventuell heiratet man, zeugt drei Kinder, baut ein Haus, nimmt zwei Bausparer auf – im klassischen Fall legt man sich noch einen Hund zu und lebt glücklich bis zur ersten Scheidung. Wow! Und alles begann auf einer Flirtwebsite.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Virtuelle Kontakte – reale Kosten&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Singlepages gibt es wie Sand am Meer, allein im deutschsprachigen Raum sind es um die 3 000, und die meisten davon sind sehr ähnlich aufgebaut: Einfach ein oder mehrere echte oder gefakte Fotos ins Profil stellen, Hobbys und Interessen angeben und schon sind Sie für den freien Markt der Liebe gesattelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Prinzip gibt es nur ein Problem dabei: Sie müssen zahlen. Denn wenn dann einmal ein wunderhübscher, interessanter Partner zurückschreibt, können Sie nur antworten, wenn Sie ein Abo kaufen. Die Kosten betragen zwischen 10 bis 25 Euro pro Monat. Oder man bezahlt via Handy zwei “läppische” Euro pro Kontaktaufruf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Liebessuchende sind oft wie Zombies, ständig auf der Suche nach Fleisch, und nicht mit dem schnellsten Denkvermögen ausgestattet. Die Hoffnung, jemanden kennen zu lernen, macht viele blind und unvorsichtig. Deshalb immer zuerst die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durchlesen und nicht voreilig die Kreditkarte zücken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn unter den tausenden Flirtpages gibt es viele schwarze Schafe, die mit unseriösen Methoden arbeiten. Links zu den größten und seriösesten Anbietern finden Sie bei diesem &lt;a href="http://www.singleboersen-vergleich.at/kontaktanzeigen-sites.htm"&gt;Singlebörsenvergleich&lt;/a&gt;. Allen Liebessuchenden, die überhaupt keine Kohle haben, empfehle ich Portale wie &lt;a href="www.studivz.net" title="StudiVZ"&gt;StudiVZ&lt;/a&gt;, &lt;a href="www.facebook.com" title="facebook"&gt;facebook&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://badoo.com/" title="Badoo"&gt;Badoo&lt;/a&gt; (ganz heißer Tipp) aufzusuchen. Dort bekommen Sie ebenso viele Informationen über die registrierten Personen (ob Single oder nicht) und können kostenlos einen passenden Partner finden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch eines sollte klar sein: Sind Sie auch im echten Leben nicht gerade ein Adonis oder ein Supermodel, werden Sie es auch im Internet nicht immer leicht haben, Bekanntschaften zu machen. Aber mit etwas Photoshop-Kenntnis, einer Brise Humor und dem gewissen Killerinstinkt wird man auf der Jagd im Internet mit Sicherheit Erfolg haben.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/baggern_digital#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/15">baggern</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/14">flirten</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/liebe">Liebe</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/16">liebe</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 13:16:22 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Pold Karl Martin</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">14 at http://www.blankmagazin.at</guid>
</item>
<item>
 <title>Auf dem Kriegspfad</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/auf_dem_kriegspfad</link>
 <description>&lt;p&gt;Für einige ist es bereits so etwas wie ein Freizeitsport geworden: Als &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wardriving" title="Wardriving auf Wikipedia"&gt;Wardriver&lt;/a&gt; fährt man mit seiner Ausrüstung durch die Gegend und sucht nach drahtlosen Netzwerken, in die man sich einfach einklinkt.&lt;!--break--&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für manche Netzinhaber wird das zum teuren Ärgernis – denn selbst mit Verschlüsselungen kann man sich nur bedingt schützen. „Wenn es ein ganz bestimmtes Netzwerk sein soll, knacke ich es in  vier bis fünf Stunden“, teilt uns ein Wardriver mit. Dann bittet er, seinen Namen nicht zu nennen – denn die rechtliche Situation ist ungeklärt.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Wardriver brauchen Zeit&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Begriff Wardriving bezieht sich auf das systematische Suchen nach Netzwerken mit einem fahrbaren Untersatz. Je nach Fortbewegungsmittel unterscheidet man zwischen Warboating, -biking und -flying. Allen 
Varianten ist gemeinsam, dass man eine entsprechende Ausrüstung braucht, um die Netze aufzustöbern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Klassischerweise geht man mit einem Laptop und einem Auto auf die Pirsch. Wer sich hingegen auch sportlich betätigen möchte und zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs ist, greift aus Gewichtsgründen eher zu einem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Digital_Assistant" title="PDA auf Wikipedia"&gt;PDA&lt;/a&gt; (Personal Digital Assistant). Schon eine selbstgebastelte Antenne reicht, um Reichweite und Signal zu verbessern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/UToqMfN9FhQ&amp;hl=en"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/UToqMfN9FhQ&amp;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alle WLAN-fähigen Geräte haben Programme, die verfügbare Drahtlosnetzwerke anzeigen. Auf diese kann man sich beim Wardriving zwar ebenfalls verlassen, noch besser geeignet ist aber speziell für diesen Zweck geschaffene Software. Als User wählt man aus einer breiten Palette von Diensten, die im Internet gratis zum Download bereit stehen. Der bekannteste unter ihnen ist der &lt;a href="http://www.netstumbler.com/" title="Netstumbler"&gt;Netstumbler&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kapitalintensiv ist Wardriving also nicht – eines braucht man allerdings schon: Zeit. Denn bis man einmal das Signal eines geeigneten Netzwerkes aufgestöbert hat, kann es dauern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Netstumbler hat zwei Möglichkeiten, den Wardriver auf solch ein Signal aufmerksam zu machen: entweder optisch, indem alle erreichbaren Signale mittels Farbskala der Signalstärke entsprechend abgestuft werden, oder in akustischer Form. Je höher der Ton, desto stärker das Signal des Netzes.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Gebieten mit spärlichen (und noch dazu schwachen) Signalen gibt der Lautsprecher nur lang gezogene, tiefe Seufzer von sich. In großen Siedlungen mit entsprechend gut  ausgebauter Infrastruktur hingegen klingt es, als ob ein Konzert angestimmt wird: fremdartige Klanggemälde, die stark an Zwölf-Ton-Musik erinnern und von  denen Wardriver magisch angezogen werden.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Sicherheitslücken aufspüren&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ist ein entsprechendes Netzwerk gefunden, stehen dem Wardriver die unterschiedlichsten Möglichkeiten offen. 
Manche Wardriver begnügen sich damit, Netzwerke zu finden und auf einer Karte einzutragen. So werden ganze 
Länder digitalisiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Andere gehen ihrem Handwerk nach, um auf Sicherheitslücken aufmerksam zu machen. Damit warnen sie vor jenen, die Wardriving aus anderen Gründen betreiben: um den Datenverkehr im Netz zu beeinflussen oder um sich ganz einfach Zugang zum Netz zu verschaffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ist man erst einmal ins Netz eingedrungen, kann man auch allen möglichen Schaden anrichten. Zwar sind elektronische Bankkonten durch entsprechende Zahlenkombinationen gesichert. Dass ein Eindringling aber auf Kosten des Netzinhabers eine Runde bei &lt;a href="http://www.amazon.de/ref=rd_www_amazon_at/?site-redirect=at" title="Amazon.at"&gt;Amazon&lt;/a&gt; shoppen geht, kann nicht völlig ausgeschlossen werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um Missbrauch zu entdecken, hilft es, auch im Ruhezustand ein Auge auf seinen Router zu werfen: Ist er aktiv, wenn der eigene Computer ausgeschaltet ist, könnte ein Wardriver sein Unwesen treiben.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Öffentliches Netz für alle?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Technologie, der all das zugrunde liegt, heißt WLAN (Wireless Local Area Network). Sie erlaubt 
es Usern seit einigen Jahren, ohne Kabelverbindung Daten mit dem Internet oder anderen Computern auszutauschen – ideal für Firmen und Privatpersonen, die mobil auf ihr eigenes Netz zugreifen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben privaten Netzen stehen vielerorts so genannte &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hot_Spot_(WLAN)" title="Hotspots auf Wikipedia"&gt;Hotspots&lt;/a&gt; zur Verfügung, also Orte, an denen man gegen Gebühren aufs Netz zugreifen kann. Viele Städte richten aber schon Hotspots mit gratis Internetzugang ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vorbildlich in dieser Hinsicht ist in Österreich die Stadt &lt;a href="http://www.linz.at/hotspot_Portal/hotspot_standorte.asp" title="Hotspots in Linz"&gt;Linz&lt;/a&gt;: Sie verfügt schon über rund 120 Hotspots, die über die gesamte Stadtfläche verteilt sind. Auch in &lt;a href="http://www.cityreview.at/steiermark/graz/hotspots/" title="Hotspots in Graz"&gt;Graz&lt;/a&gt; wird an der Errichtung eines WLAN-Netzes gearbeitet, das sich flächendeckend über die Stadt erstrecken soll. WLAN liegt also im Trend – und für Wardriver gibt es immer etwas zu tun.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/auf_dem_kriegspfad#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/19">drahtlosnetzwerk</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/21">hacken</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/22">internet</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/268">laptop</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/20">netstumbler</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/269">notebook</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/praxis">Praxis</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/4">wardriving</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/7">wlan</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:22:11 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Markus Rodlauer</dc:creator>
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</item>
<item>
 <title>Imma erraichbor digital</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/imma_erreichbor_digital</link>
 <description>&lt;p&gt;Imma erraichbor digital&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;is muats modern und obnormal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ob Kirchen, Postbus, im Spitol,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;laitn tuats hait iwaroll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sölbst waonnst am intimsten bist&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;und owilosst dein Haislmist,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;kaonns ob und zua gaunz leicht passieren,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img class="left" style="float:left;" src="http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildmittel/
Sigi_Gedicht_Lachen.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;dass si die Verwandten riahrn.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Mitzi Tant, kummt mir fost viar,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;hot firn Moment as beste Gschpiar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Akkrat wennst ozupfst as Papiar,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;die Hosen unten ba die Knia,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;hinterhöltig und sekkant,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;ruafts aou die oldi Mitzi Tant.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img class="right" style="float:right;" src ="http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildklein/Sigi_Gedicht_Lachen.jpg
"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann hoaßts gschickt sei,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gleichgwicht holtn,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;sunst hauts di um&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;bam Handy scholtn.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ans Schlimmsti wüll i gor&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;net denken,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;as Handy kunnst dabei ertränken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img class="left" style="float:left;" src ="http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildklein/Sigi_Gedicht_Schlafen.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bam Schnaxln vorigs Mol is gwen,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;do wullt die Oma mit mir redn.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sofort bin i dann owakupft&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;und hob as Handy aussa zupft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erraichbor muass ma imma sei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und mit da Maid is a vorbei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Koa Schnaxl mehr,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img class="right" style="float:right;" src ="http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildklein/Sigi_Gedicht_Sex.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;koa Liebestuscheln,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;hians kaou i mit meim&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Handy kuscheln.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/imma_erreichbor_digital#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/60">digital</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/191">erreichbarkeit</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/fun">Fun</category>
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 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/182">mundart</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:28:55 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Siegfried Deutsch</dc:creator>
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</item>
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 <title>Funkfeuer: Graz brennt</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/funkfeuer_graz_brennt</link>
 <description>&lt;p&gt;Dazu versetzen wir uns zurück ins Jahr 1752. Damals wohnte der Alois noch am Schlossberg und die Aloisia sennerte am Schöckl. Damals war noch alles ganz anders, in nostalgischer Verklärung versinkend, könnte man sagen: 
Damals war alles besser, die Umwelt intakt, die Kaiserin am Ruder und die Menschen gesund (abgesehen von der Pest vielleicht).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weil es Frühling geworden und der Alois im besten Alter war, beschloss er, der Aloisia einen Heiratsantrag zu machen. In Ermangelung von Internet und Telefon trug sich diese Kommunikation ungefähr so zu: Zuerst nahm der Alois seinen selbst gemachten Obstler, natürlich doppelt gebrannt, zur Hand, um seiner Stimme die nötige Ausdruckskraft zu verleihen. Dann trat er in all seiner Herrlichkeit hinaus vor die Hütte, orientierte sich langsam, weil vom Obstler leicht beeinträchtigt und stellte sich dann so hin, dass er Richtung Senner-Hütte am Schöckl schaute, wo Aloisia gerade ihren Käse reifen ließ. Dann schmetterte er lauthals los: HollaLuisiLuisieh dubistsowundasche dihollahollahe gehheiratmijuche …&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Aloisia hat das gehört und sich so gefreut, dass sie fast kopfüber in den Käsebottich gefallen wäre. Dann hat sie die Nachricht, der Technik des Alois entsprechend, an ihre Schwester, die Resi am Ruckerlberg, weitergejodelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit 1752 sind viele Jahre vergangen, unsere Kultur und unsere Kommunikationsweisen haben sich geändert und aus dem Jodeln wurde das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Funkfeuer" title="allgemeine Info über Funkfeuer auf Wikipedia"&gt;Funkfeuer&lt;/a&gt;. Wie die Schallwellen praktisch von einem Berg zum nächsten, quer über das Grazer Stadtgebiet „geflogen“ sind, wenn der Alois der Aloisa, was mitgeteilt hat, fliegen heute Funkwellen von einem User (Jodler) zum nächsten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Hütten, von denen aus gejodelt und Nachrichten weiterkommuniziert wurden, sind zu so genannte Funkknoten geworden. Diese Funkknoten befinden sich meist auf Hochhäusern. Für die Funktionalität des Funksystems ist es, wie beim Jodeln, notwendig, dass zwischen Sender und Empfänger Sichtkontakt bzw. eine freie Luftlinie besteht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer zum „Cyber-Jodler“ werden möchte, braucht lediglich einen Router und eine Antenne. So kann billig, ohne laufende Gebühren zu bezahlen, ein stadtweites Netz entstehen – unkommerziell und als Alternative zum konventionellen Netz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im direkten Vergleich zum Jodeln hat Funkfeuer den riesigen Vorteil, dass man in kürzeren Zeitspannen mehr Information übermitteln kann, ohne dass man seine Stimme vorher mit Obstler ölen muss.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hätten Alois und Aloisia das damals schon gewusst, wären auch sie zu Cyber-Jodlern geworden und zu blühenden Funkfeuer-Fans.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Machen auch Sie mit und spielen Sie Brandstifter: Vielleicht tragen auch Sie in Zukunft zur Ausbreitung des Funkfeuers in Graz bei. Möge die Stadt brennen.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/funkfeuer_graz_brennt#comments</comments>
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 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/30">netzwerk</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:33:36 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Neumayr Michael</dc:creator>
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</item>
<item>
 <title>Wardrive bei Fuß</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/wardrive_bei_fuss</link>
 <description>&lt;p&gt;Graz soll flächendeckend mit &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wireless_Local_Area_Network" title="WLAN bei Wikipedia"&gt;WLAN&lt;/a&gt; versorgt werden. „Wozu?“ denkt man sich, es gibt doch sicher genügend Netzwerke, die dem einsamen Stadtwanderer offen und ungeschützt zur Verfügung stehen. In den letzten Jahren war oft davon zu lesen und zu hören, dass viele User ihr WLAN nicht absichern. Warum sollte sich das geändert haben? Also kurzum die Probe aufs Exempel machen: Wie sieht die aktuelle Netzversorgung rund um die &lt;a href="http://www.ubz-stmk.at/luft1/graphiken/Graz%20Luftbild1.jpg" title="Luftbild von Graz bei ubz-stmk.at"&gt;Grazer Innenstadt&lt;/a&gt; aus?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist kurz vor halb zwölf Uhr nachts, als sich zwei unerschrockene Wardriver auf den Weg machen, um eine Mission zu erfüllen: Über 3,5 Kilometer soll die Strecke führen, bei der es gilt, möglichst oft und durchgehend mit dem Hauptquartier (namentlich unsere liebe und gar nicht militante Chefredaktion) Kontakt über das Internet aufrecht zu erhalten.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Die nächtliche Mission beginnt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Nacht ist klar, kalt und ruhig. Wir klappen unser Notebook auf und starten den Rechner. Die ersten Signale versprechen viel: Neun Netzwerke werden sofort erkannt, doch nur die &lt;a href="http://portal.tugraz.at/portal/page?_pageid=75,1&amp;amp;_dad=portal&amp;amp;_schema=PORTAL" title="Internationale Website der TU Graz"&gt;Technische Universität&lt;/a&gt; bietet einen Zugang via &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Private_Network" title="VPN bei Wikipedia"&gt;VPN&lt;/a&gt; (virtuelles, privates Netzwerk) an. Alle anderen Netze sind vorbildlich gesperrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kein guter Start. Aber die Mission hat begonnen, ein Zurück ist undenkbar. Mein Kamerad und ich schultern die Ausrüstung und machen uns auf, unseren Auftrag zu erfüllen. Wir setzen uns in Bewegung und nach zirka 200 Metern glauben wir, ein Altenheim in der Nähe aufgespürt zu haben. Unser Computer zeigt nämlich sichtlich erregt eine neue Verbindung namens „Gruft“ an. Leider war das etwas zu vorschnell gedacht, ein Altenheim gibt es weit und breit nicht, anscheinend handelt es sich eher um ein Netzwerk lichtscheuer Nachtmenschen. Doch Spekulationen helfen hier nicht weiter, auch dieses Netz ist gesperrt und ein Zugriff somit nicht möglich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf zum nächsten Wegpunkt: das Glacis, eine breite Straße, die längs durch die Stadt führt. Sie grenzt auf der einen Straßenseite an den Stadtpark, der zwar ein hübscher Ort zum Ausspannen ist, aber als „wardriver“ gönnt man sich nicht so schnell eine Pause. Wir haben es mehr auf die lange Häuserzeile abgesehen, die die Straße säumt. Doch auch hier: Fehlanzeige! Auf über 700 Metern finden sich zwar 18 Netzwerke, aber wie schon zu Beginn der Tour sind alle abgesichert. Ein Zugriff wäre wohl nur mit profunder technischer Kenntnis möglich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Plötzlich ein Lichtblick, unser Hauptquartier meldet sich bei uns. Auf dem Bildschirm sehen wir die leuchtenden Buchstaben klar und  deutlich: Das Netzwerk Hauptquartier ist in Reichweite. Doch zu unserem Entsetzen ist der Zugang auch hier gesperrt. Hat man uns im Stich gelassen? Spontan fallen mir Sprüche wie „Wenn Sie erwischt werden, leugnen wir, Sie je  gekannt zu haben“ und ähnliche ein. Panik macht sich breit. Ein Kilometer ist bereits abgespult und immer noch sind wir ohne brauchbares Resultat. An der nächsten Ecke das nächste (verschlüsselte, seufz) Netzwerk: „Magnum“. Handelt es sich hierbei gar um unseren Verbindungsmann? Doch auch diese Frage findet keine Antwort.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Resignation und Hoffnung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die nächste Teilstrecke führt uns über den Campus der &lt;a href="http://www.uni-graz.at" title="Website der Karl-Franzens-Universiät Graz"&gt;Universität&lt;/a&gt;. Neun Zugänge werden vom Rechner erkannt, den Rest kann man sich denken. Es ist mittlerweile halb eins in der Früh und Resignation macht sich breit. Zeit für eine erste Pause und ein Resümee. Zigarette in den Mund, &lt;a href="http://www.redbull.com" title="Red Bull Homepage"&gt;Red Bull&lt;/a&gt; in die Hand und Lagebesprechung. Die User scheinen ihre Hausaufgaben gemacht zu haben, keiner lässt sein Netzwerk unversperrt. Doch wir erhalten einen Tipp: Die &lt;a href="http://www.oevp.at" title="Website der Bundespartei der ÖVP"&gt;ÖVP&lt;/a&gt; hat am Karmeliterplatz einen offenen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hot_Spot_(WLAN)" title="Erklärung des Begriffs Hotspot bei Wikipedia"&gt;Hotspot&lt;/a&gt; installiert. Nachdem der Platz auf unserer Route liegt, packen wir wieder das ganze Equipment ein und marschieren weiter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir passieren die &lt;a href="http://www.bmi.gv.at/cms/polizei_in_oesterreich/" title="Homepage der BPD Österreichs bei FUNDORT"&gt;Bundespolizeidirektion&lt;/a&gt; und die Verlockung ist groß. Hat die Polizei ein ungesichertes Netzwerk? Die Antwort ist kurz und präzise: Sie hat gar kein Funknetz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um Viertel nach eins haben wir endlich den Karmeliterplatz erreicht. Einige Nachtschwärmer flanieren über die weite, teilbegrünte Fläche. Wir klappen mit vorsichtiger Erwartungshaltung das Notebook auf und siehe da: Wir sind im Netz. Und die Verbindung ist vorbildlich. Ein Geschwindigkeitstest zeigt: 25 &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MBit" title="Erklärung des Wortes Bit bei Wikipedia"&gt;MBit&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Na bitte, also doch noch. Rasch überprüfen wir, ob der Zugang im wahrsten Sinne des Wortes frei ist, oder ob manche Seiten nicht aufrufbar sind. Zur Probe tippen wir die Internetadresse einer jener Seiten ein, für die das Internet angeblich erfunden wurde. Aber als brav-bürgerliche Partei will die ÖVP mit so einem „Schmuddel-Content“ nichts zu tun haben, wir werden einfach von der Seite ausgesperrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach diesem ersten Teilerfolg wollen wir es nun wissen und denken scharf über unsere Grundausbildung nach. Zum Verbindungsaufbau sollte ein möglichst hoch gelegener Ort aufgesucht werden. Nun gut, dann also rauf auf den Schlossberg, über 120 Höhenmeter in wenigen Minuten. Die Lunge pfeift, die Füße werden träge, das Alter schlägt unbarmherzig zu. Aber es hat sich gelohnt, denn mit Blick über die schlafende Stadt finden sich zwölf Netzwerke - und eines ist offen. Das Netzwerk der Stadt Graz erreicht zwar nur ein Achtel der Leistung des Netzes auf dem Karmeliterplatz, ist aber immer noch ausreichend schnell.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Versöhnliches Ende&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wir steigen wieder den Berg hinab und entdecken, was wir nicht mehr zu hoffen wagten – ein offenes, privates Netzwerk. Der Wardrive findet also noch ein versöhnliches Ende, wenngleich es nun zwei Uhr morgens ist und unsere Finger längst klamm vor Kälte sind. Zeit, den letzten Wegpunkt zu erreichen: den Grazer Hauptplatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img class="left" style="float:left;" src ="http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildmittel/Ingo_Hauptplatz.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Netzwerk ist erwartungsgemäß dasselbe wie vorhin am Schloßberg, die Verbindungsgeschwindigkeit vor Ort ist nur marginal höher. Wir klappen  unseren Laptop zu und stellen fest: Auf 3,5 Kilometern um die Innenstadt gab es zwar eine flächendeckende Versorgung mit Funknetzwerken, doch nur drei waren für alle offen. Will man sich also nicht auf unachtsame Mitbürger verlassen, ist es wirklich 
angebracht, Graz flächendeckend mit WLAN zu versorgen – was ja Gott sei Dank für die Zukunft geplant ist.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/wardrive_bei_fuss#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/32">accesspoint</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/27">graz</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/22">internet</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/praxis">Praxis</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/4">wardriving</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/7">wlan</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:37:58 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Ingo Suppan</dc:creator>
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</item>
<item>
 <title>iPhone in der Tasche – das ist iBands Masche</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/iphone_in_der_tasche_das_ist_ibands_masche</link>
 <description>&lt;p&gt;Marina, Roger und Seb aus Wien haben es so gemacht. Die drei Künstler starteten im Februar mit ihrem ersten Hit „Life is greater than the Internet“ auf YouTube durch. Das Besondere an dem Song: Der Sound kommt von ihren iPhones.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Musik aus der Konserve&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Jam Session, die ursprünglich als Experiment gedacht war und ins Netz gestellt wurde, entwickelte sich über Nacht zum Hit. Der Clip der iBand erreichte alleine in der ersten Woche 1,5 Millionen Klicks auf YouTube. Nach diesem unerwarteten Erfolg beschlossen die drei einen ganzen Song zu komponieren und veröffentlichten nur wenige Tage später &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=mwoPgnvpPQg" title="Life is greater than the Internet&amp;quot; bei YouTube"&gt;Life is greater than the Internet&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mwoPgnvpPQg&amp;hl=en&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/mwoPgnvpPQg&amp;hl=en&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hört man den Song, so glaubt man gar nicht, dass er lediglich mit zwei iPhones, einem iPod Touch und der Stimme von Marina aufgenommen worden ist. Die Message hinter diesem Song beschreibt Marina so: „Internet ist super, 
iPhone ist auch super, aber bitte, geht’s auch raus ins Leben. Weil es gibt da noch mehr.“&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;So funktioniert´s&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wie man das iPhone als Musikinstrument nützen kann, verraten die Drei auf ihrer &lt;a href="www.iband.at"&gt;Website&lt;/a&gt; nicht. Vielleicht aus dem Grund, dass es bisher noch keine offiziellen Programme dafür gibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nur mit gehackten iPhones und eigens programmierter Software werden die trendigen Smartphones zu Keyboards, Gitarren oder Drum Sets. Den Hersteller Apple freut das vielleicht nicht, dennoch hat er nur kurze Zeit später in einem Werbespot auf das Video der iBand reagiert.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Die Band zum Mitnehmen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Begeistert sind die jungen Musiker vor allem von der Tatsache, immer und überall Musik mit dem iPhone machen zu können. Die Band ist immer in der Tasche dabei – quasi pocket-sized music.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit diesem Gedanken sind die Drei nicht allein. Auch andere Künstler haben schon verschiedenste technische Geräte benutzt, um Musik zu produzieren. So findet man auf Portalen wie YouTube oder MySpace Musik, die beispielsweise mit Game Boys oder Super Nintendos produziert wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber trotz der sonst so avantgardistischen Ansprüche – die drei Künstler gehen letztendlich doch wieder  den konventionellen Weg und wollen vielleicht sogar eine ganze CD mit ihren Songs herausbringen. Denn für die iBand ist „Musik die beste Methode zu kommunizieren, da es eine Sprache ist, die jeder versteht“.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/iphone_in_der_tasche_das_ist_ibands_masche#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/69">handy-musik</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/34">iband</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/22">internet</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/33">iphone</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/kultur">Kultur</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/66">kunst</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/36">youtube</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:40:36 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Stierschneider Katharina</dc:creator>
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</item>
<item>
 <title>Drei Wege zur heißen Nummer</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/drei_wege_zur_heissen_nummer</link>
 <description>&lt;h3&gt;Es gibt drei Varianten:&lt;/h3&gt;

&lt;h3&gt;Erstens: Die solid schlaue Variante&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;„Entschuldige bitte, ich hab mein Handy grad irgendwo verlegt. Könntest Du mich bitte anrufen?“ Dann sofort die Nummer speichern. Erledigt. Die Erfolgsaussichten liegen bei 99 Prozent! Allerdings setzt diese Variante voraus, dass man sein Handy vorher irgendwo versteckt hat - so, dass man es dann auch rasch wieder findet.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Zweitens: Die humorvolle Variante&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;„Seit Jahren wache ich schweißgebadet auf und frage mich, wie Deine Telefonnummer wohl lauten mag.“ Diese Variante setzt voraus, dass Ihr Gesprächspartner über ein gewisses Maß an Intelligenz verfügt und ein gewisses humoristisches Feingefühl, um diese verschlüsselte Aufforderung zu verstehen. Bei Antworten wie „Oh das tut mir aber leid“ und „Du solltest deswegen zum Arzt gehen“ sollten Sie nicht weiter nach der Nummer fragen...&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Drittens: Die riskante Variante&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;„Hey, oft ist mir, wie soll ich sagen, langweilig. Und dann will ich dich anrufen, hey. Und dann hab ich deine Nummer nicht, hey.“ Wenn kein positives Resultat erzielt wird, kann man „Und dann hab ich deine Nummer nicht, hey“ noch mehrmals wiederholen - zum Schluss auch nur noch „hey“, wenn man will. Dabei macht man sich dann auch leicht zum Idioten – Erfolgsaussichten: enden wollend.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/drei_wege_zur_heissen_nummer#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/15">baggern</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/14">flirten</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/liebe">Liebe</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/16">liebe</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:45:54 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Siegfried Deutsch</dc:creator>
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</item>
<item>
 <title>Der Künstler als Medienaktivist</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/der_kuenstler_als_medienaktivist</link>
 <description>&lt;p&gt;Sie wollen provozieren und demokratisieren. In den letzten Jahren hat sich UBERMORGEN.COM auf die Entwicklung der sogenannten „Legal Art“ konzentriert: Das Duo konzeptioniert und realisiert meist systemkritische Projekte für die sich manchmal auch Polizei und Gerichte interessieren.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Verkaufe meine Stimme&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Eines der spektakulärsten Projekte von UBERMORGEN.COM ist „[V]ote Auction“: Im Rahmen der US-Präsidentschaftswahlen Gore vs. Bush im Jahr 2000 installierten UBERMORGEN.COM eine Website, auf der US-Bürger ihre Wahlstimme an den höchsten Bieter verkaufen konnten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Motto dahinter: „Bringing democracy and capitalism closer together.“ Die Reaktion auf diese Fake-Seite war enorm: Mehr als 2 500 weltweite und nationale Berichte in sämtlichen Medien, sowie ein 27-minütiger Beitrag auf CNN heizten die Debatte rund um diese Website an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aktuell befassen sich UBERMORGEN.COM, die sich selbst der zeitgenössischen europäischen Techno-Fine-Art Avantgarde zurechnen, unter anderem mit dem Projekt „Google will eat itself“ (GWEI). „Google frisst sich mit seinem eigenen Geld auf und geht aber gleichzeitig in unseren Besitz über und wird danach via GTTP (Google To The People) an interessierte Internetnutzer weiterverteilt“, so Hans Bernhard über GWEI. Man wolle damit einen Kurzschluss aufzeigen und das Businessmodell von Google konzeptionell brechen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Finanzierung durch Google-Ads&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Autokannibalismus der dahinter steckt: UBERMORGEN.COM lukriert Geld mithilfe versteckter Google-Ads auf Websites. Sobald ein User darauf klickt, erhält UBERMORGEN.COM dafür Geld von Google, das dann dafür verwendet wird, Google Aktien zu kaufen. Theoretisch kann so die Eigentümerschaft über Google gewonnen werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;UBERMORGEN.COM besitzt aktuell bereits Anteile im Wert von rund 336.320 US-Dollar. Der Haken daran: Auf den Gesamtwert von Google hochgerechnet, dauert dieser Prozess mit der bisherigen Aktienkauf-Geschwindigkeit zirka 202 Millionen Jahre.&lt;/p&gt;
</description>
 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/der_kuenstler_als_medienaktivist#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/272">aktionismus</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/59">analog</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/44">avantgarde</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/60">digital</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/22">internet</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/kultur">Kultur</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/66">kunst</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:46:02 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Petra Fleck</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">22 at http://www.blankmagazin.at</guid>
</item>
<item>
 <title>Where do you go, my lovely?</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/where_do_you_go_my_lovely</link>
 <description>&lt;p&gt;Miriam kommt nach einer langen Samstagnacht nach Hause. Das ausgedehnte Essen mit Freunden hat gedauert und wahrscheinlich ist es schon fast fünf Uhr Früh. Bevor sich Miriam ins Bett legt, will sie noch kurz einen Blick auf die Uhr werfen – also schnell ab ins Bad und dann das Handy suchen, denn immerhin sind analoge Wanduhren im digitalen Zeitalter Mangelware. Doch trotz frühmorgendlichen Suchmarathons in der Wohnung keine Spur vom Handy. Weder in der Hosentasche, noch in der Jacke oder in der eiligst zusammengepackten Handtasche. „Na egal“, denkt sich die 27-Jährige, „wird schon wieder auftauchen, spätestens morgen“.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber auch nach dem Aufstehen ist Miriams Wohnung noch immer handyfreie Zone. Langsam macht sich ein unangenehmes Gefühl breit; was tun, wenn das Gerät nicht mehr auftaucht? Es ist zwar nur das private Wertkarten-Telefon, aber allein die Telefonnummern auf der SIM-Karte sind beinahe unbezahlbar. Miriam läuft im Kreis, rauft sich die langen, braunen Haare – wie soll man das verfluchte Gerät wieder finden? Sie ringt um ihre Fassung, ist der Verzweiflung nahe.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Jambas Partner Tracker&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Plötzlich zeigt sich auf Miriams Gesicht neue Hoffnung. „Hat Oliver nicht dieses Programm von Jamba heruntergeladen?“, stößt sie hervor, „diesen Handy-Lokalisator?“. Tatsächlich wirbt der deutsche Handyzubehör-Anbieter nicht mehr nur für aufreibende Klingeltöne, sondern auch für eine Handy-Software namens &lt;a href="http://www.jamba.de/jcw/goto/applikationen/handy-spiele/prtid-1862007/doc-16757528/info-page" title="Partner Tracker bei Jamba"&gt;„Partner Tracker“&lt;/a&gt;. Wer sich schon immer gefragt hat, wo sich sein Partner so herumtreibt, wenn er wieder mal Überstunden macht, dem verspricht diese Applikation Hilfe – durch Handy-Ortung. Der Schädel brummt, trotzdem schaltet Miriam schnell: „Das muss sich doch auch anders anwenden lassen. Vielleicht finde ich so mein Handy wieder!“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also ins Auto gesetzt, zur Wohnung des kleinen Bruders gebraust, dessen Handy geschnappt und das Programm gestartet. Aber schon bald weicht die Hoffnung bitterer Ernüchterung: Alles, was der Rufnummereingabe folgt, ist eine höchst alberne Animation, die Miriams Mobiltelefon irgendwo in Hessen verortet. Die Enttäuschung ist groß. Und ein Blick auf die Website des Anbieters schafft letzte Klarheit. Dort steht zu lesen: „PS: Die Software benötigt kein Internet und benutzt keine GPS Technologie. Diese Software dient lediglich zu Unterhaltungszwecken. Es findet keine echte Aufenthaltsortsbestimmung statt“.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Ortung mit trackyourkid.de&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Thomas, Olivers Mitbewohner, entgeht das Leiden der beiden blauäugigen Jamba-User nicht. „Das kann doch nie funktionieren“, meint er sichtlich amüsiert. Rein technisch betrachtet ist es nämlich einfach unmöglich, ein Handy allein durch die Eingabe der Rufnummer zu lokalisieren, geschweige denn auf den Meter genau. Da gibt es andere Mittel und Wege, zum Beispiel im Internet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Teilweise auch mit einem sehr ernsten Hintergrund, wie beispielsweise bei &lt;a href="http://www.trackyourkid.de/" title="Kinder suchen im Internet"&gt;trackyourkid.de&lt;/a&gt;. Dieser Provider bietet ein Service an, mit dem es tatsächlich möglich ist, Handys zu lokalisieren. Dadurch sollen sich verlorene Mobiltelefone, alte oder kranke Angehörige und verlaufene oder gar entführte Kinder auffinden lassen. Jedoch müssen die zu ortenden Geräte erst registriert und eingerichtet werden, damit die Lokalisation funktioniert. Danach ist es möglich, via &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/GSM-Ortung"&gt;GSM-Ortung&lt;/a&gt; den Standpunkt der gesuchten Person bis auf einige Meter genau festzustellen. Kostenlos ist dieser Dienst natürlich nicht; je nach Tarifpaket kostet eine Lokalisierung zwischen 35 Cent und einem Euro, wobei man auch noch eine Einrichtungsgebühr von mindestens 19,90 Euro zu zahlen hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch die erste Euphorie verfliegt abermals schnell: Erstens funktioniert dieser Tracker nur auf bundesdeutschem Staatsgebiet – und zweitens ist Miriams Handy ja gar nicht registriert. Das bedeutet: Es ist und bleibt verloren. Trotzdem wird den dreien klar, welche Möglichkeiten sich durch diese Dienstleistung auftun. „Das hört sich ja schwer nach James Bond an“, sagt Oliver mit leuchtenden Augen, „das ist das perfekte Kontrollorgan für potenzielle Fremdgeher“. Und tatsächlich, das Angebot muss jedem Datenschützer wohl die Zornesröte ins Gesicht treiben. Man muss das Handy bei trackyourkid.de zwar registrieren. Trotzdem ist es prinzipiell möglich, das manipulierte Telefon der Freundin unterzujubeln.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Kein Kavaliersdelikt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ein wenig kriminelle Energie vorausgesetzt, lässt sich der Partner ohne großen Aufwand observieren. Die meisten Anbieter von ähnlichen Diensten verlangen nur eine Registration im Internet und überprüfen per SMS die Richtigkeit der Nummer. Bei trackyourkid.de wird zwar die Wohnadresse gefordert, eine Bestätigung derselben muss aber nur auf Drängen des Dienstbetreibers erfolgen. Und das bleibt in der Regel auch aus. Andere Dienste sind ähnlich locker: Der Anbieter &lt;a href="http://www.mister-vista.de/"&gt;Mister-Vista&lt;/a&gt; verlangt nicht einmal die Adresse geschweige denn den richtigen Namen, für die Anmeldung bei &lt;a href="https://www.picosweb.de/"&gt;piCOS&lt;/a&gt; benötigt man gerade einmal einen funktionierenden E-Mail-Account. „Das kann doch nicht legal sein“, entrüstet sich Miriam. Und tatsächlich ist das Ausspionieren des angebeteten Partners per Mobiltelefon kein Kavaliersdelikt. In Deutschland erwartet den Hobby-Spion in besonders schlimmen Fällen eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Lauschangriff per Babyphon&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Aber es geht auch subtiler, wie Beispiele aus dem Geschäftsleben beweisen. Dort liegt Spionage per Handy oder anderen kabellosen Geräten voll im Trend. Das bekam &lt;a href="http://www.porsche.com/"&gt;Porsche&lt;/a&gt;-Chef Wendelin Wiedeking im November des Vorjahres zu spüren: Er wurde in einem Wolfsburger Hotelzimmer mittels Babyphon belauscht. Das hinter dem Sofa versteckte Gerät war während des gesamten Aufenthalts des Multimillionärs auf Sendung. Wer die Lauscher waren, ist nicht bekannt.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Mobil-Wanze&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Aber auch per Handy ist Betriebsspionage recht einfach möglich. Zu diesem Zweck ist nur eine spezielle Software nötig, die für 150 Euro im Internet erhältlich ist. Wird die Software installiert, kann der Spion sowohl den SMS-Verkehr mitverfolgen, als auch das Mikrofon des Handys unbemerkt aktivieren. So können Gespräche belauscht werden, wenn das Gerät bei einer Sitzung neben seinem Besitzer liegt. Nur: Miriam bringt dieses Wissen wenig. Das Handy bleibt verschwunden.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Happy dank Hirn&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Also nichts mit Jamba, trackyourkid und Mister-Vista. Aber: „Hast du eigentlich schon mal versucht, dein Handy anzurufen?“, fragt Oliver. „Nein“, muss Miriam zugeben, „daran hab ich noch gar nicht gedacht“. Nach zweimaligem Klingeln hebt David ab, Miriams Exfreund, der gestern auch beim Essen dabei war. Wie das Handy wohl in seine Hände geraten ist? Und vor allem warum? ... Well, where do you go, my lovely?&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/16">liebe</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/mensch">Mensch</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/71">spionage</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/281">tracking</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:50:34 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Christoph Regger</dc:creator>
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 <title>Bau mit am Netz für alle!</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/bau_mit_am_netz_f%C3%BCr_alle</link>
 <description>&lt;p&gt;Die Überraschung ist groß: ein großer Raum, ein paar uralte Computer, eine durchgesessene Couch, ein kleiner Kühlschrank. Die erwartete Coolness fehlt. Im Grazer Jugendzentrum &lt;a href="http://www.lab.tt4.at/" title="Website von Spektral"&gt;Spektral&lt;/a&gt; sieht‘s eher gemütlich aus. Nichts deutet darauf hin, dass sich hier regelmäßig Technikfreaks treffen, um an einem überdimensionalen WLAN zu bauen. 
Das Netzwerk nennt sich &lt;a href="http://www.funkfeuer.at/" title="Website von Funkfeuer"&gt;Funkfeuer&lt;/a&gt; und breitet sich bereits über weite Teile von &lt;a href="http://graz.funkfeuer.at/" title="Website von Funkfeuer Graz"&gt;Graz&lt;/a&gt; aus. Jeder kann teilnehmen. Man muss sich nur registrieren und sich am Ausbau des Netzwerkes beteiligen, sprich: eine Antenne aufstellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer das Funkfeuer jedoch nur mit Gratisinternet verbindet, versteht den Sinn der Sache nicht. Zwar verfügt man über eine leistungsstarke 4MBit-Leitung ins weltweite Netz, bei etwa 150 Usern ist das Netz aber schnell überfordert. Deshalb verstehen sich die Funkfeurer nicht als Konkurrenz zu den kostenpflichtigen Internetanbietern. „Das kostenlose Internet ist nur ein Bonus! Vielmehr geht es darum, eine freie Infrastruktur in Graz aufzubauen, die man nicht regulieren und auch nicht abschalten kann“, erklärt Christian Pointner, ein erfahrenes Mitglied.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wlan" title="WLAN bei Wikipedia"&gt;WLAN-Technologie&lt;/a&gt; wird verwendet, da bei ihr keine Kabel zu verlegen sind. Es ist viel einfacher, sich per Funk über die Dächer hinweg zu vernetzen. Mit klassischen Hotspots ist Funkfeuer nicht zu vergleichen. Zwar werden die gleichen Router verwendet, die Antennen selbst sind jedoch meist „Marke Eigenbau“. Um eine solche Antenne zu bauen, haben wir uns noch einmal im „Realraum“, einem Seminarraum für Technikfreaks, getroffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zutritt ins zweite Quartier von Funkfeuer bekommt man nur mit Chipkarte – dass das ganze selbst gebaut wurde, merkt man aber sofort. Der „Realraum“ erinnert eher an einen Heimwerkerkeller als an ein Computerlabor. Alte Computerteile und selbstgebastelte Antennen liegen herum und an einem Tisch finden sich eine Dose, ein &lt;a href="http://www.itwissen.info/definition/lexikon/N-Stecker-N-connector.html" title="ITWissen, Online-Lexikon für Informationstechnologie"&gt;N-Stecker&lt;/a&gt; und ein Stück Kupferdraht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf die Kosten der Bauteile angesprochen, sagt Thomas Fink: „Die Dose bekommt man beim Türken. Das einzige Kriterium ist, dass sie genau zehn Zentimeter Durchmesser haben muss.“ Wir verwenden eine Frischkäse-Dose. Das einzige gekaufte Bauteil ist der N-Stecker (drei Euro). Um die Antenne zu bauen, braucht man handwerkliches Geschick.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wichtig: der Durchmesser der Dose und die Position des gebohrten Loches. Stimmen diese Parameter nicht, wird die Antenne ungenau. Vorsicht! Jede Delle verändert die Eigenschaften der Antenne. Ebenfalls heikel: Es müssen genau 31 Millimeter Draht mit dem N-Stecker verlötet werden. Dabei muss der Draht gerade bleiben. Ungenauigkeit kann die Antenne zerstören. Schließlich wird der Stecker mit der Dose verlötet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt halte ich meine erste selbstgemachte Antenne in der Hand. Ihre Sendeleistung entspricht einem WLAN-Netz (mehr ist nicht erlaubt), sie reicht aber weiter als ein WLAN-Knoten, immerhin eineinhalb Kilometer. Eine Distanz, die auch &lt;a href="http://www.blankmagazin.at/geschichten/funkfeuer_graz_brennt" title="Cyber-Jodeln bei blank"&gt;Jodler&lt;/a&gt; überbrücken können.&lt;/p&gt;
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 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/bau_mit_am_netz_f%C3%BCr_alle#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/27">graz</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/praxis">Praxis</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/7">wlan</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:57:56 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Neumayr Michael</dc:creator>
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 <title>„Zu heiß gewaschenes großes Fernsehen“</title>
 <link>http://www.blankmagazin.at/geschichten/zu_heiss_gewaschenes_grosses_fernsehen</link>
 <description>&lt;p&gt;Die Kritik ist berechtigt: Programme kommerzieller Sender einfach aufs Handy übertragen – das ist langweilig und bringt keinen Sehspaß. „So geht’s nicht“, sagt Orhan Kipcak, der selbst mit Studenten an der &lt;a href="http://www.fh-joanneum.at/aw/home/Studienangebot/fachbereich_information_design_technologien/~befc/mid/?lan=de" title="Media and Interaction Design an der FH Joanneum"&gt;FH Joanneum&lt;/a&gt; ein Konzept für mobiles Fernsehen entwickelte. Er sprach mit &lt;em&gt;blank&lt;/em&gt;:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was ist die Herausforderung daran, mobiles Fernsehen 
zu machen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich glaube, es geht darum, dass man sich traut, radikale Fragen zu stellen. Und auch um die Angst, in die Wertschöpfungsfalle zu tappen. Wir sprechen von einem Medium, das erst jetzt auftaucht und im Moment noch keinen interessiert. Die Leute wissen noch nicht genau, was Handy-TV kann. Momentan ist das, was ich kenne, eher eine Verkleinerung des großen Fernsehens. Also zu heiß gewaschenes großes Fernsehen auf kleinen Bildschirmen mit ein paar Zusatzregeln, wie beispielsweise keine zu dynamischen Bewegungen einzubauen, damit das Bild intakt bleibt. Aber ich habe noch nichts gesehen, was so richtig funktioniert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn dieser Ansatz noch in den Kinderschuhen steckt, was gibt es da bisher?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt in Amerika zum Beispiel sogenannte „Mobisodes“ von &lt;a href="http://www.fox.com/"&gt;FOX&lt;/a&gt;, also eine Kombination aus den Worten Mobile und Episode. Sie beschränken die Dauer einer Folge auf eine Minute, was einen dazu zwingt, die Handlung sehr verdichtet und kompakt zu erzählen. Das sind Genrefilme, man sieht direkt das Handlungsskelett vor sich, ohne viel Psychologie drumherum.
&lt;img class="left" style="float:left;" src ="http://www.blankmagazin.at/files/conspiracy.jpg.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und in Österreich?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Österreich hat es als Feldversuch eine Art Sitcom gegeben, die hieß &lt;a href="http://www.anna-und-du.tv/" title="Anna und Du"&gt;Anna und Du&lt;/a&gt;. Das war eine Kooperation von Universal, der Telekom und dem ORF. Es ging um eine Nachwuchsband und ihre Abenteuer. Eine Episode dauerte etwa 8 Minuten, das finde ich eigentlich recht lang für Handy-TV. Die Band war sehr nett, aber insgesamt zu unverbindlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/l1CSOxJkd8M&amp;hl=en"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/l1CSOxJkd8M&amp;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie lassen sich überhaupt Produktionen für Handy-TV finanzieren?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Keine Ahnung (lacht, lange Pause). Manche sind optimistisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kurzfristig funktioniert.  Ich spreche hier von eigenen Produktionen, Spin-offs, also Ableger von bestehenden Formaten, funktionieren schon. Außerdem weiß ich nicht, wie man das verkaufen soll.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gerade vom Sport erhofft man sich Zugewinne im Bereich Handy TV. Ist es aber nicht gerade dort schwierig, die Inhalte auf das Handy zu bringen? Ein Fußball etwa ist am Handy kleiner als ein Stecknadelkopf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erstens werden die Displays ohnehin immer größer und die Auflösung wird auch immer besser. Man kann durchaus einen eigenen Umschnitt machen, was allerdings wieder mit Kosten verbunden wäre. Aber die Leute haben auch jahrzehntelang Fußballspiele im Radio gehört, komplett ohne Bild. Das ist eine Frage der Gewohnheit, es kommt drauf an, wie gut der User mit dem Medium umgehen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man könnte ja auch das Medium an den Content anpassen…&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt seit Jahren Überlegungen in diese Richtung. Da gab es schon vor zehn Jahren Versuche mit Mikrobeamern und Bewegungserfassung, aber das hat sich nicht durchgesetzt. Ich glaube, die Lösung liegt eher in einem haptischen, sehr intuitiven Interaktionsdesign. Es geht also eher darum, diese Mensch-Maschine-Schnittstelle zu entschärfen. Ein gutes Beispiel ist die Erfolgsgeschichte des iPod. Er ist technisch keineswegs das Höchste, aber sehr wohl in der Handhabung, in der Gestaltung der Oberfläche.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jedes Handy ist eine Kamera, jeder User ein potentieller Regisseur. Welche Folgen wird das haben?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Folgen sind schon da. Kategorien wie Professionalismus werden langsam mürbe, lösen sich auf. Auf der Seite der Produktion findet eine zunehmende Demokratisierung statt. Andererseits kommt es auch zu einem gewissen Dilettantismus. Wir sehen das beim Musikgeschäft, wo Leute hochwertigen Inhalt produzieren, der in die klassischen Medienkanäle durchaus hineinpasst, aber die Leute können davon nicht mehr leben. Es gibt eine deutliche Tendenz zur Entprofessionalisierung, gerade in den Medien. Allerdings sehe ich das nicht so problematisch. Natürlich ist es bitter für die Betroffenen…&lt;/p&gt;
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 <comments>http://www.blankmagazin.at/geschichten/zu_heiss_gewaschenes_grosses_fernsehen#comments</comments>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/51">handy</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/155">handy-film</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/50">handy-tv</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/interview">Interview</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/3">interview</category>
 <category domain="http://www.blankmagazin.at/taxonomy/term/52">tv</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:59:02 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Nina Strasser</dc:creator>
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