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	<title>annaprinzip</title>
	
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	<description>2 Annas - 2 Frauen - 2 Verführungsstile</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Apr 2012 21:14:51 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Sprechen sie schon oder schreiben sie noch? Buchtipp: Sprechende Männer</title>
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		<comments>http://www.annaprinzip.de/2012/04/sprechende-maenner/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 21:14:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich mag ja ehrliche Gespräche. Besonders mit Männern. Eigentlich führe ich die natürlich gerne selbst. Aber wenn zwei Männer reden, dann hör ich auch mal gern zu. Aber eigentlich reden sie gar nicht – sie schreiben. Und das in Form von Emails. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></p>
<p><em>„Zwei Männer reden miteinander. Zwei Monate lang. Ehrlich, offen, jeden Tag. Unvorstellbar? Zuerst dachten wir das auch. Aber wir haben dann einfach angefangen. Worüber wir geredet haben? Über alles. Gebrauchsliebe. Sehnsucht. Pornos. Gemüsebeete. Treue. Eitelkeit. Rio de Janeiro. Männer als Ko-Mütter. Einsamkeit. Monogamie. Pärchenzwang. Aspikbäuche. Und darüber, ob zehn Sekunden Glück pro Woche ausreichen für einen Ehemann in Westeuropa.“</em></p>
<p><span id="more-1013"></span></p>
<p><strong>Ich mag ja ehrliche Gespräche. Besonders mit Männern. Eigentlich führe ich die natürlich gerne selbst. Aber wenn zwei Männer reden, dann hör ich auch mal gern zu.</strong> Aber eigentlich reden sie gar nicht – sie schreiben. Und das in Form von Emails.<br />
Sonst gibt’s keine Kommunikation mehr zwischen den beiden Freunden und Arbeitskollegen Maxim und Jochen. Natürlich ist für jeden was dabei: Maxim ist verheiratet, hat zwei Kinder und fühlt sich in seiner gefühlt Jahrhunderte dauernden Beziehung mit Haus und Garten wohl; Jochen ist Single, springt von einer Blume zur nächsten und genießt neben dem Alleinsein auch das einsame Frühstück auf dem Balkon. Ohne Frau. Ohne Kinder. Aber mit freiem Willen, was als nächstes kommt.</p>
<p><strong>Natürlich sind sie grundverschieden. Sonst würde das wohl auch nicht funktionieren mit den Emails, Fragen und Antworten.</strong> Denn sonst wüsste der andere ja direkt, was der eine schreiben würde und die Frage lohnte sich nicht. Aber da sie zwar mal gemeinsam zur Schule gegangen sind und sich dann völlig unterschiedlich ins Leben geworfen haben, ist es dann doch interessant.</p>
<p>Ich könnte jetzt das Buch zusammenfassen, den Klappentext runterbeten oder das Ende verraten. <strong>Aber ich entscheide mich lieber dafür, euch das Buch zu empfehlen.</strong></p>
<p><strong>Ich weiß selbst, dass das Leben die besten Geschichten schreibt. Tragödien, Komödien, 5 Akte und Dramaturgie inklusive.</strong> Sonst würde ich das Ende anzweifeln. Aber ich glaube es einfach mal so. Jochen lernt nämlich jemanden kennen. Anna (nein, das habe ich mir jetzt nicht ausgedacht). Und Maxim ist gefühlt mehr in Flammen für Anna als Jochen. Denn bei Maxim hat man den Eindruck, er wolle Jochen endlich ins Pärchenland entführen. Weil es dort irgendwie vermeintlich besser wird. Die kleinen Angriffe und Streiterein, wer denn jetzt das bessere Leben fühlt oder welche Sehnsucht vermisst, sind eigentlich ganz nett. Manchmal übertrieben, aber hey, wir reden hier von Männern.</p>
<p><strong>Gefühlsausbrüche gibt es aus diesem Grunde auch nicht.</strong> Jochen findet Anna nämlich irgendwie echt gut. Vermutlich mehr, aber das bringt er nicht über die Lippen bzw. die Tastatur. Kann ich nachvollziehen. Auch als Frau.</p>
<p>Sehr sympathisch fand ich seine Ausführungen zum Thema Daten über 30 (er und Maxim liegen ca. zehn Jahre drüber) Langsam, nichts überstürzen. Bitte nicht sofort Sex. Nicht sofort Küssen. Hoffentlich kann er mithalten mit ihr, die ja als Frau doch eher Torschlusspanik bekommt und könnte.</p>
<p><strong><a href="http://www.annaprinzip.de/2008/08/go-with-the-flow">Go with the Flow</a> – mal wieder.</strong></p>
<p><em><span style="color: #ff0000;"><strong>„Die Vielleichtphase wird von vielen Frauen leider unterschätzt. Dabei lieben Männer die Vielleichtphase. Und das Schmachten. Wir brauchen das. Es macht uns angenehm gierig.“</strong></span><br />
<em>(Jochen)</em><br />
</em></p>
<p>Ob Jochen und Anna… oder Maxim auf der Suche nach Sehnsüchten. Wer ein Anfang und ein Ende sucht, ist hier falsch. Wir blicken rein in die beiden Herren. Kurz mal für knapp 300 Seiten. Und dann gehen wir wieder mit einem Gefühl von Hach&#8230; Stippvisite, nicht ganz unsichtbar, aber wenigstens ein bißchen. <strong>Im Prinzip ist es ein Dahinplätschern von Männergedanken mit dramaturgischem Aufbau.</strong> Ein positives Dahinplätschern. Die beiden können ja auch schreiben. Sonst würds keinen Spaß machen zu lesen.</p>
<p>Identifizieren kann man sich mit irgendwem immer irgendwie. Auch als Frau. Denn so fremd sind diese Gedanken vom Mars gar nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.annaprinzip.de/wp-content/uploads/2012/04/sprechende-männer1.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-1016" title="sprechende maenner" src="http://www.annaprinzip.de/wp-content/uploads/2012/04/sprechende-männer1-200x300.jpg" alt="" width="134" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Und ich habe gern meine Zeit mit Jochen und Maxim verbracht.<br />
<em>&#8230;und wer meine Emails lesen will, einfach melden! <img src='http://www.annaprinzip.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p><strong>The Bride</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>The Lost Boy – Oder: Phoenix aus der Asche</title>
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		<comments>http://www.annaprinzip.de/2012/03/the-lost-boy-oder-phoenix-aus-der-asche/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 19:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[You can&#8217;t always get what you want, but it turns out, if you try sometimes, you get what you need. (Rolling Stones) Wenn etwas endet, tut das weh. Wenn etwas endet und man es nicht hat kommen sehen, dann noch mehr. Wenn etwas endet und man es erst Monate später richtig realisiert, dann hat man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></p>
<p><em>You can&#8217;t always get what you want, but it turns out, if you try sometimes, you get what you need.<br />
(Rolling Stones)</em></p>
<p>Wenn etwas endet, tut das weh. Wenn etwas endet und man es nicht hat kommen sehen, dann noch mehr. Wenn etwas endet und man es erst Monate später richtig realisiert, dann hat man geliebt &#8211; und gelernt, was es heißt, die Liebe zu verlieren. Und das mit dem Gefühl der Machtlosigkeit, das jeder kennt, der schon mal verlassen worden ist.<span id="more-994"></span></p>
<p>Je älter man wird, desto tiefer liebt man. Denke ich zurück an die ersten Verliebtheiten in der Schulzeit, war das Ende eher ein etwas, das den Abschnitt des Verliebtseins abgeschlossen hat. Je mehr Männer man als Frau kennen gelernt hat, je mehr weiß man meist was man nicht will &#8211; und damit, was man will.<br />
Je länger er an meiner Seite war, desto klarer wurde mir, dass er es ist. Dass er genau das verkörpert, was ich mir unter einem Partner vorstelle.</p>
<p>Alles Positive, alles Negative, alles passt. Für mich. <em>„Mit ihm möchte ich alt werden“</em>  denke ich, sage ich vielleicht auch das ein oder andere Mal, strahle ich aus.</p>
<p><strong>Darf man das? Darf man sich komplett öffnen und dem anderen seine Seele zeigen?</strong> Ich sage ja, das darf man. Das Problem dabei ist: Der Schmerz, der damit einhergeht, wächst proportional zum Grad der Öffnung. Aber wer sich nicht öffnet, dem begegnet auch nicht die Offenheit, die eine Beziehung im Gegensatz zu einer Affäre oder dem Daten auf ein anderes, höheres Level hebt. <strong>Es ist der Tanz auf dem Drahtseil, Gewinn und Verlust ganz nah.</strong> Solang das Seil hält, kann man kaum glauben, wie nahe man sich dem anderen fühlt &#8211; und wie diese Verbundenheit so unglaublich Spaß machen kann. Tritt man daneben oder wird geschubst, dann fällt man tief.<br />
Aber tief fallen gehört dazu. Der Reiz wäre nicht da, würde nicht die Gefahr bestehen, tief zu fallen.</p>
<p>Wird man verlassen, tendiert man dazu zu denken „Nie wieder werde ich jemanden an mich heran lassen. Nie wieder werde ich ehrlich sein. Nie wieder werde ich mich öffnen.“ Das ist ok, das darf man sich ruhig gönnen. Aber diesen Gedanken nicht abzuwerfen ist gefährlich. Denn wenn man sich zu sehr zurückzieht, werden Gefühle von anderen einfach abprallen. Ich habe immer wieder die teils überraschende Erfahrung gemacht, wie offen Menschen werden, wenn man sich selbst öffnet.</p>
<p><strong>Öffnen und geöffnet werden &#8211; </strong>das gilt nicht nur im Bett, das gilt auch in der Gefühlswelt. Und das man etwas wagen muss, um zu gewinnen, ist nicht nur ein Sprichwort, sondern gelebte Realität.</p>
<p><strong>Für mich ist es essentiell, die Erfahrung einer tiefen Liebe gemacht zu haben.</strong> <strong>Und die Erfahrung des schmerzhaften Verlustes dieser Liebe.</strong> Wobei ich sie nie wirklich verloren haben werde. Sie wird immer ein Teil von mir sein. Auch wenn der Mann es nicht mehr ist. Wenn ich zurückblicke, will ich nichts schlecht reden. Keine Erfahrung mit ihm. Keine Minute mit ihm. Keine Reise mit ihm. Keine Gedanken, die um ihn kreisten. Kein Geschenk für ihn. Kein Umweg für ihn. Keine Liebe für ihn.<br />
Denn es sind meine Gefühle, auf die ich zurückblicke. Nicht seine.</p>
<p>Für mich war es perfekt &#8211; so lang, bis er ging.</p>
<p><strong>Ich bereue nichts.</strong> Ich würde es immer wieder genauso machen. Ich kann mir für die Zukunft keinen anderen Weg vornehmen. Ein Verschließen, ein sich zurückziehen, ein anderes Beziehungs-Ich. Dafür hatte ich zu wenig Einfluss auf seine Entscheidung. Hätte es Streits und Gespräche gegeben oder Chancen, die verpasst wurden. Vermutlich würde ich anders denken.</p>
<p>Ich dachte, dass er der Mann für mich. Der, mit dem ich am Ende des Tages vorm Haus am See sitze. Mit dem alles so ist, wie es sein soll. Aber er war es nicht. Denn ich war nicht die für ihn. Also kann er auch nicht der für mich gewesen sein. Die Erkenntnis schmerzt. Auch ein Jahr nach dem Ende.</p>
<p>Es ist aber nicht mehr die Erkenntnis, dass er es nicht ist. Es ist die Erkenntnis, eine Liebe verloren zu haben. Und in diese Erkenntnis mischt sich mehr die Freude auf das Neue. Die offenen Türen. Die Chancen, die das Ende mit sich bringt. Ich habe gelernt, dass es mit der Zeit immer weniger darum geht, was er denkt und dachte, warum er nicht will oder seit wann. Es geht um mich. Ich kann nicht beeinflussen, was außerhalb meiner eigenen Gefühlswelt geschieht. Es geht darum, wie ich mit der Erfahrung umgehe, was für Gefühle in mir entstehen und welche Gedanken in mir sind.</p>
<p>Die, die damals verlassen wurde ist nicht mehr die, die das hier schreibt. Denn so ein Erlebnis prägt. Aber nur, wenn man sich die Zeit nimmt, es zu er-leben. Es nicht zu verdrängen. Es an sich ranzulassen und aus dem Schmerz die Kraft zu ziehen, weiter zu machen. Der Boden, der einem unter den Füßen weggerissen wird, baut sich Monat für Monat immer weiter auf.</p>
<p>Verdrängt man, holt einen alles irgendwann aus heiterem Himmel wieder ein. Und am besten genau dann, wenn man es überhaupt nicht mehr erwartet. Dann wird der Schmerz im schlimmsten Fall auf den neuen Partner projiziert &#8211; der am wenigsten Schuld ist. <strong>Es ist wichtig, auch negative Gefühle zuzulassen.</strong> Zu Trauern, wütend zu sein, Schmerz zu empfinden. Man tendiert dazu, diese Gefühle nicht zulassen zu wollen, weil sie anstrengender sind als Glück, Freude und Befriedigung. Aber wer sie wirklich mal annimmt und ihnen Platz im Leben einräumt, wird merken, dass daraus Gutes entstehen kann: Weiterentwicklung, neue Sichtweisen und überraschende Erkenntnisse.</p>
<p>Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke, war es eines der intensivsten in meinem bisherigen Leben. Weil ich gezwungen wurde, neu zu starten. Mir steht die Welt offen. <strong>Ich bin für mich und mein Glück selbst verantwortlich. Ich erlebe das, was ich erleben will.<br />
</strong></p>
<p>Ich bin ihm nicht dankbar für seinen Entschluss – aber ich bin dankbar für die Türen, die dadurch geöffnet wurden. Aber diese Türen hat nicht <strong>er</strong> für mich geöffnet. <strong>Er</strong> hat unsere geschlossen. <strong>Die Kraft, andere Türen zu öffnen, die muss aus einem selbst heraus kommen.</strong> Es gibt Rückschläge – die gibt es immer. Aber diese Rückschläge muss man annehmen. Wie meine langjährige Begleiterin <a href="http://marieforleo.com/memwy/">Marie Forleo</a> schreibt <strong>„What you resist, persists“</strong>.<br />
Also verfluche ich es nicht. Ich nehme es an, nehme mir Zeit zu trauern – und mache weiter. Ich lebe. Und das Haus am See, das gibt’s immer noch. Wer da mit mir sitzen wird? Ich weiß es nicht. Vielleicht sitz ich allein dort, vielleicht mit jemandem.</p>
<p>Ich habe die Erfahrung gemacht, wie es ist, verlassen zu werden. Auf übelste Art. Im übelsten Moment. Ich weiß, wie es sich anfühlt. Wie man Monate lebt ohne wirklich da zu sein. Wie man sein Leben neu ordnen muss. Und wie man Wege neu entdeckt. Und dass das auch schön sein kann.</p>
<p><em><strong>What goes around, comes around.<br />
</strong></em></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong> The Bride</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Buchtipp: Gut gegen Nordwind – Daniel Glattauer</title>
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		<comments>http://www.annaprinzip.de/2011/05/buchtipp-gut-gegen-nordwind-daniel-glattauer/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 May 2011 09:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brides Beach]]></category>
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		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Schreiben Sie mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf.&#8221; Ohne große Umschweife: Bride is back von ihrer langen (Lebens-)Reise und hat einen Buchtipp mitgebracht, der sich sehr gut als Wiedereinstieg ins Seelen-, Liebes- und Lebensleben von Bride an sich und den projizierten Wahrheiten im Allgemeinen eignet. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></p>
<p><em>&#8220;Schreiben Sie mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf.&#8221;</em></p>
<p>Ohne große Umschweife: Bride is back von ihrer langen (Lebens-)Reise und hat einen Buchtipp mitgebracht, der sich sehr gut als Wiedereinstieg ins Seelen-, Liebes- und Lebensleben von Bride an sich und den projizierten Wahrheiten im Allgemeinen eignet.<span id="more-934"></span></p>
<p>Ein Zufall lässt Emmi Leo kennenlernen. Allerdings nur per Email. Sie fangen an, sich zu schreiben, immer intensiver, immer öfter und immer nachdenklicher. (Erotische) Spannung entsteht, wird verworfen und wieder angefacht. Ein Treffen wird immer wieder hinausgeschoben &#8211; sind doch die Worte, die sie über die Mailbox teilen viel mehr wert als ein vielleicht ernüchterndes Treffen zwischen zwei Menschen, die schon eine so genaue Vorstellung voneinander haben, dass das Idealbild, das sich in ihrem Kopf geformt hat, unmöglich mit der Realität Schritt halten kann.</p>
<p>Im Bett liegend begleite ich Emmi und Leo auf ihrer Reise ins andere Ich. Auf ihrer Reise zueinander und voneinander weg. So packend und atemlos, dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen muß. Ich muß wissen: Treffen sie sich? Wird Emmi ihren Mann für Leo verlassen? Sind die Gefühle, die auf dem Bildschirm flimmern auch ins wahre Leben übertragbar? Jede weitere Email bringt mich näher zur Auflösung, näher zu dem Moment, wo ich das Buch traurig weglege &#8211; weil es zu Ende ist.</p>
<p>Ich habe Emmi und Leo persönlich kennengelernt, ihre Ängste, Sehnsüchte, Träume geteilt und mit ihnen gelitten und geliebt. Habe Emmi angeschrien, Leo die Daumen gedrückt, Emmi bemitleidet, Leo begehrt und mir gewünscht, dass alles ein gutes Ende hat. Ein Ende, das im Prinzip nicht gut sein kann &#8211; weil Emmi verheiratet ist und Leo als Katalysator für &#8220;ihre Außenwelt&#8221; nutzt. Eine Außenwelt, in der nur sie und Leo existieren. Kein Mann, keine Kinder des Mannes, keine Freunde, keine Moral. Und Leo? Leo ist frei, aber gefangen in seinem Idealbild von Emmi &#8211; und einer immer wiederkehrenden Exfreundin.</p>
<p>Liebe per Email. Geht das? Ja, es geht. Und wie endet es?</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442465869/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;tag=annaprinzip-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3442465869"><img class="aligncenter" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL160_&amp;ASIN=3442465869&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=annaprinzip-21&amp;ServiceVersion=20070822" border="0" alt="" /></a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3442465869" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>	<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/5a782d17cfef4e94bd9bc1178a889ad8" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>30 – Oder: Life is Life</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 17:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brides Beach]]></category>
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		<description><![CDATA[Für einen großen Menschen, der große Schritte wagt und in mir großes bewegt hat. Mittlerweile habe ich scheinbar ein Alter erreicht, in dem ich von der heiligen Dreifaltigkeit der Umdiedreißiger nicht nur umgeben sondern fast überrannt werde: Babys, Bäuche und Bindungen – vorzugsweise feste und die von der Art, die mit „Ja, ich will“ besiegelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></p>
<p><em>Für einen großen Menschen, der große Schritte wagt und in mir großes bewegt hat.</em></p>
<p>Mittlerweile habe ich scheinbar ein Alter erreicht, in dem ich von der heiligen Dreifaltigkeit der Umdiedreißiger nicht nur umgeben sondern fast überrannt werde: <strong>Babys, Bäuche und Bindungen</strong><strong></strong> – vorzugsweise feste und die von der Art, die mit „Ja, ich will“ besiegelt werden.<span id="more-921"></span></p>
<p>Schon wieder trage ich die Tasche einer schwangeren Freundin.<br />
Schon wieder überlege ich mir ein Hochzeitsgeschenk.<br />
Schon wieder hat ein Baby die Brust oder den Schlaf verweigert.<br />
Und zum ersten Mal reicht es nicht zusammenzuziehen, sondern werden auch Häuser gekauft und die Einweihungspartys nicht mehr auf 60m² sondern auf drei Stockwerken mit Garten und Garage veranstaltet.</p>
<p><strong>Bin ich alt geworden? Nein.</strong> <strong>Ich habe nur eine Schwelle erreicht, in der sich der Fokus verschiebt. Der Menschen und mich herum und mein eigener.</strong></p>
<p>Mein eigener dahingehend, dass ich mich zwar freue, als Tante Anna süße kleine Händchen halten zu dürfen, Ultraschallbilder (jetzt auch in 3D) bestaunen zu können und Ausreden für neue Kleider für Hochzeiten zu haben; aber trotz allem oder gerade deshalb froh darüber zu sein, am Ende des Tages noch nur für mich selbst verantwortlich zu sein, ein ganzes Wochenende Serien schauen zu können, Weltreisen planen zu dürfen, jetzt nicht zu wissen, wo ich in einem Jahr sein werde und zu lächeln, wenn ich meinem Freund ein Kondom überstülpe.</p>
<p>Jemand sagte mal zu mir: <span style="color: #ff0000;"><strong><em>„Wir fühlen uns erst wirklich erwachsen, wenn wir selbst Kinder haben.“</em></strong></span></p>
<p>Und genauso ist es für mich. Ich bin froh, dass ich mich von jetzt auf gleich einfach ins Auto setzen und wegfahren kann. Wohin? Egal. Es ist nicht wichtig, ob es dort ein Krankenhaus und Hebammen gibt oder kindersichere Steckdosen. Wenn ich wollte, müsste ich mich nicht scheiden lassen oder Sorgerechte aufteilen, wenn die traute Zwei-, Drei- oder Viersamkeit vorbei ist.<br />
Ich spare mein Geld für Reisen, nicht für Brautkleider.<br />
Ich bin froh, dass das noch andere für mich übernehmen. Dass ich mit meinen Freunden all dies teilen kann und die positiven Seiten der drei großen Bs genießen darf. <strong>Ich teile ihr Glück über Babys, Bäuche und feste Bindungen und freue mich für sie, dass sie die letzten Schritte gegangen sind.</strong> Ob ich diese Schritte selbst gehen möchte, weiß ich nicht. Zur Zeit kann ich es mir nicht vorstellen. Die einzigen Schritte, die ich zur Zeit gehe, sind nach einem Tag mit Schnuller oder Saufspielen beim Jungesellinnenabschied dahin, wo es die drei großen Bs noch nicht gibt: nach Hause.</p>
<p>Denn es gehört nicht nur ein bisschen Wahnsinn dazu, sondern auch <strong>Mut.</strong> Mut, sich zu verpflichten und eine unsichtbare Grenze zu überschreiten, über die man nicht mehr einfach so zurückgehen kann.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Reisen oder Rückbildungsgymnastik?<br />
Beagle oder Baby?<br />
Freund oder Flitterwochen nach der Hochzeit?</strong></span></p>
<p>Irgendwann wird jede/r diese Entscheidung treffen. Und auch, wenn man sie nicht bewusst trifft, wird sie getroffen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Zahl 30 mal mehr oder weniger eben diese Entscheidung beeinflusst.</p>
<p><strong>Glücklich sein – das kann man so oder so.</strong> Über das Lächeln des eigenes Kindes, über den Spontanurlaub am Wochenende, über die gemeinsame Steuererklärung oder über die Tatsache, dass man jederzeit gehen könnte, es aber nicht macht.</p>
<p><em>Vielleicht sitze ich irgendwann mit fünf Kindern vor meinem Haus auf dem Land und erzähle, wie ihr Vater um meine Hand angehalten hat.</em></p>
<p><em>Vielleicht steige ich aber auch in Australien aus meinem Camper aus und verbrenne mir beim Yoga die Füße im heißen Sand und rufe nach meinem Freund, der gerade Onkel geworden ist und mit mir planen will, wann wir mal wieder zu Hause vorbeischauen.</em></p>
<p>Noch ist alles möglich. Solange ich die Entscheidung für mein Leben bewusst treffe und sie den Menschen teilen kann, die mir wichtig sind.</p>
<p><strong>Als Mutter oder Meerumseglerin.</strong></p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">The Bride</span></strong></p>
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		<title>Rotwein oder Totsein. Für und über den Rausch.</title>
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		<comments>http://www.annaprinzip.de/2010/01/rotwein-oder-totsein-fur-und-uber-den-rausch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 19:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang. Martin Luther Wein, Gesang und Weib ist nur Zeitvertreib ich geh jetzt &#8211; Nein! &#8211; okay, ich bleib. Die Fantastischen Vier Sex and drugs and rock and roll is all my brain and body need sex and drugs and rock and roll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></p>
<p><em>Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang,<br />
der bleibt ein Narr sein Leben lang.</em><br />
Martin Luther</p>
<p><em>Wein, Gesang und Weib ist nur Zeitvertreib<br />
ich geh jetzt &#8211; Nein! &#8211; okay, ich bleib.</em><br />
Die Fantastischen Vier</p>
<p><em>Sex and drugs and rock and roll<br />
is all my brain and body need<br />
sex and drugs and rock and roll<br />
is very good indeed</em><br />
Ian Dury</p>
<p>Es gibt Menschen, die haben alles gern klar und übersichtlich. Das sind die Leute, die jeden Nachmittag ihren Schreibtisch komplett aufräumen, die ihr Adressbuch immer perfekt synchronisiert haben und ihre Steuererklärung spätestens im Februar gemacht.<br />
Klar und übersichtlich hat viele Vorteile. Man verzettelt sich nicht, erlebt keine bösen Überraschungen, hat nie den Druck, irgendwas machen zu müssen und kommt ganz generell recht sauber durchs Leben.</p>
<p>Das sind allerdings auch die Menschen, die gern mal sagen:<em> Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben!</em><br />
<strong>Ja, kann man. Wenn man Auto fahren muss, Medikamente nimmt oder schwanger ist.</strong></p>
<p><span id="more-900"></span>Es gibt Menschen, die haben in ihrem Leben nie einen über den Durst getrunken. Die nehmen sich mal ein Gläschen Sekt vom Tablett, kichern zehn Minuten später leicht beschwipst und mit roten Bäckchen in sich hinein und trinken vor Schreck den Rest des Abends nur noch Orangensaft. Oder Cola Light.<br />
Das hat viele Vorteile: keinen Filmriss, immer günstig nach Hause und am nächsten Tag ausgeschlafen und unverkatert. Ein Traum von einem Leben!</p>
<p>Für die, die es so mögen.</p>
<p><strong>Denn der Rausch bringt etwas mit sich, was die Nichttrinker und Schnellbeschwipsten dieser Welt nicht kennen. Er benebelt den Moralisten in unserem Kopf, gibt dem Über-Ich eine Pause und lässt zur Abwechslung mal unser Es ans Tageslicht.</strong> Das ist die Seite, die ganz nach ihren Instinkten und Bedürfnissen handelt. Die unserem Ich sagt: <em>Das brauchst du jetzt. Geh und hol es dir!</em></p>
<p>Das Es, das Tier in uns, ist ein Teil, mit dem wir nicht täglich hausieren gehen wollen, den wir aus gutem Grund nicht an der Oberfläche spazieren tragen, der nicht der erste ist, der einem neuen Menschen guten Tag sagt.<br />
Das Über-Ich ist ein wachsamer Soldat. Den ganzen Tag drangsaliert und maßregelt es uns &#8211; und bewahrt uns vor größeren Schäden, keine Frage. Es sorgt dafür, dass wir mitten drin und nicht am Rande der Gesellschaft leben.<br />
Doch ab und an, hin und wieder, ist es Zeit, sein Monster rauszulassen. <strong>Mit dem Es einen trinken zu gehen, kann ungeahnte Höhenflüge, nie gesehene Wünsche, eine ganz allgemeine Großartigkeit hervorzaubern, die uns sonst verwehrt blieben.</strong> Das Es lässt uns Sachen machen, die wir sonst nicht täten, die wir uns sonst verböten, für die wir uns schämten (und es oft genug auch tun, wenn der Rausch vorbei und die Vernunft wieder Oberhand gewonnen hat).</p>
<p>Ist das ein Grund zu verzichten?<br />
Keineswegs.<br />
Wer wären wir, wenn wir nicht mit einer bislang fremden Person einen Sonnenaufgang erlebt hätten, wo wären wir, wenn wir nicht in einem Stadtviertel aufgewacht wären, das uns vorher vollkommen unbekannt war, wer hätte uns zu all dem Unsinn verleitet, an den wir so gerne zurückdenken?<br />
<strong>Es spricht nichts dagegen, schöne Dinge mit allen Sinnen wahrnehmen zu wollen. Sich vollständig erinnern zu können. Immer zu wissen, was man tut.<br />
Doch wer sein Tier dauerhaft wegsperrt, hat vor allem Angst. </strong>Vor den eigenen Wünschen, vor dem, was man selbst nicht wahrhaben will zu sein und zu tun. Erst im Über-die-Stränge-schlagen kommt all das in uns heraus. Und gehört eben so zu uns, wie die vernünftige, gewissenhafte Person, die wir an den anderen 5, 6 Tagen in der Woche sind.</p>
<p>Manchmal sind es nur die ein, zwei Bier am Abend. Manchmal ein Glas Rotwein &#8230; und manchmal muss es auch eine ganze Flasche sein. Oder drei. Es gibt die Cuba-Libre-Abende und die Gin-Tonic-Nächte, es gibt die Tequila-Zeit und auch die Zeit für einen Whiskey on the rocks.<br />
<strong>Was auch immer das Gift der Wahl ist &#8211; die Hauptsache ist, es zu genießen. </strong>Den Geschmack, den Geruch, die Wirkung, die es langsam aber stetig auf die Sinne hat. Die Veränderung des Hörens, des Sehens, des Denkens, diese großartigen Verschiebungen hin zu etwas völlig anderem. Der Mut und die Mutwilligkeit: Etwas einfach zu machen. Oder zu sagen. Völlig im Jetzt zu sein und nicht an das Morgen, vor allem aber nicht an das Gestern zu denken. Diesen Augenblick mit dieser Person zu erleben &#8211; auch wenn nicht alle Bruchstücke der Erinnerung später rekonstruierbar sind.</p>
<p><strong>Wir wissen, es war gut. Und wir werden es wieder tun.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><br />
<strong>Esperame.</strong></span></p>
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		<title>Small Step or Giant Leap? – Von Nichtigkeiten und Wichtigkeiten</title>
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		<comments>http://www.annaprinzip.de/2009/11/small-step-or-giant-leap-von-nichtigkeiten-und-wichtigkeiten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 16:39:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brides Beach]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja ich verstehe es. Ich verstehe, dass man sich darüber aufregt, dass die Bahn mal wieder zu spat kommt; dass der Typ vom Wochenende sich noch nicht gemeldet hat; dass die Einkaufstüten mal wieder zu schwer sind oder, dass man schon wieder tanken muss. Ich rege mich über diese Dinge auch auf – setze mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/bride-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></p>
<p>Ja ich verstehe es.<br />
Ich verstehe, dass man sich darüber aufregt, dass die Bahn mal wieder zu spat kommt; dass der Typ vom Wochenende sich noch nicht gemeldet hat; dass die Einkaufstüten mal wieder zu schwer sind oder, dass man schon wieder tanken muss. Ich rege mich über diese Dinge auch auf – setze mich in den Mittelpunkt des Universums: meines Universums. Und verfluche den ganzen Rest darum herum. <span style="color: #ff0000;">Ich als Maßstab für Glück und Erfolg, für Probleme und Freude. </span><span id="more-888"></span></p>
<p>Und manchmal erlebt man diese Momente, in denen einem klar wird: Das ist so klein und unbedeutend. <strong><span style="color: #ff0000;">Warum lasse ich mich von diesen so genannten Nichtigkeiten so aus der Bahn werfen, als seien es die größten Wichtigkeiten? </span></strong>Warum messe ich ihnen solch eine große Bedeutung zu? Weil&#8230; es meine Nichtigkeiten sind. Und damit werden sie zu Wichtigkeiten.</p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">Jeder hat diese Nichtigkeiten, über die man sich bis zu einem gewissen Maße definiert. </span></strong>Und in manchem Momenten – ausgelöst durch ein Wort, ausgelöst durch ein Bild, ausgelöst durch ein Erlebnis – wird einem bewusst, dass diese Nichtigkeiten eben sind, was sie sind: <strong><span style="color: #ff0000;">Nichtigkeiten</span></strong>.</p>
<p>Ein solcher Moment kann die unterschiedlichsten Gefühle auslösen: Kopfschütteln, Aufbegehren, Trauer, Verwunderung, Aktionismus. Die Liste ist lang. So lang wie die Liste der Möglichkeiten, die von diesem Moment ausgehen.</p>
<p>Der Moment, der einem die Nichtigkeiten des eigenen Lebens vor Augen führt, kann das Bild eines kleinen Mädchens sein. Ein Mädchen, dass nach ihrer Genitalverstümmelung in Afrika nicht mehr gesprochen hat. Jahre her, aber ein solch schreckliches Erlebnis, dass das Grauen, das dieses Mädchen erlebt hat, kaum vorstellbar ist. Während das Bild dieses Mädchens bei einem Vortrag gezeigt wird, spricht ein Mann, der mit fast 75 Jahren schon so viel erlebt hat, dass selbst die Erfahrung von geschätzten 300 ziel- und ideenlosen Talkshowsüchtigen mit Bier in der Hand und Bohlen auf dem Ohr nie heranreichen werden.</p>
<p><a href="http://www.target-human-rights.de/" target="_blank">Er setzt sich seit Jahren für diese Mädchen und Frauen ein, kämpft für ihre Rechte</a> – und hat zwei Bundesverdienstkreuze. Warum ich das erwähne? Weil es mir die Tragweite seiner Entscheidungen bewusst macht. Weil es mir zeigt, dass dieser Mann durch seine Taten und die Ideen, die irgendwann in seinem Kopf Formen annahmen, Dinge erreicht und gesehen hat, von denen viele nicht mal träumen. Das einzige, das ihn dazu getrieben hat, war er selbst. Seine Wege, seine Gedanken, sein Willen.</p>
<p>Er, das ist <strong><a href="http://www.ruediger-nehberg.de/" target="_blank">Rüdiger Nehberg</a></strong> – Sir Vival –, ein so beeindruckender Mensch, dass ich Gänsehaut bekomme, wenn er von seinen Reisen erzählt. Und von seinen Taten, Ideen und Zielen. Ich denke an gestern Abend zurück und die Frage, welche Farbe mein Nagellack für die Nacht haben soll und ob ich hohe oder flache Schuhe tragen möchte.</p>
<p>Das Bild dieses Mädchens stellvertretend für die Gräueltaten an so vielen und die Planung meines Partyabends. <strong>Solch krasse Gegensätze werden einem eher selten als häufig bewusst. </strong>Und irgendwie bin ich froh, dass ich mich für flache Schuhe und durchsichtigen Nagellack entschieden habe. Den Knoten im Bauch versuche ich, in Energie umzuwandeln.</p>
<p>Ich will nicht missionieren, eine Ode an alle Helden dieser Welt schreiben oder meine schweren Einkaufstüten von gestern niederschreien. In dem Moment, wo sie mir die Arme zerren, beim Aufschließen der Haustür vom Arm rutschen und umkippen, sind sie die Wichtigkeit meines Moments. Ich darf mich aufregen und fluchen. Und dann darf ich alles einsammeln, die Tür aufschließen und im Hausflur stehen bleiben. Und dann an die Energie denken, die der Moment mit dem Mädchen in mir wachgerufen und etwas ausgelöst hat.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Etwas ausgelöst hat, dass mir vor Augen führt, dass es wichtigere Dinge in meinem Leben gibt als die aufgeplatzte Milchtüte.</strong></span></p>
<p><em>Zum Beispiel</em> die Freude darüber, dass ich eine neue Milch kaufen kann.<br />
<em>Zum Beispiel </em>die Klarheit, welche Dinge abseits der Nichtigkeiten wirklich wichtig für mich sind.<br />
<em>Zum Beispiel</em> der Blick auf die Menschen um mich herum und Dankbarkeit darüber, dass sie für mich da sind.<br />
<em>Zum Beispiel</em> die Gewissheit, dass ich allein entscheiden kann, welchen Weg ich als nächstes gehen werde und welcher der richtige für mich ist.</p>
<p><em>Zum Beispiel</em> die Entscheidung Organisationen wie die von Rüdiger Nehberg zu unterstützen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><em><strong>Z</strong></em><strong><em>um Beispiel</em> die Möglichkeit zu haben, mir vor Augen zu halten, was Wichtigkeiten und Nichtigkeiten sind – und, dass sie immer vom Blickwinkel abhängig sind. Vom Blickwinkel, den man immer mal wieder ändern kann.</strong></span></p>
<p><strong>The Bride</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><object id="Player_62d8ef66-6685-4bb6-8426-466ed7159755" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="600px" height="200px" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fannaprinzip-21%2F8010%2F62d8ef66-6685-4bb6-8426-466ed7159755&amp;Operation=GetDisplayTemplate" /><param name="name" value="Player_62d8ef66-6685-4bb6-8426-466ed7159755" /><param name="align" value="middle" /><embed id="Player_62d8ef66-6685-4bb6-8426-466ed7159755" type="application/x-shockwave-flash" width="450px" height="200px" src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fannaprinzip-21%2F8010%2F62d8ef66-6685-4bb6-8426-466ed7159755&amp;Operation=GetDisplayTemplate" align="middle" name="Player_62d8ef66-6685-4bb6-8426-466ed7159755" allowscriptaccess="always" bgcolor="#FFFFFF" quality="high"></embed></object> <noscript>&amp;amp;amp;amp;lt;A HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;amp;amp;amp;amp;MarketPlace=DE&amp;amp;amp;amp;amp;ID=V20070822%2FDE%2Fannaprinzip-21%2F8010%2F62d8ef66-6685-4bb6-8426-466ed7159755&amp;amp;amp;amp;amp;Operation=NoScript&#8221; mce_HREF=&#8221;http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;amp;amp;amp;amp;amp;MarketPlace=DE&amp;amp;amp;amp;amp;amp;ID=V20070822%2FDE%2Fannaprinzip-21%2F8010%2F62d8ef66-6685-4bb6-8426-466ed7159755&amp;amp;amp;amp;amp;amp;Operation=NoScript&#8221;&amp;amp;amp;amp;gt;Amazon.de Widgets&amp;amp;amp;amp;lt;/A&amp;amp;amp;amp;gt;</noscript></p>
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		<title>Völker, Hört Die Signale. Oder: Merken, Dass Was Geht – Teil I.</title>
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		<comments>http://www.annaprinzip.de/2009/11/voelker-hoert-die-signale/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 18:14:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Volker, hör die Signale! (anonym) Er sagt: Ehrlich, ich check nie, wenn mich eine mag. Ich hör das immer erst hinterher von meinen Freunden, aber wenn ich frage, woher die das wissen wollen, dann können sie&#8217;s mir auch nicht genau sagen. Das sieht man halt, das war doch total klar, so wie die dich angeschaut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p><em>Volker, hör die Signale!</em><br />
(anonym)</p>
<p>Er sagt: <em>Ehrlich, ich check nie, wenn mich eine mag. Ich hör das immer erst hinterher von meinen Freunden, aber wenn ich frage, woher die das wissen wollen, dann können sie&#8217;s mir auch nicht genau sagen. Das sieht man halt, das war doch total klar, so wie die dich angeschaut hat &#8230; okay, okay, aber können die das nicht nächstes Mal ein bisschen früher erkannt haben? Damit ich vielleicht noch ne Chance hab, die Sache irgendwie in Gang zu bringen, bevor sie mit ihren Freundinnen weitergezogen ist?</em></p>
<p>Könnten sie. Wenn sie wüssten, wie.<span id="more-859"></span></p>
<p>Sie sagt: <em>Ich wüsste echt nicht, was ich noch tun sollte, damit es einer checkt. Ich meine, ich guck ihm tief in die Augen, ich lache über den blödesten Witz und rücke auch noch total nah an ihn ran, als wir nebeneinander stehen. Ich meine, er hätte doch mal merken können, dass er mich mal küssen könnte! Oder nach meiner Nummer fragen. Herrgott nochmal. Stattdessen erzählt und erzählt er und irgendwann ziehen mich die Mädels weg und sagen, komm lass den doch, der kommt ja nie zu Potte. Und recht haben sie. Aber könnte mir mal einer verraten, wie ich das ändern kann?</em></p>
<p>Klar, wenn sie nur wüssten, wie.</p>
<p><strong>Das &#8220;Merken, dass da was geht&#8221; gehört zu den schwierigsten Übungen. Für beide Geschlechter.</strong><br />
Abendelang mühen wir uns durch Gespräche, bei denen wir uns wahlweise fragen, ob das was möglich ist oder ob da mal was passiert. Die Signale, die Signale &#8230; welche waren das nochmal? Und waren sie das jetzt schon, oder irre ich mich? Kriege ich jetzt eine geknallt, wenn ich versuche, sie zu küssen? Denkt er, ich bin aufdringlich, wenn ich noch näher rücke? Oder &#8230; IST DA VIELLEICHT GAR KEIN INTERESSE???<br />
Hinterher hören wir uns dann von unseren wohlmeinenden Freunden an, dass wir eine Situation total falsch eingeschätzt hätten. Vielleicht, als Krönung des Versagens, haben wir ihn oder sie noch vor Aufbruch von der Party mit einer anderen, an uns total nicht heranreichenden Unperson knutschen sehen. Na super. <strong>Dann nehmen wir uns fest vor, beim nächsten Mal etwas eindeutiger zu sein, etwas forscher, etwas mutiger und überhaupt, nächstes Mal nicht diejenigen zu sein, die allein nach Hause fahren. </strong>Wie wir das anstellen, wissen wir noch nicht, und bis zur nächsten Party haben wir die Frage auch geschickt verdrängt. Kann man ja eh nicht beeinflussen. Ist ja eh alles Schicksal. Und überhaupt.</p>
<p>Das stimmt natürlich nicht ganz.<br />
Man muss es nicht gleich wissenschaftlich angehen, muss nicht untersuchen, ob sie besonders oft lächelt (will geküsst werden) oder beim Lachen die Zähne zeigt (will eher nicht geküsst werden), sich durch die Haare fährt (findet dich attraktiv) oder den Blick zwischen Augen und Mund hin und her wandern lässt (will sofort geküsst werden!).</p>
<p><strong>Es gibt allerdings einige Fakten, die das Leben leichter machen.</strong></p>
<p><em>Für euch, Jungs:</em></p>
<ul>
<li> Es wird euch keiner abnehmen, den ersten Schritt zu tun. Klar, wenn du lang genug wartest, und sie es denn unbedingt will, wird sie dich zuerst küssen. Aber sei dir dann darüber klar, dass sie sich nie unsterblich in dich verlieben wird.</li>
<li> Wenn sie nicht weggeht, dann deshalb, weil sie gern in eurer Gesellschaft ist. DAS IST EIN GUTES ZEICHEN!</li>
<li> Wenn sie wiederkommt, dann deshalb, weil sie gern in eurer Gesellschaft ist. Ja, auch das ist ein gutes Zeichen.</li>
<li> John Wayne wusste es, Johnny Knoxville wusste es, und Superman sowieso: Den Mutigen gehört die Welt. Wer auf Nummer sicher geht, verpasst das Beste und wundert sich zum Schluss. Die sichere Nummer ist so sexy wie ein Besuch beim Steuerberater.</li>
</ul>
<p><em>Für die Mädels:</em></p>
<ul>
<li>Wenn ihr immer wegschaut und nicht antwortet, wird er nie wissen, dass ihr an ihm interessiert seid. Es hilft, den Mund aufzumachen. Es hilft noch mehr, ihm dabei in die Augen zu schauen.</li>
<li>Wenn er es nicht schafft, nach eurer Nummer zu fragen oder euch zu küssen, braucht ihr euch auch nicht die Augen auszuheulen wegen ihm. Wenn er das schon nicht hinbekommt, wird es auch sonst nichts mit ihm.</li>
<li>Wenn ihr ihn haben wollt, gebt ihm doch auch die Gelegenheit dazu. Sich im Kreise der Freundinnen zu verstecken, hat noch keinen animiert, euch als die Traumfrau zu erkennen, die ihr selbstredend seid.</li>
<li>Nein, ihr müsst nicht den ersten Schritt tun. Aber ihr könnt ihm den Weg zeigen. Spontane Berührungen, die Aufforderung, zusammen einen ruhigeren Ort aufzusuchen, das darf durchaus von euch kommen. Genauso wie der zweite oder dritte Schritt, nachdem der erste gemacht wurde. Niemand geht gern allein.</li>
</ul>
<p>Jeder Schritt in eine bestimmte Richtung ist eine Reise auf unbekanntem Terrain. Keine zwei Menschen reagieren gleich. Was bei dem einen funktioniert, kann dem anderen sauer aufstoßen. <strong>Empathie und Hingabe, und zwar an die Situation im Hier und Jetzt, retten vor der befürchteten Karambolage. Wer genau hinschaut, kommt nicht vom Weg ab. Wer aber zu viel nachdenkt, stolpert.</strong></p>
<p><strong>Und wer sich in Ausreden vergräbt, wer seine Ängstlichkeit den Ausgang des Abends bestimmen lässt, muss sich nicht wundern, wenn er wieder und wieder allein nach Hause gehen muss.</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span></p>
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		<title>♂ | Lieblingssätze III. Sie sagt: “Lass es uns langsam angehen.”</title>
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		<comments>http://www.annaprinzip.de/2009/11/dogtown-lieblingssaetze-teil-dre/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 21:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir kennen uns ja noch nicht so lang, sagt sie, und ich mag dich wirklich &#8230; aber ich würd es gern langsam angehn lassen. Ist das okay für dich? Klar, denkst du, super, sie hat ja auch recht. Warum irgendwas übereilen? Am Ende hängt man dann in einer total engen, festen, exklusiven Zweierbeziehung mit allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p><em>Wir kennen uns ja noch nicht so lang, sagt sie, und ich mag dich wirklich &#8230; aber ich würd es gern langsam angehn lassen. Ist das okay für dich?</em></p>
<p><strong>Klar, denkst du, super, sie hat ja auch recht. Warum irgendwas übereilen?<br />
Am Ende hängt man dann in einer total engen, festen, exklusiven Zweierbeziehung mit allen Rechten und Pflichten &#8230; </strong>und dann stellt sich z.B. raus, dass sie total auf, sagen wir mal, Twilight steht. Und zwar so arg, dass sie von ihren Freundinnen den Schlüpper mit dem Gesicht von Edward Cullen geschenkt bekommt. Und ihn toll findet. Und trägt. Im Bett!<span id="more-496"></span></p>
<p><strong>Super also, denkst du, dass du endlich mal eine vernünftige Frau gefunden hast, die ebenso wie du (und nach dieser Ansage bleibt dir ohnehin nicht die Wahl), nach der Devise &#8220;drum prüfe, wer sich ewig bindet&#8221; lebt.</strong> Klasse. Erstmal ganz in Ruhe gucken, ob man zusammen passt. Über die gleichen Comediens lacht, Spaghetti lieber weich gekocht als al dente mag und den sonntäglichen Tatort unter keinen Umständen verpasst (außer er kommt aus Stuttgart).</p>
<p>Es vergeht also ein bisschen Zeit und ihr lasst es langsam angehen.</p>
<p>Irgendwann fällt dir allerdings auf, dass das langsam angehen vor allem bedeutet, dass du nicht sauer sein darfst, wenn sie mal zwei Tage nicht ans Handy geht. Und dass sie dich als &#8220;der Robert von der Uni&#8221; vorstellt und nicht als &#8220;mein Freund&#8221;. Dass sie im November noch nicht über ihre Silvesterpläne sprechen möchte und ganz allgemein irgendwie &#8230; j<strong>a, du kannst es noch nicht so genau sagen, aber irgendwie &#8230; einen Tick zu langsam ist für deinen Geschmack.</strong></p>
<p>Bis zu dem Tag, als sie plötzlich sagt, du ich glaub, wir müssen mal reden. Kurz vor Silvester ist das. Irgendwie, sagt sie, hat es nicht so richtig gefunkt zwischen euch. Sie findet dich ja super und mag dich total gern, aber sie hat in den letzten Tagen einfach ganz doll gemerkt, dass es das nicht ist. Deshalb fliegt sie jetzt mit ihrer besten Freundin nach Barcelona, für Silvester. Sie muss nämlich mal raus, so ein Mädchending machen. Das tut ihr auch schrecklich leid, denn du bist echt ein toller Kerl, aber es hat eben nicht funktioniert.</p>
<p><strong>Da sitzt du jetzt. Und warst so langsam, dass es schon vorbei ist, bevor es begonnen hat.</strong></p>
<p>Wie ungerecht! Dann fällt dir ein, wie das Sprichwort weiter geht: <em>Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was Bessres findet.</em></p>
<p>Der Volksmund weiß, wenn eine Frau es langsam angehen lassen will, dann stellt sie dich auf die Warmhalteplatte. Da brodelst du leise vor dich hin, immer schön auf Trinktemperatur. Man verbrennt sich an dir nicht die Lippen, aber wenn du zu lange geköchelt hast, schmeckst du irgendwann fad, ein bisschen abgestanden und vielleicht stellt sie fest, sie mag <em>Filterkaffee </em>eigentlich gar nicht, den trinkt sie nur im Büro, und wenn ihr das richtige Café begegnet, dann entscheidet sie sich lieber für einen <em>Espresso</em>! Oder einen <em>Latte Macchiato</em>. Irgendwas mit einem aufregenden italienischen Namen oder etwas, das in den Supergrößen <em>Tall </em>und <em>Grande </em>daher kommt. Sorry, sagt sie dann, ich dachte, du könntest mir schmecken, dachte ich echt, und vom Prinzip her bist du nicht falsch, aber &#8230; danke, aber nee danke.</p>
<p>Hätte es irgendeine Möglichkeit gegeben, der Thermoskannenfalle zu entgehen?<br />
Sicher.<br />
<strong>In dem du nicht mit &#8220;okay, cool&#8221; geantwortet hättest.</strong><br />
Außer natürlich, du warst gerade selbst auf der Suche nach deinem persönlichen <em>Caffè corretto</em> &#8230;</p>
<p><em>Drum prüfe, wer sich ewig bindet,<br />
Ob sich das Herz zum Herzen findet!<br />
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.</em><br />
(Schiller)</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Esperame.</strong></span></p>
<p>Hier geht es zu <a href="http://www.annaprinzip.de/2008/12/dogtown-lieblingssaetze-teil-eins/">Teil I</a> und <a href="http://www.annaprinzip.de/2009/02/dogtown-lieblingssaetze-teil-zwei/">Teil II</a>.</p>
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		<title>An Jedem Anfang Steht Ein Fallender Meister.</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 19:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;I made the mistake of not having sex until I was 23! &#8230; My advice to you is to never chase love. It will find you when you least expect it. Have fun, have lots of safe sex and enjoy your sexuality. Be proud of who you are.&#8221; Elton John Ich habe nie geraucht. Einfach, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p><em>&#8220;I made the mistake of not having sex until I was 23! &#8230; My advice to you is to never chase love. It will find you when you least expect it. Have fun, have lots of safe sex and enjoy your sexuality. Be proud of who you are.&#8221;</em><br />
Elton John</p>
<p>Ich habe nie geraucht. Einfach, weil ich nie damit angefangen habe. Hätte mich im passenden Alter, sagen wir mal, mit 12, 13 &#8230; jemand dazu überredet, wäre es wohl einfach so gekommen. Nicht anzufangen war keine bewusste Entscheidung, es war purer Zufall.</p>
<p>Hätte mich im passenden Alter nicht jemand einfach geküsst, dann wäre es vielleicht auch nie dazu gekommen. Von mir aus hätte ich das nie angefangen, es war keine bewusste Entscheidung, purer Zufall: <strong>Wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort, ich schüchtern, er nicht, und so ging es damals los</strong>.<strong><span id="more-837"></span></strong></p>
<p>Doch was passiert, wenn nicht irgendwann jemand daher kommt, zu einer Zeit als man noch gar nicht darüber nachdenkt, dass es vielleicht nicht geschehen könnte: Dass man nicht geküsst wird, dass man keinen Sex hat, nie eine Beziehung. Es ist wie mit dem Rauchen. Es wird immer unwahrscheinlicher.</p>
<p>Doch während man sich bei Zigaretten irgendwann von selbst abwendet, bewusst, willentlich, und erkennt, dass das eine unangenehme, unhygienische und ungesunde Angewohnheit ist, liegt die Sache bei Intimitäten ganz anders.</p>
<p>Wer sie nicht kennt, wünscht sich nichts mehr. Und es kommt ihm nichts ferner vor, als sie irgendwann zu erleben.<strong> Das, was nie (per Zufall) passiert ist, wird so stark aufgeladen mit Bedeutung, Bewusstheit, dass ein natürliches Eskameinfachso nahezu unmöglich wird.</strong></p>
<p>In einem <a href="http://www.askmen.com/celebs/entertainment-news/elton-john/elton-johns-sex-regret.html">Brief an sein 16jähriges Ich</a> schreibt Elton John, dass er bereut, nicht früher einfach angefangen zu haben mit den Liebesdingen. Bis 23 gewartet zu haben, weil er sich zwar ständig verliebt aber nie getraut hatte. Und dabei einiges verpasst zu haben. Das Einfache, die Leichtigkeit. Sein Rat: <em>Have fun, have lots of safe sex and enjoy your sexuality.</em> Für Menschen, die genau das nicht haben, klingt diese Weisheit allerdings reichlich absurd.</p>
<p>Was dabei häufig vergessen wird, ist die unrühmliche Tatsache, dass Intimitäten in dem Alter, in dem die meisten von uns ihre ersten Erfahrungen machen, selten romantisch, ausgefeilt oder irgendwie erfreulich sind. <strong>Im Gegenteil &#8211; der Anfang ist nicht nur im Sprichwort schwer.</strong> Das erste Küssen eine komische, nasse, merkwürdige Angelegenheit: Zu nah, zu ungewohnt. Der erste Sex macht sie Sache nicht besser &#8230; Knutschen ist jetzt kein Thema mehr, aber was genau wo hin soll und wie man die ganze Chose so über die Bühne bringt, dass sich niemand weh tut, schwanger wird oder vor Scham im Boden versinken muss? Sowas übersteht eine ohnehin wacklige Teenagerpsyche quasi nebenher, ein Erwachsener hingegen muss schon ein Sebstbewusstsein wie ein Preisboxer mitbringen &#8230; oder eine Menge Humor. Und eben die Einsicht, dass man auch nicht Laufen gelernt hat, ohne hinzufallen. Oder Radfahren, ohne blaue Flecken zu kriegen.</p>
<p><strong>Aber wer nie riskiert, zu stolpern, hinzufallen, kommt auch nie in den Genuss, einen langen Strandspaziergang zu machen oder einen Berg zu besteigen.</strong> Bis dahin muss man nämlich auch mal um die ein oder andere schmuddelige Hausecke gebogen sein oder sich durch dunkle Gassen getraut haben. Vielleicht war es staubig, steinig, steil. Vielleicht saß man mal knietief im Morast oder es war einfach zu heiß, um auch nur noch einen Schritt weiterzugehen. Aber: Als Marathonläufer ist niemand geboren. Und wer nicht anfängt zu gehen, sondern darauf wartet, dass seine Beine per gutem Zureden und redlichem Hoffen ganz von selbst tun, was die da im Fernsehen bei der Olympiade machen, der kann ewig warten. Wunder gehören zum Katholizismus, nicht zur Realität zwischengeschlechtlicher Beziehungen.</p>
<p><strong>Wie so oft ist der letzte Satz übrigens der wichtigste: <em>Be proud of who you are.</em></strong></p>
<p>Sei eine interessante Persönlichkeit. Stehe zu dir. Sei stolz auf dich.</p>
<p>Menschen ohne Erfahrungen neigen dazu, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Sie sagen: Ach, wie sie/ er aussieht, ist mir nicht wichtig. Und meinen damit: Ich kann es mir sowieso nicht aussuchen. Ich bin so ein Versager, dass ich mich glücklich schätzen kann, wenn sich überhaupt jemand mit mir abgibt. Und wenn derjenige doof und hässlich ist.</p>
<p>Kommen dann allerdings die Doofen und Hässlichen, sind sie doch nicht gut genug. Wer schon so lange wartet, will sich ja nicht an jemanden &#8220;verschwenden&#8221;, der insgeheim als unpassend empfunden wird. Und hier beisst sich die Katze in den Schwanz und der einsame Mensch bleibt einsam. Weil er nicht zu sich steht, weil seine Ansprüche zwischen Minderwertigkeitskomplexen und Phantasiebildern unhaltbar werden, den Bezug zur Wirklichkeit verlieren.</p>
<p><em>&#8220;Soll man sich denn völlig verstellen und &#8230; die Anna spielen, um jemanden zu finden?&#8221;</em></p>
<p><strong>Der erste Schritt ist, jemand zu sein, auf den man selbst stolz ist. Immer. Egal, was einem im Leben fehlt, sei es zwischenmenschlich, sei es beruflich. Irgendwo muss man anfangen, und dann heißt es, offen zu sein für die Dinge, die passieren. Sei stolz und habe keine Angst.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="color: #800000;">Esperame.</span></strong></p>
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		<title>Einherzfürblogs!</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 10:54:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>annaprinzip</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, wir schreiben nicht nur (wenn auch seltener zur Zeit), wir lesen auch (das wiederum gern und häufig). Kai vom Stylespion ruft zum zweiten Mal &#8220;Ein Herz für Blogs&#8221; aus, und wir sind dabei. Neben unserer sowieso hervorragenden, und unter &#8220;Links&#8221; zu findenden Liste, möchte ich euch ein paar schöne deutschsprachige blogseiten empfehlen, die ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><img style="border: 3px solid black;" src="/wp-content/uploads/esperame-artikel.bmp" alt="" width="86" height="93" /></span></p>
<p>Ja, wir schreiben nicht nur (wenn auch seltener zur Zeit), wir lesen auch (das wiederum gern und häufig).</p>
<p>Kai vom <a href="http://stylespion.de/ein-herz-fuer-blogs-2/4945/">Stylespion</a> ruft zum zweiten Mal &#8220;Ein Herz für Blogs&#8221; aus, und wir sind dabei. Neben unserer sowieso hervorragenden, und unter &#8220;Links&#8221; zu findenden Liste, möchte ich euch ein paar schöne deutschsprachige blogseiten empfehlen, die ich regelmäßig besuche.</p>
<p>Ein Link sagt mehr als tausend Worte:</p>
<p>Die <a href="http://maedchenmannschaft.net/">Mädchenmannschaft</a> schreibt über alles, was uns als Frauen bewegt. Kritisch, umfassend, aktuell. Danke!</p>
<p>Wir kaufen Print, aber das Blog kann auch ganz viel: <a href="http://missy-magazine.de/">Missy Magazine</a>. Popkultur für Frauen.</p>
<p>Wenn <a href="http://infemme.twoday.net/">Infemme</a> Post an Wagner schreibt, muss ich jedes Mal lachen und hoffe, Wagner liest mit.</p>
<p>Rose und Simone schreiben über den alltäglichen Jobsuchewahnsinn: <a href="http://gesellschaftistkeintrost.wordpress.com/">Gesellschaftistkeintrost</a>.</p>
<p>Und zu guter Letzt, und weil wir Mädchen sind: <a href="http://sexdrugsblognroll.com/">Sexdrugsblognroll</a>. Ohne geht nicht!</p>
<p>So. Und nun ihr. Was und wen lest ihr? Her mit euren Lieblingsblogs!</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Esperame.</span></p>
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