<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2germanfull.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0">

<channel>
	<title>Zwoelff.de</title>
	
	<link>http://www.zwoelff.de</link>
	<description>Weblog über Theologie und Kirche, Politik und Zeitgeschehen</description>
	<lastBuildDate>Fri, 24 May 2013 09:36:14 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.1</generator>
		<feedburner:info uri="zwoelff" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://www.zwoelff.de/feed/" /><feedburner:feedFlare href="http://www.newsgator.com/ngs/subscriber/subext.aspx?url=http%3A%2F%2Fwww.zwoelff.de%2Ffeed%2F" src="http://www.newsgator.com/images/ngsub1.gif">Subscribe with NewsGator</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://www.bloglines.com/sub/http://www.zwoelff.de/feed/" src="http://www.bloglines.com/images/sub_modern11.gif">Subscribe with Bloglines</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://www.netvibes.com/subscribe.php?url=http%3A%2F%2Fwww.zwoelff.de%2Ffeed%2F" src="http://www.netvibes.com/img/add2netvibes.gif">Subscribe with Netvibes</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://fusion.google.com/add?feedurl=http%3A%2F%2Fwww.zwoelff.de%2Ffeed%2F" src="http://buttons.googlesyndication.com/fusion/add.gif">Subscribe with Google</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://www.pageflakes.com/subscribe.aspx?url=http%3A%2F%2Fwww.zwoelff.de%2Ffeed%2F" src="http://www.pageflakes.com/ImageFile.ashx?instanceId=Static_4&amp;fileName=ATP_blu_91x17.gif">Subscribe with Pageflakes</feedburner:feedFlare><feedburner:feedFlare href="http://add.my.yahoo.com/content?lg=de&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.zwoelff.de%2Ffeed%2F" src="http://us.i1.yimg.com/us.yimg.com/i/de/my/addtomyyahoo4.gif">Subscribe with Mein Yahoo!</feedburner:feedFlare><item>
		<title>Lernen Sie kurdisch!</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/Y0ZYlKLdUNo/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2013-05/lernen-sie-kurdisch/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 07:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinisch]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2708</guid>
		<description><![CDATA[Gestern hatte ich Vaterpflichten. Nein &#8211; nicht das Zimmer aufräumen oder Kinder vor bösem Fernsehprogramm retten, sondern einen Elternabend in der Schule besuchen. Es geht um die Wahl der richtigen Zweit-Fremdsprache: Französisch oder Lateinisch. Ab der 6. Klasse können sich die Schülerinnen und Schüler für eines entscheiden &#8211; falls sie denn später einmal Abitur machen wollen. In Wahrheit geht es mehr um das Bauchgefühl der Eltern, welche Sprache eher zu Tochter oder Sohn passen könnte. Denn die Kinder selbst entscheiden nach dem Prinzip des &#8220;Wer-von-meinen-Freunden-bleibt-an-meiner-Seite&#8221;. Drei Lehrerinnen und ein Lehrer, allesamt recht jung und gut motiviert, werben für &#8220;ihren&#8221; Unterricht. Wer es lieber mit einer lebendigen Sprache zu tun haben will, solle doch Französisch wählen. Andererseits &#8211; nicht zu verachten &#8211; mit Lateinisch lerne man exakter die Struktur der latinischen Sprachen wie auch Portugiesisch oder Spanisch. Es gebe einen &#8220;Spin-off&#8221; für die Grammatik des Deutschen. Und überhaupt: als späterer Jurist oder Ärztin komme man um Latein nicht herum. Wer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2711" class="wp-caption alignleft" style="width: 305px"><a href="http://www.zwoelff.de/wp-content/uploads/2013/05/Musikant.jpg"><img class=" wp-image-2711 " alt="Musikant" src="http://www.zwoelff.de/wp-content/uploads/2013/05/Musikant.jpg" width="295" height="627" /></a><p class="wp-caption-text">Auch eine Sprache &#8211; die Sprache der Musik. Sie versteht jeder. / Foto: Scholz</p></div>
<p>Gestern hatte ich Vaterpflichten. Nein &#8211; nicht das Zimmer aufräumen oder Kinder vor bösem Fernsehprogramm retten, sondern einen Elternabend in der Schule besuchen. Es geht um die Wahl der richtigen Zweit-Fremdsprache: Französisch oder Lateinisch.</p>
<p>Ab der 6. Klasse können sich die Schülerinnen und Schüler für eines entscheiden &#8211; falls sie denn später einmal Abitur machen wollen. In Wahrheit geht es mehr um das Bauchgefühl der Eltern, welche Sprache eher zu Tochter oder Sohn passen könnte. Denn die Kinder selbst entscheiden nach dem Prinzip des &#8220;Wer-von-meinen-Freunden-bleibt-an-meiner-Seite&#8221;.</p>
<p>Drei Lehrerinnen und ein Lehrer, allesamt recht jung und gut motiviert, werben für &#8220;ihren&#8221; Unterricht. Wer es lieber mit einer lebendigen Sprache zu tun haben will, solle doch Französisch wählen. Andererseits &#8211; nicht zu verachten &#8211; mit Lateinisch lerne man exakter die Struktur der latinischen Sprachen wie auch Portugiesisch oder Spanisch. Es gebe einen &#8220;Spin-off&#8221; für die Grammatik des Deutschen. Und überhaupt: als späterer Jurist oder Ärztin komme man um Latein nicht herum.</p>
<p>Wer weiß schon in der 6. Klasse, dass er später Ärztin werden möchte? Meine Tochter spekuliert mit Archäologin. Da muss man buddeln, vermessen, sich mit Baubehörden rumschlagen, archivieren. Ja &#8211; Lateinisch könnte man da auch gebrauchen, falls ein Stein mit einer Inschrift aus der Römerzeit zutage tritt oder wieder ein Germanenschlachtfeld aus der Varus-Zeit auftaucht.</p>
<p>Neben mir sitzt eine Mutter, die aus dem Irak stammt. Sie will ihren Sohn bei Französisch anmelden. Ich frage sie, welche Sprachen sie spricht. Sie zählt an den Fingern auf: Kurdisch, Arabisch, etwas Persisch, etwas Türkisch, Französisch, Englisch, Deutsch natürlich. Auf meinen erstaunten und anerkennenden Blick hin, fügt sie an:&#8221;Und mein Schwiegervater spricht zudem auch noch Tschechisch. &#8211; Aber Kurdisch ist uns doch am liebsten, es ist eine so schöne weiche poetische Sprache.&#8221;</p>
<p>Ich überlege, ob man an der Schule nicht auch Kurdisch anbieten sollte. Nur wegen der schönen Liebeslieder.</p>
<p>&nbsp;<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-07/was-will-man-mehr/" rel="bookmark" title="11. Juli 2008">Treppenkind</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-04/erinnerung-an-ilse-uhlmann/" rel="bookmark" title="9. April 2009">Erinnerung an Ilse Uhlmann</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-08/hoffnungsgemeinschaft-oder-jugendsekte/" rel="bookmark" title="22. August 2008">Hoffnungsgemeinschaft oder Jugendsekte</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-03/die-welt-wird-uns-zu-klein/" rel="bookmark" title="30. März 2009">Die Welt wird uns zu klein</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2011-10/mein-religioser-bauchladen/" rel="bookmark" title="8. Oktober 2011">Mein religiöser Bauchladen</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 20.652 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2013-05/lernen-sie-kurdisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2013-05/lernen-sie-kurdisch/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Die Einsamkeit des Jeremia</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/XKi4G4WaE_M/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2013-03/die-einsamkeit-des-jeremia/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Mar 2013 07:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2679</guid>
		<description><![CDATA[HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. (Jeremia 20,7) Hingabe, theologisch &#8220;Devotion&#8221;, ist bei Jeremia nicht etwas Gespieltes, etwas religiös Spielerisches. Nein – die Hingabe an das Wort Gottes ist „Ausgeliefertsein“, ist „Überwundensein“: Alles schwankt zwischen Individualität und Einsamkeit. Da ist jemand erfüllt von Bildern, von Gedanken, von Zukunft, von Schicksal – von Gott. Und er kann sie doch eigentlich mit keinem teilen. Jeremia will immer wieder ausweichen, will die Bilder verscheuchen wie man böse Träume verscheucht – doch Gott lässt ihn nicht. Wie wenn er ihn am Genick gepackt hätte und ihn schüttelt und sagt: du musst es sagen&#8230; du musst einfach. Marina Zwetajewa - in dem Gedicht „Ich bin ein Blatt für deine Feder“: Ich bin ein Blatt für deine Feder, Empfange alles. Ich bin ein weißes Blatt. Ich bin Hüter für dein Gut: Ich zieh es groß und geb es reichlich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong><strong><em>HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich.</em></strong> (Jeremia 20,7)</p>
<p>Hingabe, theologisch &#8220;Devotion&#8221;, ist bei Jeremia nicht etwas Gespieltes, etwas religiös Spielerisches. Nein – die Hingabe an das Wort Gottes ist „Ausgeliefertsein“, ist „Überwundensein“: Alles schwankt zwischen Individualität und Einsamkeit. Da ist jemand erfüllt von Bildern, von Gedanken, von Zukunft, von Schicksal – von Gott. Und er kann sie doch eigentlich mit keinem teilen. Jeremia will immer wieder ausweichen, will die Bilder verscheuchen wie man böse Träume verscheucht – doch Gott lässt ihn nicht. Wie wenn er ihn am Genick gepackt hätte und ihn schüttelt und sagt: du musst es sagen&#8230; du musst einfach.</p>
<div id="attachment_2687" class="wp-caption alignleft" style="width: 522px"><a href="http://www.zwoelff.de/wp-content/uploads/2013/03/kreuz.jpg"><img class=" wp-image-2687" alt="kreuz" src="http://www.zwoelff.de/wp-content/uploads/2013/03/kreuz.jpg" width="512" height="378" /></a><p class="wp-caption-text">Kreuzweg / privat</p></div>
<p><strong>Marina Zwetajewa</strong> - in dem Gedicht „Ich bin ein Blatt für deine Feder“:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich bin ein Blatt für deine Feder, Empfange alles. Ich bin ein weißes Blatt.<br />
Ich bin Hüter für dein Gut: Ich zieh es groß und geb es reichlich vermehrt zurück.<br />
Ich bin Dorf und Schwarzerde.<br />
Du bist mir Sonnenstrahl und Regennass.<br />
Herrgott und Gutsherr bist du mir<br />
und ich Bin Schwarzerde dir &#8211; und weißes Blatt!</p>
<p>Zwetajewa, eine der bedeutendsten Dichterinnen Russlands, befreundet mit Pasternak und Rilke, ist in der Stalinzeit in Ungnade gefallen, wurde nach Tartarien verbannt und nahm sich dort, den Hungertod vor Augen, 1941 das Leben.<span id="more-2679"></span></p>
<p>Gerade sie nennt sich selbst ein „unbeschriebenes Blatt in Gottes Hand – Hüterin des göttlichen Guts – Vermehrerin der anvertrauten Talente – Heimatdorf für die Sprache von Angesicht zu Angesicht, die wahre Sprache, fruchtbare Erde für die Geistespflänzchen, die Gott sät, um ein neues Paradies zu schaffen. Das sind schöne Bilder. Wir wissen heute, dass sie unglaublich begabt war – und dass sie dafür unglaublich gelitten hat. Die Individualität einer besonders empfindenden Seele – das war im Gleichmacherstaat Stalins verhasst.</p>
<p>Aber wie redet Swetajewa über Gott? „Herrgott und Gutsherr“ bist du mir. In der biblischen Tradition verstanden sich Propheten immer wieder als „Diener“ ja als „Sklaven“ Gottes. Wir können das nicht mehr nachempfinden, aber das Wort „ÄWÄD Jahwe“ Knecht Jahwes war ein Ehrentitel, zum Beispiel des Moses. „Der“ Knecht des Herrn zu sein – das hat dann Salomo in seinem Tempelweihgebet so ausgedrückt. Erst viel später hat dann Friedrich der Große daran angeknüpft in seiner besonderen absolutistischen Staatsideologie: „Ich bin der höchste Diener meines Staates.“</p>
<p>&#8220;Herr und Gutsherr bist du mir.&#8221; Darin steckt religiöse Devotion. Gott kann Hingabe verlangen, weil er in umfassender Weise  sorgt. Vergleiche: Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte. Er führt mich auf grüne Weide. Unter dem Kreuz von Golgatha erkennen die Jünger Jesu, dass Gott viel mehr ist. Dass er Hingabe verlangen kann, weil er selbst sich für den Menschen hingibt.</p>
<p>Was ist der geheime Sinn der Passionszeit? Ist es das Leiden? Ist es das Böse in der Welt? Ist es der mitmenschliche Verrat (Petrus und der Hahn!)? Ist es das Opfer? Sind es Vergebung oder Genugtuung? Ich glaube – der geheime Sinn der Passionszeit ist die „Leidenschaft für die Wahrheit“ – die Passion für das, was gesagt und getan werden muss.</p>
<p>Jeremia es sich nicht gewünscht. Er hat es als ein persönliches Verhängnis verstanden. Aber irgendwann hat er verstanden, dass Gott selbst gelitten hat, dass die Wahrheit, die gesagt werden musste, die eines liebenden Gottes war, der sich nach der Liebe seines Volkes sehnte, und das Nicht-lieben-können des Volkes als Verletzung empfand. Am Kreuz auf Golgatha hat er diese Liebe in Sterben verwandelt &#8211; und im Sterben war seine Liebe.<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-03/die-welt-wird-uns-zu-klein/" rel="bookmark" title="30. März 2009">Die Welt wird uns zu klein</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-11/in-der-einsamkeit-des-mondes/" rel="bookmark" title="20. November 2008">In der Einsamkeit des Mondes</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2012-11/der-geist-des-tango/" rel="bookmark" title="19. November 2012">Der Geist des Tango</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-11/die-hoffnung-auf-gerechte-herrscherkunst/" rel="bookmark" title="28. November 2010">Die Hoffnung auf gerechte Herrscherkunst</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-07/liebe-in-zeiten-der-matrix/" rel="bookmark" title="8. Juli 2008">Liebe in Zeiten der Matrix</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 26.656 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2013-03/die-einsamkeit-des-jeremia/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2013-03/die-einsamkeit-des-jeremia/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Adieu Erwartungshaltung</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/AAblnY1JGdw/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2013-03/adieu-erwartungshaltung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 08:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2677</guid>
		<description><![CDATA[Seit zwei Stunden ist der Papst in Ruhestand. Er hat es so gewollt. Er fühlte sich nicht nur dem Vorbild Christi verpflichtet, sondern hat auch seiner müden Seele, seinem hinfälligen Körper Tribut gezollt. Mit 85 Jahren reißt man keine Bäume mehr aus und reformiert auch nicht eine 1,2 Milliarden-Kirche. Das von Benedikt zu erwarten, war Wunschdenken. Was aber hindert eigentlich eine Reform der römischen Kirche? Das priesterliche Leben, Kernbestand der katholischen Tradition des späten Mittelalters, zumal nach einem hohen ethischen Standard, wird wie eine Fahne vor den Gläubigen hergetragen. Doch die wissen längst, dass der Zölibat eine hohle Lebensform ist. In den Dörfern regt man sich mehr über den Priestermangel auf, als darüber, wem der Pfarrer in Liebe zugeneigt sein mag. Hinter der Maske strikter öffentlicher Zölibatsforderungen verbirgt sich zuweilen einsames Elend und manchmal auch bigotter Sexismus &#8211; Kardinal O´Brian lässt grüßen. Merkwürdig, wie manche, die sich in Priesterseminaren unter Ausnutzung ihrer Machtstellung an Zöglingen vergreifen, in Amt und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zwei Stunden ist der Papst in Ruhestand. Er hat es so gewollt. Er fühlte sich nicht nur dem Vorbild Christi verpflichtet, sondern hat auch seiner müden Seele, seinem hinfälligen Körper Tribut gezollt. Mit 85 Jahren reißt man keine Bäume mehr aus und reformiert auch nicht eine 1,2 Milliarden-Kirche. Das von Benedikt zu erwarten, war Wunschdenken.</p>
<p>Was aber hindert eigentlich eine Reform der römischen Kirche?</p>
<p>Das priesterliche Leben, Kernbestand der katholischen Tradition des späten Mittelalters, zumal nach einem hohen ethischen Standard, wird wie eine Fahne vor den Gläubigen hergetragen. Doch die wissen längst, dass der Zölibat eine hohle Lebensform ist. In den Dörfern regt man sich mehr über den Priestermangel auf, als darüber, wem der Pfarrer in Liebe zugeneigt sein mag. Hinter der Maske strikter öffentlicher Zölibatsforderungen verbirgt sich zuweilen einsames Elend und manchmal auch bigotter Sexismus &#8211; Kardinal O´Brian lässt grüßen. Merkwürdig, wie manche, die sich in Priesterseminaren unter Ausnutzung ihrer Machtstellung an Zöglingen vergreifen, in Amt und Würden die Homosexualität verteufeln.</p>
<p>Die historisch überholten und im gesellschaftlichen Diskurs sperrigen Vorstellungen von den Geschlechterrollen werden nicht konsequent hinterfragt. Man möchte einer weltweiten Kirche die kulturverändernde Debatte darüber ersparen. Was in Deutschland modern klingt, ist vielleicht in Tansania oder Brasilien &#8220;vom Teufel&#8221;. Der kleinste gemeinsame Nenner der Verständigung ist somit das bisher Gültige. Pacta sunt servanda. Man hinterfragt den geltenden Common Sense nicht, weil man den Geist (des &#8220;Libertinismus&#8221;) fürchtet.<span id="more-2677"></span></p>
<p>Kardinäle und Erzbischöfe kann man allerdings nicht in eine Ecke der Verstockten stellen. Sie haben alle studiert, sind durch einen ausgeklügelten Ausleseprozess nach oben berufen worden. Sie sind polyglott gebildet, weltweit vernetzt. Wer in Rom Dienst tut, muss mindestens fünf Sprachen fließend sprechen können. Die meisten sind auch gute Strippenzieher, Manager und Politiker. Wenn sie keine Reform machen, dann weil sie eben keine Reform &#8220;wollen&#8221;. Und jede Gruppierung oder Richtung oder Parteiung im Kardinalskollegium hat ihre eigenen Gründe, warum sie sich allgemeinen Reformerwartungen verweigert</p>
<p>Es steckt hinter den gesellschaftlichen Modernisierungswünschen eine falsche Kernannahme: dass nämlich &#8220;die&#8221; katholische Kirche selbst wünschen müsse, sich zu reformieren. Sie will es nicht, und sie wird es auch nicht, solange die Verhältnisse nicht katastrophal sind. Wie ein großer Tanker auf hoher See reagiert auch die römische Kurie nur langsam auf neue Steuerbefehle. Eine Mehrheit für Reformen ist in ihr im Augenblick nicht auszumachen.</p>
<p>Es gibt noch einen letzten Grund, warum Rom sich nicht wirklich von überholten Positionen verabschieden kann und will. All die Verheißungen einer kirchlichen Moderne werden schon von der Konkurrenzkirche, den Protestanten, eingenommen. Ohne ihre Identität zu verraten, kann die große Mehrheitskirche sich nicht auf Terrain bewegen, das aus ihrer Sicht vom &#8220;Underdog&#8221; besetzt ist, dem man ja sogar das &#8220;Kirche-Sein&#8221; abspricht. Welches Alleinstellungsmerkmal hätte der Vatikan denn noch?</p>
<p>Eigentlich nur das Amt des Papstes.Insofern hat Benedikt XVI einen gangbarenn Weg eingeschlagen: er hat begonnen, das Amt des Papstes zu entmythologisieren. Nur an dieser Stelle hatte er Gestaltungsspielraum. Nur bei seinem revolutionären Gedanken der &#8220;Papst-Verrentung&#8221; musste er nicht die Machtkämpfe hinter den Kulissen fürchten, die ihn doch sonst überall einholten wie der Igel den Hasen.</p>
<p>Aber wer weiß: vielleicht kam sein Rücktritt auch nur zu plötzlich. Vielleicht sind die Seilschaften der Kurie immer noch im Status der Verblüffung.<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-02/stille-in-der-protestantischen-welt/" rel="bookmark" title="4. Februar 2009">Stille in der protestantischen Welt</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2013-02/der-sehnsucht-erliegen/" rel="bookmark" title="18. Februar 2013">Der Sehnsucht erliegen</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-11/der-papst-und-die-sagrada-familia/" rel="bookmark" title="6. November 2010">Der Papst und die Sagrada Familia</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2013-02/ratzinger-hinter-den-mauern/" rel="bookmark" title="11. Februar 2013">Ratzinger hinter den Mauern</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-01/disput-um-afghanistan-kaessmann-trifft-guttenberg/" rel="bookmark" title="6. Januar 2010">Disput um Afghanistan &#8211; Käßmann trifft Guttenberg</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 35.083 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2013-03/adieu-erwartungshaltung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2013-03/adieu-erwartungshaltung/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Der Sehnsucht erliegen</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/Nk5iZZRn-vY/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2013-02/der-sehnsucht-erliegen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Feb 2013 21:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2665</guid>
		<description><![CDATA[Der Rücktritt des Papstes hat was in Gang gebracht. Wer kommt nach Ratzinger? Besser gefragt: was kommt nach ihm? Denn es scheint immer deutlicher zu werden, dass die so monolithisch scheinende katholische Kirche in einem Transformationsprozess begriffen ist, den sie selbst kaum mehr ideologisch und personal zentriert kontrollieren kann. Das Erbe Roms ist eine Kultur, die vor 1500 Jahren schlagkräftig und fortschrittlich war: das Rechtssystem, das Stützen auf Städte als Kristallisationskerne der Zivilisation, eine gegenüber dem Wotan- oder Isis-Kult überlegene Ethik, der Korpsgeist der Kleriker, die sich als Armee Gottes gegen das Böse verstanden, nicht zuletzt die von der römischen Armee zurückgelassenen Straßen, die die Vernetzung der christlichen Gemeinschaften über weite Distanz beförderten. Fehlt noch zu sagen die Ausrichtung auf den Einen, der zur Mystifikation des Amtes einlud &#8211; auf den Papst. Aufklärung, Explosion des Wissens, Umwandlung sämtlicher Kultur- und Lebensprozesse unter dem Aspekt der Kapitalisierung und die Postmoderne als grundlegender Skeptizismus gegen jede Form der Ideologie haben die Säulen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rücktritt des Papstes hat was in Gang gebracht. Wer kommt nach Ratzinger? Besser gefragt: was kommt nach ihm? Denn es scheint immer deutlicher zu werden, dass die so monolithisch scheinende katholische Kirche in einem Transformationsprozess begriffen ist, den sie selbst kaum mehr ideologisch und personal zentriert kontrollieren kann.</p>
<p>Das Erbe Roms ist eine Kultur, die vor 1500 Jahren schlagkräftig und fortschrittlich war: das Rechtssystem, das Stützen auf Städte als Kristallisationskerne der Zivilisation, eine gegenüber dem Wotan- oder Isis-Kult überlegene Ethik, der Korpsgeist der Kleriker, die sich als Armee Gottes gegen das Böse verstanden, nicht zuletzt die von der römischen Armee zurückgelassenen Straßen, die die Vernetzung der christlichen Gemeinschaften über weite Distanz beförderten. Fehlt noch zu sagen die Ausrichtung auf den Einen, der zur Mystifikation des Amtes einlud &#8211; auf den Papst.</p>
<p>Aufklärung, Explosion des Wissens, Umwandlung sämtlicher Kultur- und Lebensprozesse unter dem Aspekt der Kapitalisierung und die Postmoderne als grundlegender Skeptizismus gegen jede Form der Ideologie haben die Säulen einer zentralistischen Kirche mit dem Anspruch umfassender Deutungshoheit und Patriarchalismus unterminiert. Was bleibt? Eine globale Bewegung, die nicht mehr genau weiß, wohin sie sich bewegen soll. Die Weltkultur ist schon in säkularen Bezügen eine Chimäre. Unter der Behauptung eines religiösen Wesenskerns wird globalisiertes Denken, wie es der Vatikan bisher betrieb, zum Oktroyismus.</p>
<p>Längst zerfällt die römische Weltkirche in verschiedene Wirklichkeiten mit verschiedenen Zeitsystemen. Europa sehnt sich nach Erlösung aus der ewigen Theodizeedebatte, Amerika nach der religiösen Emotion, China nach Beheimatung im totalen Überstaat, Afrika nach Aufbruch aus Unmündigkeit. Verschiedene Ziele, verschiedene Diskurse, verschiedene Geschwindigkeiten &#8211; die Streitigkeiten der Bischöfe der Alten Kirche muten dagegen harmlos an. Aber im Grunde geht es der dem Papst und der Kurie nicht anders als den Institutionen der Uno. Ohnmacht und Erstarrung drohen gegen die Partikularinteressen.</p>
<p>Wer aber führt das Wort gegen die Papst-Kirche? Etwa atheistische Philosophen oder protestantische Ablass-Gegner? Nein &#8211; zu Wort kommt der ungebildete Plebejer. Twitter und Facebook befördern eine Mittelmaßkultur, die dem Streit um die Zukunft nicht dienlich ist. Dumpfes &#8220;Ich-brauche-die-Kirche-nicht&#8221; Gerede ohne Wissen darum, was Kirche sei, macht sich in den Foren breit.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 810px;"><a title="ROM lapel pin" href="http://farm9.staticflickr.com/8112/8459870334_cc1a82e318_b.jpg"><img title="ROM lapel pin" alt="ROM lapel pin" src="http://farm9.staticflickr.com/8112/8459870334_cc1a82e318_c.jpg" width="800" height="593" /></a></p>
<p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/21728045@N08/8459870334/">ROM lapel pin</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/21728045@N08/">antefixus21</a></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-2665"></span></p>
<p>Das ZDF liefert gerade ein Beispiel auf <a href="http://www.heute.de/Wie-viel-Kirche-brauchen-wir-26667366.html">http://www.heute.de/Wie-viel-Kirche-brauchen-wir-26667366.html</a>. Da darf Max behaupten, &#8220;Religion ist Privatsache und daher sollte Religion kein Gesellschaftsthema sein&#8221;. Sascha lässt sich darüber aus, Kirche sei &#8220;nie Volkskirche gewesen&#8221;. Aber was meint er mit diesem Begriff &#8220;Volkskirche&#8221; eigentlich? Oda meint, die Kirche sei &#8220;zu einem reinen Machterhaltungs- und Kontrollinstrument verkommen&#8221;. Wieso verkommen? Systeme tendieren generell nach Kontrolle ihrer Lebensprozesse. Björn vermutet hinter Kirche eine &#8220;völlig überholte Sekte, die sich vor 2.000 Jahren hat hochjubeln lassen&#8221;.</p>
<p>Es nützt der protestantischen Kirche nicht, dass sie einmal gegen erstarrte Formen von Kirche-sein aufgestanden ist. Am Stammtisch der Shitstormer bekommt sie das gleiche Fett weg wie die Papstkirche. Das an sich basisdemokratische Diskussionsvehikel &#8220;Social Media&#8221; fördert unteres Mittelmaß. Kirche, weder die katholische noch die evangelische, kann sich nicht auf die dort geäußerten Argumente verlassen. Allenfalls Tendenzen, Meinungsströme, Ahnungen lassen sich erheben. Ausrichten kann sie sich daran nicht, weil weder Ziele noch Strategien formuliert werden.</p>
<p>Da ist &#8220;Kirche hoch2&#8243; schon eher ein Austauschort für christlichen Diskurs. Die tausend mit-christlichen Besucher müssen nun aber erst den Pfingstgeist aus Niedersachsen in die Welt tragen. Und die Funktionsträger dürfen nicht dem Reflex erliegen, den Geist wieder zurück in die Flasche bugsieren zu wollen. Vielleicht &#8211; das ist die Hoffnung auf eine historisch einmalige Situation am Ende der Postmoderne &#8211; erliegen glücklicherweise alle einmal ihrer Sehnsucht nach der wahren Kirche, nach der wahren Gemeinde, nach dem wahren Christsein ohne sie gleich als lediglich geglaubte also gestaltlose Idealtypen zu minimieren oder sie in der Meta-Ebene zu fetischisieren.<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-07/ehrliche-und-fuersorgliche-anteilnahme/" rel="bookmark" title="27. Juli 2010">Ehrliche und fürsorgliche Anteilnahme</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-11/beten-lehrt-demokratie/" rel="bookmark" title="23. November 2010">Beten lehrt Demokratie</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-11/die-kirche-ist-nun-weiblich-gescheit-und-eloquent/" rel="bookmark" title="2. November 2009">Die Kirche ist nun weiblich, gescheit und eloquent</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-11/der-papst-und-die-sagrada-familia/" rel="bookmark" title="6. November 2010">Der Papst und die Sagrada Familia</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2011-05/flashmob-am-karfreitag/" rel="bookmark" title="13. Mai 2011">Flashmob am Karfreitag</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 38.629 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2013-02/der-sehnsucht-erliegen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2013-02/der-sehnsucht-erliegen/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Ratzinger hinter den Mauern</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/jcZKQ1Ox_3Y/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2013-02/ratzinger-hinter-den-mauern/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 18:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Benedikt]]></category>
		<category><![CDATA[papst]]></category>
		<category><![CDATA[Rücktritt]]></category>
		<category><![CDATA[Vatikan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2658</guid>
		<description><![CDATA[Papst Benedikt ist zurückgetreten. Seine seelischen und körperlichen Kräfte haben für das anspruchsvolle Amt nicht mehr ausgereicht. Er hat die Notbremse gezogen. Dieser Schritt nötigt Achtung ab. Ob man sein päpstliches Lebenswerk achten wird, ist noch nicht ausgemacht, hat er doch die Uhr der Ökumene zurückgedreht, innerkirchliche Dissidenten ins Abseits gedrängt und zugelassen, dass Machtkämpfe und Intrigen den Vatikan erschütterten. Aber als Mensch hat Josef Ratzinger, der deutsche Papst, seinen Ruhestand nach langer rastloser Tätigkeit verdient. Die überraschende und fast geheimniskrämerische Art und Weise des Rücktritts hat die Weltöffentlichkeit verblüfft und überzeugte Katholiken schockiert. Man hat dicht gehalten, so scheint es. Aber spätestens seit der Ernennung Georg Gänsweins zum Titular-Erzbischof, was einer Versorgung des treuen Papstsekretärs gleichkam, musste man allgemein im Kardinalskollegium und in dem Vatikan nahestehenden Kreisen damit gerechnet haben. Genau betrachtet hat dieser politische Schritt einer Amtsübergabe auf dem Stuhl Petri seine Tücken. Der katholischen Welt stehen die Sorgenfalten ins Gesicht geschrieben, hat man doch immer noch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Papst Benedikt ist zurückgetreten. Seine seelischen und körperlichen Kräfte haben für das anspruchsvolle Amt nicht mehr ausgereicht. Er hat die Notbremse gezogen. Dieser Schritt nötigt Achtung ab. Ob man sein päpstliches Lebenswerk achten wird, ist noch nicht ausgemacht, hat er doch die Uhr der Ökumene zurückgedreht, innerkirchliche Dissidenten ins Abseits gedrängt und zugelassen, dass Machtkämpfe und Intrigen den Vatikan erschütterten. Aber als Mensch hat Josef Ratzinger, der deutsche Papst, seinen Ruhestand nach langer rastloser Tätigkeit verdient.</p>
<p>Die überraschende und fast geheimniskrämerische Art und Weise des Rücktritts hat die Weltöffentlichkeit verblüfft und überzeugte Katholiken schockiert. Man hat dicht gehalten, so scheint es. Aber spätestens seit der Ernennung Georg Gänsweins zum Titular-Erzbischof, was einer Versorgung des treuen Papstsekretärs gleichkam, musste man allgemein im Kardinalskollegium und in dem Vatikan nahestehenden Kreisen damit gerechnet haben.</p>
<p>Genau betrachtet hat dieser politische Schritt einer Amtsübergabe auf dem Stuhl Petri seine Tücken. Der katholischen Welt stehen die Sorgenfalten ins Gesicht geschrieben, hat man doch immer noch nicht die Schrecken einer Zeit vergessen, in der mehrere Päpste um Anerkennung kämpften. Der trutzige Papstpalast in Avignon zeugt noch heute davon, dass mancher Papst fern von Rom residieren musste. War es überhaupt der Richtige? Das konnte die mittelalterliche Welt damals nur schwer entscheiden.<span id="more-2658"></span></p>
<p>Es kann nur einen geben. Deshalb wird man Benedikt im Vatikan ein Kloster einrichten, hinter den Mauern, in dem er sich den eigenen Studien hingeben kann. Nur eines darf er nicht: irgendetwas verlautbaren oder veröffentlichen. Das Petrus-Amt verträgt nicht, dass es da noch einen gibt, der diese besondere Berufung hat, mit der besondere Fähigkeiten verbunden sind.  Das wird Josef Ratzinger schwer fallen, hat er doch bisher immer wieder auch als theologischer Schriftsteller gewirkt. Das war gewissermaßen seine Leidenschaft.</p>
<p>Eines ist bemerkenswert: er hat mit seinem Schritt in den Ruhestand dem kirchlichen Amt des Papstes ein neues Maß Normalität verschafft, das vielleicht im ökumenischen Dialog noch einmal eine wichtige Rolle spielen kann. Andererseits hat er den Blick geschärft für die notwendigen Grundvoraussetzungen, die jeder seiner Nachfolger mitbringen muss, nämlich körperliche und geistige Fitness. Ohne dies ist das Management einer gewaltig großen christlichen Glaubensgemeinschaft nicht zu leisten. Hat er damit den Weg für eine „Säkularisierung des Papstamtes“ geebnet, fern vom zeremoniellen Bombast und theologisch-ideologischen Überbau, die es bisher umgeben haben? Man wird sehen.</p>
<p>Wie geht es weiter? Nach einem charismatischen Johannes Paul und einem &#8220;Kärrner-Papst&#8221; Benedikt, der im Grunde wusste, dass er nur übergangsweise regierte, wird sich die katholische Welt nach einem dynamischen, unverbrauchten (vielleicht jüngeren) Papst sehnen. Die Italiener werden sich in Stellung bringen, waren sie doch lange Zeit fern der Futtertröge der Macht. Und die aufstrebenden Diözesen in Übersee werden womöglich mit lauter Stimme nach einem afrikanischen oder asiatischen Papst rufen. Wir Evangelischen wünschen uns einen, der die Ökumene voranbringt. Aber das schafft womöglich nur einer, der übers Wasser laufen kann.<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-11/der-papst-und-die-sagrada-familia/" rel="bookmark" title="6. November 2010">Der Papst und die Sagrada Familia</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-07/ehrliche-und-fuersorgliche-anteilnahme/" rel="bookmark" title="27. Juli 2010">Ehrliche und fürsorgliche Anteilnahme</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-07/oekumene-tritt-auf-der-stelle/" rel="bookmark" title="28. Juli 2010">Ökumene tritt auf der Stelle</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2013-03/adieu-erwartungshaltung/" rel="bookmark" title="1. März 2013">Adieu Erwartungshaltung</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-01/theo-bloggie/" rel="bookmark" title="25. Januar 2010">Theo-Bloggie</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 35.142 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2013-02/ratzinger-hinter-den-mauern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2013-02/ratzinger-hinter-den-mauern/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Haiku</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/NFg-LD4iA-k/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2012-12/haiku-3/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Dec 2012 10:14:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2648</guid>
		<description><![CDATA[Arche &#160; kalter wind aus ost sarg im wasser &#8211; die arche schwimmt zum hoffnungsort &#160; &#160; Ähnliche Beiträge: Heute schon gelesen? Kalte Fusion? Regenfreude Mein religiöser Bauchladen Die Kirche ist nun weiblich, gescheit und eloquent]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 499px;"><a title="L'arche de NoÃ©, dÃ©cembre 1965" href="http://farm9.staticflickr.com/8202/8287419957_2d681776db_k.jpg"><img title="L'arche de NoÃ©, dÃ©cembre 1965" alt="L'arche de NoÃ©, dÃ©cembre 1965" src="http://farm9.staticflickr.com/8202/8287419957_093efd2d0b.jpg" width="489" height="500" /></a></div>
<h3></h3>
<h2><strong>Arche</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>kalter wind aus ost</strong></p>
<p><strong>sarg im wasser &#8211; die arche</strong></p>
<p><strong>schwimmt zum hoffnungsort</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-06/bibelgeschichten/" rel="bookmark" title="4. Juni 2008">Heute schon gelesen?</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-11/kalte-fusion/" rel="bookmark" title="14. November 2008">Kalte Fusion?</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-07/regenfreude/" rel="bookmark" title="4. Juli 2008">Regenfreude</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2011-10/mein-religioser-bauchladen/" rel="bookmark" title="8. Oktober 2011">Mein religiöser Bauchladen</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-11/die-kirche-ist-nun-weiblich-gescheit-und-eloquent/" rel="bookmark" title="2. November 2009">Die Kirche ist nun weiblich, gescheit und eloquent</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 4.562 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2012-12/haiku-3/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2012-12/haiku-3/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Der Fetzen der Gnade</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/VouTQT30IrY/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2012-11/der-fetzen-der-gnade/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2012 21:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2635</guid>
		<description><![CDATA[Offenbarung 21,3 - Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Ist schon klar – das mit dem neuen Himmel und der neuen Erde ist nicht physikalisch gemeint, und eigentlich auch nicht philosophisch. Denn einen neuen Himmel kann es in dieser Schöpfung nicht geben – in dieser nicht. Und was für eine Philosophie sollte das sein, die sich mit etwas beschäftigt, was den Menschen doch nicht mehr interessieren kann, da es ihn doch, den Vertreter der alten Schöpfung darin nicht gibt, nicht geben kann. Und dennoch reizt der Gedanke – was wäre wenn? Wenn es viele, sehr viele Himmel gäbe – und nicht nur diesen einen neuen, sondern unendlich, unzählbare viele Himmel, deren Fülle uns überfordert, uns so überfordert, dass wir nicht mehr wüssten in welcher Religion wir das fassen sollten. Was wäre also, wenn es nach dieser Welt und diesem Himmel noch eine [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Offenbarung 21,3 - Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.</strong></em></p>
<p>Ist schon klar – das mit dem neuen Himmel und der neuen Erde ist nicht physikalisch gemeint, und eigentlich auch nicht philosophisch. Denn einen neuen Himmel kann es in dieser Schöpfung nicht geben – in dieser nicht. Und was für eine Philosophie sollte das sein, die sich mit etwas beschäftigt, was den Menschen doch nicht mehr interessieren kann, da es ihn doch, den Vertreter der alten Schöpfung darin nicht gibt, nicht geben kann.</p>
<div id="attachment_2638" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.zwoelff.de/2012-11/der-fetzen-der-gnade/kloster-auf-der-klippe/" rel="attachment wp-att-2638"><img class="size-full wp-image-2638" title="Kloster auf der Klippe" src="http://www.zwoelff.de/wp-content/uploads/2012/11/Kloster-auf-der-Klippe.jpg" alt="" width="300" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Kloster auf der Klippe</p></div>
<p>Und dennoch reizt der Gedanke – was wäre wenn? Wenn es viele, sehr viele Himmel gäbe – und nicht nur diesen einen neuen, sondern unendlich, unzählbare viele Himmel, deren Fülle uns überfordert, uns so überfordert, dass wir nicht mehr wüssten in welcher Religion wir das fassen sollten. Was wäre also, wenn es nach dieser Welt und diesem Himmel noch eine andere Welt gäbe und einen anderen Himmel? Was wäre, wenn es vor dieser Welt noch eine andere Welt gegeben hat, und noch eine, und noch eine.</p>
<p>Übrigens: das, was wir Ewigkeit nennen, hätte und hat nur einen rein semantischen Sinn, so etwa wie wenn jemand einem anderen den Geschmack eines guten Rotweines beschreiben müsste, der doch noch nie einen getrunken hat. Und der der beschreibt, hat auch noch nie einen getrunken. Und sie wüssten dennoch, dass es das irgendwie geben muss – den Geschmack von Rotwein, weil sonst die Welt keinen richtigen Sinn machte.</p>
<p>Das , was wir Ewigkeit nennen, kennen wir also nur vom Hörensagen von anderen, die das auch noch nicht so beschreiben konnten und dennoch daran festhielten, wie einer der auf der Gefängnisinsel Monte Christo sitzt und steif und fest daran glaubt – es muss einen Weg nach draußen geben, es muss einfach.<span id="more-2635"></span></p>
<p>Das, was wir Ewigkeit nennen ist, ist nur ein Hauch .. ein Häwwel &#8230; so singt es uns der Prediger Salomon vor. Alles ist eitel! Dabei ist &#8220;eitel&#8221; womöglich die falsche Übersetzung. Alles ist eitel? Nein. Alles ist sinnlos? Das schon gar nicht. Alles ist vergänglich? Nein es geht nicht um die Hinfälligkeit des Seins. Nein – alles ist nur ein ganz zarter Moment der Berührung. Das ist Häwwel. Die Ewigkeit rührt uns an. Da, wo sie uns rührt, wird sie existent. Sonst existiert sie nicht. Die Zeit ist nur Widerschein der Berührung, wir versuchen ihr habhaft zu werden im Beschreiben.</p>
<p>Was also wäre wenn es nach dieser Ewigkeit andere Ewigkeiten gäbe. Und welche davor. Und immer so weiter. Da stehen wir jetzt gerade. Eduard Witten unterrichtet mathematische Physik in Princeton, er ist der mit großem Abstand meistzitierte Autor der Kosmologie und Quantenphysik. Er wird von seinen Kollegen für genialer erachtet als Einstein und Newton. Witten hat die Fehler der Urknall-Theorie und die Fehler der Superstring-Theorie als Sprungbrett für die nächsthöhere Vereinheitlichungstheorie genutzt, die Theorie der Supergravitation, die einen elfdimensionalen Kosmos erforderlich macht. Man nennt sie die M-Theorie die Mutter aller Theorien der Weltentstehung und des Ursprungs von allem.</p>
<p>In dieser Mathematik hat die Welt keinen Anfang und kein Ende mehr, keinen Ausgang und kein erkennbares Ziel. Sie wird immer und immer wieder geboren, wenn sich zwei Schleier der Ewigkeit, vom Wind der Gravitation bewegt, berühren. Alle 100 Billionen Jahre könnte das geschehen. Aber was sind schon 100 Billionen Jahre?</p>
<p>Ist schon klar – das mit der Ewigkeit und dem neuen Äon ist nicht physikalisch gemeint und nicht philosophisch. Es beschreibt eine Zukunft jenseits unseres Nichtseins, von der wir auch nur einen Hauch einer Ahnung haben. Und diese Zukunft ist die Zukunft Gottes. Und diese Zukunft ist auf uns bezogen. Sie rührt uns an, weil wir im Kerker sind. Im Kerker von Monte Christo. Und weil wir jeden Tag ein Ritzzeichen in die Wand machen. Und weil wir unbeirrbar an der Hoffnung festhalten, dass dieses Universum nicht so seelenlos und weit und tief ist, dass es uns nichts angeht. Und auch umgekehrt, dass wir nicht so klein und unbedeutend und mickrig sind, dass ER/SIE nichts mit uns anfangen kann.</p>
<p>Man müsste ein Kloster suchen irgendwo auf einer Klippe am Rande des großen Meeres. Und man müsste sich zur Aufgabe machen, den Klang des Meeres zu hören und zu verstehen. Dann – und nur dann, wenn es uns gelänge, dort auf diesem kahlen Felsen auszuhalten – wenn es uns gelänge, den Gedanken der Nichtigkeit und des Ausgesetztseins zu ertragen – dann hätten wir womöglich einen Bedeutungsfetzen des Wortes „Ewigkeit“ erhascht. Und auch nur weil der Wind es in seiner Gnade gewollt hat, dass uns dieser Fetzen zugeweht ist.</p>
<p>&nbsp;<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-05/der-himmel-terra-incognita/" rel="bookmark" title="27. Mai 2010">Der Himmel &#8211; Terra Incognita</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-07/gott/" rel="bookmark" title="12. Juli 2008">Gott</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-10/hypo-real-estate-das-schwarze-loch/" rel="bookmark" title="5. Oktober 2008">Hypo Real Estate &#8211; das Schwarze Loch</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-01/afghanistan-und-kein-ende-der-debatte/" rel="bookmark" title="4. Januar 2010">Afghanistan &#8211; und kein Ende der Debatte</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-02/der-mensch-die-freiheit-ist-eingebaut/" rel="bookmark" title="28. Februar 2009">Der Mensch &#8211; die Freiheit ist eingebaut</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 35.875 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2012-11/der-fetzen-der-gnade/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2012-11/der-fetzen-der-gnade/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Der Geist des Tango</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/zvYHIc2JYPk/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2012-11/der-geist-des-tango/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2012 09:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gott und Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Tango]]></category>
		<category><![CDATA[Tanzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2628</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Es ist Tag der offenen Tür in einer Tanzschule. In der Mitte erklärt der Tanzlehrer den Geist des argentinischen Tango. Gebannte Blicke sind auf ihn gerichtet. Zehn Paare haben sich eingefunden, um an ihrem Tanzen zu feilen, um alles noch flüssiger geschehen zu lassen. Die Schrittfolgen beim Tango sind kompliziert. Tango ist ein melancholischer Tanz. Und er ist gleichzeitig ein Tanz voller Emotion. Tangopaaren beim Tanzen zuzusehen lässt den Betrachter nicht unberührt. Und manche Tänzerinnen und Tänzer sagen, der Tango habe ihr gemeinsames Leben verändert. Tango hat Ausdruck. Er ist expressiv. Er lässt sich in allen Schritten wiedererkennen als Ineinander von Unabhängigkeitsstreben und totalem Aufgehen im Anderen, als Theater des Trotzes und der Hingabe. Immer wieder will sie von ihm weg, dann zieht es sie zu ihm hin. Sie schwebt um ihn herum, um ihm im nächsten Augenblick wieder die Füße zu kreuzen. Und er wirbt um sie, um dann wieder verärgert mit dem Fuß aufzutreten. Insofern vertuscht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.zwoelff.de/2012-11/der-geist-des-tango/tango/" rel="attachment wp-att-2633"><img class="alignleft size-full wp-image-2633" title="Tango" src="http://www.zwoelff.de/wp-content/uploads/2012/11/Tango.jpg" alt="" width="360" height="509" /></a></p>
<p>Es ist Tag der offenen Tür in einer Tanzschule. In der Mitte erklärt der Tanzlehrer den Geist des argentinischen Tango. Gebannte Blicke sind auf ihn gerichtet. Zehn Paare haben sich eingefunden, um an ihrem Tanzen zu feilen, um alles noch flüssiger geschehen zu lassen. Die Schrittfolgen beim Tango sind kompliziert.</p>
<p>Tango ist ein melancholischer Tanz. Und er ist gleichzeitig ein Tanz voller Emotion. Tangopaaren beim Tanzen zuzusehen lässt den Betrachter nicht unberührt. Und manche Tänzerinnen und Tänzer sagen, der Tango habe ihr gemeinsames Leben verändert.</p>
<p>Tango hat Ausdruck. Er ist expressiv. Er lässt sich in allen Schritten wiedererkennen als Ineinander von Unabhängigkeitsstreben und totalem Aufgehen im Anderen, als Theater des Trotzes und der Hingabe. Immer wieder will sie von ihm weg, dann zieht es sie zu ihm hin. Sie schwebt um ihn herum, um ihm im nächsten Augenblick wieder die Füße zu kreuzen. Und er wirbt um sie, um dann wieder verärgert mit dem Fuß aufzutreten. Insofern vertuscht der Tango nichts. Er stellt die Beziehung von Mann und Frau so dar wie sie ist – spannungsreich und doch auch erfüllend. Mann und Frau können nicht miteinander aber auch nicht ohne einander.</p>
<p>Ist es so? Sind Mann und Frau in Flucht und Anziehung verwoben? Liegt darin das Geheimnis von Liebe? Der Prophet Hosea &#8211; er lebte etwa in der Zeit von 755-725 vor Christi Geburt in Israel – hat dieses Hin und Her der Liebe in der Beziehung zwischen Gott und Gottesvolk verortet. Gott, der Liebhaber, war vom treulosen Verhalten seiner Partnerin Jerusalem enttäuscht. Ein paar Verse weiter verzehrt ER sich wieder nach ihr und schwört ihr ewige Liebe.</p>
<p>Wie heißt es da? Ich will mich mit dir verloben für alle Ewigkeit, ich will mich mit dir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Barmherzigkeit. Ja, in Treue will ich mich mit dir verloben und du wirst den HERRN erkennen. (Die Bibel – Hosea 2 Verse 21+22)</p>
<p>Worum geht es am Buß- und Bettag? Um das Erkennen der Liebe Gottes, und der Wahrnehmung, wie unsere Füße immer wieder von IHM wegstreben. Ein himmlischer Tango sozusagen. Gott und Mensch – sie können oft nicht miteinander aber auch nicht ohne einander.</p>
<p>&nbsp;<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-07/liebe-in-zeiten-der-matrix/" rel="bookmark" title="8. Juli 2008">Liebe in Zeiten der Matrix</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-07/wilde-ehe-mit-kirchlichem-segen/" rel="bookmark" title="3. Juli 2008">Wilde Ehe mit kirchlichem Segen?</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-10/das-ist-wahre-empathie/" rel="bookmark" title="29. Oktober 2009">Das ist wahre Empathie</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-07/totentanz-im-brautkleid/" rel="bookmark" title="8. Juli 2008">Totentanz im Brautkleid</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-07/ich-moechte-mich-noch-jeden-tag-wundern/" rel="bookmark" title="13. Juli 2008">Ich möchte mich noch jeden Tag wundern</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 22.874 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2012-11/der-geist-des-tango/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2012-11/der-geist-des-tango/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>Warten auf Luther</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/nnbCnzox33Q/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2012-11/warten-auf-luther/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Nov 2012 09:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Reformationstag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2622</guid>
		<description><![CDATA[Das irische Geisterfest Halloween hat sowieso schon die Lufthoheit an den Stammtischen der Republik erobert. Ausgehöhlte Kürbisse als amerikanische Kulturimporte zum 31. Oktober sind an jeder Haustür zu finden. Selbst Erwachsene schminken sich Blut ins Gesicht und gehen im Vampirumhang auf spezielle Grusel-Events. Die Abendnachrichten berichten über um Süßigkeiten klingelnde Kinderscharen, nicht über den Zustand der Kirche. Das tun sie erst einen Tag später, in dem in Wort und Bild ein katholischer Pfarrer im Barrett und in Prozession auf den Friedhof zieht und dort die Gräber segnet. Die evangelische Festtagsgemeinde, die sich traut, des reformatorischen Kernimpulses des Thesenanschlags durch Martin Luther in ihren Gottesdiensten zu gedenken, ist sehr überschaubar geworden. In manchen Kirchen regt sich theologische Widerständigkeit. Man überlegt, den Reformationstag lebendiger zu gestalten. Da gibt es besondere musikalische Gottesdienste in denen „Ein feste Burg“ historisch korrekt gesungen und in der Predigt gewürdigt wird. Anderen Ortes führt man „Luther-Spiele“ auf, in denen die Lebensdaten des großen Bibelübersetzers in Korrelation [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das irische Geisterfest Halloween hat sowieso schon die Lufthoheit an den Stammtischen der Republik erobert. Ausgehöhlte Kürbisse als amerikanische Kulturimporte zum 31. Oktober sind an jeder Haustür zu finden. Selbst Erwachsene schminken sich Blut ins Gesicht und gehen im Vampirumhang auf spezielle Grusel-Events. Die Abendnachrichten berichten über um Süßigkeiten klingelnde Kinderscharen, nicht über den Zustand der Kirche. Das tun sie erst einen Tag später, in dem in Wort und Bild ein katholischer Pfarrer im Barrett und in Prozession auf den Friedhof zieht und dort die Gräber segnet.</p>
<p>Die evangelische Festtagsgemeinde, die sich traut, des reformatorischen Kernimpulses des Thesenanschlags durch Martin Luther in ihren Gottesdiensten zu gedenken, ist sehr überschaubar geworden. In manchen Kirchen regt sich theologische Widerständigkeit. Man überlegt, den Reformationstag lebendiger zu gestalten. Da gibt es besondere musikalische Gottesdienste in denen „Ein feste Burg“ historisch korrekt gesungen und in der Predigt gewürdigt wird. Anderen Ortes führt man „Luther-Spiele“ auf, in denen die Lebensdaten des großen Bibelübersetzers in Korrelation zu den historischen Wendepunkten der Reformation gestellt werden. Oder es kommt in Ein-Personen-Stücken die Lutherin Katharina von Bora zu Wort. All dies im Bemühen, die Reformation als deutsches Kulturgut dem Vergessen zu entziehen.</p>
<p>Und nun das: in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/luther-und-der-reformationstag-held-oder-holzklotz-1.1510944-2">SÜDDEUTSCHEN</a> schreibt die Kulturbeauftragte Petra Bahr von der Evangelischen Kirche Deutschlands unter der Überschrift „Held oder Holzklotz“ programmatisch:“Er hat nie Thesen angeschlagen und wollte keine Kirche gründen. Martin Luther ist viel weniger der große Neuerer als ihn die protestantische Tradition gerne sieht. Der entsprungene Augustinermönch stand noch mit beiden Beinen im Mittelalter &#8211; und er hasste Juden.“ &#8211; Schock! Und das am Reformationstag.</p>
<p>Stimmt schon: da ist mancherlei Mythologisches in den Reformationstag verwoben worden, besonders im 19. Jahrhundert. Heldenverehrung wäre wohl Luther selbst ein Graus gewesen. Aber Petra Bahr (im inneren Dialog mit einem Freund, einem eher „spöttischen Historiker“) schiebt nach: Luther sei nicht der große Erneuerer gewesen. Kritik am Ablasshandel, am verlotterten Papst hatten schon andere vor ihm geäußert. Er habe auch nicht die bürgerliche Freiheitsrevolution initiiert – das kam mit Verzögerung 300 Jahre später. Er sei ein „schwieriger Mensch“ gewesen, eine „umstrittene Persönlichkeit“. Und die evangelische Kirche tue gut daran, nicht die „protestantische Leitkultur Preußens“ zu feiern, sondern &#8230; ja was?</p>
<p>Petra Bahr sucht nach dem Bleibenden unter den Trümmern der Luthermythen, die übrigens heute fast niemand mehr kennt! Und sie verortet protestantische Ethik im berühmten Dreischritt „allein durch Christus, allein durch die Schrift, allein durch den Glauben“ wider Vermittlungsagenturen des Glaubens, als Lebensweise mündiger Christenmenschen, die nicht nach Inszenierungsfeldern der Öffentlichkeit suchen müssen.</p>
<p>Luthers „feste Burg“ als Singsang kämpferischer Heldenverehrer solle zu einem Mutmachlied werden „gegen die eigene Mutlosigkeit“. Und genau hier, wo die Analyse spannend werden könnte, bricht Petra Bahrs Artikel zusammen. Er faltet sich und knittert sich in die eigene Bedeutungslosigkeit, wird zum Appell an Kulturchristen und kritische Historiker. Dort aber verhallt er im Ungefähren.</p>
<p>Was ist denn das Protestantische im ökumenischen Dialog der Kirchen? Auf welchen Luther will sich die EKD im Widerstreit mit der Historikerzunft beziehen? Und was bedeutet das, wenn sich Kirche im Schatten von Halloween und Gräbersegnungsbildern selbst marginalisiert? Im vorauseilenden Gehorsam wird gesagt, was Luther nicht mehr sein könne, aber nicht das, was er für seine Kirche und für die deutsche Kultur und Geschichte ist. Auf die Beschreibung dessen warte ich gerne und mit großem Interesse.</p>
<p>&nbsp;<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-11/nachrichten-aus-religion-und-kirche/" rel="bookmark" title="2. November 2009">News</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2008-10/protestantisches-pilgern/" rel="bookmark" title="24. Oktober 2008">Protestantisches Pilgern</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-11/die-lockende-versuchung/" rel="bookmark" title="2. November 2009">Die lockende Versuchung</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-02/stille-in-der-protestantischen-welt/" rel="bookmark" title="4. Februar 2009">Stille in der protestantischen Welt</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2011-08/9-august-erinnerung-an-adam-reusner/" rel="bookmark" title="9. August 2011">9. August- Erinnerung an Adam Reusner</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 45.978 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2012-11/warten-auf-luther/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2012-11/warten-auf-luther/</feedburner:origLink></item>
		<item>
		<title>dOKUMENTA 13</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Zwoelff/~3/fGqfG7S-vxo/</link>
		<comments>http://www.zwoelff.de/2012-05/dokumenta-13/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 May 2012 21:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl-Otto Scholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumenta]]></category>
		<category><![CDATA[Kassel]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstereignis]]></category>
		<category><![CDATA[Mutmaßungen]]></category>
		<category><![CDATA[Überraschungseffekt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zwoelff.de/?p=2596</guid>
		<description><![CDATA[Die Dokumenta 13 öffnet bald ihre Pforten in Kassel. Ich freue mich drauf und schwanke zwischen Dauerkarte im Freibad oder Dauerkarte in Kassel. ART gibt jetzt schon Hinweise, wo was wann zu finden sein könnte. Vermutlich. Irgendwie. Genaues weiß man noch nicht. Es soll eine Überraschung werden. Munkelt man. In gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen. Zu denen ART selber &#8211; im Augenblick / bzw. nicht mehr (wann wieder?) gehört. Carolyn Christov-Bakargiev, Chefkuratorin des Castello di Rivoli in Turin und seit 2008 Documenta-Leiterin, hält sich bedeckt. Hört man. Oder reimt es sich zusammen aus Nichts sagenden Pressekonferenzen. Kunst mit Überraschungsmoment: das ist selbst schon eine Kunstaktion, eine Aussage in der Verweigerung derselben. Kunst soll konfrontieren &#8211; mit dem Aha-Effekt. Das Transzendente ereignet sich im Immanenten. Schon mal gehört irgendwo. Die Latte hat Frau Christov-Bakargiev damit ziemlich hoch gelegt. Nun müssen die Besucher nur auch darüber springen. Am besten, wenn sie eine Dauerkarte lösen. Ähnliche Beiträge: Das leuchtende Kreuz Jugend forscht &#8211; auch nach [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2601" class="wp-caption alignleft" style="width: 397px"><a href="http://www.zwoelff.de/2012-05/dokumenta-13/img_0946/" rel="attachment wp-att-2601"><img class="size-large wp-image-2601" title="IMG_0946" src="http://www.zwoelff.de/wp-content/uploads/2012/05/IMG_0946-387x387.jpg" alt="" width="387" height="387" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Karl-Otto Scholz - Titel: &quot;ecce homo&quot;, Fingerfarbe auf Leinwand</p></div>
<p>Die Dokumenta 13 öffnet bald ihre Pforten in Kassel. Ich freue mich drauf und schwanke zwischen Dauerkarte im Freibad oder Dauerkarte in Kassel.</p>
<p><strong>ART</strong> gibt jetzt schon Hinweise, wo was wann zu finden sein könnte. Vermutlich. Irgendwie.</p>
<p>Genaues weiß man noch nicht. Es soll eine Überraschung werden. Munkelt man. In gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen. Zu denen <strong>ART</strong> selber &#8211; im Augenblick / bzw. nicht mehr (wann wieder?) gehört.</p>
<p>Carolyn Christov-Bakargiev, Chefkuratorin des Castello di Rivoli in Turin und seit 2008 Documenta-Leiterin, hält sich bedeckt. Hört man. Oder reimt es sich zusammen aus Nichts sagenden Pressekonferenzen.</p>
<p>Kunst mit Überraschungsmoment: das ist selbst schon eine Kunstaktion, eine Aussage in der Verweigerung derselben. Kunst soll konfrontieren &#8211; mit dem Aha-Effekt. Das Transzendente ereignet sich im Immanenten. Schon mal gehört irgendwo.</p>
<p>Die Latte hat Frau Christov-Bakargiev damit ziemlich hoch gelegt. Nun müssen die Besucher nur auch darüber springen. Am besten, wenn sie eine Dauerkarte lösen.<br />
<h4>Ähnliche Beiträge:</h4>
<ul class="similar-posts">
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-07/das-leuchtende-kreuz/" rel="bookmark" title="24. Juli 2010">Das leuchtende Kreuz</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2009-05/jugend-forscht-auch-nach-gott/" rel="bookmark" title="13. Mai 2009">Jugend forscht &#8211; auch nach Gott?</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-11/methodik-der-verunsicherung/" rel="bookmark" title="22. November 2010">Methodik der Verunsicherung</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-01/muezzins-ruf-vom-kirchturm/" rel="bookmark" title="29. Januar 2010">Muezzins Ruf vom Kirchturm</a></li>
<li><a href="http://www.zwoelff.de/2010-02/zwei-bettler-im-schatten-des-hoechsten/" rel="bookmark" title="21. Februar 2010">Zwei Bettler im Schatten des Höchsten</a></li>
</ul>
<p><!-- Similar Posts took 17.760 ms --></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zwoelff.de/2012-05/dokumenta-13/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<feedburner:origLink>http://www.zwoelff.de/2012-05/dokumenta-13/</feedburner:origLink></item>
	</channel>
</rss>
