<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Phil &#8211; just a boy</title>
	<atom:link href="http://weblog.yubb.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://weblog.yubb.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 03 Mar 2019 16:34:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
	<item>
		<title>Auf den Hund gekommen &#8211; oder?</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2019/03/04/auf-den-hund-gekommen-oder/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2019/03/04/auf-den-hund-gekommen-oder/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Mar 2019 15:50:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=2560</guid>

					<description><![CDATA[Direkt auf der Rückreise von der Kohlfahrt holte ich Familienhund Ronja ab: Frauchen und Herrchen reisten für wenige Tage nach London, wo Ronja nicht mit konnte.Also ging ein kurzer Schlenker über Springe, ehe es weiter nach Berlin ging. Nach Kaffee und Kuchen (ich war doch noch so satt von der Kohlfahrt und dem Frühstück 🙁 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Direkt auf der Rückreise <a href="https://weblog.yubb.de/2019/03/03/podcaster-kohlfahrt-2019/">von der Kohlfahrt</a> holte ich Familienhund Ronja ab: Frauchen und Herrchen reisten für wenige Tage nach London, wo Ronja nicht mit konnte.<br />Also ging ein kurzer Schlenker über Springe, ehe es weiter nach Berlin ging. Nach Kaffee und Kuchen (ich war doch noch so satt von der Kohlfahrt und dem Frühstück <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ) wurde Ronja in den Kofferraum geladen und meine Mutter konnte sich gar nicht von der Kleinen lösen: Nach 5 Minuten eher gehaltslosen Ratschlägen zurrte Jörg sie zur Seite &#8211; und ich musste grinsen: Es ist eben schwer, sich von liebgewonnenen Menschen oder eben in diesem Fall Tieren zu trennen. Aber es ist doch nur eine Woche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich war es Anfangs absoluter Overkill für Ronja: Alles neu, alles riecht anders, alles sieht anders aus und irgendwie hört sich auch alles anders an in Berlin.<br />Doch nach einem Tag hat sie sich dann doch schon eingewöhnt in die neue Umgebung und schnüffelte neugierig an jedem Blatt, was ihr über den Weg wehte. Zum Leidwesen meinerseits <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br />Aber erst mit einem Hund an der Leine sieht man, wie krass dreckig Berlin ist: Es gibt keinen Weg, keinen Busch, wo man nicht auf Müll, Verpackung oder Glasscherben trifft. Was einem im Alltag egal ist, rutscht einem in den Fokus, wenn man einen Hund hat, der sich weder verletzen noch den Magen verderben soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte die Möglichkeit, in der entsprechenden Woche Home Office zu machen, was angesichts der Tätigkeiten auch ganz hilfreich war. Anders wäre es auch nicht möglich gewesen. Erneut stellte ich fest: Home Office ist nichts für mich. Irgendwie kam ich selten richtig in den Flow und gerade in der zweiten Hälfte der Woche merkte ich, wie ich schon fast ein bisschen vereinsamte. Zudem stehen die Tools einem nicht wie im Büro zur Verfügung und so kommt die Produktivität eben doch nicht zu 100% zum Fliegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch abseits der Einschränkungen des Home Offices, ist auch ein Hund eine gewisse Belastung. Zwar ist es einfach süß, wenn die Kleine um Streicheleinheiten bettelt oder total ausflippt, wenn es Leckerli gibt. Aber so ein Hund möchte auch raus. Ich, der sich lieber morgens noch einmal umdreht, musste also jeden Morgen aufspringen und noch vor der Arbeit mit ihr eine Runde drehen. Auch der Mittag konnte nicht durchgearbeitet werden, denn auch dann war ein Rundgang nötig. Und Abends, da ist man ebenfalls eingeschränkt: Ständig rechnet man die Stunden, wie lange das letzte Hunde-Lüften her ist &#8211; und muss dann in Folge das angebotene Bier nach dem Kino ausschlagen, damit man noch rechtzeitig mit dem Hund gehen könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist auch, wie verschieden mit dem Hund umgegangen wird. In dem Heimatdorf Egestorf bleiben wildfremde Menschen stehen, äußern &#8222;Ist die schön!&#8220; und fragen, ob man Ronja streicheln könne.<br />Hier in Berlin wechselten einige Menschen die Straßenseite, wichen aus oder gingen ignorant weiter &#8211; die Herzlichkeit, die ich von anderswo kannte, fehlte hier komplett. Aber was erwarte ich auch in Berlin? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">So schön die Zeit mit Ronja auch war, so gern habe ich sie wieder abgegeben. Und es steht für mich fest: Hunde sind ganz ganz tolle Tiere und ich mag unsere Ronja noch einmal mehr. Aber die Bürden, die man sich mit einem Tier auf sich nimmt, das drei Mal pro Tag raus muss, will und kann ich auch nicht leisten.<br />Ist ja auch eine Erkenntnis.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2019/03/04/auf-den-hund-gekommen-oder/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine erste Demonstration &#8211; #BerlinGegen13</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2019/03/03/meine-erste-demonstration-berlingegen13/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2019/03/03/meine-erste-demonstration-berlingegen13/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Mar 2019 16:34:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=2561</guid>

					<description><![CDATA[Ich bin 34 Jahre alt und war noch nie bei einer Demonstration. Das liegt insbesondere daran, dass mir Demonstrationen immer als etwas Radikales vermittelt wurden: Laut, wild, zeitweise auch gewaltvoll. Und wenn man sich dann Maikrawalle anschaut, glaubt man das auch. Habe ich früher Demonstrationen miterlebt, hat mich meine Mutter von der Straße geholt und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin 34 Jahre alt und war noch nie bei einer Demonstration. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das liegt insbesondere daran, dass mir Demonstrationen immer als etwas Radikales vermittelt wurden: Laut, wild, zeitweise auch gewaltvoll. Und wenn man sich dann Maikrawalle anschaut, glaubt man das auch. Habe ich früher Demonstrationen miterlebt, hat mich meine Mutter von der Straße geholt und wir schlugen einen anderen Weg beim Spaziergang ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch abseits davon, gab es für mich auch keine Notwendigkeit, auf die Straße zu gehen. Politisch bin ich doch viel zu unerfahren, ich habe keinen G20-Groll und Demonstrationen gegen Hunger in der Welt sind ein schönes Zeichen, aber irgendwie auch weit fern von etwas Greifbarem für mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch bereits bei der <a href="https://www.berlin.de/aktuelles/berlin/5556967-958092-unteilbar-ueber-240-000-menschen-bei-ant.html">#Unteilbar Demonstration in Berlin</a> wollte ich vor Ort sein und wurde wegen einer wichtigen Arbeits-Sache davon abgehalten. Knapp 240.000 Teilnehmer zeigten dennoch ein klares Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt gibt es ein weiteres, wichtiges Thema, das mich erstmalig auf die Straße trieb: Die EU-Urheberrechtsreform und dabei insbesondere der Artikel 13. Wer nicht weiß, worum es geht, hier ein kurzes Video:</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Uploadfilter Erklärt" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/X9SVf57ii1w?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In kurz: Die Freiheit des Internets steht auf der Kante. Das klingt radikal, ist es aber auch.<br />Diverse Organisationen riefen dann zu einer Demonstration auf, die den bundesweiten Demonstrationen am 23. März 2019 vorgeschaltet war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir trafen uns vor dem Axel-Springer-Haus, denn es wurde nicht nur gegen Artikel 13 protestiert, sondern auch gegen Artikel 11 &#8211; der Wiedereinführung des Leistungsschutzrechts. Große Medienkonzerne wollten auch kurze Auszüge aus Zeitungen o.ä. lizensieren, weil sie ja urheberrechtlich geschützt seien (was ja auch stimmt). Axel Springer war ein Vorreiter des Leistungsschutzrechts hier in Deutschland. Das Leistungsschutzrecht kam und Google reagierte rechtskonform: Da Google keine Lizenzen für die Journalien hatte, zeigte sie keine Inhaltsauszüge der Artikel an &#8211; was sich immens auf die Klickzahlen der Webseiten der Zeitungen auswirkte.<br />Also stellten die Konzerne Generallizenzen aus, erlaubten Google das Indizieren der Artikel &#8211; und das Leistungsschutzrecht war quasi untergraben. <br />Und genau dieser Rohrkrepierer soll nun im europäischen Gesetz festgehalten werden: Wenn es national nicht klappt, machen wir es eben auf EU-Ebene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele YouTuber hatten auch dazu aufgerufen, zu demonstrieren. Ich erkannte keinen einzigen, außer <a href="https://www.youtube.com/user/TANZVERBOTcf">Tanzverbot </a>(was eigentlich echt peinlich ist <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ). <a href="https://www.youtube.com/user/HerrNewstime">HerrNewstime</a> war auch da, aber den kannte ich nicht und erkannte ihn nur, weil alle über ihn flüsterten.<br />Als ich eine halbe Stunde vor Demonstrationsbeginn am Axel-Springer-Haus war, waren wir nur knapp 100-200 Leute. Immerhin. Dazu gab es auch tolle Plakate, Schilder und Transparente.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Es erfüllt mich mit einem gewissen Stolz, wie viele junge Leute sich hier politisch engagieren. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2764.png" alt="❤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><a href="https://twitter.com/hashtag/Berlingegen13?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Berlingegen13</a></p>&mdash; Phil Marx (@justphilmarx@techhub.social) (@JustPhilMarx) <a href="https://twitter.com/JustPhilMarx/status/1101810177655750656?ref_src=twsrc%5Etfw">March 2, 2019</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Demonstration mit 20 Minuten Verspätung mit einigen Reden startete, war die Wiese bereits dicht gefüllt. Im Nachgang sprachen die Veranstalter von 5.000 Teilnehmern, die Polizei sprach von 3.500 Teilnehmern.<br />Mit Musik und &#8222;Wir sind die Bots!&#8220;-Rufen zogen wir dann los, über die Friedrichsstraße Richtung Justizministerium. Ich selbst war immer recht abgeschlagen vom Frontwagen, sodass ich die Reden selbst leider nicht verstand. Aber als vorn gejubelt wurde, wurde einfach auch in der Mitte laut mitgejubelt.<br />Nur bei der Parole, da sollten wir uns noch einmal vereinheitlichen.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Die Netzgemeinde ist sich unsicher.<br><br>Es schallt &quot;Wir sind keine Bots&quot; von vorn, &quot;Wir sind die Bots&quot; von hinten. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f648.png" alt="🙈" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><a href="https://twitter.com/hashtag/BerlinGegen13?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#BerlinGegen13</a></p>&mdash; Phil Marx (@justphilmarx@techhub.social) (@JustPhilMarx) <a href="https://twitter.com/JustPhilMarx/status/1101847868107902976?ref_src=twsrc%5Etfw">March 2, 2019</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Über den Gendarmenmarkt ging es dann Richtung Unter den Linden, hin zur europäischen Komission. <br />Und hier begann dann der eher unschöne Teil der Demonstration. Als erstes wurde die Demonstration gar nicht erst bis zur Kommission gelassen, sondern musste knapp 100 Meter davor stoppen. In Sichtweite der Kommission gab es dann die Abschlussreden. Leider waren dies zu großen Teilen Youtuber, die sogar ihre eigenen Songs auf dem Wagen inszenierten. Als die Demonstranten dann lauthals Tanzverbot am Mikro forderten, fühlte ich mich allem Enthusiasmus zum Trotz doch eher auf einer YouTube-Videodays-Veranstaltung als auf einer ernsten Demonstration.<br />Kurz vor Ende bin ich dann gegangen &#8211; das wurde mir zu laut und abseits des ernsten Themas: Selbstinszenierung gehört auf keine Demonstration.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Summe steht aber fest: Es war gut, an der Demonstration teilzunehmen &#8211; und ist gut, seine Stimme erhoben zu haben.<br />Es war nicht die letzte Demonstration. Als Berliner hat man ja auch eine Art Verantwortung&#8230;</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="HerrNewstime - Artikel 13 Rede, Berlin" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/aimUgFCTlMA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Herr Newstime &#8211; in seiner Reichsantritts-Rede. Oder so.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="qme" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/BerlinGegen13?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#BerlinGegen13</a> <a href="https://t.co/1Db5WJrr97">pic.twitter.com/1Db5WJrr97</a></p>&mdash; Phil Marx (@justphilmarx@techhub.social) (@JustPhilMarx) <a href="https://twitter.com/JustPhilMarx/status/1101833621051269120?ref_src=twsrc%5Etfw">March 2, 2019</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Reden vorm Justizministerium.<br>Gelegenheit, noch mehr der vielen, großartigen Plakate zu sehen.<a href="https://twitter.com/hashtag/BerlinGegen13?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#BerlinGegen13</a> <a href="https://t.co/X3oxsPtuit">pic.twitter.com/X3oxsPtuit</a></p>&mdash; Phil Marx (@justphilmarx@techhub.social) (@JustPhilMarx) <a href="https://twitter.com/JustPhilMarx/status/1101841471773331457?ref_src=twsrc%5Etfw">March 2, 2019</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="qme" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/clever?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#clever</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Berlingegen13?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Berlingegen13</a> <a href="https://t.co/3YCL12xIpM">pic.twitter.com/3YCL12xIpM</a></p>&mdash; Robert Hofmann (@DVDKritik) <a href="https://twitter.com/DVDKritik/status/1101810512285876226?ref_src=twsrc%5Etfw">March 2, 2019</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="500" data-dnt="true"><p lang="qme" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/BerlinGegen13?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#BerlinGegen13</a> <a href="https://t.co/UPx1ReaP1G">pic.twitter.com/UPx1ReaP1G</a></p>&mdash; Phil Marx (@justphilmarx@techhub.social) (@JustPhilMarx) <a href="https://twitter.com/JustPhilMarx/status/1101852933304537088?ref_src=twsrc%5Etfw">March 2, 2019</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/annskaja/status/1101751723352313856
</div></figure>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2019/03/03/meine-erste-demonstration-berlingegen13/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Podcaster-Kohlfahrt 2019</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2019/03/03/podcaster-kohlfahrt-2019/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2019/03/03/podcaster-kohlfahrt-2019/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Mar 2019 15:50:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=2559</guid>

					<description><![CDATA[Es ist eine Tradition der letzten Jahre geworden: Immer so im Februar herum lädt der Podschnacker in den hohen Norden nach Oldenburg ein. Es geht um eine Kohlfahrt, schön mit Grünkohl und Pinkel &#8211; nach alter Tradition.Ein tolles Treffen der &#8222;Podcaster-Elite&#8220;: Wandern, nebenbei trinken, spielen, reden und Abends feiern. Dieses Jahr war die Runde der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine Tradition der letzten Jahre geworden: Immer so im Februar herum lädt der Podschnacker in den hohen Norden nach Oldenburg ein. Es geht um eine Kohlfahrt, schön mit Grünkohl und Pinkel &#8211; nach alter Tradition.<br />Ein tolles Treffen der &#8222;Podcaster-Elite&#8220;: Wandern, nebenbei trinken, spielen, reden und Abends feiern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Jahr war die Runde der Teilnehmer so klein wie kein Mal davor. Die Berliner Crowd war dabei, Svenja und ich &#8211; das war es. Eine kleine, feine Runde aus sieben Leuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte erneut wieder ein bisschen Glück bei der Hotelwahl. Generell schon etwas spät, wollte ich Anfang Januar eine Unterkunft im Gasthaus buchen, wo auch die Kohlfahrt-Party stattfindet. Es gibt nur wenig Schöneres, als direkt aus dem Festsaal ins Bett fallen zu können. Nachdem ich Anfangs erst einmal eine E-Mail an den Gasthof und nicht das angeschlossene Hotel sandte, schaffte ich es dann, Mitte Januar auch an die richtige Adresse zu senden. Natürlich war das kleine Hotel mit seinen knapp 10 Zimmern belegt. Also buchte ich, 30km außerhalb, in Oldenburg am Hauptbahnhof ein Hotel. Kannte ich auch schon, ist okay.<br />Doch einen Tag vor der Kohlfahrt fragte ich noch einmal frech beim Gasthaus Otte nach &#8211; und tatsächlich war ein Zimmer nur wenige Stunden vorher frei geworden! Yes! Die Bestätigung meiner Reservierung abwartend, habe ich die Buchung beim Hotel in Oldenburg noch nicht storniert: Hatte ich doch bei HRS gebucht &#8211; da hat man eine Rücktritt-Möglichkeit bis zum selben Tag 18:00 Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dachte ich.<br />Nachdem ich den Schlüssel für den Gasthof ausgehändigt bekommen habe, prüfte ich noch einmal die Stornierungsbedingungen &#8211; nur zur Sicherheit. In denen stand: Stornierung nur bis zum Vortag möglich. Keine Rücktrittmöglichkeit am selben Tag.<br />Ich telefonierte HRS an und diese setzten sich mit dem Hotel in Oldenburg in Verbindung. Es dauerte geschlagene 25 Minuten, bis mich eine andere Stimme, eine resolut auftretende Olga, anrief, im Ostblock-Akzent mir erläuterte, dass das Hotel die Reservierung &#8222;aus Kulanz&#8220; storniert hätte und dass das Hotel mir liebe Grüße mitsenden würde.<br />Ob ich nun auf einer schwarzen Liste gelandet bin, werde ich bei der nächsten Buchung merken&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kohlfahrt verlief hervorragend angenehm: Es war einer der ersten Frühlingstage, wo es tagsüber 12-15 Grad war, und so war das Wandern einfach eine Wonne. Wir spielten Boßeln in kleinen Gruppen und abgesehen davon, dass ich manchmal die Reihenfolge der Teilnehmer durcheinander schmiss, lief alles ganz gut. Insbesondere, weil unser Team gewann. Natürlich!<br />Es ist einfach schön, mit einer Flasche Bier durch den flachen Norden zu wandern, der jedes Jahr immer ausgefeiltere Bollerwagen von Podschnack-Timo liefert die passende Tanz- und Gute-Laune-Musik, mit lieben Menschen zu reden und zu flachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abends im Gasthof bereute ich es wieder, beim Wandern wieder so viel Käse und Salami gegessen zu haben. Das stopft so für den Abend. Aber ohne ist auch nicht gut: Der Magen braucht ja auch eine Grundlage fürs Trinken. Und so konnte ich viel weniger Grünkohl und Pinkel essen, als ich gewollt habe &#8211; das Gasthaus macht&#8217;s einfach echt gut.<br />Doch so oder so: Die Grundlage für den Abend war wichtig. Denn nicht nur, dass es weiter mit dem Bier ging. Nein, erstmals in diesem Jahr gab es auch Ouzo. Und da war es um mich geschehen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diejenigen, die so eine Kohlfahrt nicht kennen: An dem Abend zahlt man einen Festpreis und hat dann alles Essen und Trinken inklusive. Es gibt Wasser, Bier, Softdrinks, Wein, aber auch Schäpse, Jägermeister, Ouzo, Liköre, &#8230; . Da muss man schon aufpassen, sich nicht komplett abzuschießen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch genau das konnten einige Dorfjungs wieder in ausgeprägter Art und Weise. Generell ist es schon etwas Besonderes, zu sehen, wie manchmal ziemlich &#8222;dörflich&#8220; das Klientel im Festsaal ist. Sie erfüllen teilweise jedes Klischee. So auch das Trinken.<br />Die Mädels in unserer Runde wurden dieses Jahr noch extremer angegangen als vergangenes Jahr, wo wir es schon als unangenehm empfanden. Dieses Jahr war da dieser eine junge Mann, der sich durch klares Ausgrenzen eher angestachelt fühlte, auf Tuchfühlung zu gehen: Seine Kordeln der Kapuzenjacke wickelte um die Hälse von den Mädels, fasste sie von hinten an und er ließ sich nicht abwimmeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst Podschnack-Timo erhob das Wort und zeigte ihm die Grenzen auf. Es kam zu einem kurzen Wortaustausch, bis ein Kumpel seinen komplett betrunkenen Freund ebenfalls zur Räson rief.<br />Endlich war Ruhe &#8211; aber das war schon sehr spät am Abend. Um 1 Uhr waren wir alle im Bett &#8211; schließlich hatten wir schon bei der Anreise knapp 5 Stunden in den Knochen und am folgenden Tag sollte es ja auch schon wieder zurückgehen und wir müssten fit sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Traditionell geht es zum Frühstück zu Bauer Uwe (ja, dem aus Bauer sucht Frau <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ). Das Frühstück ist mit knapp 16 EUR zwar echt teuer, aber auch extrem gut. Alles selbstgemacht, tolle Variationen und einfach ein herzliches Ambiente. Viel zu schade, dass wir alle noch viel zu satt vom Vorabend waren und so gar nicht alles essen konnten, was wir wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen 13 Uhr brachen wir dann schon wieder auf: Das war die Kohlfahrt 2019. <br />Ich freue mich schon auf das kommende Jahr!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2019/03/03/podcaster-kohlfahrt-2019/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weihnachten 2018</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2019/01/13/weihnachten-2018/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2019/01/13/weihnachten-2018/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2019 17:19:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=2489</guid>

					<description><![CDATA[Dieses Weihnachten stand unter einem ganz besonderen Stern. Nicht nur, dass Thomas zum zweiten Mal nicht an der Weihnachtsfeier teilnehmen wollte, so war auch vieles Anderes eben anders: Es sollte das letzte Weihnachten in der alten Wohnung in Egestorf sein. Es sollte das erste Weihnachten mit neuem Liebhaber sein. Und zudem wurde schon im Vornhinein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Dieses Weihnachten stand unter einem ganz besonderen Stern. Nicht nur, dass Thomas zum zweiten Mal nicht an der Weihnachtsfeier teilnehmen wollte, so war auch vieles Anderes eben anders: Es sollte das letzte Weihnachten in der alten Wohnung in Egestorf sein. Es sollte das erste Weihnachten mit neuem Liebhaber sein. Und zudem wurde schon im Vornhinein angekündigt &#8222;Also, dieses Jahr gibt es aber kein Kartoffelsalat mit Würstchen am Heiligabend. Nein, dieses Mal wird alles anders!&#8220;.<br />
In mir krampfte es: Nein, eigentlich will ich nichts anders haben. Eigentlich ist es gut so, wie es ist. Die neu gewonnene Energie der Gastgeberin muss ja nicht zulasten des einzig gebliebenen Familienfestes des Jahres gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war sowieso nicht besonders in Weihnachtslaune. Anfang Dezember ist mir eine Kundeninfrastruktur in nicht bekannter Weise um die Ohren geflogen, ich war generell überarbeitet. Das Wetter hatte nicht einmal ansatzweise Weihnachts-Charme, der Glühwein am Potsdamer Platz wurde eher der Tradition wegen und nicht der Temperaturen wegen getrunken. Mir fiel nichts zu schenken ein, ganze drei Geschenke im niedrigeren Preissegment ergaben ein kümmerliches Häufchen &#8222;Etwas&#8220;. Selbst auf Weihnachtslieder und meinen Instant-Weihnachtsfeelings-Song &#8222;Wonderful Dream&#8220; habe ich vor dem Ende schon ausgeschaltet.<br />
Eigentlich hätte ich mir das gesamte Weihnachten stecken können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend vergrummelt fuhr ich über die nassen Straßen der A2. Immerhin war diese Heiligabend am Nachmittag schön frei und weil ich eh kein Bock auf den heiligen Abend hatte, entschied ich mich, mit 130 km/h über die Autobahn zu trödeln. Tempomat mit Abstandshalter an und sich in die wildesten Vorstellungen verrennen: Großer Eklat am Heiligen Abend, weil dieses Mal ja alles anders würde.<br />
Doch, was war das denn da auf der Brücke? Irgendetwas Weißes und irgendetwas Rotes waren da. Und wie ich so langsam weiter an die Brücke heranrollte, so konnte ich immer mehr identifizieren, dass da oben ein Engel und ein Weihnachtsmann standen, die den Autofahrern zugewunken haben. Auf meinem vergrummelten Gesicht machte sich ein Lächeln breit, die Augen glänzten ein bisschen mehr. Der erste Funke Weihnacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kam in Egestorf an und meine Mutter begann gleich, zu stänkern. Was die einen zu den anderen gesagt hätten, was sie an Aussagen blöde fände und generell. Da traf sie mich ja im richtigen Mood: Ich wies sie kurz und recht rigide zurecht, dass sie stänkern würde und das dem Abend nicht gerecht würde. Dann wurde den gesamten Abend nicht mehr gestänkert.<br />
Stattdessen trudelten so langsam meine Geschwister ein: Mein Bruder, seit halb 4 auf den Beinen, weil er morgens noch in der Bäckerei Brötchen verkaufte. Und meine Schwester, die den Papa nun allein zu Hause gelassen hat.<br />
Aus dem Ofen wurde die große Auflaufform gezogen, in meinem Kopf spukten die Aussagen meiner Schwester und der Freundin meines Bruders: &#8222;Wenn es Gans gibt, gehe ich gleich wieder&#8220;. Der Deckel wurde gelüftet und … es war Gulasch. Ein Glück!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Bruder, seines Zeichens bekanntermaßen Veganer, stand auf und begann, seine Sachen zum Kochen zusammenzusuchen. Die freundliche Frage, ob er nicht mit uns sitzen könne, nahm er überraschend ohne Murren an. Und so saßen wir, ein hervorragendes Gulasch essend, gemeinsam an einem Tisch, redeten und lachten. Selbst mein sonst nicht gesprächsfreudiger Bruder. Als sich das Essen dem Ende neigte, stand er langsam auf, machte sich das Essen. Ohne dass man auch nur darüber reden musste, blieb die gesamte Familie sitzen und wartete, bis auch er nicht nur sein Essen zubereitet, sondern auch aufgegessen hatte.<br />
Lange nicht mehr ein so harmonisches Abendessen erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jörg als unser Abend-DJ hatte ein gutes Gefühl für die richtigen Playlists, die Weihnachtsstimmung verbreiten, aber ohne Knabenchor oder klassischen Weihnachts-Pop-Hits. Und während also im Hintergrund die passende Musik lief, beschenkten wir uns alle aus dem großen Haufen von Geschenken. Und meinen drei kleinen Geschenken.<br />
Manches wird sicherlich schnell wieder in Schubladen verschwinden, manches wurde mit viel Liebe gestrickt, manches hat alltägliche Wünsche erfüllt: Eine gute Mischung. Doch dann war da dieses Geschenk, das schon mit &#8222;Zum Schluss öffnen&#8220; gekennzeichnet war. Es trug das Schild &#8222;Nicola&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie öffnete das Geschenk und stieß auf ein Buch, das förmlich aus allen Nähten platzte: Es war vollgeklebt mit kleinen Gimmicks, die die Sprüche auf den Seiten unterstützten: &#8222;Wenn du sauer bist&#8220; hat Süßigkeiten auf der gegenüberliegenden Seite, &#8222;Wenn du wen ganz Tolles sehen willst&#8220; einen Spiegel, &#8222;Wenn dir das Leben zu trist wird&#8220; eine kleine Tüte Konfetti.<br />
Und dann war da die Seite &#8222;Wenn du mal lachen möchtest&#8220; &#8211; und gegenüber klebte eine Gefriertüte mit Fotos aus dem Familienkreis drin. Komische Fratzen, lustige Situationen, spontane und komplett gestellte Selfies &#8211; es wurde viel gelacht, als die Fotos herumgereicht wurden. Tränen vor Lachen liefen, &#8222;Ich mache mir gleich in die Hose vor Lachen!&#8220; und Jörg saß etwas bedröppelt, vielleicht auch irritiert, daneben. Familienhumor eben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann war da noch die Seite &#8222;Wenn du mal in Erinnerungen schwelgen möchtest&#8220; &#8211; wieder mit einer Gefriertüte, wieder mit Fotos. Dieses Mal mit Erinnerungen. Erinnerungen an gemeinsame Urlaube, Erinnerungen an verstorbene Opas, Erinnerungen an Geburtstage, Erinnerungen an vergangene Weihnachten. Im Hintergrund lief eine ganz leichte Klavier- und Klangspielmusik. Wie in einem großartig inszenierten Film baute sich eine eigene Stimmung auf. Alle schwelgten auf einmal in Erinnerungen, wurden ganz ruhig, Omi schluchzte bei Gunther auf. Und doch wurde auch immer wieder gelacht und sich gewundert, wie es früher war. Jörg wurden Urlaube und Situationen erläutert und jeder hatte auch etwas zu dieser Erzählung beizutragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abend lief weiter, draußen war es schon dunkle Nacht und meine Schwester samt Bruder waren immer noch da. Er, obwohl er fast 20 Stunden auf den Beinen ist. Sie, obwohl zu Hause der Papa wartete. Erst um halb 1 löste sich die Runde auf und man fuhr durch die dunkle Nacht nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben gelacht und einen harmonischen Abend miteinander verbracht. Keiner ist auf dem Sofa eingeschlafen. Wenn Erinnerungen hochkamen, dann die richtigen Erinnerungen und keine, für die man sich fremdschämen muss. Es war ein Familienabend und kein Zweckabend.<br />
Ja, dieses Mal war wirklich alles anders. Im besten Sinne. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und als meine Oma zu Silvester am Telefon sagte, dass Weihnachten 2018 eines ihrer zwei Jahres-Highlights war, da dachte ich mir nur so: &#8222;Recht hast du&#8220;.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2019/01/13/weihnachten-2018/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblick auf 2018</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2018/12/31/rueckblick-auf-2018/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2018/12/31/rueckblick-auf-2018/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Dec 2018 17:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=2468</guid>

					<description><![CDATA[Herrje, ist das lange her, dass es den letzten Eintrag gab. Und dabei ist so viel passiert. Ich wohne in Berlin, habe viel tolle Zeit erlebt und Dinge getan, die das Leben so mitbringt.Ich habe es mir schon einige Male vorgenommen, wieder mehr zu bloggen. Schlief natürlich immer wieder ein. Aber jedes Ende ist ein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Herrje, ist das lange her, dass es den letzten Eintrag gab. Und dabei ist so viel passiert. Ich wohne in Berlin, habe viel tolle Zeit erlebt und Dinge getan, die das Leben so mitbringt.<br />Ich habe es mir schon einige Male vorgenommen, wieder mehr zu bloggen. Schlief natürlich immer wieder ein. Aber jedes Ende ist ein Anfang. Oder so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also fange ich erneut an. Mal schauen, wie lange es anhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Zugenommen oder abgenommen?<br /></strong>Meine Waage ist seit Monaten leer, entsprechend kann ich es nicht mehr ablesen. Ich vermute, ein paar Kilo habe ich zugenommen: Irgendwie scheint mir das Gesicht runter. Oder ich war schon immer propper und keiner hat es mir gesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Haare länger oder kürzer?<br /></strong>Endlich wieder länger. Ich erinnere mich noch, als Erdogan in Berlin war (<a href="https://youtu.be/HCxOAmJ0vPc">er winkte mir zu!</a>), an dem Tag war ich auch beim Friseur. Ich geriet an eine Friseuin, die gar nicht nach dem Stil fragte. Stattdessen frage sie nur mit stark spanischem Akzent: &#8222;Deutsch?&#8220; &#8211; Ich antwortete &#8222;&#8230;Ja?&#8220; &#8211; Sie fuhr mir durch die Haare und sagte nur &#8222;Oh, echt deutsch? Blond!&#8220; und schnitt los.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis war ein harter Undercut, der mir so manchen Spott von Kollegen und Kunden besorgte. Seitdem versuche ich krampfhaft die Haare wieder länger zu bekommen, aber zuletzt waren die Haare immer noch nicht auf den gewünschten 12mm an den Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?<br /></strong>Ich bin ja der Meinung, Straßenschilder nicht mehr so ganz gut lesen zu können. Mag aber auch an meiner dauerhaften Müdigkeit liegen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br />Wenn wir alles wieder auf eine Meta-Ebene ziehen wollen, wurde ich wohl weitsichtiger: Ich ging nach Jahren wieder zum Zahnarzt (müsste ich eigentlich wieder mal hin&#8230;), suchte nach einem Steuerberater (fand aber keinen, müsste ich eigentlich auch mal wieder suchen&#8230;) und machte ein kleines Nebengewerbe auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Mehr Kohle oder weniger?<br /></strong>Seitdem ich kein Bereichsleiter mehr bin (den gab ich zum 1.1.2018 ab), gar ein bisschen weniger. Mit dem Nebengewerbe habe ich ein bisschen Geld eingenommen, aber das wurde nun fleissig reinvestiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>5. Mehr ausgegeben oder weniger?<br /></strong>Mehr. Deutlich mehr. Dank einiger Zuwendungen von verschiedenen Seiten wie Umzugshilfe oder Jahresboni komme ich dennoch glücklicherweise plusminus Null raus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>6. Mehr bewegt oder weniger?<br /></strong>Zuletzt schrieb ich eine Jahreszusammenfassung <a href="https://weblog.yubb.de/2016/01/01/2016-alles-auf-null/">für das Jahr 2015, ins Jahr 2016</a>. Da schrieb ich noch &#8222;<em>Aber im Leben: Weniger. Zu meinem Leidwesen.  Will ich ändern.</em>&#8220; Es hat dann noch knapp 18 Monate gedauert, ehe ich mein Leben komplett umkrempelte: Ich gab meine schöne Wohnung in Hannover auf, zog nach Berlin. Ohne, dass ich einen Grund gehabt hätte. Ob es die absolute Entscheidung war, weiß ich bis heute nicht. Aber es ist Veränderung und Bewegung. Das ist gut.<br />Glaube ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>7. Der hirnrissigste Plan?<br /></strong>2018 war ein Jahr ohne Plan. Ich habe nur reagiert. Das Leben hat mir etwas hingeworfen und ich balancierte zwischen den vielen Glückseligkeiten und Fettnäpfchen hin und her. Da bleib keine Zeit und Möglichkeit, nachzudenken und zu planen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht war der hirnrissigste Plan, &#8222;es alles&#8220; zu schaffen. Und dabei zu spät, aber hoffentlich rechtzeitig die Reißleine gezogen zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>8. Die gefährlichste Unternehmung?<br /></strong>&#8222;Gefährlich&#8220; ist vielleicht der falsche Begriff. Sagen wir &#8222;waghalsig&#8220; und wir landen wieder beim Umzug nach Berlin.<br />Es gab eben keinen rationalen Grund, hier her zu ziehen. Weder wollte ich den Job wechseln noch winkte mehr Geld noch gab es eine Aussicht auf bessere/günstigere Lebensumstände noch zog mich die Liebe. Bis heute weiß ich nicht, was mich nach Berlin trieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich aber weiß, ist, was ich gefunden habe: Nähe zu Freunden, Unternehmungen mit Freunden, neue Freunde und ein großes Bündel Stolz, wenn man täglich am Potsdamer Platz vorbeifährt oder Touris stolz Fotos schießen sieht, da, wo man selbst lebt, oder mal eben einen Tag an Orten wie Reichstagsufer oder Tempelhofer Feld zu verbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>9. Der beste Sex?<br /></strong>…</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>10. Die teuerste Anschaffung?<br /></strong>Das hier. Das um mich herum. Die Wohnung. Das Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>11. Das leckerste Essen?<br /></strong>Es gab so viele Menschen, die mich mit viel Enthusiasmus bekocht haben. Hier ein Gericht auszuwählen, würde den anderen nicht gerecht werden. Fühlt euch alle bedankt!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>12. Das beeindruckendste Buch?<br /></strong>Auch dieses Jahr habe ich nichts gelesen. Ich habe gerade die 9 1/2 Leben des Käpt&#8217;n Blaubär angefangen. Nicht beeindruckend. Aber ein Buch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13. Der ergreifendste Film?</strong><br />Ich habe viele tolle Filme gesehen, aber um den Begriff &#8222;ergreifend&#8220; gerecht zu werden, sei hier &#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=7TbWgIvgXlk">The Silent Child</a>&#8220; genannt. Ein Kurzfilm, der auch den Oscar 2018 in der entsprechenden Kategorie erhielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um ein junges, gehörloses Kind, das von den Eltern eher vernachlässigt wird und dann dank einer Therapeutin aufblüht.<br />Das ist aber nur die Hälfte der Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr ergreifend, in mehreren Szenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14. Die beste CD? Der beste Download?<br /></strong>Ich habe mir dieses Jahr keine CD und auch keinen belastbaren Download gegönnt. Als beste Anschaffung generell würde ich mein Bett nominieren wollen: Seit der Zeit in Hannover schlief ich auf einem &#8222;normalen&#8220; Lattenrost und einer schon zu dem Zeitpunkt gebrauchten Federkernmatratze. Während meiner sechsmonatigen Probezeit in Berlin schlief ich auf meinem 200 EUR-Neupreis-Sofa, das genau so hart war, wie es sich liest. Auch die erste Zeit in der eigenen Wohnung schlief ich auf diesem Sofa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein jetztiges Bett hat einen wertigen Lattenrost und eine dicke Latexmatratze. Zudem habe ich mir ein Nackenstützkissen gekauft. Alles nichts Tolles, alles Ikea.<br />Aber ich habe lange, sehr lange nicht mehr so gut geschlafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>15. Das schönste Konzert?</strong><br />Ich habe dieses Jahr generell endlich mal wieder Konzerte besucht. Zu meiner großen Überraschung hat mich das Konzert von Joris richtig bewegt. Mitgekommen, um Zeit mit einer Freundin zu verbringen, explodierte Joris schon in den ersten Songs und hat einfach eine großartige Lichtshow auf die Bühne gebracht. Wie er dann wild über die Boxen und Musikinstrumente kletterte oder einfach mitten im Zuschauerraum einen Song interpretierte &#8211; das war schon etwas Besonderes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>16. Die meiste Zeit verbracht mit …?<br /></strong>Arbeit. Sehr viel mit Arbeit. Zu viel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>17. Die schönste Zeit verbracht mit …?<br /></strong>Freunden. Mit jedem in ganz eigener Art. Auf jeden Fall sind es Momente, die ich so nicht kannte. So locker, so unverkrampft, so normal.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>18. Vorherrschendes Gefühl 2018?<br /></strong>Erschöpfung. Das Jahr startete mit einer Umstellung in der Firma, parallel war ich auf Wohnungssuche. Irgendwann hatte ich die Wohnung und musste zusehen, dass ich einen Umzug organisierte. Anfang April stürzte eine gesamte Kundeninfrastruktur ab und ich verbrachte eine Woche ungeplant in Mainz (und fuhr in der Zeit zwei Mal nach Mainz, weil Problem 1 Problem 2 auslöste, was nicht abzusehen war). Im Sommer lief das Geschäft der Firma in Berlin richtig an, ich hatte viel zu tun. Parallel starteten die <a href="https://www.webfalken.de/">Webfalken </a>und ich intensivierte meine Kino- und Pressevorführungs-Besuche. Ein großes Projekt in Berlin wurde kurzfristig zu groß und brachte entsprechend Stress mit sich. Ein neuer Kollege wollte eingearbeitet werden und es stellte sich heraus, dass er deutlich weniger Vorkenntnisse hat, als man aus seiner Vita entnehmen konnte. Als wurde viel Zeit investiert, damit er schnell eine Entlastung sein kann, parallel zum steigenden Stress auf Arbeit.<br />Die erste Dezemberwoche war von drei Priorität A-Fällen durchzogen, die ich parallel zum gesamten Stress zu managen hatte. Den Todesstoß gab eine Kundenumgebung, die durch einen Angriff komplett verschlüsselt und damit unbrauchbar wurde. Die folgenden Tage saugten die letzten Energiereserven leer und nun sitze ich da und suche den Moment zur Regeneration.<br />Ich will ihn 2019 so schnell wie möglich finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>19. 2018 zum ersten Mal getan?<br /></strong>Die Comfort Zone verlassen. Ganz physikalisch durch den Umzug aus der bekannten Region in ein komplett neues Umfeld. Aber eben auch durch Sprung über den Schatten, der noch bis heute nach rationalen Gründen sucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch ein Kleinunternehmen gegründet und auch die ersten Erträge eingefahren. Ein schönes Gefühl.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20. 2018 nach langer Zeit wieder getan?<br /></strong>Beim Zahnarzt gewesen. Und beim Dermatologen. Sehr pragmatisch. Aber mehr fällt mir für das Jahr nicht ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?<br /></strong>Die Ausfälle bei den Kunden. Die Probleme, die die Arbeit neben der konkreten Arbeit mit sich brachten. Und die Ausfälle bei den Kunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?<br /></strong>Ich habe so manchen Grabenkampf auf der Arbeit ausgeführt. Aber am Ende gilt es, die Niederlage einzugestehen und das Gegebene zu akzeptieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?<br /></strong>Ich bin ein schlechter Schenker. Immer gewesen. Zudem möchte ich mir nicht anmaßen, was ich anderen Gutes getan habe. Das können Andere eher beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?<br /></strong>Ich glaube, viele wissen gar nicht, welches Geschenk sie mir mit ihrer Anwesenheit gemacht haben. Es ist schön, dass ihr da seid.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?<br /></strong>Einige Menschen, die sagten mir dieses Jahr, dass ich ein guter Kerl sei und vielleicht gar nicht wisse, wie sehr ich anderen Leute gut täte. Das sind Worte, die sitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?<br /></strong>Auch das will ich mir nicht anmaßen. Aber ausgehend davon, was mir gut tut, hoffe ich mit &#8222;Schön, dass du da bist.&#8220; das selbe Gefühl hervorgerufen zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>27. 2015 war mit einem Wort …?<br /></strong>Aufreibend.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2018/12/31/rueckblick-auf-2018/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>USA Roadtrip &#8211; Meta</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2016/06/03/usa-roadtrip-meta/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2016/06/03/usa-roadtrip-meta/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 17:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[reallife]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=1807</guid>

					<description><![CDATA[Dieser Eintrag entsteht etwa zwei Wochen nach Rückkehr. Zwischenzeitlich hat mich die Arbeit wieder gefangen, viele Geschichten sind mehrfach erzählt worden. Neben den ganzen Tagesberichten gibt es natürlich auch viel zu erzählen, was übergreifend interessant und wichtig ist. Und es ist auch Zeit, mal zurückzuschauen &#8211; wie war es eigentlich wirklich? Es war schmerzhaft Ich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Eintrag entsteht etwa zwei Wochen nach Rückkehr. Zwischenzeitlich hat mich die Arbeit wieder gefangen, viele Geschichten sind mehrfach erzählt worden. Neben den ganzen Tagesberichten gibt es natürlich auch viel zu erzählen, was übergreifend interessant und wichtig ist. Und es ist auch Zeit, mal zurückzuschauen &#8211; wie war es eigentlich wirklich?</p>
<p><strong>Es war schmerzhaft<br />
</strong>Ich habe mich zu spät mit Sonnencreme eingeschmiert. Ich habe am ersten Tag die Sonne unterschätzt, was mir insbesondere der Nacken übel nahm: Das Duschen in den folgenden Tagen war wirklich schmerzhaft, jede Bewegung meiner Kette fühlte sich wie ein kleines Sägeblatt an. Die Arme hatten nicht so viel mitgenommen, spannten und schuppten aber auch über die gesamte Reise, trotz kräftigem Eincremen. Dauerhaft Leidtragende waren meine Ohren, die sogar länger als andere Körperteile ohne Sonnencreme auskommen mussten, bis Christian mich darauf hinwies, dass die Ohren knallrot seien. Die Ohren begannen ebenfalls, sich zu pellen und auch schnell zu bluten. Zeitweise waren die Ohren ziemlich verschorft.<br />
Kurz: Ich habe meinem Körper nicht gut getan und er lechtzte nach einer Entspannung. So krass, wie ich mich nach der Rückkehr gepellt und geschuppt habe, das hatte ich laut meiner Erinnerung noch nie.</p>
<p><strong>Es war teuer</strong><br />
Gerade gestern kam die Kreditkartenabrechnung. Sie zeigt einen vierstelligen Betrag und das sind lediglich die &#8222;laufenden Kosten&#8220; gewesen. Die Unterkunft für die ersten drei Tage in Los Angeles sind nicht berücksichtigt, der Flug ist ebenfalls vorher schon bezahlt gewesen, die Parkgebühren für den Hamburger Flughafen wurden vom Giro bezahlt, hinzu kommen die Bargeld-Abhebungen, die ich ebenfalls direkt vom Giro getätigt habe. Einen ähnlichen Betrag hat Christian auf der Uhr. Somit dürfte dieser Roadtrip teurer gewesen sein als unsere Reise nach New York. Ist natürlich auch naheliegend, weil wir mit Automiete und Benzin, verschiedenen Unterkünften und ständigem externen Essen wesentlich mehr ausgegeben haben.<br />
Es ist krass, was so eine Reise kostet &#8211; und es lässt mich wieder wertschätzen, dass ich mir zwar Gedanken über die Höhe mache, aber nicht unter dieser leide. Christian und ich haben mehrfach auf der Reise darüber gesprochen, welches definitiv nicht selbstverständliches Privileg es ist, diesen Roadtrip machen zu können.</p>
<p><strong>Es war sorgenvoll</strong><br />
Ich habe mir viel mehr Gedanken als bei den Reisen nach Shanghai oder New York gemacht: Die Unsicherheit, selbst auf fremden Straßen zu fahren, war mir nicht ganz geheuer. Schlimmer war nur noch, dass wir ab Tag 3 nicht mehr wussten, wo wir am Folgeabend schlafen würden. Diese Sorge trieb mich die gesamte Zeit vor der Reise und ließ mich nicht gerade erfreut auf die Zeit schauen. Ich sah uns schon irgendwo an Straßen schlafen, mitten in der Weite. Irgendwann würden wir sogar ausgeraubt werden.<br />
Dass die Sorge unbegründet war, weiß ich nun auch. Und die Entspannung trat ja auch schon während der Reise ein: Während wir für San Francisco noch eine dauerhafte Unterkunft planten und mieteten, wussten wir auf der Reise nach Las Vegas gegen 20 Uhr immer noch nicht, wo wir die Nacht verbringen würden. Und es störte mich nicht. Mehr.</p>
<p><strong>Aber: Es war geil</strong><br />
Es hat alles gepasst, es gab wirklich nichts, was es zu bemängeln gibt. Natürlich gab es Dämpfer. Allen voran die <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/25/usa-roadtrip-tag-7/" target="_blank">kälteste Nacht ever im Yosemite</a> oder <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/29/us-roadtrip-tag-11/" target="_blank">die letzte Nacht in Los Angeles mit dem wirklich gruseligen Pizzalieferanten</a>. Aber mal ehrlich, der Rest war einfach nur richtig: Das Wetter war durchgehend warm, aber nicht zu warm. Mit 25-30 Grad, zeitweise auch ein ganz bisschen mehr, war es warm, aber auch nicht extrem warm. Gerade in Las Vegas merkten wir natürlich die Temperaturen, aber es war nicht so drückend, da die Luft in Las Vegas furztrocken ist.<br />
Wir kamen kostenlos in beide Nationalparks hinein und haben so mal eben knapp 50 Dollar gespart. Pro Person. Wir hatten immer okaye Unterkünfte, die sicherlich ihre Mängel hatten, aber niemals im ekligen und unzumutbaren Bereich waren. Wir haben extrem viel gesehen und durch die Spontaneität auch Dinge, die vielleicht auch nicht jeder sieht. Oder doch und wir halten uns für exklusiv. Sei es drum. Der Wagen war super, er hat allen Sorgen zum Trotz mitgespielt und uns zuverlässig quer durch den Südwesten der USA geschifft.</p>
<p>So, wie ich nie gedacht hätte, nach New York und Shanghai zu kommen, so hätte ich nie gedacht, dass ich mal einen Roadtrip durch den Südwesten der USA machen würde. <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/19/usa-roadtrip-tag-1-2/" target="_blank">Los Angeles</a>, Walk of Fame, <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/20/usa-roadtrip-tag-2/" target="_blank">Hollywood Sign</a>, <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/22/usa-roadtrip-tag-4/" target="_blank">San Francisco, Golden Gate Bridge, Live Jazz, Live Rock</a>, <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/24/usa-roadtrip-tag-6/" target="_blank">Yosemite</a>, <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/25/usa-roadtrip-tag-7/" target="_blank">Nacht im Auto</a>, Las Vegas, <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/26/usa-roadtrip-tag-8/" target="_blank">Las Vegas Strip</a> und <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/27/usa-roadtrip-tag-9/" target="_blank">Fremont Street</a>, <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/29/us-roadtrip-tag-11/" target="_blank">Grand Canyon</a>, <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/30/usa-roadtrip-tag-12/" target="_blank">Route</a> <a href="https://weblog.yubb.de/2016/05/01/usa-roadtrip-tag-13/" target="_blank">66</a>. Leute, das ist doch surreal!<br />
Zugegeben, es ist die typische &#8222;Anfängertour&#8220;, was US Roadtrips betrifft. Habe ich schon mehrfach gelesen und auch mit einigen gesprochen. Aber es ist auch wirklich eine sehr attraktionsreiche und spannende Reise, die in zwei Wochen umsetzbar ist. Natürlich kann man pro Ort nur wenige Tage bleiben, wenn überhaupt. Man muss ja auch tageweise Autofahrten mit einrechnen. Groß sesshaft werden und die Städte echt erkunden geht natürlich nicht. Aber alle Städte bieten genug, dass auch die Stippvisiten ausreichen, dass man mit so vielen Impressionen und Erlebnissen zurückkommt, dass auch diese Reise noch lange nachwirken wird.</p>
<p>Und es bleibt wohl weiterhin ein Mysterium, warum sich Christian und ich während des Urlaubs so gut verstehen. Wir sehen uns weiterhin so gut wie nie und ergänzen uns dennoch in vielerlei Hinsicht dergestalt, dass es auch auf dieser Reise zu keinerlei Konflikt kam. Ganz im Gegenteil, am Ende der Reise wurden wir durchaus männlich und taten Dinge, die man nur tut, wenn man sich vertraut und weiß, wie der andere tickt. Es ist ein interessantes Verhältnis.<br />
Ich bin gespannt, wo uns dieses Verhältnis noch hinführt &#8211; ein paar Kontinente haben wir noch offen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2016/06/03/usa-roadtrip-meta/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>USA Roadtrip &#8211; Tag 14</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2016/06/01/usa-roadtrip-tag-14/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2016/06/01/usa-roadtrip-tag-14/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2016 17:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[reallife]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=1806</guid>

					<description><![CDATA[Nach dem Schock mitten in der Nacht war das Schlafen zumindest angenehm. Frühstück gab es natürlich keines im Motel, so wie es auch nicht anderes im Motel gab. Aber es gab wieder ein Coco&#8217;s, zwar 10 Minuten Autofahrt entfernt, aber wir wussten, was wir bekämen. Ein letztes Mal Coco&#8217;s, ein letztes Mal Pencakes, ein letztes [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Schock mitten in der Nacht war das Schlafen zumindest angenehm. Frühstück gab es natürlich keines im Motel, so wie es auch nicht anderes im Motel gab. Aber es gab wieder ein Coco&#8217;s, zwar 10 Minuten Autofahrt entfernt, aber wir wussten, was wir bekämen. Ein letztes Mal Coco&#8217;s, ein letztes Mal Pencakes, ein letztes Mal Free Refill Kaffee. Trotz dessen, dass wir morgens im Hotel schon unsere Koffer reisefertig packten, trotz dessen, dass wir gestern Abend schon das Auto etwas aufgeräumt hatten: Jetzt wurde uns klar &#8211; noch heute geht es zurück nach Deutschland.</p>
<p>Wir waren aber auch nicht traurig drum: Schon gestern auf der Route 66 haben wir die Reise Revue passieren lassen und wir kamen gemeinsam zum Ergebnis: &#8222;Was für ein Urlaub!&#8220;. Wir haben so viel gesehen, wir haben so viel erlebt, wir haben so viel Glück gehabt mit Unterkunft, mit Wetter, mit Menschen. Es war eine rundum tolle Reise.<br />
Zugleich waren wir aber auch müde. Müde, jeden Tag wo anders zu schlafen, ständig auf der Suche nach einem Frühstück und Abendessen. Müde auch vom immer selben Essen: Eine Vollkorn-Käseschnitte gab es nirgends und wenn, dann zu exorbitanten Preisen um die 4 $. Wir sehnten uns langsam mal wieder danach, im eigenen Bett zu schlafen, nicht aus Koffern zu leben und auch einfach mal wieder die Seele baumeln zu lassen.</p>
<p>Wir brachten das Auto weg, in die Innenstadt von Los Angeles. Ursprünglicher Rückgabeort wäre ja der Flughafen gewesen, da hatten wir das Auto hergeholt. Aber schon gegen Mittag am Flughafen sein, obwohl der Flieger erst gegen 18 Uhr geht, war uns zu früh. Glücklicherweise konnten wir den Rückgabeort kostenlos umbuchen &#8211; an der Stelle wirklich Lob an Sixt: Nicht nur gute Autos, auch guter Service und eben kleine, aber eben doch Veränderungen in den Buchungsoptionen kostenlos. War ne gute Wahl.<br />
Der Sixt-Mensch lief einige Male ums Auto, uns war es egal: Wir hatten die Superduper-Mega-Antischrott-Versicherung. Uns kann nichts passieren. Passierte auch nicht. Wir ließen den Wagen zurück. Den Wagen, an dem zwei Wochen Insekten und Dreck klebten, den Wagen, der gerade für die letzte Woche quasi unsere Unterkunft war und auch innen entsprechend dreckig war. Den Wagen, dem wir knapp 2.500 Meilen abgefordert haben und somit knapp 1/3 seiner jetzigen Laufweite. Mir tat das Reinigungspersonal etwas Leid, aber auch dafür haben wir gezahlt.</p>
<p>So standen wir da nun, der Hollywood Boulevard war recht in der Nähe, aber eben doch zu weit weg als dass wir nun unsere Koffer da hin ziehen wollten. Wir wollten ein letztes Mal Lyften. Blöd nur: Wir haben kein WLAN gefunden. Und wo kein WLAN, da kein Zugriff auf Lyft, so kein Taxi zum Fahren. Und so zogen wir doch los, immer leicht bergauf, immer näher an den Hollywood Boulevard heran. Christian fluchte, ich schnaufte, aber nach einer halben Stunde (und drei weiteren Stopps, weil Christian immer noch ein WLAN suchte) sahen wir die ersten Sterne im Boden des Bürgersteigs: Der Walk of Fame begann, somit sind wir im Zentrum angekommen.<br />
Wir setzten uns ins <a href="https://www.google.de/maps/place/Madame+Tussauds+Hollywood/@34.1015488,-118.3415098,3a,75y,357.16h,83.23t/data=!3m7!1e1!3m5!1sBkA_cXzFsD8bByow0xo3cQ!2e0!6s%2F%2Fgeo0.ggpht.com%2Fcbk%3Fpanoid%3DBkA_cXzFsD8bByow0xo3cQ%26output%3Dthumbnail%26cb_client%3Dmaps_sv.tactile.gps%26thumb%3D2%26w%3D203%26h%3D100%26yaw%3D274.83371%26pitch%3D0!7i13312!8i6656!4m5!3m4!1s0x80c2bf216e9ca395:0x7608d965074c964!8m2!3d34.101712!4d-118.341535!6m1!1e1?hl=de" target="_blank">Starbucks neben Madame Tussauds</a> und schauten dem Treiben der Touristen zu. Wir hatten zuvor Postkarten gekauft und schrieben diese an unsere Freunde und Verwandten. Am Flughafen würden wir die Karten einwerfen und dann sind sie gerade noch, aber eben doch in Los Angeles losgesandt.</p>
<p>Der Plan klang schlüssig: Gegen 17:40 Uhr war Boarding, also lyften wir gegen 15 Uhr, halbe Stunde Fahrt, sind wir um 15:30 Uhr am Flughafen, Gepäckaufgabe, Check-In, Sicherheitskontrolle &#8211; passt. Was wir nicht bedachten: Wir waren in Los Angeles Innenstadt und wir wussten doch, dass Los Angeles ein verkehrstechnisches Monstrum ist. Das Auto kam gegen 15:15 Uhr an, der Fahrer extrem freundlich und engagiert &#8211; wie alle. Doch er brachte uns die Hiobsbotschaft: 1 Stunde würden wir schon zum Flughafen benötigen.<br />
Und er sollte Recht behalten: Erst um 16:10 Uhr waren wir am Flughafen. Huiuiui, nun mussten wir uns etwas sputen. Die Schlange an der Gepäckaufgabe war schon etwas länger. Turkish Airlines ermöglicht es, zwei Koffer pro Passagier mitzunehmen, was viele vor uns ausnutzten und entsprechend lange dauerte das Abfertigen. Einige hatten noch Hunde und Sperrgepäck, was die Sache zusätzlich verlangsamte, ganz zu schweigen von den Koffern, die zu schwer waren und vor den Schaltern umgepackt wurden. Irgendwann waren unsere Koffer aufgegeben &#8211; das größte Problem war gelöst. Dachten wir.</p>
<p><div id="attachment_1937" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160427_140855.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1937" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160427_140855-300x222.jpg" alt="Ein letztes Mal Hollywood Boulevard" width="300" height="222" class="size-medium wp-image-1937" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160427_140855-300x222.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160427_140855-768x569.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160427_140855.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1937" class="wp-caption-text">Ein letztes Mal Hollywood Boulevard</p></div></p>
<p>Zunächst galt es aber, die Karten loszuwerden. Wir sahen keinen Briefkasten, fragten das Personal und bekamen eine spannende Antwort: Dieser Flughafen habe keinen Briefkasten. Nirgends. Keine Post, keinen Briefkasten. Hmkay, blöd. Ob die Dame, die die Boardingkarten prüft, nicht unsere Karten einstecken könnte? Nein, könne sie nicht. Sicherheitsgründe. Gleiche Antwort beim Reinigungspersonal. Na toll, nun sitzt uns sowieso die Zeit im Nacken, wir haben für teure 2 Dollar pro Karte Briefmarken gekauft und nun würden wir diese Karten nicht loswerden?!<br />
Natürlich befanden wir uns auch am Terminal für den Abflug &#8211; hier waren alle Menschen beim Check In, kaum jemand kam in Los Angeles an. Wir tigerten vor dem Terminal hin und her, Christian fragte einige Leute und bekam Abfuhren. Irgendwann fragte ich eine junge Dame und landete sofort einen Treffer: Sie würde die Karten für uns einstecken. Wow, das war Rettung in letzter Sekunde. Vielleicht sollte ich häufiger junge Frauen ansprechen&#8230;?</p>
<p>16:55 Uhr. Nun nur noch durch den Security-Check und dann wären wir ja wieder sauber in der Zeit.<br />
Die Schlange war lang. Sehr lang. Mehrere Hunderte Passagiere in spe standen in der Schlange, das Personal war dabei, die Massen irgendwie zu verwalten. Die Schlange bewegte sich kein bisschen. In Christian und mir stieg der Adrenalinpegel: Eine halbe Stunde standen wir nun schon in der Schlange und wir waren noch nicht in Security-Check-Schlange, Teil 2, die sich direkt an Teil 1 anschloss.<br />
Gegen kurz nach halb 6 kamen wir endlich in Schlange, Teil 2. Wir redeten uns ein, dass das alles nicht so schlimm sei, denn wir waren nicht die einzigen mit Turkish Airlines-Tickets. Zugleich schallten &#8222;Last Call&#8220;s durch das Terminal, die bestimmte Personen aufforderte, jetzt zu Gate zu kommen, da man sonst alleine losfliege. Die Unsicherheit blieb. Schlange Teil 2 war aber wesentlich beweglicher als Schlange Teil 1. Langsam, aber stetig ging es vorwärts. Am Security-Check sorgten die Fluggäste selbst dafür, dass alles wie eine Maschine in sich griff &#8211; wir waren alle im Zeitdruck: Der Eine holte neue Kästen für Taschen und Unterlagen, der Andere wies den Dritten hin, dass auch die Schuhe ausgezogen werden müssten. Alle Fluggäste reihten sich automatisch zum Scannen ein, das viel zu geringe Personal musste nur noch machen. Los los los!</p>
<p>Schnellen Schrittes gingen Christian und ich zum Gate, das Boarding lief schon seit einer Viertelstunde. Wir waren nicht die Letzten, beileibe nicht.<br />
Wir hatten mal wieder gute Plätze, die 3er-Sitzreihe war nur durch uns besetzt. So konnte einer am Fenster sitzen, einer am Gang und der mittlere Sitz blieb frei, was für Ablage, aber auch zum Beine ausstrecken durchaus positiv war. Dennoch: Trotz der Vorfreude auf Deutschland hatten wir beide sowas von abgrundtief keinen Bock auf diesen Flug. Die Laune stieg auch nicht, als sich herausstellte, dass eine Sitzreihe direkt vor der Stewardess-Küche auch viel Krach und Unruhe im Gang mit sich brachte.<br />
Doch, was hilft es? Wir machten unsere Media-Terminals an, schauten Filme, hörten Musik und versuchten, das beste draus zu machen. Schnell schliefen wir auch immer wieder weg &#8211; irgendwie würde dieser 13-Stunden-Flug schon umgehen.</p>
<p>Der Zwischenstopp in Istanbul war unspektakulär, aber mindestens genau so nervig: Nun mussten wir 1,5 Stunden warten, ehe wir in den nächsten Flieger könnten. Wir nutzten die Zeit mit Internet-Surfing und ein bisschen whatsappen. Was man halt so macht&#8230;<br />
Noch einmal drei Stunden Flug, wir ließen es emotionslos über uns ergehen. Die Sonne ging über Europa gerade unter und der Himmel war wolkenfrei. Ich saß am Fenster und konnte unten die beleuchteten Ballungszentren sehen. Das war schon ein schöner Anblick, wie sich die beleuchteten Straßen wie Adern durch die Landschaft schlängelten, wie man auch erkannte, wo Wohngebiete und wo Veranstaltungsgebiete waren.</p>
<p>Wir landeten erfolgreich in Hamburg, bekamen sogar unser Gepäck direkt nach dem Priority Luggage. Ich war ja gespannt, ob ich einen freundlichen Zettel am Auto hatte, nach dem die Parkleitzentrale Hamburg doch einsah, dass ich deren Schranke kaputt gemacht habe. Aber: Kein Zettel.<br />
Ich stieg in meinen Wagen und fiel tief: Im Gegensatz zum Volvo ist mein 1er BMW echt verdammt tief. Und klein. Ich drückte die Bremse, um den Gang einzulegen, ehe mir einfiel: Kein Automatik-Wagen! Schaltwagen! Ich brauchte noch ein paar Minuten, mich daran zu gewöhnen, zu schalten und dafür auch noch dieses verdammte dritte Pedal zu drücken.</p>
<p>Es war gegen 0 Uhr, als wir in Hannover ankamen. Ich musste viele Runden drehen, weil in der Nacht auf einen Freitag (=Werktag) kein einziger Parkplatz frei war. Irgendwann parkte ich trotzig wild, scheiss auf einen Strafzettel, und schleppte meinen Koffer nach Hause.<br />
Die Blumen hatten etwas gelitten, lebten aber noch. Ich goss die Blumen und fiel ins Bett.</p>
<p>Mein Bett.<br />
Deutschland hat mich wieder!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2016/06/01/usa-roadtrip-tag-14/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>USA Roadtrip &#8211; Tag 13</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2016/05/31/usa-roadtrip-tag-13/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2016/05/31/usa-roadtrip-tag-13/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2016 17:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[reallife]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=1805</guid>

					<description><![CDATA[Needles besitzt keinen Coco&#8217;s. Oder wir haben noch keinen gesehen. Aber irgendwie waren wir auch dankbar, mal etwas Anderes zu essen. Needles hatte ein Denny&#8217;s. Uns wurde mal ein Denny&#8217;s empfohlen, weil es da immer Frühstück gäbe. Gut, nun war es nicht so spät, aber nach den ganzen Coco&#8217;s-Frühstücken waren wir auch dankbar für mal [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Needles besitzt keinen Coco&#8217;s. Oder wir haben noch keinen gesehen. Aber irgendwie waren wir auch dankbar, mal etwas Anderes zu essen. Needles hatte ein Denny&#8217;s. Uns wurde mal ein Denny&#8217;s empfohlen, weil es da immer Frühstück gäbe. Gut, nun war es nicht so spät, aber nach den ganzen Coco&#8217;s-Frühstücken waren wir auch dankbar für mal einen anderen Geschmack.<br />
Letztlich ist es dann doch das selbe gewesen: Diner-artige Aufmachung, kräftiges Essen mit Würstchen und Kaffee Free-Refill. Die Bedienung war überfreundlich, stellte sich uns sogar mit Namen vor und Christian und ich philosophierten darüber, ob das nicht auch ein schönes Modell für Deutschland wäre. Letztlich kamen wir zu dem Ergebnis: Schaden täte es nicht &#8211; aber sind wir Deutschen wirklich im Namen unserer Bedienung interessiert?</p>
<p>Heute stand Route 66 Teil zwei auf dem Plan und dem kamen wir auch nach. Den gesamten Tag cruisten wir wie schon gestern durch Berge, weite weite, echt so richtig richtig weite Landstriche. Und dank der weiten Sicht sahen wir weiter hinten schon auf einmal &#8222;braune Flecken&#8220; in der Landschaft stehen. Wir näherten uns und erkannten: Das waren Windhosen! Sie standen still, aber teilweise nur knapp 100 Meter von uns sahen wir, wie die Mini-Tornados Staub und Sand aufwirbelten. Wir waren begeistert &#8211; haben wir so etwas doch noch nie gesehen.<br />
Wir fuhren weiter, bereits gestern machte Christian Ansätze, das Schiebedach aufzumachen und bei fahrendem Auto den Kopf rauszustrecken. Gestern hatte ich es ihm noch verboten, waren doch noch einige Autos um uns herum: Hier fahren alle weiße Wagen und wer weiß, ob da nicht irgendwo ein Copwagen dazwischen war. Heute waren wir allein, Kilometer vor uns und Kilometer hinter uns. Christian öffnete das Dach, stellte sich in den Wagen und jubelte bei 65 mph (knapp 100 km/h) in die Weite Kaliforniens. Es ist ein ziemlich klischeebehaftetes Bild, aber die Bedeutung des Moments springt über &#8211; wir beide grinsten noch Minuten später breit und schweigend.</p>
<p><div id="attachment_1933" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144533.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1933" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144533-300x225.jpg" alt="Jetzt noch einmal ein Foto. Diesmal ohne &quot;Historic&quot; drin." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1933" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144533-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144533-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144533.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1933" class="wp-caption-text">Jetzt noch einmal ein Foto. Diesmal ohne &#8222;Historic&#8220; drin.</p></div></p>
<p>Die Route 66 ist nicht immer gut ausgebaut. Zeitweise warnen schon Schilder vor dem schlechten Zustand der Straße, bremsen dich runter. Doch das sollte uns nicht abhalten: Ziel war, so viel Route 66 mitzunehmen, wie möglich. Also auch diese Straßenbereiche. Und so schlängelten wir uns teilweise mit nur 30 mph durch ein Minenfeld von Schlaglöchern und extrem grobem Fahrbahnbelag. Ich dachte erneut an die Reifen, die bei 27 Grad Außentemperatur, den unvermeidbaren Schlaglöchern und einem solchen Straßenbelag sicherlich litten: Bitte nicht liegen bleiben &#8211; wir waren auf diesem Abschnitt noch verlorener als gestern. Doch der Wagen und die Reifen hielten durch und nach sicherlich 1 Stunde veränderte sich der Straßenbelag in etwas, was man guten Gewissens als Straße bezeichnen konnte.<br />
Immer wieder gab es auf dem Boden das berühmte Route 66-Schild aufgemalt und es war klar, dass auch wir hier einige Erinnerungsphotos schießen mussten.</p>
<p><div id="attachment_1934" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144558.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1934" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144558-300x225.jpg" alt="Das Bild für die Presse..." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1934" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144558-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144558-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144558.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1934" class="wp-caption-text">Das Bild für die Presse&#8230;</p></div></p>
<p>Die Route 66 endet in Los Angeles, genauer am Santa Monica Pier (das ist da, wo wir recht am Anfang das Arcarde-Spielehaus entdeckten), so weit wollten wir aber nicht fahren. Los Angeles war dennoch unser Ziel, ist doch morgen bereits unser letzter Tag in den USA.<br />
Wir suchten ein Motel und wollten somit direkt in die Innenstadt. Nach zwei Tagen Route 66 und auch langen, weiten Fahrten zwischen den Orten die Tage davor war ich ziemlich überfordert vom Innenstadtverkehr von Los Angeles. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bedanken für die Rücksicht aller anderen Autofahrer, die meinen unkontrollierten Spurwechseln und Links-Abbiege-Aktionen keine unnötigen Steine in den Weg lagen und aus purem Selbsterhaltungstrieb auf die Vorfahrt verzichteten.</p>
<p>Der Abenteuertrieb führte uns in ein Motel namens &#8222;<a href="http://www.yelp.de/biz_photos/paradise-motel-los-angeles" target="_blank">Paradise Motel</a>&#8222;, irgendwo am Rande von Los Angeles. Was nun genau an diesem Motel Paradise sein sollte, das wissen Christian und ich bis heute nicht. Die Sache begann schon damit, dass wir nur Cash bezahlen konnten. Credit Card gab es nicht. Also mussten wir erst am naheliegenden CvS aus einem Geldautomaten das Geld holen, verbunden mit horrenden Aufschlägen (knapp 10 EUR). Als wir nun zahlen konnten, offenbarte uns der Typ hinter seiner schusssicheren Verglasung, dass es hier kein WiFi gäbe. Say whaaaat?! Kein Internet, nicht einmal bezahlt? Nee, gäbe keines. Aber wir könnten eine Fernbedienung für den Fernseher haben. Kostet 10 $ Pfand. Wir lehnten ab, was den Typen sichtbar verwirrte.<br />
Wir bezogen das Zimmer, war okay. Auch hier eher so erster von hinten, nimmt man die anderen Motels als Vergleichswert. Aber immerhin keine Blutflecken im Laken. Flecken hatte es dennoch &#8211; aber es war gewaschen.</p>
<p><div id="attachment_1935" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144600.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1935" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144600-300x225.jpg" alt="...und die Bedingungen: Die Straße tut auf purer Haut nur weh!" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1935" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144600-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144600-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160426_144600.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1935" class="wp-caption-text">&#8230;und die Bedingungen: Die Straße tut auf purer Haut nur weh!</p></div></p>
<p>Christian wollte unbedingt noch in eine Kneipe hier in der Nähe &#8211; blöd nur, dass es keine gab. Wir zogen den berühmten Sunset Boulevard hoch und runter, aber hier gab es mehr Penner und Kakerlaken als Läden. Zumindest in diesem Bereich &#8211; wie schön der Blvd sein kann, haben wir ja bei unserem ersten Trip nach Los Angeles gesehen. So blieb uns nichts anderes übrig, als wieder ins Motel zu gehen und .. ja, zu reden. Es wurde ein langer Abend mit ein paar Bier, es gab echte Männergespräche bis wir beim Thema &#8222;Tod&#8220; merkten, dass es vielleicht nun besser sei, abzubrechen. Lag aber nicht nur am Thema, sondern auch an der Zeit: 01:30 Uhr war es schon, morgen müssten wir rechtzeitig aus dem Motel, den Wagen wegbringen und zudem zum Flughafen.</p>
<p><div id="attachment_1936" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG-20160428-WA0002.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1936" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG-20160428-WA0002-300x169.jpg" alt="Eines der wenigen Fotos meiner Wenigkeit. Ich mag es." width="300" height="169" class="size-medium wp-image-1936" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG-20160428-WA0002-300x169.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG-20160428-WA0002-768x432.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG-20160428-WA0002-1024x576.jpg 1024w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG-20160428-WA0002.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1936" class="wp-caption-text">Eines der wenigen Fotos meiner Wenigkeit. Ich mag es.</p></div></p>
<p>Wir waren beide gerade weggedämmert, da bollerte es an unsere Tür. Es schlug wer kräftig mit der Faust gegen die Tür. &#8222;Hello? Hello?!&#8220;. Unser Motelzimmer ist von außen, wie für Motels üblich, öffentlich zugänglich, unsere Tür sogar auf Straßenniveau. Es bollerte erneut. Kräftig und energisch. Wenige Stunden zuvor lachte mich Christian noch aus, dass ich die Tür zuschloss, den Schieberegler und zusätzlich noch die weitere Sperre für die Tür umlegte. Jetzt waren wir beide sehr dankbar dafür. Erneutes Schlagen gegen die Tür. &#8222;Hello? Open the door!&#8220;. Weiteres Geboller. &#8222;Food Delivery!&#8220;. Der Wecker zeigte wenige Minuten nach 2 Uhr. Food Delivery. Schon klar. Christian und ich verhielten sich still, bewegten sich nicht. Es bollerte nicht mehr, dafür hörten wir zwei Menschen vor der Tür diskutieren. Sie waren also zu zweit, na super. Erneut schlug es kräftig gegen unsere Tür. Wir blieben still. Draußen hörten wir Gespräche. Ich griff Gesprächsfetzen auf, offensichtlich wurde nun telefoniert: &#8222;Food Delivery&#8220;, &#8222;Yeah&#8220;, &#8222;Room Twelve, yeah&#8220;, &#8222;Twelve&#8220;, &#8222;Room SIX? Room Six?&#8220;, &#8222;Not Room Twelve? SIX?&#8220;, &#8222;Ah okay&#8220;.</p>
<p>Im Raum geirrt. Twelve. Six. Kann man sich mal verhören, klingt ja auch gleich. Der Spuk hörte auf. Uns beiden saß dennoch der Schock in den Knochen und wir brauchten lange Zeit zum Einschlafen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2016/05/31/usa-roadtrip-tag-13/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>USA Roadtrip &#8211; Tag 12</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2016/05/30/usa-roadtrip-tag-12/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2016/05/30/usa-roadtrip-tag-12/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2016 17:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[reallife]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=1804</guid>

					<description><![CDATA[Boah, was hatte ich für einen Kater. Ich bin nicht mehr gemacht für solche Exzesse. Christian und ich fragten uns, ob wir die Massen an Bierflaschen nicht vielleicht anderweitig entsorgen sollten, damit es nicht so nach Saufgelage im Motel aussah. Wir ließen die Flaschen zurück, komplett und akkurat neben dem Papierkorb aufgereiht. Wir machten Frühstück &#8211; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Boah, was hatte ich für einen Kater. Ich bin nicht mehr gemacht für solche Exzesse. Christian und ich fragten uns, ob wir die Massen an Bierflaschen nicht vielleicht anderweitig entsorgen sollten, damit es nicht so nach Saufgelage im Motel aussah. Wir ließen die Flaschen zurück, komplett und akkurat neben dem Papierkorb aufgereiht.</p>
<p>Wir machten Frühstück &#8211; wo? Natürlich, beim Coco&#8217;s. Gestern sah alles noch gut aus (außer die Bedienung), heute war das Lokal eine Baustelle: Große Planen deckten einen großen Teil des Gastronomiebereichs ab, wir wurden durch die Küche zu einem hinteren Bereich geführt. Man führt Renovierungen durch, sagte man uns. Und bat zig Mal um Entschuldigung. Wir aßen dennoch unser Frühstück, ich mit reduzierter Kost: Mir lag die Nacht im Magen&#8230;</p>
<p><div id="attachment_1924" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_142437.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1924" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_142437-300x225.jpg" alt="Ohne dieses Foto geht keine Route 66" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1924" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_142437-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_142437-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_142437.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1924" class="wp-caption-text">Ohne dieses Foto geht keine Route 66</p></div></p>
<p>Als wir das Coco&#8217;s verließen, fiel uns beiden der weiße Flaum auf unserem Auto auf. Ich schaute mich um und sah nirgends einen Baum oder sowas, wovon Pollen fallen könnten. Ich verfolgte die weißen Flocken, die weiterhin langsam heruntertrudelten: Sie kamen aus dem Himmel. Es schneite! Das Außenthermometer im Auto zeigte 16 Grad, ungewöhnlich kühl, aber doch viel zu warm für Schnee. Aber es stimmte: Es schneite.<br />
Etwas belustigt, aber nichtsahnend fuhren wir Richtung unseres Tagesziels: Wir wollten die Route 66 so weit wie möglich abfahren. Wann immer es geht, die Interstate verlassen und auf der Route 66 juckeln. Christian fragte mich, ob ich denn fahren könne oder ob er solle. Ich log, dass ich fahren könne, und lenkte den Wagen auf die Interstate, raus aus Flagstaff.</p>
<p>Die Temperaturen fielen weiter. Fast im 5-Minuten-Takt zeigte das Thermometer einen Grad weniger an, der Schnee wurde mehr und mischte sich mit Schneegraupel. Wir erreichten 1 Grad, das Auto warnte vor Glatteis. Der Schnee- und Graupelfall wurde so stark, dass wir die Geschwindigkeit deutlich reduzieren mussten. Wir saßen da mit offenen Mündern: Tags zuvor war es noch knapp 25 Grad und Sonne ohne Wolken, jetzt befinden wir uns in einer Art Schneesturm.<br />
Doch so schnell er aufzog, so schnell war der Schneesturm auch schon wieder weg. Nach nur 10 Minuten stiegen die Temperaturen wieder deutlich, die Sonne kam durch. Die Eiswarnung im Auto verschwand und auch der Schnee um uns herum schmolz in der Sonne. Kurios.</p>
<p><div id="attachment_1925" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_163855.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1925" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_163855-300x225.jpg" alt="Eine Tankstelle an der Route 66 - sie war sogar noch bewohnt" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1925" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_163855-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_163855-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_163855.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1925" class="wp-caption-text">Eine Tankstelle an der Route 66 &#8211; sie war sogar noch bewohnt</p></div></p>
<p>Nun konnten wir auch wieder Schilder lesen und lasen, dass direkt vor uns die Altstadt von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Williams_(Arizona)" target="_blank">Williams</a> lag. Wir bogen ab und fuhren direkt in die wohl klischeebehafteste Route 66-Straße hinein: Überall große Diner, alte Presley-Klassiker schallten aus alten Lautsprechern, klassische Schilder, verlassene Restaurants &#8211; hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Nur die klassische Wärme gab es nicht: Der Wind pfiff ziemlich kräftig, der kurze Wintereinbruch machte sich hier auch noch bemerkbar: Zugeschneite Autos und Schilder waren die Folge.<br />
Wir flüchteten in einen Diner, der mit alten Cadilac-Karossen, klassischen Tanksäulen, wirksamen Route 66-Schildern und knalleroten Diner-Sitzecken dem klassischen Stil entsprach. Wir tranken hier unseren echtvielzuvieltesten Kaffee für den Tag und waren froh, im Warmen zu sitzen. Doch nur Rumsitzen, dafür waren wir auch wieder nicht unterwegs.</p>
<p>Wir liefen die Straße einmal hoch, einmal wieder hinunter. Ich verteufelte es, meine verschimmelte Jacke in Las Vegas liegen lassen zu müssen &#8211; spätestens jetzt reichte mir meine Kaputzenjacke nicht aus: Es war echt immer noch kalt. Die Schnauze unseres Autos war immer noch verschneit, ich kratze ein bisschen die Scheinwerfer frei. Und bloß schnell wieder ins Auto. Wir wendeten, Christian entdeckte einen Subway und aß erneut ein halbes Sub, während mein Magen eher damit beschäftigt war, die sechste oder siebte Tasse Kaffee an dem noch jungen Tag zu verarbeiten. Und vielleicht den Abend zuvor&#8230;</p>
<p><div id="attachment_1926" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_174507.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1926" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_174507-300x225.jpg" alt="Foto oder es ist nie passiert...!" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1926" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_174507-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_174507-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_174507.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1926" class="wp-caption-text">Foto oder es ist nie passiert&#8230;!</p></div></p>
<p>Die Route 66 ist wirklich so, wie man es sich vorstellt. So, wie sie in jeglichem romantischen Western dargestellt wird. Zig Kilometer lang gerade Straßen. Man fährt über einen Hügel und blickt von oben auf die Straße, wie sie sich bis zum Horizont schnurgerade durch die Landschaft zieht. Auf die Entfernung flimmert der Horizont angesichts der Sonne und Wärme über den Asphalt. Links und rechts entweder die weite Steppe oder massive Bergzüge aus purem Stein, unbewachsen. Keine Stadt, kein Dorf. Bloß Natur, die Straße und du. Durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 65 mph (knapp über 100 km/h) kam man gar nicht in die Verlegenheit, zu rasen. Stattdessen wurde der Tempomat eingelegt und einfach nur geradeaus gefahren. Teilweise haben wir Autos vor uns ziehen lassen, sind extra langsamer gefahren, um diese Einsamkeit wiederzuerlangen.<br />
Im Hintergrund trieb mich immer die Sorge, was passiere, wenn uns hier ein Reifen platzen würde: Wir hatten beide kein Handy-Netz, Notrufsäulen gab es hier auch keine und seit langer Zeit kam uns kein Auto mehr entgegen. Die Sorge war unbegründet, die Reifen hielten. Bisher. Glücklicherweise.</p>
<p>Irgendwann wurde die Straße kurviger. Wir wurden schon auf 10 mph runtergebremst, weil die Kurven so scharf waren. Rechts von uns waren scharfe Klippen, hier ging es mal locker 10 oder 20 Meter runter: Wir fuhren in ein Gebirge, genauer den Sitgreaves Pass (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=cFzvi4qiN1U" target="_blank">hier ein Video von der Fahrt durch den Pass</a>). Wir schlängelten uns immer weiter hoch, scharfe Kurve um scharfe Kurve: Es war die Route 66 und wir würden sie fahren. Die Sonne befand sich schon langsam auf dem Sinkflug und tauchte die Szenerie in ein schönes, rotgelbes Licht.<br />
In einer Kurve war ein Sandstreifen angelegt, vermutlich für Wagen mit größerem Wenderadius. Wir fuhren rechts ran und schauten in das Tal. Pure Steinwüste mit ein paar Gestrüppbüschen. Totale Stille, kein Auto, kein Mensch. Nur wir, das Auto und die Natur. Wir genossen die Situation.</p>
<p><div id="attachment_1930" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160425_132621.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1930" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160425_132621-300x222.jpg" alt="Einen leckeren Diner kann keiner verwehren..." width="300" height="222" class="size-medium wp-image-1930" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160425_132621-300x222.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160425_132621-768x569.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/IMG_20160425_132621.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1930" class="wp-caption-text">Einen leckeren Diner kann keiner verwehren&#8230;</p></div></p>
<p>Die Sonne senkte sich weiter und wir beschlossen, so langsam aber sicher nach einem Motel Ausschau zu halten. Da passte es ganz gut, dass vor uns der Ort <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oatman" target="_blank">Oatman</a> lag. Optimistisch fuhren wir in den Ort, der aus einer Straße bestand, hinein. Wir waren nicht allein. Auf der Straße liefen &#8230; Esel. Da liefen vier Esel gelangweilt durch die Straße und nagten auf liegengebliebenen Coladosen. Die Stadt sah aus, wie im Western stehengeblieben: Holzhäuser, große hölzerne Schilder, kleine hölzerne Verandas, staubige Kiesstraße. Und Esel. Aber: Kein Einwohner. Mit uns in der Straße waren lediglich zwei weitere Menschen, die typisch Touri fasziniert die Esel fotografierten. Wie ich auch.</p>
<p>Das sah alles hier ziemlich verlassen aus. Aber was ist das für eine Stadt &#8211; wo sind wir hier gelandet? Christian meinte, dass, wenn das Hotel besetzt sei, wir hier auf jeden Fall schlafen müssten. Er ging auf das Hotel zu, zog an der Tür und zu meiner Verwunderung war das Hotel nicht abgeschlossen. Lebte hier also doch wer? Christian ging hinein, um die Formalitäten zu prüfen, ich blieb draußen und fotografierte weiter die Esel. Nach einer gefühlt langen Zeit kam Christian aus dem Hotel. Er hatte zwei Informationen: Es sei keiner da. Aber ich müsse unbedingt mit hinein kommen. So etwas habe ich noch nie gesehen.</p>
<p><div id="attachment_1927" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_181523.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1927" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_181523-300x225.jpg" alt="Der Sitgreaves-Pass. Endlose Schönheit" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1927" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_181523-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_181523-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_181523.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1927" class="wp-caption-text">Der Sitgreaves-Pass. Endlose Schönheit</p></div></p>
<p>Wir, weitestgehend allein in einer offensichtlich verlassenen Stadt. Das Hotel einsam, aber offen. Klar, da rennt man quer durch unbekannte Gebäude&#8230;<br />
Im Foyer war eine Art Eisladen. Auf der Theke stand eine alte Registerkasse, die Auslage leer. Wir gingen weiter in das Gebäude rein und kamen in eine Art Bar-Bereich. Die Wände waren so absurd, so faszinierend, aber zugleich auch beängstigend: Jeder noch so kleine Zentimeter der Wand war mit Ein-Dollar-Scheinen beklebt. Über und über. Jeder. Zentimeter. Selbst die Decke war nahtlos mit hängenden Dollarscheinen gesäumt. Weiter hinten war der Gastraum. Dieser wesentlich größer, aber auch komplett mit Dollarscheinen übersät. Wand und Decke. Nahtlos. Mehrere Schichten.<br />
Auf dem Bartresen stand noch ein Glas Wasser, der Fernseher lief, es brannte Licht. Die Tür zur Küche stand offen. Es schien so, als ob dieser Ort mitten im Alltag auf einmal von Menschen befreit wurde. Eine sehr surreale Situation, die ich noch nie so oder anders erlebt habe und deswegen nicht einzuordnen wusste. Mein Vertrauen in die Situation wurde auch nicht gestärkt, als Christian laut rief, ob jemand da sei. Es meldete sich keiner.</p>
<p>Ich machte verlegen schnell einige Fotos und wir gingen wieder auf die Straße. Ich atmete durch. Die kuriosen Esel gab Halt: Etwas, was man einordnen kann. Wir wussten nicht, wo wir gestrandet waren. Weiter hinten gab es noch Verkaufsstände, zwar abgesperrt, aber teilweise noch mit Auslage. Der mit einer soliden Eisenstangen-Tür abgesicherte Eingang zu einer Art Mine stand offen. Wir gingen in den Steintunnel hinein, gingen um eine Ecke, verloren den Blick auf die Tür. Die Mine war komplett leer, lediglich die gelben Glühbirnen spendeten tapfer Licht. Wir gingen zurück, unkten noch, dass jemand nun die Tür hätte zumachen können &#8211; wir wären schutzlos ausgeliefert&#8230; Die Tür stand offen und mit schnellerem Schritt verließen wir diese Mine.</p>
<p><div id="attachment_1928" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183128.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1928" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183128-300x225.jpg" alt="Esel. In einer Stadt. WHAAAAAT?!" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1928" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183128-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183128-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183128.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1928" class="wp-caption-text">Esel. In einer Stadt. WHAAAAAT?!</p></div></p>
<p>Die Esel zogen weiter durch die Straße. Aus einem der Holzhäuser kam ein grimmiger Indianer, erwiderte unseren Gruß mit einem tiefen &#8222;&#8218;elo&#8220; und zog davon. Ich trieb Christian zur Weiterfahrt. Nicht nur, dass mir der Ort tatsächlich etwas ungewöhnlich erschien, auch sank die Sonne immer weiter und es dämmerte bereits.</p>
<p>Wir fuhren viele Schlangenlinien wieder den Berg hinunter, während die Sonne dafür sorgte, dass die Bergzüge weite Schatten warfen. Immer noch trieb mich die Sorge, was passieren würde, würden wir nun liegen bleiben: Nicht nur, dass wir diese komische Stadt im Nacken hatten, vor uns lag erneut kilometerlange Straße ohne Zivilisation und zudem war es nun noch dunkel.</p>
<p><div id="attachment_1929" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183404.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1929" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183404-300x225.jpg" alt="Die mit Abstand verrückteste Situation der gesamten Reise..." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1929" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183404-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183404-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160425_183404.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1929" class="wp-caption-text">Die mit Abstand verrückteste Situation der gesamten Reise&#8230;</p></div></p>
<p>Wir erreichten den Ort <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Needles" target="_blank">Needles</a> in kompletter Dunkelheit. Uns begrüßte in dem Motel ein Inder, der den Eingang zu seinem Büro mit einem Schieberegler schloss, da ihm der Wind angeblich die Tür immer aufwehe und die Scheiben beim Zuschlagen springen lasse. Zumindest erzählte er uns das in diesem typischen Akzent, den nur Inder haben können.<br />
Needles ist gefühlt ein Ort, der seit Jahrzehnten von der isolierten Fortpflanzung der eigenen Bewohner existiert. Es ist ein liebenswürdiger, aber zugleich sonderbarer Ort. Manchmal fährt man in Orte hinein und weiß, dass diese irgendwie anders sind. Komisch. Besonders. Needles ist das Paradebeispiel dafür.<br />
Wir aßen etwas weiter entfernt in einem Diner, den uns der Inder empfahl. Zugegeben nun nicht besonders, aber immerhin stillte es den Hunger. Wir fuhren zurück, holten uns im Liquor Store neben dem Motel noch ein Sixpack und zogen uns ins Zimmer zurück.</p>
<p>Wir suchten nach diesem Ort &#8222;Oatman&#8220;, fanden ihn und identifizierten ihn als echte Goldgräberstadt, die verlassen wurde und später als nicht sterben wollende Geisterstadt touristisch erschlossen wurde. Ein wahrer Touristenmagnet sei es, hier tobe das Leben. Man könne sogar Möhren für die Esel kaufen, die vor vielen Jahren von den Goldschürfern freigelassen wurden und nun einfach in diesem Gebiet lebten.<br />
Doch wir haben von alle dem nichts mitbekommen: Wir besuchten die Geisterstadt in Reinform&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2016/05/30/usa-roadtrip-tag-12/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>USA Roadtrip &#8211; Tag 11</title>
		<link>https://weblog.yubb.de/2016/05/29/us-roadtrip-tag-11/</link>
					<comments>https://weblog.yubb.de/2016/05/29/us-roadtrip-tag-11/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phil]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 May 2016 17:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[reallife]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://weblog.yubb.de/?p=1802</guid>

					<description><![CDATA[Oh, welch Wunder: Auch in Flagstaff gibt es ein Coco&#8217;s. Es ist klar, wo wir unser Frühstück einnahmen, oder? 😉 Hier in Flagstaff sind die Leute noch freundlicher als wir es schon aus Las Vegas kannten. Das junge Mädchen mit der Zahnspange sah zwar bei weitem nicht so gut aus, aber ihre Freundlichkeit ist ungeschlagen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, welch Wunder: Auch in Flagstaff gibt es ein Coco&#8217;s. Es ist klar, wo wir unser Frühstück einnahmen, oder? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br />
Hier in Flagstaff sind die Leute noch freundlicher als wir es schon aus Las Vegas kannten. Das junge Mädchen mit der Zahnspange sah zwar bei weitem nicht so gut aus, aber ihre Freundlichkeit ist ungeschlagen. Und der Filterkaffee tut morgens immer noch gut.</p>
<p>Nach dem guten Frühstück sollte es nun zum Grand Canyon gehen. Christian hat schon ermittelt, dass wir hier knapp 1 Stunde in den Park fahren müssten. Ich glaubte das nicht so wahrlich, denn wir waren doch ziemlich in der Nähe vom Gebirge. Doch Christian sollte Recht behalten: Das Navi zeigte knapp 1:08 Stunden zum Canyon Village an. Wir fuhren an so machen alten Motels vorbei, die mutterseelenallein auf weiter Flur standen. Hier könnte man doch auch mal schlafen. Gleich mal merken für die Rückfahrt.<br />
Je näher wir an den Naturpark kamen, desto mehr Schilder wiesen uns darauf hin: Hier ist wieder Einfahrtsgeld zu zahlen. Beim Yosemite hatten wir ja schon Glück, das würde uns hier nicht passieren. Dennoch empfand ich die 30$ immer noch als ganz schön teuer. Christian war dran mit zahlen und kramte nach seinem Portmonee &#8211; er fand es nicht. Direkt vor der &#8222;Mautstelle&#8220; fuhr ich rechts heran und ließ Christian suchen. Vor mir lief schon der ganze Film ab: Wieder eine Stunde zurückfahren, im Coco&#8217;s suchen, im Motel suchen, nirgends finden, Christian traurig. Doch da rief er &#8222;Habs!&#8220;. Puh&#8230;!<br />
Er drückte mir die 30$ in die Hand und wir fuhren zum kleinen Holzhäuschen. Ich machte die Scheibe runter, reichte das Geld hin und erntete ein freundliches Lächeln: Nein, die Einfahrt sei heute frei. Hier noch eine Karte vom Nationalpark, gute Fahrt!</p>
<p><div id="attachment_1916" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142727.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1916" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142727-300x225.jpg" alt="Der erste Blick auf den Grand Canyon" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1916" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142727-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142727-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142727.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1916" class="wp-caption-text">Der erste Blick auf den Grand Canyon</p></div></p>
<p>Wir freuten uns wie so kleine Honigkuchenpferde: Schon zum zweiten Mal sind wir kostenlos in einen Nationalpark gekommen. Hat so seine Vorteile, nicht in der Saison zu reisen.<br />
Es dauerte gar nicht so lang, da kamen wir auf einem großen Parkplatz an. Ich cremte mich wieder dick ein, währenddessen wir orientierungslos einigen Familien hinterher liefen: Muss schon stimmen, der Weg. Ansonsten gehen wir eben anders herum. Wir laufen ja nun eh ein paar Meilen, ehe wir an das unberührte Naturwunder kämen.</p>
<p>Denkste&#8230;<br />
Kaum den Parkplatz verlassen, gingen wir gerade mal 200 Meter und standen vor ihm: Den Grand Canyon. Unfassbar groß. Unfassbar weit. Und unfassbar wunderschön. Ich hätte mit vielem gerechnet, aber was der Grand Canyon wirklich ist, dafür gibt es keine Worte. Vor uns war ein Gebirgszug, der sich bis zum Horizont erstreckte, kilometerweit. Wir schauten von oben in diese riesige Schlucht, die an der tiefsten Stelle 1 Meile tief ist. Teilweise sind die Bruchkanten supersteil, mal gibt es Abstufungen. Mittendrin auch weitläufige Plateaus. Die Steine rötlich-orange, die Pflanzen aber überraschend grün. In der Luft drehten Raben ihre stillen Kreise. Kein Foto kann diesen Eindruck einfangen. Durch die Weite der Landschaft war es auch trotz der vielen Menschen auffällig ruhig, denn jeglicher Schall verebbte in dieser Endlosigkeit. Keck schauten die Eichhörnchen um die Ecke, um vielleicht ein bisschen vom Menschenessen abzubekommen.<br />
Christian und ich schwiegen.</p>
<p><div id="attachment_1920" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_144829.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1920" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_144829-300x225.jpg" alt="Seht ihr die Leute auf dem Vorsprung? Seht ihr den Stein darunter? Da saßen wir!" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1920" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_144829-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_144829-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_144829.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1920" class="wp-caption-text">Seht ihr die Leute auf dem Vorsprung? Seht ihr den Stein darunter? Da saßen wir!</p></div></p>
<p>In einiger Entfernung gab es eine Steinformation, die nicht ganz einfach erreichbar ist, aber jenseits der abgesperrten Bereiche lag. Hier vorgearbeitet, saß man auf einem Stein, die Beine direkt über dem Canyon schaukelnd, vor und neben einem keiner, nur die pure Natur. Christian überzeugte mich, ebenfalls hier hin zu kraxeln. Der Weg ist nicht einfach, aber wir schafften es und hier saßen wir nun. Die Welt uns zu Füßen. Christian kramte seine M&amp;Ms heraus, die er Tags zuvor gekauft hatte. Und so saßen wir hier, aßen M&amp;Ms, die Sonne schien und nichts konnte uns stören.<br />
Dennoch, nach knapp 15 Minuten gaben wir diesen doch recht exklusiven Ort auf, kletterten unter höherem Körpereinsatz wieder das Geröll hoch.</p>
<p>Wir waren uns sicher: Hier muss der Sonnenuntergang grandios aussehen! Doch es waren noch vier Stunden bis zum Sonnenuntergang.<br />
Wir schlenderten den Besucherpfad entlang, immer noch tief erregt, was wir hier vor uns sehen. Auf halber Strecke stießen wir auf ein Museum, das Mitbringen von Waffen ist hier verboten. Es erläuterte, wie der Canyon entstand und wie er vielleicht in wenigen Jahrtausenden aussehen könnte, wenn wir uns nicht bereits heute um den Erhalt kümmerten. Erhobener Zeigefinger und so.<br />
Der Himmel zog immer mehr zu. Zwar sah es nicht nach Regen aus, aber der tiefblaue Himmel war nun komplett mit Wolken übersät. Uns war so langsam klar: Den Sonnenuntergang, den werden wir hier nicht sehen. Das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Leider.</p>
<p><div id="attachment_1921" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_150822.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1921" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_150822-300x225.jpg" alt="Mit seinem Schal hat Christian etwas von dem Kleinen Prinzen..." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1921" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_150822-300x225.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_150822-768x576.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_150822.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1921" class="wp-caption-text">Mit seinem Schal hat Christian etwas von dem Kleinen Prinzen&#8230;</p></div></p>
<p>Passenderweise war aber ein Restaturant in der Nähe. Christian sah bei zwei jungen Frauen Subway-Verpackungen, was natürlich dem Restaurant vorzuziehen sei. Wir fanden kein Subway, gingen also doch in dieses Restaurant: Es war im Stile von Indianern eingerichtet und rein optisch arbeiteten hier auch viele &#8222;echte&#8220; Indianer. Ich konnte keine Burger mehr sehen, bestellte mir einen Salat. Christian hatte noch nicht genug von Burgern und biss herzhaft in sein Abendessen. Sah ja lecker aus, aber ich war echt froh, was anderes als andauernd Fleisch zu essen.<br />
Die Sonne ist zwischenzeitlich untergegangen, der Himmel war weiter bewölkt: Wir haben nichts verpasst. Aber in solchen Höhen wird es ohne Sonne dann doch auch recht schnell recht kalt. Wir waren nun kilometerweit vom Parkplatz entfernt, aber ein kostenloser Shuttlebus fuhr durch den Nationalpark und machte auch Halt an unserem Parkplatz. Wir sprangen in den Bus und im Minutentakt wurde es immer dunkler. Mit der Dunkelheit trauten sich auch die Elche wieder aus ihren Verstecken &#8211; während der Busfahrt konnten wir sogar einen Elch ziemlich nah grasen sehen. Ein kleiner Ersatz dafür, dass wir in Yosemite keine Bären gesehen haben &#8211; worum ich aber eigentlich auch recht dankbar bin.</p>
<p>Auf der Rückfahrt hielten wir dann sogar bei einem der Motels mitten in der Pampa. Das Motel schien auch bewohnt zu sein, aber wir fanden weder Ansprechpartner noch Empfang. Wir schlichen um die Häuser, aber: Nichts.<br />
So mussten wir unseren hehren Plan, in direkter Nähe zum Canyon zu schlafen, aufgeben und fuhren wieder zurück nach Flagstaff &#8211; dann schlafen wir hier halt&#8230;</p>
<p><div id="attachment_1917" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143200-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1917" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143200-2-225x300.jpg" alt="Wir waren nie allein - nicht nur Menschen genießen die Aussicht." width="225" height="300" class="size-medium wp-image-1917" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143200-2-225x300.jpg 225w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143200-2.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-1917" class="wp-caption-text">Wir waren nie allein &#8211; nicht nur Menschen genießen die Aussicht.</p></div></p>
<p>Was folgte, war der zweite Exzess nach San Francisco. Das für den Abend gekaufte Sixpack war recht schnell weggetrunken, Christian kramte aus vorherigen Abenden noch eine Bierflasche hervor, deren Inhalt wir brüderlich in den für die Zeltnacht im Yosemite gekauften Pappbechern aufteilten. Doch das war immer noch zu wenig Bier, sodass Christian spontan erneut losging und von der Tanke gegenüber ein weiteres Sixpack holte. Das Bier floss, die Zeit rannte dahin.</p>
<p>Und dann schliefen wir ein&#8230;</p>
<p><div id="attachment_1918" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143422.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1918" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143422-300x85.jpg" alt="Ein Panorama" width="300" height="85" class="size-medium wp-image-1918" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143422-300x85.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143422-768x218.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143422-1024x290.jpg 1024w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143422.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1918" class="wp-caption-text">Ein Panorama</p></div></p>
<p><div id="attachment_1915" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142626.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1915" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142626-300x74.jpg" alt="Noch ein Panorama" width="300" height="74" class="size-medium wp-image-1915" srcset="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142626-300x74.jpg 300w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142626-768x189.jpg 768w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142626-1024x253.jpg 1024w, https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142626.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1915" class="wp-caption-text">Noch ein Panorama</p></div></p>
<p>
<a href='https://weblog.yubb.de/2016/05/29/us-roadtrip-tag-11/20160424_160411/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_160411-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://weblog.yubb.de/2016/05/29/us-roadtrip-tag-11/20160424_160859/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_160859-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://weblog.yubb.de/2016/05/29/us-roadtrip-tag-11/20160424_143840/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_143840-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://weblog.yubb.de/2016/05/29/us-roadtrip-tag-11/20160424_142555/'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://weblog.yubb.de/wp-content/uploads/2016/05/20160424_142555-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://weblog.yubb.de/2016/05/29/us-roadtrip-tag-11/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
