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	<title>itst.net</title>
	
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		<title>Im Hier und Jetzt</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 21:35:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Returning to our fundamental riddle: if this is the information age, what do our children know that our parents didn't?  The answer is "now." They know about now.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2005" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/07/2403249501_a57876dcb8_b.jpg" alt="" width="620" height="250" /></p>

<p>In Edge 313 vom 4. März 2010 veröffentlichte die Redaktion einen Essay von David Gelernter mit dem Titel <a href="http://www.edge.org/3rd_culture/gelernter10/gelernter10_index.html"><q>Time to start taking the internet seriously</q></a>. Gelernter stellt die Frage: Was wissen unsere Kinder, was unsere Eltern nicht wussten? Die Antwort aus seiner Sicht lautet:</p>

<blockquote>Returning to our fundamental riddle: if this is the information age,  what do our children know that our parents didn&#8217;t?  The answer is &#8220;now.&#8221;  They know about <em>now</em>.</blockquote>

<p>Seit März überlege ich, was ich von Gelernters Essay halten soll. Immerhin fällt es schwer, Argumente von jemandem mit seiner Reputation einfach vom Tisch zu wischen. Andererseits habe ich Edge oft genug als konservativ empfunden &#8212; aber über Edges <a href="http://edge.org/digerati/">Digerati</a> soll sich jeder selbst eine Meinung bilden. (Im Moment grassiert ein <a href="http://www.newsweek.com/1995/02/26/the-internet-bah.html">Rant von Clifford Stoll</a>, einem der <a href="http://edge.org/digerati/">Digerati</a>, aus dem Jahre 1995 durch die Timelines.)</p>

<p>Mich störte die Absolutheit, mit der Gelernter vom <q>cult of now</q> spricht, wo ich doch fest an das <em>Prinzip Zugang</em> glaube, und ich wollte ihn unbedingt widerlegen. Also setzte ich mich am 7. März mit dem Vorsatz in den Zug nach Hause, eine Antwort an David zu schreiben. Seit dem lagert sie auf meinem Desktop und wartet darauf, dass ich etwas mit ihr tue.</p>

<p>Mein Problem mit meiner Antwort liegt darin, dass ich nicht sicher war, ob ich tatsächlich im Recht bin mit meiner Gegenthese:</p>

<blockquote>Our children know about where. The internet is not about <em>when</em>, but about <em>where</em>.</blockquote>

<p>Immer wieder las ich sowohl Gelernters Essay als auch meine Antwort, und immer wieder fühlte ich, dass etwas nicht stimmte. Jetzt (haha) weiß ich es. Gelernter hat Recht. Im Grunde sah ich den Wald vor lauter Bäumen nicht.</p>

<p>Das Prinzip Zugang ist ein fundamentaler Teil dies Internet. Wenn Informationen hinter Firewalls versteckt oder offline sind, könnten sie ebenso gut nicht existieren. Doch die Möglichkeit des Zugangs allein genügt natürlich nicht. Implizit habe ich bei Zugang immer an sofortige oder zumindest schnelle (Minuten oder maximal wenige Stunden) Verfügbarkeit gedacht. Und da haben wir mein Problem. Implizit mitdenken ist nicht das Gleiche wie bewusst machen. Sprechen wir also von der Geschwindigkeit des Zugangs, die heute schnell genug ist, um von Echtzeit zu sprechen.</p>

<p>Seit bestimmt drei Jahren landet nichts mehr in meinem  Download-Verzeichnis. Früher sammelten sich da setup.exe und install.exe  en masse. Statt dessen wird runtergeladen, installiert und gelöscht.  Das Internet als Festplatte, quasi als NAS, Google als Datei-Browser.  Ich benutze <a href="http://www.downthemall.net/">DTA</a> öfter als den  Windows-Explorer. Warum etwas aufheben, wenn man es doch jederzeit wieder runterladen kann? Geschwindigkeit + Zugang = Verfügbarkeit.</p>

<p>IRC und selbst die Chats in Mailboxen, von ICQ und seinen späteren Vettern ganz zu schweigen, funktionieren nur Jetzt. Asynchrone Kommunikation bleibt E-Mail überlassen. Wahrscheinlich einer der Gründe, <a href="http://itst.net/910-hat-die-private-e-mail-ausgedient">warum es immer weniger genutzt wird</a>. Angeschoben wurde die Entwicklung auch vom Mobilfunk. Man verabredet sich nicht mehr Tage im Voraus, sondern Jetzt. Möglich wird das durch die ständige Erreichbarkeit der Mitmenschen: Das Handy ist immer dabei. Geschwindigkeit + Zugang = Verfügbarkeit.</p>

<p>Gelernter schreibt:</p>

<blockquote>The Internet has a large bias in favor of now.</blockquote>

<p>Der Zeitfaktor war aber auch schon früher wichtig. Aktualität war immer  ein Hauptmerkmal der Massenmedien. Und doch sind Printmedien langsam, weil sie produziert und verteilt werden müssen. Radio und Fernsehen sind auch langsam, dort kann nur eins nach dem anderen veröffentlicht werden. Im Internet gilt keine der beiden Restriktionen. Eine Redaktion kann Dutzende Artikel gleichzeitig veröffentlichen und jederzeit aktualisieren. Die Verteilung geschieht in Sekunden, die Produktion ist mit einem Klick getan. Den vorläufigen Höhepunkt hat diese Entwicklung in Twitter, Gowalla und Co. erreicht. Wo wir gerade sind und was wir gerade tun, beides können wir ständig aktualisieren. Und je mehr mitmachen, desto öfter tun wir es.</p>

<p>Twitter als einer der Treiber des Jetzt-Zentrismus bringt eine dritte Restriktion ins Spiel. Es begrenzt die Länge der Nachricht auf maximal 140 Zeichen. Letztlich färbt das auch auf andere Plattformen ab. Nachrichten werden nicht nur schneller, sondern auch kürzer, schrumpfen auf <q>Gefällt-mir</q> oder <q>#fail</q>. Und presto, aus dem Flamewar wird der <a href="http://twitter.com/DirkSonguer/statuses/17558972667">Shitstorm</a>. Ganz ehrlich: Flamewars sind mir sympathischer ;)</p>

<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/somemixedstuff/2403249501/">gutter, CC-BY-SA</a></p>
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		<title>„… im Wettbewerb um die besten Köpfe“</title>
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		<comments>http://itst.net/1961-im-wettbewerb-um-die-besten-koepfe#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 16:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ein Verlag online vermarkten und verkaufen will, braucht er qualifiziertes, entscheidungsbefugtes Personal. Verlegerische Entscheidungen werden ja auch nicht Dritten überlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/06/4422850378_209476c689_b.png" alt="" width="620" height="250" /></p>

<p>Diskussionen über Apps für iPod und Co., und kein Gerät auf dem Tisch? Soll der Button rechts oder links, blau oder rot sein? Epub-Überlegungen, ohne jemals mit z. B. Sigil gearbeitet zu haben? Agenturbeauftragungen für die Pflege der Pressemitteilungen auf der eigenen Website? Marketingleute, die auf einmal von Usability sprechen, Printgestalter, die einem TIFF-Daten für die Website schicken, &#8230; Die Liste ist ausbaufähig ;(</p>

<p>Solche Horrorstorys bekommt man leider allzu oft zu hören. Und es <strong>sind</strong> Horrorstorys.</p>

<blockquote>Jeder Verlag soll[t]e ausgebildete Techniker beschäftigen, um über entsprechende Kompetenzen im Haus zu verfügen.</blockquote>

<p>So habe ich bei einer <a href="http://www.buchmesse.de/de/blog/2008/10/18/ich-kann-was-was-du-nicht-kannst-neue-anforderungen-fur-verlagsmitarbeiter/">AKEP-Podiumsdiskussion auf der Buchmesse 2008</a> argumentiert. Damals wurde ich dafür kritisiert. Nach drei Jahren in der Verlagsbranche glaube ich weiterhin, dass diese Forderung berechtigt ist. Der Begriff <em>Techniker</em> ergab sich aus der Diskussion heraus &#8212; gemeint waren Mitarbeiter mit Know-how in Sachen Websites und Shops.</p>

<p>Durch die <a href="http://www.boersenblatt.net/386095/">Buchtage-Key Note von de Gruyter-Geschäftsführer Sven Fund</a> wurde das Thema wieder aktuell:</p>

<blockquote>Wir stehen mit anderen Branchen mehr und mehr im Wettbewerb um die besten Köpfe.</blockquote>

<p>Die Problematik manifestiert sich in der Kluft, die sich zwischen potenziellen, technikorientierten Mitarbeitern und der Branche auftut. Das beginnt mit einer unterschiedlichen Wahrnehmung und Interpretation des Begriffs „Technik“ und spannt sich bis zur Arbeitsweise und -organisation. Dazu kommt die Außenwahrnehmung der Branche, und damit ein Großteil der Attraktivität für gut ausgebildete und erfahrene „Techniker“. Mir sind auch keine <a href="http://www.ausbildung-verlag.de/">branchenaffinen Studiengänge oder Ausbildungen</a> bekannt, die gesteigerten Wert auf die Vermittlung der notwendigen Kompetenzen legen.</p>

<h3>Geringe Attraktivität</h3>

<p>Für branchenfremde Berufseinsteiger und -erfahrene sind andere Branchen attraktiver. Das liegt nicht unbedingt an der Höhe der Vergütung. Schon bei der Ausbildungs- und Studienwahl stellen andere Branchen die Weichen für sich. So platt es klingen mag, modern, jung und dynamisch kommen die buchspezifischen Angebote nicht daher. Für eine junge Informatikerin führt der Weg quasi natürlich zu Software- oder Beratungshäusern, auch weil sie von diesen Unternehmen z. B. bei Jobmessen wie im Rahmen der CeBIT oder lokalen Veranstaltungen hofiert wird.</p>

<p>Auch andere Parameter werden bereits während des Studiums gesetzt. Vorlesungsskripte gibt es als PDF aus dem webbasierten Kurssystem, Hausarbeiten bekommen die Professoren per E-Mail. In Praktika werden Webinterfaces für Datenbanken konzipiert, umgesetzt werden diese Konzepte mit modernen, State-of-the-art-Werkzeugen. Kurz: Sowohl die Informationsvermittlung als auch die Informationsaufbereitung werden vor allem elektronisch erlebt.</p>

<p>Da tut sich die Buchbranche, die auf totes Holz setzt, schwer gegen Agenturen und Softwarehäuser, die spannende Projekte, modernes Arbeitsgerät und elektronische Produkte anzubieten haben &#8212; von der Chance, mit Gleichgesinnten zu arbeiten und am Puls der Zeit zu sein, ganz abgesehen. Auch was man an elektronischen Verlagsprodukten sehen kann, wird die meisten Absolventen nicht vom Hocker hauen. Spätestens beim genaueren Blick auf Software und Websites wird einem nämlich klar, dass zwar Verlag X draufsteht, aber Softwareschmiede Y drin ist.</p>

<p>Die Buchbranche ist nicht gerade dafür bekannt, vorne mit dabei zu sein &#8212; da muss man es den Absolventen verzeihen, wenn sie nicht nach Buchjobs lechzen. So mag es zwar vorkommen, dass sich vereinzelt Quereinsteiger (wie ich und meine Kollegen) in Buchverlagen wiederfinden, doch das reicht nicht aus. Und dann stellt sich die Frage, wie lange sie dort bleiben.</p>

<p>Meine Generation, und das erlebe und höre (und fühle) ich immer wieder, geht nicht davon aus, zehn Jahre &#8212; oder gar das ganze Berufsleben &#8212; bei einem Unternehmen zu bleiben. Zumal das heute auch augenscheinlich sehr schwer geworden ist. Einer Branche, die sich Tradition auf die Fahnen geschrieben hat, verschafft das Minuspunkte. Aufstiegschancen, so muss man meinen, sind also selten und eröffnen sich erst nach langen Jahren. Tradition ist auch nicht unbedingt ein Schlagwort, mit dem man einen Flasher oder Online-Marketer hinterm Ofen hervorlockt.</p>

<p>Damit zur Sprache in <a href="http://itst.net/1707-highly-potent-wegweiser-fur-studenten">Stellenanzeigen</a>. Seit vielen Jahren schon werden Stellenanzeigen in Jobbörsen im Internet veröffentlich, und die Stellensuche erfolgt nach Stichworten. Unternehmen müssen sich klarmachen, dass sie ihre Stellenanzeigen mit passenden Stichworten spicken müssen, nach denen künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen. Ich wette, dass weitaus öfter nach<em> Website </em>statt <em>Internet-Präsenz</em> gesucht wird. Und das diejenigen, die Stellenanzeigen mit letzterer Formulierung lesen, sich dann eher abgeschreckt fühlen. Die Begriffswahl impliziert ein Mindset, mit dem sich der Bewerber nicht identifizieren kann. Ein ähnliches Begriffspaar ist <em>Webshop</em> und <em>Verkaufsplattform im Internet</em>.</p>

<h3>Divergierendes Verständnis</h3>

<p>Hinter solchen Wortungetümen steht mangelndes Verständnis der und für die Tätigkeit. Wäre man wirklich nah am Thema, wüsste man, dass man 2010 einfach nicht mehr von Internet-Präsenzen oder Webseiten (oder noch schlimmer: Homepages) spricht. Bezeichnend dafür ist, welchen Namen viele Verlage den Sidebars ihrer Websites geben: Marginalspalten. Und das, obwohl in der Fachpresse, auf Websites zum Thema, auf Messen und Kongressen und in Dokumentationen von WCMS ausschließlich von Sidebars gesprochen wird. Ja, in Büchern heißen die Spalten links und rechts des Inhalts so. Erstens reden wir aber nicht von Büchern, und zweitens haben Marginalspalten und Sidebars völlig verschiedene Funktionen.</p>

<p>Die Entwicklungen in allen Online-Themen sind sehr technikgetrieben. Die  Grenze zwischen grundlegender Technik und z. B. der Fachkompetenz  Online-Werbung ist sicher fließend. Aber ohne zu wissen, wie man Werbung  in Websites integriert, wird man kaum erfolgreich vermarkten können.</p>

<h3>Digitale Arbeitsweise</h3>

<p>Die zwangsläufige Unterscheidung zwischen Buch und Website gilt auch für die Herangehensweise an Konzeption und Umsetzung. Ein Buch steht am Ende des Prozesses als Produkt im Laden und kann nicht mehr verändert werden. Websites und Software aber sind dynamisch. Ihnen gefällt die Hintergrundfarbe nicht mehr? Gut, ändern wir sie. Die Produktbeschreibung ist dröge und niemand kauft? OK, hier ist ein alternativer Text, machen wir einen A/B-Test. Diese Dynamik kann natürlich missbraucht werden. Entscheidend für den Erfolg ist daher, Kompetenz im Haus zu haben und sie mit Entscheidungsbefugnis auszustatten.</p>

<h3>Mangelnde Kompetenzvermittlung</h3>

<p>Betrachtet man die branchenaffinen Studiengänge oder Ausbildungen, fällt die Konzentration dreier Themen auf: Marketing, Vertrieb und Herstellung. Aber wird den Absolventen beigebracht, mit einem <a href="http://itst.net/1342-die-notepad-misere">WYSIWYG-Editor</a> zu arbeiten, sich in einem WCMS zurechtzufinden oder gar eine Website oder einen Shop zu planen? Wenn man immer nur davon hört und nur sporadisch mit solchen Werkzeugen arbeitet, lernt man nichts. Man übt es nicht, man sammelt keine verwertbare Erfahrung. Und das ist nur die Anwendungsseite. Technisches Projektmanagement, Webusability (oder für mobile Endgeräte), User Experience, Webanalyse, E-Commerce, Online-Marketing, all diese Themen werden höchstens gestreift &#8212; und so gefährliches Halbwissen erzeugt.</p>

<p>Bei allem Respekt für die Kolleginnen und Kollegen, die sich nach und  nach selbst oder mit Unterstützung ihrer Arbeitgeber weitergebildet  haben: ohne das Erlernte jahrelang in die Praxis umzusetzen wird man  kein Experte. Allein die Weiterbildung reicht nicht aus. Verlage sollten sich dessen bewusst sein und dafür sorgen, in diesen Dingen kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und dauerhaft einzusetzen, wenn sie ihre Marke, gar ihr Geschäft, ins Internet verlagern wollen bzw. müssen. Einem Lektor nebenbei redaktionelle Arbeit im WCMS aufzubrummen, ist der falsche Weg.</p>

<p>Was bleibt einem ohne eigene Experten also übrig, als einen externen kommen zu lassen, der für teures Geld ein paar Folien an die Wand wirft und salbungsvoll das Blaue vom Himmel erzählt. Man muss ihm vertrauen und liefert sich aus. In den meisten Fällen geht das vielleicht noch gut. Geht es dann an die Umsetzung, wer prüft die Arbeit der angeheuerten Agentur, wer fühlt ihnen auf den Zahn? Hat man ambitioniertere Ziele, zum Beispiel eine iPhone-App, wer im Haus kennt vergleichbare Angebote, wer stellt die Anforderungen der Fachabteilungen zu einem agenturtauglichen Konzept zusammen? Wer kann einschätzen, ob das vom Dienstleister vorgeschlagene Werkzeug wirklich das richtige ist, um zig Gigabyte an Daten vernünftig durchsuchbar zu machen? Wer kann einen Designvorschlag auf Usability und User Experience hin bewerten? Wer liefert ein aussagekräftiges Reporting der E-Commerce-Aktivitäten und kann daraus konkrete Maßnahmen ableiten?</p>

<p>Wenn ein Verlag online vermarkten und verkaufen will, braucht er qualifiziertes, entscheidungsbefugtes Personal. Verlegerische Entscheidungen werden ja auch nicht Dritten überlassen.</p>

<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/grauzelle/4422850378/">Simone Haupenthal, CC-BY</a></p>

<p>PS. Siehe „<a href="http://itst.net/1238-das-verlagsgeschaft-mit-inhalten">Das Verlagsgeschäft mit Inhalten</a>“ von 2009, in dem das Thema Personal ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.</p>
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		<title>Gut geerdet</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 08:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal ehrlich. Du gibst 400+ Euronen für ein Gerät (iPad, Notebook, Handy, whatever) aus, mit dem Du IN DEINER WOHNUNG kabellos surfen kannst. Das ist wirklich sehr mobil ... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1807" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/05/2279518199_bb3807f295_b.jpg" alt="" width="620" height="250" /></p>

<p>Da hat sich doch glatt jemand so ein Mifi-Ding gekauft. Sinn und Zweck eines Geräts wie dem <a href="http://www.huaweidevice.com/worldwide/productFeatures.do?pinfoId=2558&amp;directoryId=2462&amp;treeId=462">E5 von Huawei</a>: vier Stunden lang eine 3G-Verbindung per Wireless LAN zur Verfügung stellen und damit dann z. B. iPad, Handys und andere mobile Geräte mit Internetzugang zu versorgen.</p>

<p>Come again?</p>

<p>Mal ehrlich. Du gibst 400+ Euronen für ein Gerät (iPad, Notebook, Handy, whatever) aus, mit dem Du IN DEINER WOHNUNG kabellos surfen kannst. Das ist wirklich sehr mobil &#8230; Vielleicht bin ich verwöhnt, weil ich ein 11-Zoll-Notebook mit UMTS-Modem habe; Simkarte rein und fertig. Wenn ich online sein will, kann ich es sein. Ohne Krücken, ohne &#8220;UMTS-Stick&#8221;, ohne <a href="http://www.douglasadams.com/dna/980707-03-a.html">dongly things</a>. Es wird Zeit, die mobilen Geräte wirklich mobil zu machen und die WLAN-Kabel abzuschaffen.</p>

<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/obo-bobolina/2279518199/">obo-bobolina, CC-BY-NC</a>.</p>
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		<title>Arrows and Boxes für WordPress</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 21:16:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Dennis Treder hat nicht nur ein nettes Piraten-Golf-Spiel  gebaut, sondern auch „Arrows and Boxes“. Die auf JQuery und die High Performance JavaScript Graphics Library aufsetzende Bibliothek erzeugt nette Flowcharts wie das obige.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1932" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/06/anb.png" alt="" width="620" height="250" /></p>

<p>Dennis Treder hat nicht nur ein nettes <a href="http://www.headjump.de/article/pirate-golf-flash-game">Piraten-Golf-Spiel</a> gebaut, sondern auch „<a href="http://www.headjump.de/article/arrows-and-boxes">Arrows and Boxes</a>“. Die auf JQuery und die High Performance JavaScript Graphics Library aufsetzende Bibliothek erzeugt nette Flowcharts wie dies hier:</p>

<p>[anb (>>wird warm in [l2]) &#8212; (l1: Ketchup) () || (l2: Sonne) ()  (l3: Hund) || () ((Sascha >mag [l1,l2] >mag nicht [h1,h2,h3]  >>hätte gerne [l3])) () || (h1: Regen >>verdampft in [l2])  () (h2: Katze - mag nicht [h4]) || () (h3: Majo) &lt; (h4:)]</p>

<p>Eine schnelle und simple Lösung, um einen Zusammenhang grafisch darzustellen:</p>

<p>[anb (Unterhosen klauen|Phase 1) &gt; (?|Phase 2) &gt;&gt; ((Profit!|Phase 3))]</p>

<p>Das ganze in ein WordPress-Plugin gewickelt, et voilá, instant graphics ;)</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Wwworker-SaschaCarlin/~4/PiXAW2hYmag" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Eine App für jede Lebenslage</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 08:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennt ihr diese angeobsteten Volvic und Co.? In der 2010er Edition zum Beispiel VOLVIC COCOS LIMETTE. Riechen suuuper und schmecken nach Wasser. Wie das iPhone.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1729" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/04/2434181667_acd5ff97fc_b-620x249.jpg" alt="" width="620" height="249" /></p>

<p>Mobiltelefone sind das neue Sexy, wenn man der Werbung glauben möchte. Eine App für jede Lebenslage, es ist ja meine Zeit, mmkay.</p>

<p>Wahrscheinlich bin ich selbst nicht sexy genug, 50 EUR im Monat auszugeben, um mir ein iPhone zu leisten. Aber was soll ich auch mit einem Gerät, das nichts von dem kann, was ich tatsächlich brauche, statt dessen hundert andere Dinge? Ich fahre ja auch einen Kleinwagen und kein 40-Tonnen-Truck.</p>

<p>Dirk hat mich auf das kommende E7 von Nokia aufmerksam gemacht. Ich bin seit einigen Jahren Fan der E-Serie von Nokia. Es sind gute Geräte, ordentlich verarbeitet, und funktional. Keine Firmware-Upgrades, keine Sperenzchen. So muss das sein. Vor allem aber legt Nokia all seinen Geräten die PC Suite mit bei. Synchronisieren mit Outlook &amp; Exchange? Klar. Notes? Klar. Und das alles ohne 3rd-Party-Software, ohne Umwege über obskure Webdienste.</p>

<p>Nein, ich möchte meine Firmentermine nicht in Google Calendar speichern, und was das angeht auch nicht bei Yahoo, GMX, web.de oder wo auch immer. Zig Duplikate von Kontakten brauche ich auch nicht, ich will mir auch keinen Kopf darüber machen, ob ein depperter Entwickler UTF-8 nicht ordentlich verarbeitet. Bei einem E-Nokia mit PC Suite klappt das einfach.</p>

<p>Nicht, dass ich nicht scharf auf ein schickes Angebertelefon wäre. Aber Preise und Funktionsmangel make little Jesus cry. Echt jetzt.</p>

<p>Versteht mich nicht falsch. Ich bin willig und bereit, jederzeit teures Geld für Kinkerlitzchen auszugeben. Allerdings nur für gute Kinkerlitzchen. Sie müssen gut riechen, schmecken, sich anfühlen und einfach Spaß machen. Und sie müssen verdammt nochmal halten, was sie versprechen. Kennt ihr diese angeobsteten Volvic und Co.? In der 2010er Edition zum Beispiel VOLVIC COCOS LIMETTE. Riechen suuuper &#8212; und schmecken nach Wasser. Wie das iPhone.</p>

<p>Mein E71 behalte ich wohl noch ein paar Quartale.</p>
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		<title>Bevölkerungsentwicklung im Kreis Groß-Gerau</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Wwworker-SaschaCarlin/~3/7c4yQnWtqcw/1863-bevolkerungsentwicklung-im-kreis-gros-g</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 21:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://itst.net/?p=1863</guid>
		<description><![CDATA[Der Kreis Groß-Gerau wird älter und bekommt weniger Kinder. Im Schnitt sind wir knapp 42 Jahren alt. Und wir sterben später. Immerhin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1866" title="So sah es Ende des 19. Jahrhunderts in Groß-Gerau, genauer in der Darmstädter Straße, aus." src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/05/Gross_Gerau_um1895.jpg" alt="So sah es Ende des 19. Jahrhunderts in Groß-Gerau, genauer in der Darmstädter Straße, aus." width="620" height="250" /></p>

<p>Heute kam meine Freischaltung für die <a href="http://www.regionalstatistik.de/">Regionaldatenbank Deutschland</a>. Im Gegensatz zur großen <a href="https://www-genesis.destatis.de/genesis/online">GENESIS-Datenbank</a> (50 EUR p. a.) ist die Regionaldatenbank kostenfrei nach Freischaltung nutzbar. Super, noch mehr Zahlen zum Stöbern und Jonglieren ;)</p>

<p>Um ausnahmsweise etwas Lokalkolorit anzubringen, hier eine graphische Auswertung der Beverölkerungsentwicklung im Kreis Groß-Gerau der Jahre 2003 und 2008.</p>

<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1864" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/05/bev_gg_2003-620x619.png" alt="" width="620" height="619" /></p>

<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1865" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/05/bev_gg_2008-620x619.png" alt="" width="620" height="619" /></p>

<p>Wie es aussieht, wird der Kreis älter und bekommt weniger Kinder. Außerdem leben wir im schönen Ried immer länger. Immerhin.</p>

<p>Waren wir 2003 noch 40,5 Jahre alt, sind wir nun durchschnittlich knapp über 42. Im gleichen Zeitraum verlieren wir über 1.800 Jugendliche bis 18 Jahren, deren Anzahl von 46.837 auf 45.028 sinkt. Die Rentenversicherung muss an 47.567 Rentner auszahlen, ein Plus von 6.605. Die potenzielle Arbeitnehmerschaft dagegen verkleinert sich um 2.703 von 169.090 auf 166.387 Erwerbsfähige.</p>

<p>Ich glaub, ich hör jetzt besser auf. Auf der einen Seite macht es mir wirklich Spaß, mit solchen Datenbanken zu arbeiten. Hin und wieder läuft es mir dabei aber kalt den Rücken runter &#8230;</p>

<p>Bild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gross_Gerau_um1895.jpg">Danke an Armin Kübelbeck</a><br />
Daten: Statistische Ämter des Bundes und der Länder<br />
Grafiken: itst höchstselbst</p>
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		<title>Me, myself and I</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[„Mehr zum Thema demnächst” -- na ich bin ja vielleicht ein Optimist. Nach sechs Jahren also ... mehr zu sozialen Rollen und zur Diskussion über Facebooks Verständnis von „Privat”.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1843" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/05/medley.jpg" alt="" width="620" height="250" /></p>

<p>„<a href="http://itst.net/187-instances-of-sascha">Mehr zum Thema <strong>demnächst</strong></a>” &#8212; na ich bin ja vielleicht ein Optimist. Nach sechs Jahren also &#8230; mehr zu sozialen Rollen.</p>

<p>Zu einer Rolle gehören <a href="http://books.google.de/books?id=OFRuptYzvEMC&amp;lpg=PA34&amp;pg=PA34#v=twopage&amp;dq=erwartungshandeln&amp;f=false">Kompetenzen, Aufgaben und Verantwortungen</a>. Rollen werden von Menschen <em>ausgefüllt</em>, so sagt man fast schon menschenfeindlich. &#8220;Sie füllen Ihre Rolle nicht aus&#8221; bedeutet, man wird den Erwartungen anderer nicht gerecht. Gerne zieht man sich auf den sicheren Boden der festgelegten Spielregeln zurück: &#8220;Das ist nicht meine Verantwortung&#8221;.</p>

<p>Menschen sind soziale Lebewesen, die sich in Gruppen am wohlsten fühlen. Zu Beginn unserer Evolution bildete eine einzige Gruppe unseren alleinigen Lebensmittelpunkt. Heute gehören wir heute vielen sozialen Gruppen an. Wir können sogar wählen, welchen Gruppen wir angehören möchten und welchen nicht. Manche wollen uns allerdings auch nicht haben.</p>

<p>Jede Gruppe hat eigene Verhaltensmuster, die sie ihren Mitgliedern aufzwingt. Das können auch weithin sichtbare Symbole sein. Entscheidend sind Verhaltensmuster und Symbole für die Abgrenzung der Gruppen untereinander. Siehe Hells&#8217; Angels und Bandidos. Manche Symbole sind auch funktionaler Art, wie ein Arztkittel oder eine <a href="http://berufsbekleidung.engelbert-strauss.de/bekleidung/schuerzen/serviceschuerzen/bistroschuerze-bruegge.html">Bistroschürze</a>. Die Wirkung von sichtbaren Symbolen ist nur gegeben, wenn sie <em>sichtbar</em> sind. Trägt die Ärztin am Wochenende einen Hausanzug, kann man ihr die Chirurgin wahrscheinlich nicht mehr ansehen.</p>

<p>Andere Symbole sind die Art und Weise des Umgangs miteinander. Der Mann, der auf dem Spielplatz das vom Gerüst gefallene Kind tröstet, ist wahrscheinlich sein Vater. Ein Pärchen hält einander bei den Händen oder küsst sich.</p>

<p>In jeder sozialen Gruppe existieren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Rolle#Literatur">soziale Rollen</a> und Regeln. Das können explizite Vereinbarungen sein, die sich an festgelegten Kompetenzen, Aufgaben und Verantwortungen entlang hangeln. Aber auch in anscheinend kaum regulierten Gruppen wie Freundeskreis oder Familie gelten <a href="http://itst.net/294-warum-moderation-wichtig-ist">Regeln und Grenzen</a>, die nicht überschritten werden sollten und Rollen vorgeben. Im Beruf mag man dank seiner Rolle in der Lage sein, unliebsame Aufgaben an andere zu delegieren. Privat ist Samstag eben Putztag.</p>

<p>So viel zu den Rollen und was ich 2004 eigentlich noch sagen wollte :-) Jetzt zurück in die Gegenwart und zu <a href="http://dirk.songuer.de/2010/05/16/ich-und-die-anderen/">Dirks Post</a> über die Diskussion um die <a href="http://www.businessinsider.com/well-these-new-zuckerberg-ims-wont-help-facebooks-privacy-problems-2010-5">Aussagen des Chefs von Facebook, Mark Zuckerberg</a>. David Kirkpatrick hat sie in einem Buch<sup>1</sup> über das Unternehmen dokumentiert.</p>

<blockquote>You have one identity… The days of you having a different image for  your work friends or co-workers and for the other people you know are  probably coming to an end pretty quickly … Having two identities for  yourself is an example of a lack of integrity.</blockquote>

<p>Es ist eine Sache, mit einem Kollegen über private Dinge zu sprechen. Allerdings ist er in diesem Moment eben kein Kollege, sondern ein Freund. Wir beide nehmen dann eine andere soziale Rolle ein (setzen „andere Hüte auf”, wie Dirk es formuliert). Mangelnde Integrität braucht man sich deswegen nicht vorzuwerfen.</p>

<p>Einen Versuch, soziale Rollen online erfahrbar zu machen, <a href="http://socialmediaanswers.com/moli-review/">hat MOLI gewagt</a>. Die Idee war, Profile für verschiedene Öffentlichkeiten zugänglich zu machen. Die Familie sieht die Babyfotos, Online-Kontakte die IM-Nicks und der Rest der Welt den neusten Blogeintrag. MOLI gibt es nicht mehr. Wenn mich mein Insider-Wissen nicht trügt, gab es ein Finanzierungsproblem. Das Konzept aber, das hat was &#8230;</p>

<p>Ich weiß nicht, ob Marks Prognose zutreffend ist und alle Öffentlichkeiten, alle sozialen Gruppen, in Zukunft verschwinden und durch <em>die</em> Öffentlichkeit ersetzt werden. Allerdings glaube ich nicht daran. Eine absolute Offenheit funktioniert nicht, schon allein, weil wir nicht jeden kennen.</p>

<p>Wenn Facebook es allerdings ernst meint, und zur <a href="http://www.thomascrampton.com/facebook/david-kirkpatrick-facebook-effect/">identity infrastructure of the Internet</a><sup>2</sup> wird, erhält jedes Individuum das <em>Potenzial</em>, jeden kennenzulernen. Das gilt für nicht für diejenigen, die nicht online sein können oder wollen. Es mag ja sein, dass Unternehmen tatsächlich dazu übergehen könnten, statt der social security number das Facebook-Profil zu akzeptieren. Das kann sich zumindest David <a href="http://www.thomascrampton.com/facebook/david-kirkpatrick-facebook-effect/">vorstellen</a>. Aber außerhalb der USA &#8230;</p>

<p>In den letzten Wochen geisterte immer wieder der Protest gegen Facebook durch die Röhren des Internet: &#8220;I deleted my FB account&#8221;. Für mich ist Facebook ein Werkzeug. Und ich traue den Menschen in meiner Umgebung zu, <a href="http://itst.net/1743-nachklapp-zum-buchcamp-medienkompetenz">sich kritisch damit auseinanderzusetzen</a> und es so zu benutzen, wie ich es tue: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.</p>

<p>Wie immer sehr lesenswert: <a href="http://www.zephoria.org/thoughts/archives/2010/05/14/facebook-and-radical-transparency-a-rant.html">danah boyd</a> und <a href="http://www.buzzmachine.com/2010/05/08/confusing-a-public-with-the-public/">Jeff Jarvis</a>.</p>

<p>1) Die Veröffentlichung dieses und anderer Zitate aus dem noch nicht erschienen Buch ist ein PR-Stunt, nichts weiter. Natürlich benutzt man dafür starke, kontroverse Aussagen. Und ob David alle Aussagen und Beobachtungen tatsächlich zu einem Abbild der Realität vermengt, wissen wir auch nicht.</p>

<p>2) Ich kenne Thomas Crompton nicht, aber sein Interviewstil ist mir zu explizit. Das Videointerview ist trotzdem sehenswert.</p>

<p>Bild: Vorgeschlagen von Dirk :-)</p>

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		<title>Nachklapp zum #buchcamp: „E-Book” und „neue Medien”</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Wwworker-SaschaCarlin/~3/Py0xEHlBI-s/1757-nachklapp-zum-buchcamp-%e2%80%9ee-book%e2%80%9d-und-%e2%80%9eneue-medien%e2%80%9d</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 20:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://itst.net/?p=1757</guid>
		<description><![CDATA[Wir hätten es in Alex' Session „Deer in the headlights” auf dem Buchcamp 2010 beinah geschafft, nicht über Bücher zu sprechen.
Was eigentlich ist so ein E-Book?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1759" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/05/Genova-Artigiano_africano-tre_statuette.jpg" alt="" width="620" height="196" /></p>

<p>Wir hätten es in <a href="http://itst.net/1743-nachklapp-zum-buchcamp-medienkompetenz">Alex&#8217; Session „Deer in the headlights”</a> beinah geschafft, nicht über das Buch zu sprechen. In kurzen Sätzen wurden dann doch ein paar Gedanken geäußert. Was eigentlich ist so ein E-Book?</p>

<p>Hier meine zwei Cent, die als Erweiterung und Weiterdenkens der <a href="http://itst.net/1583-10-muss-elemente-von-ebooks">„10 Muss-Elemente von E-Books”</a> zu verstehen sind.</p>

<p>E-Books, so hatte ich einmal formuliert, sollten <a href="http://itst.net/1583-10-muss-elemente-von-ebooks">10 Elemente</a> beinhalten, die über den Inhalt ihres gedruckten Vetters hinaus gehen.</p>

<p>Wenn man ein E-Book als bloße Zweitverwertung, ja, bloßen Abklatsch seiner gedruckten Variante betrachtet und das gut findet, kann man hier mit dem Lesen dieses Textchens aufhören. Das Druck-PDF runter zu skalieren und als E-Book zu verkaufen ist langweilig, dumm und an der Realität vorbei.</p>

<p>Ich zitiere mich mal selbst, damit alle, die auch nach der zweiten Erwähnung der <a href="http://itst.net/1583-10-muss-elemente-von-ebooks">10 Elemente</a> noch nicht auf den Link geklickt haben, verstehen, worum es geht.</p>

<blockquote>Ein E-Book ist mehr als nur die elektronische Variante eines gedruckten Buchs. Das wesentliche Element eines Buchs ist sein Text, die Struktur des Texts und die eine oder andere graphische Darstellung. Doch ein E-Book kann viel mehr:


<ul>
    <li>Bilder in Farbe, per Interaktion vergrößer- und zoombar.</li>
    <li>Videos und Animationen, gerne auch mit Ton.</li>
    <li>Formulare, zum Beispiel für Lernkontrollen oder Produktregistrierungen.</li>
    <li>Weblinks.</li>
    <li>Webinhalte.</li>
    <li>Automatische Silbentrennung je nach Darstellungsgröße des Texts.</li>
    <li>Anmerkungen anderer Leser des eBooks — und meine eigenen.</li>
    <li>Zitatverwaltung mit Export bibliographischer Daten (z. B. bibtex).</li>
    <li>Export einzelner Elemente mit passenden Lizenzmetadaten.</li>
    <li>Export von Anmerkungen.</li>
</ul>


Man stelle sich vor, was allein in der Schule oder an der Uni mit einem so aufbereiteten E-Book möglich wäre.

Oder bei einem Roman. Wenn es schon Buchteaser gibt, warum dann nicht die Geschichte mit einem Video anreichern, oder spannende Seiten mit einem Audio hinterlegen? Selbst Lyrikbände würden sich für solche audiovisuellen Inhalte eignen.

Es gibt einige Ansätze, die in diese Richtung gehen. My Miki zum Beispiel, eine Plattform für elektronische Magazine, die so ziemlich jeden Inhalt und jede Interaktion des Webs enthalten können. Oder das StreamBook, dass man in der DMG-Lib in Aktion erleben darf.</blockquote>

<p>Wir nennen diese Konzepte heute E-Book, weil wir noch keinen besseren Namen dafür gefunden haben. Der Name sollte aber nicht darüber täuschen, das die einzige Gemeinsamkeit von Büchern und E-Books in der Inhaltsvermittlung liegt. Der Zweck bleibt der gleiche, die Mittel unterscheiden sich drastisch, analog zu E-Mail und Briefpost.</p>

<p>Und wenn wir dazu eine neue Art Autor, eine neue Gattung Lektor, neu orientierte Verlage und andere Vertriebswege brauchen, dann ist das eben so. Die Pferdekutschenbauer haben sich auch lange gegen Automobile gewehrt. Geholfen hat es ihnen nicht.</p>

<p>Auf dem BuchCamp habe ich mich mit einem Reisebuchautor unterhalten, der gerne so aufbereitete Reisebücher machen würde. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, haben seine Lektoren etwas dagegen. Epic fail.</p>

<p>Noch zwei Worte zum iPad, das beim BuchCamp gestreichelt werden durfte. Ob jetzt das iPad oder ähnliche Geräte, in fünf sechs Jahren wird in Privathaushalten kaum noch Towergehäuse geben und Pads werden alltäglich zu sehen sein. Mal ehrlich: Wem würde ein PDF auf so einem Gerät Spaß machen? Selbst wenn man die Schriftart ändern könnte?</p>

<p>Wenn ich schon mal in Fahrt bin, gleich noch was zur den <a href="http://www.buchmarkt.de/content/42583-offener-brief-sorge-um-die-qualitaet-der-buchhaendlerschule.htm">„neuen Medien”</a>. Neu?! Die letzten 15-20 Jahre einen auf Drei Affen gemacht? Was bitte ist denn heute neu am Vorhandensein von CD-ROM und WWW? Und wie nennt man eigentlich DVD und erst recht BluRay, wenn die CD-ROM weiterhin als neues Medium gilt? Und abgesehen davon, welche Blase soll denn da platzen? Es ist eher ein Knoten, der bald platzen wird, aber keine „neuen  Medien”-Blase. Dass die Buchhandelsschüler vom Kulturgut Buch sprechen, rührt mich zwar an, geht aber an der Realität vorbei. Steffen Meier hat dazu schon alles Sagenswerte <a href="http://www.literaturcafe.de/offener-brief-an-die-geschaeftsleitung-des-mediacampus-frankfurt-von-den-schuelern/#comment-10083">gesagt</a>.</p>

<p>Bild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Genova-Artigiano_africano-tre_statuette.jpg">Twice25, CC-BY</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Wwworker-SaschaCarlin/~4/Py0xEHlBI-s" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nachklapp zum #buchcamp: Medienkompetenz</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Wwworker-SaschaCarlin/~3/iHcAwkWHvwc/1743-nachklapp-zum-buchcamp-medienkompetenz</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 20:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir brauchen keine Computerführerscheine. Wir brauchen eine kritische Erziehung, die Freiräume läßt, erklärt und begleitet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1744" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/05/541855298_62b9ce7223_o.jpg" alt="" width="620" height="350" /></p>

<p>Aus der Diskussion in <a href="http://twitter.com/aviess">Alex&#8217;</a> <a href="http://www.slideshare.net/aviess/buchcamp">Session</a> ist bei mir vor allem das Thema Medienkompetenz hängen geblieben. (Dass <a href="http://itst.net/1630-hirn-bit-wie-die-digitale-welt-unser-denken-verandert">Schirrmacher</a> nicht so gut wegkam, wurde schnell deutlich.)</p>

<p>Medienkompetenz ist nicht Bedienkompetenz. Was mich schon an der öffentlichen Debatte über den Computerführerschein und ähnliche Ausbildungsprogramme gestört hat, ist die Schwerpunktsetzung auf Bedienung. Natürlich ist sie die Basis für alles weitere, aber eben nur die Basis. Das Ziel muss ein gänzlich anderes sein. Unabhängig davon, ob ich mich unterhalte, Zeitung lesen, Radio höre, fernsehe oder im Netz unterwegs bin, muss ich in der Lage sein, die Informationen einzuordnen. Wer ist der Absender, was will er mir sagen, was sagt er mir nicht, wie und warum sagt er es.</p>

<p>Das ist Medienkompetenz.</p>

<p>Zugegeben, Kindern beizubringen, sich mit der Agenda des Absenders auseinanderzusetzen, ist schwer. Schwerer, als ihnen die Grundzüge von Windowsprogrammen beizubringen. Kein Wunder, das vor allem letztes getan wird.</p>

<p>Meine Sicht der Dinge ist folgende: Spätestens die Eltern der „digital natives”, was Alex nonchalant &#8212; und zurecht &#8212; zu „digital naives” umdichtet, standen der scheinbar absoluten Technikbeherrschung ihrer Sprößlinge mit offenem Mund gegenüber. Sie fühlten sich überrollt und verstanden nicht, was da geschieht. Dadurch konnten sie ihren Kindern auch kein Vorbild sein, sie konnten ihnen nichts beibringen. Für die Kinder war das ein paradiesischer Zustand. Sie hatten etwas gefunden, worin sie den Erwachsenen überlegen waren und natürlich kosteten sie das aus. Und damit begann unsere Misere.</p>

<p>Während die Eltern noch versuchten, zu begreifen, was um sie herum passiert, überließen sie durch ihre Tatenlosigkeit uns das Feld. Wir konnten schalten und walten, wie wir wollten. Einige wenige machten sich auf, das Feld für sich zu entdecken und zu verstehen. Die meisten nutzten einfach den Freiraum abseits der Erlebniswelt der Eltern und wurden zu Über-Konsumenten.</p>

<p>Die Entdecker übrigens, das waren die geeks und nerds, die Kellerkinder, die Stubenhocker. Ironischer Weise sind sie es, die heute bestimmen, wo es lang geht. Aus den Usenet-Usern und Mailboxern, die ihre Tage und Nächte damit verbrachten, die neue Welt zu kartografieren und zu erforschen, sind BarCamper und WebMontager geworden, hochvernetzte, sozial- und medienkompetente Menschen. (Randnotiz: Wie die Alt68er die Grünen hervorbrachten, sind es bei uns die Piraten.)</p>

<p>Die Über-Konsumenten aber sind es, die bestimmen, was wirtschaftlich erfolgreich ist. Noch nie waren <a href="http://www.boxofficemojo.com/alltime/world/">Kinofilme</a> so erfolgreich wie heute, noch nie haben wir mehr <a href="http://www.agf.de/daten/zuschauermarkt/verweildauer">ferngesehen</a>. (Randnotiz: Kein Wunder, dass wir ungestraft <em>fernsehen</em> sagen dürfen, <em>Radio hören</em> aber getrennt geschrieben wird.)
Und auch im Digitalen wird heute mehr umgesetzt denn je. Triple-A-Spiele haben Produktions- und Werbekosten wie vor garnicht allzu langer Zeit Blockbuster:</p>

<blockquote>According to the Los Angeles Times, Call of Duty: Modern Warfare 2 cost $40  to $50 million to develop and another $200 million to promote. <a href="http://www.wired.com/gamelife/2010/01/game-budgets/#ixzz0nR2GoOBV">#</a></blockquote>

<p>Es würde der Diskussion um Medienkompetenz und die sogenannten digital natives gut tun, sich die Fakten klar zu machen. Die Mehrheit komsumiert. Viel, ständig und überall. Dazu muss die Masse bedienen können. In diesem Wort steckt das Dilemma. Sie dienen, führen angelernte Handgriffe aus. Wer beim Militär Drill in seiner reinsten Form erlebt hat, weiß, was das bedeutet: Gedankenloses, weil erzwungenes Handeln.
Im Verlauf des letzten Jahrhunderts wurde aus dem Bediener zwar irgendwann der Benutzer. Leider ist es bei der bloßen Umbenennung geblieben.</p>

<p>Was wird werden, wenn die unkritischen Über-Konsumenten von heute, morgen und übermorgen selbst Eltern werden? Werden sie ihre Kinder zu streitbaren Geistern <em>erziehen</em>, ihnen das Wissen und die Werkzeuge <em>vermittlen</em>, hinter die Fassade blicken zu können? Wahrscheinlich nicht. Eher werden die Kindern von ihnen übernehmen, sich in der Masse treiben zu lassen.</p>

<p>Wir brauchen keine Computerführerscheine. Wir brauchen eine kritische Erziehung, die Freiräume läßt, erklärt und begleitet. Das setzt natürlich voraus, dass es Eltern gibt, die dieser Aufgabe gewachsen sind. Also muss der erste Schritt sein, den Eltern das kleine Einmaleins aufgeklärten Handelns beizubringen.</p>

<p>Das wir überhaupt so weit gekommen sind, daran trägt „das Internet” keine Schuld. Es ist nichts weiter als ein Spiegel der Gesellschaft. Mit einem Unterschied: Es <em>erlaubt</em>, als erstes Medium überhaupt, totale Mitgestaltung.</p>

<p>Vielleicht sollte es sie <em>erzwingen</em>.</p>

<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/makelessnoise/541855298/">makelessnoise, CC-BY</a></p>
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		<item>
		<title>Büchertreffen</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 14:39:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Buchcamp am 08. , Treffen der Jungen Verlagsmenschen in Mannheim am 11. Mai.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1735" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/05/buchcamp2.png" alt="" width="620" height="250" /></p>

<p>Morgen findet in Frankfurt/Main das BuchCamp 2010 statt. Organisiert wird es vom <a href="http://www.boersenverein.de/de/portal/Buchcamp/356292">Forum Zukunft</a> des Börsenvereins. Eine gute Gelegenheit, Namen und Nicknames mit Gesichtern zu verbinden. Die <a href="http://buchcamp.mixxt.de/networks/wiki/index.sessions">Sessionvorschläge</a> sind spannend und einige der Themen werden &#8212; hoffentlich &#8212; zu kontroversen Diskussionen führen. Besonders freue ich mich auf <a href="http://www.literaturcafe.de/">Wolfgang Tischers</a> Session zum Black Hat Community Management. Und siehe da, sogar Frank Schirrmacher schafft es im Geiste zum BuchCamp, jedenfalls will <a href="http://www.viess.org/">Alexander Vieß</a> eine Diskussion zu Payback, naja, dem <a href="http://www.edge.org/3rd_culture/schirrmacher09/schirrmacher09_index.html">Advertorial zu Payback</a>, auf egde.org anstoßen.</p>

<p>Kommenden Dienstag ab 19.00 Uhr treffen sich die <a href="http://jungeverlagsmenschen.boersenblatt.net/">Jungen Verlagsmenschen</a> aus der Metropolregion Rhein-Neckar in der <a href="http://www.altefeuerwache.com/cafe_bar/informationen.html">Alten Feuerwache</a> in Mannheim. Ein guter Teil der Besucher wird aus der Dudenstraße 6 <a href="http://maps.google.de/maps?f=d&amp;source=s_d&amp;saddr=Bibliographisches+Institut+AG,+Mannheim&amp;daddr=Alte+Feuerwache&amp;hl=de&amp;geocode=FTpS8wIds7aBACFZhwsj0sdLjCkRUCgcis6XRzHK-Ry-a30B4Q%3BFSw_8wId4UuBACkDxcQpKcyXRzHM_GqO5Q0wVA&amp;mra=ls&amp;dirflg=w&amp;doflg=ptk&amp;sll=49.497805,8.487305&amp;sspn=0.020849,0.038581&amp;ie=UTF8&amp;ll=49.497762,8.487325&amp;spn=0.020849,0.038581&amp;z=15">anreisen</a> ;)</p>
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		<title>Highly potent — Wegweiser für Studenten</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 07:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich unter Wert verkauft, wird es bereuen -- und wer sich für einen Überflieger hält, auch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1711" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/04/4469243936_509ab5ac8b_o-620x249.jpg" alt="" width="620" height="249" /></p>

<p>Wir haben ständig Praktikanten in der Abteilung. Meistens stehen sie kurz vor ihrem Abschluss und der ersten Jobsuche. In Gesprächen über ihre Abschlussarbeit und was danach sein soll, erzähle ich immer wieder von meinen eigenen Erfahrungen. Und obwohl meine eigene Studienzeit nicht so lange zurückliegt wie deine, <a href="http://www.guerilla-projektmanagement.de/index.php/archives/2010/02/04/der-pefekte-bewerber/">Sven</a>, kann ich deinen Beobachtungen nur zustimmen. Selbst zu meiner Zeit ging es vor allem darum, die Regelstudienzeit ja nicht zu überschreiten.</p>

<p>Nie vergessen werde ich Wolfgangs Worte, eines Kollegen bei meinem ersten Werkstudentenjob bei der Software AG (in der guten alten Zeit, als es in DA noch R&amp;D gab). Es waren sehr wahre Worte: „Genieße Dein Studium. So viel Zeit zum Leben und Lernen hast Du nie wieder.” Mit Lernen meinte er allerdings nicht tumbes Prüfungsbüffeln, viel mehr etwas über das Leben zu lernen.</p>

<p>Neulich habe ich mit einem alten Bekannten darüber gesprochen. Wir waren uns schnell einig: Das Beste am Studium waren lange, laue Sommernächte, in der einen Hand ein Glas mit billigem, leckerem Rotwein, in der anderen eine Maispapier-Gitane. Vorzugsweise auf einem Balkon, einer Wiese oder sonst wo draußen. Die Seele baumeln lassen, belanglose und tiefgründige Themen. Neudeutsch heißt das wohl „quality time”.</p>

<p>Zugegeben, ich habe wirklich nicht auf die Tube gedrückt, sondern mir zwölf Semester Zeit gelassen, nebenher immer in relevanten Unternehmen oder Projekten gearbeitet und auch zugunsten des Jobs mal eine Vorlesung ausfallen lassen. Geschadet hat es mir nicht, im Gegenteil. Dass ich mich nicht auf Stellen bewerben konnte, bei denen 24-jährige mit Praxiserfahrung und Auslandssemester gesucht wurden, störte mich nicht. In einem Unternehmen, das solche Stellen ausschreibt, möchte ich sowieso nicht arbeiten.</p>

<p>In other news, <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,690718,00.html">der neulich bei SpON erschienene Artikel</a> ergeht sich ja recht genüsslich in der Qual des Studierens etc. pp. Zwei Fragen stellen sich mir bei der ganzen „Bachelor ist scheiße”-Debatte. Zum einen, wie viele der heutigen AStA-Leute ihr Studium noch zu Diplomzeiten begannen, zum anderen, was so schlimm daran sein soll, als Student nebenher zu arbeiten.</p>

<p>„Aber jedes Semester kostet Unsummen! Und mit welchem Studi-Job kann man so viel verdienen UND Party machen UND die Miete bezahlen UND nebenher auch noch LERNEN?!”</p>

<p>Ganz ehrlich &#8230; WTF? Als Student hat man i. d. R. mehr vom Brutto. Mit 20 Stunden pro Woche und einem ordentlichen Stundenlohn kam ich auf um die 1600 EUR pro Monat &#8212; ohne zusätzliche Stunden „am Wochenende”. Nein, an der Supermarktkasse oder hinter der Theke bekommt man keine 20+ EUR die Stunde. Wenn man mehr möchte, schreibt man eben eigene Rechnungen. Natürlich geht das nur, wenn man im Gegenzug etwas leistet.</p>

<p>Diese Leistungsbereitschaft muss sich aber auch auf das Studium erstrecken. Ich spreche nicht von sinnfreien Auswendiglernereien, sondern von Eigeninitiative. Studium bedeutet nicht, dass man alles mundgerecht serviert bekommt. Im Gegenteil. Wer effektiv studieren will, muss selbst aktiv werden. Und, ich kann es nicht oft genug betonen, praxisnahe Praktika und Werkstudentenjobs annehmen. Nur so erkennt man Zusammenhänge und kann frühzeitig feststellen, wo die eigenen Talente liegen &#8212; und auch, wo nicht!</p>

<p>Wir leben in einer spezialisierten Welt. Jedenfalls habe ich keinen blassen Schimmer, wie man <a href="http://www.bernd-nebel.de/bruecken/3_bedeutend/oeresund/oeresund.html">so was</a> baut, geschweige denn, welche Spezialkenntnisse notwendig sind. Die meisten <em>kenne</em> ich wahrscheinlich nicht mal. Mag sein, dass ein BauIng-Studi sie alle kennt. Das ist aber kein Grund, sich auf die vorgegebenen Themen des Curriculums festnageln zu lassen. Im Gegenteil. Wer das tut, landet in der Scheuklappenfalle und wird ein ernstes Problem haben, seine Umgebung vollständig wahrzunehmen. Was wiederum zu <a href="http://www.businessballs.com/treeswing.htm">kaputten Schaukeln</a> führt. Niemand arbeitet in einem Vakuum (jaja, Astronauten, haha). Je breiter die eigene (Vor-) Bildung, desto besser.</p>

<p>Dabei helfen sechs schnellstmöglich absolvierte Semester rein gar nichts. Und auch ein in Rekordzeit drangehängter Master macht einen noch lange nicht zum Meister.</p>

<p>In Svens Worten:</p>

<blockquote>Eine exemplarische Anna-Lena (grandioser Name) steht für Studenten, die  ein Turbo-Studium durchziehen, aber im wirklichen Leben vermutlich in  der Fußgängerzone verhungern würden (es sei denn, sie sehen jemanden aus  ihrem Netzwerk, der ihnen hilft).</blockquote>

<p>Das Problem sind nicht die Studis, die ihr Studium mit sturem Blick geradeaus durchhecheln. Freiwillig tut sich das keiner an. Der Dank geht vielmehr an diejenigen Unternehmen, die in ihren Stellenanzeigen die Wörtchen „idealerweise” und „vorteilhaft” weglassen. (Je mehr HR für die Stellenanzeigen verantwortlich ist, desto schlimmer wirds &#8212; meistens.)</p>

<p>Damit üben sie einen unnötigen und unvorteilhaften Druck aus. Unnötig, weil die Anforderungen aus der Stellenausschreibung zwar idealerweise vorhanden sein sollten, aber keineswegs wirklich Pflicht sind. Unvorteilhaft, weil man viele sehr gut geeignete Kandidaten ohne Not ausschließt. Am Ende lädt man diejenigen mit den überzeugendsten Notlügen ein. Ich weiß nicht so recht, was ich von solchen Stellenausschreibungen halten soll. Hat da jemand ein Employer-Branding-Seminar besucht und gründlich missverstanden? Gibts die Ausschreibung nur, um internen Zwängen zu genügen? Oder sucht man tatsächlich die eierlegende Wollmilchsau zu zwo fuffzich die Stunde? Oder, und das wäre fast schon pervers, ist das ein erster Test nach dem Motto „Wir wollen nur Leute, die den Job wirklich wollen und alles dafür tun würden”? Either way, thanks, but no thanks.</p>

<p>Im Grunde geht es um die Erwartungshaltung einem Unternehmen gegenüber, das Stellen zu besetzen hat. Genauso wie das Unternehmen ordentliche Bewerbungen erwartet, darf man als Bewerber eine ordentliche Ausschreibung und ein ordnentliches Bewerbungsverfahren erwarten. Es ist, wie immer, ein beiderseitiges Geben und Nehmen.</p>

<p>Als kleiner Wegweiser für Arbeitssuchende hier eine Checkliste für Ausschreibungen.</p>

<ol>
    <li>Ist die Ausschreibung klar in vier Teile gegliedert?
<ul>
    <li>Wer ist der zukünftige Arbeitgeber?</li>
    <li>Welche Aufgaben hätte man zu übernehmen?</li>
    <li>Welche Anforderungen stellt das Unternehmen an Bewerber?</li>
    <li>Wie kann man sich bewerben? Welche Unterlagen und Informationen sind gefordert?</li>
</ul>
</li>
    <li>Wird das Veröffentlichungsdatum und die Dauer der Ausschreibung genannt?</li>
    <li>Wenn die Unternehmenssprache nicht Deutsch ist, braucht man dafür einen sehr guten Grund.</li>
</ol>

<p>Ich möchte nicht behaupten, dass jeder der Punkte ein Killer ist. Man muss seine Prioritäten selbst setzen. Wenn man aber mehrere interessante  Ausschreibungen vor sich hat, dient die Liste als Sieb.</p>

<p>Was nach dem Sieben übrig bleibt, ist noch nicht die Crème de la Crème &#8212; auf die quantitative Bewertung folgt die qualitative.</p>

<ol>
    <li>Aus der Selbstbeschreibung muss deutlich werden, was das Unternehmen tut.</li>
    <li>Es muss auf Anhieb verständlich sein, welche Aufgaben auf einen zu kämen.</li>
    <li>Es muss klar werden, warum die Stelle ausgeschrieben wurde.</li>
    <li>Die Anforderungen verständlich formuliert sein.</li>
    <li>Kontaktdaten müssen vollständig (Web-Adresse, E-Mail-Adresse, Name, Telefonnummer,  postalische Anschrift) angegeben sein.</li>
</ol>

<p>Jetzt geht es an die Innereien. Wird man mit internen Abkürzungen oder Benennungen bombardiert? Machen die genannten Aufgaben in dieser Kombination bzw. Priorisierung Sinn? Passen die Anforderungen zu den Aufgaben? Passen beide zur Stellenbezeichnung?</p>

<p>Nicht schlecht war in dieser Hinsicht ein Unternehmen aus dem Norden.  Die Stellenausschreibung sah ein bisschen nach  Nachwuchsführungskraft aus; fachliche Leitung eines festen Teams von zehn  Leuten, Bericht an GF, usw. Ca. 50 Mitarbeiter, interessante  Kundenliste. Man würde den Bewerber gerne einladen, teilte man mit,  allerdings drifteten die Gehaltsvorstellungen arg auseinander. Naja, man  suche eher einen Absolventen, mehr als 36k seien nicht geplant. Ich  würde gerne mal das arme Schwein kennenlernen, das dort gelandet  ist.</p>

<p>Die fünf qualitativen Fragen kann man teils aus dem Stegreif beantworten, teils muss man sich über das Unternehmen schlaumachen. Fehlt die Web-Adresse, gibts Punktabzug, weil man googlen muss. Die Frage nach der Kombination und Priorisierung der Aufgaben kann man oft nur mit ein wenig Berufserfahrung beantworten. Im Zweifel fragt man jemanden, der sich damit auskennt.</p>

<p>Unvollständige Kontaktdaten sind ein absolutes K.O.-Kriterium. Es ist mir egal, ob das Unternehmen eine Jobbörse benutzt. Ich will nicht gezwungen werden, irgendwo einen Account anzulegen oder meine Unterlagen einem Dritten zur Verfügung zu stellen (einzige Ausnahme sind Headhunter, aber das ist ein anderes Thema). Daher erwarte ich, meine Bewerbung direkt an das Unternehmen, direkt an eine Person richten zu können.</p>

<p>Ist die Bewerbung raus, darf man eine zeitnahe Rückmeldung erwarten. Gerne darf da erst eine automatische Antwort kommen (vor allem bei Bewerbungen per E-Mail), aber spätestens nach fünf Werktagen ist eine persönliche Rückmeldung angebracht. Den Vogel abgeschossen hat in dieser Hinsicht die debis AG (R.I.P.). Sechs Monate nach der Bewerbung kam einen Anruf, ob der Bewerber noch an der Stelle interessiert sei. Ratet mal, was er geantwortet hat.</p>

<p>Sehr seltsam ist es auch, wenn man &#8212; ganz egal im welchem Stadium des Bewerbungsverfahrens &#8212; erfahren möchte, wie es denn aussieht, und niemand antwortet. Es bricht weder dem Unternehmen noch dem Bewerber ein Zacken aus der Krone, freundlich und direkt abzusagen, sollte das der Grund des Schweigens sein. Hinhaltetaktiken sind ein eher schlechtes Zeichen &#8212; schlecht für das Unternehmen meine ich. Den Rekord hält ein Unternehmen aus Frankfurt am Main, das es geschafft hat, sich nach dem zweiten Gespräch mit dem GF nicht mehr zu melden. Weder von sich aus noch auf nachfragende Anrufe und E-Mails. Nach sechs Wochen hat der Bewerber das Trauerspiel beendet. Dank eines Insiders weiß ich, was Sache war, aber das hat die Schweigsamkeit auch nicht erklärt.</p>

<p>Bottom line: Studis, lasst euch nicht mit Videothekenjobs abspeisen. Macht relevante Jobs, gerne mehr als einen. Schaut euch euer Berufsfeld an und versucht, in so viele Winkel wie möglich zu schauen. Arbeitet in großen und kleinen Unternehmen. Wenn es an eurem Studienort nicht die Möglichkeit gibt, geht woanders hin (es sei denn, ihr wollt sowieso an der Uni bleiben). Sucht vor allem Werkstudentenjobs (better pay!). Wenn der Bachelor acht Semester braucht, geht das in Ordnung! Gezüchtete Fachidioten gibt es genug.</p>

<p>Und wenn es dann um die ersten Vollzeitstelle geht, darf man ruhig Ansprüche stellen. Man muss Ansprüche stellen. Wer sich unter Wert verkauft, wird es bereuen &#8212; und wer sich für einen Überflieger hält, auch.</p>

<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/vinothchandar/4469243936/">harry_nl, CC-BY</a>.</p>
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		<title>Auf den Schultern von Giganten …</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 18:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA["Alle Verallgemeinerungen sich falsch, einschließlich dieser", sagte einst Mark Twain. Auch jene, die zur Untermauerung vermeintlicher Deutungshoheiten dienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1686" title="3604681808_69efb39c43_b" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/03/3604681808_69efb39c43_b1.jpg" alt="" width="620" height="250" /></p>

<p>&#8230; lernen wir, Mensch zu sein.</p>

<p>Gerade Schriftsteller sollten das wissen. Die <a href="https://vs.verdi.de/urheberrecht/aktuelles/leipziger-erklaerung">Leipziger Erklärung</a> klingt allerdings nach etwas ganz anderem. Nach dem (geglückten, so viel sei zugestanden) Versuch nämlich, ein ungeliebtes Buch und seine Autorin in Leipzig keinen Preis gewinnen zu lassen.</p>

<blockquote>Kopieren ohne Einwilligung und Nennung des geistigen Schöpfers wird in der jüngeren Generation, auch auf Grund von Unkenntnis über den Wert kreativer Leistungen, gelegentlich als Kavaliersdelikt angesehen.</blockquote>

<p>Die Schriftsteller sprechen hier von in Text gegossenen Ideen, ohne sich daran zu erinnern, woher die Ideen überhaupt kamen. Da werden weiter alle Menschen geringen Alters unter Generalverdacht gestellt, um sie dann auch noch der Unkenntnis zu bezichtigen. &#8220;Alle Verallgemeinerungen sich falsch, einschließlich dieser&#8221;, sagte einst Mark Twain. Auch jene, die zur Untermauerung <a href="http://www.welt.de/kultur/article6360182/Warum-alte-Maenner-Helene-Hegemann-hassen.html">vermeintlicher Deutungshoheiten</a> dienen.</p>

<p><small>Ich hoffe, der Verband deutscher Schriftsteller sieht es nicht als Beleg für meine Unkenntnis über den Wert kreativer Leistungen, dass ich eine <a href="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/03/Leipziger-Erklaerung.pdf">Kopie</a> seiner Erklärung angefertigt habe.</small></p>

<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/tk-link/3604681808/">tk-link, CC-BY-NC-SA</a>.</p>
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		<title>Buchpreisaffären</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 08:35:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[„Doch beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels [...] wertet man die vermeintlichen Preisverstöße angesichts der Massenware Buch als entschuldbare Fehler“ -- so viel zur Buchpreisbindung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1694" src="http://itst.net/wp-content/uploads/2010/04/Mängelexemplar_mit_Leseband-620x306.jpg" alt="" width="620" height="250" /></p>

<blockquote>„Doch beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dessen Mitglied er ist, wertet man die vermeintlichen Preisverstöße angesichts der Massenware Buch als entschuldbare Fehler“, so <a href="http://www.boyens-medien.de/dlz-bz/zeitung2.html">Stefan Schmid in seinem Artikel</a>. Aber das nimmt Wienecke nicht hin: „Jeder andere Buchhändler würde im Auftrag des Börsenvereins eine Abmahnung in Höhe von 1000 Euro pro Buch erhalten. Nur Amazon nicht.“

Aber dann kommt es doch zu dicke: „Der dritte Band der Millionen-Bestsellerreihe <em>Biss &#8230;</em> erscheint im Februar 2008. Und bei Amazon ist das Buch um drei Euro günstiger. Selbst ein Brief des Carlsen Verlags habe nichts bewirkt“, so Wienecke gegenüber der Zeitung. Erstaunlich: Der Börsenverein hat versucht, ihn von der Klage abzuhalten, sagt der Buchhändler dem Blatt.</blockquote>

<p>Na klar hat der Börsenverein versucht, den wildgewordenen Buchhändler einzufangen. Erstens ist Amazon der größte Buchversandhändler in Deutschland &#8212; wenn die sauer werden, brauchen auch Verleger richtig viel Zucker im Kaffee. Und zweitens gibt es genug Börsenvereinsmitglieder, die mit den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buchpreisbindung#Ausnahmen">Ausnahmen von der Buchpreisbindung</a> ordentlich Geld verdienen.</p>

<p>Also besser keine schlafenden Hunde wecken.</p>

<p>(via <a href="http://www.buchmarkt.de/content/41196-affaeren.htm">BuchMarkt.de</a>, <a href="http://www.boyens-medien.de/dlz-bz/zeitung2.html">Dithmarscher Landeszeitung online</a>)</p>

<p>Bild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:M%C3%A4ngelexemplar_mit_Leseband.jpg#Licensing">Alice Wiegand, CC-BY-SA</a>.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Wwworker-SaschaCarlin/~4/T2UvwmkiGec" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Piraten knöpfen Apple 450 Mio. USD ab</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 08:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Sagt jedenfalls 24/7 Wall St. Da hat wohl jemand &#8220;Lügen mit Statistik für Fortgelaufene&#8221; an der VHS besucht, wa?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sagt jedenfalls <a href="http://247wallst.com/2010/01/13/apple-app-store-has-lost-450-million-to-piracy/">24/7 Wall St</a>. Da hat wohl jemand &#8220;Lügen mit Statistik für Fortgelaufene&#8221; an der VHS besucht, wa?</p>
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		<title>Offline bis 2010.</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 08:27:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[That&#8217;s all folks. Kommt gut rein und so, ihr wisst schon ;)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>That&#8217;s all folks.</p>

<p>Kommt gut rein und so, ihr wisst schon ;)</p>
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