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	<title>Wissenswerkstatt</title>
	
	<link>http://www.wissenswerkstatt.net</link>
	<description>Blog zu Wissenschaft &amp; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 13 May 2013 21:01:55 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die eingebildeten Kranken: Wenn Informationen krank machen - Über Nocebos und die Verantwortung des Journalismus</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 21:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
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		<description><![CDATA[Glaube kann Berge versetzen. Und krankmachen. Dann etwa, wenn bestimmte Informationen konkrete Ängste wachrufen und die Betroffenen schließlich Symptome zeigen. Eine aktuelle Studie belegt die Effektivität solcher Nocebos.1 Vor ziemlich genau 340 Jahren schrieb Molière seine fabelhafte Geschichte vom bemitleidenswerten Hypochonder Argan, der sich seine Krankheiten quasi per Autosuggestion einimpft: &#8220;Le Malade imaginaire&#8221;. &#8211; Wie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/05/Le_Malade_imaginaire.jpg"><img class="alignright  wp-image-2941" title="Der eingebildete Kranke - Honoré Daumier" alt="Der eingebildete Kranke - Honoré Daumier" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/05/Le_Malade_imaginaire-300x254.jpg" width="240" height="203" /></a><strong>Glaube kann Berge versetzen. Und krankmachen. Dann etwa, wenn bestimmte Informationen konkrete Ängste wachrufen und die Betroffenen schließlich Symptome zeigen. Eine aktuelle Studie belegt die Effektivität solcher Nocebos.</strong><sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/12/die-eingebildeten-kranken-wenn-informationen-krank-machen/#footnote_0_2931" id="identifier_0_2931" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als Placebo-Effekt wird die Reaktion eines Patienten auf ein medizinisches Pr&auml;parat ohne Wirkstoff bzw. generell auf jede von sich aus wirkungslose medizinische Intervention bezeichnet. Nocebo-Effekte sind analog negative Symptomver&auml;nderungen, ohne da&szlig; tats&auml;chlich ein Wirkstoff oder eine Therapie vorliegt.">1</a></sup></p>
<p><span class="initial_klein">V</span>or ziemlich genau 340 Jahren schrieb Molière seine fabelhafte Geschichte vom bemitleidenswerten Hypochonder Argan, der sich seine Krankheiten quasi per Autosuggestion einimpft: &#8220;Le Malade imaginaire&#8221;. &#8211; Wie hoch die Ziffer der &#8220;eingebildeten Kranken&#8221; wohl ist, die täglich in den Wartezimmern Platz nehmen?</p>
<p><span class="pullquote">Der Nocebo-Effekt, der (finstere) Zwillingsbruder des Placebos, wurde bislang relativ wenig erforscht.</span> Eigentlich erstaunlich, daß die Forschung zu diesem Thema noch ziemlich in den Kinderschuhen steckt. Zu den (positiv wirkenden) Placebos ist man zwar in Medizin und Psychologie seit einiger Zeit recht aktiv, doch die (negativ wirkenden) Nocebos wurden bislang vernachlässigt.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/12/die-eingebildeten-kranken-wenn-informationen-krank-machen/#footnote_1_2931" id="identifier_1_2931" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Am besten sieht die Forschungslage noch bei den Beipackzetteln aus, die &ndash; hier sind ja meist jede Menge negative Nebenwirkungen genannt &ndash; ebenfalls als Nocebo funktionieren.">2</a></sup></p>
<p><span class="zwischenueberschrift">Eingebildete Elektro-Smog-Symptome</span></p>
<p><span class="initial_klein">E</span>inen simplen, aber umso eindrucksvolleren Ansatz wählte jetzt der Psychologe <a title="Website von Michael Witthöft" href="http://klinische-psychologie-mainz.de/mitarbeiter_witthoeft.html">Michael Witthöft von der Uni Mainz</a>. Bei einem Forschungsaufenthalt am Londoner King’s College zeigte er zunächst insgesamt 147 Probanden einen Fernsehbericht. Der eine Teil bekam eine BBC-Fernseh-Doku zu sehen, in der die gesundheitlichen Risiken von Mobilfunk und WLAN thematisiert wurden. Der andere Teil sah stattdessen eine (unverdächtige) Doku über Datensicherheit im Internet.</p>
<p><span class="pullquote_left">Alles Einbildung?: Zwei Probanden brachen den Test vorzeitig ab.</span> Im zweiten Teil des Versuchs wurde allen Probanden mitgeteilt, daß sie vorübergehend einem WLAN-Feld ausgesetzt seien. In Wirklichkeit gab es aber kein solches WLAN-Signal. Interessanterweise berichtete mehr als die Hälfte (54%) aller Testpersonen über die vermeintlich typischen Elektro-Smog-Symptome. Konzentrationsstörungen, Kribbeln in Fingern, Armen, Beinen etc. Darunter v.a. solche, die die Strahlenrisiken-Doku gesehen hatten. Zwei Probanden brachen den Test sogar vorzeitig ab, weil die Symptome so heftig waren und sie sich nicht noch länger der (eingebildeten!) WLAN-Strahlung aussetzen wollten.</p>
<p>Toll, oder? ;-) Solche Studien liebe ich. Die Untersuchung von Michael Witthöft zeigt wunderschön, wie wirkmächtig negative Gedanken sind. Allein die angebliche Strahlenexposition (und die wachgerufenen Ängste durch die Doku) führte zu 54% elektrosensiblen Menschen, die z.T. heftige körperliche Reaktionen spürten! Wobei die Reaktion stärker und häufiger bei Menschen ausfiel, die generell etwas &#8220;ängstlicher&#8221; waren.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Nachdenken über die Ethik des Wissenschafts- und Technikjournalismus?</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>inen interessanten Aspekt des Themas spricht Witthöft (vgl. Pressemitteilung zur Studie) selbst an: welche Schlußfolgerungen zieht eigentlich der Journalismus aus solchen Erkenntnissen? Wie werden Risikotechnologien angemessen dargestellt? Wie sieht es mit Zuspitzungen aus? Wie wählt man die Bebilderung usw.? Witthöft sagt:</p>
<blockquote><p>„Die Wissenschaft und die Medien müssen unbedingt stärker zusammenarbeiten und sich darum bemühen, dass Berichte beispielsweise über mögliche Gesundheitsrisiken neuer Technologien so wahrheitsgetreu wie möglich und nach bestem Wissensstand an die Öffentlichkeit gelangen.“</p></blockquote>
<p>Eigentlich sollten solche Studien Bestandteil jeder Volontärs- und Journalismus-Ausbildung sein. Denn vom Placebo-Effekt und der positiven Kraft der Gedanken hat wohl jeder schon mal gehört. Aber dessen finsteren Zwillingsbruder, den Nocebo-Effekt, kennt kaum jemand. Dabei handelt es sich schlicht um zwei Seiten einer Medaille. Beides mal sind es kognitive Prozesse, die &#8220;angetriggert&#8221; werden und die als (positive oder negative) Erwartungshaltung durchschlagen.</p>
<p>Zu diesem Thema kann ich übrigens das 15-Minuten-Gespräch zwischen Arvid Leyh und dem Placebo-Forscher Paul Enck empfehlen.</p>
<div class="werkstattlinks">
<p><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li>Michael Witthöft, G. James Rubin (2013): <a title="Link zum Abstract der Studie" href="http://www.jpsychores.com/article/S0022-3999%2812%2900335-2/abstract">Are media warnings about the adverse health effects of modern life self-fulfilling? An experimental study on idiopathic environmental intolerance attributed to electromagnetic fields (IEI-EMF)</a>, Journal of Psychosomatic Research, DOI: 10.1016/j.jpsychores.2012.12.002</li>
<li><a title="Link zum Interview mit Prof. Enck" href="http://dasgehirn.info/aktuell/foxp2/placebos-und-nocebos-mit-paul-enck-8330/">Placebos und Nocebos mit Paul Enck</a>, Gespräch, dasgehirn.info</li>
</ul>
<p>Lars vom Fischblog hat gerade eben auch über die Studie gebloggt und sich noch weitere Gedanken bzgl. der Schlußfolgerungen für die Berichterstattung über solche Themen gemacht:</p>
<ul>
<li>Lars Fischer: <a title="Link zum Blogtext bei Lars Fischer" href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2013-05-13/gesundheitswarnungen-und-nocebo-effekt-schlechter-journalismus-macht-krank">Gesundheitswarnungen und Nocebo-Effekt: (schlechter?) Journalismus macht krank</a>, 13.5.2013</li>
</ul>
</div>
<div id="Punkte"></div>
<p><small>Bild: &#8220;Der eingebildete Kranke&#8221; von Honoré Daumier</small></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/27/hilflose-heiler-wie-krank-macht-das-gesundheitssystem-seine-mitglieder/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Hilflose Heiler » Wie krank macht das Gesundheitssystem seine Mitglieder?">Hilflose Heiler » Wie krank macht das Gesundheitssystem seine Mitglieder?</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/05/hippokrates-20-die-szene-der-medizin-und-arztblogs-werkstattnotiz-lxi/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Hippokrates 2.0 » Die Szene der Medizin- und Arztblogs | Werkstattnotiz LXI">Hippokrates 2.0 » Die Szene der Medizin- und Arztblogs | Werkstattnotiz LXI</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/23/wissenswerkstatt/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wissenswerkstatt » Beobachtungen der Gesellschaft">Wissenswerkstatt » Beobachtungen der Gesellschaft</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2931" class="footnote">Als Placebo-Effekt wird die Reaktion eines Patienten auf ein medizinisches Präparat ohne Wirkstoff bzw. generell auf jede von sich aus wirkungslose medizinische Intervention bezeichnet. Nocebo-Effekte sind analog negative Symptomveränderungen, ohne daß tatsächlich ein Wirkstoff oder eine Therapie vorliegt.</li><li id="footnote_1_2931" class="footnote">Am besten sieht die Forschungslage noch bei den Beipackzetteln aus, die &#8211; hier sind ja meist jede Menge negative Nebenwirkungen genannt &#8211; ebenfalls als Nocebo funktionieren.</li></ol> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2931&amp;md5=4a84f9946bd79b03ad3daef26e6189dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<item>
		<title>Cyberscience: Praktisch und theoretisch - Linktipps zum Anhören, Sehen und Lesen</title>
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		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/28/cyberscience-praktisch-und-theoretisch/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 21:50:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Über Städte mit B habe ich neulich schon bei Twitter scherzhaft geflucht. Jedenfalls tragen Berlin, Bremen und Braunschweig ein bißchen Mitschuld daran, daß ich hier in der Werkstatt so selten zum bloggen komme. Denn in den letzten Wochen habe ich einige Seminare und Workshops gegeben, was erstens mit ziemlich viel Vorbereitungszeit und zweitens (Städte mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über Städte mit B habe ich <a title="Link zum Tweet" href="https://twitter.com/Werkstatt/statuses/314490667726434304">neulich schon bei Twitter scherzhaft geflucht</a>. Jedenfalls tragen Berlin, Bremen und Braunschweig ein bißchen Mitschuld daran, daß ich hier in der Werkstatt so selten zum bloggen komme. Denn in den letzten Wochen habe ich einige Seminare und Workshops gegeben, was erstens mit ziemlich viel Vorbereitungszeit und zweitens (Städte mit B!) mit ziemlich viel Reisezeit verbunden ist. Zumindest wenn man &#8211; wie ich &#8211; irgendwo in der schwäbischen Provinz startet. ;-)</strong></p>
<p>Deshalb gibt&#8217;s auch heute leider trotz vorhandener Themen keinen vernünftigen Blogpost, aber dafür hübsche Linktipps. Diesmal rund um das Thema offene Wissenschaft oder Wissenschaft 2.0.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Wissenschafts-Videocast mit Lars vom Fischblog</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>aß die Redakteure von Spektrum ein wenig anders ticken als übliche Wissenschaftsjournalisten dürfte sich so allmählich rumgesprochen haben. Das fängt damit an, daß vom Redaktionsleiter über die Grafiker bis hin zum <a title="Twitterkonto des Redaktionshunds" href="https://twitter.com/Redaktionshund">Redaktionshund</a> (der Hundegott hab ihn selig!), alle mit Twitteraccounts ausgestattet sind. Und das geht weiter bis&#8230; ach, das kann man ja alles nachlesen.</p>
<p>Eine neue schräge und absolut sympathische Idee ist ein Videocast, den Lars Fischer (mit-)initiiert. Der &#8220;freiberufliche Apokalyptiker&#8221; stellt dabei die etwas anderen Wissenschaftsnachrichten zusammen. Ich hoffe sehr darauf, daß noch viele weitere Folgen aus dem Spektrum-Bunker folgen und daß die dahinsiechende Pflanze als Studio-Deko noch weiter durchhält.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/cWSiq9oUcdU?rel=0" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Wie verändert das Web 2.0 die Wissenschaft?</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>as Thema &#8220;Cyberscience&#8221; (und die Effekte auf die interne und externe Wissenschaftskommunikation) stand im Mittelpunkt eines Radio-Features von Bayern 2. Der Autor Martin Schramm hat dafür einige Kenner der Szene befragt. Es kommt ausführlich <a title="CV und Info zu Carsten Könneker" href="http://www.spektrum.de/alias/koenneker/carsten/849154">Carsten Könneker</a> (Chefredakteur von &#8220;Spektrum der Wissenschaft&#8221; und <a title="Link zum NaWik" href="http://www.nawik.de/">Direktor am NaWik</a>) zu Wort, der sehr schön die Veränderungen rekonstruiert, die u.a. das Web 2.0 für die Wissenschaftskommunikation bedeutet. Zu den Herausforderungen für Wissenschaftler, die z.B. bloggen oder andere Kanäle des Social Web nutzen, wurde neben <a title="Homepage Prof. Henning LObin" href="http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb05/germanistik/iprof/asclhome/uber-uns/wimi/lobin-art">Henning Lobin (Uni Gießen)</a> und <a title="Homepage Michael Nentwich" href="http://www.oeaw.ac.at/ita/ueber-uns/das-ita-team/michael-nentwich/person">Michael Nentwich (ITA Wien)</a> auch ich befragt.</p>
<p>Irgendwann ab ca. 10:40min. und dann nochmal so ab Minute 16:00 bin ich mit kurzen Statements zu hören. Insgesamt finde ich die Sendung sehr gelungen. Für Insider natürlich nichts Neues, aber für interessierte Radiohörer sind schon einige interessante Infos mit dabei. Denke ich. Nachhören kann man die Sendung derzeit hier:</p>
<ul>
<li><a title="Link zur ARD-Mediathek " href="http://www.ardmediathek.de/bayern-2/iq-wissenschaft-und-forschung-bayern-2?documentId=14335360">Cyberscience: Wie das Web die Wissenschaft verändert</a>, 25.4.2013 (BR2 / IQ &#8211; Wissenschaft und Forschung)</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Forschung zum Thema Cyberscience</p>
<p><span class="initial_klein">U</span>nd wo wir gerade beim Thema sind: &#8220;Wie verändern Facebook &amp; Co. die Wissenschaft?&#8221;. Diese Frage ist auch der Titel eines Kurzdossiers des Österreichischen Instituts für Technikfolgenabschätzung. Der gerade erwähnte Michael Nentwich hatte ja in den letzten Jahren zusammen mit René König eine Studie zum Thema Cyberscience durchgeführt. Und die Essenz der Studie ist hier zusammengefasst. Im kurzen PDF liest man dann u.a.:</p>
<blockquote><p>&#8220;Web 2.0-Dienste sind teilweise funktional für die Wissenschaft und befriedigen konkrete Bedürfnisse, wie etwa Informationssuche im Twitter-Netzwerk, Öffentlichkeitsarbeit über Blogs oder Kontaktaufnahme mit KooperationspartnerInnen über Soziale Netzwerkseiten. Dysfunktional ist hingegen, dass derzeit das eigene Netzwerk nur über viele parallele Kanäle erreicht werden können und daher bestimmte positive Netzwerkeffekte (noch) nicht eintreten. Darüber hinaus kann es bei intensiver Nutzung zu Informationsüberladung und Problemen im Zeitmanagement kommen.&#8221;</p></blockquote>
<p>So ist das. Kein Widerspruch meinerseits. ;-)</p>
<p>Die ganze Studie gibt&#8217;s als Buch und eben auch noch angeteasert im erwähnten PDF-Dossier:</p>
<ul>
<li>Nentwich, M. und König, R. (2012): <a title="Link zur Infoseite zum Buch Cyberscience 2.0" href="http://www.zmi.uni-giessen.de/publikationen/publikationen-cyberscience2.html">Cyberscience 2.0. Research in the Age of Digital Social Networks.</a></li>
<li>ITA-Dossier (Nr. 1 /2013): <a title="Link zum ITA-Dossier" href="http://epub.oeaw.ac.at/ita/ita-dossiers/ita-dossier001.pdf">&#8220;Facebook &amp; Co. verändern die Wissenschaft&#8221;</a> (PDF)</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/25/anleitung-zum-unbuergerlichsein-f-graefin-zu-reventlows-roman-von-paul-zu-pedro-als-spiel-mit-genres-und-geschlecht/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Anleitung zum Unbürgerlichsein – F. Gräfin zu Reventlows Roman &#8220;Von Paul zu Pedro&#8221; als Spiel mit Genres und Geschlecht">Anleitung zum Unbürgerlichsein – F. Gräfin zu Reventlows Roman &#8220;Von Paul zu Pedro&#8221; als Spiel mit Genres und Geschlecht</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/13/darum-nie-genug-konkrete-utopie-das-portal-utopia-verspricht-die-symbiose-von-nachhaltigkeit-konsumentenautonomie-werkstattnotiz-xxxiii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: &#8220;Darum nie genug konkrete Utopie!&#8221; » Das Portal &#8220;Utopia&#8221; verspricht die Symbiose von Nachhaltigkeit &#038; Konsumentenautonomie | Werkstattnotiz XXXIII">&#8220;Darum nie genug konkrete Utopie!&#8221; » Das Portal &#8220;Utopia&#8221; verspricht die Symbiose von Nachhaltigkeit &#038; Konsumentenautonomie | Werkstattnotiz XXXIII</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/19/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR | Werkstatt-Ticker 61">Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR | Werkstatt-Ticker 61</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2915&amp;md5=472d3eea2654e5398daa97c5607565aa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Heiter bis wolkig: Aussichten auf Medizin, Wissenschaft und Technik - Über Antiobiotikaresistenzen, Open Access und die Zukunft von Touchscreens</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Wissenswerkstatt/~3/lVOtnNeCOIs/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/07/heiter-bis-wolkig-aussichten-auf-medizin-wissenschaft-und-technik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 21:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Ticker]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Prognosen sind schwierig, besonders dann, wenn sie die Zukunft betreffen.&#8221; &#8211; Soll (angeblich) Niels Bohr gesagt haben. Ob diese Feststellung tatsächlich von Bohr stammt oder nicht, ist mir gerade ziemlich egal. In meiner heutigen Link- und Lesesammlung geht es allerdings 3x um Aussichten auf die Zukunft.  Und die Schwierigkeit, die jeweilige Entwicklung einzuschätzen. Mal geht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Prognosen sind schwierig, besonders dann, wenn sie die Zukunft betreffen.&#8221;</em> &#8211; Soll (angeblich) Niels Bohr gesagt haben. Ob diese Feststellung tatsächlich von Bohr stammt oder nicht, ist mir gerade ziemlich egal. In meiner heutigen Link- und Lesesammlung geht es allerdings 3x um Aussichten auf die Zukunft. </strong></p>
<p><span class="initial_klein">U</span>nd die Schwierigkeit, die jeweilige Entwicklung einzuschätzen. Mal geht es um die Weiterentwicklung technischer Innovationen, mal um die Veränderungen innerhalb der akademischen Publikationskultur und gleich zu Beginn um eine der &#8220;größten Gefahren für die menschliche Gesundheit&#8221; (so die Einschätzung der WHO): um das Problem der Antibiotikaresistenzen.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Über die (unterschätzten) Gefahren durch Antiobiotika-resistente Bakterien</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>ie moderne Medizin ist ohne Antibiotika schlicht nicht vorstellbar. Umso beunruhigender sind deshalb die regelmäßigen Meldungen über neue Antibiotika-resistente Bakterien. Und die Entwicklung neuer schlagkräftiger Antiobiotika scheint schon seit einiger Zeit zu stagnieren. Keine wirklich erfreulichen Ausichten. Doch obwohl diese Problematik seit Jahren bekannt ist, ist das Wissen über die Konsequenzen (in den verschiedensten Bereichen!) noch absolut lückenhaft.</p>
<p>Wie kann im Ernstfall die medizinische Versorgung auch nur ansatzweise aufrechterhalten werden? Mit wievielen Opfern wäre zu rechnen? Welche Auswirkungen auf andere Bereiche (Verkehr, Wirtschaft, öffentliches Leben&#8230;) und welche Kosten wären zu erwarten? Dazu gibt es natürlich Hochrechnungen. Allerdings &#8211; so haben die Gesundheitsökonomen Richard Smith und Joanna Coast jetzt berechnet &#8211; wird das tatsächliche Ausmaß vermutlich stark unterschätzt.</p>
<p>Lars Fischer hat den BMJ-Artikel durchgesehen und kommentiert einige Aspekte drüben bei sich im Fischblog. Zum selben Thema liegt übrigens seit einigen Wochen eine knapp 80 Seiten starke Stellungnahme der Leopoldina vor. Unter dem Titel &#8220;Antibiotika-Forschung: Probleme und Perspektiven&#8221; ist dort erstens der aktuelle Stand in Sachen Antibiotikaforschung und -Resistenzen zusammengefasst und zweitens wird skizziert, wie die Entwicklung neuer Antiobiotika aussehen könnte und welche Rahmenbedingungen dafür erforderlich sind. Das alles gibt es als Open-Access-Dokument auch als PDF.</p>
<p><strong>Lesetipps:</strong></p>
<ul>
<li>Lars Fischer: <a title="Blogposting im Fischblog" href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/biologie/2013-03-19/resistenzen-gesundheitssystem">Wie Antibiotika-Resistenzen den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden</a>, Fischblog, 19.3.2013</li>
<li>R. Smith &amp; J. Coast (2013): <a title="BMJ-Article" href="http://www.bmj.com/content/346/bmj.f1493">The true cost of antimicrobial resistance</a>, BMJ 2013; 346 doi: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.f1493</li>
<li>Leopoldina (Deutsche Akademie der Naturforscher): <a title="Leopoldina- Antiobiotika-Resistenzen - Stellungnahme" href="http://www.degruyter.com/viewbooktoc/product/204117">Antibiotika-Forschung: Probleme und Perspektiven</a> (2013)</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Anmerkungen zur Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens</p>
<p><span class="initial_klein">B</span>ei <em>nature</em> hat man sich vorletzte Woche an einer kleinen Bestandsaufnahme zum aktuellen Stand der wissenschaftlichen Publikationskultur versucht. Und es wird auch ein wenig in die Zukunft gedacht. Darüber, wie sich Open Access weiterentwickeln könnte zum Beispiel. Oder darüber, welche (möglichen) negativen Effekte der Erfolg des Open Access auch haben könnte. Die vielfältigen Veränderungen in diesem Feld sind jedenfalls <a href="http://www.nature.com/news/specials/scipublishing/index.html">Thema einer <em>nature</em>-Sonderausgabe</a>.</p>
<p>Wird ja irgendwie auch Zeit, nachdem zunächst die großen Verlage auf Zeit gespielt, die wissenschaftlichen Bibliotheken geschlafen und die Politischen Institutionen sich irgendwie nicht zuständig gefühlt haben. Seit 1-2 Jahren (so jedenfalls mein Gefühl) kommt jetzt Leben in die Bude. Die EU-Kommission hat zwischenzeitlich Lust auf Open-Access bekommen und vor einigen Wochen hat ja auch Barack Obama angekündigt, daß künftig öffentliche finanzierte Forschungsarbeiten innerhalb weniger Monate auch in einem Open-Access-Journal zugänglich gemacht werden müssen. Sehr, sehr erfreulich das alles&#8230;</p>
<p>Bei <em>nature</em> besonders lesenswert fand ich:</p>
<ul>
<li>Richard Van Noorden: <a href="http://www.nature.com/news/open-access-the-true-cost-of-science-publishing-1.12676">Open access: The true cost of science publishing</a></li>
<li><a href="http://www.nature.com/nature/journal/v495/n7442/full/495442a.html">Advocacy: How to hasten open access</a></li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Besser tippen: Was kommt nach den Touchscreens?</p>
<p>&#8230;</p>
<p>NZZ: Die Rückkehr der Knöpfchen</p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/06/der-medizin-nobelpreis-2008-geht-an-das-bange-warten-auf-den-anruf-aus-stockholm-werkstattnotiz-119/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Der Medizin-Nobelpreis 2008 geht an&#8230; : Das bange Warten auf den Anruf aus Stockholm | Werkstattnotiz 119">Der Medizin-Nobelpreis 2008 geht an&#8230; : Das bange Warten auf den Anruf aus Stockholm | Werkstattnotiz 119</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/07/nostradamus-reloaded-der-blick-in-die-zukunft-34-zukunftsprognosen-werkstattnotiz-lxii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Nostradamus reloaded: Der Blick in die Zukunft » 34 Zukunftsprognosen | Werkstattnotiz LXII">Nostradamus reloaded: Der Blick in die Zukunft » 34 Zukunftsprognosen | Werkstattnotiz LXII</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/23/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol | Werkstatt-Ticker 27">Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol | Werkstatt-Ticker 27</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2902&amp;md5=639bdb96299a8b32874831ba1ac7a77b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel - Weshalb kleine Echidnas die süßesten Tiere der Welt sind</title>
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		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/31/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 20:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Bienen]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht-Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wäre es jetzt Zeit für süße Hasenphotos. Oder wenigstens von tollen Frühlingsblumen. Aber meine Tulpen (und Krokusse und Narzissen) wollen nicht. Deshalb gibt&#8217;s heute mal wieder tierische Meldungen. Zuerst geht es um Bienen (und eine Studie, die weiter Aufklärung bzgl. des massenhaften Sterbens ganzer Bienenvölker bringt) und dann um einen kleinen Echidna. Echidnas sind [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich wäre es jetzt Zeit für süße Hasenphotos. Oder wenigstens von tollen Frühlingsblumen. Aber meine Tulpen (und Krokusse und Narzissen) wollen nicht. Deshalb gibt&#8217;s heute mal wieder tierische Meldungen. Zuerst geht es um Bienen (und eine Studie, die weiter Aufklärung bzgl. des massenhaften Sterbens ganzer Bienenvölker bringt) und dann um einen kleinen Echidna. Echidnas sind Schnabeligel, die nur in Australien bzw. Neuguinea heimisch sind, aber dazu unten mehr.</strong></p>
<p class="zwischenueberschrift">Wie Insektizide das Bienenhirn schädigen</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>s gehört zum Frühling wie das Gejammer über das launische Aprilwetter: Meldungen über rätselhafte Krankheiten von Bienen und das Verschwinden von Bienenvölkern. Mal haben europäische Imker den Verlust von tausenden Völkern zu beklagen, dann sind es wieder deren US-Kollegen, die über den Ausfall ihrer Bienen berichten. In manchen Fällen sind die Ursachen geklärt. Die eingeschleppte <a title="Wikipedia-Artikel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Varroamilbe">Varroa-Milbe</a> zum Beispiel. Manchmal sind es möglicherweise aber auch Pilze, die als Bienenkiller wirken. Oder eben Insektizide der Landwirtschaft.</p>
<p>Schon vor Jahren war relativ klar, daß etwa die Substanzen Imidacloprid oder Chlotianidin (die wurden u.a. zum Beizen des Saatguts gegen den Maiszünsler verwendet) für den Kollaps von Bienenvölkern verantwortlich sind. (Darüber hatte ich <a title="Einstein hätte geflucht » Bienensterben, Insektizid-Lobbyismus und die Ignoranz deutscher Behörden" href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/17/einstein-haette-geflucht-bienensterben-insektizid-lobbyismus-und-die-ignoranz-deutscher-behoerden/">bereits vor knapp 5 Jahren gebloggt</a>.) Deshalb ist deren Verwendung (in manchen Ländern) auch verboten. Die EU prüft gerade ein Verbot von drei Neonikotinoiden (Imidacloprid und Chlotianidin gehören dazu).</p>
<p><span class="pullquote">Absurd: Auch eine Substanz, die gegen den Bienenschädling Varroamilbe eingesetzt wird, schädigt die Bienennervenzellen&#8230;</span> Vielleicht liefert ja die aktuelle Studie von Mary Palmer und Kollegen weitere Argumente. Die Forscher der University of Dundee haben nämlich getestet, wie diese Substanzen auf bestimmte Zellen des Bienengehirns wirken. Und tatsächlich zeigte sich, daß die Nervenzellen (die u.a. für Lernen und Erinnerung zuständig sind) außer Gefecht gesetzt werden. Hier ist man also einen guten Schritt bei der Erklärung des verhängnisvollen Mechanismus weitergekommen.</p>
<p>Und noch einen weiteren interessanten Befund liefert die Studie: auch das Insektizid &#8216;<a title="Wiki-Artikel zu Coumaphos" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Coumaphos">Coumaphos</a>&#8216; schädigte in den Versuchen die Bienen-Nervenzellen. Und das ist wirklich schon tragikkomisch. Denn die Substanz wird (zumindest in den USA) gegen den Befall mit der Varroamilbe eingesetzt. Wie war das noch gleich mit dem Teufel und dem Beelzebub&#8230;?</p>
<p>Die Studie:</p>
<ul>
<li>Mary J. Palmer, Christopher Moffat, Nastja Saranzewa, Jenni Harvey,Geraldine A. Wright &amp; Christopher N. Connolly (2013): <a href="http://www.nature.com/ncomms/journal/v4/n3/full/ncomms2648.html" title="Link zum Abstract der Studie">Cholinergic pesticides cause mushroom body neuronal inactivation in honeybees</a>, in: Nature Communications 4, Article number: 1634, doi:10.1038/ncomms2648</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Raubtierfütterung: Schnabeligel-Baby</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>chidnas (dt. Bezeichnung: Schnabeligel) sind sowas wie eine eierlegende Wollmilchsau. Zumindest, wenn es um die zoologische Zuordnung bzw. die Kategorisierung geht. Denn Echidnas haben einerseits Merkmale von Säugetieren, andererseits legen sie aber Eier. Damit sind sie (fast) einzigartig: Zusammen mit dem Schnabeltier bilden sie die Ordnung der &#8216;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kloakentiere" title="Wiki-Artikel zu Kloakentieren">Kloakentiere</a>&#8216;.</p>
<p>Das klingt wenig schmeichelhaft. Dabei sind Echidnas wirklich tolle Tiere.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/31/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/#footnote_0_2892" id="identifier_0_2892" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als ich selbst vor 2 Jahren in Australien war, habe ich einige Echidnas am Strand zwischen Adelaide und Melbourne entdeckt. :-) ">1</a></sup> Wenn sie ausgewachsen sind, dann ähneln sie unseren Igeln, im Winzlingsalter sind sie einfach nur süß. Wie das Video aus dem Taronga-Zoo in Sydney eindrucksvoll beweist, oder?</p>
<p>Rund 5 Wochen ist der Knirps alt. Und da Echidna-Mütter keine Zitzen haben (auch so eine Besonderheit), sondern über ein Fläche am Bauch Milch absondern, wenn das Junge daran leckt, wird das Echidna-Baby auch entsprechend gefüttert. Also, Anschauen!</p>
<p><iframe width="580" height="326" src="http://www.youtube.com/embed/SGleaTJoy1U?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/22/ratselhaftes-bienensterben-durch-nosemose-ursache-fur-ccd-identifiziert/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Rätselhaftes Bienensterben durch Nosemose: Ursache für CCD identifiziert?">Rätselhaftes Bienensterben durch Nosemose: Ursache für CCD identifiziert?</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/21/von-bienen-baeren-und-menschen-fund-lesestuecke-01/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Von Bienen, Bären und Menschen | Fund- &#038; Lesestücke 01">Von Bienen, Bären und Menschen | Fund- &#038; Lesestücke 01</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/17/einstein-haette-geflucht-bienensterben-insektizid-lobbyismus-und-die-ignoranz-deutscher-behoerden/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Einstein hätte geflucht » Bienensterben, Insektizid-Lobbyismus und die Ignoranz deutscher Behörden">Einstein hätte geflucht » Bienensterben, Insektizid-Lobbyismus und die Ignoranz deutscher Behörden</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2892" class="footnote">Als ich selbst vor 2 Jahren in Australien war, <a href="http://www.beutelthierchen.de/index.php/2011/04/13/unterwegs-auf-der-great-ocean-road/" title="Blogpost zu den Schnabeligeln an der Great Ocean Road">habe ich einige Echidnas am Strand zwischen Adelaide und Melbourne entdeckt.</a> :-) </li></ol> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2892&amp;md5=92d3ed7cd780c3e7fd1135667a767930" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<item>
		<title>Irrlichternde Juristen bei der FAZ: Lächerliche Abmahnung des Bloggers Klaus Graf - Ist es schlimm, daß Annette Schavan eine Freundin hat?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Wissenswerkstatt/~3/6yHFSfRB9HY/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/15/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 08:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Si tacuisses, &#8230;&#8221; &#8211; Das möchte man all denen zurufen, die sich durch irgendwelche Darstellungen im Internet auf ihren Schlips getreten und sich folglich genötigt fühlen, dagegen in juristischer Form vorzugehen. Als seien an Blogger adressierte Abmahnungen und strafbewehrte Unterlassungserklärungen adäquate Mittel. Hat irgendjemand Streisand gesagt? Ich zumindest bin einigermaßen fassungslos. Denn ich hoffe doch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/03/Clown.jpg"><img class="alignright  wp-image-2879" style="border: 0px none;" title="Lustige Juristen-Clowns bei der FAZ" alt="Lustige Juristen-Clowns bei der FAZ" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/03/Clown.jpg" width="150" height="169" /></a>&#8220;Si tacuisses, &#8230;&#8221; &#8211; Das möchte man all denen zurufen, die sich durch irgendwelche Darstellungen im Internet auf ihren Schlips getreten und sich folglich genötigt fühlen, dagegen in juristischer Form vorzugehen. Als seien an Blogger adressierte Abmahnungen und strafbewehrte Unterlassungserklärungen adäquate Mittel. Hat irgendjemand Streisand gesagt?</strong></p>
<p>Ich zumindest bin einigermaßen fassungslos. Denn ich hoffe doch sehr, daß Annette Schavan eine Freundin hat. Mehr noch: ich wünsche ihr gleich mehrere davon. Möglicherweise zählt auch die FAZ-Autorin Heike Schmoll dazu. Wer die vielen Artikel von Heike Schmoll zur Plagiatsaffäre um Annette Schavans Doktorarbeit liest, der wird kaum ernsthaft bestreiten wollen, daß Heike Schmoll überaus aktiv auf den publizistischen Verteidigungsbarrikaden für Annette Schavan gekämpft hat. Ihr Einsatz war zwar vergebens, aber Heike Schmoll zählt eindeutig zur Fraktion der Schavan-Sympathisanten in diesem Fall.</p>
<p><span class="pullquote">Ich hoffe sehr, daß Annette Schavan eine Freundin hat. Am besten mehrere davon.</span>Und insofern halte ich es für absolut legitim &#8211; so <a title="Archivalia-Blogpost zum Fall Schavan" href="http://archiv.twoday.net/stories/235550257/" target="_blank">wie es Klaus Graf am 3. Februar bei &#8220;Archivalia&#8221; getan hat </a>- von &#8220;Schavan-Freundin Heike Schmoll&#8221; zu sprechen. Das soll Klaus Graf allerdings unterlassen, zumindest wenn es nach dem Justitiar der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Irrlichternde Juristen bei der FAZ?</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>ie Sache ist so irr und wirr, daß ich gestern &#8211; als ich davon gelesen habe &#8211; zuerst auf den Kalender geschaut habe. Aber, bis zum ersten April sind es noch zwei Wochen. Da scheint irgendjemand vor der Zeit den Internet-Clown geben zu wollen. Im tollpatschigen Narrenkostüm präsentiert sich die FAZ bzw. deren Justitar. Der hat nämlich Archivalia-Blogger Klaus Graf per Einschreiben eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zustellen lassen. Graf soll die Behauptung unterlassen, die FAZ-Autorin Heike Schmoll sei eine oder gar die Freundin bzw. Lebensgefährtin von Annette Schavan. Stein des Anstoßes ist <a title="Archivalia-Blogpost zum Fall Schavan" href="http://archiv.twoday.net/stories/235550257/">dieser kurze Blogpost von Graf</a>, wo er auf einen Artikel von Heike Schmoll mit den Worten verweist: <em>&#8220;Schavan-Freundin Heike Schmoll unkt in der FAZ&#8230;&#8221;</em>.</p>
<p>So weit, so harmlos. Denn (wie oben festgestellt): Heike Schmoll hat mehrfach Partei für Annette Schavan ergriffen. Sie als &#8220;Schavan-Freundin&#8221; zu bezeichnen ist also nicht fernliegend. Mehr hat Klaus Graf auch nicht getan. Er hat (und dies wird von Seiten der FAZ nun eben auch gegen ihn angeführt) zusätzlich auf das Blog &#8220;<a href="http://causaschavan.wordpress.com/" title="Blog Causaschavan">Causaschavan</a>&#8221; verlinkt. Ebenfalls harmlos, denn das Blog gehört zwar eindeutig ins Lager der Schavan-Gegner, aber ehrverletzende Behauptungen oder Vermutungen, daß Heike Schmoll eine intime Beziehung zu Annette Schavan pflege, werden auch dort nicht aufgestellt.</p>
<p>Wie Klaus Graf nochmal unmißverständlich <a title="Klaus Graf informiert über Abmahnung" href="http://archiv.twoday.net/stories/326202963/">klarstellt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Auch waren mir bis heute die Gerüchte, Schavan sei lesbisch, unbekannt. Die Deutung &#8220;Freundin&#8221; beziehe sich auf eine sexuelle Beziehung, ist offenkundig völlig fernliegend, da die naheliegende Deutung im Sinne von &#8220;politische Freundin&#8221;, &#8220;persönliche Freundin ohne sexuellen Hintergrund&#8221;,&#8221;Spezi&#8221;, &#8220;Kumpel&#8221; absolut naheliegt. Was Frau Schavan in ihrer Freizeit und in ihrem Liebesleben macht, interessiert mich nicht&#8221;</p></blockquote>
<p>Wie ich schon schrieb: die Sache ist einigermaßen verworren. Und wie die FAZ auf die Idee kommt, Klaus Graf abmahnen zu müssen, ist vollkommen rätselhaft.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/15/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/#footnote_0_2873" id="identifier_0_2873" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Genauso r&auml;tselhaft ist nat&uuml;rlich schon allein der Umstand, da&szlig; die FAZ abmahnend t&auml;tig wird. Wieso nicht Frau Schmoll oder Frau Schavan?">1</a></sup> Denn, nochmal zusammenfassend:</p>
<ol>
<li>Klaus Graf hat die beanstandete Behauptung (Frau Schmoll sei die Lebensgefährtin von Annette Schavan) überhaupt nicht getätigt.</li>
<li>Auch das von ihm verlinkte Blog stellt diese Behauptung nicht auf.</li>
</ol>
<p><span class="initial_klein">E</span>ine Erklärung für diese irre Geschichte, <a title="Schmalenstroer-Artikel zur Abmahnung von Graf in Causa Schavan" href="http://schmalenstroer.net/blog/2013/03/abmahnung-fur-klaus-graf-in-der-causa-schavan/">liefert möglicherweise Michael Schmalenstroer</a>. Er hat nämlich entdeckt, daß es auf diesem (von Graf verlinkten) Blog auch einen Kommentator des Namens &#8220;plagiatschavan&#8221; gibt. Und dieser Kommentator betreibt seinerseits offenbar auch ein eigenes Blog (das Klaus Graf aber weder verlinkt noch erwähnt hat) und dort werden tatsächlich solche Behauptungen, wie sie FAZ ganz unmöglich findet, erhoben.</p>
<p><span class="pullquote">Eine Verwechslung, ein Irrtum also? Ahnungslosigkeit und Web-Inkompetenz? Alles zusammen!</span> Eine Verwechslung, ein Irrtum also? Ahnungslosigkeit und Web-Inkompetenz?<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/15/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/#footnote_1_2873" id="identifier_1_2873" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dazu passt &uuml;brigens, da&szlig; das Einschreiben an &ldquo;Prof. Dr. Klaus Graf&rdquo; adressiert war. Aber nachdem man bei der FAZ offensichtlich Schwierigkeiten hat, zu verstehen, was Klaus Graf geschrieben und nicht geschrieben hat, w&auml;re es vermutlich auch zuviel verlangt, da&szlig; man dort den korrekten akademischen Grad von Graf herauszufinden in der Lage ist&hellip;">2</a></sup> Vielleicht mal nach &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt" title="Wikipedia-Artikel zum Streisand-Effekt">Streisand-Effekt</a>&#8221; googlen?<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/15/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/#footnote_2_2873" id="identifier_2_2873" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das sei ausdr&uuml;cklich auch der Firma Starcon empfohlen. Die vertickt &ldquo;Kristalle&rdquo;, die mit &ldquo;Sternenlicht&rdquo; (!) geimpft sind. Oder so. Florian Freistetter fand das lustig. Oder seltsam und hatte dar&uuml;ber hier gebloggt. Inzwischen fand das die Firma nicht mehr lustig. Florian hat auf Astrodicticum Simplex zum Gl&uuml;ck nochmal neu zum Sternenlicht getextet.">3</a></sup> Und sich bei Gelegenheit auch mal darüber klar werden, daß die Zeiten vorbei sind, in denen gleichgeschlechtliche Partnerschaften tabuisiert wurden.</p>
<p>Ich zumindest wünsche Annette Schavan eine Freundin. Sie möge Heike, besser noch Bettina heißen. Darf aber Frau Schavan gerne selbst entscheiden, sie darf sie auch Hasi nennen. Frau Schavan darf alles. Von den überflüssigen Mogeleien bei der Doktorarbeit mal abgesehen.</p>
<p>Und die FAZ möge sich doch bitte bessere Juristen ins Haus holen.</p>
<div id="Punkte"></div>
<p><strong>Kommentare und lesenswerte Artikel zu diesem &#8220;Fall&#8221;:</strong></p>
<ul>
<li>Klaus Grafs Info zur Abmahnung: <a href="http://archiv.twoday.net/stories/326202963/">FAZ will mich in Sachen Beziehung Schavan Schmoll zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung zwingen </a></li>
<li>Law-Blogger Thomas Stadler: <a title="FAZ mahnt Blogger ab" href="http://www.internet-law.de/2013/03/faz-mahnt-blogger-ab.html" rel="bookmark">FAZ mahnt Blogger ab</a></li>
<li>Hintergründe von Michael Schmalenstoer: <a title="Schmalenstroer-Artikel zur Abmahnung von Graf in Causa Schavan" href="http://schmalenstroer.net/blog/2013/03/abmahnung-fur-klaus-graf-in-der-causa-schavan/">Abmahnung für Klaus Graf in der Causa Schavan</a></li>
<li>Noch mehr Hintergrund von erbloggtes: <a title="Erbloggtes-Text" href="http://erbloggtes.wordpress.com/2013/03/13/faz-mahnt-unter-vorwand-missliebige-blogger-ab/">FAZ mahnt unter Vorwand mißliebige Blogger ab</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;<br />
<small>Bildquelle Clown: stock.xchng &#8211; User: florinf</small></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/08/wissenschaftliche-blogs-als-netzwerk-und-kommunikationskatalysatoren-blogger-konferenz-science-blogging-2008-werkstattnotiz-lxxxvi/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wissenschaftliche Blogs als Netzwerk- und Kommunikationskatalysatoren » Blogger-Konferenz &#8220;Science Blogging 2008&#8243; | Werkstattnotiz LXXXVI">Wissenschaftliche Blogs als Netzwerk- und Kommunikationskatalysatoren » Blogger-Konferenz &#8220;Science Blogging 2008&#8243; | Werkstattnotiz LXXXVI</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/03/gegen-den-trend-wissenschaftliche-blogs-weiter-auf-wachstumskurs-kurzknapp-43/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Gegen den Trend » Wissenschaftliche Blogs weiter auf Wachstumskurs | kurz&#038;knapp 43">Gegen den Trend » Wissenschaftliche Blogs weiter auf Wachstumskurs | kurz&#038;knapp 43</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/19/die-populaersten-wissenschaftlichen-blogs-wissenschaftsblog-charts-032008/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Die populärsten wissenschaftlichen Blogs » Wissenschaftsblog-Charts 03|2008">Die populärsten wissenschaftlichen Blogs » Wissenschaftsblog-Charts 03|2008</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2873" class="footnote">Genauso rätselhaft ist natürlich schon allein der Umstand, daß die FAZ abmahnend tätig wird. Wieso nicht Frau Schmoll oder Frau Schavan?</li><li id="footnote_1_2873" class="footnote">Dazu passt übrigens, daß das Einschreiben an &#8220;Prof. Dr. Klaus Graf&#8221; adressiert war. Aber nachdem man bei der FAZ offensichtlich Schwierigkeiten hat, zu verstehen, was Klaus Graf geschrieben und nicht geschrieben hat, wäre es vermutlich auch zuviel verlangt, daß man dort den korrekten akademischen Grad von Graf herauszufinden in der Lage ist&#8230;</li><li id="footnote_2_2873" class="footnote">Das sei ausdrücklich auch der Firma Starcon empfohlen. Die vertickt &#8220;Kristalle&#8221;, die mit &#8220;Sternenlicht&#8221; (!) geimpft sind. Oder so. Florian Freistetter fand das lustig. Oder seltsam und hatte darüber <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/05/12/esoterik-per-teleskop-sternenlichtjuwelen/" title="Esoterik per Teleskop - Astrodicticum Simplex">hier gebloggt</a>. Inzwischen fand das die Firma nicht mehr lustig. Florian hat auf Astrodicticum Simplex zum Glück nochmal <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/03/14/von-der-schonheit-der-nacht-himmlischen-strahlen-und-sternenlicht-juwelen/" title="Sternenlicht-Artikel bei Astrodicticum Simplex">neu zum Sternenlicht getextet</a>.</li></ol> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2873&amp;md5=dc420616efa6e0335388e1a135e99de3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<item>
		<title>Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &amp; komplexe Emotionen bei Tieren - Über Bisphenol A, trauernde Affen und Cyberscience</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Wissenswerkstatt/~3/xPKt04GhhuE/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/10/grenzziehungen-giftige-chemikalien-komplexe-emotionen-bei-tieren/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 22:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht-Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicherheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=2856</guid>
		<description><![CDATA[„Dosis sola venenum facit.“ Vor rund 500 Jahren gelangte Paracelsus zu dieser Erkenntnis. Und auch heute lässt sich nur feststellen, daß der gute Kerl verdammt recht hatte. Die Dosis macht das Gift. Die große (Streit-)Frage ist nur: ab welcher Dosis ist das Gift denn wirklich ein Gift? Heutzutage behelfen wir uns mit der Definition von [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Dosis sola venenum facit.“ Vor rund 500 Jahren gelangte Paracelsus zu dieser Erkenntnis. Und auch heute lässt sich nur feststellen, daß der gute Kerl verdammt recht hatte. Die Dosis macht das Gift. Die große (Streit-)Frage ist nur: ab welcher Dosis ist das Gift denn wirklich ein Gift? </strong></p>
<p>Heutzutage behelfen wir uns mit der Definition von Grenzwerten, die als Orientierung und Sicherheitsmarge dienen. Umstritten sind solche Grenzziehungen dennoch. Und nicht nur was diese Grenzen anbelangt, so ist bekannt, daß diese meistens fließend sind. Das gilt auch für die Frage, ob wir Tieren so komplexe Emotionen wie z.B. Trauer zugestehen. Dazu ein Videotipp weiter unten.</p>
<p>Zunächst geht es hier aber kurz um eine interessante Risikodebatte.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Bisphenol A: Über die Unmöglichkeit klare Grenzwerte festzusetzen</p>
<p><span class="initial_klein">S</span>eit vielen Jahren wird um die Chemikalie Bisphenol A (BPA) gestritten. Fest steht eigentlich nur, daß das Zeug allgegenwärtig ist. Es ist Bestandteil von zig Kunststoffen und Beschichtungen und insofern in tausenden Alltagsprodukten zu finden: es ist in bzw. auf Kassenbons, Lebensmittelverpackungen oder im Plastik von Wasserkochern oder Trinkflaschen. Und aus den Beschichtungen oder Lebensmittelbehältern löst sich Bisphenol A teilweise (verstärkt z.B. wenn es erhitzt wird) auch raus. Im Ergebnis nehmen wir ständig kleinste (!) Mengen BPA über die Nahrung auf.</p>
<p>Da Bisphenol A u.a. östrogene Effekte hat, ist das prinzipiell nicht ganz unproblematisch. In den letzten Jahren wurden verschiedene Krankheiten mit der Chemikalie, von der jährlich weltweit knapp 4 Millionen Tonnen hergestellt werden, in Verbindung gebracht. Wie gesagt: BPA wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und beeinflußt im Tierversuch folglich auch die Fortpflanzungsfähigkeit. Aus Vorsorgegründen haben einige Länder wie Kanada, Frankreich, Dänemark oder Neuseeland und Australien Bisphenol A-haltige Babyflaschen und andere Produkte für Kinder verboten.</p>
<p class="pullquote">Kann es sein, daß die Analytik von Substanzen, die zwar überall, aber nur in minimaler Dosierung vorkommen, immer ein Stück weit Glückssache ist?</p>
<p>Ob die Menge BPA, die wir alle aufnehmen allerdings gesundheitlich als kritisch einzustufen ist, wissen wir nicht. Lars vom Fischblog hat sich einige vorliegende Studien mal angesehen. Und war dann erstmal irritiert darüber, daß die allermeisten Studien wohl ergeben, daß wir PBA-Konzentrationen in der Größenordnung von einigen Pikomol im Blut haben. Das ist ziemlich wenig. Die Tierversuche, die die Effekte von PBA untersuchen, hantieren dann aber mit Dosierungen in tausendfacher Menge&#8230; Eigentlich nicht zielführend, wenn man wirklich das Risiko abschätzen will. Aber es gibt &#8211; wie so oft &#8211; natürlich auch Studien die für eine höhere PBA-Aufnahme sprechen.</p>
<p>Lars stellt nun die Frage, ob sich hier nicht ein ganz grundsätzliches Problem auftut: denn kann es nicht sein, daß die Analytik von Substanzen, die zwar minimal sind, aber gleichzeitig überall vorkommen immer ein Stück weit Glückssache ist? Lars macht es konkret:</p>
<blockquote><p>&#8220;Gerade in der Medizintechnik gibt es inzwischen kaum noch etwas, was nicht aus Kunststoff ist. Nicht zuletzt die Ampullen, in die Blutproben reingezogen werden. Und aus vielen dieser Werkstoffe sickern kleine Mengen Bisphenol A aus.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine interessante Überlegung und wohl nicht ganz von der Hand zu weisen, finde ich zumindest. Die ganze Geschichte, drüben im Fischblog:</p>
<ul>
<li>Lars Fischer: <a title="Bisphenol A-Artikel im Fischblog" href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/chemie/2013-02-27/wieviel-bisphenol-a-haben-wir-wirklich-im-k-rper">Wieviel Bisphenol A haben wir wirklich im Körper?</a>, Scilogs, 27.2.2013</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Trauernde Schimpansen</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>rst neulich habe ich mir <a title="Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden…" href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/24/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/">hier</a> Gedanken darüber gemacht, ob Tiere auch zu komplexen kognitiv-emotionalen Leistungen in der Lage sind. Das spontane Umswitchen vom Jäger- zum Muttermodus fand ich doch beeindruckend. Ein anderes hoch bewegendes Video dreht sich um ein anderes Thema: Sterben und Tod.</p>
<p>Forscher des niederländischen Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen haben vor rund zwei Jahren in Sambia folgende Szenen gedreht. Eine Schimpansin legt ihr 16 Monate altes Junges, das gerade gestorben war, auf einer Lichtung am Boden ab. Sie scheint registriert zu haben, daß mit ihrem Jungen etwas nicht stimmt. Das Video dokumentiert, wie die Schimpansenmutter und ihre Sippe realisieren und durch Tests (!) abchecken, ob das Junge wirklich tot ist.</p>
<p>Ich finde das sehr beeindruckend und es stellt sich wirklich die Frage, ob und inwiefern hier eine Auseinandersetzung mit dem Tod und &#8220;Trauer&#8221; stattfindet. Oder?</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/35452567" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/35452567">Do chimpanzees mourn their dead</a></p>
<p><small>Artikelfoto: Quelle &#8211; stock.xchng, User: germangirl</small></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/05/26/tierisch-intelligent-krahen-sind-erfindungsreiche-werkzeugnutzer/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Tierisch intelligent: Krähen sind erfindungsreiche Werkzeugnutzer">Tierisch intelligent: Krähen sind erfindungsreiche Werkzeugnutzer</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/01/27/placeboeffekt-bei-tieren-wenn-ratten-den-schmerz-vergessen/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Placeboeffekt bei Tieren: Wenn Ratten den Schmerz vergessen">Placeboeffekt bei Tieren: Wenn Ratten den Schmerz vergessen</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/11/04/wissenschaftssprache-zwischen-verstaendlichkeit-und-fachterminologie/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wissenschaftssprache: Zwischen Verständlichkeit und Fachterminologie">Wissenschaftssprache: Zwischen Verständlichkeit und Fachterminologie</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2856&amp;md5=0e211536318d7c5a53c1b78a859475c4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden… - Über eine Leopardin und einen kleinen Affen</title>
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		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/24/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 22:20:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Klar, wer heute noch vom Menschen als der &#8220;Krone der Schöpfung&#8221; spricht, ist entweder auf dem wissenschaftlichen Stand Mitte des 20. Jahrhunderts stehengeblieben oder aus anderen Gründen ein Realitätsverweigerer. Es sind einfach zu viele Studien, die belegen, daß Tiere zu hochkomplexen kognitiven und sozialen Leistungen in der Lage sind. Und zu den Tieren, die uns [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klar, wer heute noch vom Menschen als der &#8220;Krone der Schöpfung&#8221; spricht, ist entweder auf dem wissenschaftlichen Stand Mitte des 20. Jahrhunderts stehengeblieben oder aus anderen Gründen ein Realitätsverweigerer. Es sind einfach zu viele Studien, die belegen, daß Tiere zu hochkomplexen kognitiven und sozialen Leistungen in der Lage sind. Und zu den Tieren, die uns regelmäßig verblüffen, zählen keineswegs nur Primaten. Was die Werkzeugnutzung und Selbsterkenntnis angeht, so sind <a title="Schlaue Elstern beim Blick in den Spiegel » Nicht räuberisch, sondern intelligent und selbstbewußt | Werkstattnotiz 110" href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/19/schlaue-elstern-beim-blick-in-den-spiegel-nicht-raeuberisch-sondern-intelligent-und-selbstbewusst-werkstattnotiz-110/">Rabenvögel mindestens genauso raffiniert</a>.</strong></p>
<p>Nochmal eine andere Baustelle sind Fragen der Emotionalität oder altruistische Handlungen. Trauer, Freude, Angst &#8211; bei Menschenaffen alles längst belegt. Aber auch bei anderen Arten gibt es jede Menge faszinierender Einzelstudien, die die Fähigkeit zu komplexen psychosozialen Leistungen illustrieren. Ratten beispielsweise, die leidende Artgenossen erkennen und ihnen helfen. <a title="Ratten empfinden Empathie - Zeit-Online-Artikel" href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-12/studie-ratten-empathie">Wie vor gut einem Jahr in Science nachzulesen war.</a></p>
<p class="zwischenueberschrift">Wenn Killerinstinkt und Muttergefühle aufeinanderprallen</p>
<p><span class="initial_klein">V</span>or ein paar Tagen bin ich nun über diese sehr, sehr interessante Film-Sequenz gestolpert. Sie setzt ein mit der Jagd einer Leopardin, die tatsächlich Beute macht. Eine Paviandame fällt ihr zum Opfer. Doch dann nimmt die Jagdszene eine bemerkenswerte Wendung:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/s6xBz1EnNMs?rel=0" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Vielleicht sehe ich zu selten Tierdokus, aber mich hat die Szene wirklich umgeworfen. Wie da Killerinstinkt und Mutterliebe unmittelbar aufeinanderprallen ist schon heftig. Es ist grausam und doch wunderschön, finde ich.</p>
<p>Und die Szene ist nach meinem Empfinden durchaus Anhaltspunkt für die Übertragbarkeit von Forschungsergebnissen mit Primaten (oder Ratten etc.) auf andere (höhere) Lebewesen. Denn hier wird die Jagd der Leopardin jäh unterbrochen und geht in ein fürsorgliches Verhalten über &#8211; ist es angesichts dessen nicht naheliegend auch Leoparden ein Empathievermögen zuzusprechen? Ob da jetzt der Mutterinstinkt die Hauptrolle spielt oder die Spiegelneuronen feuern und die Leopardin so die Hilflosigkeit des kleinen Wesens erkennt und deshalb so liebevoll wird? Egal. Irgendwas &#8220;passiert&#8221; da. Und die Leopardin kümmert sich.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Die Empathie der Jägerin</p>
<p><span class="initial_klein">F</span>est steht: Tiere sind nicht die instinktgesteuerten Roboter, die einfach nur ihrem (genetisch) vorgegebenen Programm folgen. Tiere verhalten sich deutlich raffinierter und differenzierter, als es der Mensch lange Zeit wahrhaben wollte. Und Tiere empfinden beispielsweise auch Mitleid oder brechen aus ihrem &#8220;Jagdprogramm&#8221; aus und stellen den Fürsorgemodus ein. So wie die Leopardin, die wenige Sekunden nach dem Todesbiß für die Affenmutter selbst von Muttergefühlen überwältigt wird und sich (so meine laienhafte Interpretation) liebevoll um das kleine Affenkind kümmert.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/24/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/#footnote_0_2835" id="identifier_0_2835" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Pavianbaby wird &uuml;brigens &ndash; das Youtube-Filmchen bricht leider ein paar Sekunden zu fr&uuml;h ab &ndash; noch in der Nacht aufgrund der K&auml;lte sterben.">1</a></sup></p>
<div class="werkstattlinks">
Mehr Expertenknow-How zum Thema:</p>
<ul>
<li>Frans de Waal:  <a title="Amazon-Buchseite" href="http://www.amazon.de/gp/product/3446236570/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3446236570&amp;linkCode=as2&amp;tag=werkstatt-21">Das Prinzip Empathie: Was wir von der Natur für eine bessere Gesellschaft lernen können.</a></li>
<li>Christian Keysers (2013): <a title="Unser empathisches Gehirn (Buchseite bei Amazon)" href="http://www.amazon.de/gp/product/3570009548/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3570009548&amp;linkCode=as2&amp;tag=werkstatt-21">Unser empathisches Gehirn: Warum wir verstehen, was andere fühlen</a>. (Erscheint im Mai, Original: <a title="Amazon-Buchseite" href="http://www.amazon.de/gp/product/9081829203?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=9081829203&amp;linkCode=xm2&amp;tag=werkstatt-21">The Empathic Brain</a>.)</li>
</ul>
</div>
<p>&nbsp;<br />
<small>Posting-Vorschaubild: Quelle &#8211; stock.xchng, User: bugdog</small></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/10/grenzziehungen-giftige-chemikalien-komplexe-emotionen-bei-tieren/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren">Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/31/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel">Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/07/ueber-nischenblogger-und-pioniere-der-wissenschaftskommunikation-kurzknapp-47/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Über Nischenblogger und Pioniere der Wissenschaftskommunikation | kurz&#038;knapp 47">Über Nischenblogger und Pioniere der Wissenschaftskommunikation | kurz&#038;knapp 47</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2835" class="footnote">Das Pavianbaby wird übrigens &#8211; das Youtube-Filmchen bricht leider ein paar Sekunden zu früh ab &#8211; noch in der Nacht aufgrund der Kälte sterben.</li></ol> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2835&amp;md5=4c6a676d742b35f2ee3bc75700a55f34" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<item>
		<title>Chilisaison 2013: Aussaat, Anzucht und Pflege von ‚Capsicum annuum‘ - Grundwissen, Tipps &amp; Tricks zur Chilizucht</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Wissenswerkstatt/~3/JMsBvUSmPn8/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/17/chilisaison-2013-aussaat-anzucht-und-pflege-von-capsicum-annuum/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Feb 2013 22:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Chilis]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich liebe Chilis. Und das in allen Variationen. Egal ob rot, grün, lila oder fast schwarz. Egal ob teuflisch scharf oder in milderer Ausführung. Früher habe ich fast den kompletten Balkon mit Chilipflanzen vollgestellt. Inzwischen habe ich ja einen Garten und endlich mehr Platz. Etwa 20-30 Chilipflanzen werden es dieses Jahr wohl schon sein. Welche [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich liebe Chilis. Und das in allen Variationen. Egal ob rot, grün, lila oder fast schwarz. Egal ob teuflisch scharf oder in milderer Ausführung. Früher habe ich fast den kompletten Balkon mit Chilipflanzen vollgestellt. Inzwischen habe ich ja einen Garten und endlich mehr Platz. Etwa 20-30 Chilipflanzen werden es dieses Jahr wohl schon sein. Welche Sorten das sein werden, wie die Aussaat abläuft und wie sich die Chili-Saison 2013 insgesamt entwickelt, schreibe ich ab sofort in diesen Artikel. </strong></p>
<p>Ab August hoffe ich jedenfalls auf viele, viele reife und scharfe Chilis. Und wenn die Ernte gut ausfällt, dann werde ich endlich mal wieder Chilis kandieren. Wie das geht verrate ich dann im Herbst. ;-)</p>
<p class="zwischenueberschrift">Capsicum: Milde und scharfe Paprika und Chilis</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>en Überblick über alle Chilisorten zu behalten, ist fast unmöglich. Es gibt sicherlich einige tausend Varianten. Von mild bis irrsinnig scharf. Alle gehören jedoch zur Gattung Paprika (Capsicum). Für die Schärfe ist das Alkaloid Capsaicin verantwortlich, über das ich <a title="Die wunderbare Schärfe der Chilis » Capsaicin als Antwort auf die konzertierten Attacken von Insekten und Pilzen | Werkstattnotiz 111" href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/20/die-wunderbare-schaerfe-der-chilis-capsaicin-als-antwort-auf-die-konzertierten-attacken-von-insekten-und-pilzen-werkstattnotiz-111/">in diesem Artikel </a>schon einmal ausführlicher geschrieben habe.</p>
<p>Unter den Chilis gibt es einige Familien, die sich in Herkunft, Größe, Aussehen, Reifedauer und Schärfe unterscheiden. Die größte Verbreitung hat die (Unter-)Art ‚Capsicum Annuum‘. Dazu zählen bekannte Sorten wie Cayenne, die Jalapeños, die New Mexiko-Sorten (NuMex) aber auch der milde Gemüsepaprika.</p>
<p><span class="pullquote_left">Die Schärferekordhalter bei den Chilis gehören fast alle zur Art ‚Capsicum chinense‘.</span>Die Schärferekordhalter gehören fast alle zur Art ‚Capsicum chinense‘: die Habaneros sind hier zu nennen und eben die ‚<a title="Wikipedia-Artikel zur Chili Bhut Jolokia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naga_Jolokia">Bhut Jolokia</a>‘. Angeblich die schärfste Chili der Welt. Daneben gibt es bspw. noch die Sorten von ‚Capsicum frutescens‘. Die sind alle ziemlich klein und scharf. Die Tabasco gehören dazu oder auch die Thai-Chilis aus dem Asia-Spuermarkt.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Meine Chilisorten 2013</p>
<p><span class="initial_klein">I</span>ch selbst habe vor 10 Tagen &#8211; genau am 5. Februar &#8211; mit der Aussaat für das kommende Jahr begonnen. Insgesamt 21 verschiedene Sorten. Darunter verschiedene dickfleischige Jalapeños (Early Jalapeño, Jalapeños TAM Vera Cruz etc.), einige NuMex-Sorten (klassisch die Anaheim, die große NuMex Big Jim und die milde NuMex Suave Orange), dazu die sehr scharfe Fatalii (ursprünglich aus Afrika stammend) und schließlich auch zwei Bhut Jolokia.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Die Aussaat von Chilis</p>
<div id="attachment_2821" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Start_der_Chilisaison_2013.jpg"><img class=" wp-image-2821  " style="border: 0px none;" alt="Start der Chilisaison 2013" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Start_der_Chilisaison_2013.jpg" width="280" height="280" /></a><p class="wp-caption-text">Start der Chilisaison 2013</p></div>
<p><span class="initial_klein">34</span> einzelne Samen habe ich in meinem kleinen Anzuchtkasten einige Milimeter tief in der Erde versenkt.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/17/chilisaison-2013-aussaat-anzucht-und-pflege-von-capsicum-annuum/#footnote_0_2816" id="identifier_0_2816" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie gesagt habe ich 21 Sorten ausges&auml;t. Von manchen Chilis jeweils 2 Samen, von manchen geht nur 1 Samen an den Start.">1</a></sup> Um die Keimrate zu erhöhen empfiehlt es sich, die Samen zumindest einige Stunden (noch besser 1-2 Tage) vorquellen zu lassen. Ich brühe dazu immer einen Sud aus schwarzem Tee und Kräuter- bzw. Kamillentee auf und gebe ein wenig Salz dazu. In dieser Brühe werden die Samen eingelegt und auf die Heizung gestellt. Im Idealfall hilft diese Behandlung, daß die Samenhüllen sich mit Flüssigkeit vollsaugen und weich werden und es schneller zur Keimung kommt.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/17/chilisaison-2013-aussaat-anzucht-und-pflege-von-capsicum-annuum/#footnote_1_2816" id="identifier_1_2816" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich habe Samen aus unterschiedlichsten Quellen. Manche sind von letzter Saison, manche aber auch schon 3-4 Jahre alt&hellip; Ich bin gespannt, ob sich alle halbwegs entwickeln.">2</a></sup></p>
<p>Danach kommen die Samen in die Erde. Am besten nimmt man dazu ungedüngte Aussaaterde, die ich selbst mit ein wenig Sand mische. Die Chilisamen wie gesagt einige Milimetter (max. 10mm) tief in die Erde setzen. Und dann kommen die Anzuchttöpfchen auf die warme Heizung. Die Temperatur (mind. 20°C, besser sind ca. 24-28°C) ist ein entscheidender Faktor bei der Keimung. Und natürlich muß die Erde immer leicht feucht sein. Empfehlenswert ist insofern ein kleines Zimmergewächshaus.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/17/chilisaison-2013-aussaat-anzucht-und-pflege-von-capsicum-annuum/#footnote_2_2816" id="identifier_2_2816" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und nat&uuml;rlich nicht die Beschriftung/Markierung vergessen. Sonst wei&szlig; man ja nicht mehr, welche Sorte sich hinter welcher Pflanze verbirgt.">3</a></sup></p>
<p>Die Keimdauer variiert dennoch ganz erheblich. Mit etwas Glück kann es sein, daß die ersten Chili schon nach 4-5 Tagen keimen, wenn es schlecht läuft, dann dauert das auch mal 4-5 Wochen oder auch gar nicht. Bislang verläuft bei mir alles nach Plan: nach 5-6 Tagen zeigten sich die ersten Keimblätter (2-3 der Jalapenos) und jetzt nach knapp zwei Wochen sind 14 Samen gekeimt. In den nächsten Tagen sollten noch weitere Chilis dazukommen &#8211; ich halte Euch auf dem Laufenden. :-)</p>
<p class="zwischenueberschrift">Start des Chili-Lebens: Keimphase</p>
<p>Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und das Saatgut nicht zu alt ist, dann schiebt sich nach einigen Tagen der Chili-Keimling aus der Erde. Dabei faltet und windet sich das winzige Pflänzchen geradezu artistisch aus dem feuchten Boden. Dabei wird die Samenhülle im Idealfall abgestreift und wenn dieses Manöver geschafft ist, dann breiten sich die Keimblätter aus. Die sind jetzt in den ersten Tagen die Lichtsegel. Und Licht ist jetzt auch gefragt. Wenn die Keimlinge zu dunkel stehen, dann schießen die Minichilis in die Höhe und &#8216;vergeilen&#8217;. Wenn man nicht aufpasst, kippen die dünnen Stengelchen um. Deshalb ist jetzt im Februar ein wenig Unterstützung durch Kunstlicht gefragt. Ich hoffe, daß ich die kleinen Chilis bei Laune halten kann.</p>

<a href='http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/17/chilisaison-2013-aussaat-anzucht-und-pflege-von-capsicum-annuum/chili-keimling-keimblaetter/' title='Chili-Keimling-Keimblätter'><img width="150" height="150" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Chili-Keimling-Keimblätter-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Chili-Keimling" /></a>
<a href='http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/17/chilisaison-2013-aussaat-anzucht-und-pflege-von-capsicum-annuum/chili-keimling-jalapeno/' title='Chili-Keimling-Jalapeno'><img width="150" height="150" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Chili-Keimling-Jalapeno-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Chili-Keimling" /></a>

<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/15/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Irrlichternde Juristen bei der FAZ: Lächerliche Abmahnung des Bloggers Klaus Graf">Irrlichternde Juristen bei der FAZ: Lächerliche Abmahnung des Bloggers Klaus Graf</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/07/heiter-bis-wolkig-aussichten-auf-medizin-wissenschaft-und-technik/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Heiter bis wolkig: Aussichten auf Medizin, Wissenschaft und Technik">Heiter bis wolkig: Aussichten auf Medizin, Wissenschaft und Technik</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/03/hirndoping-paperdoping-hitler/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler">Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2816" class="footnote">Wie gesagt habe ich 21 Sorten ausgesät. Von manchen Chilis jeweils 2 Samen, von manchen geht nur 1 Samen an den Start.</li><li id="footnote_1_2816" class="footnote">Ich habe Samen aus unterschiedlichsten Quellen. Manche sind von letzter Saison, manche aber auch schon 3-4 Jahre alt&#8230; Ich bin gespannt, ob sich alle halbwegs entwickeln.</li><li id="footnote_2_2816" class="footnote">Und natürlich nicht die Beschriftung/Markierung vergessen. Sonst weiß man ja nicht mehr, welche Sorte sich hinter welcher Pflanze verbirgt.</li></ol> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2816&amp;md5=3fe1100db8c95aaecfd8e73d932aabe0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Hirndoping, Paperdoping &amp; Hitler - Wie sich alles steigern lässt</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Wissenswerkstatt/~3/nRzeUglQxgI/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/03/hirndoping-paperdoping-hitler/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 22:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[Substanzen, die bessere Konzentration und maximale Prüfungsleistungen versprechen, gehören für jeden fünften Studenten zum Unialltag. Das ist das interessante Ergebnis einer aktuellen Studie. Verwunderlich sind solche Zahlen nicht: das Zeitalter der Selbstoptimierung hat längst begonnen. Aber nicht nur der träge Geist ist Gegenstand von Optimierungsversuchen. Auch die Produkte der akademischen Tretmühle wollen und sollen optimal [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg"><img class="alignright  wp-image-2801" style="border: 0px none;" alt="When you ride alone, you ride with Hitler!" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler-232x300.jpg" width="139" height="180" /></a><strong>Substanzen, die bessere Konzentration und maximale Prüfungsleistungen versprechen, gehören für jeden fünften Studenten zum Unialltag. Das ist das interessante Ergebnis einer aktuellen Studie. Verwunderlich sind solche Zahlen nicht: das Zeitalter der Selbstoptimierung hat längst begonnen.</strong></p>
<p>Aber nicht nur der träge Geist ist Gegenstand von Optimierungsversuchen. Auch die Produkte der akademischen Tretmühle wollen und sollen optimal vermarktet werden. &#8220;Academic Search Engine Optimization&#8221; lautet hier das Stichwort. Und am Ende wirbt Hitler für die Bildung von Fahrgemeinschaften.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Neuro-Enhancement: Dem Geist auf die Sprünge helfen</p>
<p><span class="initial_klein">S</span>eit mindestens 4-5 Jahren wird immer wieder über die Möglichkeiten des Neuro-Enhancement diskutiert. Daß sich bestimmte Substanzen wie Ritalin, Amphetamine oder natürlich auch profanes Koffein auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirken, ist unbestritten. Unklar ist freilich, welche (Neben-)folgen ein solchermaßen betriebenes Hirndoping hat und wie verbreitet es ist.</p>
<p>Eine aktuelle deutsche Studie, an der immerhin 2569 Studenten teilgenommen haben, liefert jetzt eine interessantes Ergebnis: 23,7% der männlichen Studenten und 17% der Studentinnen gaben im Fragebogen an, daß sie in den letzten Monaten zu leistungsfördernden Substanzen gegriffen haben. Leider bleibt die Studie die Antwort schuldig, wie regelmäßig das passiert.</p>
<p>Mehr dazu:</p>
<ul>
<li>SpiegelOnline: <a title="Bericht bei SpOn" href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/hirndoping-jeder-fuenfte-student-nimmt-mittel-zu-leistungssteigerung-a-880810.html">Neue Studie zu Hirndoping: Jeder fünfte Student putscht sich auf</a>, 31. Januar 2013</li>
<li>Dietz, P. et. al.: <a title="Link zum Abstract der Studie" href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phar.1166/abstract">Randomized Response Estimates for the 12-Month Prevalence of Cognitive-Enhancing Drug Use in University Students, in: Pharmacotherapy</a>, DOI: 10.1002/phar.1166.</li>
</ul>
<p class="zwischenueberschrift">Lesetipp: Blogprojekt zum Thema Hirn-Doping</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>in wirklich empfehlenswertes Blogprojekt zum selben Thema findet man derzeit übrigens unter www.hirn-sturm.de. Blogautoren sind Wissenschaftsjournalismus-Studenten der Hochschule Darmstadt. Und es ist wirklich sehenswert, was dort zu sehen ist. Da gibt es <a title="Rubrik Sachlage" href="http://www.hirn-sturm.de/category/sachlage/">kurze Infotexte zu bestimmten Medikamenten und ihrer Wirkungsweise</a>, Interviews mit Experten und toll gemachte Erklärvideos. Zum Start empfehle ich einfach mal das Statement von Ranga Yogeshwar zum Thema und das Interview mit dem Technikphilosophen Alfred Nordmann:</p>
<ul>
<li><a title="Beitrag auf Hirn-Sturm" href="http://www.hirn-sturm.de/ranga-yogeshwar-hirn-sturm-de-fordert-einen-wichtigen-diskurs/">Ranga Yogeshwar: hirn-sturm.de fördert einen wichtigen Diskurs</a></li>
<li>Interview mit Alfred Nordmann: <a title="Interview mit Alfred Nordmann" href="http://www.hirn-sturm.de/die-scham-des-menschen-nicht-so-gut-zu-sein-wie-eine-maschine/">„Die Scham des Menschen, nicht so gut zu sein wie eine Maschine“</a></li>
</ul>
<p>Und natürlich das tolle Video &#8220;Was ist eigentlich Neuro-Enhancement?&#8221; von Jasmin Krenzer und Claudia Baier:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/sUPfTNl8Fqo?rel=0" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Suchmaschinenoptimierung für Fachartikel</p>
<p><span class="initial_klein">P</span>ublikationen sind ja vielleicht die zentrale Währung im akademischen Betrieb.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/03/hirndoping-paperdoping-hitler/#footnote_0_2796" id="identifier_0_2796" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und insofern besch&auml;digt das geh&auml;ufte Auftauchen von &ldquo;Falschgeld&rdquo; in Form plagiierter Abschlu&szlig;arbeiten das System an einer neuralgischen Stelle.">1</a></sup> Publikationen sind die Referenzpunkte, auf die mit guten Gründen Bezug genommen wird, sie bereichern die individuelle Publikationsliste und erhöhen somit die Karrierechancen. Und sie sind natürlich auch Rechtfertigung und Arbeitsbeleg gegenüber Geldgebern für die jeweiligen Forschung. Umso erstaunlicher, daß verhältnismäßig wenig Aufwand betrieben wird, um seine Fachaufsätze optimal zu positionieren.</p>
<p>Klar, mitentscheidend (für Prestige und Sichtbarkeit) ist zunächst die Zeitschrift, in der man den Aufsatz veröffentlicht. Aber damit ist es eigentlich nicht getan. Christian Reinboth zeigt, wie Veröffentlichungen auf Institutswebsites oder akademischen Social Networks plaziert werden können, um auffindbar zu sein. Ich kann mir gut vorstellen, daß das die Chance zitiert zu werden, deutlich steigern kann.</p>
<ul>
<li>Reinboth, Christian: <a title="Beitrag von Christian" href="http://harzoptics.wordpress.com/2013/01/28/wie-lassen-sich-eigene-publikationen-uber-google-scholar-auffindbar-machen/">Wie lassen sich eigene Publikationen über Google Scholar auffindbar machen?</a>, 28.1.2013</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="Punkte"></div>
<div id="attachment_2801" class="wp-caption alignright" style="width: 262px"><img class=" wp-image-2801 " alt="When you ride alone, you ride with Hitler!" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg" width="252" height="325" /><p class="wp-caption-text">When you ride alone, you ride with Hitler!</p></div>
<p class="zwischenueberschrift">Mit Hitler für Fahrgemeinschaften</p>
<p><span class="initial_klein">W</span>ir sind hier im Internet und insofern im Geltungsbereich von &#8220;Godwin&#8217;s Law&#8221;. Früher oder später muß ich also notgedrungen auf Hitler zu sprechen kommen. Und wer über Hitler spricht oder schreibt, der kommt seinerseits nicht um die Erwähnung von Autobahnen herum. Und somit wären wir fast schon beim Thema: Hitler und der Straßenverkehr!</p>
<p>Letzte Woche ist mir zufällig das rechts abgebildete Plakat aus dem Jahr 1943 begegnet. Der renommierte Werbegrafiker Weimer Pursell hat dieses Propaganda-Plakat gezeichnet, über das wir heute schmunzeln. Ob es in Nazi-Deutschland ähnliche Plakate gegeben hat? Saß da vielleicht Stalin auf der Rückbank? Egal: ich finde Car-Sharing klasse und frage mich, weshalb es zuletzt so ruhig um dieses Thema geworden ist. Fehlt vielleicht eine knackige Kampagne? Ich hätte da vielleicht eine Idee&#8230; ;-)</p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/22/analytischer-blick-auf-ein-zeitalter-der-extreme-lehrreiche-interviews-mit-dem-historiker-eric-j-hobsbawm-werkstattnotiz-lix/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Analytischer Blick auf ein Zeitalter der Extreme » Lehrreiche Interviews mit dem Historiker Eric J. Hobsbawm | Werkstattnotiz LIX">Analytischer Blick auf ein Zeitalter der Extreme » Lehrreiche Interviews mit dem Historiker Eric J. Hobsbawm | Werkstattnotiz LIX</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2796" class="footnote">Und insofern beschädigt das gehäufte Auftauchen von &#8220;Falschgeld&#8221; in Form plagiierter Abschlußarbeiten das System an einer neuralgischen Stelle.</li></ol> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2796&amp;md5=23d2a87dcec134fd5d114f7ccd464615" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="feedflare">
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		<title>Placeboeffekt bei Tieren: Wenn Ratten den Schmerz vergessen - Oder: Bessere Argumente für die nächste Homöopathiediskussion</title>
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		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2013/01/27/placeboeffekt-bei-tieren-wenn-ratten-den-schmerz-vergessen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Jan 2013 22:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=2775</guid>
		<description><![CDATA[Früher oder später endet jede Diskussion über Sinn und Unsinn der Homöopathie mit dem Hinweis darauf, daß Homöopathie ja schließlich auch bei Tieren wirke. Und das &#8211; so die bizarre Argumentation der Homöopathiefans &#8211; sei ja wohl der Beweis, daß die homöopathische Behandlung tatsächlich effektiv sei und nichts mit Einbildung zu tun habe und natürlich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/01/Ratte_400.jpg"><img class="alignright  wp-image-2779" style="border: 0px none;" alt="Placeboeffekt und Tiere" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/01/Ratte_400-300x295.jpg" width="210" height="207" /></a><strong>Früher oder später endet jede Diskussion über Sinn und Unsinn der Homöopathie mit dem Hinweis darauf, daß Homöopathie ja schließlich auch bei Tieren wirke. Und das &#8211; so die bizarre Argumentation der Homöopathiefans &#8211; sei ja wohl der Beweis, daß die homöopathische Behandlung tatsächlich effektiv sei und nichts mit Einbildung zu tun habe und natürlich auch nicht mit dem Placeboeffekt.</strong><sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/01/27/placeboeffekt-bei-tieren-wenn-ratten-den-schmerz-vergessen/#footnote_0_2775" id="identifier_0_2775" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei ich mich an der Stelle sowieso immer wundere, warum man sich so vehement gegen den Placeboeffekt wehrt. Ich finde den klasse. ;-) ">1</a></sup></p>
<p>Ich versuche dann immer das Mißverständnis aufzuklären und erinnere daran, daß Tiere so blöd ja eben nicht sind und sehr wohl auf Fürsorge und Behandlungsmaßnahmen &#8220;reagieren&#8221; und wir wir alle wissen auch lernfähig sind. Konditionierungseffekte und so.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/01/27/placeboeffekt-bei-tieren-wenn-ratten-den-schmerz-vergessen/#footnote_1_2775" id="identifier_1_2775" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ganz davon abgesehen, da&szlig; auch bei Tieren Krankheiten zum Gl&uuml;ck h&auml;ufig ganz von alleine wieder verschwinden. Und es insofern immer eine ziemlich hypothetische Frage ist, ob das Tier nun wegen der verabreichten Medikamente wieder fit ist oder das auch unabh&auml;ngig davon passiert w&auml;re.">2</a></sup> Jetzt bin ich zufällig über eine US-Studie gestolpert, die den Placeboeffekt bei Tieren nochmal bestätigt.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Placebos bei Tieren</p>
<p><span class="pullquote">Mechanismen des Placeboeffekts sind bei Tieren und Menschen vergleichbar.</span><span class="initial_klein">E</span>igentlich ist das ja alles nichts Neues. Welche Mechanismen beim Placeboeffekt eine Rolle spielen, ist seit Jahrzehnten bekannt. Und dabei spielt es &#8211; wie die Untersuchungen zeigen &#8211; gar keine große Rolle, ob jetzt Menschen oder Tiere behandelt werden. Wichtig sind einfach die Zuwendung, die Fürsorge und das &#8220;Kümmern&#8221; des Arztes oder einer anderen Person, die ggf. ein (Placebo-)Medikament verabreicht. Und dazu die positive Erwartungshaltung des Patienten, daß die ganze Sache zur Linderung der Schmerzen führen wird.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/01/27/placeboeffekt-bei-tieren-wenn-ratten-den-schmerz-vergessen/#footnote_2_2775" id="identifier_2_2775" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Seit rund 30 Jahren wei&szlig; man, da&szlig; es auf physiologischer Ebene die Aussch&uuml;ttung k&ouml;rpereigener Opioide ist, die quasi hinter dem Placeboeffekt steht.">3</a></sup></p>
<p>Wir haben einfach &#8220;gelernt&#8221;, daß eine Aspirin die Kopfschmerzen bekämpft. Und so wird es auch beim nächsten Mal sein &#8211; selbst wenn wir versehentlich statt einer Aspirin ein wirkstofffreies Zuckerdragee runterschlucken. Konditionierung! Und so läuft das auch bei Tieren.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Schmerz laß nach&#8230;: Auch Ratten lassen sich durch Placebos kurieren</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>as haben Forscher von der University of Florida jetzt nochmal belegt. Todd Nolan und sein Team haben ihren Versuchsratten süße Milch zum Trinken gegeben. Allerdings war das Trinkröhrchen erhitzt und so verbrannten sich die Ratten. Also spritzten die Forscher den durstigen Ratten etwas Morphin, woraufhin die Tiere wieder länger am heißen Röhrchen nuckelten.</p>
<p>Nach zweimaliger Morphingabe erhielten die Ratten nach einer Pause eine weitere Spritze. Diesmal allerdings ohne schmerzlindernden Wirkstoff &#8211; die Ratten hielten es dennoch deutlich länger am heißen Milchröhrchen aus, als ihre Kollegen aus einer Vergleichsgruppe. Die hatten von Anfang an in ihren Spritzen &#8220;nur&#8221; Kochsalzlösung gehabt und insofern niemals die kausale Verknüpfung zwischen Spritze und Schmerzlinderung herstellen können&#8230;</p>
<div id="Punkte"></div>
<p>Bei der Gelegenheit sei nochmals auf das aus vielen Gründen empfehlenswerte Buch &#8220;Die Homöopathie-Lüge&#8221; von Christian Weymayr und Nicole Heißmann verwiesen:</p>
<ul>
<li>Christian Weymayr und Nicole Heißmann (2012): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492055362/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3492055362&#038;linkCode=as2&#038;tag=werkstatt-21" title="Die Homöopathie-Lüge (Link zur Amazon-Website)">Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen.</a></li>
</ul>
<div class="werkstattlinks">
<strong>Studie:</strong></p>
<ul>
<li>Todd A. Nolan et. al. (2012): Placebo-induced analgesia in an operant pain model in rats, in Pain, Volume 153, Issue 10 , Pages 2009-2016, October 2012. <a href="http://www.painjournalonline.com/article/S0304-3959%2812%2900275-8/abstract">http://dx.doi.org/10.1016/j.pain.2012.04.026</a>.</li>
</ul>
</div>
<p><small>Rattenfoto: Quelle &#8211; stock..xchng, User: lockstockb</small></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/24/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;">Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/10/grenzziehungen-giftige-chemikalien-komplexe-emotionen-bei-tieren/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren">Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/05/26/tierisch-intelligent-krahen-sind-erfindungsreiche-werkzeugnutzer/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Tierisch intelligent: Krähen sind erfindungsreiche Werkzeugnutzer">Tierisch intelligent: Krähen sind erfindungsreiche Werkzeugnutzer</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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