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<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0" xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0"><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167</atom:id><lastBuildDate>Tue, 08 May 2012 09:02:35 +0000</lastBuildDate><category>Susanne</category><category>Eva</category><category>Erik</category><category>Editorial Note</category><category>Tilman</category><category>Christian</category><category>Ingo</category><category>Vincent</category><category>Stefanie</category><category>Paran</category><title>Minusvisionen</title><description /><link>http://minusvisionen.blogspot.com/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Jonas)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>88</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/Minusvisionen" /><feedburner:info uri="minusvisionen" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><feedburner:emailServiceId>Minusvisionen</feedburner:emailServiceId><feedburner:feedburnerHostname>http://feedburner.google.com</feedburner:feedburnerHostname><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-4256582291328671597</guid><pubDate>Tue, 08 May 2012 08:52:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-05-08T10:58:11.610+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Erik</category><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Ingo</category><title>Erik Niedling mit Ingo Niermann 18.10.1973 – 29.02.2012</title><description>&lt;p&gt;Wie wäre es, nur noch ein Jahr zu leben zu haben? Ohne an einer Krankheit zu leiden, ohne Hoffnung auf nur eine einzige Stunde mehr? Die durchschnittliche Lebenserwartung kann einem fälschlich vorgaukeln, noch zig Jahre vor sich zu haben. Die Annahme, es sei nur ein einziges, weckt auf aus einer trügerischen Sicherheit. Zugleich lässt sie anders als der dem Philosophen Seneca folgende Leitspruch “Lebe jeden Tag, als sei es dein letzter” genügend Zeit, noch einige größere Unterfangen in Angriff zu nehmen. Was kann und möchte man in diesem begrenzten Zeitraum noch erleben? Welche Ziele sich noch stecken? Was bleibt unerreicht?&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-4Yj-1XbtKf8/T6jepH9RCyI/AAAAAAAAAMU/G8ai0Uc6IWg/s1600/1_niedlingniermann_v2.jpg" imageanchor="1" style="clear:left; float:left;margin-right:1em; margin-bottom:1em"&gt;&lt;img border="0" height="320" width="222" src="http://4.bp.blogspot.com/-4Yj-1XbtKf8/T6jepH9RCyI/AAAAAAAAAMU/G8ai0Uc6IWg/s320/1_niedlingniermann_v2.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Künstler Erik Niedling lebte vom 1.3.2011 bis zum 29.2.2012 einem von Ingo Niermann entworfenen Drill folgend ein Jahr lang, als sei es sein letztes. Hatte er sich in seinem bisherigen künstlerischen Werk als Fotograf und Archivar von anderen Erbautem, Gepflanztem und Fotografiertem zurückgenommen, widmete er sich nun ganz seinem eigenen, am 18.10.1973 begonnenen Leben und dessen Relikten. Besonderes Augenmerk lag auf einer Nacht in den späten 1990er Jahren, in der er in seiner Heimatstadt Erfurt an einer Reihe physischer und psychischer Ausschreitungen beteiligt war und nach der sein Entschluss fiel, Künstler zu werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die innerhalb des Letzten Jahres konzipierte Ausstellung 18.10.1973 – 29.2.2012 zeigt den Entwurf von Niedlings Grabkammer, der der Grundriss des Neuen Museum Weimar zugrundeliegt. Ein Rundgang durch die außen gelegenen Galerien thematisiert seine Lebens- und Werkstationen von Geburt an. Wie Niedlings bisherige Arbeiten thematisiert auch sein Letztes Jahr das Verschwinden – diesmal das eigene und das der eigenen Werke. Niedling erfährt sich dabei nicht als ein Opfer der Evolution, sondern als ein Eigner im Stirner’schen Sinne, der sich spielerisch in sein Sterben einübt und über den Tod hinaus über sein Werk verfügt.&lt;/p&gt;&lt;a href="http://www.neuesmuseumweimar.tumblr.com/"&gt;Neues Museum Weimar&lt;/a&gt;&lt;br&gt;24. Juni 2012 bis 5. August 2012&lt;br&gt;Eröffnung Sa., 23. Juni 2012, 19 Uhr,  mit anschließender Feier.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anläßlich der Ausstellung erscheint bei Sternberg Press &lt;a href="http://www.sternberg-press.com/index.php?pageId=1372&amp;bookId=267&amp;l=en"&gt;The Future of Art: A Diary&lt;/a&gt;, 256 Seiten, 146 s/w-Fotos, mit Texten von Tom McCarthy, Erik Niedling, Ingo Niermann und Amy Patton.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-4256582291328671597?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/1bhwk-tCsO0/erik-niedling-mit-ingo-niermann.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-4Yj-1XbtKf8/T6jepH9RCyI/AAAAAAAAAMU/G8ai0Uc6IWg/s72-c/1_niedlingniermann_v2.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2012/05/erik-niedling-mit-ingo-niermann.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-7723536146491135732</guid><pubDate>Fri, 04 May 2012 18:38:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-05-04T20:44:54.269+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Stefanie</category><title>Gibt es die moderne Säule?</title><description>&lt;p&gt;Das Wort Säule wirkt beim Aussprechen, gleich von Beginn an, also noch bevor sich der Mund eigentlich öffnet, mächtig und schwer. Die Geschichte scheint zu alt zu sein, die sich mit diesem Baukörper verbindet. Die Auswirkungen auf die Redensarten tun ihr übriges: Von den &lt;i&gt;Säulen der Gesellschaft&lt;/i&gt; über die &lt;i&gt;Säulen des Erfolgs&lt;/i&gt; bis hin zu den &lt;i&gt;Säulen der Altersvorsorge&lt;/i&gt; werden somit stets bedeutende Aspekte hervorgehoben. Selbst der Mensch kommt nicht ohne Säule aus.&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Es rauschen tausende Bilder durch den Kopf wie durch den Algorithmus einer Suchmaschine. Diese und die zu beobachtende Gegenwart geben jedoch Preis, dass die wahre Relevanz der Säule auf die Historie beschränkt ist und ihre ästhetische sowie politische Machtausstrahlung heutzutage eine — manchmal unerwünschte — Metapher bleibt. Ihre Funktionalität scheint sich auf das Ornament zu beschränken. Es gibt die Dekosäule, die Blumensäule, die Schmucksäule, die Trinksäule, die Säulen-Kommode oder auch das Wandtattoo Säule. Diese Phänomene werden zusätzlich begleitet durch den Rattenschwanz des Kitsches, eine auf Produkte übertragende Gemütshaltung, die immer im Verruf des Seichten, des Gemütlichen, des Ersatzes und der Sehnsucht ist. Wer zwei Blumensäulen rechts und links neben den Eingang seines einheitsverputzten, kaputtgedämmten Reihenhauses drapiert, um ein deutlicheres Distinktionsmoment als die extravagante Form des Briefkastens zu wählen, gilt als Einfaltspinsel ohne Geschmack. Niemand würde auf die Idee kommen, es handle sich um einen ironischen Kommentar zu postmoderner Architektur.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ebenso wie zu der Innen- und Außendekoration verhält es sich mit der Architektur. Doch wo sind überhaupt die Säulen dieser Tage? Spötter könnten behaupten: "In Berlin!" und denken wohl weniger an das Bundeskanzleramt, sondern vielmehr an neugebauter Dahlemer Villen im klassizistischen Stil, an das Kronenpalais oder an das Stadtschloss. Für wahre Kenner zu lieblich und als "Stimmungsarchitektur" verspottet. Kitsch. Das gleiche Urteil ereilt Erker, Balustraden und Stuck, jene Wohnungsattribute, nach denen überraschend viele Menschen Wohnungsanzeigen filtern, um auf abgeschliffenen Holzdielen — beim Blick auf den säulenumstanden Innenhof — einen SE 68 ins Büro und einen Freischwinger in die Küche zu stellen und sonst nichts.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also, gibt es die moderne Säule, die kein Pfeiler, kein Pfosten, keine Stütze aus Beton oder Stahl ist? Ist sie ohne den ganzen Morast, die gespielte Herrschaftlichkeit, die Styroporhaftigkeit, die Kopiertheit, die Scham einsetzbar?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum 125. Geburtstag von Ludwig Mies van der Rohe schreibt der Architekt Hans Kollhoff, dass die Säule der Nationalgalerie in Berlin, "wohl die einzige moderne Säule" sei. Aber er räumt ein, dass "eine Säule [...] nur das Ergebnis geduldigen Kopierens über Jahrhunderte sein [kann]". Ist das ein Nein?&lt;/p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag für die Publikation zu "&lt;a href="https://www.akbild.ac.at/Portal/akademie/aktuelles/veranstaltungen/ausstellungen/akbild_event.2012-04-24.2975352499"&gt;Fallen Temples&lt;/a&gt;". Ein Ausstellungsprojekt kuratiert von &lt;a href="http://paranpour.blogspot.de/"&gt;Paran Pour&lt;/a&gt; und Anna Spanlang. Veranstaltet vom Institut für bildende Kunst, Video und Videoinstallation, Akademie der bildenden Künste Wien.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-7723536146491135732?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/tH3cFR8sSbc/gibt-es-die-moderne-saule.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2012/05/gibt-es-die-moderne-saule.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-1804955676884947389</guid><pubDate>Mon, 30 Apr 2012 21:24:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-05-08T11:02:28.404+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Paran</category><title>Fallen Temples</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-bER3_nXkyno/T6L2wTSOBuI/AAAAAAAAAL4/FUhN5ZWVB_w/s1600/falentemples.jpg" imageanchor="1" style=""&gt;&lt;img border="0" height="320" width="226" src="http://4.bp.blogspot.com/-bER3_nXkyno/T6L2wTSOBuI/AAAAAAAAAL4/FUhN5ZWVB_w/s320/falentemples.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gottfried Sempers Kulissendepot in Wien steht im Mittelpunkt der Arbeit "&lt;a href="http://www.akbild.ac.at/Portal/akademie/aktuelles/veranstaltungen/ausstellungen/akbild_event.2012-04-24.2975352499"&gt;Fallen Temples&lt;/a&gt;". Durch räumliche Intervention nehmen Paran Pour und Anna Spanlang auf den Ausstellungsraum, sowie seinem Umraum Bezug.&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Ein zweites Element der Arbeit bildet eine Publikation mit Beiträgen zur Säule, die speziell für den Ausstellungsrahmen verfasst worden sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit Amira Ben Saoud, Anna Crosby, Anna Spanlang, Axel Stockburger, Barbara Bigge, Constanze Ruhm, Dan Wilkinson, David von der Stein, Gottfried Semper, Imke Kannegießer, Iris Blauensteiner, Julio Costa/Andreia Oliveira, Laia Fabre/Thomas Kasebacher, Marie Klein, Marion Porten, Mathias Windelberg, Michaela Schmidlechner, Michel Jimenez, Miguel Magalhaes, Paran Pour, Paul Just, Pia Greven, Sasha Pirker, Stefanie Roenneke, Vladimir Mladenov und Wanda Spahl.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In meinem Beitrag stelle ich mir die Frage: Gibt es die moderne Säule? Dabei verliere ich mich sehnsuchtsvoll zwischen Wandtattoos und Dahlemer Villen im klassizistischen Stil.&lt;/p&gt;Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien, Lehárgasse 6, 1060 Wien, 1. Stock, V/VI&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-1804955676884947389?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/BxfKWAb34J0/fallen-temples.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-bER3_nXkyno/T6L2wTSOBuI/AAAAAAAAAL4/FUhN5ZWVB_w/s72-c/falentemples.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2012/05/fallen-temples.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-349615715836577496</guid><pubDate>Sun, 29 Apr 2012 16:19:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-05-08T11:02:35.019+02:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Ingo</category><title>Choose Drill / Drill Dich</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-XRdrLeRKk_o/T51qiW2oSLI/AAAAAAAAALo/3goV4jQuPtU/s1600/00002883.jpg" imageanchor="1" style=""&gt;&lt;img border="0" height="320" width="226" src="http://1.bp.blogspot.com/-XRdrLeRKk_o/T51qiW2oSLI/AAAAAAAAALo/3goV4jQuPtU/s320/00002883.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;First paragraph excerpt from, Nº 034, Ingo Niermann – Choose Drill, Introduction: Chus Martínez&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;"Imagine living your life automatically; imagine that everything you do is like putting on your clothes—a combination of routine and basic thought that after many million repetitions now belongs to a realm located between reality and dream. Life is largely constituted of the continuous reperforming of single actions that share one trait in common: none of them is of true indifference to us, yet none really interests us. However, what is interesting is the weaving of these exercises of memory with potential invention—every morning we remember how to dress, how to make coffee, how to drink it from a cup, how to place it on the table, how to take it to our lips again, how to leave it on the table . . . but we also know that things could be completely different. The sum of these automatic acts, far from showing that human memory is like a mere recording machine, reminds us of an important fact: memory is imagination. We are always reinventing our lives as we live them. Every morning we reinvent how to dress and to drink and to kiss good-bye. This means that human memory is not a device, but a faculty of the mind that works closely with imagination, and on the same terms as invention. In other words, imagination, invention, and memory are part of the same process…" (pp. 2 – 3)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.hatjecantz.de/controller.php?cmd=detail&amp;titzif=00002883&amp;lang=en"&gt;Hatje Cantz Verlag 2012&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-349615715836577496?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/JEZRn9uaZO4/choose-drill-drill-dich.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/-XRdrLeRKk_o/T51qiW2oSLI/AAAAAAAAALo/3goV4jQuPtU/s72-c/00002883.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2012/04/choose-drill-drill-dich.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-4180575149015549076</guid><pubDate>Sun, 18 Mar 2012 20:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-03-18T21:41:33.892+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Eva</category><title>"Visualisierung von Politik"</title><description>&lt;p&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ende Juli 2012 werden die Olympischen Sommerspiele in London eröffnet. Von diesem Ereignis kündet bereits der Umbau des East-End-Viertels oder die Positionierung von riesigen Olympischen Ringen auf der Themse, die während der Spiele neben einem Kriegsschiff der Royal Navy schwimmen werden. Beispiele für das stete Spannungsfeld zwischen sportlichem Wettkampf, propagierter Transnationalität, staatlichem Prestige und - vielleicht - einer noch unbekannten Gefahr. Mit dem Ereignis geht folglich die Frage einher, wie und für welche politische Botschaft sich London inszenieren wird. Das Ereignis ist Grund genug, einen Blick auf die deutsche Olympia-Geschichte zu werfen. Eva Maria Gajek von der Justus-Liebig-Universität Gießen diskutiert in ihrer Dissertation "Kulturelle Re-Integration? Die Olympischen Spiele von Rom (1960) und München (1972) als transnationale Medienereignisse" die Frage, wie Italien und die Bundesrepublik nach 1945 die Olympischen Spiele zur politischen Selbstdarstellung nutzten. Ein Gespräch über nationale Selbstbilder, Terrorismus und Fernsehen, das IOC als Dynamo für politische Prozesse und die weinende Katharina Witt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Durch die Olympischen Spiele 1972 wollte sich die BRD als post-faschistischer Staat in der globalen Öffentlichkeit neu positionieren. "Die Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik 1968 formulierte, '[m]it der Bündnispolitik [...] schafft man sich Bundesgenossen, mit der Handelspolitik Geschäftspartner und mit der Kulturpolitik – Freunde.'" Wurde dieses Anliegen erfüllt, oder hat der neue Entwurf durch das Attentat einen zu starken Bruch erfahren?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ob der Bruch zu stark war, ist eine gute Frage, die relativ schwer zu beantworten ist. In der Erinnerung an die Spiele dominiert aber nicht nur das Attentat, sondern auch der Imageentwurf der modernen Bundesrepublik, der sich im Design und der Architektur zeigte. Das eine Narrativ kann im Rückblick nicht ohne das andere gelesen werden. Schon allein, da es die Idee des heiteren, fröhlichen und freundlichen Deutschlands erforderte, die Sicherheitsmaßnahmen einzuschränken. Hohe Zäune und bewaffnetes Sicherheitspersonal auf dem Gelände passten nicht in das anvisierte Konzept, ermöglichten den Terroristen auf der anderen Seite aber einen leichteren Zugang zum Gelände.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ich habe die Frage gestellt, weil ich der Auffassung bin, dass in der innerdeutschen Berichterstattung nach den Spielen, die Akzentuierung immer auf das Attentat gelegt wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Absolut. Nicht nur die Berichterstattung, auch die vielen Remediationen wie Dokumentationen, Bücher und Ausstellungen zeigen die starke Konzentration auf das Attentat. Dabei mitzudenken ist natürlich, dass das Attentat des Schwarzen September für die globale Erinnerung an den transnationalen Terrorismus eine wichtige Rolle spielt. Das Attentat verstanden die Zeitgenossen nicht nur als einen Angriff auf den israelischen Staat, sondern als einen Angriff auf die Weltgemeinschaft. Die Bilder des ausgebrannten Hubschraubers, der Mann mit der Maske, der von dem Balkon blickt sind transnationale Ikonen, die zu Terrormetaphern geworden sind. Sie prägen das visuelle Gedächtnis an die Spiele genauso wie die Bilder vom Münchner Olympiastadion und seinem Zeltdach, die für das nationale deutsche Gedächtnis konstitutiv sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Glaubst du, dass die Olympischen Spiele aufgrund des Spannungsgefüges zwischen den olympischen Idealen, und dem Wettkampf zwischen Körpern, Völkern, Nationen und Staaten scheitern?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Richtig. Die Spiele scheitern nicht nur an der Instrumentalisierung von Außen, also an einer Indienstnahme von Staaten oder Terroristen. Sie scheitern auch an ihrem eigenen Selbstentwurf. Das IOC versteht sich als eine unpolitische Institution, die Spiele sollen Ort der internationalen Begegnung sein, ein politikfreier Raum, in dem eine Weltgemeinschaft konstruiert wird. Die Statuten halten fest, dass ein Wettkampf zwischen Individuen, nicht zwischen Nationen stattfindet. Gleichzeitig dominieren Fahnen und Hymnen den Ablauf des Ereignisses, sie zeigen die starke Präsenz der Nation. Dieses Spannungsverhältnis war bereits seit ihrer Neubegründung angelegt. Coubertin entwickelte seine Ideen für eine Wiederbelebung der Spiele in einer Zeit, in der erste transnationale Kooperationen und Organisationen entstanden und gleichzeitig das Bekenntnis zum jungen Nationalstaat einen wichtigen Bestand in Europa hatte. Des Weiteren versteht sich das IOC als eine Institution, die politische Prozesse anwerfen kann. Die Annäherung der ehemaligen postfaschistischen Staaten an ihre Kriegsgegner oder die deutsch-deutsche Mannschaft als Auflösung der harten Fronten des Kalten Krieges wären zwei Beispiele, die deutlich machen, wie das IOC ganz bewusst in das zeitgenössische Weltgeschehen eingriff und die Spiele somit in keiner Weise den gewünschten unpolitischen Gegenraum darstellen konnten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Also sind die Spiele immer nur Mittel zum Zweck, um ein außenpolitisches Bild zu stärken und innerpolitische Strukturmaßnahmen zu ergreifen?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So absolut würde ich es nicht formulieren. Jedoch es ist ohne Frage klar: Nationales Prestige ist ein wichtiger Motivationsstrang für den Gastgeber, Olympischen Spiele auszurichten. Kein Land würde Milliarden investieren, nur um ein Friedensfest zu veranstalten. Olympische Spiele eröffnen in erster Linie die Möglichkeit, internationale Anerkennung zu erlangen. Was damals für die postfaschistischen Staaten wie Italien, Japan und Deutschland wichtig war, gilt heute für die BRIC-Staaten wie Brasilien, Russland und China. Es hat sich doch sehr deutlich bei der Olympiade in Peking gezeigt und zeigt sich nicht zuletzt derzeitig an den Umbaumaßnahmen im russischen Badeort Sotchi für die Winterolympiade 2014, dass die Anerkennung der westlichen Staaten ein zentrales Motiv der Austragungen bleibt. Und auch innenpolitisch motiviert die Chance, der Bevölkerung die eigenen Leistungen vor Augen zu führen. Dabei stiftet die Inszenierung des nationalen Selbstbildes nicht nur Zufriedenheit, sondern auch Identität. Und dies ist sehr nützlich bei der Visualisierung von Politik. Abseits dessen erlauben die Spiele mit Geldern von Bund und Land, Maßnahmen in der Stadtentwicklung zu ergreifen, die sonst langer städtischer Kalkulation und Planung bedürften. München bekam durch die Olympiade eine U-Bahn, Rom wichtige Schnellstraßen. Auch der Aus- oder Neubau von Stadien fördert die Attraktivität der Stadt und die Austragung belebt deswegen nicht zuletzt den Tourismus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Dieses Jahr finden die Olympischen Sommerspiele zum dritten Mal in London statt. Sind die Anschläge in London, die kurz nach der Vergabe verübt wurden, und die Unruhen im letzten Jahr schon Teil des olympischen Narrativs?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ob das zeitlich irgendwann zusammengelesen wird, ist schwer zu beantworten. Doch die Sensibilität gegenüber Gewalt und Terrorismus ist gewachsen. Dies ist insbesondere seit dem Attentat in München der Fall. Der Überfall am 5. September 1972 wird in der Forschung als der Beginn des Terrorismus im Ereignis Olympische Spiele verstanden. Seitdem ereigneten sich 168 Versuche terroristischer Anschläge. Attraktiv für die Terroristen ist und war natürlich die Internationalität des Ereignisses, das viele Menschen auf der ganzen Welt am Fernseher bannt. Die zunehmende Medienaufmerksamkeit bot somit immer mehr Gefahren für die Veranstalter. Stärkere Sicherheitsmaßnahmen, uniformierte Polizisten sollten deswegen auch der Abschreckung dienen. Bereits nach dem Attentat 1972 reagierten die Gastgeber der kommenden Olympiade darauf und veränderten massiv ihr Sicherheitskonzept. 1976 in Montreal prägte die Austragung eine Kombination aus Überwachung, Festung und Kontrolle.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ein so großes Ereignis ist doch die ideale Plattform für Terrorismus?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie gesagt: Eine Bombe im Weißen Haus, im Vatikan oder an der Berliner Mauer hätte damals nicht die Medienaufmerksamkeit bekommen wie das Attentat bei den Olympischen Spielen. Dieser Überzeugung war jedenfalls ein Sprecher des Schwarzen Septembers eine Woche nach dem Anschlag. Das Ereignis wurde von der PLO ganz bewusst ausgesucht. Dabei war es irrelevant, ob ihre Forderung (Freilassung gefangener Palästinenser aus israelischen Gefängnissen) wirklich erfolgreich war. Ziel war es, die Medienaufmerksamkeit auf Ihre Sache zu lenken und auf die Missstände im Nahen Osten hinzuweisen. Terrorismus ist deswegen in erster Linie ein kommunikativer Akt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;In diesem Zusammenhang bekommen die Olympischen Spiele 1972 als Medienereignis eine ganz besondere Bedeutung. Gerade in Bezug auf die Rolle des Fernsehens.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Fernsehen nahm im Verlauf der sechziger und siebziger Jahre einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert im Ereignis ein. War der Umgang mit dem Medium 1960 in Rom noch von einigen Unsicherheiten geprägt, richteten die Organisatoren der Spiele 1972 das Ereignis ganz nach den Bedürfnissen der Fernsehmacher aus. Sie passten den Zeitplan an die internationalen Sehbedürfnisse an und suchten selbst den Belag des Stadiondaches nach seiner Lichtdurchlässigkeit für die optimale Fernsehübertragung aus. Journalisten wurden somit zunehmend in die Vorbereitungen involviert, und es entwickelte sich abseits des autonomen Journalismus der sechziger Jahre ein sehr privater Umgang zwischen Medienvertretern und Organisatoren. Dies war natürlich eine Partnerschaft auf beiden Seiten. Denn auch das Fernsehen verstand die Olympischen Spiele als eigenen Referenzraum, in dem es sich mit der internationalen Konkurrenz messen und seinen Platz im Medienensemble behaupten konnte. Da wollten die Intendanten und Journalisten natürlich Mitspracherecht bei den Planungen besitzen. Richten wir noch einmal unseren Blick auf das Attentat, zeigen sich auch sehr deutlich die Herausforderungen für das Fernsehen. Der Wille den Zuschauer zuhause so nah wie möglich an dem Geschehen live teilhaben zu lassen, machten ihn gleichzeitig zu einer Augengeisel und erfüllten das Ziel der Terroristen, sich breitenwirksam in den Medien zu inszenieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Hat sich dein Blickwinkel auf die Olympischen Spiele durch deine Arbeit verändert?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, da ich die IOC-Akten, Briefwechsel und die Sitzungsprotokolle durchsehen konnte, wurde mir schnell deutlich, dass das IOC gewisse Politiken verfolgt. Sowohl bei den Spielen 1960 als auch bei der Vergabe der Spiele 1972 wurde von Anfang an klar geregelt, was die Bewerber an Anforderungen erfüllen müssen und wer als Gastgeber Infrage kommen könnte. Potentielle Kandidaten wurden dann direkt zur Bewerbung aufgefordert. Das IOC hatte mit der Nominierung an Rom und München zweifelsohne das Ziel, die postfaschistischen Staaten in die transnationale Ordnung nach Faschismus, Krieg und Völkermord einzugliedern. Dies war freilich nicht nur ein selbstloses Ziel, sondern diese Re-Integration sollte auch wieder Harmonie in den eigenen Reihen schaffen. Generell zeigten sich deutlich ritualisierte Abläufe im Entscheidungsprozess und ähnliche Muster bei beiden Spielen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;In Bezug auf die Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 ist das die weinende Katharina Witt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist natürlich die Inszenierung des Bewerbers. Die potentiellen Kandidaten bemühen sich immer, den aktuellen Zeitgeist in der Olympischen Bewegung zu treffen. Klassische Referenz ist dabei die Bezugnahme auf die olympischen Vorgänger. Die Bewerbung von München 2018 zeigt dies deutlich. Auch hier wollten die Organisatoren die fröhlichen und heiteren Spiele veranstalten und das moderne Deutschland vorstellen, man rief damit Bilder der heiteren Olympiade in München 1972 ab. Selbst bei der Bewerbung 1972 rekurrierten die Organisatoren auf die erste deutsche Olympiade 1936. Waren diese Spiele bei den Vorbereitungen ein klarer Gegenentwurf, berief man sich bei der Bewerbung auf das Organisationstalent der Deutschen, das sich bereits in Berlin gezeigt habe. Denn in IOC-Kreisen besaß die XI. Olympiade einen ausgesprochen guten Ruf, eine Indienstnahme der Nationalsozialisten dementierte der Präsident Avery Brundage vehement und lobte hingegen vielmehr die Inszenierung von Antike und Moderne. Man könnte also festhalten, dass eine erfolgreiche Bewerbung voraussetzt, dass der Kandidat die Stimmung im IOC richtig aufspürt. Dies gelang München bei dem jetzigen Versuch nicht. Welche konkreten Gründe zu einer Absage führten, das können Historiker in zwanzig Jahren noch einmal rekonstruieren.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-4180575149015549076?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/RT2csoj1SlY/die-visualisierung-von-politik.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2012/03/die-visualisierung-von-politik.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-1359857159180277423</guid><pubDate>Sun, 19 Feb 2012 17:54:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-02-19T23:55:29.373+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Christian</category><title>Beim Schälen einer Kokosnuss</title><description>&lt;p&gt;Zu Beginn, also bis spätestens eine Woche vor offizieller Publikation des neuen Romans von Christian Kracht "Imperium", war alles wie immer. Erste Hinweise zu dem neuen Buch in kurzen Abrissen zur Frühjahrsliteratur, hin und wieder das Wort Kokosnuss, oder hier und da ein wohlwollendes Portrait des schweizerischen Schriftstellers. Gut positionierte Häppchen, die den geneigten Leser Appetit machen sollten, auf das, was kommen mag. Routinierte, gut angelegte Printpromotion.&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Als schließlich die ersten, die Sperrfrist ignorierenden, Rezensionen des Romans veröffentlicht wurden, war das darin formulierte Urteil so überraschend, wie die Tatsache, dass man nach einer langen Fahrt vor der Einfahrt der Wohnung erleichtert Halt macht: die einen mochten das Buch, andere nicht. Die wohl ausformulierten Geschmacksurteile galten entweder einer gekonnten Parodie, hanebüchenem Schmarrn, oder besagten, dass "Christian Kracht [...] mit Imperium seinen bisher besten, seinen ausgereiftesten Roman vorgelegt [hat]."&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Das Buch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Buch, um das es in diesen schon erwähnten und den darauffolgenden Texten geht und gehen sollte, oder auch nicht, denn da ist man sich nicht ganz so sicher, erscheint nach der ersten Lektüre wie ein typischer Roman Krachts, der durch sein Sujet, der territorialen und zeitlichen Verortung der Handlung mal wieder unerwartet anders ist. Überraschend wirkt es zudem, dass kein Ich-Erzähler den Leser durch die Handlung führt, sondern eine merkwürdige auktoriale Erzählfigur, die aber nicht, wie es für einige vielleicht zu wünschen wäre, den moralischen Kommentator mimt, sondern in seiner Beschreibung des wilhelminischen Deutschen, seiner Haltung gegenüber politischen und gesellschaftlichen Themen der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, seinem Präsens, treu bleibt. So kommen weder Thomas Mann, Franz Kafka noch Richard Wagner, oder eben das Judentum, sowie Homosexualität gut weg. Und Hitler, ja, der ist der vegetarische, picklige, geschlagene Bub, mit der "absurde[n] schwarze[n] Zahnbürste" unter der Nase, der "lieber bei seiner Staffelei geblieben wäre". Dass der Erzähler nicht moralinsauer ist, sondern mit den Geschehnissen des 20. Jahrhunderts ironisch kokettiert, sollte in Anbetracht des bisher publizierten Kracht’schen Oeuvres eben so überraschend sein wie die Tatsache, ja genau, dass man nach einer langen Fahrt vor der Einfahrt der Wohnung erleichtert Halt macht. Und das ist natürlich streitbar. "Kurzum: Man kann Krachts zuweilen ästhetisierende, ironisch unverbindliche Ausflüge in die Herzen der Finsternis vergnüglich, irritierend oder auch geschmacklos finden.", wie es auf Zeit Online heißt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ach ja, darüber hinaus geht es in "Imperium" übrigens um August Engelhardt, einer, der witziger Weise mit einer Ladung Bücher – von Dickens über Hoffmann, Keller, bis Tennyson -, denn so viel Kultur muss dann doch noch sein, im papierunfreundlichen Dschungel aussteigen will, einen Kokosnussorden, also ohne Cornflakes aus einem Sanatorium aus Battle Creek und ohne Vegamite auf Toast, gründen möchte, eigentlich lieber allein ist, letztendlich allein bleibt, und seinen Untergang durch den Genuss von Coca-Cola und Hot Dogs zu schmecken bekommt, Güter, welche ihm die Speerspitzen eines anderen Imperiums in den fauligen Mund stopfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die Kritik&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann kam der 13. Februar 2012, und Kracht war plötzlich, und das konnte erst Jakob Augstein in seiner Verteidigung deutlich ausschreiben, ein Faschist. Diez selbst wählte andere, viel zitierte Formulierungen, von denen der Schluss des Artikels "Die Methode Kracht" eine dramatische Spitze markiert: "An seinem Beispiel kann man sehen, wie antimodernes, demokratie-feindliches, totalitäres Denken seinen Weg findet hinein in den Mainstream". So entlässt man gekonnt den Leser. Bumm! Auffällig an dem Verriss von Diez ist, dass er die Aussagen des Erzählers für seinen Zweck kürzt und zudem als Aussage des Autors gleichsetzt. Diez stellt seinen eigenen Fehler im Text deutlich zur Schau: "Eine Spalte öffnet sich in diesem Satz. Unter der Oberfläche raunt es: Deutschlands rechtmäßiger 'Ehren- und Vorsitzplatz'? Wer spricht da? Wer sagt, dass dieser Platz rechtmäßig sei? Wer denkt so? Durch den schönen Wellenschlag der Worte scheint etwas durch, das noch nicht zu fassen ist. Das ist die Methode Kracht." Dieser merkwürdige Umgang wurde dem Kritiker Diez zum Verhängnis und in der darauffolgenden Diskussion schnell richtig gestellt. Das Buch selbst wurde dabei fast zur, wie immer beim Spiegel dennoch verlässlich den Buchverkauf fördenden, Fußnote, denn die Debatte war geprägt von der Frage "Was darf Literaturkritik?", ausgelöst durch die Reaktion des Verlages auf den Spiegelartikel, der die Grenzen der Literaturkritik sprengen würde. Dennis Scheck gab zu verstehen: "Für mich zählt zunächst mal einfach das Ästhetische, die Hervorbringung des Romans 'Imperium' [...]", Jakob Augstein verdeutlichte, dass Schriftsteller keine Sozialkundelehrer seien, und Felictias von Lovenberg schlussfolgerte auf FAZ.net schlicht und einfach: "Am billigsten aber ist es immer noch, einen Schriftsteller persönlich in Verruf zu bringen". Was in aller Deutlichkeit fehlte, war die Frage, in welchem Zusammenhang die Diez-Kritik mit dem Spiegel-Titel "Nazi-Partei: Verboten Gefährlich" steht und welche publizistische Dramaturgie sich dahinter verbirgt, welche das Urteil zu "Imperium", säuerlich aufstoßend, verstärkte. Zudem wird man das Gefühl nicht los, dass der neue Roman von Kracht die Möglichkeit dargestellt hat, eine lang ersehnte Abrechnung zu verfassen. Endlich also! Denn es ist nicht das erste Mal das Diez den Schriftsteller Kracht in dieser Form angreift. Bereits 2007 attestierte er in dem Zeit-Artikel "Gift liegt in der Luft" den Arbeiten von Jonathan Meese, Stefan Bachmann, Ingo Niermann und eben Christian Kracht einen "Poptotalitarismus". Kracht selbst scheint sich über diese Form der Unterstellung oftmals im Klaren zu sein, auch wenn die derzeitige Dikussion in ihrer Wucht kaum auszuhalten ist. In einem Interview mit dem Tagesspeigel aus dem Jahr 2000 antwortet er auf die Frage: "Vielleicht liegt es an Ihren zuweilen kryptischen Äußerungen, dass man Ihnen praktisch alles andichten kann - bis hin zur Nähe rechtsextremer Positionen" mit der Ahnung: "Da haben Sie Recht. Die Projektionsfläche ist sehr weit offen: Pädophilie, Nazis, Heroin, Satanismus, alles." Damals verstörte "Tristesse Royale" die Kritik. Jene Gesprächsrunde, welche die gestellte Sinnfrage "Was die Welt im Innersten zusammenhält" durch die überhöhte Verwendung von Klischees und Kitschelementen ausgehölt hat. Und diese Ironie, diese Aushölung, Krachts &lt;span style="font-style:italic;"&gt;camping&lt;/span&gt;, wird in den Kommentaren schließlich, denn es ist Sonntag, zum abschließenden Argument für die erregten Gemüter, indem man abermals den Faden seit "Faserland" abrollt. Oder man begegnet dem Ganzen so wie in der redaktionellen Notiz aus der FAS. Anlass ist der offene Brief an den Spiegel: "Wir haben, da der Brief ja auch an uns ging, sofort geantwortet: dass wir im Moment nirgendwo eine Gefahr für Ironie, Fiktion und die sogenannte literarische Phantasie erkennen könnten. Dass wir aber, falls wirklich Gefahr drohe, selbstverständlich auf der Seite der Unterzeichner für Freiheit und Ironie kämpfen würden. Und zwar an vorderster Front. Aus dem Verlag kam eine automatische Abwesenheitsmeldung: 'Wir feiern Karneval! Allen Jecken und Nicht-Jecken schöne Tage und Kölle Alaaf!' Na dann". Peter Richters Prophezeiung versiegt nach einer Woche voller Gerumpel in einem Alaaf, vielleicht in einem Moment, wenn sich die maskierten Befürworter und Gegner gerade irgendwo unwissentlich gegenübertreten und zum Tanz auffordern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Was bleibt?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es bleibt die Frage, ob das vermeintliche 'Vergehen' Krachts – und natürlich David Woodards, der eine Schlüsselrolle zu besetzen scheint – in dem andersartigen, für viele respektlosen, rein ästhetischen, Umgang mit historischen und politischen Themen begründet liegt. Gibt es doch das Tabu, für das man das richterliche Gutachten "Kunst" braucht? Oder hätte eben jener Paratext genügt, der das erste Mal bei einem Kracht-Roman fehlt: "Alle hier beschriebenen Personen und alle Begebenheiten sind, von den gelegentlich erwähnten Personen des öffentlichen Lebens abgesehen, frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen oder tatsächlichen Ereignissen ist völlig unbeabsichtigt."&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Letzte Anmerkung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Deviantes Verhalten ist meistens systemstützend. Der Verbrecher wird bestraft und stärkt durch seine Strafe die herrschende Ordnung. Was bzw. wer geht hier gestärkt hervor oder eben nicht?&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-1359857159180277423?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/Sxszt50fTW4/beim-schalen-einer-kokosnuss.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2012/02/beim-schalen-einer-kokosnuss.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-4538425886556249886</guid><pubDate>Fri, 17 Feb 2012 11:30:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-02-17T12:41:45.330+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Erik</category><title>Erik Niedling: Ich mag</title><description>&lt;p&gt;Der Künstler Erik Niedling lebt vom 1. März 2011 bis zum 29. Februar 2012 einer von Ingo Niermann entworfenen Anweisung folgend ein Jahr lang, als sei es sein letztes. Mit einer Bearbeitung von Volker Lechtenbrinks Lied "Ich mag" bedankt er sich bei allen, die ihm das Jahr über zur Seite standen.&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;iframe width="373" height="210" src="http://www.youtube.com/embed/VhDxjPEFD-s" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Jahr in Bildern: &lt;a href="http://erikniedling.tumblr.com/"&gt;A Diary&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ausstellung:&lt;br&gt;Erik Niedling mit Ingo Niermann &lt;br&gt;18.10.1973 - 29.02.2012&lt;br&gt;23. Juni - 5. August &lt;br&gt;Neues Museum Weimar&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Publikation:&lt;br&gt;Erik Niedling with Ingo Niermann&lt;br&gt;The Future of Art: A Diary&lt;br&gt;Sternberg Press, 2012&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-4538425886556249886?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/2mIa0PYkY7Y/erik-niedling-ich-mag.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://img.youtube.com/vi/VhDxjPEFD-s/default.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2012/02/erik-niedling-ich-mag.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-3779900081700183773</guid><pubDate>Sun, 15 Jan 2012 17:49:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-24T15:23:17.530+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Susanne</category><title>"Und dann kann man vielleicht auch aufhören"</title><description>&lt;p&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Es wird gesagt, jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Das gilt vielleicht als Idee, oder für eine gewisse Anzahl von Momenten. Für junge Bands beinhaltet ein Anfang jedoch Zeitlosigkeit als eine Form von Zeitmanagement, die Dominanz der linken Seite des Kontos im Gegensatz zur rechten, gepaart mit langen Fahrten, unnötigen Strafzetteln, geteilten Zimmern und Leben, sowie manchmal schlechtem Bier. Die Düsseldorfer Elektroband &lt;a href="http://www.susanne-blech.de/triumph-der-maschine-2012/index.php"&gt;Susanne Blech&lt;/a&gt; hat den vermeintlichen Zauber des Anfangs erlebt und die gravierenden Schrecken bisher überlebt. Denn trotz aller Auflösungsversuche erscheint das zweite Album "Triumph der Maschine". Ein Interview über des Live-spielen-müssen als Erfolgskonzept, das zudem den Beweis liefert, dass bei jedem Anfang vor allem eins dominiert: das Ende. Es spricht der Sänger Timon Karl Kaleyta - wie immer im Stakkato.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ich kann mich an einen fürchterlichen Auftritt im Dezember 2009 in der Kleinstadt Witten erinnern. Danach hieß es, dass sich die Band auflöst. Ironisches Spiel mit einer Tatsache, der sich tausende Bands aufgrund mangelnder ökonomischer Erfolge stellen müssen, oder ernsthafte Absicht?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das hat sich nicht erst nach jenem Konzert entwickelt. Wir haben bereits vorher immer gesagt, sobald ein schlechter Gig kommt, hören wir sofort auf. Damals waren wir der Überzeugung, dass so etwas nie passieren kann. Dann ist es passiert. Wir standen da und haben uns gewundert, warum samstagabends in Witten nichts los ist. Nach dem Motto: Das kann doch nicht sein. Keine Promo. 12 Euro Eintritt. Und dann steht da keiner.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Seit Anfang 2010 habt ihr viele und gute Konzerte gespielt. Wann konntet ihr erkennen, dass Susanne Blech eine positive Entwicklung nimmt?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das weiß ich nicht mehr. Aber ich kann mich an einen Moment erinnern, in dem ich dachte, dass wir jetzt aufhören müssen. Nachdem 2008 das Album "Deutsche Renaissance. Ein Kanon" erschienen war, hatte ich spätestens Mitte 2009 das Gefühl, dass mit Susanne Blech nichts mehr passiert. Doch 2010 kam irgendwann der Punkt, dass da plötzlich Leute vor der Bühne standen, die die Texte auswendig gelernt hatten. Ein Schlüsselerlebnis waren zum Beispiel die Auftritte bei Juicy Beates 2010 und 2011 in Dortmund. Man ist als junge Band aber stets von solchen lokalen Erfolgen geblendet. Ich finde letztendlich, dass Susanne Blech die erfolgloseste erfolgreichste Band in Deutschland ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wie empfindet ihr die Diskrepanz zwischen dem positiven Bühnenerlebnis und der ökonomischen Negativerfahrung? 600 Kilometer fahren, aufbauen, spielen und im schlimmsten Fall bekommt man ein Trinkgeld, einen Kasten Bier und die Spesen erstattet....&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist völlig paradox. In jedem anderen Berufszweig rentieren sich mit der Zeit der Aufwand und die Einnahmen. Man hat sich aber mit Susanne Blech das Musikgeschäft ausgesucht, wo das überhaupt nicht der Fall ist. Das kann man natürlich nicht ewig so weitermachen, wenn es nicht klappt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Das Live-Set von Susanne Blech besteht für Elektrobands unüblich aus sechs Personen. Bestand aus finanzieller Hinsicht irgendwann mal der Gedanke, dieses Live-Set zu verkleinern?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Solange wir uns das erlauben können, bleibt unser Set bestehen. Auch wenn wir natürlich bei anderen Projekten wie Danja Atari sehen, dass es viel lukrativer ist, die Gage nur durch vier teilen zu müssen. Der Idealfall für Bands wie uns wäre ein finanzielles System, das uns bei der Realisierung unterstützt. Ein Musikstipendium.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Welche Erwartungen verknüpft ihr mit dem neuen Album "Triumph der Maschine"?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Schwer zu sagen. Es steht und fällt mit den ersten Konzerten. Der letzte Versuch ist es sicherlich noch nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ist die Platte als physischer Tonträger ein Merchandising-Artikel geworden?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;CDs können nur noch verkauft werden, indem man eine emotionale Bindung zu den Fans herstellt. Aber in diesem Zuge hat die Platte noch einen Stellenwert. Wir bekommen regelmäßig E-Mails mit der Frage: "Wo bekomme ich diese Platte". Fans wollen so etwas tatsächlich noch haben, obwohl sie vielleicht gar keinen CD-Player besitzen. Aber es ist heutzutage natürlich extrem wichtig, dass die Platte sehr gut aussieht. Wir haben jedoch immer nur sehr hässliche Platten gemacht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Das stimmt. Doch zwischen erstem und zweitem Album liegen ästhetische Welten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir hoffen, dass "Triumph der Maschine" bei unseren jungen Fans gut ankommt. Männer ab 25 Jahren werden wir auch mit der neuen Platte nicht so schnell überzeugen können. Die sind da viel argwöhnischer und kaufen eh keine CDs mehr. Deshalb hoffen wir, dass unsere Fans ihre kleinen Weihnachtsgagen in die Platte investiert haben, oder investieren werden, so dass wir auf Platz 100 in die Charts einsteigen. Wie viele verkaufte Platten braucht man dafür eigentlich heute noch? 50?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;(Fadenscheinige Diskussionen über die Möglichkeit in die Top 100 zu kommen, die unterbrochen wird, da der Sänger die 'Nagelszene' aus dem im Hintergrund laufenden brutalen Film "Kevin allein zu Haus" nicht ertragen kann.)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Noch pflegt ihr die Bindung zu euren Fans sehr intensiv. Ist das ein Standard, den ihr dauerhaft aufrechterhalten wollt?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Auf keinen Fall. Das ist nur so lange möglich, bis wir großen Erfolg haben. Kürzlich hat jemand geschrieben, dass wir doch bitte niemals zu einem Major-Label gehen sollen. Daraufhin habe ich geantwortet: Keine Sorge, wir wiederstehen jedem Major-Label, bis wir ein Angebot bekommen. So charakterstark muss man sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wann hat man das Gefühl, wirklich etwas erreicht zu haben?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn das Projekt mehr abwirft, als man reinsteckt – auch zeitlich gesehen. Es wäre gut, wenn wir ein Jahr lang 100 Konzerte spielen würden. Dann kann man vielleicht auch aufhören.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Nehmen wir an, ihr kommt auf diese Anzahl der Auftritte. Wäre das eine neue Herausforderung? Ihr müsst das Projekt Susanne Blech bekanntlich noch in eure Lebensrealitäten einplanen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieses Jahr ist ein Probelauf, der dann zeigen wird, wie gut das funktionieren kann. Es ist absehbar, dass wir an den Wochenenden immer unterwegs sein werden. Denn es wurden noch nie so früh Konzerte gebucht und angefragt. Wir dürfen also keine Wochenendjobs annehmen wie Kellnern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ist Elektropop etwas, was ihr noch in fünf bis zehn Jahren produzieren würdet?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir müssten den Anspruch an unsere Musik nochmals neu auspendeln, denn Anfang 40 können wir nicht mehr "Bock auf Disko" spielen. Vielleicht müssten wir Sade-mäßiger werden. Die Konsequenz wäre, dass auch ich singen lernen müsste. Aber dann könnten wir etwas ganz Schönes machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/88AHlcJVins" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-3779900081700183773?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/HZ4yMUVS4Pc/und-dann-kann-man-vielleicht-auch.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://img.youtube.com/vi/88AHlcJVins/default.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2012/01/und-dann-kann-man-vielleicht-auch.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-8318649534393141284</guid><pubDate>Tue, 20 Dec 2011 10:38:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-24T15:23:44.025+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Vincent</category><title>"Wie der glatte Raum"</title><description>&lt;p&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Man sagt, dass der spezifische Moment des Reisens die Neugier auf Neues und die Erfahrung der Fremde ist – des Anderen. Man sagt, dass diese grundlegende Erfahrung heutzutage suspendiert wird. Denn gibt es noch den unbeschriebenen Raum? In dem Gespräch mit Vincent Schmidt steht die Suche nach Ländern im Vordergrund, "wo es noch relevante Erfahrungen zu machen gibt und die politisch brisant bis stürmisch sind." In Ost-Timor, Somaliland, Irakisch-Kurdistan oder Pakistan? Ausgangspunkt für diese und andere Bewegungen waren Erlebnisse während einer 'Weltreise'. Ein Augenblick der hiesigen Abwesenheit, der später zum Kennenlernen geführt hat und bezeichnend für ihn wurde.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Was war der ausschlaggebende Moment deiner letzten Reise?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit wenigen Ausnahmen liegt allen meinen außereuropäischen Reisen die Sehnsucht nach dem Anderen zu Grunde – nach einem Raum, der so weit wie möglich von der westeuropäischen Vorstellungswelt entfernt liegt. Damit meine ich Vorstellungen von Sicherheit und Planbarkeit des Lebens, die nicht mehr hinterfragt, sondern als gegeben aufgefasst werden. Die Idee der Suche nach dem Anderen entstand 2005 während jener Weltreise. Zunächst einmal war das gar keine Weltreise, sondern eine Globusumrundung, die mich durch Südostasien, Australien, Neuseeland und die USA wieder zurück nach Europa geführt hat. Schon das Konzept dieses "Round the World-Tickets" läuft meiner heutigen Idee des Reisens zuwider. Es suggeriert, dass ich mich für ein halbes oder ganzes Jahr aus meinem hiesigen Leben zurückziehe, um eine außergewöhnliche, meine Persönlichkeit nachhaltig prägende Erfahrung zu machen. Aber wo und wie soll das denn passieren? In Südostasien? Oder Australien? Nicht einmal in Laos oder Kambodscha gab es 2005 noch die Möglichkeit abseits des Massentourismus zu reisen, um irgendetwas Individuelles zu erfahren. Ich war mindestens zehn Jahre zu spät. Interessant wurde die Reise erst, als ich mich, mehr aus politischem Interesse, an den äußersten Rand Südostasiens begeben habe, nach Ost-Timor, dass sich erst 1999 in einem blutigen Bürgerkrieg von Indonesien gelöst hatte und als Staat gerade mal seit drei Jahren existierte. Fernab von jedem "Round the World"-Flughafen flog ich mit einer kleinen Propellermaschine der australischen Air North in den kleinen Inselstaat. Das war damals die einzige Verkehrsverbindung ins Land. Neben mir saß Kirsty Sword Gusmão, die Frau des damaligen Präsidenten. Eine Regierungsmaschine besaß der junge Staat nicht. Tourismus war im Grunde inexistent – zeitgleich mit mir waren vielleicht zehn andere Reisende in Ost-Timor unterwegs und von denen habe ich mindestens zwei Drittel getroffen. Ich konnte einem Staat kurz nach seiner Stunde null beim Entstehen zusehen. All diese schönen Begriffe wie Zivilgesellschaft, Organisation oder Gewaltenteilung waren dort sehr konkrete Prozesse; es waren spannende Zeiten. Und von da an habe ich entschieden, dass ich nur noch so reisen möchte: Länder zu suchen, wo es noch relevante Erfahrungen zu machen gibt und  die politisch brisant bis stürmisch sind.&lt;/p&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Und nach Ost-Timor? Das beste Beispiel wo du das erlebt hast?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Somaliland, das sich in den frühen Neunzigern im Zuge des bis heute andauernden Bürgerkriegs nach dem Sturz Siad Barres von Somalia gelöst hat. Seither ist es ein De-facto-Staat, ohne internationale Anerkennung, denn die sogenannte internationale Gemeinschaft hält nach wie vor an der absurden Idee eines befriedeten Gesamtsomalias fest oder ist schlicht desinteressiert. Wahrscheinlich hat der Bundesaußenminister noch nie von Somaliland gehört. Anders als Ost-Timor befindet sich Somaliland noch im Zustand des Transitorischen. Das Ziel heißt internationale Anerkennung als Staat. Die Grundlagen dafür sind in den letzten Jahren gewachsen und sie scheinen zu funktionieren. Es war beindruckend zu sehen, wie sehr alle das Erreichte zu schützen versuchen, wissend, dass es immer noch fragil ist. Nachmittags habe ich mich oft in einer Kaffeehaus-Baracke in der Hauptstadt Hargeisa aufgehalten. Ich sage Baracke, aber es war das beste Café der Stadt mit hervorragendem äthiopischem Kaffee. Dergleichen habe ich auch im benachbarten Äthiopien oft besucht, aber das Bild, das sich mir in Hargeisa bot, war einzigartig. Morgens saß dort kaum jemand ohne eine der drei dünnen Zeitungen Somalilands zu lesen oder über die Tische hinweg das Gelesene zu diskutieren. Nachmittags, ab Punkt fünf Uhr, war es hingegen still, obwohl sämtliche Stühle besetzt waren. Alle Aufmerksamkeit galt dem somalisprachigen Nachrichtenprogramm der BBC, das für eine Stunde aus einem Lautsprecher des Cafés zu hören war. Der Schutz des Erreichten gründet tatsächlich auf politischer Bildung und diskursivem Austausch. Das ist mir fast peinlich, diese Begriffe hier zu erwähnen, denn in Europa sind das ja nur noch Phrasen aus politischen Sonntagsreden. Jedenfalls hätte man so etwas zum Beispiel im Kosovo vor oder nach der Unabhängigkeit vergeblich gesucht. Stattdessen sah ich abends junge Männer in kosovarische Flaggen gehüllt lautstark durch die Straßen ziehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Das klingt nach teilnehmender Beobachtung. Wie waren denn das Reisen und die von dir beschriebene Erfahrung des Anderen in Somaliland?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sehr intensiv. Es gab kurze Zeit bevor ich nach Somaliland kam, einen sehr schwerwiegenden Anschlag gegen den Präsidentenpalast, der offenbar auf militante Gruppierungen aus Restsomalia zurückging, die von Instabilität in der Region profitieren und den neuen De-facto-Staat deshalb missbilligen. Daraufhin haben die UN all ihre Mitarbeiter abgezogen und nach Nairobi überstellt. So waren in Somaliland keine Ausländer mehr, bis auf ganz wenige, von denen ich dann auch fast alle getroffen habe. Keine Reiseversicherung hatte dort Gültigkeit, keine Botschaft hätte mir in irgendeiner Weise helfen können und keine Bank hätte auf meine Konten zugreifen können. Ich hatte Bargeld, leichtes Gepäck und einen Pass mit Einreisevisa für die Nachbarländer; es gab keine Sicherheit gebenden Strukturen, auf die ich mich hätte stützen können. Auf eine gewisse Weise erschien mir dieser Zustand wie der glatte Raum bei Deleuze und Guattari: Der unbeschriebene Raum, der noch nicht eingekerbt ist durch internationalen Tourismus und in der Wahrnehmung des Reisenden einer ständigen und unvorhersehbaren Veränderung unterworfen ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wie würdest du die Konfrontation von Glattem und Gekerbtem durch deine Erfahrung in Somaliland bewerten?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als ich dort unten war, erschien es mir mitunter schwer vorstellbar, dass es von hier aus einen Weg zurück in den gekerbten Raum Europas geben würde. Nicht weil ich mich in Gefahr wähnte, ich konnte es mir technisch nicht vorstellen. Als ich schließlich eines frühen Morgens wieder in Frankfurt einschwebte, war nicht nur der gekerbte Raum wieder da; auch gehörte ich selbst wieder zum Personal dieses Raumes. Passkontrolle, Gepäck einsammeln, Bahnticket mit Kartenzahlung, ohne Blick auf den Fahrplan zum richtigen Gleis und dort in den ICE Richtung Ruhrgebiet – alles routiniert.&lt;br /&gt;Hier zeigt sich vielleicht auch eine intellektuelle Brüchigkeit meiner Idee des Reisens. Der Grund, warum ich mich zwischen glattem und gekerbtem Raum bewegen kann, ist mein "schöner" Pass. Deshalb mag ich Transitzonen auf Flughäfen so gerne. Sie sind Räume, in denen temporär alle Menschen gleich sind. Das hat sich übrigens vor dem Rückflug aus Somaliland sehr eindrücklich gezeigt. Natürlich gibt es von dort keinen Flug nach Europa. Ich musste erst ins Nachbarland Djibouti reisen. In der Transitzone des Flughafens von Djibouti-City gab es drei Typen von Passagieren. Somalier auf dem Weg zur Hadj nach Mekka, piratenjagende amerikanische und Bundeswehrsoldaten in ziviler Kleidung auf dem Weg nach Hause und einige wenige nicht zuzuordnende wie mich. Eine absurdere Zusammenstellung findet sich wahrscheinlich auf keinem zweiten Flughafen. Ich habe mir vorgestellt, dass einige der amerikanischen Soldaten vorher in Irak oder Afghanistan stationiert waren. Und jetzt warten sie mit muslimischen Pilgern in einer spartanisch ausgestatteten Transithalle, in der sich niemand auf irgendwelche Privilegien berufen kann. Und wie zur Bestätigung meines Eindrucks kam aus der Menge der somalischen Pilger einer auf mich zu und sagte, er kenne mich. Woher? Aus dem Café in Hargeisa. Er habe mich dort oft sitzen und lesen sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wirkt sich diese besondere Erfahrung von Raum auf dein Leben in Deutschland aus? Beispielsweise in der Wahrnehmung des Alltags.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vieles erscheint mir sehr belanglos. Anderes regt mich dafür umso mehr auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Und wie sieht es im Umgang mit Kunst aus, denn du bist angehender Kunsthistoriker.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;In der Kunst interessieren mich Umwälzungen, radikale Brüche mit dem Vorangegangenen. Viele interessante Arbeiten sind in Zeiten von transitorischem Charakter entstanden und vermögen es, die Dynamik dieser Zeit zu transportieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Zu deiner letzten Reise. Wie kam es zu dieser Route.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Route ist zunächst Teil einer sehr klassischen Überlandroute, klassisch spätestens seit den 1970er Jahren. Sie war Teil des damaligen Hippie trails, der von Istanbul, durch die Türkei, Iran und Pakistan bzw. damals vermehrt durch Afghanistan nach Indien geführt hat. Insofern ist das nichts weltbewegend Neues. Doch ich habe die Route variiert. Statt in Lahore rechts abzubiegen, bin ich in die Berge gereist, den Karakorum-Highway entlang, der für sich genommen schon eine der bekanntesten Überlandrouten der Welt ist. Und der Beginn meiner Reise war wieder der nicht endenden Suche nach De-facto-Staaten im transistorischen Zustand geschuldet. Und das war der kurdische Teil des Iraks.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Irakisch-Kurdistan hast du durch einen sehr besonderen Blickwinkel erlebt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich war Gast einer Familie, die sich als eine in gewisser Weise nicht durchschnittliche Familie herausgestellt hatte, sondern eine, die in die höchsten politischen Kreise vernetzt ist. Der Vater der Familie war eine Art Parteisekretär in einer der beiden kurdischen Parteien. Er war ein hoch angesehener Mensch. Und den Blick, den ich dann auf dieses Land erhalten habe, war ein ganz besonderer. Es gab verschiedene Ereignisse. Es gab diesen Tag, wo wir auf dem Landsitz der Familie waren. Ein sehr europäischer Begriff, aber er ist sehr treffend. Eine grüne Oase in der Mitte der Wüste, wo an einem Tag drei recht hohe kurdische Politiker empfangen werden sollten. Als Vorhut kamen Soldaten, die das Gelände gesichert haben und dann kamen nach und nach diese Politiker, die im Versammlungsraum gesessen haben, während sämtliche zur Familie gehörenden Frauen das Essen zubereitet haben. Die Aufgabe der Söhne und der männlichen Verwandtschaft war es, das Essen hereinzutragen und zu servieren. Das Gespräch fand ausschließlich zwischen dem Vater und den drei Politikern statt. Einer der Politiker war während des Regimes von Saddam Hussein im österreichischen Exil, und so wurde ich gebeten, dort hinzuzutreten, und zu sprechen. Dabei stellte sich heraus, dass ein Politiker der Präsident des kurdischen Parlaments ist, woraufhin ich in das Parlament eingeladen wurde, und dort eine hochgradig exklusive Führung bekommen habe. Ich wurde in sämtliche Abteilungen geschoben, wo sich mir Menschen als "Media Advisor of the Government" vorgestellt haben. Ich war plötzlich in diplomatischer Mission ohne einen diplomatischen Auftrag zu haben, jedenfalls war er mir nicht bekannt. Aber vielleicht geht es in der Diplomatie um nichts anderes. Wahrscheinlich ist es das. Miteinander sprechen und dabei die Worte stets abwägen.&lt;br /&gt;Als schwierig erwies es sich, zu erklären, was ich hier mache, in meinem hiesigen Teil des Lebens, nämlich Kunsthistoriker. Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die sich für Kunst interessieren, die weniger als 2000 Jahre alt ist, war schwierig zu vermitteln. Und so konnte ich argumentieren wie ich wollte. Ich war irgendwann der Archäologe. Und es war dann 'natürlich' so, dass der Vater den Chef der kurdischen Antikenbehörde im Irak kennt und es sich dann auch nicht vermeiden ließ, ihn zu treffen. Auch ihm konnte ich nicht klar machen, was genau mein Schwerpunkt ist. Also hat auch er mich für einen Archäologen gehalten und mir nach dem üblichen Zeremoniell des Zusammensitzens, Teetrinkens und diplomatischen Sprechens, jede Form von Unterstützung für sämtliche Ausgrabungsprojekte angeboten, die ich möglicherweise in Irakisch-Kurdistan haben könnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Du hast dich bedankt und angemerkt, dass du im Zweifelsfall das Angebot annehmen wirst?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Genau das habe ich getan. Wobei sich die Frage stellt, wie dieser Zweifelsfall aussehen mag?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Das bereits erwähnte "übliche Zeremoniell" des Spazierengehens, Teetrinkens, Zusammensitzens hast du auch in Pakistan erfahren. Zur besseren Veranschaulichung hast in der Vorbereitung auf unser Gespräch auf die Erzählung "Der Islam ist eine grüne Wiese, auf der man sich ausruhen kann" von Christian Kracht verwiesen. Ein Text, den du in Bezug auf Pakistan immer noch für aussagekräftig hälst.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als ich den Text das erste Mal gelesen habe, vor circa zehn Jahren, habe ich das für eine sehr exotische Erzählung gehalten, weil sich der Ich-Erzähler auf eine sagenhafte Reise in die pakistanischen Stammesgebiete begibt, wo er in den Ort Darra Adam Khel kommt, den bekanntesten Waffenmarkt der Welt. In der Re-Lektüre und der eigenen Erfahrung in Pakistan, habe ich festgestellt, dass der gesamte Text eine sehr treffende Beschreibung der Situation eines Ausländers in Pakistan ist, der bis heute zeitlos ist. Der Text ist jetzt 15 Jahre alt, aber so noch anwendbar, was beachtlich ist. Dergleichen lässt sich über kaum einen anderen Text des "Gelben Bleistifts" sagen. Es gibt Nuancen, die sich verschoben haben: die Taliban regieren nicht mehr im benachbarten Kabul. Es war mir aufgrund des Krieges zwischen verschiedenen militanten Gruppen und der pakistanischen Armee auch nicht möglich, in die Stammesgebiete zu reisen. &lt;br /&gt;Aber die Art und Weise wie der Ich-Erzähler mit der Figur des Ibrahim Khan zusammentrifft, entspricht in hohem Maße meinen Begegnungen mit jungen Pakistanis. Der Erzähler kommt in Kontakt mit Personen, mit denen man dann in Ermangelung von Bars spazieren geht, an irgendeinem Stand Ziegenmilch kauft und in einer Teestube mit Tee verzehrt. So läuft es. Und man spricht über dieses und jenes, aber vor allem werden immer sehr viele Fragen gestellt. Fragen bei denen klar wird, dass es kaum haltbare Vorstellungen von "meiner Provinz" gibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Trotz oder gerade wegen der Möglichkeiten der globalen Vernetzung durch das Internet?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wahrscheinlich wegen des Internets. Das internetbasierte Wissen über das Leben in Europa hat wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Es ist stark durch filmische Fiktion geprägt, und zwar aller Genres. Andererseits habe ich auch ältere Herren getroffen, die vor dreißig Jahren in Europa waren und sehr fundierte Offline-Kenntnisse hatten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Krachts Geschichte endet damit, dass der neue Freund des Ich-Erzählers ihm ein Paket zum Abschied überreicht, in dem ein Geschenk ist, ein Koran.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist immer noch sehr bezeichnend für Pakistan. Als Europäer wird man in der Regel für einen Nicht-Muslimen gehalten. Und so wurde mir oft mehrmals am Tag gesagt, dass ich doch ein netter Mensch sei, und es schade wäre, wenn ich nach dem Tod nicht in den Himmel käme. Und aus diesem Grund würden sich alle sehr freuen, wenn ich den Islam als Glauben annehmen würde.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-8318649534393141284?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/0OvoPLPAdUI/wie-der-glatte-raum.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2011/12/wie-der-glatte-raum.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-8406851324896775148</guid><pubDate>Tue, 29 Nov 2011 09:49:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-24T15:23:53.896+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Tilman</category><title>"Gott ist gleich 13"</title><description>&lt;p&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Diskutiert wurde viel. Über Wissenschaft. Über Form. Ausgelöst durch das mangelnde Wissen über wissenschaftliche Arbeitstechniken, oder durch den bewussten Einsatz jenes Zitierens als Ritual innerhalb der Doktorarbeiten deutscher Spitzenpolitiker. Das minder überraschende Fazit auf diesen Skandal: Intertextualität ist in der so genannten Wissenschaft unerwünscht und Roman ist ein Wort, das für viele Textgattungen gilt. Doch ebenso wie die Einhaltung der Form einen Text als wissenschaftlich auszeichnet, ist es zugleich ihr Gegenstand – sinn- und wahrheitsstiftend. Nicht unbedingt. Zum Glück. Ein kurzes Gespräch über Alan Sokal und Paul Wittgenstein mit Tilman Mühlenberg, vermeintlicher Kulturwissenschaftler, Pilger, Musiker und Gründer des Instituts für Zeitgenossenschaft. Das Gespräch beruht auf einer Begegnung, die Mitte August in der Düsseldorfer Altstadt stattfand – wo sonst.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Rekapitulieren wir noch einmal: Ein Stichwort, dass zu später Stunde in Düsseldorf fiel, war die Sokal-Affäre. Für alle noch einmal: Was verbirgt sich dahinter?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Geschichte ist im Prinzip ein alter Hut, daher die kürzestmögliche Zusammenfassung: Irgendwann Mitte der 90er Jahre ärgert sich der amerikanische Physikprofessor Alan Sokal darüber, dass die zeitgenössischen Geisteswissenschaften – allen voran die Vertreter des französischen Poststrukturalismus – von den Naturwissenschaften halbverstandene Begriffe entlehnen, um ihren Thesen einen seriöseren Anstrich zu verleihen, damit aber letztlich nur eleganten Unsinn produzieren. Er schreibt also einen Aufsatz mit dem Titel 'Transgressing the Boundaries – Toward a Transformative Hermeneutics of Quantum Gravity', in dem er ausgehend von Niels Bohrs Thesen zur Quantentheorie auf den Zusammenhang von Physik und Politik schließt und eben genau dies bewusst erzeugt: eleganten, poststrukturalistisch klingenden Unsinn. Da im Jahre 1996 das Verlangen nach solchem transdisziplinären Denken scheinbar sehr groß war, gelang es Sokal, seinen Hoax von der Redaktion unbemerkt in der sozialwissenschaftlichen Fachzeitschrift 'Social Text' zu platzieren. Der Rest ist akademische Eitelkeit, Sokal entlarvte seine Parodie in wiederum einer anderen Zeitschrift, genoss seinen Triumph und schrieb ein Buch darüber.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Welche Wirkung hatte diese Debatte auf dich?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es liegt natürlich nahe, an der Relevanz des geisteswissenschaftlichen Diskurses an sich zu zweifeln, wenn es möglich ist, einen Text, der offensichtlich nur aus 'elegantem Unsinn' (Titel des besagten Sokal-Buches) besteht, in einer angesehenen Zeitschrift zu veröffentlichen und dort auch noch beachtliches Lob für seine Arbeit einzustreichen. Aber interessanter ist vielleicht ja doch, was die Affäre über das akademische Milieu und dessen eigentümliche Politik der Eitelkeiten verrät.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Und das wäre? Eine Beobachtung ist natürlich, dass die Wissenschaft einfachen Ritualen unterliegt und wenn diese Konventionen eingehalten bzw. erfüllt werden, gelingt dieser 'wissenschaftliche Pakt'.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Letztlich unterliegen natürlich alle Formen der Arbeit immer dem Ritual. Beim Ritual des wissenschaftlichen Publizierens führt das allerdings häufig zu einem Zwang, der die Frage, die am Anfang einer schriftlichen Arbeit steht, eben nicht mehr lauten lässt: "Was kann ich zur Lösung dieses Problems beitragen?", sondern vielmehr: "Was könnte ich denn jetzt mal wieder schreiben?" Das Aufsatzschreiben wird nicht selten zum Selbstzweck, und bei den Reaktionen auf die Sokal-Affäre sind wir augenblicklich im autopoetischen System der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit und Lauterkeit. Es geht in den auf die Affäre folgenden Auseinandersetzungen ja gerade nicht um die inhaltlichen Differenzen zwischen Philosophie und Physik, sondern ausschließlich um formale Anklage- und Rechtfertigungsrituale. Was den überzeugten Linken Sokal an den Poststrukturalisten inhaltlich störte, nämlich ihre vermeintliche politische Indifferenz und ihr 'epistemischer Relativismus', kam überhaupt nicht zur Sprache.&lt;br&gt;Übrigens: Die Frage nach wissenschaftlicher Lauterkeit, also nach dem Gelingen des 'wissenschaftlichen Pakts' wurde im Kontext der Dissertation dieses deutschen CSU-Politikers ja zuletzt ausgiebig öffentlich diskutiert. So froh man sein kann, dass der Typ jetzt erst einmal weg ist, so verlogen kam mir diese ganze Diskussion doch von Anfang an vor. Auf einmal entdeckt die Öffentlichkeit ihren Sinn für die akademische Integrität und vergleicht Fußnoten, anstatt die spannenderen Fragen zu stellen: Warum schreibt jemand überhaupt eine Dissertation, die ihn offensichtlich gar nicht interessiert? Was läuft denn bitte schief in dem akademischen Dissertationsbetrieb? Und wieso überhaupt gibt es diesen Exklusivstatus des Doktorgrades im Personalausweis? Das suggeriert ja, dass der Dr. ein Namenszusatz sei, und dann schreiben es sich alle Leute auch außerhalb des wissenschaftlichen Kontextes auf ihre Klingelschilder und in ihre E-Mail-Signatur. Das ist ja der Schwachsinn.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Aber was für Chancen bergen solche Affären für die Wissenschaft?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn man davon ausgeht, dass in der Redaktion von 'Social Text' nicht schlichtweg der Fehler passiert ist, dass niemand den Aufsatz aufmerksam gelesen hat, dann wäre es doch interessant gewesen zu fragen, unter welchen Umständen wir manche Dinge als Wissenschaft und andere als esoterischen Nonsens bezeichnen, bzw. inwiefern der Grad zwischen Unsinn und Wissenschaft manchmal ein ziemlich schmaler sein kann. Außerdem hätte man auch darüber diskutieren können, inwiefern man mit diesem Paradigma des 'everything is connected in the end' etwas über das Ziel hinausgeschossen ist. Die Vorstellung, alles auf der Welt hänge mit allem zusammen, also auch die Quantentheorie mit der Psychologie, wurde übrigens maßgeblich durch einen Physiker, nämlich Max Born, angestoßen, der diese Idee einer neuen Transdisziplin die 'Quantentheorie der menschlichen Angelegenheiten' nannte. Von da ist es dann ja eigentlich auch nicht mehr weit bis zu Lacan, den Sokal in seinem Aufsatz in diesem Kontext ins Spiel bringt – als Satire versteht sich. Man kann natürlich kritisieren, dass solchen Verknüpfungen gewissermaßen ein paranoider Gestus zugrunde liegt.&lt;br&gt;Zuletzt hätte man aber sicher auch Fragen nach einer disziplinären Überheblichkeit stellen können. Aber am Ende siegen eben die Eitelkeiten: Die Physiker fühlen sich bestohlen und die Philosophen sich von Kleingeistern missverstanden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Sind es vielleicht solche Ereignisse wie die Sokal-Affäre, die den Ernst für die eigene wissenschaftliche Arbeit entthronen?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es mutet schon etwas merkwürdig an, dass sich Wissenschaftler auf so umständlichen Wegen wie der Veröffentlichung von parodistischen Aufsätzen über so etwas Grundlegendes wie die Frage, ob es eine objektive Wirklichkeit gibt, streiten. Denn darum geht es ja letztlich in der Sokal-Affäre. In seinem nach dieser Affäre veröffentlichten Buch beteuert Alan Sokal, dass er im Gegensatz zu vielen postmodernen Philosophen eben fest an eine objektive vom Beobachter unabhängige Welt glaubt. Und diese Art der Auseinandersetzung entlarvt dann neben der Tatsache, dass Unsinn und Wissenschaft nahe beieinanderliegen, eben vor allem die ungeheure Eitelkeit des akademischen Rituals des Aufsatzschreibens und darauf Antwortens. Für die eigene Arbeit kann dies bedeuten, dass man eine große Angst davor entwickelt, dieses Ritual naiv zu befolgen und überflüssige Bücher zu Themen, die niemanden interessieren, zu produzieren. Die Kehrseite ist natürlich, dass man bei zu großer Zurückhaltung eventuell so endet wie Paul Wittgenstein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Liegt die Eitelkeit deiner Meinung in der Macht des (gegenseitigen) Zitats oder ausnahmslos in dem Publikationszwang in Form von Buch oder Aufsatz?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Macht des Zitats ist in diesem Zusammenhang auch ein interessanter Aspekt, über den ja in der eben angesprochenen Plagiarismus-Debatte viel diskutiert wurde. In der Sokal-Affäre geht es aber um noch etwas viel Grundlegenderes, nämlich um die Macht, bestimmte Begriffe zu prägen und 'richtig' gebrauchen zu dürfen. Philosophen zitieren Physiker, die sie offenbar nur halb verstanden haben, und werden dann wieder von Physikern zitiert, die ihnen vorwerfen, sinnloses Wortgeklingel zu veranstalten, dann wiederum melden sich die Philosophen und sprechen von poetischer Öffnung usw. Ein Akt der Eitelkeit jagt den nächsten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Kommt daher auch dein Interesse für Personen wie Paul Wittgenstein - Philosoph, Tennisprofi, Hockeystar, Segler, Rad- und Autorennfahrer, Wasserballer, Eintänzer, Versicherungsangestellter und vor allem "Genie ohne Resultate"?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, natürlich, und ich glaube, ich muss dazu auch ein wenig ausholen. Vielleicht sollte man vorweg sagen, dass Paul Wittgenstein der Neffe des großen Philosophen Ludwig Wittgenstein war. Paul war ein Tausendsassa, wie er im Buche steht, dessen philosophisch-wissenschaftliche Ambitionen im Lichte seiner sonstigen Leidenschaften, Eintänzer, Wasserballer oder Rennfahrer zu sein, in einem angenehm relativierenden Licht erstrahlen. Das macht ihn natürlich höchst sympathisch. Es gibt aber noch etwas, das mich an Paul Wittgenstein interessiert, nämlich die Tatsache, dass er auf abenteuerliche Weise diesem wissenschaftlichen Schreibmechanismus entkommen ist. Es sind ja lediglich sieben Seiten seines ‚groß angelegt gedachten' Werkes 'Gott ist gleich 13. Eine Meditationen über Gott, Sport, Theater und Musik' erhalten, und die Tatsache, dass sich aberwitzige, im Grunde ganz wunderbare Geschichten um den Verlust des restlichen Manuskripts ranken, lassen den freilich Verdacht entstehen, dass dieses Manuskript nie existiert hat. Paul Wittgenstein hat sich dann immer Anekdoten zu dem Verschwinden des Papierstapels einfallen lassen, wie z.B. jene, dass er einer Sängerin nach einer Opernaufführung aus lauter Begeisterung die einzige Ausführung schenkte, die diese dann natürlich umgehend entsorgte. Und dennoch oder vermutlich eher gerade deswegen hat er bei seinen Mitmenschen einen großen Eindruck hinterlassen und das Wiener Kaffeehaus- und Kulturleben der 1960er und 70er Jahre entscheidend mitgeprägt. Er hat seine Theorien zu Religion, Mathematik, zur Oper oder zum Fußball mit so großer Geste und so überzeugend vorgetragen, dass er eben auch bei Intellektuellen und Künstlern hohes Ansehen genoss – als ausschließlich 'praktizierender' Philosoph, der nie eine Zeile zu Papier brachte. Paul Wittgenstein war also ein großer Verfechter der Anekdote und des mündlichen Aphorismus, und das ist ja auch alles, was von ihm geblieben ist, und letztlich besteht sein 'wissenschaftliches Bemühen' und sein vermeintliches Scheitern auch nur aus einer Anekdote, also löst sich Paul Wittgenstein beinahe vollständig in Narration auf. Im Prinzip wissen wir alles über ihn auch nur aus Erzählungen von Zeitgenossen und eben aus diesem wunderbaren Buch seines einzigen Freundes Thomas Bernhard. Dieser Umstand führt ihn übrigens viel näher an seinen berühmten Onkel, als ihm vermutlich lieb war, denn, wenn man so will, ist Ludwig Wittgenstein ja ein Philosoph, der ausschließlich in Aphorismen geschrieben hat.&lt;br /&gt;Gleichzeitig – und das bringt uns dann zurück zur Sokal-Affäre und zur Paranoia der Verknüpfungen – war Paul das, was man lapidar einen Irren nennt, genauer gesagt eben ein Paranoiker, der die meiste Zeit seines Lebens in psychiatrischen Anstalten verbrachte und gedanklich an einem Werk arbeitete, in dem er alles, was ihm wichtig war auf der Welt, miteinander verbinden wollte – Religion, Oper, Theater, Sport, Philosophie, Mathematik. Paul Wittgenstein hat man seine Wissenschaftlichkeit nicht abgenommen, bei ihm ist nur der Unsinn geblieben. In einem Wikipedia-Eintrag steht unter seinem Namen trotzdem ‚Philosoph, Schriftsteller und Mathematiker‘.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-8406851324896775148?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/IXGF5wS511k/gott-ist-gleich-13.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2011/11/gott-ist-gleich-13.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-8970224147754201520</guid><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 09:29:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-24T15:24:03.740+01:00</atom:updated><category domain="http://www.blogger.com/atom/ns#">Ingo</category><title>"Mir tun Sammler eher leid"</title><description>&lt;p&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Der Akt des Bogenspannens ist stets mit viel Antrengung verbunden, dennoch umfasst das erste Interview mit Ingo Niermann Vergangenheit, Gegenwart und natürlich die Zukunft. Die Diskussion eines spezifischen Themas ist hier der notwendigen Überleitung in einen neuen Abschnitt Minusvisionen gewichen. Danach kommen in monatlich erscheinenden Gesprächen andere zu Wort, die hier noch nicht zu lesen waren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;2003 ist dein Buch "Minusvisionen" erscheinen. Im Titel fiel mir stets die Bezeichnung "Protokolle" auf. Das gleiche gilt auch für dein Buch "China ruft dich". In einigen Rezensionen zu Minusvisionen fällt dementsprechend der Vergleich zu den "Bottroper Protokollen". Doch bestimmte auch die Vermittlung von Authentizität deine Arbeit, oder die Schilderung von verschiedenen biografischen Verläufen (im Sinne von Protokoll)?&lt;/span&gt;&lt;p&gt;Biographische Abläufe, ja. Das auch auf Kosten der Authentizität, da ich die Aussagen der Interviewten recht chronologisch sortiert und meine Zwischenfragen weggelassen habe. Wenn Authentizität, dann in dem Sinne, dass ich dem Gesprochenen nichts hinzugefügt habe, nur etwas weggenommen und umgestellt habe. Mich hat interessiert: Wie wird gesprochen und wie kann ich das mit möglichst geringen Eingriffen in einen lesbaren, spannenden Text verwandeln? Das war ein literarischer und  kein journalistischer Ansatz. Auch, dass ich das mir Erzählte bis auf seine Konsistenz nicht verifiziert habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Warum Scheitern?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es häuften sich in meinem persönlichen Umfeld Fälle unternehmerischen Scheiterns. Allen gemein war, dass die der Betriebswirtschaftslehre nach jedem unternehmerischen Tun zugrunde liegende Absicht, einen finanziellen Gewinn zu erzielen, nicht so sehr im Vordergrund gestanden hatte. Konnte man dann überhaupt von Scheitern sprechen? Lag der Erfolg nicht schon darin, ein Unternehmen gegen jede Effizienz-Logik an den Start gebracht zu haben?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Zum Buch ist das gleichnamige Blog online gegangen. War das eigentlich deine Idee? Zu diesem Zeitpunkt war das Phänomen bekanntlich noch recht jung.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Blog – oder damals auch gerne noch: Weblog – zum Buch war die Idee von Alexander Wolf, der zu der Zeit bereits einen Blog unterhielt, und Jens Thiel. Ich war einige Jahre zuvor schon einmal bei Am Pool dabei, einem von Sven Lager und Elke Naters um die Jahrtausendwende – heute würde man sagen – kuratierten Blog. Das Wort Blog oder Weblog war damals aber noch gar nicht geläufig, vielleicht auch noch gar nicht existent.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Welche Erwartungen hattest du an diesen Blog?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Blog sollte allen Interviewten und mir die Möglichkeit geben, ihr Leben und ihre Einstellungen zu ökonomischen Fragen im weitesten Sinne über das Buch hinaus weiterzuerzählen. Ich habe mir keine Illusionen gemacht, dass sich das letztlich nicht auf wenige der insgesamt dreizehn Interviewten reduzieren würde. Bei Am Pool waren sicherlich an die zwanzig Autoren registriert, die fast alle auch anderweitig veröffentlichten, und das hat die Sache bald erlahmen lassen. Wer viel postete, schien es nötiger zu haben als die anderen. Am Pool war wie ein sozialistischer Facebook-Stream: Jedem ist alles zugänglich, es gibt kein 'Home'. Bis auf ein, zwei Ausnahmen haben auf Minusvisionen letztlich nur Alexander Wolf, Jens Thiel und ich gepostet. Da Alexander bereits einen eigenen Blog unterhielt und mir es schwerfällt, einfach mal etwas zu schreiben und zu veröffentlichen, war es schließlich vor allem Jens. Was er gemacht hat, könnte man ein persönliches Feuilleton nennen. Er hat es verstanden, durch regelmäßige pointierte Postings und das gegenseitige Verlinken mit anderen Blogs schnell für eine gewisse Aufmerksamkeit zu sorgen. Keine Ahnung, was für Klickzahlen das waren und wie hoch die Zahl der Abonnenten war, die sich über jedes neue Posting informieren ließen. Irgendwann hat Jens das Interesse verloren. Wir hatten früher schon mehrfach die Idee gehabt, einen Gast einzuladen, sie aber nie ernsthaft verfolgt. Bis wir dann dich gefragt fragen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Warum haben sich Blogs zu Büchern trotz einzelner Beispiele nicht durchgesetzt?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Buch ist geschrieben, was soll dann noch der Blog? Da unterschied sich unser Blog, weil hier die Protagonisten schrieben, nicht der Autor. Harald Staun schrieb damals in der FAS: "Es ist das Buch, das hier spricht, nicht der Autor. Und obwohl sich auch Niermann selbst gelegentlich zu Wort meldet, sind es in erster Linie die Protagonisten aus 'Minusvisionen', die antreten, um das Buch gegen seine Kritiker zu verteidigen. Denn 'unser mikroökonomisches Feuilleton', so der Untertitel der Seite, dient nicht nur als Forum für blog-typische Fundstücke über die Banalitäten des Alltags und literarische Miniaturen, sondern vor allem als erste Anlaufstelle für Rezensionen des Buches und deren Erwiderung. Und wer weiß: Vielleicht schließt sich der Kreis, wenn irgendwann alle Kritiker kritisiert worden sind und aus den Diskussionen unter den Hauptfiguren genug Ideen für ein neues Buch hervorgegangen sind." Harald Stauns Prophezeiung sollte sich erfüllen. Ende 2006 habe ich gemeinsam mit Jens Thiel den Förderverein "Die Freunde der Großen Pyramide" gegründet, um meine Idee einer allmählich wachsenden Grabstätte für potentiell alle Menschen der Welt zu konkretisieren und zu bewerben (&lt;a href="http://diegrossepyramide.de/"&gt;www.diegrossepyramide.de&lt;/a&gt;). 2008 erschien das von uns beiden herausgegebene, die Solution-Buchreihe begründende Buch "Solution 9: The Great Pyramid". Kurz darauf überwarfen wir uns und Jens trat aus dem Verein aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Warum habt ihr euch damals für das "Deutsche Weltwunder" entschieden?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Du meinst, es als eine der zehn Ideen aus Umbauland zu realisieren?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ja.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weil es die konkreteste ist und durch die Initiative weniger Menschen Wirklichkeit werden könnte.&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Nachdem "Die Große Pyramide" 2007 mit dem Pyramidenfest in Streetz/Natho und 2008 mit der Pyramiden-Gala in Berlin zwei Höhepunkte gefunden hatte, war ich sehr überrascht, dass die Idee in der Dokumentation mit Erik Niedling "The Future of Art" nochmals aufgegriffen wurde. Ist TFoA aus der Pyramiden-Erfahrung entstanden, oder gab es zunächst ein grundlegendes Interesse, Künstler zu ihrem Schaffen zu interviewen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;"The Future of Art" war nicht als Fortsetzung gedacht. Die Serie schließt eher an meine beiden Protokoll- und Interviewbände "Minusvisionen" und "China ruft dich" an. Nur dass ich diesmal nicht nur Fragender, sondern auch selbst Akteur sein sollte. Ich hatte, als wir zu drehen begonnen haben, noch keine Ahnung, dass das Kunstwerk der Zukunft, das ich entwickeln würde, wieder eine Pyramide sein würde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wie hast du die Rolle als Akteur empfunden?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mir war gleich klar: Das ist nicht wirklich mein Ding, wird es wahrscheinlich auch nie sein. Aber ich habe es als Mutprobe begriffen und mir, um besser in die Rolle zu schlüpfen, gemeinsam mit Erik eine – wenigstens für die, die mich nicht kennen – möglichst unauffällige Uniform zugelegt: einen legeren dunkelblauen Sommeranzug, ein offenes weißes Hemd und braune Desert Boots. Typische Kleidung für einen semi-kreativen Akademiker.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Nach den ersten Clips zu "The Future of Art" habe ich mich mit einem Freund darüber unterhalten, der sich sehr enttäuscht gezeigt hatte, dass in den Gesprächen Zustände aufbereitet werden und die Frage, worin die Zukunft der Kunst liege nicht deutlich genug diskutiert wurde. Wie siehst du diese Reaktion?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das liegt an dem allgemeinen Unvermögen oder Unwillen, die Zukunft zu denken. Gerade in der Kunst, die sich doch noch vor hundert Jahren überhaupt nur über ihre Zukünftigkeit definiert hat, ist heute immer nur von "art now", höchstens noch "art of tomorrow" die Rede. Erik und ich haben "The Future of Art" gemacht, gerade weil uns das an der derzeitigen Kunst schrecklich langweilt. Bevor wir aber versucht haben, dass zu ändern, wollten wir uns die gegenwärtige Kunstwelt und ihre Gesetzmäßigkeiten zuerst systematisch vergegenwärtigen. Soviel Langeweile muss sein. Das ist wie in der Schule, wo man eine Sprache, die man schon ein wenig beherrscht, trotzdem noch einmal von Grund auf lernt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Sozusagen Langeweile als Chance?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nein, Gründlichkeit. Wenn man das große Ziel vor Augen hat, ist das überhaupt nicht langweilig. Erik etwa, seit zehn Jahren selber Künstler, war von vielen Interviews regelrecht berauscht, weil er schon gemerkt hat, dass er am Ende des Drehs ein anderer Künstler sein würde. Aber vielleicht braucht man dafür auch die Langfassungen der Interviews, die wir jetzt mit dem Buch-DVD-Paket "The Future of Art" (Sternberg Press) nachreichen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wenn sich die Kunst vor noch hundert Jahren über ihre Zukünftigkeit definiert hat - sei es im Futurismus oder innerhalb anderer Avantgardeströmungen-, warum herrscht heute in der Kunst die Prämisse "art now" bzw. "art of tomorrow"?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das ist es etwas, dass ich erst durch das Projekt verstanden habe, aber das ist nicht ganz einfach. Im Buch versuche ich es in einem sehr kompakten, aber eben immer noch zehnseitigen Essay, "A Brief (Art) History of the Twenty-first Century", den bitte lesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lähmt eine Übermacht des Archivs auch den Sinn für die Zukunft der Kunst? Die Frage wird bekanntlich in Bezug auf Popmusik diskutiert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, das Archivieren gerade der Avantgardeströmungen des 20. Jahrhunderts – nicht nur der Kunst selbst – ist in der Kunst ein großes Thema und in der Regel sehr nostalgisch. Ich habe aber gar nicht versucht, mich dem entgegenzustemmen, sondern eben dieses Archivieren – und, was in der Kunst noch hinzukommt: Konservieren – so zu radikalisieren, dass eben daraus ein zukunftsträchtiges, auch in hundert Jahren noch als epochal verstandenes Kunstwerk erwachsen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Welche Erfahrung hat dazu beigetragen, dass die Rolle des Sammlers eine Möglichkeit bereitstellt, das Kunstwerk der Zukunft zu realisieren?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mir tun, auch wenn es der generellen öffentlichen Wahrnehmung widerspricht, Sammler eher leid. Künstlern, Galeristen und Kuratoren gelten sie als mehr oder weniger nervige Dilettanten, die aber leider nun mal das Geld haben. Dafür, dessen ist man sich sicher, haben sie in der Kunstgeschichte nichts verloren. Das möchte ich ändern. Ein Sammler soll das größte Grabmal aller Zeiten erhalten – um dann mit ihm zu verschwinden. Den Pyramidenberg.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Gibt es diesen Sammler schon?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, es ist Erik. Wieder etwas, das nicht geplant war und sich erst ergab, als der Film schon abgedreht war. Erik begreift sich in seiner Kunst ganz stark als Sammler, als Archivar. Leider ist er nur nicht so reich, dass er den Pyramidenberg aus eigenen Mitteln realisieren könnte. Es sieht ganz so aus, als müsste nun wiederum ein Sammler gefunden werden, der von ihm den Pyramidenberg mitsamt seiner Grabkammer erwirbt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Welchem Sammler würdest du neben Erik ein solches Grabmal wünschen?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eben gerade darum geht es nicht. Das kann, wie auch schon in der Großen Pyramide, auch ein Massenmörder oder ein Pädophiler sein. Das spielt für mich überhaupt keine Rolle. Es gibt für mich keinen Menschen auf der Welt und hat es nie gegeben, der ein besonderes Monument verdient hätte. So wie die Große Pyramide möglichst unbegrenzt menschliche Überreste aufnehmen und wachsen soll, so ist auch der Pyramidenberg unlimitiert. Ich habe Erik den ersten – als Konzept – geschenkt, weil er ihn gut brauchen kann und ich darum trotz seiner noch fehlenden finanziellen Mittel die Chance sehe, dass er ihn realisiert. Aber nicht, weil ich denke, dass Erik ein besonders großartiger Mensch ist. Das ist nicht der Grund.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Welches Projekt verfolgst du als nächstes?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Ich arbeite mit Erik an der Gestaltung seiner Grabkammer. Dafür lebt er ein Jahr lang, als sei es sein letztes. Zu sehen ist der Entwurf ab Juni 2012 im Neuen Museum Weimar. Und ich schreibe einen neuen Roman.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-8970224147754201520?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/_Trzc9LJLYM/mir-tun-sammer-eher-leid.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2011/10/mir-tun-sammer-eher-leid.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-5337227244079009034</guid><pubDate>Fri, 10 Jun 2011 20:06:00 +0000</pubDate><atom:updated>2011-06-10T22:13:47.670+02:00</atom:updated><title>Zwischenspiel/Nachtrag: Das Ende des Konsums</title><description>&lt;p&gt;Pieter Hugo ist groß, kräftig und sieht aus wie ein Rugby-Spieler, der gerne große Biere trinkt. Man mag ihn.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Pieter Hugo ist unter anderem auch ein Südafrikaner. Weiß - ein immer noch entscheidendes Differenzierungsmerkmal. Pieter Hugo ist aber auch Fotograf. Und in dieser Funktion wurde Hugo Mitte Januar 2011 zu einem Vortrag in das Museum Folkwang in Essen geladen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hugo überraschte im ruhigen, vollbesetzten Gartensaal des Museums nicht nur durch seine Rugbyspielerhaftigkeit, sein leichtes Nuscheln - gepaart mit einem sympathischen doch unverständlichen südafrikanischen Akzent-, sondern insbesondere mit seinem Blick auf Afrika - seinen Blick auf die Peripherie.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Im Mittelpunkt stand insbesondere seine neue Serie mit dem Titel "Permanent Error". Es handelt sich dabei um Aufnahmen aus Ghana, die Mensch und Tier auf dunklen Boden und inmitten weißer Rauchwolken zeigen.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Der Rauch steht über dem "Agbogbloshie Market", wo Elektroschrott verbrannt wird und gefährliche Dämpfe entstehen. Vergiftungsgefahr 100 Prozent. Hugos Interesse liegt neben den brennenden "Scheiterhaufen 2.0" auf den Menschen, die dort arbeiten und versuchen Kupfer oder Aluminium freizulegen; auf den Tieren, die angezogen von den Dämpfen dort hinkommen und bleiben. Junkies.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Die Bilder gewähren dem Betrachter - nennen wir ihn jetzt mahnend Verbraucher - einen distanzierten, kühlen Blick auf das Ende des Konsums. Das Grauen in Portraitform. Denn heutzutage bedarf es dazu keiner Kolonialmächte, keiner ethnischen Konflikte, am Reißbrett gezogener Grenzverläufe, sondern ausgesonderter Bildschirme und Rechner, die von Firmen nicht als Elektroschrott, sondern als Handelsware deklariert und nach Indien, China und Westafrika exportiert werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Buch zum Zustand ist seit Februar 2011 im Handel.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-5337227244079009034?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/mBuTRKLFclQ/zwischenspielnachtrag-das-ende-des.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><thr:total>1</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2011/06/zwischenspielnachtrag-das-ende-des.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-2495466906399819304</guid><pubDate>Thu, 23 Dec 2010 15:06:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-12-23T16:21:41.781+01:00</atom:updated><title>The Future of Art</title><description>Die Kunst hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen nie dagewesenen Boom  erlebt. Seit dem Einsetzen der Weltfinanzkrise ist es damit vorbei. Die  bisherigen Erfolgsmodelle stehen auf dem Prüfstand. An diesem Punkt  trifft Ingo Niermann den Künstler Erik Niedling und erzählt ihm von  seiner Idee, Künstler zu werden und den Gral der modernen Kunst zu  finden. Gemeinsam begeben sie sich auf große Reise, um namhafte Künstler,  mächtige Galeristen, Großsammler und Museumsdirektoren zu treffen. Sie  sollen erklären, wie der Kunstbetrieb funktioniert und was man tun muss,  um als Künstler erfolgreich zu sein. Im Verlauf des Films entwickelt  Ingo Niermann die Idee für ein epochales Kunstwerk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit: Marina  Abramovic, Thomas Bayrle, Olaf Breuning, Lady Jaye and Genesis Breyer P.  Orridge, Olafur Eliasson, Harald Falckenberg, Boris Groys, Damien  Hirst, Gregor Jansen, Terence Koh, Gabriel Loebell, Marcos Lutyens, Philomene Magers,  Antje Majewski, Hans Ulrich Obrist, Thomas Olbricht, Friedrich Petzel  und Tobias Rehberger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regie: Erik Niedling &amp;amp; Ingo Niermann&lt;br /&gt;Idee: Ingo Niermann&lt;br /&gt;Produktion: Erik Niedling&lt;br /&gt;Kamera: Christian Görmer&lt;br /&gt;Schnitt: David Adlhoch&lt;br /&gt;Musik: Katrin Vellrath&lt;br /&gt;Farbkorrektur: Maik Bluhm&lt;br /&gt;Tonmischung: Frithjof Rödel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dokumenation, 157 min., HD, 2010&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.3min.de/video/lifestyle/the-future-of-art/12/162"&gt;Jetzt komplett online auf 3min.de.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Frühjahr 2011 erscheint bei Sternberg Press "The Future of Art. A Manual" (Buch/DVD - englisch) mit Langfassungen der Interviews sowie einer Fortsetzung im Thüringer Wald.&lt;br /&gt;&lt;!-- Liebe Autoren, bitte direkt *zwischen* beiden p und \p Tags unten schreiben--&gt;&lt;p&gt;           &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-2495466906399819304?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/rjUEnHbKz5E/future-of-art.html</link><author>noreply@blogger.com (Ingo Niermann)</author><thr:total>2</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/12/future-of-art.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-988295008237844265</guid><pubDate>Fri, 15 Oct 2010 10:41:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-15T12:48:10.886+02:00</atom:updated><title>Don’t judge a Book by its Cover or Mustache!</title><description>&lt;p&gt;Ein Werk in einem roten, signalfarbenen Schutzumschlag ist auf Deutschlands Buchmarkt eingeschlagen. Boom! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Buch, eine Farbe, ein Zustand! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn gemäß den Kaufzahlen ist zu vermuten, dass die Farbe Rot den gleichen Kaufreiz ausgelöst hat, wie es die Frischeabteilung am Eingang eines Supermarktes vermag, oder das Wort „Neu“ auf einem Produkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Buch - also - ein Schlager, dessen Hitgarantie das Symptom markiert! Es wird gesungen, gelallt, auch ohne Englischkenntnisse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl das jeder weiß, wurde eine Lesedebatte entfacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frank Schirrmacher schrieb: „Es ist sechshundertfünfzigtausend Mal verkauft worden, und es wird wahrscheinlich vor Weihnachten die Eineinhalbmillionenmarke erreichen. Bei einem Buch, das verliehen und weitergegeben wird, heißt diese Zahl, dass es dann von an die zwölf Millionen Menschen gelesen worden sein kann. Es hat Vergleichbares noch niemals gegeben.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Gelesen worden sein kann“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kauf eines Buches bedingt nicht das Lesen - sei es nach einem Tag, einer Woche, nach einem erfüllten Leben. Oftmals hat die Existenz eines Exemplars die Funktion eines Stellvertreters. Doch in dieser Funktion ist es kein Verweis auf ein Problem oder eine Idee, sondern erinnert an die liebevolle, detailreich, multimedial geführte Rede über die Farbe eines Buches.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch - oh je - woher soll man denn nun das Wissen nehmen, ob ein Buch gelesen wurde?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Knicke, Wölbung des Buchrückens, eine leichte Verschiebung des Buchdeckels, Hautfett an den Seiten, Kaffeeflecke, Essensreste, Unterstreichungen, Bleistiftnotizen, das helle Aufleuchten eines Textmarkers, die Abwesenheit des ursprünglichen Geruchs durch häufiges Öffnen und Durchblättern&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider  - ja leider - kann dieser Used-Look wie bei einer Jeans künstlich herbeigeführt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hilft letztendlich nur der Lektüretest, wie zu Beginn eines Seminars? Sollte eine Ausgabe von Königs Erläuterungen synchron veröffentlicht, ein Eintrag im Kindler gefordert, oder der Verlauf der Debatte im üblichen Schema eines Dramas offen gelegt werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lösung liegt wie immer im Bluff: „Sie müssen mindestens drei Kapitel des Buches gelesen haben, um diese Seite zu besuchen. Bitte kreuzen Sie „JA“ oder „NEIN“ in dem Kontrollfeld an.“ Funktioniert in ähnlicher Form auf YouPorn auch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12-Jährige können nicht irren.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-988295008237844265?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/9rDmYQIXFFo/dont-judge-book-by-its-cover-or.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/10/dont-judge-book-by-its-cover-or.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-2416554529639851455</guid><pubDate>Sun, 03 Oct 2010 10:44:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-06T06:48:33.190+02:00</atom:updated><title>Thomas Demand at its best?</title><description>&lt;p&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.nytimes.com/slideshow/2010/10/03/weekinreview/20101003_SANG.html"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 320px; height: 163px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/TKhes13Ya2I/AAAAAAAAAK0/Bj_Ods4kUG0/s320/nk.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5523769067436534626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;Auch wenn auf diesem 'Pressefoto' 'Menschen' zu sehen sind, wirkt es so echt wie eine Miniatur des Hobbybastlers Demand. Der Geruch von Klebstoff űberall. Und ein wenig Blut am Finger.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-2416554529639851455?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/iK2IwooWaLo/thomas-demand-at-its-best.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://2.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/TKhes13Ya2I/AAAAAAAAAK0/Bj_Ods4kUG0/s72-c/nk.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>2</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/10/thomas-demand-at-its-best.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-4211342230221136695</guid><pubDate>Sun, 03 Oct 2010 09:20:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-03T11:25:11.135+02:00</atom:updated><title>Einheit</title><description>&lt;p&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/TKhLInmJ--I/AAAAAAAAAKc/rPJS159UVYA/s1600/steffi+schwimmt+mit+urkunde.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 225px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/TKhLInmJ--I/AAAAAAAAAKc/rPJS159UVYA/s320/steffi+schwimmt+mit+urkunde.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5523747554409970658" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/TKhLXmeKY7I/AAAAAAAAAKk/I_61zQ6jda0/s1600/steffi+schwimmt+mit+urkunde1.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 224px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/TKhLXmeKY7I/AAAAAAAAAKk/I_61zQ6jda0/s320/steffi+schwimmt+mit+urkunde1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5523747811806045106" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-4211342230221136695?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/UdgZuOfg05Y/einheit.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://2.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/TKhLInmJ--I/AAAAAAAAAKc/rPJS159UVYA/s72-c/steffi+schwimmt+mit+urkunde.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/10/einheit.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-1539900887490351935</guid><pubDate>Mon, 27 Sep 2010 08:41:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-09-27T13:12:26.531+02:00</atom:updated><title>Was sind das für Scheißer?*</title><description>&lt;p&gt;Auf dem Weg zum Duisburger Innenhafen schallte aus den vorderen Lautsprechern eines schon etwas älteren Fords das Programm von „1Live“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war kurz nach 21 Uhr. Kulturzeit. (Wenn es so etwas überhaupt gibt, denn meistens ist damit die Frage impliziert „Kultur-, was?“.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Sprecher stellte „Das Weiße Buch“ von Rafael Horzon vor, wobei er das „z“ im Nachnamen außerordentlich sanft aussprach und in Anbetracht einer Äußerung von Horzon über „Das Grüne Buch“ von Brillenliebhaber Gaddafi sehr darum bemüht war, weiterhin sachlich und schlau zu argumentieren, galt es doch einen weiteren Pressetext zu vertonen, der keine Blödelei vorsah. (Der Hörer im Fond konnte seine Irritation über so viel Humorlosigkeit seitens des Moderators nicht verbergen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit, dennoch: „Supergut“! (Um hier noch schnell - wahrscheinlich falsch zitiert - jenes lustige Wort zu verwenden, das Volker Weidermann in einer Kurzrezension zu Horzons Buchs bemühte.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Rückfahrt füllte nun Klaus Fiehe seine dreistündige Nische und das ist auch ohne John Peel-Vergleich immer noch gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Menschen hatten vor mehreren Jahren das Glück, Klaus Fiehe kennen lernen zu dürfen. Nach zahlreichen Aufeinandertreffen und Anekdoten zu den Englischkenntnissen eines H.P. Baxxters 2009 dann - im Rahmen von irgendetwas - die Gelegenheit zum Besuch: "Radio. Pop. Botanik." oder "Klaus Fiehe hätte gelacht".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe src="http://player.vimeo.com/video/7780085" width="400" height="300" frameborder="0"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://vimeo.com/7780085"&gt;Klaus Fiehe - Radio.Pop.Botanik.&lt;/a&gt; from &lt;a href="http://vimeo.com/user2684240"&gt;Timon-Karl Kaleyta&lt;/a&gt; on &lt;a href="http://vimeo.com"&gt;Vimeo&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;(*Ich + Ich)&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-1539900887490351935?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/Ezi9HMjplM4/was-sind-das-fur-scheier.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/09/was-sind-das-fur-scheier.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-5745600487513186771</guid><pubDate>Thu, 09 Sep 2010 04:23:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-09-09T06:27:39.619+02:00</atom:updated><title>Lospartei, los!</title><description>Der europäische Gerichtshof hat das staatliche Lotteriemonopol &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc%7EE2F86F509682A4C59B2A5FAA133F97C66%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;aufgehoben&lt;/a&gt;. Damit ist der Weg frei für die Gründung der 2006 in "&lt;a href="http://www.amazon.de/Umbauland-Zehn-deutsche-Visionen-suhrkamp/dp/3518124781/ref=sr_1_1?s=books&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;qid=1284006378&amp;amp;sr=1-1"&gt;Umbauland&lt;/a&gt;" skizzierten &lt;a href="http://umbauland.de/4.html"&gt;Lospartei&lt;/a&gt;.&lt;!-- Liebe Autoren, bitte direkt *zwischen* beiden p und \p Tags unten schreiben--&gt;&lt;p&gt;           &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-5745600487513186771?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/oI6YLDOD9LI/lospartei-los.html</link><author>noreply@blogger.com (Ingo Niermann)</author><thr:total>2</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/09/lospartei-los.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-7094482597183942955</guid><pubDate>Sat, 28 Aug 2010 05:12:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-08-28T22:41:34.423+02:00</atom:updated><title>"Unsere Schlachten"</title><description>"Ingo Niermann und Alexander Wallasch haben den großen Pop-Roman über die Kriegs-Heimkehrer unserer Tage geschrieben."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"&lt;span class="fliesstext"&gt;Es ist der erste große Roman über deutsche  Afghanistan-Heimkehrer. Und es könnte ein neues Kapitel in der deutschen  Gegenwartsliteratur aufschlagen... &lt;/span&gt;&lt;span class="fliesstext"&gt;Niermann und Wallasch erzählen voller Wut und  Witz von einer traumatischen Realität, die wir gerne wegmoderiert und  austherapiert haben möchten... &lt;/span&gt;&lt;span class="fliesstext"&gt;Die Autoren legen den Finger in die Wunde, und  das tut eben weh. Ob man sich nun darüber aufregt und die Autoren  verwünscht - &lt;/span&gt;&lt;span class="fliesstext"&gt;das Buch sollte man lesen. Und wenn es nicht  einschlägt wie eine Bombe, dann hat es damit zu tun, dass wir noch nicht  reif sind für die kalte Wahrheit unseres Krieges, die uns Ingo Niermann  und Alexander Wallasch vor die Füße werfen.&lt;/span&gt;"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="fliesstext"&gt;&lt;a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/510140"&gt;Christopher Schmidt, SZ Wochenende, S. 1&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Deutscher-Sohn-Ingo-Niermann/dp/3936738750/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1282973219&amp;amp;sr=8-1"&gt;"Deutscher Sohn" erscheint am 4. September&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;!-- Liebe Autoren, bitte direkt *zwischen* beiden p und \p Tags unten schreiben--&gt;&lt;p&gt;           &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-7094482597183942955?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/B0tUmkT0FvU/unsere-schlachten.html</link><author>noreply@blogger.com (Ingo Niermann)</author><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/08/unsere-schlachten.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-6353417243845835157</guid><pubDate>Mon, 23 Aug 2010 08:02:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-08-23T10:03:32.558+02:00</atom:updated><title>People from Bielefeld</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/THIrQFUrctI/AAAAAAAAAC0/_OoTzLuHja4/s1600/51rFt7C-d9L._SS500_.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/THIrQFUrctI/AAAAAAAAAC0/_OoTzLuHja4/s400/51rFt7C-d9L._SS500_.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5508512849534350034" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!-- Liebe Autoren, bitte direkt *zwischen* beiden p und \p Tags unten schreiben--&gt;&lt;p&gt;           &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-6353417243845835157?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/ltREZdZoLlI/people-from-bielefeld.html</link><author>noreply@blogger.com (Ingo Niermann)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/THIrQFUrctI/AAAAAAAAAC0/_OoTzLuHja4/s72-c/51rFt7C-d9L._SS500_.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/08/people-from-bielefeld.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-7274620601462906630</guid><pubDate>Fri, 23 Jul 2010 18:28:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-07-23T20:38:38.899+02:00</atom:updated><title>Blindwahl</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/TEngqPSE2fI/AAAAAAAAACs/y-fTV9uUmeQ/s1600/Deutscher+Sohn.png"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 169px; height: 267px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/TEngqPSE2fI/AAAAAAAAACs/y-fTV9uUmeQ/s400/Deutscher+Sohn.png" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5497171836443875826" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Deutscher-Sohn-Ingo-Niermann/dp/3936738750/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1279910231&amp;amp;sr=8-1"&gt;Deutscher Sohn&lt;/a&gt; erscheint am 4. September, aber seine Stimme für die &lt;a href="http://www.freitag.de/hotlist2010"&gt;Hotlist 2010&lt;/a&gt; kann man nur noch bis zum 10. August abgeben. Trotzdem, es lohnt sich. Falls wir gewinnen, gibt's eine große Party mit Freibier, gesponsert von Adelskronen.&lt;br /&gt;&lt;!-- Liebe Autoren, bitte direkt *zwischen* beiden p und \p Tags unten schreiben--&gt;&lt;p&gt;           &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-7274620601462906630?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/gF0AtnBeVKE/blindwahl.html</link><author>noreply@blogger.com (Ingo Niermann)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/TEngqPSE2fI/AAAAAAAAACs/y-fTV9uUmeQ/s72-c/Deutscher+Sohn.png" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/07/blindwahl.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-7194780109888757252</guid><pubDate>Wed, 30 Jun 2010 09:14:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-06-30T11:16:14.735+02:00</atom:updated><title>D.</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/TCsLE9aWRCI/AAAAAAAAACk/QZE6iwTB0Us/s1600/L1010285.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/TCsLE9aWRCI/AAAAAAAAACk/QZE6iwTB0Us/s400/L1010285.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5488492750713537570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!-- Liebe Autoren, bitte direkt *zwischen* beiden p und \p Tags unten schreiben--&gt;&lt;p&gt;           &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-7194780109888757252?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/gy5y4vKIE2Q/d.html</link><author>noreply@blogger.com (Ingo Niermann)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/TCsLE9aWRCI/AAAAAAAAACk/QZE6iwTB0Us/s72-c/L1010285.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/06/d.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-8352763086246007553</guid><pubDate>Mon, 07 Jun 2010 07:26:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-06-07T09:33:56.832+02:00</atom:updated><title>Erik Niedling Redox</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/TAygWJDelqI/AAAAAAAAACc/1zvnsldvEOo/s1600/redox_news.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 283px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/TAygWJDelqI/AAAAAAAAACc/1zvnsldvEOo/s400/redox_news.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5479931148851123874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eröffnung 11. Juni, 18 Uhr&lt;br /&gt;Hamish Morrison&lt;br /&gt;Heidestraße 46 - 52&lt;br /&gt;Berlin&lt;br /&gt;&lt;a href="http://erikniedling.com/index.php?/root2/redox-2010/"&gt;&lt;br /&gt;Link&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;!-- Liebe Autoren, bitte direkt *zwischen* beiden p und \p Tags unten schreiben--&gt;&lt;p&gt;           &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-8352763086246007553?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/wEv6PPS8ffI/erik-niedling-redox.html</link><author>noreply@blogger.com (Ingo Niermann)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/_la8y1PAxsTM/TAygWJDelqI/AAAAAAAAACc/1zvnsldvEOo/s72-c/redox_news.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/06/erik-niedling-redox.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-6299822609554177388</guid><pubDate>Tue, 23 Mar 2010 12:33:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-03-23T13:40:40.606+01:00</atom:updated><title>Inter view</title><description>&lt;p&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/S6i1friA9VI/AAAAAAAAAKM/Vog14y84GM4/s1600-h/Ta2_Wurzel.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 250px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/S6i1friA9VI/AAAAAAAAAKM/Vog14y84GM4/s320/Ta2_Wurzel.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5451806904797951314" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;"New Journalism war für uns eine Wurzel."&lt;br&gt;(Peichl, 2000)&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-6299822609554177388?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/elnbeHpFJ_k/inter-view.html</link><author>noreply@blogger.com (Stefanie Roenneke)</author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/_owBzkfJqZXQ/S6i1friA9VI/AAAAAAAAAKM/Vog14y84GM4/s72-c/Ta2_Wurzel.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/03/inter-view.html</feedburner:origLink></item><item><guid isPermaLink="false">tag:blogger.com,1999:blog-1149726082427215167.post-1816513823122490781</guid><pubDate>Tue, 23 Mar 2010 08:09:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-03-23T09:22:16.783+01:00</atom:updated><title>Die Wahrheit der Medien</title><description>&lt;!-- Liebe Autoren, bitte direkt *zwischen* beiden p und \p Tags unten schreiben--&gt;"Ich glaube nicht, daß Wahrheit das zentrale Moment der Medien sein kann. Die Meldungen müssen ja auch zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein. Jeden Morgen muß eine Zeitung vorliegen, jede Sendeminute im Fernsehen muß gefüllt sein. Ich denke, daß eine Kommunikation, die auf Wahrheit spezialisiert ist, nicht unter Zeitdruck stehen darf. Man weiß ja nicht, wie lange man prüfen muß. Schon im 17. Jahrhundert gab es übrigens ein Theaterstück über einen Menschen, der eine Zeitung gründete, die jede Woche erscheinen sollte. Im Fortgang der Handlung wurde dann gefolgert, daß da nur Lügen drin stehen können, denn, so dachte man damals, es passiert ja nicht jede Woche etwas."&lt;br /&gt;Niklas Luhmann 1996 im &lt;a href="http://docs.google.com/viewer?a=v&amp;amp;q=cache:FAw3E6rZSEIJ:www.soziale-systeme.de/docs/sosydebml003.pdf+luhmann+massenmedien&amp;amp;hl=de&amp;amp;gl=de&amp;amp;pid=bl&amp;amp;srcid=ADGEEShQUfZk9eNZvSIbpCjvoQtvT2ciySPTgYzObxk44VkOw3ufSya1Jts88uZxcsiI-eNhXqaduPyQ1emBNNHhfCaNmeTWr4K5V48SsLCQo-Jnyv-oMEIT6sl0bQqFECCIQ8bzZGBO&amp;amp;sig=AHIEtbQsywOsjxJD_BTLHAi2hh7u_EP5cg"&gt;Interview&lt;/a&gt; mit bzw. von Dirk Knipphals und Christian Schlüter&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;           &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1149726082427215167-1816513823122490781?l=minusvisionen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://feedproxy.google.com/~r/Minusvisionen/~3/ybA9CXSRG5c/die-wahrheit-der-medien.html</link><author>noreply@blogger.com (Ingo Niermann)</author><thr:total>4</thr:total><feedburner:origLink>http://minusvisionen.blogspot.com/2010/03/die-wahrheit-der-medien.html</feedburner:origLink></item></channel></rss>

