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	<title>Memo - Dominik Schwarz</title>
	
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	<description>Gedanken und Notizen</description>
	<lastBuildDate>Sun, 20 Dec 2009 10:03:33 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Bilder auf Wiki Commons hochladen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 10:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
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		<category><![CDATA[Software]]></category>
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		<description><![CDATA[
Am Jahresende ist die Zeit gekommen, sich dem Stapel der &#252;ber das Jahr unerledigt gebliebenen Aufgaben zu widmen. Darunter auch: &#8220;Bilder auf Wiki Commons hochladen&#8221;. Schon seit eineinhalb Jahren m&#246;chte ich eine Auswahl meiner Westafrikabilder der Welt spenden, die nahezu grauenhafte Mediawikioberfl&#228;che hatte mich aber nach dem zweiten Bild aufgeben lassen. 
Exkurs: Ich bin im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/12/nigerfluss.jpg" ><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/12/nigerfluss.jpg" alt="" title="&#196;hnlich m&#252;hselig: Bilderupload zu Wiki Commons" width="600" height="469" class="alignnone size-full wp-image-529" /></a></p>
<p>Am Jahresende ist die Zeit gekommen, sich dem Stapel der &#252;ber das Jahr unerledigt gebliebenen Aufgaben zu widmen. Darunter auch: &#8220;Bilder auf Wiki Commons hochladen&#8221;. Schon seit eineinhalb Jahren m&#246;chte ich eine Auswahl meiner Westafrikabilder der Welt spenden, die nahezu grauenhafte Mediawikioberfl&#228;che hatte mich aber nach dem zweiten Bild aufgeben lassen. </p>
<p><em>Exkurs: Ich bin im &#252;brigen davon &#252;berzeugt, dass wenn Mediawiki verst&#228;ndlicher w&#228;re, der Vandalismusgrad bedeutend h&#246;her w&#228;re. Die meisten potentiellen Vandalen </em><em>k&#246;nnen</em> gar nichts kaputt machen.</p>
<p>Jedoch: Es gibt eine M&#246;glichkeit, zumindest den Uploadvorgang selbst deutlich effizienter zu gestalten. <a href="http://djini.de/software/commonist/" class="liexternal">The Commonist</a> ist in Java geschrieben, tr&#228;gt ein Hammer-und-Sichel-Icon, l&#228;uft auf Mac und PC und erm&#246;glicht Bulkupload. Lizenz, Urheber, Kategorien und Beschreibung der Bilder lassen sich pro Foto oder praktischerweise f&#252;r einen ganzen Ordner festlegen. Klasse!</p>
<p>Ganz erspart bleibt eine Mediawiki jedoch trotzdem nicht, f&#252;r&#8217;s Finetuning wie beispielsweise mehrsprachige Bildbeschreibungstexte ist dann doch der Login auf <a href="http://commons.wikimedia.org/" class="liexternal">commons.wikimedia.org</a> notwendig.</p>
<p><em>Exkurs zwei: Ein gef&#228;hrliches Werkzeug, dieser Bulkupload. Als der manuelle Upload f&#252;r mich noch so umst&#228;ndlich war, habe ich schier endlos &#252;berlegt, welches nun das passendste, beste, f&#252;r Wikipedia n&#252;tzlichste Bild ist. Mit dem Commonisten habe ich mal eben nebenbei mehrere duzend Bilder hochgejagt. Ab wann wohl erstickt ein solches Projekt an &#220;berangebot? </em></p>
<p>Jedenfalls: Wer an Westafrika- und Voodoobildern unter GNU interessiert ist, der m&#246;ge sich nun an <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Dominik_Schwarz/gallery" class="liexternal">dieser Auswahl bedienen</a>.</p>
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		<item>
		<title>Das Handwerkerproblem</title>
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		<comments>http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/das-handwerkerproblem/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 21:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Logik]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Ceranfeld ist kaputt. Angenommen, ich h&#228;tte nun einen Handwerker bestellt, von dem die Hotline sagt, dass er zwischen 07:00 und 12:00 Uhr kommen werde: Ich stehe also um 07:00 Uhr auf, in der Erwartung, dass der Handwerker jede Minute eintreffend wird. Ich warte und traue mich nicht duschen zu gehen, da ich schlie&#223;lich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Ceranfeld ist kaputt. Angenommen, ich h&#228;tte nun einen Handwerker bestellt, von dem die Hotline sagt, dass er zwischen 07:00 und 12:00 Uhr kommen werde: Ich stehe also um 07:00 Uhr auf, in der Erwartung, dass der Handwerker jede Minute eintreffend wird. Ich warte und traue mich nicht duschen zu gehen, da ich schlie&#223;lich nicht unter der Dusche vom Handwerkerklingeln &#252;berrascht werden m&#246;chte.</p>
<p>Ich warte also weiter und es wird 10:00 Uhr. Dann denke ich mir, dass ich nun nicht l&#228;nger warten kann und ohne R&#252;cksicht auf Verluste duschen werde, komme was wolle. Schlie&#223;lich habe ich ja bereits um 07:00 Uhr vergeblich gewartet, und um diese Zeit war die Chance genau so gro&#223; dass der Handwerker kommt wie jetzt um 10:00 Uhr.</p>
<p>Erst unter der Dusche f&#228;llt mir mein Fehler auf: Mit jeder Minute, die ich seit 7:00 Uhr gez&#246;gert habe, habe ich die Wahrscheinlichkeit erh&#246;ht, eingeseift weggeklingelt zu werden! Denn zwischen 07:00 und 10:00 Uhr 3 Stunden vergangen und bis 12:00 Uhr verbleiben nur noch 2 Stunden. </p>
<p>Oder anders gesagt: 300 Lose (Minuten) sind im Spiel, mindestens ein Los (eine Minute) ist ein Gewinn. Maximal sind 300 Lose im Spiel, und zwar dann, wenn der Handwerker um Punkt 07:00 eintrifft. Dass der Handwerker l&#228;nger als eine Minute bleibt, ist dabei irrelevant, schlie&#223;lich bricht das Spiel nach dem ersten gezogenen Gewinn &#8211; beim Klingeln &#8211; ab. Um 10:00 Uhr, als ich gerade unter die Dusche gestiegen bin, herrscht also folgende Situation:</p>
<p>300 Lose sind im Spiel. 180 Lose sind bereits gezogen, davon waren alle Nieten. 120 Lose sind noch zu ziehen, darunter eine unbekannte Anzahl an Gewinnen.</p>
<p><strong>Und nun die Frage:</strong><br />
Ist die Wahrscheinlichkeit, dass es w&#228;hrend ich dusche klingelt gestiegen? Oder ist es v&#246;llig egal, wann ich dusche, da hinter jedem Los die selbe Wahrscheinlichkeit steht, dass es ein Gewinn ist? Und l&#228;sst sich &#252;berhaupt die Lose-Analogie herstellen?</p>
<p>Die Rahmenbedingungen sind: Der Handwerker kommt auf jeden Fall zwischen 07:00 und 12:00 Uhr und ich ben&#246;tige f&#252;r das Duschen 10 Minuten. &#220;brigens: Mein Ceranfeld ist kaputt.</p>
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		<title>Totgesagte leben länger: Plants vs. Zombies</title>
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		<comments>http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/plants-vs-zombies/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 22:35:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es gibt ein paar Quellen, mit denen ich zwar vielleicht nicht immer einer Meinung bin, deren Empfehlungen ich aber meistens auch dann genauer ansehen, wenn mich das Empfohlene auf den ersten Blick nicht zu interessieren scheint. Ben_ und Plants vs. Zombies ist so ein Fall. Ich spiele nicht und erst recht gebe ich keine 20,- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_471" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/plantsvszombies.jpg" alt="Plants vs. Zombies" title="Plants vs. Zombies" width="600" height="469" class="size-full wp-image-471" /><p class="wp-caption-text">Plants vs. Zombies</p></div></div>
<p>Es gibt ein paar Quellen, mit denen ich zwar vielleicht nicht immer einer Meinung bin, deren Empfehlungen ich aber meistens auch dann genauer ansehen, wenn mich das Empfohlene auf den ersten Blick nicht zu interessieren scheint. <a href="http://anmutunddemut.de/2009/07/12/plants-vs-zombies" class="liexternal">Ben_ und Plants vs. Zombies</a> ist so ein Fall. Ich spiele nicht und erst recht gebe ich keine 20,- Euro f&#252;r ein Computerspiel aus.</p>
<p>Jetzt schon, denn ich hatte lange nicht eine so vergn&#252;gliche, kurzweilige Zeit gehabt wie bei <a href="http://www.popcap.com/extras/pvz/" class="liexternal">Plants vs. Zombies</a>. Ich habe gepflanzt und eingekauft, ich habe gegossen, gehegt, gepflegt sowie hunderte von Zombies erledigt. </p>
<p>Ich habe einen Screenshot von einer meiner Lieblingszenen gemacht. Meiner Amada aus Samenk&#246;rner spuckenden Pflanzen stehen delfinreitende Zombies, blecheimerhelmgesch&#252;tze Zombies, schwimmende Zombies und bobfahrende Zombies (nicht im Bild) entgegen. Delfinreitende Zombies, allein das ist das Geld wert. Wirklich!</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Memo-DominikSchwarz/~4/2_GHeiv2bdI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Über die Bahn, Vorurteile und Bonuspunkte</title>
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		<comments>http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/bahn-vorurteile-bonuspunkte/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 23:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung und Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[
Seit Monaten &#228;rgere ich mich bei jedem Onlineticketkauf auf bahn.de &#252;ber ein fehlerhaft eingebundenes Bild. Auf einer der letzten Seiten im Bestellprozess steht der Text &#8220;Sicher abgewickelte Buchungen dank zuverl&#228;ssiger Verschl&#252;sselungstechnologie&#8221;, direkt &#252;ber diesem Text erscheint das Browsericon f&#252;r &#8220;Fehler&#8221;. Das ist, nun, nennen wir es suboptimal.
Diesen Sachverhalt habe ich hier gebloggt. Ausserdem habe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_455" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/bahn-bonuspunkte.jpg" alt="Ganz in der erwarteten Corporate Identity: bahn.bonus zum Geburtstag" title="Ganz in der erwarteten Corporate Identity: bahn.bonus zum Geburtstag" width="600" height="400" class="size-full wp-image-455" /><p class="wp-caption-text">Ganz in der erwarteten Corporate Identity: bahn.bonus zum Geburtstag</p></div></div>
<p>Seit Monaten &#228;rgere ich mich bei jedem Onlineticketkauf auf bahn.de &#252;ber ein fehlerhaft eingebundenes Bild. Auf einer der letzten Seiten im Bestellprozess steht der Text &#8220;Sicher abgewickelte Buchungen dank zuverl&#228;ssiger Verschl&#252;sselungstechnologie&#8221;, direkt &#252;ber diesem Text erscheint das Browsericon f&#252;r &#8220;Fehler&#8221;. Das ist, nun, nennen wir es suboptimal.</p>
<p><a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/hey-bahn-de-webteam/" class="liinternal">Diesen Sachverhalt habe ich hier gebloggt</a>. Ausserdem habe ich den Fehler per E-Mail &#252;ber die bahn.de-Webseite an den Support gesendet, im felsenfesten Glauben, nie wieder etwas davon zu h&#246;ren.</p>
<p>Ein Fehler, denn direkt am darauf folgenden Tag war eine E-Mail vom &#8220;Service Team&#8221; da. Ein Standardtext, in dem ich unter anderem gebeten wurde, es doch einfach noch mal zu versuchen und dann doch bitte die exakte Adresse des Fehlers mitzuteilen. Da ich aber wenig Ambitionen hatte, nur aus Gr&#252;nden der Fehlerbehebung ein Onlineticket zu kaufen und durch die Standardantwort offensichtlich war, dass meine Fehlerbeschreibung erst gar nicht richtig gelesen wurde, schrieb ich umgehend zur&#252;ck.</p>
<p>Zugegeben, ich war bereits etwas genervt als ich diese E-Mail mit den Worten &#8220;Liebes bahn.de-Textbausteinteam&#8221; begann, als Bahnfahrer hatte ich jedoch so viele Erfahrungen mit diesem Konzern gemacht, dass meine Erwartungshaltung gering und das Vorurteil gro&#223; ist. W&#228;hrend ich also meine E-Mail schreibe, soll folgende Geschichte erz&#228;hlt werden:</p>
<p>Es war im Februar, exakt eine Woche vor meinem Geburtstag, als ich eine Postkarte mit der Aufschrift &#8220;HEUTE HABEN SIE GEBURTSTAG!&#8221;  erhielt. Ich sagte am Briefkasten stehend &#8220;Nein&#8230;?&#8221; und &#246;ffnete die ausklappbare Karte, sie war von der Bahn. Unter der &#220;berschrift &#8220;W&#252;nschen Sie sich was!&#8221; wurde mir mitgeteilt, dass ich soeben 50 bahn.bonus Geburtstagspunkte geschenkt bekommen habe und ausserdem 250 bahn.bonus Extrapunkte bekommen k&#246;nne, wenn ich dem Erhalt von Werbung per E-Mail zustimmen w&#252;rde.</p>
<p>Jetzt konnte ich mich zwar nicht erinnern, dass ich mir &#8220;Aktuelle Produktinformationen per E-Mail&#8221; zum Geburtstag gew&#252;nscht h&#228;tte, aber 50 Punkte nehm&#8217; ich nat&#252;rlich gerne. Also habe ich schnell den Pr&#228;mienkatalog rausgesucht, was man f&#252;r 50 Punkte wohl so bekommt. </p>
<p>Der <a href="http://www.bahn.de/p/view/bahncard/bahnbonus/bahnbonus_praemien_uebersicht.shtml" class="liexternal">Pr&#228;mienkatalog von bahn.bonus</a> geht bei 500 Punkten los. F&#252;r 500 Punkte bekomme ich einen 6 Monate g&#252;ltigen, personalisierten und nicht &#252;bertragbaren 5,- Euro Genussgutschein, der bei Einl&#246;sung vom Servicemitarbeiter einbehalten wird. F&#252;r 50 Punkte bekomme ich nichts. F&#252;r 500 im Grunde auch nichts, h&#246;chstens einen Kaffee. Der Kostet 2,90 und in der Speisekarte ist ein Sternchen dahinter. Beim Sternchen steht: &#8220;Diese Kaffeespezialit&#228;t bieten wir ihnen in ausgew&#228;hlten Z&#252;gen an&#8221;.</p>
<p>Zur&#252;ck zum Onlineticket. Die Erwartungshaltung gegen&#252;ber der Bahn ist also sehr gering. Ich schreibe also meine E-Mail, die mit den Worten &#8220;Liebes bahn.de-Textbausteinteam&#8221; beginnt, rechne nicht damit, jemals eine Antwort zu bekommen und t&#228;usche mich stark. Bereits am n&#228;chsten Morgen, einem Samstag, erhalte ich eine freundliche R&#252;ckmeldung.</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Schwarz,</p>
<p>vielen Dank f&#252;r Ihre E-Mail. Leider k&#246;nnen wir den Fehler nicht nachvollziehen. Wir haben verschiedene Probebuchungen auf mehreren Compurten get&#228;tigt, daber keine fehlerhafte Verkn&#252;fung zu einem Bild gefunden.</p>
<p>Nach Ihrer Beschreibung taucht der Fehler zwischen &#8220;Buchung durchf&#252;hren&#8221; und der Anzeige der Auftragsnummer / des OnlineTickets auf.<br />
Das Bild auf dem Screenshot sollte demnach die Seite sein, die Sie nicht sehen. Bitte best&#228;tigen Sie uns das kurz, damit wir in der Fehlersuche weitere Pr&#252;fungen anstellen k&#246;nnen.</p>
<p>Es w&#252;rde uns freuen, Sie auch weiterhin auf unseren Seiten und in unseren Z&#252;gen begr&#252;&#223;en zu d&#252;rfen.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
Ihr Service-Team von www.bahn.de</p></blockquote>
<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;">
<div id="attachment_458" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/bahn-bug.jpg" alt="Selbst eine eingehende Pr&#252;fung durch Experten kam zum Schluss: Keine Fehler." title="Selbst eine eingehende Pr&#252;fung durch Experten kam zum Schluss: alles prima." width="600" height="400" class="size-full wp-image-458" /><p class="wp-caption-text">Selbst eine eingehende Pr&#252;fung durch Experten kam zum Schluss: Keine Fehler.</p></div></div>
<p>Damit habe ich nicht gerechnet. Ich freue mich, dass mein Anliegen ernst genommen wird, schlie&#223;lich will ich ja auch nur helfen, einen peinlichen Fehler zu beheben. Und weil ich schon dabei bin, mache ich auch gleich noch darauf aufmerksam, dass sogar der Browser im Screenshot des Bahn.de-Serviceteams Fehler anzeigt. Ich nehme mir vor, in den n&#228;chsten Tagen einen Blogbeitrag zu schreiben, der mit den Worten &#8220;Ich muss eine Lanze f&#252;r das Bahn.de Serviceteam brechen&#8221; beginnen soll.</p>
<p>Das Bahn.de Serviceteam kommt mir zuvor. Am Mittwoch erhalte ich eine Antwort und mein Supportticket wird geschlossen.</p>
<blockquote><p>vielen Dank f&#252;r Ihre R&#252;ckantwort.</p>
<p>Das fehlende dieses Bildes wird durch ein fehlendes PlugIn auf Ihrem Rechner oder durch eine geblockte Netzwerkverbindung in Ihrem Netzwerk verursacht. Bitte &#252;berpr&#252;fen Sie Ihre Einstellungen am Computer.</p>
<p>Wir bedauern, Ihnen keine positivere Nachricht geben zu k&#246;nnen.</p></blockquote>
<p>Der Fehler wird auch 2010 noch vorhanden sein. 50 bahn.bonus-Punkte drauf!</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Memo-DominikSchwarz/~4/oHCiBDmTPYc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Horst Köhlers Antwort auf meinen Brief</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Memo-DominikSchwarz/~3/oPaRc3S8wKw/</link>
		<comments>http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/horst-koehlers-antwort-auf-meinen-brief/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 20:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[
Am 19. Juni habe ich an unseren Bundespr&#228;sidenten Horst K&#246;hler geschrieben. Inhalt meines Briefs waren meine massiven Bedenken hinsichtlich des &#8220;Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen&#8221;. 
Heute habe ich die Antwort aus Bundespr&#228;sidialamt erhalten. Da es sich um keinen pers&#246;nlichen Brief handelt, erlaube ich mir, das Antwortschreiben im Volltext hier zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_449" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/brief-horst-koehler.jpg" alt="Die Antwort auf meinen Brief an Horst K&#246;hler." title="Die Antwort auf meinen Brief an Horst K&#246;hler." width="600" height="300" class="size-full wp-image-449" /><p class="wp-caption-text">Die Antwort auf meinen Brief an Horst K&#246;hler.</p></div></div>
<p>Am 19. Juni habe ich <a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/netzsperren-brief-an-horst-koehler/" class="liinternal">an unseren Bundespr&#228;sidenten Horst K&#246;hler geschrieben</a>. Inhalt meines Briefs waren meine massiven Bedenken hinsichtlich des &#8220;Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen&#8221;. </p>
<p>Heute habe ich die Antwort aus Bundespr&#228;sidialamt erhalten. Da es sich um keinen pers&#246;nlichen Brief handelt, erlaube ich mir, das Antwortschreiben im Volltext hier zu zitieren:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Schwarz,</p>
<p>Bundespr&#228;sident K&#246;hler hat mich gebeten, f&#252;r Ihren Brief vom 19. Juni 2009 zu danken, mit dem Sie Bedenken gegen das Gesetz zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen erheben.</p>
<p>Der Bundespr&#228;sident hat keine M&#246;glichkeit, auf die inhaltliche Gestaltung eines Gesetzes w&#228;hrend des Gesetzgebungsverfahrens Einfluss zu nehmen. Er bittet Sie daher um Verst&#228;ndnis, dass er sich zu dem Inhalt des von parlamentarischen Gremien zu beratenden Gesetzes nicht &#228;u&#223;ern m&#246;chte. Er wird die Frage der Verfassungsm&#228;&#223;igkeit des Gesetzes pr&#252;fen, sobald ihm nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ein entsprechendes Gesetz zur Ausfertigung vorgelegt wird. Ihre Ausf&#252;hrungen wird er ber&#252;cksichtigen, soweit sie verfassungsrechtlich von Belang sind.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en<br />
Im Auftrag</p></blockquote>
<p>Was ist also von dieser Antwort zu halten? Nun, zun&#228;chst muss klar sein, was die Erwartungen an einen solchen Brief sind. Dass ein (pers&#246;nlicher) Dialog als Reaktion fast v&#246;llig auszuschlie&#223;en ist, muss jedem, der an den Bundespr&#228;sidenten (oder einen Amtsinhaber &#228;hnlicher Gr&#246;&#223;enordnung) schreibt, klar sein. Und das war auch niemals Intention, selbst wenn ich mich sehr gerne mit Herrn Bundespr&#228;sident K&#246;hler &#252;ber dieses Thema unterhalten w&#252;rde.</p>
<p>Mir waren zwei Aspekte wichtig:</p>
<ol>
<li>Besser, der Bundespr&#228;sident erh&#228;lt 100 Briefe zu diesem Thema, als dass er 99 erh&#228;lt. Besser 1.000 als 999. Besser ich habe mein Anliegen vorgetragen, als dass ich geschwiegen habe. Ich erwarte, in irgend einer Art und Weise registriert zu werden, selbst wenn es nur die Zahl &#8220;X B&#252;rgerbriefe zum Thema Netzsperren&#8221; in seiner t&#228;glichen Zusammenfassung ist.</li>
<li>Noch viel wichtiger sind mir die vielen Gespr&#228;che mit meinem Freunden und Bekannten zu diesem Thema. Ich m&#246;chte zeigen, dass mir dieses Thema wichtig ist und ich m&#246;chte zeigen, dass diese Thematik f&#252;r uns alle wichtig ist. Dass die Zusammenh&#228;nge viel komplexer sind, als manche Kurznachrichten es darstellen und man als Laie denken k&#246;nnten. Dass es solche Dinge wie Netzneutralit&#228;t &#252;berhaupt gibt &#8211; und was dies f&#252;r uns alle bedeutet. Oder anders ausgedr&#252;ckt: <a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/das-internet-erklaeren/" class="liinternal">Wir m&#252;ssen das Internet erkl&#228;ren</a> und mit meinem Brief habe ich die Aufmerksamkeit meiner Klasse.</li>
</ol>
<p>Das waren meine Erwartungen und soweit ich es beurteilen kann, habe ich beide erreicht. Was ist nun aber von der Antwort zu halten?</p>
<p>Eigentlich st&#246;rt mich nur eine Sache, diese daf&#252;r um so mehr: der erste Satz. Ich bin nicht gegen das &#8220;Gesetz zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221;. Dieser Titel ist schwer irref&#252;hrend, denn dieses Gesetz gibt es nicht und all zu leicht entsteht bei Dritten der Eindruckt, es best&#252;nde Kritik am Vorgang der &#8220;Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie&#8221;.</p>
<p>Dies ist grundlegend falsch! Bef&#252;rworter und Gegner des Gesetzes werden &#8211; v&#246;llig zu Recht &#8211; nicht m&#252;de zu betonen, dass Kinderpornographie ein schreckliches Verbrechen ist, welches es mit rechtsstaatlichen Mitteln konsequent verfolgt werden muss. </p>
<p>Die Kritik am vorliegenden Gesetzesentwurf bezieht sich schlie&#223;lich gerade darauf, dass mit dem &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zugangserschwerungsgesetz" class="liwikipedia">Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen</a>&#8221; &#8211; so &#252;brigens der korrekte Name &#8211; eben keine Kinderpornographie bek&#228;mpft wird, sondern lediglich ein l&#246;cheriger Vorhang davorgehalten wird, der noch ganz andere Gefahren birgt.</p>
<p>Sehr schade also, dass obwohl ich in meinem Schreiben die korrekte Gesetzesbezeichnung verwendet habe, der Antwortschreiber den falschen Namen verwendet. Ich m&#246;chte glauben, es war ein unbeabsichtigtes Versehen.</p>
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		<title>Tschüss, studiVZ. Tschüss, lastfm.</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 14:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[lastfm]]></category>
		<category><![CDATA[studiVZ]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich habe heute meinen lastfm-Account gel&#246;scht. Und weil ich schon dabei war, habe ich meinen studiVZ-Account gel&#246;scht. Und das kam so:
Lastfm ist eine Mischung aus Onlineradio und Netzwerk f&#252;r Musikfreunde. Mit einer kleinen Software, die an mein iTunes gekoppelt ist, wird alles, was ich in iTunes abspiele an lastfm &#252;bermittelt. Dort wird mein &#8220;H&#246;rverhalten&#8221; analysiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_438" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/studivz.png" alt="Ausgegruschelt:Ich habe zwei Accounts in Soical Networks gel&#246;scht" title="studivz" width="600" height="143" class="size-full wp-image-438" /><p class="wp-caption-text">Ausgegruschelt:Ich habe zwei Accounts in Soical Networks gel&#246;scht</p></div></div>
<p>Ich habe heute meinen <a href="http://www.lastfm.de/" class="liexternal">lastfm</a>-Account gel&#246;scht. Und weil ich schon dabei war, habe ich meinen studiVZ-Account gel&#246;scht. Und das kam so:</p>
<p>Lastfm ist eine Mischung aus Onlineradio und Netzwerk f&#252;r Musikfreunde. Mit einer kleinen Software, die an mein iTunes gekoppelt ist, wird alles, was ich in iTunes abspiele an lastfm &#252;bermittelt. Dort wird mein &#8220;H&#246;rverhalten&#8221; analysiert und auf Basis einfacher Statistik werden mir Bands vorgeschlagen, die ich ich noch nicht kenne, die aber zu meinem Musikprofil passen k&#246;nnten.</p>
<p>Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut, je heterogener die H&#246;rgewohnheiten desto schwieriger ist es nat&#252;rlich. Dennoch, zusammen mit der Onlineradio-Funktion alles in allem eine prima Webseite. Trotzdem habe ich meinen Account gel&#246;scht. Seit mehreren Jahren schicke ich jedes Lied, welches ich spiele, an lastfm. Und dort bleibt es gespeichert, wird statistisch aufbereitet und ist f&#252;r jeden einsehbar. Zwar hatte ich die &#8220;Liveinfos&#8221;, also die unmittelbare Anzeige welcher Track gerade von iTunes abgespielt wird, von Anfang an abgeschaltet, Monats- Quartals und Jahresstatistiken hingegen lassen sich nicht abschalten.</p>
<p>Trotz eines sch&#246;nen Relaunchs im letzten Jahr, trotz des riesigen Verzeichnis: Ich habe lastfm nie wirklich genutzt. Und unter diesen Voraussetzungen brauche ich auch keinen Account, unter diesen Voraussetzungen muss ich auch meine Musikdaten nicht hinschicken. Also habe ich meinen Account gel&#246;scht. Funktioniert problemlos.</p>
<p>Dann dieses Studentenverzeichnis. In studiVZ hingegen d&#252;rfte ich erst gar nicht sein, die AGB verbieten mir die Teilnahme als Nicht-Student &#8211; nunja. Und es gibt sicherlich viele prinzipiellen Gr&#252;nde, erst gar keinen Account auf studiVZ anzulegen, doch so lange ich <a href="http://twitter.com/dominik_schwarz" class="liexternal">twittere</a> und auf <a href="http://www.facebook.com/dominik.schwarz" class="liexternal">facebook</a> bin, k&#246;nnen die kaum z&#228;hlen. Der Grund war viel simpler.</p>
<p>Auch studiVZ habe ich nie aktiv genutzt, doch selbst wenn ich es mit all seinen M&#246;glichkeiten nutzen wollte, w&#252;rde mich ein Profil dort repr&#228;sentieren? Repr&#228;sentation und Kontaktm&#246;glichkeiten, darum geht es schlie&#223;lich in den Social Networks. Aber genau dass schafft studiVZ f&#252;r mich nicht. </p>
<p>Wollte ich Bilder hochladen, h&#228;tte ich Gr&#246;&#223;enbeschr&#228;nkungen, h&#228;tte Speicherort, Anzahl und maximale Dateigr&#246;&#223;e vorgegeben. Wollte ich Texte schreiben, h&#228;tte ich daf&#252;r keinen Platz. Wollte ich pr&#228;sentieren, ver&#228;ndern und gestalten &#8211; es g&#228;be daf&#252;r keinen Platz.</p>
<p>Und die Kontaktfunktion: Ich &#228;rgere mich, wenn ich studiVZ-Nachrichten bekomme, die statt in meinem Posteingang auf einer Webseite liegen, das bringt mich aus dem Arbeitsfluss. Ich &#228;rgere mich, wenn ich mit &#8220;Freunde&#8221; verkn&#252;pft bin, deren Namen mir nichts sagen oder deren &#8220;Freundschaftsanfrage&#8221; die einzige Interaktion war, die je stattgefunden hat.</p>
<p>Dabei habe ich doch bereits eine Webseite, von der ich mich vollst&#228;ndig und umfassend repr&#228;sentiert f&#252;hle. Auf der es Kontaktm&#246;glichkeiten gibt, die ich bestimmen &#8211; frei verf&#252;gbar ohne Anmeldung f&#252;r alle. Ich habe &#8211; <em><strong>meine Webseite</strong></em>, diese hier! Und dann habe ich meinen studiVZ Account gel&#246;scht. Funktionierte auch problemlos.</p>
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		<title>Hey, bahn.de-Webteam!</title>
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		<comments>http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/hey-bahn-de-webteam/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 20:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hey, bahn.de-Webteam,
ich bestelle ziemlich h&#228;ufig Onlinetickets bei euch. Das ist eigentlich auch ziemlich praktisch und funktioniert sogar total prima leider auch meistens die einzige M&#246;glichkeit, da euer Unternehmen an kleineren Bahnh&#246;fen auch ganz gerne mal auf funktionierende Automaten verzichtet. (Apropos Automaten: Mal ehrlich, Menschen einzustellen, deren Aufgabe es ist, Automaten zu erkl&#228;ren, das ist schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-size:11px; color:#999999; margin-left:-10px;"><div id="attachment_431" class="wp-caption aligncenter" style="width: 660px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/bahn-onlineticket.png" alt="Screenshot: Kaputte Grafik bei Kauf eines Bahn Onlinetickets" title="bahn-onlineticket" width="650" height="433" class="size-full wp-image-431" /><p class="wp-caption-text">Screenshot: Kaputte Grafik bei Kauf eines Bahn Onlinetickets</p></div></div>
<p>Hey, bahn.de-Webteam,</p>
<p>ich bestelle ziemlich h&#228;ufig Onlinetickets bei euch. Das ist eigentlich auch ziemlich praktisch und <del datetime="2009-07-09T20:16:56+00:00">funktioniert sogar total prima</del> leider auch meistens die einzige M&#246;glichkeit, da euer Unternehmen an kleineren Bahnh&#246;fen auch ganz gerne mal auf funktionierende Automaten verzichtet. (Apropos Automaten: Mal ehrlich, Menschen einzustellen, deren Aufgabe es ist, Automaten zu erkl&#228;ren, das ist schon irgendwie&#8230; also&#8230; ihr seht wenigstens die Ironie, ja?)</p>
<p>Jedenfalls, diese Onlinetickets. Ihr schreibt immer, wie unglaublich bequem und sicher das ist und dass ich ein prima Gef&#252;hl dabei haben soll, wenn ich so bequem und sicher mein Ticket kaufe. K&#246;nntet ihr dann bitte bitte bitte mal den &#8220;broken link&#8221; auf der Bestellseite fixen, damit nicht ein weiteres Jahr (so lange ist das schon defekt) mich JE-DES MAL wenn ich ein Ticket bestelle dar&#252;ber &#228;rgern muss? Ginge das? </p>
<p>Herzlichst,<br />
dein Kunde</p>
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		<item>
		<title>Geschäftsmodelle im Internet</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Memo-DominikSchwarz/~3/X9iXEbUhGYY/</link>
		<comments>http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/geschaeftsmodelle-im-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 12:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung und Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus verschiedenen Gr&#252;nden habe ich mich in den letzten Wochen mehrfach mit dem Thema &#8220;Gesch&#228;ftsmodelle im Internet&#8221; besch&#228;ftigt. Was zun&#228;chst sehr banal klingen mag, ist bei n&#228;herer Betrachtung jedoch gar nicht immer so eindeutig. Die Vielzahl an (kommerziellen) Webseiten t&#228;uscht all zu schnell dar&#252;ber hinweg, dass es lediglich eine Hand voll Methoden gibt, &#252;ber das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus verschiedenen Gr&#252;nden habe ich mich in den letzten Wochen mehrfach mit dem Thema &#8220;Gesch&#228;ftsmodelle im Internet&#8221; besch&#228;ftigt. Was zun&#228;chst sehr banal klingen mag, ist bei n&#228;herer Betrachtung jedoch gar nicht immer so eindeutig. Die Vielzahl an (kommerziellen) Webseiten t&#228;uscht all zu schnell dar&#252;ber hinweg, dass es lediglich eine Hand voll Methoden gibt, &#252;ber das Internet einen <strong>unmittelbaren Umsatz</strong> zu erzielen.</p>
<div style="font-size:10px; color:#999999;">
<div id="attachment_399" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/unmittelbarer-umsatz.png" alt="Unmittelbarer Umsatz im Internet: Zwischen einer Aktion eines Nutzers (links) und einem realen Geldfluss (rechts) steht immer sowohl eine direkte logische als auch zeitlich begrenzte Verkn&#252;pfung." title="Unmittelbarer Umsatz bei Gesch&#228;ftsmodellen im Internet" width="600" height="180" class="size-full wp-image-399" /><p class="wp-caption-text">Unmittelbar: Zwischen einer Aktion eines Nutzers (links) und einem realen Geldfluss (rechts)<br /> steht immer sowohl eine direkte logische als auch zeitlich begrenzte Verkn&#252;pfung.</p></div></div>
<p><strong>Unmittelbar</strong> bedeutet in diesem Fall, dass zwischen einer Aktion eines Users und einem realen Geldfluss sowohl eine logische Verkn&#252;pfung besteht (z.B. ein K&#228;ufer kauft ein Produkt), also auch begrenzter Zeitrahmen liegt (z.B. 2 Wochen Zahlungsziel).</p>
<div style="font-size:10px; color:#999999;">
<div id="attachment_413" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.dominik-schwarz.net/memo/wp-content/uploads/2009/07/umsatz.png" alt="Umsatz: Ein klar definiertes Produkt wird in zeitlich regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden verkauft." title="umsatz" width="600" height="180" class="size-full wp-image-413" /><p class="wp-caption-text">Umsatz: Mit einem definiertem Produkt wird in zeitlich regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden ein realer Zahlfluss erzielt.</p></div>
</div>
<p><strong>Umsatz</strong> bedeutet in diesem Fall, dass &#252;ber die in Anspruchname eines ein klar definiertes Produkts (Ware oder Dienstleistung) regelm&#228;&#223;ig reale Zahlungsfl&#252;sse stattfinden. </p>
<p>&#8220;Exits&#8221;, also Projekt- oder Unternehmensverk&#228;ufe, werden bei dieser Betrachtungsweise bewusst ausgeklammert, da der &#8220;Exit&#8221; selbst per Definition (es fehlt das Nutzenversprechen) kein Gesch&#228;ftsmodell im klassischen Sinne sein kann. Auch bei einem Unternehmensverkauf kalkuliert der K&#228;ufer mit einem (bisher m&#246;glicherweise noch nicht realisierten) Gesch&#228;ftsmodell, welches auf unmittelbarem Umsatz fu&#223;t.</p>
<p>Auf Basis der Begriffsdefiniton von unmittelbarem Umsatz lassen sich f&#252;nf Gesch&#228;ftsmodelle f&#252;r Internetunternehmer identifizieren.</p>
<h3>01. Das werbefinanzierte Modell</h3>
<p>Im werbefinanzierten Gesch&#228;ftsmodell werden Werbefl&#228;chen (z.B. Banner) an Werbekunden vermietet. Die Abrechnung erfolgt in Abh&#228;ngigkeit der Anzahl der Nutzer, denen die Werbefl&#228;chen angezeigt wurden (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tausend-Kontakt-Preis" class="liwikipedia">TKP</a>). Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells muss sein, eine maximale Anzahl an Nutzern nicht nur zu gewinnen, sondern auch zu halten und zu wiederkehrenden Besuchern zu machen.</p>
<p>Beispiel: Contentportale (also Webseiten mit redaktionellen Inhalten), zahlreiche Zeitungen und Social Networks geh&#246;ren zu den ausschlie&#223;lich bis mehrheitlich werbefinanzierten Webseiten. Die Nutzerbindung wird durch kontinuierliche Aktualisierung der Inhalte (Zeitungen) oder die Bereitstellung eines kostenlosen Services (z.B. Netzwerk mit Freunden, Foren, kostenlose Browserspiele &#8230;) erreicht.</p>
<p>Unternehmen: StudiVZ, Zeit.de, Pennergame</p>
<h3>02. Das transaktionsfinanzierte (Diensleistungen) Modell</h3>
<p>Im transaktionsfinanzierten Modell auf Dienstleistungsbasis wird ein zeitlich befristetes, nicht-materielles Produkt an Kunden vermietet. Die Abrechnung erfolgt in Einheiten pro Einheit/Nutzer/Monat/&#8230;<br />
Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells muss sein, eine maximale Anzahl an Nutzern zu gewinnen, die eine maximale Anzahl an Abrechnungseinheiten erwerben (z.B. lange Laufzeit bei Abomodellen oder h&#228;ufige Nutzung bei Abrechnung pro &#8220;St&#252;ck&#8221;).</p>
<p>Beispiel: Anzeigenm&#228;rkte (Auto- und Immobilienb&#246;rsen, Auktionsh&#228;user,&#8230;), kostenpflichtige Mitgliedschaftsmodelle (Social Networks, Software as a Service) und Dienstleistungsunternehmen (Marketingagenturen, &#8220;Amazon Mechanical Turk&#8221;) basieren auf dem transaktionsbasierten Modell. Alle Unternehmen dieser Kategorie haben gemein, dass die Wertsch&#246;pfung beim Unternehmen selbst liegt: Social Networks, B&#246;rsen und Auktionsh&#228;user stellen die Infrastruktur bereit, Applicationprovider entwickeln Software, Dienstleister leisten Diensleistungsstunden.</p>
<p>Unternehmen: Jobscout, pkw.de, ebay, Xing, Immowelt</p>
<h3>03. Das transaktionsfinanziert (Waren) Modell</h3>
<p>Im transaktionsfinanzierten Modell auf Warenbasis wird ein physisch greifbares Produkt an den Kunden verkauft. Die Abrechnung erfolgt pro verkaufter Einheit.<br />
Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells muss sein, eine maximale Anzahl an Nutzern zu gewinnen, die jeweils eine maximale St&#252;ckzahl<sup>1</sup> eines Produkts/der Produkte erwerben. Das Ziel der maximalen St&#252;ckzahl an abgesetzten Produkten pro Nutzer schlie&#223;t die Zielerreichung &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum mit ein, da Wiederk&#228;ufer in der Regel mit geringerem Aufwand zu gewinnen sind. </p>
<p>Beispiel: Jeder Art von Onlineshop mit physischer Ware.</p>
<p>Unternehmen: Amazon, MyMuesli, Quelle, Spreadshirt</p>
<h3>04. Das vermittlungsfinanziert Modell</h3>
<p>Im vermittlungsfinanzierten Modell werden Nutzer einer Webseite an Werbekunden weitervermittelt. Die Abrechnung erfolgt per Klick oder auf Provisionsbasis pro vermitteltem K&#228;ufer.<br />
Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells muss sein, eine maximale Anzahl an Nutzern zu gewinnen, die jeweils auf k&#252;rzestem Weg die eigene Webseite &#252;ber die &#8220;richtigen&#8221; Links wieder verl&#228;sst.<sup>2</sup> Eine Umsatzsteigerung kann bei diesem Modell einerseits &#252;ber eine steigende Masse an vermittelte Nutzern, andererseits (bei der Vermittlung von K&#228;ufern) &#252;ber die zielgerichtetere Nutzerstr&#246;me realisiert werden.</p>
<p>Da hier kein reeller Wert geschaffen wird, funktioniert das vermittlungsfinanzierte Modell ausschlie&#223;lich in einem Wirtschaftssystem, in dem gen&#252;gend Unternehmen mit anderen Gesch&#228;ftsmodellen existieren.</p>
<p>Beispiel: Suchmaschinen (der mit gigantischem Abstand gr&#246;&#223;te Bereich f&#252;r dieses Gesch&#228;ftsmodell), Webseiten mit &#8220;contextsensitiven Textwerbelinks&#8221;, Affiliateseiten</p>
<p>Unternehmen: Google, Zanox(nutzer)<sup>3</sup></p>
<h3>05. Das Mitgliedschaftsmodell</h3>
<p>Im Mitgliedschaftsmodell werden den Nutzern einer Webseite Geb&#252;hren f&#252;r die Nutzung berechnet. Die Abrechnung erfolgt pro Leistungszeitraum und gegebenenfalls Leistungsumfang.<br />
Ziel innerhalb dieses Gesch&#228;ftsmodells ist es, aus der Gesamtzahl der Seitenbesucher m&#246;glichst viele zahlende Nutzer zu gewinnen und diese &#252;ber einen maximalen Zeitraum zu halten. Eine Umsatzsteigerung wird oftmals &#252;ber die Bereitstellung einer kostenlosen Variante realisiert, &#252;ber welche die Akquise von zahlenden Mitgliedern deutlich erleichtert wird.</p>
<p>Beispiele: Social Networks, Partnerb&#246;rsen, Onlineapplikationen</p>
<p>Unternehmen: Xing, Neu.de, Office Live</p>
<h3>Was tun mit den Erkenntnissen?</h3>
<p>Dazu muss zun&#228;chst klar sein, was die Erkenntnisse sind, und derer gibt es viele. Eine Erkenntnis kann beispielsweise sein: Das vermittlungsbasierte Modell sowie das werbefinanzierte Modell sind beide jeweils in maximalem Ma&#223; von einem gesunden wirtschaftlichen Umfeld abh&#228;ngig, das werbefinanzierte Modell sogar noch in einem gr&#246;&#223;eren Ma&#223;, da vermittlungsbasierte Modelle f&#252;r Werbekunden oftmals deutlich kosteng&#252;nstiger sind und damit eher bevorzugt werden. Dennoch besteht auch hier eine nicht &#228;nderbare Abh&#228;ngigkeit von Faktoren, die ein Unternehmer dieses Gesch&#228;ftsmodells nicht beeinflussen kann.</p>
<ul>
<li>Als Unternehmer sollte man sich dann fragen: Ist es ratsam, ein Unternehmen aufzubauen, dessen Gesch&#228;ftsmodell so viel Risiko impliziert? Wie kann ich das Risiko besser abfangen und verteilen?</li>
<li>Als Arbeitnehmer kann ich mit dieser Erkenntnis besser beurteilen: Wie solide und sicher steht das Internetunternehmen da, bei dem ich arbeite/mich bewerbe?<sup>4</sup></li>
<li>Als Investor kann ich mit dieser Erkenntnis Schwachstellen erkennen und als Entrepreneur meine Investoren besser &#252;berzeugen.</li>
</ul>
<p>Und das sind nur drei Beispiel eines einzigen Aspekts. Es lohnt sich immer, nicht nur eine konkrete Idee zu beurteilen, sondern auch einen Blick auf das Gesch&#228;ftsmodell dahinter zu werfen. </p>
<div style="font-size:11px; margin-bottom:5px; color:#666666; border-bottom:1px solid #666666;">Fu&szlig;noten:</div><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_390" class="footnote">Betrachung erfolgt zur Vereinfachung ohne Ber&#252;cksichtung der Invesitionskosten f&#252;r Absatzplus</li><li id="footnote_1_390" class="footnote">Dies gilt auch f&#252;r Sonderformen wie Affiliatemarketing &#252;ber SEA, wobei hier als &#8220;eigene Webseite&#8221; ein Trackinglink ausreichen kann.</li><li id="footnote_2_390" class="footnote">Die Affiliateplattformen selbst treten als Technologieanbieter auf und sind nicht die eigentlichen Trafficvermittler.</li><li id="footnote_3_390" class="footnote">Das Gesch&#228;ftsmodell ist EIN Faktor von sehr vielen f&#252;r die Beantwortung dieser Frage. Aber ein wichtiger.</li></ol><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Memo-DominikSchwarz/~4/X9iXEbUhGYY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wir müssen das Internet erklären</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 13:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Internethandbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Netzzensur]]></category>
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		<description><![CDATA[
Zusammenfassung: Gesetze wie die &#8220;Internetsperren&#8221; werden von der Mehrheit der Abgeordneten aus dem Glauben heraus beschlossen, dass sie Gutes damit tun. Doch sie verstehen nicht, dass das Netz anders funktioniert, da es ihnen niemand beigebracht hat. Warum nicht ein &#8220;Internethandbuch&#8221; unter Creative Commons schreiben? &#8220;Das Internet, f&#252;r alle verst&#228;ndlich erkl&#228;rt&#8221; als neutrales Open Source Standardwerk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="padding:5px; border:3px solid #cccccc; line-height:150%;">
<strong>Zusammenfassung:</strong> Gesetze wie die &#8220;Internetsperren&#8221; werden von der Mehrheit der Abgeordneten aus dem Glauben heraus beschlossen, dass sie Gutes damit tun. Doch sie verstehen nicht, dass das Netz anders funktioniert, da es ihnen niemand beigebracht hat. Warum nicht ein &#8220;Internethandbuch&#8221; unter Creative Commons schreiben? &#8220;Das Internet, f&#252;r alle verst&#228;ndlich erkl&#228;rt&#8221; als neutrales Open Source Standardwerk f&#252;r Sch&#252;ler und Erwachsene zugleich. Wir, die Netzexerten aus allen Bereichen, sollten unsere Kreativit&#228;t dazu nutzen, unser Wissen weiterzugeben. Denn nur wer wirklich wei&#223;, wor&#252;ber er abstimmt, kann auch die richtige Entscheidung treffen.
</div>
<p></p>
<h3>Quasi  eine beschlossene Sache: Die Internetsperren sind da</h3>
<p>Das Gesetz zur &#8220;Zugangserschwerung&#8221; ist verabschiedet. Die 134.00 Unterschriften der bis dato erfolgreichsten <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" class="liexternal">Onlinepetition</a> konnten dies ebenso wenig verhindern wie die <a href="http://ak-zensur.de/" class="liexternal">Warnungen zahlreicher Experten</a>. <a href="http://www.hostblogger.de/blog/archives/3939-Offener-Brief-an-alle-Mitglieder-des-Deutschen-Bundestages.html" class="liexternal">Briefaktionen</a>, <a href="http://netzpolitik.org/2009/mahnwache-am-freitag-keine-scheuklappen-fuers-netz/" class="liexternal">Proteste</a>, pers&#246;nliche Gespr&#228;che &#8211; nichts fruchtete. </p>
<p>Eine ganz klare Mehrzahl der schwarz-roten Parlamentarier stimmte f&#252;r die Errichtung einer Sperrinfrastruktur. Und selbst in der Gr&#252;nen Opposition scheint &#8211; <a href="http://www.gruene-jugend.de/themen/demokratie/589389.html" class="liexternal">zum eigenen Entsetzen</a> &#8211; nicht klar zu sein, worum es geht: <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/internet_sperren-636-180----p_11_abst_ent.html#abst_verhalten" class="liexternal">15 Abgeordnete enthielten sich</a> bei der Abstimmung ihrer Stimme, mehr als in allen anderen Fraktionen zusammen.</p>
<h3>Was vom Protest &#252;brig bleibt</h3>
<p>Der Schock sitzt tief bei allen, die gegen dieses Vorhaben gek&#228;mpft haben. Und dem &#252;berw&#228;ltigenden Gef&#252;hl der Ohnmacht folgt die Wut. Wut &#252;ber die Ignoranz, die falschen und gef&#228;hrlichen Argumente, den offenbar aussichtslosen Kampf gegen Lobbys und Unwillige. </p>
<p>Wut, die sich vom ironisch-sarkastischen Aufruf zum bewaffneten <a href="http://blog.pantoffelpunk.de/zermatschtes/die-pflicht-ruf" class="liexternal">Kampf um Grundgesetz Artikel 5</a> bis hin zum <a href="http://www.piratenpartei.de/node/787" class="liexternal">massenhaften Eintritt in die Piratenpartei</a> ausdr&#252;ckt. Letzteres ist mit Sicherheit zu bevorzugen.</p>
<p>Aber auch die Piratenpartei ist nur ein Aspekt und nicht die ganze L&#246;sung. Eine entscheidungsf&#228;hige Mehrheit einer monothematischen Partei ist weder erstrebenswert noch absehbar. Selbst wenn die Piratenpartei in den Bundestag einzieht (was durchaus zu hoffen ist), mehr als Impulse sind nicht zu erwarten &#8211; und dass diese auch  gut &#252;bergangen werden k&#246;nnen, haben wir gesehen.</p>
<p>Was passiert also mit dem Gesetz zur &#8220;Zugangserschwerung&#8221;? <a href="http://www.dominik-schwarz.net/memo/2009/netzsperren-brief-an-horst-koehler/" class="liinternal">Trotz aller Briefe</a>: Es ist davon auszugehen, dass Horst K&#246;hler unterzeichnen wird. Die <a href="http://www.spreeblick.com/2009/06/19/bundestag-beschliest-gesetz-fur-internet-sperren/" class="liexternal">anschlie&#223;enden Verfassungsklagen</a>, die mit Sicherheit kommen werden, sind ergebnisoffen mit Option zum Pyrrhussieg.</p>
<p>Denn parallel geht es munter weiter: <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/samtliche-osterreichischen-gameshops-sollen-indiziert-werden/" class="liexternal">Indizierung von &#246;sterreichischen Computerspiele-Onlineshops</a>, <a href="http://netzpolitik.org/2009/armin-laschet-alterskennzeichnung-fuer-websites/" class="liexternal">Alterskennzeichnung f&#252;r Webseiten</a>, <a href="http://www.telemedicus.info/article/1379-CDUCSU-Three-Strikes-Verfahren-in-Deutschland-Update.html" class="liexternal">Three</a>-<a href="http://www.heise.de/newsticker/Internetsperren-gegen-Urheberrechtsverletzer-auch-fuer-Deutschland-Update--/meldung/141084" class="liexternal">Strikes</a> und nat&#252;rlich die bef&#252;rchteten <a href="http://www.golem.de/0906/67871.html" class="liexternal">Ausweitungen der Netzsperren</a>. Jedes dieser Themen wird bereits diskutiert &#8211; Ende nicht absehbar.</p>
<p>Wie kommen wir da nur wieder raus?</p>
<h3>Auf der Suche nach L&#246;sungen</h3>
<p>Jedes einzelne Gesetzesvorhaben muss sich der kritischen Betrachtung von allen Seiten stellen. Doch was n&#252;tzt dies, wenn berechtigte Einw&#228;nde ignoriert oder die Masse an Gesetzesvorhaben gegen unendlich l&#228;uft?</p>
<p>F&#252;r eine echte L&#246;sung m&#252;ssen also &#8211; &#252;brigens genau wie beim wichtigen Kampf gegen Kinderpornographie &#8211; nicht nur die einzelnen Auspr&#228;gungen, sondern vor allem auch das Kernproblem selbst gel&#246;st werden. Die Frage ist also: Warum gibt es &#252;berhaupt so viele Vorst&#246;&#223;e in eine Richtung, die Netzaktivisten als gef&#228;hrlich und die Politik als notwendig bezeichnet?</p>
<p><a href="http://www.tauss.de/index.php?nr=26398" class="liexternal">J&#246;rg Tauss</a>, ehemaliger SPD Politiker und aus Protest gegen das &#8220;Zugangserschwerungsgesetz&#8221; zur Piratenpartei &#252;bergetretener Abgeordneter versucht auf abgeordnetenwatch.de <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/joerg_tauss-650-5656--f196633.html#frage196633" class="liexternal">einen Erkl&#228;rungsversuch</a>, der sich auch mit meinen pers&#246;nlichen Erfahrungen deckt:</p>
<blockquote><p>Ein grosser Teil der Parlamentarier ist mit dem Internet nicht aufgewachsen. Sie empfinden es daher moeglicherweise sogar als Bedrohung. Sie nehmen es nicht als technisches Netz oder als Kommunikationsinfrastruktur wahr, verstehen nichts von Netzneutralitaet, sondern als etwas, wo man eben Boeses bekommen kann und wo vermeintlich das Boese auch herkommt und die Gesellschaft durchdringt. </p>
<p>Das Netz spiegelt nicht Probleme wider, sondern verursacht sie in deren Augen: (in beliebiger Reihenfolge und austauschbar Islamismus, Pornos, Hacker, Bombenbauanleitungen, Terroristen, Rechtsradikale und dann auch noch amoklaufende Jugendliche etc. etc.). Deshalb muss das auch bei uns bekaempft werden, zumal, siehe Olympia, es die Chinesen ja schliesslich sogar vormachen koennen (CSU- Uhl ernsthaft: Bei der Ueberwachung des Internet von China lernen).</p></blockquote>
<h3>Von fehlenden Basics</h3>
<p>Die deutliche Mehrzahl der Abgeordneten glaubt, eine f&#252;r Kinder und Jugendliche richtige Entscheidung gef&#228;llt zu haben. Sie wollen grunds&#228;tzlich Gutes bewirken und sind im festen Glauben, genau dies zu tun. Dass sich z.B. die Sperre einer Webseite in so vielen Aspekten fundamental von dem Verbot eines Fernsehsenders unterscheidet ist f&#252;r sie dabei schlichtweg nicht zu begreifen.</p>
<p>Und denken wir einen Schritt zur&#252;ck: F&#252;r die allermeisten Deutschen ist der Unterschied zwischen dem Sendeverbot f&#252;r einen TV-Kanal und der Indizierung einer Webseite v&#246;llig unklar. </p>
<p>Und nat&#252;rlich ist es so, denn wo k&#246;nnte man solche Dinge ausserhalb der T&#228;tigkeit in der IT-Branche (wenn &#252;berhaupt!) lernen? Wie viele Menschen sind interessiert und autodidaktisch genug veranlagt, sich selbstst&#228;ndig z.B. &#252;ber Netzneutralit&#228;t  zu informieren?</p>
<p>Doch heute, 10 Jahre nach dem das Netz den endg&#252;ltigen Siegeszug in die Privathaushalte angetreten hat, sind diese Fragen von immenser Bedeutung. Das Internet ist ein solch beherrschender Aspekt unseres Lebens geworden und kann auf so vielf&#228;ltige und wundervolle Weise bereichernd sein. Senden und Empfangen. Die M&#246;glichkeit des Publizierens f&#252;r jeden, der Zugriff auf das Netz hat. Jeden einzelnen. Wir haben die Geburt einer Technologie erlebt, deren Folgen so global, umfassend und radikal sind, wie es zuletzt vielleicht nicht einmal die Erfindung des Buchdrucks war. Nur die Bedienungsanleitung fehlt.</p>
<h3>Bildungsl&#252;cke Medienkompetenz</h3>
<p>Seit mehreren Jahren spreche ich davon, dass es von der Grundschule an ein Fach &#8220;Medien&#8221; geben muss. Der erwachsene Umgang mit Print, TV und Netz, Datenschutz und Datensicherheit sind in unserer Gesellschaft nicht minder wichtig als Fremdsprachen. Und derjenige, der wei&#223;, wie Schlagzeilen in Boulevardzeitungen aufgebaut sind oder Phishing im Netz funktioniert, kann sich besser davor sch&#252;tzen.</p>
<p>Soweit der kurze Exkurs, Punkt ist jedoch: Wer soll das unterrichten? Aus welchen Lehrb&#252;chern sich informieren? </p>
<p>Unwissenheit kann man der Politik gar nicht so sehr zum Vorwurf machen, wie man vielleicht gerne m&#246;chte. Unsere Volksvertreter verhalten sich wie Sch&#252;ler, die &#252;berfordert und geradezu &#252;berw&#228;ltigt vor einer Aufgabe sitzen und einfach gar nichts mehr verstehen: Sie verleugnen, ignorieren, verbittern.</p>
<p>Ich habe in den vergangenen Jahren festgestellt, dass, wenn ich &#252;ber Medien spreche, beim Gegen&#252;ber zun&#228;chst oft die Tendenz da ist, auch ohne eigenes Wissen das Problem zun&#228;chst zu negieren. &#8220;Aber das ist doch nicht so schlimm&#8221;, hei&#223;t es.</p>
<p>Und dann, wenn ich mehr erkl&#228;re, wenn ich (aus meiner Sicht) bei &#8220;Adam und Eva&#8221; anfange, dann kommt die Einsicht. &#8220;Oh! Ach so ist das, das hab ich nicht gewusst.&#8221; Nat&#252;rlich nicht, woher auch.</p>
<h3>Nachhilfe f&#252;r eine Nation</h3>
<p>Und genau dort m&#252;ssen wir ansetzen. Wir m&#252;ssen bei &#8220;Adam und Eva&#8221; beginnen. Nicht die Frage des F&#252;r und Wider der Netzneutralit&#228;t ist die wichtigste, es ist die Frage: &#8220;Was unterscheidet eine Webseite von einem Server und warum l&#228;sst sich beides nicht mit einem Fernsehsender vergleichen?&#8221; Wir m&#252;ssen das Internet erkl&#228;ren, verst&#228;ndlich und f&#252;r alle!</p>
<p>Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, warum &#8220;Google.de&#8221; keine Quellenangabe ist. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, dass es so etwas wie &#8220;Phishing&#8221; gibt und wie man sich davor sch&#252;tzt. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, was eine Domain ist, was ein Server ist und wie Domaininhaber zu ermitteln sind. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, warum zwischen Domaininhaber und Impressum ein Unterschied besteht. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, dass es so etwas wie Proxys gibt und warum diese wichtig sind. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, was ein Browser ist. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, dass www. nicht der einzige Teil des Internets ist. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, was ein dezentrales Netzwerk ist. Wir m&#252;ssen erkl&#228;ren, warum die Sperrung von Webseiten zur Bek&#228;mpfung von deren Inhalten eine eine so unglaublich gef&#228;hrliche Idee ist. In einfachen, klaren, Worten. </p>
<p>Es sieht so aus, als sei es die Aufgabe haupts&#228;chlich meiner Generation, das dringend ben&#246;tigte Handbuch f&#252;r die Technologie, die wir alle l&#228;ngst nutzen, nachzureichen. </p>
<p>Man stelle es sich vor, dieses kontinuierlich aktualisierte Standardwerk: &#8220;<strong>Das Internet &#8211; verst&#228;ndlich erkl&#228;rt</strong>&#8220;. Ein neutrales Handbuch unter <a href="http://creativecommons.org/" class="liexternal">Creative Commons</a>, frei konvertierbar f&#252;r jedes beliebige Medium. Entwickelt, geschrieben, redigiert und diskutiert, illustriert und distributiert von all jenen kreativen Experten aller Couleur , die so sehr die Kraft des Netzes beschw&#246;ren: Uns. Wir sollten ernsthaft dar&#252;ber nachdenken.</p>
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		<title>Netzsperren: Mein Brief an den Horst Köhler</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 20:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Schwarz</dc:creator>
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