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	<title>Mea Opinio Est - Meine Meinung ist ...</title>
	
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	<description>Der Blog rund um Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Web, Leben mit persönlichen Meinungen von Frank-Andre Thies</description>
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		<title>Germany: 12 Points</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 00:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Eurovision Song Contest]]></category>
		<category><![CDATA[Grand Prix d’Eurovision de la Chanson]]></category>
		<category><![CDATA[Lena Meyer-Landrut]]></category>
		<category><![CDATA[Ralph Siegel]]></category>
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		<description><![CDATA[Was f&#252;r eine Nacht! AchtNeunmal hie&#223; es Germany: 12 Points &#8211; insgesamt 246 Punkte &#8211; in den letzten sechs Jahren vorher gab es gerade mal 231 zusammen &#8211; Danke Lena Meyer-Landrut, Danke Stefan Raab, Danke Norwegen, dass war ein sch&#246;ner Eurovision Song Contest. Viele qualitativ hochwertige Teilnehmer und Songs, die wirklich gelungene Idee des Eurovision [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was f&uuml;r eine Nacht! <del datetime="2010-05-30T15:06:02+00:00">Acht</del>Neunmal hie&szlig; es <em>Germany: 12 Points</em> &#8211; insgesamt 246 Punkte &#8211; in den letzten sechs Jahren vorher gab es gerade mal 231 zusammen &#8211; Danke Lena Meyer-Landrut, Danke Stefan Raab, Danke Norwegen, dass war ein sch&ouml;ner <strong>Eurovision Song Contest</strong>. Viele qualitativ hochwertige Teilnehmer und Songs, die wirklich gelungene Idee des Eurovision Song Contest Tanzes, der europaweit bei Veranstaltungen und aus heimischen Wohnzimmern vorgef&uuml;hrt wurde und nat&uuml;rlich der Durchmarsch von <em>Satilite</em>. Endlich haben wir es geschafft, den Erfolg von 1982 zu wiederholen.</p>
<p>Ich gestehe, dass ich ein Fan dieser j&auml;hrlichen Veranstaltung bin, auch wenn gerade in fr&uuml;heren Zeit der Schlager-Charakter mancher beitr&auml;ge nicht gerade meinen Musikgeschmack repr&auml;sentiert. Aber seitdem ich in 1979 <em>meinen</em> ersten <strong>Grand Prix d’Eurovision de la Chanson</strong> im Fernsehen verfolgen konnte, bin ich diesem Event treu geblieben. Vor allem dann, wenn Ralph Siegel nicht versuchen konnte, mit altbackenen Songs Europa zeigen zu m&uuml;ssen, dass Deutschland musikalisch in der Steinzeit verblieben sei. Dass er den Erfolg von Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab intellektuel nicht nachvollziehen konnte, zeigte er vor zwei Tagen in einem Interview mit dem <a target="_blank" href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33838/3/1">SZ Magazin</a> der <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em>:</p>
<blockquote><p>Sonst werden wieder nur Amateure geholt, die nicht wissen, wie es geht. Frage: Was hei&szlig;t hier Amateure? Lena Meyer-Landrut hat mit Satellite beste Chancen. Warten Sie mal ab. Es ist ein Riesenunterschied, ob ich ein paar Wochen lang bei einer ProSieben-Sendung gewinne, wo ein paar tausend Facebook-Kids anrufen, oder ob ich auf einer internationalen B&uuml;hne beim Grand Prix stehe. Der Grand Prix ist die Weltmeisterschaft der Musik, das ist eine ganz andere Nummer. [...] Dem Dilettantismus sind keine Grenzen mehr gesetzt. Kann schon sein, dass viele Kids aus Deutschland den Song lieben und runterladen, aber in Oslo laufen 24 K&uuml;nstler auf, und zwar die besten des Landes. Jeder hat drei Minuten. Da hilft kein nationaler Hype, da z&auml;hlt nur das Lied. Und das muss beim ersten Mal &uuml;berzeugen, eine zweite Chance gibt es nicht. </p></blockquote>
<p>Tja, soweit zum Thema Erwartung. Wie war die Realit&auml;t? Lena Meyer-Landrut brauchte keine T&auml;nzer, keine Geige und auch keine Windmaschine: Dank Stimme, Authenzit&auml;t und Charisma schaffte sie den Erfolg, den alle ausserhalb Deutschlands bereits vorausgesagt hatten, den nur wir Deutschen bereits vorher madig machen wollten. Nat&uuml;rlich war viel Kalk&uuml;l mit dabei, Stefan Raab hat einfach viel mehr richtig als falsch gemacht und die notwendige Portion Gl&uuml;ck war auch mit dabei. So ist das eben und es geh&ouml;rt zu Show mit dazu. Diesmal waren <em>wir</em> eben am besten. Die Messlatte f&uuml;r die Show 2011 sind gross, insbesondere die Erwartungen an unseren n&auml;chsten Contest-Beitrag. Aber egal, das dauert noch fast 12 Monate, jetzt ist erstmal feiern angesagt!</p>
<p>P.S. F&uuml;r mich bleibt es immer noch der Grand Prix d’Eurovision de la Chanson &#8211; klingt doch irgendwie w&uuml;rdevoller &#8230;</p>
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		<title>Aktuelles zum Censilia-Internetzensurgesetz</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20100331/aktuelles-zum-censilia-internetzensurgesetz/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 16:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So wie Ursula von der Leyen letztes Jahr in der Blogosph&#228;re f&#252;r ihren Einsatz f&#252;r das umstrittene Internetzensurgesetz den Spitznamen Zensursula bekommen hatte, so hat es nun auch die EU-Kommissarin f&#252;r Inneres, Cecilia Malmstr&#246;m, erwischt: sie wird nun internetweit mit dem Begriff Censilia verbunden. Die von Ihr vorgestellten Richtlinie zur Bek&#228;mpfung des sexuellen Missbrauchs und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2010/03/Censilia.jpg" alt="Aktuelles zum Censilia-Internetzensurgesetz" title="Censilia" width="150" height="210" class="alignright size-full wp-image-607" />So wie Ursula von der Leyen letztes Jahr in der Blogosph&auml;re f&uuml;r ihren Einsatz f&uuml;r das umstrittene Internetzensurgesetz den Spitznamen <em>Zensursula</em> bekommen hatte, so hat es nun auch die EU-Kommissarin f&uuml;r Inneres, Cecilia Malmstr&ouml;m, erwischt: sie wird nun internetweit mit dem Begriff <em>Censilia</em> verbunden. Die von Ihr vorgestellten <strong>Richtlinie zur Bek&auml;mpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern sowie der Kinderpornografie</strong> der EU-Kommission beinhaltet in 26 Artikeln zwar viele nachvollziehbare und sinnvolle Regelungen, aber leider wird damit auch die Diskussion &uuml;ber Netzsperren neu gestartet und dabei nahezu dieselben Argumente der deutschen Sperrbef&uuml;rworter benutzt, die durchweg widerlegt worden!!! Hierzu sind heute zwei wirklich hervorragende und lesenswerte Artikel erschienen, die sich dem Thema sehr sachlich n&auml;hern und (erneut) darlegen, wie widersinnig die Argumente sind:</p>
<p>Da w&auml;re zun&auml;chste <strong>ZDNet.de</strong> mit dem Artikel <a target="_blank" href="http://www.zdnet.de/sicherheits_analysen_vorwand_kinderpornografie_eu_weites_zensurgesetz_droht_story-39001544-41529792-1.htm">Vorwand Kinderpornografie: EU-weites Zensurgesetz droht</a>, der sich intensiv mit den Inhalten und der Entstsehungsgeschichte der Initiative besch&auml;ftigt und zu folgendem Fazit kommt:</p>
<blockquote><p>Man darf nicht davon ausgehen, dass &#8220;Censilia&#8221; Malmstr&ouml;m die Websperren in guter Absicht vorschl&auml;gt. Dazu war sie auf der Pressekonferenz am Montag viel zu gut &uuml;ber die Diskussion in Deutschland informiert. [...] Dass die Meinungs- und Informationsfreiheit bei der Darstellung von Kinderpornografie im Internet aufh&ouml;rt und dass der Schutz der Menschenw&uuml;rde der missbrauchten Kinder Vorrang hat, ist auch unter den Sperrgegnern unumstritten. Das Problem liegt darin, dass die Sperren einerseits keine Wirkung zeigen und andererseits das sensible Thema Kinderpornografie dazu missbraucht wird, einen Vorwand zu liefern, europaweit eine Sperrinfrastruktur zu errichten. </p></blockquote>
<p>Auf <strong>SpiegelOnline</strong> kommentiert man die aktuelle Initiative nicht nur unter dem Motto <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,686562,00.html">Warum der Sperren-Streit Zeitverschwendung ist</a>, man f&uuml;hrt auch die sieben wichtigsten Argumente gegen Netzsperren auf wie z.B.:</p>
<blockquote><p>Der Gro&szlig;teil aller kinderpornografischen Inhalte, die weltweit vertrieben, getauscht, angesehen werden, stammt nicht von frei verf&uuml;gbaren Websites. P&auml;dophile bedienen sich in der Regel anderer, weniger offensichtlicher Kan&auml;le: Peer-to-Peer-Netzwerke, Chatrooms, geschlossene Foren. Oder sie nutzen den Postweg. Man hat es hier mit organisierter Kriminalit&auml;t zu tun. Der wird man nur Herr, wenn man sie mit polizeilichen Methoden bek&auml;mpft: Observation, Infiltration, Razzien. Dazu braucht man vor allem Ressourcen, Beamte, Zeit. Und den Willen, all das zu finanzieren.</p></blockquote>
<p>Wollen wir hoffen, dass diese Argumente nun auch europaweit dieselbe Wirkung zeigen wie letztes Jahr in Deutschland und dieser erneute Versuch, die B&uuml;rger f&uuml;r dumm zu verkaufen und &uuml;ber die Hintert&uuml;r eine Zensurstruktur zu installieren, ins Leere l&auml;uft.</p>
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		<title>EU will Internetsperren einführen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 21:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Monaten hatte die Diskussion zum Thema Internet-Sperrlisten gegen Kinderpornographie sowohl in der Politik wie in der Blogosph&#228;re zu heftigen Diskussionen gef&#252;hrt. Die von der Gro&#223;en Koalition noch beschlossenen Netzsperren wurden dann aber von der neuen CDU-FDP-Bundesregierung ausgesetzt. vernunft hatte sich durchgesetzt, Vernunft dar&#252;ber, dass mit Stoppschildern keine wirkungsvolle Kriminalitit&#228;tsbek&#228;mpfung erreicht werden kann. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Monaten hatte die Diskussion zum Thema <strong>Internet-Sperrlisten gegen Kinderpornographie</strong> sowohl in der Politik wie in der Blogosph&auml;re zu heftigen Diskussionen gef&uuml;hrt. Die von der Gro&szlig;en Koalition noch beschlossenen Netzsperren wurden dann aber von der neuen CDU-FDP-Bundesregierung ausgesetzt. vernunft hatte sich durchgesetzt, Vernunft dar&uuml;ber, dass mit Stoppschildern keine wirkungsvolle Kriminalitit&auml;tsbek&auml;mpfung erreicht werden kann. Wer T&uuml;cher &uuml;ber Opfer ausbreitet und denkt, dass damit der T&auml;ter bestraft wird, hat zu kurz gedacht. <strong>L&ouml;schen statt Sperren</strong> war die Gegenforderung gewesen, eine Forderung, die die Bundesregierung nun in den Fokus stellen wollte. Doch leider sieht es aktuell so aus, als wenn es ganz anders kommen w&uuml;rde!</p>
<p>Die Europ&auml;ische Kommission unter Leitung der EU-Innenkommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m will <a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-will-Websperren-einfuehren-965666.html">alle EU-Staaten verpflichten, den Zugang zu kinderpornografischen Webseiten zu blockieren</a>. </p>
<blockquote><p>Die geplanten Websperren sind Teil einer umfassenden Richtlinie zum Kinderschutz, die mit den dunklen Ecken des Internets und den kriminellen Bildern von Kindesmissbrauch aufr&auml;umen soll. [...] Sollte die neue EU-Richtlinie Realit&auml;t werden, entst&uuml;nde in Deutschland eine paradoxe Situation: Die Bundesregierung m&uuml;sste genau die Websperren einf&uuml;hren, die sie gerade ausgesetzt hat, um stattdessen ein L&ouml;schgesetz zu forcieren.</p></blockquote>
<p>Auch wenn die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) diesn EU-Vorstoss ablehnt, gibt es doch wieder eine Reihe von Bef&uuml;rwortern der Netzsperren. Besonders die beiden folgenden Blog-Beitr&auml;ge haben mich masslos ge&auml;rgert:</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.wdr.de/radio/wdr2/moma/552300.phtml">WDR2: Internetsperren f&uuml;r Kinderpornografie / Autorin: Katrin Brand</a></p>
<blockquote><p>Wenn alle sie darin unterst&uuml;tzen, auch die z&ouml;gerliche Bundesregierung. Sie will die Seiten lieber l&ouml;schen lassen, statt sie zu sperren, weil Sperren sich umgehen lassen. Das stimmt. [...] Sperren hat auch nichts mit Zensur oder Eingriff in die Meinungsfreiheit zu tun. Kinderpornographie ist nie, unter keinen Umst&auml;nden eine Meinung, sondern immer ein Verbrechen.</p></blockquote>
<p><a target="_blank" href="http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2010/03/hochste-zeit-fur-netzsperren-g.html">Kennzeichen Digital &#8211; Das BlogInternet: H&ouml;chste Zeit f&uuml;r Netzsperren gegen Kinderpornos</a></p>
<blockquote><p>Wir haben lange genug gewartet. Auch Deutschland konnte sich bei dem „Kinderpornografie-Gesetz&#8221;, das letztes Jahr verabschiedet wurde, nicht auf konkrete weitgehende Ma&szlig;nahmen gegen P&auml;dophilie und Kinderpornografie im Netz durchringen, hatte die Internetsperren sogar abgelehnt. Das ist ein Skandal.[...] Gegner der Internetsperren bef&uuml;rchten eine weitergehende Zensur im Netz. Die EU-Kommission machte aber deutlich, dass es ihr nur um den Kampf gegen Kinderpornografie und den Schutz der Kinder gehe. Deutschland kann sich nicht weiter auf dem Recht auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung ausruhen. </p></blockquote>
<p>Scheinbar scheinen alle konstruktiven Diskussionen bei einigen Vertretern der Medien nicht angekommen zu sein:</p>
<ol>
<li>Niemand setzt Kinderpornographie mit freier Meinungs&auml;u&szlig;erung gleich!!!!</li>
<li>Wer Kinderpornographie im Internet bek&auml;mpfen will, muss die entsprechenden Seiten komplett l&ouml;schen lassen und diejenigen strafrechtlich verfolgen, die diese Seiten eingestellt haben. Wer Stoppschilder fordert, forciert das Wegsehen!</li>
<li>Wenn erstmal Netzsperren technisch umgesetzt sind, k&ouml;nne diese leicht f&uuml;r weitere Zensurma&szlig;nahmen eingesetzt werden. Und das ist die grosse Gefahr, die in der Internet-Community gesehen wird.</li>
</ol>
<p>Auch wenn die EU-Kommission aktuell ausschliesslich die bek&auml;mpfung der Kinderpronographie im Auge hat, so l&auml;&szlig;t sich der Adressatenkreis ganz schnell anpassen. Das zeigen Forderungen der Kommission f&uuml;r Jugendmedienschutz (KJM) im vergangenen Jahr, das bundesdeutsche Gesetz f&uuml;r Zugangssperren im Internet auch auf unzul&auml;ssige und jugendgef&auml;hrdende Inhalte auszuweiten. Solche und &auml;hnliche Forderungen werden der EU-Kommission schnell gestellt werden, davon ist auszugehen. Und &#8211; man kann es wohl nicht oft genug sagen &#8211; das Grundthema bleibt f&uuml;r viele: <strong>L&ouml;schen statt Sperren !!!</strong>Damit wird die Kinderpornographie im Internet einged&auml;mmt. Nur ist dieser Weg schwieriger und arbeitsintensiver &#8211; zu arbeitsintensiv f&uuml;r unsere EU-Politiker???</p>
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		<item>
		<title>BVG kippt deutsche Vorratsdatenspeicherung</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 22:40:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, es ist ein guter Tag f&#252;r den Datenschutz in Deutschland: wie erwartet hat der Erste Senat des Bundesgerichtshofes heute das bundesdeutsche Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung als verfassungswidrig angesehen und mit sofortiger Wirkung au&#223;er Kraft gesetzt. Kernpunkt der Kritik ist der besonders schwere Eingriff in das Fernmeldegeheimnis bei der Speicherung aller Telefon- und Internetverbindungsdaten f&#252;r sechs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es ist ein guter Tag f&uuml;r den Datenschutz in Deutschland: wie erwartet hat der <a target="_blank" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20100302_1bvr025608.html" title="Zur Entscheidung des BVerfG zum bundesdeutschen Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung">Erste Senat des Bundesgerichtshofes heute das bundesdeutsche Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung als verfassungswidrig angesehen</a> und mit sofortiger Wirkung au&szlig;er Kraft gesetzt. Kernpunkt der Kritik ist der besonders schwere Eingriff in das Fernmeldegeheimnis bei der Speicherung aller Telefon- und Internetverbindungsdaten f&uuml;r sechs Monate, da damit inhaltliche R&uuml;ckschl&uuml;sse bis in die Intimsph&auml;re erm&ouml;glicht und somit auch Pers&ouml;nlichkeits- oder Bewegungsprofile gewonnen werden k&ouml;nnten. Daher m&uuml;ssen auch alle bisher gespeicherten Daten umgehend gel&ouml;scht werden.</p>
<p>Wer sich ferner erhofft hatte, dass es zuk&uuml;nftig keine Vorratsdatenspeicherung mehr geben wird, d&uuml;rfte heute entt&auml;uscht worden sein oder wie die <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/577/504786/text/" title="Urteil zur Vorratsdatenspeicherung - Gruslige Aussichten">S&uuml;ddeutsche kommentiert</a>: <em>Die Gegner der Datenspeicherung haben gewonnen, aber nicht gesiegt.</em>. Gem&auml;&szlig; dem Urteil wird die anlasslose Speicherung der Daten bei den Telefonunternehmen n&auml;mlich <em>verfassungsrechtlich nicht schlechthin verboten</em>, d.h. unter sehr stregen Auflagen darf die zu Grunde liegende <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2006/24/EG_%C3%BCber_die_Vorratsspeicherung_von_Daten">EU-Richtlinie</a> auch in Deutschland umgesetzt werden. Dass dieser &#8211; aus meiner Sicht nachvollziehbare &#8211; Kompromiss nicht immer auf Gegenliebe st&ouml;sst, zeigen die entsprechenden <a target="_blank" href="http://www.netzpolitik.org/2010/kommentar-zum-vorratsdatenspeicherungs-urteil/" title="Kommentar zum Vorratsdatenspeicherungs-Urteil">Kommentare auf netzpolitik.org</a>. Meines Erachtens wird hier oftmals vergessen, dass eine Grundfreiheit keinen h&ouml;heren Wert hat als eine andere. Datenschutz und B&uuml;rgerrechte geh&ouml;ren zu unseren h&ouml;chsten G&uuml;tern, aber auch das Verfolgen und Verhindern von Straftaten erfordert in einer modernen Welt sachgerechte Methoden. Und in <em>begr&uuml;ndeten</em> und <em>engumgrenzten</em> Einzelf&auml;llen muss es m&ouml;glich sein, auf entsprechende Telekommunikationsdaten zur&uuml;ckgreifen zu k&ouml;nnen. Es darf eben nur nicht willk&uuml;rlich und ohne Rechtspr&uuml;fung erfolgen!</p>
<p>Vor allem war heute aber auch ein peinlicher Tag f&uuml;r die SPD und die CDU! Schliesslich war es die Gro&szlig;e Koalition, die dieses Gesetz seinerzeit so beschlossen hatten und damit einen laxen Umgang mit dem Thema B&uuml;rgerrechte offenbarten. Aber nicht alle in der SPD scheinen sich hieran erinnern zu wollen. Dass sich der Th&uuml;ringer SPD-Landesvorsitzende <a target="_blank" href="http://www.ad-hoc-news.de/urteil-huber-sieht-nach-karlsruher-daten-urteil-kaum--/de/Regional/21096867" title="Ad Hoc News">Christoph Matschie &uuml;ber das Urteil erfreut zeigte</a> und sein Kommentar sind f&uuml;r mich blanker Hohn:</p>
<blockquote><p>Die Freiheit des Einzelnen, die informationelle Selbstbestimmung und der Datenschutz sind hohe G&uuml;ter, welche wir nicht leichtfertig auf dem Altar der Terrorbek&auml;mpfung opfern d&uuml;rfen.</p></blockquote>
<p>Richtig. Viele wussten das aber schon vor diesem wichtigen Urteil!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Steuersünder-Daten – Darf der Staat das Recht beugen?</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20100203/steuersuender-daten-darf-der-staat-das-recht-beugen/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 22:01:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Datenkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[steuersünder]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuelle Diskussion &#252;ber den m&#246;glichen Kauf einer Steuers&#252;nder-CD zeigt, wie weit das Rechtsempfinden der Deutschen gesunken ist. Zwei Drittel der Deutschen sind nach dem Zwischenstand einer aktuellen Umfrage bei Spiegel Online daf&#252;r, dass der Staat rund 2,5 Mio. Euro ausgibt, um die Daten von voraussichtlich 1.500 bundesdeutschen Steuers&#252;ndern zu kaufen &#8211; verbunden mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" href="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2010/02/spiegel_online_20100203.png"><img src="http://www.mea-opinio-est.de/uploads/2010/02/spiegel_online_20100203-150x150.png" alt="" title="spiegel_online_20100203" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-573" /></a>Die aktuelle Diskussion &uuml;ber den m&ouml;glichen Kauf einer Steuers&uuml;nder-CD zeigt, wie weit das Rechtsempfinden der Deutschen gesunken ist. Zwei Drittel der Deutschen sind nach dem Zwischenstand einer <a href="http://www1.spiegel.de/active/vote/fcgi/vote.fcgi?voteid=6582&#038;x=112&#038;y=4">aktuellen Umfrage bei Spiegel Online</a> daf&uuml;r, dass der Staat rund 2,5 Mio. Euro ausgibt, um die Daten von voraussichtlich 1.500 bundesdeutschen Steuers&uuml;ndern zu kaufen &#8211; verbunden mit der Erwartung, gesch&auml;tzte 100 Mio. Euro Steuernachzahlungen zu erhalten. Ein Supergesch&auml;ft! </p>
<p>Richtig, mathematisch gesehen, eine Rendite von 4.000% !!! Daf&uuml;r lohnt es sich doch, das Recht zu beugen. Selbst die Gr&uuml;nen, einer deren Slogans <a target="_blank" href="http://twitpic.com/1118of">Deine Daten geh&ouml;ren Dir &#8211; Datenschutz ist B&uuml;rgerrecht</a> lautet, stimmt hier dem Eingehen einer Straftat zu. Schliesslich ist die Mehrheit der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ja dereselben Meinung, da darf man seine eigene Programmatik schnell mal &uuml;ber den Haufen werfen.</p>
<p>Der Kauf von gestohlenen Waren ist nach meiner laienhaften Einsch&auml;tzung Hehlerei, somit nicht rechtens und ist auch gar nicht mit einer Belohnung zu vergleichen, was aktuell gern als Argument angebracht wird. Belohnt wird, wer dabei hilft, eine Straftat aufzukl&auml;ren, indem er sachdienliche Hinweise gibt. Ich habe noch nie davon geh&ouml;rt, dass man gleichzeitig dazu aufruft, dabei eine Straftat zu begehen. Wie kann der Staat von seinen B&uuml;rgern verlangen, dass diese sich an die Gesetze halten, wenn der Staat gleichzeitig aufgrund der schlechten Haushaltslage das Gegenteil macht und auch noch offen zugibt. Dann braucht ja auch niemand mehr ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man Schwarzarbeiter nutzt, um die Kosten zu dr&uuml;cken. Dann kann man ja auf Arbeit in die Kasse greifen, um die eigene Finanzlage zu verbessern. </p>
<p>Ich will nicht falsch verstanden werden: der Staat muss gegen Steuers&uuml;nder vorgehen, mit allen <strong>legalen</strong> Mitteln, die zur Verf&uuml;gung stehen. Es ist unfair gegen&uuml;ber der Masse an ehrlichen Steuerzahlern, dieses soziale System zu untergraben. Wenn wir aber immer mehr das Recht aufweichen, wo ist dann zuk&uuml;nftig die Grenze? D&uuml;rfen dann nicht auch bald Wanzen in Wohnungen ohne richerlichen Beschlu&szlig; angebracht werden, schliesslich ist es ja zum Vorteil der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung. Wie w&auml;re es denn, alle diejenigen mal vorsorglich zu verhaften, die mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen und somit eventuell nennenswert Steuern hinterzogen haben &#8211; vielleicht gesteht der ein oder andere dann. </p>
<p>Wenn der Staat damit anf&auml;ngt, &uuml;ber dem Gesetz zu stehen, machen wir meines Erachtens einen sehr grossen Fehler, der sich erst mit der Zeit auswirken wird. Und nicht unbedingt zum Positiven.</p>
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		<title>Neuerungen im BKA-Gesetz seit einem Jahr nicht genutzt</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 13:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[BKA-Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsbeschwerde]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende 2008 wurden &#196;nderungen im sogenannten BKA-Gesetz &#8211; die komplette Bezeichnung lautet im &#252;brigen Gesetz &#252;ber das Bundeskriminalamt und die Zusammenarbeit des Bundes und der L&#228;nder in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten &#8211; beschlossen, die schon um Vorfeld mehr als nur umstritten waren: das BKA kann seitdem Privat-Wohnungen mit Wanzen und Video-Kameras &#252;berwachen und Computer online durchsuchen. Mehrere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende 2008 wurden &Auml;nderungen im sogenannten <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/BKA-Gesetz" title="Wikipedia - BKA-Gesetz">BKA-Gesetz</a> &#8211; die komplette Bezeichnung lautet im &uuml;brigen <strong>Gesetz &uuml;ber das Bundeskriminalamt und die Zusammenarbeit des Bundes und der L&auml;nder in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten</strong> &#8211; beschlossen, die schon um Vorfeld mehr als nur umstritten waren: das BKA kann seitdem Privat-Wohnungen mit Wanzen und Video-Kameras &uuml;berwachen und Computer online durchsuchen. Mehrere Personen, darunter die bekannte Journalistin <strong>Bettina Winsemann</strong> und der ehemalige Bundesinnenminister <strong>Gerhart Baum</strong> (FDP) haben daraufhin 2009 Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz eingereicht, da das Bundeskriminalamt damit die M&ouml;glichkeit zugestanden bekommen hat &#8211; analog dem Verfassungsschutz und dem Bundesnachrichtendienst -, zu ermitteln, bevor &uuml;berhaupt eine Straftat begangen wurde. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes steht noch aus.</p>
<p>Interessanterweise habe ich heute morgen im Radion auf der Fahrt zur Arbeit geh&ouml;rt, dass die Neuerungen des Gesetzes kein einziges Mal seit Ende 2008 angewendet wurden! Dabei war diese Gesetzes-&Auml;nderung doch laut dem seinerzeitigen <a target="_blank" href="http://www.tagesschau.de/inland/kabinett34.html" title="Kabinett verabschiedet Gesetzentwurf - Gr&uuml;nes Licht f&uuml;r Sp&auml;h-Befugnisse">Bundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble</a> so wichtig gewesen:</p>
<blockquote><p>Das Gesetz sei ein &#8220;wichtiger Baustein in der Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland&#8221;, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble nach der Kabinettssitzung. Die Regierung schaffe damit die &#8220;erforderlichen Befugnisse des Bundeskriminalamtes im Kampf gegen den internationalen Terrorismus&#8221;. Erstmals erhalte das BKA eine eigene Befugnis zur Gefahrenabwehr.</p></blockquote>
<p>Nun k&ouml;nnte man zur Annahme kommen, dass die Gesetzes&auml;nderung deswegen keine Anwendung findet, weil das BKA davon ausgeht, dass das BVG diese &Auml;nderung kippen wird. Aber das w&auml;re sicherlich schon arg ketzerisch. Berechtigt ist f&uuml;r mich aber die Frage, ob diese Gesetzes&auml;nderung wirklich so dringend ben&ouml;tigt wurde, wenn sie praktisch gar nicht genutzt wird &#8230;</p>
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		<title>Schweizer fürchten Minarette</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 20:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Minarett-Verbot]]></category>
		<category><![CDATA[Moscheen]]></category>
		<category><![CDATA[Volksentscheid]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schweizer Volksentscheid zur Anti-Minarett-Initiative, die von zwei rechtspopulistischen Parteien betrieben wurde, hat europaweit eine breite Diskussion &#252;ber Religionsfreiheit und Islamfeindlichkeit ausgel&#246;st. Nachdem sich mehr als 57% der Schweizer, die an dem Entscheid teilgenommen haben, gegen den Bau von weiteren Minaretten ausgesprochen haben, sp&#252;ren Rechtspopulisten einerseits R&#252;ckenwind, andererseits wird die Frage aufgeworfen, ob diese Votum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schweizer Volksentscheid zur Anti-Minarett-Initiative, die von zwei rechtspopulistischen Parteien betrieben wurde, hat europaweit eine breite Diskussion &uuml;ber Religionsfreiheit und Islamfeindlichkeit ausgel&ouml;st. Nachdem sich mehr als 57% der Schweizer, die an dem Entscheid teilgenommen haben, gegen den Bau von weiteren Minaretten ausgesprochen haben, sp&uuml;ren Rechtspopulisten einerseits R&uuml;ckenwind, andererseits wird die Frage aufgeworfen, ob diese Votum auch hierzulande getroffen werden w&uuml;rde. <em>Ich bef&uuml;rchte ja!</em> Meines Erachtens zeigt dieser Volksentscheid ganz klar auf, wie gef&auml;hrlich das eigentlich sinnvolle Mittel der Volksbefragung sein kann und warum ich pers&ouml;nlich gegen Volksbefragungen auf Bundesebene bin.</p>
<p>Das wesentliche Grundproblem einer Volksbefragung ist die Minimalisierung eines komplexen Themas auf eine einfach strukturierte Frage. Grunds&auml;tzlich bin ich f&uuml;r den Bau von Minaretten, den wenn ein Staat Religionsfreiheit, was eine der wesentlichen Grundfreiheiten ist, gew&auml;hrt, dann muss man auch tolerieren k&ouml;nnen, dass Gl&auml;ubige sich hierf&uuml;r den entsprechenden Versammlungsort schaffen. Aber nat&uuml;rlich gibt es im Einzelfall auch gute Gr&uuml;nde, warum der geplante Ort f&uuml;r den Bau einer Minarette ggf. nicht geeignet ist. Diese Einzelfallentscheidung l&auml;&szlig;t sich nicht in eine allgemeine Volksbefragung pressen. </p>
<p>Ausserdem ist es immer dann besonders gef&auml;hrlich, wenn &Auml;ngste instrumentalisiert werden k&ouml;nnen. In breiten Teilen der Bev&ouml;lkerung wird der Islam auf den terroristischen Teil reduziert, was einem Gro&szlig;teil der gl&auml;ubigen Muslimen bei weitem nicht gerecht wird. Solange diese &Auml;ngste von der Politik nicht ernst genommen werden und dieses Problem nicht nachhaltig angegangen wird, kann aus Angst Hass werden. Und die Tendenzen in Deutschland deuten eher auf eine Zunahme der Angst vor fremden Kulturen und Religionen hin. Um mit den Worten von Karl Heinz Deschner, einem der bedeutesten deutschen Kirchen- und Christentumskritiker des 20. Jahrhunderts zu sprechen:</p>
<blockquote><p>Denken &uuml;berzeugt Denkende, darum &uuml;berzeugt Denken selten.</p></blockquote>
<p>Verbote haben noch nie geholfen, Vertrauen aufzubauen und wenn es um Menschenrechte geht, darf nicht Angst Grundlage f&uuml;r Entscheidungen sein. Die Schweiz hat gezeigt, wie es nicht laufen darf. Die Presse hat das verstanden, aber auch das Volk in seiner gesamten Breite?</p>
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		<title>GM verkauft Opel nicht</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20091104/gm-verkauft-opel-nicht/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 13:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Abwrackprämie]]></category>
		<category><![CDATA[GM]]></category>
		<category><![CDATA[Magna]]></category>
		<category><![CDATA[Opel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist die Katze also aus dem Sack! Nach monatelangen Verhandlungen hat heute Nacht der US-Automobilkonzern General Motors den vielerorts an sicher geltenden Verkauf von Opel an Automobilzulieferer Magna abgesagt und plant nun selber das Europagesch&#228;ft zu sanieren. Dass man damit eine Reihe von europ&#228;ischen und deutschen Politikern, allen voran unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, br&#252;skiert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist die Katze also aus dem Sack! Nach monatelangen Verhandlungen hat heute Nacht der US-Automobilkonzern <em>General Motors</em> den vielerorts an sicher geltenden Verkauf von <em>Opel</em> an Automobilzulieferer <em>Magna</em> abgesagt und plant nun selber das Europagesch&auml;ft zu sanieren. Dass man damit eine Reihe von europ&auml;ischen und deutschen Politikern, allen voran unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, br&uuml;skiert, die nahezu durchweg nur den Verkauf von Opel an Magna als sinnhafte L&ouml;sung angesehen und w&auml;hrend der Wahlkampfphase laut propagiert haben, wird in Kauf genommen. Doch kommt diese Entscheidung wirklich so unerwartet?</p>
<p>Ich glaube nicht. Schliesslich war von Anfang an bekannt, dass mit dem Verkauf von Opel nicht nur der Zugriff von GM auf wichtige moderne Technologien und der Zugang zum europ&auml;ischen Markt verloren geht, sondern diese Assets eventuell von russischen Wettbewerbern f&uuml;r deren St&auml;rkung der Marktpositionierung genutzt werden k&ouml;nnte, was langfristig negative Folgen f&uuml;r GM h&auml;tte. Dazu kommt, dass der Opel-K&auml;ufer <em>Magna</em> nicht unbedingt der erhoffte <em>weisse Ritter</em> ist, wie Opel-Treuhandmitglied Dirk Pfeil nochmal best&auml;tigt hat und daher die <a target="_blank" href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/autoindustrie/:kein-verkauf-an-magna-gm-brueskiert-merkel-mit-opel-entscheidung/50032259.html" title="ftd.de: GM br&uuml;skiert Merkel mit Opel-Entscheidung">Entscheidung von GM sogar begr&uuml;sst</a> hat:</p>
<blockquote><p>Magna w&auml;re mit der Opel &Uuml;bernahme &#8220;glatt &uuml;berfordert&#8221; gewesen. </p></blockquote>
<p>Im Grunde d&uuml;rfen sich m.E. die damaligen Regierungsmitglieder von CDU/CSU und SPD gar nicht so stark aufregen, schliesslich haben diese indirekt sogar aktiv diese Entscheidung unterst&uuml;tzt: Opel geh&ouml;rt zu den gr&ouml;&szlig;ten Nutzniessern der deutschen <strong>Kfz-Abwrackpr&auml;mie</strong> und konnte ihre wirtschaftliche Lage &#8211; zumindest tempor&auml;r &#8211; verbessern. Jammern ist aber auch aus einem anderem Grund fehl am Platz: ob es sich wirklich um einen <em>schwarzen Tag f&uuml;r Opel</em> handelt, wie Betriebsratschef Klaus Franz heute sagte, h&auml;ngt sehr stark auch von der bundesdeutschen Regierung und den betroffenen Bundesl&auml;ndern ab. Opel ist weiterhin ein Sanierungsfall und schmerzhafte Einschnitte werden notwendig sein, um ein tragf&auml;higes Konzept umsetzen zu k&ouml;nnen. Wie stark die deutschen Standorte hiervon betroffen sein werden, bleibt abzuwarten. Aber es muss L&ouml;sungen geben, die weder den deutschen Steuerzahler einseitig belasten noch die Opel-Arbeitnehmer im Regen stehen l&auml;sst. Und das wird ein gewaltiger Spagat werden. Gut, dass der Wahlkampf vorbei ist. </p>
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		<title>Löschen statt Sperren – FDP setzt sich durch</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 12:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrung von Internetseiten]]></category>
		<category><![CDATA[von der Leyen]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn die Koalitionsverhandlungen in Berlin zwischen CDU/CSU und FDP bei weitem noch nicht abgeschlossen sind, so gibt es laut Agenturmeldungen zumindest im Bereich der Inneren Sicherheit Einigkeit was die wichtigen Themenbereiche Online-Durchsuchungen, Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren betrifft. Und wie es sich laut Inforamtionen von Heise (Internetsperren sind vorerst vom Koalitionstisch / Koalitionsvereinbarung: Web-Sperren weg, Vorratsdatenspeicherung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn die Koalitionsverhandlungen in Berlin zwischen CDU/CSU und FDP bei weitem noch nicht abgeschlossen sind, so gibt es laut Agenturmeldungen zumindest im Bereich der <em>Inneren Sicherheit</em> Einigkeit was die wichtigen Themenbereiche Online-Durchsuchungen, Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren betrifft. Und wie es sich laut Inforamtionen von Heise (<a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Internetsperren-sind-vorerst-vom-Koalitionstisch-2-Update-830936.html">Internetsperren sind vorerst vom Koalitionstisch</a> / <a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Koalitionsvereinbarung-Web-Sperren-weg-Vorratsdatenspeicherung-eingeschraenkt-831418.html">Koalitionsvereinbarung: Web-Sperren weg, Vorratsdatenspeicherung eingeschr&auml;nkt</a>) zeigt, konnte die FDP hier deutlich mehr Schwerpunkte setzen:</p>
<p>So wird die Online-Durchsuchung zuk&uuml;nftig nur noch auf Antrag der Bundesanwaltschaft m&ouml;glich sein und darf auch weiterhin nur durch das BKA vorgenommen werden. Eine Ausweitung auf andere Beh&ouml;rden wie der Bundesverfassungsschutz sind damit vom Tisch. Bei der Vorratsdatenspeicherung soll die Nutzung der Daten weiter eingeschr&auml;nkt werden und nur in besonders schweren F&auml;llen genutzt werden kann. Auch eine Aussetzung der Vorratsdatenspeicherung bis zur endg&uuml;ltigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes wird nicht ausgeschlossen. Ausgesetzt werden kann diese Form der &Uuml;berwachung derzeit nicht, da es sich um ein europ&auml;isches Gesetz handelt.</p>
<p>Besonders freut es mich nat&uuml;rlich, dass die umstrittenen Internetsperren gestoppt wurden. Das entsprechende Gesetz, dass noch von der Gro&szlig;en Koalition auf den Weg gebracht wurde, wird zun&auml;chst f&uuml;r ein Jahr <em>ausgesetzt</em>, damit sich in dieser Zeit das BKA nach dem Motto <strong>L&ouml;schen statt Sperren</strong> verst&auml;rkt um den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit zum L&ouml;schen dieser Inhalte k&uuml;mmern kann. Die Weitergabe von Sperrlisten an die Zugangsanbieter wird w&auml;hrend dieser Zeit nicht stattfinden. Nach Ablauf des Jahres sollen die Ergebnisse dieser Ma&szlig;nahmen ausgewertet werden, um dann eine endg&uuml;ltige Entscheidung zu treffen.</p>
<p>Sicherlich w&auml;re auch f&uuml;r mich eine komplette Gesetzesr&uuml;cknahme noch besser gewesen, aber Koalitionsverhandlungen sind nunmal grunds&auml;tzlich von Kompromissen gepr&auml;gt und niemand wird 100% seiner Vorstellungen durchsetzen k&ouml;nnen. Viel wichtiger ist f&uuml;r mich das Ziel:</p>
<blockquote><p><strong>F&uuml;r die Liberalen handelt es sich dabei um eine L&ouml;sung, die es der Union beim Abschied vom Web-Sperren erm&ouml;glicht, das Gesicht zu wahren. Man werde nach Ablauf der Frist darauf dr&auml;ngen, das Zugangserschwerungsgesetz komplett aufzuheben.</strong></p>
<p>Die Verhandlungsf&uuml;hrerin der Liberalen in der Arbeitsgruppe, die bayerische FDP-Vorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, erg&auml;nzte, dass &#8220;kinderpornographische Abbildungen und Texte aus dem Netz entfernt&#8221; werden m&uuml;ssten. Das Internet sei schlie&szlig;lich kein &#8220;rechtsfreier Raum&#8221;. Konkret setzen die Liberalen vor allem auf die Internetwirtschaft und die Verbesserung von Hotlines zum L&ouml;schen illegaler Inhalte wie INHOPE, dass das BKA auf dem kleinen Dienstweg &uuml;ber eine direkte Ansprache von Providern ohne den Umweg &uuml;ber ausl&auml;ndische Polizeibeh&ouml;rden mehr zum Entfernen kinderpornographischer Angebote aus dem Netz beitragen k&ouml;nnte.</p></blockquote>
<p>In einem Jahr wird sich die FDP genau daran messen lassen m&uuml;ssen und ich glaube nicht, dass irgendjemand in der Parteizentrale davon ausgeht, dass dies bis dahin vergessen sein wird. Daf&uuml;r wird das Web schon sorgen!</p>
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		<title>Kommt die digitale Todesstrafe?</title>
		<link>http://www.mea-opinio-est.de/20090929/digitale-todesstrafe/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 14:33:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank-Andre Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Rights]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Markus Beckedahl von netzpolitik.org hat seinen neuesten w&#246;chentlicher Kommentar im Zeit.de-Blog Kulturkampf und versucht mit der Frage Wollen wir die digitale Todesstrafe? einen wichtigen Teilaspekt bei der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet in die &#246;ffentliche Diskussion zu bringen: ist das Kappen des Internetzugangs als Strafandrohung sinnvoll?
Die Digitalisierung stellt das traditionelle Urheberrecht vor eine gro&#223;e Herausforderung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Markus Beckedahl von <strong>netzpolitik.org</strong> hat seinen neuesten w&ouml;chentlicher Kommentar im <em>Zeit.de-Blog Kulturkampf</em> und versucht mit der Frage <a target="_blank" href="http://www.netzpolitik.org/2009/wollen-wir-die-digitale-todesstrafe/" title="Wollen wir die digitale Todesstrafe?">Wollen wir die digitale Todesstrafe?</a> einen wichtigen Teilaspekt bei der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet in die &ouml;ffentliche Diskussion zu bringen: ist das Kappen des Internetzugangs als Strafandrohung sinnvoll?</p>
<blockquote><p>Die Digitalisierung stellt das traditionelle Urheberrecht vor eine gro&szlig;e Herausforderung. Seit Jahren tobt daher ein politischer Krieg um die richtigen Rahmenbedingungen. Zehn Jahre nach Start der ersten Tauschb&ouml;rse Napster ist immer noch keine L&ouml;sung in Sicht.</p></blockquote>
<p>Konkreter Hintergrund ist der Beschlu&szlig; des Franz&ouml;sischen Parlaments, dass Richter Internetnutzern, die wiederholt gegen das Urheberrecht versto&szlig;en, den Internet-Anschluss f&uuml;r bis zu einem Jahr sperren k&ouml;nnen (HADOPI 2 Gesetz). Im Fokus der Fahndung stehen dabei vor allem Nutzer von Tauschb&ouml;rsen. Auch in UK ist ein analoges Gesetz in der Planung, in Deutschland hatte sich die CDU im Bundestagswahlkampf zun&auml;chst &auml;hnliche Forderungen aufgestellt, aufgrund der &ouml;ffentlichen Kritik hiervon zun&auml;chst wieder Abstand genommen. </p>
<p>Das Fazit von Markus Beckedahl ist eindeutig:</p>
<blockquote><p>Die Forderung, Tauschb&ouml;rsennutzern das Internet zu sperren, ist irrsinnig, unverh&auml;ltnism&auml;ssig und unvern&uuml;nftig. Und dar&uuml;ber hinaus gibt es zahlreiche ungel&ouml;ste Problemstellungen [...] Im Jahre 2009 vom Internet ausgeschlossen zu werden, kommt einer digitalen Todesstrafe gleich. Vern&uuml;nftiger w&auml;re es, neue Technologien und den medialen Wandel zu umarmen und innovative Gesch&auml;ftsmodelle daf&uuml;r zu entwickeln.</p></blockquote>
<p>Viel zu viele Fragen sind bei diesem Vorgehen offen, wie z.B. mit dem Problem umgegangen wird, dass Anschlussinhaber und Rechtsverletzter ja nicht zwingend dieselbe Person sein m&uuml;ssen. Auch stellt sich mir die Frage, welches Recht wichtiger ist: das Zugangrecht zum Internet oder das Urheberrecht? Einfache L&ouml;sungen greifen hier meines Erachtens nicht, dass haben bereits die populistischen Killerspiel-Verbote und Internet-Sperrlisten gezeigt. Da aber die <em>Generation Internet</em> bisher nur unterdurchschnittlich in der Politik vertreten ist, besteht erneut die grosse Gefahr, dass Gesetze auf den Weg gebracht werden, die genau das Gegenteil des Gew&uuml;nschten erreichen: die Straft&auml;ter, die im grossen Stil Raubkopien anfertigen, finden schnell L&ouml;sungen und schl&uuml;pfen durch die Maschen!</p>
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