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	<title>Flat Flute Divers</title>
	
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	<description>Das etwas andere Blog über das Tauchen.</description>
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		<title>Thorsten Reimnitz: Fast schon vergessen</title>
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		<comments>http://www.flatflutedivers.de/2010/08/04/thorsten-reimnitz-fast-schon-vergessen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 07:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnorcheln]]></category>
		<category><![CDATA[Spezielle Kurse]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Thorsten Reimnitz]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche erscheint der Artikel mal um einen Tag vom  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche erscheint der Artikel mal um einen Tag vom &#252;blichen verschoben. Warum ist das so, mag der regelm&#228;&#223;ige Leser fragen. Nun, schuld daran bin ich&#8230; irgendwie. Zwar wurde ich an einem Dienstag geboren, aber mein Geburtstag f&#228;llt dieses Jahr auf einen Mittwoch. Da es sich noch dazu um einen &#8220;runden&#8221; handelt, habe ich mir die kleine Eitelkeit herausgenommen, heute mal mich so ganz in den Mittelpunkt zu setzen.</p>
<div id="attachment_1091" class="wp-caption aligncenter" style="width: 355px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_schnorchel.jpg"><img class="size-full wp-image-1091" title="Tauchausr&#252;stung 1980er Jahre - fast komplett (nicht im Bild: Badehose)" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_schnorchel.jpg" alt="Tauchausr&#252;stung 1980er Jahre - fast komplett (nicht im Bild: Badehose)" width="345" height="460" /></a><p class="wp-caption-text">Tauchausr&#252;stung 1980er Jahre - fast komplett (nicht im Bild: Badehose)</p></div>
<p>Zu Geburtstagen schaut man gern mal zur&#252;ck auf das, was war und wie es sich im &#8220;Jetzt&#8221; darstellt. Zumindest ich mache das gern. Immer wieder mal. Und zu runden Geburtstagen ganz besonders. Da es hier um das Tauchen geht, werde ich nur diesen Aspekt meines Lebens beleuchten, die anderen finden anderswo statt. Nat&#252;rlich bin ich schon auf meine &#8220;Taucher-Geschichte&#8221; eingegangen zu Beginn dieses Blogs, aber wie ich von einer Freundin erinnert wurde, habe ich etwas vergessen. Sowieso scheinen mir bei der Beschreibung lauter kleine Details &#8220;rausgegangen&#8221; zu sein. Es ist halt schon sehr lang her. Und seit heute wieder ein St&#252;ckchen mehr l&#228;nger her. Oder so. Bevor ich fortfahre, allerdings noch eine kleine Warnung: das hier soll keine Chronologie sein, nur eine pers&#246;nliche Reflektion. Der Text wird wohl so sprunghaft sein, wie meine Gedanken manchmal sind.</p>
<p>Gehen wir etwas mehr ins Detail, was meine Jugendzeit betrifft. Schon als Kind war ich eine so genannte Wasserratte. Dass wir am Bodensee wohnten, kam dem sehr entgegen. Durch Fernsehberichte und Serien wie &#8220;Flipper&#8221; war ich vom Tauchen fasziniert, aber auf der anderen Seite durch Berichte &#252;ber t&#246;dliche Tauchunf&#228;lle auch wieder abgeschreckt. In den 1970er Jahren war beispielsweise das Tauchen am Teufelstisch, einer Felsnadel im &#220;berlinger See in der N&#228;he von Wallhausen, noch erlaubt. Und der Name &#8220;Teufelstisch&#8221; bekam f&#252;r mich eine zweite Bedeutung dadurch, dass dort so viele Unf&#228;lle passierten. Schlie&#223;lich wurde das Tauchen dort verboten, aber man las immer wieder von Unf&#228;llen. Nat&#252;rlich war das mein rein subjektives Empfinden, da ich keine Ahnung hatte, wie viel Tauchg&#228;nge am Bodensee stattfanden, ohne dass es zu Unf&#228;llen kam. Aber das mulmige Gef&#252;hl blieb. Genauso wie die Faszination. Da ich also nicht Ger&#228;tetauchen wollte &#8211; was dann? Dann eben so. Maske, Flossen, Schnorchel. Aber wie macht man sowas richtig?</p>
<p>Zu dem Zeitpunkt hatte ich &#252;ber die Schule eine Jugendzeitschrift abonniert, die einem die Natur und den Menschen etwas n&#228;herbringen sollte (tut mir leid, den Namen habe ich schon vergessen). Als der Sommer n&#228;her kam, wurde in dieser Zeitschrift eine Serie &#252;ber das Schnorcheln ver&#246;ffentlicht und was man dazu wissen musste: den richtigen Flossenschlag, Druckausgleich, Schnorchel ausblasen und so weiter. Gleichzeitig wurden einem gewisse physiologische Kenntnisse vermittelt, warum man zum Beispiel vor dem Abtauchen nicht hyperventilieren sollte oder warum der Schnorchel nicht zu lang sein darf. Die genaue Ausr&#252;stung von damals habe ich nicht mehr vollst&#228;ndig, da ich verschiedene Teile ersetzen musste, aber sie sah ungef&#228;hr so aus, wie oben auf dem Bild. Die wasserdichte Lampe in der Mitte ist sogar noch ein Originalteil von damals, die hatte es in einer anderen Jugendzeitschrift (<a title="YPS" href="http://www.yps.de/" target="_blank">YPS</a>) gegeben. So war ich ausgestattet, zumindest einen Teil der Unterwasserwelt zu erkunden.</p>
<div id="attachment_1092" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/westbad_fische.jpg"><img class="size-full wp-image-1092" title="Fische im Westbad &#220;berlingen" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/westbad_fische.jpg" alt="Fische im Westbad &#220;berlingen" width="460" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Fische im Westbad &#220;berlingen</p></div>
<p>Selbst eine einfache (da wegwerfbare) Unterwasser-Kamera geh&#246;rte irgendwann zu meiner Ausstattung. Man sieht, irgendwie versuchte ich, so nah wie m&#246;glich ans Tauchen heranzukommen. Auch in meiner rettungsdienstliche Ausbildung interessierte ich mich unter anderem sehr f&#252;r physiologische Vorg&#228;nge beim Tauchen und welche Arten Tauchunf&#228;lle es gibt. Dann, 1992, kam der Moment, wo ich es wirklich mal ausprobieren durfte. Im Panorama-Bad in Freudenstadt im Schwarzwald wurde ein Schnuppertauchen veranstaltet.  Und es war genau so faszinierend, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es ging nur nicht sehr lang, einmal eine L&#228;nge im Schwimmerbecken hin und wieder zur&#252;ck.</p>
<p>Und ich dachte, dass ich dann eine lange Zeit von dem Gedanken Abschied genommen hatte. Aber eine Freundin erinnerte mich daran, dass dem nicht so war. Etwas, das ich fast schon vergessen hatte, als ich meine pers&#246;nliche Einf&#252;hrung zu diesem Blog schrieb. Als ich 1997 den <a title="Center Parcs Het Heijderbos" href="http://cp.summertimeparcs.de/het_heijderbos.html" target="_blank">Center Parc Het Heijderbos</a> besuchte, stie&#223; ich im Magazin, das damals jeder Besucher bekam, damit er wusste, welche Veranstaltungen und Sportm&#246;glichkeiten es im Park geben w&#252;rde, auf folgenden Abschnitt:</p>
<p><em>Tauchen-Einf&#252;hrung</em></p>
<p><em>(ab 8 Jahre, und mind. 1,50 m lang)</em></p>
<p><em>Unter der Leitung eines fachkundigen Lehrers werden Ihnen die Anf&#228;nge des Tauchens mit einer Sauerstoffflasche beigebracht. Sie beginnen gleich im Wasser, so dass Sie die Zeit optimal ausn&#252;tzen k&#246;nnen. Subtropisches Schwimmparadies. Anmeldungsgeb&#252;hr hfl 40.00. Zuerst wird die erste Einf&#252;hrung vollgebucht.</em></p>
<p><em>He</em>, dachte ich mir, <em>&#228;lter als 8 Jahre bist Du schon und l&#228;nger als 1,50 m auch.</em> Ja, okay, der Abschnitt enth&#228;lt ein paar sprachliche Merkw&#252;rdigkeiten, so zum Beispiel auch, dass ein gew&#246;hnlicher Sporttaucher nicht mit einer &#8220;Sauerstoffflasche&#8221; taucht, aber was soll&#8217;s? Einem zweiten Prospekt entnahm ich, dass es sich um einen Kurs handelte, der eine kleine Einf&#252;hrung ins Tauchen geben sollte und den man &#8211; wenn man dann wollte &#8211; innerhalb eines Jahres bei jeder Tauchschule fortsetzen k&#246;nne. Aha.</p>
<div id="attachment_1093" class="wp-caption aligncenter" style="width: 268px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_cp_tr.jpg"><img class="size-full wp-image-1093" title="Schnorchelbad im Center Parc" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_cp_tr.jpg" alt="Schnorchelbad im Center Parc" width="258" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Schnorchelbad im Center Parc</p></div>
<p>Ich habe besagtes Magazin noch. Meine damalige Freundin und Reisebegleiterin hat verschiedene Sportangebote angekreuzt, die wir w&#228;hrend <a title="Summertime Parcs Blog: Wie ich Center Parcs entdeckte und was daraus folgte" href="http://blog.summertimeparcs.de/2010/08/04/thorsten-reimnitz-wie-ich-center-parcs-entdeckte-und-was-daraus-folgte/" target="_blank">unseres Aufenthalts im Center Parc</a> machen wollten. Bei dem Abschnitt &#8220;Tauchen-Einf&#252;hrung&#8221; hat sie ein &#8220;T&#8221; dazu geschrieben. Das hei&#223;t, <em>ich</em> wollte das machen. Sie &#252;berlegte sich, ob sie wohl mit ins Schwimmbad kommen und Fotos machen sollte. Weiter kam die Planung allerdings nicht. Wir waren nur eine Woche da und die Zeiten f&#252;r die Tauch-Einf&#252;hrung waren denkbar ung&#252;nstig f&#252;r uns. So belie&#223;en wir es beim Schnorcheln im Schnorchelbad.</p>
<p>Ab da schien sich das Thema f&#252;r mich erst wirklich erledigt zu haben. Ich verschwendete keinen Gedanken mehr daran, das Tauchen &#8220;mal&#8221; auszuprobieren. Bei meinem ersten Urlaub in &#196;gypten 2004 erlebte ich die Unterwasserwelt des Roten Meeres beim Schnorcheln und auf einer Tour mit dem Glasbodenkatamaran. Erst viel sp&#228;ter sollte sich das &#228;ndern.</p>
<div id="attachment_1094" class="wp-caption aligncenter" style="width: 355px"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_ausruestung.jpg"><img class="size-full wp-image-1094" title="Tauchausr&#252;stung 2010 - Nur ein Teil" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/08/40j_ausruestung.jpg" alt="Tauchausr&#252;stung 2010 - Nur ein Teil" width="345" height="460" /></a><p class="wp-caption-text">Tauchausr&#252;stung 2010 - Nur ein Teil</p></div>
<p>Das klingt jetzt sentimental, aber auch das sei mir an einem solchen Tag erlaubt &#8211; ohne Annette w&#228;re es vermutlich dabei geblieben. Sie h&#228;tte mich nat&#252;rlich nie dazu &#252;berreden k&#246;nnen, den &#8220;Scuba Diver&#8221;-Kurs zu machen, wenn ich nicht vorher schon auf eine gewisse Weise &#8220;gefangen&#8221; gewesen w&#228;re. Aber sie hat den entscheidenden Impuls dazu gegeben. Und wenn ich heute sehe, was das alles nach sich gezogen hat, war es eine gute Entscheidung von ihr, die Frage in den Raum zu stellen, ob wir den Kurs machen sollen. Wir hatten nat&#252;rlich keine Ahnung, wo uns das hinf&#252;hren w&#252;rde. Geschweige denn, was daraus alles entstehen w&#252;rde. Wir haben seither viel erlebt und neue Menschen kennengelernt. Wir haben Herausforderungen gemeistert und uns neuen gestellt, Herausforderungen, die auch noch vor uns liegen.</p>
<p>Es war ein gro&#223;er Schritt, der sich am besten durch das erste und das letzte Bild oben in diesem Artikel verdeutlichen l&#228;sst &#8211; die Ausr&#252;stung &#8220;damals&#8221;, und die Ausr&#252;stung heute. Ich bin schon sehr gespannt, was wir noch alles erleben werden. Es bleibt auf jeden Fall spannend, denn neue Ideen haben wir auch schon. Aber davon wird hier noch berichtet werden. Ganz sicher&#8230;</p>
<p>Ach ja, auch fast vergessen: Danke, Annette! <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Schnuppertauchen im Freibad Wehr am 7. und 8. August 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 07:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trainingstauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Freibad]]></category>
		<category><![CDATA[Wehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Initiative der Stadt Wehr / Baden veranstaltet die  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Initiative der Stadt Wehr / Baden veranstaltet die <a title="AQUAplus Wehr" href="http://www.aquaplus-wehr.de/" target="_blank">Tauchschule AQUAplus Wehr</a> im August im Freibad Wehr ein Schnuppertauchen f&#252;r Interessierte.</p>
<p>Das Schnuppertauchen findet statt am:</p>
<p>Samstag,  7.  August 2010 von 11.00 Uhr bis 13.30 Uhr<br />
Sonntag, 8. August 2010 von  11.00 Uhr bis 13.30 Uhr</p>
<p>Die Adresse ist:</p>
<p>Freibad   Wehr<br />
Frankenmatt 10<br />
79664 Wehr</p>
<p style="text-align: left;">Und wen&#8217;s interessiert &#8211; die FlatFluteDivers sind ebenfalls da. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/07/pooltauchen.jpg"><img class="size-full wp-image-1073 aligncenter" title="Pooltauchen" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/07/pooltauchen.jpg" alt="" width="345" height="460" /></a></p>
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		<title>Der erste Tauchgang im Trocki</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 07:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dry Suit Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwassertauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<category><![CDATA[Trocki]]></category>
		<category><![CDATA[Horka]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir hatten uns also entschieden und der Trilaminat-Troc [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten uns also entschieden und der Trilaminat-Trocki war gekauft. Gott sei Dank rechtzeitig vor dem Horkaaufenthalt, denn wir hatten im Rahmen des Resue Divers noch einige Tauchg&#228;nge vor uns.</p>
<p>F&#252;r unter den Trocki hatte man uns einen mittleren Unterzieher sowie Skiunterw&#228;sche empfohlen. Die Wassertemperatur war noch ziemlich k&#252;hl, denn erst drei Wochen zuvor war das Eis vom See weggetaut.</p>
<p>Wie schon das letzte Mal beluden wir unser Auto und machten uns auf den Weg nach Ostdeutschland. Kaum hatten wir &#220;berlingen hinter uns gelassen, fing es an zu regnen. Was sage ich? Es regnete nicht, es sch&#252;ttete. Na klasse. Und kalt war es auch.</p>
<p>Hinter Ulm h&#246;rte es wieder auf und etwas Hoffnung keimte in uns, dass es in Ostdeutschland vielleicht ein bisschen w&#228;rmer war als bei uns, aber leider fing es wieder an zu sch&#252;tten, nachdem wir Dresden erreicht hatten.</p>
<p>Wir erreichten als erste die Basis in Horka. Man lie&#223; uns schon mal hinein, doch da wir die ersten Basisbewohner in dem Jahr waren, war sie noch nicht richtig beheizt. Wir froren ziemlich, trauten uns nicht, die Jacken auszuziehen, und warteten auf Majki. Knapp eine Stunde sp&#228;ter kam er, mit Babsi nebst Hunden. Wir liefen zum See, aber so richtig einladend war es ehrlich gesagt nicht. Wir dachten mit Grauen daran, in das kalte Wasser zu steigen und waren doppelt froh, dass es dieses Mal trocken sein sollte.</p>
<p><em>Thorsten: Ja, da war uns das Gl&#252;ck wirklich hold. Im Nass-Tauchanzug w&#228;re das eine verdammt ungem&#252;tliche Angelegenheit geworden.</em></p>
<p>An dem Abend machten wir nicht mehr viel. Wir gingen essen, dann schlafen. Die Zimmer waren immerhin sch&#246;n warm und es gab keine <a href="http://www.flatflutedivers.de/2009/11/05/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-1/" target="_blank">M&#252;cken</a>. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Am n&#228;chsten Morgen war es dann soweit. Nach einer Einweisung in die Anz&#252;ge zogen wir uns das erste Mal komplett trocken an. Bis dahin ging soweit erst mal alles problemlos. Sich ins Jacket zu zwingen erforderte bei mir zumindest etwas Geschick, dann ging es los.</p>
<p><em>Ich werde nie dieses komische Gef&#252;hl vergessen, wenn man den Anzug angelegt hat und in die Knie geht, um s&#228;mtliche Luft herauszupressen. Der Trocki saugt sich dann quasi an einem fest. Das f&#252;hlt sich an wie&#8230; &#228;h&#8230; ja, mir f&#228;llt gerade kein Vergleich ein. Ich sag Bescheid, falls sich das &#228;ndert.</em></p>
<p>Eitler Fatzke! Du bist auch mit nix zufrieden. Mal saugt sich der Trocki an, dann ist man wieder nicht fotogen weil der Rei&#223;verschluss am R&#252;cken einen Buckel vort&#228;uscht&#8230; und da hei&#223;t es immer Frauen seien so eitel&#8230;</p>
<p><em>Hallo?? Ich werde dieses Jahr 40. Ich kriege Falten und verliere meine Haare. Da muss ich doch schauen, dass ich anderweitig gut aussehe.</em></p>
<p>Wir liefen in Richtung Seeeinstieg. Auf dem Weg fiel mir auf, dass ich irgendwie seltsam lief. Man hatte einem zwar beigebracht, aufrecht zu laufen, Schultern zur&#252;ck, Brust raus, Bauch rein, aber f&#252;r meinen Geschmack hatte ich die Schultern zu weit hinten. Dieser Verdacht best&#228;tigte sich, als ich versuchte, meine Flossen anzuziehen. Hier machte sich der erste Haken des Trilaminat Trockis bemerkbar. Er ist nicht elastisch! Und da die Stiefel direkt an den Hosenbeinen angebracht sind, gestaltete es sich etwas schwierig, im Stehen an die Flossen zu kommen. Knie anziehen ging nur bis zu einem gewissen Grad. Erschwerend kam bei mir die ungew&#246;hnliche &#8220;Schulterzur&#252;ckposition&#8221;, die es mir gar nicht erm&#246;glichte, an die Clipverschl&#252;sse der Flossen zu kommen. Nerv! Schlie&#223;lich gab ich auf und lie&#223; mir helfen.</p>
<p>Dann: Blei in die Taschen. Bei dem Gedanken an die Bleimenge wurde ich schon kurzluftig. Im Na&#223;tauchanzug brauche ich mit meiner 12 l Flasche maximal 2 kg, hier packte ich schon 8 Kilo ein. Inclusive Fu&#223;blei, denn die F&#252;&#223;e sollen im Trocki unten bleiben. V&#246;llig geschafft vom Anziehen begab ich mich auf die letzte Stufe.</p>
<p><em>Neben dem Fu&#223;blei hatten wir kurz vor der Fahrt nach Horka noch den Tipp bekommen, uns Flossen mit weniger Auftrieb zu besorgen, was wir brav getan hatten.</em></p>
<p>(Korrektur: DEINE Flossen hatten zu viel Auftrieb, meine nicht! Ich hab mir dekanterweise Splitfins geleistet, die weniger Wasserwiderstand haben. Haben sie auch. Wenn man flosselt sp&#252;rt man sie fast nicht. Hach, das geht ja richtig leicht. Angenehm leicht. Sehr leicht. ZU leicht!!!!! Ich hab meine Flosse verloren!!!!!!!!!!!)</p>
<p>Ehrlich gesagt war ich mehr als nerv&#246;s. Man h&#246;rt Geschichten &#252;ber Taucher, die Luft vom Trocki in die Beine bekommen und so unter Wasser einen Kopfstand machen und ungebremst an die Oberfl&#228;che schie&#223;en. Da ich aus leidlicher Erfahrung wei&#223;, dass ich zu solch bl&#246;den Zwischenf&#228;llen besonders am Anfang neige, sah ich es schon kommen, dass ich von der letzten Stufe ins Wasser glitt um sofort Kopf zu stehen.</p>
<p>Es half aber nichts. Den Mutigen geh&#246;rt die Welt. Also wagte ich den Schritt ins Wasser. Hier fiel mir zweierlei auf:</p>
<p>Erstens: Aaaaah&#8230;.kalt. Sehr kaltes Wasser. Igitt!!! Nein, nicht was Sie jetzt denken. Der Anzug war dicht. Aber trotzdem sp&#252;rte ich die umgebende K&#228;lte sehr deutlich. UUhhh! (Memo an mich: f&#252;r solche Aktionen in Zukunft dickere Unterzieher!!!!)</p>
<p><em>Okay, an dieser Stelle schalten wir mal schnell um in die Sendezentrale zum Zentralsender, und zwar zur&#8230;</em></p>
<h1>Hobbythek<em><br />
</em></h1>
<p><em>Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der &#8220;Hobbythek&#8221;, liebe Bastelfreunde! F&#252;r diejeningen unter unseren Lesern, die noch nie einen Trockentauchanzug im Wasser anhatten: Da hab ich mal was vorbereitet! Falls Sie das Gef&#252;hl mal nachvollziehen wollen, dann nehmen Sie einen Einmal-Gummihandschuh (zum Beispiel aus dem Verbandskasten),</em> &#8230;</p>
<p>Gute Idee! N&#228;chste Verkehrskontrolle: &#8220;Zeigen Sie mal Ihren Verbandskasten! Wo sind denn die Handschuhe?&#8221; &#8211; &#8220;&#196;h&#8230; ich habe da ein Flat Flute Diver Experiment gemacht&#8230;&#8221; &#8211; &#8220;WAS haben Sie gemacht???&#8221;</p>
<p><em>&#8230; nehmen Sie einen Einmal-Gummihandschuh, zur Not tut&#8217;s auch ein Haushaltshandschuh, f&#252;llen Sie ein Waschbecken mit 10 ° C kalten Wasser (zur Not tut&#8217;s auch 10 ° warmes Wasser) und halten Sie die Hand rein, und zwar so, dass kein Wasser in den Handschuh l&#228;uft. Genau so ist das Gef&#252;hl im Trockentauchanzug am ganzen K&#246;rper. Danke f&#252;r die Aufmerksamkeit, zur&#252;ck zu meiner liebreizenden Kollegin. </em></p>
<p>Zweitens: Die praktische Anwendung der Tauchphysik in Bezug auf den Wasserdruck. Wenn wir also im Na&#223;tauchanzug tauchen, merken wir vom Druck au&#223;er an den Ohren nicht wirklich etwas. Auch ein Schwimmer w&#252;rde den Wasserdruck an den Beinen im Wasser nicht merken. Aber! Der Trilaminat-Trockentaucher merkt ihn bereits an der Oberfl&#228;che! Ich trieb wie ein Korken an der Wasseroberfl&#228;che und wartete noch auf Thorsten, da merkte ich bereits, dass der Trockentauchanzug an meinen Beinen  klebte wie ein l&#228;stiger Duschvorhang, der elektrostatisch aufgeladen ist und den arglosen Duscher nervt. Na, das konnte ja heiter werden. Denn bereits an der Oberfl&#228;che bewirkte der klebende Trocki, dass die Bewegungsfreiheit der Beine zum flosseln eingeschr&#228;nkt ist.</p>
<p>Wir tauchten ab. Das erste Mal. Leider war die Sicht sehr milchig, was daran lag, dass es in Horka auch tagelang vorher geregnet hatte. Wir wollten erst mal auf 7 m bleiben und ein bisschen rumtauchen, um erst mal ein Gef&#252;hl f&#252;r den Trocki zu kriegen. Ich tauchte mit Majki, Thorsten mit Babsi. Los gings.</p>
<p>Es war, wie ich bef&#252;rchtet hatte. Je tiefer wir kamen, desto mehr klebte dieser Trocki an den Beinen und desto steifer wurde er. Ich lie&#223; zwar Luft hinein, aber die drang nicht bis zu den Beinen vor. Sollte sie nach M&#246;glichkeit auch nicht. Sie erinnern sich? Kopfstand! Ich ertrug es und tauchte weiter. Inzwischen war ich allerdings tiefer, als ich eigentlich wollte, ein Blick auf meinen Tauchcomputer zeigte mir 16 m an. Das merkte ich daran, dass ich den Eindruck hatte, dass es mir die Schuhsohlen in die Zehenzwischenr&#228;ume ziehen w&#252;rde.</p>
<p><em>Das Gesetz von Boyle besagt, dass das Volumen eines Gases sich umgekehrt proportinal zum Druck verh&#228;lt.</em></p>
<p>Sabbel doch nicht so geschwollen rum. Man k&#246;nnte ja meinen, du h&#228;ttest Physik studiert. Au&#223;erdem hei&#223;t der Typ Boyle-Mariotte nur zur Information!</p>
<p><em>Okay, irgendso ein physikalischer Grundsatz sagt, dass sich irgendwas irgendwie verh&#228;lt, wenn irgendwas passiert. Was genau, das diskutieren wir dann noch aus. In unserer Situation beim Tauchen jedoch galt: je mehr Druck, desto weniger Volumen. Das bekommt man im Trocki sehr deutlich mit. Und ich war sowieso noch sehr vorsichtig, da das Ablassen der Luft aus dem Anzug &#252;ber das Ventil im Oberarm eine sehr ungewohnte Sache war. Es galt nicht nur zu vermeiden, dass Luft in den Beinen daf&#252;r sorgte, dass man sich auf dem Kopf stellte, sondern auch dass die sich beim Aufstieg wieder ausdehnende Luft einen aufpumpte wie ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bibendum" target="_blank">Michelin-M&#228;nnchen</a> und man mit Impulsgeschwindigkeit gen Oberfl&#228;che schoss. Also lieber nicht zu viel Luft reinlassen und oft ablassen.</em></p>
<p>Insgesamt war es eine interessante Erfahrung, aber ich merkte schnell, dass das Trockentauchen noch sehr viel &#220;bung braucht. Alleine das Tarieren mit dem Anzug ist nicht so leicht, wie man sich das vorstellt. Arm hoch, um Luft aus dem Anzug zu lassen? In der Theorie vielleicht&#8230; Das wollte nicht klappen, und schon stieg ich ungewollt auf. Mit der Zeit lernte ich, dass ich nicht nur den Arm hochnehmen muss, sondern auch den Arm anwinkeln sollte, dann klappt es schon viel besser.</p>
<p><em>Dabei zeigte sich ein Nachteil meines <a href="../2009/07/24/thorstens-gedanken-zur-ersten-eigenen-ausruestung-das-jacket/" target="_blank">Jackets</a>:  es hat keinen Tarierschlauch, sondern einen an der linken Seite  angebrachten Tarierhebel.  Um Luft sowohl aus dem Jacket als auch aus  dem Anzug abzulassen, musste ich zwei gegenl&#228;ufige Bewegungen machen:  Nach oben, um Luft aus dem Anzug zu lassen, nach unten, um an den  Tarierhebel zu kommen.</em></p>
<p>Verstehe. Zwei gegenl&#228;ufige Bewegungen &#252;berfordern Dich. Du bist wohl nicht belastbar was? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Es ist nur geringf&#252;gig schwierig, den Arm gleichzeitig hochzunehmen <strong>und</strong> nach unten an den Tarierhebel zu greifen. Das eine schlie&#223;t das andere aus. Das ist fast wie in diesem Gedicht: &#8220;&#8230;drinnen sa&#223;en stehend Leute, schweigend ins Gespr&#228;ch vertieft&#8230;&#8221;</em></p>
<p>L&#228;nger als 30 Minuten war bei dem Tauchgang nicht drin. Es war einfach zu kalt. Wir tauchten wieder auf. Offenbar zog ich ne Schnute, denn Majki merkte gleich, dass ich mit der ersten Trockierfahrung nicht zufrieden war. Er meinte, ich solle mich nicht aufregen, die ersten Male seien nun mal gew&#246;hnungsbed&#252;rftig und nach ein paar Tauchg&#228;ngen w&#252;rde man das Engegef&#252;hl an den Beinen gar nicht mehr merken. Er behielt Recht. Also, nicht dass man es nicht merken w&#252;rde, aber man gew&#246;hnt sich dran.</p>
<p><em>Au&#223;erdem w&#252;rde man sich daran gew&#246;hnen, dass man am Anfang immer so eine gewisse Unsicherheit hat: Warum ist es gerade kalt? Ist es einfach nur kalt &#8211; oder hat der Anzug ein Loch, und es ist deswegen kalt, weil man gerade geflutet wird, wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tauchzelle" target="_blank">Tauchzelle</a> eines U-Boots?</em></p>
<p>Was sich bei mir noch als Problem herausstellte: Ich hatte halbtrockene Handschuhe an. Der Gr&#246;&#223;e S, jedoch stellte sich heraus, dass ich trotzdem noch einen &#220;berstand von 2 cm an den Fingerkuppen hatte. Somit gestaltete es sich ziemlich schwierig, das Lufteinla&#223;ventil des Trockis zu bedienen. Auch hier m&#252;sste ich in K&#252;rze Abhilfe schaffen, also kam das Problem auf die &#8220;to do Liste for diving&#8221;.</p>
<p>Jetzt hatten wir noch eine Herausforderung vor uns: Der Ausstieg. Dazu in der kompletten, nassen Ausr&#252;stung knapp 100 Treppen hoch. Ich schnaufte aus dem Wasser, und *Trommelwirbel&#8230; schon stand ich wieder da wie das Topmodel* pers&#246;nlich. Schultern zur&#252;ck, Brust raus, Bauch <span style="text-decoration: line-through;">raus </span>rein. <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8-)' class='wp-smiley' />   Da stimmte doch was nicht. Am Abend merkte ich auch sehr deutlich meine Schultergelenke. Inzwischen wei&#223; ich auch, woran das liegt. Mein Jacket ist mir zu gro&#223; und sagen wir eher mal: zu breit. Ich musste k&#252;nftig die Brustschnalle zuerst zumachen und maximal anziehen, bevor ich den Rest schlie&#223;en konnte, dann klappte es auch mit dem Flossenanziehen&#8230;</p>
<p>* = <em>GNTTM, oder wie? &#8220;Germany&#8217;s Next Tauch-Topmodel&#8221; Ich stell mir das schon vor, wir &#228;chzen die Treppen hinauf, und oben steht Heidi Klum und kritisiert unsere Gangart. Die war nat&#252;rlich nicht sonderlich elegant, aber: Alles Gewohnheitssache. Hoffe ich jedenfalls. Denn es stand uns ja noch was bevor: den Abschluss des RESCUE DIVER &#8211; Pr&#252;fung und Freiwassertauchg&#228;nge.</em></p>
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		<title>Die Probleme der Erstanschaffung eines Trockentauchanzuges</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Abele</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Stühlingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute m&#246;chte ich keinen Vortrag &#252;ber die Bauweise, Fu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute m&#246;chte ich keinen Vortrag &#252;ber die Bauweise, Funktion oder etwagige Gefahren eines Trockentauchanzuges referieren, sondern &#252;ber unsere Entscheidungsfindung zu unseren Anz&#252;gen.</p>
<p>Thorsten und ich hatten nach unserem &#196;gypten Urlaub beschlossen, den Rescue Diver so bald wie m&#246;glich in Angriff zu nehmen. Vorteil ist, dass wir einen gro&#223;en Teil der &#220;bungen auch im Schwimmbad absolvieren konnten, das kam uns gelegen, denn eigentlich hatten wir vor, das Thema Trockentauchen auf das kommende Jahr zu verschieben.</p>
<p>Aber &#8211; wie der ein oder andere Leser es vielleicht schon bemerkt haben d&#252;rfte&#8230; es kommt bei uns doch immer anders als wir es eigentlich geplant haben.</p>
<p>Und so auch hier. In der theoretischen Vorbesprechung einigten wir uns darauf, im April 2010 ins Freiwasser nach Horka zu gehen, um dort den Kurs zum Abschluss zu bringen, mit den noch fehlenden Skills und der Pr&#252;fung. Wir bildeten uns ein, dass es im April schon wieder m&#246;glich war, im Nassanzug tauchen zu gehen.</p>
<p>Trotzdem &#252;berlegten wir, ob wir nicht doch schon mal Ausschau nach einem Trocki halten sollten. Dabei kam uns eins zu Gute: Unser Tauchlehrer verf&#252;gt &#252;ber <a title="Tauchsportservice Probst" href="http://www.tauchsportservice-probst.de/" target="_blank">einen Freund</a>, der hin und wieder g&#252;nstige Angebote f&#252;r Trockis bekommt. Da wir es ja nicht eilig hatten, nahmen wir uns einen Tag vor Silvester vor, dem Herrn mal einen Besuch abzustatten, uns kundig zu machen und ihm den Auftrag zu erteilen, die Augen f&#252;r uns offen zu halten.</p>
<p>Der Taucher, der sich zum ersten Mal mit dem Gedanken tr&#228;gt, einen Trockentauchanzug anzuschaffen, sieht sich im allgemeinen mehreren Problemen gegen&#252;ber gestellt.</p>
<p>1. Der Trockentauchanzug ist eine teure Angelegenheit.</p>
<p>2. Welche ART nimmt man denn am Besten? Es gibt grob gesagt zwei Ausf&#252;hrungen: Crash Neopren und Trilaminat/Cordura.</p>
<p>3. Rei&#223;verschluss auf dem R&#252;cken oder eher Frontrei&#223;verschluss?</p>
<p>Das sind nur drei kleinere Probleme. Das eigentliche Problem liegt hier: Wenn man vern&#252;nftigerweise beschlie&#223;t, auch noch einen Trockentauchanzuglehrgang zu belegen, dann steht bei den meisten Tauchschulen: Kurs im EIGENEN Anzug. Aber wie soll man sich denn f&#252;r einen entscheiden, wenn man ihn nicht ausprobieren kann? Denn hier liegt das n&#228;chste Problem: Die allermeisten Menschen werden nicht in einen Anzug &#8220;von der Stange&#8221; passen. Irgendetwas muss meistens ge&#228;ndert werden, entweder sind die Halsmanschetten zu eng oder zu weit oder die Stiefel haben nicht die richtige Gr&#246;&#223;e. Das erkl&#228;rt vermutlich auch, warum Tauchschulen selber keine gro&#223;e &#8220;Leihausr&#252;stung&#8221; haben&#8230; das A und O des Trockis ist der richtige Sitz!</p>
<p>Von diesen und &#228;hnlichen Sorgen geplagt machten sich Thorsten und ich also vor Silvester auf, um dem kleinen Laden einen Besuch abzustatten. Da der Besitzer des Ladens auch noch Neoprenschneider ist, brachten wir auch gleich noch was zum Reparieren mit.</p>
<p>Wir wurden sehr herzlich empfangen. Nachdem wir unsere Sachen zur Reparatur abgegeben hatten weihten wir den Besitzer in unser Anliegen ein. Leider konnte er uns aber auch nicht sagen, ob Crash Neopren oder Trilaminat, er meinte, das sei Geschmackssache. Crash Neopren hat nat&#252;rlich den Vorteil, dass es besser isoliert gegen die K&#228;lte als Trilaminat&#8230; daf&#252;r hat der Anzug aber mehr Auftrieb. Trilaminat erlaubt mehr Bewegunsfreiheit, doch man braucht dickere Unterzieher, die einen auch wieder einschr&#228;nken k&#246;nnen.</p>
<p>Da war guter Rat teuer. Ich entschied mich, aus meinem Bauchgef&#252;hl zu entscheiden. Zuf&#228;llig hatte der Besitzer einen Trocki in meiner Gr&#246;&#223;e da, Crash Neopren. Ich zog ihn also an. Zuerst einmal fiel mir auf, dass es mich enorme Kraft kostete, den Anzug &#252;berhaupt hochzuziehen. Abgesehen davon, dass die Halsmanschette derart eng war, dass ich bef&#252;rchten musste, stranguliert zu werden, passte mir der Anzug vom Prinzip her schon. Er hatte einen R&#252;ckenrei&#223;verschluss. Doch was war das? Als der Rei&#223;verschluss zugezogen wurde hatte ich pl&#246;tzlich den Eindruck, dass es mir beidseitig die Arme von selber in Waagerechte zog, so wie der Rei&#223;verschlu&#223; am R&#252;cken waagerecht verl&#228;uft. Das pa&#223;te mir nicht. Ich kam mir vor wie in einem Uboot.</p>
<p>Ich zog einen Trilaminat an. Der war mir zwar ein paar Nummern zu gro&#223;, aber schon beim Anziehen hatte ich ein besseres Gef&#252;hl. Wenn man in dem Anzug steckt, dann f&#252;hlte sich das gut an. Wie gesagt, er war nat&#252;rlich zu gro&#223;, und das machte den Einstieg einfach, aber ich konnte sofort best&#228;tigen, dass die Bewegungsfreiheit besser war.</p>
<p>F&#252;r mich war die Entscheidung hiermit gefallen. Ich wollte einen Trilaminat. Ich sagte dem Besitzer Bescheid, Thorsten hatte bis dahin nur den Trilaminat probiert (der Neopren war zu klein), und enthielt sich vorerst mal.</p>
<p>Aber wir h&#228;tten ja noch genug Zeit&#8230; dachten wir jedenfalls.</p>
<p>Der <a title="Rescue Diver - Poollektionen" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/06/29/rescue-diver-die-poollektionen/" target="_blank">Rescue Diver</a> ging z&#252;gig voran, und siehe da, der April kam immer n&#228;her. In Deutschland war es immer noch schmuddelig, kalt, es schneite sogar noch.</p>
<p><em>Thorsten: Ja, auf der Webseite vom Tauchsee Horka wurde sogar erst kurz vor Ostern jubelnd verk&#252;ndet, dass der See &#8220;JETZT&#8221; endlich eisfrei sei. Und das Pr&#228;dikat &#8220;eisfrei&#8221; sagte ja lediglich aus, dass es nicht mehr kalt genug war zum Gefrieren. Trotzdem war das Wasser mit Sicherheit immer noch ARSCHKALT!</em></p>
<p>So langsam kamen uns die Bedenken, was das Nasstauchen in Horka anging. Ein Tauchgang w&#228;re m&#246;glich, aber 2 oder gar 3 am Tag? Nie im Leben w&#252;rden wir es schaffen, in die eiskalten, nicht trocken gewordenen Anz&#252;ge zu steigen!</p>
<p><em>Da f&#228;llt mir immer wieder der eine Divemaster aus &#196;gypten ein, der bei 30 ° Luft- und 25 ° Wassertemperatur im Roten Meer beim t&#228;glichen zweiten Tauchgang beim Anziehen des Neos immer jammerte, das sei ja sooooooooo kalt. Junge, komm mal nach Deutschland &#8211; DAS ist KALT! </em></p>
<p>Eben! Alles Softeggs in &#196;gypten!</p>
<p>Ich unterhielt mich mit Thorsten. Leider hatte sich der Neoprenschneider noch nicht gemeldet, offenbar hatte er gerade nichts G&#252;nstiges da. Verflixt. Dabei hatten wir den Anzug so n&#246;tig. Je n&#228;her der Zeitpunkt der Abreise kam, desto schw&#228;rzer sahen wir. Schlie&#223;lich einigten wir uns darauf, einem Tauchshop in der N&#228;he einen Besuch abzustatten, der von sich behauptete, Trockis zu verleihen. Mit ein klein bisschen Gl&#252;ck k&#246;nnte uns ein Anzug irgendwie passen, Hauptsache Horka war gerettet.</p>
<p><em>Das Gl&#252;ck hat uns in dem Punkt allerdings sehr schnell verlassen &#8211; der Laden, der sich sogar als &#8220;Trockentauchcenter&#8221; bezeichnet hatte, schien auf einmal nicht mehr zu existieren. Damit war guter Rat teuer.<br />
</em></p>
<p>Und dann kam es wieder. Das sprichw&#246;rtliche Gl&#252;ck.</p>
<p>Zwei Wochen bevor wir abreisen sollten, rief unser Neoprenschneider an. Er h&#228;tte Anz&#252;ge zum Probieren da. Innerhalb k&#252;rzester Zeit rasten Thorsten und ich f&#246;rmlich zu ihm. Unterwegs berichtete mir Thorsten, dass es sich allerdings um Crash Neopren Anz&#252;ge handeln w&#252;rde. Das tr&#252;bte meine Hochstimmung zwar etwas, aber ich dachte mir &#8211; ehrlich gesagt &#8211; schei&#223;egal. Hauptsache, Horka findet statt.</p>
<p>Wir betraten die Schneiderei. Und &#8211; bevor unser Schneider &#252;berhaupt etwas sagen konnte, fiel mein Blick auf einen Karton. Da lag er. MEIN Trocki. Davon war ich &#252;berzeugt. Ein absch&#228;tzender Blick sagte mir: Der passt. Und: Es war ein TRILAMINAT. Ich griff zu dem Trocki und stieg hinein. Er passte. Gut &#8211; die Manschette am Hals war zu eng, aber das lie&#223; sich sicher machen. Ich war so gl&#252;cklich, dass ich sofort rausposaunte: DEN nehm ich.</p>
<p>Der Neoschneider wollte mir ihn aber nicht verkaufen. Dreimal musste er meinen Redeschwall unterbrechen, um mir klarzumachen, dass genau DIESER Trocki leider schon verkauft war. Aber er k&#246;nne mir genau so einen bestellen, das sei kein Problem. Ich war erleichtert. Wir suchten die passende Halsmanschette f&#252;r mich heraus, und mir fiel ein Stein vom Herzen. Horka war gerettet, und zwar auf die beste Art und Weise, die man nur tr&#228;umen konnte.</p>
<p><em>Toll. Hurra. Frenetischer Jubel der Menge. Aber hast Du nicht in Deiner adrenalingeschw&#228;ngerten Euphorie irgendwas vergessen? Oder irgendwen?</em></p>
<p>Thorsten, von mir komplett &#252;berfahren (ein Hoch auf seine Geduld), erinnerte zaghaft daran, dass ER noch keinen Trocki hatte. Also schl&#252;pfte er ebenfalls in den Trilaminat, und auch ihm passte er perfekt. Gut, die Halsmanschette, das scheint wohl so zu sein, dass die gerne mal zu eng ist, aber er hatte noch das Problem, dass er auf zu gro&#223;em Fu&#223;e lebt. Zu deutsch: Er brauchte noch andere Stiefel an den Anzug.</p>
<p>Da unser Verk&#228;ufer aber wie gesagt auch Neoprenschneider ist, war das nun das geringste Problem. Er verprach uns, noch die entsprechenden Unterzieher zu bestellen, und zwei gut gelaunte Kunden verlie&#223;en strahlend den Laden.</p>
<p>Und hier ist unser &#8220;Prachtst&#252;ck&#8221; (ohne Schleichwerbung zu machen&#8230;.)</p>
<p><a href="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/trocki_thorsten.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-941" src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/11/trocki_thorsten.jpg" alt="" width="460" height="693" /></a></p>
<p>Im n&#228;chsten Artikel: War es wirklich die richtige Entscheidung, den Trilaminat zu kaufen? Die ersten Taucherfahrungen im Trocki&#8230;. bleiben Sie dran!</p>
<p><em>Bleiben Sie dran, ich pfeif&#8217; auf Sie!</em></p>
<p>THORSTEN!!!</p>
<p><em>Was&#8217;n?</em></p>
<p>REISS DICH ZUSAMMEN!</p>
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		<title>RESCUE DIVER: Die Poollektionen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 07:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indoor-Tauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rescue Diver]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstauchgang]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man sich mit der Geschichte der Tauchorganisation  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man sich mit der Geschichte der Tauchorganisation PADI ein wenig auseinander setzt, stolpert man fr&#252;her oder sp&#228;ter &#252;ber die Anekdote, wie der Grundstein f&#252;r das PADI-Ausbildungssystem gelegt wurde. Es gab da einen Mann, der das OWD-Brevet gemacht hatte und bei Ralph Erickson (einem der beiden Gr&#252;nder von PADI) vorstellig wurde. Er hatte zwar den Kurs absolviert, aber nie Freiwassertauchg&#228;nge gemacht und wollte das nun nachholen. Nachdem er es gemacht hatte, fragte er: &#8220;Und was kommt als n&#228;chstes?&#8221; Erickson musste einige Tauchg&#228;nge f&#252;r den AOWD improvisieren. Doch wieder fragte der Mann: &#8220;Und was kommt als n&#228;chstes?&#8221; Zweifellos geh&#246;rte er zu der Sorte Mensch, die immer wieder Neues erkunden und ausprobieren wollen. Die mehr wissen wollten.</p>
<p>Als Annette und ich mit dem Tauchen angefangen haben, hatten wir keine Vorstellung, was da alles m&#246;glich ist. Warum auch? Wir hatten ja den Vorsatz gehabt, auf ewig &#8220;Scuba Diver&#8221; zu bleiben und ein bisschen Urlaubstauchen zu betreiben. Doch als uns das &#8220;Tauchfieber&#8221; gepackt hatte, gab es f&#252;r uns kein Halten mehr. Auch wir fragten nun &#8220;Und was kommt als n&#228;chstes?&#8221;</p>
<p>Anfang Dezember 2009 kamen wir aus &#196;gypten zur&#252;ck und hatten den <a title="AOWD" href="http://www.flatflutedivers.de/category/ausbildungsstufe/advanced-open-water-diver/" target="_blank">AOWD</a>-Kurs erfolgreich absolviert. Und nun standen wir vor der Ausbildungsstufe, die die letzte &#8220;normale&#8221; Sporttaucherausbildung bei PADI sein w&#252;rde, dem RESCUE DIVER. Danach w&#252;rde es schon in den professionellen Bereich gehen. Wie immer hatte es mal ganz andere Pl&#228;ne gegeben, die wir aber &#8211; wieder mal &#8211; &#252;ber den Haufen warfen. Eigentlich wollten wir den Rescue Diver zu dritt machen, mit einer Kollegin von Annette zusammen. Dazu wollten wir die Pooltauchg&#228;nge den Winter &#252;ber erledigen und im Fr&#252;hjahr tagesweise die Freiwassertauchg&#228;nge machen, sobald das Wetter dies zulie&#223;. Doch bei Annettes Kollegin kamen leider ein paar Unw&#228;gbarkeiten dazwischen, so dass sie den Kurs nicht machen konnte. Au&#223;erdem empfahl uns Majki dringend, die Freiwassertauchg&#228;nge &#8220;am St&#252;ck&#8221; zu erledigen. Zum Beispiel bei einem Aufenthalt in <a title="Tauchgebiete: Horka" href="http://www.flatflutedivers.de/2009/10/15/tauchgebiete-tauchsee-horka-crostwitz-lkr-goerlitz-sachsen/" target="_blank">Horka</a>. Also machten wir, was wir so gut k&#246;nnen, n&#228;mlich Pl&#228;ne &#252;ber den Haufen zu werfen und neue zu machen. Wir w&#252;rden nun die Pooltauchg&#228;nge trotzdem &#252;ber den Winter hinweg erledigen, um den Kurs dann im April 2010 in Horka abzuschlie&#223;en. Wir hofften, dass bis dahin das Wetter gut genug sein w&#252;rde, um Freiwassertauchg&#228;nge zu machen.</p>
<p>Vom RESCUE-DIVER-Kurs hatte man uns erz&#228;hlt, dass es der k&#246;rperlich anstrengendste sein w&#252;rde, aber auch der, der am meisten Spa&#223; macht und von dem man viel mitnehmen kann. Bei uns kam noch dazu, dass es eine Verbindung von zwei Dingen war, die wir gern machten: Menschen retten und tauchen. Die Poollektionen fanden im Hallenbad in Z&#252;rich-Leimbach statt, das wir schon vom &#8220;Tarieren in Perfektion&#8221;-Kurs kannten. Grob gesagt unterteilt man die &#220;bungen in zwei Arten: Unter Wasser und &#252;ber Wasser. Sinnig, was?</p>
<p><em>Annette: Wie? Was lese ich da? ZWEI Dinge, die wir gerne machen? Tauchen ja, aber retten wir auch gerne Leben? Wirklich? </em></p>
<p>Sie nun wieder&#8230; ich wollte uns nur in einem positiven Licht darstellen. Die Wahrheit muss doch nun wirklich nicht jeder wissen, oder?</p>
<p>Die &#220;bung, die wir komplett erst im Freiwasser machen sollten, war die, wie man einem Taucher von au&#223;erhalb des Wassers hilft. Es hatte wenig Sinn, Schwimmk&#246;rper mit Seilen dran durch die Schwimmhalle zu schleudern und m&#246;glicherweise einen harmlosen Schwimmer zu versenken, der mit den ganzen &#220;bungen nichts zu tun hatte. Also ging wir gleich ins Wasser und begannen mit den ersten &#220;bungen:</p>
<p><strong>Taucher in <span style="color: #ff0000">PANIK</span> an der Oberfl&#228;che</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Der Umschlag gef&#228;llt mir&#8221;, sagte er. &#8220;<em>Keine Panik</em>. Das ist das erste hilfreiche oder vern&#252;nftige Wort, das ich heute gesagt bekomme.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja. Deswegen verkauft es sich so gut&#8221;, sagte Ford.</p>
<p><em>Arthur Dent und Ford Prefect in &#8220;Per Anhalter durch die Galaxis&#8221; von Douglas Adams</em></p></blockquote>
<p>Das Wort &#8220;Panik&#8221; kommt von dem griechischen Gott <em>Pan</em>, von dem die Sage zu berichten wei&#223;, dass er gerne arme, grasende Schafe erschreckte, so dass eine ganze Herde in kopfloser Flucht davonst&#252;rmen konnte.<em></em></p>
<p><em>Wieso kommen mir ausgerechnet jetzt unsere gemeinsamen Abendessen im Hotel in den Sinn? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Du hattest doch gar keine Panfl&#246;te dabei.</em></p>
<p>Und wer schon mal von Panfl&#246;ten-Spielern terrorisiert wurde, kann es den armen Schafen durchaus nachempfinden. Und schon haben wir einen der Punkte, der bei einem Taucher Panik ausl&#246;sen kann: etwas oder eine Situation, die f&#252;r gef&#228;hrlich gehalten wird, obwohl sie es nicht ist (zum Beispiel ein kleiner, fliegender griechischer Gott mit Panfl&#246;te)<em>(die Vorstellung, <a href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/01/scuba-diver-zwischen-pool-und-meer-thorstens-version/" target="_blank">von einer Tauchbootplattform springen zu m&#252;ssen</a>, <a href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/01/scuba-diver-zwischen-pool-und-meer-annettes-version/" target="_blank">ein Wrack</a>, <a href="http://www.flatflutedivers.de/2009/07/06/scuba-diver-oberflaechenpause-und-zweiter-tauchgang-annettes-version/" target="_blank">eine Niesattacke unter Wasser</a>&#8230; es gibt X Beispiele&#8230;) </em>, oder eine tats&#228;chliche Gefahr. In beiden F&#228;llen ist die Reaktion irrational, der Taucher f&#228;ngt an, wild um sich zu schlagen und sich irgendwie in Sicherheit zu bringen. Das Problem f&#252;r einen Retter ist, dass der Taucher in Panik so schnell wie m&#246;glich aus dem Wasser raus will und dabei auf alles klettert, was sich ihm bietet, egal wie unratsam das ist, eine Eisscholle, der R&#252;cken eines wei&#223;en Hais, eine Seemine aus dem Zweiten Weltkrieg &#8211; oder auch der R&#252;cken des netten Tauchers von nebenan, der nur helfen wollte. Und Schwupps! Schon ger&#228;t der Helfer selbst in Gefahr. Das hat man nun davon. Bl&#246;de Wohlt&#228;ter!</p>
<p>Doch nicht verzagen! Es gibt eine L&#246;sung, indem man sich dem Taucher n&#228;hert und dabei die Beine vorstreckt, so dass man sich im Ernstfall mit ein paar Flossenschl&#228;gen wieder von dem Opfer entfernen kann, falls es den Retter als Kletterboje missbrauchen m&#246;chte. Und wenn man sich schlie&#223;lich n&#228;hert, greift man den Arm des Opfers, dreht es um und klemmt die Pressluftflasche zwischen den Knien ein. Damit hat man das Opfer sozusagen festgenagelt, w&#228;hrend man sich um alles weitere k&#252;mmern kann. Und irgendwann ist das Opfer m&#252;de und gibt sein sinnloses Gestrampel auf. Dann kann man es gem&#252;tlich abschleppen und an Land bringen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Oh, FlatFluteDiver, Du hast mich gerettet! Danke!&#8221;, sagte die junge und &#252;beraus attraktive Blondine, als sie matt ins Gras der Uferbegr&#252;nung sank, noch v&#246;llig au&#223;er Atem von dem Abenteuer, das sie eben erlebt hatte.</p>
<p>&#8220;Aber nicht doch!&#8221;, erwiderte Thorsten mit einer Stimme, deren Klang zu sagen schien: &#8220;Ich bin so cool, wenn ich aufs Klo gehe, kommen unten Eisw&#252;rfel raus.&#8221; Er schob die rechte Augenbraue um anderthalb Zentimeter nach oben, w&#228;hrend er hinzuf&#252;gte: &#8220;Das ist nichts besonderes f&#252;r einen FlatFluteDiver. Gefahr ist mein Gesch&#228;ft. Und jetzt gehe ich los und halte den Klimawandel auf.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Offenbar hast du dir bei dem Kurs &#8220;Tarieren in Perfektion&#8221; im Z&#252;richer Hallenbad nicht nur die Nase, sondern auch die Birne am Grund angeschlagen. Mit nachhaltiger Wirkung! Zudem spielt Pamela Anderson bei Baywatch, und nicht in einer Tauchdoku!<br />
</em></p>
<p><em></em>&#196;h, naja, soweit die Theorie. Die Praxis sah mal wieder ganz anders aus. Zum einen ist es verdammt anstrengend, Opfer zu sein. Das Problem ist, sobald man anf&#228;ngt, wie bl&#246;d um sein Leben zu strampeln, verausgabt man sich derart, dass schon vor Eintreffen des Retters zu m&#252;de ist, um noch nennenswerte Gegenwehr zu leisten. Richtige Opfer halten das nur deswegen so lange durch, weil sie aufgrund ihrer Panik unter Adrenalin stehen. Und es steht schon in der Bibel: &#8220;Adrenalin versetzt Berge.&#8221; Bei der &#220;bung sah das letztlich so aus, dass man sagte: &#8220;Ich bin jetzt in Panik.&#8221;, und nur ein bisschen strampelte. Erst wenn der Retter n&#228;her gekommen war, fing man an, ganz aufzudrehen.</p>
<p>Entsprechend ist die Rolle des Retters auch nicht ohne. In einer der ersten &#220;bungen n&#228;herte ich mich Annette, die sich vorstellte, ein Wrack zu sehen und dann die Panik kaum noch spielen musste. <em></em></p>
<p><em>Ich verbitte mir derartige Unterstellungen! Ich hab DICH auf mich zukommen sehen, das hat v&#246;llig als Grund ausgereicht in Panik zu geraten!</em></p>
<p><em> </em> Pah! Und das, wo ich so heldenhaft war! Ich umging s&#228;mtliche <a title="Duden: Obstakel" href="http://www.duden.de/definition/obstakel_stern_" target="_blank">Obstakel</a> mit der Schl&#228;ue eines Fuches, der Gewandtheit eines <a title="Wikipedia: Nutria" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nutria" target="_blank">Nutrias</a> und hatte die Situation stets im Blick, wie ein Adler seine Beute. Ja, die Situation rief f&#246;rmlich nach einem komplizierten Satz mit ein paar Fremdw&#246;rtern. Dann packte ich beherzt zu! Ich griff Annettes Arm und drehte sie, so dass sie mir den R&#252;cken zuwandte und ich ihre Flasche zwischen meine Knie klemmen konnte. Um sie drehen zu k&#246;nnen, versuchte ich, mit meinen Flossen eine Gegenbewegung zu machen, und mitten in der Drehung&#8230;</p>
<p>&#8230;bekam ich einen Krampf in der Wade&#8230;</p>
<p>Nicht schon wieder! Doch es half nichts, auf H&#228;lfte der Drehung lie&#223; ich Annettes Arm los und kreuzte meine Unterarme, um anzuzeigen, dass ich die &#220;bung abbrach. Reden konnte ich nicht viel, bei der Ann&#228;herung nimmt man zur Sicherheit den Regulator in den Mund, auf dessen Mundst&#252;ck ich nun vor Schmerz biss. Und der Schmerzensschrei, der mir in dem Moment entfuhr, verlor sich zwischen Mundst&#252;ck und Blasenabweiser irgendwo im Innern der Zweiten Stufe. So wurde ich vom Retter zum Geretteten, der sich seinen Wadenkrampf behandeln lassen musste.</p>
<blockquote><p><em> &#8220;Danke&#8221;, st&#246;hnte der Flat Flute Diver und sank v&#246;llig ersch&#246;pft am Beckenrand zusammen, nachdem endlich der Schmerz in der Wade nachlie&#223;.<br />
</em></p>
<p><em> &#8220;Gerne geschehen&#8221;, sagte ein engelsgleiches schwarzhaariges Wesen mit sanfter Stimme, &#8221; Ich bin zwar &#252;beraus attraktiv und jung, aber nicht blond! Ich bin es, die zu danken hat, dass ich Dir gro&#223;en Flat Flute Diver &#252;berhaupt helfen durfte! Deine st&#228;hlernde Wade zu massieren bereitete mir &#252;beraus gro&#223;es Vergn&#252;gen!&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Manchmal, Nachts, wenn ich ganz allein bin, m&#246;chte ich nur noch weinen. Und in diesen schweren Stunden denke ich dann an Annette und&#8230; m&#246;chte noch mehr weinen. Aber der Doktor sagt, wenn ich weiterhin die kleinen, gelben Pillen nehme, wird das bald wieder gut sein. Jedenfalls, im zweiten Anlauf klappte es dann. Hurra.</p>
<p><em>Aber warum denn&#8230; wer wird denn gleich weinen? Wenn Du Dich ein klein wenig anstrengst, kannst Du doch genauso engelsgleich und gro&#223;herzig wie ich werden!</em></p>
<p>Das sagst Du doch jetzt nur, um mich zum Lachen zu bringen, oder? Egal, weiter geht&#8217;s&#8230;</p>
<p><strong>Bewusstlosen Taucher an die Oberfl&#228;che holen</strong></p>
<p>Diese Lektion hatten wir schon beim <a href="http://www.flatflutedivers.de/2010/01/06/horka-das-tauchparadies-in-sachsen-teil-4/" target="_blank">Nitrox-Kurs in Horka</a> gemacht. Majki hatte sie uns damals geg&#246;nnt, weil es besser ist, schon hier Bescheid zu wissen, was man mit einem bewusstlosen Buddy macht. Nun wurde es also Ernst, sie f&#252;r den Rescue Diver zu wiederholen. Nun denn, ist ja kein Problem. Annette legte sich b&#228;uchlings auf den Grund und ich n&#228;herte mich ihr von der linken Seite.</p>
<p><em>Man darf gespannt sein. Die Rolle des Opfers ist interessant. Wie stellt sich der Retter denn an? Geschickt? Z&#252;gig? T&#246;lpelhaft? Unsittlich? <span style="text-decoration: line-through;">Bekommt er vielleicht gar einen Wadenkrampf?</span><br />
</em></p>
<p>In dem Moment kamen ein paar Taucher des Wegs, die zu einer anderen Gruppe geh&#246;rten und uns passierten. H&#246;flich, wie ich nun mal bin, lie&#223; ich sie zuerst vor&#252;berziehen. Au&#223;erdem wusste ich nicht, wieviel Platz ich brauchen w&#252;rde, wenn ich Annette vom Grund aufhob. Also, erstmal abwarten&#8230; ja, Hallo, Tag auch. Alles okay? Alles okay.</p>
<p><em>WIEVIEL PLATZ DU BRAUCHEN W&#220;RDEST, UM MICH AUFZUHEBEN???  WAS soll DAS denn hei&#223;en? Ich hab doch keinen Wendekreis eines Panzers! Hast du ein Ma&#223;band in der Tasche? Mir fehlen die Worte. Und zudem warte ich immer noch auf meinen Retter. Und zwar auf denjenigen, dem mein Wendekreis egal ist. So!<br />
</em></p>
<p>He, das ist Rettung unter Ber&#252;cksichtigung der Umgebung! Wie w&#252;rde es Dir gefallen, wenn ich Dich im Rahmen der Rettung gegen die Wand klopfen w&#252;rde oder so?</p>
<p><em>Also, das w&#228;re ja in der Tat mal was ganz Neues. &#220;blicherweise verletzt Du Dich gerne selber beim Tauchen, das w&#228;re Premiere gewesen, wenn Du mich verletzt h&#228;ttest. Insofern seh ich das nach. Soweit k&#228;m es ja noch&#8230;.</em></p>
<p>Okay, neuer Versuch&#8230; &#228;rgs, was ist DAS denn? Da schwimmt ja ein Kaugummi! Ist ja e-kel-haft! Was spucken die Leute nur alle ins Becken? Da will ich mich aber nicht hinknien! Ich erzeugte eine Str&#246;mung mit den H&#228;nden, wodurch das Teil davongetragen wurde.</p>
<p><em>Ich fasse es nicht. WIE BITTE? Kann das sein, dass Du vielleicht ein KLEIN WENIG leicht ablenkbar bist? Ich k&#246;nnte bereits TOT sein, und Du machst Dir Gedanken um einen Kaugummi?? ICH bin schlie&#223;lich todesmutig an dich herangetaucht durch ein Meer von Haarkn&#228;uln, Rotz, undefinierbarer andere Sachen, von denen ich lieber nicht wissen will was das war, und DU??!<br />
</em></p>
<p>Nein, &#228;h, das verstehst Du ganz miss. Ich wollte&#8230; ich dachte&#8230; ich hatte&#8230; als ich diesen Kaugummi sah&#8230; die Idee&#8230; damit eine Luftblase zu erzeugen, um Dich zu retten, so war&#8217;s, genau! Weil ich bin n&#228;mlich genauso gewieft wie dieser Herr hier:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/3hfzlQKKqVU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/3hfzlQKKqVU&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Ich konnte meinen Plan nur leider nicht ausf&#252;hren, weil&#8230; weil&#8230; weil ich kein Gummiband und keine Kugelschreibermine zur Hand hatte, um eine Rettungsboje zu basteln.</p>
<p>Okay, n&#228;chster Versuch&#8230; n&#228;hern, sch&#252;tteln, Regulator kontrollieren. Alles gut. Jetzt den Taucher vom Grund aufnehmen. Dazu musste ich bei Annette etwas Auftrieb herstellen. Wo war nochmal der Tarierschlauch? Ah, linke Schulter, ich hab ihn. Jetzt ziehe ich ihn vorsichtig hoch&#8230; das f&#252;hlt sich aber komisch an&#8230; ach je. Annette, willst Du mal lachen? Jetzt h&#228;tt ich den Schlauch fast ausgef&#228;delt.</p>
<p><em>Wundert mich gar nicht. Wirklich nicht. Wenn ich das oben lese, bin ich erstaunt, dass Du das &#252;berhaupt hingekriegt hast und nicht in Panik wegen eines vorbeischwimmenden Haares ausgebrochen bist.</em></p>
<p>Was, da schwimmen Haare rum??? Wo sind wir denn da gelandet, um Himmels Willen? Also, nichts wie hoch an die Oberfl&#228;che! Ist es ein Delfin? Ein T&#252;mmler? Oder ein besonders eleganter Zackenbarsch? Nein, es ist der FlatFluteDiver! Ta-dah! Sicher wieder nach oben gebracht! Bin ich gut? Ich <em>bin </em>gut!</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich muss Ihnen meine Bewunderung ausdr&#252;cken&#8221;, sagte der Bundespr&#228;sident, w&#228;hrend er sich von einem Mitarbeiter einen kleinen, schwarzen Kasten reichen lie&#223;. &#8220;Ihr Heldentum ist Vorbild und Inspiration f&#252;r uns alle. Ich w&#252;nsche mir, dass es mehr Menschen gibt wie Sie. Lassen Sie mich Ihnen diesen Orden anheften!&#8221;</p>
<p>Doch Thorsten winkte dankend ab: &#8220;Nicht n&#246;tig, Herr Pr&#228;sident. Das ist doch die t&#228;gliche Arbeit der FlatFluteDivers. Das L&#228;cheln dieser Holden, die ich erretten durfte, ist mir Belohnung genug&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Da h&#228;tte ich noch eine Kleinigkeit anzubringen. Hier habe ich eine kleine Szene in meinem Repertoire, die zeigt, wie sowas aussehen k&#246;nnte! Also, wie Du, lieber stolzer Flatflutediver, an mir vorbeistolzierst, mich links liegen l&#228;&#223;t, um mir Deine Verachtung zu zeigen, denn schlie&#223;lich hast DU den Orden bekommen&#8230; nicht ich. Schauen wir doch mal zu, was passiert!</em></p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lMnRpZp9bfw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/lMnRpZp9bfw&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>He, wo hast Du denn das her?? Das kann doch alles nicht wahr sein. Herr Bundespr&#228;sident, jetzt sagen Sie doch auch mal was!</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ctMrGppyoho&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ctMrGppyoho&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p>Auch das noch! Hier bleibt einem aber auch nichts erspart. Wie war das mit dem, der den Schaden hat und f&#252;r den Spott nicht zu sorgen braucht? Doch beachten wir diese vollkommen uninteressanten Einw&#228;nde der Dame nicht weiter, denn  mit dem an die Oberfl&#228;che bringen war es nicht getan. Mehr Heldentaten standen an! Fast nahtlos fuhren wir fort:</p>
<p><strong>Beatmen eines Tauchers an der Oberfl&#228;che und ans Ufer bringen</strong></p>
<p>Gut, in Ermangelung eines Ufers mussten wir den Beckenrand nehmen, aber das ging auch. Bei dieser &#220;bung &#246;ffnet man sowohl die Tarierweste des Opfers als auch die eigene, noch w&#228;hrend man das Opfer zum Ufer schleppt und gleichzeitig beatmet. Das Ablegen der Weste w&#228;hrend des Schleppens soll Zeit sparen, denn sp&#228;testens am Ufer muss man diese ausziehen. Und abschleppen, alle 5 Sekunden &#252;ber eine Maske beatmen und gleichzeitig die Weste ablegen, das kann schon anstrengend sein. Hab ich gelesen. F&#252;r mich nat&#252;rlich nicht. Es klappte alles reibungslos, schleppen, beatmen, die Schnallen vom Jacket &#246;ffnen, beatmen, noch mehr Schnallen &#246;ffnen &#8211; und so weiter. Schlie&#223;lich konnte ich mein Jacket ablegen und treiben lassen.</p>
<p>Doch w&#228;hrend ich mich dem Beckenrand n&#228;herte, beschlich mich ein komisches Gef&#252;hl. So als ob ich verfolgt w&#252;rde&#8230; ja, in der Tat wurde ich verfolgt! Von meinem eigenen Jacket! Es schwamm quasi hinter mir her. Wie sich herausstellte, hatte sich mein Lungenautomat bei Annette verfangen, und so zog ich die Tarierweste hinter uns her.</p>
<p><em>Da ich, als kameraerfahrene Schauspielerin, meine Rolle als Opfer sehr ernst nahm, entging mir nat&#252;rlich die Dramatik der aufkeimenden Situation. Ich kann von Gl&#252;ck sagen, dass es nur Dein Jacket war, was dich verfolgt hat. Ich m&#246;chte mir nicht ausmalen, was passiert w&#228;re, wenn es ein l&#228;stiges fremdes Haar gewesen w&#228;re. Ich als Opfer w&#228;re sicher als Kletterboje missbraucht worden!</em></p>
<p>Dann der letzte Akt! Am Beckenrand angekommen legte ich Annette mit dem Oberk&#246;rper dort ab, kletterte gewandt aus dem Wasser <em>(war das da, als du dir das Knie am Beckenrand angeschlagen hast? <img src='http://www.flatflutedivers.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )</em> und zog sie ganz heraus. Ja-ha, wieder mal geschafft! Komm ich jetzt im Fernseh&#8217;n?</p>
<p><em>Nein! Zur&#252;ck zu den FlatFluteDivern!<br />
</em></p>
<p>Du immer! Dann erz&#228;hl doch mal, wie Du Dich angestellt hast, na?</p>
<p><em>Ich wei&#223; gar nicht, was Du meinst. Bei mir hat alles reibungslos geklappt.<br />
</em></p>
<p>Ach ja? Wie war das denn, als Du mich bei der einen &#220;bung vom Grund an die Oberl&#228;che bringen solltest, und Probleme mit meinem Tarierhebel hattest?</p>
<p><em>Also, &#252;ber Deinen&#8230; Tarierhebel reden wir ein andermal. Es gab ja noch andere Probleme zu &#252;berwinden, bevor wir uns auf den Weg nach Horka machen konnten. Zum Beispiel, dass wir im April gehen w&#252;rden, es kalt sein k&#246;nnte und wir einen Trockentauchanzug brauchen w&#252;rden. Aber davon berichte ICH das n&#228;chste Mal.</em></p>
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		<title>12.10 Uhr: Die Ölpest im Roten Meer – Update von der HEPCA</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 10:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am gestrigen Abend hat die HEPCA (Hurghada Environmenta [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am gestrigen Abend hat die <a title="HEPCA - Hurghada Environmental Protection and Conservation Associaton" href="http://www.hepca.com" target="_blank">HEPCA</a> (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) eine vorl&#228;ufig abschlie&#223;ende Mitteilung herausgegeben, um den Stand der Dinge klarzustellen. Demnach ist das Naturschutzgebiet n&#246;rdlich von El Gouna tats&#228;chlich am St&#228;rksten betroffen. Riffe im Tauchgebiet um Hurghada und El Gouna sind entgegen ersten Mitteilungen doch nicht verschmutzt und der normale Tauchbetrieb wurde wieder aufgenommen. &#220;ber 90 % der Str&#228;nde der beiden St&#228;dte sind mittlerweile sauber.</p>
<p>Es steht nun fest, dass das &#214;l aus einer Bohrplattform im Roten Meer, etwa 50 Seemeilen n&#246;rdlich von Hurghada ausgelaufen ist. Das Leck entstand am Mittwoch, den 16. Juni und ist mittlerweile wieder abgedichtet. Allerdings gibt es immer noch keine offiziellen Angaben zu den Verantwortlichen f&#252;r die Katastrophe. Auch wird es noch etwas dauern, bis die entstandenen Sch&#228;den in dem Naturschutzgebiet erfasst worden sind. Die HEPCA fordert die &#228;gyptische Regierung auf, ihre Politik in Bezug auf &#214;lbohrkonzessionen zu &#252;berdenken, besonders in der N&#228;he von Naturschutzgebieten, Habitaten oder Touristenzentren.</p>
<p>Artikel zur &#214;lpest im Roten Meer bei flatflutedivers.de:</p>
<p><a title="FFD: &#214;lpest im Roten Meer" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/06/22/12-10-uhr-oelpest-im-roten-meer-vor-hurghada-und-el-gouna/">12.10 Uhr: &#214;lpest vor Hurghada und El Gouna im Roten Meer</a></p>
<p><a title="FFD: &#214;lpest im Roten Meer 2" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/06/23/12-10-uhr-die-oelpest-im-roten-meer-chronologie-einer-katastrophe/">12.10 Uhr: Die &#214;lpest im Roten Meer &#8211; Chronologie einer Katastrophe</a></p>
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		<title>12.10 Uhr: Die Ölpest im Roten Meer – Chronologie einer Katastrophe</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 10:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit einem weiteren Tag Abstand zeigt sich nun der Ablau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem weiteren Tag Abstand zeigt sich nun der Ablauf der Ereignisse der &#214;lpest im Roten Meer, &#252;ber die <a title="FFD: &#214;lpest im Roten Meer" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/06/22/12-10-uhr-oelpest-im-roten-meer-vor-hurghada-und-el-gouna/" target="_blank">gestern</a> schon in diesem Blog berichtet wurde. Allerdings flossen die Informationen von &#196;gypten nach Europa ein bisschen langsam. Im Moment stellt sich die Situation so dar:</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: line-through;"><strong>vermutlich Montag, 14. Juni 2010 oder Dienstag, 15. Juni 2010<br />
</strong></span><strong>Mittwoch, 16. Juni 2010</strong></li>
</ul>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zpcxn3PKlps&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/zpcxn3PKlps&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Video: <a title="HEPCA" href="http://www.hepca.com" target="_blank">HEPCA</a></p>
<p>An einer Offshore-Plattform im Roten Meer 40 Kilometer n&#246;rdlich von El Gouna (unbest&#228;tigten Berichten zufolge an der Bohrinsel Jebel al-Zayt) kommt es zu dem, das sp&#228;ter von der &#214;lindustrie als &#8220;minor lekage&#8221; (&#8220;kleineres Leck&#8221;) bezeichnet wird: Erd&#246;l tritt aus und treibt von dort aus auf die K&#252;ste von &#196;gypten zu. Im Verlauf der Woche wird der &#214;lteppich im offenen Meer gesichtet. Allerdings wird die &#214;ffentlichkeit nicht informiert, w&#228;hrend daran gearbeitet wird, das Leck wieder zu schlie&#223;en. Sp&#228;ter hei&#223;t es, am Donnerstag, den 17. Juni sei dies definitiv gelungen.<br />
Ein Taucher, der auf der <a href="http://www.sueddeutsche.de/reise/aegypten-oelpest-vor-hurghada-1.963629">Webseite der &#8220;S&#252;ddeutschen Zeitung&#8221;</a> einen Kommentar hinterl&#228;sst, berichtet von einem Tauchgang am 15. Juni am Riff Ras Nasrani um ca. 16.20 Uhr, bei dem er Druckwellen von zwei Explosionen im Abstand von etwa 10 Minuten gesp&#252;rt zu haben glaubt (<strong>Update:</strong> Nach <a title="FFD: &#214;lpest im Roten Meer - Update von der HEPCA" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/06/24/12-10-uhr-die-oelpest-im-roten-meer-update-von-der-hepca/" target="_blank">dieser neuen Stellungnahme</a> von der HEPCA habe sich die Katastrophe selbst am Mittwoch, den 16. Juni ereignet, damit kann was auch immer der Kommentator bei dem Tauchgang bemerkt haben will nicht im Zusammenhang mit dem Ungl&#252;ck stehen).</p>
<ul>
<li><strong>Freitag, 18. Juni 2010</strong></li>
</ul>
<p>Der &#214;lteppich trifft auf die K&#252;ste bei El Gouna und Hurghada. Die Bewohner der Orte werden davon v&#246;llig &#252;berrascht. Die Gesamtl&#228;nge des &#214;lteppichs wird von der Organisation HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) sp&#228;ter mit 160 Kilometern angegeben, neben den Touristenzentren ist ein Naturschutzgebiet betroffen, das weiter n&#246;rdlich liegt und f&#252;r die &#214;ffentlichkeit gesperrt ist.</p>
<ul>
<li><strong>Samstag, 19. Juni 2010</strong></li>
</ul>
<p>Die Hotelbesitzer der betroffenen Orte wenden sich an die lokale Regierung f&#252;r Hilfe. Es werden &#214;lsperren errichtet, doch die Bewohner helfen sich auch selbst: der verschmutzte Sand wird von den Str&#228;nden abgetragen. Am schlimmsten hat es die Inseln El Luhaimat and Tawila im Naturschutzgebiet getroffen. Der erste Artikel &#252;ber die Katastrophe wird von einer <a title="Al-Masry Al-Youm - Today's Life in Egypt" href="http://www.almasryalyoum.com/en/node/50159" target="_blank">lokalen Nachrichtenwebseite</a> ver&#246;ffentlicht. Noch immer ist nicht bekannt, wo das &#214;l herkommt und falls es sich um ein Leck handelt, ob dieses mittlerweile abgedichtet wurde. Hotelbesitzer in Hurghada und El Gouna k&#252;ndigen an, Klage einreichen zu wollen, da ihre Str&#228;nde massiv gesch&#228;digt seien und sie Stornierungen bef&#252;rchten.</p>
<ul>
<li><strong>Sonntag, 20. Juni 2010</strong></li>
</ul>
<p>Die lokale Regierung reagiert mit dem Einsetzen eines Krisenstabs, w&#228;hrend die Str&#228;nde weiter gereinigt werden. In einem <a title="Al-Masry Al-Youm - Today's Life in Egypt" href="http://www.almasryalyoum.com/en/node/50387" target="_blank">neuen Artikel</a> wird zwar auf die Ma&#223;nahmen eingegangen, aber noch immer nicht dar&#252;ber berichtet, woher das &#214;l kommt und ob es weiterhin ins Rote Meer flie&#223;t. Im gleichen Artikel kommt ein Parlamentsmitglied zu Wort, dass das Krisenzentrum zur Bek&#228;mpfung der Verschmutzung des Roten Meeres als nicht ausreichend ger&#252;stet f&#252;r eine solche Katastrophe beschreibt. &#220;ber die <a title="Yahoo News" href="http://news.yahoo.com/s/afp/20100620/wl_africa_afp/egyptenvironmentpollutionoil" target="_blank">Nachrichtenagentur AFP</a> wird zum ersten Mal international von der &#214;lpest berichtet. Hier wird auch zum ersten Mal eine Offshore-Plattform als Verursacher der Verschmutzung genannt, allerdings nicht welche, und welches Unternehmen verantwortlich ist.</p>
<p>Noch am selben Abend verk&#252;ndet der f&#252;r die Region Rotes Meer zust&#228;ndige Gouverneur Magdi Kobeisi, dass die Str&#228;nde von El Gouna und Hurghada wieder sauber seien und die kurzzeitig geschlossenen Tauchbasen wieder &#246;ffnen w&#252;rden.</p>
<ul>
<li><strong>Montag, 21. Juni 2010</strong></li>
</ul>
<p>Die deutsche Tauchercommunity <a title="mySeastar" href="http://myseastar.net/" target="_blank">mySeastar</a> schickt eine Mail an ihre Mitglieder und fragt aufgrund der AFP-Meldung nach, ob jemand von den Mitgliedern gerade in Hurghada ist und best&#228;tigen kann, dass es dort eine &#214;lpest gibt. HEPCA hat zu diesem Zeitpunkt noch keine Informationen auf ihrer Webseite. Eine Anfrage von flatflutedivers.de wird nicht beantwortet.</p>
<ul>
<li><strong>Dienstag, 22. Juni 2010</strong></li>
</ul>
<p>Das Thema ist schlie&#223;lich in den deutschen Medien angekommen. Webseiten von mehreren Zeitungen berichten dar&#252;ber, und die Nachricht kommt auch im Radio. Noch immer gibt es allerdings Widerspr&#252;che. Die offizielle Information lautet, dass das Leck an der Plattform geschlossen sei und nur ungef&#228;hr 30 bis 40 Barrel &#214;l ins Meer geflossen seien. 35 Barrel &#214;l sind etwa 5.600 Liter, und &#214;l verteilt sich im Wasser sehr gut, da es sich nicht mischt. Das erkl&#228;rt die Gr&#246;&#223;e des &#214;lteppichs. Au&#223;erdem sind nicht nur die Str&#228;nde der K&#252;stenst&#228;dte betroffen, sondern auch die Korallenriffe im offenen Meer. Nach den Angaben der EEAA (Egyptian Environment Affairs Agency) sind die Riffe El  Fanadir, <a title="Sakwa Abu Kalawa" href="../2010/04/06/sakwa-abu-kalawa-aegypten-rotes-meer-und-die-ohne-luft-situation/" target="_self">Abu</a> <a title="Gota Abu Kalawa" href="../2010/05/04/gota-abu-kalawa-aegypten-rotes-meer-und-die-navigation-im-offenen-wasser/">Kalawa</a>,  El Sakwa, El Araq und Abu Sadaf mit &#214;l verschmutzt. (<strong>Update:</strong> In der neuesten Mitteilung &#8211; siehe unten &#8211; ist davon keine Rede mehr.) Es wird noch einige Zeit dauern, bis bei diesen alle Folgen der &#214;lpest beseitigt sind. Au&#223;erdem wurden verschmutzte und verendete Tiere gefunden. Der Schaden ist hier noch nicht absehbar.</p>
<p>Der HEPCA-Biologe Ahmed el-Droubi wird zitiert, dass das Leck an der &#214;lplattform nicht geschlossen sei, sondern dass er benachrichtigt worden sei, dass weiterhin &#214;l auslaufe. Ob das stimmt und wie sich die Situation weiterentwickelt, werden die n&#228;chsten Tage und Wochen zeigen m&#252;ssen. In den offiziellen Verlautbarungen wird immer noch nicht gesagt, welche Firma verantwortlich ist. Das lange Verschweigen der Katastrophe erkl&#228;ren sich die Medien dadurch, dass am Roten Meer in K&#252;rze die Haupttouristensaison beginnt und man Einnahmeausf&#228;lle durch Stornos bef&#252;rchtete.</p>
<ul>
<li><strong>Mittwoch, 23. Juni 2010</strong></li>
</ul>
<p>Am sp&#228;ten Abend verschickt die <a title="FFD: &#214;lpest im Roten Meer - Update von der HEPCA" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/06/24/12-10-uhr-die-oelpest-im-roten-meer-update-von-der-hepca/">HEPCA per eMail ein Update</a>, das ein paar Dinge klarstellen soll, auch wenn andererseits noch Fragen offenbleiben.</p>
<p><em>(Video in diesem Beitrag gefunden &#252;ber <a title="Unterwasserfrau @ Twitter" href="http://twitter.com/Unterwasserfrau/status/16769285706" target="_blank">Twitter</a>)</em></p>
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		<title>12.10 Uhr: Ölpest im Roten Meer vor Hurghada und El Gouna</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 10:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun ist es offiziell: Aus einer &#214;lbohrplattform im Rot [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist es offiziell: Aus einer &#214;lbohrplattform im Roten Meer, n&#246;rdlich von Hurghada und El Gouna ist vor rund einer Woche durch eine Leckage &#214;l ausgetreten und bedroht die Str&#228;nde &#196;gyptens. Erst gestern Abend wurde der Vorfall von der &#228;gyptischen Regierung best&#228;tigt. Die Menge des ausgetretenen &#214;ls sei &#8220;begrenzt&#8221;. Von welcher Plattform das &#214;l ausgetreten sei und welche Firma diese betreibt, wurde nicht bekannt gegeben. Unklar ist auch, ob weiterhin noch &#214;l austritt. Die Umweltorganisation <a title="HEPCA" href="http://www.hepca.com" target="_blank">HEPCA</a> will neues &#214;l gesichtet haben, w&#228;hrend es von offizieller Seite hei&#223;t, das Leck sei abgedichtet.</p>
<p>Besonders betroffen sei offenbar ein aus mehreren Inseln bestehendes Naturschutzgebiet 100 km n&#246;rdlich von <a title="EP-Blog: El Gouna" href="http://www.ep-blog.de/2010/07/11/el-gouna-die-umweltfreundliche-perle-agyptens/" target="_blank">El Gouna</a>. Die Inseln dort sind f&#252;r die &#214;ffentlichkeit gesperrt. Der &#214;lteppich erreichte am letzten Wochenende die Str&#228;nde von El Gouna und den n&#246;rdlichen Teil Hurghadas. Die Str&#228;nde einiger Hotels mussten f&#252;r den Badebetrieb gesperrt werden und Tauchbasen berichten, dass das Tauchen an ihren &#8220;Hausriffen&#8221; (also Riffen, die den Basen direkt vorgelagert sind) nicht mehr m&#246;glich war. Unz&#228;hlige Meeresv&#246;gel, Schildkr&#246;ten und andere Meerestiere seien bereits verendet. Die Str&#228;nde sind offenbar von den Hotelbetreibern mittlerweile weitestgehend ges&#228;ubert worden, allerdings wird es sehr viel l&#228;nger dauern, die Inseln und Korallenriffe vom &#214;l zu befreien.</p>
<p>Die ausgetretene Menge an &#214;l wird mit 30 bis 40 <a title="Wikipedia: Barrel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barrel" target="_blank">Barrel</a> angegeben. Der &#214;lteppich soll eine Gr&#246;&#223;e von 160 Kilometern haben.</p>
<p><strong>Update: </strong>Wie aus <a title="Al-Masry Al-Youm - Today's Life in Egypt" href="http://www.almasryalyoum.com/en/news/oil-spills-hurghada-threaten-marine-life-tourism" target="_blank">diesem Artikel</a> hervorgeht, traf der &#214;lteppich die K&#252;stenbewohner tats&#228;chlich v&#246;llig unvorbereitet. Am Freitag, den 18. Juni hat demzufolge das &#214;l zum ersten Mal die K&#252;ste bei El Gouna erreicht. Allerdings werden hier widerspr&#252;chliche Angaben &#252;ber das Ausma&#223; des &#214;lteppichs gemacht, da davon berichtet wird, dieser habe von El Gouna bis &#8220;Sahl Hashish&#8221; gereicht. Das &#8220;Sahl Hashish&#8221; ist ein Hotel s&#252;dlich von Hurghada, damit w&#252;rde der &#214;lteppich eine Gesamtl&#228;nge von etwa 40 Kilometern haben, im Artikel ist von 20 Kilometern die Rede.</p>
<p>Allerdings sind auch einige Korallenriffe, die regelm&#228;&#223;ig von Tauchbooten angefahren werden, von der Katastrophe betroffen. Nach den Angaben der EEAA (Egyptian Environment Affairs Agency) sind El Fanadir, <a title="Sakwa Abu Kalawa" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/04/06/sakwa-abu-kalawa-aegypten-rotes-meer-und-die-ohne-luft-situation/" target="_self">Abu</a> <a title="Gota Abu Kalawa" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/05/04/gota-abu-kalawa-aegypten-rotes-meer-und-die-navigation-im-offenen-wasser/">Kalawa</a>, El Sakwa, El Araq und Abu Sadaf mit &#214;l verschmutzt. Das &#228;gyptische Parlamentsmitglied Magdi Allam sagte zudem, es sei &#8220;<a title="Al-Masry Al-Youm - Today's Life in Egypt" href="http://www.almasryalyoum.com/en/node/50387">das zehnte Mal</a>&#8220;, dass in dieser Region eine solche Katastrophe passiere. Zwar g&#228;be es deswegen ein Zentrum gegen die Verschmutzung des Roten Meeres, aber dieses sei f&#252;r solche Krisen nicht ausger&#252;stet.</p>
<p><strong>Update 2: </strong>Interessant in dem Zusammenhang ist, dass bereits am Sonntag Abend (20. Juni) der f&#252;r die Region Rotes Meer zust&#228;ndige Gouverneur Magdi Kobeisi verk&#252;ndete, dass die <a title="Al-Masry Al-Youm - Today's Life in Egypt" href="http://www.almasryalyoum.com/en/node/50612" target="_blank">Spuren der &#214;lpest beseitigt seien</a> und Str&#228;nde und Tauchcenter wieder ge&#246;ffnet werden. Trotzdem dauerte es noch 24 Stunden, bevor erste Meldungen dar&#252;ber bei uns in Deutschland auftauchten, und nochmal 12 Stunden, bevor sich die gro&#223;en Medien der Sache annahmen. FlatFluteDivers.de hatte bereits gestern <a title="FlatFluteDivers @ Twitter" href="http://twitter.com/flatflutedivers/status/16680606401" target="_blank">Kenntnis von dem &#214;lteppich</a> erlangt und auch bei der Umweltorganisation HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) nachgefragt, aber keine Antwort bekommen. Die HEPCA hat heute auf ihrer <a title="HEPCA News" href="http://www.hepca.com/red-sea-environment-news.aspx" target="_blank">News-Seite</a> &#252;ber die Katastrophe berichtet. Sie gibt die Zahl der gereinigten Str&#228;nde mit &#8220;&#252;ber 90 Prozent&#8221; an, soweit es Hurghada und die Region n&#246;rdlich davon betrifft. Bei den Inseln Um El Luhaimat und Tawila, die 30 Meilen n&#246;rdlich von Hurghada liegen, wird es noch einige Anstrengungen brauchen. Die HEPCA fordert zudem von der &#228;gyptischen Regierung, weitere Ma&#223;nahmen zu ergreifen, um solche Katastrophen in Zukunft zu vermeiden. Auch sei es nicht hinzunehmen, dass die &#214;lindustrie den Vorfall als &#8220;minor lekage&#8221; (&#8220;kleineres Leck&#8221;) bezeichne, denn ein solches k&#246;nne sowohl die nat&#252;rlichen Resourcen als auch die Tourismusindustrie nachhaltig sch&#228;digen.</p>
<p>In diesem <a title="Tauchgebiete bei El Gouna, Rotes Meer" href="http://www.flatflutedivers.de/2010/06/22/tauchgebiete-bei-el-gouna-rotes-meer-aegypten/" target="_blank">Artikel der FlatFluteDivers</a> findet sich eine &#220;bersichtskarte rund um El Gouna, hier sind die oben genannten betroffen Riffe, sowie die Insel Tawila eingezeichnet.</p>
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		<title>Tauchgebiete bei El Gouna – Rotes Meer – Ägypten</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 07:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tauchgebiete]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.flatflutedivers.de/wp-content/uploads/2010/06/el_gouna_tauchgebiete.jpg" width="600" height="926" border="0" usemap="#Map" /></p>
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<p>Auf dieser &#220;bersichtskarte finden Sie die Tauchgebiete im Roten Meer, die von <a href="http://www.ep-blog.de/2010/07/11/el-gouna-die-umweltfreundliche-perle-agyptens/">El Gouna</a> aus angefahren werden. Um zum Artikel zum entsprechenden Tauchplatz zu kommen, klicken Sie die Nummern auf der Karte selbst an. Karte (c) by www.elgouna.com</p>
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		<title>Die Blog-WM 2010: FlatFluteDivers in der ersten Runde!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 10:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Reimnitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tauch-Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das "Blogprojekt" von Peer Wandinger wendet sich in ers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#8220;<a title="Blogprojekt" href="http://www.blogprojekt.de" target="_blank">Blogprojekt</a>&#8221; von Peer Wandinger wendet sich in erster Linie an Blogger, die f&#252;r ihr eigenes Werk etwas mehr (oder auch viel mehr) Aufmerksamkeit erregen wollen. Es gibt Tipps zur Optimierung der Struktur des Blogs, der Beitr&#228;ge und wie man neue Leser requiriert. Anl&#228;sslich der Fussball-WM in S&#252;dafrika veranstaltet das Blogprojekt dieses Jahr eine &#8220;Blog-WM&#8221;. Und die FlatFluteDivers sind dabei.</p>
<p>Der Ablauf wird dabei sein wie bei der Fussball-WM selbst: Immer zwei Blogs treten gegeneinander an, der Sieger eines &#8220;Duells&#8221; kommt eine Runde weiter. Heute ist Runde 1 gestartet und ich war sehr positiv &#252;berrascht, auch unser Blog dort zu finden. Fast 150 Blogs hatten sich beworben, 63 kamen in die WM rein. Damit gibt es in Runde 1 32 &#8220;Duelle&#8221;. &#220;ber den Ausgang eines Duells entscheidet dabei der Leser, er soll sich f&#252;r eines der beiden Blogs einer &#8220;Begegnung&#8221; entscheiden und abstimmen.</p>
<p><a href="http://www.blogprojekt.de/blog-wm-2010/"><img src="http://www.blogprojekt.de/Bilder/Teaser/125Banner.gif" alt="Blog-WM 2010" align="left" /></a>Deswegen, liebe Fans der FlatFluteDivers, seid Ihr jetzt gefragt. <a title="Blog-WM Runde 1" href="http://www.blogprojekt.de/2010/06/15/allgemein/blog-wm-2010-vorrunde-1/" target="_blank">Die Runde 1 der Blog-WM findet hier statt</a>, scrollt auf der Seite runter bis zu Duell Nr. 30. Dort klickt den Punkt neben dem Namen an und anschlie&#223;end auf &#8220;Abstimmen&#8221;. Wir hoffen, dass wir mit Eurer Hilfe m&#246;glichst weit kommen. Ach ja, die Hilfe soll nat&#252;rlich nicht umsonst sein, in der Runde 1 kann der Abstimmer auch etwas gewinnen. Dazu muss einfach ein Kommentar unter den Artikel geschrieben werden &#8211; und dabei unbedingt die eMail-Adresse (die nat&#252;rlich nicht ver&#246;ffentlicht wird) eintragen. Unter den Abstimmenden werden 21 Preise verlost.</p>
<p>Danke im Voraus! Und wir werden weiter berichten. Die Runde 1 endet am 17. Juni 2010 um 1 Minute vor Mitternacht, danach geht es mit der n&#228;chsten Runde weiter.</p>
<p><strong>UPDATE: </strong>Wir haben leider nicht gewonnen und sind schon in der ersten Runde mit 128 : 93 Stimmen ausgeschieden. Na ja, dabei sein ist alles! Vieleicht bietet sich mal wieder eine Chance.</p>
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