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	<title>Belaieff Konzerte » Belaieff-Konzerte Hamburg</title>
	
	<link>http://www.belaieff-konzerte.de</link>
	<description>Eine Hamburger Konzertreihe der M. P. Belaieff-Stiftung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 29 Apr 2013 09:26:32 +0000</lastBuildDate>
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		<title>26. 04. 2013: Viola &amp; Kontrabass-Kammermusikabend</title>
		<link>http://www.belaieff-konzerte.de/2013/03/26-04-2013-viola-kontrabass-kammermusikabend/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Mar 2013 06:42:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belaieff-Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Sperger &#8211; Ustwolskaja &#8211; Schostakowitsch &#8211; Gubaidulina Vladimir Botchkovskiy &#8211; ViolaAlexander Suslin &#8211; KontrabassIrina Kolesnikova &#8211; Klavier &#160; Das Programm:  Johann Matth. Sperger (1750-1812)  Sonate D-Dur f&#252;r Viola und Kontrabass Galina Ustwolskaja (1919-2006) Gro&#223;es Duett (1959) f&#252;r Violoncello und Klavier Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) Sonate in C f&#252;r Viola und Klavier op. 147 (1975) Sofia Gubaidulina [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Sperger &#8211; Ustwolskaja &#8211; Schostakowitsch &#8211; Gubaidulina</h2>
<p><b>Vladimir Botchkovskiy &#8211; </b>Viola<br /><b>Alexander Suslin &#8211; </b>Kontrabass<br /><b>Irina Kolesnikova &#8211; </b>Klavier</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b>Das Programm:</b></span></p>
<p> <b>Johann Matth. Sperger </b>(1750-1812)</p>
<p><b> <i>Sonate D-Dur </i></b>f&#252;r Viola und Kontrabass</p>
<p><b>Galina Ustwolskaja </b>(1919-2006)</p>
<p><b><i>Gro&#223;es Duett </i></b>(1959) f&#252;r Violoncello und Klavier</p>
<p><b>Dmitri Schostakowitsch </b>(1906-1975)</p>
<p><b><i>Sonate in C </i></b>f&#252;r Viola und Klavier op. 147 (1975)</p>
<p><b>Sofia Gubaidulina</b> (*1931)</p>
<p> <b><i>„Quasi hoquetus“</i></b> (1984/85) f&#252;r Viola, Fagott und Klavier</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gr&#246;&#223;er k&#246;nnten die Gegens&#228;tze im ersten Programmteil kaum sein: Zwischen der klassischen Eleganz und Gef&#228;lligkeit der Kontrabass-Sonate von <strong>Johann Matthias Sperger</strong> und <strong>Galina Ustwolskajas</strong> Gro&#223;em Duett in seiner Schroffheit und Radikalit&#228;t liegen Welten!</p>
<p><strong>Sperger</strong> wurde in Wien zum Kontrabassisten und Komponisten ausgebildet. Nach 20j&#228;hrigem Wirken an den Hofkapellen &#246;sterreichisch-ungarischer Grafen und Erzbisch&#246;fe sowie in der Wiener Tonk&#252;nstlersoziet&#228;t wurde er 1789 erster Kontrabassist der Mecklenburgisch-Schweriner Hofkapelle in Ludwigslust. Er schrieb mehr als 44 Sinfonien, Konzerte (darunter 18 f&#252;r Kontrabass), Sonaten, T&#228;nze, Kantaten, Ch&#246;re und Arien.</p>
<p><strong>Galina Ustwolskajas</strong> Œuvre wurde „wie ein Meteorit in der musikalischen Welt“ beschrieben, ihr Stil „kraftvoll, energetisch, sperrig, von eigenwilliger Dichte und kompromissloser Entschiedenheit, klar und geradlinig.“ Andere Etikettierungen wie „Kammermusik“ oder „religi&#246;se Musik“ lehnte sie stets strikt ab. „Das NICHT-kammermusikalische in meiner Musik ist das Neue, die Frucht meines qualvollen Lebens im Schaffensprozess. (&#8230;) All diejenigen, die meine Musik wirklich lieben, bitte ich, auf eine theoretische Analyse zu verzichten. Vieles, was Musikwissenschaftler &#252;ber mich geschrieben haben, entspricht nicht der Wahrheit.“ Unbestreitbar jedoch ist die folgende knappe Charakteristik: „Die von Ustwolskaja in ihren ungez&#252;gelten Extremen eingesetzten musikalischen Werte hoch und tief, laut und leise, schnell und langsam, gelangen in Verbindung mit dem reduzierten Tonmaterial und geradezu obsessiv wiederkehrenden rhythmisch-melodischen Modellen zu elementarer Wucht.“ (Christian Esch)</p>
<p>Die Sonate f&#252;r Viola und Klavier op. 147 ist <strong>Schostakowitschs</strong> letztes vollendetes Werk. Drei Tage nachdem die Reinschrift des Manuskripts in die H&#228;nde des Widmungstr&#228;gers Fjodor Druzhinin  gelangt war, starb er (am 9. August 1975). Es war ihm nicht mehr verg&#246;nnt, sein Werk zu h&#246;ren. Freunde veranstalteten in seiner Wohnung zu seinem 69. Geburtstag am 25. September ein Gedenkkonzert, bei dem die Sonate erklang. Die offizielle, posthume Urauff&#252;hrung fand am 1. Oktober 1975 im Glinka-Saal der Leningrader Philharmonie statt.<br />Wie viele Sp&#228;twerke Schostakowitschs ist auch dieses auf ein Minimum an Virtuosit&#228;t reduziert und von einem langsamen Satz als emotionalem Zentrum gepr&#228;gt. Im dramatisch-aufgew&#252;hlten ersten Satz wechseln leidenschaftliche Ausbr&#252;che mit trockenen Pizzicato-Akkorden (à la A. Berg) ab. Das folgende Scherzo entwickelt sich in der Form eines grotesken Tanzes. Assoziationen an Mahler und Strawinsky werden sp&#252;rbar. Im abschlie&#223;enden Adagio klingen – wie verschleiert – rhythmische und melodische Strukturen aus der „Mondscheinsonate“ von Beethoven an. Der ruhig dahinflie&#223;ende und dennoch leidenschaftliche Klangstrom verbreitet Gef&#252;hle von Abschied und Tod.</p>
<p>In „Quasi hoquetus“ greift <strong>Sofia Gubaidulina</strong> auf die mittelalterliche Hoquetus-Technik zur&#252;ck (vom bretonischen Wort f&#252;r „Schluckauf“ abgeleitet), die der Theoretiker Franco von K&#246;ln Ende des 13. Jhs als „truncatio vocis“ (Zerschneiden der Stimme) beschrieb: Eine Melodie wird in Fragmente zerschnitten und wandert im durchbrochenen Satz durch alle Stimmen. Bei Gubaidulina umfasst dieser Ansatz alle Elemente des Materials (Melodie, Harmonik, Klangfarbe), wobei zwischen den Instrumenten keine thematisch-motivischen Bez&#252;ge hergestellt werden. In dieser instabilen „Anti-Struktur“ sorgen Mixturkl&#228;nge, Glissandi und Cluster zus&#228;tzlich f&#252;r tonale Unbestimmtheit. In der konstitutiven, symbolhaften Verwendung von Kreuzes- und Zahlenfiguren (Fibonacci-Folgen) spiegelt sich eine spirituelle Haltung wider.</p>
<p><strong>Irina Kolesnikova</strong> (geb. in Minsk, Belarus) schloss 1996 ihr Studium am Leningrader Konservatorium ab als Musikp&#228;dagogin, Konzertpianistin und Kammermusikerin. Vor ihrer Einb&#252;rgerung in Deutschland wirkte sie als Dozentin an der Musikhochschule Minsk sowie als Korrepetitorin an der Musikschule f&#252;r Hochbegabte. Sie war Mitglied des „Collegium musicum“ und des „Minskorchesters“ und gab Konzerte in ganz Europa. Seit 1999 lebt sie in Hamburg, wo sie als Korrepetitorin an der Hochschule f&#252;r Musik und Theater sowie am Konservatorium t&#228;tig ist. Sie hat sich einen Namen gemacht als Partnerin von diversen Instrumental- und Gesangssolisten.</p>
<p><strong>Vladimir Botchkovskiy</strong>, 1974 in der Ukraine geboren, erhielt mit 6 Jahren ersten Geigenunterricht und begann mit elf Bratsche zu spielen. In Moskau studierte er am Konservatorium bei Fjodor Druzhinin, dem Bratschisten des legend&#228;ren Beethoven-Qartetts. 1994 setzte er sein Studium an der Hamburger Hochschule f&#252;r Musik und Theater fort. Von 1997 bis 1998 war er Bratschist im NDR-Sinfonieorchester unter GMD G&#252;nter Wand. Sein Konzertexamen absolvierte er 2005 mit dem Bratschenkonzert von Béla Bartók. Als Student war Botchkovskiy Stipendiat der Otto-St&#246;terau-Stiftung und der Franz Wirth-Ged&#228;chtnis-Stiftung. 1999 bis 2006 musizierte er in div. Kammerensembles (u.a. Hamburger Camerata, Scardanelli Quartett, Hamburger Mozart-Orchester) und trat als Solist im In- und Ausland auf. Seit 2005 ist Botchkovskiy Bratschist beim Aalborg Symphonieorchester (D&#228;nemark).</p>
<p><strong>Alexander Suslin,</strong> 1971 in Moskau geboren, lebt seit 1982 in Deutschland und studierte am Hamburger Konservatorium. 1991 wurde er Mitglied des Improvisationsensembles „Astrea“ mit Sofia Gubaidulina und Viktor Suslin. Seit 1994 lehrt er Kontrabass  an der Musikschule Pinneberg. 2010 wurde Alexander Suslin mit dem Kulturpreis der Stadt Pinneberg ausgezeichnet. Als Solist und Kammermusiker konzertierte er in vielen L&#228;ndern Europas sowie in Japan und Russland. Au&#223;erdem war er an mehreren CD- und TV-Produktionen beteiligt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>01.03.2013: Valentin Silvestrov  / Lieder- und Klavier-Abend</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jan 2013 10:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belaieff-Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Victoria Mun &#8211; SopranAlan Newcombe &#8211; Klavier Das Programm: Valentin Silvestrov (*1937) Stufen Zyklus von 11 Liedern (1980-1982, 1997) f&#252;r Sopran (oder Tenor/Bariton) und Klavier Widmung (1997) Verse: Alexander Blok Elegie Verse: anonym Meine Seele…Verse: Fjodor Sologub Schon mischen sich die grauen SchattenVerse: Fjodor Tjutschew Was wollt ihr Tage?Verse: Jewgenij Baratynskij ElegieVerse: Alexander Puschkin Oh, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-size: medium;">Victoria Mun</span></strong> &#8211; Sopran<br /><strong><span style="font-size: medium;">Alan Newcombe</span></strong> &#8211; Klavier</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Das Programm</strong>:</span></p>
<p>Valentin Silvestrov (*1937)<br /> <b>Stufen</b></p>
<p>Zyklus von 11 Liedern (1980-1982, 1997) f&#252;r Sopran (oder Tenor/Bariton) und Klavier</p>
<ol>
<li>Widmung (1997) <br />Verse: Alexander Blok</li>
<li>Elegie Verse: anonym</li>
<li>Meine Seele…<br />Verse: Fjodor Sologub</li>
<li>Schon mischen sich die grauen Schatten<br />Verse: Fjodor Tjutschew</li>
<li>Was wollt ihr Tage?<br />Verse: Jewgenij Baratynskij</li>
<li>Elegie<br />Verse: Alexander Puschkin</li>
<li>Oh, meine Seele voller Heil<br />Verse: Fjodor Tjutschew</li>
<li>Ihr Schwestern – Z&#228;rte und Schwere<br />Verse: Ossip Mandelstam</li>
<li>Zum Schlaf…<br />Verse: John Keats (O soft embalmer)</li>
<li>Letzte Liebe<br />Verse: Fjodor Tjutschew</li>
<li>Das Wort bleibt ungesagt, ich find’s nicht wieder<br />Verse: Ossip Mandelstam</li>
</ol>
<p><b>Der Bote</b> &#8211; 1996, f&#252;r Klavier (1996-97)</p>
<p>Im Liedzyklus <strong>Stufen</strong> schreiten wir durch verschiedene R&#228;ume eines „Hauses des Liedes“, so der Komponist, und h&#246;ren „auf verschiedenen Stufen“ die Stimmen einiger Dichter: vom Anonymus bis hin zu Puschkin, Tjutschew, Mandelstam, Blok und Sologub – die sich in einem harmonischen Einklang verbinden. <br />In den fr&#252;hen 70er Jahren hat Silvestrov mit seinem radikalen Umschwung zu einem neuen Traditionalismus, der von einigen Kollegen als Verrat an der Avantgarde angesehen wurde, eine bis heute andauernde heftige Polemik ausgel&#246;st. Aus allen Stilen hatte er den „schwachen“ oder, wie er ihn sp&#228;ter nannte, „metaphorischen Stil“ gew&#228;hlt, der auf den ersten Blick keine markanten Z&#252;ge besitzt. Der sehr direkten Ausdrucksweise der Avantgarde zog er das „Sinnbild“ vor, der „aktuellen“ Sprache der Gegenwart die „nicht aktuelle“ der Vergangenheit. An die Stelle einer einfachen Stilisierung tritt eine von Individualit&#228;t und Raffinesse gepr&#228;gte Ausdrucksweise. <br />Schon f&#252;r seinen gro&#223;en Zyklus „Stille Lieder“ (1974-77) erkl&#228;rte Silvestrov: „<em>Die Poesie singt sich selbst. Alle Lieder muss man sehr leise singen, mit einem transparenten, hellen Klang, nicht so expressiv, ohne zu psychologisieren&#8230; Der Zyklus soll wie <strong>ein</strong> Lied gesungen werden.</em>“ Viel sp&#228;ter kommentierte der Komponist seine Stilwende mit einer Art k&#252;nstlerischem Credo: „<em>Im Grunde genommen ist Poesie in Rede umgeschmolzene Musik, der ein ewiges Leben bestimmt ist. (&#8230;) Guten Versen ist bekanntlich eine eigene Musik inne, und ich versp&#252;re einfach das Bed&#252;rfnis, mich ihr unterzuordnen. (&#8230;) Die Poesie (&#8230;) ist die Rettung des Wichtigsten, der Melodie, der Melodie als einem ganzheitlichen Organismus. Musik, auch wenn man sie nicht im w&#246;rtlichen Sinne singen kann, ist trotzdem Gesang – keine Philosophie, kein Weltbild, sondern Gesang der Welt &#252;ber sich selbst, gleichsam musikalisches Zeugnis des Seins</em>.“<br />Sowohl in den „Stillen Liedern“ als auch in „Stufen“ ist – so Silvestrov – die Poesie „die wahre Heldin“ (nicht ein Sujet oder ein lyrischer Held wie z.B. in Schuberts „Winterreise“). Bis auf zwei Ausnahmen zieht sich die klassische russische elegische Lyrik (griech.-lat. Elegie = Klagegesang) wie ein roter Faden durch den Zyklus.</p>
<p>Zwischen den Gedichten wandern die typisch „elegischen“ Motive hin und her: Liebe, Sehnsucht, Seele, Abschied, Tod, Vergessen, Wahnsinn, Trauer, Abend, Nacht, Schlaf, Traum, Schatten, Stille, Naturidyll &#8230; – keine Klischees, sondern Details eines einheitlichen Ganzen. Nichts st&#246;rt die Poesie, „<em>sich selbst zu singen</em>“. Die Vokalpartie taucht in ein vibrierendes, durch-sichtiges Klanggewebe ein und schimmert daraus hervor. Immer deutlicher nimmt der H&#246;rer das intensive Innenleben dieses Gewebes wahr. Die feinen Abstufungen der Dynamik und Agogik scheinen unersch&#246;pflich&#8230; (T. Frumkis, U. Patow)                                                    <br /> <br />Das seiner verstorbenen Frau Larissa Bondarenko gewidmete Werk <strong>Der Bote – 1996</strong>  wurde quasi Silvestrovs Visitenkarte. Der Titel bezieht sich auf Texte des russischen Philosophen Jakov Druskin, zu dem Silvestrov eine geistige Verwandtschaft versp&#252;rt. Druskin zufolge ist der „Bote“ eine symbolische Figur f&#252;r die Verbindung zwischen „dieser“ und „jener“ Welt. <em>Nebelhaft, mit leichtestem Anschlag</em> (Anweisung in den Noten) spielt der Pianist die von Pausen unter-brochenen Dur-Dreikl&#228;nge. Wie Eisblumen beim Hauchen auf frostiges Glas (sehr zart, entfernt, hell und traurig) entsteht vor uns ein „mozartsches“ Thema und aus ihm eine einfache altert&#252;mliche Sonatine im Geiste des 18. Jhs.. Kaum haben sich die Melodien des „Boten“ gebildet, schmelzen sie auch schon in den Strahlen feinster Tempo- und Dynamik-Nuancen sowie leisester Pedal-Echos. Auf diese Weise kommen die geliebten Figuren immer wieder herangeschwommen, wobei sie mitunter ihre Konturen verlieren, aber niemals zur G&#228;nze aus unserem Ged&#228;chtnis verschwinden. Im Vorwort zur gleichnamigen CD („Der Bote“ ECM New Series) schreibt der Pianist Alexei Lubimov: „<em>Vergessen gibt es nicht, sagt Silvestrov mit seinem „Boten“. Man muss nur das Fenster aufmachen, ein Streichholz anz&#252;nden, eine Wolke betrachten, einen Dreiklang anh&#246;ren; und das Ged&#228;chtnis – nicht nur unser eigenes, sondern auch das uns unbekannte Ged&#228;chtnis unserer Boten – beginnt ein Wunder zu vollbringen.</em>“ (T. Frumkis)</p>
<p><strong>Victoria Mun</strong> (*1986 in St. Petersburg) gewann 2002 als Austauschsch&#252;lerin in Kansas/USA den ersten Preis bei einem Gesangswettbewerb und sang dort 2003 die Titelrolle in Rogers and Hammerstein’s Musical „Cinderella“. 2006 begann Vika Mun ihr Studium der Gesangsp&#228;dagogik an der Alfred Schnittke Akademie Hamburg in der Klasse von Holger Lampson. Sie nahm u.a. an Meisterkursen von Karola Theil, Elena Prokina, Anthony Roden und Agnes Giebel teil. Als Mitglied der Improvisations-gruppe „Farbraum“ trat sie u.a. im Rahmen der Theaternacht in Dortmund auf. Zudem war sie als improvisierende S&#228;ngerin und Darstellerin mit dem free-jazz Trio (B. L&#252;cker, Schlagzeug; J. Hughes, Kontrabass) zu erleben. Im Rahmen des Hamburger Jazzfestivals 2010 trat sie auf „Kampnagel“ mit „Healthy Poison“ auf. Ferner sang sie Hauptpartien in Performances der Altonale 2009, f&#252;r das Interkulturelle Festival „eigenarten“ und in der Improvisations-Oper „frequenza“ im Monsun-Theater. Ihr besonderes Interesse gilt der zeitgen&#246;ssischen Musik.</p>
<p><strong>Alan Newcombe</strong>, 1957 in St. Helens (Lancashire, England) geboren, erhielt ersten Klavierunterricht im Alter von f&#252;nf Jahren. Nach seinem Abschluss der Junior Music School von Ormskirk mit besonderer Auszeichnung und einem privaten Studium bei Nancy Evans erlangte er 1973 das Konzertdiplom am Trinity College London. Anschlie&#223;end studierte er Russisch und Franz&#246;sisch an der University of Oxford. Seit 1979 lebt Newcombe in Hamburg. Er geh&#246;rt dem Hildesheimer Klaviertrio an. Konzertreisen als Solist und Kammermusiker f&#252;hrten ihn durch Europa, aber auch bis nach Brasilien, in die Ukraine und Mongolei. Neben seiner T&#228;tigkeit als Musiker arbeitet er als Redakteur und Programm-Manager f&#252;r internationale Platten-Labels.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>16.11.2012: Schostakowitsch, Kissine, Prokofjew</title>
		<link>http://www.belaieff-konzerte.de/2012/10/16-11-2012-schostakowitsch-kissine-prokofjew/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 13:59:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belaieff-Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Duo – Abend:   Violine &#38; Klavier mit dem Ingolfsson – Stoupel Duo:   Judith Ingolfsson, Violine   Vladimir Stoupel, Klavier Das Programm: Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)Pr&#228;ludium und Fuge d-Moll op. 87 (1950/51)Andante – Moderato (= Nr. 24 aus 24 Pr&#228;ludien und Fugen op. 87)     Klaviersonate Nr. 2 h-Moll op. 61 (1942/43)Allegretto LargoModerato (con moto) – Allegretto con [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Duo – Abend:   Violine &amp; Klavier</h2>
<p>mit dem <strong>Ingolfsson – Stoupel Duo</strong>:</p>
<p>  Judith Ingolfsson, Violine<br />   Vladimir Stoupel, Klavier</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Das Programm:</span></p>
<p><strong>Dmitri Schostakowitsch</strong> (1906-1975)<br />Pr&#228;ludium und Fuge d-Moll op. 87 (1950/51)<br /><span style="font-size: x-small;">Andante – Moderato (= Nr. 24 aus 24 Pr&#228;ludien und Fugen op. 87)</span> <br />    <br />Klaviersonate Nr. 2 h-Moll op. 61 (1942/43)<br /><span style="font-size: x-small;">Allegretto </span><br /><span style="font-size: x-small;">Largo</span><br /><span style="font-size: x-small;">Moderato (con moto) – Allegretto con moto –  Adagio – Moderato</span></p>
<p><strong>Victor Kissine</strong> (*1953)<br />„Caprice“ f&#252;r Violine und Klavier (2011)<br /><span style="font-size: x-small;">Auftragswerk f&#252;r den Belgischen Internationalen Musikwettbewerb K&#246;nigin Elisabeth f&#252;r das Halbfinale des Violinwettbewerbs 2012</span></p>
<p><strong>Sergej Prokofjew</strong> (1891-1953)<br />Sonate Nr. 1 f-Moll op. 80 (1938-46) f&#252;r Violine und Klavier<br /><span style="font-size: x-small;">Andante assai</span><br /><span style="font-size: x-small;">Allegro brusco</span><br /><span style="font-size: x-small;">Andante</span><br /><span style="font-size: x-small;">Allegrissimo</span></p>
<p>2006 haben sich <strong>Judith Ingolfsson</strong> und <strong>Vladimir Stoupel</strong>, beide Solisten mit eigenem Profil, zum <strong>Ingolfsson – Stoupel Duo</strong> zusammengetan, um mit ungew&#246;hnlichen Programmen die Form eines traditionellen Konzertabends zu erweitern. Das Duo konzipiert gemischte Programme, die neben dem Duo-Repertoire auch Solo-Werke f&#252;r jedes Instrument beinhalten. Ihr Credo: Die besten kammermusikalischen Leistungen entstehen aus den musikalischen Gespr&#228;chen gleichberechtigter Partner. Regelm&#228;&#223;ig nehmen beide an renommierten Konzertreihen und Festivals als Solisten oder Duo teil (Schleswig-Holstein Musik Festival, Brandenburgische Sommerkonzerte, Forum Voix Etouffées (Paris), New Music &#8211; New Faces (Krakau), Konzerthaus Berlin, Villa Esche Chemnitz. In den USA ist das Duo in Washington, New York, Corrales (NM), Boulder und Denver (CO) aufgetreten. Dar&#252;ber hinaus sind Ingolfsson und Stoupel k&#252;nstlerische Leiter des Festivals „Aigues-Vives en Musique“, das sie 2009 in S&#252;dfrankreich ins Leben gerufen haben. Ihre erste gemeinsame CD erschien 2010 (En Hommage: Simon Laks); die zweite, viel gepriesene CD (Strawinsky, Schostakowitsch) erschien 2011.</p>
<p><strong>Judith Ingolfsson</strong>, geb&#252;rtige Isl&#228;nderin, begann bereits mit 3 Jahren Geige zu spielen. Ihr Deb&#252;t als Solistin mit Orchester hatte sie – 8j&#228;hrig – in Deutschland. Sie studierte in den USA bei Jascha Brodsky, David Cerone und Donald Weilerstein. Auftritte bei nationalen und internationalen Wettbewerben brachten ihr u.a. den 1. Preis beim Concert Artists Guild Competition (NY) und den 3. Preis beim Premio Paganini in Genua ein. Inzwischen hat Ingolfsson auf vielen ber&#252;hmten B&#252;hnen in aller Welt konzertiert und mit namhaften Orchestern und Dirigenten wie Wolfgang Sawallisch, Leonard Slatkin, Raymond Leppard u.v.m. zusammengearbeitet. Auch bei Musikfestivals in den USA, in Polen, Finnland, Deutschland, Frankreich und in der Schweiz ist sie ein gern gesehener Gast. Als Kammermusikerin ist sie mit verschiedenen Ensembles aufgetreten, wobei ihr Interesse auch weniger bekannten Komponisten des 20. Jahrhunderts gilt. Seit 2008 ist Ingolfsson Professorin and Musikhochschule Stuttgart. Sie spielt eine Guadagnini-Violine von 1750.</p>
<p><strong>Vladimir Stoupel</strong>, heute ans&#228;ssig in Berlin, emigrierte 1984 aus Moskau nach Paris, wo er rasch im Konzertleben Frankreichs Fu&#223; fasste und auch die wichtigsten Musikzentren Europas und der USA bereiste. Als Konzertpianist spielte  er mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Russischen Staatsorchester und arbeitete mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Marek Janowski, G&#252;nter Neuhold und Michail Jurowski zusammen. Stoupel ist regelm&#228;&#223;iger Gast bei Festivals in Frankreich, Finnland, Deutschland, in Monte Carlo und New York; zudem hat er f&#252;r Rundfunk und Fernsehen produziert (u.a. ARTE, Radio France, DLR Kultur). Unter seinen CD-Einspielungen befinden sich bemerkenswerte Rarit&#228;ten: „Das Leben der Maschinen“ (Antheil, Nancarrow, Mossolov) sowie viel beachtete und preisgekr&#246;nte  Gesamtaufnahmen aller Sonaten A. Scriabins, aller Klavierwerke A. Sch&#246;nbergs und aller Werke f&#252;r Bratsche und Klavier (mit Thomas Selditz) von Henri Vieuxtemps. Seit einigen Jahren hat sich Stoupel auch als Dirigent einen Namen gemacht, wobei sein Schwerpunkt auf Werken des 20. und 21. Jhs liegt. Regelm&#228;&#223;ig leitet er Kammeropern am Konzerthaus Berlin.</p>
<p><strong>Victor Kissine</strong> studierte am Leningrader Konservatorium Komposition und Musikwissenschaften. Bevor er 1990 nach Belgien emigrierte, war er ein gefragter Filmkomponist, dessen Filmmusiken bei int. Filmfestivals (Berlin, Venedig, Madrid) ausgezeichnet wurden. Die Urauff&#252;hrung seiner Oper „Marat-Sade“ (nach Peter Weiss) verursachte 1985 in Leningrad einen Skandal. Nach 1990 konnte sich Kissine mit zahlreichen Kompositionsauftr&#228;gen f&#252;r renommierte Orchester und Ensembles einen Namen machen. Zu seinen Auftraggebern z&#228;hlen u.a. das Amsterdamer Concertgebouw, das Lincoln Center, das San Francisco Symphony Orchestra, die Kremerata Baltica, diverse Festivals und Gidon Kremers Kammermusikfest Lockenhaus. Kissine ist heute Professor f&#252;r Musikanalyse am Conservatoire Royal von Mons und am Br&#252;sseler INSAS, einer Hochschule f&#252;r Film, Theater und Medienkunst. Im Mai 2008 wurde Kissine zum Mitglied der Académie royale des Sciences, Lettres et Beaux-Arts de Belgique gew&#228;hlt.</p>
<p>„<em>Obwohl „Caprice“ im Auftrag und als Pflichtst&#252;ck f&#252;r einen Wettbewerb komponiert wurde – mithin ein Werk, das den 24 Kandidaten Raum f&#252;r individuelle Interpretationen lassen sollte – lie&#223; ich mich von ganz pers&#246;nlichen Gef&#252;hlen zu zwei Freunden leiten – den Geiger-Ikonen Philippe Hirschhorn und Gidon Kremer. Der Titel bezieht sich offenkundig auf die klassische Tradition dieser Form, die mir durchaus „kaprizi&#246;s“ erscheint und daher zwischen verschiedenen paradoxen Dimensionen hin und herschwankt.</em>“ (Kissine) </p>
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		<title>28.09.2012: Lieder- und Klavierabend: Webern + Strawinsky</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Sep 2012 20:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belaieff-Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum zweiten Mal in diesem Monat ein Konzert der Belaieff-Konzerte. Am 28. September begr&#252;ssen wir Alexei Lubimov, der ja schon mehrfach bei den Belaieff-Konzerten aufgetreten ist und die Sopranistin Rita Balta. Das Konzert steht unter dem Motto: Zum Gedenken an Viktor Suslin Das Pogramm: Anton Webern (1883-1945) Fr&#252;he Lieder (o.op.)     Aufblick (R. Dehmel)     Blumengru&#223; (J.W.v.Goethe)     [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zum zweiten Mal in diesem Monat ein Konzert der Belaieff-Konzerte. <br />Am 28. September begr&#252;ssen wir <strong>Alexei Lubimov</strong>, der ja schon mehrfach bei den Belaieff-Konzerten aufgetreten ist und die Sopranistin <strong>Rita Balta. </strong>Das Konzert steht unter dem Motto:</p>
<p><strong>Zum Gedenken an Viktor Suslin</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Das Pogramm</strong></span>:</p>
<p><strong>Anton Webern</strong> (1883-1945)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Fr&#252;he Lieder</span> (o.op.)<br />     Aufblick (R. Dehmel)<br />     Blumengru&#223; (J.W.v.Goethe)<br />     Bild der Liebe (H. Frey)<br />     Heiter (Fr. Nietzsche)<br />     Der Tod (M. Claudius)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">F&#252;nf Lied</span>er op. 4 (1908-09)<br />auf Gedichte von Stefan George (1868-1933)<br />     Eingang („Welt der Gestalten“)<br />     Noch zwingt mich Treue<br />     Ja, Heil und Dank dir<br />     So ich traurig bin<br />     Ihr tratet zu dem Herde</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Kinderst&#252;ck f&#252;r Klavier</span> (o.op. 1924)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vier Lieder op. 12</span> (1915-17)<br />     Der Tag ist vergangen (Rosegger, Volkslied)<br />     Die geheimnisvolle Fl&#246;te (Bethge)<br />     Schien mir’s, als ich sah die Sonne <br />          (aus Strindbergs „Gespenstersonate“)<br />     Gleich und gleich („Ein Blumengl&#246;ckchen“, J.W.v. Goethe)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Variationen f&#252;r Klavier op. 27</span> (1935-36)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Drei Lieder op. 25</span> (1934)<br />nach Gedichten von Hildegard Jone (1891-1963),<br />Zyklus „Die Freunde“<br />     Wie bin ich froh!<br />     Des Herzens Purpurvogel<br />     Sterne, ihr silbernen Bienen</p>
<p>PAUSE</p>
<p><strong>Igor Strawinsky</strong> (1882-1971)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zwei Gedichte</span> (1911) von Konstantin Balmont f&#252;r Mezzosopran und Klavier<br />     Vergissmeinnicht<br />     T&#228;uberich</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Lied der Parascha</span> aus dem Operneinakter „Mavra“ nach A. Puschkin (1921-22)</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sonate f&#252;r Klavier</span> (1924)<br />     Viertel = 112<br />     Adagietto<br />     Viertel = 112</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vier Russische Lieder</span> (1918-19) nach russischen Volksliedern     <br />     Enterich<br />     Trinklied<br />     Tischsegen<br />     Sektenlied</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Serenade in A f&#252;r Klavier</span> (1925)<br />     Hymne<br />     Romanze<br />     Rondoletto<br />     Cadenza Finale</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Erinnerungen aus meiner Kindheit</span> (1913), drei kleine Lieder nach russischen Volkstexten<br />     Elster<br />     Kr&#228;he<br />     Chicher-Jacher</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Drei Geschichten f&#252;r Kinder</span> (1915-17) nach russischen Volksliedern f&#252;r Gesang und Klavier     <br />     G&#228;nseschwan<br />     B&#228;r<br />     Tilim-bom</p>
<p>Die aus Litauen stammende Sopranistin <strong>Rita Balta</strong> absolvierte ihre Gesangsstudien an den Musikhochschulen in Karlsruhe, Warschau und Wien. Sie war Stipendiatin der Deutschen Schubert-Gesellschaft, der Bayerischen Theaterakademie, der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Braunschweiger Musikpodiums. 2002 war sie Preistr&#228;gerin der Sommerakademie Mozarteum im Rahmen der Salzburger Festspiele.<br />Als gefragte Solistin bei Internationalen Konzertreihen und Festspielen arbeitete sie u.a. mit den Dirigenten Marcello Viotti, Helmut Rilling, Peter Neumann, Johannes Kalitzke und Christoph Poppen zusammen. Ihr Repertoire reicht von der Alten Musik bis hin zur Musik des 21. Jahrhunderts. Mit dem Oscar in Verdis „Maskenball“ gab sie ihr Operndebut; es folgten Rollen u.a. in der „Zauberfl&#246;te“ (K&#246;nigin der Nacht), der „Lustigen Witwe“ (Valencienne) und im „Rosenkavalier“ (Sophie).<br /><strong>Rita Balta</strong> hat zahlreiche Werke zeitgen&#246;ssischer Komponisten (ur-)aufgef&#252;hrt, darunter eigens f&#252;r sie geschriebene Werke von Beat Furrer und Vykintas Baltakas. Sie arbeitete u.a. mit dem Ensemble Modern, dem Klangforum Wien, dem Sharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker, dem WDR-Sinfonieorchester, dem M&#252;nchener Kammerorchester und dem Bayerischen Staatsorchester sowie dem Nieuw Ensemble Amsterdam zusammen. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen runden ihre k&#252;nstlerische Arbeit ab.</p>
<p><strong>Alexei Lubimov</strong> (*1944, Moskau) deb&#252;tierte als Zw&#246;lfj&#228;hriger mit einem Orchester in Moskau. Mit 16 gewann er den Allrussischen Klavierwettbewerb und Preise in Rio de Janeiro und Montreal. 19-j&#228;hrig begann er als einer der letzten Sch&#252;ler von Heinrich Neuhaus am Moskauer Konservatorium zu studieren. 1968 wurde Lubimov schlagartig bekannt, als er in Moskau Werke von John Cage und Terry Riley auff&#252;hrte. Jahrelang durfte er wegen seines Eintretens f&#252;r zeitgen&#246;ssische westliche Musik die Sowjetunion nicht verlassen. In dieser Zeit avancierte er zu einem gefragten Interpreten von Urauff&#252;hrungen russischer Komponisten wie Schnittke, Gubaidulina, Silvestrov und P&#228;rt; aber auch die Werke von Sch&#246;nberg, Webern, Boulez, Stockhausen, Ives und Ligeti geh&#246;rten weiterhin zu seinem Repertoire. Gleichzeitig besch&#228;ftigte sich <strong>Lubimov</strong> intensiv mit der Auff&#252;hrungspraxis Alter Musik auf Originalinstrumenten. 1976 gr&#252;ndete er das Moskauer Barock-Quartett und gemeinsam mit Tatjana Grindenko die Moskauer Kammerakademie. F&#252;r Erato spielte er die gesamten Klaviersonaten Mozarts auf einem Hammerklavier ein. <br />Ab 1987 (im Zeichen der „Glasnost“) konnte Lubimov mit Konzerten in den USA, Europa und Japan seine internationale Karriere wieder aufnehmen. Ein Jahr sp&#228;ter gr&#252;ndete er das Moskauer Avantgarde-Festival „Alternativa“. Er spielt Recitals, Solokonzerte mit den bedeutendsten Orchestern und Dirigenten der Welt sowie Kammermusik mit renommierten Partnern wie Natalia Gutman, Gidon Kremer, Heinrich Schiff, Christian Tetzlaff, Eduard Brunner, Andreas Staier und Peter Schreier. Allein in den 70er und 80er Jahren spielte er &#252;ber 30 Schallplatten f&#252;r das Label Melodia ein; es folgten zahlreiche hochgelobte CD-Aufnahmen f&#252;r ECM, Erato, BIS, Sony u.v.m. <br />Lubimov f&#252;hlt sich besonders der zeitgen&#246;ssischen Musik russischer Komponisten verpflichtet (insbes. Valentin Silvestrov und Galina Ustwolskaja). <br />Viele Jahre hatte er eine Professur am Mozarteum in Salzburg inne, momentan lehrt Lubimov am Moskauer Konservatorium.</p>
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		<title>14.09.2012: Valentin Silvestrov zum 75. Geburtstag</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Aug 2012 07:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belaieff-Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Sylvestrov wird beim Konzert anwesend sein. Ensemble f&#252;r Neue Musik “Ricochet” (Kiew): Mykhailo Bilych , Violine Zoltan Almashi, Violoncello Dmytro Tavanets, Klavier Das Programm Valentin Silvestrov (*1937) Drama (1971)f&#252;r Violine, Violoncello und Klavier Sonate f&#252;r Violine und Klavier Sonate f&#252;r Violoncello und Klavier Trio f&#252;r Violine, Violoncello und Klavier  Pause  “Ich schreibe keine neue [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr Sylvestrov wird beim Konzert anwesend sein.</strong></p>
<h2>Ensemble f&#252;r Neue Musik “Ricochet” (Kiew):</h2>
<p>Mykhailo Bilych , Violine Zoltan Almashi, Violoncello Dmytro Tavanets, Klavier</p>
<p><strong>Das Programm</strong></p>
<p><strong>Valentin Silvestrov</strong> (*1937)</p>
<p><strong>Drama </strong>(1971)<br />f&#252;r Violine, Violoncello und Klavier</p>
<ol>
<li>Sonate f&#252;r Violine und Klavier</li>
<li>Sonate f&#252;r Violoncello und Klavier</li>
<li>Trio f&#252;r Violine, Violoncello und Klavier</li>
</ol>
<p> <strong>Pause</strong></p>
<p> <em>“Ich schreibe keine neue Musik. Meine Musik ist zugleich Antwort und Echo auf das, was schon existiert.”</em> (V.S.)</p>
<p> <strong>“Mozart-Augenblicke”</strong> (2006)<br />Trio f&#252;r Violine, Violoncello und Klavier<br />in 6 S&#228;tzen <em>attacca</em></p>
<p><strong>“28. Juli 1750 … in memoriam J.S.B.”</strong> (2004)<br />f&#252;r Violoncello solo</p>
<p><strong>“F&#252;nf Serenaden”</strong> (2006)<br />f&#252;r Klavier solo <em>(attacca)</em></p>
<p> <strong>“Musik in der Winternacht”</strong> (2011)<br />f&#252;r Violine, Klavier und Synthesizer</p>
<ol>
<li>Tango</li>
<li>Serenade “Wilde Erdbeeren</li>
</ol>
<p><strong>&#8220;Hommage à J.S.B. (quasi echo)&#8221;</strong> f&#252;r Violine und Klavier (2009)</p>
<p>“Eigentlich ist <strong><em>“Drama”</em></strong> ein Trio f&#252;r Violine, Violoncello und Klavier in drei S&#228;tzen, die <em>attacca </em>ineinander &#252;bergehen. Die <em>attacca</em>-&#220;berg&#228;nge geh&#246;ren zur Komposition, denn hier gibt es Elmente des Instrumentaltheaters. Wenn die Violinsonate endet, geht die Musik in Ger&#228;usche und Gesten &#252;ber, ein Streichholz wird angez&#252;ndet und ausgepustet, die Situation ist verwirrend; in diesem Moment tritt der Cellist auf, man h&#246;rt die Schritte, aber die St&#246;rungen geh&#246;ren dazu. Am Ende der Cellosonate kommt auf ein Signal hin der Geiger hereingelaufen und spielt mit der Bogenspitze im Innern des Fl&#252;gels, danach beginnt das Trio.</p>
<p>Der Titel “Drama” hat mehrere Bedeutungen: einen direkten aufgrund einer Ursprungsdramatik, eine menschliche, situationsgebundene (so lebten wir damals)… und das Drama der Musik selbst: Sie durchlebt Begegnungen, Dialoge, Konfrontationen… Das modale musikalische Material hat eine themen&#228;hnliche Gestalt, dort aber, wo das Sonore und Ger&#228;uschhafte &#252;berwiegt, pr&#228;gt ein Gestus die Idee.</p>
<p>Was kann man zum Stil sagen? In diesen Jahren machten &#252;berall in der Welt Komponisten, die avantgardistische Musik schrieben, eine mehr oder weniger fundamentale Krise durch. Die M&#246;glichkeiten der fr&#252;heren “Sterilit&#228;t” waren ausgesch&#246;pft… das weltumspannende Kloster hatte einen Riss bekommen… Ich wollte damals alle musikalischen Systeme – das modale, tonale, atonale und dodekaphonische System – zu einer Einheit bringen. Ich bin von Klangsystemen ausgegangen, nicht von Stilen. Das Klangsystem ist dem Stil untergeordnet. Um diese Einheit zu erm&#246;glichen, ist es n&#246;tig, dass bereits im Anfangsimpuls der Idee, wie in einem Augenblick, alle Systeme potenziell, jedoch unmerklich vorhanden sind.” (Valentin Silvestrov)</p>
<p>Nachdem Silvestrov bis Ende der 90er Jahre u.a. eine beachtliche Reihe gro&#223;er sinfonischer Werke geschaffen hat, wandte er sich im neuen Jahrtausend vornehmlich kleineren Genres zu. Seitdem ist der Strom an Bagatellen, Serenaden, Walzern, Pastoralen, Barcarolen und ”Augenblicken” f&#252;r verschiedene Besetzungen nicht versiegt. Hierbei interessierte ihn vor allem die Melodie, jedoch nicht als etwas Fertiges, sondern als Antwort auf “augenblicklich” aufblitzende und das Ohr des Komponisten nicht mehr loslassende Intonationen, Rufe, Motive. Die kurze Form erm&#246;gliche es, den Augenblick als solchen einzufangen und “anzuhalten”, ohne ihn mit sog. thematischer Arbeit zu belasten. Dabei wird der Text auf besondere Weise wiedergegeben und artikuliert: In den Vordergrung r&#252;ckt das, was normalerweise Hilfsmittel sind: Agogik, Tempo, Dynamik, Pedalf&#252;hrung, mithin alles, was den sog. “metaphorischen Stil” des Komponisten ausmacht und dem Text Mehrdimensionalit&#228;t und trotz aller Post- und Neo-Assoziationen Modernit&#228;t verleiht.</p>
<p><strong><a href="http://www.belaieff-konzerte.de/wp-content/bilder/2012/08/silvestrov.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-306" title="Valentin Silvestrov" src="http://www.belaieff-konzerte.de/wp-content/bilder/2012/08/silvestrov.jpg" alt="Valentin Silvestrov" width="249" height="223" /></a>Valentin Silvestrov</strong> wurde am 30 September 1937 in Kiew geboren, wo er bis heute als freischaffender K&#252;nstler lebt. Er gilt als der f&#252;hrende Vertreter der “Kiewer Avantgarde”, die um 1960 an die &#214;ffentlichkeit trat und von den Verfechtern der konservativen sowjetischen Musik&#228;sthetik heftig kritisiert wurde. Trotz erfolgreicher Auff&#252;hrungen im Westen fand seine Musik im eigenen Land nur inoffiziell Resonanz (dank einiger mutiger Interpreten), weshalb sie zeitweise sogar verboten war. Seit Ende der 80er Jahre aber erschienen seine Werke auf zahlreichen CDs und fanden einen festen Platz auf internationalen Festivals und Konzertb&#252;hnen. Silvestrov hat immer seine Eigenst&#228;ndigkeit bewahrt – sowohl in der fr&#252;hen avantgardistischen Periode als auch nach seiner stilistischen und &#228;sthetischen Wende in den 70er Jahren.</p>
<p><a href="http://www.belaieff-konzerte.de/wp-content/bilder/2012/08/ricochet.jpg"><img class="wp-image-292 alignleft" title="Ensemble Ricochet" src="http://www.belaieff-konzerte.de/wp-content/bilder/2012/08/ricochet.jpg" alt="Ensemble Ricochet" width="450" height="231" /></a></p>
<p>Das <strong>Ensemble f&#252;r Neue Musik “Ricochet”</strong> wurde 1999 in Kiew gegr&#252;ndet und rekrutierte sich aus Studenten und Absolventen des Kiewer Konservatoriums. Gr&#252;nder und k&#252;nstlerischer Leiter ist der Komponist Serhiy Pilyutikov, die musikalische Leitung hat Viktoria Ratsiuk. Ziel des Ensembles ist die Vermittlung herausragender Werke verschiedenster Stilrichtungen des 20. und 21. Jahrhunderts, weshalb eine beachtliche Zahl an Urauff&#252;hrungen auf sein Konto gehen. In unterschiedlichen Besetzungen (vertreten sind die Instrumente Fl&#246;te, Oboe, Klarinette, Horn, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier) ist das Ensemble regelm&#228;&#223;ig zu Gast bei den wichtigsten ukrainischen Festivals f&#252;r Neue Musik wie dem “Kiewer Musikfest”, den “Kiewer Jahreszeiten – Musikpremieren”, dem “Jugendmusikforum”, “Zwei Tage und zwei N&#228;chte”, “Kontraste”. “Ricochet” arbeitet auch mit der niederlaendischen Gaudeamus Stiftung f&#252;r zeitgen&#246;ssische Musik und anderen Organisationen zusammen. <strong>Mykhailo Bilych, Zoltan Almashi </strong>und<strong> Dmytro Tavanets</strong> &#8211; allesamt Absolventen der besten Musikhochschulen der Ukraine und Russlands sowie mehrfache Preistr&#228;ger internationaler Wettbewerbe – geh&#246;ren z.T. mehreren Ensembles und Orchestern an, sind aber auch als Solisten gefragt.</p>
<hr style="width: 100%;" width="100%" />
<p><strong>N&#228;chstes Konzert:</strong></p>
<p>28. September 2012, 20 Uhr</p>
<p>Anton Webern – Igor Strawinsky</p>
<p>Liederabend mit Rita Balta (Sopran) und Alexei Lubimov (Klavier)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>† Viktor Suslin</title>
		<link>http://www.belaieff-konzerte.de/2012/07/viktor-suslin/</link>
		<comments>http://www.belaieff-konzerte.de/2012/07/viktor-suslin/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2012 18:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Information]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Musikfreunde, viele von Ihnen werden die traurige Nachricht schon erhalten haben; wir m&#246;chten Sie aber auch noch einmal auf diesem Wege informieren: Am 10. Juli 2012 verstarb im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit unser gesch&#228;tzter Kollege und Freund Viktor Suslin. Unser Mitgef&#252;hl gilt seiner Familie und engen Freunden. Wir sind dankbar f&#252;r [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Musikfreunde, </p>
</p>
<p>viele von Ihnen werden die traurige Nachricht schon erhalten haben; wir m&#246;chten Sie aber auch noch einmal auf diesem Wege informieren:</p>
<p>Am 10. Juli 2012 verstarb im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit unser gesch&#228;tzter Kollege und Freund <strong>Viktor Suslin</strong>.</p>
<p>Unser Mitgef&#252;hl gilt seiner Familie und engen Freunden.</p>
</p>
<p>Wir sind dankbar f&#252;r alles, was er in seinem jahrelangen unerm&#252;dlichen Einsatz f&#252;r die Belaieff-Stiftung und den Musikverlag M.P. Belaieff geleistet hat und werden sein Andenken in Ehren halten.</p>
</p>
<p>Ulrike Patow</p>
<p>Serge Tcherepnin</p>
<p>Victor Kissine</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>24.05.2012: Achron, Weinberg, Prokofjew, Brahms – Heifetz, Podgaits, Frolov</title>
		<link>http://www.belaieff-konzerte.de/2012/04/24-04-2012-achron-weinberg-prokofjew-brahms-heifetz-podgaits-frolov/</link>
		<comments>http://www.belaieff-konzerte.de/2012/04/24-04-2012-achron-weinberg-prokofjew-brahms-heifetz-podgaits-frolov/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 09:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belaieff-Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexandre Brussilovsky, Violine und Ingmar Lazar, Klavier Achtung: Das Konzert findet nicht am Freitag, 25.05., sondern am Donnerstag, 24.05.! statt. Das Programm: Josep Achron (1886-1943), Ciseaux, Danse nuptiale, Berceuse juive Mieczyslaw Weinberg (1919-1996), Sonatine op. 46 (1949) Sergej Prokofjew (1891-1953), Cinq mélodies op. 35b (1925) Johannes Brahms (1833-1897), Wie Melodien zieht es  mir leise durch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alexandre Brussilovsky,</strong> Violine und <strong>Ingmar Lazar, </strong>Klavier</p>
<p>Achtung: Das Konzert findet nicht am Freitag, 25.05., sondern am <strong>Donnerstag, 24.05.</strong>! statt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Das Programm</strong></span>:</p>
<p><strong>Josep Achron</strong> (1886-1943), <em>Ciseaux, Danse nuptiale, Berceuse juive</em></p>
<p><strong>Mieczyslaw Weinber</strong>g (1919-1996), <em>Sonatine op. 46</em> (1949)</p>
<p><strong>Sergej Prokofjew</strong> (1891-1953), <em>Cinq mélodies op. 35b</em> (1925)</p>
<p><strong>Johannes Brahms</strong> (1833-1897), <em>Wie Melodien zieht es  mir leise durch den Sinn &#8230; op. 105,1</em> (1886), Bearbeitung f&#252;r Violine und Klavier von <strong>Jascha Heifetz</strong> (1901-1987)<br /><em>Scherzo c-moll (o.op., 1853)</em> , aus der F-A-E-Sonate von Schumann, Brahms und Dietrich f&#252;r Joseph Joachim</p>
<p><strong>Efrem Podgaits</strong> (*1949), <em>Valse d’un film non existant , Pas des deux ironique</em></p>
<p><strong>Igor Frolov</strong> (*1937),<em> Fantaisie &#252;ber Themen aus „Porgy and Bess“</em> von George Gershwin, op. 19 (1991)</p>
<hr />
<p><strong>Joseph Achron</strong> studierte in St. Petersburg bei Leopold Auer (Violine) sowie Komposition und Musiktheorie bei Anatoly Liadow. Selbst j&#252;discher Herkunft setzte er sich zeit seines Lebens mit j&#252;discher Musik auseinander. 1925 emigrierte er in die USA, wo er sich, trotz erster Erfolge, als Komponist nicht recht durchsetzen konnte. Der Einfluss der j&#252;dischen Kultur ist in seinen Werken immer pr&#228;sent – so auch im <em>Hochzeitstanz der Scherenschn&#228;bel</em> und <em>J&#252;dischen Wiegenlied</em>.</p>
<p><strong>Mieczyslaw Weinberg</strong> wuchs in Warschau in einer Musikerfamilie auf, spielte schon als Kind in j&#252;dischen Theatern Klavier, komponierte erste Klavierst&#252;cke und wurde seit seinem 12. Lebensjahr an der Musikakademie zu einem exzellenten Pianisten ausgebildet. Als die Deutschen Polen &#252;berfielen, floh er &#252;ber Minsk nach Taschkent, von wo aus Schostakowitsch ihn 1943 nach Moskau holte. Beide verband eine lebenslange Freundschaft. Weinberg schrieb 22 Sinfonien, 17 Streichquartette, 6 Opern, Ballette, Sonaten, Filmmusiken. Der sowjetischen Forderung nach gr&#246;&#223;erer Einfachheit folgend, schrieb Weinberg 1949 die <em>Sonatine</em>, ein vergleichsweise „harmloses“ und mildes Werk mit nur gelegentlichen Eintr&#252;bungen.</p>
<p><strong>Efrem Podgaits</strong> (*1949) studierte in Moskau bei Yuri Buzko und Nikolai Sidelnikow. Sein Oeuvre umfasst 12 Opern, 3 Sinfonien, 23 Concerti, Kantaten, Kammermusik, Film- und Theatermusik. Ein besonderer Schwerpunkt seines Schaffens gilt der Musik f&#252;r Kinder. In seinen Kompositionen kombiniert Podgaits verschiedenste Idiome, denen er seinen eigenen Stil verleiht. Trotz rhythmischer Komplexit&#228;t und resoluter Modernit&#228;t bleibt seine Musik zug&#228;nglich, hat sie sich doch der Poesie und dem Humanismus verschrieben.</p>
<p><strong>Igor Frolov</strong> begann mit 5 Jahren Geige zu spielen. Sein Studium beendete er 1965 bei David Oistrach, nachdem er bereits mehrere Violinwettbewerbe gewonnen und die Solistenkarriere eingeschlagen hatte. Er wurde Professor am Moskauer Konservatorium und ist seit 1994 k&#252;nstlerischer Leiter und Dirigent der Moskauer Camerata. Auf Anraten Oistrachs begann Frolov zu komponieren. Seit seiner Kindheit interessierte er sich f&#252;r den Jazz, was sich in seinen Kompositionen niederschl&#228;gt. Die <em>Porgy and Bess -</em> Fantaisie entstand in nur 3 Wochen. Frolov nennt sie „ein Gedicht &#252;ber die Liebe“. Es ist die Geschichte zweier Menschen, die sich trotz aller Unterschiede und Hindernisse ineinander verlieben. Das Werk bringt mehrere Stimmungswechsel und zahlreiche virtuose Passagen; den Schluss bildet eine brillante Coda.</p>
<p><strong>Alexandre Brussilovsky</strong> (*1953) studierte am Moskauer Konservatorium bei Yuri Yankelevich und Leonid Kogan. Schon als junger Shootingstar gewann er bei internationalen Wettbewerben. Vom Sowjetregime in seiner Laufbahn eingeschr&#228;nkt, emigrierte er 1985 nach Frankreich, wo er eine sp&#228;te, aber &#252;beraus erfolgreiche Karriere begann. Brussilovsky steht in der Geigertradition, die auf Leopold Auer und Joseph Joachim zur&#252;ckgeht. Sein Repertoire umfasst u.a. musikalische Entdeckungen der zeitgen&#246;ssischen Musik wie auch der russischen Barockzeit. Er ist Gr&#252;nder des Labels <em>Suoni e Colori</em> und des Kammermusikfestivals <em>Les MusiCimes</em> (Frankreich) sowie des Festivals f&#252;r franz&#246;sische Musik <em>Pont Alexandre III</em> in Moskau.</p>
<p><strong>Ingmar Lazar (*</strong>1993 in Frankreich) wurde schon sehr fr&#252;h als au&#223;ergew&#246;hnliches Talent entdeckt; bereits mit sechs trat er im Salle Gaveau in Paris auf. Erste Preise erzielte er u.a. bei Wettbewerben in Namur (EPTA, 2002) und Val D’Isère (2008). Lazar konzertiert auf wichtigen B&#252;hnen in Europa, Israel und den USA, ist bei Festivals vertreten und tritt mit namhaften Orchestern auf. Mit Alexandre Brussilovsky hat er 2 CDs eingespielt. Zurzeit vervollkommnet er seine Studien an der Musikhochschule in Hannover und an der Internationalen Klavierakademie am Comer See.</p>
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		<title>10.02.2012: Schnittke Suslin Prokofjew</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 14:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belaieff-Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste Sonate f&#252;r Violoncello und Klavier (1978) von Alfred Schnittke ist heute eines der am h&#228;ufigsten aufgef&#252;hrten Werke der Celloliteratur. Sie besteht aus drei S&#228;tzen, die attacca ineinander &#252;bergehen. Der Mittelsatz, quasi ein Intermezzo ist ein d&#228;monisches „Perpetuum mobile“, das umrahmt wird von zwei thematisch miteinander verwandten, ausgreifenden Elegien voller Dramatik. Das Gravitationszentrum des [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Sonate f&#252;r Violoncello und Klavier (1978) von <strong>Alfred Schnittke</strong> ist heute eines der am h&#228;ufigsten aufgef&#252;hrten Werke der Celloliteratur. Sie besteht aus drei S&#228;tzen, die attacca ineinander &#252;bergehen. Der Mittelsatz, quasi ein Intermezzo ist ein d&#228;monisches „Perpetuum mobile“, das umrahmt wird von zwei thematisch miteinander verwandten, ausgreifenden Elegien voller Dramatik. Das Gravitationszentrum des Werkes liegt im letzten Satz, einem d&#252;steren Largo von bohrender Intensit&#228;t und betr&#228;chtlicher L&#228;nge.</p>
<p>Die Mstislaw Rostropowitsch gewidmete und von ihm uraufgef&#252;hrte zweite Sonate f&#252;r Violoncello und Klavier (1994) besteht aus f&#252;nf kleineren S&#228;tzen. Ihre Sprache ist die des sp&#228;ten Schnittke, in der sich alles zuspitzt und mitunter &#228;u&#223;erste Askese neben &#252;berm&#228;&#223;ig versch&#228;rfter Expression steht. Die Sonate beginnt mit einem Monolog des Cellos und schlie&#223;t mit einer v&#246;lligen Verschmelzung der beiden Instrumente im „nicht materiellen“ letzten Satz.</p>
<p>Die Bezeichnung des Werkes von <strong>Viktor Suslin</strong> „<em>TonH</em>“ (2001) hat zwei Bedeutungen: Einerseits ist das der Name des Cellisten der Urauff&#252;hrung (<em>Vladimir Tonha</em>), andererseits ein Hinweis auf die Struktur des Werkes, in dem die tiefste Saite des Cellos einen halben Ton tiefer auf  H gestimmt ist. Damit ver&#228;ndert sich nicht nur die „Landschaft“ der nat&#252;rlichen Flageolett-T&#246;ne des Instruments, sondern auch dessen Akustik. Das musikalische Material des Werkes beinhaltet viele Viertelt&#246;ne, die eine strukturelle Funktion innerhalb der Melodik haben. Das Werk ist Sofia Gubaidulina gewidmet.</p>
<p>Die Stimmung der 1949 entstandenen Sonate f&#252;r Violoncello und Klavier von <strong>Sergej Prokofjew</strong> bestimmt ein weitgehend ged&#228;mpfter, lyrischer Ausdruck, der sich durch alle drei S&#228;tze zieht. Die meisten Hauptthemen haben eine folkloristische F&#228;rbung.</p>
<p>Um diesen Charakter der Musik zu unterstreichen, begleitet das Cello das Klavier h&#228;ufig in der Art einer Gitarre, wenn das Klavier die schlichte Volksmelodie &#252;bernimmt. Die Sonate ist Mstislaw Rostropowitsch gewidmet, der das Werk am 1. M&#228;rz 1950 in Moskau uraufgef&#252;hrt hat.</p>
<p><strong>Olga Lubotsky</strong> hat schon h&#228;ufiger bei Belaieff-Konzerten als Cellistin in Kammermusikensembles mitgewirkt. Dabei war ihre pr&#228;sente, genau auf den Ausdruck gezielte Spielweise nicht zu &#252;berh&#246;ren.  Von daher ist ihr heutiger Soloauftritt die logische Folge ihres erfolgreichen Musizierens. <br />Olga Lubotsky wurde in Saratow (Russland) geboren. Sie studierte an der Musikfachschule beim Moskauer Konservatorium und an der Hamburger Musikhochschule bei Prof. Mehlhorn. Heute ist sie Dozentin f&#252;r Violoncello an der Alfred-Schnittke-Akademie Hamburg. Als Solistin und Kammermusikerin konzertiert sie in vielen L&#228;ndern Europas und in den U.S.A. und nimmt regelm&#228;&#223;ig an wichtigen Festivals f&#252;r Neue Musik teil. Mit ihrem Ehemann Mark Lubotsky und Brenno Ambrosini ist sie st&#228;ndiges Mitglied des „Lubotsky-Trios“.</p>
<p>Der venezianische Pianist <strong>Brenno Ambrosini</strong> (*1967) studierte in Venedig, Florenz, M&#252;nchen, Paris und Madrid – in der Tradition der ber&#252;hmten Klavierschulen von Chopin, Liszt, Sgambati und Busoni. Er ist vielfacher Preistr&#228;ger internationaler Wettbewerbe und als Solist mit bedeutenden Orchestern in Europa, den U.S.A. und Japan aufgetreten. Dabei sind zahlreiche Fernseh-aufzeichnungen und CD-Produktionen entstanden. <br />Ambrosini engagiert sich insbesondere f&#252;r zeitgen&#246;ssische Musik, weshalb namhafte Komponisten St&#252;cke f&#252;r ihn geschrieben haben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Programm</span></span>:</p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;"><strong>Alfred Schnittke</strong> (1934 – 1998)</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">   Sonate Nr. 1</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">   f&#252;r Violoncello und Klavier (1978)</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">     1. Largo</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">     2. Presto</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">     3. Largo</span><br />            <br /><strong><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">Alfred Schnittke </span></strong><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">   Sonate Nr. 2  </span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">   f&#252;r Violoncello und Klavier (1994)</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">     1. Senza di tempo (Allegro)</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">     2. Allegro</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">     3. Largo</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">     4. Allegro</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">     5. Lento</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;"><strong>Viktor Suslin</strong> (*1942)</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">   „TonH“ (2001)</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">   f&#252;r Violoncello und Klavier</span></p>
<p><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;"><strong>Sergej Prokofjew</strong> (1891 &#8211; 1953)</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">  Sonate C-Dur </span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">  f&#252;r Violoncello und Klavier op. 119 (1949)</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">    1. Andante grave</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">    2. Moderato</span><br /><span style="font-family: arial,helvetica,sans-serif;">    3. Allegro, ma non troppo</span></p>
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		<title>18.11.2011: Liszt und die Musik der Zukunft</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 16:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belaieff-Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Liszt,  Ginastera, De Falla, Debussy, Ustwolskaja Andreas M&#252;hlen, Klavier Franz Liszt wird manchmal der “Paganini des Klaviers” genannt – ein oberfl&#228;chlicher und h&#246;chst ungerechter Vergleich, beschr&#228;nkte sich doch sein Einfluss nicht nur auf die Revolutionierung des Klavierspiels, sondern umfasste die gesamte Musik. Es war Liszt, nicht Wagner, der die „Tristan-Harmonie“ entdeckte, die Zw&#246;lftonreihe als Thema [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;"><strong>Liszt,  Ginastera, De Falla, Debussy, Ustwolskaja</strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Andreas M&#252;hlen</strong>, Klavier</span></p>
<p><strong>Franz Liszt</strong> wird manchmal der “Paganini des Klaviers” genannt – ein oberfl&#228;chlicher und h&#246;chst ungerechter Vergleich, beschr&#228;nkte sich doch sein Einfluss nicht nur auf die Revolutionierung des Klavierspiels, sondern umfasste die gesamte Musik. Es war Liszt, nicht Wagner, der die „Tristan-Harmonie“ entdeckte, die Zw&#246;lftonreihe als Thema („Faust-Symphonie“) sowie die sinfonische Dichtung, in der die vier S&#228;tze der traditionellen Sinfonie zu einer gro&#223;en neuen Form verbunden sind, die sich unvorhersehbar entwickelt – ohne „vorgegebene“ Reprise, mit ungew&#246;hnlichen Metamorphosen der Themen und Leitmotive. Liszts „Tentakel“ reichen weit in die Zukunft. Zu seinen musikalischen Nachfahren geh&#246;ren neben den Komponisten auf unserem heutigen Programmzettel u.a. auch Scriabin, Ravel, Bartók, Ligeti und sogar Schostakowitsch. Mit vielen Komponisten des 19. Jahrhunderts hatte Liszt das Interesse am „Nationalen“ gemein, doch war vor allem er eine erstaunlich integrale Figur in der europ&#228;ischen Musik – kein provinzieller „Ferencz“, sondern ein allgemein-europ&#228;ischer „Franz“.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Programm:</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Franz Liszt</strong> (1811-1886)</span><br /><span style="font-size: small;">Aus Années de pèlerinage, troisième année  </span><br /><span style="font-size: small;">    Nr. 5 Sunt lacrymae rerum (1872)</span><br /><span style="font-size: small;">La Lugubre Gondola I (1882)</span><br /><span style="font-size: small;">La Lugubre Gondola II (1882)</span><br /><span style="font-size: small;">Schlaflos, Frage und Antwort (1883) </span><br /><span style="font-size: small;">   <em>Nocturno  nach einem Gedicht von Toni Raab</em> </span><br /><span style="font-size: small;">En Rêve. Nocturne (1885/86)</span><br /><span style="font-size: small;">Vierter Mephisto-Walzer. Bagatelle ohne Tonart (1885)</span><br /><span style="font-size: small;">Nuages gris (1881)</span><br /><span style="font-size: small;">Unstern! Sinistre – Disastro (1883/86)</span><br /><span style="font-size: small;">Ungarische Rhapsodie Nr. 17 (1884)</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Alberto Ginastera</strong> (1916-1983)</span><br /><span style="font-size: small;">Aus den „Danzas argentinas“ op. 2 (1937) </span><br /><span style="font-size: small;">Danza del viejo boyero </span><br /><span style="font-size: small;">Danza de la moza donosa </span><br /><span style="font-size: small;">Aus der &#8220;Suite de Danzas Criollas&#8221; op. 15 (1946)</span><br /><span style="font-size: small;">Nr. 2 Allegro Rustico</span><br /><span style="font-size: small;">Nr. 4 Calmo e poetico</span><br /><span style="font-size: small;">Nr. 5 Scherzando</span><br /><span style="font-size: small;">Coda – Presto e energico</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Manuel de Falla</strong> (1876-1946)</span><br /><span style="font-size: small;">Fantasía baetica (1919)</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Claude Debussy</strong> (1862-1918)</span><br /><span style="font-size: small;">Aus “Préludes”, Deuxième Livre (1912-13)</span><br /><span style="font-size: small;">Nr. 1   Brouillards. Modéré</span><br /><span style="font-size: small;">Nr. 10 Canope. Très calme et doucement triste</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Galina Ustwolskaja</strong> (1919-2006)</span><br /><span style="font-size: small;">Sonate Nr. 5 (1986)</span></p>
<p>An diesem Abend erklingen sp&#228;te Kompositionen Listzs. In ihnen begegnen wir nicht der zauberhaften Virtuosit&#228;t seiner fr&#252;hen Werke; der Komponist ist auf das Substanzielle konzentriert, als habe er sich einer freiwilligen Askese unterzogen. Einige seiner harmonischen Entdeckungen sind so radikal, dass man kaum glauben kann, in welchem Jahr diese Musik komponiert wurde. Dass Liszts Schaffen bis in die Moderne Inspirationsquelle f&#252;r viele Musiker ist, best&#228;tigen die weiteren St&#252;cke des heutigen Programms. </p>
<p>Obgleich <strong>Alberto Ginastera</strong> einer der bedeutendsten Vertreter der argentinischen Musik des 20. Jhs ist, ist seine Musik nicht allzu oft in Deutschland zu h&#246;ren. Er komponierte Opern, Ballette, eine Sinfonie, Lieder, Chorwerke, Kammermusik und u.a. zwei Klavierkonzerte und drei Klaviersonaten. Seine T&#228;nze f&#252;r Klavier, die <em>Danzas argentinas</em> und <em>Danzas criollas</em> geben meisterhaft die Vielfalt an Gesten und Stimmungen der argentinischen Folklore wieder und stecken gleichzeitig voller  harmonischer Neuerungen. </p>
<p>Die <em>Fantasía baetica</em> von <strong>Manuel de Falla</strong> entstand im Auftrag von Arthur Rubinstein und ist ihm gewidmet. ’Provincia Baetica’ war der r&#246;mische Name f&#252;r Andalusien, die Heimat des Flamenco. Das Werk ist eine gro&#223; angelegte, abstrakte Klavierfantasie – original de Falla, ohne Zitate aus der Folklore, aber deutlich inspiriert vom Stil des Flamenco mit seinen spezifisch orientalischen Skalen und eigenwilligen Rhythmen –  im Klavier Kl&#228;nge der Gitarre, des F&#252;&#223;estampfens, der Kastagnetten und des ’cante jondo’ heraufbeschw&#246;rend. </p>
<p>&#220;ber die Wechselbeziehungen zwischen der Klaviermusik von <strong>Claude Debussy </strong>und dem Schaffen Franz Liszts lie&#223;en sich Traktate schreiben, denn der Einfluss Liszts beschr&#228;nkte sich nicht auf harmonischen Neuerungen, sondern betraf alle Komponenten der Musik: das Spektrum der Klangfarben, die Satzweise, den Pedalgebrauch. Debussys ’Préludes’ (<em>Brouillards</em> und <em>Canope</em>) sind vorz&#252;gliche Beispiele daf&#252;r. </p>
<p>Scheinbar paradox in diesem Programm sind die beiden letzten Klaviersonaten von <strong>Galina Ustwolskaja</strong>, doch ist die Wahl gerechtfertigt und sinnvoll. Das radikale Neuerertum Ustwolskajas – sowohl was die Form betrifft als auch den Einsatz der Klangfarben des Klaviers – ist in vielerlei Hinsicht eng verwandt mit dem Pioniergeist Liszts. &#196;u&#223;erliche &#196;hnlichkeiten gibt es hier nicht, aber die Kraft und Gr&#246;&#223;e dieser Klaviermusik ruft unweigerlich den unsterblichen Schatten des Sch&#246;pfers der „Faust-Symphonie“ und der h-Moll-Sonate in Erinnerung. </p>
<p>In der Kunst des Pianisten <strong>Andreas M&#252;hlen</strong> (*1957) verbinden sich auf ungew&#246;hnliche Weise die Traditionen der deutschen und russischen Interpreten-Schule. Zu seinen Lehrern geh&#246;rten Bernhard Roderburg, Rudolf Buchbinder und Igor Shukow. Neben der klassischen und romantischen Klavierliteratur spielt M&#252;hlen insbesondere russische, spanische und s&#252;damerikanische Musik. Mehrere CD-Einspielungen liegen vor, darunter eine Aufnahme mit sp&#228;ten Werken von Franz Liszt, vom MDR als „Idealfall“ vorgestellt, und mit Klaviersonaten von Galina Ustwolskaja, die ihm seine „genaue und tieff&#252;hlende Interpretation“ ihrer Werke bescheinigte. <em>„M&#252;hlen &#8230; spielte kraftvoll, formte gro&#223;e Gesten und B&#246;gen aus, versank in der Musik und wohl &#228;hnlich wie bei Liszt wirkte sein Vortrag improvisiert, emotional und gleichzeitig hochkomplex und durchdacht.“ </em>(Allg&#228;uer Zeitung, 2011)</p>
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		<item>
		<title>30.09.2011: Sofia Gubaidulina zum 80. Geburtstag</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 11:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belaieff-Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[Programm: Sofia Gubaidulina (*1931): De Profundis (1978) f&#252;r Bajan Johann Sebastian Bach (1685-1750): Suite G-Dur f&#252;r Violoncello solo  Prélude  Allemande  Courante  Sarabande  Menuett 1 – Menuett 2  Gigue Johannes Brahms (1833-1897):Drei Choralvorspiele op. posth. 122 (1896)(Transkription f&#252;r Violoncello und Bajan)  Pause Sofia Gubaidulina: Zehn Pr&#228;ludien f&#252;r Violoncello solo (1974)  Staccato &#8211; legato  Legato &#8211; staccato  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Programm:</strong></p>
<p><strong>Sofia Gubaidulina</strong> (*1931): <br />De Profundis (1978) f&#252;r Bajan</p>
<p><strong>Johann Sebastian Bach</strong> (1685-1750): <br />Suite G-Dur f&#252;r Violoncello solo<br />  Prélude<br />  Allemande<br />  Courante<br />  Sarabande<br />  Menuett 1 – Menuett 2<br />  Gigue</p>
<p><strong>Johannes Brahms</strong> (1833-1897):<br />Drei Choralvorspiele op. posth. 122 (1896)<br /><span style="font-size: x-small;">(Transkription f&#252;r Violoncello und Bajan)</span></p>
<p> <strong>Pause</strong></p>
<p><strong>Sofia Gubaidulina: </strong><br />Zehn Pr&#228;ludien f&#252;r Violoncello solo (1974)<br />  Staccato &#8211; legato<br />  Legato &#8211; staccato<br />  Con sordino &#8211; senza sordino<br />  Ricochet<br />  Sul ponticello &#8211; ordinario &#8211; sul tasto<br />  Flagioletti<br />  Al taco &#8211; da punta d’arco<br />  Arco &#8211; pizzicato<br />  Pizzicato &#8211; arco<br />  Senza arco, senza pizzicato</p>
<p><strong>Sofia Gubaidulina:</strong><br />In croce (1979) f&#252;r Violoncello und Bajan<br /><span style="font-size: x-small;">(nach der Originalfassung f&#252;r Violoncello und Orgel) </span></p>
<p><strong>Vladimir Tonkha</strong>, Violoncello<br /><strong>Friedrich Lips</strong>, Bajan</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;"><strong>Sofia Gubaidulina</strong> – 1931 in Tschistopol (Tatarische Republik) geboren, in Kasan und Moskau ausgebildet – z&#228;hlt zu den weltweit bedeutendsten Komponistinnen unserer Zeit. Sie hatte es nicht leicht in der Sowjetunion. Als ein Kritiker 1962 die makellose Technik der jungen Komponistin lobte, ihre geistige Haltung aber tadelte, hielt sie dennoch an ihrem k&#252;nstlerischen Credo fest. Schon seit Mitte der 60er Jahre wurden ihre Werke dann im westlichen Ausland gespielt, bald folgten Auftr&#228;ge und zahlreiche Auszeichnungen. Seit 1992 lebt sie in der N&#228;he von Hamburg.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;"> <strong>Sofias Ritter: Vladimir Tonkha und Friedrich Lips </strong></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;"><strong>zum 80. Geburtstag von Sofia Gubaidulina</strong></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: small;">In diesem Konzert h&#246;ren Sie zwei Entdecker von Sofia Gubaidulinas Talent. Sie geh&#246;rten zu den Ersten, die ihre Musik auff&#252;hrten – und zwar mit Beharrlichkeit und sogar Fanatismus zu einer Zeit, als die meisten noch keine Ahnung hatten, was sich hinter diesem Namen verbirgt. Um in den 60er und 70er Jahren in der UdSSR Auff&#252;hrungen einer solchen Musik hartn&#228;ckig durchzusetzen, war eine geh&#246;rige Menge Mut erforderlich. Tonkha und Lips sind Co-Autoren vieler instrumentaler „Entdeckungen“, die uns aus den Partituren von Gubaidulina bekannt sind. Ihnen hat die Komponistin wichtige Werke gewidmet: „Sieben Worte“, „In croce“, „De profundis“, „Zehn Pr&#228;ludien“ f&#252;r Violoncello solo. Auch Solokonzerte mit Orchester hat Gubaidulina f&#252;r sie geschrieben.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;"><strong>Vladimir Tonkha</strong> ist einer der kreativsten und interessantesten russischen Cellisten der Gegenwart. Er tritt in Solo- oder Kammerkonzerten in den besten Konzerts&#228;len der Welt auf, wo er h&#228;ufig die speziell f&#252;r ihn komponierten Werke spielt. Zu seinen Musizierpartnern z&#228;hlen Gidon Kremer, Jury Bashmet, Gennady Roshdestvensky, Valery Gergiev, Yuji Takahashi. Als Professor steht er dem Lehrstuhl f&#252;r Violoncello der Russischen Gnessin-Musikakademie in Moskau vor. Au&#223;erdem hat er zahlreiche Werke f&#252;r Violoncello bearbeitet bzw. transkribiert und herausgegeben.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;"><strong>Friedrich Lips</strong> gelang es in Zusammenarbeit mit Sofia Gubaidulina, dem Bajan (russ. Knopfgriffakkordeon) eine v&#246;llig neue Rolle zu verschaffen, indem er es zu einem h&#246;chst vornehmen Werkzeug der zeitgen&#246;ssischen Musik machte. Lips war der Erste, der die ungew&#246;hnlichen </span>M&#246;glichkeiten des Bajans erkannte. In seine Fu&#223;stapfen traten sp&#228;ter viele andere Musiker in Europa, Japan und den U.S.A.</p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;">Friedrich Lips ist ebenfalls Professor an der Russischen Gnessin-Musikakademie in Moskau und hat an vielen bedeutenden internationalen Festivals f&#252;r Neue Musik teilgenommen. Gleichzeitig ist er Autor mehrerer B&#252;cher und zahlreicher Transkriptionen f&#252;r sein Instrument.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;"><strong>Bajan</strong></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;">In Westeuropa hat das Akkordeon als urspr&#252;ngliches Volksmusikinstrument in der Neuen Musik einen gewissen Platz eingenommen. Noch viel mehr hat sich jedoch in Russland das Bajan, das russische „Knopfakkordeon“ in der klassischen und besonders in der zeitgen&#246;ssischen Musik durchgesetzt. Es beherbergt wesentlich komplexere musiktechnische M&#246;glichkeiten als unser Akkordeon.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;"><strong>De Profundis</strong> – Gubaidulinas erstes Werk f&#252;r Bajan – ist Friedrich Lips, der es urauff&#252;hrte, gewidmet. Heute z&#228;hlt das Werk zu den Klassikern der Bajan-Literatur. Grundlage der Komposition ist Psalm 130 „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir“. zugrunde. Der H&#246;rer wird Zeuge einer langsamen und unaufhaltsamen Steigerung vom „R&#246;cheln“ des untersten Bajan-Registers bis zu den reinen und zarten T&#246;nen des obersten: „<em>Ein Aufstieg vom Niedrigsten zum H&#246;chsten, dem Atem, der Seele bis hin zur Weltseele oder der Weisheit</em>.“ (Viktor Suslin)</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;">Die <strong>Elf Choralvorspiele</strong> sind Brahms’ letztes Werk, sie entstanden 1896. In diesem Jahr starb Clara Schumann, mit der Brahms zeitlebens eine wohl unerf&#252;llt gebliebene Liebe verband. Fast alle der elf bearbeiteten Chor&#228;le haben den Tod zum Thema. </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;">„Ivan Monighetti und Vladimir Tonkha waren die ersten Interpreten, die meine <strong>Zehn Pr&#228;ludien</strong> nicht nur vollendet spielten, sondern sie im wahrsten Sinne des Wortes zu ihrem „eigenen“ Werk machten. Insbesondere das letzte Pr&#228;ludium bietet den Cellisten die M&#246;glichkeit, in improvisatorischen Abschnitten das St&#252;ck auf „eigene“ Weise zu interpretieren. <em>&#8220;Ich wollte erkennen, wie sich Musik durch die sch&#246;pferische Phantasie eines Interpreten inhaltlich ver&#228;ndert.“</em> (Sofia Gubaidulina)</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-size: small;">Die Komposition <strong>In croce</strong> ist ein einziges gro&#223;es Kreuzsymbol: Ein Instrument beginnt in den h&#246;chsten Lagen, das andere in den tiefsten, sie n&#228;hern sich einander an, durchkreuzen sich gro&#223;r&#228;umig und punktuell und entfernen sich wieder mit vertauschten Rollen. Gleichzeitig repr&#228;sentieren Bajan bzw. Orgel die musikalische „Vertikale“, w&#228;hrend das Cello die „Horizontale“ erforscht.</span></p>
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