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	<title>Der phantastische Bücherschrank – Der phantastische Bücherschrank</title>
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	<description>Geschichte und Geschichten aus dem Bücherschrank</description>
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		<title>Das zehnte Jahr – Ursula K. LeGuin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jul 2023 11:13:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_1776-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Das zehnte Jahr - Ursula K. LeGuin - Buchcover" alt="Das zehnte Jahr - Ursula K. LeGuin - Buchcover" /></div><div>Gewohnt plastisch, emotional und psychologisch betrachtend nimmt uns Ursula K. LeGuin mit auf einen wundersamen Planeten, um grundlegende philosophische Fragen in einem spannenden Konflikt zu beleuchten.</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_1776-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Das zehnte Jahr - Ursula K. LeGuin - Buchcover" alt="Das zehnte Jahr - Ursula K. LeGuin - Buchcover" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">Der Planet Werel, von den Sternenreisenden auch Alterra genannt, liegt im Sonnensystem von Gamma Draconis. Der Planet besitzt extrem langen Umlaufzeiten. Ein Jahr dauert etwa eine menschliche Lebensspanne, ein Mondumlauf entspricht in etwa einem irdischen Jahr. Die Ureinwohner des Planeten leben auf einer niedrigen Entwicklungsstufe, die in etwa der Jungsteinzeit auf der Erde entsprechen dürfte. Ein Kolonisationsschiff der Liga hatte den Planeten vor rund 600 Erdenjahren besucht und Kolonisten abgeladen, bevor es zu den Kampfhandlungen der Galaxie zurückkehrte. Von ihm hat man nie wieder gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die irdische Menschenkolonie auf dem Planeten Werel, die sich kraft Gesetzes freiwillig auf eine Entwicklungsstufe mit den Ureinwohnern stellt, unterliegt der Entropie und schrumpft aufgrund von biologischen Problemen bei der Fortpflanzung immer weiter zusammen. Zwischen der Stadt der Sternenreisenden und der Siedlung der Ureinwohner herrscht eine Art freundliches Desinteresse, friedliche Koexistenz. Vermischungen sind eher die Ausnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Winter naht. Von Norden droht Gefahr. Die dortigen Nomadenvölker, die auf ihrem Weg in den Süden sonst immer separat agierten und kleinere Ziele angriffen, sollen sich verbündet haben. Damit stehen die Nachbarsiedlungen an der Küste unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rolery, ein Mädchen der Eingeborenen, die „außerhalb der Zeit“ geboren ist (literarisch soll damit wohl die Exotenrolle des Individuums in der Gesellschaft betont werden) lernt einen Einwanderer &#8211; Agat, den Chef der Einwandererstadt &#8211; kennen. Tiefe psychologische Verbundenheit (wir erinnern uns: die irdische Menschheit in der kosmischen Diaspora ist in der Lage, Gedanken zu übertragen &#8211; tut das aber nicht, um mit den weniger entwickelten Zivilisationen nicht zu viel Interaktion und Beeinflussung zuzulassen) führt dazu, dass beide eine Affäre miteinander beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Absprache der beiden Clanchefs, dass man der von Norden drohende Gefahr gemeinsam begegnen will, schlagen Verräter zu: aufgrund von Kleingeistigkeit und Xenophobie überfallen Ureinwohner den Clanchef der Einwanderer und vermöbeln ihn. Diese Insubordination führt zu einem Machtkollaps im Klan der Ureinwohner. Der alte Klanchef &#8211; der selbst dereinst mit einer der eingewanderten Frauen verheiratet war &#8211; resigniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die verbündeten Horden des Nordens treffen nicht zuletzt aufgrund der Führungslosigkeit des Klans auf keinen nennenswerten Widerstand und vernichten die Stadt der Ureinwohner. Die Sternenreisenden befreien in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die letzten Überlebenden ihres Nachbarklans und bringen sie in die Sicherheit ihrer eigenen Stadt an der Küste, die jetzt ebenfalls belagert wird. Während weniger Tage blutiger Scharmützel wird der Leser Zeuge einiger Erkenntnisse: 600 Erdenjahre auf dem fremden Planeten gehen nicht spurlos an der Biologie der Eingewanderten vorbei. Sollte es sogar möglich sein, Nachwuchs zwischen den beiden Menschengruppen zu bekommen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und was ist eigentlich Heimat? „Komm, wir gehen heim“, ist nicht umsonst der letzte Satz des Büchleins, den Ursula K. LeGuin ihren Protagonisten Agat zu seiner Frau Rolery sagen lässt.</p>



<div class="wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-58194c56"><h2 class="uagb-heading-text">Fazit</h2></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gewohnt plastisch, emotional und psychologisch betrachtend nimmt uns Ursula K. LeGuin mit auf einen wundersamen Planeten, um grundlegende philosophische Fragen in einem spannenden Konflikt zu beleuchten.</p>



<div class="wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-05d904d2"><h2 class="uagb-heading-text">Über das Buch „Das zehnte Jahr“</h2></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Heyne-Paperback (Nr. 3604) der Herausgeber Dr. Herbert W. Franke und Wolfgang Jeschke von 1978 mit der ISBN 4-453-30511-6 mit 128 Seiten verschlungen. Im Original ist der Titel 1966 als „Planet Of Exile“ erschienen. Übersetzt hat Birgit Reß-Bohusch. Das Umschlagbild stammt von Johann Peter Reuter.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1653" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_1776" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_1776-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1689339417&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;1.54&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;50&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0081967213114754&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Das zehnte Jahr &amp;#8211; Ursula K. LeGuin &amp;#8211; Buchcover" data-image-description="&lt;p&gt;Das zehnte Jahr &amp;#8211; Ursula K. LeGuin &amp;#8211; Buchcover&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist, dass der Autor des Klappentextes die Bezeichnungen für den Planeten der Handlung und dessen Sonne verwechselt. Der Planet, auf dem die Handlung spielt, heißt Werel („Die Welt“ nach LeGuin) oder Alterra. Im Klappentext ist die Rede von Eltanin, was ein traditioneller Name der Sonne des Systems Gamma Draconis ist. Übrigens: In 1,5 Millionen Jahren wird Gamma Draconis/Eltanin die Erde in einer Entfernung von 28 Lichtjahren passieren und damit zu einem der hellsten Sterne am irdischen Nachthimmel werden.</p>



<div class="wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-0ae99f2e"><h2 class="uagb-heading-text">Klappentext</h2></div>



<div class="wp-block-uagb-blockquote uagb-block-b020c6e3 uagb-blockquote__skin-border uagb-blockquote__with-tweet uagb-blockquote__tweet-style-classic uagb-blockquote__tweet-icon_text uagb-blockquote__stack-img-none"><blockquote class="uagb-blockquote"><div class="uagb-blockquote__content">Ein Schiff der Liga setzt die Siedler, die es an Bord hat, auf Eltanin ab, dem dritten Planeten von Gamma Draconis, bevor es weiterzieht in ein Raumgefecht. Es kehrt nicht aus der Schlacht zurück. Die Siedler sind auf sich selbst gestellt und versuchen Fuß zu fassen, gründen einige Städte entlang der Küste, bauen Fluchtburgen auf Inseln im Meer, um sich gegen den Ansturm der Eingeborenen zu behaupten. Doch die Kolonie scheint unter einem Unglücksstern zu stehen, die Fehlgeburten häufen sich, die Bevölkerung schrumpft immer mehr zusammen, droht überrannt zu werden. Im zehnten Jahr zieht die Gefahr herauf. Die letzten Menschen haben sich in einer ihrer Städte verschanzt und bereiten sich auf den langen Winter vor.<br>Sechzig Erdenjahre dauert ein Jahr auf Eltanin, und da der Planet eine weite exzentrische Bahn um Gamma Draconis beschreibt, ist der Winter entsprechend lang: Für mehr als fünfzehn Jahre ertrinken die Kontinente in Schnee und Eis. Im Herbst bauen die seßhaften Eingeborenen ihre unterirdischen Winterstädte. Die Nomaden aus den Grasländern des Nordens brechen mit ihren Herden in wärmere Zonen auf, plündernd und mordend suchen sie die Städte heim, rauben deren Wintervorräte. Eine ungeheure Völkerwanderung wälzt sich gen Süden. Den Menschen wird klar, daß sie nur dann eine Chance gegen diese Flut haben, wenn sie Seite an Seite mit den seßhaften Eingeborenen den sengenden Horden entgegentreten, aber es wird sehr bald deutlich, daß selbst nach 600 Erdenjahren die Ressentiments auf beiden Seiten unüberwindlich sind. Ein verzweifelter Abwehrkampf beginnt &#8211; aber auch ein Funke Hoffnung entzündet sich.</div><footer><div class="uagb-blockquote__author-wrap uagb-blockquote__author-at-left"><cite class="uagb-blockquote__author">Author Name</cite></div><a href="/" class="uagb-blockquote__tweet-button" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><svg width="20" height="20" viewBox="0 0 512 512"><path d="M459.37 151.716c.325 4.548.325 9.097.325 13.645 0 138.72-105.583 298.558-298.558 298.558-59.452 0-114.68-17.219-161.137-47.106 8.447.974 16.568 1.299 25.34 1.299 49.055 0 94.213-16.568 130.274-44.832-46.132-.975-84.792-31.188-98.112-72.772 6.498.974 12.995 1.624 19.818 1.624 9.421 0 18.843-1.3 27.614-3.573-48.081-9.747-84.143-51.98-84.143-102.985v-1.299c13.969 7.797 30.214 12.67 47.431 13.319-28.264-18.843-46.781-51.005-46.781-87.391 0-19.492 5.197-37.36 14.294-52.954 51.655 63.675 129.3 105.258 216.365 109.807-1.624-7.797-2.599-15.918-2.599-24.04 0-57.828 46.782-104.934 104.934-104.934 30.213 0 57.502 12.67 76.67 33.137 23.715-4.548 46.456-13.32 66.599-25.34-7.798 24.366-24.366 44.833-46.132 57.827 21.117-2.273 41.584-8.122 60.426-16.243-14.292 20.791-32.161 39.308-52.628 54.253z"></path></svg>Tweet</a></footer></blockquote></div>



<div class="wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-b8c6e9c2"><h2 class="uagb-heading-text">Über die Authorin Ursula K. LeGuin</h2></div>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Der Name von Ursula K. LeGuin wird vor allem mit zwei literarischen Zyklen verknüpft bleiben: Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Chroniken_von_Erdsee">Erdsee-Saga</a>, die wegweisend im Genre der Fantasy wurde &#8211; und das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hainish-Zyklus">Hainish-Universum</a>. Ihr Geburtsname Kroeber begleitet die Autorin als „K.“ in ihrem Namen (die Familie ihres Vaters stammte aus Kröbern in Thüringen). Ursula wird am 21. Oktober 1929 in Berkeley, Kalifornien geboren und wächst in einem akademischen Elternhaus auf. Ihre Eltern sind Anthropologen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie studierte an der Ostküste der USA Literatur, vertiefte sich in die Geschichte der französischen und italienischen Renaissance und lernt in Frankreich 1953 ihren späteren Ehemann Charles A. Le Guin. Zusammen haben die beiden drei Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Seit 1962 schrieb sie Science Fiction, 1966 erscheint ihr erster Roman <em>Rocannons Welt</em>. In der Zeit bis 1974 erscheinen die meisten ihrer Fantasy- und SF-Romane &#8211; was sie zu einer Pionierin der amerikanischen SF macht (und damit zu einer Wegbereiterin der von mir sehr geschätzten <a href="http://alexander-baumbach.de/tag/becky-chambers">Becky Chambers</a>). Bis zu ihrem Tod im januar 2018 lebte Ursula K. LeGuin in Portland, Oregon. Einblick in ihre Gedanken liefert ein sehr schöner Dokumentarfilm &#8211; der auch einige Szenen am berühmten Cannon Beach in Oregon enthält, im Hintergrund der Haystack Rock &#8211; den ich schon seit meiner Kindheit im Richard-Donner-Film „<a href="http://www.bbc.com/travel/story/20150323-the-goonies-guide-to-the-us-pacific-northwest">The Goonies</a>“ liebe. Hier ist der Trailer:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2018 starb Le Guin im Alter von 88 Jahren in ihrem Heim in Portland. Heinrich Stöllner widmete ihr im Zauberspiegel-Online einen <a href="https://www.zauberspiegel-online.de/index.php/phantastisches/gedrucktes-mainmenu-147/32863-die-weise-frau-ursula-k-leguin">gefühl- und respektvollen lesenswerten Nachruf</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier im Phantastischen Bücherschrank habe ich von Ursula K. LeGuin folgende Werke unter die Lupe genommen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="http://alexander-baumbach.de/rocannons-welt-ursula-k-leguin">Rocannons Welt</a></li>



<li><a href="http://alexander-baumbach.de/die-erzahler-ursula-k-leguin">Die Erzähler</a></li>



<li><a href="http://alexander-baumbach.de/winterplanet-ursula-k-leguin">Winterplanet</a></li>



<li><a href="https://alexander-baumbach.de/das-zehnte-jahr-ursula-k-leguin" data-type="post" data-id="1656">Das zehnte Jahr</a></li>
</ul>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div>]]></content:encoded>
					
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	<media:title>Das zehnte Jahr - Ursula K. LeGuin - Buchcover</media:title>
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		<title>Die letzte Kosmonautin – Brandon Q. Morris</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2022 14:22:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
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		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2022/09/img_7882-scaled.jpg" width="1920" height="2560" title="Die letzte Kosmonautin - Brandon Q. Morris - Buchcover" alt="Die letzte Kosmonautin - Brandon Q. Morris - Buchcover" /></div><div>Wir schreiben das Jahr 2029, die DDR bereitet sich auf ihr 80. Gründungsjubiläum vor. Auf der Raumstation "Völkerfreundschaft" versieht Kosmonautin Mandy Neumann ihren einsamen Dienst im Orbit. Und ja: mich holt das schon ab. Ich liebe ja alternative Geschichtsverläufe und Dystopien - zumindest in der Literatur, und außerhalb von „Montagsspaziergängen“.</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2022/09/img_7882-scaled.jpg" width="1920" height="2560" title="Die letzte Kosmonautin - Brandon Q. Morris - Buchcover" alt="Die letzte Kosmonautin - Brandon Q. Morris - Buchcover" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">Wir schreiben das Jahr 2029, die DDR bereitet sich auf ihr 80. Gründungsjubiläum vor. Auf der Raumstation &#8222;Völkerfreundschaft&#8220; versieht Kosmonautin Mandy Neumann ihren einsamen Dienst im Orbit. Und ja: mich holt das schon ab. Ich liebe ja alternative Geschichtsverläufe und Dystopien &#8211; zumindest in der Literatur, und außerhalb von „Montagsspaziergängen“.</p>



<span id="more-1631"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Aber zurück zum Buch: Unser zweiter Protagonist ist Tobias, ein Abschnittsbevollmächtigter der Volkspolizei (ABV) aus Dresden. Auf einem haarsträubenden Kriminalfall macht er sich auf die Socken, den Ehemann seiner Jugendliebe zu suchen, und kommt damit einem großen Geheimnis auf die Spur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit &#8222;Die letzte Kosmonautin&#8220; legt Morris eine Dystopie vor, die klassisch daherkommt. Die Sowjetunion ist 1990 wie im echten Leben untergegangen. Da unter der Lausitz nach Jahrzehnten des Kohleabbaus nun auch Erdölvorkommen entdeckt wurden, geht die DDR nicht den Weg alles Irdischen, sondern verbleibt zusammen mit Kuba, Nordkorea und der Volksrepublik China im Reigen der sozialistischen Staaten, die sich langsam dem Westen gegenüber öffnen, wirtschaftlich gleichziehen und die Abwanderungsproblematik durch Normalisierung des Lebens lösen. Man macht Urlaub auf Mallorca, erhält einen Teil seines Gehals in konvertierbarer Währung ausgezahlt und fährt mit dem neuen Trabant P901 Pickup zur Arbeit. Auf dem Smartphone googelt man nicht, sondern bedient sich des Suchprogramms &#8222;Bergblick&#8220; (the Suchmaschine formerly known as &#8222;Altavista&#8220;) &#8211; und die Stasi ist weiterhin fleißig, und gibt sich Mühe, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Nineteen_Eighty-Four">Orwells „1984“</a> in die echte Welt zu übersetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei macht Brandon Q. Morris mit seinem Spannungsbogen nicht am Klassiker von 1948 Halt, sondern geht sogar weit darüber hinaus. Denn in der Lausitz schlummert mitnichten ein oppulentes Erdölvorkommen, sondern hier versuchen die DDR-Oberen eine Umweltsauerei allererster Güte zu vertuschen. Unter einem ständigen Wolkenvorhang verborgen, unter dem es zu jeder vollen Stunde für exakt zehn Minuten regnet (&#8222;<a href="https://alexander-baumbach.de/tag/vilm" data-type="post_tag" data-id="85">Vilm</a>&#8220; lässt grüßen) verbirgt sich eine quantenphysikalische Verzerrung der Realität, die sich <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Douglas_Adams">Douglas Adams</a> in seinem Mehrteiler &#8222;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/The_Hitchhiker%27s_Guide_to_the_Galaxy">Per Anhalter durch die Galaxis</a>&#8220; und seinem unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive nicht abstruser hätte ausdenken können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Tobias das Geheimnis ergründet, dass sich hinter der Sperrzone verbirgt? Ob Mandy den Versuch überlebt, sie mundtot zu machen für ihre Entdeckungen mit der hochauflösenden Carl-Zeiss-Kamera im Orbit? So viel sei verraten: die Spannungsbögen der Geschichte kulminieren schön, keiner kommt zu kurz und bis zur letzten Seite bleibt das Buch hochspannend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Faible für osteuropäische phantastische Literatur trägt sicher noch in erheblichem Maße dazu bei, dass ich „Die letzte Kosmonautin“ mit Genuss gelesen habe. Die Science Fiction der DDR war in den letzten Jahren der sozialistischen Republik auch ein Ventil der Schriftsteller und der Literaturkonsumenten für drängende Themen wie die Umweltproblematik. Der Problematik Umwelt am Ende der DDR widmen sich übrigens in fesselnder Manier unter anderem Peter Lorenz in „<a href="https://alexander-baumbach.de/quarantane-im-kosmos-peter-lorenz" data-type="post" data-id="766">Quarantäne im Kosmos</a>“, „<a href="https://alexander-baumbach.de/aktion-erde-peter-lorenz" data-type="post" data-id="727">Aktion Erde</a>“ und natürlich im Umweltskandal-Highlight „<a href="https://alexander-baumbach.de/peter-lorenz-blinde-passagiere-im-raum-100" data-type="post" data-id="140">Blinde Passagiere im Raum 100</a>“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum aber muss eigentlich jede funktionierenden Geschichte analog zu <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Fatherland_(novel)">Robert Harris „Fatherland“</a> eine Krimi-Grundhandlung enthalten? Ähnlich arbeitet ja auch <a href="https://alexander-baumbach.de/tag/klaus-fruehauf" data-type="post_tag" data-id="195">Klaus Frühauf</a> in „<a href="https://alexander-baumbach.de/die-baume-von-eden-klaus-fruhauf" data-type="post" data-id="860">Die Bäume von Eden</a>“. Das meine ich dabei aber nicht als negative Kritik. Morris&#8216; Buch erzählt flüssig, spannend und die Kriminalgeschichte wirkt dabei nicht aufgesetzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein spannendes, handwerklich gut gemachtes Buch das eine interessante Idee aufgreift und solide zu Ende denkt. Ich glaube sogar, Potential und lose Enden erkannt zu haben, die eine Fortführung ermöglichen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Buch Die letzte Kosmonautin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch „<a href="https://hardsf.de/buecher/die-letzte-kosmonautin/">Die letzte Kosmonautin&#8220; von Brandon Q. Morris</a> ist bei Fischer Tor unter der ISBN 9783596706754 im Jahr 2022 erschienen. Für das Paperback mit 416 Seiten zahlt man 16,99 Euro im Buchhandel, als E-Book ist es zum Beispiel bei Amazon zwei Euro günstiger. Für 9,95 Euro oder ein Guthaben gibt es das Buch gelesen von Mark Bremer auch bei <a href="https://www.audible.de/pd/Die-letzte-Kosmonautin-Hoerbuch/B09SG4T64K?qid=1663165256&amp;sr=1-1&amp;ref=a_search_c3_lProduct_1_1&amp;pf_rd_p=e54013e2-074a-460e-861f-7feac676b789&amp;pf_rd_r=PHZGMGESA9QAAH19QZ04">Audible als Hörbuch</a> in 12 Stunden und 21 Minuten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" data-attachment-id="1629" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_7882" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2022/09/img_7882-scaled.jpg" data-orig-size="1920,2560" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1662103434&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;1.54&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;1600&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.05&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Die letzte Kosmonautin &amp;#8211; Brandon Q. Morris &amp;#8211; Buchcover" data-image-description="&lt;p&gt;Die letzte Kosmonautin &amp;#8211; Brandon Q. Morris &amp;#8211; Buchcover&lt;/p&gt;
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<h3 class="wp-block-heading">Klappentext</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schreiben das Jahr 2029, und die DDR feiert ihren 80 Jahrestag. Die Kosmonautin Mandy Neumann befindet sich seit mehreren Wochen an Bord der Raumstation „Völkerfreundschaft“. Eigentlich wartet sie auf ihre Ablösung, doch als die ersten unerklärlichen Unfälle passieren, beschleicht sie der Verdacht, dass jemand ihre Mission sabotiert. Kurz darauf bricht der Kontakt zur Bodenstation ab, und sie muss um ihr Leben kämpfen.<br>Der einzige Mensch, der ihr dabei helfen kann, ist Tobias Wagner, ein Leutnant der Volkspolizei in Dresden. Er ist auf der Suche nach einem verschwundenen Physiker, der am Bau der Raumstation beteiligt war, und die Spur führt ihn in ein militärisches Sperrgebiet in der Lausitz. Schon bald gerät er in Konflikt mit seinen Vorgesetzten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor Brandon Q. Morris</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den Angaben auf seiner Webseite ist Brandon Q. Morris 54 Jahre als, Physiker und beschäftigt sich beruflich und privat schon lange mit den spannenden Phänomenen des Alls. Für den redaktionellen Teil eines Weltraum-Magazins und mehrere populärwissenschaftliche Bücher über Weltraum-Themen soll er geschrieben haben.</p>
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	<media:copyright>Der phantastische Bücherschrank</media:copyright>
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		<title>Drecksratte – Thomas Jaekel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Feb 2022 15:15:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG_5298-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Drecksratte - Thomas Jaekel - Buchcover" alt="Drecksratte - Thomas Jaekel - Buchcover" /></div><div>esagt auch nicht. Aber als ich neulich in der Bücherkirche Axien war, drückte mir der gute Geist des Hauses ein Büchlein in die Hand, das von einem Schriftsteller in der Region stammt. Und das Beste daran: es handelt sich um eine Dystopie! Und das allerbeste daran: es handelt sich um ein großartiges Buch. </div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG_5298-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Drecksratte - Thomas Jaekel - Buchcover" alt="Drecksratte - Thomas Jaekel - Buchcover" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">Ich muss gestehen, ich bin schon seit längerer Zeit nicht mehr zum Bloggen gekommen. Und zum Lesen ehrlich gesagt auch nicht. Aber als ich neulich in der <a href="https://alexander-baumbach.de/bucherkirche-axien" data-type="post" data-id="734">Bücherkirche Axien</a> war, drückte mir der gute Geist des Hauses ein Büchlein in die Hand, das von einem Schriftsteller in der Region stammt. Und das Beste daran: es handelt sich um eine Dystopie! Und das allerbeste daran: es handelt sich um ein großartiges Buch. Aber von vorn:</p>



<span id="more-1595"></span>



<p class="wp-block-paragraph">In einer postapokalyptischen Welt treffen wir auf die Protagonistin des Buches, die ihm auch gleichzeitig den Titel gibt. Ein junges Mädchen wird in seiner Kindheit in den Pädophilen-Harem des Kommandanten eines Elendslagers verkauft, in dem Munition als Währung genutzt wird. Nach dessen Tod schlägt sich das Mädchen als Kinder-Prostituierte durch &#8211; bis sie auf zwei Männer trifft, von denen einer nach dem Zusammentreffen und einem beherzten Biss nie wieder jemanden vergewaltigen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In letzter Sekunde wird das Kind vom Arzt des Lagers versteckt, der sich an seine verstorbene Schwester erinnert fühlt.<br>Zusammen machen sich beide auf den Weg zu einem geheimen Sehnsuchtsort des Alten, der in vor eer Apokalypse auf einer Insel arbeitete. In den Beschreibungen der Landschaften war ich oft versucht &#8211; auch wenn der Autor keine Namen nennt &#8211; mich in meine ostdeutsche Heimat zu versetzen, die Elbe zu überqueren und das Ziel der Wanderung in der Ostsee zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg dorthin treffen die beiden auf eine weitere flüchtende Familie. Und auf eine Kolonie von Überlebenden, die expansionistisch ihre faschistisch-rassistische Diktatur-Kolonie auszuweiten versucht &#8211; bis diese auf den Außenposten einer asiatischen Supermacht trifft, die in den Jahren seit der Apokalypse bedeutende technologische Fortschritte gemacht hat im Vergleich zu den europäischen Überlebenskünstlern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschlichkeit, die sich auszahlt nach der Rettung eines abgeschossenen Fluggeräts trifft ab hier auf Liebe, Abschiede, Wiedersehen und Verzweiflung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Setting von &#8222;Drecksratte&#8220; ist klasse. Thomas Jaekel ist ein begnadeter Schriftsteller, der keine einzige literarische Schwäche zeigt in seinem Debut-Werk: seine Dialoge sind gut, die Story ist hinreichend überraschend, ohne dass sie unglaubwürdig wird. Gerade am Anfang ist die Welt, die er zeichnet, unglaublich überzeugend brutal und verkommen. Und das Lektorat des Buches war gut. Mir sind nur eine handvoll Rechtschreibfehlerchen aufgefallen. Wer auf Dystopien steht, dem empfehle ich dringend die Lektüre des Buches.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Buch Drecksratte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Drecksratte von Thomas Jaekel ist im November 2019 im T.O.R.-Verlag erschienen. Die Paperback-Ausgabe ist für 15 Euro unter der <a href="https://www.amazon.de/Drecksratte-Thomas-Jaekel/dp/3981846818/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&amp;qid=1645885665&amp;sr=8-1">ISBN 978-3981846812 erhältlich</a> und umfasst 267 Seiten. Die e-Book-Ausgabe ist unter anderem für den <a href="https://www.amazon.de/Drecksratte-Thomas-Jaekel-ebook/dp/B08DP6QN5G/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&amp;qid=1645885665&amp;sr=8-1">Kindle von Amazon</a> zum Preis von 4,99 Euro erhältlich. Informationen zu Buch und Autor gibt es unter <a href="http://torepic.de">torepic.de</a> (obwohl die Seite im Moment offline zu sein scheint).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1594" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_5298" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2022/02/IMG_5298-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1645514583&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;1.54&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.02&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Drecksratte &amp;#8211; Thomas Jaekel &amp;#8211; Buchcover" data-image-description="&lt;p&gt;Drecksratte &amp;#8211; Thomas Jaekel &amp;#8211; Buchcover&lt;/p&gt;
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<h3 class="wp-block-heading">Klappentext</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Vor vierzig Jahren ging die Welt vor die Hunde. Ein Menschenleben ist nichts mehr wert. Die Überreste der Menschheit vegetieren in kleinen Enklaven im endlosen Ödland vor sich hin, es herrscht das Recht des Stärkeren. In den Gassen einer namenlosen Siedlung wartet ein namenloses Mädchen auf den sicheren Tod. Doch ein alter Mann hat sich eine Spur Menschlichkeit bewahrt. Zusammen begeben sie sich auf eine gefahrvolle Reise durch ein zerstörtes Land. Gibt es den Ort aus den Erinnerungen des Alten wirklich? Und kann er ihnen eine Heimat bieten?</p></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Teaser im Online-Handel</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Unsere bekannte Welt existiert nicht mehr. Die Katastrophe vor vierzig Jahren brachte das Kartenhaus, welches wir Zivilisation nannten, zum Einsturz. Hunger und Not lassen die wenigen Überlebenden verrohen, Söldner ziehen marodierend durch das ausgezehrte Land. Es zählt das Recht des Stärkeren, Morde und Vergewaltigungen gehören zum Alltag. In dieser rauen Welt kämpft ein Mädchen ums nackte Überleben. Dabei scheint sich das Schicksal gegen sie verschworen zu haben. In letzter Sekunde rettet sie ein alter Mann vor dem sicheren Tod in den schmutzigen Gassen eines Elendscamps. Er glaubt, in dem Kind eine Erinnerung an seine eigene Vergangenheit zu sehen. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine gefahrvolle Odyssee durch ein wüstes Land. Das Ziel ist vorerst nur eine Erinnerung des Mannes an eine vergangene Welt. Auf ihrem Weg erkennen sie, dass die Welt doch nicht so tot und entvölkert ist, wie angenommen. Große Mächte im Hintergrund greifen gierig nach den Ressourcen des toten Europas. Doch auch im entvölkerten Land klammern sich Reste der Zivilisation an überwunden geglaubte Ideologien. Wird es den beiden gelingen, allen Gefahren zu trotzen und einen Platz für eine friedliche Zukunft zu finden? Eine Geschichte über Hoffnung, Freundschaft und den Glauben an eine bessere Welt.</p></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor Thomas Jaekel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas Jaekel schreibt in seinem angehängten Dank davon, dass das Projekt &#8222;Drecksratte&#8220; als Fan-Fiction im Universum der <a href="https://www.amazon.de/dp/B074CHCJJ7?binding=paperback&amp;qid=1645888366&amp;sr=8-5&amp;ref=dbs_dp_rwt_sb_pc_tukn">Ödland-Reihe von Christoph Zachariae</a> entstanden ist. Ich freue mich vor allem darüber, dass er schon angekündigt hat, dass es weitere Geschichten aus dem Drecksratte-Kosmos geben wird.</p>
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		<title>Der Mann aus dem anderen Jahrtausend – Richard Groß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2021 12:27:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/06/img_2212-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Der Mann aus dem anderen Jahrtausend - Richard Groß - Illustrationen: Werner Ruhner" alt="Der Mann aus dem anderen Jahrtausend - Richard Groß - Illustrationen: Werner Ruhner" /></div><div>Ein interessantes Gedankenexperiment bildet die Grundlage für Richard Groß' Roman Der Mann aus dem anderen Jahrtausend. Aus der Perspektive der frühen 1960er Jahre erzählt er die Geschichte einer Begegnung zwischen den Welten - aber nicht nur zwischen interstellaren Unterschieden, sondern auch zwischen gesellschaftlichen Unterschieden über den Zeitlauf von rund 200 Jahren. Bestimmendes Thema dabei: Vertrauen.</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/06/img_2212-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Der Mann aus dem anderen Jahrtausend - Richard Groß - Illustrationen: Werner Ruhner" alt="Der Mann aus dem anderen Jahrtausend - Richard Groß - Illustrationen: Werner Ruhner" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">Ein interessantes Gedankenexperiment bildet die Grundlage für Richard Groß&#8216; Roman <em>Der Mann aus dem anderen Jahrtausend</em>. Aus der Perspektive der frühen 1960er Jahre erzählt er die Geschichte einer Begegnung zwischen den Welten &#8211; aber nicht nur zwischen interstellaren Unterschieden, sondern auch zwischen gesellschaftlichen Unterschieden über den Zeitlauf von rund 200 Jahren. Bestimmendes Thema dabei: Vertrauen.</p>



<span id="more-1543"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Aber von vorn:</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ferner Zukunft stoßen Wissenschaftler in Nordamerika auf einen eingefrorenen Menschen aus dem Jahr 1990. Nach dem Auftauen im Jahr 2187 stellt sich schnell heraus, dass US-Air Force-Oberst Sidney Mordgen, Jahrgang 1964, auf der Erde „vergessen“ wurde, als sein Vater mit 3500 weiteren hartnäckigen Kapitalisten und Imperialisten von der Erde flieht, um auf NOWI SWESDA (Neuer Stern, mit Grammatikfehler), einem erdähnlichen Planeten im Epsilon-Eridanus-System, die &#8222;alte Ordnung&#8220; weiterzuführen, während auf der Erde der Kommunismus seinen Siegeszug antritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der &#8222;neue Mensch&#8220;, den diese siegreiche globale kommunistische Revolution hervorbringt, lügt nicht, hat kaum noch fiese Hintergedanken, ist effizient und tolerant. Zumindest glaubt er das von sich. Als nun aber diese realkommunistische Spezies auf den aufgetauten Kapitalisten trifft, stellt sich heraus, dass man (also zumindest einige handelnde Personen) ihm trotzdem mit Misstrauen begegnet, ihn für rückständig und unbelehrbar hält.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1544" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_2214" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/06/img_2214-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1622815692&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;160&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.016666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Der Mann aus dem anderen Jahrtausend &amp;#8211; Richard Groß &amp;#8211; Illustrationen: Werner Ruhner" data-image-description="&lt;p&gt;Der Mann aus dem anderen Jahrtausend &amp;#8211; Richard Groß &amp;#8211; Illustrationen: Werner Ruhner&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Einzig die Ärztin Lys Karmen nähert sich ihm offen und mit menschlicher Sympathie, die später sogar zu Liebe wird. Sidney Mordgen will sich dem modernen Menschenbild anpassen und sich als verlässlicher Teil der Gemeinschaft präsentieren. Da haben wir den schönen Konfliktsalat des ersten Teil des Buches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig spannend wird es aber erst, nachdem die Expedition nach mehreren Jahren Fluges mit relativistischer Geschwindigkeit beim NOWI SWESDA ankommt und dort auf eine neokolonialistische Welt trifft, deren Urbevölkerung von Mordgens Vater und seinen Nachfahren unterjocht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil Kommunisten kein Star Trek kennen, halten sie sich natürlich auch nicht an die oberste Direktive. Und als Sidney Mordgen von seinen eigenen Verwandten überrumpelt und entführt wird, um deren Machtbasis zu festigen, wird es richtig spannend. Wird er sich für seine neue kommunistische Heimat(-zeit) entscheiden oder dem Heimweh nach seiner alten Welt nachgeben? Wird die Liebe von Lys und Sidney halten? Und wie entscheidet sich der Expeditionsleiter: Eingreifen oder Abdampfen zurück zur Erde?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Interessantes Gedankenexperiment trifft auf handwerklich saubere Arbeit. Der Protagonist ist ein vieldimensionaler Charakter, der eben kein stereotyper US-Air Force-Oberst bleibt, sondern sich entwickelt. Vor allem am Anfang habe ich mich sehr an <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Forever_Young_(1992_film)">„Forever Young“ von J.J. Abrams</a> erinnert gefühlt. Wenn der mal nicht bei einem unbekannten ostdeutschen Autoren gespickt hat <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Buch Der Mann aus dem anderen Jahrtausend</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1546" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_2212" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/06/img_2212-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1622815671&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.016666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Der Mann aus dem anderen Jahrtausend &amp;#8211; Richard Groß &amp;#8211; Illustrationen: Werner Ruhner" data-image-description="&lt;p&gt;Der Mann aus dem anderen Jahrtausend &amp;#8211; Richard Groß &amp;#8211; Illustrationen: Werner Ruhner&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Der &#8222;Zukunftsroman&#8220; mit 304 Seiten wurde von Werner Ruhner mit schwarz-weißen Schnitten illustriert und erschien 1961 erstmals im Verlag Neues Leben Berlin. Mir liegt die dritte Auflage von 1965 vor, die als Hardcover in der Reihe &#8222;Spannend erzählt&#8220; mit der Zählnummer 40 erschien. Die <a href="https://berlingeschichte.de/lesezei/blz97_05/text09.htm">Berliner Lesezeichen widmen dem Roman eine lange Inhaltsangabe</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor Richard Groß</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Richard Groß wurde 1921 im ostpreußischen Königsberg geboren. Sein Vater war KPD-Mitglied. Nach Kriegseinsatz und Gefangenschaft in der Sowjetunion ging es über Stationen in Westdeutschland 1954 für ihn in die DDR. Ab 1956 lebt er als Schriftsteller. In Erzählungen und Romanen thematisiert er vorrangig seine Gegenwart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Roman &#8222;Der Mann aus dem anderen Jahrtausend&#8220; wird sein bekanntestes Werk, bleibt aber seine einzige Arbeit auf dem Gebiet der Science Fiction.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Groß ist überzeugter Kommunist, der im Kreis Königs Wusterhausen in Eichwalde lebt und dort im Kreistag sitzt. Er verpflichtet sich als „IM Karl“ bei der Staatssicherheit und stirbt 1968 im Alter von 47 Jahren.<br>Die Weiterentwicklung des Menschen und der Gesellschaft stehe für ihn im Vordergrund der Entwicklung der phantastischen Literatur. Der Satz „Erst der Mensch – dann seine Maschinen.“ wird ihm in diesem Kontext zugeschrieben.</p>
</div>]]></content:encoded>
					
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	<media:title>Der Mann aus dem anderen Jahrtausend - Richard Groß - Illustrationen: Werner Ruhner</media:title>
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		<title>Befehl aus dem Jenseits – Thomas R. P. Mielke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 May 2021 12:16:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Erstkontakt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas R. P. Mielke]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/05/img_1868-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Befehl aus dem Jenseits - Thomas R.P. Mielke - Buchcover - Illustration Atelier Höpfner-Thoma/München  und Tim White" alt="Befehl aus dem Jenseits - Thomas R.P. Mielke - Buchcover - Illustration Atelier Höpfner-Thoma/München und Tim White" /></div><div>"Befehl aus dem Jenseits" - was wie ein Grusel-Groschenroman aus den 1950er Jahren klingt, ist eigentlich eine kurzweilig zu lesende Geschichte über extraterrestrische Intelligenz. Vier Erzählebenen treffen in dieser kurzen Geschichte von Thomas R. P. Mielke zusammen: drei sind irdischer Natur, eine vierte erzählt in der Perspektive eines Außerirdischen.</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/05/img_1868-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Befehl aus dem Jenseits - Thomas R.P. Mielke - Buchcover - Illustration Atelier Höpfner-Thoma/München  und Tim White" alt="Befehl aus dem Jenseits - Thomas R.P. Mielke - Buchcover - Illustration Atelier Höpfner-Thoma/München und Tim White" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Befehl aus dem Jenseits&#8220; &#8211; was wie ein Grusel-Groschenroman aus den 1950er Jahren klingt, ist eigentlich eine kurzweilig zu lesende Geschichte über extraterrestrische Intelligenz. Vier Erzählebenen treffen in dieser kurzen Geschichte von Thomas R. P. Mielke zusammen: drei sind irdischer Natur, eine vierte erzählt in der Perspektive eines Außerirdischen.</p>



<span id="more-1530"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die intelligenteste Lebensform der Galaxis, die Nonos, haben zwar den Gipfel ihrer gesellschaftlichen und technischen Entwicklung erreicht &#8211; aber zu was für einem Preis! Sie können sich seit tausenden Jahren nicht fortpflanzen und sind somit zum Aussterben verdammt. Fieberhaft haben sie Späher in der Milchstraße ausgesandt, die überlichtschnell bewohnte Planeten aufsuchen und dort Lebewesen einsammeln, um zu überprüfen, ob sie das Erbe der Nonos antreten können &#8211; oder von ihnen das Geheimnis des Überlebens zu erforschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier setzen die drei Erzählebenen von Dr. Roby Dumont, einem Wissenschaflter und Kampfpiloten, Myriam Roos, einer reichen Unternehmerstochter und Darius Assif, dem asketischen Priester, an. Die drei Menschen erhalten kurz vor ihrem 30. Geburtstag eine Nachricht, dass sie sich umgehend auf ihr baldiges Ableben vorbereiten sollen. Und pünktlich 30 Jahre nach der Sekunde ihrer Geburt erwachen die drei Versuchsmenschen auf einer Welt im Experimentier-90-Sonnensystem der Nonos, wo sie auf Herz und Nieren geprüft werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der hohen Intelligenz der technischen Entwicklung fern jeder irdischen Vorstellungskraft haben die Nonos eines verlernt: Empathie zu empfinden. Sie sind professionell, streng hierarchisch, optimiert, abgesichert. Aber sie haben verlernt, zu fühlen. Nur der Lebewesen-Sammler LLador-4-Taker ist eine Ausnahme. Bei seinen Entnahme-Aufenthalten auf der Erde hat er sowas wie Emotionen entwickelt. Ja, er hat sich sogar ein &#8222;Souvenir&#8220; von seinem Lieblingsplaneten mitgebracht: einen Bowlerhut aus London, der seinen hohen Schädel kaschiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die anfangs gut aufgebaute Geschichte verschenkt viel Potential. Der Friedliche Krieg, die Herrschaft der Konzerne wäre ausbaufähig gewesen. Und auch zwei der schön eingeführten irdischen Figuren werden nicht wirklich weiterentwickelt. Die stets im Kopf kreisende Frage, ob dem Autor irgendwann der Platz ausgegangen sei, lässt sich leicht beantworten: ja. Genau so war es. Der Roman erschien nämlich tatsächlich zuerst als &#8222;Groschenheft&#8220;, unter dem gleichen Titel im <a href="https://www.zauberspiegel-online.de/index.php/durchblick-hintergrnde-mainmenu-15/druck-und-buch-mainmenu-295/6476-titelisten-die-zauberkreis-sf-reihe">Jahr 1970 veröffentlichte Mielke unter dem Pseudonym Marcus T. Orban das Bändchen schon einmal in der &#8222;Zauberkreis&#8220;-SF-Reihe</a> des gleichnamigen Verlages. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter ausgeführt wird ein ähnliches Setup (Superrasse im Weltraum trifft auf Menschen und erforscht sie) übrigens <a href="https://alexander-baumbach.de/rendezvous-mit-31439-arthur-c-clarke" data-type="post" data-id="986">in Arthur C. Clarkes Rama-Reihe</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein Groschenroman. Punkt. Aber einer, den man nicht nach dem Lesen in die Mülltonne werfen muss. Befehl aus dem Jenseits enthält einige interessante Ansätze, unterhält aber nicht viel länger als eine Stunde im Zahnarzt-Wartezimmer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Buch Befehl aus dem Jenseits</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1529" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_1868" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/05/img_1868-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1620124397&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;250&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.016666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Befehl aus dem Jenseits &amp;#8211; Thomas R.P. Mielke &amp;#8211; Buchcover &amp;#8211; Illustration Atelier Höpfner-Thoma/München  und Tim White" data-image-description="&lt;p&gt;Befehl aus dem Jenseits &amp;#8211; Thomas R.P. Mielke &amp;#8211; Buchcover &amp;#8211; Illustration Atelier Höpfner-Thoma/München  und Tim White&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Befehl aus dem Jenseits ist 1994 im Franz-Schneekluth-Verlag München erschienen. Auf 183 Seiten bringt Mielke seine Geschichte unter, die die ISBN 3-7951-1358-X trägt. Die Gestaltung des Schutzumschlages des kleinen Hardcover-Büchleins übernahm das Atelier Höpfner-Thoma aus München unter Verwendung einer Illustration von Tim White.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rücken- und Klappentext</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Zwei Männer und eine Frau erhalten den Befehl, Vorsorge für ein unauffälliges Ableben zu treffen. Einen Tag später sind sie tot, entführt von der am höchsten entwickelten Zivilisation im Weltall. Ein klassischer Science Fiction Roman voller Spannung und psychologischer Raffinesse. Vom Bestsellerautor Thomas R.P. Mielke, einem Meister der SF.</p><cite>Rückentext</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Betr.: Ihr vorgesehener Tod. Sie werden hiermit aufgefordert, Vorsorge für ein unauffälliges und reibungsloses Ableben zu treffen.<br>Ein besonders geistreicher Gag! Gereizt wirft Roby Dumont den Brief in den Papierkorb, zusammen mit Prospekten, die für eine Reise zum Mars werben. Die kann er sich nicht leisten; seit dem Großen Friedenskrieg und der globalen Machtergreifung der Konzerne gehört er zum Heer der arbeitslosen Akademiker. Einen gleichlautenden Brief erhalten die schöne Myriam Roos, Tochter einer milliardenschweren Dynastie, und Darius Assif im Kloster der Bettelmönche von Lahore.<br>Im Neunzig-Sonnen-System der Nonos trifft man letzte Vorbereitungen für die Ankunft der Terraner. Die Nonos, die am höchsten entwickelte Zivilisation des Weltalls, sind vom Aussterben bedroht. Seit Jahrtausenden versuchen sie, würdige Erben zu finden oder zu züchten…</p><cite>Klappentext</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor Thomas R. P. Mielke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas R. P. Mielke wurde am 12. März 1940 in Detmold geboren. Bei der Bundeswehr kam er von der Fluglotserei in Hannover zu PsyOps, also dem Psychologischen Kampf. An wessen berufliche Entwicklung muss ich da wohl gerade denken? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Brötchen verdiente Mielke aber vorrangig in der Werbebranche, wo er der Legende nach für die Entwicklung der Überraschungseier mitverantwortlich zeichnete. Schriftstellerisch machte er sich als Mitbegründer der „Terranauten“ einen Namen. Sein Roman „Das Sakriversum“ erhielt 1984 den Kurd-Laßwitz-Preis. Für „Der Tag an dem die Mauer brach“ erhielt Mielke 1986 den Deutschen Science Fiction-Preis. Daneben beschäftigte sich Thomas Mielke schriftstellerisch aber auch mit Historienromanen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas Rudolf Peter Mielke starb am 31. August 2020 in Bernau bei Berlin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Sohn Marcus O. Mielke widmete seinem <a href="https://burgturm.de/thomas-r-p-mielke/">Vater einen Nachruf</a>. Perry-Rhodan-Autor Michael Marcus Thurner führte mit <a href="https://mmthurner.wordpress.com/2013/02/17/interview-mit-thomas-r-p-mielke/">Mielke ein langes Interview</a>. „Die Zukunft“ von Random House ruft <a href="https://diezukunft.de/news/buch/thomas-r-p-mielke-1940-2020">Mielke auch nach</a>, genau wie <a href="https://ruprechtfrieling.de/bye-bye-thomas-r-p-mielke/">Wilhelm Ruprecht Frieling</a>. Hier auf dem Blog habe ich von Thomas R.P. Mielke folgende Bücher rezensiert:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://alexander-baumbach.de/der-tag-an-dem-die-mauer-brach-thomas-r-p-mielke" data-type="post" data-id="1420">Der Tag, an dem die Mauer brach</a></li><li><a href="https://alexander-baumbach.de/befehl-aus-dem-jenseits-thomas-r-p-mielke" data-type="post" data-id="1530">Befehl aus dem Jenseits</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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	<media:title>Befehl aus dem Jenseits - Thomas R.P. Mielke - Buchcover - Illustration Atelier Höpfner-Thoma/München  und Tim White</media:title>
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		<title>Der Damm gegen das Eis – Herbert Friedrich</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2021 11:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Ingenieurs-SF]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1741-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Der Damm gegen das Eis - Herbert Friedrich - Buchcover: Rolf F. Müller" alt="Der Damm gegen das Eis - Herbert Friedrich - Buchcover: Rolf F. Müller" /></div><div>Eine Baustellengeschichte ist Der Damm gegen das Eis von Herbert Friedrich. Aber nicht irgendeine Baustellengeschichte - sondern ein großes Tagebuch der ingenieurtechnischen Leistung an einem Großprojekt genau wie ein Tagebuch über die Entwicklung der Menschen, die an dem Bau mitwirken.</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1741-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Der Damm gegen das Eis - Herbert Friedrich - Buchcover: Rolf F. Müller" alt="Der Damm gegen das Eis - Herbert Friedrich - Buchcover: Rolf F. Müller" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">Eine Baustellengeschichte ist <em>Der Damm gegen das Eis</em> von Herbert Friedrich. Aber nicht irgendeine Baustellengeschichte &#8211; sondern ein großes Tagebuch der ingenieurtechnischen Leistung an einem Großprojekt genau wie ein Tagebuch über die Entwicklung der Menschen, die an dem Bau mitwirken.</p>



<span id="more-1513"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Schon seltsam, dass es wirklich mal eine Zeit gab, in der eine blühende Arktis erstrebenswert war. Wir leben heute schon mit den Folgen des Klimawandels, die Gott sei&#8217;s geklagt, nicht nur positiv sind. Im Jahr 1964 erschien eine schmelzende Polkappe noch wünschenswert. Grasende Rinderherden in den Weiten der sibirischen Taiga will man, eine schiffbare Nordost- und Nordwestpassage &#8211; und übersieht dabei, dass man dadurch nicht nur Europa und Nordamerika austrocknet, sondern wahrscheinlich den kompletten Tropengürtel röstet. Aber wie gesagt: 1964 war man wohl noch nicht wo weitsichtig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ein wenig künstlerische Freiheit will man Herbert Friedrich natürlich auch zugestehen. Und: Eines muss man den Kommunisten lassen: große Ideen konnten sie. Dabei reiht sich das Projekt, dass Friedrich umreißt, nahtlos ein in andere ingenieurtechnische Großprojekte. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantropa">Atlantropa</a> etwa von Sörgel (dessen Gedanken ja auch bei &#8222;Der letzte Tag der Schöpfung&#8220; von <a href="https://alexander-baumbach.de/tag/wolfgang-jeschke">Wolfgang Jeschke</a> mit einfließen), der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dawydow-Plan">Dawydow-Plan</a> oder das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_Qattara-Senke">Fluten der Qattara-Senke</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um nichts weniger als die physische Verbindung der östlichen Sowjetunion mit dem amerikanischen Festland über ein System von Tunneln und Dämmen, die entlang der Aleuten-Inselkette verlaufen sollen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1508" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_1743" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1743-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1619460652&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;250&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.016666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Der Damm gegen das Eis &amp;#8211; Herbert Friedrich &amp;#8211; vordere Einbandinnenseite" data-image-description="&lt;p&gt;Der Damm gegen das Eis &amp;#8211; Herbert Friedrich &amp;#8211; vordere Einbandinnenseite&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Und auch, wenn uns solche Großprojekte heute zum Schmunzeln und Zweifeln bringen. Auch der Plan, in den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abschlussdeich">Niederlanden Neuland durch Meeresregulation</a> zu erschaffen oder einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eurotunnel">Verkehrstunnel zwischen Großbritannien und Frankreich</a> zu bauen waren irgendwann mal kühne Utopien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber zum Setup: Das Buch schildert aus der Perspektive der Mittsechziger eine Zukunft im Jahr 2005+. Die USA wurden 1980 zu einer sozialistischen Gesellschaft. Ein Ingenieur kommt mit seinen buntgewürfelten Truppen auf den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Diomedes-Inseln">Diomede-Inseln</a> in der Bering-Straße an. Die beiden Inseln, die es auch im richtigen Leben gibt, sind nicht nur der zentrale Anker des Romans, sondern auch ein Kulminationspunkt zwischen den USA und der Sowjetunion, da sie nur wenige Kilometer voneinander trennen, zwischen ihnen aber nicht nur jahrzehntelang die Frontlinie des Kalten Krieges verlief, sondern auch die Datumsgrenze.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/19/Big_Diomede_3_2014-08-17.jpg" alt=""/><figcaption>Die Ratmanov-Insel links, rechts die Kleine Diomedes-Insel. Foto: Ansgar Walk, CC BY-SA 3.0 <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0</a>, via Wikimedia Commons</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Letztere wird für die Bauarbeiten kurzerhand zwischenzeitlich auf den den 160. Längengrad verschoben. Das kann man genau so einfach machen, wie man ein paar Jahre zuvor einfach mal den Kalender umgestellt hat, damit man sich besser merken kann, wie lang so ein Monat ist. Die sind jetzt nämlich alle gleich lang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist aber nur eine von vielen Zukunftsanekdoten, die Friedrich einwirft, der ansonsten viel Phantasie beweist bei der Ausgestaltung seiner Utopie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Konflikte heraufbeschwören ist er nicht weniger fantasievoll: die rückwärtsgewandten Eskimos, die sich nicht nur um ihren traditionellen Lebensstil sorgen, sondern auch um Robben, Wale, Vögel Felle stehen den vorwärtsgewandten jungen Technikern mit ihren großen Visionen gegenüber. Die Amerikaner mit ihrer kapitalistischen Vergangenheit treffen auf die Bürger der Sowjetunion, die schon ein Menschenalter im Sozialismus leben. Traditionelles Frauenbild trifft auf emanzipierte, freie Frauen. Macho-Männer treffen auf emanzipierte Männer. Immer wieder nagelt Friedrich diese Konflikte in einer der vielen Romanrollen fest. Ja, sogar der jahrzehntelang Kampf eines farbigen Ingenieurs gegen den Lynchmord an seiner Mutter wird umrissen &#8211; und zu einem guten Abschluss gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über elf Jahre hinweg begleiten wir die Bauarbeiten. Wir verfolgen Söhne, die ihren erfolgreichen Eltern nacheifern und scheitern. Wir erleben Söhne von schlimmen Menschen, die sich zu wertvollen Mitgliedern der Gemeinschaft entwickeln. Und Söhne, die ihre Väter überflügeln. Eingebettet in eine große Explosion auf der Baustelle erfahren wir viele Gräueltaten der Vergangenheit, die zur Entfremdung zweier Freunde führten, und die sich am Damm wieder versöhnen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1510" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_1744" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1744-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1619460667&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.016666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Der Damm gegen das Eis &amp;#8211; Herbert Friedrich &amp;#8211; hintere Einbandinnenseite" data-image-description="&lt;p&gt;Der Damm gegen das Eis &amp;#8211; Herbert Friedrich &amp;#8211; hintere Einbandinnenseite&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Es herrscht Lebensgefahr für die vier Insassen zweier Tauchboote! Und im Nachgang wird klar, dass das jahrzehntelange Misstrauen der feindlichen Systeme bis in die Neuzeit herüberstrahlt. Was als Bau einer Raketenbasis im Eis gegen die Sowjetunion begann, führt auch heute noch zur Vorverurteilung des ehemaligen Gegners. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sozialismus ist gut und erstrebenswert, aber seine Menschen sind mitunter nicht fehlerfrei &#8211; so lese ich heute Friedrichs Kernaussage. Damit begibt er sich fast auf den literarischen Duktus von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_Neutsch">Erik Neutsch</a>&#8218; großer Baustellen-Geschichte &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spur_der_Steine">Spur der Steine</a>&#8222;.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kern-Parabel vom Moses, der das Meer teilt, um sein Volk vor der Gefahr zu retten, würde ich jetzt vielleicht nicht in dem Buch erblicken, aber ich gehe mit Otto-Werner Förster mit, der &#8222;Der Damm gegen das Eis&#8220; in &#8222;Die Science-fiction der DDR &#8211; Autoren und Werke&#8220; (Simon/Spittel) in eine Reihe mit Kellermanns &#8222;<a href="https://alexander-baumbach.de/bernhard-kellermann-der-tunnel" data-type="post" data-id="556">Der Tunnel</a>&#8220; stellt. Der wiederum war wegweisend für viele Zwischenkriegspublikationen der sogenannten Ingenieurs-SF oder Produktions-SF a la <a href="https://alexander-baumbach.de/tag/hans-dominik">Hans Dominik</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Eugen_Sieg">Eugen Sieg</a>. Ich denke, das ist gerechtfertigt, auch wenn das Buch manchmal sehr in Zwischentönen und -ebenen spielt, bleibt es flüssig zu lesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Buch Der Damm gegen das Eis</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1511" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_1741" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1741-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1619460637&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;500&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.018867924528302&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Der Damm gegen das Eis &amp;#8211; Herbert Friedrich &amp;#8211; Buchcover: Rolf F. Müller" data-image-description="&lt;p&gt;Der Damm gegen das Eis &amp;#8211; Herbert Friedrich &amp;#8211; Buchcover: Rolf F. Müller&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Der als &#8222;Zukunftsroman&#8220; gekennzeichnete Roman &#8222;Der Damm gegen das Eis&#8220; erschien in der DDR im Jahr 1964,. Die mir vorliegende dritte Auflage des Mitteldeutschen Verlages aus Halle/Saale wurde zwei Jahre später gedruckt. Das Buch umfasst 355 Seiten inklusive eines Personenregisters und eines vor- und eines nachgestellten Gedichtes. Den Schutzumschlag gestaltete Rolf F. Müller.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Klappentext</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„An einem Märznachmittag des Jahres 2005 lagen sich Insel und Schiff gegenüber…“ Herbert Friedrichs utopischer Roman versetzt uns in eine Zeit, in der der Mensch mehr als heute Beherrscher der Natur und seiner selbst ist. Das gigantische Projekt eines Dammes durch die Beringstraße, der das Vordringen kalter Wassermann in den Süden verhindert und das Eindringen warmer Ströme in das Nordmeer fördert, wird Wirklichkeit. Der alte, erfahrene Ingenieur Sobolew, einst als armer Tschuktsche auf der Insel Ratmanova geboren, kehrt mit seiner Tochter Lisa als Bauleiter auf seine Heimatinsel zurück. Friedrich gestaltet in den menschlichen Konflikten dieses Buches Schicksale, die in unseren Tagen ihren Ursprung haben. Die menschlichen und technischen Schwierigkeiten, die beim Bau des Dammes auftreten, beweisen, dass auch in Zeiten, in denen die Kriegsgefahr endgültig gebannt ist, die Verwirklichung der menschlichen Ideen im Kampf gegen die Natur noch starke und dramatische Konflikte mit sich bringt. Friedrich versteht es, in packenden Situationen die Entscheidung seiner Figuren zu motivieren. Der Ingenieur Sobolew; Potter, der Amerikaner, dessen Mutter von Lynchern in unseren Tagen erschlagen wurde; Lisa, die den amerikanischen Sumawo-Mann Galton liebt; Kirenew, dessen menschliche Kraft noch nicht ausreicht, um sich beim Bau dieses Riesenprojektes zu bewähren &#8211; sie alle sind Menschen von Fleisch und Blut, keine utopischen Schemen.</p></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor Herbert Friedrich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Herbert Friedrich wurde 1926 in Zschachwitz (heute Ortsteil von Dresden) und ließ sich ursprünglich während des Zweiten Krieges zum Lehrer ausbilden. Nach einem Jahr als Soldat verbrachte er vier Jahre in Gefangenschaft in Zentralasien. Nach der Rückkehr arbeitete er erst als Lehrer, später studierte er und wurde freischaffender Schriftsteller. Unter seinen zahlreichen Veröffentlichungen finden sich viele Kinderbücher, einige davon mit Science-Fiction-Motiven. &#8222;Der Damm gegen das Eis&#8220; bleibt sein einziger &#8222;Zukunftsroman&#8220; für Erwachsene.</p>
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		<title>Ordnung ins Bücherchaos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Apr 2021 13:29:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rund um den Bücherschrank]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherschrank]]></category>
		<category><![CDATA[Reihe]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1714-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Reihenfolge ins Bücherchaos? Das geht jetzt online. Foto: Baumbach" alt="Reihenfolge ins Bücherchaos? Das geht jetzt online" /></div><div>Jeremy und seine beiden Partner haben die Webseite reihenfolge.org aufgebaut, auf der Bücherserien von mehr als 1500 Autoren unter dem Motto "Wir bringen Reihenfolge ins Netz" vorgestellt werden. </div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1714-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Reihenfolge ins Bücherchaos? Das geht jetzt online. Foto: Baumbach" alt="Reihenfolge ins Bücherchaos? Das geht jetzt online" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">Jeremy und seine beiden Partner haben die Webseite reihenfolge.org aufgebaut, auf der Bücherserien von mehr als 1500 Autoren unter dem Motto &#8222;<a href="https://reihenfolge.org/">Wir bringen Reihenfolge ins Netz</a>&#8220; vorgestellt werden. Da gibt es &#8211; vor allem im Bereich meines Steckenpferds, der osteuropäischen Phantastik, zwar noch Lücken &#8211; aber mal ehrlich: es geht um Literatur.  Das wird nie vollständig sein. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1504" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_1714" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1714-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1619277379&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;500&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.022727272727273&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Reihenfolge ins Bücherchaos? Das geht jetzt online. Foto: Baumbach" data-image-description="&lt;p&gt;Reihenfolge ins Bücherchaos? Das geht jetzt online. Foto: Baumbach&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Und ein redaktionell geführtes Übersichtsportal finde ich schon sehr spannend. Vielleicht finde ich ein bisschen Zeit und arbeite den dreien zu, wie die Bücher von den Steinmüllers, Klaus Frühauf, den Strugazki-Brüdern oder Stanislaw Lem chronologisch zu ordnen sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der größten Reihen SF aus der Feder von Isaac Asimov, der <a href="https://tv.apple.com/us/show/foundation/umc.cmc.5983fipzqbicvrve6jdfep4x3">Foundation-Zyklus, soll übrigens noch in diesem Jahr bei Apple TV+</a> auf die Mattscheibe kommen.</p>
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	<media:title>Reihenfolge ins Bücherchaos? Das geht jetzt online. Foto: Baumbach</media:title>
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		<title>Verstorben: Carlos Rasch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Apr 2021 12:29:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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		<category><![CDATA[Carlos Rasch]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/tea-lights-3612508_1920.jpg" width="1920" height="1095" title="Trauerkerzen" alt="Trauerkerzen" /></div><div>Wie ich heute per Nachruf auf der Andymon-Facebook-Seite von Thomas Franke erfahren erfahren habe, ist schon vor Wochen der DDR-Science-Fiction-Autor Carlos Rasch verstorben. Carlos Rasch wurde am 6. April 1932 im brasilianischen Curitiba als Sohn &#8230;</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/tea-lights-3612508_1920.jpg" width="1920" height="1095" title="Trauerkerzen" alt="Trauerkerzen" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">Wie ich heute per <a href="https://www.facebook.com/groups/andymonfriends/permalink/1884132225086692">Nachruf auf der Andymon-Facebook-Seite von Thomas Franke</a> erfahren erfahren habe, ist schon vor Wochen der DDR-Science-Fiction-Autor Carlos Rasch verstorben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Carlos Rasch wurde am 6. April 1932 im brasilianischen Curitiba als Sohn deutscher Eltern geboren. Diese zogen, als Carlos sechs Jahre alt war, zurück nach Deutschland &#8211; wo der Junge bis 1944 in Elbing (dem heutigen Elblag in Polen) aufwuchs. Nach Stationen in Calbe (Saale) und Köthen ging Rasch 1963 nach Falkensee. Seit dem Jahrtausendwechsel lebt er in Brieselang, wo er <a href="https://trauer.moz.de/traueranzeige/carlos-rasch">jetzt auch verstarb</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Krieg arbeitete er zunächst als Dreher, ab 1951 dann beim Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst ADN. Er beginnt neben der journalistischen Tätigkeit mit dem Schreiben von phantastischer Literatur, ab 1965 freischaffend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Carlos Rasch war neben zahlreichen Veröffentlichungen auch an der Planung für die 13-teilige Weltraumserie „Raumlotsen“ des DDR-Fernsehens beteiligt, die aber nie produziert wurde. Er fällt in politische Ungnade, die bis in die 1980er Jahre anhält. Nach der politischen Wende in der DDR veröffentlichte er Skripte von „Raumlotsen“ als eigenständige Bücher. Außerdem arbeitete er im Havelland als Lokaljournalist für die Märkische Allgemeine Zeitung, bis er 1997 in Rente geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein <a href="http://www.deutschland-im-internet.de/Archive/Brieselang/2010/10Redaktion/Carlos_Rasch/Export1.htm">Bild von Carlos Rasch</a> kann man sich hier machen. Mehr Informationen zum Autor und seinen weiteren Büchern, die nach der Wende in der Edition Digital wiederbelebt wurden, gibt es hier: <a href="http://edition-digital.de/blog/rasch/">http://edition-digital.de/blog/rasch/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst habe bisher von ihm folgende Bücher rezitiert:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://alexander-baumbach.de/carlos-rasch-der-blaue-planet" data-type="post" data-id="317">Der blaue Planet</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://alexander-baumbach.de/carlos-rasch-asteroidenjager" data-type="post" data-id="303">Asteroidenjäger</a></p>
</div>]]></content:encoded>
					
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	<media:title>Trauerkerzen</media:title>
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		<title>Die Offenbarung des Uhrwerks – Sven Haupt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2021 19:35:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Steampunk]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Haupt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreise]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1516-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Die Offenbarung des Uhrwerks - Sven Haupt - Buchcover" alt="Die Offenbarung des Uhrwerks - Sven Haupt - Buchcover" /></div><div>Kennst du das auch? Du liest ein Buch - und plötzlich erinnerst du dich an eine bestimmte Stimmung oder Atmosphäre, die du in einem anderen Buch schon mal gefühlt hast? Beim Lesen von Sven Haupts Episodenroman "Die Offenbarung des Uhrwerks" ging es mir ganz oft so. Und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen - denn er hat nicht die Themen anderer Werke plagiiert, sondern große, klassische Themen auferstehen lassen - eine Hommage an große Geister also?</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1516-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Die Offenbarung des Uhrwerks - Sven Haupt - Buchcover" alt="Die Offenbarung des Uhrwerks - Sven Haupt - Buchcover" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">Kennst du das auch? Du liest ein Buch &#8211; und plötzlich erinnerst du dich an eine bestimmte Stimmung oder Atmosphäre, die du in einem anderen Buch, Film oder Musikstück schon mal gefühlt hast? Beim Lesen von Sven Haupts Episodenroman &#8222;Die Offenbarung des Uhrwerks&#8220; ging es mir ganz oft so. Und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen &#8211; denn er hat nicht die Themen anderer Werke plagiiert, sondern große, klassische Themen auferstehen lassen, fast wie in einer Hommage an große Geister.</p>



<span id="more-1483"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Über einen Zeitraum von rund 480 Jahren und 12 Generationen verfolgen wir die Geschicke der Familie Cameron. Von den tiefen Dschungeln <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Siam">Siams</a>, wo wir am Ende des 19. Jahrhunderts wie bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Indiana_Jones">Indiana Jones</a> auf der Suche nach energiegeladenen Knochenartefakten sind geht es nach Sibirien im Jahr 1923. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich wie in <a href="https://alexander-baumbach.de/winterplanet-ursula-k-leguin" data-type="post" data-id="1304">Ursula K. LeGuins &#8222;Winterplanet&#8220;</a> verfolgen wir zwei Männer bei ihrer Flucht über das Eis, die gelingt, als wie aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jules_Verne">Jules Vernes</a> Werken plötzlich eine Art <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitän_Nemo">Kapitän Nemo</a> auftaucht &#8211; der sich dann auch noch über den Namen &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nautilus_(Jules_Verne)">Nautilus</a>&#8220; lustig macht. Ein Drei-Staaten-Gleichgewicht entwickelt sich in der Parallelwelt Sven Haupts ähnlich wie in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)">1984</a> &#8211; und mitten in dieser Phase, die eigentlich entwicklungstheoretisch in der Phase der Zwischenkriegszeit angesiedelt sein müsste, stoßen wir auf die Baupläne für eine Militärstation &#8211; auf dem Mond.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich will nicht zu viele Details verraten, und auch nicht die Entwicklung der Handlung allzu sehr vorwegnehmen, aber: mit Schwenks zu den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_dreibeinigen_Herrscher">dreibeinigen Herrschern</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sherlock_Holmes">Sherlock Holmes</a> bis hin zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stargate_(Film)">Star Gate</a> (wer es moderner mag: &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Transport-Phillip-P-Peterson/dp/3842330618">Transport</a>&#8222;), Echsenmenschen und sogar einem rituellen Gruppenselbstmord wie im &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Leben_des_Brian">Life of Brian</a>&#8220; zündet Haupt ein Feuerwerk nach dem anderen, nicht nur in seinen verwandten Genres, sondern literaturweit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei behalten die einzelnen Kurzgeschichten einen ganz eigenen Charakter und Charme, ohne dabei den Fluss der Rahmenhandlung zu stören. Und die hat es echt in sich. Denn obwohl Steampunk auf dem Buchcover steht, und mit viel Messing, Kupfer und magischen Dampfmaschinen-Luftschiffen auch viel Steampunk drin ist, entwickelt der Autor eine astreine Science-Fiction-Geschichte, die sich mit mythischen, transdimensionalen Würmern auf Entdeckungsreise durch Raum, Zeit und Raumzeit macht &#8211; bis zum großen Uhrmacher, dem Gott des Werkes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freunde des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/His_Dark_Materials">Goldenen Kompass</a> und vergleichbarer Literatur kommen also genauso auf ihre Kosten wie Anhänger von <a href="https://alexander-baumbach.de/rendezvous-mit-ubermorgen-arthur-c-clarke" data-type="post" data-id="1123">Arthur C. Clarke</a> und Co. &#8211; und ich schwärme immer noch von den leuchtenden Luftquallenherden der Kaylanee, die majestätisch ihre Bahnen am Firmament ziehen. Und natürlich von der Arche, die durch das Weltall gleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Finale kann sich sehen lassen &#8211; warum ich meine Lektüre direkt mit dem Ende von &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herr_der_Ringe">Der Herr der Ringe</a>&#8220; assoziierte, darf der Leser getrost selbst herausfinden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Abwechslungsreich, farbenfroh und eine gute Mischung aus Fantasy und Science-Fiction &#8211; Sven Haupt hat es erneut geschafft, mir ein Buch in die Hand zu drücken, dass mich rundum zufrieden zurücklässt. Es ist keine leichte Kost, aber jede Seite wert!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Buch Die Offenbarung des Uhrwerks</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1481" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_1516" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/04/img_1516-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1617900169&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;250&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.016666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Die Offenbarung des Uhrwerks &amp;#8211; Sven Haupt &amp;#8211; Buchcover" data-image-description="&lt;p&gt;Die Offenbarung des Uhrwerks &amp;#8211; Sven Haupt &amp;#8211; Buchcover&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://mysticverlag.de/buecher/die-offenbarung-des-uhrwerks/">Paperback aus dem Mystic-Verlag</a> ist im Juni 2019 erschienen, umfasst 331 Seiten und ist unter der ISBN 9783947721368 für 12,99 Euro im Handel erhältlich. Ein kongeniales Lektorat steuerte wieder Helga Sadowski bei. Die beiden sind ein Dreamteam.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Offenbarung des Uhrwerks im Internet</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Was Sven Haupt selbst über seinen Episodenroman denkt, hat er <a href="https://elektrischerengel.com/2019/10/02/was-das-uhrwerk-offenbart/">auf seinem Weblog</a> beschrieben. Die einzige andere Rezension, die ich zum Buch online auf einem Weblog gefunden habe, ist so oberflächlich, dass ich sie dem Leser ersparen möchte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Klappentext</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„So höre gut zu, Junge mit dem alten Namen Cameron, denn dies ist die Wahrheit vom Werden und Vergehen aller Dinge und das Fundament unseres Glaubens. Es ist auch die Geschichte deiner Familie.<br>Am Anfang steht die Magie in unserem Herzen, die sich in den Knochen sammelt. Sie entfacht das Feuer in unserer Seele. Dieses Feuer kocht das Wasser und produziert den Dampf, der unser Leben antreibt. Seine Kraft ist es, die uns vom Boden erhebt und in den Himmel trägt. Magie, Feuer und Dampf öffnen uns die Tore zu neuen Welten, wo unsere Seele Erkenntnisse findet. Einsichten, die uns das Wesen des Kosmos verstehen lassen und uns weise machen.<br>Diese Weisheit lässt uns die Schöpfung lieben und entfacht aufs Neue die Magie in unseren Herzen. Hier schließt sich der Kreis und es offenbart sich das Uhrwerk und mit ihm die tiefste Wahrheit des Universums.”</p></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Über den Autor Sven Haupt</h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" width="215" height="300" data-attachment-id="912" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/der-elektrische-engel-sven-haupt/sven-215x300-png" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2019/02/Sven-215x300.png" data-orig-size="215,300" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Sven Haupt" data-image-description="&lt;p&gt;Sven Haupt, Foto: Mystic Verlag&lt;/p&gt;
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" data-large-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2019/02/Sven-215x300.png" src="http://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2019/02/Sven-215x300.png" alt="" class="wp-image-912"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"> Sven Haupt wurde nach Verlagsangaben 1976 in Bonn geboren. Er hat Biologie studiert und 2008 in kognitiver Hirnforschung promoviert. Er arbeitet als IT-Experte für ein Software-Unternehmen. Seit seiner Jugend schreibt er Blogs, Lyrik und Kurzgeschichten. Näher bin ich nicht an den Autor herangekommen &#8211; da er nach Auskunft seines Verlages eher kontaktscheu sei und lieber über seine Bücher als über sich selbst spricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr <a href="https://mysticverlag.de/sven-haupt/">Informationen gibt es beim Verlag</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile ist von Sven Haupt neben &#8222;<a href="http://alexander-baumbach.de/der-elektrische-engel-sven-haupt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der elektrische Engel</a>&#8220; am 12. November 2018 eine weitere Kurzgeschichtensammlung unter dem Titel <a href="https://www.amazon.de/endlose-Kreis-Sven-Haupt-ebook/dp/B07JGFC4Y1/ref=as_li_ss_tl?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1550395901&amp;sr=1-6&amp;linkCode=ll1&amp;tag=alexanderbaum-21&amp;linkId=b3f0a4360dbba0a497bb15fb895d6135&amp;language=de_DE"><em>Der endlose Kreis</em> als E-Book</a> erschienen. Im Juni 2019 folgte <a href="https://alexander-baumbach.de/die-offenbarung-des-uhrwerks-sven-haupt" data-type="post" data-id="1483">Die Offenbarung des Uhrwerks</a> und zuletzt im April 2020 &#8222;<a href="http://alexander-baumbach.de/die-sprache-der-blumen-sven-haupt">Die Sprache der Blumen</a>&#8222;.</p>
</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wild Card – Nina Casement</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2021 14:32:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Apokalypse]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltuntergang]]></category>
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					<description><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/03/img_1373-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Wild Card - Nina Casement" alt="Wild Card - Nina Casement" /></div><div>Nichts weniger als einen "postapokalyptischen Roadtrip" verspricht Nina Casement den Lesern ihres Romans "Wild Card" - und um das Fazit vorwegzunehmen: sie liefert auch. Und zwar nett verpackt und inhaltsschwer.</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 5px 5% 10px 5%;"><img src="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/03/img_1373-scaled.jpg" width="2560" height="1920" title="Wild Card - Nina Casement" alt="Wild Card - Nina Casement" /></div><div>
<p class="wp-block-paragraph">Nichts weniger als einen &#8222;postapokalyptischen Roadtrip&#8220; verspricht Nina Casement den Lesern ihres Romans &#8222;Wild Card&#8220; &#8211; und um das Fazit vorwegzunehmen: sie liefert auch. Und zwar nett verpackt und inhaltsschwer.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><br>Protagonistin Kore findet sich nach dem Einschlag eines riesigen Asteroiden im Bunker hinter dem Haus wieder, den ihr leicht neurotischer Onkel einst aus Angst vor dem Atomkrieg gebaut hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Wochen und Monate einer durchdrehenden Atmosphäre, Superüberschwemmungen und globaler Brände wettert sie darin relativ sicher verwahrt ab und entwickelt dabei nur die verhältnismäßig leichte Macke, von nun an aus Einsamkeit mit einer gespaltenen Persönlichkeit weiterzuleben.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sie schließlich die relative Sicherheit des Bunkers verlässt und feststellt, dass eine neue Eiszeit kommt, schickt sie sich an, ihren Überlebensmittelpunkt weiter in den Süden zu verlagern. Die Überreste der Zivilisation plündernd schlägt sie sich durch die Trümmer dessen durch, was einst Mitteleuropa war. Vorbei an glühenden Kernkraftwerken, gefährlichem Regen und einer stetig zunehmenden Kälte hat sie vor allem mit der Einsamkeit zu kämpfen &#8211; bis ihr Kannibalen in Spanien eindringlich verdeutlichen, dass ein bißchen Einsamkeit vielleicht doch gar keine so schlechte Idee ist, wenn es darum geht, die nächsten paar Tage nicht im Kochtopf zu landen.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf ihrer weiteren Wanderung stößt sie auf eine der wenigen Siedlungen von Überlebenden, die es auf dem Globus noch gibt, deren Regeln sie sich aber nicht unterwerfen will. Und schickt sich an, ihr Glück im Süden Afrikas zu finden.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wen sie dabei auf ihrer weiteren Wanderung entlang der afrikanischen Westküste trifft und wie sie mehrfach dabei nur knapp dem Tod entgeht, fasst Nina Casement in einer spannenden Lektüre zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ich-Perspektive der Erzählung nimmt uns tief mit in die verstörende Realität, die Kore nach dem Weltuntergang beherrschen lernen muss. Naturwissenschaftlich bleibt das größtenteils sauber, auch wenn es Unschärfen gibt, die ich an ihrer Stelle eher vermieden hätte zu erforschen (etwa am Rand des blau leuchtenden Sees, auf dessen Grund munter die Kernbrennstäbe vor sich hin glühen). Das ein oder andere genrebedingte &#8222;Deus ex Machina&#8220; kommt etwas auffällig pünktlich in die Handlung (das Motorrad mit Seitenwagen etwa), dabei werden diese kleinen Stolperstellen in der Handlung dann aber wieder von großartigen Emotionen hinweggetragen, die Nina Casement hervorragend in Szene setzt. Von der ersten bis zur letzten Seite jedenfalls habe ich mit der Protagonistin zusammen gebibbert und sie angefeuert. Irgendwie muss die Menschheit ja weiterleben! Mich hat das Buch jedenfalls hervorragend unterhalten &#8211; und immer wieder innehalten lassen bei der Frage: was würde ich selbst an ihrer Stelle tun?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer nach &#8222;Wild Card&#8220; noch Bedarf an schönem Weltuntergang hat, dem lege ich Sakyo Komatsu ans Herz, der in &#8222;<a href="https://alexander-baumbach.de/japan-sinkt-sakyo-komatsu" data-type="post" data-id="777">Japan sinkt</a>&#8220; die Erde auftut und in &#8222;<a href="https://alexander-baumbach.de/der-tag-der-auferstehung-sakyo-komatsu" data-type="post" data-id="1024">Der Tag der Auferstehung</a>&#8220; eine furchtbare Seuche über die Menschheit bringt. Menschen, die sich nach der Katastrophe in ihrer neuen Welt einrichten, finden wie auch bei Dieter Riekens &#8222;<a href="https://alexander-baumbach.de/land-unter-dieter-rieken" data-type="post" data-id="1406">Land unter</a>&#8222;. Den klassischen Atomkrieg erleben wir in &#8222;<a href="https://alexander-baumbach.de/ein-strahlendes-ende-francois-bucher" data-type="post" data-id="1073">Ein strahlendes Ende</a>&#8220; von François Bucher. Und wer die Nase ganz voll davon hat, den Planeten mit anderen Menschen zu teilen, den nimmt Jürgen Domian mit auf eine Reise zum &#8222;<a href="https://alexander-baumbach.de/der-tag-an-dem-die-sonne-verschwand-jurgen-domian" data-type="post" data-id="837">Tag, an dem die Sonne verschwand</a>&#8222;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessante Anekdote übrigens: bei Nina Casement heißt der Asteroid &#8222;Krishna&#8220;. Der Grand Seigneur der amerikanischen SciFi Arthur C. Clarke hatte seinen außerirdischen Flugkörper &#8222;Rama&#8220; genannt. Der ist allerdings im <a href="https://alexander-baumbach.de/rendezvous-mit-31439-arthur-c-clarke">gleichnamigen Zyklus</a> nie auf der Erde eingeschlagen. Hare und Krishna sind zwei Ausprägungsformen der hinduistischen Gottheit Vishnu.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend gemachter Roman, der anfangs in zwei Handlungsebenen, später linear logisch erzählt wird. Die weibliche Perspektive auf den Weltuntergang ist teilweise erfrischend, steht aber nicht im Vordergrund. Ich hätte gern weitergelesen. Raum für eine Fortsetzung bliebe jedenfalls. Ich werde mir jedenfalls jetzt Ninas <a href="http://ninacasement.bplaced.net/blog/aktuelles/jagdsaison/">Erstling &#8222;Jagdsaison&#8220;</a> besorgen &#8211; auch, weil ich seit meiner letzten Reise dorthin ein großer Fan von Nordschweden geworden bin.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Buch Wild Card</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-attachment-id="1474" data-permalink="https://alexander-baumbach.de/img_1373" data-orig-file="https://alexander-baumbach.de/wp-content/uploads/2021/03/img_1373-scaled.jpg" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 11&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1617119507&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.25&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;500&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.017241379310345&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Wild Card &amp;#8211; Nina Casement" data-image-description="&lt;p&gt;Wild Card &amp;#8211; Nina Casement&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Das Paperback von &#8222;Wild Card&#8220; erzählt auf 381 Seiten die Geschichte von Core und ist bei Books on Demand in Norderstedt unter der ISBN 9783752625226 im Jahr 2020 erschienen. Das Buch ist zum Beispiel bei Autorenwelt erhältlich. Als <a href="https://shop.autorenwelt.de/products/wild-card-ein-postapokalyptischer-roadtrip-von-nina-casement">Papierausgabe kostet es 11,99</a>. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wild Card im Internet</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kathi hat auf dem Blog <a href="https://www.kleiner-komet.de/wild-card-nina-casement/">&#8222;Kleiner Komet&#8220; über die Geschichte mit dem großen Kometen</a> geschrieben. Kurz und knackig wird das Buch bei <a href="https://crashies-wonderland.blogspot.com/2020/12/rez-wild-card-von-nina-casement.html">Crashies Wonderland</a> gewürdigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Koreander hat sich ebenfalls <a href="https://koreander.net/https-koreander-net-nina-casement-wild-card/">intensiv mit dem Text auseinandergesetzt</a> und auch eine Schwachstelle herausgearbeitet: die inhaltliche Nähe zu einem anderen Buch. Ein nettes Interview mit Nina Casement hat <a href="http://juliasleseblog.blogspot.com/2020/12/interview-mit-nina-casement.html">Julia auf ihrem Leseblog</a> geführt. Sie hat das Buch <a href="http://juliasleseblog.blogspot.com/2020/12/wild-card-ein-postapokalyptischer.html?view=flipcard">dort auch rezensiert</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Klappentext</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ein gigantischer Meteorit stürzt in den Atlantik und katapultiert die Welt an den Rand der Vernichtung, die Menschheit ist ausgelöscht. Kore aber überlebt durch Zufall in einem Bunker – doch sie ist ganz allein. Zurück auf der Erdoberfläche sieht sie sich purer Zerstörung gegenüber. Fortan kämpft sie gegen Angst und Hunger, Trümmerwüsten, Einsamkeit und zunehmende Kälte, immer auf der Suche nach einem Ort, an dem sie bleiben kann. Vor allem aber nach anderen Überlebenden. Doch kann sie anderen Menschen noch vertrauen? Und ist eine Existenz auf Dauer in dieser neuen Welt überhaupt möglich?</p></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Über die Autorin Nina Casement</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Informationen über den Hintergrund des offensichtlichen Pseudonyms geht die Autorin, die wahrscheinlich 1987 geboren wurde, sparsam um. Was sie über sich selbst freigibt, erfährt man <a href="http://ninacasement.bplaced.net/uber-mich/">auf ihrer Webseite</a>.</p>
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	<media:copyright>Der phantastische Bücherschrank</media:copyright>
	<media:title>Wild Card - Nina Casement</media:title>
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